+++ ONKOLOGIE-TELEGRAMM +++
+++ Anämie-Therapie in der Onkologie +++
NCCN-Guidelines und Therapiehinweis des G-BA
Berlin, DGHO 2010 – Vor der Behandlung einer tumorbedingten oder Chemotherapie-induzierten Anämie mit Erythropoese-stimulierenden Agenzien (ESAs), soll nach den aktuellen National Comprehensive Cancer Network (NCCN)-Guidelines und des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) der Eisenstatus des Patienten überprüft werden. Meistens liegt der Anämie ein funktioneller Eisenmangel (FEM) zugrunde. Im Rahmen einer in Deutschland durchgeführten nicht-interventionellen Studie (NIS) konnte im Praxisalltag die Effektivität einer Anämietherapie belegt werden. Durch eine intravenöse Eisengabe kann die Response auf eine antianämische Therapie mit ESAs signifikant gesteigert werden. Im Rahmen einer in Deutschland durchgeführten nicht-interventionellen Studie (NIS) konnte im Praxisalltag die Effektivität einer Anämiebehandlung bei 422 Tumorpatienten mit ferinject® belegt werden >>>
+++ Indikationen für Epoetin in der Onkologie +++
Wann ist der Einsatz sinnvoll?
Berlin, DKK – Für die Behandlung der symptomatischen Anämie bei Tumorpatienten mit Chemotherapie stehen als Behandlungsmöglichkeiten Bluttransfusionen oder eine Epoetin-Therapie zur Verfügung. Die Transfusionstherapie ist nicht ohne erhebliche Risiken für den Patienten. Mit einer ESA-Therapie wurden gute Behandlungserfolge erzielt. In jüngster Vergangenheit wurde der Nutzen der Epoetin-Therapie durch einige Studien mit erhöhter Mortalität in der Epoetin-Gruppe in Frage gestellt, sagte Prof. Dr. Hartmut Link, Kaiserslautern, anlässlich eines Satellitensymposiums auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin. Darauf aufbauende Metaanalysen kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Bei genauer Betrachtung zeigen sich jedoch die Schwächen dieser Studien und Metaanalysen. Eine Metaanalyse mit den Originaldaten von 53 randomisierten Studien mit Erythropoese stimulierenden Agenzien ergab eine signifikant erhöhte Mortalität um 17 Prozent. >>>
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| +++ FDA zu Erythropoese-stimulierenden Arzneimitteln (ESA) +++ Erythropoetin nur noch an informierte Krebspatienten abgeben Washington – Die US-Arzneibehörde FDA hat ein Risiko-Management-Programm beschlossen, das eine unkritische Therapie von Krebspatienten mit erythropoetin-stimulierenden Substanzen (ESA) verhindern soll. Onkologen müssen sich registrieren lassen und Patienten nachweislich über mögliche Risiken informieren. Betroffen sind die Präparate Epogen, Procrit und Aranesp, die zum Einsatz bei Krebspatienten zugelassen sind. Bei Krebspatienten kommt es infolge der Tumorerkrankung oder als Nebenwirkung der Chemotherapie häufig zu einer Anämie, die durch ESA gelindert werden kann. In den vergangenen Jahren hatten verschiedene Studien gezeigt, dass ESA das Tumorwachstum stimulieren und die Überlebenszeit der Krebspatienten verkürzen kann. Laut FDA ist ebenfalls ein erhöhtes Risiko von Herzinfarkten, Herzinsuffizienz, Schlaganfällen und Thrombosen durch Studien belegt. >>> |
+++ Epoetin-Biosimilar +++
Ab sofort verfügbar: Eporatio® – Das Epoetin von ratiopharm
Ulm, 22. Januar 2010. Mit Eporatio® bringt ratiopharm ab sofort ein weiteres biotechnologisches Produkt auf den Markt. Es ist zugelassen zur Therapie der symptomatischen Anämie bei Erwachsenen mit nicht-myeloischen malignen Erkrankungen, die eine Chemotherapie erhalten, und zur Behandlung der renalen Anämie. >>>
+++ Aktuelle Behandlung der symptomatischen Anämie +++
11. Münchner Fachpresse-Workshop
Eine Anämie, mit einem Hämoglobin-Abfall unter 12 g/dl, ist die häufigste Komplikation bei Krebspatienten. Die Anämieinzidenz beträgt je nach Tumortyp und -stadium bereits bei Diagnose solider Tumoren ca. 50 %. Im Verlauf einer Chemotherapie entwickeln 62,7 % der primär nicht anämischen Patienten eine Anämie. Am häufigsten treten Anämien bei Patienten mit gynäkologischen Tumoren (81,4 %) bzw. mit Bronchialkarzinom (77,0 %) auf. Aufgrund der multifaktoriellen Genese der Anämie bei Tumorpatienten ist eine einzelne Ursache meist nur schwer zu finden. Klinisch ist die Anämie bedeutsam, weil sie den Allgemeinzustand und die Lebensqualität der Patienten signifikant beeinträchtigt. >>>
+++ Verbesserung des Anämiemanagements bei Krebspatienten unter Chemotherapie +++
Chemotherapie-induzierte Anämie ist eine sehr häufige Nebenwirkung im Rahmen einer Krebsbehandlung. 75% der Patienten entwickeln unter der Therapie eine Anämie, wobei deren Inzidenz mit zunehmender Anzahl an Chemotherapie-Zyklen ansteigt. Durch die mit der Anämie einhergehende Erschöpfung (Fatigue) wird die Lebensqualität der Tumorpatienten maßgeblich beeinträchtigt. Zudem ist eine Anämie mit weiteren klinischen Konsequenzen assoziiert, wie z. B. einer schlechten Prognose, einem erhöhten Rückfallrisiko, einem reduzierten postoperativen Zustand sowie einer verminderten Toleranz gegenüber der Chemo- und Radiotherapie. Mit Darbepoetin alfa kann die Anämie effektiv und sicher behandelt und die Lebensqualität signifikant verbessert werden. Neue viel versprechende Daten wurden auf der 14. European Cancer Conference (ECCO) in Barcelona präsentiert. >>>
+++ 10 Jahre erfolgreiche Anämietherapie bei onkologischen Patienten +++
Epoetin beta ist nunmehr seit zehn Jahren für die Behandlung der Anämie bei onkologischen Patienten zugelassen und hat in der klinischen Anwendung seine hohe Wirksamkeit und Sicherheit unter Beweis gestellt. Seither hat sich das rekombinante humane Erythropoietin bei über 750.000 Patienten mit Tumorerkrankungen bewährt. Eine groß angelegte Metaanalyse, in die die Daten von neun randomisierten, kontrollierten Epoetin beta-Studien (1.413 Patienten) mit soliden oder nicht-myeloischen hämatologischen Malignomen eingingen, bestätigen das günstige Sicherheitsprofil dieser Substanz. >>>
+++ Fortschritte in der Behandlung des Myelodysplastischem Syndroms +++
Dass der Wirkstoff auch einen Überlebensvorteil gegenüber intensiver Chemotherapie erreichen und im Anschluss an das Versagen einer Azacitidine-Therapie, eines weiteren Hypomethylierungs-Wirkstoffs, wirksam sein könnte, legen darüber hinaus erste, aktuell auf der Jahrestagung der American Society of Hematology vorgestellte Daten nahe. >>>
+++ Epoetin beta bei Patienten mit soliden und hämatologischen Tumoren +++
Hochwirksame und sichere Korrektur der symptomatischen Anämie
Mehr als 50% der Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, leiden an Anämie. Bei Patienten mit gynäkologischen Tumoren oder mit Lungenkarzinom werden sogar Anämieraten von annähernd 80% erreicht. Die Fatigue, ein Zustand chronischer Erschöpfung infolge der Anämie, wird von den meisten Patienten als ernstes Problem empfunden - schlimmer als Tumorschmerzen oder Chemotherapie-bedingtes Erbrechen. Dennoch werden Anämie und Anämie-bedingte Fatigue häufig nicht diagnostiziert und nicht behandelt, da die Auswirkungen auf Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit der Patienten von den behandelnden Ärzten nach wie vor erheblich unterschätzt werden. >>>
+++ Bald keine Stammzelltransplantation mehr bei Schwerer Aplastischer Anämie? +++
Experten kritisieren den Abschlussbericht des IQWiG zur Schweren Aplastischen Anämie als nicht akzeptabel! In Deutschland erkranken etwa 160 Menschen im Jahr an einer Schweren Aplastischen Anämie (SAA). Wenn es keinen Stammzellspender in der Familie gibt, werden die Patienten mit einer Abwehr schwächenden (immun-suppressiven) Therapie behandelt. Ohne eine erfolgreiche Therapie kann die SAA innerhalb weniger Wochen zum Tod der betroffenen Patienten führen. >>>