
Erster bundesweiter "Aktionstag Gefäßgesundheit" am 25. Juni 2011
+++ Chancen der Herz- und Gefäßprotektion besser nutzen +++
Thrombozytenaggregationshemmer, Antikoagulantien und RAS-Blocker
Leverkusen, 25. Februar 2011 – Jeder zweite Todesfall in Europa geht auf das Konto der Herz- und Gefäßkrankheiten. Das liegt mit daran, dass die Chancen der Herz- und Gefäßprotektion noch längst nicht ausreichend genutzt werden. Darauf haben Experten bei einem von Bayer HealthCare im lettischen Riga ausgerichteten internationalen Symposium CURRENT TRENDS AND FUTURE STRATEGIES IN CARDIOLOGY TREATMENT aufmerksam gemacht. Rund 4,3 Millionen Menschen kommen in Europa jährlich durch kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder die Folgen einer venösen thromboembolischen Komplikation zu Tode. Die Rate kardiovaskulärer Todesfälle dürfte künftig sogar noch steigen, da infolge der demographischen Entwicklung Erkrankungen wie die Hypertonie, die koronare Herzerkrankung (KHK) und das Vorhofflimmern an Häufigkeit wohl weiter zunehmen werden. >>>
+++ Wie gesund sind meine Gefäße? +++
Erster bundesweiter "Aktionstag Gefäßgesundheit" am 25. Juni 2011
Berlin, 23. Februar 2011. Am 25. Juni kann sich die Bevölkerung auf regionalen Veranstaltungen deutschlandweit zur weitgehend unbekannten Durchblutungsstörung PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) informieren. Die Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. (DGA) hat mit Partnern im Rahmen der Kampagne "Verschlusssache PAVK" den bundesweiten "Aktionstag Gefäßgesundheit" ins Leben gerufen. In Deutschland leiden rund 4,5 Millionen Menschen an einer PAVK, einer Erkrankung, bei der die Arterien im Becken oder in den Beinen durch Verkalkung krankhaft verengt sind. Wer eine PAVK hat, hat meist weitere Gefäß-verengungen im Herz-Kreislaufsystem. Deshalb ist die PAVK so gefährlich: 75 Prozent der Patienten sterben an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Zur Kampagne gibt es für die Bevölkerung eine Internetseite www.verschlusssache-pavk.de. >>>
+++ Phlebologie +++
Indikationserweiterung für Fragmin
Wiesbaden – Zur Behandlung der TVT gehört neben üblichen Allgemeinmaßnahmen vor allem eine konsequent und gezielt durchzuführende medikamentöse Therapie (Antikoagulation). Bei der Wahl des Antikoagulationsregimes ist zwingend eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich. Ziel der Therapie ist im Idealfall die Auf- lösung des Thrombus, zumindest aber die Progressionsverhinderung, wobei es aber durch die Blutverdünnung nicht zu Blutungen kommen darf. Diese nicht gerade einfache „Gradwanderung“ bedarf neben fundiertem Wissen auch einer hohen Sorgfaltspflicht. Für die Behandlung von Bedeutung und noch ganz neu ist jetzt, dass seit 1. Februar in Deutschland das seit vielen Jahren bewährte niedermolekulare Heparin Fragmin® (Dalteparin-Natrium) auch zur Therapie der akuten tiefen Venenthrombose und Lungen-embolie sowie zur Rezidivprophylaxe venöser Thromboembolien (VTE) bei onkologischen Patienten in neuen hochdosierten Fertigspritzen verfügbar ist. >>>
+++ Die moderne Hypertonie-Therapie
Das Ziel: Verbesserung der Prognose, der Lebenserwartung und Lebensqualität bei behandelten Hochdruckpatienten
Berlin – Trotz zunehmend differenzierterer Behandlungskonzepte wird der heute als optimal angesehene Zielblutdruck überwiegend nicht erreicht. Zahlreiche Interventions-studien haben auf der anderen Seite demonstriert, dass die Einstellung auf einen optimalen Zielblutdruck Voraussetzung für eine wirkungsvolle Reduktion von Morbidität und Mortalität darstellt. Neben der Blutdrucksenkung sind weitere Kriterien für eine Differentialtherapie herausgearbeitet worden. Begleit- und Folgeerkrankungen im Einzelfall, vor allem aber auch Kontraindikationen stellen ein Selektionskriterium für den präferentiellen Einsatz bestimmter Antihypertensiva-klassen dar, sagte Prof. Dr. Rainer E. Kolloch, Bielefeld auf einer Pressekonferenz in Berlin. Die Prävention bzw. Rückbildung von Organschäden oder Wiederherstellung einer gestörten Funktion mit Verringerung von Morbidität und vor allen Dingen Mortalität sind das übergeordnete Ziel einer effektiven Blutdrucksenkung. >>>
+++ Markteinführung Vocado® HCT +++
Neue Dreifach-Fixkombination zur effektiven Behandlung der essenziellen Hypertonie
Berlin, 18. Januar 2011 – Mit Vocado® HCT steht seit Ende Dezember 2010 in Deutschland eine neue Therapieoption zur Behandlung des Bluthochdrucks zur Verfügung. Die Dreifach-Fixkombination aus dem bewährten Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten Olmesartan (-medoxomil), dem Calciumkanalblocker Amlodipin und dem Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCT) ermöglicht eine starke Blutdrucksenkung bei einem allgemein guten Verträglichkeitsprofil. Durch Kombination in einer einzigen Tablette mit einmal täglicher Gabe bietet Vocado® HCT darüber hinaus ein einfaches Therapieregime und kann im Vergleich zu einer freien Wirkstoffkombination zu einer erhöhten Compliance und einer verbesserten Zieldruckerreichung beitragen. Mit dem Medikament erweitert die BERLIN-CHEMIE AG ihre bewährte Olmesartan-Familie um eine weitere Option zur effektiven Blutdrucksenkung. >>>
+++ Neue Fixkombination gegen Bluthochdruck +++
Europäische Arzneimittelagentur erteilt Zulassung für TWYNSTA® (Telmisartan + Amlodipin)
Ingelheim, 12. Oktober 2010: Die Europäische Kommission hat die positive Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelagentur EMA bezüglich der Zulassung von TWYNSTA® bestätigt. Die neue Fixkombination ist indiziert für die Behandlung der essentiellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck durch eine Therapie mit Amlodipin nicht ausreichend kontrolliert werden kann, sowie als Ersatztherapie für Erwachsene, die Telmisartan und Amlodipin bislang in separater Darreichung in der gleichen Dosierung erhalten. TWYNSTA® ist eine neue, hoch wirksame und gut verträgliche Kombinationstablette aus dem Angiotensinrezeptorblocker Telmisartan und dem Kalziumkanalblocker Amlodipin zur Behandlung der essentiellen Hypertonie. Sie bewirkt bei schwerer Hypertonie eine starke Blutdrucksenkung von durchschnittlich annähernd 50 mmHg systolisch und kontrolliert den Blutdruck bei bis zu 83 Prozent der Patienten über volle 24 Stunden. >>>
+++ Moderne Therapie der Hypertonie +++
Neue Wirkstoffkombination verbessert antihypertensive Therapie
Frankfurt – Auch unter den Möglichkeiten der modernen Medizin gehören Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu den häufigsten Todesursachen. Dabei ist die Hypertonie eine der Hauptursachen für schwere kardiovaskuläre Erkrankungen. Eine in Kürze verfügbare Kombinationsmedikation aus Telmisartan und Amlodipin verspricht eine wirksame, gut verträgliche und einfach handhabbare Therapie. Müssen Patienten mehrere Medikamente pro Tag applizieren, sinkt die vorgegebene kontinuierliche Einnahme, sodass es immer wieder zu Medikations- und damit zu Wirkungslücken kommt. Ziele einer modernen antihypertensiven Therapie sind in erster Linie die Blutdrucknormalisierung und die Verhütung hypertoniebedingter Komplikationen bei unbeeinträchtigter Lebensqualität. >>>
+++ Forum systemische Sklerose-Therapie +++
Digitale Ulzerationen und darüber hinaus: sichtbare und unsichtbare Manifestationen der systemischen Sklerose (SSc)
Hamburg – Zum zweiten Mal fand am 10. und 11. September das von Actelion Deutschland ausgerichtete Deutsche SSc-Forum unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. G. Riemekasten, Berlin; Prof. Dr. med. U. Müller-Ladner, Giessen und Prof. Dr. med. C. Sunderkötter, Münster in Hamburg statt. Thematisch drehte sich alles um die unterschiedlichen Aspekte und Manifestationen der systemischen Sklerose. In einer lebhaften Mischung aus Vorträgen und interaktiven Workshops diskutierten Teilnehmer verschiedener Fachrichtungen über den aktuellen Kenntnisstand und zukünftige Entwicklungen bei dieser seltenen Kollagenoseform. Inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung waren die digitalen Ulzerationen, eine schwerwiegende Komplikation bei systemischer Sklerose. Bislang wird in der Fachwelt noch zu selten thematisiert, in welchem Ausmaß diese schmerzhaften Geschwüre an Fingern oder Zehen die Lebensqualität der Patienten erheblich beeinträchtigen. Zumal den Patienten mittlerweile mit Endothelin-Rezeptor-Antagonisten wie Bosentan eine zusätzliche Therapieoption zur Verfügung steht. >>>
+++ Digitale Ulzerationen und PAH +++
Was kann der Rheumatologe in Kooperation tun?
Hamburg – Systemische Sklerose (SSc) ist eine chronische Bindegewebserkrankung, die durch exzessive Fibrose, Inflammation und vaskuläre Dysfunktion gekennzeichnet ist. Unter den Krankheiten des rheumatischen Formenkreises weist sie die höchste fallspezifische Mortalität aus. Diese schlechte Prognose – zusammen mit einer im klinischen Alltag sehr heterogenen Natur der SSc und dem hohen Risiko von assoziierten Komplikationen – stellt den behandelnden Arzt vor große Herausforderungen. Eine für die betroffenen Patienten besonders belastende vaskuläre Komplikation der systemischen Sklerose sind digitale Ulzerationen, die bei über 50 Prozent der Patienten im Verlauf der Erkrankung auftreten. Pulmonal arterielle Hypertonie ist eine der schwerwiegendsten und vor allem die Lebenserwartung deutlich limitierende vaskuläre Komplikation bei 8–16 Prozent der Patienten mit systemischer Sklerose. Die Therapie vaskulärer Komplikationen stellt eine große Herausforderung an die betreuenden Ärzte von Sklerodermie-Patienten dar und ist nur in Kooperation zwischen Dermatologen, Rheumatologen, Angiologen, Kardiologen, Pulmologen, Röntgenologen und ggf. Chirurgen möglich. >>>
+++ Von Kopf bis Fuß auf Heilung eingestellt +++
Moderne Augenchirurgie, Behandlung von Krampfadern, Therapie von Menstruationsstörungen
Hamburg - Patienten wünschen sich nichts sehnlicher als Heilung. Leider ist dies bei vielen Erkrankungen noch nicht möglich. Umso bemerkenswerter ist es, wenn einzelne Therapieformen die Betroffenen tatsächlich dauerhaft von ihrem Leiden befreien können. Gute Beispiele hierfür finden sich bei der Behandlung von Augenleiden sowie der Therapie von Krampfadern und Menstruationsstörungen. Unter dem Titel „Von Kopf bis Fuß auf Heilung eingestellt" fand in Hamburg das 6. Medien-Seminar der Aktion Meditech statt. Neben der modernen Augenchirurgie bei Fehlsichtigkeiten und aktuellen Entwicklungen in der Behandlung von Krampfadern, wurde auch ein sehr persönliches Thema besprochen: Gravierende Folgen von extremen Regelblutungen auf den Alltag und die Gesundheit betroffener Frauen. Die persönlichen Beweggründe für eine Behandlung mit den vorgestellten Verfahren veranschaulichten drei Patientinnen auf eindrückliche Art und Weise, indem sie ihre Geschichten erzählten. Vorträge von namhaften Experten sorgten zudem für einen wissen-schaftlichen Hintergrund. >>>
+++ Akutkomplikation tiefer Venenthrombosen +++
Rivaroxaban in der Thromboseprophylaxe und Therapie
Rivaroxaban beugt bei Patienten nach einer elektiven totalen Knie- und Hüftgelenkersatzoperation venösen Thromboembolien besser vor als Enoxaparin. Der neue Therapieansatz mit Rivaroxaban fand Anerkennung. Forscher der Bayer Schering Pharma AG wurden im Dezember 2009 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet. Damit steht mit Xarelto® ein modernes Medikament zur Verfügung, das einmal täglich als Tablette eingenommen wird und die Thromboseprophylaxe deutlich verbessert. >>>
+++ Update der europäischen und deutschen Hypertonie-Leitlinien +++
Lübeck, 19. November 2009 – Zum internationalen Hypertoniekongress 2008 stellte die Deutsche Hochdruckliga ihre neuen Hypertonieleitlinien vor. Diese Leitlinien nehmen Bezug auf die gemeinsamen Leitlinien der European Society of Hypertension in 2007. Durch diese Veröffentlichung der deutschen Leitlinien konnten wir auch noch die hoch relevanten drei großen internationalen Hypertonie-Studien mit ihren Ergebnissen in die jetzigen Leitlinien integriert werden, so dass diese auf dem aktuellsten Wissensstand herausgegeben werden, betonte Professor Dr. med. Joachim Hoyer, Vorsitzender der deutschen Hochdruckliga (DHL), Leitung der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Nephrologie an der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität, Marburg. >>>
+++ Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen +++
Telefon-Hotline beantwortet offene Fragen zur Behandlung des Bluthochdrucks
Lübeck, 19.November 2009 – Seit 1992 betreibt die Deutsche Hochdruckliga die weltweit erste und bislang einzige Telefonhotline für Menschen mit Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jährlich nutzen bis zu 5.000 Patienten die Möglichkeit, sich bei Experten über ihre Erkrankung und deren Behandlung zu informieren. Eine Auswertung in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2009) zeigt: Viele Patienten möchten mehr über ihre Erkrankung wissen, als sie im Sprechzimmer ihres Arztes erfahren. >>>
+++ Neue Therapieoption bei Restless-Legs-Syndrom +++
Rotigotin zeigt auch in der Langzeitanwendung Vorteile
Monheim a. R. - 15.Oktober 2009. Für die Behandlung von mittelschwerem bis schwerem idiopathischen Restless-Legs-Syndrom (RLS) gibt es seit Kurzem eine neue Behandlungsoption. Die Studiendaten zum transdermalen Rotigotin-Pflaster (Neupro®) zeigen eine hohe Wirksamkeit bei gleichzeitig guter Verträglichkeit. Bei ca. 30 % der untersuchten Patienten konnte unter 3 mg/24h Rotigotin nach 6 Monaten Symptomfreiheit erzielt werden. Neue Daten zur Langzeitanwendung von Rotigotin konnten auch nach 3 Jahren eine anhaltend stabile Wirkung belegen. Dabei zeigt Rotigotin nur eine geringe Rate klinisch relevanter Augmentationen. >>>
+++ DGA 2009: Lysetherapie in der Gefäßmedizin +++
Vielfalt im Einsatz von Urokinase
Berlin, 15. September 2009. Im Rahmen der 38. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie wurden die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten thrombolytischer Therapien in der Gefäßmedizin vorgestellt. Eindrücklich konnte gezeigt werden, dass eine Fibrinolyse mit Urokinase auch heute noch ihren Stellenwert in der Behandlung von Thrombosen aller Gefäßregionen, vom Schlaganfall bis hin zum Diabetischen Fuß, hat. >>>
+++ Schlaflos in den Beinen +++
Neue Perspektiven in der Therapie bei Restless-Legs-Syndrom
Patienten mit einem Restless-Legs-Syndrom profitieren von dem Wirkstoff Rotigotin in der Pflaster Zubereitung. Das Wirksamkeits- und Verträglichkeitsprofil von Rotigotin konnte in insgesamt vier doppelblinden Studien und drei Langzeitstudien nachgewiesen werden. „Helfen Sie mir ich kann nicht mehr schlafen, ich halte das kribbeln in den Beinen nicht mehr aus“. Diese Schilderung sei typisch für das Restless-Legs-Syndrom (RLS), berichtet Professor Dr. Karin Stiasny-Kolster, Neurologin der Universitätsklinik Marburg. >>>
+++ Mit mehr Flexibilität zur besseren Blutdruckeinstellung +++
Hocheffiziente Wirkstärken erweitern Therapieoptionen bei Hypertonie
Seit der Aktualisierung der Leitlinien zur arteriellen Hypertonie im Jahr 2007 empfehlen die European Society of Cardiology (ESC) und die European Society of Hypertension (ESH) den frühzeitigen Einsatz antihypertensiver Zweierkombinationen. Der Hintergrund dieser Empfehlung: Bei einem Großteil der Hypertoniker kann der Blutdruck mit einer Mono-Therapie nicht ausreichend kontrolliert werden. Sie benötigen mindestens ein zweites Antihypertensivum, um den individuellen Zielwert (140/90 mmHg bzw. 130/80 mmHg bei Diabetikern und Hypertonikern mit hohem kardiovaskulären Risiko, z. B. nach Schlaganfall, nach Myokardinfarkt, bei Niereninsuffizienz und Proteinurie) zu erreichen. Der Blutdrucksenker Atacand® PLUS von AstraZeneca Deutschland steht Ärzten und Patienten jetzt in zwei zusätzlichen Wirkstärken zur Verfügung. >>>
+++ 3. Experten-Treffen „Schlaganfall im Dialog“ +++
Auch kleine Warnsignale ernst nehmen
„Patienten haben auch nach einem stummen Hirninfarkt (silent stroke) oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) ein erhöhtes Risiko für einen erneuten Schlaganfall“, betonte Prof. Dr. Hans-Christoph Diener (Essen) beim 3. Experten-Treffen „Schlaganfall im Dialog“ am 26. Juni in Offenbach. „Beim Verdacht auf eine TIA sollte daher umgehend gehandelt werden“, empfahl Prof. Dr. Roman L. Haberl (München). Auf der von Boehringer Ingelheim ausgerichteten Veranstaltung, die zum dritten Mal stattfand, stellten insgesamt zehn Schlaganfall-Experten aktuelle Studien und Entwicklungen zum Thema Schlaganfall vor und diskutierten mit rund 150 Ärzten die Konsequenzen für die tägliche Praxis. >>>
+++ Hoffnung für Patienten mit Arteriosklerose +++
Experimentelle Radiologie der Berliner Charité entwickelt Gefäßkatheter, der die Narbenbildung in den Gefäßwänden unterdrückt.
Berlin, 30.März 2009. Sie ist Segen und Fluch zugleich: Jede Behandlung mit einem Ballonkatheter provoziert die Narbenbildung an der Gefäßinnenwand, weil durch das Dehnen des verstopften Gefäßrohres mikrofeine Verletzungen entstehen. Unangenehme Folge sind erneute Verengungen der Arterien, weitere Gefäßweitungen werden nötig...Ein Teufelskreis, den Prof. Ulrich Speck, Mitarbeiter einer Arbeitsgruppe der Berliner Radiologie nun durchbrochen hat. Der von ihm in Zusammenarbeit mit der Kardiologie und verschiedenen Firmen entwickelte Katheter ist mit einem speziellen Wirkstoff beschichtet, der die Narbenbildung verhindert. Das Gefäß bleibt dauerhaft offen. Bereits im Dezember erhielt die Arbeitsgruppe den Innovationspreis Berlin /Brandenburg. Jetzt wird der Katheter für den Markt zugelassen und künftig auch außerhalb klinischer Prüfungen für Patienten zum Einsatz kommen. >>>
+++ Durchblutungsstörungen verkürzen Lebenszeit bei Diabetes +++
Deutsche Diabetes-Gesellschaft fordert regelmäßige Untersuchungen
Bochum – Ist der Zuckerhaushalt gestört, leiden als Folge die großen und kleinen Blutgefäße. Menschen mit Diabetes mellitus erkranken deshalb doppelt so häufig an einer peripheren Durchblutungsstörung (pAVK) wie Menschen ohne Diabetes. Eine aktuelle Studie bei fast 7.000 älteren Menschen zeigt, dass die Kombination pAVK und Diabetes die Lebenserwartung deutlich verkürzt. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) empfiehlt daher, dass Ärzte Diabetiker regelmäßig auf die Verschlusskrankheit untersuchen. Wird diese früh erkannt, können Risiken wie Schlaganfall und Herzinfarkt reduziert werden. >>>
+++ Für eine bessere Versorgung von Arteriosklerose-Patienten +++
Deutsche Gesellschaft für Angiologie veröffentlicht neue S3-Leitlinie zu PAVK
13. März, Berlin. Unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) haben mehr als 20 Fachgesellschaften gemeinsam eine interdisziplinäre S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) erarbeitet. Seit heute ist sie auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlicht. Damit löst sie die S2-Leitlinie ab, die die DGA im Jahr 2001 herausgegeben hatte. >>>
+++ Spezialstent soll die Aorta stabilisieren +++
MHH-Herzchirurgen testen neues Verfahren in internationaler Stable-Studie
Wenn die innerste von drei Wandschichten der Hauptschlagader reißt, sprechen Mediziner von einer Aortendissektion. Das Blut fließt in die Zwischenräume, die Organe werden nicht mehr ausreichend versorgt und die äußere, dünne Wandschicht der Aorta kann platzen: eine lebensgefährliche Situation, in der so schnell wie möglich operiert werden muss. In der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist jetzt dem fünften Patienten ein neuartiger Aortenstent, das "Zenith Dissection Endovascular System" der Firma Cook Medical, eingesetzt worden. >>>
+++ Add-on-Therapie bei familiärer Hypercholesterinämie +++
Vorläufige Ergebnisse der Phase-4 Studie TRIPLE zeigen: Primärer Endpunkt wurde erreicht
Die Genzyme Corporation gab bekannt, dass die erste Analyse der laufenden klinischen Phase-4 Studie „TRIPLE“ zu Cholestagel® vorliegt. Diese zeigt, dass der primäre Endpunkt der Studie erreicht wurde: Der im Jahr 2008 von der EMEA zugelassene Gallensäurebinder Cholestagel® (Colesevelam) von Genzyme führt bei den Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie (FH), die trotz Behandlung mit einer maximal verträglichen Dosis Statin und Ezetimib ihre Zielwerte nicht erreichen, zu einer signifikanten Senkung des LDL-Cholesterins (LDL-C) im Vergleich zu Plazebo. Dieses Ergebnis unterstreicht den potenziellen Nutzen einer Add-on-Therapie mit Colesevelam zusätzlich zur Therapie mit Statinen und Ezetimib, um die LDL-C Spiegel von FH-Patienten weiter zu senken. >>>
Ranexa® (Ranolazin) hemmt als erster INa-late-Inhibitor spezifisch und selektiv den späten Natriumeinstrom (I Na-late) durch den kardialen Natriumkanal. Dies bewirkt eine verbesserte Relaxation der Herzmuskelzellen und eine verbesserte Durchblutung und Mikrozirkulation im Herzgewebe. Im Unterschied zu Betablockern und Calciumkanalblockern, die hämodynamische Parameter wie Herzfrequenz und Blutdruck beeinflussen, wirkt Ranolazin direkt an der Herzmuskelzelle, entfaltet seine Wirkung hämodynamisch neutral und verbessert die Sauerstoffausschöpfung des Herzens. >>> +++ Angioödem: Kontraindikation für Antihypertonikum Rasilez® (Aliskiren) +++Patienten, die unter der Behandlung mit dem Renininhibitor Aliskiren ein Angioödem entwickeln, müssen auf ein anderes Antihypertonikum umgestellt werden. Die EMEA fordert eine entsprechende Kontraindikation in den Fachinformationen. Bereits in den kontrollierten klinischen Studien traten während der Behandlung mit Rasilez vereinzelt Angioödeme auf. Nach den Angaben in den derzeitigen Fachinformationen soll die Rate vergleichbar mit derjenigen unter Placebo oder Hydrochlorothiazid gewesen sein. Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der EMEA kommt jetzt zu einer anderen Einstufung. Patienten, die in der Vergangenheit bereits einmal unter der Therapie mit Aliskiren ein Angioödem entwickelt haben, sollen diesen Wirkstoff in Zukunft nicht mehr erhalten. Kommt es unter der Therapie zu einem Angioödem, müsse das Medikament sofort abgesetzt werden. Trotz des Risikos überwiegen nach Einschätzung der CHMP die Vorteile des Antihypertonikums, das deshalb nicht von einer Marktrücknahme bedroht ist. >>>