+++ Entwicklung eines Ballonkatheters u. a. zur Behandlung von Herzkranzgefäßen +++
Prof. Dr. Bruno Scheller, Kardiologe am UKS in Homburg, mit Sven-Effert-Preis ausgezeichnet
Für seine Verdienste um die Entwicklung des medikamentenbeschichteten Ballonkatheters wurde Prof. Dr. Bruno Scheller anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim am 27.03.2008 mit dem Sven-Effert-Preis ausgezeichnet. Mit diesem Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, werden experimentelle und klinische Wissen-schaftler auf dem Gebiet der Interventionellen Kardiologie ausgezeichnet. Der Preis und wird auf Vorschlag eines Preisrichterkuratoriums vergeben, eine Bewerbung ist nicht möglich. >>>
+++ Unbewusste Entscheidungen des Gehirns +++
Neuronaler Prozess der Entscheidungsfindung entschlüsselt
Schon etliche Sekunden bevor wir eine Entscheidung bewusst treffen, können erste Anzeichen der Absicht im Gehirn gelesen werden. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin, des Bernstein Zentrums für Computational Neuroscience Berlin, sowie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Die Forscher um Prof. John-Dylan Haynes haben mit Hilfe der Magnetresonanztomographie Veränderungen im Gehirn untersucht, die einer bewussten Entscheidung vorausgehen. „Wir glauben in der Regel, dass wir unsere Entscheidungen bewusst fällen. Diese Annahme ist jetzt in Frage gestellt“, sagt Haynes. Die Studie wird in der Mai Ausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift Nature Neuroscience veröffentlicht. >>>
+++ Gefährliche Krankheitsgene gezielt entdecken +++
Neue Suchmaschine identifiziert krankmachende Gene
Forschern der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das die Identifikation von Krankheitsgenen beschleunigt. Darüber berichten sie in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift The American Journal of Human Genetics. Die Entdeckung dieser Gene ist entscheidend für das Verständnis und die Therapie von genetisch bedingten Krankheiten. Dazu gehören beispielsweise Mukoviszidose, bestimmte Krebsarten oder auch vererbbare Blindheit. Seit der ersten Entdeckung eines Krankheitsgens im Jahr 1988 wurden rund 2500 weitere identifiziert. Forscher vermuten, dass noch 3500 Krankheitsgene unbekannt sind. >>>
+++ Göttingen ist Partnerstandort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen +++
Die Entscheidung zur Gründung eines "Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen" (DZNE) hat positive Auswirkungen für die Universitätsmedizin Göttingen: Göttingen gehört zu den ausgewählten externen Partnerstandorten des Kernzentrums in Bonn. Für die Auswahl waren die Expertise in neurobiologischer Grundlagenforschung und die führende Rolle bei der Durchführung innovativer klinischer Studien für die Alzheimer-Krankheit entscheidend. Rund 25 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fließen aller Voraussicht nach innerhalb von fünf Jahren in Göttinger Forschungseinrichtungen, die Universitätsmedizin Göttingen, das European Neuroscience Institute Göttingen (ENI-G) und die Max-Planck-Institute. >>>
+++ TGN1412 - Neue Erkenntnisse helfen,
das Scheitern der klinischen Studie im März 2006 in London besser zu verstehen +++
Forscher der Universitätsmedizin Göttingen haben Details zur Wirkweise einer neuen Substanzklasse aufgeklärt, zu der auch TGN1412 gehört.
Auf diesem Wirkstoff ruhten große Hoffnungen. Ein erster Test an Menschen im März 2006 hatte jedoch schwere Folgen >>>
+++ Ausbildung für die Spitzenforscher von morgen +++
Land NRW fördert in Bonn drei neue Forschungsschulen
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert an der Universität Bonn ab dem Wintersemester 2008/ 2009 drei neue Forschungsschulen in den Bereichen Chemische Biologie, Biotech-Pharma und - in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen - Informatik. Ziel der neuen Einrichtungen ist es, herausragende Studierende schnell und systematisch zur Promotion zu führen. >>>
+++ Künstliche Herzklappe ohne Operation für Kinder +++
Zuverlässige und nachhaltige Hilfe durch neuartige Kathetertechnik
Spezialisten der Abteilung für Kinderkardiologie am Klinikum der Universität, Campus Großhadern haben erstmals einem Kind eine künstliche Herzklappe ohne Operation eingesetzt. Dem 11jährigen Marco, der an einer hochgradigen Verengung der Lungenschlagader litt und bereits einmal operiert worden war, wurde mittels neuartigster Kathetertechnik eine künstliche Herzklappe in die Lungenschlagader eingesetzt. Damit konnte dem Kind zuverlässig und nachhaltig geholfen werden. >>>
+++ Bonner Forscher entdecken neuen Hämoglobin-Typ +++
Messgeräte melden bei Betroffenen fälschlicherweise einen Sauerstoffmangel
Wissenschaftler der Universität Bonn haben eine neue seltene Hämoglobin-Variante entdeckt. Hämoglobin dient in den roten Blutkörperchen als Sauerstoff-Transporter. Bei Beladung ändert sich seine Farbe. Die neue Hämoglobin-Variante scheint selbst in beladenem Zustand optisch so, als ob sie wenig Sauerstoff transportieren würde. Messungen des Blutsauerstoffs liefern daher ein ähnliches Bild, als würden die Betroffenen unter einem angeborenen Herzfehler leiden. >>>
+++ Neue Hoffnung bei Schlaganfall, MS und Alzheimer +++
Charité-Forscher entschlüsseln Nervenzellenproduktion
Forscher der Charité haben jetzt entdeckt, warum sich im Gehirn nach Schädigungen, wie sie durch Schlaganfall, Multiple Sklerose und andere neurodegenerative Erkrankungen entstehen, keine neuen Nervenzellen bilden. Darüber berichten sie gemeinsam mit Kollegen vom Institut für Zell- und Neurobiologie der Charité und dem Institut für Rekonstruktive Neurobiologie in Bonn in der aktuellen Ausgabe von Nature Cell Biology. >>>
+++ Bundesweit einmalig: MHH-Chirurgen implantieren Miniaturpumpe gegen chronische Herzerkrankungen +++
Neues Gerät zur Unterstützung der Herzfunktion verbessert Lebensqualität / Patient ist wohlauf
Bundesweit zum ersten Mal haben Chirurgen der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) einem 60-jährigen Patienten eine neuentwickelte Miniaturpumpe implantiert. Die "Synergy Pocket Circulatory Assist Device" ist eine herzunterstützende Zusatzpumpe, die bei chronischen Erkrankungen des Herzmuskels, zum Beispiel nach einem schweren Herzinfarkt, eingesetzt wird. Sie steigert die eingeschränkte Herzleistung um zwei bis drei Liter pro Minute und kann so die Lebensqualität der Betroffenen entscheidend verbessern. "Dem Patienten geht es sehr gut, er ist vollständig mobilisiert und kann sich im Alltagsleben wieder normal belasten", betont Dr. André Simon, Bereichsleiter thorakale Organtransplantationen der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie (HTTG). Er hat dem Patienten die Miniaturpumpe im Januar 2008 implantiert, die Operation erfolgte zum ersten Mal in Deutschland im Rahmen einer klinischen Studie. >>>