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+++ ONKOLOGIE-TELEGRAMM +++ Amerikanischer Krebskongress 2011 GIST Gynäkolgische Tumoren Hauttumoren Lungentumoren Nierenzellkarzinome  Prof. Dr. Nadia Harbeck | +++ Highlights 2011 +++ Brustkrebs und Gynäkologische Malignome Chicago – Die Beiträge zum Mammakarzinom wurden in diesem Jahr erstmals nach Tumorbiologie getrennt (HER2 positiv / triple negativ) präsentiert. Für die Prävention zeigte sich eine signifikante Reduktion des Mammakarzinomrisikos durch Exemestan (MAP 3 Studie, Goss et al.) – diese Ergebnisse wurden bereits zeitgleich im New England Journal of Medicine publiziert. In der lokoregionären Therapie hatte die Strahlentherapie der Lymphabfluss-stationen auch bei Patientinnen mit 1 - 3 befallenen Lymphknoten eine Auswirkung auf die Prognose. Inwieweit diese Daten im Alltag umgesetzt werden, muss die sorgfältige Analyse der Publikation zeigen. Insgesamt waren die Daten zum Mammakarzinom des ASCO 2011 interessant. Unmittelbare Änderungen des klinischen Vorgehens sind jedoch nicht zu erwarten. >>>
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 Prof. Dr. Axel Hauschild | +++ Highlights 2011 +++ Wandel in der systemischen Therapie des malignen Melanoms in Sicht Chicago – Die Therapieoptionen beim fortgeschrittenen malignen Melanom sind seit Jahrzehnten unbefriedigend und beschränken sich im Wesentlichen auf eine Chemotherapie mit Dacarbazin. Deren Ansprechraten sind mit 5 bis 12 Prozent gering und das Gesamtüberleben mit einigen Monaten relativ kurz. In den vergangenen Jahren wurden jedoch neue vielversprechende Therapiekonzepte auf den Weg gebracht, die sich hauptsächlich auf zwei Ansätze konzentrieren: Die Blockade des Ras/RAF/MEK-Signalwegs, der bei mehr als der Hälfte aller Patienten mutiert ist, und die Aktivierung des Immunsystems. Mit beiden Behandlungsprinzipien konnte in klinischen Studien eine signifikante Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens erzielt werden, so dass für zwei Substanzen in Kürze die Zulassung erwartet wird. >>> |
 Prof. Dr. Nadia Harbeck | +++ Bevacizumab beim Ovarialkarzinom +++ Dritte Phase-III-Studie bestätigt Wirksamkeit des Angiogenesehemmers Chicago – Die zusätzliche Gabe von Bevacizumab (Avastin®) zu einer Chemotherapie mit anschließender Bevacizumab-Monotherapie verlängert das progressionsfreie Überleben (PFS) von Frauen mit vorbehandeltem, Platin-sensiblen Ovarialkarzinom signifikant um 4,0 Monate. Das belegen die aktuellen Ergebnisse der Studie OCEANS, die auf der diesjährigen 47. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurde. Damit bestätigt auch die dritte Phase-III-Studie das Prinzip der Angiogenesehemmung beim Ovarialkarzinom. In die multizentrische, randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Phase-III-Studie OCEANS waren 484 Frauen mit rezidiviertem, Platin-sensiblen Ovarial-, Eileiter- oder primärem Peritonealkarzinom eingeschlossen worden, die zuvor mit nicht mehr als einem Therapieregime behandelt worden waren. >>> |
 Prof. Dr. Axel Hauschild | +++ Hauttumoren +++ Vemurafenib verlängert das Gesamtüberleben von Patienten mit BRAF-Mutation Chicago – Der BRAF-Inhibitor Vemurafenib verlängert das Gesamtüberleben von Patienten mit nicht vorbehandeltem, metastasiertem Melanom und einer BRAF-V600-Mutation gegenüber einer Standard-Chemotherapie signifikant.Dies belegen Daten der Phase-III-Studie BRIM3, die jetzt auf dem amerikanischen Krebskongress vorgestellt wurden. Eine personalisierte Therapie des metastasierten Melanoms rückt damit in greifbare Nähe. In der internationalen, randomisierten, BRIM3-Studie wurde – unter Beteiligung von 17 Studienzentren in Deutschland – Vemurafenib mit Dacarbazin, einer Standard-Chemotherapie, verglichen. In die Studie wurden 675 Patienten mit nicht vorbehandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Melanom eingeschlossen, bei denen eine BRAF-V600-Mutation nachgewiesen worden war. >>> |
 Prof. Dr. Volker Heinemann | +++ Magenkarzinom +++ Adjuvante Therapie mit Capecitabin plus Oxaliplatin ist alleiniger Gastrektomie überlegen
Chicago – Die Ergebnisse der Phase-III-Studie CLASSIC belegen den Nutzen einer adjuvanten Therapie mit Capecitabin (Xeloda®) plus Oxaliplatin (XELOX) für Patienten mit einem Magenkarzinom im Frühstadium1. Patienten, die postoperativ mit XELOX behandelt wurden, blieben signifikant länger progressionsfrei als Patienten ohne adjuvante Behandlung. Das Risiko für das Wiederauftreten der Erkrankung wurde signifikant um 44 % gesenkt. Zudem zeigte sich unter der XELOX-Therapie ein Trend zu einem längeren Gesamtüberleben. Die internationale, randomisierte, multizentrische Studie CLASSIC untersuchte den Nutzen einer adjuvanten Chemotherapie mit XELOX (Capecitabin: 1000 mg/m2 bid, d1–14, q3w und Oxaliplatin: 130 mg/m2, d1, q3w x 8 Zyklen) im Anschluss an eine Magenoperation (D2-Gastrektomie). >>> |
 Prof. Dr. Martin Wolf | +++ Fortgeschrittenes NSCLC +++ First-Line-Therapie mit Erlotinib zeigt überlegene Wirksamkeit bei EGFR-positiven Patienten Chicago – Erlotinib (Tarceva®) verlängert signifikant das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und einer EGFR-Mutation in der First-Line-Therapie gegenüber einer Platin-basierten Chemotherapie. Das zeigen die Ergebnisse der EURTAC-Studie (European Tarceva Versus Chemotherapy Phase III Study), die ihren primären Endpunkt bereits in der Interimsanalyse erreichte. Aktivierende Mutationen des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFR) liegen bei ungefähr 10 % der NSCLC-Tumore westlicher Patientenkollektive sowie bei etwa 30 % aller NSCLC-Patienten in Asien vor. Nachdem die OPTIMAL-Studie kürzlich eine nahezu Verdreifachung des medianen PFS bei asiatischen Patienten mit aktivierenden EGFR-Mutationen zeigte, wurden mit der EURTAC-Studie auf dem diesjährigen ASCO nun die Ergebnisse für eine westliche Studienpopulation vorgestellt. >>> | 
Prof. Dr. Volker Heinemann | +++ Lokal fortgeschrittenes Rektumkarzinom +++ Capecitabin ersetzt 5-FU als neuer Standard in der perioperativen Therapie Chicago – Capecitabin (Xeloda®) kann das infusionale Fluoropyrimidin 5-FU in der (neo-)adjuvanten Therapie des lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinoms ersetzen. Das zeigen die Langzeitdaten einer Phase-III-Studie, in der sich die Capecitabin-haltige Strahlen-Chemo-Therapie (CRT) gegenüber der bisherigen Standardtherapie mit 5-FU als mindestens äquivalent erwiesen hat. Patienten, die eine Therapie mit Capecitabin erhalten hatten, zeigten ein signifikant verbessertes krankheitsfreies Überleben sowie einen Trend zum längeren Gesamtüberleben. Die randomisierte und stratifizierte Phase-III-Studie war auf Nicht-Unterlegenheit ausgelegt und schloss Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinom (LARC) im UICC-Stadium II oder III ein. Die Patienten wurden adjuvant (Stratum I) oder neo-adjuvant (Stratum II) mit einer Capecitabin- oder 5-FU-haltigen CRT behandelt. Primärer Endpunkt war das Gesamtüberleben (OS). >>> |
+++ Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom +++ Studiendaten bestätigen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Bevacizumab plus niedrig dosiertem Interferon Chikago – Prospektiv erhobene Daten belegen den Nutzen einer Therapie mit Bevacizumab (Avastin®) und niedrig dosiertem Interferon alpha-2a (IFN) beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC). Die im Rahmen des ASCO 2011 vorgestellte Interimsanalyse der Phase-II-Studie BEVLiN zeigt, dass sich durch eine Reduktion der IFN-Dosis bei vergleichbarem klinischen Nutzen ein deutlicher Gewinn an Verträglichkeit erzielen lässt. Im Cross-Trial-Vergleich mit einer vergleichbaren Patientensubgruppe der AVOREN-Zulassungsstudie fiel die Rate an IFN-bedingten Nebenwirkungen Grad ≥ 3 unter der reduzierten IFN-Dosis deutlich geringer aus. Die Patienten im BEVLiN-Kollektiv erreichten ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 14,8 Monaten. Das PFS in der historischen Kontrollgruppe betrug 10,5 Monate. Die Daten bestätigen damit die Ergebnisse einer früheren retrospektiven Subgruppenanalyse der AVOREN-Studie, die bereits auf einen Verträglichkeitsgewinn durch eine IFN-Dosisreduktion bei Erhalt der Wirksamkeit der Bevacizumab/IFN-Therapie hingewiesen hatte. >>> GIST Gynäkolgische Tumoren Hauttumoren Lungentumoren Nierenzellkarzinome 

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