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+++ ONKOLOGIE-TELEGRAMM +++

 

Emesis

 

Prof. Petra Feyer

+++ Prophylaxe vor Therapie +++
Adäquate Supportivtherapie macht eine gute Tumortherapie erst möglich

München – „Prophylaxe geht vor Therapie“ – unter dieser Maxime sollte heute die supportivtherapeutische Begleitung onkologischer Therapien erfolgen, sagt Professor Dr. med. Petra Feyer, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie, Radioonkologie und Nuklearmedizin am Vivantes-Klinikum Neukölln/ Berlin und Moderatorin des 17. Münchner Fachpresse-Workshops Supportivtherapie in der Onkologie.

Ohne adäquate supportive Strategien, die sowohl die Prophylaxe und Therapie von Nebenwirkungen der Therapie als auch die Rehabilitation und zudem palliative Maßnahmen in inkurablen Situationen umfassen, sind die modernen onkologischen Therapiekonzepte nicht durchführbar.  >>>  

 

 

Nehmen Sie keine neuen Verordnungen von Anemet 200 mg Tabletten vor, und ziehen Sie andere verfügbare Therapieoptionen in Erwägung.

+++ Neue Risikoinformation +++
Informationsbrief zur Einstellung der Produktion von Anemet® 200 mg Tabletten (Dolasetronmesilat) aufgrund des potentiellen Risikos für das Auftreten von Arrhythmien

Berlin, 27. April 2011 – Dolasetron ist ein selektiver Serotonin-(5-HT3-)Rezeptorantagonist. Bislang war die Darreichungsform 200 mg Tabletten zugelassen zur Vorbeugung und Behandlung vonÜbelkeit und Erbrechen bei zytostatischer Chemotherapie einschließlich hoch dosierten Cisplatins.
Im Februar dieses Jahres hat der Hersteller über den Verzicht auf die Zulassung der intravenösen Formulierung von Dolasetronmesilat aufgrund des Risikos von Arrhythmien informiert (AkdÄ Drug Safety Mail 2011-144). Aktuell wird mitgeteilt, dass weitergehende pharmakokinetische Auswertungen nahelegen, dass auch nach Einnahme der Dosis von 200 mg als Tablette höhergradige Verlängerungen des QT-Intervalls nicht auszuschließen sind.
Der Hersteller hat daher entschieden, die o. g. Indikation für alle Darreichungsformen und Stärken aufzugeben und aus wirtschaftlichen Gründen die Produktion aller Wirkstärken und Darreichungsformen von Dolasetron einzustellen.  >>>   

 

Es wird empfohlen, keine neuen Verordnungen von Anemet® i.v. vorzunehmen und andere verfügbare intravenöse Therapieoptionen für diese Indikationen in Betracht zu ziehen.

+++ Neue Risikoinformation +++
Anemet® 100 mg i.v. Injektionslösung (Dolasetronmesilat): Verzicht auf Zulassung der intravenösen Formulierung aufgrund des Risikos von Arrhythmien

Berlin, 10.02.2011 – Dolasetron ist ein selektiver Serotonin-(5-HT3-)Rezeptorantagonist. Die intravenöse Formulierung war bislang zugelassen zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei zytostatischer Chemotherapie einschließlich hoch dosierten Cisplatins. Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über das Risiko von kardialen Nebenwirkungen durch eine dosisabhängige Verlängerung des QT-, PR- und QRS-Intervalls. Das Risiko wird bei intravenöser Verabreichung als nicht vertretbar eingestuft. Der pharmazeutische Unternehmer verzichtet auf die Zulassung und zieht die intravenöse Formulierung von Anemet® vom Markt zurück; die oralen Darreichungsformen sind von der negativen Nutzen-Risiko-Analyse nach Aussage des pharmazeutischen Unternehmers nicht betroffen. Es wird empfohlen, keine neuen Verordnungen von Anemet® i.v. vorzunehmen und andere verfügbare intravenöse Therapieoptionen für diese Indikationen in Betracht zu ziehen.  >>>   

 

+++ Supportive Maßnahmen auch in Zukunft eine Herausforderung +++
Supportivtherapie in der Onkologie feiert 20. Geburtstag
Supportive Maßnahmen in der Onkologie sind viel mehr als nur unterstützende Begleittherapien, betonte Prof. Dr. med. Hans-Joachim Schmoll, Direktor der Klinik für Innere Medizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Moderator des Jubiläums-Workshops. Sie umfasst die Prävention und das Management unerwünschter Wirkungen einer Tumorerkrankung und der onkologischen Therapie über den gesamten Zeitraum der Erkrankung hinweg und bedeutet u.a. auch die Verbesserung der Rehabilitation und des Überlebens. Der Hallenser Onkologe führte aus: „Selbst nach 20 Jahren Supportivtherapie lässt sich feststellen: Wir müssen weiterhin daran arbeiten, dass die Supportivtherapie essentieller Bestandteil eines jeglichen modernen Tumortherapiekonzeptes ist und die supportiven Maßnahmen weiterhin optimiert werden“. Unter diesem Aspekt wurden im Fachpresse-Workshop vier wichtige Themenkomplexe behandelt: Die orale Mukositis stellt nicht nur eine subjektiv stark belastende Nebenwirkung dar, sondern kann auch zum dosislimitierenden Faktor werden. Daher sollte eine entsprechende leitliniengerechte Behandlung und die adäquate Mundhygiene obligat sein. Ebenso ist eine konsequente antiemetische Prophylaxe ein wesentlicher Bestandteil onkologischer Konzepte. Die Schmerztherapie ist ebenfalls ein wichtiger Pfeiler der onkologischen Supportivtherapie. Der Knochen ist bei vielen Tumorentitäten einer der häufigsten Metastasierungsorte. Bisphosphonate stellen die Behandlungsmethode der Wahl bei Knochenmetastasen dar. Intravenös oder oral verabreicht senken sie die Zahl skelettaler Komplikationen.  >>> 

 

+++ Emesis-Prophylaxe bei moderat emetogener Chemotherapie +++

Therapieschema mit Aprepitant wirksamer als konventionelles Zweierregime
Juli 2009 – Bei einer moderat emetogenen Chemotherapie (MEC) bietet ein Therapieschema mit dem Neurokinin-1-Rezeptorantagonisten Aprepitant (EMEND®) einen besseren Schutz vor Übelkeit und Erbrechen als eine antiemetogene Prophylaxe mit der Kombination von Ondansetron und Dexamethason. Das Aprepitant-haltige Therapieschema war der Zweierkombination bei Patienten mit verschiedenen Tumortypen und unabhängig von der Art der Chemotherapie überlegen. Dies zeigten die Ergebnisse einer Studie, die kürzlich auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology vorgestellt wurden. 
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Emesiskontrolle bei hoch und moderat emetogener Chemotherapie

 

 

+++ Antiemetische Prophylaxe: Klinischer Nutzen von Palonosetron +++

Der 5-HT 3 -Rezeptorantagonist Palonosetron (Aloxi®) unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von den Substanzen der ersten Generation.
Dies zeigen einerseits moderne Rezeptorbindungsexperimente und zum anderen die Ergebnisse aktueller klinischer Studien bei verschiedenen hoch (HEC) und moderat (MEC) emetogenen Chemotherapien. Diese Resultate wurden bereits bei den im März 2009 aktualisierten Empfehlungen des US-amerikanischen National Comprehensive Cancer Network (NCCN) berücksichtigt, denn in diesen neuen NCCN-Guidelines wird Palonosetron bei HEC im Rahmen einer Dreierkombination mit NK1-Antagonist und Dexamethason als bevorzugt („preferred“) klassifiziert.  >>>

+++ Übelkeit und Erbrechen - unverändert ein Problem? +++
Die Möglichkeiten der antiemetischen Prophylaxe ausschöpfen!
Folgt die Praxis der Leitlinie?
Patientenbefragungen hinsichtlich Lebensqualität beeinträchtigender Nebenwirkungen in Folge von Chemotherapie zeigen, dass Übelkeit und Erbrechen Patienten nach wie vor stark beeinträchtigen. Persönliche Erfahrungen aus Workshops mit Pflegekräften bestätigen diese Patientenwahrnehmung, unter- strich Dr. med. Stefan Paepke, Frauen-Klinik und Poliklinik der TU München im Rahmen des 11. Münchner Fachpresseworkshops >>>


+++ Riemser: Starker neuer Partner in der Onkologie +++
Die Riemser Arzneimittel AG baut Geschäftsbereich Supportive Care aus
Ab sofort erfolgt der Vertrieb des modernen 5-HT 3 -Antagonisten Aloxi® (Palonosetron) in Deutschland durch den Bereich Supportive Care der Riemser Arzneimittel AG. Das erfolgreiche mittelständische Pharmaunternehmen baut die Onkologie als eines ihrer Kerngeschäfte in Forschung und Entwicklung aus und erweitert die Produktpalette um innovative Onkologiepräparate. Palonosetron ist ein Zweitgenerations-5-HT 3 -Antagonist zur Prophylaxe von Chemotherapie- induzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV).  >>>


+++ Palonosetron: Highlights von den Jahrestagungen der ASCO und der MASCC 2007 +++
Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie – haben wir die optimale Prophylaxe erreicht?

Klinische Studien der letzten Jahre konnten zeigen, dass die Einmaldosis von 0,25 mg des modernen 5-HT3-Antagonisten Palonosetron (Aloxi®) z. B. einen sehr effektiven Schutz über die kritische 5-Tagesperiode für Übelkeit/Erbrechen nach moderat emetogener Chemotherapie bietet. >>>

 

AnämieITPLeukämien MykosenPsycho-Onkologie Forschung
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Hochrisiko-MDS LeberkarzinomMammakarzinomProstatakarzinomAlternative Therapie 


 

www.emend.de

 

 

+++ Chemotherapie-induzierte Emesis beim Mammakarzinom+++

Übelkeit und Erbrechen durch frühzeitige Gabe von Aprepitant vermeiden

Mai 2009 - Aprepitant (EMEND®) verbesserte die antiemetische Kontrolle bei Patientinnen mit Mammakarzinom, die bei der erstmaligen Therapie mit Doxorubicin und Cyclophosphamid auf die initiale Antiemese mit einem 5- HT3-Rezeptorantagonisten und Dexamethason unzureichend ansprachen. Als Salvagetherapie im zweiten Zyklus gegeben, war der Neurokinin-1-Rezeptorantagonist in dieser Untersuchung allerdings nicht so wirksam wie bei der Gabe ab dem ersten Chemotherapiezyklus in einer früheren Phase-III-Studie.

Bei Patientinnen mit Mammakarzinom, die mit einem Anthrazyklin und Cyclophosphamid (AC-Schema) behandelt werden, wird die Antiemese entgegen den evidenzbasierten Empfehlungen oft ohne Aprepitant begonnen. Bei Verzicht auf den Neurokinin-1-Rezeptorantagonisten muss bei diesem Patientenkollektiv allerdings mit einer hohen Rate an Therapieversagern gerechnet werden, wie die Ergebnisse einer Untersuchung zum Einsatz von Aprepitant als Salvagetherapie zeigten.
Literatur: Hesketh PJ et al. Aprepitant as salvage antiemetic therapy in breast cancer patients receiving doxorubicin and cyclophosphamide. Support Care Cancer DOI


 
 

 



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