+++ Pankreaskarzinom +++ Erlotinib + Gemcitabin: Die bewährte Kombinationstherapie seit fünf Jahren. 17. Mai 2012 – Die Prognose von Patienten mit exokrinem Pankreaskarzinom ist schlecht. Bei weniger als 20 Prozent der Patienten ist eine chirurgische Resektion möglich. Auch nach R0-Resektion liegt die Überlebensrate nach fünf Jahren unter 10 Prozent. Die mittlere Überlebenszeit bei palliativer Therapie beträgt im Durchschnitt 6 Monate. Durch die Chemotherapie in Kombination mit Erlotinib (Tarceva®) kann die Überlebensrate jedoch gesteigert werden.
Seit 2007 ist Erlotinib der erste und bisher einzige zugelassene Kombinationspartner für Gemcitabin in der First-Line-Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms. Die Zulassungsstudie hat gezeigt, dass diese Kombination die Überlebenszeit der Patienten signifikant verbessern kann. Im Rahmen der Pressekonferenz „Erfolgreiche Behandlung gastroenterologischer Tumore dank zielgerichteter Therapien“ der Roche Pharma AG präsentierten Prof. Dr. Michael Geißler, Essligen, und Prof. Dr. Volker Heinemann, München, die Erkenntnisse aus fünf Jahren Kombinationstherapie sowie einen Ausblick zum zukünftigen Stellenwert von Tarceva. >>>
+++ Magenkarzinom +++ Therapie mit Trastuzumab: signifikanter Überlebensvorteil bei guter Lebensqualität. 16. Mai 2012 – Die Prognose von Patienten mit metastasiertem Magenkarzinom ist im Allgemeinen ungünstig, da bislang bis auf wenige Ausnahmen nur palliative Therapieansätze zur Verfügung standen. Etwa bei 70 Prozent der Betroffenen mit Magenkarzinom liegt zum Zeitpunkt der Erstdiagnose häufig ein metastasiertes Stadium vor. Das Durchschnittsalter liegt meist um 70 Jahre. Mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) steht erstmalig die einzige zielgerichtete Substanz für die Therapie des metastasierten HER2-positiven Magenkarzinoms zur Verfügung. Trastuzumab eröffnet die Möglichkeit, sowohl das Gesamtüberleben als auch die Lebensqualität von Patienten mit metastasiertem HER2-positiven Magenkarzinom signifikant zu verbessern. Dies belegen die Ergebnisse der internationalen randomisierten Phase-III-Studie ToGA (Trastuzumab for GAstric Cancer) unter Teilnahme von nahezu 600 Patienten. Obligat und entscheidend für die Prognose der Patienten ist eine frühzeitige und professionelle Bestimmung des HER2-Rezeptor-Status. >>>
+++ Chronische Obstipation +++ Eine Herausforderung in der Inneren Medizin. 23. April 2012 – Die chronische Obstipation ist mit einer Prävalenz von 3-18 % eine der häufigsten Beschwerden in der Allgemeinbevölkerung und wird aufgrund der demographischen Entwicklung weiter zunehmen. Dies ist von großer klinischer und sozioökonomischer Bedeutung und stellt für die innere Medizin eine wirkliche Herausforderung dar. Dies wurde während eines Satellitensymposiums in Wiesbaden anlässlich des 118. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) deutlich.
Wesentlich mehr Menschen als gemeinhin angenommen leiden unter einer gestörten Verdauung und sind in ihrer Lebensqualität dadurch erheblich beeinträchtigt. Dabei kann die Obstipation Symptom anderer schwerwiegender Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Diabetes mellitus sein. Regelmäßig tritt sie auch als Nebenwirkung einer Schmerztherapie mit Morphinpräparaten auf. Bei alten Menschen sind meist mehrere prädisponierende Faktoren gleichzeitig anzutreffen und erfordern eine individuelle Therapie. Die Behandlung mit dem Prokinetikum Prucaloprid (Resolor®) verbessert die Darmmotilität und aktiviert die Verdauung. >>>
+++ Chronische Obstipation +++ Prucaloprid bringt alle(s) weiter. 28. März 2012 – Chronische Obstipation ist mit weltweit geschätzter Prävalenz von durchschnittlich 14 Prozent ein viel zu stark unterschätztes Krankheitsbild. Frauen sind häufiger betroffen. Obstipation beeinträchtigt nicht nur deren Lebensqualität, sondern verursacht auch wegen geringerer Leistungsfähigkeit auch hohe Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Damit wird das Gesundheitssystem finanziell stark belastet. Das betonte Prof. Dr. Vincenzo Stanghellini, Universität von Bologna/ Italien, während eines Satellitensymposiums von Shire auf der 19th United European Gastroenterology Week (UEGW) in Stockholm.
Obwohl sich Ärzte zur Diagnosestellung auf die Anzahl der Stuhlentleerungen fokussieren, ist Stanghellini der Ansicht, dass die Patienten eher über Bauchschmerzen, Aufgeblähtsein, ein Gefühl der unvollständigen Entleerung, schmerzhaften Stuhlgang, Gasbildung, klumpige oder harte Stühle, über die Unvorhersehbarkeit des Toilettengangs und deutlich zu lange Aufenthalte im WC klagen. >>>
+++ Auch Männer leiden unter Obstipation +++ Neue Zulassungsstudie prüft Prokinetikum Prucaloprid für Männer. 14. März 2012 – Die chronische Obstipation ist eine Volkskrankheit, die einen hohen Leidensdruck erzeugt. Zwar erkranken Frauen häufiger als Männer, aber auch das starke Geschlecht ist von Verdauungsbeschwerden betroffen. Neben der idiopathischen chronischen Obstipation kann insbesondere bei Morbus Parkinson oder einer Behandlung mit Opiaten die Darmperistaltik ernsthaft gestört sein. Bisher haben Männer jedoch keine Möglichkeit, mit dem neuen Prokinetikum Prucaloprid behandelt zu werden, da es derzeit nur für die Anwendung bei Frauen zugelassen ist. Daher wurde von der Firma Shire eine Zulassungsstudie nur für Männer in die Wege geleitet, die auch in Deutschland läuft. Serotonin (5-HT) ist einer der zentralen Modulatoren dieser peristaltischen Aktivität. Prucaloprid bindet selektiv und mit hoher Affinität an serotonerge Rezeptoren (5-HT4) direkt in der Darmwand. Hierdurch erfolgt eine präsynaptische Aktivierung cholinerger Synapsen, die daraufhin vermehrt den erregenden Transmitter Acetylcholin ausschütten. Acetylcholin wiederum stimuliert den peristaltischen Reflex und aktiviert direkt die Muskelzellen. Auf diese Weise stellt Prucaloprid die natürliche Darmfunktion wieder her. >>>
+++ Colitis Ulcerosa +++ Neue Leitlinien zur Therapie der Colitis ulcerosa belegen den hohen Stellenwert des retardierten Mesalazins 19. Februar 2012 – Mit einer Inzidenz von 3,0-3,9 pro 100 000 Einwohner ist die Colitis ulcerosa (CU) neben dem Morbus Crohn die wichtigste chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED). Eine deutsche Autorengruppe um Prof. A. Dignass hat daher kürzlich als Ergebnis einer evidenzbasierten Konsensuskonferenz eine Aktualisierung der Leitlinie zur Therapie der CU publiziert (Dignass A et al: Aktualisierte Leitlinie (AWMF-Registriernummer: 021/009. Z Gastroenterol 2011; 49: 1276-1341).
Die neuen Leitlinien zur Therapie der Colitis ulcerosa belegen: Retardiertes Mesalazin (5-Aminosalizylsäure, 5-ASA) hat einen hohen Stellenwert. Bedingt durch die spezielle Aufbereitung z.B. durch die MMX-Technologie, kann mit einer einmal täglichen Einnahme eine Wirkung im gesamten Kolon erreicht werden. Im Vergleich mit der Klysma-Therapie erhöht die orale Therapie mit MMX-Mesalazin nachweislich die Compliance und ist in der Remission-Induktion bei Linksseitenkolitis dieser rektalen Therapieform nicht unterlegen. >>>
Methylierungsstatus des Gens TFAP2E entscheidet offenbar über die Wirksamkeit der Chemotherapie 5. Januar 2012 – Einen möglicherweise bedeutenden Schritt hin zur individualisierten Behandlung von Darmkrebs haben Wissenschaftler der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) getan. In einer Studie mit mehr als 200 Patienten konnten sie in dem Gen TFAP2E einen neuen Biomarker identifizieren, der eine Vorhersage über das Ansprechen von Darmkrebspatienten auf die Chemotherapie erlauben sollte; und zwar einerseits auf eine Chemotherapie mittels 5-Fluorouracil (5-FU) und anderen Chemotherapeutika und andererseits von 5-FU in Verbindung mit einer Strahlentherapie.
+++ Chronische Obstipation +++ Prucaloprid stimuliert Serotoninrezeptoren direkt in der Darmwand Leipzig, 16. September 2011 – Die chronische Obstipation ist mit einer Prävalenz von 3-18 % eine der häufigsten Beschwerden in der Allgemein-bevölkerung. Darauf wies Professor Dr. Thomas Frieling während der 66. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechsel-krankheiten in Leipzig hin. Sie kann die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen. Prucaloprid ist eine neue Option für obstipierte Frauen, bei denen andere Therapiekonzepte versagt haben. Das Prokinetikum stimuliert serotonerge Rezeptoren direkt in der Darmwand. Dadurch wird die Peristaltik normalisiert und die Anzahl der Stuhlentleerungen gesteigert.
Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die chronische Obstipation in den nächsten Jahren zunehmen und zu einer erheblichen sozioöko-nomischen Belastung führen. Hierbei wird die chronische Obstipation, als zum Arztbesuch führende und die Lebensqualität einschränkende Erkrankung, wesentlich durch die subjektive Beeinträchtigung der Patienten bestimmt. >>>
Leipzig, 15. September 2011 – Mesalazin (5-Aminosalizylat, 5-ASA) ist auch weiterhin die Basistherapie bei Colitis ulcerosa. Dies betonte Professor Dr. Stefan Schreiber in seinem Vortrag während eines Satellitensymposiums auf der 66. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in Leipzig. Die neue MMX®-Technologie erleichtert den Patienten den Alltag: Es müssen nur noch wenige Tabletten nur einmal täglich eingenommen werden. Dies fördert die Therapietreue und damit auch den Behandlungserfolg. Dieser wird zunehmend nicht nur klinisch, sondern auch endoskopisch anhand der mukosalen Heilung beurteilt.
In der Akutphase der unkomplizierten Erkrankung ist dies die sicherste Therapie, die innerhalb von 4-8 Wochen in vielen Fällen zur vollständigen Remission mit Abheilung der Mukosa führt. >>>
Prof. Wolfgang Kruis
+++ Divertikelkrankheit +++ Woran muss man denken? Wie sollte man vorgehen? Köln – Obwohl Divertikel in der westlichen Welt weit verbreitet sind, werden Divertikelkrankheiten immer noch häufig vernachlässigt. Darauf haben Experten anlässlich eines internationalen Symposiums der Falk Foundation e.V. in Köln hingewiesen. Sie plädierten zugleich für eine stadienspezifische Therapie. Dies setzt jedoch voraus, dass zunächst eine etablierte Stadieneinteilung definiert wird, was laut Prof. Dr. Wolfgang Kruis aus Köln, dem wissenschaftlicher Leiter der internationalen Tagung, bislang nicht geschehen ist.
Die Wahrscheinlichkeit, Divertikel zu entwickeln, steigt nach dem 50. Lebensjahr deutlich an. So liegt die Prävalenz der Divertikulose bei einem 65-Jährigen im Durchschnitt bereits bei 40 Prozent. „Allerdings bleiben die Veränderungen in der Darmwand in aller Regel asymptomatisch", berichtete Prof. Dr. Robin C. Spiller, Nottingham, bei einem Pressegespräch im Rahmen des Falk Symposiums in Köln. >>>
Prof. Peter Malfertheiner
+++ Gefährlicher Magenkeim mit „Fernwirkung“ +++ Infektionen mit Helicobacter pylori wirksam behandeln Leipzig, 8. September 2011 – Etwa ein Drittel der deutschen Erwachsenen und sogar die Hälfte der Weltbevölkerung sind vom Bakterium Helicobacter pylori befallen. Der Keim verursacht nicht nur Geschwüre in Magen- und Zwölffingerdarm, er stellt auch den bedeutendsten Risiko-faktor für Magenkrebs dar. Folgen der Infektion können sich auch in anderen Organen des Körpers bemerkbar machen.
Auf dem Kongress „Viszeralmedizin 2011“ vom 14. bis 17. September 2011 in Leipzig informieren Experten über den derzeitigen Kenntnisstand und mögliche Therapien. Helicobacter pylori schützt sich durch seine Spiralform und die besondere Beweglichkeit mithilfe von Geißeln sowie einer reichen Ausstattung an Urease vor der aggressiven Magen-säure. Das Stäbchenbakterium besiedelt zwar ausschließlich den Magen, es spielt aber auch bei Krankheiten außerhalb des Magens eine Rolle. Dazu gehört die idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP). Bei den Betroffenen äußert sich dies in fleckförmigen Blutungen auf der Haut. Auslöser der ITP ist ein durch das Bakterium hervorgerufener Angriff der körpereigenen Abwehr auf die Blutkörperchen, die Thrombozyten. >>>
+++ Colitis Ulcerosa +++ Neue Studienergebnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Infliximab München – Wenn Patienten wegen einer schweren Colitis ulcerosa stationär behandelt werden und Steroide nicht helfen, bietet eine Therapie mit Infliximab oder Cyclosporin eine Alternative. Ein randomisierter Direktvergleich bei 111 Patienten zeigte, dass dieses Kollektiv in nahezu identischem Ausmaß auf die beiden Optionen ansprach. Im Rahmen der diesjährigen Digestive Disease Week (DDW) wurden zahlreiche neue Daten zum Einsatz von Infliximab präsentiert. Sie zeigten, wie sich die Therapie für Patienten individuell optimieren lässt und dokumentierten die Verträglichkeit des TNFa-Antikörpers in der Langzeitanwendung. >>>
+++ Überzeugende Studiendaten +++ Capecitabin beim Mammakarzinom und bei gastrointestinalen Tumoren Frankfurt am Main – Die orale Chemotherapie mit Capecitabin ist eine hochwirksame und zugleich gut verträgliche Therapieoption in der Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms sowie gastrointestinaler Tumoren. Seit wenigen Wochen ist Capecitabin (Xeloda®) auch in Kombination mit dem Angiogenesehemmer Bevacizumab (Avastin®) für die First-Line-Therapie des HER2-negativen metastasierten Mammakarzinoms zugelassen. Der Antikörper Bevacizumab hat immer dann seine Indikation, wenn eine Kombinations-chemotherapie notwendig ist, beispielsweise wenn ein rasches und zuverlässiges Ansprechen erreicht werden muss. Dies ist bei Vorliegen multipler Organmetastasen oder bei schnell voranschreitender Metastasierung der Fall. Durch die zusätzliche Gabe von Bevacizumab zur Therapie mit Capecitabin konnte die Ansprechrate deutlich verbessert werden. >>>
+++ Passendes Therapiekonzept +++ Beim Morbus Parkinson auch die chronische Obstipation effektiv behandeln Wiesbaden – Patienten mit einem Morbus Parkinson leiden nicht nur an den Kernsymptomen Rigor, Akinesie und Tremor. Sie werden in ihrer Lebensführung und Lebens-qualität oft stärker noch durch mit der Erkrankung assoziierte, nicht-motorische Symptome beeinträchtigt. Dazu gehört unter anderem die Obstipation, die nach Privat-dozentin Dr. Jutta Keller, Hamburg, bis zu zwei Drittel der Parkinson-Patienten im Verlauf der Erkrankung entwickeln. „Die Obstipation ist oftmals ein frühes Symptom und tritt manchmal sogar lange vor allen anderen neurologischen Zeichen der Erkrankung auf“, so die Medizinerin. Grundlage der Verdauungsstörung beim Morbus Parkinson ist nach ihrer Darstellung eine Störung der Kolontransitzeit und der Stuhlentleerung. >>>
+++ Therapie der chronischen Obstipation mit Prucaloprid +++ Auch bei älteren Patienten effektiv und sicher zur geregelten Verdauung Wiesbaden, Chicago – Etwa zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer chronischen Obstipation. Noch deutlich höher ist der Anteil älterer und alter Menschen mit chronischer Verstopfung, was an den im Alter veränderten Lebensgewohnheiten, aber auch an Begleiterkrankungen oder deren Behandlung liegen kann. So kann eine deutlich zu geringe Trinkmenge ebenso wie Bewegungsmangel bis hin zur Immobilität die Verdauungsstörung begünstigen. Außerdem gehen alterstypische Erkrankungen wie etwa der Morbus Parkinson, ein Typ 2-Diabetes oder die Altersdepression häufig mit einer gestörten Darmfunktion einher. Auch die bei älteren Menschen nicht selten zum Beispiel infolge einer Osteoporose oder anderer Erkrankungen notwendige Schmerztherapie mit Opioden bedingt fast schon regelhaft die Entwicklung einer chronischen Obstipation. >>>
+++ Pädiater-Forum Gastroenterologie 2011 +++ Kinderärzte für Darm-, Leber- und Gallenwegserkrankungen sensibilisieren München – Chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Leber- und Gallenwegserkrankungen gehören nicht zu den Top Ten im pädiatrischen Praxisalltag. Werden sie aber übersehen, sind die gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen oft schwerwiegend. Auf dem Pädiater-Forum Gastroenterologie 2011, das die Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung mit Unterstützung der Falk Foundation e.V. in München auf die Beine gestellt hat, konnten Kinder- und Jugendärzte ihr Wissen über gastroenterologische Themen auffrischen und sich auf den neuesten Stand bringen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind bei Kindern durchaus keine Rarität, „sondern ein relevantes Problem“, betonte Dr. Martin Claßen, Bremen, „und zwar mit steigenden Inzidenz- und Prävalenzzahlen“. Um ein normales Wachstum und eine regelrechte Pubertätsentwicklung zu gewährleisten, ist eine frühe Diagnose erforderlich, gefolgt von einer adäquaten Therapie. >>>
+++ Schmerztherapie bei Tumorpatienten +++ Opioidbedingte Obstipation konsequent behandeln Wiesbaden, Chicago – Viele Tumorpatienten entwickeln Schmerzen, die zum Teil stark oder aber sehr stark ausgeprägt sind und nicht selten eine Behandlung mit Opioiden erfordern. Bereits im Frühstadium der Erkrankung leiden nach Angaben des Arbeitskreises Tumorschmerz der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) 20 bis 50 Prozent der Krebspatienten unter Schmerzen. Im fortgeschrittenen Stadium sind es sogar 55 bis 95 Prozent. Davon geben 40 bis 50 Prozent der Betroffenen mäßige bis starke und 25 bis 30 Prozent sogar sehr starke Schmerzen an. >>>
+++ Colitis Ulcerosa +++ Gute Compliance fördert Remissionserhalt - Hohe Therapietreue durch Einmalgabe von Mezavant® Berlin – Die Ergebnisse der SIMPLE-Studie, die in Vancouver auf der Canadian Digestive Diseases Week vorgestellt wurden, belegen, dass die Einmalgabe von Mezavant® die Therapietreue von Patienten mit Colitis ulcerosa (CU) fördert. Gerade auch während der Remission wird die Einnahme von einmal täglich 2,4 g MMX®-Mesalazin gut toleriert und ist als Erhaltungstherapie geeignet, einen klinischen Rückfall hinauszuzögern. Auch zwei große retrospektive Analysen in Kanada belegen die verbesserte Therapietreue bei Einnahme von Mezavant® im Vergleich zu herkömmlichen 5-ASA-Präparaten. >>>
+++ Kolorektalkarzinom (mCRC) +++ Aktuelle CRYSTAL-Daten im JCO veröffentlicht: Stellenwert von Erbitux in der Erstlinientherapie des mCRC verdeutlicht Darmstadt – Wie eine aktuelle Auswertung der CRYSTAL-Studie, die kürzlich im renommierten Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurde, zeigt, kann die Zugabe von Cetuximab zur Standard-Chemotherapie mit FOLFIRI das Gesamtüberleben bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) und KRAS-Wildtyp im Vergleich zu FOLFIRI allein signifikant um 3,5 Monate verlängern. Das KRAS-Onkogen ist der erste validierte Biomarker im Bereich Kolorektalkarzinom und prädiktiv für die Wirksamkeit von Cetuximab (Erbitux®). CRYSTAL ist bislang die einzige Studie bei mCRC Patienten mit KRAS-Wildtyp, in der ein Gesamtüberlebensvorteil einer zielgerichteten Therapie in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie in der Erstlinienbehandlung belegt werden konnte. >>>
+++ Gastroenterologie und Hepatologie in der täglichen Praxis +++ Bei wässrigem Durchfall stets auch an eine mikroskopische Kolitis denken Wiesbaden, DGIM 2011 – Neuerungen gibt es in verschiedenen Bereichen der Gastroenterologie: So rückt zum Beispiel die mikroskopische Kolitis zunehmend in den Fokus der Gastroenterologen. Das Krankheitsbild ist gut mit Budesonid zu behandeln, wird aber oft noch übersehen. Bei den übrigen chronisch entzündlichen Darmerkrankungen öffnet sich mit neuen Daten zu Mesalazin die Tür zur „personalisierten Therapie“. Welche Konsequenzen sich aus den neuen Entwicklungen für die tägliche Praxis ergeben, haben Gastroenterologen und Hepatologen bei einem Pressegespräch der Falk Foundation e.V. anlässlich des Internistenkongresses 2011 in Wiesbaden diskutiert. >>>
Wiesbaden, DGIM 2011 – Zum zweiten Mal wird der NorGA (Norgine Gastro Award) verliehen, ein Preis für herausragende gastroenterologische Arbeiten. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr Dr. Annika Braun, Assistenzärztin der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie in Heidelberg, für ihre Arbeit zur Veränderung der Phospholipidkonzentration und Phospholipidspezieszusammen-setzung der intestinalen Muskusbarriere bei Colitis ulcerosa (CD). Die Preisträgerin erhält ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro.
Die fachkompetente Jury, welche die Arbeit von Dr. Annika Braun auswählte, besteht aus Prof. Dr. Thomas Berg, Prof. Dr. Christian Eil, Prof. Dr. Wolfgang Fischbach, Prof. Dr. Michael Gebel, Prof. Dr. Volker Groß und Prof. Dr. Peter Layer.>>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Keratitis und ulzerativer Keratitis im Zusammenhang mit Vectibix® (Panitumumab). Berlin, 16.5.2011 – Nach der Zulassung wurden seltene Fälle von schwerwiegender Keratitis und ulzerativer Keratitis berichtet. Keratitis und ulzerative Keratitis können zu einer dauerhaften Schädigung des Sehvermögens führen. Eine ulzerative Keratitis stellt einen augenärztlichen Notfall dar. Patienten, die unter Behandlung mit Panitumumab Symptome entwickeln, die auf eine Keratitis hindeuten, wie Entzündung des Auges, verstärkte Tränensekretion, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen, Schmerzen im Auge oder gerötetes Auge, sollten umgehend an einen Augenarzt überwiesen werden. Panitumumab ist ein rekombinanter, vollständig humaner monoklonaler Antikörper gegen den humanen EGF-Rezeptor (epidermal growth factor). Er ist als Monotherapie zugelassen zur Behandlung des metastasierten, EGFR-exprimierenden kolorektalen Karzinoms mit nicht-mutiertem (Wildtyp-) KRAS-Gen bei Patienten, bei denen Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-haltige Chemotherapieregime versagt haben. >>>
+++ Chronische Hepatitis B +++ Effektive Therapie für viele unterschiedliche Patientengruppen Berlin, EASL 2011 – Die effektive und anhaltende Wirksamkeit sowie die gute Verträglichkeit von Nukleos(t)idanaloga der dritten Generation wie Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF, Viread®) bei chronischer Hepatitis B standen im Fokus eines Symposiums, das im Rahmen des Europäischen Leberkongresses (EASL, European Association for the Study of the Liver) in Berlin stattfand. „Besonders erfreulich ist, dass unter TDF bisher keine Resistenzmutationen aufgetreten sind. Außerdem erreichen unter Viread® elf Prozent der Patienten das Idealziel der Therapie – einen HBs-Antigen-Verlust, der die Chance auf eine Beendigung der Therapie eröffnet“, so Professor Dr. Thomas Berg, Leipzig, auf der anschließenden Pressekonferenz. >>>
+++ Chronische Obstipation +++ Prucaloprid: Präzisionswerkzeug am Serotoninrezeptor Wiesbaden, DGIM 2011 – Das neuartige Prokinetikum Resolor® (Prucaloprid) stand im Mittelpunkt eines Symposiums zum Thema chronische Obstipation auf dem 117. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden. Die Referenten betonten, dass es sich bei dieser Volkskrankheit, von der überwiegend Frauen betroffen sind, keineswegs nur um eine Befindlichkeitsstörung handelt. Hingegen hat die Verschlechterung der Darmfunktion echten Krankheitswert und erfordert eine gezielte Diagnostik und eine den Symptomen angepasste Therapie. Mit dem selektiven 5-HT4-Rezeptoragonisten Prucaloprid steht jetzt ein Medikament zur Verfügung, dass die Darmmotilität wirksam steigert. >>>
+++ Chronische Verstopfung +++ Neue Auswertung der Resolor®-Daten Chicago – Shire plc gibt bekannt, dass eine kürzlich durchgeführte zusätzliche Auswertung klinischer Daten, die im Rahmen der Digestive Disease Week (DDW) 2011 in Chicago, USA, veröffentlicht wurde, erneut bestätigt, dass Resolor® (Prucaloprid) bei Frauen mit chronischer Verstopfung wirksam ist, bei denen Abführmittel zu keiner Erleichterung führen. Einmal täglich Prucaloprid (2 mg) verbessert die Darmfunktion und die Darmsymptome, und verbessert auch die Lebensqualität (QoL) bei Patienten. Zusätzliche auf dem Kongress präsentierte Daten zeigen, dass sich die Dickdarmdurchgangszeiten* während der Behandlung mit Prucalopriden verkürzen, während sich die Anzahl der Darmbewegungen erhöht. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Information über die freiwillige Marktrücknahme von Onsenal® (Celecoxib) im Anwendungsgebiet Familiäre Adenomatöse Polyposis (FAP)
Berlin, 12. April 2011 – Die Familiäre Adenomatöse Polyposis (FAP) beruht auf der Mutation eines Tumorsuppressorgens. Sie ist eine obligate Präkanzerose und geht mit einem sehr hohen Entartungsrisiko ab dem 15. Lebensjahr einher. Onsenal® wurde zugelassen zur Reduzierung der Anzahl von adenomatösen Darmpolypen bei FAP, als Ergänzung zu chirurgischen Maßnahmen und endoskopischen Kontrollen. Der Hersteller informiert über die freiwillige Marktrücknahme des Arzneimittels in den Ländern der EU, da es bislang nicht gelungen ist, die von der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geforderten Wirksamkeitsdaten zur Bestätigung des klinischen Wirksamkeit von Celecoxib bei FAP vorzuweisen. Dies wird auf den nur langsam fortschreitenden Einschluss von Patienten in die Children's International Polyposis (CHIP)-Studie begründet.
Patienten, die aktuell mit Onsenal® behandelt werden, sollte geraten werden, innerhalb eines Monats ihren Arzt aufzusuchen. Die Celecoxib-haltigen Produkte mit Zulassung zur Behandlung anderer Indikationen, wie z. B. Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis bei Erwachsenen und Morbus Bechterew, sind weiterhin verfügbar.>>>
+++ Colitis Ulcerosa +++ Aktuelle SUCCESS-Studiendaten belegen die Wirksamkeit einer Infliximab-Kombinationstherapie bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Colitis Ulcerosa Dublin (Irland) – Patienten mit Colitis ulcerosa (CU), die nicht ausreichend auf Glukokortikoide ansprechen, erreichen mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Steroid-freie Remission, wenn sie eine Kombinationstherapie mit Infliximab (REMICADE®) plus Azathioprin (AZA) erhalten als bei einer Monotherapie mit einem dieser beiden Wirkstoffe. Darauf weisen die aktuellen Ergebnisse der Studie UC SUCCESS hin, die auf dem 6. Kongress der Europäischen Crohn- und Colitis-Organisation (ECCO, 24. – 26.2. 2011) in Dublin erstmals vorgestellt wurden. Die Daten zeigen, dass im Vergleich zur AZA-Monotherapie ein größerer Anteil der mit einem Infliximab-basierten Regime behandelten Patienten klinisch auf die Behandlung ansprach und eine Mukosaheilung erreichte. >>>
+++ Harnstoffzyklusdefekt +++ Aussichtsreiche neue Behandlungsoption: Die Leberzelltherapie Heidelberg – Menschen, die von einem Harnstoffzyklusdefekt (UCD = Urea Cycle Defect) betroffen sind, leiden an einer angeborenen, schwerwiegenden und potenziell lebens-bedrohlichen Stoffwechselerkrankung der Leber, die aufgrund einer Störung des Ammoniak-Stoffwechsels die Stickstoff-Ausscheidung negativ beeinflusst. Da besonders bei Neugeborenen eine erforderliche Lebertransplantation aufgrund verschiedenster Komplikationen limitiert ist, setzen Experten künftig ihre Hoffnung auf eine derzeit in Entwicklung befindliche neue Behandlungsoption, die Leberzelltherapie. Harnstoffzyklusdefekt - eine seltene Erkrankung, bei der sich das stickstoffhaltige Stoff- wechselgift Ammoniak (NH3) im Blut und Gewebe der Betroffenen anreichert und vor allem Hirn- und Nervenschädigungen bewirkt, die schlimmstenfalls zum Tod führen können. >>>
+++ Symposium auf dem 117. DGIM Kongress +++ „Prucaloprid: Präzisionswerkzeug am Serotoninrezeptor“ Wiesbaden, Rhein-Main-Hallen, Salon 11 A - Dienstag, 03.05.2011, 13.15–14.15 Uhr - Therapie der chronischen Obstipation 2011
V O R L Ä U F I G E S W I S S E N S C H A F T L I C H E S P R O G R A M M - Vorsitz: Prof. Dr. Peter Layer, Hamburg +Serotonerge Rezeptoren und Darmfunktionen - Prof. Dr. Michael Schemann, München +Chronische Obstipation – Lifestyle-bedingte Befindlichkeitsstörung oder Erkrankung mit hohem Leidensdruck? - PD Dr. Jutta Keller, Hamburg +Präzise Diagnostik bei chronischer Obstipation - Prof. Dr. med. Thomas Frieling, Krefeld >>>
+++ Klinik-Workshop Lebererkrankungen +++ Effektive Strategien zur Vermeidung von Zirrhose und hepatozellulärem Karzinom Chronisch virale Hepatitiden wie die chronische Hepatitis B und C gehören zu den wichtigsten Ursachen für eine Leberzirrhose oder ein hepatozelluläres Karzinom, sagten die Experten bei dem „Klinik-Workshop Lebererkrankungen“, der am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt stattfand. In Deutschland liegt die Prävalenz chronischer HBV-Infektionen bei etwa 0,1 Prozent, die chronischer HCV-Infektionen bei 0,4–0,8 Prozent. Bei bis zu 30 Prozent der Betroffenen entwickelt sich im Langzeitverlauf eine Leberzirrhose, etwa 5–8 Prozent entwickeln ein hepatozelluläres Karzinom. Virusinduzierte Zirrhosen sind die häufigste Indikation zur Lebertrans-plantation und stellen die wesentlichste Risikokonstellation für die Entwicklung von Leberkrebs dar. Für die Therapie der chronischen Hepatitis C befinden sich derzeit mehrere vielversprechende Optionen... >>>
+++ Capecitabin beim Kolonkarzinom +++ Wirksamkeit durch aktuelle Daten erneut bestätigt San Francisco, USA – Die Kombination XELOX (das orale Fluoropyrimidin Capecitabin plus Oxaliplatin) ist auch in der adjuvanten Therapie des Kolonkarzinoms genauso wirksam wie das infusionale FOLFOX-Regime oder das intravenöse Bolus-Regime FLOX. Die Wirksamkeit von XELOX bleibt selbst dann erhalten, wenn die Dosis von Capecitabin (Xeloda®) modifiziert werden muss. Dies gilt sowohl für die adjuvante Therapie im Stadium III als auch für die Erst- und Zweitlinien-Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms. Aktuelle, auf dem diesjährigen ASCO GI vorgestellte Daten der X-ACT und XELOXA-Studie bestätigen zudem, dass die Wirksamkeit sowohl von Capecitabin mono als auch von XELOX unabhängig vom Alter ist. >>>
+++ ASCO GI 2010 +++ Langzeitüberleben bei mCRC-Patienten durch Cetuximab in Kombination mit FOLFOX bestätigt San Francisco, USA – Auf dem diesjährigen Gastrointestinal Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GI) wurden die Ergebnisse einer weiteren Analyse der großen, randomisierten Phase-II-Studie OPUS präsentiert. Sie zeigt einen Zusammenhang zwischen frühzeitiger Tumorschrumpfung und einem Langzeitüberleben von mehr als zwei Jahren bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) vom KRAS-Wildtyp, die mit Cetuximab (Erbitux®) in Kombination mit der Standardchemotherapie FOLFOX behandelt wurden. Im Chemotherapie-Arm konnte kein Zusammenhang zwischen frühzeitiger Tumorschrumpfung und Langzeitüberleben festgestellt werden. >>>
+++ Mastzellen – von der Forschung zu neuen Therapien Acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Mastzell-vermittelten Erkrankungen Berlin - Mindestens 50 Erkrankungen können heute besser behandelt werden, weil man viele Funktionen und Fehlfunktionen der Mastzellen inzwischen versteht, so die Einschätzung der Referenten eines Presse-Roundtables anlässlich des mit über 300 Teilnehmern bislang größten Treffens des „European Mast Cell and Basophil Research Network" (EMBRN) am 9./10. Dezember 2010 an der Charite - Universitätsmedizin Berlin. Fehlfunktionen von Mastzellen spielen sowohl bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittelallergien, Urtikaria und Mastozytose eine Rolle, als auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Schuppenflechte, Rheuma, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. „Mehr als 50 Prozent der europäischen Bevölkerung leidet an Erkrankungen, bei denen Mastzellen oder Basophile eine entscheidende Rolle spielen", so Professor Marcus Maurer von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. >>>
+++ Radioonkologie +++ Strahlentherapie verhindert Rückfälle bei Mastdarmkrebs Berlin, 16. Dezember 2010 – Erhalten Patienten mit Mastdarmkrebs vor der Operation eine Strahlentherapie, sinkt die Rückfallrate deutlich. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer aktuellen Studie aus den Niederlanden hin. Durch eine präoperative Strahlentherapie verringerte sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor wiederkehrt, um mehr als die Hälfte. Krebsoperationen im unteren Abschnitt des Darms, dem End- oder Mastdarm, sind technisch schwierig. Lange Zeit kam es bei fast jedem zweiten Patienten nach einiger Zeit zu einem Rückfall im Operationsgebiet, einem Lokalrezidiv. >>>
+++ Volkskrankheit Obstipation +++ Neue Option für Patientinnen mit chronischer Obstipation Berlin – Für Frauen mit chronischer Obstipation gibt es seit diesem Jahr eine neue therapeutische Option: das Prokinetikum Resolor® (Prucaloprid). Prucaloprid ist der einzige verfügbare Wirkstoff, der durch direkte Wirkung am enterischen Nervensystem die Darmmotilität steigert und damit für Patientinnen geeignet ist, bei denen Laxanzien keine ausreichende Wirkung erzielen. Die chronische Obstipation ist eine der häufigsten Beschwerden in der Allgemeinbevölkerung mit einer hohen sozioökonomischen Belastung. So klagen allein in Deutschland etwa 8 Prozent der Bevölkerung über chronische Verstopfung, erläutert Prof. Dr. med. Thomas Frieling, Krefeld, auf der Fachpressekonferenz in Berlin, und stellt den 5-HT4-Rezeptoragonisten Prucaloprid als wirksame neue Behandlungsoption vor. >>>
+++ Individualisierte Therapie des mCRC +++ KRAS-Testung hat sich als Teil der Routinediagnostik etabliert Berlin, DGHO 2010 – Das kolorektale Karzinom (CRC) gehört in der westlichen Welt zu den häufigsten Karzinomen überhaupt. Obwohl die Zahl der Neuerkrankungen zunimmt, konnte die Mortalität in den letzten Jahren gesenkt werden, was nicht zuletzt auf die moderne Diagnostik und Therapie zurückzuführen ist. Der EGFR-Antikörper Cetuximab stellt in Kombination mit einer Chemotherapie beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) mit nicht-mutiertem KRAS-Onkogen eine sehr wirksame Erstlinientherapie dar. Damit Patienten mit nicht-mutiertem KRAS-Gen von der Therapie mit Cetixumab profitieren können ist es wichtig, dass zu Beginn der Diagnose-stellung der KRAS-Mutationsstatus bestimmt wird, um für die Betroffenen... >>>
+++ Kontrastmittelsonografie +++ Ein zunehmend wichtiges Diagnostikverfahren stellt sich vor Mainz, 21. Oktober 2010 – Die Sonografie stellt seit über 40 Jahren das meist erste bildgebende diagnostische Verfahren in der Praxis und Klinik dar. Sie ist risikofrei und ortsunabhängig einsetzbar und entscheidet oft über den weiteren Weg der Diagnostik beziehungsweise Therapie. Der Nachteil der konventionellen Ultraschalltechniken besteht in der geringeren Empfindlichkeit bei der Detektion von zum Beispiel umschriebenen Leberherden. Im Vergleich zu CT und MRT, die fast regelmäßig Kontrastmittel einsetzen, hat der unverstärkte Ultraschall hinsichtlich der Charakterisierung von Tumoren eine hierzu geringere Treffsicherheit. Auch der Einsatz der Doppler-Sonografie bringt meist keine Verbesserung in der Zuordnung von Lebertumoren, da ihre Gefäße meist sehr klein sind und ihr Blutfluss durch die Doppler-Sonografie nicht ausreichend dargestellt werden kann. Damit ist die Differenzierung zwischen bösartig und gutartig nicht immer möglich. Seit Einführung stabiler Kontrastmittel im Jahr 2001 wird diese Untersuchungstechnik zunehmend und mit großem diagnostischen Gewinn eingesetzt. >>>
+++ Adjuvante Therapie des Kolonkarzinoms beim älteren Patienten +++ Capecitabin-Monotherapie: Altersunabhängige Wirksamkeit bestätigt Barcelona – Beim WCGC (World Congress on Gastrointestinal Cancer) 2010 in Barcelona wurden Daten der X-ACT-Studie vorgestellt, die belegen, dass die Monotherapie mit Capecitabin (Xeloda®) bei älteren Patienten ebenso hochwirksam ist wie bei jüngeren. Die Studie zeigte zudem ein gutes Verträglichkeitsprofil für Capecitabin, so dass sich der Einsatz einer Capecitabin-Monotherapie bei Patienten über 70 Jahre weiterhin empfiehlt. Im Praxisalltag wird vor allem bei älteren Patienten abhängig vom Allgemeinzustand sowie von vorliegenden Komorbiditäten in der adjuvanten Therapie des Kolonkarzinoms eine Monotherapie bevorzugt. Eine Subgruppenanalyse der X-ACT-Studie, die auf dem diesjährigen World Congress on Gastrointestinal Cancer (WCGC) in Barcelona präsentiert wurde... >>>
+++ Diagnose Krebs: Wie geht es weiter? +++ Neuer Patientenratgeber „Leben mit Magenkrebs“ Grenzach-Wyhlen – „Liebe geht durch den Magen“ oder „Das ist mir auf den Magen geschlagen“ sind Redensarten, die zeigen, dass der Magen eine wichtige Rolle im Leben der Menschen spielt. Ist dieses zentrale Organ von Krebs befallen, stellen sich den Betroffenen viele Fragen: „Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?“, „Was kann ich jetzt noch essen?“, „Leben ohne Magen – wie ist das möglich?“. Der jetzt erschienene Patientenratgeber „Leben mit Magenkrebs“ der Roche Pharma AG gibt Patienten und Angehörigen verständliche Antworten auf diese Fragen. Er informiert über die unterschiedlichen Aspekte der Erkrankung, angefangen bei der Diagnose und den verschiedenen Therapiemöglichkeiten bis hin zu praktischen Ratschlägen zur Ernährungsumstellung. Betroffene erhalten mit der Broschüre einen übersichtlichen Leitfaden, der sie durch die Therapie und Nachsorge leitet. So informiert der Ratgeber unter anderem über Vor- und Nachteile der verschiedenen medikamentösen Therapien. >>>
+++ Internationales Falk Symposium in Brno +++ Krebs als Folge einer chronischen Entzündung? Brno – Menschen, die unter chronischen Entzündungen leiden, wie etwa Patienten mit einer Colitis ulcerosa oder einer Hepatitis, leben zugleich mit einem deutlich erhöhten Risiko, durch die anhaltende Entzündungsaktivität eine Krebserkrankung zu entwickeln. Das bessere Verständnis der Zusammenhänge eröffnet möglicherweise neue Chancen auf eine Chemoprävention, wie sie in Ansätzen durch Mesalazin beim kolorektalen Karzinom bereits realisiert werden kann. Darauf haben Experten beim Falk Symposium 173 im tschechischen Brno hingewiesen. Komplexe Zusammenhänge gibt es zwischen der Entzündungsaktivität im Körper und der Krebsentstehung. So sind Entzündungsreaktionen zum einen Ausdruck eines aktivierten Immunsystems und damit eine wichtige Grundlage im körpereigenen Kampf gegen die Entstehung von Tumoren. >>>
Bruchsal – Ein neues Konzept der Entstehung von Leberkrebs liefern die wissenschaftlichen Arbeiten von Privatdozent Dr. Henning Schulze-Bergkamen, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg. Der Forscher hat erstmals in vivo zeigen können, dass die Deletion eines anti-apoptotischen Proteins in der Leber nicht nur die Apotose fördert, sondern auch eine kompensatorische Zunahme der Zellproliferation bewirkt und so die Entstehung eines hepatozellulären Karzinoms fördern kann. Die Forschungsarbeit des Wissenschaftlers wurde beim 21. Kongress der Südwestdeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie in Bruchsal mit dem mit 5.000 Euro dotierten, von der Falk Foundation e.V. gestifteten Adolf-Kußmaul-Preis 2010 ausgezeichnet. Der Forscher konnte in seinen Arbeiten nachweisen, dass auch eine vermehrte Apoptose Ausgangspunkt von Krebsentstehung sein kann: Das Fehlen des anti-apoptotisch wirksamen Proteins Mcl-1 hat bei Mäusen verheerende Folgen: >>>
+++ Kunstprojekt „Entzündet“ verleiht auch Morbus Crohn ein Gesicht +++ Ausstellung zeigte ausgewählte Arbeiten in der Berliner Landesvertretung Schleswig-Holstein Berlin – Wie fühlt sich der Alltag mit der äußerlich nicht sichtbaren Darmerkrankung Morbus Crohn an? Lässt sich künstlerisch vermitteln, wie sich die chronisch-entzündliche Hauterkrankung Psoriasis (Schuppenflechte) anfühlt? Dies sind einige der Fragen, die sich Studenten der Muthesius Kunsthochschule Kiel beim Projekt „Entzündet“ gestellt haben, während sie sich künstlerisch mit Entzündungskrankheiten auseinandersetzten, an denen in Deutschland mehrere Millionen Menschen leiden. Aus diesem Projekt ist die gleichnamige Ausstellung entstanden, die interessierte Besucher werktags zwischen 9.00 und 19.00 Uhr vom 20. bis 30. April 2010 in der Landesvertretung Schleswig-Holstein in Berlin besichtigen konnten. Ziel der Ausstellung war es, die Öffentlichkeit über diese Erkrankungen zu informieren. Damit kann auch Betroffenen zur früheren Diagnose und richtigen Behandlung verholfen werden.
Mit seiner Arbeit „Krieg im Körper“ wollte Tim Eckhorst möglichst viele Menschen über Morbus Crohn informieren.>>>
+++ Pathogenese des Reizdarms +++ Norgine Gastro Award 2010 verliehen Wiesbaden - Mit dem vom pan-europäischen pharmazeutischen Unternehmen Norgine GmbH (Sitz Marburg) gestifteten Norgine Gastro Award für Gastro-Forschung werden ausgewählte herausragende gastroenterologische Arbeiten aus dem Bereich Motilität, Magen/Dünndarm, Dickdarm, Hepatologie, Endoskopie und Sonographie gefördert und ausgezeichnet. Der in diesem Jahr erstmals vergebene Preis ging zu gleichen Teilen an Dr. med. Adler, Berlin und Dr. rer. nat. Sabine Bühner, München. Mit der Vergabe des Norgine Gastro Award will das Marburger Pharmaunternehmen gezielt die Forschung im Bereich der Gastoenterologie fördern. >>>
+++ Adjuvante Therapie des Kolonkarzinoms +++ Neuer Maßstab für den Therapiestandard im Stadium III Frankfurt - Aktuelle Studiendaten zeigen, dass das orale Fluoropyrimidin (Capecitabin) in Kombination mit Oxaliplatin (XELOX) in der adjuvanten Therapie des Kolonkarzinoms einer Kombination 5-FU/FS signifikant überlegen und darüber hinaus auch unabhängig vom Alter der Patienten wirksam und dabei gleichzeitig gut verträglich ist. Die europäische Zulassungsbehörde EMA hat XELOX aufgrund der überzeugenden Daten der XELOXA-Studie zur adjuvanten Therapie des Kolonkarzinoms im Stadium III zugelassen. Mit der Zulassung von XELOX für die Therapie des Kolonkarzinoms im Stadium III sei es nun auch keine Frage mehr, ob man den Port einsparen kann, sondern man muss begründen, warum man den Port implantiert. >>>
+++ Therapie der chronischen HBV +++ Langzeitdaten einer effektiven First-Line-Therapie Wien, 45. EASL - Etwa fünf bis sieben Prozent der Weltbevölkerung sind chronisch mit dem Hepatitis B-Virus infiziert. Circa 30 Prozent aller Fälle von Leberzirrhose und 53 Prozent aller hepatozellulärem Karzinome sind auf Hepatitis B zurückzuführen. Bis zu einer Million Menschen sterben jährlich an den Folgen der HBV-und HCV bedingten Leberzirrhose oder Leberzellkarzinom. In Deutschland gibt es etwa 500.000 chronische HBV-infizierte Patienten, davon sind circa 90.000 diagnostiziert und nur etwa 11.000 Betroffene werden behandelt. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, wobei die Inzidenz in den einzelnen Bundesländern variiert und 95 Prozent der Patienten wissen nicht, wann sie sich infiziert haben. Akute und chronische Infektionen sind die Folgen. „Das therapeutische Ziel sollte die Verbesserung der Lebensqualität und des Überlebens durch Prävention der Krankheitsprogression zu Zirrhose, dekompensierte Zirrhose, Lebererkrankung im Endstadium, hepatozellulärem Karzinom und Tod sein“, sagte Prof. Dr. med. Jörg Peterson aus Hamburg auf einer Pressekonferenz anlässlich des EASL in Wien. >>>
+++ Aktuelles aus Gastroenterologie / Proktologie / Hepatologie +++ Neue Daten zu bewährten Therapiestrategien für Klinik und Praxis Wiesbaden, DGIM 2010 – Wenngleich Aminosalizylate seit etwa 70 Jahren und Mesalazin seit mehr als 25 Jahren eine herausragende Rolle in der Therapie von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) spielen, gibt es gerade in jüngerer Zeit wieder neue und bedeutsame klinisch-wissenschaftliche Erkenntnisse. Ein Beispiel ist Mesalazin. Es kann Studien zufolge sicher und ohne Einbußen bei der Wirksamkeit auch hochdosiert als einmal tägliche Gabe bei der Colitis ulcerosa eingesetzt werden, was vielen Patienten die Erhaltungstherapie erleichtern dürfte. Noch eindrucksvoller sind neue Behandlungsergebnisse mit Budesonid bei der Autoimmunhepatitis. So wurde gezeigt, dass die Erkrankung durch das lokal wirksame Steroid effektiv zu kontrollieren ist bei signifikant weniger steroidtypischen Nebenwirkungen gegenüber der bisherigen Standardtherapie. >>>
+++ Therapie der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen +++ Paradigmenwechsel hin zur individualisierten Therapie Miami/USA – Bei der Colitis ulcerosa wie auch dem Morbus Crohn wird derzeit eine individualisierte Therapie propagiert. Diese folgt dem Step up-Prinzip, setzt zunächst auf Mesalazin und - wenn sich so eine Remission nicht erzielen und erhalten lässt - auf Steroide. Gegebenenfalls muss in einer weiteren Stufe ein Immunsuppressivum wie Azathioprin und in schweren, anders nicht beherrschbaren Fällen, ein Biologikum gegeben werden. Die Behandlung orientiert sich an der individuellen Krankheitsaktivität sowie der Prognose des Patienten, so hieß es beim Falk Symposium 172 in Miami an dem 300 Teilnehmer aus 32 Nationen teilnahmen. Es geht dabei zunehmend darum, nicht nur die Symptome zu lindern, sondern möglichst die Barrierefunktion der Mukosa wieder herzustellen und Krankheitskomplikationen abzuwenden. >>>
+++ Leitlinien und Versorgungsrealität +++ Therapiemöglichkeiten beim Pankreaskarzinom Berlin, DKK - Empfehlungen zu Diagnose und Therapie des exokrinen Pankreaskarzinoms sind im Jahr 2007 in einer S3-Leitlinie publiziert worden. Eine Umfrage zeigte jedoch, dass die aktuelle Versorgungssituation der Patienten noch verbessert werden kann. Erlotinib (Tarceva®), das als einzige neue Substanz in den letzten Jahren für die Behandlung des metastasierten Pankreaskarzinoms zugelassen worden ist, wird in der Leitlinie in Kombination mit Gemcitabin zur Erstlinientherapie beim metastasierten Pankreaskarzinom empfohlen. Von der Therapie profitieren vor allem die Patienten, bei denen sich eine Hautreaktion („Rash“) entwickelt. Für ein gutes Therapieergebnis ist deshalb auch ein optimales „Rash-Management“ wichtig. >>>
Berlin – Seit über 20 Jahren verleiht die Münchener Medizinische Wochenschrift ihren Arzneimittelpreis. Der in Berlin gekürte Preisträger 2010 ist ein Klassiker mit neuer Galenik: Das in der Therapie der Colitis ulcerosa seit Jahrzehnten bewährte Mesalazin (5-Aminosalicylsäure, 5-ASA), welches als Mezavant® in Kombination mit der innovativen MMX®-Technologie in seiner Effektivität erheblich gesteigert wurde und nur noch einmal täglich eingenommen werden muss. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums zum Thema: „Colitis ulcerosa: Auf der Suche nach der optimalen Therapie“ statt. Die wissenschaftliche Leitung hatte Prof. Hermann S. Füeßl, Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost, Abt. Laboratoriumsmedizin und Schriftleiter der MMW-Fortschritte der Medizin, in Vertretung für Prof. Stefan Schreiber, Kiel. >>>
+++ Ergebnisse der internationalen ToGA-Studie +++ Erste „Targeted Therapy“ beim HER2-positiven Magenkarzinom Weltweit erkranken über 1 Million Menschen an Magenkrebs, der damit trotz rückläufiger Inzidenz noch immer die vierthäufigste Krebserkrankung und zugleich durch hohe Mortalität die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache darstellt. In Deutschland werden alljährlich fast 19.000 Neuerkrankungen registriert, wobei Männer stärker betroffen sind als Frauen. Mit der Entwicklung des humanisierten Antikörpers Trastuzumab (Herceptin®) konnte bereits beim metastasierten HER2-positiven Mammakarzinom ein Durchbruch in der Behandlung dieser Krebserkrankung erreicht werden. Durch die jetzt erfolgte Zulassung von Trastuzumab zur Behandlung des metastasierten HER2-positiven Magenkarzinoms ist auch hier erstmals eine „Targeted Therapy“ möglich, die das mediane Gesamtüberleben der Patienten signifikant verlängern kann. >>>
+++ Die unterschätzte Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren +++ Wenn die Lust zur Last wird – Essen als Gesundheitsrisiko Kaum wurde so viel über Ernährung und Gesundheit debattiert wie in der heutigen Zeit. „Richtig essen“ scheint zu einer Art Religion geworden zu sein. Fettarm oder fettreich, kohlenhydratarm oder eiweißreich, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, Bio oder nicht Bio sind feste Bestandteile der heutigen Streitkultur. Einerseits gibt es täglich eine neue Abspeckdiät, andererseits beherrschen Lebensmittelskandale unseren Alltag. Der Blick auf die aktuellen Gesundheitszahlen scheint diesem „Medienrummel“ recht zu geben: Im Jahr 2007 flossen knapp 257 Milliarden Euro in das Gesundheitssystem. Schätzungen zufolge sind 30 Prozent auf Ernährungsmitbedingte Folgen zurückzuführen. Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, koronare Herzerkrankungen, Allergien und Unverträglichkeiten oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen können durch falsches Ernährungsverhalten forciert werden. >>>
+++ Diagnostik von Darmerkrankungen +++ Stellenwert der sonografischen Darmdiagnostik in der Klinik Die Sonografie hat sich in der Diagnostik von Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes (GIT) neben der Endoskopie und radiologischer Bildgebung etabliert. Die Vorteile durch die Beurteilung von Lumen, Wandung (Schichtung) und der Umgebung von Magen und Darm sowie funktioneller Aspekte sind evident. Zum Stellenwert der Darmwandsonografie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist umfangreich publiziert worden. Die gastrointestinale Sonografie bedarf des engagierten und sachkundigen Einsatzes und das Ergebnis ist abhängig von der individuellen Erfahrung des Untersuchers - wie es übrigens für die radiologischen Methoden gleichermaßen gilt). >>>
+++ Umfassende Interaktionen zwischen Leber und Darm +++ Gallensäuren in ihrer Bedeutung bislang unterschätzt Bonn - Februar 2010. Die Interaktionen zwischen Darm und Leber sind wohl umfassender als lange angenommen, wobei den Gallensäuren eine Art Mittlerfunktion zukommt. Sie sind keineswegs nur für den Aufschluss von Nährstoffen verantwortlich, sondern haben darüber hinaus vielfältige Aufgaben, die für die Gesundheit des Darmes und der Leber bedeutsam sind. Dies ist das Fazit eines Workshops unter Leitung von Professor Dr. Tilmann Sauerbruch aus Bonn, den die Falk Foundation e.V. dort im Vorfeld der Jahrestagung der GASL (German Association for the Study of the Liver) organisierte. >>>
+++ Einführung Darmdiagnostik - Der direkte Zugang zum Darm +++ Was kann die Endosonografie leisten?/Gibt es Neues? Berlin, 3. Februar 2010 – Der endoskopische Ultraschall oder auch Endosonografie genannt, ist eine Untersuchungstechnik, in der die Endoskopie, also die Spiegelung des Magen-Darm-Traktes mit hoch auflösenden Ultraschallsonden kombiniert wird. Während bei der optischen Endoskopie nur eine Betrachtung der Oberfläche der Magen-Darm-Wand möglich ist, können mit dem an der Spitze eines starren oder flexiblen Endoskopes angebrachten Schallkopf je nach gewählter Ultraschallfrequenz annähernd mikroskopisch genaue Schnittbilder der Speiseröhren-, Magen- oder Darmwand erzeugt werden oder durch die Wand hindurch Nachbarorgane untersucht werden. >>>
+++ Einführung Darmdiagnostik +++ Was kann die ambulante Darmdiagnostik in der Praxis leisten? Berlin, 3. Februar 2010 – Die Sonographie des Darmes ist in der Hand erfahrener Untersucher und bei Einsatz geeigneter Gerätetechnik ein wichtiges, etabliertes und rasch verfügbares Verfahren bei der Erstdiagnostik und der Verlaufskontrolle aller akuten und chronischen Schmerzen des Bauches. Weitere Indikationen sind anhaltende oder komplizierte Durchfallerkrankungen, tastbare Prozesse im Bauchraum, unklarer Gewichtsverlust und der Verdacht auf Darmverschluss. Die Bedeutung liegt in der direkten Darstellung der Wand des Dünn- und Dickdarmes und der umgebenden Strukturen ohne Strahlenbelastung und ohne Invasivität, das heißt von außen durch die Haut. >>>
+++ Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa +++ Ultraschall erleichtert die Diagnose Berlin, 3. Februar 2010 – Rund 320.000 Menschen in Deutschland leiden an chronischentzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Heftige Durchfälle – zum Teil mit Blut- und Schleimabsonderungen –und krampfartige Bauchschmerzen zählen zu den typischen Symptomen. Werden diese Erkrankungen rechtzeitig erkannt, ist eine Linderung der Beschwerden möglich. Mit modernen Ultraschallgeräten können Ärzte entzündliche Veränderungen in der Darmwand zuverlässig erkennen. Ultraschall hat zudem gegenüber anderen Verfahren weitere Vorteile. Welchen Stellenwert die Sonografie bei der Diagnostik hat, ist eines der Themen des Pressegesprächs der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in Berlin. >>>
+++ Ultraschall beim Rektumkarzinom +++ Radikale OP oder lokales Herauslösen des Tumors? Berlin, 3. Februar 2010 – Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Früh erkannt, ist er jedoch gut behandel- und heilbar. Mittels der Endosonografie, einer Kombination aus Ultraschall und Spiegelung, lassen sich beim Rektumkarzinom frühe Tumorformen von späten unterscheiden. Vorteil für den Patienten: Der Arzt kann so entscheiden, ob er den Tumor lokal herauslösen und dadurch unter Umständen eine Operation mit Legung eines künstlichen Darmausgangs vermeiden kann. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) diskutieren bei einem Pressegespräch in Berlin die Möglichkeiten und Vorteile des endoskopischen Ultraschalls. >>>
+++ Volkskrankheiten sicher erkennen! +++ Ultraschall liefert schnelle Diagnose bei Darmbeschwerden Berlin, 3. Februar 2010 – Bauchschmerzen und Darmgrummeln hin und wieder – das kennt fast jeder. Ziept oder drückt es jedoch oft und heftig, können entzündliche Darmerkrankungen die Ursache sein. Blinddarmentzündung und Divertikulitis – entzündete Ausstülpungen der Dickdarmschleimhaut – gelten inzwischen als „Volkskrankheiten“. Ein Blick in den Darm mittels Ultraschall kann rasch eine eindeutige Diagnose liefern. Wie sicher und schonend vor allem auch die sonografische Diagnostik ist und welche Bedeutung sie für die Therapie von Darmerkrankungen hat, erörtern Experten bei einem Pressegespräch der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in Berlin. >>>
+++ ASCO-GI: Neue Daten der Phase-III-Studie Crystal +++ Signifikante Überlebensverlängerung durch Erbitux plus FOLFIRI bei mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren Der monoklonale EGFR-Antikörper Erbitux® (Cetuximab) verlängert signifikant das Gesamtüberleben in der Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) vom KRAS-Wildtyp in Kombination mit Standardchemotherapie (FOLFIRI). Das belegen neue Daten der Phase-III-Studie CRYSTAL, die während des diesjährigen Gastrointestinal Cancers Symposiums der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GI) in Orlando präsentiert wurden. Darüber hinaus zeigt die aktuelle Analyse dieser Studie, dass Mutationen im BRAF-Gen keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von Erbitux in dieser Indikation haben. Damit bleibt KRAS der einzige validierte prädiktive Biomarker in der individualisierten Therapie des mCRC mit Erbitux. >>>
+++ Neu von Dr. Falk Pharma +++ Salofalk® 1g Rektalschaum jetzt auch in der günstigen Großpackung Freiburg – Salofalk® 1g Rektalschaum von Dr. Falk Pharma gibt es ab 1. Februar 2010 auch in einer Großpackung mit 4 Dosen (4 x 14 Sprühstöße à 1 g). Die Therapie der akuten Colitis ulcerosa in Sigma und Rektum wird damit einfacher und preiswerter. Die Großpackung deckt den Bedarf einer rektalen Mesalazin-Therapie über vier Wochen ab. Sie ist über 50 € günstiger als vier Einzel-Packungen und schont das Arztbudget. Auch der Patient spart 21 €, da er nur einmal statt viermal zuzahlen muss.>>>
Grenzach-Wyhlen - Der Darmkrebs gehört in der Bundesrepublik Deutschland zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. Jährlich wird die Diagnose bei etwa 73.000 Menschen gestellt. In frühen Erkrankungsstadien sind die Heilungschancen bei Dickdarmkrebs sehr gut. Aber auch, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist, stehen inzwischen wirksame Therapieformen zur Verfügung Der neue Patientenratgeber „Leben mit Darmkrebs“ der Roche Pharma AG informiert über die Ursachen, Symptome und Diagnose von Darmkrebs und zeigt auf, welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Der Ratgeber möchte den Betroffenen helfen, die richtigen Fragen zu stellen und vorgeschlagene Therapien besser beurteilen zu können. Die Patientenbroschüre entstand mit Unterstützung der bekannten Fernsehmoderatorin und Journalistin Ramona Leiß, deren Mutter selbst an Darmkrebs erkrankte. >>>
+++ Darmspiegelung schützt vor Krebs +++ Präventionswirkung von Darmspiegelungen belegt Heidelberg – Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) belegt erstmals bevölkerungsweit, dass eine Darmspiegelung vor Krebs schützt. Bei Personen, die sich innerhalb der letzten zehn Jahre einer Darmspiegelung unterzogen haben, finden sich viel seltener fortgeschrittene Vorstufen von Darmkrebs. Insbesondere im linken Bereich des Darms ist das Risiko für Darmkrebs und seine Vorstufen drastisch vermindert, wie Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum ermittelten. Die Ergebnisse unterstreichen das große Potenzial der Darmspiegelung für die Verhütung von Darmkrebs. >>>
+++ Stipendienprogramm der Stiftung Darmerkrankungen 2010 +++ Ausbildungsförderung für mindestens zehn Morbus Crohn-Patienten im Gesamtwert von 100.000 Euro (Hamburg/Kiel), 25. November 2009. „Ich möchte in Zukunft mehr Führungsaufgaben übernehmen. Das Stipendium der Stiftung Darmerkrankungen hat es mir ermöglicht, dass dieser Wunsch bald in Erfüllung gehen kann“, sagt Claudia D. aus Hannover. Die 25-Jährige ist gelernte Bürokauffrau und hat die Ausbildung dazu im Jahr 2006 mit der Note ‚sehr gut‘ abgeschlossen. Im gleichen Jahr jedoch wurde die Diagnose chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) gestellt. Doch davon ließ sich die ehrgeizige junge Frau nicht entmutigen. Um ihre beruflichen Ziele auch mit CED weiter zu verfolgen, bewarb sie sich im Jahr 2009 erfolgreich um das Stipendienprogramm „Lernen fürs Leben auch mit Colitis ulcerosa“ der Stiftung Darmerkrankungen, mit dem sie sich eine Weiterbildung finanzieren konnte. Auch im nächsten Jahr stellt die Stiftung Darmerkrankungen im Rahmen des Programms „Lernen fürs Leben auch mit Morbus Crohn“ wieder Stipendien mit einem Gesamtwert von 100.000 Euro zur Verfügung. >>>
+++ Helicobacter pylori – Update 2009 +++ Die Aktualisierung der S3-Leitlinie Hamburg – Die Helicobacter-pylori-Infektion ist mit zahlreichen gastroduodenalen Erkrankungen assoziiert. Hierzu zählen die Ulkuskrankheit, die funktionelle Dyspepsie (Reizmagen), das MALT-Lymphom und das distale Magenkarzinom. Die aktuelle S3-Leitlinie zur Diagnostik, Prävention und Therapie der Helicobacter-pylori-Infektion der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) berücksichtigt die speziellen Verhältnisse in Deutschland. Professor Dr. Wolfgang Fischbach, Aschaffenburg, unter dessen Federführung die Leitlinie entstand, stellte deren Inhalte auf der 64. Jahrestagung der DGVS zur Diskussion. Professor Dr. Peter Malfertheiner, Magdeburg, berichtete über neue Erkenntnisse zur Immunpathogenese und zu Virulenzfaktoren von Helicobacter pylori. >>>
Berlin - In einem hochklassigen Umfeld erreichte Mezavant® von Shire Deutschland als einziges Primary Care Medikament für den Indikationsbereich der Gastroenterologie die Endrunde des diesjährigen Galenus-von Pergamon-Preises, der in Berlin verliehen wurde. Shire Deutschland-Geschäftsführer Leonhard Terp freute sich über die Anerkennung und erklärte in einem Interview gegenüber Dr. Melinda Crane, die die Gala zur Preisverleihung moderierte, dass Shire auch weiterhin mit großen Anstrengungen innovative Arzneimittelforschung betreiben werde, um das Leben hunderttausender Patienten zu erleichtern. Die Colitis Ulcerosa, bei der Mesalazin (Mezavant®) zum Einsatz kommt, ist eine sehr weit verbreitete Erkrankung, die die Lebensqualität des Betroffenen einschneidend verschlechtert. Die Therapie dieser entzündlichen Veränderung des Dickdarmes umfasste bisher entweder die Einnahme vieler Tabletten täglich und/oder die regelmäßige Anwendung von Klystieren – und konnte dennoch keinen zuverlässigen Schutz vor der Entwicklung eines Colon-Karzinoms bieten. >>>
+++ Therapiestrategie beim fortgeschrittenen Pankreaskarzinom +++ Was lernen wir? Das Pankreaskarzinom ist das vierthäufigste Karzinom, das zum Tode führt. Im Vergleich zu anderen malignen Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes hat es die mit Abstand schlechteste Prognose. In einem isländischen Register lebten von 37.000 Patienten mit Pankreaskarzinom nach 5 Jahren nur noch 170. Dies entspricht einer Lebenserwartung von 0,4 °/o in 5 Jahren. In einer großen finnischen Studie lebte von 5.000 Patienten nach 14 Jahren nur noch einer. Die einzige Möglichkeit, heute die 5-Jahres-Überlebensrate wenigstens von diesen desolaten Ergebnissen auf 10 - 20 % anzuheben, besteht in der Chirurgie, erläuterte Professor Dr. med. Markus M. Lerch, Universitätsklinikum Greifswald bei der DGVS-Jahrestagung in Hamburg. >>>
+++ Hautausschlag als Entscheidungshilfe +++ Erlotinib beim Pankreaskarzinom Hamburg - Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom, die während einer Behandlung mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor Erlotinib (Tarceva®) einen Hautausschlag entwickeln, leben im Median signifikant länger als Patienten ohne Hautausschlag. Dies bestätigt eine Analyse der AViTA-Studie. Bereits die zulassungsrelevante PA.3-Studie zeigte die Bedeutung der durch Erlotinib induzierten Hautreaktion (Rash) als prädiktiver Marker für ein längeres Überleben. Das Gesamtüberleben von Patienten mit einem Hautausschlag vom Schweregrad >1 war deutlich verlängert, nämlich von 5,3 (Patienten ohne Hautausschlag) auf 10,5 Monate (p<0,001). >>>
+++ Paradigmenwechsel in der Hepatologie +++ Bei Fettlebererkrankungen und bei Autoimmunhepatitis mit veralteten Vorstellungen aufräumen Neue wissenschaftliche Erkenntnisse können möglicherweise schon bald zu neuen Behandlungsoptionen bei Fettlebererkrankungen führen. So wurde bislang der therapeutische Wert der Ursodeoxycholsäure bei diesen Erkrankungen offenbar unterschätzt. Davon unabhängig wird intensiv an der Entwicklung optimierter Therapiestrategien gearbeitet. Das gilt auch für die Autoimmunhepatitis. Neuen Daten zufolge kann durch Budesonid in Kombination mit Azathioprin in vielen Fällen effektiv und weit besser verträglich als mit der Standardtherapie eine komplette Remission erzielt werden. >>>
+++ Aktuelle therapeutische Aspekte gastrointestinaler Tumore +++ Wirksames Therapiekonzept ohne Portimplantation Hamburg – Die guten Wirksamkeitsdaten und ein überzeugendes Sicherheitsprofil machen Xeloda® (Capecitabin) zum Fluoropyrimidin-Backbone bei der Therapie gastrointestinaler Tumore, so lautete das Fazit der Experten auf dem Pressegespräch der Roche Pharma AG anlässlich des DGVS. Das orale Fluoropyrimidin Xeloda erwies sich in verschiedenen Phase-III-Studien der infusionalen Gabe (5-FU) gegenüber als mindestens gleichwertig. Neue Daten belegen nun auch die signifikante Überlegenheit von Xeloda in Kombination mit Oxaliplatin (XELOX) bei der adjuvanten Behandlung des Kolonkarzinoms Stadium III gegenüber 5-Fluorouracil/Folinsäure (5-FU/FS). >>>
+++ Falk Foundation e.V. fördert die Grundlagenforschung +++ Zwei Wissenschaftler erhalten den Thannhauser-Preis 2009 Hamburg, 01. Oktober 2009. Mit dem Thannhauser-Preis der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) sind in diesem Jahr zwei Wissenschaftler ausgezeichnet worden. Prof. Dr. Hermann E. Wasmuth, Aachen, erhielt den von der Falk Foundation e.V. gestifteten Preis für seine Forschungsarbeiten zur Leberfibrose und Dr. Jan Wehkamp, Stuttgart, wurde für seine Arbeiten zum Defensin-System beim Morbus Crohn ausgezeichnet.
Von einem besseren Verständnis der pathogenetischen Grundlagen erhoffen die Mediziner sich deutliche Fortschritte bei der Behandlung chronischer Lebererkrankungen und ebenso bei der Therapie chronisch entzündlicher Darmkrankheiten wie dem Morbus Crohn. Die Arbeiten von Wasmuth und Wehkamp dürften die Medizin bei beiden Krankheitsbildern einen Schritt weiter in diese Richtung bringen, wie der Tagungspräsident Prof. Dr. Herbert Koop, Berlin, bei der Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises anlässlich der 64.Jahrestagung der DGVS in Hamburg betonte.>>>
Glasgow - Das Reizdarmsyndrom ist ein komplexes Geschehen mit viszeralem Schmerz als führendem Symptom, und es ist nach wie vor eine Herausforderung für den Arzt. Dies wurde auf dem internationalen Falk Symposium zu Reizdarm und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) in Glasgow deutlich. Als innovativer Therapieansatz wurde dort auch die Entzündungshemmung, etwa mit Mesalazin, diskutiert. Denn das Reizdarm-syndrom geht aktuellen Untersuchungen zufolge mit einer niedriggradigen Entzündung der Darmschleimhaut einher, die die Schmerzschwelle herabsetzt. In einer Untersuchung zeigte Mesalazin positive Effekte auf die mukosale Mastzellinfiltration, aber auch auf Allgemeinbefinden und abdominelle Beschwerden. Explizit wurde auch darauf hingewiesen, dass das Reizdarmsyndrom bei Patienten mit CED auftreten und klinisch einen aktiven Schub vortäuschen kann. Eine Diagnosesicherung mit bildgebenden Verfahren ist daher vor Therapieeskalation zwingend. Eine intestinale Entzündung findet sich auch bei der mikroskopischen Kolitis. Budesonid gilt hier als Therapie der ersten Wahl für Remissionsinduktion und Remssionserhalt. >>>
Hamburg, 12. August 2009 – Protonenpumpenhemmer (PPI) sind die zurzeit effektivste Medikation bei den Symptomen der gastroösophagealen Refluxerkrankung (GERD). Bei Sodbrennen und saurem Aufstoßen können Apotheker jetzt mit Omeprazol die Leitsubstanz in therapeutischer Dosierung von 20 Milligramm erstmals zur Selbstmedikation empfehlen. Insbesondere Patienten mit häufigeren und stärkeren Symptomen können damit ihre Beschwerden nachhaltig lindern. Durch die medikamentöse Therapie in der Selbstmedikation können sich Ärzte auf die Behandlung von schwerwiegenden Fällen konzentrieren. Bayer bietet das Omeprazol-Präparat Antra® in einer modernen Galenik mit patentierter Technologie in Deutschland an: Die MUPS® Tablette kann zur leichteren Einnahme auch in Flüssigkeit gelöst werden und sorgt für eine rasche Wirkstoffaufnahme. >>>
Boston - Nach einer neuen Publikation im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2009; 302: 649-658) könnte die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) die Prognose von Patienten verbessern, die bereits an einem Kolorektalkarzinom erkrankt sind. Diese Frage war in der Vergangenheit bereits Gegenstand verschiedener prospektiver Beobachtungsstudien, darunter der Nurses Health Study (NHS) und der Health Professionals Follow-Up Study (HPFS). Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von ASS mit einer eindeutig geringeren Rate von Darmkrebserkrankungen assoziiert ist. In den randomisierten klinischen Studien zeigte sich dann, dass diese Vorteile gegen die Blutungsrisiken einer ASS-Therapie abgewogen werden müssen. Die Analyse stützt sich auf 1.279 Studienteilnehmer, bei denen im Verlauf der beiden Studien ein Kolorektalkarzinom im Stadium I, II oder III diagnostiziert wurde und von denen Daten zur Einnahme von ASS vor und nach der Diagnose vorhanden waren. US-Forscher kündigen eine randomisierte klinische Studie zu diesem Thema an. >>>
Charité-Forscher präsentieren erste Erfolge des LiMAx-Tests
Berlin, 29.07.2009 - Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin können jetzt mit Hilfe des selbst entwickelten LiMAx-Tests, der die Leberfunktion exakt messen kann, ein Leberversagen vorhersagen. Die Arbeitsgruppe von Dr. Martin Stockmann aus der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie am Campus Virchow-Klinikum beschreibt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Annals of Surgery wie ihnen dieser Erfolg gelungen ist. >>>
Tigecyclin wirkt effektiv gegen multiresistente Keime
„Tigecyclin wirkt gegen grampositive, gramnegative, aerobe, anaerobe und atypische Erreger sowie gegen multiresistente Problemkeime“, so Prof. Dr. Tobias Welte, Hannover. Studiendaten belegen, dass selbst Methicillin-resistente Staphylokokkus aureus (MRSA), Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) oder Extended Spectrum β-Lactamase (ESBL)-bildende Erreger von Tigecyclin erfasst werden.Bei Infektionen, die vermutlich auf multi-resistente Bakterienspezies zurückgehen, ist die kalkulierte Initialtherapie mit Tigecyclin (Tygacil®) daher eine gute Option. >>>
Erfahrungsbericht einer Patientin mit Colitis ulcerosa und Autoimmunhepatitis
Bei Vanessa Winkowski wurden im Alter von 14 Jahren eine Colitis ulcerosa und eine Autoimmunhepatitis diagnostiziert. Ihre persönlichen Erfahrungen mit den beiden Erkrankungen beschreibt sie sehr anschaulich in einer lebhaften, jugendlichen Sprache in der kleinen Broschüre „Ein Tag wie der andere? Mein Leben mit Colitis ulcerosa und Autoimmunhepatitis“. Damit will sie gleichaltrige Betroffene und deren Angehörige ermutigen, ihre Ängste zu überwinden, positiv zu denken und nicht aufzugeben. Darüber hinaus gibt sie detaillierte Informationen zu den beiden Krankheiten, deren Therapie und Verlauf. >>>
Protonenpumpenhemmer: rezeptfrei zur Kurzzeitbehandlung von Refluxsymptomen
Sodbrennen ist ein häufiges Symptom und etwa 30 Prozent der Menschen leiden innerhalb von 6-12 Monaten an Reflux. Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit der Refluxepisoden zu. Die Symptomatik führt zu einem erheblichen Verlust an Lebensqualität. Patienten, die an Sodbrennen leiden, können ab jetzt rezeptfrei in der Apotheke Pantoprazol, der zur Klasse der Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) zählt, bekommen. Solide klinische Daten unterstreichen die Sicherheit. >>>
Auf der ersten Nationalen Krebskonferenz am 23.Juni in Berlin wurden Maßnahmen zu einer grundlegenden Neuausrichtung der Krebsbehandlung in Bezug auf Vorsorge, Therapie und Nachsorge vorgestellt, die über 100 Experten im Rahmen des Nationalen Krebsplans erarbeitet haben. Dabei handelt es sich um ein Koordinierungsprogramm, das unter Leitung des Bundesgesundheitsministeriums mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe sowie der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren zusammen gestellt wurde. >>>
Noch vor25 Jahren war die Krankheit Sklerodermie in der Öffentlichkeit unbekannt und unerforscht. Mit knapp 1.400 Mitgliedern und 40 Regionalgruppen unterstützt die Sklerodermie Selbsthilfe e.V. die Betroffenen geeignete Therapiemöglichkeiten und soziale Unterstützung zu bekommen, um die Lebensqualität zu verbessern. „Alles was die Selbsthilfe initiierte trug mit vielen kleinen Schritten dazu bei, dass die Betroffenen heute früher ihre Diagnose und Therapie bekommen, betonte Emma Margarete Reil, seit 13 Jahren Vorsitzende der Sklerodermie Selbsthilfe e.V. >>>
MDC-Forscher identifizieren genetischen Fingerabdruck für Metastasenbildung
Bei Dickdarmkrebs standen bisher nur einzelne Gene im Verdacht, die Bildung von Metastasen zu begünstigen. Forscher des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt jedoch 115 Gene identifiziert, die sowohl im Ursprungstumor als auch in dessen Metastasen verändert sind. Ihre Ergebnisse könnten in Zukunft helfen, Patienten mit aggressiven Tumoren früher zu erkennen (Gastroenterology 2009, doi:10.1053/ j.gastro. 2009.03.041). >>>
UFT® (Tegafur Uracil) erhöht signifikant die pathologische kompletteRemissionrate beim rektalen Adenokarzinom
Darmstadt, 24. Juni 2009 – Während der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden die Ergebnisse der ersten randomisierten Phase-III-Studie zum neoadjuvanten Einsatz von UFT in Kombination mit einer Strahlentherapie und Leukovorin bei Patienten mit rektalem Adenokarzinom vorgestellt. Sie belegen eine erhöhte pathologische komplette Remissionsrate (pCR) und ein verlängertes progressionsfreies Überleben (PFS) im Vergleich zur Strahlentherapie bei akzeptablem Nebenwirkungsprofil. >>>
Wirksamkeit von Erbitux® (Cetuximab) durch zahlreiche Studien bestätigt
Während der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden Ergebnisse zahlreicher Studien vorgestellt, die das aktuelle Wissen um den Einsatz von Biomarkern für das Ansprechen auf Erbitux erweitern. Die Möglichkeit vorherzusagen, welche Patienten in hohem Maße von der zielgerichteten Therapie profitieren, lässt die Personalisierung der Therapie zu, verringert das Auftreten von Nebenwirkungen und verbessert den Einsatz von Ressourcen im Gesundheitswesen. Zeitgleich veröffentlichte das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) des Vereinigten Königreichs eine Final Appraisal Determination (FAD), in der es den Einsatz von Erbitux in Kombination mit Chemotherapie als Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom, unter bestimmten Bedingungen, empfiehlt. >>>
Marker für das Ansprechen auf anti-TNF-Antikörper optimiert Therapie von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
Mit dem Ludwig-Demling-Forschungspreis 2009 der Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung e.V. (DCCV) wurde Dr. med. Raja N. Atreya, Institut für Molekulare Medizin Mainz, ausgezeichnet. Er erhielt den mit 25.000 Euro dotierten Preis für sein Forschungsprojekt zur "Identifizierung serologischer Polypeptidmarker bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darm-erkrankungen zur Vorhersage des Therapieansprechens auf anti-TNF Antikörper". Der alljährlich von der Falk Foundation e.V. gestiftete Preis wurde bei der Jahrestagung der DCCV in Leipzig verliehen. >>>
Entgegen dem allgemeinen Trend nimmt die Inzidenz des Kolorektalkarzinoms bei jüngeren Männern und Frauen zu.
Atlanta, 9.Juni 2009 – US-Krebsforscher vermuten einen besonders negativen Einfluss der Ernährungsgewohnheiten, insbesondere durch die Fast-Food-Welle (Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention 2009;18:1695-1698). Seit Mitte der 1980er-Jahre ist die Gesamtzahl der Darmkrebserkrankungen in den USA gesunken. Experten sehen darin einen Erfolg der Darmkrebsvorsorge durch die Koloskopie. Bei dieser Untersuchung werden Polypen, die Vorstufen des Malignoms sein können, entfernt. Die Koloskopie wird jedoch erst ab dem 50. Lebensjahr angeboten (in Deutschland ab dem 55. Lebensjahr). >>>
Präoperative Strahlentherapie verringert Rückfallrate auch bei optimaler Operation
Berlin – Werden Patienten mit fortgeschrittenem Mastdarmkrebs vor der Operation bestrahlt, so verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor nach einigen Jahren zurückkehrt. Dies gilt auch – und sogar in besonderem Maße – bei einer optimalen Operation. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer kürzlich in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Studie hin. Nach Ansicht der Fachgesellschaft sollte die Strahlentherapie deshalb ein fester Bestandteil der Behandlung aller Betroffenen sein. >>>
Neuer Gastroenterologie-Vertrag ergänzt AOK-Hausarzt-Programm und bringt Ärzten für mehr Qualität mehr Geld
Stuttgart, 04. Juni 2009 - Die AOK Baden-Württemberg hat gemeinsam mit MEDI Baden-Württemberg und dem Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen (BNG) einen Vertrag über die Gastroskopie, Koloskopie und Polypektomie abgeschlossen. Kernpunkte sind eine qualitativ hochwertige Versorgung der AOK-Versicherten und eine bessere Vergütung für teilnehmende Ärzte. Der Integrationsvertrag nach §§ 140a ff SGB V gilt rückwirkend zum 01. Mai 2009 und läuft vorerst bis zum 31. Dezember 2009. >>>
Imatinib (Glivec®) erhielt die Zulassung für die adjuvante Therapie c-Kit-positiver GIST
Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sind eine seltene Erkrankung und treten mit einer Inzidenz von ein bis zwei Fällen bei 100.000 Einwohnern auf. In Deutschland erkranken pro Jahr rund 800 bis 1.200 Menschen neu an GIST. Erst die Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Chirurgie, Pathologie und Onkologie machen ein optimales GIST-Therapie-management möglich. Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren steht erstmals eine wirksame postoperative systemische Therapie zur Verfügung, um das Rezidivrisiko zu reduzieren. >>>
Bevacizumab erhöht pathologische Ansprechrate beim metastasierten kolorektalen Karzinom
Grenzach-Wyhlen, 28.04.2009. Durch die präoperative Gabe des VEGF-Hemmers (Vascular Endothelial Growth Factor) Bevacizumab zusätzlich zur Chemotherapie mit FOLFOX kann die histopathologische Ansprechrate und damit die potenzielle Resezierbarkeit von Lebermetastasen signifikant erhöht werden. Dies geht aus neuen Studiendaten hervor, die beim diesjährigen Gastrointestinal Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GI) präsentiert wurden. Darüber hinaus gibt es erste Hinweise auf mögliche Biomarker, mit denen sich in Zukunft die optimale Therapiedauer mit Bevacizumab bestimmen lassen könnte. >>>
Welchen Nutzen bringen aktuelle Therapieoptionen den Patienten
Die Prognose von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) ist entgegen der allgemeinen Meinung im Allgemeinen gut. Vor allem die modernen Aminosalicylate besitzen einen hohen therapeutischen Stellenwert, berichtete Professor Dr. Wolfgang Kruis, Köln, bei einem Pressegespräch der Falk Foundation e.V. im Vorfeld des Internistenkongresses in Wiesbaden. Falsche Vorstellungen herrschen aber nicht nur zu den CED, sondern auch zur Stuhlinkontinenz, betonte Professor Dr. Heinz Johannes Buhr, Berlin. Die Störung ist häufiger als angenommen und hat bessere Behandlungschancen als meist vermutet. Bei der Autoimmunhepatitis setzen die Experten vor allem auf das Steroid Budesonid. >>>
Therapie von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn: eine Frage des Alters
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen können in jedem Alter auftreten. Bei 20 bis 30 Prozent der Patienten wird die Diagnose Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn noch vor dem 20. Lebensjahr, bei 15 Prozent der Patienten erst jenseits des 65. Lebensjahrs gestellt. Viele Patienten befinden sich mitten in der Familienplanung. Auf dem internationalen Falk Symposium 168 „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen in verschiedenen Altersgruppen“, zu dem sich über 1.000 Gastroenterologen aus aller Welt in Madrid trafen, wurde deutlich: Das Alter des Patienten kann nicht nur Einfluss auf Verlauf, Schweregrad und Komplikationen des Krankheitsbildes haben, sondern beeinflusst wesentlich auch die Wahl des Therapieregimes. Aufgeräumt wurde auch mit der lange gehegten Vermutung, dass Kinder auf Therapien besser ansprechen. Entscheidend für den Behandlungserfolg sind vielmehr die Dauer der Erkrankung und die Begleitmedikation.>>>
Stiftung Darmerkrankungen vergibt Stipendien an Colitis ulcerosa‐Betroffene
Bewerbungsschluss: 30. April 2009
(Hamburg) Die Stiftung Darmerkrankungen ist eine im Jahr 2007 gegründete gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, junge Menschen mit chronisch‐entzündlicher Darmerkrankung (CED) in ihrer Ausbildung zu fördern und die CED‐Grundlagenforschung dauerhaft zu sichern. Im Jahr 2009 vergibt die Stiftung im Rahmen des Programms „Lernen fürs Leben auch mit Colitis ulcerosa“ zehn Stipendien jeweils in Höhe von bis zu 10.000 Euro an von Colitis ulcerosa – chronischer Dickdarmentzündung – betroffene Menschen zwischen 18 und 40 Jahren.>>>
Außergewöhnliches Kochbuch bringt neue Freude am Genießen
Aus Angst davor, das Falsche zu essen und damit eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes hervorzurufen, hat sich bei vielen Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Eintönigkeit in den Küchenalltag eingeschlichen. Um diesen Patienten die Freude am Kochen und Genießen in den Ernährungsalltag zurück zu bringen, hat Starkoch Holger Stromberg nun gemeinsam mit dem globalen Gesundheitsunternehmen Abbott das Buch „Kochen mit Bauchgefühl – Genießen und sich Wohlfühlen auch bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa veröffentlicht“.>>>
+++ Darmkrebs-Früherkennung nutzen! +++ Deutsche Krebshilfe gibt wichtige Informationen zum Thema Bonn (jt) – Die Deutsche Krebshilfe möchte verstärkt dazu beitragen, Menschen die Angst vor Darmkrebs und vor der Darmkrebs-Früherkennung zu nehmen. Anlässlich des Darmkrebsmonats März informiert die gemeinnützige Organisation über die Entstehung dieser Krebsform, ihre Symptome und die Früherkennung mittels Darmspiegelung. Wenn mehr Menschen die Chance der Früherkennung nutzen, kann viel Leid vermieden werden“, so Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe.>>>
+++ Das Reizdarmsyndrom (RDS) +++ Mindestens 12 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter dem Reizdarmsyndrom (RDS). Das bedeutet, jeder siebte Deutsche ist betroffen. Frauen leiden ungefähr doppelt so häufig wie Männer. Einerseits führt man das auf den Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone auf die Darmsymptomatik zurück andererseits kann es aber auch daran liegen, dass Frauen eher den Arzt aufsuchen und damit die Diagnose häufiger gestellt wird. Typischerweise treten die ersten Symptome im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf. 90 % der Betroffenen sind unter 50, jeder 2. ist sogar unter 35 Jahre alt. Experten gehen sogar von einer weit höheren Zahl aus.>>>
+++ Behandlung der Remission bei Morbus Crohn +++ Adalimumab induziert Remission bei Morbus Crohn auch nach Infliximab-Versagen. Eine begleitende Gabe von Kortikosteroiden oder Immunsuppressiva verbessert die Remissionsrate geringfügig. Die Daten der CARE-Studie, die auf der diesjährigen United European Gastroenterology Week in Wien vorgestellt wurden, zeigen, dass der TNF-α-Inhibitor Adalimumab (Humira® ) nicht nur bei therapienaiven Patienten mit mittel- bis schwergradig aktivem Morbus Crohn eine Remission bewirkt, sondern auch bei Patienten, die zuvor bereits erfolglos mit dem TNF-α-Inhibitor Infliximab behandelt worden waren. Ergebnisse demonstrieren zudem, dass die Remissionsraten von Patienten, die bereits unter einer Therapie mit Kortikosteroiden oder Immunsuppressiva in die Studie eintraten, nur geringfügig besser waren. >>>
+++ Behandlung der Colitis Ulcerosa +++ Mezavant (MMX® Mesalazin) ab sofort auch als N3 mit 120 Tabletten pro Packung erhältlich Köln, 05.01.2009. Mezavant® 1.200 mg magensaftresistente Retardtablette steht ab dem 1. Januar 2009 auch als N3 mit 120 Tabletten pro Packung zur Verfügung. Neben einer guten Wirksamkeit in der Akuttherapie hat Mezavant® mit patentierter MMX® -Technologie (Multi Matrix System) auch Erfolge in der Langzeit-Remissionserhaltung. Einen entscheidenden Beitrag zur überzeugenden Langzeiteffizienz dürfte die einmal tägliche Einnahme (2-4 Tabletten) von Mezavant® leisten, die die Therapietreue der Patienten auch in beschwerde-freien Zeiten unterstützt.>>>
+++ Zweitlinien-Therapie bei GIST +++ Sunitinib: Ein Standard in der Zweitlinien-Therapie bei GIST nach Imatinib-Versagen oder –Unverträglichkeit. In ihren aktualisierten Leitlinien empfehlen die European Society of Medical Oncology (ES MO) und das National Comprehensive Cancer Network (NCCN), Sunitinib (Sutent®) bei Patienten mit fortgeschrittenen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) einzusetzen, die gegen Imatinib resistent sind oder Imatinib nicht vertragen. Eine Grundlage für diese Empfehlung sind die seit diesem Jahr vorliegenden Daten zum Gesamtüberleben (median overall survivall / OS) unter Sunitinib: Nach einer statistischen Überlebens-Analyse der Zulassungsstudie mit der Rank-Preserving-Structural Failure Time Methode, kurz RPSFT-Methode, zeigte sich, dass Sunitinib das Gesamtüberleben gegenüber Plazebo in der GIST-Therapie nach Imatinibversagen oder -unverträglichkeit verdoppelt. >>>
+++ Bevölkerung zur Darmkrebsvorsorge – eine Studie verblüfft +++ „Aktueller Wissensstand der Bevölkerung zur Darmkrebsvorsorge“ Das Kolorektalkarzinom ist die Krebsart mit der höchsten Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr. In Deutschland erkranken jährlich 71.400 Menschen neu an Darmkrebs. Unbehandelt führt das Kolorektalkarzinom in den meisten Fällen innerhalb von 12 Monaten zum Tod. Allein in Deutschland sterben jährlich 28.900 Betroffene daran, das sind etwa 40% der Neuerkrankten. „Aktueller Wissensstand der Bevölkerung zur Darmkrebsvorsorge“, das war das Thema einer Pressekonferenz der Stiftung LebensBlicke in Berlin. Dr. Dirk Wuppermann, Vorsitzender des Fördervereins der Stiftung LebensBlicke e.V., stellte die Ergebnisse einer repräsentativen Allensbach-Umfrage vor. >>>
+++ Therapie der Colitis ulcerosa in Akut- und Remissionsphase +++ Hohe Therapietreue schützt vor Rückfall und senkt das Karzinomrisiko um 50% Die Fortschritte in der Therapie der Colitis ulcerosa standen im Mittelpunkt des Interesses auf dem Symposium „Diagnostische und therapeutische Herausforderungen bei Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen (CED) – neue Probleme, neue Lösungen“ im Rahmen der 63. Tagung der Deutschen DGVS in Berlin. Wie die Experten unter dem Vorsitz von Prof. Stefan Schreiber, Kiel, erläuterten, gewinnt der bewährte Wirkstoff Mesalazin durch eine innovative Formulierung neue Bedeutung: Die Multi Matrix-Technologie (MMX®) sorgt dafür, dass der Wirkstoff verzögert und verlängert im Dickdarm freigesetzt wird. Die einmal tägliche Einnahme kann bei akuter, leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa bereits nach kurzer Zeit zu einer deutlichen Besserung führen. Auch für den Erhalt einer Remission ist die einmal tägliche Einnahme ausreichend und gut verträglich. Das einfache Therapieregime kann die Compliance erhöhen und senkt damit gleichzeitig das Risiko der Karzinomentstehung um 50 %, so die Schlussfolgerung der Referenten.>>>
+++ Versorgung von Patienten mit CED in Deutschland – Wo stehen wir? +++ In Deutschland gibt es etwa 320.000 CED-Patienten, etwa jeweils zur Hälfte Morbus Crohn- und Colitis ulcerosa-Patienten. Etwa 35 % werden davon im gastroenterologischen und fachinternistischen Versorgungsbereich behandelt. Demgegenüber befinden sich über 50 % dieser Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) in der Behandlung von Allgemeinärzten oder Allgemeininternisten. Hier wäre es anzustreben, zumindest diese Patienten konsiliarisch an ein gastroenterologisches Zentrum mit einem CED-Schwerpunkt anzubinden.>>>
Die Broschüre behandelt u. a. Fragen nach Entstehung, Beschwerden, Diagnosestellung, Behandlungsmöglichkeiten, Ernährung, Komplikationen, Sexualleben u.v.m. Neben interessanten und hilfreichen Hintergrundinformationen beinhaltet diese auch wichtige Adressen von Selbsthilfe-Gruppen. >>>
Das Mesalazin-Retardgranulat Salofalk® Granu-Stix® vereinfacht für Patienten mit akuter Colitis ulcerosa die orale Therapie.
Studien zufolge reicht es aus, dass Patienten den Wirkstoff Mesalazin nur einmal täglich in einer Dosierung von drei Gramm als Retard-granulat einnehmen, anstatt wie bisher üblich dreimal täglich in der Dosierung von einem Gramm. In der Therapie der Colitis ulcerosa werden sowohl in der Akuttherapie des Schubes als auch in der Langzeittherapie zur Remissionserhaltung Aminosalizylate (5-Aminosalizylsäure, Mesalazin) eingesetzt. Bislang galt die Regel den Betroffenen die Medikamente in geteilten Dosen vor oder zu jeder Mahlzeit zu verabreichen, für dessen Vorgehen es keine Gründe gibt. Ganz entscheidend für die Wirksamkeit jeder Therapie ist die Akzeptanz durch den Patienten, betonte Professor Dr. med. Wolfgang Kruis, Ärztlicher Direktor des Evangelischen Krankenhauses Köln.>>>
+++ Nachruf Dr. Dr. Herbert Falk +++ Er verstarb im Alter von 84 Jahren am 8. August 2008 in seiner Heimatstadt Freiburg Unermüdliche Tatkraft, Pioniergeist und unternehmerisches Denken – und vor allem sein außerordentliches Engagement im Bereich der Gastroenterologie und Hepatologie sind Merkmale und Eigenschaften, die das Leben von Dr. Dr. Herbert Falk ausgezeichnet haben. Ein wichtiger Meilenstein im beruflichen Leben von Dr. Dr. Herbert Falk war die 1. Falk Leberwoche im Jahre 1967, der nahezu 200 wissenschaftliche internationale Symposien folgen sollten, neben zahlreichen Workshops, gastroenterologischen Foren und ärztlichen Fortbildungsveranstaltungen, die von der von Dr. Dr. Herbert Falk ins Leben gerufenen Falk Foundation e.V. initiiert, organisiert und finanziert wurden.>>>
+++ Tripeltherapie – Behandlungsalltag mit Helicobacter pylori+++ Dreifachkombination: Mit dem PAC-Schema Compliance und Therapieerfolg sichern Weltweit sind etwa 50% der Bevölkerung mit Helicobacter pylori infiziert, in Europa etwa jeder Dritte. Die Eradikation des pathogenen Magenkeims Helicobacter pylori (H.p.) ist bei einer Vielzahl von Indikationen längst fest etabliert. Für die First-Line-Therapie wird aufgrund der Resistenzsituation in Deutschland nach wie vor die Dreifachkombination aus Protonenpumpeninhibitor (PPI), Amoxicillin und Clarithromycin (PAC-Schema) empfohlen. Damit lassen sich mehr als 90% der Patienten wirksam behandeln. Mit Compliancefördernden Maßnahmen stimmt auch die Wirtschaftlichkeit. In einem Praxisworkshop gaben die Gastroenterologen Dr. Stephan Haaß und PD Dr. Nicolas Hoepffner Einblicke in den Behandlungsalltag.>>>
Randomisierte Phase-III-Studie vergleicht die Präoperative Strahlentherapie mit der Radiochemotherapiebeim lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinom
Die Radiochemotherapie gilt beim lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinom als Standardbehandlung, obwohl es kaum wissenschaftliche Evidenz gibt, dass der Zusatz einer Chemotherapie Vorteile bringt. Eine norwegisch-schwedische Arbeitsgruppe unter Morten Brændengen von der Universität in Oslo konnte zeigen, dass eine zusätzliche präoperative Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Radiatio tatsächlich besser abschneidet. >>>
+++ Prophylaktische Eradikation verhindert metachrone Magenkarzinom +++ Helicobacter pylori erhöht das Risiko für ein Magenkarzinom und wird deshalb von der WHO als Klasse I Karzinogen eingestuft. Die Japan Gast Study Group unter Federführung von K. Fukase konnte nun zeigen, dass bei Patienten, die sich einer endoskopischen Resektion eines Magenfrühkarzinom unterzogen hatten, eine prophylaktische Eradikation das Risiko für nachfolgende metachrone Magen-Karzinome senken kann. An der Multi-Centerstudie nahmen 544 Patienten mit einem Magenfrühkarzinom und aktiver Helicobacter-Infektion teil, die sich entweder einer endoskopischen Resektion unterzogen hatten, oder bei denen ein solcher Eingriff geplant war.The Lancet 2008;372:392-397>>>
+++ Behandlung gastrointestinaler Tumoren +++ Xeloda® ist ein neuer Fluoropyrimidin-Standard in der Behandlung gastrointestinaler Tumoren Dem oralen Fluoropyrimidin Xeloda® (Capecitabin) wurde in mehreren randomisierten Studien zum metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) sowie in zwei Metaanalysen die mindestens gleichwertige Wirksamkeit im Vergleich zu 5-FU/FS bestätigt. „Es gibt keine weiteren Fragen“, postulierte Prof. Eduardo Díaz-Rubio, Madrid, auf dem 10. World Congress on Gastrointestinal Cancer (WCGC) in Barcelona, „Capecitabin ist der neue Fluoropyrimidin-Standard in der Behandlung gastrointestinaler Tumoren.“ XELOX ist in der Behandlung des mCRC äquivalent zu FOLFOX. Die Nichtunterlegenheit von XELOX gegenüber FOLFOX, mit und ohne zusätzliche Gabe von Avastin® (Bevacizumab) wurde in den beiden großen, internationalen Phase-III-Zulassungs-studien, NO16966 (First-Line-Therapie) und NO16967 (Second-Line-Therapie), bewiesen. >>>
+++ Therapie mit TNF-Blockern bei Kindern und Jugendlichen +++ Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen nach Einsatz mit TNF-Blockern Early Communication About an Ongoing Safety Review of Tumor Necrosis Factor (TNF) Blockers. Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA überprüft derzeit 30 Fälle von Lymphomen und weiteren Krebserkrankungen, die bei Kindern und Jugendlichen nach dem Einsatz der Medikamente Remicade®, Enbrel®, Humira® und Cimzia® (in Deutschland als Pegol® vor der Zulassung) aufgetreten sind. Diese Medikamente enthalten Wirkstoffe gegen den Tumornekrosefaktor (TNF) alpha, einem wichtigen Zytokin der Immunabwehr. Sie werden bei Kindern und Jugendlichen zur Behandlung der juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA), dem Morbus Crohn und anderen Erkrankungen eingesetzt, in deren Pathogenese eine Überreaktion der Immunabwehr eine Rolle spielt.>>>
+++ Therapie der Divertikulitis +++ Mesalazin statt Antibiotika oder Operation? Bei der Divertikulitis besteht noch erheblicher Forschungsbedarf, denn die gängigen Therapiemaßnahmen – von der Nahrungskarenz bis hin zur Antibiotikatherapie und zur Operation – sind wissenschaftlich nicht in prospektiven Studien untersucht. Speziell bei leichteren Verlaufsformen kann offenbar ebenso effektiv mit Mesalazin behandelt werden. Darauf hat Professor Dr. Wolfgang Kruis, Köln, beim 164. Falk Symposium in Budapest aufmerksam gemacht.>>>
+++ Autoimmunhepatitis +++ Budesonid ist effektiver als Prednison Bei der Autoimmunhepatitis (AIH) ist die Behandlung mit Budesonid in Kombination mit Azathioprin effektiver als die bisher übliche Therapie mit Prednison plus Azathioprin. Sie verursacht gleichzeitig signifikant weniger Steroid-typische Nebenwirkungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Doppelblindstudie, die Prof. Dr. Michael Manns, Hannover, in einer Late-Breaking Session bei der 43. Jahrestagung der EASL in Mailand präsentierte.>>>
+++ Pädiater-Forum Gastroenterologie 2008 +++ Diagnostik und Therapie häufiger Erkrankungen im Kindesalter Bauchschmerzen, Durchfälle und Obstipation bei Kindern – was sollten Ärzte differentialdiagnostisch in Erwägung ziehen und welche Therapieansätze sind die sinnvollsten? Darüber referierten Experten beim von der Falk Foundation e.V. unterstützten „Pädiater-Forum Gastroenterologie 2008“ in Essen. Der Durchfall ist ein typisches gastrointestinales Leitsymptom für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED), sagte Dr. Stephan Buderus, Bonn. Das anfängliche Beschwerdebild kann mit einer Salmonellose verwechselt werden, selten liegen auch beide Erkrankungen gleichzeitig vor. >>>
+++ Pädiater-Forum Gastroenterologie 2008 +++ Unklare Transaminasenerhöhungen bei älteren Kindern Die Ursachen für Transaminasenerhöhungen und den damit verbundenen Lebererkrankungen hängen vom Alter ab. Zu den häufigsten Gründen bei Kindern und Jugendlichen gehören unter anderem Virusinfektionen und Übergewicht. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass eine Lebererkrankung mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung assoziiert sein kann. >>>
+++ Aktualisierte S3-Leitlinie der DGVS bei Helicobacter-pylori-Infektion +++ Eradikationsstrategien für den Praxisalltag in Deutschland Die europäischen Maastricht-Leitlinien zur Eradikation von Helicobacter pylori lassen sich nicht eins zu eins in den deutschen Praxisalltag übertragen. Mit Spannung erwartet wird deshalb die S3-Leitlinie der DGVS zu diesem Thema. >>> +++ Die Compliance in der Therapie der Colitis ulcerosa +++ Mesalazin – Gute Ergebnisse in Akuttherapie und Remissionserhalt Die Behandlung der Colitis ulcerosa ist jetzt noch einfacher. Mit Mezavant® steht die erste Mesalazin-Tablette für die tägliche Einmalgabe (2-4 Tabletten) zur Verfügung. Neben einer guten Wirksamkeit in der Akuttherapie hat Mesalazin auch Vorteile in der Langzeit-Remissionserhaltung, so die Ergebnisse aktueller Studien. Einen entscheidenden Beitrag zur überzeugenden Langzeiteffizienz dürfte die tägliche Einmalgabe (2-4 Tabletten) vom Mezavant® leisten, die die Therapietreue der Patienten auch in beschwerdefreien Zeiten unterstützt. Dies ist das Fazit eines Satellitensymposiums anlässlich des 3rd Congress of ECCO - the European Crohn's and Colitis Organization „Inflammatory Bowel Diseases 2008“ in Lyon/Frankreich, der vom 28.02.-01.03. stattfand. >>>
+++ Gastroenterologie und Hepatologie in der täglichen Praxis +++ Stellenwert neuer Therapiekonzepte Leber und Darm stehen alljährlich im Mittelpunkt der Symposien der Falk Foundation e.V., die im Vorfeld des Internistenkongresses stattfinden, mit spannenden Themen, wie etwa den mikroskopischen Kolitiden, die gerade bei älteren Menschen schwere, chronische Diarrhöen auslösen können. Sie sollten nicht übersehen werden, da sie sich mit Budesonid sehr wirksam behandeln lassen. In der Therapie der Colitis ulcerosa gilt Mesalazin als etablierter Wirkstoff. Neu: Die entzündungshemmende Effektivität lässt sich noch steigern, wenn die empfohlene Dosis von drei Gramm pro Tag als tägliche Einmalgabe appliziert wird.>>>
+++ Der Test auf Hepatitis ist für mich sehr wichtig +++ Deutsche Leberstiftung und Deutscher Olympische Sportbund schützen vor Hepatitis-Virusinfektionen – Hochspringer Eike Onnen ging in der MHH mit gutem Beispiel voran. Anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Peking werden neben der Deutschen Olympiamannschaft auch viele sportbegeisterte Deutsche in diesem Jahr nach China reisen. Was vielen nicht bekannt ist: In China ist die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus eine der häufigsten Erkrankungen. Etwa 60 % der Bevölkerung haben eine Vorgeschichte mit einer Hepatitis B-Virusinfektion, 10 % der Menschen sind chronisch mit dem Hepatitis B-Virus infiziert. Dementsprechend stellt der Leberkrebs eine der häufigsten Todesursachen in China dar.>>>
+++ NASH, Leberzirrhose und Leberkrebs +++ Adipositas - auch ein Risikofaktor für Lebererkrankungen Adipöse Menschen haben nicht nur ein hohes Risiko für Gelenkerkrankungen und kardio-vaskuläre Komplikationen. Mit dem Gewicht steigt auch die Gefahr, eine Lebererkrankung zu entwickeln. Enge Assoziationen werden vor allem zu NASH, der nicht alkoholischen Steatohepatitis, gesehen, wie bei der von der Falk Foundation e.V. unterstützten XII. Gastroenterologie-Seminarwoche in Titisee betont wurde. NASH kann in eine Leberzirrhose, aber auch in ein hepatozelluläres Karzinom übergehen. >>>
+++ Autoimmunhepatitis und primär biliäre Zirrhose +++ Die medikamentöse Therapie bessert nachhaltig den natürlichen Verlauf Autoimmunerkrankungen der Leber gehen mit einer nicht unerheblichen Mortalität einher, wenn nicht eine adäquate medikamentöse Behandlung erfolgt. Das gilt insbesondere für die Autoimmunhepatitis (AIH), aber auch für cholestatische Lebererkrankungen wie die primär biliäre Zirrhose (PBC). Eine konsequente medikamentöse Behandlung bessert den natürlichen Verlauf der beiden Krankheitsbilder erheblich. >>>