+++ Chronische Schmerzen +++ Bei internistischen Patienten auf effiziente Schmerztherapie achten. 21. Mai 2012 – In der internistischen Praxis sind die unterschiedlichsten Patientengruppen zu finden. Bei der Behandlung der verschiedenen Grunderkrankungen sollte das Thema Schmerzlinderung nicht außer Acht gelassen werden. Gehen doch viele Krankheitsbilder mit starken Schmerzen einher. Diese beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten erheblich. Hier ist eine gründliche Schmerzdiagnostik gefragt, um zugrunde liegende Schmerzmechanismen zu erkennen.
Ein Wirkstoff, der sowohl bei nozizeptiven als auch bei neuropathischen und gemischten Schmerzen wie z. B. Tumorschmerzen effizient eingesetzt werden kann, ist Tapentadol (Palexia® retard). Nicht jeder Schmerz, unter dem Tumorpatienten leiden, ist auch ein Tumorschmerz. Die meisten Tumorpatienten haben gleichzeitig mehrere Schmerzursachen, von denen der Schmerztherapeut eine möglichst zutreffende Vorstellung haben sollte. Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten so weit wie möglich aufrecht zu erhalten, eine effektive Analgesie trägt dazu bei. >>>
+++ Schmerzhafte diabetische Polyneuropathie (DPNP) +++ Therapieziele: Weniger Schmerz, mehr Aktivität - Die Rolle von Duloxetin als Analgetikum zur Behandlung der DPNP. 5. Mai 2012 – Schmerzen, Dysästhesien und Allodynien zählen zu den wichtigsten Symptomen einer schmerzhaften diabetischen Polyneuro-pathie und können die Alltagsfunktionen und die Lebensqualität der betroffenen Patienten erheblich beeinträchtigen. Von einer effektiven Schmerztherapie erwarten die betroffenen Patienten daher über eine Schmerzreduktion hinaus, dass sie ihre gewohnten Aktivitäten und ihr Gehvermögen wieder zurückgewinnen. Auch die aktuelle Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) zur diabetischen Neuropathie hat diese Wünsche als Therapieziele berücksichtigt. Um dies zu erreichen, wird Duloxetin als ein Mittel der ersten Wahl empfohlen. Der duale Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) kann zur effektiven und anhaltenden Schmerzreduktion und zu einer Verbesserung der funktionellen Störungen und Alltagsaktivitäten führen. Aktuelle Daten aus einer direkten Vergleichsstudie zeigen zudem, dass Duloxetin in seiner analgetischen Wirksamkeit mit der von Pregabalin vergleichbar ist. >>>
+++ Wundbehandlung +++ Moderne Konzeption in der Versorgung akuter und chronischer Wunden. 2. Mai 2012 – Die Therapie akuter und chronischer Wunden ist häufig mit großen Herausforderungen verbunden, die sowohl medizinischer, als auch pflegerischer Natur sind. Als erschwerender Faktor chronischer Wunden kommt hinzu, dass überwiegend ältere Menschen mit vorliegender Komorbidität häufig von Problemwunden belastet sind. Die Behandlung chronischer Wunden erfordert deshalb ein gezieltes Therapieregime mit den individuell geeigneten Wundversorgungsprodukten.
Mit UrgoTül Ag Lite Border und UrgoCell Ag Border bringt URGO zwei neue silberhaltige Wundverbände für die Therapie von Wunden mit dem Risiko oder Anzeichen einer lokalen Infektion auf den Markt. Mit den beiden neuen Produkten kann die keimhemmende Lokaltherapie nun optimal an verschiedene Wundcharakteristika angepasst werden. >>>
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012
+++ Entzündungsbedingte Schmerzen +++ Die Entzündung stoppen heißt den Schmerz stoppen. 18. April 2012 – Eine besondere Herausforderung in der Schmerztherapie ist die adäquate Behandlung der ausgeprägten Schmerz-symptomatik von Entzündungsschmerzen bei Arthrose und rheumatoider Arthritis. Seit der Entwicklung Azetylsalizylsäurehaltiger Fertigarzneimittel Ende des 19. Jahrhunderts gehört die medikamentöse Therapie entzündungsbedingter Schmerzen mit antipyretisch/ antiphlogistischen Analgetika zum Standardrepertoire anlagetischer Pharmakotherapien. Durch die Einführung der Cox-2-selektiven nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) Ende des 20. Jahrhunderts haben diese Schmerztherapien eine entscheidende Weiterentwicklung erfahren. Zugleich hat sich damit auch das Wissen um traditionelle und neue Einsatzgebiete, um Wirkweisen, Verträglichkeiten und um die Sicherheit der Anwendungen selektiver wie unselektiver NSAR enorm erweitert. In zahlreichen kontrollierten Studien wurden tradierte empirische Annahmen in Frage gestellt und haben sich entweder bestätigt oder wurden widerlegt. Was blieb ist die Erkenntnis, dass auch (und gerade) bei den scheinbar so einfachen Therapien ... >>>
+++ Leitlinien vs. Verordnungsdruck +++ In der Opioidtherapie sollte Patientenwohl im Vordergrund stehen. 11. April 2012 – Bei der Therapie starker, chronischer Schmerzen sollte immer das Patientenwohl im Vordergrund stehen. Besonders bei der Verordnung starker Opioide sei dies zu beachten,. Zahlreiche gut eingestellte Schmerzpatienten reagieren auf einen nicht-medizinisch indizierten Opioidwechsel mit vermehrten Schmerzen oder Nebenwirkungen. So lautet das Fazit der drei Referenten des Symposiums „Leit-liniengerechte Schmerztherapie vs. Verordnungsdruck“ im Rahmen des 23. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativ-Kongresses. Professor Dr. Gerd Mikus vom Universitätsklinikum Heidelberg kritisiert , dass nach wie vor Morphin oftmals als Mittel der ersten Wahl bezeichnet würde. „Es gibt gute Alternativen zu Morphin unter den stark wirksamen Opioiden, die je nach Symptomlage und individuellem Wirkungs- und Nebenwirkungsprofil wesentlich vorteilhafter als Morphin sind“, stellt der klinische Pharmakologe fest. Der Wirkstoff habe einige ungünstige pharmakologische Eigenschaften, welche die Gesundheit des Patienten gefährden könnten. Besser geeignet seien zum Beispiel Substanzen wie... >>>
+++ UAW-News International +++ Unkritische Anwendung von Fentanylpflastern erhöht das Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen! Berlin, 11. April 2012 – Bei richtiger Anwendung sind Fentanylpflaster wirksame und sichere Schmerzmittel. Auch in Deutschland sind Fentanylpflaster zum stark wirksamen Opioid der ersten Wahl geworden. Bei Verordnung und Umgang werden jedoch Empfehlungen für eine sichere Anwendung nicht immer beachtet: So werden Fentanylpflaster häufig bei opioidnaiven Patienten eingesetzt und durch die Verordnung von zu hohen Dosierungen bei Therapiebeginn können vor allem ältere und multimorbide Patienten gefährdet werden.
Trotz Kontraindikation werden Fentanylpflaster auch beiakuten Schmerzen verordnet, und nur bei einem Viertel der Patienten liegen Erkrankungen vor, die z. B. wegen Schluckstörungen eine transdermale Schmerzmittelgabe erforderlich machen. Dies zeigt eine Untersuchung von Krankenversicherungsdaten aus den Jahren 2004 bis 2006. Auch die FDA weist darauf hin, dass Fentanylpflaster entsprechend der US-Zulassung nur bei opioidtoleranten Patienten eingesetzt werden sollen. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Neue Kontraindikationen für Strontiumranelat (Protelos®)! Berlin, 10. April 2012 – Strontiumranelat ist zugelassen zur Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen, um das Risiko von Wirbelsäulen- und Hüftfrakturen zu reduzieren.
Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief, dass Strontiumranelat jetzt kontraindiziert ist bei Patientinnen mit akuten venösen Thromboembolien (VTE) oder VTE in der Vorgeschichte, einschließlich tiefer Venenthrombose und Lungenembolie. Darüber hinaus soll es nicht angewendet werden bei vorübergehender oder dauerhafter Immobilisierung, zum Beispiel aufgrund von postoperativer oder sonstiger längerer Bettruhe.
Bei Patientinnen über 80 Jahren mit Risiko für VTE soll Strontiumranelat nur mit Vorsicht angewendet werden!>>>
+++ COPD und Komorbiditäten +++ Studien untersuchen den Einfluss von Roflumilast auf Komorbiditäten bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD. 10. April 2012 – Patienten mit COPD leiden häufig gleichzeitig auch an Komorbiditäten, die Einfluss auf Lebensqualität und Lebenserwartung haben. Besonders oft treten in diesem Zusammenhang kardiovaskuläre Erkrankungen oder auch Krebsleiden auf. Schätzungen zufolge ist ein Drittel der Patienten von einer Form der Herzinsuffizienz betroffen.
Ein möglicher Grund ist die von der Lunge ausgehende Entzündung, die auf weitere Organe wie z. B. das Herz übergreifen kann. Mit dem Phosphodiesterase-4-Hemmer Roflumilast steht ein Wirkstoff zur Verfügung, der gegen die COPD-spezifische Entzündung wirkt und darüber hinaus positiven Einfluss auf Komorbiditäten haben kann. Dieser Zusammenhang wird weiter in Studien untersucht, wie Experten bei einem Symposium im Rahmen des 53. Kongresses der DGP berichteten. >>>
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012
+++ Schmerz im Alter +++ Schmerzfrei und autonom leben: Schonende Behandlungsoption für ältere Patienten. 28. März 2012 – Eine suffiziente Schmerztherapie gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der modernen Medizin. Insbesondere alte oder bereits hochbetagte, oft multimorbide Menschen leiden unter chronischen Schmerzen unterschiedlicher Genese. Aufgrund der dann zumeist notwendigen Multimedikation bietet sich bei diesen Patienten zur Schmerzbehandlung eine transdermale Therapie geradezu an, um schmerzbedingte Beeinträch-tigungen zu reduzieren und die Fähigkeit zur Selbstversorgung und sozialen Kontaktpflege so gut wie möglich zu erhalten.
Das transdermale buprenorphinhaltige 7-Tage-Pflaster Norspan® lindert chronische Schmerzen effektiv und ermöglicht somit den Betroffenen eine Rückkehr in ein aktiveres Leben. Ebenso hilft es die Selbstständigkeit alter Schmerzpatienten möglichst lange zu erhalten.>>>
+++ Pneumokokken +++ Stiko empfiehlt: Standard-Impfung gegen Pneumokokken ab 60 Jahren. 27. März 2012 – In ihrer aktuellen Mitteilung bekräftigt die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre geltende Empfehlung, alle Personen ab 60 Jahren einmalig mit einem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff zu impfen. Als solcher steht in Deutschland der Impfstoff Pneumovax® 23 zur Verfügung. Aufgrund der STIKO-Empfehlung kann er problemlos außerbudgetär über die Kranken-kassen abgerechnet werden. Pneumovax®23 umfasst 23 der verschiedenen Pneumokokken-Serotypen und deckt damit nach aktuellen Ergebnissen des Nationalen Referenzzentrums für Streptokokken (NRZS) etwa 82 Prozent der Pneumokokken-Typen ab, die schwere, invasive Erkrankungen verursachen. Einer Umfrage aus dem Jahr 2011 zufolge sind nur etwa 23 Prozent der ab 60-Jährigen gegen Pneumokokken-Erkrankungen geimpft. Doch gerade Ältere sind besonders gefährdet und sollten deshalb aktiv auf die Impfung angesprochen werden. >>>
+++ Leben! – trotz Krebs +++ Lebensperspektiven dank Angiogenesehemmung. 22. März 2012. „Kein Stein liegt mehr auf dem anderen. Es ist, als hätte ein Seelenbeben von uns Besitz genommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Ursula Goldmann-Posch, Gründerin und Vorstandsmitglied von mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V., ihre Empfindungen nach der Diagnose Krebs. Jahr für Jahr erleben allein in Deutschland fast eine halbe Million Menschen Ähnliches. Dank einer zielgerichteten Therapie hat Ursula Goldmann-Posch ihre schwere Erkrankung wie viele andere Betroffene überlebt. Maßgeblich ermöglicht werden diese Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten durch die Entwicklung neuer, zielgerichteter Medikamente, wie zum Beispiel Bevacizumab (Avastin®). Der Angiogenesehemmer, der sich gezielt gegen das Wachstum des Tumors richtet, hat die onkologische Therapie-landschaft in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderes Medikament verändert. Doch wie genau definiert sich der Nutzen der anti- angiogenen Therapie für den Patienten? Und welche Erwartungen kann und muss eine moderne Krebstherapie heute erfüllen? >>>
+++ ZNS Dialoge 2012 +++ Morbus Parkinson: Rotigotin verbessert motorische und nicht-motorische Symptome 13. Februar 2012 – München, die Behandlung der Parkinson-Erkrankung kann noch deutlich verbessert werden. Motorische Komplikationen und nicht-motorische Begleiterscheinungen wie zum Beispiel Schlafstörungen, Schmerzen und Stimmung beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten und erschweren deren Therapie. Rotigotin transdermales System führt bei einmal täglicher Applikation zu über 24 Stunden anhaltenden, stabilen Plasma-spiegeln und verbessert die motorischen und nichtmotorischen Symptome des Morbus Parkinson einschließlich des Schlafes, schmerzhafter Beschwerden und der Anhedonie. Die positiven Ergebnisse, die mit dem Rotigotin-Pflaster in der RECOVER Studie gezeigt werden konnten, sowie nützliche Strategien zur Optimierung der Parkinson-Therapie standen im Fokus der zweitägigen Fortbildungsveranstaltung. >>>
+++ AMD, DMÖ und RVV +++ Ein Arzneimittel zur Therapie von drei Netzhauterkrankungen: Ranibizumab 9. Februar 2012 – Morgens selbst die Zeitung zu lesen, Münzgeld passend zurückzugeben, wieder arbeiten zu können, weil das räumliche Sehen zurückgekommen ist, oder weiterhin Zuhause leben zu können, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein: Alltäg-liches, das für Patienten, deren Sehkraft von einer Erkrankung der Netzhaut bedroht ist, nicht selbstverständlich ist. Denn noch vor fünf Jahren gab es für Patienten, die beispielsweise an einer feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) erkrankt waren, keine Therapieoption, die den schrittweisen Verlust des Sehvermögens verbessern konnte.
Dies hat sich mit der Zulassung von Lucentis® (Ranibizumab) im Januar 2007 geändert: Denn „heute“, berichtet PD Dr. Mathias Maier, Klinikum rechts der Isar an der TU München, „können wir mit der antiangiogenetischen Therapie mit VEGF-Inhibitoren Betroffenen helfen, die wir früher unbehandelt nach Hause schicken mussten.“ >>>
+++ Altersgerechtes Schmerzmanagement +++ Die richtige Analgesie steigert seelisches und soziales Wohlbefinden 8. Februar 2012 – Selbstständigkeit im Alter ist eine große Voraussetzung für eine gute Lebensqualität. Schmerzpatienten sind in ihrer Mobilität oft sehr eingeschränkt, viele betagte und hochbetagte Patienten nicht ausreichend analgetisch versorgt. Soziale Isolation, Schlafstörungen, Ängste, Depressionen und auch kognitive Einschränkungen können die Folgen sein. Das Erkennen von Schmerzen ist hierdurch oft erschwert und die Wahl einer adäquaten Therapie stellt für Ärzte eine große Herausforderung dar.
Die Multimorbidität ist ein zentrales Problem beim älteren Schmerzpatienten. Sie erschwert als ständig vorhandener Einfluss auf die Körper-funktionen des geriatrischen Patienten einerseits die Diagnostik und andererseits die therapeutischen Möglichkeiten. Sie mindert die Belast-barkeit und Stabilität des Patienten nachhaltig. >>>
+++ Erhöhter Blutzucker in Kliniken oft unerkannt +++ Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert besseres Diabetes-Management im Krankenhaus 7. Februar 2012 – Berlin, Krankenhausaufenthalte sind für Menschen mit Diabetes mellitus mit erhöhten Risiken verbunden. Doch in vielen Fällen weiß weder der Patient von seiner Erkrankung, noch erkennt der Arzt sie. Entgleist der Blutzucker, kann dies schnell lebensbedrohlich werden.
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft setzt sich deshalb für systematische Blutzucker-Tests bei stationärer Aufnahme ein. Mit einem solchen Screening und einem gezielten Diabetes-Management könnten die Behandlung von Menschen mit Diabetes verbessert und zugleich Kosten eingespart werden. Mit etwa sieben Millionen bekannten Erkrankungen in Deutschland und einer Dunkelziffer von weiteren zwei bis drei Millionen gehört Diabetes mellitus zu den größten Volkskrankheiten. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu, zwischen 20 und 30 Prozent sind betroffen. Da zudem überwiegend ältere Menschen im Krankenhaus liegen, ist der Anteil der Diabetiker im Krankenhaus entsprechend hoch. >>>
+++ Demenz +++ Frühstadium bei Männern häufiger - Ursache für Unterschied zwischen Geschlechtern noch unbekannt 30. Januar 2012 – Scottsdale, obwohl mehr Frauen als Männer an einer Demenz erkranken, scheint es laut einer Studie der Mayo Clinic so zu sein, dass Männer einem höheren Risiko erster Symptome ausgesetzt sind. Es ist derzeit nicht bekannt, warum weniger Männer vollständig erkranken. Das Wissen um die dafür zugrunde liegenden Mechanismen könnte laut den Archives of Neurology ein Schlüssel im Kampf gegen diese Krankheit sein. Experten wie Marie Janson von Alzheimer's Research UK hoffen, dass es mit diesen Forschungsergebnissen möglich sein könnte, das Fortschreiten einer Demenz zu stoppen. Die Wissenschaftler beobachteten drei Jahre lang den Gesundheitszustand von fast 1.500 älteren Männern und Frauen. In diesem Zeitraum zeigten viel mehr Männer Anzeichen leichter kognitiver Störungen. 72 von je 1.000 Männern waren betroffen und 57 von 1.000 Frauen. Es wurden mehrere Faktoren berücksichtigt. Dazu gehörten Alter, Ausbildung und Familienstand. Der Unterschied zwischen Männern und Frauen blieb jedoch bestehen. >>>
+++ Hypertonie & Vorhofflimmern +++ Vor allem Risikopatienten profitieren von einer frühen Kombinationstherapie 12. Dezember 2011 – Nach wie vor besteht in der deutschen Bevölkerung eine hohe Hypertonieprävalenz. Dabei sollte heute flächen-deckend bekannt sein, dass hoher Blutdruck einer der Hauptrisikofaktoren für Schlaganfall und kardiovaskuläre Folgeerkrankungen bis hin zum Myokardinfarkt ist.
Wie wichtig vor allem für Risikopatienten das Erreichen therapeutisch angestrebter Blutdruck-Zielwerte ist, wurde in einem Symposium anlässlich des Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga in Köln diskutiert. >>>
+++ OAB +++ Wirksame Therapie der überaktiven Blase mit Trospiumchlorid 10. Dezember 2011 – Über fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Harninkontinenz. Die Betroffenen sind in ihrer Lebensqualität oft stark eingeschränkt. Sie ziehen sich aus dem sozialen Umfeld zurück, weil häufig auftretender, starker, meist nicht zu beherrschender Harndrang (auch nachts), der oft auch mit ungewolltem Harnverlust einhergeht, ihre Bewegungsfreiheit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben limitiert. Leider meiden viele der Betroffenen aus falschem Schamgefühl heraus das Gespräch mit dem Arzt, obwohl es heute gute und vor allem auch wirksame Therapien gibt. Mit zunehmendem Alter vermehrt auftretende Harnblasenfunktionsstörungen (überaktive Blase) sind für die behandelnden Ärzte eine Herausforderung. Heute stehen jedoch wirksame Therapien zur Verfügung, wobei insbesondere die einmal tägliche Gabe der retardierten Form von Trospiumchlorid gerade bei älteren Patienten unübersehbare Vorteile hat. >>>
+++ Neue Gold-Leitlinie +++ Einsatz von Roflumilast bei COPD ab Stadium III mit zwei oder mehr Exazerbationen 8. Dezember 2011 – COPD ist weiterhin ein Feld mit grossem medizinischen Handlungsbedarf. Es handelt sich hierbei um eine fort- schreitende und irreversible Lungenerkrankung, die mit Atemnot einhergeht. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch anfallartig auftretende Verschlechterungen des Gesundheitszustands. Der WHO zufolge, leiden weltweit 80 Millionen Menschen unter mittlerer bis schwerer COPD. Mehr als 3 Millionen Menschen starben 2005 an COPD. Umgerechnet war diese Erkrankung somit für 5 Prozent der weltweiten Todesfälle verantwortlich. Prognosen der WHO zufolge könnte innerhalb der nächsten 10 Jahre die Anzahl der durch COPD verursachten Todesfälle um mehr als 30 Prozent ansteigen, falls keine Umsetzung der dringenden Maßnahmen zur Verringerung der Krankheits-ursachen, dabei insbesondere des Rauchens, erfolgt. Mit den neuen Leitlinien der GOLD („Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease“) zur chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD entwickelt sich das Management dieser Erkrankung immer stärker von einer unidimensionalen Stratifizierung durch „Schweregrade“ zu einer „multivariaten Phänotypsierung“. >>>
+++ Alzheimer +++ Demenzforscher empfehlen: Frühe Intervention bereits bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen 7. Dezember 2011 – Verhaltensstörungen sind ein schwerwiegendes Problem bei Demenzerkrankungen. Sie stellen nicht nur für die Betroffenen, sondern vor allem auch für die pflegenden Angehörigen eine sehr große Belastung dar. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde zum Leitthema „Demenzen“ festgestellt: Eine Heilung ist derzeit noch nicht in Sicht. Das Versagen mehrerer unterschiedlicher experimenteller Therapiekonzepte wird u. a. darin gesehen, dass diese Interventionen allesamt viel zu spät ansetzen. Jahre bis Jahrzehnte des chronischen Krankheitsprozesses müssen vergehen und große Hirnareale bereits irreversibel geschädigt sein, wenn schließlich neuronale Kompensationsmechanismen versagen und sich das klassische Demenzsyndrom als Spätstadium der Erkrankung erstmals manifestiert. Daher rücken weltweit die Vor- und Frühstadien der Erkrankung in den Fokus des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens. >>>
+++ Versorgungsatlas Schmerz +++ Gemeinsam an den richtigen Stellen der Schmerzversorgung ansetzen Berlin – In Deutschland gibt es etwa 13 Millionen Patienten mit chronischen Schmerzen. Aber nur rund 20 Prozent der Betroffenen erhalten eine adäquate Therapie. Bis zum Projekt „Versorgungsatlas Schmerz“ war die Datenlage zur Versorgungssituation im Bereich Schmerz ungenügend. Das bisher einmalige Projekt wurde im Jahr 2008 von dem Unternehmen Grünenthal mit dem Hintergrund die Versorgungssituation von Schmerzpatienten in Deutschland abzubilden, initiiert.
Anhand von Krankenkassen-Routinedaten wurden die Schmerzpatienten in Deutschland gruppiert und die gegenwärtige Versorgungssituation analysiert. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern, AOK Niedersachsen und der DAK wurde ein entsprechendes Studiendesign aufgesetzt. Insgesamt flossen Datensätze von über sieben Millionen Versicherten beider Krankenkassen in die Untersuchung ein. Der Versorgungsatlas Schmerz beschreibt als erste Publikation die verschiedenen Schmerzarten anhand eines neuen Algorithmus sowie die damit verbundenen Versorgungsstrukturen. >>>
+++ Aktiv für ältere Patienten +++ Drei Diabetes-Projekte mit dem SilverStar ausgezeichnet Berlin, DDG Herbsttagung 2011 – Erstmals wurde der mit insgesamt 25.000 EUR dotierte SilverStar Förderpreis der BERLIN-CHEMIE AG vergeben. Den ersten Preis und damit 15.000 EUR erhielt das Theaterstück „Die Süße des Lebens“, ein gemeinsames Projekt der CURA Unternehmensgruppe und des Galli Businesstheaters.
Den zweiten Preis teilten sich zwei Projekte: das Diabetikersportprogramm „Difima – Diabetiker fit machen“ von Detlev Kraft in Kooperation mit dem Sportstudionetzwerk INLINE und „DiaKoPf – Diabetologische Kompetenz in Pflegeein-richtungen“ der Sana Klinik Oldenburg. Sie erhielten je 5.000 EUR Preisgeld. Insgesamt 43 Initiativen, Selbsthilfegruppen, Kliniken und Praxen reichten ihre Projekte für den Silver Star Förderpreis ein. Der Preis soll von nun an jährlich an Projekte und Initiativen vergeben werden, die älter werdenden Patienten mit Diabetes eine bessere Lebensqualität ermöglichen. >>>
+++ Wundbehandlung +++ Innovativer Therapieansatz zur „Dechronifizierung“ eröffnet neue Heilungschancen bei der Behandlung therapierefraktärer, chronischer Wunden München – Die Behandlung therapieresistenter chronischer Wunden, insbesondere Wunden mit freiliegenden Knochen oder Sehnen, ist eine große Herausforderung für Arzt und Patient. Mit PolyHeal™ hat das israelische Unternehmen TEVA nun ein Medizinprodukt vorgestellt, die Granula-tionsphase insbesondere bei schwierigen und nicht-heilenden Wunden anzustoßen. Mit diesem Produkt steht nun eine Behandlungsoption zur Verfügung, therapieresistente chronische Wunden gleich welcher Ätiologie in eine aktive Wunde zu überführen, sodass der physiologische Heilungsprozess reaktiviert wird und die Wunde heilen kann. Bei einer Launch-Pressekonferenz des Unternehmens berichteten Experten aus Deutschland und aus Israel von ihren Erfahrungen mit PolyHeal™. >>>
+++ Volkskrankheit Arthrose +++ Schmerzbehandlung in der Orthopädie: Therapien im Spannungsfeld zwischen Leitlinien und Praxistauglichkeit Berlin – Die Arthrose stellt heute in der westlichen Welt eine Volkskrankheit dar: Rund 50 Prozent der über 65-Jährigen haben deutliche radiologische Zeichen einer Arthrose; ein Teil davon mit schwersten Symptomen. Laut WHO ist die Arthrose der vierthäufigste Grund einer Arbeitsunfähigkeit bei Frauen und der achthäufigste bei Männern. Am häufigsten tritt Arthrose im Bereich der tragenden Gelenke auf, wie Knie und Hüfte. In den meisten Fällen sind degenerative oder traumatisch bedingte Veränderungen der Gelenke eine Ursache für eine Arthrose-Erkrankung. Internationale Leitlinien sollen den Arzt als Orientierung im Therapiealltag unterstützen. Auch die EULAR Leitlinien dienen hierzu als gute Stütze für den Praxisalltag in der Behandlung von Schmerzen wie bei der Arthrose. Jeder Arzt muss jedoch in der Praxis eine engere Wahl unter den vielen verschiedenen Therapiemöglichkeiten treffen, so dass dem Patienten, unter Berücksichtigung von Wirksamkeit und Sicherheit der Maßnahmen, am besten geholfen werden kann. >>>
+++ Der ältere Schmerzpatient +++ Mehr Lebensqualität im Alter - multimodal gegen den Schmerz Mannheim, Deutscher Schmerzkongress 2011 – Chronische Schmerzen können tiefgreifende Beeinträchtigungen des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens insbesondere bei älteren Menschen zur Folge haben. Verringerte körperliche Aktivitäten mit Gefährdung einer eigenständigen Lebensführung, sozialer Rückzug, gestörter Nachtschlaf, Depression, zunehmende Ängste und Hoffnungslosigkeit können die Folge sein.
Zur Behandlung chronischer Schmerzen bei älteren Menschen ist eine Integration medikamentöser und nichtmedikamentöser Therapie-verfahren erforderlich. Multimodale Therapiekonzepte auf der Grundlage eines biopsychosozialen Schmerzmodells haben sich bei vielen chronischen Schmerzen als wirksame Behandlungsmethode erwiesen. >>>
+++ Überaktive Blase +++ Die ständige Angst, es nicht mehr rechtzeitig zu schaffen, führt vor allem bei älteren Menschen zu eingeschränkter Mobilität und zum Verlust sozialer Kontakte. Hamburg, DGU-Kongress 2011 – In Deutschland leiden etwa sechs bis acht Millionen Menschen über 40 Jahre an einer überaktiven Blase. Die OAB manifestiert sich meistens in einem schleichenden Prozess. Viele akzeptieren die anfangs noch nicht allzu sehr ausgeprägten OAB-Symptome als normale Begleiterscheinung des Alterns. Zum Arzt gehen die Patienten oft erst, wenn der Harndrang gar nicht mehr kontrolliert werden kann. Der Drang, unbedingt und sofort auf die Toilette zu müssen, erzeugt einen immensen Leidensdruck.
Da die Erkrankung sowohl bei Ärzten als auch bei den Patienten und Angehörigen immer noch ein Tabu ist und nur selten thematisiert wird, erhält nur jeder vierte Betroffenen eine angemessenen Behandlung. Dabei stehen mittlerweile eine Reihe therapeutische Optionen zur Verfügung. Als Standart-therapie gelten Antimuskarinika wie zum Beispiel Trospiumchlorid. Sie verhindern, dass sich der Blasenmuskel unwillkürlich zusammenzieht. >>>
Prof. Helmut Madersbacher
+++ Pneumonien im Praxisalltag +++ Gelegenheit zur Information der Patienten nutzen und Impfung aktiv anbieten Potsdam – Durch Pneumokokken ausgelöste Erkrankungen kommen weltweit vor. Nach Schätzungen der WHO sterben pro Jahr zwei Millionen Menschen weltweit infolge einer Pneumokokken-Infektion. Jedes Jahr gibt es in Deutschland schätzungsweise bis zu 12.000 Todesfälle durch schwere Pneumokokken-Erkrankungen und bis zu 135.000 Krankenhausaufenthalte. In Deutschland sind hauptsächlich ältere Menschen über 60 Jahre, Personen mit chronischen Grunderkrankungen, Säuglinge und Kleinkinder betroffen. Erkrankungen im Kindesalter kommen am häufigsten in den ersten fünf Lebensjahren vor. So erkranken jährlich etwa 970 Kinder unter fünf Jahren an einer Pneumokokken-Infektion. Zwei Drittel dieser Erkrankungen treten bereits in den ersten beiden Lebens-jahren auf. In zwei bis zehn Prozent der Fälle verläuft die Erkrankung tödlich, bei etwa 15 Prozent der erkrankten Kinder entstehen bleibende Folgeschäden. Die adäquate Beratung des Arztes ist hier entscheidend. >>>
+++ Stadiengerechte Wundversorgung +++ Schritt für Schritt zum Behandlungsziel: Einsatzmöglichkeiten moderner Wundauflagen Berlin – Die erfolgreiche Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden erfordert eine fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen stationärer und ambulanter Medizin. Ein Ziel jeder Wundbehandlung ist es, schnell einen definitiven Wundverschluss mit einer kosmetisch akzeptablen, belastungsstabilen Narbe zu erreichen. Im Gegensatz zur primären Wundheilung wirft die sekundäre Wundheilung chronischer Wunden, besonders bei alten und multimorbiden Patienten, viele Probleme auf. Primäres Ziel muss es sein, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die moderne Wundversorgung besteht heute aus einem sequenziellen, der jeweiligen Konstellation und Situation angepassten Procedere. Das Unternehmen URGO bietet mit der neuen UrgoClean Kompresse und UrgoClean Tamponade sowie mit UrgoSTART Wundauflagen an, die dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Das gilt auch für das Kompressionssystem K2, wie die aktuellen Daten der ODYSSEY–Studie belegen. >>>
Wiesbaden, 84. Jahreskongress der DGN – Bei der Parkinson-Erkrankung stehen zunächst die für M. Parkinson typischen Störungen der Motorik im Vordergrund, auch das zusätzliche Vorliegen eines Restless-Legs-Syndroms (RLS) kann die Lebensqualität der Patienten sehr beeinträchtigen und erfordert unter Umständen eine Veränderung der bisherigen Therapie. RLS kann unabhängig von Parkinson oder auch zusammen mit der Parkinson-Erkrankung auftreten und zählt mit einer Prävalenz von zwei bis neun Prozent in der Bevölkerung zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Mit dem Dopaminagonisten Rotigotin (Leganto®) wird eine weitere Option zur Therapie von Patienten mit einem Morbus Parkinson oder RLS verfügbar. Rotigotin als Pflasterapplikation ist für die symptomatische Behandlung der idiopathischen Parkinson-Erkrankung im Frühstadium und in Kombination mit Levodopa während des Krankheitsverlaufs einschließlich der Spätstadien zugelassen, wenn die Wirksamkeit von Levodopa nachlässt oder unbeständig wird. >>>
P.D. Dr. Matthias Oelke
+++ Überaktive Blase im Alter +++ SOFIA-Studie zeigt signifikante Wirksamkeit und gute Verträglichkeit von Fesoterodin Hamburg, 63. Jahrestagung der DGU – Die Symptome der überaktiven Blase wie imperativer Harndrang mit oder ohne Dranginkontinenz, üblicherweise mit Pollakisurie und Nykturie vergesellschaftet, betreffen Menschen aller Altersgruppen. Die Prävalenz steigt jedoch mit dem Alter. Für ältere Menschen sind die Auswirkungen der Erkrankung besonders schwerwiegend. Sie leiden durch die Vermeidung sozialer Kontakte und Aktivitäten unter sozialen Einschränkungen. Hinzu kommen vermehrt Komorbiditäten wie Obstipation und eine erhöhte Unfallgefahr im Zusammenhang mit nächtlichem Wasser-lassen. Stürze und daraus resultierende Verletzungen ziehen wiederum oft soziale und wirtschaftliche Konsequenzen wie die Einweisung in ein Altersheim nach sich. Auch die Behandlung der überaktiven Blase mit Antimuskarinika, die Therapieoption der ersten Wahl, ist bei älteren Patienten nicht unproblematisch, da sich die lipophilen Wirkstoffe auf das Zentrale Nervensystem auswirken und zu Gedächtnisstörungen und Demenz führen können. Fesoterodin (Toviaz®) ist jedoch nur sehr gering lipophil, was auf eine geringe Passage durch die Blut-Hirnschranke hinweist. >>>
PD Dr. M. A. Überall
+++ Schmerztherapie im Alter +++ Vom steigenden Handlungsbedarf zu alterstherapeutischen Therapiekonzeptionen München – Chronische Schmerzen nehmen im höheren Lebensalter zu. Sie werden jedoch seltener als bei Jüngeren angemessen behandelt. Ein besonderes Problem stellt die Tatsache dar, dass ältere Personen sehr häufig nicht nur unter dem Schmerz, sondern unter einer Vielzahl anderer Symptome und Erkrankungen leiden. Die Folge ist, dass der Schmerz wegen anderer mitunter lebensbedrohlicher Erkrankungen nicht allein im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen stehen kann und dass die Schmerzmedikamente sorgfältig mit anderen Medikamenten abgestimmt werden müssen. Hinzu kommt ein veränderter Stoffwechsel der älteren Personen, so dass andere Therapiestrategien als bei Jüngeren eingesetzt werden müssen. >>>
+++ Stammzelltransplantation bei älteren Krebs-Patienten +++ Studie soll Aufschluss über die individuellen Risiken geben München/Berlin, 27. Juli 2011 – Eine Stammzelltransplantation ist oftmals die einzige Heilungschance für Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Blutes. Gerade bei älteren Menschen ist diese Behandlung jedoch sehr belastend und nicht ungefährlich. Daher wird in vielen Fällen auf diese Therapiemöglichkeit verzichtet. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg entwickeln nun einen Leitfaden, der Ärzten dabei helfen soll, die möglichen Risiken einer Stammzelltransplantation bei älteren Krebs-Patienten besser einschätzen zu können. Im Rahmen einer Beobachtungsstudie werden 120 Betroffene auf ihre geistige und körperliche Verfassung vor, während und nach der Therapie hin untersucht, um Daten über die Verträglichkeit der Behandlungsmaßnahme zu gewinnen. Die Deutsche Krebshilfe fördert die Studie mit 165.000 Euro. >>>
+++ Schmerzmanagement im Alter +++ Schmerzgeschehen und Schmerzmedikation bei Pflegeheimbewohnern Berlin, Charité-Universitätsmedizin – Das Projekt „PAIN Intervention“ startet mit einer Studie zur Verbesserung des Schmerzmanagements bei älteren Menschen, die in Pflegeheimen leben Wie können ältere Menschen trotz mehrfacher Erkrankung schmerzfrei und autonom leben? Mit dieser Frage befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Soziologie sowie des Instituts für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Zusammenarbeit mit der Vivantes – Forum für Senioren GmbH. Damit leisten sie einen Beitrag zum verbesserten Schmerzmanagement hinsichtlich medikamentöser und nicht-medikamentöser Maßnahmen bei älteren Menschen in Pflegeheimen. „PAIN Intervention“ ist eines von sechs Projekten des Berliner Forschungsverbundes „Autonomie trotz Multimorbidität im Alter“ (AMA). >>>
+++ Passendes Therapiekonzept +++ Beim Morbus Parkinson auch die chronische Obstipation effektiv behandeln Wiesbaden – Patienten mit einem Morbus Parkinson leiden nicht nur an den Kernsymptomen Rigor, Akinesie und Tremor. Sie werden in ihrer Lebensführung und Lebens-qualität oft stärker noch durch mit der Erkrankung assoziierte, nicht-motorische Symptome beeinträchtigt. Dazu gehört unter anderem die Obstipation, die nach Privat-dozentin Dr. Jutta Keller, Hamburg, bis zu zwei Drittel der Parkinson-Patienten im Verlauf der Erkrankung entwickeln. „Die Obstipation ist oftmals ein frühes Symptom und tritt manchmal sogar lange vor allen anderen neurologischen Zeichen der Erkrankung auf“, so die Medizinerin. Grundlage der Verdauungsstörung beim Morbus Parkinson ist nach ihrer Darstellung eine Störung der Kolontransitzeit und der Stuhlentleerung. >>>
+++ Therapie der chronischen Obstipation mit Prucaloprid +++ Auch bei älteren Patienten effektiv und sicher zur geregelten Verdauung Wiesbaden, Chicago – Etwa zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer chronischen Obstipation. Noch deutlich höher ist der Anteil älterer und alter Menschen mit chronischer Verstopfung, was an den im Alter veränderten Lebensgewohnheiten, aber auch an Begleiterkrankungen oder deren Behandlung liegen kann. So kann eine deutlich zu geringe Trinkmenge ebenso wie Bewegungsmangel bis hin zur Immobilität die Verdauungsstörung begünstigen. Außerdem gehen alterstypische Erkrankungen wie etwa der Morbus Parkinson, ein Typ 2-Diabetes oder die Altersdepression häufig mit einer gestörten Darmfunktion einher. Auch die bei älteren Menschen nicht selten zum Beispiel infolge einer Osteoporose oder anderer Erkrankungen notwendige Schmerztherapie mit Opioden bedingt fast schon regelhaft die Entwicklung einer chronischen Obstipation. >>>
+++ Schmerztherapie im Alter +++ 22. Deutscher interdisziplinärer Schmerz und Palliativkongress: Buprenorphinhaltiges 7-Tage-Pflaster – mit vielen Vorteilen für ältere Schmerzpatienten Frankfurt, 24. März 2011 – Chronische Schmerzen führen nicht selten zu vielschichtigen physischen und psychosozialen Veränderungen des Patienten. Unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln, Einschränkungen im alltäglichen Leben, Immobilität, Schlafstörungen, Ängste, Wut oder Depressionen können integraler Bestandteil des chronischen Schmerzzustandes werden und einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität nehmen. Umso wichtiger ist eine effiziente Schmerztherapie. Doch diese gestaltet sich oft gerade in der Gruppe der betagten und auch der hochbetagten Patienten besonders schwierig. ‚Underreporting of Pain‘, Störungen der Kommunikation oder aber veränderte Schmerzwahrnehmung können die Diagnostik erheblich erschweren. Die Folge: Gerade diese Patienten-Gruppe wird oft unzureichend behandelt. >>>
+++ Diabetisches Makulaödem +++ Hohe Blutzuckerwerte gehen ins Auge! Frankfurt – Bei der Pathogenese des diabetischen Makulaödems (DMÖ) spielt die erhöhte Ausschüttung des Vascular Endothelial Growth Factors (VEGF) eine wesentliche Rolle. Im Ergebnis verschiedener Studien hat sich der bereits bei der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration bewährte VEGF-Inhibitor Ranibizumab, der jetzt auch zur Behandlung DMÖ zugelassen ist, auch bei der Therapie der Visusbeeinträchtigungen als äußerst wirksam erwiesen. Zum ersten Mal steht damit für diese Erkrankung eine visusverbessernde, evidenzbasierte, medikamentöse Therapie zur Verfügung. Die Zulassung von Lucentis® bedeutet für viele Diabetiker mit Visus-beeinträchtigungen infolge eines DMÖ die Aussicht auf eine erhebliche Sehverbesserung. Bei vier von zehn Patienten konnte die Lesefähigkeit um mindestens zwei Zeilen verbessert werden. >>>
Berlin – In Würde altern, das ist es, was sich jeder Mensch wünscht. Gesundheit und ein selbstbestimmtes Leben gehören dazu. Dass ein erfülltes Leben auch für ältere Menschen mit Diabetes möglich bleibt, das ist das Ziel des Silver Star – dem Förderpreis von der BERLIN-CHEMIE AG, der 2011 zum ersten Mal ausgeschrieben wird. Es sollen praxisorientierte Projekte gefördert werden, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen mit Diabetes beitragen. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert – eine beachtliche Summe, mit der sich in der Tat viel bewegen lässt. Vertreter der Jury aus Diabetologen und Altersmedizinern sprachen in Berlin über die Hintergründe und Ziele des Förderpreises. Mit dem Silver Star werden praxisorientierte Projekte gesucht, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen mit Diabetes beitragen. Dabei kann es sich um zukunftsweisende Versorgungskonzepte handeln oder um nützliche und praktische Ideen, die älteren Diabetespatienten helfen, ihren Alltag zu bewältigen. Weitere Informationen zur Bewerbung und die Bewerbungsunterlagen stehen unter www.silverstar-preis.de zur Verfügung.>>>
+++ HK-Prophylaxe +++ Balsam für das stolpernde Herz Frankfurt – Eine Online-Befragung unter 300 Apothekern in ganz Deutschland hat ergeben, dass etwa jeder Dritte Apothekenkunde an einer Herzerkrankung bzw. an Herzrhythmusstörungen leidet. Nicht nur in den Arztpraxen, auch in den Apotheken berichten viele Patienten von einem als unangenehm und beängstigend empfundenen unregelmäßigen Herzrhythmus. Das allerdings muss nicht in jedem Fall besorgniserregend sein, denn auch bei gesunden Menschen gerät das Herz gelegentlich – z. B. nach intensivem Sport oder in Stresssituationen – aus dem Takt (tachykarde Arrhythmie). Treten diese deutlich spürbaren Störungen aber wiederholt auf, sollte die Ursache durch den Arzt unbedingt abgeklärt werden, denn Herzrhythmusstörungen können im schlimmsten Fall sogar zum plötzlichen Herztod führen. >>>
+++ Morbus Parkinson +++ Durch symptomorientierte Therapie Lebensqualität so gut wie möglich erhalten Mannheim – Der Morbus Parkinson (MP) ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen des höheren Lebensalters. Er ist gekennzeichnet durch das vornehmliche Absterben von Nervenzellen in der Substantia nigra mit dem Botenstoff Dopamin. Der Mangel an Dopamin führt letztlich zu einer Verminderung der aktivierenden Wirkung der Basalganglien auf die Großhirnrinde. Bei den Symptomen muss zwischen den motorischen Kardinalsymptomen und den fakultativen, nicht- motorischen Begleitsymptomen unterschieden werden. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und soll rechtzeitig und altersgerecht beginnen. Das Therapieziel ist neben der Symptomkontrolle die Erhaltung der Selbständigkeit und der möglichst lange Erhalt der Lebensqualität. Die Recover-Studie konnte die Wirksamkeit des transdermalen Systems auf die frühmorgendliche Beweglichkeit der Betroffenen und die nicht-motorischen Symptome, wie z.B. die Qualität des Nachtschlafes bestätigen. >>>
+++ Lysetherapie nicht immer sinnvoll +++ Schlaganfälle und ihre Ursachen mittels Ultraschall schnell diagnostizieren und wirksam behandeln Mainz, 21. Oktober 2010 – Etwa alle drei Minuten erleidet ein Mensch in Deutschland einen Schlaganfall. Mehr als ein Viertel der Betroffenen stirbt daran. Überlebende bleiben oft lebenslang behindert und pflegebedürftig. Schlaganfälle können verschiedene Ursachen haben. Entscheidend für eine erfolgreiche Therapie ist deshalb die sofortige und korrekte Diagnose. Dass dies in vielen Fällen besonders gut mit Hilfe von medizinischem Ultraschall möglich ist, erläutern Experten heute bei der Pressekonferenz anlässlich der Tagung „Ultraschall 2010“. Schlaganfälle entstehen entweder durch eine plötzlich auftretende Hirnblutung oder durch eine akute Mangeldurchblutung des Gehirns bei Gefäßverschluss. In etwa 60 Prozent der Fälle liegt die Ursache eines solchen Gefäßverschlusses nicht im Gehirn selbst... >>>
+++ Fehlerhafte Medikamenteneinnahme kann Patienten schaden +++ Patientenbroschüre zur Compliance bei Morbus Parkinson Im Schnitt nimmt jeder fünfte Parkinson-Patient seine Medikamente fehlerhaft ein, etwa zum falschen Zeitpunkt, zu häufig oder zu selten. Informationen und Tipps für Patienten rund um das Thema Compliance – inklusive Erinnerungshilfen und Medikamentenplan zum Ausfüllen – gibt es jetzt in der neuen Broschüre „Erfolgreiche Therapie braucht Ihre Unterstützung“ von Boehringer Ingelheim. Die Patientenbroschüre kann bei info@boehringer-ingelheim.de angefordert werden. >>>
Congress of the European Neurological Society – Zur Verbesserung der Therapien für Multiple Sklerose (MS)-Patienten wurde in den vergangenen Jahren viel in Forschung und Entwicklung investiert. Die Suche nach neuen Therapieansätzen spielt eine entscheidende Rolle, einerseits sollen diese eine hohe antiinflammatorische Wirksamkeit haben, andererseits möglichst spezifisch in das pathogenetische Geschehen der MS eingreifen, um das Immunsystem nicht mehr als nötig zu beeinträchtigen. Sphingosin-1-phopsphate (S1P) und S1P-Rezeptoren spielen eine wichtige Rolle für zentrale Abläufe im Immunsystem. Der neue Therapieansatz der Modulation von S1P-Rezeptoren rückt dadurch ins Zentrum der Aufmerksamkeit. >>>
+++ Therapie des Morbus Parkinson +++ Bessere Anwendung durch vereinfachte Dosisanpassung von Pramipexol Berlin – In der Behandlung des M. Parkinson gibt es viele ungelöste Probleme: Wie kann man die Krankheitsprogression aufhalten, die medikamentöse Therapie vereinfachen, motorische Spätkomplikationen verhindern und nichtmotorische Symptome kontrollieren? Zwei neue Dosierungen von Pramipexol ermöglichen die Behandlung mit nur einer Tablette täglich. Ärzten und Parkinson-Patienten bietet dies eine bessere Anwendung durch vereinfachte Dosisanpassung und reduzierte Tablettenlast. Die neue Sifrol® Retard Tablette bietet bei einmal täglicher Einnahme eine mit dem bereits bewährten Pramipexol IR (Immediate Release, 3x täglich) vergleichbare Wirksamkeit, wobei eine 1:1-Umstellung auf Sifrol® Retard über Nacht empfohlen werden kann. >>>
+++ Moderne antidepressive Therapie +++ Depression im Alter: Ein anspruchsvolles Krankheitsbild Kopenhagen – Depression ist weltweit die vierthäufigste Erkrankung. Im Alter kommen sie häufiger vor als jede andere psychische Krankheit in dieser Lebensphase. Statistisch gesehen sind rund 11 Prozent der Klientel einer Allgemeinarztpraxis depressiv erkrankt. Andererseits wird geschätzt, dass nur 25 Prozent der Depressionen adäquat behandelt werden. Umso bedeutender ist und bleibt die korrekte Diagnose und Therapie der Erkrankung. Die antidepressive Pharmakotherapie hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte erzielt: Moderne Antidepressiva wie Escitalopram zeigen eine hohe Wirksamkeit und sind im Vergleich zu den älteren Medikamenten, wie Trizyklika oder MAO-Inhibitoren, besser verträglich. Aber auch innerhalb und zwischen den einzelnen Wirkstoffgruppen zeigen sich Unterschiede. >>>
+++ Therapie stabiler chronischer Schmerzen +++ Transdermales System für konstante Buprenorphin-Spiegel über eine Woche München – Bis zu 15 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen. Eine effiziente Analgesie, durch die die Schmerzen langfristig gut kontrolliert werden, ist für die Betroffenen der Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Für viele Patienten mit opioidpflichtigen chronischen Schmerzen ist das heute einzige 7-Tage-Schmerzpflaster mit dem Wirkstoff Buprenorphin ein therapeutischer Gewinn. Das spezielle transdermale System von Norspan® ist breit einsetzbar und führt zu gleichmäßigen Wirkstoffspiegeln über eine Woche – bei besserer Verträglichkeit als Tramadol. Die einmal wöchentliche Applikation ist bequem in der Anwendung, die Dosis kann – bis in den Morphinbereich – individuell gut angepasst werden. Der Wirkstoff Buprenorphin bietet im Vergleich zu anderen Stufe-III-Opioiden einige Vorteile, berichtet Dr. Klaus Böhme, Anästhesist und Schmerztherapeut aus Kassel. >>>
+++ Morbus Parkinson – mehr als nur eine Bewegungsstörung +++ Mehr Lebensqualität durch effektives Behandlungsmanagement München – Das frühe Erkennen bzw. die Abgrenzung des idiopathischen Parkinsonsyndroms zu anderen Erkrankungen hat entgegen älteren Auffassungen therapeutische Relevanz. Während man früher eine Therapie erst dann begonnen hat, wenn motorische Symptome den Patienten deutlich beeinträchtigten, so weiß man heute, u. a. aufgrund der Ergebnisse der ADAGIO-Studie, dass eine Frühtherapie mit dem Monoaminoxidase (MAO)-B-Hemmer Rasagilin (Azilect®) den Krankheitsverlauf verzögern kann. Da es häufig schon mehrere Jahre vor dem Auftreten der charakteristischen motorischen Kardinalsymptome Hinweise auf die Erkrankung durch vielfältige nicht-motorische Symptome gibt, ist die Kenntnis und die Beachtung dieser Frühindikatoren verstärkt in den Fokus der diagnostischen und therapeutischen Bemühungen gerückt. Nicht-motorische Symptome sind aber sowohl in der Früh- als auch in der Spätphase des Morbus Parkinson häufig und vermindern die Lebensqualität und Alltagsfunktionalität der Patienten. >>>
+++ Neues Konzept soll Heilung verbessern +++ Schlaganfall auch mit Kathetereingriff behandeln Berlin – Schlaganfall-Patienten sollten so schnell wie möglich in das nächste Krankenhaus transportiert werden, das über eine „Stroke Unit” verfügt. Mit Medikamenten können Ärzte dort das Blutgerinnsel im Gehirn auflösen, das den Schlaganfall ausgelöst hat. Doch diese Infusionsbehandlung, die Thrombolyse, kann das Blutgerinnsel nicht immer vollends entfernen. Deshalb sollte künftig nach der Thrombolyse vermehrt eine Katheterbehandlung zum Einsatz kommen. Mit ihr können Neuroradiologen verbleibende Gerinnsel entfernen und so den Therapieerfolg verbessern. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) anlässlich von zwei Studien hin, die vor Kurzem in den Fachzeitschriften „Stroke“ und „Lancet“ unter Beteiligung deutscher Neuroradiologen erschienen sind. >>>
+++ Lähmung nach Schlaganfall +++ Physiotherapie auch Jahre später noch wirksam Berlin 18. Juni 2010 – Lähmungen nach einem Schlaganfall können sich noch Jahre später zurückbilden. Darauf weisen die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) anlässlich einer aktuellen Studie hin. Diese hatte gezeigt, dass Patienten mit Hilfe einer intensiven Physiotherapie verloren gegangene Fähigkeiten wieder neu erlernen können, selbst wenn der Schlaganfall bereits Jahre zurückliegt. Die Untersuchung belegt außerdem erstmals, dass auch Trainingsroboter wirksam helfen. „Bisher gingen Experten davon aus, dass die Erholungsphase etwa sechs Monate nach dem Schlaganfall abgeschlossen ist”, so Professor Dr. med. Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Chefarzt am Kreisklinikum Siegen. Häufig endete die Physiotherapie deshalb auch nach einem halben Jahr. >>>
+++ Neue und effektive Therapie der COPD +++ 1-mal tägliche Applikation Indacaterol stellt Bronchodilatation rund um die Uhr sicher Berlin – Weltweit leiden etwa 600 Millionen Menschen an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Es wird prognostiziert, dass die Mortalität durch COPD fortschreitet und dass sie 2020 die dritthäufigste Todesursache sein wird. In Deutschland liegt die Prävalenz laut BOLD-Studie bei 13,2%. Davon befinden sich 7.4% im Stadium I, 5% im Stadium II und 0,8% im Stadium III. Dyspnoe, eingeschränkte körperliche Belastbarkeit und allmähliche soziale Isolation beeinträchtigen das Leben der Patienten erheblich. Gleichzeitig begünstigt die COPD die Entwicklung und Progression von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – und umgekehrt. Denn der Patient passt seinen Lebensstil seiner Krankheit an. Er vermeidet zunehmend die körperliche Anstrengung und leistet damit der Entwicklung von Insulinresistenz, Adipositas und Diabetes Vorschub. Auch die Gefahr einer Hypertonie steigt. Die stetig abnehmende Kondition verstärkt zudem die Dyspnoe – und der Teufelskreis beginnt. >>>
+++ Essentielle Hypertonie +++ Fixkombination aus Lercanidipin und Enalapril besteht den Praxistest Bad Homburg - Die zur Therapie der essentiellen Hypertonie zugelassene Fixkombination Zaneril® hat ihre gute Wirksamkeit und Verträglichkeit in der täglichen Praxis eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dies dokumentiert die erste prospektive Beobachtungsstudie nach Einführung der Fixkombination aus Lercanidipin-HCl, einem Calciumantagonisten der dritten Generation, und dem ACE-Hemmer Enalaprilmaleat. Für die kürzlich in der Zeitschrift Arzneimittelforschung publizierte Beobachtungsstudie wurden die Daten von 8.440 Patienten mit essentieller Hypertonie und einem mittleren Alter von 62 Jahren ausgewertet. Vor Studienbeginn lag der durchschnittliche Blutdruck der Patienten bei 162,5/94,5 mmHg. Nach der Beobachtungszeit von rund drei Monaten hatte das Patientenkollektiv eine durchschnittliche Reduktion des Blutdrucks um 28,4/13,5 mmHg erreicht. Insgesamt erreichten knapp 80 % der Patienten den erwünschten Zielblutdruck. >>>
+++ Anforderungen an eine ideale Opioidtherapie +++ Kontinuierliche 7-Tage-Analgesie erleichtert Patienten den Alltag Im Rahmen der diesjährigen Erlanger Schmerz- und Palliativtage unter dem Motto „Schmerztherapie und Palliativmedizin – Forschung und Klinik“ erläuterten Experten neben pharmakologischen und klinischen Besonderheiten der Schmerztherapie, mit welchem Erfolg bei chronischen Schmerzpatienten die Leiden durch eine multimodale Schmerztherapie gelindert werden können. Bei der Behandlung chronischer Schmerzen hat sich in letzter Zeit ein Paradigmenwechsel vollzogen. Heute gehören neben der Pharmakotherapie auch psychotherapeutische Anwendungen zur Basistherapie. Hauptziel der psychologischen Schmerztherapie ist das Verhindern von Chronifizierungsprozessen. Sind die Schmerzen bereits chronifiziert, sollen der Schmerz reduziert und die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten verbessert werden. Chronische Schmerzpatienten weisen oftmals eine gestörte Schmerzverarbeitung auf; dieses bedeutet Hilflosigkeit, ausgeprägte passive Versorgungswünsche und allgemeine Passivität. Nur eine sinnvolle Kombination unterschiedlicher aufeinander abgestimmter Verfahren scheint mittel- und langfristig zum Erfolg zu führen. >>>
+++ Schmerztherapie +++ Patienten-gerecht vorgehen, Substanzvorteile nutzen - Ersetzen neue Konzepte das WHO-Stufenschema? Essen - Wird das WHO-Stufenschema bald von neuen Schmerztherapie-Konzepten abgelöst? Laut Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, steht ein Paradigmenwechsel in der Schmerztherapie an. Das Stufenschema habe die Versorgungsrealität in Deutschland geprägt. Es entspreche allerdings nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine differenzierte Schmerztherapie, so Dr. Müller-Schwefe anlässlich des diesjährigen Schmerz- und Palliativkongresses NRW, in Essen. Die Einführung des WHO-Stufenschemas 1986 stellte einen wichtigen Fortschritt in der Schmerztherapie dar. Es empfiehlt, entsprechend der Schmerzstärke, nicht bei den schwachen entzündungshemmenden Schmerzmitteln zu verweilen, sondern die Therapie Stufe für Stufe zu den stark wirksamen Opioiden zu eskalieren. Zunehmend zeigt sich jedoch, dass diese starren Regeln heute nicht mehr zeitgemäß sind. >>>
+++ Aktuelle Studie zu Liraglutid +++ Bessere Blutzuckereinstellung bei Patienten mit Typ 2 Diabetes Stuttgart - Mediziner gehen davon aus, dass 350 Millionen Menschen zurzeit an Diabetes leiden und die Zahlen weiter ansteigen werden. Allerdings sind die bisher zur Verfügung stehenden Therapieregime nicht in der Lage, die grundlegenden pathophysiologischen Defekte des Typ 2 Diabetes aufzuhalten. Wenn auch das Ziel der vollständigen Heilung noch nicht erreicht wurde, konnten in den letzten 50 Jahren wesentliche Innovationen im Bereich Diabetes entwickelt und ein breites Therapieangebot zur Verfügung gestellt werden. Humanes-GLP-1-Analogon ist bei Patienten mit Typ 2 Diabetes in der Blutzuckerkontrolle dem DPP-IV Inhibitor Sitagliptin signifikant überlegen, wie eine Studie nachweisen konnte. Es ist die erste direkte Vergleichsstudie, die zeigt, dass Victoza® (Liraglutid) zu einer besseren Blutzuckereinstellung führt. >>>
+++ Diabetische Polyneuropathie +++ Vieles gilt es in der Therapie zu bedenken Stuttgart - Auf einem Fachsymposium während der 45. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) wurden unter der Leitung von Professor Dr. Dan Ziegler, Düsseldorf, interdisziplinäre Aspekte bei schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie diskutiert. Einbezogen waren dabei indikationsrelevante Fragestellungen aus den Bereichen Neurologie, Psychiatrie und Schmerztherapie. Ein beträchtlicher Teil der Patienten mit Diabetes mellitus leiden aufgrund von klinisch manifesten oder subklinischen Schädigungen des peripheren Nervensystems an neuropathischen Schmerzen (Diabetische Polyneuropathie). Diese treten bei etwa jedem dritten Typ-1- oder Typ-2-Diabetiker als symmetrisch sensible oder sensomotorische periphere Neuropathie auf. >>>
+++ Ist Insulin ein Muss ab HbA1c 7,5? +++ Eine Pro- und Contra-Diskussion zum optimalen Beginn der Insulintherapie Stuttgart – Wenn drei bis sechs Monate nach der Diagnose Typ 2 Diabetes im typischen Manifestationsalter der HbA1c-Wert trotz strukturierter Diabetes-Schulung inklusive Ernährungs- und Bewegungstherapie sowie Metformin höher als 7,5 % liegen sollte, empfiehlt die evidenzbasierte Leitlinie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft den Einsatz eines Basalinsulins zur Nacht, um die pathologisch erhöhte hepatische Glukoseproduktion (als Ursache der Nüchtern-Hyperglykämie) adäquat zu therapieren. Damit soll vermieden werden, dass das Gefäßsystem der Patienten längerfristig einer erhöhten Glykämie ausgesetzt ist, mit konsekutiv gesteigertem Risiko zur Entwicklung von makro- und mikro-vaskulären Folgeerkrankungen. Heißt das, Insulin ist ein MUSS für alle Patienten, die einen höheren HbA1c als 7,5 aufweisen? >>>
+++ Mehr Aufklärung zur Pneumokokkenimpfung +++ Impfmanagement im hausärztlichen-internistischen Praxisalltag Wiesbaden – Weltweit sterben nach Schätzungen der Weltgesundheit Organisation (WHO) jährlich bis zu 1,4 Millionen Menschen höheren Alters an Pneumonien, die durch Pneumokokken hervorgerufen wurden. Nur unter 20 Prozent der über 60-Jährigen in Deutschland sind gegen Pneumokokken geimpft. Die Impfraten bei Erwachsenen liegen weit hinter den Erwartungen zurück. Daher ist eine Impfoffensive der Hausärzte dringend erforderlich, forderten die Impf-Experten bei einem Pressegespräch anlässlich des 116. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. In der Vergangenheit war das Thema Impfungen fast ausschließlich eine Domäne der Pädiater. Heute ist es zunehmend auch ein Thema in der internistischen und allgemeinärztlichen Praxis, gab Professor Dr. med. Gerd Fätkenheuer, Leiter der Schwerpunktes Infektiologie, der Universitätsklinik in Köln, zu Bedenken. >>>
+++ Aortenklappenstenose +++ Risikofaktoren für kardialen Tod und schlechte Prognose bei älteren Patienten Mannheim, DGK April 2010 – Die Aortenklappenstenose (AS) ist der häufigste Klappenfehler bei über 65- Jährigen und weist eine ansteigende Prävalenz mit zunehmendem Alter der Patienten auf. Ebenso kommt es zu einer ansteigenden Inzidenz auf Grund der zunehmenden Alterungstendenz unserer Gesellschaft, so dass nahezu zehn Prozent der über 85-Jährigen unter dieser Erkrankung leiden. Konservative medikamentöse Therapiekonzepte konnten in der Vergangenheit die Prognose und den Krankheitsverlauf nicht wesentlich verbessern. Abgesehen von neueren Methoden wie dem transapikalen / transfemoralen Aortenklappenersatz ist ein konventionelles chirurgisches Vorgehen bei älteren multimorbiden Patienten nur begrenzt möglich und mit einem höheren Risiko verbunden. >>>
+++ Klinikbehandlung beim Schlaganfall +++ Kürzerer Aufenthalt, bessere Ergebnisse Berlin – Schlaganfall-Patienten können heute nicht nur früher die Klinik verlassen als noch vor einigen Jahren. Auch der Gesundheitszustand der Patienten bei der Entlassung oder Verlegung in eine Rehabilitationsklinik hat sich verbessert. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft anlässlich einer aktuellen Studie hin. Befürchtungen, dass durch die Vergütung über Fallpauschalen Patienten in schlechterem Zustand entlassen werden, haben sich damit nicht bestätigt. Die höhere Behandlungsqualität führt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft auf die zunehmende Etablierung von speziellen Schlaganfallstationen, den Stroke Units, zurück. >>>
+++ Innovation in der Osteoporosetherapie +++ Neue Daten aus Forschung, Studien und praktischer Anwendung Berlin, 04. März 2010 – Ein modernes Behandlungskonzept bei Osteoporose fordert nicht nur die Steigerung der Knochendichte, sondern auch die Verhinderung der osteoporotischen Fraktur als primäres Therapieziel. Neue Daten aus großen, gut kontrollierten Studien haben zu einer veränderten Sichtweise der Dynamik und der Folgen der Osteoporose geführt. Das Bild der Osteoporose als eine nur langsam fortschreitende Erkrankung, deren Behandlung erst nach Jahren Wirkung zeigt, ist heute überholt. Eine manifeste Osteoporose kann einen sehr dynamischen Verlauf nehmen, wobei das Auftreten der ersten Wirbelkörperfraktur einen dramatischen Einschnitt in der weiteren Osteoporose-Entwicklung darstellt. Nach einem solchen Ereignis steigt das zukünftige Frakturrisiko drastisch an, denn 20 Prozent dieser Patienten erleiden durchschnittlich innerhalb des darauf folgenden Jahres eine weitere Wirbelkörperfraktur. Diese Dynamik der Osteoporose nach der ersten Fraktur macht deutlich, dass eine moderne Therapie der manifesten Osteoporose in der Lage sein muss, das Auftreten neuer Frakturen rasch zu verhindern. Die günstige Beeinflussung der Knochendichte oder der Knochenstoffwechselmarker allein ist ohne entsprechende Daten zur Frakturreduktion nicht mehr ausreichend. >>>
+++ Neuronale Regeneration – Status Quo und Perspektiven +++ 7. Herbstforum der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin e.V. Berlin – Lange Zeit galt in der Medizin als unumstößliche Gewissheit, was der spanische Nobelpreisträger Santiago Ramón y Cajal zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Dogma der Neurowissenschaften aufgestellt hatte: dass Nervenzellen sich im Unterschied zu vielen anderen Körperzellen nicht erneuern können. Die Bemühungen der Therapeuten nach Unfällen oder Schlaganfällen konzentrieren sich denn auch darauf, die Gebiete in der Umgebung des Defekts so zu aktivieren, dass die "Kollegen" aus diesen Bereichen nach und nach Aufgaben des untergegangenen Hirngewebes übernehmen können. Was auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation inzwischen geleistet wird, ist erstaunlich. In einer älter werdenden Gesellschaft, in der schon heute jedes Jahr 230.000 Menschen einen Schlaganfall erleiden, ist es zudem von großer menschlicher und volkswirtschaftlicher Bedeutung. >>>
+++ Morbus Parkinson (MP) +++ Frühe Behandlung zeigt krankheitsmodifizierende Wirkung Nürnberg - Bei einem Satellitensymposium auf dem DGN-Kongress berichteten die Firmen Teva und Lundbeck über im NEJM veröffentlichte Ergebnisse der ADAGIO-Studie. Bei Patienten der Early-Start-Gruppe, von Beginn an mit 1 mg/Tag Rasagilin (Azilect®) behandelt, wurde der Krankheitsverlauf im Rahmen der Studie signifikant verbessert – verglichen mit der Delayed-Start-Gruppe, für die die Behandlung mit Rasigilin neun Monate später begann. Das Studiendesign wurde speziell für den Nachweis einer krankheitsmodifizierenden Wirkung entwickelt. Wie Professor Günther Deuschl, Kiel, erläuterte, bestätigen die ADAGIO-Ergebnisse auch die schon früher gezeigte symptomatische Wirksamkeit von Rasagilin und das gute Sicherheitsprofil der Substanz spiegelt vorherige klinische Erfahrungen wider. >>>
+++ In der Onkologie zählt das biologische Alter +++ Bilanz der Jahrestagung der International Society for Geriatric Oncology (SIOG) Berlin - Die Anzahl älterer Krebspatienten wird immer größer, auch in Deutschland: Bis 2030 wird der Anteil der über 65-Jährigen an der deutschen Bevölkerung nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes auf 25-27 Prozent ansteigen. Eine angemessene Früherkennung und Therapie von Tumorerkrankungen bleibt bei älteren Menschen häufig aus, dabei profitieren sie von einer Therapie in der Regel im selben Ausmaß wie jüngere Patienten. Entscheidend für eine Einschätzung des Therapieerfolgs ist auch das biologische Alter des Patienten. Das war eine wichtige Botschaft des 10. Jahres-kongresses der International Society for Geriatric Oncology (SIOG), der vom 15. bis 17. Oktober 2009 in Berlin stattfand. Der SIOG hat die Verbesserung der Therapie älterer Krebspatienten zum Ziel. >>>
+++ Idiopathisches Parkinson-Syndrom +++ Transdermale dopaminerge Therapie Die Erkrankung beginnt schleichend und mit ihrem Fortschreiten treten die Symptome stärker hervor. Charakteristisch für die motorische Symptomatik bei MP ist ihr unilateraler Beginn und der dauerhaft assymetrische Verlauf. Eines der Frühzeichen ist das reduzierte und später fehlende Mitschwingen eines Armes. Mehr und mehr rücken heute aber auch die nicht-motorischen Begleit-symptome wie Riechstörungen, gastrointestinale Beschwerden oder depressive Verstimmungen in den Fokus. >>>
+++ Therapie der Altersepilepsie +++ Levetiracetam als Mittel der Wahl Monheim – Altersepilepsien zeigen ein eigenes Gesicht. Ihre Ätiologie, das klinische Bild und ihre Prognose sind anders als bei jungen Menschen. Die Therapie der Altersepilepsie folgt deshalb eigenen Kriterien: Bei älteren Patienten sollte die Wahl des am besten geeigneten Antiepileptikums nicht nur auf eine gute Wirksamkeit ausgerichtet sein, sondern vor allem eine günstige Pharmakokinetik und gute Verträglichkeit berücksichtigen. Hier sprechen viele Argumente für Levetiracetam: die niedrige Inzidenz für Nebenwirkungen, geringe kognitive Effekte, kein bekanntes Osteoporoserisiko, keine relevanten Auswirkungen auf das Körpergewicht und die einfache Anwendung. Besonders wichtig für den älteren Patienten ist ein geringes Interaktionspotenzial, das Levetiracetam zu einem Mittel der ersten Wahl in der Epilepsietherapie bei älteren Menschen macht. >>>
+++ Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zu Pflege und Betreuung am Lebensende +++ Eine gute Pflege von Menschen mit Demenz am Lebensende erfordert Fachwissen und Engagement Berlin - Bei der Pflege und Betreuung Demenzkranker am Lebensende gibt es große Unsicherheiten. Eine Arbeitsgruppe der Dachorganisation Alzheimer Europe hat sich deshalb ausführlich mit diesem Thema beschäftigt und ihre Ergebnisse in einer Broschüre veröffentlicht, die jetzt auch in deutscher Sprache vorliegt. Die gemeinsame Publikation von Alzheimer Europe, Deutscher Alzheimer Gesellschaft und Schweizerischer Alzheimervereinigung wendet sich an alle, die beruflich, als Familienangehörige oder Ehrenamtliche mit der Pflege und Betreuung Demenzkranker am Lebensende zu tun haben. Sabine Jansen, Geschäftsführerin der DAlzG, die an der Arbeitsgruppe beteiligt war, sagte: „Menschen mit einer Demenz brauchen am Lebensende Pflege und Betreuung, die auf ihre Bedürfnisse und ihre Erkrankung abgestimmt sind. Dies ist besonders wichtig, weil sie selbst ihre Wünsche nicht mehr verbal äußern können. Hier gilt es noch viel zu tun, besonders Fachwissen, z.B. zu nonverbaler Kommunikation, zu verbreiten und eine angemessene Pflege am Lebensende sowohl in der häuslichen Pflege als auch in Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen“. >>>
+++ Altersbilder in anderen Kulturen +++ Studie stellt große kulturelle Unterschiede in Deutung und Fragen des Alters fest Wie wird in anderen Ländern die Lebensphase „Alter“ wahrgenommen? Mit welchen Stärken und Grenzen wird „Alter“ in anderen Ländern assoziiert? Welche politischen Konzepte zur Stärkung der Mitverantwortung älterer Menschen für die Gesamtgesellschaft sind in anderen Ländern erkennbar? Und: Was können wir von anderen Ländern in Bezug auf den Umgang mit Fragen des Alters lernen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich die von der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Studie zum Thema "Altersbilder in anderen Kulturen", die vom Institut für Gerontologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Kruse durchgeführt wurde. Das Team um Prof. Dr. Kruse befragte Experten auf dem Gebiet der Altersforschung und zahlreiche ältere Frauen und Männer in sieben Staaten. >>>
+++ Die künftige ambulante Versorgung von Demenzpatienten +++ Ergebnisse aus dem IDA-Projekt Nürnberg - Die Pflege von noch zuhause lebenden Demenzpatienten müssen heute überwiegend Angehörige bewältigen. Neben der Sicherung der medizinischen Grundversorgung sind Hausärzte auch hierbei wichtige Helfer, weil sie die Beratungs- und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige erfolgreich vermitteln können. Beide Personenkreise sind Eckpfeiler für eine bessere Versorgung von Demenzpatienten. Dies zeigt die Studie der Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA) nach einem zweijährigen Beobachtungszeitraum. Die Hauptergebnisse der Studie zur besseren Versorgung von Demenzpatienten und deren pflegenden Angehörigen wurden jetzt in Nürnberg vorgestellt. >>>
+++ Therapie der Altersepilepsie +++ Levetiracetam als Mittel der Wahl Monheim – Altersepilepsien zeigen ein eigenes Gesicht. Ihre Ätiologie, das klinische Bild und ihre Prognose sind anders als bei jungen Menschen. Die Therapie der Altersepilepsie folgt deshalb eigenen Kriterien: Bei älteren Patienten sollte die Wahl des am besten geeigneten Antiepileptikums nicht nur auf eine gute Wirksamkeit ausgerichtet sein, sondern vor allem eine günstige Pharmakokinetik und gute Verträglichkeit berücksichtigen. Hier sprechen viele Argumente für Levetiracetam: die niedrige Inzidenz für Nebenwirkungen, geringe kognitive Effekte, kein bekanntes Osteoporoserisiko, keine relevanten Auswirkungen auf das Körpergewicht und die einfache Anwendung. Besonders wichtig für den älteren Patienten ist ein geringes Interaktionspotenzial, das Levetiracetam zu einem Mittel der ersten Wahl in der Epilepsietherapie bei älteren Menschen macht. >>>
+++ Medikamentenversorgung für die Zukunft sichern +++ Vorteile und Sicherheit der individuellen Verblisterung Düsseldorf - Medikamente werden in Deutschland immer häufiger nach dem jeweiligen Bedarf des Patienten in handliche, leicht zu öffnende Tütchen verpackt. Vor allem multimorbide Patienten, die täglich eine Vielzahl unterschiedlicher Arzneien einnehmen müssen, profitieren von dieser Methode der Medikamenten-Zusammenstellung. Gleichzeitig eröffnen sich dem Apotheker neue Geschäftsfelder. Neben der steigenden Nachfrage nach patientenindividueller Verblisterung wächst das Informationsbedürfnis nach dieser neuen Methode. Dem hat die HD Medi GmbH, Garching, Marktführer für Blistersysteme in Europa, Rechnung getragen. Gemeinsam mit der AvP Service AG, Düsseldorf, Deutschlands größtem privaten Rezeptabrechnungsunternehmen für Apotheken, veranstaltete sie die Podiumsdiskussion „Die Zukunft der Medikamentenversorgung“ im Rahmen der diesjährigen EXPOPHARM. Vertreter aus Apotheke, Pflegeheim und medizinischem Dienst der Krankenversicherung (MDK) diskutierten über Vorteile und Sicherheit der individuellen Verblisterung. >>>
Signifikante HbA1c-Senkung und weniger Hypoglykämien
Die multizentrische Evaluationsstudie, die den Erfolg der strukturierten geriatrischen Schulung (SGS) bestätigt hat, wurde jetzt in der international renommierten Fachzeitschrift „Age & Ageing“ publiziert. Die Evaluation zeigte, dass ältere Diabetes-Patienten mit der SGS im Vergleich zu einer Standardschulung eine signifikante HbA1c-Senkung, den Rückgang von Unterzuckerungen und eine Verbesserung ihrer Selbstmanagementfähigkeit erreichen können. Die SGS, die die Probleme der geriatrischen Patienten, z. B. kognitive Schwierigkeiten oder eine eingeschränkte Motorik, berücksichtigt, wurde von Dr. med. Dr. Univ. Rom Andrej Zeyfang, Vorsitzender der AG Diabetes und Geriatrie der deutschen Diabetes Gesellschaft, konzipiert und von der BERLIN-CHEMIE AG unterstützt und gefördert. >>>
Paris / Hamburg, 4. August 2009 – Escitalopram (Cipralex®) zeigt sich aufgrund seines einzigartigen Wirkmechanismus bei der Behandlung von Depression anderen SSRIs überlegen. Vor allem ältere Patienten profitieren zudem von dem guten Verträglichkeitsprofil und dem geringen Interaktionspotenzial des hochselektiven SSRI. So hat sich Escitalopram auch in der Langzeitbehandlung älterer Patienten mit schwerer Depression bewährt, wie führende Experten im Rahmen des 9 th World Congress of Biological Psychiatry in Paris bestätigten. >>>
Besserer Schutz für ältere Menschen - Hohe Immunantwort - Einfache Applikation
Pünktlich zur nächsten Grippesaison wird mit INTANZA® 15 μg erstmals ein intradermaler Grippeimpfstoff für über 60-Jährige zur Verfügung stehen. „Bei älteren Menschen ist die Gefährdung durch die saisonale Grippe groß, da das Immunsystem mit zunehmendem Alter schwächer wird. Der neue intradermale Impfstoff ist speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet“, so Prof. Dr. Thomas Weinke, Potsdam. Im Vergleich zur intramuskulären Gabe wird bei der intradermalen Gabe in der Dermis eine stärkere Immunantwort erreicht. Ein neues patentiertes und gebrauchsfertiges Mikronadel-Injektionssystem mit einer sehr feinen und kurzen Nadel garantiert die präzise und zuverlässige intradermale Verabreichung des Impfstoffs. Der neue Impfstoff soll mehr ältere Menschen vor der saisonalen Grippe schützen und dabei helfen, das WHO-Ziel zu verwirklichen, im Jahr 2010 bei Senioren eine Impfrate von 75 % zu erreichen. >>>
TIA – oft unterschätzt und nicht ausreichend behandelt
„Eine transitorische ischämische Attacke ist nicht der vermeintlich harmlose kleine Bruder, sondern eher der böse Kumpel des Schlaganfalls“, betonte Prof. Dr. Frank Erbguth, Nürnberg, beim Satellitensymposium von Boehringer Ingelheim auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin Ende April in Wiesbaden. „Nach einer TIA ist das Risiko für einen Schlaganfall genau so hoch wie nach einem Schlaganfall“, erklärte Prof. Dr. Roman Haberl, München. Daher bräuchten auch TIA-Patienten eine Schlaganfall-Sekundärprävention. Über die Akuttherapie des Schlaganfalls mit Alteplase referierte Prof. Martin Grond, Siegen: „Trotz der positiven Daten aus ECASS 3 zählt für den Patienten weiterhin jede Minute.“ >>>
München – Mit steigendem Lebensalter nimmt auch das Risiko für Knochenbrüche, Krebs, Herzkreislauf- oder andere schwere Erkrankungen zu, die eine Operation erfordern. Ältere und hochbetagte Patienten haben häufig Vorerkrankungen und stellen besondere Herausforderungen an das Operationsteam. Chirurgen verschiedener Fachdisziplinen informieren darüber auf dem 126. Chirurgenkongress. Der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) findet vom 28. April bis 1. Mai 2009 in München statt. >>>
Pfizer lanciert neues Antimuskarinikum mit einzigartiger Pharmakokinetik und überzeugenden Ergebnissen bezüglich Wirksamkeit, Verträglichkeit und Lebensqualität
Für die European Medicines Agency (EMEA) ist die Patientenzufriedenheit eines der wichtigsten Therapieziele bei der Behandlung der überaktiven Blase. Um dieses Ziel zu erreichen, werden hohe Ansprüche an die Arzneimittel gestellt. Gute Wirksamkeit und Verträglichkeit müssen gewährleistet sein – nicht zuletzt, um langfristige Compliance und Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen zu erzielen. >>>
+++ Dresdner Interdisziplinäres Gespräch 2008 +++ Thorakale Tumoren im Alter – eine vielschichtige Herausforderung Welche Besonderheiten sind bei der medizinischen Versorgung älterer Patienten mit thorakalen Tumoren zu beachten? Erste Antworten auf diese vielschichtige Herausforderung, die medizinische und ethische Aspekte gleichermaßen umfasst, gaben die Vorträge und Diskussionen des diesjährigen Dresdner Interdisziplinären Gesprächs. >>>
+++ Inkontinenz bei Mann und Frau – eine interdisziplinäre Herausforderung +++ Experten bündeln ihre Kompetenzen in einem Kontinenz-Zentrum Etwa 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Harn- oder Stuhlinkontinenz. Schätzungen gehen davon aus, dass 2050 jeder dritte Mensch in Deutschland älter als 65 Jahre sein wird. Die Harninkontinenz ist mit einer Häufigkeit zwischen 30-40 % aller Frauen ab 50 Jahren eine bedeutende Volkskrankheit. Eine Hilfe für die Betroffenen ist oft nur durch eine individuelle, spezialisierte Diagnostik und Therapie möglich, in die verschiedene medizinische Fachdisziplinen eingebunden sind. Je besser Spezialisten unterschiedlicher Fachbereiche wie u. a. Gynäkologie, Urologie, Proktologie, Neurologie und Physiotherapie zusammenarbeiten, desto effektiver und effizienter kann eine Behandlung der oft komplexen Krankheitsbilder erfolgen. Um die Möglichkeiten einer solchen Zusammenarbeit zu nutzen, bündeln Experten ihre Kompetenzen in einem Kontinenz-Zentrum und bilden so eine ideale Voraussetzung für eine optimale Betreuung der Patienten.>>>
+++ Den Drang im Griff +++ Mit Neurostimulation gegen Harninkontinenz Etwa sieben bis acht Millionen Frauen und Männer sind in Deutschland von Inkontinenz betroffen: Sie können entweder ihren Harndrang nicht mehr kontrollieren oder haben eine Schließmuskelschwäche des Afters. Harn- und Stuhlinkontinenz sind in der deutschen Öffentlichkeit immer noch große Tabuthemen. Die Hemmschwelle der Betroffenen, sich medizinischen Rat und damit auch Hilfe zu holen, ist hoch. Mittlerweile gibt es für Harn- bzw. Stuhlinkontinenz-Patienten, die bereits viele verschiedene Therapien erfolglos durchlaufen haben, neue Hoffnung: Der Blasen- bzw. Darmschrittmacher! Er stimuliert mit leichten elektrischen Impulsen gezielt die für die Kontinenz zuständigen Sakralnerven.>>>
+++ Nach der Verabschiedung der Pflegereform: +++ gibt es eine aktualisierte Ausgabe „Leitfaden zur Pflegeversicherung" Ab dem 1. Juli 2008 werden zahlreiche Änderungen in Kraft treten, die auch für Demenzkranke wichtig sind. >>>
+++ Schmerztherapie bei multimorbiden und betagten Patienten +++ Eine interdisziplinäre Herausforderung Je älter unsere Patienten sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Schmerzen leiden. Genau untersucht, klagen fast alle über 90Jährigen schmerzhafte Probleme. Nach Kreuz-, Glieder- und Nackenschmerzen werden außerdem als „Altersbeschwerden“ genannt: Erschöpfbarkeit, Müdigkeit in den Beinen, Mattigkeit , Schwächegefühl. Werden Schmerzen nicht behandelt, so führt dies zu verminderter Mobilität mit konsekutiv erhöhtem Sturzrisiko, Verlust der Selbstständigkeit, Schlaflosigkeit und Unruhe sowie Angst und Depression. >>>
„Wir müssen die Demenz als Krankheit akzeptieren und sie nicht länger tabuisieren, wir müssen sie adäquat therapieren und dürfen sie nicht länger ignorieren!“
Das war die Kernaussage einer Podiumsdiskussion zum Thema „Herausforderung Demenz“, zu dem das forschende Pharmaunternehmen Janssen-Cilag mehr als 50 Experten aus der Demenzforschung, aus Demenzkliniken, aus den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenkassenverbänden, aus den Bundestagsfraktionen und den Demenz-Selbsthilfe-Gruppen eingeladen hatte. „Die Öffentlichkeit muss noch sehr viel offener als bisher mit der Krankheit und ihrem typischen Beschwerdebild umgehen. Auch muss noch mehr dafür getan werden, dass die Alzheimerpatienten und ihre pflegenden Angehörigen in Zukunft besser versorgt werden als bisher. Denn auch alte und demente Menschen haben Anspruch auf eine optimale gesellschaftliche Fürsorge!“ >>>
Die Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIAs) haben sich seit rund dreißig Jahren zum unverzichtbaren Bestandteil der Versorgung von schwer psychisch kranken Patienten entwickelt.
In den meisten PIAs werden die Patienten von multiprofessionellen Behandlungsteams betreut, die z.B. aus Ärzten, Pflegekräften, Psychologen und Sozialarbeitern bestehen können. Der multimodale Behandlungsansatz, der dabei verfolgt wird, beinhaltet eine intensive ärztliche Betreuung, Bezugspflege, Ergotherapie und Gruppenangebote. So lassen sich auch schwer kranke Patienten längerfristig stabilisieren.>>>
Unter dem Leitthema „Kontinent bleiben – Kontinent werden“ kamen vom 9. bis 10. November etwa 1.100 Ärzte verschiedener Fachdisziplinen, Angehörige weiterer medizinischer Berufsgruppen sowie Menschen mit Inkontinenzerkrankungen in Kiel zusammen, um die aktuellen Entwicklungen in Therapie und Versorgung der Inkontinenz zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. „Diese hohe Zahl der Teilnehmer am Jahreskongress – auch im zwanzigsten Jahr seit Gründung der Gesellschaft – bestätigt das Konzept der Deutschen Kontinenz Gesellschaft“, so der Kongresspräsident Professor Dr.Klaus-Peter Jünemann. Der 20. Jahreskongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft wird vom 7. bis 8. November 2008 im Congress Center Leipzig mit dem Schwerpunkt „Konservative Therapie und Rekonstruktive Chirurgie bei Harn- und Stuhlinkontinenz“ stattfinden. >>>
+++ Dualer AChE-Hemmer Galantamin als Therapie der ersten Wahl +++ Die häufigste Form von demenziellen Störungen ist die Alzheimer-Demenz. Therapie der Wahl bei leichten bis mittelschweren Fällen sind Acetylcholinesterase(AChE)-Hemmer, die derzeit noch zu wenig eingesetzt werden. Denn von den ca. 600.000 an Alzheimer-Demenz leidenden Patienten erhalten nur ca. 26% eine Therapie mit einem modernen Antidementivum
Lange Jahre wurde Harn- und Stuhlinkontinenz als alleiniges hygienisches und soziales Problem angesehen.
Denn Inkontinenz bedeutet für den Betroffenen Ausschluss aus der Gesellschaft und damit Verlust der Lebensqualität. Dabei sind stuhlinkontinente Personen schwerwiegender betroffen, als Kranke mit Harninkontinenz. Für Ältere bedeutet das Auftreten von Inkontinenz Scham, Rückzug, Isolation, geistiger und körperlicher Abbau und letztendlich die Aufnahme in ein Altersheim.
Die medizinische Behandlung von Menschen mit Demenz in Pflegeheimen muss dringend verbessert werden.
Dies gilt umso mehr, wenn die Betroffenen, was häufig vorkommt, noch an weiteren Krankheiten leiden. Die Mediziner hatten in zwei Heimen die Versorgung derjenigen Demenzpatienten untersucht, bei denen zusätzlich eine Inkontinenz vorlag. In den allermeisten Fällen wurden die Krankheitsursachen falsch zugeordnet. Darüber hinaus konstatiert die Studie eine fragwürdige medizinische Versorgung und einen unangemessenen Einsatz von Medikamenten.
Drohende oder plötzliche Krankenhausaufenthalte stellen alle Menschen vor große psychische Belastungen.
Für Menschen mit Demenz können sie aber zum 'Horrortrip' werden", erläutert die KDA-Pflegeexpertin und Psychologin Christine Sowinski. "Ihre Orientierungsschwierigkeiten können sich so sehr verstärken, dass sich die Symptome einer bisher vielleicht unerkannten Demenz womöglich erstmals zeigen oder gar verschlimmern.
+++ Produktinnovationen ermöglichen eine wirtschaftliche Inkontinenzversorgung +++ Produktinnovationen können einen Beitrag zur Sicherung einer finanzierbaren Inkontinenz-versorgung und zur Entlastung der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung leisten. Darauf hat TENA, Weltmarktführer von aufsaugenden Inkontinenzprodukten in Nürnberg hingewiesen.
+++ Neues Medikament gegen die Altersblindheit? +++ Häufigste Ursache für eine erhebliche Sehbehinderung im Alter ist in Industrieländern die altersabhängige Makuladegeneration, kurz AMD. Während gegen die so genannte "feuchte" AMD mittlerweile wirksame Medikamente zur Verfügung stehen, gibt es gegen die "trockene" Variante bislang keine Therapie. In diese Lücke stößt das neue Medikament Fenretinide.
+++ Training schützt vor Sturz im Alter +++ Ein spezielles Trainingsprogramm kann die Bewegungsfähigkeit älterer, an Demenz erkrankter Menschen verbessern und deren Sturzrisiko mindern. Dieses Trainingskonzept wurde von Privatdozent Dr. Klaus Hauer vom Bethanien-Krankenhaus Heidelberg entwickelt.
+++ Durch Automatisierung im häuslichen Bereich mehr Sicherheit für ältere Menschen +++ Einen visuellen berührungslosen Sturzmelder, der älteren Personen Sicherheit im gewohnten häuslichen Umfeld gibt, hat Jens Spehr, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Robotik und Prozessinformatik der Technischen Universität Braunschweig, entwickelt.