+++ Nabelschnurblutstammzellen +++ Entnahme und Anwendung aus der Sicht des Geburtshelfers. 12. April 2012 – Kaum ein anderes medizinisches Thema hat in jüngster Vergangenheit so für Aufsehen gesorgt wie das Nabelschnurblut bzw. die Stammzellentherapie. Kann man mit einer Stammzellentherapie und mit Nabelschnurblut wirklich Leben retten? Ist eine frühzeitige Entnahme von Nabelschnurblut und die damit verbundene Voraussetzung zur Therapiegrundlage wirklich eine einmalige Chance, spätere und vor allem ernste Erkrankungen zu therapieren? Nabelschnurblut ist im Gegensatz zu früheren Annahmen auch zur Transplantation bei Erwachsenen geeignet. Laut Transplantationsstatistik von NETCORD3, ein Zusammenschluss öffentlicher Nabelschnurblutbanken, erfolgten bis März 2010 rund 52 Prozent der Transplantationen bei Erwachsenen. Seit 2008 werden mehr Nabelschnurblut-Präparate bei Erwachsenen als bei Kindern eingesetzt. Gegenwärtig gibt es weltweit 673 Studien mit Nabelschnurblut – die Mehrzahl davon (443) in den USA. In Europa gibt es lediglich 94 Studien. Dabei hinkt insbesondere Deutschland der internationalen Entwicklung hinterher. >>>
+++ Uteruskarzinom +++ Gesamtzahl der aktuellen Todesfälle hat sich weiter erhöht! 08. April 2012 – Die Anzahl von Frauen, die an Gebärmutterkrebs stirbt, ist laut Cancer Research UK im vergangenen Jahrzehnt um fast 18 Prozent angestiegen. Aktuelle Daten zeigen, dass heute mehr Erkrankungen diagnostiziert werden. Die Frauen leben nach der Diagnose länger. Die Gesamtzahl der Todesfälle hat sich jedoch ebenfalls erhöht. Experten wie Rachael Gormley argumentieren, dass die Zunahme an Fettsucht für den Anstieg verantwortlich ist.
Cancer Research UK hält die aktuellen Sterbezahlen für äußerst Besorgnis erregend. In der vergangenen Dekade ist die Sterblichkeit von 3,1 auf 3,7 pro 100.000 Frauen angestiegen. 2010 starben 1.937 Frauen in England an dieser Krebsform. Cancer-Research-UK-Experte Jonathan Ledermann betont, dass es äußerst Besorgnis erregend ist, dass mehr Frauen an Gebärmutterkrebs sterben. „Trotzdem ist es aber so, dass die Überlebenschancen heute besser sind als je zuvor", so der Experte. >>>
+++ Moderne Antikörpertherapie +++ Neue Perspektiven für Frauen mit Eierstockkrebs. 05. April 2012 – Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 10.000 Frauen mit der schweren Diagnose konfrontiert. In der medikamentösen Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs wurde erstmals nach fast 15 Jahren ein Fortschritt erzielt: Das neue Medikament, ein sogenannter Angiogenesehemmer, greift den Tumor gezielt an und verzögert damit das Fortschreiten der Krebserkrankung.
Für die betroffenen Frauen ist dies ein großer Vorteil: Die Therapie ermöglicht ihnen mehr Zeit, die sie – trotz der schweren Erkrankung – weitestgehend beschwerdefrei verbringen können. >>>
+++ Zervixkarzinom +++ Kohortenstudie aus Schweden zeigt: Früherkennungsscreening senkt die Mortalität.
03. April 2012 – Wird die Diagnose Zervixkarzinom bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung gestellt, bestehen bessere Heilungs-chancen, als wenn es bereits zu Symptomen gekommen ist. Gebärmutterhalskrebs kann mithilfe einer gynäkologischen Untersuchung und dem Pap-Test bereits im Frühstadium erkannt werden. Wird das Früherkennungsscreening fachgerecht durchgeführt, haben die Betroffenen im Falle einer Erkrankung gute Heilungschancen. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus den Ergebnissen einer schwedischen Studie in der Fachzeitschrift British Medical Journal ziehen.
Die Forscher hatten den Krankheitsverlauf über durchschnittlich achteinhalb Jahre bei mehr als 1.000 Frauen verfolgt, die zwischen 1999 und 2001 die Diagnose Gebärmutterhalskrebs bekommen hatten. Neun von zehn Frauen, bei denen die Diagnose während der normalen Früherkennungsuntersuchung gestellt worden war, konnten geheilt werden. Dies gelang bei den Frauen, die wegen Symptomen...>>>
+++ Mammographie +++ Zwanzig-Jahres-Ergebnisse aus einem Brustkrebs-Screening-Programm in den Niederlanden zeigen einen signifikanten Rückgang der Todesfälle. 27. März 2012 – Rotterdam, Das Mammographie-Screening hat in den letzten zwanzig Jahren zu einem signifikanten Rückgang der Brust-krebssterblichkeit geführt, erklärten Forscher aus den Niederlanden auf einer Fachkonferenz in Wien. In den Niederlanden werden seit 1989/90 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre zu einer Mammographie einbestellt. 1998 wurde die Altersgrenze auf 75 Jahre erweitert. Das niederländische Brustkrebsscreening verfügt damit im internationalen Vergleich mit über die längsten Erfahrungen. Mit einer Teilnahmerate von 81,5 Prozent wird das Angebot von den Frauen im hohen Maße genutzt. "Wir sind überzeugt, dass die Vorteile des Screening-Programms alle negativen Effekte überwiegen, so Dr. Jacques Fracheboud, ein leitender Forscher an der Erasmus University Medical Center (Rotterdam, Niederlande)". >>>
+++ Brustkrebs +++ Herceptin als subkutane Injektion ebenso wirksam wie Herceptin iv: HannaH-Studie bestätigt Wirksamkeit der patientenfreundlichen Verabreichungsform. 27. März 2012 - Subkutan appliziertes Herceptin (Trastuzumab) ist ebenso wirksam und sicher wie Herceptin®, das intravenös verabreicht wird. Dies bestätigen die im Rahmen der 8. European Breast Cancer Conference (EBCC-8) in Wien erstmals präsentierten Ergebnisse der Studie HannaH. Damit wird die subkutane Applikationsform zukünftig sicherlich zu einer wichtigen und vor allem sehr patientenfreundlichen Alternative zu intravenös verabreichtem Herceptin.
In Zukunft wird es für die Patientinnen mit einem HER2-positiven Brustkrebs möglich sein, die über viele Monate dauernde Herceptin-Therapie ohne Infusion, ohne Port und ohne lange Aufenthalte in Klinik oder Praxis zu erhalten. >>>
+++ Leben! – trotz Krebs +++ Lebensperspektiven dank Angiogenesehemmung. 22. März 2012. „Kein Stein liegt mehr auf dem anderen. Es ist, als hätte ein Seelenbeben von uns Besitz genommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Ursula Goldmann-Posch, Gründerin und Vorstandsmitglied von mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V., ihre Empfindungen nach der Diagnose Krebs. Jahr für Jahr erleben allein in Deutschland fast eine halbe Million Menschen Ähnliches. Dank einer zielgerichteten Therapie hat Ursula Goldmann-Posch ihre schwere Erkrankung wie viele andere Betroffene überlebt. Maßgeblich ermöglicht werden diese Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten durch die Entwicklung neuer, zielgerichteter Medikamente, wie zum Beispiel Bevacizumab (Avastin®). Der Angiogenesehemmer, der sich gezielt gegen das Wachstum des Tumors richtet, hat die onkologische Therapie-landschaft in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderes Medikament verändert. Doch wie genau definiert sich der Nutzen der anti- angiogenen Therapie für den Patienten? Und welche Erwartungen kann und muss eine moderne Krebstherapie heute erfüllen? >>>
+++ Uterusmyome +++ Neue, zielgerichtete Option zur medikamentösen Therapie gutartiger Tumoren. 15. März 2012 – Mindestens 25 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter haben Myome. viele davon, ohne es zu wissen, denn Myome in der Gebärmutter bereiten oft keine merklichen Beschwerden. Die Muskelgeschwulst wird oft nur zufällig bei einer gynäkologischen Untersuchung entdeckt. Große Myome oder aber auch solche, die ungünstig in der Gebärmutter liegen, können zu Menstruationsstörungen führen und ein Grund für unregelmäßige, starke oder lang anhaltende Regelblutungen sein. Drückt ein Myom auf die Harnblase, kommt es zu Blasenproblemen wie verstärktem Harndrang oder Harninkontinenz. Ein Myom kann Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auslösen. Selten stellen Myome auch den Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch, eine Früh- oder eine Fehlgeburt dar. Esmya® bietet hier eine effektive, gut verträgliche Behandlungsoption, mit der die Nachteile bisheriger Therapien vermieden werden können. >>>
+++ Mammakarzinom +++ RKI zu Brustkrebssterblichkeit im EU-Vergleich: Deutschland hat nicht die höchste Sterberate. 12. März 2012 – Entgegen verschiedener Medienberichte liegt die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland im europaweiten Vergleich nicht am höchsten. Die zitierte Analyse vergleicht lediglich die Ergebnisse aus sechs Ländern und stützt sich auf teilweise veraltete Daten. In 2009 lag die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland nur minimal über dem EU-Durchschnittswert. Grundlage für diese Berichte war ein Artikel einer Forschergruppe um Matteo Malvezzi in der Fachzeitschrift "Annals of Oncology". Darin prognostizieren die Wissenschaftler die Krebssterblichkeitsraten in Europa für das Jahr 2012. Als Basis für ihre Schätzung dienen dabei Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zu Todesursachen in der Bevölkerung innerhalb der letzten Jahre. Seit 1999 nimmt die Zahl der Menschen ab, die an Krebs sterben, berücksichtigt man bei der Berechnung den Einfluss der steigenden Lebenserwartung. Die reißerische Schlagzeile: „Deutschland hat höchste Brustkrebs-Todesrate Europas“ ist daher nicht gerechtfertigt.>>>
+++ G-BA-Entscheid +++ Blutzucker-Screening auf Schwangerschaftsdiabetes wird Kassenleistung. Berlin, 2. März 2012 – Bei fast vier Prozent aller werdenden Mütter in Deutschland stellen Ärzte die Diagnose Gestationsdiabetes. 2010 waren rund 24000 Frauen betroffen. Für das Kind können die hohen Blutzuckerwerte der Mutter langfristige Folgen haben: es läuft Gefahr, selbst übergewichtig zu werden und an Diabetes Typ 2 zu erkranken.
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und andere Fachgesellschaften fordern seit langem Reihenuntersuchungen auf Gestationsdiabetes (GDM) mittels Blutzuckerbelastungstest. Am 3. März 2012 ist das Screening nun auf Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) verbindlich in die Mutterschaftsrichtlinien als Kassenleistung aufgenommen worden. Die DDG und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe begrüßen diese Entscheidung. >>>
+++ Mammakarzinom +++ Kohorten-Studie zeigt: Kognitive Langzeitdefizite noch 20 Jahre nach Chemotherapie 1. März 2012 – Die Zusammenfassung einer Studie im Journal of Clinical Oncology zeigt, dass Frauen, die zwischen 1976 und 1995 die Kombination aus Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-Fluorouracil (CMF) in der adjuvanten Chemotherapie des Mammakarzinoms erhielten, die Überlebenschancen bei dieser Krebserkrankung deutlich verbesserten. CMF war der Standard der Versorgung von Brustkrebs weltweit. Frühere Studien zeigten jedoch, dass diese Behandlung die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen kann. Zahlreiche Patientinnen klagten über eine vermehrte Vergesslichkeit und Defizite der Denkfähigkeit, die in früheren Studien allerdings noch 5 bis 10 Jahren nach der Therapie nachweisbar waren. Unseres Wissens ist dies die erste Studie, die zeigt, dass subtile kognitive Defizite langfristiger Auswirkungen der Chemotherapie, vor allem von früheren Regimen sind", sagte einer der älteren Autoren Sanne B. Schagen, PhD, Gruppenleiter an der Abteilung für Psychosoziale Forschung und Epidemiologie an der niederländischen Krebsinstitut / Antoni van Leeuwenhoek Hospital in Amsterdam. >>>
+++ Ovarialkarzinom +++ Fortschritt durch Angiogenesehemmung: Zulassung für Bevacizumab beim Ovarialkarzinom 22. Februar 2012 - Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 10.000 Frauen mit der schweren Diagnose konfrontiert. In der medikamentösen Behandlung der betroffenen Frauen wurde jedoch seit fast 15 Jahren kein klinisch relevanter Fortschritt erzielt. Umso höher ist die aktuelle Zulassung von Bevacizumab einzuschätzen:
Der Angiogenesehemmer ist seit Dezember 2011 für die Primär-Therapie des fortgeschrittenen epithelialen Ovarialkarzinoms mit primärem Befall des Bauchfells oder der Eileiter in den FIGO-Stadien IIIB bis IV zugelassen. Bevacizumab wird in der Dosierung 15 mg/kg Körpergewicht alle drei Wochen initial zur Standardchemotherapie (6 Zyklen Paclitaxel 175 mg/m² plus Carboplatin AUC 6) und anschließend kontinuierlich als Mono- therapie über insgesamt 15 Monate oder bis zum Progress verabreicht. >>>
+++ Wege zur personalisierten Brustkrebs-Therapie +++ Charité startet neues EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY - In diesem Projekt werden die Untersuchungen sehr eng mit klinischen Studien der German Breast Group (GBG) verknüpft. 20. Februar 2012 – Die Therapie von Brustkrebs genauer auf die jeweilige Patientin abzustimmen und so erfolglose Behandlungen zu vermeiden: Dieses Ziel haben sich die Charité - Universitätsmedizin Berlin und elf Partnerinstitutionen aus insgesamt sechs Ländern gesetzt. Sie gaben jetzt den Startschuss für das EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY.
Schlüssel zum Erfolg soll die Entwicklung neuer Biomarker-Tests sein, wie Prof. Carsten Denkert, Leiter des Projekts am Institut für Pathologie der Charité, erläutert. Biomarker-Tests geben Hinweise darauf, ob und wie eine Behandlung sich bei der jeweiligen Patientin auswirkt. Die Tests sollen bereits vor der operativen Tumor-Entfernung die Vorhersage erleichtern, welche Therapie bei einer Patientin erfolgversprechend ist. >>>
+++ Mammakarzinom +++ Verbesserung der Lebensqualität durch die Misteltherapie mit Iscador 17. Februar 2012 – In Deutschland hat das Mammakarzinom mit 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr die höchste Inzidenz (25,9 Prozent) und Mortalität (17,1 Prozent) aller Krebsarten bei Frauen. Die Behandlung erfordert in der Regel eine multimodale Therapie mit primärer Operation, gefolgt von adjuvanter Strahlen-, Chemo- und/oder Hormontherapie. Wegen der häufigen Nebenwirkungen adjuvanter Therapien, insbesondere der Chemotherapie und des Risikos einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität, gewinnt die komplementäre Therapie mit Mistelextrakten immer mehr an Bedeutung. So berichten Ärzte einstimmig über eine bessere Lebensqualität der Patientinnen, die ergänzend zur Chemotherapie eine Misteltherapie erhielten. Mistelpräparate haben zudem immunmodulierende Eigenschaften, so dass auch ein schützender Effekt gegen die Chemotherapie-bedingte Neutropenie vermutet wird. >>>
+++ Brustkrebs und skelettbezogene Komplikationen +++ Mehr Lebensqualität trotz Knochenmetastasen: Denosumab verzögert SRE bei soliden Tumoren gegenüber Standardtherapie 5. Februar 2012 – Etwa 480.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Die Zahl der Neuerkrankungen, so schätzen Experten, werden bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Aufgrund des medizinischen Fortschritts können mittlerweile immer mehr Betroffene geheilt oder zumindest in einer stationären Phase gehalten werden. Bei vielen Patienten im fortgeschrittenen Stadium bilden sich sehr häufig Knochenmetastasen insbesondere, wenn es sich um ein Prostata- oder Mammakarzinom als Primärtumor handelt. Ossäre Metastasen können zu typischen skelettbezogenen Komplikationen (SRE) führen, die in der Regel mit starken Schmerzen und langen Klinikaufenthalten einhergehen. „Krebspatienten verdienen nicht nur die beste Chemotherapie, sondern auch die beste supportive Behandlung zur Prävention skelettaler Ereignisse und Aufrechthaltung einer hohen Lebensqualität“, so Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar, München. >>>
+++ Ibandronat +++ Wirksamkeit erneut im klinischen Alltag bestätigt 27. Januar 2012 – Die Wirksamkeit von Ibandronat in der Therapie des ossär metastasierten Mammakarzinoms wurde erneut unter Alltags-bedingungen nachgewiesen: Ibandronat reduziert – ungeachtet der Vorbehandlung der Patienten – schnell und dauerhaft Schmerzen und zeigt wiederholt ein günstiges renales Verträglichkeitsprofil. Dies belegen die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung, die als Publikation zur Verfügung steht. In der bislang größten Datenerhebung zu Ibandronat (Bondronat®) an 3.515 Patienten stand die Untersuchung von Schmerz-reduktion, Analgetikaverbrauch und renaler Verträglichkeit unter Alltagsbedingungen im Fokus. Die Patienten erhielten über einen Zeitraum von 24 Wochen Ibandronat in der Standard-Dosierung i.v. (6 mg alle 3-4 Wochen oder oral 50 mg/Tag). Die Auswertung der nicht-interventionellen Studie (NIS) zeigt, dass Ibandronat die Schmerzen schnell und anhaltend senkt. >>>
+++ Skandal um fehlerhafte Brustimplantate +++ Billig-Brustimplantate-Hersteller will unter anderem Namen weiter produzieren 30. Dezember 2011 – Der Firmenchef von PIP (Poly Implant Prothèse), französischer Hersteller möglicherweise krebserregender Brustimplantate, will weiterhin medizinische Produkte herstellen. Weltweit sollen etwa 400.000 bis 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen des Herstellers PIP tragen. Die genaue Zahl der in Deutschland Betroffenen ist bislang unbekannt. Nach Informationen der französischen Tageszeitung „Nice Matin“ meldete Jean-Claude Mas bereits auf den Namen seiner beiden Söhne eine neue Firma zur Produktion von Implantaten an. Beim Handelsgericht in Toulon sei im Juni das Unternehmen France Implant Technologie (FIT) eingetragen worden. Vater Jean-Claude sei als kaufmännisch-technischer Berater vorgesehen gewesen. Laut dem Handelsregister von Toulon handelt es sich um ein Unternehmen, das chirurgisches und zahntechnisches Material herstellt. Dem Geschäftsplan zufolge, den „Nice-Matin“ veröffentlichte, will FIT aber Brustimplantate produzieren und greift dabei „dank seiner Mitarbeiter“ auf eine 30-jährige Erfahrung zurück. Neben Mas sollen zwei weitere PIP-Führungskräfte in dem neuen Unternehmen arbeiten. >>>
+++ Qualitätssiegel +++ Neue Untersuchungen dokumentieren die hohe Versorgungsqualität an zertifizierten Brustkrebszentren 5. Dezember 2011 – Bei jährlich 55.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs in Deutschland und über 20.000 Frauen, die daran sterben, ist in der Brustkrebsbehandlung das Zusammenwirken aller Fachrichtungen gefordert. Im Jahr 2000 wurde mit der Entwicklung eines Zertifizierungsverfahrens für Brustkrebszentren begonnen. Die Zielsetzung war eine Verbesserung und Standardisierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) Kliniken, die einen genau definierten Standard bei der Therapie von Betroffenen vorhalten müssen, mit einem Qualitätssiegel.
Die Versorgungsqualität an deutschen Brustkrebszentren mit diesem Qualitätssiegel ist hoch. Zu diesem Ergebnis kommen die beiden Fachgesellschaften in einem gemeinsamen Benchmarking-Bericht auf der Basis der Daten von rund 50.000 Brustkrebs-patientinnen an 246 Standorten in ganz Deutschland. >>>
+++ 3. Münchner Brustkrebs-Symposium +++ Optimale Therapieführung bei Tyrosinkinaseinhibitoren München – Das Mammakarzinom ist weltweit der häufigste bösartige Tumor der Brustdrüse des Menschen. Hauptsächlich kommt es bei Frauen vor – nur etwa jede hundertste dieser Krebserkrankungen tritt bei Männern auf. In den westlichen Staaten ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Am Mammakarzinom sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krebs-erkrankung. In Deutschland erkranken jährlich über 55.100 Frauen an Brustkrebs, davon etwa 23.200 im Alter unter 60 Jahren. Die meisten Erkrankungen treten sporadisch auf, es gibt aber sowohl erbliche als auch erworbene Risikofaktoren. Neben der Heilung sind aber der Erhalt der betreffenden Brust und vor allem der Lebensqualität das erklärte Ziel der medizinischen Behandlung. Das medizinische Vorgehen basiert in hohem Maß auf Erfahrungen aus Studien und ist in weltweit akzeptierten Leitlinien standardisiert. Zahlreiche nationale und internationale Programme zur Früherkennung und zur strukturierten Behandlung sollen die Mortalität künftig senken. >>>
+++ Patienten-Informationsfilm +++ Neue DVD „Brustkrebs“ der Deutschen Krebshilfe hilft Betroffenen Bonn, 27. Oktober 2011 – Brustkrebs ist eine Diagnose, die bei den erkrankten Frauen und ihren Angehörigen große Ängste verursacht. Für die Betroffenen stellen sich viele Fragen, etwa über die Heilungschancen und Therapien, über Nebenwirkungen, Nachsorgemaßnahmen und über Möglichkeiten eines Brust-Wiederaufbaus. In ihrem neuen Patienten-Informationsfilm „Brustkrebs“ beantwortet die Deutsche Krebshilfe diese Fragen. Der Film auf DVD kann kostenfrei angefordert werden.
„Dieser Film soll Betroffenen und ihren Angehörigen zeigen, wie sie ihren eigenen Weg im Umgang mit der Krankheit finden“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Die offenen und sehr persönlichen Schilderungen der betroffenen Frauen und Männer sind dabei eine große Hilfe.“ >>>
+++ Präeklampsie +++ Schwangerschaftsvergiftung erkennen und frühzeitig handeln: Test kann weiteren Krankheitsverlauf prognostizieren Berlin, 20. Oktober 2011 – Ein Bluttest kann bei Schwangeren mit Präeklampsie erkennen, ob ein hohes Risiko für eine baldige Entbindung besteht. Das berichtet ein Forscherteam der Charité - Universitätsmedizin Berlin im American Journal of Obstetrics & Gynecology. Der Test wurde in einer Studie gemeinsam mit der Universitäts-frauenklinik Leipzig und fünf weiteren europäischen Studienzentren klinisch erprobt. Präeklampsie zählt zu den gefährlichsten Erkrankungen in der Schwangerschaft. Sie äußert sich durch Bluthochdruck, Eiweiß im Urin sowie Wassereinlagerungen im Körper. Im Extremfall gipfeln die Symptome in einem Krampfanfall, der für Mutter und Kind tödlich enden kann. >>>
+++ Molekulare Tumordiagnostik +++ Neue internationale Richtlinien zur Diagnose und Behandlung von Brustkrebs Genf, Schweiz – Das Expertengremium der Internationalen Brustkrebskonferenz von St. Gallen hat Oncotype DX® als Prädiktor zur Abschätzung des Nutzens einer Chemotherapie in seine Konsensus-Empfehlungen aufgenommen. Neue internationale Richtlinien betonen die Bedeutung von Behandlungsempfehlungen, die auf Grundlage der individuellen Tumorbiologie der Patientinnen getroffen werden. Die aktuelle Veröffentlichung des alle zwei Jahre vom St. Gallener Expertengremium verabschiedeten Konsensuspapiers, das im August in den Annals of Oncology erschien, betont die Bedeutung der Kenntnis intrinsischer biologischer Subtypen innerhalb des Brustkrebsspektrums. „Wir erleben derzeit einen Wandel des Therapieansatzes bei Brustkrebs. Sowohl die Identifizierung der wesentlichen Tumorsubtypen als auch das bessere Verständnis ihrer biologischen Eigenschaften spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Therapieentscheidung des Arztes “, so Prof. Manfred Kaufmann, Mitglied des Expertengremiums von St. Gallen und Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Goethe-Universität Frankfurt.>>>
+++ Rote-Hand-Brief +++ Lieferabriss von Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) Berlin, 7. September 2011 – Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) ist in bestimmten Situationen zugelassen für die Behandlung von Patientinnen bzw. Patienten mit metastasierendem Mammakarzinom, mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, mit progressivem multiplen Myelom oder mit AIDS-assoziiertem Kaposi-Sarkom. In einer Drug Safety Mail vom 08.08.2011 hatten wir über einen möglichen Lieferengpass von Caelyx® informiert. In einem aktuellen Rote-Hand-Brief weist der Hersteller nun darauf hin, dass es wahrscheinlich zu einem Lieferabriss von Caelyx® in der zweiten Septemberhälfte kommen wird. Ab Mitte November wird wieder eine eingeschränkte Lieferfähigkeit erwartet.
Es wird empfohlen, zunächst keine Patienten neu auf eine Behandlung mit Caelyx® einzustellen, damit bereits auf das Präparat eingestellte Patienten möglichst lange versorgt werden können. Darüber hinaus werden Hinweise zu Behandlungsalternativen gegeben. >>>
+++ Brustkrebs +++ Patientenleitlinie „Brustkrebs II“ in Magdeburg vorgestellt Magdeburg, 25. August 2001 – Betroffene, die an Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium erkrankt sind, haben viele Fragen. Häufig ist es für sie jedoch schwer, die Fachsprache der Mediziner zu verstehen. Ausführliche Informationen in allgemein-verständlicher Form enthält daher die neue Patientenleitlinie „Brustkrebs II – Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung.“ Sie wurde von zahlreichen Experten und Betroffenen gemeinsam entwickelt und auf die Informations-bedürfnisse von Patientinnen abgestimmt. Der Text der neuen Broschüre beruht auf der so genannten „Interdisziplinären S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“. Diese wissenschaftlich begründete Empfehlung zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Brustkrebs wurde in der Patientenleitlinie in eine allgemeinverständliche Sprache für Betroffene „übersetzt“. Dies ist eine der Zielsetzungen des „Leitlinienprogramms Onkologie“, das von den zuvor genannten Organisationen gemeinsam initiiert wurde.
Die neue Broschüre wurde im Rahmen der Bundestagung der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Magdeburg erstmals an Betroffene verteilt. Sie ist bei der Deutschen Krebshilfe kostenlos unter der Telefonnummer 02 28/7 29 90-0 oder im Internet auf www.krebshilfe.de erhältlich. >>>
Prof. Christian Elger
+++ Schwanger mit Epilepsie +++ Das Risiko fürs ungeborene Kind minimieren Berlin, 11. August 2011 – Ärzte können mit der richtigen Medikamentenauswahl für schwangere Epilepsie-Patientinnen das Risiko für das Kind reduzieren. Neue Daten des EURAP Epilepsie- und Schwangerschaftsregisters, die in der Fachzeitschrift Lancet Neurology veröffentlicht wurden, zeigen die Risiko-profile der vier am häufigsten verschriebenen Medikamente gegen Epilepsie. Die Auswertung von fast 4.000 Schwangerschaften in 42 Ländern durch Wissenschaftler um Prof. Torbjörn Tomson (Karolinska Institut, Stockholm) bestätigte zwar, dass alle vier Epilepsie-Medikamente bei hoher Dosierung das Risiko von Geburtsfehlern erhöhen können. „Insgesamt kann jedoch bei einer niedrig dosierten Therapie mit einem einzigen Medikament von einem Missbildungsrisiko ausgegangen werden, dass die Entscheidung für ein Kind nicht wesentlich beeinflussen sollte“, schätzt Prof. Christian Elger von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, die Ergebnisse ein. >>>
+++ Schwangerschaftsdiabetes +++ Neue Leitlinie: Hilfe für Mütter mit Diabetes und ihre Kinder Berlin, 11. August 2011 – Von rund 650.000 Geburten in Deutschland im Jahr 2010 litten fast 24.000 Mütter bei der Entbindung unter Schwangerschaftsdiabetes, Tendenz steigend. Fälle wie das kürzlich in Texas mit 7,3 Kilo geborene „Riesenbaby“ machen deutlich, welche Komplikationen die Krankheit für eine Geburt bedeuten kann. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat in den vergangenen Monaten die Leitlinie Schwangerschaftsdiabetes überarbeitet. Erhöhte Blutzuckerspiegel bei Schwangeren rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, lindere die Folgen für Mutter und Kind, so die DDG. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) legt die DDG jetzt die „Evidenzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Gestationsdiabetes mellitus (GDM)“, eine entsprechende Praxisleitlinie und eine Version für interessierte Laien vor. >>>
+++ Ratgeber +++ Neue Patienteninformationen zum Thema Brustkrebs Berlin – Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat zwei neue Kurzinformationen für Patientinnen mit Brustkrebs entwickelt. Die erste richtet sich unter dem Titel "Brustkrebs – was ist das?" an Frauen mit Brustkrebs im frühen Stadium, die zweite unter dem Titel "Leben mit Brustkrebs" an Betroffene mit fortgeschrittener Erkrankung. Die Informationsblätter stehen allen niedergelassenen Ärzten zum Ausdrucken zur Verfügung, damit sie bei Bedarf betroffenen Frauen persönlich ausgehändigt werden können. Beide Blätter bieten wichtige Informationen in kompakter Form und geben außerdem hilfreiche Tipps. Grundlage für die Empfehlungen bilden die Leitlinien „Brustkrebs: Die Ersterkrankung und DCIS – Eine Leitlinie für Patientinnen“ und „Brustkrebs II – Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung“. >>>
+++ Überzeugende Studiendaten +++ Capecitabin beim Mammakarzinom und bei gastrointestinalen Tumoren Frankfurt am Main – Die orale Chemotherapie mit Capecitabin ist eine hochwirksame und zugleich gut verträgliche Therapieoption in der Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms sowie gastrointestinaler Tumoren. Seit wenigen Wochen ist Capecitabin (Xeloda®) auch in Kombination mit dem Angiogenesehemmer Bevacizumab (Avastin®) für die First-Line-Therapie des HER2-negativen metastasierten Mammakarzinoms zugelassen. Der Antikörper Bevacizumab hat immer dann seine Indikation, wenn eine Kombinations-chemotherapie notwendig ist, beispielsweise wenn ein rasches und zuverlässiges Ansprechen erreicht werden muss. Dies ist bei Vorliegen multipler Organmetastasen oder bei schnell voranschreitender Metastasierung der Fall. Durch die zusätzliche Gabe von Bevacizumab zur Therapie mit Capecitabin konnte die Ansprechrate deutlich verbessert werden. >>>
Prof. Jürgen Dunst
+++ Brustkrebs +++ Lymphknoten nicht komplett entfernen, sondern bestrahlen Berlin, 20. Juli 2011 – Viele Krebserkrankungen bilden zuerst an den Lymphknoten Metastasen. Deshalb entfernen die Chirurgen diese bei vielen Tumor-operationen vorsorglich mit – auch wenn sie nicht erkennbar vom Krebs befallen sind. Eine schonendere Alternative ist eine Strahlentherapie. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer aktuellen Studie an Patientinnen mit Brustkrebs hin. Diese zeigt, dass eine Bestrahlung der Lymphknoten nach der Brustoperation die Gefahr eines Tumorrückfalls senken kann.
„Dass das komplette Entfernen der Lymphknoten die Heilungschancen verbessert, wird heute zunehmend in Frage gestellt“, sagt Professor Dr. med. Jürgen Dunst, DEGRO-Präsident und Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Rote-Hand-Brief zu Anwendungsbeschränkungen für Cardioxane® (Dexrazoxan) Berlin, 19. Juli 2011 – Cardioxane® (Dexrazoxan) ist ein Analogon der Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) mit einer Topoisomerase-II-hemmenden Aktivität. Es wird bei Krebspatienten zur Vorbeugung der Anthrazyklin-induzierten Kardiotoxizität eingesetzt. Der genaue Mechanismus der Kardio-protektion durch Dexrazoxan ist nicht abschließend geklärt. Im Juli 2010 wurde ein Rote-Hand-Brief zu Hinweisen auf ein erhöhtes Risiko für sekundäre Neoplasien bei mit Cardioxane® vorbehandelten Kindern versendet.
Aktuell informiert der Hersteller über folgende, ab sofort gültige Anwendungsbeschränkungen: Dexrazoxan ist kontraindiziert bei Kindern und Jugendlichen aufgrund eines erhöhten Risikos für weitere primäre Neoplasien (insbesondere akute myeloische Leukämie und myelodysplastisches Syndrom), schwerwiegender Knochenmarkdepression und schwerwiegender Infektion sowie aufgrund des unzureichenden Nachweises der klinischen Wirksamkeit. Bei erwachsenen Patienten ist die Anwendung von Dexrazoxan auf fortgeschrittenen und/oder metastasierten Brustkrebs beschränkt. Die Anwendung in Kombination mit einer adjuvanten Brustkrebstherapie oder Chemotherapie mit kurativer Zielsetzung wird nicht empfohlen.>>>
Professor Jalid Sehouli
+++ ASCO Highlights 2011 +++ Neue therapierelevante Daten zur Behandlung des Ovarialkarzinoms Berlin, 7. Juli 2011 – Rund jede zweite Frau mit Ovarialkarzinom erhält bislang nicht die optimale Behandlung. Das beginnt laut Professor Jalid Sehouli, Direktor der Frauenklinik an der Charité Berlin, schon mit der Operation. Diese ist aufwändig, da beim Ovarialkarzinom meist zahlreiche kleine Tumore auf dem Peritoneum sitzen und der Eingriff vom Operateur große Erfahrung verlangt. Doch auch bei der Chemotherapie gibt es nach wie vor Defizite und die Therapie erfolgt häufig nicht so, wie es die Leitlinien vorgeben.
„Doch wir wissen, dass Frauen, die leitliniengerecht behandelt werden, eine deutlich bessere Prognose haben und eindeutig länger leben“, betonte der Mediziner. Mit der Kombination aus Trabectedin plus pegyliertem Doxorubicin (PLD) steht erstmals eine Platin- und Taxan-freie Rezidivtherapie für Patientinnen mit Platin-sensiblem Ovarialkarzinom zur Verfügung, welche die Überlebenszeit der Patientinnen signifikant verlängert. Dies zeigen die Endergebnisse der randomisierten Phase III-Studie OVA-301, deren Ergebnisse auf der diesjährigen ASCO-Jahrestagung in Chicago vorgestellt wurden. Einen besonders deutlichen Überlebensvorteil hatten die Patientinnen mit einem Platin-freien Intervall (PFI) von 6-12 Monaten. >>>
+++ ASCO 2011 +++ Phase-III-Studie beim NSCLC belegt hohe Wirksamkeit von nab-Paclitaxel plus Carboplatin bei bestimmten Subgruppen - Weitere Studien zeigen hohes Potenzial von nab-Paclitaxel-Kombinationen in der First-Line-Therapie des metastasierten Mammakarzinoms bzw. Melanoms.
Chicago – Auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Oncology (ASCO) wurden neue Studienergebnisse zu nab-Paclitaxel (Abraxane®) vorgestellt. Hierbei belegten die Daten der Studie CA031, dass die Kombination des Wirkstoffs mit Carboplatin in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC bei Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom die Ansprechrate gegenüber konventionellem Paclitaxel plus Carboplatin signifikant verbessert. Darüber hinaus bewirkte die Gabe von nab-Paclitaxel eine Verlängerung des Gesamtüberlebens der Patienten über 70 Jahre um 9,5 Monate. Ebenfalls vorgestellt wurden zwei Phase-II-Studien zum Einsatz nab-Paclitaxel-haltiger Regime in der Erstlinienbehandlung des metastasierten Mammakarzinoms bzw. des metastasierten malignen Melanoms, deren sehr gute Ergebnisse eine weitere Untersuchung in Phase-III-Studien rechtfertigen. >>>
+++ Neue Therapieoption bei fortgeschrittenem Brustkrebs +++ Halaven® (Eribulin) - eine neue Substanzklasse in der Chemotherapie Frankfurt – In der Brustkrebstherapie sind in den letzten Jahren große Erfolge zu verzeichnen: Eine verbesserte Früherkennung durch flächendeckendes Mammographie-Screening in Deutschland, erfolgversprechende Innovationen im Bereich der Antihormontherapie und so genannte „targeted agents“ im Einsatz gegen besonders bösartige Tumoren haben zu einer kontinuierlichen Reduzierung der Mortalitätsrate geführt. Auch die Lebensqualität der Patientinnen konnte entscheidend verbessert werden. Dennoch gibt es im metastasierten Stadium des Brustkrebs nach wie vor erheblichen Innovationsbedarf. Speziell im Bereich der Chemotherapie hat sich die Weiter-entwicklung von Wirkstoffen bisher als sehr problematisch erwiesen. Mit Eribulin ist ein neues Chemotherapeutikum zugelassen, das auf einen entscheidenden Fortschritt in der Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms hoffen lässt, so Professor Dr. Gunter von Minckwitz aus Frankfurt. >>>
+++ Therapie des rezidivierenden Ovarialkarzinoms +++ Caelyx® im Licht aktueller Empfehlungen der AGO-Kommission Ovar Berlin – Das Ovarialkarzinom ist die fünfthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Pro Jahr werden etwa 10.000 Neuerkrankungen in Deutschland diagnostiziert. Mit einer Inzidenzrate von 16,5/100.000 entfallen 4,8 % aller bösartigen Tumorneubildungen bei Frauen auf das Ovarialkarzinom. Etwa 10 % der Ovarialkarzinome sind genetisch bedingt. Ein generelles Screening wird für das Ovarialkarzinom nicht empfohlen. Den höchsten Stellenwert unter den bildgebenden Verfahren hat die Transvaginal-sonographie. Caelyx® ist u. a. für die Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom nach Versagen einer platinhaltigen First-Line-Chemotherapie zugelassen und wird von der AGO neben anderen Therapieoptionen zur Rezidivtherapie beim Ovarialkarzinom empfohlen. >>>
+++ ASCO Highlights 2011 +++ Brustkrebs und Gynäkologische Malignome Berlin, Charité – “Patients, Pathways, Progress“ – war das Motto des „ASCO 2011“. Dies bedeutet, dass sich die Forschung immer stärker auf den Nutzen konzentriert, die den Patienten eine bestimmte Therapie erbringt. Basis hierfür ist das Verständnis der „Pathways“ des Tumorgeschehens, was letztendlich den Fortschritt in der Tumor-therapie bringt. Hierauf ist die Entwicklung moderner zielgerichteter Medikamente ausgerichtet. In den Referaten wurden wichtige Beispiele für die Erfolge dieser Forschungsaktivitäten aufgeführt, stellvertretend seien hier einige Ergebnisse genannt. So sind Bevacizumab und Enzastaurin (Angiogenesehemmer) zu nennen, die beim Ovarialkarzinom eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens von fast vier Monaten erbrachten. Ein weiteres Beispiel ist das Nierenzellkarzinom, hier wurde in den vergangenen Jahren die Therapie durch zielgerichtete Substanzen vollkommen neu gestaltet. >>>
+++ Knochenmetastasen +++ Prävention von metastasenbedingten Knochenkomplikationen bei Erwachsenen München – Eine Integrierte Analyse aus drei Phase-III-Zulassungs-Studien mit insgesamt über 5.700 Patienten belegt die Überlegenheit des neuen Wirkansatzes bei mehr als 50 soliden Tumoren. Dies wurde im Rahmen der zweiten Akademie von Amgen „Knochen und Krebs“, die vom 27. bis 28. Mai 2011 in München stattfand vorgestellt1. Diese Metaanalyse zeigt die Überlegenheit von Denosumab (120 mg) gegenüber Zoledronsäure hinsichtlich der Verzögerung des ersten skelettalen Ereignisses (SRE) bei Patienten mit Knochenmetastasen um 17 Prozent bzw. 8,2 Monate. In dieser Analyse erwies sich Denosumab auch im Hinblick auf die Verzögerung des ersten und nachfolgender SRE um 18 Prozent überlegen. Diese Überlegenheit konnte konsistent bei allen soliden Tumor-Typen beobachtet werden. >>>
+++ Der zielgerichtete Weg zum Tumor +++ nab-Technologie ermöglicht Fortschritte in der Krebstherapie Frankfurt/Main – Während Operation, Strahlen- und Chemotherapie neben dem Tumor auch gesunde Zellen und Organe im Körper angreifen können, ist es der Wunsch von Ärzten wie auch von Patienten, zielgerichtete Therapien zu entwickeln, die nur gegen die Krebszellen wirken. Die Taxane Paclitaxel und Docetaxel spielen schon seit Jahren eine wesentliche Rolle in der Tumortherapie. Aufgrund ihrer extrem hydrophoben Natur, benötigt man jedoch Lösungsmittel wie Cremophor EL oder Tween 80, um sie infundierbar zu machen. Wie Prof. Dr. Andreas Schneeweiss, Heidelberg, auf einer von Celgene durchgeführten Pressekonferenz ausführte, bringt dies diverse Nachteile mit sich, die das eigentliche Potenzial der Zytostatika limitieren. So bewirken Solventien etwa eine nicht-lineare Pharmakokinetik der Taxane, wodurch eine Steigerung der Standarddosis nur eine höhere Toxizität, nicht aber eine größerer Effektivität zur Folge hat. >>>
+++ Mammakarzinom +++ Bisphosphonate und Denosumab in der adjuvanten Therapie St. Gallen, 12. Internationaler Brustkrebskongress – Für Zoledronsäure wurde in mehreren Studien ein positiver Effekt auf das krankheitsfreie Überleben und teilweise sogar auf das Gesamtüberleben bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom in der adjuvanten Therapie gezeigt. Beim Konsensus-Meeting 2011 wurde daher diskutiert, ob es für Bisphosphonate neben der Indikation „Knochengesundheit“ auch die Indikation „onkologisch adjuvante Therapie“ geben sollte. >>>
+++ Die Summe der Vorteile für das Plus an Lebensqualität +++ 15 Jahre Bondronat – 15 Jahre Erfolg Grenzach-Wyhlen, 11.4.2011 – Seit über 20 Jahren forscht die Roche Pharma AG an der Wirkstoffgruppe der Bisphosphonate zur Therapie maligner Knochenerkrankungen. Ibandronat (Bondronat®), ein stickstoffhaltiges Bisphosphonat der dritten Generation, feiert nun seinen 15. Geburtstag. Ibandronat blickt auf einen wirkungsvollen Einsatz in der Behandlung der tumorinduzierten Hyperkalzämie und der Prävention skeletaler Ereignisse bei Brustkrebs-Patienten mit Knochenmetastasen zurück. Die Wirksamkeit, gemessen an der Reduktion skeletaler Ereignisse, das günstige Nebenwirkungsprofil von Ibandronat ermöglichen den Patienten seit vielen Jahren ein hohes Maß an Lebensqualität. Auf Basis der langjährigen positiven Daten bei ossär metastasiertem Mammakarzinom hat die AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie) Ibandronat oral wie i.v. in ihren aktuellen Leitlinien erneut mit dem höchsten Empfehlungsgrad (B++) bewertet. >>>
+++ SRE und Knochenschmerzen +++ SABCS: Finale Ergebnisse einer Deutschen Praxisstudie vorgestellt – Ibandronat reduziert erfolgreich Schmerzen und erhält die Nierenfunktion San Antonio (USA) – Ibandronat (Bondronat®) führt zu einer schnellen und andauernden Schmerzreduktion und bestätigt sein günstiges renales Verträglichkeitsprofil auch unter den Bedingungen der klinischen Praxis. Zu diesem Ergebnis kommt die finale Auswertung einer nicht-interventionellen Studie aus Deutschland. Sie stellt die bislang größte Datenerhebung zu Ibandronat dar und wurde im Rahmen des 33. San Antonio Breast Cancer Symposiums (SABCS) vom 08. - 12. Dezember 2010 präsentiert. >>>
+++ Adjuvante Brustkrebstherapie im Wandel +++ Aktuelle Daten bestätigen Exemestan als Aromatasehemmer der ersten Wahl für die adjuvante Switch-Therapie beim postmenopausalen Mammakarzinom Berlin - Aromatasehemmer haben in der adjuvanten Therapie postmenopausaler Patientinnen mit Östrogenrezeptor-positivem Mammakarzinom einen festen Stellenwert. Die Switch-Therapie mit dem steroidalen Aromatasehemmer Exemestan (Aromasin®) ist mit hohen Überlebensraten und einem beherrschbaren Nebenwirkungsprofil assoziiert. Im Rahmen eines Presse-Roundtables präsentierten renommierte Experten neue Studiendaten, die bestätigen, dass die hohe Effektivität von Exemestan nicht durch das Gewicht der Patientinnen beeinflusst wird. Ein weiterer Schwerpunkt waren strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Compliance. Dabei wurde deutlich, dass Exemestan sich im Vergleich zu dem nichtsteroidalen Aromatasehemmer Anastrozol durch eine günstigere Knochenverträglichkeit9 und ein signifikant geringeres Osteo-poroserisiko auszeichnet. >>>
+++ Brustkrebs im Frühstadium +++ Neun Studien belegen: Die Anwendung von Oncotype DX® ist kosteneffizient und reduziert die Anzahl adjuvanter Chemotherapien beim Mammakarzinom Zürich, 16. März 2011 – Im Rahmen der 12. Internationalen Brustkrebs-Konferenz in St. Gallen, Schweiz, präsentierte Genomic Health, Inc. die Ergebnisse von neun Studien, in denen der Einsatz des Oncotype DX® Breast Cancer Assay bei Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium untersucht wurde. Die Studien zeigen, dass sich die Therapieempfehlungen der behandelnden Ärzte in Großbritannien, Deutschland und Spanien in rund 33 Prozent der Fälle nach Kenntnis der Ergebnisse von Oncotype DX® (Recurrence Score®) änderten. Dieser Anteil ist vergleichbar mit Ergebnissen aus US-Studien. Ergebnisse gesundheitsökonomischer Studien aus verschiedenen Ländern belegten außerdem, dass der Einsatz von Oncotype DX® kosteneffizient ist. >>>
+++ Mammakarzinom +++ Gestagenkomponente bestimmt bei kombinierter HRT das Brustkrebsrisiko Düsseldorf – Die kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) geht nach den Ergebnissen der WHI-Studie mit einem leicht erhöhten Brustkrebsrisiko einher. Dieses Risiko wird der aktuellen Datenlage zufolge wesentlich von der Gestagenkomponente bestimmt. Kohortenstudien sowie Fall-Kontroll-Analysen weisen darauf hin, dass Kombinationen mit Dydrogesteron (z. B. in Femoston®) die Wahrscheinlichkeit für ein Mammakarzinom nicht signifikant über das Grundrisiko hinaus erhöhen. Günstige Daten gibt es laut Professor A. O. Mueck, Tübingen, für das neutrale Gestagen auch im Hinblick auf das HRT-assoziierte Insult- und Thromboserisiko. Diese Studiendaten, die per definitionem Teil der Evidenz-basierten Medizin sind, sollten, neben der S3-Leitlinie zur HRT, bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden, betonte er bei einem Symposium auf dem Fortbildungskongress der Frauenärztlichen Bundesakademie in Düsseldorf. >>>
+++ Scheidentrockenheit +++ Vaginalzäpfchen aus der Schweiz gegen Scheidentrockenheit Ialunara® mit Hyaluronat und Vitamin E nun auch in Deutschland erhältlich Pambio-Noranco, Schweiz, 2. März 2011 – Seit Anfang des Jahres steht mit Ialunara® von IBSA ein neues Medizinprodukt zur Verfügung, das sich als Begleit- oder Einzel-therapie bei nicht aggressiven Vaginalerkrankungen, wie z.B. Scheidentrockenheit, Pruritus, Irritationen und Atrophien im Bereich der Vagina, eignet. Das Besondere an dem Vaginalovulum ist der Inhaltsstoff Hyaluronat. Dieser bewirkt eine lang anhaltende Befeuchtung, fördert die Wundheilung und wirkt zudem antiphlogistisch. >>>
+++ Hämophilie und von-Willebrand-Syndrom +++ Neue therapeutische Möglichkeiten durch langwirksame Präparate Wiesbaden – Das Unternehmen Swedish Orphan Biovitrum (SOBI) stellte bei einem Symposium im Rahmen der 55. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) Neuigkeiten aus Forschung und Praxis im Bereich des von Willebrand Syndroms und der Hämophilie vor. Die Ergebnisse einer französischen Beobachtungsstudie belegen die gute Verträglichkeit und Wirksamkeit von Willfact® bei Frauen mit von-Willebrand-Syndrom. Erfahrungen aus der Praxis zeigen ebenfalls eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit des Medikaments. Ein Blick in die Pipeline des Unternehmens, das sich auf die Therapie seltener Krankheiten spezialisiert hat, lässt auf weitere Präparate zur Behandlung der Hämophilie hoffen. >>>
+++ Nabelschnurblut als Zellquelle +++ Funktionelle Regeneration nach Hirnschäden Düsseldorf, 18. Februar 2011 – Die frühkindliche Hirnschädigung führt zu lebenslänglichen Behinderungen. Weltweit sind jährlich tausende Kinder davon betroffen. Spastische Paresen, Choreoathetosen, Ataxien oder sensomotorische Koordinationsstörungen sind die Folgen. In den USA werden die jährlichen Kosten für die Behandlung und Pflege dieser Kinder auf 11,5 Milliarden US Dollar geschätzt. Eine vielversprechende Therapieoption ist das Nabelschnurblut. Es enthält kostbare Stammzellen, deren Qualität einzigartig ist, sie sind jung, körpereigen und unbelastet. HUCBC (human umbilical cord blood cells) -Transplantation ist auf dem Weg in die klinische Anwendung. Innerhalb einzelner Studien wurden Stammzellen schon mit Erfolg bei Lähmungen nach Wirbelsäulenverletzungen, bei Querschnittslähmungen und bei Parkinson eingesetzt. >>>
+++ Behandlung des Ovarialkarzinoms +++ Verlängerung des platinfreien Intervalls und Gesamtüberlebens mit Trabectedin Berlin – Etwa eine bis zwei von hundert Frauen im 50. bis 70. Lebensjahr erkrankt im Laufe ihres Lebens an einem Ovarialkarzinom. Damit ist es eine der häufigsten Krebserkrankungen der Frau. Die Gesamtmortalitätsrate von 7 - 11 Todesfällen pro 100.000 pro Jahr ist in den letzten 30 Jahren nur geringfügig zurückgegangen. Durch eine Behandlung mit dem ursprünglich in marinen Seescheiden entdeckten Wirkstoff Trabectedin kann bei Frauen mit rezidiviertem Ovarialkarzinom das platinfreie Therapie-intervall signifikant verlängert werden. Die Trabectedin-Gabe wirkt sich den vorliegenden Daten zufolge auch günstig auf das Ansprechen auf einen späteren platinhaltigen Therapiezyklus aus und verlängert zudem insgesamt statistisch eindeutig das Gesamtüberleben der betroffenen Frauen. >>>
+++ 15 Jahre Bondronat +++ Bewährte Therapie bei ossär metastasiertem Mammakarzinom Frankfurt - Der Einsatz des Bisphosphonat Ibandronat (Bondronat®) hat sich nun schon seit fünfzehn Jahren in der Supportivtherapie des metastasierten Mammakarzinoms bewährt. Bei etwa 75 Prozent der Patientinnen mit Mammakarzinom erfolgt eine ossärer Metastasierung. Dies stellt eine hohe Gefährdung für skelettale Ereignisse und oft starke Knochenschmerzen dar. Der Einsatz von Bisphosphonaten ist mittlerweile ein integraler Bestandteil der multimodalen, mechanismus-orientierten Schmerztherapie. „Seit 15 Jahren wird das stickstoffhaltige Bisphosphonat Ibandronat in der Therapie von Krebspatienten eingesetzt und hat seine Wirksamkeit und Verträglichkeit in den vergangenen Jahren umfassend unter Beweis gestellt“, sagte Professor Ingo J. Diel, Mannheim. >>>
+++ Ovarialkarzinom +++ Im Fokus der Therapie: Anti-Angiogenese Frankfurt – Nach jahrelangem Stillstand zeichnet sich in der Primärtherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms jetzt erstmals ein Fortschritt ab: Als erste und bisher einzige zielgerichtete Substanz zeigte der VEGF-Antikörper Bevacizumab (Avastin®) einen signifikanten Vorteil gegenüber der Standard-Chemotherapie (Paclitaxel und Carboplatin). Experten gehen davon aus, dass sich mit dem Einsatz von Bevacizumab künftig ein neuer Standard in der Primärtherapie des fortgeschrittenen Ovarial-karzinoms etabliert. >>>
+++ Blutgerinnung in der Schwangerschaft +++ Wann muss der Gynäkologe unbedingt genauer hinschauen? München – Schwere peripartale Blutungen sind eine der Hauptursachen der Müttersterblichkeit und treten meist ohne Vorwarnzeichen auf. Die drohenden Folgeerkrankungen sind Schockzustände, Gerinnungsstörungen sowie Beatmungsprobleme. Gynäkologen über indikationsrelevante Gerinnungsstörungen aufzuklären und zu vermitteln, dass Ärzte dieses Fachgebietes Erkrankungen der Hämostase nicht den Spezialisten überlassen müssen, sondern auch aktiv an der Erkennung mitwirken können, war das Ziel eines Symposiums auf dem diesjährigen 58. Kongress der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in München. >>>
+++ Weltpremiere an der Charité +++ Geburt im offenen MRT: Kooperation von Radiologie und Geburtsmedizin führt zum Erfolg Berlin – Einem interdisziplinären Team von Wissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin gelang jetzt eine Weltpremiere, sie realisierten erstmals die Geburt eines Kindes in einem offenen Magnetresonanztomographen (MRT). Durch das Zusammenwirken des Geburtsmediziners Dr. Christan Bamberg, des Radiologen Dr. Ulf Teichgräber und dem Ingenieur und Projektleiter Felix Güttler gelangen einzigartige Bilder vom Körperinneren der Mutter und der Bewegung des Kindes im Geburtskanal bis zum Austritt des Kopfes. Die Geburt verlief ohne Komplikationen. Mutter und Kind sind wohlauf. >>>
+++ Brustkrebs früh erkennen +++ Wie helfen neue Ultraschallverfahren? Mainz, 21. Oktober 2010 – Vor einigen Jahren wurde in Deutschland das Mammografie-Screening zur Früherkennung des Mammakarzinoms bei 50- bis 69-jährigen Frauen eingeführt. Das Ziel der Früherkennung besteht in der Verbesserung der Heilungsraten. Die Mammografie zeigt gute Erfolge bei älteren Frauen mit geringerer Dichte des Brustgewebes. Bei jungen Frauen ist das Drüsengewebe meist dicht. Da hier die Absorption von Röntgenstrahlen hoch ist, werden Karzinome oft übersehen. Ergebnisse großer Ultraschallstudien zeigen, dass die moderne Ultraschalltechnik die Einsatzmöglichkeiten der Mammasonografie wesentlich erweitert hat. Die Methode sollte daher nicht nur als Ergänzung zur Mammografie zum Einsatz kommen, sondern auch zur eigenständigen Diagnostik. >>>
+++ Ultraschall in der Geburtshilfe +++ Fortschritte der Fehlbildungsdiagnostik im ersten Drittel der Schwangerschaft Mainz, 21. Oktober 2010 – Jede Schwangere wünscht sich eine unkomplizierte Schwangerschaft und ein gesundes Kind. Allerdings nimmt mit zunehmendem Alter der Schwangeren auch das Risiko für eine Chromosomenstörung deutlich zu. Während ein solches Risiko bei der 20-jährigen Patientin nur 0,2 Prozent beträgt, liegt dies bei der 35-Jährigen bei 0,5 Prozent, bei der 45-Jährigen bei fünf Prozent und bei der 49-Jährigen bei 12,5 Prozent. Da sich in Deutschland innerhalb der letzten 30 Jahre der prozentuale Anteil der Mütter, die bei Geburt ihres Kindes ein Alter von = 35 Jahren aufweisen, mehr als verdoppelt hat (2008 > 21 Prozent), muss insgesamt auch mit einem höheren Prozentsatz an fetalen Chromosomenaberrationen gerechnet werden. >>>
+++ 10 Jahre Herceptin® +++ HER2-positiver Rezeptorstatus als signifikanter Überlebensvorteil Frankfurt am Main, September 2010 – Die Entwicklung von Trastuzumab (Herceptin) hat die Brustkrebstherapie revolutioniert. Wurde die Diagnose eines HER2-positiven Mammakarzinoms zuvor mit einer ungünstigen Prognose assoziiert, steht den betroffenen Patientinnen seit 10 Jahren eine moderne und zielgerichtete Therapieoption zur Verfügung, die den HER2-positiven Rezeptorstatus in einen signifikanten Überlebensvorteil gewandelt hat. Zahlreiche internationale Studien belegen die Überlegenheit der Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms mit Trastuzumab gegenüber Trastuzumab-freien Behandlungsschemata. Beispielhaft dafür steht HERA, ein Studien-programm mit weltweit über 5.000 Patientinnen mit HER2-positiven Brustkrebs im Frühstadium, das die Trastuzumab-Therapie über ein oder zwei Jahre plus Chemotherapie mit alleiniger Chemotherapie vergleicht. >>>
+++ Radiotherapie bei Mammakarzinom +++ TARGIT Verfahren mit INTRABEAM® verkürzt Brustkrebstherapie München 27. September 2010 – Eine der derzeit innovativsten Behandlungsmethoden im Kampf gegen Brustkrebs wird im Rahmen des 58. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) vom 5. bis 8. Oktober in München vorgestellt. Das sogenannte TARGIT Verfahren, die gezielte, hochdosierte Bestrahlung mit INTRABEAM® noch während der operativen Tumorentfernung, verkürzt die mehrwöchige Nachbestrahlung für Patientinnen mit kleinem Mammakarzinom oder erspart sie ihnen sogar ganz. Patientinnen auf der ganzen Welt steht nun eine kürzere und insgesamt schonendere Behandlungsmethode im Kampf gegen Brustkrebs zur Verfügung. Die Wirksamkeit des Verfahrens belegt die TARGIT-A-Studie (TARGeted Intraoperative radioTherapy), eine der größten klinischen Studien im Bereich der intraoperativen Strahlentherapie. >>>
+++ Immer mehr Erstschwangerschaften bei über 35-jährigen +++ Ist das altersabhängige Angebot zur Fruchtwasseruntersuchung noch zeitgemäß? Berlin, September 2010 – Seit Beginn der 90er-Jahre nimmt der Anteil später Erstgeburten bei Frauen ab 35 Jahren stetig zu. Er hat sich innerhalb von zwölf Jahren fast verdreifacht, indem er von 5,7 Prozent auf 16,9 Prozent im Jahr 2003 gestiegen ist. Diese Quote stieg bei den "besonders späten" Erstgeburten, nämlich bei Frauen ab 40 Jahren, zunächst ebenfalls kontinuierlich an. Zusätzlich erfolgte in dieser Altersgruppe seit 1998 jedoch ein verstärkter und im Jahr 2003 sogar sprunghafter Anstieg. 1991 hatten nur 0,8 Prozent der erstgeborenen Kinder eine Mutter von 40 Jahren und älter, im Jahr 2000 waren es 1,8 Prozent und 2003 bereits 3,9 Prozent. Bei dieser Entwicklung handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Ausnahmeerscheinung, sondern aufgrund der kontinuierlichen und in den letzten Jahren weiter zunehmenden Tendenz um den Prozess einer "Normalisierung" später Erstgeburten. >>>
+++ Risikoschwangerschaften +++ Inwieweit beeinflussen die Hormonwerte der Mutter das berechnete Risiko für Fehlbildungen und welche Rolle spielt dabei ihr Gewicht? Berlin, September 2010 – Das Ersttrimester-Screening dient neben der strukturellen Beurteilung des Fetus als Verfahren zur Risikoabschätzung für das Vorliegen bestimmter Chromosomenstörungen, insbesondere der Trisomie 21 (Down-Syndrom) und der Trisomien 13/18. Ziel ist es, Risikoschwangerschaften möglichst frühzeitig zu identifizieren, um der Schwangeren eine auf den Einzelfall bezogene, umfassende Betreuung sowie weiterführende Maßnahmen zur pränatalmedizinischen Diagnostik anbieten zu können. Mittels Ultraschalluntersuchung der sogenannten Nackentransparenz wird die Erkennungsrate für die Trisomie 21 gegenüber der Altersindikation von circa 30 Prozent auf circa 70 Prozent erhöht. Dies bedeutet, dass etwa ein Drittel der Fälle eine unauffällige Nackentransparenz zeigen und mit einem Ultraschall-Screening nicht erkannt werden können. >>>
+++ Gendiagnostikgesetz führt zu Engpass in Elternberatung +++ Zügige Ärztequalifizierung zur Patientenversorgung erforderlich Berlin – Seit Februar 2010 regelt das Gendiagnostikgesetz (GenDG) den Umgang mit genetischen Analysen und Daten von ungeborenen Kindern: Ab Februar 2012 sollen Ärzte allen von derartigen Untersuchungen betroffenen Patienten eine wiederholte qualifizierte Beratung anbieten. Dadurch wird der Bedarf enorm steigen. Die Gendiagnostik-Kommission (GEKO) lässt bislang offen, wie diese Aufklärung genau aussehen soll. Die Fetal Medicine Foundation Deutschland warnt deshalb vor Engpässen in der Patientenversorgung. Sie setzt sich intensiv für eine angemessene und schonende Früherkennung erblicher Erkrankungen ein. Was die doppelte Beratung für die Praxis bedeutet, veranschaulichen einige Zahlen: Allein zur pränatalen Diagnostik nehmen Gynäkologen und Kliniken derzeit jährlich etwa 70.000 Untersuchungen vor. >>>
+++ Folatspiegel vor der Konzeption optimieren +++ Folsäuremangel in der Schwangerschaft gilt als der Hauptrisikofaktor für einen Neuralrohrdefekt beim ungeborenen Kind Berlin – Neuralrohrdefekte können während der Schwangerschaft am Embryo auftreten. Bei der Anlage des Zentralnervensystems (ZNS) tritt eine Störung ein, die den Embryo mehr oder weniger folgenschwer beeinträchtigen können. Neuralrohrdefekte treten (regional unterschiedlich häufig) bei 1 bis 5/1000 Lebendgeburten auf. Die Gesamt-inzidenz müsste dabei wesentlich höher angesetzt werden, würde man auch Schwangerschaften mit einschließen, die (aufgrund der diagnostischen Abklärung im Rahmen der Schwangerschaftsuntersuchungen) vorzeitig beendet werden. Einige Formen von Neuralrohrdefekten sind verschiedene Arten der Spina bifida. Während der vierten und achten Entwicklungswoche in der Schwangerschaft findet die so genannte Embryonalperiode statt, in der die Anlage der wichtigsten Organsysteme stattfindet. Im weltweiten Vergleich sind sehr unterschiedliche Prozentsätze in Bezug auf Neuralrohrdefekte zu verzeichnen. Die Ursachen sind noch nicht eindeutig dokumentiert, es kann neben erblichen Faktoren auch Folsäuremangel eine Rolle spielen. Als gesichert gilt, dass man mit der Einnahme von Folsäure, insbesondere zu Beginn der Schwangerschaft, einen Neuralrohrdefekt am Embryo verhindern kann. >>>
+++ Hirnmetastasen bei Brustkrebs +++ Mit Strahlentherapie die Lebensqualität verbessern Berlin – Im fortgeschrittenen Stadium einer Brustkrebserkrankung bilden sich häufig Metastasen im Gehirn. Ziel der Behandlung ist es dann, die Beschwerden der Betroffenen zu lindern und ihre Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern. Die Strahlentherapie leistet hier einen wichtigen Beitrag. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in einer aktuellen Handlungsleitlinie hin. Zunächst verursachen Hirnmetastasen keine Beschwerden. Später leiden die Patientinnen jedoch unter heftigen Kopfschmerzen und neurologischen Ausfällen. „Oft sind diese ein Zeichen für einen erhöhten Hirndruck, der durch den wachsenden Tumor und die Flüssigkeit verursacht wird”, berichtet Professor Dr. med. Rita Engenhart-Cabillic. >>>
+++ Single-Site-Schlüsselloch-Chirurgie +++ Von der LESS-Chirurgie profitieren sowohl die Patienten als auch der Chirurg Genf – Die Chirurgie entwickelt sich in rasantem Tempo. Aktuell stehen die Reduktion der perioperativen Morbidität, immer weniger traumatisierende Zugangswege und die schnellere Erholung der Patienten im Fokus. Mit dem Ziel, Patienten möglichst optimal und rasch zu behandeln, werden viele traditionelle Bestandteile der stationären Versorgung heute in den ambulanten Bereich verlagert. Die LESS (Laparo-Endoscopic Single-Site) Chirurgie ist einer der innovativsten Ansätze zur Schlüsselloch-Chirurgie. Diese Art von Verfahren ermöglicht es, dem Chirurgen eine Kamera sowie eine Reihe von Instrumenten durch einen kleinen Einschnitt zum Einsatz zu bringen. Die kosmetischen Ergebnisse sind ausgezeichnet; die narbenfreie Operation ist jetzt praktisch zu einer Realität für die Patienten geworden. Das LESS Verfahren kann effizient und sicher durchgeführt werden. Ein Großteil der Patienten war nach den Eingriffen sehr zufrieden, sowohl über die exzellenten kosmetischen Ergebnisse, als auch die rasche Erholung nach der Operation. >>>
+++ Optimale Versorgung von Brustkrebspatientinnen +++ Wie gut sind Prävention, Behandlung und Nachsorge wirklich? Brigitte Overbeck-Schulte Bundesvorsitzende Frauenselbsthilfe nach Krebs, Bonn Hamburg, Senologie-Kongress 2010 – In der Krebsforschung werden ständig neue Entdeckungen gemacht, Screening-Programme zur Früherkennung von Krebs werden von den Krankenkassen aufgelegt, es bilden sich hoch spezifizierte Krebszentren, der psychoonkologischen Betreuung wird eine immer stärkere Bedeutung im Versorgungskontext beigemessen. Es hat in den vergangenen Jahren zudem eine sehr erfreuliche Entwicklung hin zu mehr Patientenorientierung gegeben. Ein Meilenstein war die Einführung der Pflichtförderung von Selbsthilfeorganisationen durch die Sozialversicherungsträger (§ 20 SGB V) im Jahr 2000 und die Einführung der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss (§ 140 f SGB V GMG) im Jahr 2004. Durch diese Maßnahmen des Staates hat die Selbsthilfe und somit die Patientenorientierung eine wesentliche Aufwertung erfahren. Selbsthilfeorganisationen sind heute ein integrativer Bestandteil und wesentlicher Akteur im Versorgungssystem. Es tut sich also viel im Bereich der Versorgung von Krebserkrankten. Aber wie gut sind Prävention, Behandlung und Nachsorge bei näherer Betrachtung wirklich? >>>
+++ S3-Leitlinie Brustkrebs +++ Welchen Nutzen haben Aufklärung und Information für das Arzt-Patienten-Verhältnis? Professor Dr. med. Rolf Kreienberg Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm Hamburg, Senologie-Kongress 2010 – Evidenz- und konsensusbasierte Leitlinien nehmen gerade im onkologischen Bereich einen zunehmenden Stellenwert ein. Hierbei werden nach systematischen Literaturrecherchen methodisch hochwertige wissenschaftliche Publikationen identifiziert und analysiert. An erster Stelle stehen Quellen aggregierter Evidenz (bereits existierende evidenzbasierte Leitlinien, Systematic Reviews, HTA-Berichte) sowie prospektiv randomisiert-kontrollierte Studien. Nach Bewertung von entsprechenden Endpunkten und Effekten der Studien werden durch Konsensusverfahren klinische Handlungsalgorithmen für den Arzt festgelegt. Die Entwicklung solcher evidenzbasierter Empfehlungen und Statements ist jedoch nicht nur für den Kliniker hilfreich, sondern letztlich auch für den Patienten und Betroffenen selbst. Onkologische Patienten beziehen heute ihre Informationen in stärkerem Maße als früher aus elektronischen Medien wie dem Internet. >>>
+++ Onkologische Qualitätssicherung in Deutschland +++ Welchen Beitrag leisten zertifzierte Brustzentren? – Eine Bilanz Professor Dr. med. Diethelm Wallwiener, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Senologie, Geschäftsführender Direktor der Universitäts-Frauenklinik Tübingen Hamburg, Senologie-Kongress 2010 – Die Fakten zur Häufigkeit von Brustkrebs zeigen nach wie vor, wie hoch der Handlungsbedarf bei diesem Thema ist: Das Mammakarzinom ist die häufigste maligne Tumorerkrankung der Frau. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts erkranken in der Bundesrepublik jährlich etwa 47.500 Frauen neu an Brustkrebs, andere Quellen gehen von etwa 55.000 Neuerkrankungen aus. Das mittlere Lebenszeitrisiko beträgt in Deutschland 9,2 Prozent; es erkrankt somit durchschnittlich jede 11. Frau im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Wir haben das Ziel, für die betroffenen Frauen optimale Therapien anzubieten und gleichzeitig die Verpflichtung zur Qualitätssicherung. Dies ist nur möglich, wenn Therapiekonzepte auf der Basis evidenz-basierte Medizin- und Versorgungsforschung überprüft werden. Dafür haben wir gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte multidisziplinäre Brustzentren initiiert. >>>
+++ Zervixkarzinom-Vorsorge +++ HPV-Test statt Pap-Test für Frauen ab 30 Berlin – Eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) bildet die Grundvoraussetzung für die maligne Entartung von Zellen des Gebärmutterhalses. Weltweit kann bei über 99 Prozent der an einem Zervixkarzinom erkrankten Frauen in den Tumorzellen das Virus nachgewiesen werden. Damit ist das Zervixkarzinom der erste Tumor, der ursächlich bekämpft und durch die flächendeckende Kombination von HPV-Imfpung und HPV-Test mittelfristig eradiziert werden kann. Das mittlere Erkrankungsalter beim Zervixkarzinom beträgt etwa 51 Jahre. Nur etwa fünf Prozent der Erkrankten sind jünger als 30 Jahre. Der HPV-DNA-Test kann im Primärscreening des Zervixkarzinoms ab dem 30. Lebensjahr zervikale intraepitheliale Neoplasien früher entdecken und die Zahl invasiver Zervixkarzinome senken. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) den routinemäßigen Einsatz des HPV-Tests zusätzlich zum konventionellen Pap-Test bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr. >>>
+++ Therapie des metastasierten Ovarialkarzinoms +++ Bevacizumab verlängert signifikant das progressionsfreie Überleben bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom Chikago, 6. Juni 2010 – Auf der diesjährigen 46. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden erstmals die Daten der internationalen Phase-III-Studie GOG 0218 der Gynecologic Oncology Group (GOG) vorgestellt. Bevacizumab (Avastin®) mit anschließender Bevacizumab-Erhaltungstherapie verlängerte das progressionsfreie Überleben bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom signifikant um 3,8 Monate im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. In der multizentrischen, doppelblinden Studie, die 1.873 Frauen im mittleren Alter von 60 Jahren mit nicht vorbehandeltem fortgeschrittenen epithelialen Ovarial-, Tuben- oder primärem Peritonealkarzinom einschloss, wurden die Patientinnen, bei denen bereits ein möglichst großer Teil des Tumors operativ entfernt worden war, in drei Arme randomisiert. >>>
+++ EMBRACE-Phase-III-Studie +++ ASCO 2010: Eribulin und das Gesamtüberleben bei lokal rezidivierendem oder metastatischem Brustkrebs Chicago, 6. Juni 2010 - Die Ergebnisse einer Phase-III-Studie, die anlässlich der Jahresversammlung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentiert wurden, belegen, dass Eisais Eribulin-Mesylat die durchschnittliche Gesamtüberlebensdauer bei Patientinnen mit stark vorbehandeltem metastatischem Brustkrebs wesentlich verbessert hat. Diese Ergebnisse wurden im Rahmen einer von der ASCO gesponserten Pressekonferenz präsentiert; weitere Details zur Studie werden in einer mündlichen Präsentation am 8. Juni 2010 bekannt gegeben. Außerdem sollen diese Ergebnisse anlässlich des Programms „2010 Best of ASCO Meeting“ präsentiert werden, das in den USA sowohl in San Francisco als auch in Boston sowie auch in verschiedenen anderen Ländern der Welt in den Monaten nach der ASCO-Jahresversammlung gehalten werden wird.>>>
+++ Brustkrebs mit Lymphknotenbefall +++ Strahlentherapie verbessert die Überlebenschancen Berlin - Erhalten Brustkrebspatientinnen mit befallenen Lymphknoten nach einer Operation eine Strahlentherapie, so verbessern sich ihre Überlebenschancen. Dies gilt unabhängig von der Anzahl der betroffenen Lymphknoten sowie davon, ob die Ärzte nur Teile oder die gesamte Brust entfernt haben. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich neuerer Untersuchungen hin. Eine postoperative Strahlentherapie wird in den Leitlinien nur für den Befall von vier oder mehr Lymphknoten empfohlen. „Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass diese Einschränkung überdacht werden muss”, so DEGRO-Präsidentin Professor Dr. Rita Engenhart-Cabillic. Sie verweist auf eine große dänische Studie mit über 1.150 Patientinnen, die eine postoperative Strahlentherapie erhielten. Diese konnte bei allen Patientinnen die Rückfallquote deutlich senken. „Auch die Überlebensrate stieg signifikant an – ein Effekt, der noch 15 Jahre später nachweisbar war”, so die Radioonkologin. >>>
+++ Therapie von Genitalwarzen +++ Hohe Abheilungsraten und wenig Rezidive mit Veregen® 10 % Salbe Berlin – Seit Anfang März steht mit Veregen® ein neues Therapeutikum gegen Genitalwarzen zur Verfügung, dessen Wirkstoff ein Trockenextrakt aus Grünem Tee mit Catechinen definierter Zusammensetzung ist. In zwei randomisierten, placebokontrollierten und doppelblinden Studien konnte die Salbe unter Beweis stellen, dass hiermit nicht nur hohe vollständige Abheilungsraten erreicht werden, sondern dass die Rezidivrate innerhalb von drei Monaten mit 6,5 Prozent äußerst gering ist. Wie Studienleiter Professor Dr. Eggert Stockfleth vom Hauttumorcentrum Charité (HTCC) im Rahmen der Vorstellung des Präparats vor Dermatologen in Berlin ausführte, ist die gute Verträglichkeit der Salbe ein weiterer Vorteil dieser innovativen Behandlungsmethode. >>>
+++ Monotherapie des metastasierten Mammakarzinoms +++ AGO erweitert 2010 Empfehlung für Capecitabin-Monotherapie Zusätzlich zu den bisherigen Empfehlungen wird die Monotherapie mit Capecitabin (Xeloda®) in den aktuellen Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) erstmals als wirksame First-Line-Therapie positiv bewertet (+). Die AGO empfiehlt Capecitabin als Monotherapie auf Grund der guten Datenlage nun auch als palliative Chemotherapie für die Erstlinienbehandlung. Auch für Patientinnen, bei denen eine sehr intensive Kombinations-therapie nicht in Frage kommt oder solche, die keinen Haarverlust akzeptieren möchten, bietet Capecitabin mono eine ideale Therapieoption. Die gute Verträglichkeit von Capecitabin bei einer hohen Wirksamkeit konnte Stockler in einer randomisierten Phase-III-Studie mit 323 Patientinnen nachweisen. >>>
+++ Leptomeningeale Metastasen +++ Frühzeitige und gezielte Diagnose - effektive und sichere Therapie mit liposomalem Cytarabin Berlin – Leptomeningeale Metastasen (Meningeosis neoplastica, MN) treten bei 5 – 15 Prozent aller Krebserkrankungen auf, am häufigsten bei Lungen- oder Mammakarzinomen, Melanomen und B-Zell-Lymphomen. Unbehandelt führt die MN innerhalb weniger Wochen zum Tod. In Anbetracht dieser Tatsache wird deutlich, von welch hohem Stellenwert eine frühzeitige und sorgfältige Diagnosestellung und eine darauf basierende effektive Therapie ist. Zwei aktuelle Untersuchungen, die im Rahmen des diesjährigen Krebskongresses (DKK) in Berlin vorgestellt wurden, liefern wichtige Erkenntnisse hinsichtlich Diagnostik und Therapie. So belegt die retrospektive Studie von PD Dr. med. Herwig Strik, Marburg, bei 112 Patienten1, dass bei hämatologischen Neoplasien die Liquordiagnostik der Magnetresonanztomographie (MRT) in der Sensitivität deutlich überlegen ist, während das MRT bei soliden Tumoren mit der Liquorzytologie vergleichbar ist. >>>
+++ HER2-positives Mammakarzinom +++ Neue 1st-line Perspektive: Kombination Vinorelbin + Trastuzumab - effektive und verträgliche Alternative zur Standardtherapie Freiburg - Eine First-line-Therapie mit Vinorelbin i.v. in Kombination mit Trastuzumab ist beim fortgeschrittenen HER2-positiven Mammakarzinom ebenso effektiv, jedoch verträglicher, als die bisherige Standardtherapie Docetaxel + Trastuzumab. Dies hat eine Phase-III-Studie gezeigt, deren Ergebnisse im März 2010 auf der European Breast Cancer Conference (EBCC) in Barcelona präsentiert wurden. Diese Daten sind konsistent mit den Ergebnissen der Studien zu Vinorelbin ORAL + Trastuzumab und bestätigen damit diese orale Therapieoption als effektive, gut verträgliche und für Patientinnen optimale Behandlung. >>>
+++ Endokrine Therapie des Mammakarzinoms +++ Compliance erhalten - Überlebensvorteil sichern Berlin – Aromatasehemmer (AH) sind ein wichtiger Bestandteil der adjuvanten endokrinen Therapie beim postmenopausalen östrogenrezeptorpositiven Mammakarzinom. Die klinische Realität zeigt jedoch, dass rund 40 Prozent der Patientinnen ihre Medikamente nach bereits zwölf Monaten nicht mehr konsequent einnehmen. Diese Problematik diskutierten Gynäkologen und Onkologen anlässlich des Deutschen Krebskongresses. Dabei wurden Aspekte des individuellen Therapiemanagements besprochen, die sich unterstützend für die Patientinnen auswirken. Eine Option bei Unverträglichkeiten unter einem nichtsteroidalen AH kann beispielsweise der Wechsel auf den steroidalen AH Exemestan sein. >>>
+++ Studie: Schwangerschaftsbedingtes Herzversagen +++ MHH-Forscher testen neues Medikament Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) unter der Leitung von Professorin Dr. Denise Hilfiker-Kleiner und Oberarzt Dr. Dieter Fischer starten Anfang Mai die erste multizentrische Studie, in der Bromocriptin, ein zugelassenes Medikament zum Abstillen, zur Behandlung von schwangerschafts assoziertem peripartalem Herzversagen (PPCM, von: Prolactin Mediates Postpartum Cardiomyopathy) getestet wird. Die schwangerschaftsbedingte Herzschwäche bei gesunden Frauen ist wenig bekannt. Binnen weniger Wochen kann sie durch Herzversagen zum Tod der jungen Mutter führen. Zwölf Universitätskliniken beteiligen sich bundesweit an der Studie. So soll die Häufigkeit der Erkrankung ermittelt und mögliche frühe Zeichen der Krankheit identifizieren werden. Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 615.829 Euro über vier Jahre gefördert. Die Studie wendet sich an Gynäkologen und Hausärzte, die Patientinnen mit Verdacht auf eine PPCM betreuen sowie an Frauen mit einer diagnostizierten akuten PPCM. >>>
+++ 50 Jahre Anti-Baby-Pille +++ Leios® enthält niedrigste Hormondosierung unter kombinierten oralen Kontrazeptiva Münster - Als die Anti-Baby-Pille vor 50 Jahren in den USA zugelassen wurde, konnten Frauen nun erstmals zuverlässig verhüten und somit selbst entscheiden, ob und wann sie Kinder haben möchten. Die Pille etablierte sich als Symbol einer neuen selbstbestimmten Frauengeneration und ermöglichte die Trennung von Sexualität und Fortpflanzung – jedoch war das damals hoch dosierte Hormonpräparat für die Anwenderinnen der ersten Stunde auch mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden. Heute werden niedriger dosierte Pillen mit hoher kontrazeptiver Sicherheit, aber weniger Nebenwirkungen eingesetzt. Das kombinierte orale Kontrazeptivum Leios® beinhaltet mit 20 µg Ethinylestradiol und 100 µg Levonorgestrel die in Deutschland niedrigste Hormondosierung und ist in hormoneller Balance sowohl Estrogen- als auch Gestagen-reduziert. Femigoa® und Trigoa® sind weitere Original-Präparate aus der Levonorgestrel-Familie. >>>
+++ Zukunft der Brustkrebstherapie +++ Überleben und Verträglichkeit für Brustkrebspatinnen in der endokrinen Therapie Frankfurt am Main 20. April 2010 – Das Alter ist der Hauptrisikofaktor für onkologische Erkrankungen. Bereits heute gibt es jährlich etwa 57.000 Brustkrebs-Neuerkrankungen in Deutschland. Die klinische Entwicklung und Zukunft der Brustkrebstherapie wird von tumorspezifischen und individuellen Faktoren bestimmt. Die endokrine Therapie als frühe Form der gezielten Therapie ist integraler Bestandteil der Brustkrebsbehandlung für hormonrezeptor positive Tumore. Exemestan hemmt mit seiner Sexualhormon-verwandten Struktur irreversibel die Aromatase und somit die Synthese von Östrogenen. Durch die steroidale Struktur scheint sich Exemestan im Toxizitätsprofil von anderen Aromatasehemmer (AH) zu differenzieren. „Ein wichtiger Bestandteil der adjuvanten endokrinen Therapie beim postmenopausalen Östrogenrezeptor-positiven Mammakarzinom sind AH. Valide Daten zum Einsatz der AH in der Sequenz-Therapie liefert die IES-Studie. >>>
+++ Behandlung von Feigwarzen +++ Niedrige Rezidivrate mit Veregen® in der Nachbeobachtungszeit Düsseldorf – Feigwarzen (Condylomata acuminata), kommen in der Genitalanalregion des Menschen vor. Sie werden durch humane Papillomaviren ausgelöst. Übertragen werden die Viren durch Geschlechtsverkehr, Intimkontakt oder sehr selten durch infizierte Gegenstände (beispielsweise gerade benutzte Handtücher). Die Ansteckung wird durch kleinere Verletzungen und Entzündungen der betroffenen Haut begünstigt, sowie durch Immunabwehrstörungen (z.B. bei einer Infektion mit dem HIV-Virus). Viele Infektionen mit Feigwarzen verlaufen ohne Symptome, bei anderen entstehen aus anfänglich stecknadel-kopfgroßen Knötchen blumenkohl- und hahnenkammartige Wucherungen. Feigwarzen kommt eine besondere Bedeutung zu, da bestimmte humane Papillomavirustypen (HPV) an der Entstehung beispielsweise von Gebärmutterhalskrebs ursächlich beteiligt sind. Ab sofort steht mit Veregen® eine neue Therapieoption zur Verfügung. Studien betätigen die signifikante Überlegenheit des Präparates. >>>
+++ Zervixkarzinom-Früherkennung im Wandel +++ Computerassistierte Dünnschichtzytologie und HPV-Tests Düsseldorf - Computerassistenz durch so genannte Imaging Systeme wie den ThinPrep® Integrated lmager kann die zytologische Untersuchung zur Früherkennung des Zervixkarzinoms sicherer machen. An Bedeutung gewinnt auch der prädiktive Wert eines Tests auf Humane Papillom-Viren (HPV) und deren Genotypisierung beispielsweise mit dem Cervista™ HPV 16/18 Test. Er ist gegenwärtig als einziger Test zur Genotypisierung der Hochrisiko-HPV- Typen 16 und 18 von der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) zugelassen. Dank einer aktuellen Studie erhält zudem die Diskussion um die Vor- und Nachteile von Dünnschichtzytologie und konventioneller Zytologie in der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs eine valide Datenbasis aus Deutschland: Privatdozent Dr. med. Hans Ikenberg, Frankfurt am Main, präsentierte im Rahmen des Fortbildungskongresses der Frauenärztlichen Bundes-Akademie erstmals in Deutschland Ergebnisse der Rhein-Saar-Studie. >>>
+++ Therapie bei Gebärmutterkrebs +++ Vollständige Entfernung von Lymphknoten verbessert Überlebensraten Sapporo, Japan – Bei Patientinnen mit mittlerem bis hohem Risiko eines Krebsrezidivs verbessert die umfassende und systematische Entfernung der paraaortalen sowie der Beckenlymphknoten (Lymphadenektomie) die Überlebensraten, verglichen mit der alleinigen Ektomie der Becken-lymphknoten. Diesen Patientinnen sollte daher das vollständige Verfahren empfohlen werden, folgern Professor Noriaki und Dr. Yukiharu Todo vom Department of Gynaecology an der Hokkaido University Graduate School of Medicine in Sapporo sowie Kollegen in einem vorab 'Online First' veröffentlichten Artikel zur SEPAL-Studie (Lancet 2010; 375: 10.1016/S0140-6736(09)62002-X). >>>
+++ Orale Kontrazeptiva +++ Aktuelle Daten zum Studienendpunkt Thrombose Düsseldorf – Schon unmittelbar nach Einführung oraler Kontrazeptiva tauchten in den frühen 1960er Jahren erste Berichte auf, in denen ein Zusammenhang zwischen deren Einnahme und dem Auftreten von venösen Thrombosen sowie Lungenembolien gesehen wurde. Aus diesen Beobachtungen resultierten zahlreiche epidemiologische und klinische Studien zu oralen Kontrazeptiva und deren Einfluss auf das Thromboserisiko. Es wurde eine Korrelation zwischen Estrogendosis und Thromboserisiko angenommen. In der Folge wurden neue orale Kontrazeptiva mit einem niedrigeren Estrogengehalt entwickelt, um den Einfluss auf die haemostatischen Faktoren, und somit auf das Thromboserisiko, so gering wie möglich zu halten. Erstmals dokumentieren aktuelle Studienergebnisse das geringere Risiko für den Endpunkt venöse thromboembolische Ereignisse bei Anwenderinnen von kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK) mit Levonorgestrel im Vergleich zu KOK mit anderen Gestagenen. >>>
+++ Neue Perspektive bei der Therapie der Endometriose +++ Dienogest erweitert die Behandlungsmöglichkeiten Düsseldorf – Die Endometriose, ist eine chronische, immer wieder auftretende Erkrankung, an der rund zehn bis zwanzig Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter leiden. Nur ein permanenter Entzug der stimulierend wirkenden Östrogene kann auf Dauer zur Beschwerdefreiheit und Rückbildung der Erkrankung führen. Jedoch gibt es sowohl bei der Diagnostik wie auch der Therapie noch Raum für Verbesserung. Mit der Einführung von Visanne® (Dienogest) erweitern sich nunmehr die Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung. Das neue Gestagen-Präparat hat sich in Studien als effektiv und zugleich gut verträglich erwiesen. Dienogest ist in seiner klinischen Wirksamkeit dem bisherigen Goldstandard der GnRH-Analoga ebenbürtig. Dieses Präparat eröffnet somit eine neue Perspektive bei der Behandlung der Endometriose - so das Fazit der Experten bei einer Pressekonferenz anlässlich des Fortbildungskongresses FOKO 2010 der Frauenärztlichen Bundesakademie in Düsseldorf.>>>
+++ Radiotherapie nach Brustkrebs +++ Mehr Lokalrezidive nach verzögerter Radiotherapie? Boston, 3. März 2010 – An eine brusterhaltende Operation sollte möglichst rasch eine Radiotherapie anschließen. Jede Verzögerung erhöht nach einer Analyse des US-Krebsregisters das Risiko eines späteren Lokalrezidivs (BMJ 2010; 340: c845). 18.050 Patientinnen im Alter von über 65 Jahren, die das Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER)-Programm zwischen 1991 und 2002 erfasste, mussten durchschnittlich 34 Tage auf den Beginn der Strahlentherapie warten. Bei 30 Prozent der Frauen vergingen sogar mehr als 6 Wochen. Diese Verzögerung hatte, so Rinaa Punglia vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston, einen Anstieg um 19 Prozent (Hazard Ratio 1,19; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,01-1,39) in der Rate der Lokalrezidive zur Folge. Ob dies auch zu einer Verschlechterung im Gesamtüberleben führt, konnte die Forscherin nicht feststellen, da die mittlere Nachbeobachtungszeit nur 5,4 Jahre betrug und ein Einfluss erst nach einer Zeit von 10 bis 15 Jahren zu erwarten sei. Das wäre bei den Seniorinnen aus Altersgründen möglicherweise nicht nachweisbar. >>>
+++ Ratgeber für betroffene Frauen +++ Erste Patientenleitlinie zum Brustkrebs vorgestellt Auf dem Deutschen Krebskongress vom 24. bis 27. Februar 2010 in Berlin wird die erste nationale Patientenleitlinie zum Thema Brustkrebs vorgestellt - ein Meilenstein für die Information betroffener Frauen. Die Patientenleitlinie behandelt die Ersterkrankung an Brustkrebs und DCIS (duktales Karzinom in situ, englisch: ductal carcinoma in situ), einer Sonderform des Brustkrebses. Der Ratgeber entstand auf Basis der interdisziplinären Stufe-3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms und übersetzt die medizinisch-wissenschaftlichen Behandlungs-empfehlungen in eine für Laien verständliche Sprache. Die Leitlinie soll allen stationären und ambulanten Einrichtungen, die Brustkrebs behandeln, zur Verfügung gestellt werden. Sie wird auch über die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. verteilt. Ab dem 24. Februar ist die Leitlinie auf die Homepage der DGGG abrufbar unter www.dggg.de. >>>
+++ FACT –Erste Head-to-head-Studie +++ Fesoterodin erweist sich bei der Therapie der überaktiven Blase als überlegen Berlin – Acht Millionen Deutsche, jeder Vierte über 40 Jahre, leidet unter dem Symptomenkomplex der überaktiven Blase (ÜAB). Es ist eine der meistverkannten Krankheiten: Sie beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich, kann sie in die soziale Isolation treiben und oft sogar zu Depressionen führen. Diese Krankheit tritt häufiger auf als Diabetes oder Asthma und kann Frauen und Männer in jedem Alter treffen, die Häufigkeit nimmt allerdings mit zunehmendem Alter zu. Eine Studie an 1.697 Patienten zeigte: 8 von 10 Patienten hatten ihre Blase "besser" oder "wesentlich besser" unter Kontrolle als vor Therapiebeginn. Die erste Head-to-head-Studie zur Ermittlung der Überlegenheit von Fesoterodin gegenüber Tolterodin bei der Behandlung der ÜAB-Symptome hat tatsächlich bewiesen, dass Fesoterodin 8 mg sowohl bei der Reduktion der Dranginkontinenzepisoden als auch bei der Steigerung der Blasenkapazität wirksamer ist als Tolterodin 4 mg. >>>
+++ Sexualmedizin +++ Wenn der Mann zu früh kommt... Köln – Über dieses Thema herrscht in vielen Arztpraxen totale Sprachlosigkeit: Die Ejaculatio praecox (EP) – eine der häufigsten, bislang stark unterdiagnoastizierten und therapeutisch unterversorgten sexuellen Dysfunktionen bei Männern – ist in den meisten Fällen verbunden mit erheblichen negativen Auswirkungen sowohl auf die Psyche und das Sexualleben der Betroffenen als auch auf deren Partnerschaft. Dapoxetin (Priligy®), ein neuer kurzwirksamer SSRI, ist das erste und derzeit einzige Medikament, das aktuell in Deutschland und weiteren sechs europäischen Ländern zur Behandlung der EP zugelassen und verfügbar ist. >>>
Berlin – Bei Frauen mit rezidivierendem, platinsensiblem Ovarialkarzinom kann Trabectedin (Yondelis®) in Kombination mit pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD) die progressionsfreie Überlebenszeit erheblich verlängern und die Ansprechrate signifikant steigern. Das Präparat des Unternehmens PharmaMar wurde am 2. November 2009 von der Europäischen Kommission in Kombination mit PLD für diese Indikation neu zugelassen. Damit wurde Trabectedin nach der Behandlung des fortgeschrittenen Weichteilsarkoms bereits für die zweite schwer zu behandelnde Indikation zugelassen. Trabectedin, kombiniert mit PLD, erzielte in einer randomisierten Phase-3-Studie ein deutlich besseres progressionsfreies Überleben (PFS) als die PLD-Monotherapie, so Prof. Dr. Jalid Sehouli, Berlin. >>>
+++ Mehr Engagement für die HPV-Impfung gefordert +++ Interesse an HPV-Impfung nimmt ab – mit fatalen Folgen – DGGG, BVF und BNGO fordern aktive Ansprache durch Ärzte Die HPV-Impfung wurde unmittelbar nach ihrer Einführung in den Medien hoch gelobt und von Ärzten und Frauen gut angenommen. In den folgenden Jahren erschwerten jedoch einige kontroverse Publikationen und teilweise unsachliche Stellungnahmen zur HPV-Impfung den Überblick und verunsicherten viele Frauen sowie Teile der Ärzteschaft. In der Folge ging die Nachfrage nach der HPV-Impfung zurück – eine Entwicklung, die Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF) sowie des Berufsverbands Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen in Deutschland (BNGO) mit Sorge erfüllt. >>>
+++ Abheilungs- und Rezidivraten überzeugen +++ Trockenextrakt aus Grünem Tee (Veregen®) für die Therapie von Genitalwarzen zugelassen Hannover, 27. Januar 2010 – Feigwarzen im Genital- und Perianalbereich (Condylomata acuminata) sind häufig, und sie beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten erheblich. Hauptproblem der chirurgischen, aber auch der topischen Behandlung ist die hohe Rezidivrate. Mit Veregen® 10 % Salbe steht ab Anfang März 2010 eine neue Therapieoption zur Verfügung, die sich durch hohe Abheilungsraten und eine besonders niedrige Rezidivrate auszeichnet. Mit Veregen, dessen Wirkstoff ein Trockenextrakt aus Grünem Tee mit Catechinen definierter Zusammensetzung ist, konnte in einer der Zulassungsstudien bei etwa der Hälfte der Patienten eine komplette Abheilung der Genitalwarzen erreicht werden. Die Rezidivrate innerhalb der ersten drei Monate nach Behandlung lag in dieser Studie bei lediglich 4,1 Prozent. „Die Rezidivrate für Veregen ist überzeugend“, so der Kommentar von Studienleiter Professor Dr. Eggert Stockfleth vom Hauttumorcentrum Charité (HTCC) an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Berlin. >>>
+++ Osteoanabole Therapie ist eine tragende Therapiesäule +++ Expertengespräch zum Stellenwert von Parathormon bei postmenopausaler Osteoporose Stuttgart, Januar 2010 – Die postmenopausale Osteoporose wird allen Aufklärungskampagnen zum Trotz oft noch immer nicht ausreichend oder nicht rechtzeitig genug behandelt. In der spezifischen Osteoporosetherapie ist es mit Parathormon (PTH) erstmals möglich, neuen stabilen Knochen aufzubauen; doch beim konkreten Einsatz in der Praxis treten oft Fragen auf. Osteoporose-Experten aus Klinik und Praxis trafen sich daher zu einem Erfahrungsaustausch und diskutierten im Rahmen eines Roundtable-Gesprächs unter der Moderation von Professor Dr. med. Andreas Kurth, Direktor der Klinik für Orthopädie und orthopädische Chirurgie der Universitätsmedizin Mainz, den Stellenwert und die Indikationen der osteoanabolen Therapie mit rekombinantem humanen Parathormon in der Therapie der postmenopausalen Osteoporose. >>>
+++ Neue Generation der Langzeitverhütung +++ Sichere Möglichkeit: Drei-Monats-Spritze zur subkutanen Gabe Berlin – Obwohl sich in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem die Pille als Verhütungsmethode durchgesetzt hat, bieten moderne Langzeitkontrazeptiva wie Sayana® eine Alternative mit hoher Verhütungssicherheit (Pearl-Index = 0) bei gleichzeitig niedriger Hormonkonzentration. Experten haben diese neue Generation der Langzeitverhütung im Rahmen einer Veranstaltung der Pfizer Pharma GmbH in Hamburg auf den Prüfstand gestellt. >>>
+++ HPV 18 – das Adenokarzinom-Virus +++ Anteil der aggressiven Adenokarzinome nimmt zu Viele Mediziner wissen, dass es 15 onkogene Humane Papillomviren (HPV) gibt, die im Falle einer anhaltenden Infektion Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Vielen ist auch bekannt, dass sich die resultierenden Tumoren in Lage und Aggressivität deutlich unterscheiden. Was aber nur wenige Ärzte wissen: es hängt auch vom Viren-Typ ab, welche Art Tumor eine infizierte Frau möglicherweise entwickelt. Studien haben gezeigt, dass die aggressiven, schwer zu behandelnden Adenokarzinome besonders häufig von HPV 18 ausgelöst werden. Vielen Medizinern ist außerdem nicht bewusst, dass eine HPV-Infektion nicht nur zu Krebs und dessen Vorstufen führen kann, sondern in Folge von Konisationen auch das Risiko von Fehl- und Frühgeburten deutlich steigt. Ziel sollte es daher sein, die Entstehung von zervikalen intraephitelialen Neoplasien (CIN) zu verhindern, um Konisationen zu vermeiden. >>>
+++ Neue Studie zur Misteltherapie +++ Verbesserung der Lebensqualität für Brustkrebspatientinnen während einer Chemotherapie Eine prospektive randomisierte offene Pilotstudie ergab eine Verbesserung der Lebensqualität bei zusätzlich zur Chemotherapie mit Iscador® M 5 mg spezial (anthroposophisches Mistelpräparat) behandelten Brustkrebspatientinnen. Die durch Chemotherapie induzierte Neutropenie trat in der Iscador®-Gruppe tendenziell weniger häufig auf als in der Kontroll-Gruppe. In der Pilotstudie wurde bei 61 Patientinnen mit Mammakarzinom eine Chemotherapie alleine mit der additiven Misteltherapie verglichen. >>>
+++ Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge +++ Aktuelle Studie aus Finnland bestätigt DGGG-Leitlinienempfehlung Eine aktuelle Studie aus Finnland bestätigt, dass durch die zusätzliche Testung auf humane Papillomviren (HPV) die Qualität der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge deutlich verbessert werden kann. Die Kombination aus Pap-Test und einem HC2-HPV-DNA-Test (digene® HPV-Test) entdeckt im Primärscreening deutlich mehr Krebsvorstufen als der Pap-Test alleine. Aus diesem Grund empfiehlt auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in ihren aktuellen Leitlinien routinemäßig das HPV-Sceening in Kombination mit der Zytologie für alle Frauen ab dem 30. Lebensjahr. >>>
+++ 20 Jahre Bisphosphonat-Forschung +++ Brustkrebspatienten mit Knochenmetastasen profitieren von Ibandronat Vor 150 Jahren als Waschmittelzusatz in der chemischen Industrie entwickelt, sind sie heute längst integraler Bestandteil in der Therapie maligner und benigner Knochenerkrankungen: Bisphosphonate. Bereits seit über 20 Jahren forscht die Roche Pharma AG an dieser Wirkstoffgruppe. Nach Etidronat (Diphos®) und Clodronat (Ostac®) ist mit Ibandronat (Bondronat®) mittlerweile seit Oktober 1996 ein stickstoffhaltiges Bisphosphonat der dritten Generation im Markt und seit 2003 zur Behandlung von Knochenmetastasen bei Patienten mit Mammakarzinom zugelassen. Es reduziert effektiv skelettale Ereignisse und Schmerzen, verfügt über ein günstiges Verträglichkeitsprofil und verbessert die Lebensqualität der Betroffenen. >>>
+++ BZgA informiert Schwangere über das Leben mit einem behinderten Kind +++ Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes zum 1. Januar 2010 Am 1. Januar 2010 tritt eine neue Fassung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes (SchKG) in Kraft. Demnach müssen Ärztinnen und Ärzte Schwangere mit auffälligem Befund nach Pränataldiagnostik über das Leben mit einem geistig oder körperlich behinderten Kind und das Leben von Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung informieren. Hierzu hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Handreichung für Schwangere erstellt, die sie bei ihrem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin erhalten. Die Handreichung will den Eltern helfen, mit der Diagnose umzugehen und informiert unter anderem darüber, wo sie in dieser schweren Situation konkrete Hilfe erhalten können. So weist die BZgA etwa darauf hin, dass jede Frau und jeder Mann das Recht auf eine psychosoziale Beratung hat. Darüber hinaus können die Eltern den Informationsmaterialien Kontaktadressen von Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen sowie Behindertenverbänden und Verbänden von Eltern behinderter Kinder entnehmen. >>>
+++ Mammographie kann Brustkrebs-Risiko erhöhen +++ Meta-Analyse: Experten befürchten, dass die weibliche Brust in jungen Jahren besonders „röntgensensibel“ ist. CHICAGO - Frauen mit einem genetisch oder familiär erhöhten Brustkrebsrisiko wird häufig schon in jungen Jahren zur jährlichen Mammografie geraten. Das Screening könnte einer Meta-Analyse zufolge, die auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America in Chicago vorgestellt wurde, jedoch das Brustkrebsrisiko weiter erhöhen, sagt Marijke C. Jansen-van der Weide, Ph.D., Epidemiologe der Abteilung für Epidemiologie und Radiologie am University Medical Center Groningen in den Niederlanden. Die Epidemiologin errechnet eine gepoolte Odds Ratio von 1,63 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,92-2,90) für die Gesamtgruppe. Die Mammografie würde demnach das Brustkrebsrisiko tendenziell um 63 Prozent erhöhen. >>>
Köln (ng) – Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland: Jede zehnte Frau ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen. In fünf bis zehn Prozent der Fälle wird die Erkrankung vererbt. Meist sind dafür Veränderungen in den Brustkrebsgenen BRCA1 oder BRCA2 die Ursache. Bei Trägerinnen solcher Genveränderungen besteht neben einem deutlich erhöhten Erkrankungsrisiko außerdem die Gefahr, dass sich im Laufe der Zeit auch in der anderen Brust ein bösartiger Tumor entwickelt. Dies führt dazu, dass sich viele betroffene Frauen bereits nach der Erstdiagnose beide Brüste entfernen lassen. Mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe hat das Deutsche Konsortium für Familiären Brust- und Eierstockkrebs nun die weltweit größte Studie zum Zweiterkrankungsrisiko vorgelegt. Die Ergebnisse ermöglichen erstmals eine individuelle Risiko-Abschätzung bei den Betroffenen. Die Deutsche Krebshilfe hat diese Studie mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert. >>>
+++ Basisdiagnostik und spezifische Osteoporosetherapie +++ Osteoanabole Osteoporosetherapie im Kontext der neuen DVO Leitlinien Berlin – Das Krankheitsbild der Osteoporose stellt ein weltweit zunehmendes Problem dar und wird von der WHO als eine der 10 ökonomisch bedeutsamsten Volkskrankheiten eingestuft. Das Risiko für eine Frau, im Laufe ihres Lebens eine durch Knochenschwund bedingte Fraktur zu erleiden, beträgt rund 40 Prozent und ist damit ähnlich hoch wie das Risiko einer koronaren Herzerkrankung (30 bis 40 Prozent). Jede zweite Frau und jeder fünfte Mann erleiden im Laufe ihres Lebens eine osteoporosebedingte Fraktur. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit, an den Folgen dieser Fraktur zu versterben, höher als an den Folgen von Brust- und Ovarialkarzinom zusammengenommen. Diesen Tatsachen zum Trotz erhalten die vermeintlich spektakuläreren Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegserkrankungen weit mehr Öffentlichkeitsinteresse als die oft fälschlicherweise als weniger lebensbedrohlich empfundenen anderen Erkrankungen. Annähernd ein Viertel der älteren Patienten mit hüftnaher Fraktur verstirbt innerhalb eines Jahres nach dem Frakturgeschehen, viele Patienten können anschließend das Bett nicht mehr verlassen, sind pflegebedürftig und sozial isoliert. >>>
+++ Wann wirkt Chemotherapie bei Brustkrebs? +++ Charité-Studie zu Interaktion zwischen Immunsystem und Tumorzellen Berlin, 18.11.2009 - Der Erfolg einer Chemotherapie bei Brustkrebs hängt stark vom Immunsystem der Patientin ab. Das beschreiben jetzt Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin im aktuellen Journal of Clinical Oncology*. Die Arbeitsgruppe um Professor Carsten Denkert vom Institut für Pathologie am Campus Charité Mitte hat in Zusammenarbeit mit der German Breast Group und Siemens Healthcare Diagnostics herausgefunden, dass eine Chemotherapie bei Brustkrebspatientinnen besonders gut wirkt, wenn bereits vor Beginn der Behandlung Abwehrzellen im Tumorgewebe festzustellen sind. Dann ist das Immunsystem im Bereich des Tumors aktiviert und kann die Wirkung der Chemotherapie verstärken. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor unter der Therapie vollkommen verschwindet, ist in diesem Fall deutlich höher. >>>
+++ Neue Therapieoption bei rezidiviertem platin-sensitiven Ovarialkarzinom +++ Trabectedin jetzt auch zur Behandlung des Ovarialkarzinoms zugelassen Madrid – Die Europäische Kommission hat dem pharmazeutischen Unternehmen PharmaMar die Zulassung von Trabectedin (Yondelis®) in Kombination mit pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD) in der Rezidivtherapie des platin-sensitiven Ovarialkarzinoms in 27 EU-Ländern sowie Norwegen, Island und Liechtenstein erteilt. Einen Monat zuvor hatte Trabectedin eine positive Empfehlung der EMEA erhalten. Mit seinen hohen Rezidivraten zählt die Behandlung des Ovarialkarzinoms auch heute noch zu den größten Herausforderungen in der gynäkologischen Onkologie. Die Wirksamkeit von Trabectedin in Kombination mit PLD wurde im Rahmen einer prospektiven, multizentrischen randomisierten Phase III-Studie untersucht. >>>
+++ Immer mehr Frühgeburten in Deutschland +++ Tokolyse erfolgt oft nicht mit den modernsten Mitteln - Initiative „Jeder Tag zählt" fordert Verbesserungen bei der Behandlung vorzeitiger Wehen Berlin - Jährlich kommen in Deutschland über 50.000 Kinder vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Trotz der schwerwiegenden Konsequenzen einer Frühgeburt erfolgt derzeit die Behandlung von Schwangeren mit vorzeitigen Wehen in den meisten Fällen nicht mit den modernsten Mitteln. Darauf wies im Rahmen des 9. Weltkongresses für Perinatalmedizin die neugegründete Initiative „Jeder Tag zählt" hin. Die Folgen sind höhere gesundheitliche Risiken für Mütter und Kinder sowie erhebliche mittel- und langfristige Folgekosten. Im Rahmen der Initiative „Jeder Tag zählt" fordern Geburtsmediziner, Hebammen und Betroffene eine konsequente Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Behandlung von Frühgeburten und den Zugang zu modernen Therapieoptionen für alle betroffenen Schwangeren. >>>
+++ Brustkrebs mit Lymphknotenbefall +++ Strahlentherapie verbessert die Überlebenschancen Berlin – Erhalten Brustkrebspatientinnen mit befallenen Lymphknoten nach einer Operation eine Strahlentherapie, so verbessern sich ihre Überlebenschancen. Dies gilt unabhängig von der Anzahl der betroffenen Lymphknoten sowie davon, ob die Ärzte nur Teile oder die gesamte Brust entfernt haben. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich neuerer Untersuchungen hin. Eine postoperative Strahlentherapie wird in den Leitlinien nur für den Befall von vier oder mehr Lymphknoten empfohlen. „Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass diese Einschränkung überdacht werden muss”, so DEGRO-Präsidentin Professor Dr. med. Rita Engenhart-Cabillic. Sie verweist auf eine große dänische Studie mit über 1.150 Patientinnen, die eine postoperative Strahlentherapie erhielten. Diese konnte bei allen Patientinnen die Rückfallquote deutlich senken. „Auch die Überlebensrate stieg signifikant an – ein Effekt, der noch 15 Jahre später nachweisbar war”, so die Radioonkologin. >>>
+++ Informationsfilm zum Mammographie-Screening-Programm +++ Köln - Einen Informationsfilm über das Mammographie-Screening-Programm bietet die Kooperationsgemeinschaft Mammographie ab sofort auf ihren Internetseiten an.
In dem 6 Minuten langen Film wird der Ablauf der Untersuchung gezeigt und durch wichtige Informationen und Fakten zum Thema Brustkrebs ergänzt. Experten erläutern das Mammographie-Screening und gewähren einen Blick hinter die Kulissen. Experten erklären, wie das Mammografie-Screening funktioniert und gewähren einen Blick hinter die Kulissen."Wir möchten, dass sich Frauen durch den Film ein konkretes Bild machen können, was sie bei der Untersuchung erwartet und dass sie über das Screening-Programm gut informiert sind", sagt Thorsten Kolterjahn, Vorsitzender des Beirates der Kooperations- gemeinschaft Mammographie. Auf der Webseite www.mammo-programm.de gibt es ausführliche und ergänzende Informationen. Hier können interessierte Frauen Faltblätter und Broschüren zum Thema herunterladen. >>>
+++ Schwangerschaftsvergiftung rechtzeitig erkennen +++ Neuer Bluttest kann Leben von Mutter und Kind retten Berlin - Die Charité - Universitätsmedizin Berlin setzt jetzt einen Bluttest zur Früherkennung von Schwangerschaftsvergiftung ein. Dieser Bluttest der Firma Roche Diagnostics ist seit Anfang 2009 in Deutschland zugelassen, nachdem er in einer Multicenterstudie an der Charité, am Universitätsklinikum Leipzig und in drei weiteren medizinischen Zentren in Europa erfolgreich klinisch getestet wurde. Darüber berichtet das Forscherteam um Dr. Stefan Verlohren, Klinik für Geburtsmedizin an der Charité, in der aktuellen Ausgabe vom American Journal of Obstetrics & Gynecology. >>>
Berlin – Ein Langzeit-Follow-up der Intergroup-Exemestan-Studie (IES) zeigt für den Switch auf Exemestan bei Frauen mit frühem Hormonrezeptorpositivem Brustkrebs eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens gegenüber der alleinigen Tamoxifengabe. Prof. Charles Coombes, London, der Studienleiter der doppelblind und randomisiert geführten, internationalen IES-Studie, stellte auf dem größten europäischen Krebskongress, ECCO 15/ESMO 34 in Berlin, Daten zu einer aktuellen Nachbeobachtung von im Median 91 Monaten vor. Dabei konnten frühere Studienergebnisse bestätigt und ein weiterer Beitrag zu der überzeugenden Datenlage von Exemestan in der Switch-Therapie geleistet werden. Bei einem Pressegespräch erläuterte der Leiter des deutschen IES-Steuerungsausschusses, Professor Olaf Ortmann, Universitätsfrauenklinik Regensburg, dass bei Unverträglichkeiten unter nichtsteroidalen Aromatase- hemmern ein Wechsel auf Exemestan wegen seiner steroidalen Molekülstruktur eine sinnvolle Strategie sein kann. >>>
+++ Hormonersatztherapie (HRT) weiterhin im Fokus des Interesses +++ Relevanz der Gestagenkomponente und niedrige Dosierungen beschäftigen die HRT-Forschung London, 2. September 2009 – Die Hormonersatztherapie (HRT) steht weiterhin im Fokus des Interesses in der Gynäkologie. Auf dem 8. Menopause-Kongress der European Menopause and Andropause Society (EMAS) in London wurden bei einem Satellitensymposium von Solvay Pharmaceuticals neue Studienergebnisse mit hoher Relevanz für die tägliche Praxis vorgestellt. Eine große Fall-Kontroll-Studie bestätigte die Bedeutung der Gestagenkomponente für das Mammakarzinomrisiko unter HRT. Dieses war unter der Kombination von Estradiol und dem Gestagen Dydrogesteron (Femoston®) nicht erhöht und tendenziell niedriger als unter anderen Hormonkombinationen. Zudem zeichnete sich ein tendenziell geringeres Risiko für ischämische Schlaganfälle und venöse Thromboembolien ab. Darüber hinaus könnte für einen Teil der Frauen in der Postmenopause eine noch niedriger dosierte HRT eine Option sein. >>>
+++ Einsatz von Exemestan in der adjuvanten endokrinen Therapie +++ Aktuelle Aspekte der Switch-Therapie: Interview mit dem Brustkrebsexperten Professor Dr. med. Michael Untch, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiter des Brustzentrums am Helios Klinikum Berlin-Buch. Wie die St. Gallener Expertenkonferenz in diesem Frühjahr betonte, sollten Aromatasehemmer (AH) ein Teil der Standardtherapie in der adjuvanten Behandlung von postmenopausalen Patientinnen mit frühem Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom sein. Im folgenden Interview beleuchtet der Brustkrebsexperte Professor Dr. med. Untch, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiter des Brustzentrums am Helios Klinikum Berlin-Buch, wichtige Gesichtspunkte einer Switch-Therapie mit Exemestan. >>>
+++ Medizin-Skandal +++ NEW YORK - US-Pharmafirma ließ geschönte Studien von Ghostwritern schreiben Neuer Skandal um Medizin-Fachblätter: Ein Pharmakonzern ließ positive Artikel über Hormonersatz-Therapien von Ghostwritern schreiben - und von Forschern unter ihrem Namen in den Journalen plazieren. Auch dann noch, als das Brustkrebs-Risiko für Frauen bereits bekannt war. Jahrelang schluckten Millionen Frauen Hormone - als vermeintlich einfache, aber wirksame Therapie gegen Hitzewallungen, Herzrasen und Schweißausbrüche in den Wechseljahren. Was kaum ein Arzt und noch weniger Frauen ahnten: Indem die Patientinnen ihre Beschwerden mit Hormonpräparaten linderten, erhöhten sie das Risiko für Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Demenz. Wie die "New York Times" jetzt berichtet, hat der Konzern hohe Summen an PR-Firmen bezahlt, die positiv über die Vorteile der Hormon-Ersatztherapie (HRT) geschrieben und Risiken heruntergespielt haben. Anschließend hätten Mediziner ihre Namen über die bereits fertigen Berichte gesetzt. >>>
AVADO-Studie bestätigt Wirksamkeit und Sicherheit des Angiogenese-Hemmers Bevacizumab in Kombination mit Taxanen in der First-Line-Therapie des metastasierten Mammakarzinoms
Erhalten Patientinnen mit metastasiertem HER2-negativem Mammakarzinom im Rahmen der First-Line-Behandlung zusätzlich zur Taxantherapie Bevacizumab, lässt sich das Rezidivrisiko um 40-50% reduzieren. Dies zeigte die randomisierte Phase-III-Studie AVADO (Avastin-Docetaxel). Neue Daten zur Studie wurden auf dem ASCO 2009 präsentiert und bestätigen den Therapieerfolg des Angiogenese-Hemmers unabhängig vom Alter der Patientin, dem Hormonrezeptorstatus des Tumors, der Anzahl der Metastasenlokalisationen oder einer gegebenenfalls vorausgegangenen adjuvanten Chemotherapie. Bereits die Zulassungsstudie E2100 für die First-Line-Therapie mit Bevacizumab von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom zeigte bei Hinzunahme von Bevacizumab zur Paclitaxel-Monotherapie eine Reduzierung des Rezidivrisikos um 50 % (HR 0,48;p<0,0001).>>>
Nach gesicherter Diagnose muss sofort gehandelt werden
Die Meningeosis neoplastica bei Mammakarzinom ist zumeist Ausdruck einer fortgeschrittenen Erkrankung und die Symptome schränken die Lebensqualität der betroffenen Patientinnen erheblich ein. Unbehandelt führt die MN innerhalb weniger Wochen zum Tod. Da es sich also um einen onkologischen Notfall handelt, sind die frühzeitige und sorgfältige Diagnosestellung und eine rasch eingeleitete, wirksame Therapie äußerst wichtig. Leptomeningeale Metastasen (Meningeosis neoplastica, MN) treten meist nicht alleine auf, sondern zusammen mit anderen Formen der ZNS-Metastasierung oder weiteren systemischen Manifestationen. Insgesamt haben etwa 5-8 % der Patientinnen mit Mammakarzinom eine MN. >>>
Glück zurück – bei sexuellen Funktionsstörungen kann geholfen werden
Anfang Juni 2009 führte das Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V. mit Hilfe des EMNID-Institutes eine repräsentative Umfrage unter 1.002 Bundesbürgern (486 Männer, 516 Frauen) mit einem mittleren Alter von ca. 47 Jahren über die Bedeutung verschiedener Faktoren für die Partnerschaft durch. 71 % davon lebten zum Befragungszeitpunkt in einer Partnerschaft. 82 % gaben an, mit ihrem Sexualleben zufrieden zu sein. An vorderster Stelle standen für die Befragten Vertrauen (99 %) und gute Kommunikation (97 %) als Garanten gemeinsamen Glücks. Eine befriedigende Sexualität rangierte dabei mit 79 % Zustimmung in der Skala, die eine glückliche Partnerschaft ausmachten, sehr hoch. >>>
Performance-Bewertung eines neuen Urintest für Chlamydien bei Männern
London – Britische Wissenschaftler entwickelten einen Urin-Schnelltest für Chlamydien. Das Verfahren liefert bereits nach einer Stunde einen Nachweis, ob die weit verbreitete Geschlechtskrankheit vorliegt. Bisher war ein vor allem für Männer sehr unangenehmer Abstrich aus der Harnröhre nötig, um die bakterielle Infektion zu diagnostizieren. In einer Studie mit rund 1.200 Männern zeigte der Test eine Zuverlässigkeit von rund 84 Prozent beim Nachweis der Infektion. Diese ist leicht mit Antibiotika zu behandeln. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher um Elpidio-Cesar Nadala vom Diagnostikunternehmen Diagnostics for the Real World in Cambridge im British Medical Journal (2009; 339:2655 doi:10.1136/bmj.b2655). >>>
Bei der Therapie des Mammakarzinoms steht neben der Verbesserung des Gesamtüberlebens in der adjuvanten Therapie und der Verlängerung der Überlebenszeit im metastasierten Stadium der Erhalt der Lebensqualität an vorderster Stelle. Unter dem Aspekt „Therapie des Mammakarzinoms – was zählt für die Patientin“ beleuchtete der renommierte Gynäkologe Professor Wolfgang Janni von der Universitätsfrauenklinik Düsseldorf bei einem Meet-the-Expert im Rahmen des Senologiekongress aktuelle Daten zur adjuvanten endokrinen Therapie und die Behandlungssituation bei metastasiertem Brustkrebs. >>>
Berlin, 22. Juli 2009 – Das von Bayer HealthCare und Onyx Pharmaceuticals entwickelte Krebs-Medikament Nexavar® (Wirkstoff: Sorafenib) zeigt in der Indikation Brustkrebs in Kombination mit oraler Chemotherapie vielversprechende Studienergebnisse. In einer ersten von einer unabhängigen Institution durchgeführten Phase-II-Studie bei fortgeschrittenem Brustkrebs wurde der primäre Endpunkt – eine Verbesserung der Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung – erreicht. Die Studie, an der Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem HER-2 negativen (ohne Überexpression des HER-2-Proteins) Brustkrebs teilnahmen, untersuchte Nexavar in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Capecitabin. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Studie zeigen, dass bei den mit Nexavar behandelten Patientinnen die mittlere Überlebenszeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung verlängert wurde gegenüber den Patientinnen, die nur die Chemotherapie erhielten. Diese Ergebnisse waren statistisch signifikant (p-Wert = 0,0006). Sicherheit und Verträglichkeit im Kombinationsarm entsprachen den Erwartungen; neue oder unerwartete Toxizitäten traten nicht auf. Die detaillierten Ergebnisse der Studie sollen auf einem der nächsten wissenschaftlichen Kongresse vorgestellt werden. >>>
Venlo, Niederlande – Das Unternehmen QIAGEN stellt ab sofort auf der Website www.hpv-test.de umfangreiche Informationen für Ärzte, Laborpersonal und Laien rund um das Thema Humane Papillomviren (HPV) und Gebärmutterhalskrebs zur Verfügung. Das Zervixkarzinom ist nach dem Mammakarzinom weltweit die zweithäufigste Krebsart bei Frauen. Inzwischen weiß man, dass die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs Infektionen mit dem Humanen Papillomvirus (HPV) sind. Daher bietet die Kombination aus HPV-Test, z. B. dem digene® HPV Test, und herkömmlichem Pap-Abstrich Frauen ab 30 die höchste Sicherheit bei der Vorsorge. >>>
Hamburg – Die Ultraschalluntersuchung der weiblichen Brust verbessert bei Frauen mit dichtem Gewebe die Früherkennung von Brustkrebs. Bei einer solchen Mammasonografie liegt die Erkennungsrate, das zeigen Studien, bei bis zu 88 Prozent. Die Karzinom-Nachweisquote bei der röntgenologischen Mammografie hingegen liegt bei 56 Prozent. Die Ultraschalluntersuchung der weiblichen Brust durch den Frauenarzt muss deshalb Bestandteil der Brustkrebsfrüherkennung bleiben, fordern Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). >>>
Frauen, die schlank und körperlich aktiv sind, erkranken seltener an Brustkrebs.
Und bereits erkrankte Frauen, die auf ihr Gewicht achten und sich regelmäßig bewegen, haben größere Chancen, wieder gesund zu werden. Das sind zwei der wesentlichen Botschaften, die von der 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Düsseldorf ausgehen. Bei dem Kongress diskutierten rund 3.000 Experten verschiedener Fachrichtungen die neuesten Erkenntnisse rund ums Thema Brustkrebs. „Regelmäßige Bewegung ist Prophylaxe und Therapie gleichermaßen“, sagte Kongresspräsident Prof. Dr. Ulrich Kleeberg aus Hamburg. „Wir wissen seit Menschengedenken, dass körperliche Aktivität unser Befinden verbessert. >>>
Progesteron verhindert nicht die Frühgeburt bei Zwillingsschwangerschaft
Eine lokale Applikation von Progesteron kann die bei Zwillingsschwangerschaften häufigen Frühgeburten nicht verhindern (Lancet 2009; 373: 2034-2040). Frühgeburten sind die häufigste Ursache für neonatale Todesfälle bei Zwillingsschwangerschaften. Eine Therapie mit dem Schwangerschaftshormon Progesteron galt bisher als eine vielversprechende präventive Maßnahme. So plausibel der Ansatz auch erscheinen mag, Belege aus placebokontrollierten Studien fehlten bisher weitgehend. In der STOPPIT-Studie (STudy Of Progesterone for the Prevention of Preterm birth In Twins) wurden 500 Frauen auf die tägliche Anwendung eines Vaginalgels mit Progesteron oder Placebo randomisiert. >>>
Optimiertes Management des Hand-Fuß-Syndroms für eine erfolgreiche Capecitabin-Therapie bei metastasiertem Mammakarzinom
Das orale Fluoropyrimidin Capecitabin (Xeloda®) wird nach Anthrazyklin- und Taxan-Vorbehandlung zur Therapie des metastasierten Mammakarzinoms eingesetzt. Die hochwirksame Therapie bietet eine gut verträgliche Behandlungsalternative, die den Patientinnen eine höhere Lebensqualität ermöglicht. Häufig tritt bei der Therapie mit Capecitabin lediglich ein Hand-Fuß-Syndrom (HFS) auf. Die geeigneten therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung des HFSs und die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Satellitensymposiums anlässlich der 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie vom 11.-13. Juni 2009 von Professor Andreas Schneeweiss, Heidelberg präsentiert und diskutiert. >>>
Das empfohlene Vakzin gegen humane Papillomaviren wird in den Medien weiterhin heiß diskutiert. Obwohl die Inzidenz in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen hat, ist das Zervixkarzinom weiterhin ein ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem. Die Krankheit ist sehr eng mit Infektionen durch humane Papillomaviren (HPV) assoziiert. Mit der Veröffentlichung der ersten direkten Vergleichsstudie der beiden zugelassenen HPV-Impfstoffe Gardasil® und Cervarix® konnte nun nachgewiesen werden, dass die beiden zugelassenen Impfstoffe nicht die gleiche Immunantwort gegen HPV 16 und 18 hervorrufen. >>>
Gynäkologen empfehlen GDM-Screening für jede Schwangere
Etwa 2 bis 12 Prozent aller Schwangeren entwickeln - meist unerkannt - einen Gestationsdiabetes und ist eine der häufigsten Begleiterkrankungen einer Schwangerschaft. Diese Form der Zuckerkrankheit wird erstmals während einer Schwangerschaft diagnostiziert und verschwindet meist nach deren Beendigung. Unerkannt besteht ein Risiko für die Mutter und insbesondere für das noch ungeborene Kind. Konsequent durchgeführte Suchtests und eine rechtzeitige Behandlung mindern die Gefahr für die Mutter und ihr Kind. 90 Prozent aller niedergelassenen Gynäkologen empfehlen bei jeder Schwangeren ein Screening auf Gestationsdiabetes (GDM). So lautet die überraschende Kernaussage einer Studie, die zwischen Juni und November 2008 von der Forschergruppe Diabetes der TU München mit Unterstützung von Bayer Diabetes Care durchgeführt wurde. >>>
Erste medikamentöse Therapie mit Dapoxetin (Priligy
®)
Der Leidensdruck der von Ejaculatio praecox betroffenen Männer und ihrer Partnerinnen ist beträchtlich", betonte der Urologe Prof. Hartmut Porst auf der Presseveranstaltung „Rechtzeitig statt vorzeitig". Für die Behandlung der sexuellen Funktionsstörung, an der etwa 20 Prozent der Männer in Deutschland leiden, gab es bisher keine zugelassene medikamentöse Therapie. Mit Dapoxetin steht jetzt das erste zugelassene Medikament bei vorzeitigem Samenerguss zur Verfügung. Studien haben gezeigt, dass die Behandlung mit Dapoxetin wirksam und verträglich ist. „Darauf haben Betroffene und auch Ärzte lange gewartet. Ich hoffe, dass die sensible Thematik nun endlich öfter angesprochen und behandelt wird", erklärte die Urologin und Andrologien Dr. Kornelia Hackl. >>>
Förderung der Kommunikation zwischen Brustkrebspatientinnen und ihren Kindern
Wenn eine Mutter an Brustkrebs erkrankt, leiden auch ihre Kinder. Nicht selten entstehen aufgrund der psychischen Belastung durch die Erkrankung Spannungen in der Familie. Das Projekt „Meine Schokotasche“ möchte Brustkrebspatientinnen und ihren Kindern die Möglichkeit bieten, in einem gemeinsamen Bastel-Erlebnis ihre Gedanken und Gefühle auszutauschen und so mehr Nähe in dieser schwierigen Situation zu finden. Eingesandte Fotos der kleinen Künstler mit ihren gebastelten und dekorierten Werken werden im Frühjahr 2010 im Schokoladenmuseum in Köln ausgestellt. Einige Schoko-Taschen werden dort zusätzlich als Exponate dieses bewegenden Projektes zur Verfügung stehen. >>>
Eine Informationskampagne mit vielen hilfreichen Elementen
Jede neunte Frau erkrankt in ihrem Leben einmal an Brustkrebs. Nach der alles verändernden Diagnose beschäftigen zahllose Fragen die Betroffenen. Auf der Suche nach Antworten bei Ärzten, in Büchern oder im Internet stürzen oft eine Vielzahl an Informationen auf die Betroffenen ein, die nicht selten weitere Fragen aufwerfen und verunsichern. Daher möchte die Kampagne „Durch die Brust ins Herz – Herausforderung Brustkrebs“ Basiswissen zum Thema Brustkrebs vermitteln, aber auch gezielt über Therapiemöglichkeiten und Bewältigungs-Strategien informieren. Das breite Spektrum aufeinander abgestimmter und aufbauender Informationsmaterialien wie Broschüren und Filme sowie die Veranstaltungsreihe „Deutsche Städte gegen Brustkrebs“ geben eine umfassende und strukturierte Hilfestellung bei der Bewältigung der Krankheit. Projekte wie der Dokumentationsband „Gedanken zu Brustkrebs“, der Bildband „Lebensbilder“ oder die Aktion „Wie sage ich es meinen Liebsten?“ geben zusätzlich eine emotionale Stütze. >>>
Neuer Menstruationsstärkenkalender zur Diagnose von Hypermenorrhagien
Hypermenorrhagien können Ausdruck von Krankheiten sein. Häufige Ursachen sind z. B. Myome oder auch Hämostasestörungen wie etwa das von-Willebrand-Syndrom (vWS). Die Diagnose von Hypermenorrhagien ist nicht leicht, denn oft wird eine starke Regelblutung von den Frauen als normal empfunden. Die Frage des Arztes nach Auffälligkeiten hilft daher oft nicht weiter. Ein neues Tool des „Netzwerkes vWS“ hilft Ärzten und Patientinnen, die Dauer und Stärke der Menstruation einfach und sicher einzuschätzen und erleichtert das Erkennen von Hypermenorrhagien. Der Kalender ist stark visualisierend gestaltet, so dass das Ausfüllen intuitiv geschehen kann und der Arzt wenig Erklärungsarbeit im Vorfeld der Dokumentation leisten muss. >>>
Der FDA wurden mindestens acht Berichte von Kindern vorgelegt, bei denen es durch eine sekundäre Exposition zu gesundheitlichen Schäden kam.
Bei den Kindern im Alter von neun Monaten bis fünf Jahren kam es zu einer Vergrößerung der Genitalien (Penis oder Clitoris), zu einer vorzeitigen Schamhaarentwicklung, einer Alterung der Knochen, einem Anstieg der Libido sowie zu aggressivem Verhalten. Bei den meisten Kindern hatten sich Krankheitszeichen und Symptome einer unangemessenen Virilisierung zurückgebildet, nachdem der Zusammenhang erkannt und die Exposition abgestellt wurde. In einigen Fällen hatten sich die Genitalien jedoch nicht mehr auf die dem Alter angemessene Größe zurückentwickelt. Das Knochenalter hat weiter über dem chronologischen Alter des Kindes gelegen. Um weitere Fälle zu verhindern, ordnet die FDA einen umrahmten Warnhinweis (boxed warning) an. Testosterone werden bei krankhaften Funktionsstörungen der männlichen Gonaden, beim physiologischen Hypogonadismus des Mannes im Alter , sowie bei Libidostörungen der Frau eingesetzt.>>>
Santa Monica – Die Auswertung der Daten von 29.380 Teilnehmerinnen der Nurses’ Health Study zeigt, dass Frauen, die zusätzlich zum Uterus die Ovarien entfernen ließen, später zu 25 % seltener an einem Mammakarzinom erkrankten. Die weit verbreitete Praxis, bei einer Hysterektomie zusätzlich die Ovarien zu entfernen, wird durch eine prospektive Beobachtungsstudie im Obstetrics & Gynecology (2009; 113: 1027-1037) infrage gestellt. Die präventive Wirkung gegen Ovarial- und Mammakarzinome wurde bereits durch eine erhöhte Lungenkrebsrate aufgehoben. Hinzu kommt eine negative Auswirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zahlreiche Frauenärzte raten ihren Patientinnen anlässlich einer Hysterektomie auch zu einer bilateralen Ovariektomie. In den USA werden die Eierstöcke bei jeder zweiten Operation mit entfernt, bei Frauen nach der Menopause steigt die Rate auf fast 80 %. >>>
Am heutigen 20. Welt-Hämophilietag feiert das Netzwerk vWS ersten Geburtstag
Der heutige 20. Welt-Hämophilietag ist ein Grund zu feiern: Seit 1989 wird am 17. April auf angeborene Blutgerinnungskrankheiten aufmerksam gemacht. Zahlreiche Aktionen finden weltweit unter dem Motto „Together, we care“ statt. Aufklärung ist wichtig, denn in Deutschland ist paradoxerweise die häufigste Form der Gerinnungsstörung, das von-Willebrand-Syndrom (vWS), auch die unbekannteste. Rund 800.000 Männer und Frauen leiden daran – die meisten ohne es zu wissen. >>>
Das Gestagen entscheidet über das Brustkrebsrisiko
Düsseldorf/Hannover, den 2. April 2009 – Die Hormonersatztherapie (HRT) ist unumstritten die wirksamste Behandlung gegen klimakterische Beschwerden. Ihre Wirksamkeit für die Prävention der Osteoporose und osteoporosebedingter Frakturen ist gut belegt. In Verruf geraten ist sie durch Daten aus der WHI-Studie (Women’s Health Initiative), die zum Einen am kardiovaskulären Benefit einer HRT zweifeln ließ und zum Anderen ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko unter einer Kombination aus Estrogen und Gestagen feststellte. Doch diese Ergebnisse lassen sich nicht auf alle HRT-Kombinationen übertragen. >>>
+++ Neue Broschüre der Initiative „Brustkrebs bewegt“ +++ Schminktipps für Krebspatientinnen Köln, 31. März 2009. Viele Krebspatientinnen leiden unter den körperlichen Veränderungen, die die Erkrankung mit sich bringt. Gerade die häufigen Folgen der Chemotherapie wie Haarverlust und Hautprobleme belasten die Frauen in dieser schweren Zeit noch zusätzlich. Die Initiative „Brustkrebs bewegt“ möchte den Betroffenen dabei helfen, sich trotz der Erkrankung wieder wohler in der eigenen Haut zu fühlen. Die neue Broschüre „Mit Veränderungen umgehen – Schmink- und Farbberatung für Krebspatientinnen“ gibt deshalb hilfreiche Tipps, wie das richtige Make-Up und die Farbauswahl der Kleidung kleine Makel kaschieren und den eigenen Typ optimal unterstreichen können. >>>
+++ Infektionen des oberen weiblichen Genitaltrakte +++ Moxifloxacin als neue Therapieoption zugelassen Leverkusen, 24. März 2009 - Das Antibiotikum Moxifloxacin wurde jetzt in Deutschland vom BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) aufgrund einer Empfehlung der EMEA (European Medicines Agency) auch für die Behandlung von leichten bis mäßig schweren entzündlichen Erkrankungen des Beckens zugelassen. Damit können Infektionen des oberen weiblichen Genitaltraktes einschließlich Salpingitis und Endometritis (englisch: Pelvic Inflammatory Disease = PID) nun auch mittels einer Monotherapie mit dem Chinolon-Antibiotikum statt wie bisher üblich mit einer Antibiotika-Dreifachkombination behandelt werden (sofern Moxifloxacin-resistente Gonokokken ausgeschlossen werden können). Denn Moxifloxacin hat sich in klinischen Studien als sicher und effektiv wirksam bei der PID erwiesen. >>>
+++ Diese Chance darf nicht vertan werden +++ BÄK und DGGG fordern umfassende Beratungsregelung zur Vermeidung von späten Schwangerschaftsabbrüchen (Berlin/München, 13.03.2009) Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) begrüßen, dass der Deutsche Bundestag nunmehr intensiv darüber diskutiert, wie die Vorschriften zum Schwangerschaftskonfliktgesetz geändert werden können. „Es stimmt uns zuversichtlich, dass in den vorliegenden fraktionsübergreifenden Gesetzesanträgen die Regelungsdefizite erkannt worden sind. Das Parlament muss jetzt gemeinsam an Lösungen arbeiten, die Schwangeren Unterstützung und Hilfestellung in den schwierigen Belastungs- oder Konfliktsituationen geben. Die Chance für eine einvernehmliche Lösung darf nicht vertan werden“, appellierte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages. >>>
+++ Neue Erkenntnisse zur optimalen Therapie bei erektiler Dysfunktion +++ Längeres Stehvermögen – Dreimal soviel Zeit beim Glück zu zweit Hamburg, 5. März 2009 – Trotz unzähliger Spielarten: Für Frauen ist der „ganz normale“ Sex zu zweit die beglückendste Form der Sexualität, vorausgesetzt „Mann“ kann dafür ausreichend lange durchhalten. Allerdings fehlt gerade Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) häufig die Fähigkeit, eine Erektion lang genug aufrecht zu erhalten. Gleich zwei aktuelle Studien zeigen, dass durch die Therapie mit dem PDE-5-Inhibitor Levitra® dieser Zeitraum verdreifacht werden kann. Das Fazit der Experten auf einer Pressekonferenz von Bayer Vital in Hamburg: Vardenafil ist eine effiziente Therapieoption für ED-Patienten. >>>
+++ Orale Kontrazeptiva: Erstmals Einfluss auf Gerinnungsfaktoren untersucht +++ Levonorgestrel in Leios® weist geringere Thrombogenität auf als andere Gestagene Eine erst kürzlich publizierte Studie von van Vliet et al. zeigt erstmalig auf Basis der Gerinnungsfaktoren, dass bei oralen Kontrazeptiva die Kombination mit Levonorgestrel in der Kombination mit Ethinylestradiol eine geringere Thrombogenität aufweist als die Kombination mit anderen Gestagenen. Das vergleichsweise risikoärmere Levonorgestrel ist das in Leios® eingesetzte Gestagen. Mit 20 µg Ethinylestradiol und 100 µg Levonorgestrel weist Leios® die niedrigste Östrogen- und Gestagenmenge der in Deutschland erhältlichen oralen Kontrazeptiva auf und bietet in dieser Kombination eine ausgewogene und gut verträgliche Empfängnisverhütung. >>>
Neues gynäkologisch-onkologisches Modul auf Fortbildungsportal Das von Wyeth Pharma und dem Thieme Verlag initiierte Fortbildungs- und Informations-Portal www.Wyeth-CMExtra.de ist aktuell um ein weiteres Modul ergänzt worden: Mit dem Kurs „Erweiterte adjuvante Therapie (EAT) des primären hormonabhängigen Mammakarzinoms der postmeno- pausalen Patientin“ bietet das internetbasierte Portal nun das erste Modul aus dem gynäkologisch-onkologischen Bereich. Im Fokus des von Dr. Florian Schütz verfassten Moduls stehen das Wirkungs- und Nebenwirkungsmanagement. Der Autor gibt einen Überblick über Therapieoptionen und die Studienlage der adjuvanten endokrinen Therapie und stellt dabei die Daten der Studien MA.17 und BIG I-98 heraus. >>>
+++ Updates in der Brustkrebstherapie +++ Ärzteveranstaltung der Universitäts-Frauenklinik Essen und des German-International Medical Center Düsseldorf „Post-St. Gallen – Updates in der Brustkrebstherapie“ Ort: 45128 Essen, Huyssenallee 53, RWE Pavillion in der Philharmonie Essen Termin: 21. März 2009, 9:00-16:00 Uhr Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und wird durch die Ärztekammer (voraussichtlich 8 Pkt.) zertifiziert. Registrieren können sich die Teilnehmer wie folgt: www.g-imc.de/stgallen Das Programm zur Veranstaltung können Sie kostenfrei und in Druckqualität herunterladen von: www.mediaconcept.de/g-imc.htm
+++ Neues Faltblatt der Initiative „Brustkrebs bewegt“ +++ Mehr Kraft für die Zeit nach Brustkrebs Mit Krafttraining verbinden viele Menschen immer noch das Klischee vom muskelgestählten Bodybuilder. Doch ein sinnvoll eingesetztes Krafttraining fördert die körperliche Fitness und das Wohlbefinden – gerade bei Brustkrebspatientinnen während und nach der Therapie. Das zeigen auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie. Worauf die betroffenen Frauen beim Training mit Gewichten achten müssen und welche Übungen sich eignen, zeigt das neue Faltblatt der Initiative „Brustkrebs bewegt“.Das Faltblatt „Krafttraining bei Brustkrebs“ kann ab sofort kostenlos per Post bei der Initiative „Brustkrebs bewegt“, Postfach 130 120, 50495 Köln angefordert werden. Im Internet finden Interessierte unter www.brustkrebs-bewegt.de außerdem zusätzliche Informationen zum Thema sowie alle Materialien (Broschüren, Faltblätter etc.) zum Bestellen oder Herunterladen. >>>
+++ Verbriefte Prozessqualität für cytoimmun diagnostics +++ cytoactiv-Verfahren zur Selbstheilungsprognose für Frauen mit Zellveränderungen am Gebärmutterhals durchläuft erfolgreiche ISO-Zertifierung cytoimmun diagnostics GmbH, in Pirmasens ansässiges medizinisches Unternehmen, hat im November 2008 die verbriefte Anerkennung für patientenrelevantes Management erhalten. Ganz konkret erfolgte die Zertifizierung der realisierten Einführung eines QM-Systems nach DIN EN ISO 9001:2000 in den Bereichen Design und Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von biologischen Substanzen für den Einsatz bei diagnostischen Anwendungen. >>>
+++ Die Vulvodynie aus interdisziplinärer Sicht +++ PD Dr. Rainer Freynhagen, Düsseldorf, PD Dr. Monika Hampl, Düsseldorf Die Vulvodynie ist ein häufiges Krankheitsbild, das sich als ein Kontinuum zwischen rein organisch bedingtem Schmerz bis zu rein somatoformen Schmerzzuständen ohne Organbefund präsentiert und damit die behandelnden Fachdisziplinen gleichermaßen vor diagnostische und therapeutische Probleme stellt. Die „International Society for the Study of Vulvar Disease" definiert Vulvodynie als „Schmerzen der Vulva die ohne nachweisbare grobe anatomische oder neurologische Befunde oder lokale Auslöser auftreten" (Moyal-Barracco and Lynch 2004). Charakterisiert sind die chronischen Schmerzen meist durch Brennen, Stechen, Reizung, Rauhigkeit, eine erhöhte Sensibilität oder Wundsein im Genitalbereich. Genaue Zahlen zur Prävalenz fehlen, jedoch ist von einer Punkt-prävalenz von 4% in der Allgemeinbevölkerung und 16% im Patientenklientel gynäkologischer Praxen auszugehen (Harlow and Stewart 2003). >>>
+++ Studienergebnisse zum Mammographie-Screening vorgelegt +++ Brustkrebs-Früherkennung wird intensiv genutzt Berlin – Das Mammographie-Screening, eine Röntgenuntersuchung der Brust, kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Heilungschancen bei Brustkrebs zu steigern. Die Women’s Health Coalition (WHC) und die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) haben in einer Studie das Meinungsbild der Frauen zu diesem Früherkennungsangebot untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Zufriedenheit mit dem Screening hoch ist. Die Women’s Health Coalition (WHC) und die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) haben in einer wissenschaftlich begleiteten Studie das Meinungsbild der Frauen zu diesem Früherkennungsangebot untersucht. „Zwei Drittel der eingeladenen Frauen haben bereits am Mammographie-Screening teilgenommen, und 90 Prozent von ihnen würden auch wieder daran teilnehmen. Das spricht für eine hohe Akzeptanz des neuen Angebotes“, sagte Irmgard Naß-Griegoleit, Präsidentin der WHC, anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse.>>>
+++ HIV-infizierte Schwangere können gesunde Kinder zur Welt bringen +++ Jede werdende Mutter sollte sich testen lassen Eine HIV-infizierte werdende Mutter kann ein Baby zur Welt bringen, das nicht HIV-positiv ist. Darauf weist die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1.Dezember hin. "Voraussetzung dafür ist allerdings, dass eine Schwangere weiß, dass sie HIV-positiv ist. Dann kann ihr Kind durch wirksame medizinische Maßnahmen geschützt werden", erklärt Gynäkologin Dr. Elisabeth Siegmund-Schultze von der KKH. >>>
+++ Schwangerschaftsrisiko Diabetes erkennen und minimieren +++Mit Insulin zu einem gesunden Baby Werden Frauen mit Diabetes mellitus schwanger oder tritt bei ihnen durch die Schwangerschaft ein Diabetes auf, ist dies mit Risiken für Mutter und Kind verbunden. Die moderne Insulintherapie kann die Gefahren jedoch minimieren. Es ist deshalb nach Meinung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) notwendig, neben Hebamme und Gynäkologen immer auch einen Diabetesexperten in die Betreuung der betroffenen Schwangeren einzubeziehen. >>>
+++ 24vier – Ein neuer Rhythmus in der oralen Kontrazeption +++ Hohe Verhütungssicherheit, stabile Zyklen, einfache Anwendung Die „Pille“ gehört zu den bedeutendsten Entwicklungen des 20. Jahrhunderts und ist heute mit Abstand das meistgenutzte Verhütungsmittel in Deutschland. Bisher waren 21 Tage Pilleneinnahme und anschließend 7 Tage „Pillenpause“ das übliche Regime in der oralen Kontrazeption. Mit der niedrig dosierten Kombinationspille YAZ® (20 μg Ethinylestradiol, 3mg Drospirenon) und dem Verhütungsrhythmus 24vier schlägt Bayer Schering Pharma nun einen neuen Weg ein: Anwenderinnen nehmen 24 Tage eine hormonhaltige und anschließend vier Tage eine wirkstofffreie Tablette ein. Die Besonderheiten dieser „neuen Dimension der oralen Kontrazeption“ wurden jetzt im Rahmen eines Symposiums der Bayer Vital GmbH in Berlin vorgestellt und diskutiert.>>>
+++ Prävention des Mammakarzinom +++ Jetzt auch für 20 bis 50 Jährige Ein neues thermographisches Gerät zur Früherkennung des Mammakarzinoms befindet sich auf dem Markt. Die Untersuchung eignet sich besonders für jüngere Patienten mit dichtem Drüsengewebe. „TISENO®„ spürt auch in situ Carcinome und echte Präkanzerosen auf. Das thermographische Gerät entstand aus einer Kooperation zwischen Systherm, einem jungen Unternehmen mit Sitz bei Münster, einem holländischen Medizintechnik-Hersteller und dem Gynäkologen und Ideengeber Dr. Wehberg, im Rahmen eines EUREGIO-Projektes. Mit einem auf die Brust gelegten thermosensitiven LC-Display kann man Wärmemuster sichtbar machen. Ohne pathologische Prozesse sind diese immer konstant, wie ein Fingerprint. >>>
+++ Erweiterte adjuvante Therapie des Mammakarzinoms +++ Rezidivprävention durch gezieltes Praxismanagement Der Einsatz des Aromatasehemmers Letrozol in der erweiterten adjuvanten Therapie (EAT) im Anschluss an fünf Jahre Tamoxifen schützt Brustkrebspatientinnen wirksam vor Rezidiven – selbst nach einer Therapiepause von bis zu sieben Jahren. Dies bestätigen aktuelle Daten der MA-17-Studie. Für viele niedergelassene Gynäkologen ist die EAT mit Letrozol eine neue Therapieoption, welche ihnen ermöglicht, ihre Patientinnen aktiv vor einem Rezidiv zu schützen. Damit möglichst viele Patientinnen von der EAT profitieren können, ist ein aktives Praxismanagement essentiell. Letrozol (Femara®) ist der einzige Aromatasehemmer, der für die EAT im Anschluss an fünf Jahre Tamoxifen zugelassen ist. >>>
Gibt es wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung einer Androgenetischen Alopezie?
Sowohl bei Männern als auch bei Frauen sind etwa 95% aller Fälle von Haarausfall durch die Androgenetische Alopezie verursacht. Dieser Anlagebedingte Haarausfall ist damit bei beiden Geschlechtern die häufigste Ursache einer Alopezie. Der Begriff "Androgenetische Alopezie" bedeutet frei übersetzt "Haarausfall durch männliche Hormone". Darunter versteht man eine Form des Haarausfalls, die durch eine veranlagungsbedingt erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber männlichen Sexualhormonen (Androgenen) ausgelöst wird. Dabei handelt es sich um einen genetisch vorbestimmten Haarverlust, bei dem das Lebensalter eine wichtige Rolle spielt. >>>
+++ Zervixkarzinom und leitliniengerechte Prävention +++ Der digene® HPV Test als Goldstandard in der Krebstherapie In Deutschland erkranken jährlich 6.200 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, ca. 1.800 sterben daran. Damit ist die Inzidenz und Mortalität des Zervixkarzinoms trotz aller Fortschritte in der Onkologie noch immer sehr hoch. Deshalb sollte jede Frau ab dreißig Jahren als Teil der Vorsorgeuntersuchung des Zervixkarzinoms routinemäßig auch auf eine Infektion mit den Hochrisiko-Typen des Humanen Papillomavirus (HPV) – die Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs – getestet werden. Über dieses Vorgehen waren sich die Experten auf der von QIAGEN veranstalteten Pressekonferenz auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) einig. Zudem sei die Hybrid Capture 2 (HC2) Technologie (digene® HPV Test) die Test-Methode der Wahl. >>>
+++ Tabuthema„trockene Scheide“+++ Premeno® duo: Erstes dualwirksames Vaginalzäpfchen gegen Scheidentrockenheit und vaginale Infekte Frauen sprechen gar nicht gern darüber: Brennen, Jucken und schmerzhafte Risse in der Scheide – die vaginale Trockenheit. Gleichzeitig ist der pH-Wert des Vaginalmilieus verändert, so dass die Häufigkeit von Infektionen steigt. Mit Premeno® duo steht nun erstmals ein Vaginalzäpfchen zur Verfügung, das sowohl den Feuchtigkeitshaushalt der Scheide als auch ihren pH-Wert auf natürliche Werte reguliert. Seit wenigen Wochen ist das hormonfreie Medizinprodukt rezeptfrei in Apotheken sowie im Fachhandel und Versandhandel erhältlich. Die Zäpfchenformulierung ist besonders einfach in der Anwendung und absolut hygienisch, denn jedes Zäpfchen ist steril einzeln verpackt. Auf Konservierungs-Stoffe konnte daher verzichtet werden. >>>
+++ Gyn-colleg erweitert Serviceangebot für Gynäkologen im Internet +++ Neu: „Mirena® Excellence“ ab 15. September online Das Internetportal Gyn-colleg, eine Initiative von Bayer HealthCare, erweitert sein Angebot: Neu hinzu kommt der Bereich „Mirena® Excellence“. Gynäkologen können dort hilfreiche Materialien zur Verhütungs-Beratung sowie Tipps zur Praxiskommunikation direkt herunterladen oder über den Bayer-Außendienst anfordern. >>>
+++ Für mehr Patientenzufriedenheit bei der Therapie der überaktiven Blase +++ Pfizer lanciert neues Antimuskarinikum mit einzigartiger Pharmakokinetik und überzeugenden Ergebnissen bezüglich Wirksamkeit, Verträglichkeit und Lebensqualität Für die European Medicines Agency (EMEA) ist die Patientenzufriedenheit eines der wichtigsten Therapieziele bei der Behandlung der überaktiven Blase. Um dieses Ziel zu erreichen, werden hohe Ansprüche an die Arzneimittel gestellt. Gute Wirksamkeit und Verträglichkeit müssen gewährleistet sein – nicht zuletzt, um langfristige Compliance und Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen zu erzielen. >>>
+++ Höheres Diabetes-Risiko bei Kaiserschnitt-Babys +++ Kinder, die durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommen, haben ein 20 Prozent höheres Risiko, an Typ-1-Diabetes zu erkranken als Kinder, die auf natürlichem Wege geboren werden. Das stellten Forscher um Dr. Chris Caedwell und Dr. Chris Patterson von der Queen's University Belfast (Irland) in einer Meta-Analyse fest. Sie hatten die Daten von 20 Studien aus 16 Ländern ausgewertet - insgesamt betrachteten sie dabei rund 10.000 Kinder mit Typ-1-Diabetes und über eine Millionen Kontrollpersonen. Das höhere Diabetes-Risiko der Kaiserschnitt-Kinder war unabhängig von Faktoren wie dem Geburtsgewicht, dem Alter der Mutter, einem Gestationsdiabetes der Mutter und auch davon, ob das Baby gestillt wurde. >>>
+++ Neue Pille, neuer Rhythmus +++ YAZ® – Die erste Pille mit dem 24vier Verhütungsrhythmus in Deutschland ab 1. September auf dem Markt Bayer Schering Pharma eröffnet am 1. September 2008 ein neues Kapitel in der Geschichte der Pille: Zu diesem Termin kommt YAZ® in Deutschland auf den Markt. Die neuartige, niedrigdosierte Pille enthält das Gestagen Drospirenon (3 mg) in Kombination mit Ethinylestradiol (20 μg) und ist das erste und einzige orale Kontrazeptivum mit dem neuen 24vier Verhütungsrhythmus. Anwenderinnen beginnen die Einnahme mit 24 hormon-haltigen Tabletten und beenden den 28-tägigen Zyklus mit vier hormonfreien Tabletten. Dieser neue Verhütungsrhythmus verlängert die antimineralokortikoide und antiandrogene Wirkung von Drospirenon bis in das verkürzte hormonfreie Intervall, verringert Hormon-Schwankungen und führt zu einer starken ovariellen Suppression mit hoher kontrazepiver Sicherheit. >>>
+++ Schonender Ultraschall statt gefährlicher Strahlen +++ Ultraschallexperten warnen: Strahlendosis in der Medizin steigt Hamburg – Immer häufiger kann medizinischer Ultraschall risikoreichere Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Röntgen ablösen. Vor allem für Kinder und Schwangere bietet die Sonografie eine schonende Alternative. Ein besonderer Vorteil der Sonografie: Anders als bei CT oder Röntgen sind Patienten bei der Ultraschalluntersuchung keinem Strahlenrisiko ausgesetzt, wie die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) betont. Dadurch lässt sich Ultraschall beliebig oft einsetzen.Anders bei der CT: Zur Diagnose von Blinddarmentzündungen bei Kindern zum Beispiel setzen viele Kliniken heute kurzentschlossen den Computertomografen ein. Zwar ist das Verfahren einfach und hilfreich für die Diagnose. Gleichzeitig steigt jedoch mit der Zahl der Untersuchungen die Strahlenbelastung. Diese ist bei einer CT der Bauchorgane schon heute 50-fach höher als bei früheren Röntgenuntersuchungen. >>>
+++ Lang ersehnte Prognosesicherheit für erkrankte Frauen +++ Risikofaktoren identifiziert Pirmasens, Juli 2008. Der nach seinem Erfinder, dem griechischen Arzt George Papanicolaou, benannte PAP-Test kommt in der jährlichen Vorsorgeuntersuchung zum Einsatz und gibt dem Gynäkologen Aufschluss darüber, ob etwaige Krebsvorstufen am Gebärmutterhals seiner Patientin vorhanden sind. Bei positivem PAP (IIID)-Befund und einer leichten bis mäßig stark ausgeprägten Vorstufe eines Zervixkarzinoms konnte der behandelnde Arzt bislang allenfalls die weitere Entwicklung des Krankheitsverlaufs beobachten und eine Konisation oder gar Hysterektomie lediglich auf der Grundlage von Erfahrungswerten und einer Gesamtbeurteilung anordnen. >>>
+++ Neues Therapieverfahren beim Brustkrebs: +++ Schonende Intrabeam-Bestrahlung schon während der Operation - Universitätsklinikum des Saarlandes beteiligt sich an internationaler Studie Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebsart und jede 10. Frau erkrankt am Mamma-Karzinom vor dem 70. Lebensjahr. Zur Zeit erkranken ca. 50.000 Frauen pro Jahr neu am Brustkrebs. Bei der interdisziplinären Behandlung des Brustkrebses (Mammakarzinom) wurde im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg ein neues Therapieverfahren zur so genannten Teilbrustbestrahlung etabliert. Dieser Ansatz wird in Homburg im Rahmen einer großen internationalen Studie (TARGIT - TARGETED INTRA-OPERATIVE RADIATION THERAPY) verfolgt. Das UKS in Homburg kooperiert eng mit Professor Dr. Michael Baum aus London, wo sich der Sitz der europäischen Studienleitung befindet. Insgesamt sind in Deutschland 11 Zentren an der Studie beteiligt. >>> +++ Zervixkarzinom: Lymphknoten erhaltend operieren +++ Charité plädiert für neue Leitlinien bei Gebärmutterhalskrebs Gebärmutterhalskrebs muss nicht zwangsweise die Entfernung der Lymphknoten bedeuten. Das belegt eine Studie der Berliner Charité. „Bei vielen Frauen genügt ein weit weniger komplizierter Eingriff. "Die Leitlinien für Operationen müssen entsprechend geändert werden – wie es bei Brustkrebs und Melanomen bereits der Fall ist.", sagte Prof. Achim Schneider von der Klinik für Gynäkologie und gynäkologische Onkologie der Charité. Bei der jetzt im Fachmagazin Journal of Clinical Oncology erschienenen Studie handelt es sich um die weltweit größte Untersuchung zu diesem Thema – die Daten von mehr als 500 Operationen in 18 Kliniken im Zeitraum von 1998 bis 2006 wurden hierfür analysiert. >>>
+++ Brustvergrößerung mit Hyaloronsäure – Studienlage ist dürftig! +++ Darauf weist, nicht zuletzt vor dem Hintergrund gehäufter medialer Berichterstattung und einer daraus resultierenden verstärkten Nachfrage der Patientinnen, die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) hin. Ursache des Mangels an empirischen Langzeitstudien ist die Zulassung von Hyaloronsäure als Medizinprodukt der Klasse III. Zwar bezeichnet diese Klasse ein Medizinprodukt mit hohem Gefahrenpotential, trotzdem ist die Zulassung im Vergleich zu einem Arzneimittel unkompliziert. >>>
+++ Zwölf Frauen nach Brustkrebs auf dem Jakobsweg +++ Endlich am Ziel! Von Bilbao bis zum „Ende der Welt“ – nach 50 spannenden Tagen haben alle zwölf Frauen ihr Ziel erreicht: Die Grabstätte des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela. In Monte do Gozo, 5 Kilometer vor der Stadt, versammelten sich alle Teinlehmerinnen noch einmal, um von dort aus gemeinsam zur Catedral zu pilgern. Mit einem weinenden und lachenden Auge traten die Pilgerinnen ihre letzte Etappe an: „Natürlich freue ich mich auf zu Hause“, erklärt Christhilde, eine der Teilnehmerinnen. „Aber gleichzeitig habe ich jede Minute genossen. Ich war selten so glücklich!“ Wenn Sie mehr über die Eindrücke und Erfahrungen der Teilnehmerinnen erfahren wollen, klicken Sie einfach hier. Im Online-Tagebuch finden Sie Ausschnitte aus den persönlichen Tagebüchern der Teilnehmerinnen. >>>
+++ Meilenstein bei Studie zur Therapietreue +++ Nutzen und Chancen für Patientinnen: 2.500ste Brustkrebs-Patientin in die nationale Versorgungsstudie PACT (Patient's Anastrozole Compliance to Therapy)mit einem Aromatasehemmer aufgenommen Die Anzahl der Teilnehmerinnen an der PACT-Studie zur Therapietreue von postmenopausalen Patientinnen mit frühem Brustkrebs, die für eine Antihormontherapie in Frage kommen, hat sich auf 2.500 erhöht. "Durch diese große Zahl von Teilnehmerinnen haben wir die Möglichkeit, erstmals auf wissenschaftlicher Basis die Frage zu beantworten, wo die Ursachen für einen Mangel an Compliance bei der adjuvanten Antihormontherapie mit einem Aromatasehemmer liegen und in welchem Ausmaß dies das Wiederauftreten von Brustkrebserkrankungen beeinflusst", unterstrich Prof. Dr. Rolf Kreienberg, ärztlicher Direktor der Ulmer Universitätsfrauenklinik und Leiter des von Brustkrebsexperten, Brustkrebs-Selbsthilfegruppen und AstraZeneca entwickelten Projekts. Aktuell beteiligen sich 109 Brustzentren und 930 niedergelassene Gynäkologen und Onkologen an PACT.Unter www.pact-programm.de können sich interessierte Patientinnen näher über das Programm informieren und prüfen, ob für sie eine Teilnahme in Frage kommt.>>>
+++ Beckenbodengymastik für Frauen mit Blasenschwäche +++ MHH bietet neuen Kursus in der Klinik für Rehabilitationsmedizin und startet am 19. Mai Die Klinik für Rehabilitationsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bietet speziell für Frauen mit Blasenschwäche zum zweiten Mal einen Kursus für Beckenboden-Gymnastik an. Blasenschwäche ist eine sehr weit verbreitete Krankheit. In Deutschland sind etwa sechs Millionen Menschen von diesem Problem betroffen und fühlen sich dadurch eingeschränkt. Eine Therapiemöglichkeit, die von der Inkontinenz befreit oder die Probleme lindern kann, ist die Beckenbodengymnastik. Voraussetzung ist, dass die Blasenschwäche ärztlich abgeklärt wurde und die Teilnehmerinnen bereits ein Becken-bodentraining als Einzel-Therapie absolviert haben. >>>
+++ Inkontinenz bei Mann und Frau – eine interdisziplinäre Herausforderung +++ Experten bündeln ihre Kompetenzen in einem Kontinenz-Zentrum Etwa 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Harn- oder Stuhlinkontinenz. Schätzungen gehen davon aus, dass 2050 jeder dritte Mensch in Deutschland älter als 65 Jahre sein wird. Die Harninkontinenz ist mit einer Häufigkeit zwischen 30-40 % aller Frauen ab 50 Jahren eine bedeutende Volkskrankheit. Eine Hilfe für die Betroffenen ist oft nur durch eine individuelle, spezialisierte Diagnostik und Therapie möglich, in die verschiedene medizinische Fachdisziplinen eingebunden sind. Je besser Spezialisten unterschiedlicher Fachbereiche wie u. a. Gynäkologie, Urologie, Proktologie, Neurologie und Physiotherapie zusammenarbeiten, desto effektiver und effizienter kann eine Behandlung der oft komplexen Krankheitsbilder erfolgen. Um die Möglichkeiten einer solchen Zusammenarbeit zu nutzen, bündeln Experten ihre Kompetenzen in einem Kontinenz-Zentrum und bilden so eine ideale Voraussetzung für eine optimale Betreuung der Patienten.>>>
+++ Wesentlicher Fortschritt in der Geburtsmedizin +++ Geburtsgel: Weltneuheit für eine leichtere Geburt Viele Frauen wünschen sich eine sanfte und leichte natürliche Geburt. Dianatal® Geburtsgel ist speziell für die Erleichterung der Vaginalgeburt entwickelt worden und wird sobald die Geburt beginnt in die Vagina eingeführt, so dass sich dort ein Gleitfilm bildet. Klinische Studien, erste Erfahrungen aus der Praxis sowie experimentelle Daten zeigen, dass der Einsatz des Geburtsgels die Reibungskräfte zwischen Baby und vaginalem Geburtskanal signifikant mindert. Das Gel verkürzt dadurch die Eröffnungs- und Austreibungsphase während der Entbindung und schont sowohl Kind als auch Vagina, Beckenboden und Damm der Mutter. Die Geburt erfolgt schneller und sanfter. Die Wirkung des innovativen Medizinprodukts ist rein physikalisch, Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. >>>
+++ Thema: Schwangerschaftsabbruch +++ Ärzteschaft begrüßt neuen Vorstoß zur Vermeidung von Schwangerschaftsabbrüchen aus medizinischer Indikation Die Ärzteschaft hofft auf eine einvernehmliche Lösung zur Behebung gesetzlicher Defizite im Schwangerschaftsabbruchrecht aus medizinischer Indikation. Nach einem gemeinsamen Gespräch von Vertretern der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe mit der Spitze der CDU/CSU-Bundestagsfraktion scheint eine Lösung in Aussicht, die Forderungen der Ärzteschaft berücksichtigt und zukünftig besser zur Vermeidung von sogenannten Spätabbrüchen beiträgt. >>>
+++ Mammakarzinom - Sichere Diagnose in schweren Zeiten +++ Vakuumbiopsie bei Brustkrebsverdacht - zuverlässig und schonend Etwa 55.000 Frauen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Brustkrebs, 17.000 von ihnen überleben die Krankheit nicht. Das so genannte Mammakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen: Jede Zehnte erhält im Laufe ihres Lebens den Befund Brustkrebs. Wird der Krebs in einem frühen Stadium entdeckt, sind die Heilungschancen oft gut. Inzwischen gibt es schonendere Verfahren zur Gewebeentnahme. Die Vakuum-Biopsie ist für Frauen mit Brustkrebsverdacht eine schonende und sichere Untersuchungsmethode, um Klarheit über eine möglicherweise lebensbedrohliche Tumorerkrankung zu gewinnen. Auffällige Veränderungen in der Brust können ohne Schmerzen entnommen und häufig, wie im Fall von Mikrokalk, weitestgehend entfernt werden. >>>
+++ Der "rettende Infarkt"+++ Mit Embolisation gegen gutartige Gebärmutter-Tumore Das Gebärmutter-Myom ist der häufigste Tumor bei Frauen. In Deutschland sind rund vier Millionen Frauen zwischen 14 und 45 Jahren von dieser gutartigen Wucherung betroffen. Die so genannten Myomknoten bleiben häufig lange Zeit unbemerkt und werden erst beim Abtasten durch den Gynäkologen entdeckt. Bislang ist die operative Entfernung der Gebärmutter mit knapp 100.000 Operationen die am häufigsten durchgeführte Behandlung bei Myomen in Deutschland. Diese Operationen sind für die betroffenen Frauen sehr belastend, viele suchen daher nach einer Alternative. Seit einiger Zeit gibt es nun ein nicht-operatives Verfahren: ein künstlicher Infarkt.>>>
+++ cytoimmun diagnostics fährt volles Programm +++ Dicht gedrängter Messe- und Vortragskalender 2008 mit zahlreichen Highlights reflektiert national wie international hohe Wahrnehmung des cytoactiv-Tests Fast jeden Monat wird eine bedeutende fachliche Veranstaltung mit einem Ausstellungsbereich und/oder einem wissenschaftlichen Vortrag besetzt. Das erklärte Ziel ist es dabei, das bestehende Partnernetzwerk weiter auszubauen und den cytoactiv-Test möglichst flächendeckend bekannt zu machen. Folgerichtig steht das bahnbrechende Laborverfahren, mit dem sich das Vorhandensein des L1-Kapsidproteins von humanpathogenen Papillomviren (HPV) im Abstrich nachweisen lässt, auch jeweils im Mittelpunkt der Fachveranstaltungen. >>>
+++ Weltneuheit für eine leichtere Vaginalgeburt +++ Mit Dianatal® Geburtsgel ist seit Februar eine Weltneuheit auf dem deutschen Markt verfügbar Das speziell für die Erleichterung der Vaginalgeburt entwickelte Gel reduziert durch eine hohe Bioadhäsivität und Wasserbindungskapazität die geburtshindernden Reibungskräfte zwischen Baby und vaginalem Geburtskanal. Dadurch wird sowohl die Eröffnungs- als auch die Austreibungsphase während der Entbindung verkürzt. Nicht nur das ungeborene Kind, sondern auch Vagina, Beckenboden und Damm der Mutter werden geschont. Die Wirkung von Dianatal® Geburtsgel ist rein physikalisch, Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Das von dem Schweizer Gynäkologen Dr. Andreas Schaub entwickelte Gel ist europaweit zugelassen, in Deutschland erfolgt der Vertrieb durch die Kessel GmbH, Mörfelden-Walldorf. >>>
+++ Umfrage aufwww.leilas-haus.de bestätigt Gesundheitsbewusstsein +++ Besser als ihr Ruf: „Bewusster Lifestyle“ nimmt wachsenden Stellenwert bei jungen Menschen ein Bei Jugendlichen ist laut einer aktuell durchgeführten Umfrage des Teenie-Aufklärungsportals www.leilas-haus.de der Gesundheitsgedanke stark ausgeprägt: Rund 79 Prozent der insgesamt 152 befragten Mädchen achten auf körperliche Fitness und wünschen sich zudem eine Verhütungsmethode, die zu ihrem „bewussten Lifestyle“ passt . Das spiegelt sich auch insgesamt in der deutschen Bevölkerung nieder. Bestätigt wird das durch aktuelle Umfrage-Ergebnisse des Instituts für Demoskopie Allensbach mit über 21.000 Befragten . Dem Marktforschungsunternehmen zufolge stieg die Zahl der gesundheitsbewusst lebenden Menschen im Zeitraum 2001 bis 2007 von 27 auf 33 Prozent. >>>
+++ Vermindertes sexuelles Verlangen in der Menopause +++ Viele Frauen in den Wechseljahren leiden unter sexueller Lustlosigkeit, insbesondere nach einer chirurgisch bedingten Menopause. Nach der operativen Entfernung beider Eierstöcke und der Gebärmutter sinkt der Testosteronspiegel, der für Sexualität und Lustempfinden sehr wichtig ist, plötzlich dramatisch ab. Rund 14% chirurgisch menopausaler Frauen in England, Frankreich, Italien und Deutschland leiden unter vermindertem sexuellem Verlangen. Dieses als Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD) bekannte Problem wird häufig nicht diagnostiziert, weil Patientinnen es beim Arzt nicht ansprechen oder glauben, HSDD sei eine irreversible Folge des Eingriffs. Dabei gibt es inzwischen einfache diagnostische Instrumente und wirksame Therapieoptionen zur Behandlung von HSDD, wie z.B. das Testosteronpflaster Intrinsa®.>>>
+++ Protein unterstützt Anpassung des mütterlichen Immunsystems +++ Ob eine Schwangerschaft erfolgreich verläuft, hängt unter anderem vom Protein Galectin-1 ab. Auch das Zusammenspiel des Proteins Galectin-1 mit dem Hormon Progesteron beeinflusst diese entscheidend. Das belegt jetzt eine Studie [1] der Charité - Universitätsmedizin Berlin, die von Prof. Petra Arck und Dr. Sandra Blois von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik in Zusammenarbeit mit argentinischen, ungarischen und französischen Arbeitsgruppen durchgeführt wurde. >>>
+++ Anwendung von Gardasil® bei Frauen mit HP-Viren-Exposition +++ Die Anwendung des tetravalenten Impfstoffs zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs Gardasil® (gegen die Typen 6, 11, 16 und 18 gerichtet) bei Frauen, bei denen bereits eine Exposition gegenüber einigen der vier Impfstoff-assoziierten HPV-Typen stattgefunden hatte, bot einen 100%igen Schutz vor präkanzerösen Läsionen der Zervix (CIN 2/3 oder AIS), die durch die restlichen Impfstoff-assoziierten HPV-Typen verursacht werden, mit denen die Frauen keinen Kontakt gehabt hatten. Die Wirksamkeit in Hinblick auf die Prävention von präkanzerösen Läsionen der Vulva und der Vagina sowie von Genitalwarzen war ähnlich und betrug 94%. >>>
+++ Schutz vor Krebs: „Mädchen checken das“ +++ Junge Sängerinnen unterstützen Kampagne für Jugendliche! Bonn (ct) – Mit ihrem Projekt „Mädchen checken das“ informiert die Deutsche Krebshilfe über die Bedeutung von gesunder Ernährung, Nichtrauchen, Früherkennungsuntersuchungen und die neue Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Bereits in jungen Jahren legen Jugendliche den Grundstein für einen gesunden Lebensstil. In der aktuellen Ausgabe ihres Magazins berichtet die Deutsche Krebshilfe, wie sie die jungen Mädchen einfühlsam, umfassend und tabufrei erreichen will. Im Mittelpunkt der Kampagne steht der Popsong „Sing Dein Leben“. >>>
+++ Auron Healthcare präsentiert erste Studienergebnisse mit AMT +++ Die Substanz AMT (Auron Misheil Therapy) stellt einen völlig neuen und viel versprechenden Ansatz für die Behandlung von Tumorerkrankungen im fortgeschrittenen Stadium dar. AMT besteht aus einer Mischung einer pflanzlichen Komponente (Kamille) mit bewährten Arzneimitteln (Humaninsulin und Antihistamine). Alles Stoffe, deren anti-tumorale Eigenschaften bereits seit langem wissenschaftlich belegt sind - jedoch in einer völlig neuen Zusammensetzung intramuskulär appliziert werden. In-vitro-Untersuchungen ergeben, dass AMT in der Lage ist, das Wachstum gewisser Tumorzellen zu hemmen und gleichzeitig Abwehrzellen zu aktivieren. Erste klinische Studien zeigten, dass ein Großteil der Patienten auf die Substanz ansprach und in einigen Fällen sogar signifikante Rückbildungen erzielt wurden. Gleichzeitig wurde auch eine Verbesserung der Lebensqualität beobachtet: es kam zu einer Zunahme an Körpergewicht und einer Verringerung der tumorbedingten Schmerzen. >>>
+++ Gesprächsrunde „Frauen 2007: Wie viel Schutz braucht Weiblichkeit?“ +++ Gebärmutterhalskrebs ist nicht nur eine Belastung für den Körper, sondern auch für die Seele. Gebärmutterhalskrebs wird durch eine andauernde Infektion mit krebserregenden humanen Papillomviren (HPV) verursacht. Dies haben Wissenschaftler in der Arbeitsgruppe von Professor zur Hausen am Deutschen Krebsforschungszentrum vor rund 30 Jahren festgestellt. Diese Erkenntnis war die Grundlage für einen medizinischen Durchbruch: Eine Impfung gegen die Ursache von Gebärmutterhalskrebs. >>>
+++ Hormonmangel durch vorzeitige Wechseljahre schadet Gehirn und Gedächtnis +++ Ein Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen durch vorzeitige Wechseljahre kann das Gehirn der betroffenen Frauen schädigen. Dies belegen neue Studien: die Entfernung der Eierstöcke vor der Menopause erhöht später das Risiko für eine Demenz- oder Parkinsonerkrankung. >>>
+++ Schonende Abhilfe bei Unterleibsschmerzen +++ Charité-Forscher belegen Wirksamkeit neuer Therapie. Frauen mit gutartigen Wucherungen in der Gebärmutterwand, einer so genannten Adenomyosis, kann jetzt auch ohne Entfernung der Gebärmutter geholfen werden. Dies haben Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin in einer Studie* nachgewiesen.>>>
+++ Aufklärungsprojekte wie www.leilas-haus.de verbessern Verhütungsbewusstsein bei Jugendlichen +++ Der Trend der immer weiter ansteigenden Schwangerschaftsabbrüche bei minderjährigen Mädchen scheint gestoppt Darauf weisen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes hin. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen im ersten Quartal 2007 um 6% von 1.814 auf 1.700 zurück. Die Gründe für den Rückgang sehen Gynäkologen in einer deutlich verbesserten Aufklärungstätigkeit durch Frauenärzte und teeniegerechte Informations-projekte wie beispielsweise das Internetportal www.leilas-haus.de.
+++ Sexuelle Dysfunktion - jede zweite Frau betroffen: Neue Möglichkeiten der Genitalchirurgie für Frauen +++ Während sexuelle Störungen beim Mann in der Öffentlichkeit breiten Raum einnehmen, finden Sexualprobleme der Frau kaum Beachtung. Die sexuelle Dysfunktion (sexuelle Funktionsstörung) der Frau ist eine sehr häufig vorkommende Störung, die Frauen psychisch stark belastet und sich entscheidend auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt.
+++ Neue Behandlungsoption für menopausale Beschwerden +++ Die Daten weisen darauf hin, dass DVS das Potenzial hat, das Angebot wirksamer Behandlungsoptionen zu erweitern, in dem für menopausale Frauen mit mittleren bis schweren vasomotorischen Symptomen eine nicht-hormonelle Alternative zur Verfügung gestellt wird.
+++ Desvenlafaxin: Erste Studiendaten belegen Wirksamkeit bei vasomotorischen Symptomen +++ Unter den zahlreichen Beschwerden, die mit dem Klimakterium einhergehen können, kommt den vasomotorischen Symptomen wie Hitzewallungen und Nachtschweiß besondere Bedeutung zu. Zwei Drittel aller Frauen in den Wechseljahren leiden unter diesen Symptomen, die zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.
+++ Vasomotorische Symptome bei Frauen mit HT-Kontraindikation +++ Bei verschiedenen hormonabhängigen Tumorerkrankungen, wie Brustkrebs und Endometriumkarzinom, ist eine Hormontherapie kontraindiziert. Aber auch Patientinnen mit Thrombose, erhöhtem Thromboserisiko oder Bluthochdruck sollten laut Prof. Neulen nicht mit Sexualsteroiden behandelt werden. Es ist wichtig, für diese Frauen eine Alternative zu bieten, die zwar hormonfrei ist, aber dennoch bei Hitzewallungen und Nachtschweiß gut wirkt.
+++ Infektionsprophylaxe gegen das humane Papillomavirus (HPV) +++ Anlässlich der europäischen Präventionswoche zum Thema Gebärmutterhalskrebs geben die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. die Stellungnahme zur Infektionsprophylaxe gegen das humane Papillomavirus (HPV) heraus.
+++ Bevölkerungsbezogene Studie zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs +++ In Deutschland hat jede gesetzlich versicherte Frau ab dem 20. Lebensjahr einmal im Jahr das Anrecht, eine von der Krankenkasse finanzierte Krebsfrüherkennungs-Untersuchung durchführen zu lassen. Diese schließt auch die Abnahme eines Abstrichs vom Gebärmutterhals mit ein. Gegenwärtig nimmt aber höchstens die Hälfte aller anspruchsberechtigten Frauen dieses von den Krankenkassen finanzierte Angebot in Anspruch. Die Erkrankungs- und Sterberate an Gebärmutterhalskrebs liegen in Deutschland im europäischen Vergleich hoch, trotz einjähriger Vorsorgeintervalle.
+++ FDA erweitert Zulassung von YAZ® zur Behandlung von prämenstrueller Dysphorie (PMDD) +++ YAZ ist die erste Pille, die das innovative Gestagen Drospirenon mit einer niedrigen Dosis Ethinylestradiol (3 Milligramm Drospirenon/20 Mikrogramm Ethinylestradiol) in einem 24-Tage-Regime kombiniert. Es ist seit April 2006 in den USA als orales Verhütungsmittel erhältlich und weist von allen Markenpräparaten dort die stärksten Wachstumsraten auf.