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INFEKTIOLOGIE

 

 

ErkältungOnline - Tipps und Informationen zum Thema Erkältung

  

Verbunden mit dem Auftreten hypervirulenter C. difficile-Stämme ist die Inzidenz von CDI und auch die Schwere der Erkrankung in Europa und den USA seit etwa zehn Jahren steigend. Für Deutschland wurde im Rahmen einer 2008 durchgeführten europäischen Erhebung eine Inzidenz von fünf bis zehn Fällen pro 10.000 Krankenhaustage ermittelt.

+++ Clostridium-difficile-Infektionen +++
Neuartiges Antibiotikum reduziert Rückfallrate bei Patienten mit C.-difficile-assoziierter Diarrhö.
11. Mai 2012 – Clostridium-difficile-Infektionen (CDI) als Ursache unter Umständen schwer verlaufender Diarrhöen werden in Krankenhäusern zu einem immer größeren Problem. Als häufigste Ursache im Krankenhaus auftretender Diarrhöen verursacht der Erreger mittlerweile doppelt so viele nosokomiale Infektionen wie methicillinresistente Staphylococcus aureus (MRSA)-Stämme.

Im Verdachtsfall ist eine rasche Diagnose obligat, um Patienten vor möglichen Komplikationen wie einer pseudomembranösen Kolitis zu schützen. Doch selbst wenn der zunehmend aggressivere Erreger als Ursache identifiziert wird: Mit der bisherigen Standardtherapie – bestehend aus Vancomycin oder Metronidazol – entwickeln viele Patienten nach zunächst erfolgreicher Behandlung einen oder sogar mehrere Rückfälle. Deutlich verringert wird das Rückfallrisiko durch das neue Antibiotikum Fidaxomicin, das im Dezember 2011 EU-weit zugelassen wurde und im Mittelpunkt eines Symposiums auf der 22. Jahrestagung der ESCMID in London, UK, stand.  >>>  

  

Während die Impfraten bezüglich Pertussis und Polio bei Kindern bis zum Vorschulalter sehr gut sind, weisen Jugendliche und Erwachsene erhebliche Impflücken auf. Aktuelle Umfrageergebnisse zeigen, dass nur etwa 31 Prozent einen vollständigen Polio-Impfschutz vorweisen können. Noch düsterer sieht es bei der Pertussismpfung aus. Nur etwa 15 Prozent der Befragten konnten einen aktuellen Impfschutz nachweisen. „Dabei ist Pertussis längst nicht nur eine Kinderkrankheit.

+++ Impfkontrolle +++
Viele Erwachsene haben keinen ausreichenden Impfschutz gegen Pertussis und Polio.
10. Mai 2012 – Für einen ausreichenden Impfschutz bei den von ihm betreuten Menschen zu sorgen, ist eine der wichtigen Aufgabe des Arztes. Dies bedeutet, die Grundimmunisierung bei Säuglingen und Kleinkindern frühzeitig zu beginnen, ohne Verzögerungen durchzuführen und zeitgerecht abzuschließen. Nach der Grundimmunisierung ist lebenslang durch eine regelmäßige Auffrischimpfungen sicherzustellen, dass der notwendige Impfschutz erhalten bleibt und – wenn indiziert – ein Impfschutz gegen weitere Infektionskrankheiten aufgebaut wird.

Arztbesuche von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sollten dazu genutzt werden, die Impfdokumentation zu überprüfen und den Impfschutz gegebenenfalls zu vervollständigen.  >>>   

  

Die STIKO sieht derzeit keine ausreichende Evidenzgrundlage für eine Änderung ihrer geltenden Empfehlung, denn es lägen bisher keine Daten zur Wirksamkeit des Konjugatimpfstoffs gegen klinisch relevante Endpunkte (invasive Pneumokokkenerkrankungen, pneumokokkenbedingte Pneumonien und Todesfälle) für Erwachsene vor.

+++ Pneumokokken +++
Stiko empfiehlt: Standard-Impfung gegen Pneumokokken ab 60 Jahren.
27. März 2012 – In ihrer aktuellen Mitteilung bekräftigt die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre geltende Empfehlung, alle Personen ab 60 Jahren einmalig mit einem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff zu impfen. Als solcher steht in Deutschland der Impfstoff Pneumovax® 23 zur Verfügung. Aufgrund der STIKO-Empfehlung kann er problemlos außerbudgetär über die Kranken-kassen abgerechnet werden. Pneumovax®23 umfasst 23 der verschiedenen Pneumokokken-Serotypen und deckt damit nach aktuellen Ergebnissen des Nationalen Referenzzentrums für Streptokokken (NRZS) etwa 82 Prozent der Pneumokokken-Typen ab, die schwere, invasive Erkrankungen verursachen. Einer Umfrage aus dem Jahr 2011 zufolge sind nur etwa 23 Prozent der ab 60-Jährigen gegen Pneumokokken-Erkrankungen geimpft. Doch gerade Ältere sind besonders gefährdet und sollten deshalb aktiv auf die Impfung angesprochen werden.  >>>  

  

Der verlängerte Impfzeitraum trägt zur einfachen Einhaltung des Impfschemas bei, denn sowohl der Arzt als auch die Eltern erhalten bei der Rotavirus-Schluckimpfung mehr Flexibilität. Es ist daher jetzt z. B. bequem möglich, die Impfung in die U5 (6.-7. Lebensmonat) zu legen oder andere Impftermine zu nutzen.

+++ Rotaviren +++
Indikationserweiterung für RotaTeq: Mehr Flexibilität bei dritter Dosis der Rotavirus-Schluckimpfung.
23. März 2012 – RotaTeq, der pentavalente Schluckimpfstoff gegen die hoch ansteckenden Rotaviren, hat aktuell eine Indikationserweiterung erhalten: Die letzte Dosis kann jetzt spätestens bis zur Vollendung der 32. Lebenswoche verabreicht werden. Die Ausweitung des Impfzeitraumes zur Immunisierung der Säuglinge ermöglicht es Eltern und Pädiatern, die Impftermine nun ganz flexibel nach Bedarf mit dem bestehenden Säuglingsimpfkalender und den Früherkennungs-Untersuchungen zu kombinieren.

Die vollständige Immunisierung mit RotaTeq® besteht aus drei Dosen. Die erste Dosis kann ab Vollendung der 6. Lebenswoche, sollte jedoch nicht später als vor Vollendung der 12. Lebenswoche verabreicht werden. Ein Abstand von mindestens 4 Wochen zwischen den einzelnen Dosen sollte eingehalten werden. Bisher sollte die letzte Impfdosis bis spätestens zur Vollendung der 26. Lebenswoche verabreicht werden.  >>>  

 

Die prospektiv randomisierte, doppelblinde ZEPHyR-Studie verglich die klinische und mikrobiologische Wirksamkeit von Linezolid und Vancomycin bei Patienten mit nosokomialer Pneumonie (HAP, VAP, HCAP) und kulturellem MRSA-Nachweis. Diese bisher weltweit größte Studie zu MRSA-Pneumonien schloss 1.184 erwachsene Patienten mit einer prognostizierten Überlebenszeit von mehr als 72 Stunden und radiologisch sowie klinisch dokumentierter Pneumonie ein.

+++ MRSA-Pneumonien +++
ZEPHyR-Studie: Theoretisch erwartete Vorteile mit Linezolid in der Praxis bestätigt.
1. März 2012 – Krankenhausinfektionen machen einen Großteil aller im Hospital auftretenden Komplikationen aus und haben daher einen signifikanten Einfluss auf die Qualität medizinischer und krankenpflegerischer Versorgung der Patienten. Entsprechend müssen sie als ein ernst-zunehmendes Problem eines jeden Krankenhauses erkannt werden.

Durch Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) verursachte Pneumonien gehören mit Abstand zu den großen Problemkrankheiten auf unseren Intensivstationen. Multiresistente Staphylokokken stellen heute für kritisch Kranke eine erhebliche Bedrohung dar, die sich oft nicht ausreichend bekämpfen lässt. Linezolid ist Vancomycin bei nosokomialen MRSA-Pneumonien überlegen. In der prospektiv randomisierten, doppelblinden ZEPHyR-Studie war der klinische Erfolg bei Studienende mit Linezolid signifikant größer als mit Vancomycin.  >>>   

 

+++ H5N1-Virus +++
Kontroverse H5N1-Studien weiter unter Verschluss: Angst vor Missbrauch durch Terroristen verhindert Veröffentlichung.
21. Februar 2012 – Genf, Experten haben die Entscheidung darüber verschoben, ob kontrovers diskutierte Studien zum H5N1-Virus publiziert werden sollten. Ziel der Gespräche mit der Weltgesundheitsorganisation war es herauszufinden, ob die Studienergebnisse veröffentlicht werden können und gleichzeitig ein Schutz gegen den Missbrauch durch Bio-Terroristen gegeben ist. Es seien jedoch weitere Gespräche notwendig, um zu entscheiden, ob eine vollständige Veröffentlichung möglich wäre.
Eines der beiden Fachmagazine, Nature hat bereits zugesagt, auf die Beendigung der Gespräche zu warten. Bei der Diskussion geht es um zwei Forschungsarbeiten. Eine hätte Ende vergangenen Jahres in Science, die andere in Nature veröffentlicht werden sollen. Die Studien zeigen, dass H5N1 relativ leicht in Formen mutieren kann, die sich rasch in der Bevölkerung verbreiten. Diese Studien veranlassten das US National Security Advisory Board for Biotechnology (NSABB) dazu, beide Journale zu ersuchen, heikle Teile der Ergebnisse zu redigieren. Das NSABB geht davon aus, dass diese Forschungsergebnisse von Terroristen missbraucht werden könnte.  >>>   

 

+++ Virale Mischinfektionen +++
Frühzeitige Behandlung der Erkrankung mit Oxymetazolin
18. Januar 2012 – Langwierige Erkältungskrankheiten können durch einzelne Viren, aber auch durch mehrere, gleichzeitig auftretende virale Erreger bedingt sein. Moderne virologische Untersuchungen erlauben deren schnellen Nachweis. Bei Kindern, die wegen Erkrankungen des unteren Respirationstrakts im Krankenhaus behandelt werden müssen, treten bestimmte Erreger gehäuft auf. An der Spitze liegen respiratory syncitial virus (RSV), Rhinoviren und das erst kürzlich identifizierte humane Bocavirus (hBoV). Dabei beeinflussen die Art des Erregers wie auch die Viruslast die Schwere der Erkrankung, wobei die gleichzeitige Infektion mit mehreren Erregern sich eher negativ auszuwirken scheint. Hat die Erkältung erst auf den unteren Respirationstrakt übergegriffen, sind die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt.

Die frühzeitige Therapie der Erkrankung mit Oxymetazolin solange noch die oberen Atemwege betroffen sind, kombiniert antivirale mit antientzündlicher und abschwellender Wirkung, und kann dem Etagenwechsel vorbeugen.  >>>   

Akute Infekte des Respirationstraktes sind die häufigsten Erkrankungen des Menschen. Jeder erlebt sie immer wieder und ist deshalb geneigt, sie als harmlose virale Infekte abzutun. Dies mag für eine kurze Rhinitis durchaus zutreffen, nicht jedoch für ihre Komplikationen und Folgeerkrankungen wie Sinusitis, Otitis media, Bronchitis, Bronchiolitis und Pneumonie. Gerade sehr junge Kinder erleben zuweilen schwere Verläufe, die sogar eine stationäre Aufnahme erfordern können.

 

Längst betreffen opportunistische Pilzinfektionen durch Candida species nicht nur Patienten mit Leukämie und Knochenmarkstransplantation, sondern auch Patienten mit langem Intensivstationsaufenthalt, nach großen Operationen und anderen das Immunsystem beeinträchtigenden Systemerkrankungen.

+++ Invasive Candidosen +++
Echinocandine 1. Wahl bei kritisch kranken Patienten mit Candidainfektion
17. Januar 2012 – Intensivmedizinisch versorgte Patienten sind besonders anfällig für Pilzinfektionen und haben ein hohes Letalitätsrisiko. In Deutschland sind jedes Jahr etwa 40.000 Menschen von dieser invasiven Candida-Infektion betroffen. Bei den Krankenhausinfektionen steht der Hefepilz inzwischen auf Platz 4 der Liste der gefährlichsten Erreger. Ein großes Problem ist die Zunahme resistenter Erreger.

Durch Behandlungsmaßnahmen wie z.B. große chirurgische Eingriffe, zentralvenöse Katheter und Hämodialyse wird die Entstehung von invasiven Candida-Infektionen aber noch weiter begünstigt. Um die Therapie so individuell wie möglich gestalten zu können, ist der Einsatz neuer Medikamenten-Klassen unverzichtbar. Echinocandine wie Micafungin (Mycamine®) erhalten in den aktuellen europäischen Leitlinien für die Behandlung kritisch Kranker den höchsten Empfehlungsgrad A-I.  >>> 

 

+++ Lebensbedrohung durch Rotaviren +++
Vorteil durch pentavalente Schluckimpfung: Nicht nur die Jüngsten profitieren
13. Januar 2012 – Die Infektion mit Rotaviren ist die weltweit häufigste Ursache für schwere Gastroenteritiden bei Säuglingen und Kleinkindern. Auch in Deutschland besteht eine erhebliche Krankheitslast mit jährlich etwa 146.000 Arztbesuchen sowie 22.000 stationären Behandlungen bei Kindern unter fünf Jahren. Die Krankheit kann binnen weniger Stunden lebensbedrohliche Verläufe nehmen, so Prof. Dr. med. Markus Rose, Universitätsklinik Frankfurt am Main.

Aktuelle US-Daten zeigen für Rotavirus-Impfprogramme ein deutliches Potenzial, die Krankheitslast zu senken und Kosten zu sparen, auch jenseits des Säuglingsalters. Die weltweit gut wirksame Rotavirus-Schluckimpfung hat sich auch in Deutschland bewährt. Mit Verbesserung der Durchimpfungsraten profitieren jedoch auch ungeimpfte ältere Kinder, chronisch Kranke und ältere Erwachsene.  >>>   

Krankenhausärzte werden vor allem mit den schweren Rotavirus-Fällen konfrontiert, die insbesondere bei jungen Kindern und Abwehrgeschwächten immer wieder mit lebensbedrohlichen Komplikationen verbunden sind. Auch nosokomiale Infektionen sind ein großes Thema – Rotaviren sind trotz Hygienemaßnahmen die Hauptpathogene bei gastrointestinalen Krankenhausinfektionen. In Studien ließen sich nosokomiale Rotavirus-Infektionen um zirka 70 % senken.

 

+++ Meta-Analyse +++
Neue Fakten zu gastrointestinalen Ereignissen: Gute Verträglichkeit von Aspirin bestätigt
10. Januar 2012 –  Sechs internationale Experten bestätigen: Aspirin® ist in der Selbstmedikation von leichten bis mäßigen Schmerzen oder Fieber in den zugelassenen Dosierungen mit der entsprechenden kurzzeitigen Anwendung sicher und wirksam. Die bisher größte Meta-Analyse zur Verträglichkeit von Aspirin® belegt, dass der Schmerzmittelklassiker bei der Kurzzeitbehandlung von Schmerzen und Fieber gut verträglich ist.

Im Vergleich zu anderen Analgetika wie Ibuprofen und Paracetamol ergeben sich bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Gesamtinzidenz unerwünschter Ereignisse im Magen-Darm-Trakt. Ausprägung und Häufigkeit unerwünschter Ereignisse lagen unter Aspirin® zudem auf oder nur geringfügig über dem Niveau von Placebo. Damit liefert die aktuelle Studie neue Fakten zur Versachlichung und Fokussierung der Verträglichkeitsdiskussion.  >>>   

"Bei der kurzzeitigen Anwendung in der Schmerz- und Fiebertherapie zeigt Aspirin in OTC-Dosierungen von 500 bis 1.000 Milligramm eine niedrige Inzidenz unerwünschter Ereignisse“, erläutert Studienleiter Prof. Angel Lanas, Leiter der Gastroenterologie, Universitätsklinik Saragossa, Spanien. • Die gute Verträglichkeit von Aspirin in der Selbstmedikation von akuten Schmerzen und Fieber ist sowohl in klinischen als auch in nicht-interventionellen Studien unter Alltagsbedingungen belegt.

 

Mit „Bair HuggerTM-Deckenmodellen“ bietet 3M Lösungen für praktisch alle Bedingungen an. Auch während der Operation verbleibt der Patient auf der Decke. Individuelle Modelle mit entsprechenden Aussparungen am jeweiligen Operationsbereich verbleiben auch während des chirurgischen Eingriffs auf dem Patienten, so dass dieser sowohl vor, während, als auch postoperativ im Aufwachraum gewärmt werden kann.

+++ Perioperative Patientenerwärmung +++
Vermeidung von Hypothermien – Vorteile für Patient und Klinik
9. Januar 2012 – In Deutschland werden jährlich mehr als 14 Millionen Operationen durchgeführt. Hierbei wird oft unterschätzt, dass jede Anästhesie mit einer Gefahr für eine Hypothermie verbunden ist, da anästhesierte Patienten nicht in der Lage sind ihre Körpertemperatur zu regulieren. Die physiologischen Folgen einer Narkose setzen praktisch jeden Patienten dem Risiko einer unbeabsichtigten Hypothermie aus, unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlichem Zustand. Hypothermien können Auslöser für zahlreiche klinische Komplikationen wie Wundinfektionen, Blutungen und kardiologischen Komplikationen sein, die nicht nur für den Patienten mit einem höheren Mortalitätsrisiko verbunden sind, sondern auch für die Klinik einen erhöhten Kostenaufwand bedeuten. Systeme basierend auf konvektiver Lufterwärmung sollten daher inzwischen zur Standardausrüstung jeder Klinik gehören.  >>>   

  

Der Neuraminidase-Hemmer Oseltamivir ist in Deutschland zur Behandlung der Influenza bei Erwachsenen und Kindern ab 1 Jahr zugelassen und der einzige orale Neuraminidase-Hemmer zur kausalen Therapie und Prophylaxe der Influenza A und B. Nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung kann er auch in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

+++ Antivirale Therapie +++
Grippe-Saison 2011/2012: An Risikogruppen denken
21.12. 2011 – Auch in der kommenden Grippe-Saison sind lokale Grippeausbrüche oder ausgedehnte Epidemien zu erwarten. Influenza-Viren breiten sich schnell aus und infizieren einen großen Teil der Bevölkerung. Dabei sind Kinder, Schwangere, Ältere und chronisch Kranke besonders gefährdet, einen schweren Verlauf und Komplikationen zu entwickeln. Für diese Risikogruppe ist die Grippeschutzimpfung besonders wichtig. Sollte es trotzdem zu einer Grippeerkrankung kommen oder weisen diese Patienten trotz Impfung Symptome auf, steht mit Oseltamivir (Tamiflu®) eine sichere und effektive Therapie zur Verfügung. Die antivirale Therapie von Risikopatienten sollte sehr rasch, mit dem ersten Auftreten der Symptome erfolgen. Grippesymptome können starke Kopfschmerzen und hohes Fieber mit Frösteln oder Schweiß-ausbrüchen sein. Auch respiratorische Symptome wie trockener, schmerzhafter Husten gehören zu den häufigsten Symptomen. Außerdem klagen die Betroffenen oft über Pharyngitis, Tracheitis mit retrosternalen Schmerzen und Rhinitis.  >>>   

 

Wegen der besonderen Gefährdung in der frühen Kindheit muss es das Ziel sein, empfohlene Impfungen für Säuglinge möglichst frühzeitig durchzuführen und spätestens bis zum Alter von 14 bzw. 23 Monaten die Grundimmunisierungen zu vollenden. - Älteren Patienten sollten alle wichtigen Impfungen, wie z. B. die Pneumokokken-Impfung erhalten, denn gerade das Alter wird als zu berücksichtigender Faktor für diese Impfung häufig vernachlässigt.

+++ Pneumonien im Praxisalltag +++
Gelegenheit zur Information der Patienten nutzen und Impfung aktiv anbieten
Potsdam – Durch Pneumokokken ausgelöste Erkrankungen kommen weltweit vor. Nach Schätzungen der WHO sterben pro Jahr zwei Millionen Menschen weltweit infolge einer Pneumokokken-Infektion. Jedes Jahr gibt es in Deutschland schätzungsweise bis zu 12.000 Todesfälle durch schwere Pneumokokken-Erkrankungen und bis zu 135.000 Krankenhausaufenthalte. In Deutschland sind hauptsächlich ältere Menschen über 60 Jahre, Personen mit chronischen Grunderkrankungen, Säuglinge und Kleinkinder betroffen. Erkrankungen im Kindesalter kommen am häufigsten in den ersten fünf Lebensjahren vor. So erkranken jährlich etwa 970 Kinder unter fünf Jahren an einer Pneumokokken-Infektion. Zwei Drittel dieser Erkrankungen treten bereits in den ersten beiden Lebens-jahren auf. In zwei bis zehn Prozent der Fälle verläuft die Erkrankung tödlich, bei etwa 15 Prozent der erkrankten Kinder entstehen bleibende Folgeschäden. Die adäquate Beratung des Arztes ist hier entscheidend.  >>>   

 

Prof. Dr. med. Volker Schuster, Leiter der Poliklinik für Kinder und Jugendliche des Universitätsklinikums Leipzig.

Prof. Volker Schuster

+++ Rotavirus-Impfung in Deutschland +++
Starke regionale Unterschiede bei den Impfraten
Leimen – Erstmals wurde in einer deutschlandweiten Analyse untersucht, wie sich die Impfraten in den einzelnen Bundesländern nach Einführung der Rotavirus-Schluckimpfung (z. B. RotaTeq®) entwickelt haben. Darüber hinaus wurde der Frage nachgegangen, ob die Impfung sich bereits positiv auf die Krankheitslast ausgewirkt hat. Während im Jahr 2007 rund drei Prozent der 0–1-jährigen Kinder geimpft waren, waren es im Jahr 2010 bereits 26 Prozent. Interessant ist, dass die Impfrate in den einzelnen Bundesländern sehr stark variiert: im Jahr 2010 zwischen 17 Prozent und 64 Prozent; wobei die neuen Bundesländer – mit durchschnittlich 58 Prozent – eine sehr viel höhere Impfrate erreicht haben. In den alten Bundesländern sind im Schnitt nur zwanzig Prozent der Kinder geimpft.  >>>  

    

+++ Virale Infekte +++
Virale Mischinfektionen häufiger als vermutet: Frühzeitig therapieren mit Oxymetazolin
Darmstadt – Langwierige Erkältungskrankheiten können durch einzelne Viren, aber auch durch mehrere, gleichzeitig auftretende virale Erreger bedingt sein. Moderne virologische Untersuchungen erlauben deren schnellen Nachweis. Bei Kindern, die wegen Erkrankungen des unteren Respirationstrakts im Krankenhaus behandelt werden müssen, treten bestimmte Erreger gehäuft auf. An der Spitze liegen respiratory syncitial virus (RSV), Rhinoviren und das erst kürzlich identifizierte humane Bocavirus (hBoV). Dabei beeinflussen die Art des Erregers wie auch die Viruslast die Schwere der Erkrankung, wobei die gleichzeitige Infektion mit mehreren Erregern sich eher negativ auszuwirken scheint. Hat die Erkältung jedoch erst auf den unteren Respirationstrakt übergegriffen, sind die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt.  >>>  

 

PD Dr. med. Tomas Jelinek

+++ West Nile-Fieber +++
Auf Reisen nach Ost- und Südosteuropa unbedingt vor Mücken schützen
Düsseldorf, 24. August 2011 – Seit Ende Juli diesen Jahres sind in Ost- und Südosteuropa mehrere Menschen am West Nile-Fieber erkrankt. Bisher wurden aus Griechenland, Rumänien, Russland und Albanien insgesamt 56 Fälle gemeldet. Experten fürchten weitere Erkrankungen, da sich die durch Mücken übertragene Virusinfektion in Ost- und Südosteuropa zunehmend ausbreitet. Reisende, die Länder dieser Region besuchen, sollten sich deshalb besonders nachts vor Mücken schützen, rät das CRM Centrum für Reisemedizin. Im vergangenen Jahr infizierten sich allein in Griechenland 257 Menschen mit dem West Nile-Fieber.

Viele Patienten waren mit Anzeichen von Hirn- oder Hirnhautentzündungen, die infolge der Infektion häufig auftreten, ins Krankenhaus eingeliefert worden. „Die Zahl der Erkrankungen ist 2010 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen“, sagt PD Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaft-licher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. „Da sich das West Nile-Fieber seit einigen Jahren zunehmend in Ost- und Südosteuropa ausbreitet, rechnen wir auch für diesen Sommer und den kommenden Herbst noch mit zahlreichen Infektionen.“ >>>

 

+++ Immundefekte +++
Relativ selten, lebensbedrohend, aber effektiv behandelbar
Frankfurt – Therapie der Wahl bei Patienten mit primären oder sekundären Immundefekten ist die Substitutionsbehandlung mit Immunglobulinen, die entweder intravenös oder subkutan verabreicht werden. Im Vergleich zur monatlichen intravenösen Immunglobulin (IVIG)-Therapie führt die wöchentliche subkutane Immunglobulin (SCIG)-Behandlung zu gleichmäßigen IgG-Spiegeln und kann von den Patienten zu Hause selbst durchgeführt werden. Mit Hizentra® steht jetzt ein neues subkutanes Immunglobulin zur Verfügung, das durch seine innovativen Eigenschaften die Anwenderfreundlichkeit der SCIG-Therapie weiter erhöht.  >>>  

 

+++ Mind the Gap +++
Impflücken bei Erwachsenen durch effizientes Impfmanagement schließen
Berlin – Hohe Impfraten sind notwendig, um Infektionskrankheiten zu verhindern und deren Ausbreitung zu vermeiden. Im Gegensatz zu den guten Impfraten bei Kindern, gibt es bei Erwachsenen jedoch erhebliche Impflücken. Nur etwa elf Prozent der Erwachsenen sind gegen Pertussis geimpft. Auch bei anderen Infektionskrankheiten weist der Impfstatus oft erhebliche Lücken auf. Daher sind heute immer mehr Erwachsene von so genannten „Kinderkrankheiten", z. B. Pertussis, betroffen. Grund genug für die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin die entsprechenden Impfempfehlungen zu erweitern. Doch die Umsetzung dieser Empfehlungen in den Praxisalltag gelingt nicht immer.
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+++ Chronische Hepatitis B +++
Effektive Therapie für viele unterschiedliche Patientengruppen
Berlin, EASL 2011 – Die effektive und anhaltende Wirksamkeit sowie die gute Verträglichkeit von Nukleos(t)idanaloga der dritten Generation wie Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF, Viread®) bei chronischer Hepatitis B standen im Fokus eines Symposiums, das im Rahmen des Europäischen Leberkongresses (EASL, European Association for the Study of the Liver) in Berlin stattfand. „Besonders erfreulich ist, dass unter TDF bisher keine Resistenzmutationen aufgetreten sind. Außerdem erreichen unter Viread® elf Prozent der Patienten das Idealziel der Therapie – einen HBs-Antigen-Verlust, der die Chance auf eine Beendigung der Therapie eröffnet“, so Professor Dr. Thomas Berg, Leipzig, auf der anschließenden Pressekonferenz.  >>>  

 

+++ Übersteigerte Entzündungsreaktionen +++
Neuartiger Therapieansatz bei der Entzündungsbekämpfung aufgezeigt
Berlin, 7. April 2011 – Forscherinnen und Forschern der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, einen neuen Therapieansatz bei bestimmten Entzündungs-reaktionen des Körpers zu finden. Im Fokus dieses neuen Ansatzes, der unter Federführung von Prof. Dr. Schwab entwickelt wurde, stehen sogenannte »Lenkmoleküle«, welche die körpereigene Immunabwehr auf das benötigte Maß reduzieren und so eine übermäßige und schädliche Entzündung verhindern. Mögliche Anwendungsfelder sind Therapien bei Entzündungsreaktionen wie Blutvergiftungen, aber auch bei chronischen und immunologischen Entzündungen wie Rheuma und Organabstoßungen.  >>>  

 

+++ Antibiotikaresistenzen verhüten und bekämpfen +++
Multiresistente Keime erschweren Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms
Berlin, 7. April 2011 – Das Diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine der Hauptkomplikationen von Menschen mit Diabetes mellitus. Seine bedeutendsten Konsequenzen sind Geschwüre und Amputationen. Bis zu 60.000 Amputationen werden jährlich bei Diabetes-Patienten in Deutschland durchgeführt. Von besonderer Bedeutung sind in den letzten Jahren bakterielle Infektionen am Fuß. Das Problem multiresistenter Keime bei Diabetes-Patienten mit Fußverletzung ist eine zunehmende Herausforderung bei deren Behandlung. Darauf macht diabetesDE anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April 2011 aufmerksam, der in Deutschland dieses Jahr unter dem Motto steht: „DART – gemeinsam Antibiotikaresistenzen verhüten und bekämpfen". 
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+++ Multiresistenz auf der Intensivstation im Focus +++
Tigecyclin, ein substantieller Bestandteil in der Strategie der antibiotischen Vielfalt
Berlin – Die Zunahme multiresistenter Infektionserreger auf Intensivstationen bedeutet eine große klinische und ökonomische Herausforderung. Neben strikten Hygiene-maßnahmen sind rationale antibiotische Strategien unabdingbar, um Resistenzentwicklungen entgegenzuwirken. Dabei kann das Glycylcyclin Tigecyclin (Tygacil®), das eine besonders breite in vitro-Aktivität gegen zahlreiche multiresistente Erreger aufweist, einen wichtigen Beitrag zur antibiotischen Vielfalt leisten.  Darüber waren sich die Experten einig, die auf einem von der Pfizer Pharma GmbH veranstalteten Pressegespräch über Therapieoptionen in Zeiten zunehmender Multiresistenz diskutierten. „Eine weitere Zunahme multiresistenter Keime ist nicht mehr tolerierbar“, so der Mikrobiologe Professor Reinier Mutters, Marburg. „Zu oft steht der behandelnde Arzt bereits jetzt ohnmächtig vor Erregern, die sich jeglicher Therapie entziehen, und fühlt sich in die prä-antibiotische Ära zurückversetzt.“   >>>  

 

+++ Primäre Immundefizienz +++
Studie zeigt Zusammenhang zwischen subkutaner IgG (SCIg)-Dosierung und klinischen Ergebnissen einer Behandlung mit Hizentra® bei Patienten mit primärer Immundefizienz
KING OF PRUSSIA, Pennsylvania, 21. März 2011 – Die von CSL Behring präsentierten Daten weisen darauf hin, dass eine höher dosierte Behandlung mit Hizentra® (IgPro 20) mit einer niedrigeren Infektionsrate und seltenerem Fernbleiben vom Unterricht bzw. Arbeitsplatz bei Patienten mit primärer Immundefizienz (PI) korreliert. Diese Daten, die im Rahmen des diesjährigen Kongresses der American Academy of Allergy, Asthma and Immunology präsentiert wurden, stammen aus zwei neuen Studien zu Hizentra, von denen eine in den USA und die zweite in der EU durchgeführt wurde. Sie sollten die Korrelation zwischen einer subkutanen IgG (SCIg)-Dosierung und klinischen Ergebnissen aufzeigen. Frühere Studien haben gezeigt, dass höhere Immunglobulin G (IgG)-Dosierungen mittels intravenöser Infusion (IVIg) zu einem höheren IgG-Spiegel im Serum und somit zu weniger Infektionen führen. Hizentra ist für die Behandlung von Patienten mit PI indiziert. 
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+++ Masern-Impfung +++
Masern – Warum die Impfung bei Erwachsenen so wichtig ist
Leimen, 17. März 2011 – In den ersten Wochen diesen Jahres wurden bereits rund 50 Masern-Fälle an das Robert Koch-Institut in Berlin gemeldet. Seit einigen Jahren sieht man bei Masern eine Altersverschiebung ins Erwachsenenalter. Bei dieser Gruppe führt die Erkrankung häufig zu Komplikationen. Nach den Meldungen, welche an das Gesundheitsamt erfolgen, müssen in Deutschland über 20 Prozent der an Masern-Erkrankten im Erwachsenenalter (20 Jahre und älter) aufgrund von Komplikationen stationär behandelt werden. Aufgrund der Altersverschiebung hat die Ständige Impfkommission (STIKO) seit Juli 2010 die Impfempfehlung gegen Masern ausgeweitet. Alle nach 1970 geborenen Personen, die 18 Jahre oder älter sind und bisher nicht geimpft wurden, deren Impfstatus unklar ist oder nur einmal in der Kindheit geimpft wurden, sollen eine Masernimpfung erhalten. Die Impfung sollte vorzugsweise mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) wie z. B. M-M-RvaxPro® erfolgen.  >>>   

 

Bei Patienten, bei denen es zu einer Superinfektion kommt, vor allem zu nosokomialer Pneumonie, scheinen die Behandlungsergebnisse ungünstiger zu sein. Die Patienten sollten daher engmaschig hinsichtlich des Auftretens von Superinfektionen überwacht werden. Falls medizinisch angezeigt, sollten diese Patienten auf eine andere Antibiotikatherapie umgestellt werden.

+++ Neue Risikoinformation +++
Rote-Hand-Brief zur Einschränkung aller Anwendungsgebiete von Tygacil® (Tigecyclin) aufgrund erhöhter Mortalität in klinischen Studien  
Berlin, 17.03.2011 – Tigecyclin ist ein Glycylcyclin-Antibiotikum. Es ist zugelassen zur Behandlung von komplizierten Haut- und Weichgewebsinfektionen (außer bei Infektionen des Diabetischen Fußes) und komplizierten intraabdominellen Infektionen. Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass Tigecycylin nur noch dann angewendet werden sollte, wenn bekannt ist oder vermutet wird, dass andere Antibiotika nicht geeignet sind. Hintergrund der Anwendungsbeschränkung sind klinische Studien, in denen bei Patienten, die mit Tigecyclin behandelt wurden, höhere Mortalitätsrate beobachtet wurden als bei Patienten, die andere Antibiotika als Vergleichsmedikationen erhielten. Bei Patienten, bei denen es unter Behandlung mit Tigecyclin zu einer Superinfektion kommt, vor allem zu einer nosokomialen Pneumonie, scheinen die Therapieergebnisse ungünstiger zu sein. Patienten sollten daher engmaschig hinsichtlich Superinfektionen überwacht und ggf. auf eine alternative antibiotische Therapie umgestellt werden.  >>>   

 

+++ Pneumokokken-Impfung +++
Impfung ab 60: Patienten gezielt auf Impflücken ansprechen
Hamburg – Das hohe Risiko einer Pneumokokken-Erkrankung wird oft und vor allem im Alter unterschätzt, da gerade Pneumokokken-Pneumonien mit steigendem Alter zunehmen und bis zum Tod der Betroffenen führen können. Daher ist unbedingt eine Impfung der über 60-jährigen und der chronisch Kranken erforderlich. Bei mehr als 75 Prozent der Deutschen über 60 Jahren wird trotz STIKO-Empfehlung keine Pneumokokken-Impfung durchgeführt. Hier ist vordringlich ein modernes Impfmanagement gefragt, da die Pneumokokken-Impfung bei den Betroffenen schlichtweg unbekannt ist. Eine aktuelle, placebokontrollierte Studie mit Bewohnern eines Seniorenheimes hat deutlich gezeigt, wie ältere Menschen von der Pneumokokken-Impfung profitieren können: Bei 64 Prozent der Geimpften gab es einen signifikanten Rückgang der Inzidenz von Pneumokokken-Pneumonien und keine Todesfälle.  >>>  

  

Das Risiko einer Lipoatrophie ist bei Patienten, die Stavudin einnehmen, im Vergleich zu anderen nukleosidanalogen Reverse-Transkriptase-Hemmern (NRTIs) erhöht. In einer neueren Studie trat bei 42% der Patienten unter Stavudin in Woche 96 der Behandlung ein Fettverlust von mehr als 20% an den Extremitäten auf (Bestimmung mittels DEXA Scan). Die entsprechende Prozentzahl betrug 27% für Zidovudin und jeweils 9% für Tenofovir bzw. die Kontrollgruppe ohne NRTIs.

+++ Neue Risikoinformation +++
Einschränkung der Anwendungsgebiete von Zerit® (Stavudin) aufgrund potenziell schwerer Nebenwirkungen
Berlin, 8.2.2011
Stavudin ist ein nukleosidanaloger Reverse-Transkriptase-Hemmer (NRTI) und in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zugelassen für die Behandlung von HIV-infizierten Patienten. Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über die Einschränkung der Anwendungs-gebiete von Stavudin. Die Substanz sollte nur verwendet werden, wenn es keine Alternativen gibt und in diesen Fällen nur über den kürzest möglichen Zeitraum. Eine neue Bewertung des Sicherheitsprofils von Stavudin hat ergeben, dass das Risiko einer potentiell schweren Toxizität im Vergleich zu anderen HIV-Therapien erhöht ist. Zu den unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die zu einer Neubewertung des Nutzen-Risiko-Profils von Stavudin geführt haben, gehören Laktatazidose, Lipoatrophie und periphere Neuropathie.  >>>   

 

+++ Klinik-Workshop Lebererkrankungen +++
Effektive Strategien zur Vermeidung von Zirrhose und hepatozellulärem Karzinom
Chronisch virale Hepatitiden wie die chronische Hepatitis B und C gehören zu den wichtigsten Ursachen für eine Leberzirrhose oder ein hepatozelluläres Karzinom, sagten die Experten bei dem „Klinik-Workshop Lebererkrankungen“, der am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt stattfand. In Deutschland liegt die Prävalenz chronischer HBV-Infektionen bei etwa 0,1 Prozent, die chronischer HCV-Infektionen bei 0,4–0,8 Prozent. Bei bis zu 30 Prozent der Betroffenen entwickelt sich im Langzeitverlauf eine Leberzirrhose, etwa 5–8 Prozent entwickeln ein hepatozelluläres Karzinom. Virusinduzierte Zirrhosen sind die häufigste Indikation zur Lebertrans-plantation und stellen die wesentlichste Risikokonstellation für die Entwicklung von Leberkrebs dar. Für die Therapie der chronischen Hepatitis C befinden sich derzeit mehrere vielversprechende Optionen...  >>>  

 

+++ 50 Jahre Nasivin +++
Das einzigartige a-Sympathomimetikum und sein Siegeszug um die Welt
Speyer – Zu Beginn der Sechziger Jahre bringt Merck die ersten abschwellenden Nasentropfen mit dem Wirkstoff Oxymetazolin unter dem Namen "Nasivin®" auf den Markt. Das Präparat wird in den folgenden Jahrzehnten zum Inbegriff des Schnupfenmittels. 1961 – Die erste Nasivin®-Flasche kommt in die Apotheken – John F. Kennedy wird der jüngste Präsident der USA. Die legendäre West Side Story wird gedreht, Barbie bekommt männliche Begleitung in Form von Ken, der sowjetische Astronaut Juri Gagarin erobert als erster Mensch den Weltraum. J. Heinrich Matthaei und Marshall Warren Nirenberg entschlüsseln den genetischen Code – Dr. Wolfgang Fruhstorfer synthetisiert zusammen mit Dr. Helmut Müller-Calgan bei der Merck AG in Deutschland Oxymetazolin (OMZ) und erfindet damit das moderne a-Sympathomimetikum.  >>>  

 

Zu den Symptomen einer eosinophilen Pneumonie zählen Husten, Fieber und Dyspnoe. Diagnostisch finden sich diffuse Infiltrate in der radiologischen Bildgebung sowie erhöhte Eosinophilenzahlen im Lungengewebe oder der bronchoalveolären Lavage-Flüssigkeit. In schweren Fällen kann eine hypoxische respiratorische Insuffizienz auftreten, die eine künstliche Beatmung erfordert. Bei Anzeichen für eine eosinophile Pneumonie unter Daptomycin-Behandlung sollte umgehend reagiert werden.

+++ Neue Risikoinformation +++
Rote-Hand-Brief zum Zusammenhang von Cubicin® (Daptomycin) und eosinophiler Pneumonie
21.01.2011
Der Hersteller informiert über Fälle von eosinophiler Pneumonie, die im Zusammenhang mit der Anwendung von Daptomycin berichtet wurden. Cubicin® ist ein Lipopeptid-Antibiotikum, das ausschließlich gegen grampositive Bakterien aktiv ist. Es ist zugelassen für die Behandlung von komplizierten Haut- und Weichteilinfektionen (Complicated Skin and Soft-Tissue Infections; cSSTI), bei rechtsseitiger infektiöser Endokarditis (RIE) aufgrund von Staphylococcus aureus und bei Staphylococcus-aureus-Bakteriämie assoziiert mit RIE oder mit cSSTI. Zu den Symptomen einer eosinophilen Pneumonie zählen Husten, Fieber und Dyspnoe. Diagnostisch finden sich diffuse Infiltrate in der radiologischen Bildgebung sowie erhöhte Eosinophilenzahlen im Lungengewebe oder der bronchoalveolären Lavage-Flüssigkeit. In schweren Fällen kann eine hypoxische respiratorische Insuffizienz auftreten, die eine künstliche Beatmung erfordert. Bei Anzeichen für eine eosinophile Pneumonie unter Daptomycin-Behandlung sollte umgehend reagiert werden. Daptomycin sollte sofort abgesetzt und der Patient, sofern erforderlich, mit Kortikosteroiden behandelt werden. Bei Patienten mit vermuteter oder bestätigter eosinophiler Pneumonie soll Daptomycin nicht erneut verabreicht werden.  >>>   

 

+++ Rotavirus-Gastroenteritis +++
Impfung ist die einzige Maßnahme zur gezielten Prävention
Dresden – Rotaviren sind weltweit die häufigste Ursache für schwere Gastroenteritiden bei Kindern. Die Inzidenz der Rotavirus-Gastroenteritis ist in den Industrieländern trotz hoher Hygienestandards ähnlich hoch wie in Entwicklungsländern. Weltweit versterben jedes Jahr mehr als 500.000 Kinder an dieser Infektionskrankheit. In Industrieländern wie Deutschland kommt es aufgrund der guten medizinischen Versorgung sehr selten zu Todesfällen. Rotavirus-Erkrankungen müssen in Deutschland seit 2001 gemäß Infektionsschutzgesetz gemeldet werden. Im Jahr 2008 wurden dem Robert Koch-Institut mehr als 77.000 Erkrankungsfälle gemeldet, in 2009 waren es 62.000 gemeldete Fälle. Jedoch spiegeln diese Daten die tatsächliche Krankheitslast nur unzureichend wieder, da von einer starken Untermeldung ausgegangen werden muss. Nach aktuellen Schätzungen erkranken in Deutschland mehr als 400.000 Kinder bis zum Alter von vier Jahren an einer Rotavirus-Gastroenteritis. Mehr als 20.000 Kinder müssen aufgrund einer Rotavirus-Gastroenteritis stationär behandelt werden. Die Rotavirus-Schluckimpfung (z. B. RotaTeq®) kann die Anzahl der durch Rotaviren bedingten Gastroenteritiden erheblich reduzieren und auch die Anzahl der damit verbunden Komplikationen verringern.  >>>  

  

+++ Frösche liefern neue Antibiotika +++
Amphibienhaut produziert tausende chemische Substanzen
Washington DC/Wien, 4. September 2010 – Die Haut von Fröschen könnte in Zukunft Ideen für den Einsatz bisher ungenützter neue Antibiotika liefern  Ein Forscherteam der United Arab Emirates University www.uaeu.ac.ae hat in der Haut von insgesamt 6.000 Fröschen mehr als 100 potenzielle Bakterienkiller identifiziert. Einige der Substanzen sind hochgiftig und werden nun von den Wissenschaftlern so umgebaut, dass sie sich zur medizinischen Anwendung eignen. Die Arbeit wurde beim Jahres-treffen der American Chemical Society präsentiert.  >>> 

 

+++ Neue STIKO-Empfehlung +++
MMR-Impfung auch bei Erwachsenen nachholen
Leimen – Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Impfung gegen Masern jetzt auch als Standardimpfung für junge Erwachsene. Geimpft werden sollten alle ab 1970 geborenen die 18 Jahre oder älter sind und bisher nicht geimpft wurden, deren Impfstatus unklar ist oder die nur eine Impfung in der Kindheit erhalten haben. Die Impfung sollte mit einem MMR-Kombinationsimpfstoff wie z. B. M-M-RvaxPro® erfolgen. In der Regel sollten die Impfungen gegen Masern bis zum 2. Lebensjahr erfolgt sein, um einen frühestmöglichen Schutz zu erreichen. Die erste Impfung sollte dabei im Alter von 11 bis 14 Monaten und die zweite bis zum 24. Lebensmonat erfolgen.  >>> 

 

+++ 25 Jahre Testung von Blutspenden auf HIV +++
Positive Entwicklung eines globalen Gesundheitsrisikos
Wiesbaden –  Die Verzögerung einer lebensrettenden Operation oder die Angst eine HIV-positive Blutkonserve zu bekommen. Dies alles kann sich heute kaum noch jemand vorstellen. Vor 25 Jahren jedoch war es noch eine schwierige Aufgabe, den gefährlichen Virus bei Blutspenden mit sehr hoher Sicherheit auszuschließen. Im Zeitraum von 1982 bis 1985 war in Deutschland eine von 100.000 Bluttransfusionen mit HIV infiziert. Dank der innovativen Entwicklung von wichtigen diagnostischen Tests zur Identifizierung von HIV im Blut ist das Risiko heute, 25 Jahre später, minimal und Millionen von Patienten erhalten jedes Jahr sichere Bluttransfusionen.  >>> 

 

+++ Besser schützen – Sicher reisen +++
Fernreisende über Risiken und Impfschutz aufklären
Hamburg
Trotz der Wirtschaftskrise sind ferne Länder weiterhin beliebte Reiseziele. In diesem Jahr erwarten die Reiseveranstalter eine Zunahme der Übersee-Reisenden aus Deutschland auf rund fünf Millionen. Jedoch sind sich die vielen Fernreisenden der möglichen Gesundheitsrisiken an ihrem Reiseziel nicht bewusst und starten ohne ausreichenden Impfschutz. Experten für Reisemedizin warnten während einer Pressekonferenz vor den möglichen schweren Folgen. Sie empfahlen Ärzten, während der Urlaubszeit die Aufklärung über Reiseerkrankungen und möglichen Impfschutz zu intensivieren. Ein Hauptaugenmerk gelte es dabei auf die Vorbeugung von potentiell besonders gefährlichen Erkrankungen wie z. B. Tollwut zu legen.  >>> 

 

+++ HIV in Deutschland +++
Auch Hausärzte sollten öfter einen HIV-Test anbieten
Wiesbaden – Nur das Wissen um eine HIV-Infektion ermöglicht einen optimalen Therapiebeginn und verringert gleichzeitig das Transmissionsrisiko. Das war das Fazit der Experten bei einem von Gilead Sciences initiierten Symposium anlässlich des 116. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) im April 2010 in Wiesbaden. Konsens war, die Möglichkeit einer HIV-Infektion auch in der allgemeinärztlichen und internistischen Praxis im Auge zu behalten und gegebenenfalls einen entsprechenden Test anzubieten. Außerdem betonten die Experten, dass eine HIV-Infektion heute dank moderner wirksamer, gut verträglicher und einfach einzunehmender antiretroviraler Arzneimittel eine langfristig behandelbare Erkrankung mit einer fast normalen Lebenserwartung ist.  >>> 

 

+++ Mehr Aufklärung zur Pneumokokkenimpfung +++
Impfmanagement im hausärztlichen-internistischen Praxisalltag
Wiesbaden Weltweit sterben nach Schätzungen der Weltgesundheit Organisation (WHO) jährlich bis zu 1,4 Millionen Menschen höheren Alters an Pneumonien, die durch Pneumokokken hervorgerufen wurden. Nur unter 20 Prozent der über 60-Jährigen in Deutschland sind gegen Pneumokokken geimpft. Die Impfraten bei Erwachsenen liegen weit hinter den Erwartungen zurück. Daher ist  eine Impfoffensive der Hausärzte dringend erforderlich, forderten die Impf-Experten bei einem Pressegespräch anlässlich des 116. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. In der Vergangenheit war das Thema Impfungen fast ausschließlich eine Domäne der Pädiater. Heute ist es zunehmend auch ein Thema in der internistischen und allgemeinärztlichen Praxis, gab Professor Dr. med. Gerd Fätkenheuer, Leiter der Schwerpunktes Infektiologie, der Universitätsklinik in Köln, zu Bedenken.  >>> 

 

+++ Neuer Impfstoff gegen Meningokokken verfügbar +++
Verbesserte Prävention gegen Meningokokken-Erkrankungen
Frankfurt
Ab sofort steht ein neuer, Konjugat-Impfstoff gegen vier der fünf für den Menschen gefährlichen Meningokokken-Serogruppen zur Verfügung. Studien belegen, dass der  quadrivalente Konjugat-Impfstoff den herkömmlichen Polysaccharid-Impfstoffen überlegen ist und somit eine interessante Alternative darstellt. Die Letalität von Meningokokken-Erkrankungen liege – aller intensivmedizinischen Möglichkeiten zum Trotz – bei etwa zehn Prozent. „Die Serogruppen A, B, C, W-135 und Y sind weltweit für einen Großteil der Meningokokken-Erkrankungen verantwortlich. Überlebende einer Meningokokken-Erkrankung sind nicht selten von Komplikationen wie Schwerhörigkeit, Anfallsleiden, Hirnwasserzirkulationsstörungen und Verstümmelungen der Extremitäten gezeichnet. Ein Kontakt mit Meningokokken sei jederzeit und überall möglich“, sagte Prof. Dr. med. Markus Knuf, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche an der Dr.-Horst-Schmidt-Klinik, Wiesbaden.  >>> 

 

+++ Therapie der chronischen HBV +++
Langzeitdaten einer effektiven First-Line-Therapie
Wien, 45. EASL - Etwa fünf bis sieben Prozent der Weltbevölkerung sind chronisch mit dem Hepatitis B-Virus infiziert. Circa 30 Prozent aller Fälle von Leberzirrhose und 53 Prozent aller hepatozellulärem Karzinome sind auf Hepatitis B zurückzuführen. Bis zu einer Million Menschen sterben jährlich an den Folgen der HBV-und HCV bedingten Leberzirrhose oder Leberzellkarzinom. In Deutschland gibt es etwa 500.000 chronische HBV-infizierte Patienten, davon sind circa 90.000 diagnostiziert und nur etwa 11.000 Betroffene werden behandelt.  Männer sind häufiger betroffen als Frauen, wobei die Inzidenz in den einzelnen Bundesländern variiert und  95 Prozent der Patienten wissen nicht, wann sie sich infiziert haben. Akute und chronische Infektionen sind die Folgen. „Das therapeutische Ziel sollte die Verbesserung der Lebensqualität und des Überlebens durch Prävention der Krankheitsprogression zu Zirrhose, dekompensierte Zirrhose,  Lebererkrankung im Endstadium, hepatozellulärem Karzinom und Tod sein“, sagte Prof. Dr. med. Jörg Peterson aus Hamburg auf einer Pressekonferenz anlässlich des EASL in Wien.  >>> 

 

+++ Aktuelle Analyse zeigt +++
Bluttests bei der Tuberkulosediagnose überlegen
Darmstadt – Weltweit stirbt nach wie vor alle 17 Sekunden ein Mensch an Tuberkulose. Damit ist die Krankheit alles andere als ausgestorben – auch nicht in Industrienationen wie Deutschland. Alleine 2009 wurden dem Robert Koch-Institut  4.428 neue Fälle von TB gemeldet. Nur ein einziger davon kann bereits den Ausgangspunkt für eine Epidemie bilden, da Tuberkulose hochansteckend ist. Die neue Metaanalyse gibt einen Hinweis darauf, dass es einen neuen, wissenschaftlich bestätigten Standard beim Nachweis einer Tuberkulose-Infektion bedarf. In der „CHEST“-Metaanalyse fällt der Vergleich mit dem über 100 Jahre alten Tuberkulin-Hauttest zugunsten moderner Lösungen in der Tuberkulosediagnostik aus. Daten aus einer am 7. April 2010 in CHEST – dem offiziellen Journal des American College of Chest Physicians – veröffentlichten Metaanalyse zeigen, dass Interferon-Gamma-Release-Assays (IGRAs) dem bisher als Standard geltenden über 100 Jahre alten Tuberkulin-Hauttest (THT) bei dem Nachweis von Personen mit einer bestätigt aktiven Tuberkulose (TB) überlegen sind. Dies wurde besonders deutlich, wenn die IGRAs in Industrienationen eingesetzt wurden.   >>> 

 

+++ Hoffnung für HIV-Patienten +++
Antibiotikum Cotrimoxazol senkt Sterblichkeit um 59 Prozent
London 29.03. 2010
Die Chance Zehntausende HIV-Patienten mit einem einfachen und preiswerten Medikament zu retten, wird laut Wissenschaftlern der MRCouncil Clinical Trials Unit und des Imperial College London Patienten nicht genutzt. Cotrimoxazol würde die Sterbezahlen in den frühen Stadien der Krankheit deutlich senken. Die in The Lancet veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Mortalität um die Hälfte reduzieren ließe. Die WHO hat diesen Behandlungsansatz bereits befürwortet. Spezialisten erklärten jedoch laut BBC, dass viele Patienten keinen Zugang zu diesem Medikament haben. Der Kampf gegen HIV hat sich immer wieder auf antiretrovirale Medikamente konzentriert, die die Lebenserwartung deutlich erhöhen können. Viele Patienten sind in den ersten Wochen nach der Diagnose dem größten Risiko ausgesetzt.  >>> 

 

+++ Fortbildungsinitiative für AIDS-Patienten +++
Workshops von Betroffenen für Betroffene
Die Entscheidung, eine HIV-Behandlung zu beginnen ist für Betroffene nicht immer einfach, da bei der Erkrankung eine Vielzahl von individueller Faktoren mit einfließen. Eine neue Fortbildungsinitiative mit dem Titel „BEST - Better Equipped for Starting Treatment“ will therapienaive HIV-Patienten informieren, wann für sie der Therapiestart sinnvoll ist. Die Fortbildungsinitiative wird von Betroffenen für Betroffene in Workshops durchgeführt. Im Jahr 2010 ist eine deutlich differenzierte Therapie möglich, die nicht nur eine Lebensqualitätssteigerung verspricht, sondern vielleicht auch Strategien zur Vermeidung der wichtigsten Langzeitnebenwirkungen bietet. Dr. med. Ulrich Seybold von der Medizinischen Poliklinik der Universitätsklinik München betonte, dass eine frühe Therapie sinnvoll sein kann, jedoch eine individuelle und persönliche Entscheidung des Patienten sei.  >>> 

 

+++ Hantavirus-Erkrankungen +++
Hinweise auf eine starke Saison 2010?
Berlin – Seit Anfang des Jahres hat die Zahl der Hantavirus-Infektionen insbesondere in Süddeutschland deutlich zugenommen. Das Robert-Koch-Institut schließt eine Häufung wie zuletzt im Jahr 2007 nicht mehr aus. Mit 1.687 gemeldeten Fällen gehörten Hantavirus-Erkrankungen im Jahr 2007 zu den fünf häufigsten meldepflichtigen Viruserkrankungen in Deutschland. Die damalige Epidemie hatte sich bereits im Herbst des Vorjahres abgezeichnet. Eine ungewöhnliche Häufung in den ersten 5 Meldewochen diesen Jahres könnte deshalb der Beginn einer Epidemie sei, befürchtet Mirko Faber vom RKI. Der Mensch infiziert sich in der Regel durch die Inhalation erregerhaltigen Staubes, selten auch durch Nagetierbisse. Die Inkubationszeit beträgt laut RKI in der Regel 2 bis 4 Wochen (Zeitspanne 5 bis 60 Tage). Die Erkrankung beginnt meist mit abrupt einsetzendem hohem Fieber, das über drei bis vier Tage anhält.  >>> 

 

+++ Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) +++
Vorbeugende Immunisierung wichtiger denn je
Für die häufigste in Deutschland durch Zecken (Ixodes Ricinus / „Holzbock“) übertragene Erkrankung, die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) – im Volksmund Zecken-Hirnhautentzündung – gibt es keine kausale, allenfalls eine mehr oder weniger wirksame symptomatische Therapie. Umso wichtiger ist deshalb eine vorbeugende Impfung zum Schutz vor dieser sich weiter ausbreitenden Infektionskrankheit, die v.a. dann schwere Verlaufsformen generieren kann, wenn sie von den peripheren Organen auf das zentrale Nervensystem übergreift. Mögliche Folgen sind bleibende Schäden bis hin zum Tod. – Mit Encepur® steht sowohl für Erwachse als auch für Kinder ein maßgeschneiderter, hocheffektiver  Impfstoff zur Verfügung.  >>> 

  

Aedis-Stechmücken verbreiten Dengue-Fieber (Foto: cdc.org)

+++ Impfung gegen Dengue-Fieber in Sicht +++
Krankheit breitet sich weltweit immer stärker aus

La Jolla/Wien - Einem Forscherteam des La Jolla Institute of Allergy & Immunology www.liai.org ist es gelungen, eine kontroversiell geführte Diskussion bei der Dengue-Fieber-Infektion zu beenden. Damit könnte ein eventueller Impfstoff gegen die gefährliche Erkrankung, die sich weltweit immer stärker ausbreitet, entwickelt werden. Dengue-Fieber wird von Stechmücken übertragen. Das Dengue-Fieber-Virus ist ein weltweit auftretendes Flavivirus in vier Serotypen. Alle haben eine Inkubationszeit von etwa sieben bis zehn Tagen. Die Infektion kommt in drei verschiedenen Formen vor: Es gibt das Dengue-Fieber mit Influenza-ähnlichen Symptomen, das Dengue-hämmorhagische Fieber (DHF) und das Dengue-Schocksyndrom (DSS).  >>> 

 

+++ Rotavirusinfektionen +++
Impfung rettet jährlich Tausende Kinder
Boston – Impfungen gegen das Rotavirus haben im vergangenen Jahr zahlreichen Kindern in Mexiko, Südafrika und Malawi das Leben gerettet. Dies haben US-amerikanische und südafrikanische Forscher in zwei groß angelegten Studien belegt. Erstmals haben Wissenschaftler damit außerhalb von klinischen Untersuchungen gezeigt, welch bedeutende Auswirkung die Durchfall-Impfung auf die Kindersterblichkeit in armen Ländern hat. Sie fordern, dass global Gelder zur Verfügung gestellt werden, damit die Impfungen so schnell wie möglich in die Hochrisikogebiete weltweit gelangen. Von ihren Ergebnissen berichten die Wissenschaftler um Manish Patel vom National Center for Immunization and Respiratory Diseases in Atlanta und Shabir Madhi von der University of Witwatersrand in Johannesburg im Fachmagazin «New England Journal of Medicine» (Bd. 362, Nr. 4).  >>> 

 

+++ Verlegung der Patienten fördert MRSA-Verbreitung +++
Screening soll beim Durchbrechen des Übertragungszyklus helfen
Groningen 12.01.2010 - Die Ausbreitung von multiresistenten Staphylococcus-aureus-Stämmen wird
vor allem durch die Verlegung von Patienten zwischen Krankenhäusern begünstigt. Zu diesem Ergebnis kam ein Forscherteam unter der Leitung von Hajo Grundmann vom Universitair Medisch Centrum Groningen. Die Wissenschaftler fordern, dass Menschen stärker überprüft werden, die wiederholt in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden, um diesen Übertragungszyklus zu durchbrechen. Sie gehen davon aus, dass damit schließlich auch ein Beitrag zur Ausrottung von MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) geleistet werden kann. Details dieser Untersuchung wurden in PloS Medicine www.plosmedicine.org veröffentlicht.  >>> 

 

+++ Einreiseverbot für HIV-Infizierte in die USA aufgehoben +++
AIDS Konferenz 2012 soll wie geplant stattfinden
Washington DC - Die USA haben ein 22 Jahre lang andauerndes Einreiseverbot für Menschen mit HIV/Aids aufgehoben. Präsident Obama erklärte, dieses Verbot sei nicht mit den Plänen in Einklang zu bringen, eine führende Rolle in der Bekämpfung der Krankheit spielen zu wollen. Die neuen Richtlinien treten am kommenden Montag in Kraft. Das Verbot wurden am Höhepunkt der globalen HIV/Aids-Panik Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erlassen. Damit gehörten die Vereinigten Staaten zu einer Gruppe von insgesamt zwölf Ländern, unter anderem auch Libyen und Saudi Arabien, die jene Menschen ausgrenzten, die an HIV oder Aids litten. Die Vereinigten Staaten planen, 2012 erstmals Gastgeber der International AIDS Conference (AIDS 2012)
www.iasociety.org zu sein. >>> 

 

+++ Adäquate antimykotische Therapie +++
Bei Verdacht auf eine Pilzinfektion sofort die beste verfügbare Therapie einleiten
Die Inzidenz invasiver Mykosen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, v. a. Patienten auf der Intensivstation sind besonders gefährdet. In rund 10 Prozent aller Sepsisfälle sind Pilze der Gattung Candida als Verursacher verantwortlich, wobei die Candidämie mit einer hohen Sterblichkeit von bis zu 50 Prozent einhergeht. Für die Prognose ist der rasche Beginn einer adäquaten antimykotischen Therapie entscheidend, da die Sterberate bei einer Verzögerung des Therapiestarts schon um wenige Stunden deutlich ansteigt.  >>> 

 

+++ Impfungen schützen und retten Leben! +++
Fakten gegen Mythen und Vorbehalte zur Bedeutung und Sicherheit von Impfungen
München - Die chaotische Diskussion in den Medien über die Schweinegrippe H1N1 könnte für den Gesundheitsschutz unserer Kinder katastrophale Folgen haben, befürchtet die Stiftung Kindergesundheit. Die dadurch verunsicherten Eltern könnten daraus falsche Schlüsse auch über die Notwendigkeit und Sicherheit anderer Impfungen ziehen und auf die nachweislich schützenden und lebensrettenden Impfungen ihrer Kinder verzichten. Sinkende Impfraten bringen aber die Gefahr eines erneuten Anstiegs der durch Impfungen vermeidbaren Erkrankungen mit sich. Deshalb hat die Stiftung jetzt die am häufigsten diskutierten Behauptungen, Zweifel und Vorbehalte von Impfgegnern und Impfskeptikern aufgegriffen und den tatsächlichen Fakten gegenübergestellt.  >>> 

 

+++ HIV-Neuinfektionen in Deutschland stabilisiert +++
Neueste Zahlen zeigen den Erfolg von Prävention und  Aufklärung
Das Robert Koch Institut hat aktuelle Schätzungen zu HIV/AIDS für das Jahr 2009 veröffentlicht. Rund 3000 Menschen haben sich neu mit HIV infiziert. Diese Zahl ist seit etwa drei Jahren stabil. Deutschland hat außerdem die niedrigste Neuinfektionsrate in Westeuropa. Zu den neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts sagt Minister Dr. Rösler: „Das Infektionsgeschehen hat sich in den letzten Jahren stabilisiert. Das ist ein kleiner Erfolg. Der Weg des Bundesministeriums für Gesundheit, Prävention und Aufklärung zu fördern, ist richtig. Aber wir müssen gemeinsam mit unseren Partnern weiterhin hart daran arbeiten, die Zahl der Neuinfektionen zu senken.“  >>> 

 

+++ Die initiale Antibiotikatherapie entscheidet über Leben und Tod +++
Verringerung der Mortalität bei Patienten mit einem septischen Schock
Winnipeg, University of Manitoba - Canada, 5. November 2009: Eine retrospektive Studie in Chest (2009 136: 1237-1248) zeigt, wie wichtig die richtige Wahl des Antibiotikums auf Intensivstationen ist. Das Sterberisiko im septischen Schock verzehnfachte sich, wenn die initiale Antibiotikatherapie nicht griff. Im septischen Schock ist eine sofortige Therapie erforderlich. Die Wahl des Antibiotikums erfolgt empirisch. Ärzte greifen in der Regel auf Breitbandantibiotika zurück, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht haben. Laut einer Analyse von Anand Kumar, der Daten von 5.715 Patienten aus drei Ländern analysierte, lagen die Ärzte mit der Wahl der initialen Antibiotikatherapie bei vier von fünf Patienten richtig. In diesem Fall überlebte jeder zweite Patient (52 %). Bei der falschen Wahl des Antibiotikums sank die Überlebensrate auf 10,3 Prozent  >>> 

 

+++ Doripenem bei schweren Infektionen +++
Breite antimikrobielle Wirksamkeit auch gegen Problemkeime
Berlin - Eine breite antimikrobielle Wirksamkeit gegenüber grampositiven und gramnegativen Erregern sowie Anaerobiern und eine hohe In-vitro-Aktivität gegenüber resistenten Pseudomonas- und Acinetobacter-Stämmen machen das moderne Carbapenem Doripenem (Doribax®) zu einer wertvollen Therapieoption im Kampf gegen folgende schwere Infektionen auf der Intensivstation: nosokomiale Pneumonien einschließlich der Beatmungspneumonie, komplizierte intraabdominelle Infektionen und komplizierte Harnwegsinfektionen. Als einziges Carbapenem besitzt Doripenem auch die Zulassung für eine prolongierte Infusion über vier Stunden, die bei Infektionen mit weniger empfindlichen Erregern geeigneter sein kann, wie bei einem von Janssen-Cilag veranstalteten Satellitensymposium „Stellenwert neuer Antibiotika – Erfahrungen und Erkenntnisse“ im Rahmen des 11. Hauptstadtkongresses der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (HAI 2009) in Berlin zu erfahren war. 
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+++ Schnupfen im Kindesalter ist keine harmlose Erkrankung +++
Oxymetazolin: Antioxidative, antiinflammatorische und antivirale Wirkung nachgewiesen
Bislang ist es nur bei der Behandlung der durch Influenzaviren hervorgerufenen Grippe gelungen, direkt antivirale wirksame Substanzen einzusetzen. Doch nach neuesten Studienergebnissen ist Nasivin® mit dem Wirkstoff Oxymetazolin mehr als ein Arzneimittel zur Behandlung von Symptomen, erläuterte Privatdozent Dr. med. Ortwin Adams, vom Institut für Virologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Oxymetazolin wirke direkt viruzid und beeinflusst darüber hinaus die für das Virus essentiellen Andockstellen auf der Wirtszelle. Somit enthält der Wirkstoff eine zusätzliche  Komponente, die als kausale Therapie bezeichnet werden kann. 
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+++ Entscheidungshilfe bei Harnwegsinfekt +++
Der neue Urin-Selbsttest punctomed
Ab Oktober 2009 können Betroffene in der Apotheke einen speziellen Selbsttest zur Früherkennung von Harnwegsinfektionen erhalten. Einfach in der Hand- habung und sicher im Ergebnis zeigt er an, ob ein behandlungsbedürftiger Harnwegsinfekt vorliegt. Viele Antibiotika, die verordnet werden, könnten dadurch reduziert werden, denn bei 40 Prozent aller Verdachtsfälle ist eine Antibiotika-Therapie unnötig. 
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+++ Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen prüfen +++
STIKO rät: Bei Impfung gegen die neue Influenza (H1N1) auch Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen prüfen.
Neue Daten aus den USA deuten darauf hin, dass bei Todesfällen nach Infektionen mit dem pandemischen Influenzavirus A (H1N1) bakterielle Lungenentzündungen eine Rolle gespielt haben. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hat im Epidemiologischen Bulletin eine Empfehlung für die Impfung gegen die neue Influenza A (auch als „Schweinegrippe“ bezeichnet) veröffentlicht. Das Impfexpertengremium rät darin impfenden Ärzten, bei jeder Impfung gegen die saisonale Grippe oder die neue Influenza zu prüfen, ob auch eine Indikation für eine Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen vorliegt.2 In Deutschland empfiehlt die STIKO die Pneumokokken-Impfung allen Säuglingen und Kleinkindern bis zum vollendeten 2. Lebensjahr, allen Personen über 60 Jahre sowie allen chronisch Kranken ab dem vollendeten 2. Lebensjahr (z. B. bei Asthma, COPD, Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen). 
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+++ Impfung gegen Pertussis/Keuchhusten +++
Pertussis nicht mehr nur Kinderkrankheit

Bei einem Pressegespräch in Frankfurt wurde auf die im Juli veröffentlichte Empfehlung der STIKO hingewiesen, in Zukunft alle Erwachsenen mit einem Kombinationsimpfstoff auch gegen Pertussis zu impfen. Denn zunehmend erscheinen heute auch  erwachsene Patienten mit längerdauerndem Husten beim Hausarzt. In der Praxis hat sich dabei die Kombinationsimpfung mit Repevax® (Tdap-IPV) bewährt. Wie Professor Johannes Liese, Würzburg, erklärte, steigt inzwischen trotz einer mit über 90 Prozent sehr hohen ‚Durchimpfungsrate’ bei Säuglingen und Kleinkindern die Keuchhusten-Inzidenz an. Hochgradig gefährdet seien ungeschützte Säuglinge und die Pertussis sei nunmehr auch zu einer Erkrankung von Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen geworden.  >>> 

 

+++ Tödliches neues Virus in Afrika entdeckt +++

Forscher aus Südafrika und den USA haben ein tödliches neues Virus entdeckt, das dem Erreger der Ebola-Krankheit ähnelt.

Das Virus löse heftiges und von starken inneren Blutungen begleitetes Fieber aus und sei in 80 Prozent der Fälle tödlich, sagte der südafrikanische Mediziner Nivesh Sewlall bei der Vorstellung einer entsprechenden Studie auf einer Konferenz in San Francisco. Das Virus trat erstmals im September 2008 bei einer Reiseführerin in Lusaka in Sambia auf, die in einem Krankenhaus in Johannesburg in Südafrika behandelt wurde. Wegen der beiden Städte wurde der Erreger Lujo genannt. Wie genau das Virus übertragen wird, ist nach Angaben der Forscher bislang unklar. Der Zustand der ersten Lujo-Patientin verschlechterte sich im Krankenhaus rapide, sie starb ebenso wie drei Mitarbeiter der Klinik, die sie gepflegt hatten.  >>> 

 

+++ Erhöhte Titer durch adjuvierte Impfstoffe +++
Saisonale Influenzaimpfung bei Pandemie

Um hoch pathogene Mischvarianten der Influenzaviren zu verhindern, empfehlen Experten, die saisonale Influenzaimpfung konsequent umzusetzen. Dabei schützt der MF59®-adjuvierte Influenzaimpfstoff Fluad® auch vor Driftvarianten der Influenzaviren. Durch MF59® werden geringere Mengen Antigen in pandemischen Impfstoffen benötigt. Aktuelle Studien zeigen überdies ein großes Potential dieses Influenzaimpfstoffs sowohl bei Kleinkindern als auch chronisch Kranken – für diese Indikationen ist der Impfstoff allerdings derzeit noch nicht zugelassen.  >>>  

 

+++ Prospective Kohortenstudie: Forscher entwickeln Urin-Schnelltest für Chlamydien +++

Performance-Bewertung eines neuen Urintest für Chlamydien bei Männern

London – Britische Wissenschaftler entwickelten einen Urin-Schnelltest für Chlamydien. Das Verfahren liefert bereits nach einer Stunde einen Nachweis, ob die weit verbreitete Geschlechtskrankheit vorliegt. Bisher war ein vor allem für Männer sehr unangenehmer Abstrich aus der Harnröhre nötig, um die bakterielle Infektion zu diagnostizieren. In einer Studie mit rund 1.200 Männern zeigte der Test eine Zuverlässigkeit von rund 84 Prozent beim Nachweis der Infektion. Diese ist leicht mit Antibiotika zu behandeln. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher um Elpidio-Cesar Nadala vom Diagnostikunternehmen Diagnostics for the Real World in Cambridge im British Medical Journal (2009; 339:2655 doi:10.1136/bmj.b2655)>>> 


+++ Komplizierte Infektionen des Abdomens, der Haut und des Weichgewebes +++

Tigecyclin wirkt effektiv gegen multiresistente Keime

„Tigecyclin wirkt gegen grampositive, gramnegative, aerobe, anaerobe und atypische Erreger sowie gegen multiresistente Problemkeime“, so Prof. Dr. Tobias Welte, Hannover. Studiendaten belegen, dass selbst Methicillin-resistente Staphylokokkus aureus (MRSA), Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) oder Extended Spectrum β-Lactamase (ESBL)-bildende Erreger von Tigecyclin erfasst werden.  Bei Infektionen, die vermutlich auf multi-resistente Bakterienspezies zurückgehen, ist die kalkulierte Initialtherapie mit Tigecyclin (Tygacil®) daher eine gute Option. 

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+++ Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen +++

Lässt sich Herzinfarktrate um die Hälfte senken?

Herz-Kreislauf-Patienten profitieren möglicherweise gleich mehrfach von einer Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen. Eine kanadische Forschergruppe hat ausgehend von vielversprechenden Laborstudien die Daten von 43.209 Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren ausgewertet. Dabei zeigte sich ab einem Jahr nach Impfung in der Gruppe der gegen Pneumokokken-Erkrankungen geimpften Personen ein Rückgang der Herzinfarkt-Quote um mehr als die Hälfte. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz schützen könnte. Um den Mechanismus für diesen protektiven Effekt besser zu verstehen, raten die Forscher zu weitergehenden Studien. 

 

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+++ HIV-Patienten profitieren physisch und emotional vom Training für einen Marathon +++
Abbott-Initiative "42km of Cologne – be part of it" geht beim Marathonder Gay Games 2010 in Köln an den Start

Antiretroviral behandelte HIV-Patienten können unter ärztlicher und sportlicher Betreuung das Training für einen Marathon bewältigen und profitieren davon sowohl in physischer als auch psychischer Hinsicht. Dies zeigen die Ergebnisse der Abbott-Initiative "Die 42 km von Berlin" beim Berlin Marathon 2008, die auf der diesjährigen 5th European Conference on Clinical and Social Research on AIDS and Drugs in Vilnius, Litauen, vom 28. bis 30. April 2009 vorgestellt wurden. Selbst bei Patienten mit bereits relativ gutem immunologischen Ansprechen kam es zu einem weiteren Anstieg der CD4-Zellzahlen, während die Viruslast fast ausnahmslos absank bzw. unter der Nachweisgrenze blieb. Die Patienten berichteten zudem über eine Verbesserung ihrer Lebensqualität, vor allem im Hinblick auf Leistungsfähigkeit und Selbstbewusstsein. Die ermutigenden Ergebnisse haben das Gesundheits-unternehmen Abbott veranlasst die Initiative fortzuführen. Für den Marathon der Gay Games 2010 in Köln werden ab August wieder 20 HIV-Patienten vorbereitet.  >>>  


+++ Erster Intradermaler Grippeimpfstoff +++

Besserer Schutz für ältere Menschen - Hohe Immunantwort - Einfache Applikation

Pünktlich zur nächsten Grippesaison wird mit INTANZA® 15 μg erstmals ein intradermaler Grippeimpfstoff für über 60-Jährige zur Verfügung stehen. „Bei älteren Menschen ist die Gefährdung durch die saisonale Grippe groß, da das Immunsystem mit zunehmendem Alter schwächer wird. Der neue intradermale Impfstoff ist speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet“, so Prof. Dr. Thomas Weinke, Potsdam. Im Vergleich zur intramuskulären Gabe wird bei der intradermalen Gabe in der Dermis eine stärkere Immunantwort erreicht. Ein neues patentiertes und gebrauchsfertiges Mikronadel-Injektionssystem  mit einer sehr feinen und kurzen Nadel garantiert die präzise und zuverlässige intradermale Verabreichung des Impfstoffs. Der neue Impfstoff soll mehr ältere Menschen vor der saisonalen Grippe schützen und dabei helfen, das WHO-Ziel zu verwirklichen, im Jahr 2010 bei Senioren eine Impfrate von 75 % zu erreichen. 

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+++ Die Japanische Enzephalitis – ein unterschätztes Risiko +++

Wirksamer Schutz für Asienreisende: Erster in Europa zugelassener Impfstoff verfügbar.

Japanische Enzephalitis (JE) ist eine akute virale Infektion des zentralen Nervensystems, die zu lebensbedrohlichen Gehirnschädigungen führen kann. An JE erkranken etwa 50.000 Menschen jährlich, von denen etwa jeder Dritte stirbt. Ein weiteres Drittel der Patienten leidet unter neurologischen Folgeschäden wie Gedächtnis- und Bewegungsstörungen, die irreversibel sein können. Bei Schwangeren kann eine Infektion mit dem Virus zu einer Fehlgeburt führen. Zu den Endemiegebieten mit saisonaler Verbreitung gehören u. a. China, Japan, Myanmar, Nord-Thailand, Vietnam, Pakistan, Nepal, Indien, Ostsibirien, Sri Lanka, Philippinen sowie Australien, wobei die höchste Infektionsgefahr in den ländlichen Regionen besteht. Für Asienreisende aus Europa gab es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gegen das JE-Virus. Mit der Zulassung des in Europa produzierten, inaktivierten Impfstoffes IXIARO® steht Asienreisenden  nun eine Schutzmaßnahme zur Verfügung.  >>> 


+++ Therapieoptionen bei der Behandlung tiefer Atemwegsinfektionen +++

Antibiotikatherapie bei Atemwegsinfektionen: wann, wie und warum?

Sowohl bei der ambulant erworbenen Pneumonie (CAP) als auch bei akuten Exazerbationen einer chronischen Bronchitis (AECB) ist die Verordnung eines hochwirksamen Antibiotikums mit breitem Wirkspektrum indiziert, um einen raschen Therapieerfolg zu erzielen. Selbstverständlich ist das Sicherheitsprofil der gewählten Substanz zu beachten, hieß es bei einem Symposium anlässlich des 50. Deutschen Pneumologenkongresses in Mannheim. In der Klinik und ebenso in der Praxis ist es von entscheidender Bedeutung, bei der Behandlung tiefer Atemwegsinfektionen Wirkstoffe aus allen verfügbaren Antibiotikaklassen auswählen zu können. "Denn jede Einseitigkeit birgt die Gefahr der Resistenzentwicklung", betonte Prof. Dr. Hartmut Lode, Berlin, beim 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. in Mannheim.   >>>

 

+++ Nasivin für Kinder weiterhin erstattungsfähig +++

Neue Arzneimittelrichtlinie seit 1.4. 2009

Am 1.4.2009 ist eine neue Arzneimittelrichtlinie zur wirtschaftlichen Verordnungsweise nicht verschreibungspflichtiger Medikamente in Kraft getreten. Monopräparate wie Nasivin bleiben danach wie bisher auch weiterhin für Kinder bis zum 12. Lebensjahr und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum 18. Lebensjahr als Kassenleistung verordnungs- und erstattungsfähig. Hingegen sind „Rhinologika in fixer Kombination mit gefäßaktiven Stoffen“ (Beispiel: Sympathomimetika in Kombination mit Dexpanthenol), die bislang für Kinder bis zum 12. Lebensjahr sowie für Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum 18. Lebensjahr von den Kassen erstattet wurden, seit dem 1.4. von der Erstattungsfähigkeit ausgenommen. 
 
 

+++ Reiseerkrankung FSME +++

Risiko auch bei Event- und Kulturreisen
Marburg, 25. Mai 2009 – Die weitaus meisten Reisen werden die Deutschen in diesem Jahr wieder zu Zielen in Deutschland selbst oder in die europäischen Nachbarländer führen: Bei 88 Prozent der Reisen bleiben sie innerhalb der Grenzen Europas. Je nach Zielort benötigen auch diese Reisenden eine reisemedizinische Beratung und Impfprophylaxe. Und das nicht nur gegen „klassische“ Reiseerkrankungen wie Hepatitis A. Auch eine Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) kann man sich an vielen beliebten Urlaubszielen in Europa zuziehen.  >>> 


+++ Therapie der chronischen Hepatitis B +++

 Viread® - Erste Wahl in den aktuellen EASL-Guidelines
Mit Tenofovirdisoproxil als Fumarat (Viread®) lässt sich bei mehr als 90 Prozent der chronisch mit dem Hepatitis-B-Virus infizierten Patienten (HBeAg-negativ) eine dauerhafte virologische Kontrolle erzielen. Dies belegen die aktuellen 96-Wochen-Daten, die auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 115. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) am 19. April 2009 in Wiesbaden präsentiert wurden. Die Experten Professor Dr. Jörg Petersen, Leberzentrum im IFI für Interdisziplinäre Medizin an der Asklepiosklinik, Hamburg, und PD Dr. Heiner Wedemeyer, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Medizinische Hochschule Hannover, betonten darüber hinaus die sehr hohe genetische Resistenzbarriere von Viread® und seine sehr gute Verträglichkeit.  >>>

 

+++ Auch Hausärzte sollten öfter an HIV denken +++

HIV – nur die Diagnose eröffnet die Chance auf eine Therapie
Eine HIV-Infektion ist heute dank wirksamer antiretroviraler Arzneimittel kein „Todesurteil“ mehr, sondern eine langfristig behandelbare Erkrankung mit einer fast normalen Lebenserwartung - eine entscheidende Voraussetzung dafür ist die möglichst frühzeitige Diagnosestellung. HIV-Spezialisten, die auf einem von Gilead Sciences initiierten Symposium anlässlich des 115. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin im April 2009 in Wiesbaden sprachen, betonten deshalb: Vielen Betroffenen ist ein vorhandenes Transmissionsrisiko nicht bewusst und ein Risikoverhalten ist für den Arzt oft nicht erkennbar, daher sollte in der allgemeinärztlichen und internistischen Praxis viel häufiger an die Möglichkeit einer HIV-Infektion gedacht werden. Nur das Wissen um die Infektion ermöglicht eine effektive Therapie und schützt die Sexualpartner der Betroffenen.  

+++ Neu: Interaktive Karte zeigt detailliert FSME-Risikogebiete +++

Sekundenschnell das FSME-Risiko nach Postleitzahlen abrufen - Aktualisierung der Karte mit Risikogebieten erfolgt automatisch

Marburg, 28. April 2009 – Novartis Behring bietet einen neuen Service für Arztpraxen, Apotheken und andere Interessierte: eine interaktive Landkarte auf www.zeckeninfo.de.  Sie informiert in Sekundenschnelle, ob man sich in einem FSME-Risikogebiet befindet und wie stark ausgeprägt das Infektionsrisiko vor Ort ist.  >>>

 

+++ Komplizierte nosokomiale Infektionen +++
Tigeccyclin: Ein essenzieller Baustein der antibiotischen Vielfalt
Eine wichtige Strategie gegen die Resistenzentwicklung stellt vor allem auch die Nutzung der antibiotischen Vielfalt dar, d. h. die indikationsgerechte, ausgewogene und risikoadaptierte Verwendung aller verfügbaren antibiotischen Substanzklassen, wobei individuelle Faktoren des Patienten und die lokale Resistenzsituation zu berücksichtigen sind, so Prof. Tobias Welte (Hannover). Sein besonders breites Wirkspektrum sowie die ausgezeichnete Gewebepenetration machen  Tigeccyclin (Tygacil®) zu einem wichtigen Element der antibiotischen Vielfalt und einem essentiellen Baustein der Therapie. „Patienten mit komplizierten Infektionen sind heute keine Rarität mehr, sondern eher die Regel. 
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+++ Fachportal www.impfservice.de in neuem Design +++
Umfangreiche Impf-Services nutzerfreundlich präsentiert
Sanofi Pasteur MSD, Leimen, hat die Informationsseite
www.impfservice.de neu gestaltet. Die übersichtliche und nutzerfreundliche Navigation der Webseite erlaubt Ärzten, Apothekern und medizinischen Fachjournalisten, sich schnell in dem umfangreichen Angebot zurecht zu finden. Neben Informationen rund um die Themen Immunologie und Impfungen bietet der Webauftritt verschiedene Serviceleistungen: Dazu zählen beispielsweise kostenlos bestellbare Patientenflyer, herunterladbare Publikationen zum Impfmanagement und Endemiekarten. 
 
 

+++ H. G. Creutzfeldt-Innovationspreis 2009 +++
Darmselektives Antibiotikum ausgezeichnet
Viele Reisende begeben sich in Gebiete, die hochendemisch für Erreger sind, die bei der einheimischen Bevölkerung eine Diarrhoe auslösen oder an die sich die Einheimischen bereits adaptiert haben. Etwa 50 Prozent aller Menschen, die in Regionen mit niedrigen Hygienestandards reisen, riskieren eine Reisediarrhoe. Bei nicht-invasiver, bakteriell bedingter Pathogenese ist das neu zugelassene darmselektive Xifaxan® (Rifaximin) indiziert, das praktisch ausschließlich im Magen-Darm-Trakt wirksam ist und eine gute Verträglichkeit bietet. Auf einer Festveranstaltung am 18. März 2009 in Hamburg wurde Xifaxan® auf einstimmigen Jurybeschluss aufgrund seines innovativen Wirkansatzes mit dem H. G. Creutzfeldt-Innovationspreis 2009 ausgezeichnet. 

+++ Studie dokumentiert: Nahezu alle Grippeviren sind resistent auf Tamiflu® +++
Atlanta/Leiden – Nahezu alle Influenzaviren der aktuellen Grippewelle sind nach den Ergebnissen einer Studie laut JAMA resistent gegen Oseltamivir. Als Grund nennen die Auroren auch den unkritischen Einsatz des Präpates (
JAMA 2009; 301: 1066-1069). Die anfängliche Hoffnung, die Resistenzmutation würde die Virulenz der Erreger schwächen, scheint nicht einzutreten. Die Gründe für die Ausbreitung sind noch unklar. Eine unkritische Verwendung von Oseltamivir (Tamiflu®) scheidet allerdings aus. Sie könne nicht erklären, warum im letzten Jahr die mit Abstand höchste Prävalenz von Resistenzen (67%) ausgerechnet aus Norwegen gemeldet wurde, Hier wird Oseltamivir nur gegen Rezept ausgegeben und daher selten angewendet. >>>

 
 
+++ Saisonale Grippe – Neuer Impfstoff +++
Sanofi Pasteur MSD wird Intanza® in Westeuropa auf den Markt bringen
Intanza® , der erste saisonale Grippeimpfstoff, der intradermal (i. d.) via Mikroinjektion appliziert wird, hat die Marktzulassung von der Europäischen Kommission erhalten. Intanza® ist für den Einsatz bei Erwachsenen ab einem Alter von 60 Jahren zugelassen; insbesondere für diejenigen, bei denen ein erhöhtes Risiko von grippebedingten Komplikationen besteht.  Mit zunehmendem Alter wird das Immunsystem schwächer – ältere Menschen sind nicht nur anfälliger für Infektionen, sondern sprechen auch weniger gut auf Impfungen an – ein Phänomen, das als Immunoseneszenz bekannt ist.  >>>

+++ Ein Jahr HIV-Behandlung mit Atripla® +++

Erfahrungsberichte aus Sicht von Behandler und Patient

Seit 2007 liegt die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland auf einem Niveau von ca. 3.000 pro Jahr. Ende 2008 waren in Deutschland etwa 63.500 Menschen mit dem HI-Virus infiziert – ca. 9.500 Personen in Deutschland sind an Aids erkrankt. Seit rund einem Jahr gibt es Atripla® eine fixe Dreifach-Kombination aus Efavirenz (EFV), Emtricitabin (FTC) und Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF) zur Therapie der HIV-1-Infektion bei Erwachsenen. Das Arzneimit­tel, das in Europa im Dezember 2007 zugelassen wurde, ist das erste und einzige vollständige HAART-Regime, von dem nur eine Tablette pro Tag eingenommen werden muss. Auf einer Pressekonferenz mit dem Titel „1 Jahr Atripla® – Erfahrungsberichte aus Sicht von Behandler und Pa­tient“, die am 19. Februar 2009 in München stattfand, bestätigten Exper­ten anhand aktueller Daten die anhaltende virologische Suppression nach Umstellung sowie die gute Verträglichkeit der Kombination, und betonten dabei die Vorteile der einmal täglichen Einnahme für die Adhä­renz der Patienten. 

+++ FSME-Risikogebiete breiten sich europaweit aus +++
FSME-Saison 2009: Deutliche Verbesserungen bei der Impfprophylaxe
Der Trend zu einer Ausbreitung der FSME-Risikogebiete wird sich auch 2009 fortsetzen, das vermuten namhafte Experten. Bei einer Pressekonferenz des Impfstoffherstellers Novartis Behring zum Auftakt der Zeckensaison 2009 verdeutlichten sie, dass die Bedeutung der Impfung gegen Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) weiter zunehmen wird. Denn zum einen sind die FSME-Fallzahlen in Deutschland im letzten Jahr im Vergleich zum Vorjahr von 238 auf 287 gestiegen und erstmals wurde 2008 eine Übertragung des FSME-Virus in einer Höhe von mehr als 1.500 m über dem Meeresspiegel beobachtet. 
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+++ Therapie von Atem- und Harnwegsinfekten +++
Knapp die Hälfte der Hausärzte setzt auf pflanzliche Arzneimittel
Antibiotikaresistenzen nehmen immer mehr zu. Trotz dieser besorgniserregenden Entwicklung verschreiben immer noch 44 % der Hausärzte bei leichten bis mittelschweren Harnwegsinfekten meist direkt chemische Antibiotika, so das Ergebnis einer aktuellen Befragung von TNS-Healthcare. Um Resistenzen zu vermeiden, plädiert Prof. Dr. med. Uwe Frank vom Universitätsklinikum Freiburg dafür, Antibiotika gezielter einzusetzen und bei unkompli-zierten viralen und bakteriellen Infektionen auf pflanzliche Antibiotika wie  z. B. ANGOCIN® Anti-Infekt N auszuweichen. Jüngste Studien belegen: Atemwegs- und Harnwegsinfekte können in vielen Fällen mit dem pflanzlichen Antibiotikum aus Kapuzinerkresse und Meerrettich ebenso wirksam behandelt werden – bei einem deutlich geringeren Nebenwirkungs-potential als bei  chemischen Antibiotika. 
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+++ Rotavirus-Schluckimpfung: Sicherheit erneut bestätigt +++
Aktueller Bericht der
WHO (World Health Organization)
Wie die WHO mitteilte, konnte die Sicherheit der Rotavirus-Impfung erneut bestätigt werden. Das Global Advisory Committee on Vaccine Safety (GACVS), das Mitte Dezember 2008 in Genf tagte, hat alle aktuell vorliegenden Daten zur Rotavirus-Impfung bewertet. Neben den bereits bekannten Studienergebnissen wurden auch neue Ergebnisse von nationalen Impfüberwachungssystemen in den USA in die Analyse einbezogen. Nach kritischer Prüfung sieht das Komitee keine Sicherheitsrisiken. 
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+++ Neue Therapie gegen Lungenentzündungen +++
Charité-Forscher finden Ersatz für Antibiotika
Berlin, 04. Februar 2009 Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben gemeinsam mit den Kollegen der Rockefeller University in New York erfolgreich eine neue Therapie gegen Lungenentzündungen getestet. Das Team um Dr. Martin Witzenrath und Professor Norbert Suttorp von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie berichtet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Critical Care Medicine*, dass es bei Mäusen erstmals gelungen sei, eine durch Pneumokokken hervorgerufene Lungenentzündung mit dem Enzym Cpl-1 zu heilen. 
 
 

Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen nicht vergessen
Die Grippewelle erreicht uns in diesem Jahr früher als erwartet. Laut aktuellen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert-Koch-Institut in Berlin ist die Aktivität der akuten respiratorischen Erkrankungen bundesweit deutlich angestiegen und befindet sich weiterhin auf einem stark erhöhten Niveau. Auch jetzt noch ist es gerade für Risikogruppen sinnvoll, eine Grippeimpfung nachzuholen. In diesem Zusammenhang ist es empfehlenswert, die Patienten auch aktiv auf eine Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen anzusprechen. Im Durchschnitt hat nur jeder Fünfte, für den die Impfung von der STIKO empfohlen ist, diese erhalten. Hier besteht großer Nachholbedarf. 
 
 

+++ Nasivin® erhält den goldenen Aesculap Preis 2009 +++
Unter Vorsitz des Bundesverband Deutscher Apotheker e.V. (BVDA) Präsidenten Otto Späth vergab die unabhängige Jury den Arzneimittelpreis 2009 an das bewährte Sympathomimetikums Nasivin®. Preiswert und preiswürdig bezeichnete Otto Späth das Medikament, das bereist 1961 seine Zulassung erhielt und seitdem bei Schnupfen das Medikament der ersten Wahl ist.Schnupfen ist eine unterschätzte Volkskrankheit, wodurch dem Gesundheitswesen mehrere Milliarden Euro entstehen, betonte Professor Dr. rer. nat. Marcus Plehn, Fachapotheker für Offizin-Pharmazie.  
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+++ Neue Krankheitsüberträger durch Globalisierung und Klimawandel +++
Hunde wirksam gegen Zecken, Sandmücken und andere Parasiten schützen
Die Welt wird mit rasender Geschwindigkeit ein großes Dorf: Menschen, Tiere und Pflanzen werden binnen Stunden rund um den Globus transportiert. Sie reisen aber nicht allein! Im Gepäck befinden sich zahlreiche unerwünschte Gäste, z. B. Krankheitserreger und ihre Vektoren. Treffen diese bei uns auf günstige Bedingungen, wie z. B. längere Wärme-Perioden oder Feuchtigkeit bzw. ungeschützte oder zuvor noch nicht immunisierte Wirte, schlägt die Stunde der Profiteure: eingeschleppte oder bereits vorhandene Krankheitserreger und ihre Überträger. Dieses vielköpfige bzw. vielbeinige Heer von Krabbeltieren und Blutsaugern wie Zecken, Milben, Mücken, Flöhe, Läuse lauert dann auf den Menschen und seinen Begleiter Hund und scheut sich nicht, auch den Wirt zu wechseln. Vorbeugung ist daher dringend notwendig. 
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+++ Effektives Management von Enterokokken-Infektionen +++
Resistenz-Surveillance-Studie belegt hohe In-Vitro-Aktivität von Tigecyclin bei Enterokokken
Freiburg / Münster (17. November 2008). Die hohe In-vitro-Aktivität von Tigecyclin gegen Enterokokken-Spezies E. faecalis, E. faecium und Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) wird jetzt durch neue Daten des deutschen
Surveillance-Programms G-TEST belegt. Innerhalb dieses Programms wurden u. a. 295 Enterokokken Isolate von hospitalisierten Patienten untersucht. Enterokokken gehören heute zu den wichtigsten Erregern von nosokomialen Infektionen. Anlässlich eines Klinikworkshops am 13. November an der Universitätsklinik Freiburg berichteten Experten über ihre Erfahrungen mit diesen Erregern und erläuterten die therapeutische Strategie, in der das breite Wirkspektrum von Tigecyclin einen hohen Stellenwert einnimmt.  >>>

+++ Rhinitis - Signifikante Verkürzung der Schnupfendauer, kausale Wirkung +++
Deutliche Überlegenheit der Oxymetazolin-Medikation gegenüber Kochsalzlösung
Das Alpha-Sympathomimetikum Oxymetazolin bewirkt die Engstellung kleiner Blutgefäße und damit ein Abschwellen der Nasenschleimhaut. Gleichzeitig aber hat Oxymetazolin auch eine direkte antivirale Wirkung. Wie Koelsch et al. 2007 nachweisen konnten, vermindert Oxymetazolin dosisabhängig (im therapeutischen Wirkbereich) die Vermehrung von Rhino-viren in humanen Zellkulturen. Auch die Expression des Rhinovirenrezeptors ICAM-1 wird durch Oxymetazolin gebremst. Tuettenberg et al. fanden zudem in einer anderen Studie heraus, dass die Freisetzung entzündungsfördernder Zytokine wie Interleukin und TNFalpha in Gegenwart von Oxymetazolin verhindert wird. 
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+++ Schnupfen wirksam behandeln +++
Oxymetazolin 0,01 % für Säuglinge sehr gut verträglich
Sichere Anwendung durch patentiertes Dosiersystem

München, 04.11.2008. In den ersten Lebensmonaten atmen Babys zwingend durch die Nase. Bekommen sie einen Schnupfen, verschließen sich die noch sehr kleinen und feinen Atemwege schnell. Die Atmung durch den Mund führt zu Unruhe, Trinkschwierigkeiten und Schlafstörungen. Auch kann sich in der Folge leicht eine Entzündung des Mittelohrs, der Nasennebenhöhlen oder der Bronchien entwickeln, sei es durch direkte virale oder durch bakterielle Superinfektion. Eine rasche und wirksame Behandlung der Schnupfensymptomatik ist daher gerade bei sehr kleinen Kindern wichtig. 
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+++ Masern, Mumps und Röteln (MMR) - ein gefährliches Trio +++
Masern, Mumps, Röteln – alles andere als ein Kinderspiel
Impfungen gehören für die meisten Menschen zu den größten Fortschritten der Medizin. Kaum einer kann sich heutzutage vorstellen, was für schreckliche Folgen Krankheiten wie Pest, Pocken und Cholera einmal hatten: Jahrtausende lang sahen Menschen, bei denen sich beispielsweise Anzeichen von Pocken zeigten, einem sicheren Tod entgegen - bei Kleinkindern waren es zeitweise sogar rund 80 %. Doch dank der Einführung von Impfungen wurden diese Krankheiten ausgerottet. Umso erstaunlicher ist es, dass in unserer heutigen Zeit immer wieder Krankheiten ausbrechen, von denen man glaubte, sie seien eigentlich längst nicht mehr existent. Zwar sind es nicht mehr Seuchen wie Pest und Cholera, die für Aufregung sorgen, sondern vermeintlich „harmlose“ Krankheiten wie Masern, Mumps und Röteln. 
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+++ Leicht und schnell wie der Wind+++
Windpocken können groß & klein gefährlich werden

Sie sind hoch ansteckend, werden durch die Luft beziehungsweise den Wind (daher der Name), aber auch per Tröpfchen aus dem Nasenrachenraum weitergegeben. Die Rede ist von Windpocken, die durch die so genannten Varizella-Zoster-Viren verursacht werden. Auch kann das Virus durch direkten Kontakt mit dem Bläscheninhalt auf der Haut von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die für Windpocken so typischen Bläschen sollten deshalb möglichst nicht aufgekratzt werden, da die Flüssigkeit Viren enthält, die sehr infektiös sind. Das Tückische: Dem Kontakt mit Windpocken kann kaum einer entgehen. So reicht unter Umständen ein Aufenthalt, etwa eine Stunde oder länger, in einem Raum mit einer Person, die an Windpocken erkrankt ist, aus, um sich zu infizieren. Daher sind vor allem Kinder betroffen, die sich in der Krabbelgruppe oder im Kindergarten schnell und leicht anstecken können. Personen, die keine Antikörper gegen das Virus besitzen (so genannte Seronegative), können sich auch bei Gürtelrosepatienten infizieren. Kommt es zu einer Infektion während der Schwangerschaft, gelangen die Viren möglicherweise über den Mutterkuchen (Plazenta) zum ungeschützten und ungeborenen Kind mit unter Umständen lebensbedrohlichen Folgen. 
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+++ Winter ist auch (Keuch) - Husten Zeit +++
Der Keuchhusten ist erwachsen geworden

Keuchhusten (Bordetella pertussis) ist eine hoch ansteckende Krankheit, die jeden treffen kann. Noch vor wenigen Jahren glaubte man, dies sei eine reine Kinderkrankheit. Untersuchungen zeigten allerdings, dass immer öfter Jugendliche und Erwachsene an Keuchhusten leiden. 6 von 10 der Patienten sind über 25 Jahre alt. Jährlich erkranken weltweit schätzungsweise 40 Millionen Menschen an Pertussis, 300.000 sterben daran. In Deutschland erkranken jedes Jahr schätzungsweise bis zu 110.000 Erwachsene an Keuchhusten, vermehrt tritt in Herbst und Winter Keuchhusten auf. In Deutschland kommt es zudem alle drei bis vier Jahre zu einem Anstieg der Keuchhusten-Fälle. Zuletzt registrierten die Gesundheitsämter in den neuen Bundesländern, wo der Keuchhusten meldepflichtig ist, 2005 einen Anstieg. Folgt man dem Gesetz der Regelmäßigkeit könnte es im Jahr 2008 wieder zu einem Anstieg der Infektionskrankheit kommen. 
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+++ Rotaviren – eine große Bedrohung für einen kleinen Körper +++
Ansteckungsgefahr im Winter - Kleiner Erreger mit großer Wirkung

Weltweit erkranken jährlich rund 500 Millionen Kinder – bis zu 600.000 von ihnen sterben an den Folgen einer Rotavirus-Infektion. Die Erkrankung ist allerdings kein reines Problem der Entwicklungsländer, denn Rotaviren machen keinen Unterschied zwischen arm und reich. Experten gehen davon aus, dass sich in der EU jährlich ca. drei Millionen Kinder mit den Rotaviren anstecken. In Deutschland geht man von etwa 400.000 Rotavirus-Erkrankungen pro Jahr aus. Bei rund 20.000 bis 30.000 der Kinder ist aufgrund der Schwere der Erkrankung  ein Krankenhausaufenthalt erforderlich. In Europa überleben jährlich etwa 230 Kinder die Rotaviren-Attacke nicht, und auch in Deutschland gibt es immer wieder Todesfälle. 
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+++ Neue Therapieoption für HIV-Patienten +++

Die Integrasehemmung gilt als Meilenstein in der HIV-Forschung
Täglich infizieren sich weltweit 11.000 Menschen mit dem HI-Virus. Rund 33 Mio. Menschen leben derzeit mit einer HIV-Infektion. Anlässlich des Deutschen Apothekertages in München wurde der Integrasehemmer Raltegravir (ISENTRESS®, MSD) mit dem PZ Innovationspreis 2008 ausgezeichnet. Diese Substanz zeichnet sich durch einen neuen Wirkmechanismus, durch eine gute Verträglichkeit und eine geringe Neigung zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aus. Die Integrasehemmung gilt als Meilenstein in der HIV-Forschung und erweitert die therapeutischen Möglichkeiten für Patienten mit HI-Virusinfektionen. 
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+++ HIV-Medikament erhält Zulassung in Deutschland +++
Neuer NNRTI wirkt auch bei klassischen NNRTI-Resistenzen
Zulassung für den erste Nicht-Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) der nächsten Generation. 
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+++ Neue Internetplattform für Patienten +++
www.pflanzliche-antibiotika.de
Weltweit sterben jedes Jahr mehr Menschen infolge antibiotikaresistenter Keime als an Aids. Daher plädieren immer mehr Experten dafür, Antibiotika gezielter einzusetzen und zum Beispiel bei unkomplizierten viralen und bakteriellen Infektionen auf pflanzliche Antibiotika wie Angocin® Anti-Infekt N auszuweichen. Doch was genau sind pflanzliche Antibiotika? Wie wirken diese und gibt es Nebenwirkungen? Um die Ärzte bei der Information ihrer Patienten zu unterstützen, wurde jetzt von der Repha GmbH, Langenhagen, Spezialist für Biologische Arzneimittel, die Website
www.pflanzliche-antibiotika.de ins Leben gerufen. Dort finden Patienten laienverständlich eine Fülle von Informationen zu alternativen pflanzlichen Präparaten und ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.  >>>

+++ Studie stellt Wirkung der Grippe-Impfung bei Senioren infrage +++
Die Prävention von Pneumonien gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Grippeimpfung bei älteren Menschen.
Dieses Ziel wird nach den Ergebnissen einer Fall-Kontroll-Studie im
Lancet (2008; 372: 398-405) jedoch in der Gruppe der über 65-Jährigen nicht erreicht. Dass eine Grippeimpfung nicht in jedem Fall vor einer Pneumonie schützt, ist unumstritten. Frühere Beobachtungsstudien hatten jedoch ergeben, dass eine Reduktion der Pneumonie-rate um 20 bis 30 % erreicht wird. Dem widerspricht jetzt die Analyse von Michael Jackson und Mitarbeitern vom Center for Health Studies, einem Forschungsinstitut der US-Krankenkasse Group Health aus Seattle.  >>>

+++ HIV-Therapie schützt Sexualpartner nicht vor Ansteckung +++
Eine effektive antiretrovirale Therapie bietet keinen sicheren Schutz des Sexualpartners vor einer HIV-Infektion.
Zu diesem Schluss kommen australische Epidemiologen im
Lancet (2008; 372: 314-320). Sie widersprechen damit einer Einschätzung der Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen (EKAP), die Anfang des Jahres in der
Schweizerischen Ärztezeitung (2008; 89: 165-169) die Benutzung von Kondomen zum Schutz eines HIV-negativen Partners als entbehrlich eingestuft hatte.  >>>

+++ Management schwerer Infektionen in der Klinik +++
Bessere Überlebenschancen und weniger Resistenzen durch eine  effektive antibiotische Initialtherapie
Für kritisch kranke Patienten mit schweren nosokomialen Infektionen ist eine adäquate antibiotische Therapie entscheidend für das Überleben. Die Zunahme multiresistenter Keime bedeutet dabei eine große Herausforderung und erfordert den Einsatz geeigneter neuer Antibiotika sowie Strategien zur Vermeidung von Resistenzen, wie Experten anlässlich eines von Wyeth Pharma unterstützten Pressegespräches am 20. Mai 2008 in München berichteten. Anhand mehrerer Kasuistiken wurde deutlich, dass Tigecyclin (Tygacil®) aufgrund seines klinisch relevanten Wirkspektrums eines der wenigen Antibiotika ist, das die Kriterien für eine effektive antimikrobielle Therapie weitgehend erfüllen kann. 
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+++ Studie: Efavirenz-basierte Initialtherapie der HIV-Infektion im Vorteil +++
Viele Ärzte setzen bei der Initialtherapie der HIV-Infektion auf eine Kombination mit dem nicht nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) Efavirenz. Eine Studie im
New England Journal of Medicine (NEJM 2008: 358: 2095-2106) bestätigt diese Wahl. Im Prinzip wäre sogar eine Kombination ohne nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NRTI) möglich, doch besteht hier die Gefahr einer rascheren Resistenzbildung. Wie Sharon Riddler von der
Universität Pittsburgh und Mitarbeiter mitteilen, hatten in der Efavirenz-Gruppe nach 96 Wochen noch 89% der Patienten eine Virussuppression unter die Nachweisgrenze von 50 Kopien/ml.  >>>

+++ Bakterielle Meningitis - Steroide ohne Überlebensvorteil +++
Anders als bei Erwachsenen, wo die adjuvante Therapie mit Steroiden die Prognose bei einer bakteriellen Meningitis verbessert, bleibt dieser Versuch bei Kindern erfolglos
Dies ergibt sich aus einer Studie im amerikanischen Ärzteblatt (
JAMA 2008; 299: 2048-2055). Die Gabe von Antibiotika führt bei der bakteriellen Meningitis zu einem massiven Zerfall von Bakterien. Diese „Bakteriolyse“ kann eine lebensgefährliche Immunreaktion auslösen. Dies zeigte eine Auswertung von Jillian Mongelluzzo,
Children’s Hospital of Philadelphia.Deshalb behandeln einige Zentren die Patienten vorsorglich mit Steroiden. Frühere Studien hatten gezeigt, dass diese Therapie nach Infektionen mit Hemophilus influenzae Typ b (Hib) spätere Hörschäden verhindern kann.   >>>

+++ Überlebenskünstler und Krankheitsüberträger +++
Der gemeine Holzbock, die Zecke, hat einige Eigenschaften, die sein Überleben sichern: Die Zecke nimmt zum Beispiel schon aus der Distanz wahr, wenn sich ein potenzieller Wirt nähert, über Erschütterungen, Änderungen der Temperatur oder chemische Reize. Und sie kann zwischen den Blutmahlzeiten lange Hungerphasen unbeschadet überstehen. Dabei ist sie dann nicht wählerisch: Vögel oder Kleinsäuger wie Mäuse sind dabei sichere und stets verfügbare Opfer. Werden Menschen gestochen, können Erreger übertragen werden und demzufolge eine FSME (Frühsommer- Meningoenzephalitis) oder eine Borreliose ausbrechen.  
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+++ "Septomics" will Sterblichkeit, Häufigkeit und Behandlungskosten der Sepsis senken +++
Jenaer Wissenschaftler erhielten den Zuschlag für die Einrichtung eines Zentrums zur integrativen Sepsisforschung
Im Rahmen des Programms "Exzellenz schaffen - Talente sichern" fördert das Bundesforschungsministerium das neue Kompetenzzentrum mit 15 Millionen Euro. Entstehen soll eine weltweit einmalige interdisziplinäre Forschungseinrichtung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, an der die molekularbiologischen und klinischen Aspekte der Sepsis untersucht werden. Ziel ist die Entwicklung neuartiger Diagnose- und Therapieverfahren in einem integrativen Forschungsansatz. Das "Septomics" genannte Zentrum wird von Wissenschaftlern der Universität Jena, des Jenaer Universitätsklinikums und des Hans-Knöll-Instituts aufgebaut.  Das Zentrum wird im nächsten Jahr seine Arbeit aufnehmen. 
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+++ Behandlung von Kindern mit HIV +++
Abbott hat von der Europäischen Kommission die Zulassung für die neue, niedrig dosierte Tablettenformulierung seines führenden Proteaseinhibitors Kaletra® (Lopinavir/Ritonavir) erhalten. Die Tablette kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden und benötigt keine Kühlung mehr. In Entwicklungsländern wird Lopinavir/Ritonavir unter dem Handelsnamen Aluvia® vertrieben. 

+++ Spanien - Zwei Menschen an BSE-Variante gestorben +++
In Spanien sind nach Rundfunkinformationen zwei Menschen an der menschlichen Variante der als Rinderwahnsinn bekannten Krankheit BSE gestorben. Der spanische Rundfunk meldete unter Berufung auf die Regionalregierung von Castilla y León, die Todesfälle hätten sich in den vergangenen drei Monaten ereignet. Bei den Opfern handele es sich um junge Menschen, von denen einer vor drei Monaten und der andere in der vergangenen Woche gestorben sei.  
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+++ Steigert HIV-Medikament das Herzinfarkt-Risiko? +++
THE LANCET: Es gibt Zweifel an der Langzeitsicherheit des HIV-Reverse-Transkriptase-Hemmers Abacavir, denn es zeigte sich, dass Abacavir und das seltener verwendete Medikament Didanosin in Zusammenhang mit einem erhöhten Myokardinfarktrisiko stehen. 

+++ Neues in der Therapie und Versorgung von Kindern mit HIV und AIDS +++
Abbott und die Michael Stich Stiftung gaben ihre zukünftige Zusammenarbeit bekannt
Weltweit steigt die Zahl der HIV-Infektionen Jahr für Jahr kontinuierlich an. Zurzeit sind etwa 2,1 Millionen Kinder unter 15 Jahren mit dem HI-Virus infiziert. Etwa 350 pädiatrische Fälle wurden im Jahr 2007 in Deutschland registriert, wobei 25 Neuerkrankungen und fünf Progressionen zu AIDS auftraten. Abbott und die Michael Stich Stiftung gaben ihre zukünftige Zusammenarbeit bekannt, die eine Verbesserung der Behandlungssituation von Kindern mit HIV in Deutschland bewirken soll und anlässlich der erwarteten Zulassung von Abbotts neuer, niedrig dosierter Formulierung von Kaletra®, dem einzigen koformulierten Proteasehemmer zur Behandlung von Kindern mit HIV, vereinbart wurde. 

+++ Safer Sex - die tragende Säule der Aidspräventionsstrategie +++
Nach wie vor ist es eine ganz wichtige Aufgabe der Aidsprävention, darauf hinzuweisen, dass trotz verbesserter medizinischer Behandlungserfolge Safer Sex, also vor allem Kondomnutzung, der entscheidende Schutz vor HIV ist und dass Kondome das Übertragungsrisiko für andere sexuell übertragbare Erreger deutlich senken“, betonte Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Deshalb ist gerade jetzt die nationale Aidsprävention mit der Aufforderung zum Schutz durch Kondome unverzichtbar. 

+++ Förderung einer Studienkooperation zwischen Lesotho, Südafrika und Deutschland +++
Berlin, 16. März 2008 – Im Rahmen der 12. Münchner AIDS-Tage in Berlin wurde der von  Gilead Sciences Deutschland ausgelobte HIV Clinical Cooperation Grant zum zweiten Mal vergeben. Mit dem Preis, der die ausgewählten Forschungsobjekte mit 30.000 Euro unterstützt, wird dieses Jahr die SALT-Studie gefördert, die die Möglichkeiten des realitätsnahen, ressourcensparenden Einsatzes antiviraler Therapieregime in weniger entwickelten Ländern evaluiert. 

+++ Die unterschätzten Helfer des Immunsystems +++
Mastzellen, die für Allergien verantwortlich sind, helfen auch bei der Bakterienbekämpfung
Für Allergiker sind Mastzellen eher unangenehme Zeitgenossen, sind sie doch für Rötungen, Juckreize, tränende Augen oder laufende Nasen verantwortlich. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) konnten jetzt zeigen, dass Mastzellen aber auch eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Infektionen spielen: In ihrem Inneren sammeln sie bestimmte antibakterielle Bestandteile. Diese werden dann bei Feindkontakt, wie dies bei einer Infektion der Fall ist, wie ein Netz ausgebreitet. Diese Netze erfüllen mehrere Aufgaben: „Bakterien werden festgehalten und schließlich abgetötet“, erklärt Dr. Eva Medina, in deren Arbeitsgruppe diese Entdeckungen gemacht wurden. 

Eine Änderung der Fachinformationen zum Virustatikum Telbivudin (Sebivo®) hat die europäische Arzneimittelagentur EMEA verfügt
Dort wird jetzt vor der Gefahr von peripheren Neuropathien gewarnt. Ärzte werden aufgefordert, auf Hinweise zu achten, und in diesem Fall die Fortsetzung der Therapie zu überdenken. Sebivo® wurde im letzten Jahr zur Monotherapie der chronischen Hepatitis B bei Patienten mit kompensierter Leberfunktion zugelassen. Es handelt sich um ein Thymidin- Nukleosidanalogon, das bei der Virusreplikation als „falscher Baustein“ in die Virus-DNA eingebaut wird und zum Kettenabbruch führt. Das Medikament hat sich in einer großen randomisierten kontrollierten Studie mit 1.370 Patienten als wirksam erwiesen (NEJM 2007; 357: 2576-2588). 
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+++ SIKO empfiehlt Rotavirus-Impfung als Standardimpfung für alle Säuglinge +++
Die Sächsische Impfkommission hat ab Januar 2008 ihre öffentlichen Impfempfehlungen um die Rotavirus-Schluckimpfung für alle Säuglinge im ersten Lebenshalbjahr erweitert. Durch rechtzeitige Impfung können schwere Rotavirus-Gastroenteritiden bei Säuglingen und Kleinkindern vermieden werden. Geimpft werden kann ab der vollendeten sechsten und je nach Impfstoff bis zur vollendeten 26. Lebenswoche. 
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Die neue, niedrig dosierte Formulierung eignet sich zur Anwendung bei Kindern und stellt einen großen Durchbruch für Ärzte und Patienten in den Entwicklungsländern dar, wo über zwei Millionen der weltweit etwa 2,5 Millionen an HIV/AIDS leidenden Kinder leben. Die erste und einzige koformulierte Proteaseinhibitor-Tablette für Kinder benötigt keine Kühlung und kann mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden – ein bedeutender Vorteil bei der Versorgung der Entwicklungsländer mit HIV-Medikamenten. 

+++ Training fürs Immunsystem – Impfwochen in den Hausarztpraxen +++
Handballer wie Hausärzte setzen auf eine gute Abwehr. Deshalb hat der Hausärzteverband Westfalen-Lippe seine Mitglieder zu einer landesweiten Impfaktion aufgerufen: Von Februar bis März 2008 wird in den westfälischen Hausarztpraxen besonders intensiv der Impfstatus der Patienten kontrolliert und Impflücken geschlossen. Schirmherrschaft haben die beiden Handball-Bundesliga-Vereine TUS N Lübbecke und GWD Minden übernommen. Deutschland ist Spitzenreiter bei Masern-Erkrankungen in Europa. In den letzten Jahren sind gehäuft schwere Komplikationen und sogar Todesfälle durch diese Infektion aufgetreten, die durch eine Impfung verhindert werden kann. Auch andere Infektionskrankheiten wie Pertussis nehmen in Deutschland zu. 

+++ Antimykotische Therapie bei invasiven Candidainfektionen +++
Invasive Candida-Infektionen treten sehr häufig bei Patienten mit schweren Grund­erkran­kungen auf.  Der frühe Therapiebeginn ist wichtig.
Risiko­fak­toren für eine Erkrankung sind beispielsweise zentral­venöse Katheter, The­ra­pien mit Breitspektrum­anti­biotika, abdo­minelle Opera­tionen, Diabetes mellitus, syste­mische Steroid-Therapien, Pankreatitis, Hämodialyse oder Besiedelung der Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida. Die häufigste Form der invasiven Candidiasis ist die Candidämie, die Infektion des Blutstroms mit Candida-Pilzen. Eine US-amerikanische prospektive Analyse zeigte deutlich: In über 24.000 Fällen der Erreger von im Krankenhaus erworbenen Septikämien stehen Candida-Spezies in der Rangfolge auf Platz vier. 
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In Deutschland sind seit den 1980er Jahren etwa 26.000 Menschen an einer HIV-Infektion verstorben.
Laut Robert-Koch-Institut lebten Ende 2006 in Deutschland 56.000 Menschen mit HIV, davon 47.000 Männer, 8.500 Frauen und 400 Kinder.  Etwa 1.200 Deutsche sind 2006 neu an AIDS erkrankt, 600 an der Erkrankung gestorben. Im Jahr 2006 infizierten sich knapp 2.611 Menschen neu mit dem Virus, davon waren 2.097 Männer. Im Vergleich zum Jahr 2005 ist der Zahl der Neuinfektionen um 4%, zwischen 2001 und 2006 um 81% gestiegen. Patienten mit HIV müssen in der Regel lebenslang behandelt werden. Daher sind Langzeittoxizitäten der Therapie sowie zunehmende Resistenzen des Virus von großer klinischer Bedeutung. Aus diesem Grund werden ständig Medikamente mit neuen antiretroviralen Wirkmechanismen benötigt, die gut verträglich sind. 
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+++ MHH-Forscher: Peptid verstärkt HIV-Infektion +++
Winziges Molekül aus Samenflüssigkeit identifiziert / Veröffentlichung in „Cell“
Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universität Ulm haben einen Mechanismus entdeckt, der die Infektionsrate mit dem Aids-Erreger (HIV) um das bis zu Hunderttausendfache verstärkt. Die MHH-Forscher um Pharmakologie-Professor Dr. Wolf-Georg Forsmann fanden die winzigen Eiweißmoleküle in Samenflüssigkeit. Diese Entdeckung könnte erklären, warum der häufigste Weg der HIV-Infektionen über Sexualkontakte geschieht. Die Wissenschaftler halten dank ihrer Erkenntnissen neue Strategien zur Verhinderung der Aids-Erkrankung für möglich. 
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+++ Antiretrovirale Kombinationstherapie in einer Tablette pro Tag zugelassen +++
Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat am 13. Dezember 2007 in 27 Ländern der Europäischen Union sowie Norwegen und Island die Zulassung für ATRIPLA®, eine fixe Dreifachkombination aus Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilfumarat, erteilt. Es ist in Europa das erste und einzige vollständige HAART (hochaktive antiretrovirale Therapie)-Behandlungsregime in einer einzigen Tablette pro Tag und wird ab Anfang Januar zur Verfügung stehen.  >>>

+++ Schutzimpfungs-Richtlinie des G-BA in Kraft getreten +++
Die Kosten für die Impfung gegen Pneumokokken- und Meningokokken-Bakterien des Serotyps C werden künftig von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen. Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung haben bis zum vollendeten 18. Lebensjahr einen gesetzlichen Anspruch auf die in der Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) enthaltenen Impfungen. Bei der Entscheidung, welche Impfungen in der Schutzimpfungs-Richtlinie enthalten sind, orientierte sich der G-BA an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Berlin. Das Expertengremium des Robert-Koch-Instituts erarbeitet auf wissenschaftlicher Grundlage Empfehlungen für die notwendigen Schutzimpfungen in Deutschland. 
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+++ Mehr als 2 Millionen HIV-infizierte Kinder profitieren von wissenschaftlichem Fortschritt +++
Nach Angaben des Programms der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO), lebten 2006 schätzungs- weise 2,3 Millionen Kinder unter 15 Jahren mit HIV/AIDS. Alleine im letzten Jahr infizierten sich ungefähr 530.000 Kinder mit HIV und 380.000 Kinder starben an AIDS.
Aluvia® , die neue hitzestabile pädiatrische Koformulierung von Lopinavir/Ritonavir (LPV/r), ist jetzt für HIV-positive Kinder in Uganda verfügbar. Dies ist ein wesentlicher Schritt, um das Leben der 2,3 Millionen Kinder zu verbessern, die weltweit an HIV/AIDS erkrankt sind. Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) empfiehlt LPV/r für die Behandlung von HIV-infizierten Kindern, die auf First-Line-Therapien nicht mehr ansprechen.  >>>

+++ HIV: Späte Diagnose kostet viele Menschenleben +++
Die AIDS-Epidemie hat bis heute weltweit mehr als 20 Millionen Menschenleben gefordert.
"Die Epidemie verläuft weiter ungebremst", betonte Professor Dr. Jürgen Rockstroh, Präsident der Deutschen AIDS-Gesellschaft DAIG und Immunologe an der Universität Bonn, anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember. Zahlreiche Betroffene erfahren laut DAIG zudem erst sehr spät, dass sie mit dem HI-Virus infiziert sind. Diese verspätete Diagnosestellung koste viele Patienten das Leben. 50 Prozent aller Betroffenen in Europa kennen ihre Diagnose nicht! Die neuen epidemiologischen Zahlen für Europa und Deutschland sind ebenfalls alarmierend. In West-Europa wird von 760.000 HIV-Kranken, in Ost-Europa sogar von 1,6 Millionen ausgegangen. Seit dem Jahr 2000 sind die Zahlen damit stetig gestiegen. Mit 504 Infektionen auf eine Million Einwohner ist die Prävalenz von HIV derzeit in Estland am höchsten.  
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+++ Die Behandlung invasiver Candida-Infektionen +++
Anidulafungin (Ecalta® ) ist bei Candidämie und anderen invasiven Candida-Infektionen signifikant besser wirksam als Fluconazol. Dieses Ergebnis einer im Juni im New England Journal of Medicine publizierten Studie stand im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Coleman Rotstein, McMaster University, Hamilton, Ontario/Kanada, anlässlich des integrierten Symposiums „Managing Candidemia – What´s New in 2007?“ auf   dem  3. TIMM-Kongress (Trends in Medical Mycology) Ende Oktober 2007 in Turin. 
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