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+++ ONKOLOGIE-TELEGRAMM +++

 LYMPHOME 

 

Multiples Myelom (MM)

 

 

Das mediane Alter bei Diagnosestellung der CLL beträgt 72 Jahre. Auf Grund dieses Lebensalters liegen bei fast allen Patienten mit CLL Komorbiditäten vor. In einer Untersuchung der Mayo Clinic hatten 89 Prozent der CLL-Patienten mehrere Begleiterkrankungen, bei 46 Prozent lag mindestens eine schwere Komorbidität vor.

+++ Therapieoptionen der CLL +++
Bendamustin ist ein fest etabliertes Basistherapeutikum für Patienten  mit chronischer lymphatischer Leukämie.
12. April 2012 – Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist mit einem Drittel aller Leukämien die häufigste Leukämie im Erwachsenenalter in der westlichen Welt. Jährlich kommt es zu 1,5 bis 3 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Meist tritt die CLL im höheren Lebensalter auf, im Mittel mit 70 Jahren. Die CLL ist eine heterogene Erkrankung und die Therapieziele sind unterschiedlich. Sie reduziert signifikant die Lebensdauer und die Lebensqualität der betroffenen Patienten.

Der einzige kurative Ansatz besteht in einer Knochenmarktransplantation, die jedoch nur für wenige Patienten indiziert ist. Bei der Mehrzahl der Patienten ist das angestrebte Therapieziel die Symptomlinderung und -kontrolle durch eine Chemotherapie. Bendamustin ist das in Deutschland am häufigsten eingesetzte Zytostatikum bei der CLL und gilt als Basistherapeutikum.  >>>  

 

In einer Phase-II-Studie der Deutschen Studiengruppe für hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (DSHNHL), führte die Pharmakokinetik-basierte Gabe von Rituximab (MabThera®) bei älteren Patienten mit DLBCL und schlechter Prognose zu längerem Überleben. Standardtherapie in der Erstlinien-behandlung des DLBCL bei älteren Patienten ist die Kombination aus acht Dosen Rituximab und sechs Zyklen einer CHOP-Chemotherapie (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison).

+++ Maligne Lymphome +++
Neue, vielversprechende Ergebnisse in der NHL- und CLL-Therapie
25. Januar 2012 – Bei älteren Patienten mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) und schlechter Prognose kann ein pharmakokinetisches Therapieschema des Anti-CD20 Antikörpers Rituximab das Überleben verlängern1. Diese und weitere aktuelle Daten zur Behandlung maligner Lymphome wurden auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH), präsentiert, die Ende 2011 in San Diego stattfand. Vorgestellt wurden dort auch erste Daten zu einer Rituximab-Erhaltungstherapie bei der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) sowie zur Behandlung mit dem neuen Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab (GA101). Von diesem erhofft man sich bei Non Hodgkin-Lymphomen und der CLL weitere klinische Vorteile für die Patienten.  >>>   

 

Seit der Erstzulassung von VELCADE® in den USA am 13. Mai 2003 wurden weltweit drei Fälle einer versehentlichen intrathekalen Applikation mit tödlichem Ausgang berichtet. Jeder einzelne dieser Fälle kann als akzidentell angesehen werden und ereignete sich, als zeitgleich mit einer onkologischen intrathekalen Chemotherapie eine intravenöse VELCADE® Verabreichung vorgesehen war.

+++ Rote-Hand-Brief +++
Korrekte Verabreichung von Velcade® (Bortezomib) erfolgt nur intravenös!
Berlin, 16. Januar 2012 – Bortezomib ist ein Zytostatikum und wird in Kombination mit Melphalan und Prednison oder als Monotherapie bei der Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom eingesetzt.
Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief daraufhin, dass Bortezomib ausschließlich intravenös verabreicht werden darf. Die Information enthält darüber hinaus Empfehlungen, um das Risiko einer unsachgemäßen Applikation zu reduzieren. Hintergrund des Rote-Hand-Briefs sind drei Fälle einer versehentlichen intrathekalen Applikation mit tödlichem Ausgang, die seit der Erstzulassung berichtet wurden.  >>>   

 

Zum Status der Versorgung von MDS-Patienten in Deutschland wurde bereits 2009 eine erste Analyse durchgeführt. Auf dem ASH wurden nun die Ergebnisse der neuen Analyse1 aus dem Jahr 2010 präsentiert und mit denen der vorhergehenden verglichen. In die Untersuchung gingen die Daten von 365 Patienten ein, die im dritten Quartal 2010 an 46 Zentren (12 Universitätskliniken, 15 kommunale Krankenhäuser, 19 niedergelassene Hämatologen) behandelt wurden.

+++ MDS und WHO-AML +++
Weiterhin Verbesserungsbedarf bei der aktiven Therapie älterer MDS-Patienten in Deutschland
22.12. 2011 – Wie eine auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Hematology (ASH) in San Diego vorgestellte Analyse zeigt, erhalten über 75-jährige Patienten mit myeloplastischen Syndromen (MDS) in Deutschland nach wie vor deutlich seltener eine aktive Therapie als jüngere Betroffene. Hierzu trägt bei, dass trotz des gestiegenen Anteils zytogenetischer Untersuchungen bei älteren Patienten die Verwendung darauf beruhender Prognoseabschätzungen nach dem International Prognostic Scoring System (IPSS) stagniert. Da diese Risikoklassifizierung eine wesentliche Voraussetzung für den Einsatz aktiver Therapien ist, werden diese älteren Patienten folglich seltener angeboten. Schwerwiegend ist dies besonders bei Betroffenen mit MDS höheren Risikos, deren schlechte Prognose durch den Einsatz von Azacitidin (Vidaza®) deutlich verbessert werden kann. Dass auch ältere Patienten mit einer nach den WHO-Kriterien definierten akuten myeloischen Leukämie (AML) von Azacitidin profitieren, belegen zwei weitere auf dem ASH vorgestellte Studien. Sie zeigen, dass nicht für eine intensive Chemotherapie geeignete Patienten unter einer Behandlung mit Azacitidin ein vergleichbar gutes Ergebnis erreichen, wie Patienten ohne Kontraindikationen für eine intensive Chemotherapie.  >>> 

 

+++ Neue Risikoinformation +++
Rote-Hand-Brief über das Risiko für das Auftreten sekundärer Primärmalignome bei Patienten, die mit Lenalidomid (Revlimid®) behandelt werden.
Berlin, 21. Oktober 2011 – Revlimid® ist in der Europäischen Union in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben, zugelassen. Aufgrund der Beobachtung einer 4-fach höheren Inzidenz
sekundärer Primärmalignome bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom unter Lenalidomid im Vergleich zu den Kontrollgruppen, wurde das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Revlimid® in der zugelassenen Indikation vom CHMP überprüft. Um auf das Risiko für das Auftreten von SPM aufmerksam zu machen, wurde in die Fachinformation ein neuer Warnhinweis aufgenommen. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Lenalidomid wurden nur in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben, nachgewiesen.  >>> 

 

Prof. Wolfgang Knauf, Frankfurt, ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler medizinischer Fachgesellschaften, u.a.: Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, Deutsche Krebsgesellschaft und deren Arbeitsgemeinschaft für internistische Onkologie, European Haematology Association, American Society of Hematology.

Prof. Wolfgang Knauf

+++ Maligne Lymphome +++
Bendamustin: Eckpfeiler der Lymphom-Therapie in Klinik und Praxis

Basel, DGHO 2011 – Die therapeutischen Optionen zur Behandlung niedrig maligner Lymphome sind in den letzten Jahren deutlich erweitert worden. Hierzu hat Bendamustin entscheidend beigetragen. Die Substanz überzeugt durch die gute Kombination aus Wirksamkeit und Verträglichkeit. Dies belegen neue Studienergebnisse bei indolenten Lymphomen (iNHL), chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und Multiplem Myelom (MM).

Bei einem Symposium anlässlich der Jahrestagung der deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hämatologie und Onkologie (DGHO) wurde deutlich, dass Bendamustin daher nicht nur in den Leitlinien verankert ist, sondern in der hämato-onkologischen Therapie niedrig maligner Lymphome in Deutschland fest etabliert ist. Denn aktuelle Daten des Tumorregisters Lymphatische Neoplasien zeigen, dass Bendamustin sowohl in der First-line Therapie als auch im Rezidiv von allen zur Verfügung stehenden Substanzen die am häufigsten eingesetzte Substanz bei indolentem NHL und der CLL ist.  >>> 

 

Rituximab verbessert Ansprechraten bei älteren CLL-Patienten. Die chronisch-lymphatische Leukämie (CLL) ist eines der häufigsten Non-Hodgkin-Lymphome bei Erwachsenen und tritt überwiegend in höherem Lebensalter auf (50 % der Erkrankten sind bei Diagnosestellung 70 Jahre und älter).

Prof. Peter Hillmen

+++ Angepasste Therapiekonzepte bei B-Zell-Lymphomen +++
Zugabe von Rituximab verbessert Ansprechraten bei älteren Patienten
Grenzach-Wyhlen – Aktuelle Studien zur Behandlung älterer Patienten bildeten einen Schwerpunkt auf der internationalen Lymphom-Konferenz ICML (International Conference on malignant Lymphoma) in Lugano. Ein Großteil der Lymphom-Patienten ist über 70 Jahre alt. Da die Bevölkerung immer älter wird, steigt auch die Anzahl an älteren Krebspatienten weiter an. Bisher fehlt es hier jedoch an Studiendaten, insbesondere für die breite Gruppe der Patienten mit altersbedingten Organfunktionsstörungen und Begleiterkrankungen. Dass diese Patienten von dem Anti-CD20-Antikörper Rituximab (MabThera®) bei angepasster Chemotherapie profitieren können, zeigten internationale Experten in Lugano. Prof. Peter Hillmen, Leeds, stellte die Ergebnisse einer Phase-II-Studie vor, in der weniger fitte Patienten mit medianem Alter von 70 Jahren eine Kombination von Rituximab und Chlorambucil erhielten: Die Gesamtansprechrate liegt bei 80 %, das progressionsfreie Überleben (PFS) bei median 23,9 Monaten.  >>>  

 

+++ Multiples Myelom (MM) +++
Optimierung der Therapie von älteren Patienten mit MM – was kann Bendamustin dazu beitragen?
Lugano – Obwohl die Inzidenz bei jüngeren Patienten ansteigt, ist das multiple Myelom (MM) vorwiegend eine Erkrankung des höheren Lebensalters. In der onkologischen Praxis herrscht die große Gruppe der über 65 Jahre alten Patienten vor, die auf Grund ihres Allgemeinzustandes oder wegen Komorbiditäten meist nicht für eine Stammzell-transplantation geeignet sind. So profitiert diese große Patientengruppe nicht von den therapeutischen Fortschritten der letzten Jahre, die ein längeres Überleben bewirken können. Für die älteren Patienten gilt es, so war auf einem Symposium bei der International Conference on Malignant Lymphoma (ICML) in Lugano zu erfahren, die konventionelle Therapie zu optimieren und Strategien für die Vielzahl schwieriger Therapiesituationen bei älteren Patienten zu entwickeln.  >>>  

 

+++ Chronische myeloische Leukämie +++
Deutliche Therapieverbesserung durch Nilotinib
Frankfurt/Main – Jährlich erkranken in Deutschland etwa 12.000 Menschen an Leukämie. Bei rund 1.500 Patienten lautet die Diagnose „chronische myeloische Leukämie“ (CML). Dabei handelt es sich um eine klonale Erkrankung der hämatopoetischen Stammzellen, die durch eine starke Vermehrung der Granulozyten im Blut gekennzeichnet ist. Charakteristisch (bei etwa 95 % der CML-Patienten nachweisbar) ist eine Chromosomenanomalie, das Philadelphia-Chromosom, welches das abnorme bcr-abl-Fusionsgen enthält. Das von bcr-abl kodierte Fusionsprotein BCR-ABL weist eine gesteigerte und dauerhafte Kinaseaktivität auf und gilt als Ursache der lebensbedrohlichen Erkrankung, die – bleibt sie unbehandelt – innerhalb von fünf bis sechs Jahren zum Tod führt. Im Juni 2011 wurden sowohl auf dem amerikanischen Onkologenkongress in Chicago als auch auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) in London neue Studienergebnisse für verschiedene hämatologische Indikationen vorgestellt. Von hohem Interesse waren dabei u.a. aktuelle Daten zu Nilotinib bei Patienten mit neudiagnostizierter CML.  >>>  

 

+++ Highlights vom ICML 2011 +++
Neue Entwicklungen in der Therapie maligner Lymphome: MabThera als zentraler Baustein in der Therapie des follikulären Lymphoms und der CLL
Lugano – Beim weltgrößten Lymphomkongress, dem ICML (International Conference on Malignant Lymphoma) im schweizerischen Lugano, treffen sich im 3-Jahres-Rhythmus Hämatologen aus aller Welt, um sich über die neuesten Trends in der Therapie maligner Lymphome auszutauschen. Dabei bestätigte sich die zentrale Rolle des monoklonalen Anti-CD20-Antikörpers Rituximab (MabThera®) als wesentlicher Baustein der Therapie des follikulären Lymphoms (FL) und der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL). Prof. Gilles Salles, Lyon, fasste während des Roche Satellitensymposiums auf dem ICML die Daten der von ihm geleiteten internationalen PRIMA-Studie wie folgt zusammen: „Ein wesentliches Resultat dieser Studiendaten ist, dass die Rituximab-Erhaltungstherapie in der Erstlinienbehandlung beim FL unabhängig vom Chemotherapieregime als Standard für FL-Patienten empfohlen werden kann.  >>> 

 

+++ Autologe Stammzelltransplantation +++
Frühzeitige Anwendung von Plerixafor senkt Versagerrate bei Stammzellmobilisierung
Paris, EBMT 2011 – Autologe Stammzelltransplantationen können einen wichtigen Beitrag zur Überlebensverlängerung bei hämatologischen Erkrankungen leisten. Voraus-setzung dafür ist, dass eine ausreichend große Anzahl von hämatopoetischen Stammzellen im Knochenmark mobilisiert und aus dem peripheren Blut leukapheresiert werden kann. Zahlreiche Faktoren können dieses Mobilisierungsergebnis ungünstig beeinflussen. Will man ein Versagen dieser Stammzellmobilisierung vermeiden, ist es sinnvoll, bei Patienten, die zu wenig solcher Progenitorzellen freisetzen („poor mobilizer“ <10 CD34+-Zellen/µL), frühzeitig zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Bei einem Satellitensymposium der Firma Genzyme anlässlich der 37. Jahrestagung der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) in Paris wurde deutlich, dass der präemptive Einsatz von Mozobil® (Plerixafor) bei solchen Patienten zu einer höheren Erfolgsrate führt und weniger Komplikationen bewirkt.  >>> 
 

 

+++ MDS +++
Neue Leitlinie zum Myelodysplastischen Syndrom veröffentlicht
Berlin, 5.5.2011 – Die Myelodysplastischen Syndrome (MDS) zählen zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 75 Jahren, aber auch wesentlich jüngere Menschen können betroffen sein. Das klinische Spektrum reicht von nicht behandlungsbedürftigen Verläufen bis zum raschen Übergang in eine Akute Myeloische Leukämie (AML). Zur kausalen oder zur symptomatischen Therapie wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Substanzen eingeführt, die auch Eingang in die neuen Behandlungsstandards gefunden haben. Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. stellt auf der Online-Plattform Onkopedia die neue MDS-Leitlinie zur Verfügung. Die Therapieempfehlung wurde in Kooperation mit den Fachgesellschaften in Österreich und der Schweiz erstellt.   >>>  

 

+++ Neue Daten zur RIT mit Zevalin® +++
Konsolidierung verlängert progressionsfreies Überleben um fast 3 Jahre
Köln – Die Radioimmuntherapie (RIT) mit 90Y-Ibritumumab-Tiuxetan (Zevalin®) hat sich beim follikulären Lymphom als vielversprechender Ansatz erwiesen. Zunächst für Patienten mit refraktärem oder rezidiviertem CD20-positivem follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom vom B-Zell-Typ zugelassen, hat sich die Substanz inzwischen auch bei neu diagnostizierten Patienten bewährt. In der FIT-Studie wurde durch die First-line-Konsolidierungstherapie mit dem Antikörper eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) um fast 3 Jahre erreicht. Dies führte 2008 zur Zulassung von
90Y-Ibritumumab-Tiuxetan auch in dieser Indikation. Zudem könnte die RIT eine effektive und gut verträgliche Alternative zur First-line-Chemotherapie werden: In einer Phase-II-Studie wurden ähnlich hohe Remissionsraten wie mit einer Standard-Chemotherapie erreicht. Die neuen, kürzlich auf der ASH-Jahrestagung vorgestellten Daten zu Zevalin® und praktische Aspekte der RIT waren Thema einer Pressekonferenz von Bayer Vital in Köln.  >>>  

 

+++ Indolente Lymphome und Mantelzell-Lymphome +++
Therapie mit B-R in den Leitlinien der DGHO und der NCCN für iNHL empfohlen
München – Bendamustin hat sich in den letzten Jahren als ein wichtiger Stützpfeiler in der Behandlung indolenter Non-Hodgkin-Lymphome (iNHL) erwiesen. Auch bei aggressiven Lymphomerkrankungen wie dem Mantelzell-Lymphom gibt es ermutigende Resultate. Sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit Rituximab (B-R) zeigt Bendamustin in klinischen Studien und im praktischen onkologischen Alltag hohe Effizienz bei sehr guter Verträglichkeit. Daher wird B-R in den Leitlinien der DGHO und der NCCN für iNHL empfohlen. Namhafte Experten stellten im Rahmen einer Pressekonferenz aktuelle Daten aus Forschung und Praxis bei diesen Lymphom-Entitäten vor. >>>    

 

+++ Signalwege von Krebszellen blockieren +++
Wissenschaftler entdecken Überlebensstrategie aggressiver Lymphome

München/Berlin, 08.02.11 – Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der Berliner Charité haben einen wichtigen Baustein für das Überleben der Zellen einer besonders aggressiven Gruppe von bösartigen Lymphomen identifiziert, den so genannten ABZ-Lymphomen. Die Ergebnisse der Studie dienen als Grundlage für neue Behandlungsmöglichkeiten gegen die Krebserkrankung, an der in Deutschland jährlich etwa 4.000 Menschen neu erkranken. Die Deutsche Krebshilfe hat das Forschungs-projekt mit 236.000 Euro gefördert.  >>>  

 

+++ Perspektive Heilung? +++
Aktuelle Fortschritte in der Therapie des FL und der CLL
Frankfurt/Main – Die Ergebnisse der PRIMA-Studie führten jüngst zur Zulassung des monoklonalen Antikörpers Rituximab (MabThera®) für die Erstlinien-Erhaltungstherapie des Follikulären Lymphoms (FL) durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA. Die positiven ersten Resultate dieser internationalen Studie wurden Anfang Dezember 2010 durch aktualisierte Daten bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando untermauert. Sie zeigen, dass die Gabe von MabThera alle 2 Monate über 2 Jahre die progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) signifikant verlängert und dabei das Rezidiv-Risiko etwa halbiert. In den aktuellen Leitlinien mehrerer deutscher, europäischer und US-amerikanischer Fachgesellschaften ist die MabThera-Erhaltungstherapie bereits als Standard in der Erstlinienbehandlung des Follikulären Lymphoms definiert.  >>>    

 

+++ Erneut hohe Auszeichnung für Krebsforscher Professor Michael Pfreundschuh +++
Homburger Wissenschaftler und Leiter der Deutschen Studiengruppe für hochmaligne Lymphome publiziert als erster deutscher Hämatologe einen Beitrag in der regelmäßig in Blood, der international führenden Zeitschrift für Hämatologie, erscheinenden Reihe „How I treat…“.
Homburg/Saar, 10. Januar 2010 - In der Ausgabe vom 09. Dezember 2010 von Blood* erschien in der Reihe „How-I-treat“ ein Artikel von Professor Michael Pfreundschuh “How I treat elderly patients with diffuse large B-cell lymphoma (Wie behandle ich ältere Patienten mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom)“. Prof. Pfreundschuh, Direktor der Klinik für Innere Medizin I des UKS in Homburg, ist damit der erste Hämatologe aus Deutschland, der eingeladen wurde, einen „How-I-treat“ Artikel in Blood zu schreiben. Diese Auszeichnung ergeht grundsätzlich nur an international anerkannte Meinungsführer eines Fachs, die sich nicht nur wissenschaftlich ausgezeichnet, sondern die auch einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Therapie einer hämatologischen Erkrankung geleistet haben. Prof. Pfreundschuh hat als Leiter der Deutschen Studiengruppe für hochmaligne Lymphome (DSHNHL) mit der MInT-Studie für jüngere und der RICOVER-60-Studie für ältere Patienten mit aggressivem Lymphom neue Maßstäbe gesetzt und weltweit die jeweils besten Therapieergebnisse erzielt.  >>>   

 

+++ Bendamustin – Therapiekonzepte heute und morgen +++
Fallbeispiele von Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Berlin – Mit Bendamustin steht heute für die Therapie verschiedenster Lymphom-Entitäten eine Substanz zur Verfügung, die ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit in viel beachteten Studien bewiesen hat. Durch die hervorragende Kombination von Wirksamkeit und Verträglichkeit ist Bendamustin auch dann mit sehr gutem Therapieerfolg einsetzbar, wenn andere Therapien nicht durchführbar sind oder versagen. Dies war die Schlussfolgerung aus einem interaktiven Symposium der Mundipharma GmbH anlässlich der Jahrestagung der deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hämatologie und Onkologie in Berlin. Anhand von Fallbeispielen schilderten Referenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eigene Erfahrungen mit Bendamustin bei Patienten mit indolenten Lymphomen, Chronischer Lymphatischer Leukämie (CLL) und Multiplem Myelom.  >>>  

 

+++ Behandlung des follikulären Lymphoms +++
Rituximab-Erhaltungstherapie beim follikulären Lymphom in allen Therapielinien zugelassen
Grenzach-Wyhlen – Wie die Roche Pharma AG mitteilte, hat die Europäische Arzneimittelagentur EMA aufgrund der Ergebnisse der internationalen PRIMA-Studie die Zulassung für MabThera® in der Erstlinien-Erhaltungstherapie des follikulären Lymphoms erteilt. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Gabe von MabThera alle 2 Monate über 2 Jahre das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant von 66 Prozent auf 82 Prozent verbessert und dabei das Rezidiv-Risiko halbiert (HR=0.5). In den aktuellen Leitlinien der europäischen ESMO sowie der deutschen DGHO ist die MabThera-Erhaltungstherapie bereits als Standard in der Erstlinienbehandlung des follikulären Lymphoms definiert.  >>> 

 

+++ Follikuläres Lymphom (FL) +++
Die aktuellen ESMO-Guidelines zur Erhaltungstherapie
Berlin (DGHO) – Trotz zahlreicher unterschiedlicher therapeutischer Ansätze war die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen follikulären Lymphomen bis vor wenigen Jahren äußerst unbefriedigend. Diese Situation änderte sich mit der Einführung von Rituximab (MabThera®) in fast dramatischer Weise. Durch die Kombination von Rituximab mit einer Chemotherapie konnte in vier großen multizentrischen Therapiestudien übereinstimmend erstmals eine signifikante Verlängerung des krankheitsfreien Intervalls und insbesondere auch der Überlebenszeit gezeigt werden. Diese Behandlung mit dem Anti-CD20-Antikörper gilt daher heute als Standard-Induktionstherapie beim unbehandelten follikulären Lymphom ebenso wie im Rezidiv. Internationale Therapie-Richtlinien der ESMO, die sogenannten ESMO-Guidelines, haben dieses neue Regime bereits jetzt in ihre Empfehlungen aufgenommen.  >>>  

 

+++ Ergebnisse der Prima-Studie definieren neuen Therapiestandard +++
Erhaltungstherapie mit MabThera® in der Erstlinienbehandlung halbiert Rezidivrisiko bei follikulärem Lymphom
Barcelona/Spanien, Juni 2010 – Die Induktions- und anschließende Erhaltungstherapie mit dem monoklonalen anti-CD20-Antikörper Rituximab (MabThera®) gilt schon heute aufgrund der überzeugenden Datenlage als Therapiestandard für Patienten mit follikulärem Lymphom (FL). Für die Rezidivtherapie des follikulären Lymphoms gilt dies bereits seit mehreren Jahren. Dass dies auch auf die Primärsituation zutrifft, belegen nun die von Studienleiter Gilles Salles vom Centre Hospitalier Lyon Sud, Lyon/Frankreich, auf der diesjährigen Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) präsentierten Ergebnisse der Phase-III-Studie PRIMA (Primary Rituximab and Maintenance). In diese Studie der Groupe d’Etude des Lymphomes de l’Adulte (GELA) wurden insgesamt 1.217 Patienten mit follikulärem Lymphom eingeschlossen.  >>> 

 

+++ Neuer Standard in der 1st-Line-Therapie des follikulären Non-Hodgkin-Lymphoms +++
Die Erhaltungstherapie mit MabThera verbessert signifikant das progressionsfreie Überleben
Chicago, Juni 2010 – Eine Erhaltungstherapie mit dem monoklonalen Antikörper MabThera® (Rituximab) verlängert signifikant das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit einem follikulären Non-Hodgkin-Lymphom. Dies zeigen die Ergebnisse der PRIMA Studie die im Juni 2010 auf der 46. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago vorgestellt und auf der Post-ASCO Pressekonferenz der Roche Pharma AG am 1. Juli 2010 in Köln diskutiert wurden. Der deutsche Lymphom-Experte Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann, Großhadern, sieht in einer Rituximab-haltigen Induktion gefolgt von einer Rituximab-haltigen Erhaltung den neuen Therapie-Standard. Internationale Therapie-Richtlinien der ESMO, die sogenannten ESMO-Guidelines, haben dieses neue Regime bereits jetzt in ihre Empfehlungen aufgenommen. Eine entsprechende Zulassungserweiterung für MabThera erwartet Roche gegen Ende des Jahres.  >>> 

 

+++ MULTIPLE MYELOMA (NDMM) +++
ABSTRACT #8018 - AT ASCO, ORAL PRESENTATION FROM INTERGROUPE FRANCOPHONE DU MYELOME (IFM) OF PHASE III STUDY (IFM 2005 02) EVALUATING CONTINUOUS REVLIMID® IN PATIENTS WITH MULTIPLE MYELOMA FOLLOWING AUTOLOGOUS STEM CELL TRANSPLANT

ASCO 2010 Chicago, June 6, 2010 – Celgene International Sàrl (NASDAQ: CELG) today announced that data from an Intergroupe Francophone du Myelome clinical study under the sponsorship of the University Hospital of Toulouse were presented at the American Society of Clinical Oncology. Results of the study (IFM 2005 02) demonstrated that patients with multiple myeloma receiving continuous lenalidomide (REVLIMID) following a first-line autologous stem cell transplant (ASCT) had a 68%  3-year progression-free survival rate compared to 34% (HR=0.46, p<0.0000001) for patients that received placebo following ASCT. This translated to a 54% reduction in risk of disease progression for patients receiving continuous lenalidomide following ASCT.  >>> 

 

+++ MULTIPLE MYELOMA (NDMM) +++
ABSTRACT #8017 - ORAL PRESENTATION AT ASCO FROM INTERGROUP PHASE III STUDY (CALGB 100104) EVALUATES CONTINUOUS REVLIMID® IN PATIENTS WITH MULTIPLE MYELOMA FOLLOWING AUTOLOGOUS STEM CELL TRANSPLANT

 ASCO 2010 Chicago, June 6, 2010 – Celgene International Sàrl (NASDAQ: CELG) today announced that data from a National Cancer Institute-sponsored clinical study were presented by representatives of a network of researchers led by the Cancer and Leukemia Group B (CALGB) at the annual meeting of the American Society of Clinical Oncology. Results of the Phase III, randomized, controlled, double-blind, multi-center clinical study of patients newly diagnosed with multiple myeloma following an autologous stem cell transplant (ASCT) (CALGB 100104) demonstrated that 13.8% of patients (29/210) receiving continuous daily treatment with lenalidomide (REVLIMID) 10-15 mg had their disease progress at a median follow-up of 12 months compared to 27.9% (58/208) (p<0.0001) for patients that received placebo. This represented a 58% reduction in risk of disease progression for patients receiving lenalidomide.  >>> 

 

+++ MULTIPLE MYELOMA (NDMM) +++
ABSTRACT #8015 - RANDOMIZED PHASE III STUDY COMPARING REVLIMID® PLUS MELPHALAN AND PREDNISONE (MPR) COMPARED TO AUTOLOGOUS STEM CELL TRANSPLANT PRESENTED AT ASCO

ASCO 2010 Chicago, June 6, 2010 –  Celgene International Sàrl (NASDAQ: CELG) announced clinical data from an investigational study of patients with multiple myeloma who were younger than 65 years old and received either lenalidomide (REVLIMID), melphalan and prednisone (MPR) or melphalan plus autologous stem cell transplant (MEL200) following an induction treatment of lenalidomide plus low-dose dexamethasone (Rd) were presented at the American Society of Clinical Oncology annual meeting. In the study, 402 patients received four 28-day cycles of Rd as an induction therapy. Patients were then randomized to receive either six 28-day courses of MPR or tandem autologous stem cell transplant (MEL200). Upon completion of this regimen, patients were randomized to either continuous lenalidomide or no continuous therapy until relapse.  >>> 

 

+++ Lenalidomide Maintenance Therapy Slows Myeloma Progression +++
ASCO 2010
Chicago, June 6, 2010 – Oral Abstract Session: Myeloma Lead author: Michel Attal, PhD. Results from an interim analysis of a Phase III trial show that maintenance therapy with lenalidomide (Revlimid) slowed disease progression by 54 percent among patients with multiple myeloma who had prior high-dose chemotherapy and an autologous stem cell transplant. Maintenance therapy is longerterm treatment given after patients achieve remission with initial therapy, with the goal of prolonging remission. "These results are very promising. If confirmed in the final analysis, they suggest that maintenance therapy with lenalidomide can improve quality of life in patients with myeloma by delaying the need for more intensive therapy to treat a relapse," said Michel Attal, PhD, professor of hematology at Purpan Hospital in Toulouse, France and the lead author of the study, which was conducted by the French-Speaking Intergroup for Myeloma (Intergroup Francophone du Myelome). Final data on progression-free survival and overall survival are expected to be reported in December 2010.  >>> 

 

+++ MULTIPLE MYOLOMA (NDMM) +++
ASCO 2010 – Chicago, June 6, 2010 – 0566 A PHASE 3 STUDY TO DETERMINE THE EFFICACY AND SAFETY OF LENALIDOMIDE COMBINED WITH MELPHALAN AND PREDNISONE IN PATIENTS = 65 YEARS WITH NEWLY DIAGNOSED MULTIPLE MYELOMA (NDMM). Background: Lenalidomide is an oral IMiD® immunomodulatory agent with proven efficacy in MM patients. A phase 1/2 trial in elderly patients with NDMM demonstrated that treatment with lenalidomide in combination with melphalan and prednisone (MPR), elicited a high overall response rate (ORR) resulting in prolonged overall (OS) and progression-free survival (PFS) with acceptable toxicity (Palumbo. Clin Lymphoma Myeloma. 2009;9:145-150). Aims: A prospective, randomized phase 3 trial compared safety and efficacy of MPR followed by lenalidomide (MPR-R), MPR followed by placebo (MPR), and MP plus placebo followed by placebo (MP) in elderly patients with NDMM.  >>> 

 

+++ Indolente Non-Hodgkin-Lymphome +++
ASCO 2010: Deutsche Studie Bendamustin plus Rituximab bei indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen zählt für ASCO zu den ASH-Highlights
Chicago, 4. Juni 2010
Auch die amerikanische Krebsgesellschaft ASCO würdigte nun bei ihrer Jahrestagung die herausragenden Daten der deutschen Studiengruppe indolente Lymphome (StiL) im Rahmen ihrer ASCO/ASH Joint Session (Freitag, 4. Juni 2010). Bereits im Dezember 2009 bei der Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH) hatte Privatdozent Dr. med. Mathias J. Rummel, Leiter der Abteilung Hämatologie der Universität Gießen, eine multizentrische, randomisierte Phase-III-Studie der StiL vorgestellt, die bei Patienten mit unvorbehandelten follikulären, indolenten und Mantelzell-Lymphomen die Kombination Bendamustin-Rituximab (B-R) als First-line-Therapie mit dem konventionellen CHOP-R-Schema verglichen hatte. Die Ergebnisse erregten weltweites Aufsehen, denn B-R war signifikant wirksamer als CHOP-R mit einem um 20,1 Monate längeren medianen progressionsfreien Überleben unter B-R von 54,9 Monaten versus 34,8 % Monaten unter CHOP-R (p=0,00012) und einer signifikant höheren Komplett-remissionsrate (39,6 % versus 30,0 %, p=0,0262). Zudem war B-R deutlich besser verträglich. Studienleiter M. Rummel kommentiert die Daten auf der Website der Deutschen Krebsgesellschaft unter www.krebsgesellschaft.de/arzt_ash_2009,133422.html. >>> 

 

+++ Induktionstherapie beim MM +++
Verschiedene Kombinationen in Studien untersucht
New Orleans - Die Induktionstherapie beim multiplen Myelom sollte möglichst hohe Ansprechraten liefern, insbesondere eine möglichst hohe Rate an Patienten mit mindestens einem sehr guten partiellen Ansprechen, da dies einen positiven Einfluss auf den weiteren Verlauf der Erkrankung ausübt. Daneben sollte die Therapie jedoch auch verträglich sein. Unter diesen Gesichtspunkten wurden bereits mehrere verschiedene Kombinationen in Studien untersucht. Immer häufiger ein Teil dieser Kombinationen ist das pegylierte liposomale Doxorubicin. In New Orleans wurden mehrere dieser Arbeiten vorgestellt, darunter auch ein steroidfreies Regime.  >>> 

 

+++ Leptomeningeale Metastasen +++
Frühzeitige und gezielte Diagnose - effektive und sichere Therapie mit liposomalem Cytarabin
Berlin
Leptomeningeale Metastasen (Meningeosis neoplastica, MN) treten bei 5 – 15 Prozent aller Krebserkrankungen auf, am häufigsten bei Lungen- oder Mammakarzinomen, Melanomen und B-Zell-Lymphomen. Unbehandelt führt die MN innerhalb weniger Wochen zum Tod. In Anbetracht dieser Tatsache wird deutlich, von welch hohem Stellenwert eine frühzeitige und sorgfältige Diagnosestellung und eine darauf basierende effektive Therapie ist. Zwei aktuelle Untersuchungen, die im Rahmen des diesjährigen Krebskongresses (DKK) in Berlin vorgestellt wurden, liefern wichtige Erkenntnisse hinsichtlich Diagnostik und Therapie. So belegt die retrospektive Studie von PD Dr. med. Herwig Strik, Marburg, bei 112 Patienten1, dass bei hämatologischen Neoplasien die Liquordiagnostik der Magnetresonanztomographie (MRT) in der Sensitivität deutlich überlegen ist, während das MRT bei soliden Tumoren mit der Liquorzytologie vergleichbar ist.  >>> 

 

+++ Therapie der CLL und NHL +++
Anti-CD20-Antikörper Rituximab ist ein Standardbaustein

Berlin, DKK 2010 – Neue Studien zum follikulären Lymphom sowie eine aktualisierte Auswertung der bislang größten Studie zur Primärtherapie der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) machen deutlich, dass Rituximab (MabThera®) einen unverzichtbaren Therapiebaustein in der Behandlung von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) darstellt. Bei der CLL konnte sogar erstmals in einer randomisierten Studie (CLL8-Studie) eine behandlungsbedingte Überlebensverlängerung belegt werden, wie bei einem Symposium im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin gezeigt wurde.  >>> 

 

+++ Behandlung hämatologischer Neoplasien +++
Bendamustin kann sich mit den aktuellen Therapiestandards messen
Berlin, DKK 2010 – Ribomustin® (Bendamustin)  hat als Monotherapie hohe Aktivität bei malignen Lymphomen sowie der Chronischen Lymphatischen Leukämie (CLL) bewiesen und sich im klinischen Alltag bewährt. Aktuelle Studienergebnisse, die im Rahmen des Deutschen Krebskongresses vorgestellt wurden, haben laut dem Vorsitzenden des Symposiums Professor Ulrich Dührsen aus Essen, ein hohes Potenzial einen Paradigmenwechsel bei indolenten Lymphomen herbeizuführen. Eine Studie der Studiengruppe indolente Lymphome (StiL), die auf dem letzt jährigen amerikanischen Hämatologenkongress (ASH) für großes Aufsehen sorgte, ergab bei Patienten mit follikulären, indolenten und Mantelzell-Lymphomen, dass B-R dem bisherigen Standard CHOP-R hinsichtlich der Wirksamkeit signifikant überlegen ist bei bekannt besserer Verträglichkeit von B-R. Darüber hinaus belegen aktuelle Studienergebnisse, dass Bendamustin auch bei der CLL einen wichtigen Stellenwert besitzt und sich in Kombination mit Rituximab ebenfalls mit den aktuellen Standards messen kann.  >>> 

 

+++ „Targeted therapies“ in der Hämato-Onkologie +++
Torisel® erstes Medikament mit Zulassung für das  fortgeschrittene Mantelzell-Lymphom
Berlin-DKK, 24.2.2010 – Das rezidivierte und/oder refraktäre Mantelzell-Lymphom zählt zu den „orphan diseases“ und bisher gibt es keine Standard-behandlung. Mit dem mTOR-Inhibitor Temsirolimus Torisel® steht seit der Zulassung am 21. August 2009 die erste gut verträgliche, zielgerichtete Therapieoption („targeted therapy“) speziell für diese Erkrankung zur Verfügung, die auch bei intensiv vorbehandelten Patienten signifikant verbesserte Therapieergebnisse erzielt. Über den praktischen Einsatz von Temsirolimus in der Hämato-Onkologie und die Bedeutung der Substanz in der Rezidivtherapie sprachen Experten auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) in Berlin.  >>> 

 

+++ Primärtherapie der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) +++
Paradigmenwechsel in der Therapie der häufigsten Leukämieform im Erwachsenenalter
New Orleans Eines der meist beachteten Highlights der diesjährigen 51. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in New Orleans/LA, USA, waren die aktualisierten Follow up-Daten der offenen, multizentrischen und randomisierten Phase III-Studie CLL8 der Deutschen CLL-Studiengruppe (DCLLSG). Mit über 800 Patienten ist diese Untersuchung eine der bisher größten weltweit durchgeführten Studien zur Primärtherapie der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL). Diese Studie vergleicht die Wirksamkeit des bisherigen Behandlungsstandards Fludarabin und Cyclophosphamid (FC-Regime) mit und ohne Zugabe des monoklonalen Anti-CD20-Antikörpers Rituximab (MabThera®; FCR-Regime).  >>> 

 

+++ Behandlung der indolenten NHL und der CLL +++
Bendamustin kann sich mit den Standards messen und bewährt sich im klinischen Alltag
Ribomustin® (Bendamustin) hat sich in der Behandlung indolenter Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) und der Chronischen Lymphatischen Leukämie (CLL) in den letzten Jahren fest etabliert. Dies zeigen ganz aktuelle Studienergebnisse ebenso wie Beispiele aus dem klinischen Alltag, die beim Satellitensymposium der Mundipharma im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung der deutschsprachigen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie vorgestellt wurden. Die meisten CLL-Patienten weisen mehrere relevante Komorbiditäten auf, was die mögliche therapeutische Intensität einschränkt, erläuterte Professor Dr. Wolfgang Knauf, Frankfurt. Entscheidend seien nicht nur hohe Remissionsraten, sondern es sollten vor allem möglichst lange Zeiträume ohne Behandlung induziert werden.  >>>  

 

+++ Aktuelle Entwicklungen bei hämatologischen Neoplasien +++
Transnationale Forschungsprogramme für die Zukunft erforderlich
Für Patienten, die an hämatologischen Neoplasien leiden, sind in der viele Fortschritte erzielt worden. Viel versprechend für eine effiziente Behandlung sind neue immuntherapeutische Ansätze wie Tumor- Vakzinierungsstrategie oder rekombinante Antikörperkonstrukte. Auf dem Gebiet der Immuntherapie hämatologischer Neoplasien sind in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erreicht worden. Professor Dr. Ralf. Bargou von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg, zeigte in einer Phase III-Studie bei  Patienten mit follikulärem B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom, dass eine Vakzinierung nach einer Chemotherapie und Erreichen einer kompletten Remission die mediane Zeit bis zum Rezidiv verlängern kann.  >>> 

 

+++ Therapie beim Multiplem Myelom (MM) +++
Gutes Management von Komplikationen wesentlich für Lebensqualität und Prognose
Mannheim – Krankheits- und therapiebedingte Komplikationen wie Polyneuropathie, Thromboembolie und Niereninsuffizienz können die Lebensqualität von Patienten mit Multiplem Myelom (MM) erheblich mindern. Venöse Gefäßverschlüsse und Nierenversagen führen zudem zu einer erhöhten Mortalität. Die Prävention und Behandlung solcher Komplikationen spielt daher auch für den Therapieerfolg unter den neuen hochwirksamen Substanzen wie Thalidomid (Thalidomide CelgeneTM), Lenalidomid (Revlimid®) und Bortezomib eine wesentliche Rolle. Wie Experten auf einem von Celgene unterstützten Satelliten-Symposium unter Leitung von Prof. Heinz Ludwig, Wien, und Prof. Hartmut Goldschmidt, Heidelberg, im Rahmen der Jahrestagung der DGHO, ÖGHO, SGMO und SGH + SSH erläuterten, kann heute die Gefahr einer Neuropathie unter Thalidomid und Bortezomib durch eine rechtzeitige Dosisreduktion bzw. den Abbruch der Therapie reduziert werden, während unter Lenalidomid hierfür per se nur ein vernachlässigbares Risiko besteht. Zur Prophylaxe von Thromboembolien unter Thalidomid und Lenalidomid werden je nach Risiko ASS, niedermolekulares Heparin (NMH) oder Phenprocoumon empfohlen. Bei Gefahr einer akuten Niereninsuffizienz ist eine rasche Krankheitskontrolle gefordert, um irreversible Schäden an den Nieren zu vermeiden. Hierbei erweisen sich die neuen Substanzen als besonders effektiv.  >>> 


+++ Autologe Stammzelltransplantation +++
Klinische Daten zum neuen Mobilisierungsfaktor Plerixafor
Seit kurzem steht eine neue Therapieoption für Patienten mit Lymphom oder Multiplem Myelom (MM) zur Verfügung, die eine autologe Stammzelltransplantation (HSZT) benötigen. Das ‚small molecule’ Plerixafor (Mozobil®) bewirkt in kürzerer Zeit eine höhere Freisetzung hämatopoetischer Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut. Auf einer Pressekonferenz im Universitätsklinikum Heidelberg berichteten Experten über erste klinische Erfahrungen mit Plerixafor. Nach Professor Dietger Niederwieser, Leipzig, bringt Plerixafor bedeutende Verbesserungen für die autologe Stammzell- transplantation. Und nach seiner Meinung ist das Potential der autologen Stammzelltransplantation bisher noch nicht ausgeschöpft worden.  >>> 


+++ Jugendliche und junge Erwachsenen mit malignen hämatologischen Erkrankungen +++

Die Überlebensraten hämatoonkologischer Erkrankungen junger Patienten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Wissenschaftlern der University of Medicine and Dentistry in New Jersey (Journal Cancer DOI: 10.1002/cncr.24548). Bisher wurden nur wenige Studien mit Langzeitüberlebensraten Jugendlicher und junger Erwachsener mit hämatoonkologischen Erkankungen wie dem Hodgkin-Lymphom oder der akuten lymphatischen Leukämie durchgeführt. Die Wissenschaftler  verglichen die Überlebensraten junger Patienten in den vergangenen Jahren mit Daten von zwei Jahrzehnten zuvor. Hierbei bedienten sie sich einem populationsbasierten Krebsregister, einer SEER (Surveillance, Epidemiology, and End Results) genannten Datenbank. Ein Vergleich der SEER-Daten von 1981 bis 1985 mit denen von 2001 bis 2005 zeigte eine signifikante Verbesserung der Überlebensraten junger Patienten. Beim Hodgkin-Lymphom stieg die 10-Jahresüberlebensrate von 80,4 Prozent auf 93,4 Prozent.  >>> 

+++ Intravenöser mTOR-Inhibitor mit guten Studiendaten +++

EMEA empfiehlt Zulassung von Temsirolimus zur Therapie des fortgeschrittenen Mantelzell-Lymphoms

Münster, 27. Juli 2009 - Das CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) der europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde EMEA (European Medicines Agency) hat den Wirkstoff Temsirolimus (Torisel®) von Wyeth Pharma zur Zulassung für die Behandlung des rezidivierten oder refraktären Mantelzell-Lymphoms (MCL) empfohlen. Grundlage sind Daten einer Phase-III-Studie, in der das progressionsfreie Überleben von MCL-Patienten signifikant um 153 Prozent gegenüber dem Kontrollarm verlängert werden konnte.  >>>  


+++ Erstlinientherapie des multiplen Myeloms +++
Thalidomide CelgeneTM zur Behandlung des multiplen Myeloms zum 6. Juli 2009 eingeführt

Die Celgene GmbH hat mit der Einführung von Thalidomide CelgeneTM in Deutschland begonnen. Nachdem das Präparat bereits im April letzten Jahres in Kombination mit Melphalan und Prednison von der EU-Kommision zur Erstlinientherapie des multiplen Myeloms zugelassen wurde, hat nun auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seine Zustimmung zur nationalen Umsetzung eines von der EMEA geforderten EU-weiten Sicherheitsprogramms, mit dem Fehl- und Missbildungen durch Thalidomid bei Neugeborenen sowie weitere wirkstofftypische Risiken verhindert werden sollen, erteilt. Dieses umfassende Sicherheitsprogramm ist zwingender Bestand-teil der Zulassung von Thalidomid CelgeneTM durch die EMEA.  >>> 

+++ Optimierung der Behandlung von B-Zell-Lymphomen +++

Eine Vielzahl an Studien und Publikationen machen Deutschland seit den sechziger Jahren reich an Erfahrung mit Bendamustin.

Professor Dr. med. Clemens M. Wendtner, Köln, einer der Vorsitzenden des Satellitensymposiums der Mundipharma bezeichnete Bendamustin als Substanz mit einer langen Geschichte. Diese Erfahrungen gaben die Experten auf der Jahrestagung der European Hematology Association an das Auditorium weiter. Aktuelle Daten, vorgestellt von PD Dr. med. Mathias Rummel, Gießen, zeigen, dass Bendamustin plus Rituximab (BR) bei indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) und Mantelzell-Lymphomen ein besseres Nebenwirkungsprofil als CHOP-R aufweist und hinsichtlich der Effektivität ebenbürtig ist. Auch in der rezidivierten Situation stellt Bendamustin als Monotherapie oder in Kombination mit Rituximab eine wertvolle Therapieoption dar, wie Professor Dr. med. Martin Dreyling, München, erläuterte. Professor Dr. med. Wolfgang Knauf, Frankfurt, präsentierte die finalen Ergebnisse einer Phase-III-Studie, die Bendamustin mit Chlorambucil bei Patienten mit Chronischer Lymphatischer B-Zell Leukämie verglich.  >>>

 

+++ Therapie des rezidiviertem oder therapierefraktärem multiplem Myelom +++

Neue Daten zu zwei Phase-III-Studien im „European Journal of Haematology“ veröffentlicht

München, 20. Mai 2009 – Wie die kürzlich imEuropean Journal of Haematology“ veröffentlichten Ergebnisse einer Subgruppenanalyse der beiden Zulassungsstudien MM-009 und MM-010 von Lenalidomid (Revlimid®) zeigen, kann die kombinierte Gabe von Lenalidomid und Dexamethason früh – nach nur einer Vortherapie – eingesetzt bei Patienten mit rezidiviertem oder therapierefraktärem multiplem Myelom (MM) die Zeit bis zum Progress um mehr als sechs Monate gegenüber einem Einsatz in späteren Therapielinien verlängern.  >>>


+++ Neue Hoffnung für Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie +++
Europa-Zulassung für Ofatumumab eingereicht

Die Prüfsubstanz Ofatumumab wurde bei der EMEA zur Zulassung eingereicht. Der von den beiden Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) und Genmab A/S gemeinsam entwickelte humane monoklonale Antikörper hat sich bei der Therapie von stark vorbehandelten Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) in einer aktuellen zulassungsrelevanten Phase-III-Studie als äußerst wirksam erwiesen.  >>>

+++ Behandlung der Chronischen Lymphatischen B-Zell Leukämie (B-CLL) +++
ASCO zählt Ribomustin® (Bendamustin) zu den bedeutendsten Meilensteinen in 2008

In jedem Jahr führt die American Society of Clinical Oncology (ASCO) eine unabhängige Beurteilung der Fortschritte in der klinischen Krebsforschung durch und identifiziert jene, die den größten Einfluss auf die Patientenversorgung haben. Die Meilensteine des letzten Jahres wurden soeben im Journal of Clinical Oncology publiziert . Die 31 bedeutendsten Fortschritte des Jahres 2008 wurden von der ASCO gewürdigt. Die Einführung von Bendamustin zur Behandlung der Chronischen Lymphatischen B-Zell Leukämie (B-CLL) in den USA bewog die Herausgeber sogar dazu, Bendamustin in den erlesenen Kreis der 12 „major advances“ aufzunehmen.
Die vollständige Publikation kann kostenlos von der Internetseite des Journals of Clinical Oncology heruntergeladen werden: http://jco.ascopubs.org/cgi/reprint/27/5/812. >>>

+++ Neuer Therapiestandard für Patienten mit nicht vorbehandelter CLL +++
MabThera® in der EU für Patienten mit chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL) zugelassen

Roche gab bekannt, dass MabThera® (Rituximab) in Kombination mit einer Chemotherapie von der Europäischen Kommission (EMEA) die Zulassung zur Anwendung bei Patienten mit nicht vorbehandelter chronisch-lymphatischer Leukämie – der im Erwachsenenalter häufigsten Leukämieform – erhalten hat. Die Zulassung basiert auf den überzeugenden Daten aus der internationalen Studie CLL8 der Deutschen CLL-Studiengruppe unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Hallek.  >>>

+++ Maligne hämatologische Erkrankungen +++
Mundipharma und Bayer Vital vereinbaren Co-Promotion für Ribomustin®

In Deutschland erkranken jährlich mehr als 20.000 Menschen an einer hämatologischen Neoplasie und mehr als die Hälfte der Patienten verstirbt daran. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Therapeuten über neue, wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten rasch und umfassend informiert werden und die Therapien kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden. In jüngster Zeit haben Ergebnisse zahlreicher neuer Studien mit dem Hybrid-Alkylanz Ribomustin® (Bendamustin) in Deutschland und auch international zu erheblichem Aufsehen und zu verstärkten klinischen Forschungsaktivitäten geführt. Um Fachkreise zukünftig noch rascher und umfassender über Bendamustin zu informieren, haben sich die Geschäftseinheiten Onkologie von Mundipharma und Bayer Vital zu einer Co-Promotion von Ribomustin® entschieden.  >>>

+++ Autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation +++
bei Non-Hodgkin-Lymphom und Multiplem Myelom

Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat Genzyme die Zulassung für Mozobil™ (Plerixafor) erteilt.  Gleichzeitig erhielt Plerixafor den Status als Orphan Drug. Der Rezeptor-Antagonist Plerixafor mobilisiert hämatopoetische Stammzellen. In Kombination mit dem Wachstumsfaktor G-CSF (granulocyte colony stimulating factor) wird Plerixafor im Vorfeld einer autologen Stammzelltransplantation beim Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) oder dem Multiplem Myelom (MM) eingesetzt, damit vermehrt Stammzellen aus dem Knochenmark in das periphere Blutsystem entlassen werden.  >>>

+++ Der Therapiestandard bei chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL) +++
CLL8-Studie: Erstlinientherapie mit Rituximab verlängert progressionsfreies Überleben

Die CLL8-Studie der deutschen CLL-Studien­gruppe definiert einen neuen Standard für die Erstlinientherapie der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL): Nicht vorbehandelte CLL- Patienten profitieren von Rituximab (MabThera®) zusätzlich zur Chemotherapie mit einer Verdopplung der kompletten Remissions- rate und einer Verlängerung des progressions-freien Überlebens um 10 Monate im Vergleich zu den nur zytostatisch behandelten Patienten des Kontrollarms. Die Kombinationstherapie mit Rituximab überzeugt darüber hinaus durch eine insgesamt gute Verträglichkeit, selbst bei älteren Patienten.   >>>

+++ Längeres krankheitsfreies Überleben bei der CLL +++
Nutzen für den Patienten – eine Kasuistik

Seit Einführung der Substanz Chlorambucil zur Behandlung der CLL in den 50er Jahren stand die Symptomkontrolle und Stabilisierung der Erkrankung im Vordergrund. Mit Chlorambucil wurden nur sehr kurze Zeiten eines krankheitsfreien Überlebens erreicht. Dies änderte sich erstmals mit der Einführung der Purinanaloga Fludarabin und Cladribin. In einer randomisierten Studie erzielte Fludarabin signifikant höhere Ansprechraten als Chlorambucil (70% versus 43 %; 27 % versus 3 % komplette Remissionen) und ein längeres krankheitsfreies Überleben (Rai et al., 2000).   >>>

+++ Neuer Therapiebaustein bei der chronisch-lymphatischen Leukämie +++
REACH-Studie: 10 Monate länger leben ohne Progress mit Rituximab
Die Ergebnisse der REACH-Studie wurden auf der 50. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) als wichtiger Fortschritt für rezidivierte und refraktäre Patienten mit chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL) gewürdigt: Mit dem Dreifachregime Fludarabin/ Cyclophosphamid plus Rituximab (MabThera®) haben die Patienten eine doppelt so hohe Chance auf ein komplettes Ansprechen wie nur zytostatisch behandelte Patienten. Gleichzeitig wird das progressionsfreie Überleben signifikant um 10 Monate verlängert. Zudem wird die Dreierkombination insgesamt gut vertragen. Die REACH-Studie bestätigt die Daten der ebenfalls auf der ASH-Tagung vorgestellten Studie CLL8, die den signifikanten Vorteil des Rituximab-Regimes auch in der Erstlinientherapie bei therapienaiven CLL-Patienten demonstriert hatte.   >>>

+++ Bendamustin - „The Race is on“ +++
So facettenreich wie die Substanz war auch das Programm zu Bendamustin auf der Jahrestagung der American Society of Hematology vom 06. bis 09. 12. 2008 in San Francisco.
Mit Spannung wurden die aktualisierten Daten der Phase-III-Studie, die Bendamustin (B) plus Rituximab (R) versus CHOP-R in der First-line-Therapie bei follikulären, indolenten und Mantelzell-Lymphomen verglich, erwartet. In der zweiten Interimsanalyse von 462 randomisierten Patienten, vorgestellt von PD Dr. med. Mathias Rummel, Giessen, erwies sich B plus R als ebenso wirksam wie CHOP-R bei überlegener Verträglichkeit. Prof. Dr. med. Wolfgang Knauf, Frankfurt, präsentierte ein Update einer internationalen Phase-III-Studie und konnte zeigen, dass Bendamustin bei Patienten mit Chronischer Lymphatischer B-Zell Leukämie signifikant höhere Ansprechraten und längere Remissionen im Vergleich zu Chlorambucil erzielt. Zudem stellte die Deutsche CLL Studiengruppe (DCLLSG) die Ergebnisse der CLL2M-Studie vor: B plus R stellt eine effektive Behandlung bei Patienten mit rezidivierter und / oder refraktärer CLL dar und weist auch bei Hochrisikogruppen eine beachtliche Wirksamkeit auf>>>


+++ First- und Second-Line-Therapie des multiplen Myeloms +++
Längere Lenalidomid-Gabe verbessert Gesamtüberleben beim multiplen Myelom MDS: 5-Azacytidin verlängert Überleben bei bestimmten AML-Patienten
Neue Langzeitergebnisse der Studien MM-009 und MM-010, in denen Lenalidomid (Revlimid®) plus Dexamethason in der Therapie des rezidivierten oder refraktären multiplen Myeloms (MM) untersucht wird, belegen, dass eine länger als 10 Monate durchgeführte Therapie das 2-Jahresüberleben im Vergleich zu einer kürzeren Behandlungszeit fast verdoppelt und das Gesamtüberleben signifikant verlängert. Ebenfalls hervor-ragende Ergebnisse hinsichtlich des Überlebens bewirkt Lenalidomid in der First-Line-Therapie des MM: Wie neue Daten der ECOG E4A03-Studie zeigen, überlebten jeweils drei Viertel der Patienten unter der Kombination von Lenalidomid mit hoch- oder niedrig-dosiertem Dexamethason drei Jahre – ein bisher noch nie erreichter Therapieerfolg.  >>>

+++ Therapie des multiplen Myeloms (MM) +++
Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung und der Apothekenbetriebsverordnung zum 8. Februar 2009 - Verordnung von Lenalidomid und Thalidomid dann nur noch per Sonderrezept möglich
Die Verordnung der zur Therapie des multiplen Myeloms (MM) eingesetzten Wirkstoffe Lenalidomid (Revlimid®) und Thalidomid ist ab Februar nächsten Jahres nur noch über ein zweiteiliges Sonderrezept möglich. Ärzte, die ihren Patienten ab dem 8. Februar 2009 Lenalidomid oder Thalidomid verschreiben möchten, müssen dafür ein Sonderrezept verwenden, das beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angefordert werden muss. Eine ähnliche Regelung gibt es bereits bei der Verordnung von Betäubungsmitteln. In beiden Fällen muss der Arzt zusammen mit dem vorgesehenen Anforderungsformular (erhältlich unter www.bfarm.de) einmalig eine beglaubigte Kopie seiner Approbationsurkunde beim BfArM einreichen, um dann eine bestimmte Stückzahl von Sonderrezepten zu erhalten.  >>>

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