
| +++ Mammographie +++ Zwanzig-Jahres-Ergebnisse aus einem Brustkrebs-Screening-Programm in den Niederlanden zeigen einen signifikanten Rückgang der Todesfälle. 27. März 2012 – Rotterdam, Das Mammographie-Screening hat in den letzten zwanzig Jahren zu einem signifikanten Rückgang der Brust-krebssterblichkeit geführt, erklärten Forscher aus den Niederlanden auf einer Fachkonferenz in Wien. In den Niederlanden werden seit 1989/90 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre zu einer Mammographie einbestellt. 1998 wurde die Altersgrenze auf 75 Jahre erweitert. Das niederländische Brustkrebsscreening verfügt damit im internationalen Vergleich mit über die längsten Erfahrungen. Mit einer Teilnahmerate von 81,5 Prozent wird das Angebot von den Frauen im hohen Maße genutzt. "Wir sind überzeugt, dass die Vorteile des Screening-Programms alle negativen Effekte überwiegen, so Dr. Jacques Fracheboud, ein leitender Forscher an der Erasmus University Medical Center (Rotterdam, Niederlande)". >>> |

| +++ Brustkrebs +++ Herceptin als subkutane Injektion ebenso wirksam wie Herceptin iv: HannaH-Studie bestätigt Wirksamkeit der patientenfreundlichen Verabreichungsform. 27. März 2012 - Subkutan appliziertes Herceptin (Trastuzumab) ist ebenso wirksam und sicher wie Herceptin®, das intravenös verabreicht wird. Dies bestätigen die im Rahmen der 8. European Breast Cancer Conference (EBCC-8) in Wien erstmals präsentierten Ergebnisse der Studie HannaH. Damit wird die subkutane Applikationsform zukünftig sicherlich zu einer wichtigen und vor allem sehr patientenfreundlichen Alternative zu intravenös verabreichtem Herceptin. In Zukunft wird es für die Patientinnen mit einem HER2-positiven Brustkrebs möglich sein, die über viele Monate dauernde Herceptin-Therapie ohne Infusion, ohne Port und ohne lange Aufenthalte in Klinik oder Praxis zu erhalten. >>> |

| +++ Leben! – trotz Krebs +++ Lebensperspektiven dank Angiogenesehemmung. 22. März 2012. „Kein Stein liegt mehr auf dem anderen. Es ist, als hätte ein Seelenbeben von uns Besitz genommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Ursula Goldmann-Posch, Gründerin und Vorstandsmitglied von mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V., ihre Empfindungen nach der Diagnose Krebs. Jahr für Jahr erleben allein in Deutschland fast eine halbe Million Menschen Ähnliches. Dank einer zielgerichteten Therapie hat Ursula Goldmann-Posch ihre schwere Erkrankung wie viele andere Betroffene überlebt. Maßgeblich ermöglicht werden diese Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten durch die Entwicklung neuer, zielgerichteter Medikamente, wie zum Beispiel Bevacizumab (Avastin®). Der Angiogenesehemmer, der sich gezielt gegen das Wachstum des Tumors richtet, hat die onkologische Therapie-landschaft in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderes Medikament verändert. Doch wie genau definiert sich der Nutzen der anti- angiogenen Therapie für den Patienten? Und welche Erwartungen kann und muss eine moderne Krebstherapie heute erfüllen? >>> |

| +++ Mammakarzinom +++ RKI zu Brustkrebssterblichkeit im EU-Vergleich: Deutschland hat nicht die höchste Sterberate. 12. März 2012 – Entgegen verschiedener Medienberichte liegt die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland im europaweiten Vergleich nicht am höchsten. Die zitierte Analyse vergleicht lediglich die Ergebnisse aus sechs Ländern und stützt sich auf teilweise veraltete Daten. In 2009 lag die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland nur minimal über dem EU-Durchschnittswert. Grundlage für diese Berichte war ein Artikel einer Forschergruppe um Matteo Malvezzi in der Fachzeitschrift "Annals of Oncology". Darin prognostizieren die Wissenschaftler die Krebssterblichkeitsraten in Europa für das Jahr 2012. Als Basis für ihre Schätzung dienen dabei Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zu Todesursachen in der Bevölkerung innerhalb der letzten Jahre. Seit 1999 nimmt die Zahl der Menschen ab, die an Krebs sterben, berücksichtigt man bei der Berechnung den Einfluss der steigenden Lebenserwartung. Die reißerische Schlagzeile: „Deutschland hat höchste Brustkrebs-Todesrate Europas“ ist daher nicht gerechtfertigt. >>> |

| +++ Mammakarzinom +++ Kohorten-Studie zeigt: Kognitive Langzeitdefizite noch 20 Jahre nach Chemotherapie 1. März 2012 – Die Zusammenfassung einer Studie im Journal of Clinical Oncology zeigt, dass Frauen, die zwischen 1976 und 1995 die Kombination aus Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-Fluorouracil (CMF) in der adjuvanten Chemotherapie des Mammakarzinoms erhielten, die Überlebenschancen bei dieser Krebserkrankung deutlich verbesserten. CMF war der Standard der Versorgung von Brustkrebs weltweit. Frühere Studien zeigten jedoch, dass diese Behandlung die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen kann. Zahlreiche Patientinnen klagten über eine vermehrte Vergesslichkeit und Defizite der Denkfähigkeit, die in früheren Studien allerdings noch 5 bis 10 Jahren nach der Therapie nachweisbar waren. Unseres Wissens ist dies die erste Studie, die zeigt, dass subtile kognitive Defizite langfristiger Auswirkungen der Chemotherapie, vor allem von früheren Regimen sind", sagte einer der älteren Autoren Sanne B. Schagen, PhD, Gruppenleiter an der Abteilung für Psychosoziale Forschung und Epidemiologie an der niederländischen Krebsinstitut / Antoni van Leeuwenhoek Hospital in Amsterdam. >>> |

| +++Mammakarzinom +++ Verbesserung der Lebensqualität durch die Misteltherapie mit Iscador 17. Februar 2012 – In Deutschland hat das Mammakarzinom mit 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr die höchste Inzidenz (25,9 Prozent) und Mortalität (17,1 Prozent) aller Krebsarten bei Frauen. Die Behandlung erfordert in der Regel eine multimodale Therapie mit primärer Operation, gefolgt von adjuvanter Strahlen-, Chemo- und/oder Hormontherapie. Wegen der häufigen Nebenwirkungen adjuvanter Therapien, insbesondere der Chemotherapie und des Risikos einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität, gewinnt die komplementäre Therapie mit Mistelextrakten immer mehr an Bedeutung. So berichten Ärzte einstimmig über eine bessere Lebensqualität der Patientinnen, die ergänzend zur Chemotherapie eine Misteltherapie erhielten. Mistelpräparate haben zudem immunmodulierende Eigenschaften, so dass auch ein schützender Effekt gegen die Chemotherapie-bedingte Neutropenie vermutet wird. >>> |

| +++ Brustkrebs und skelettbezogene Komplikationen +++ Mehr Lebensqualität trotz Knochenmetastasen: Denosumab verzögert SRE bei soliden Tumoren gegenüber Standardtherapie 5. Februar 2012 – Etwa 480.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Die Zahl der Neuerkrankungen, so schätzen Experten, werden bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Aufgrund des medizinischen Fortschritts können mittlerweile immer mehr Betroffene geheilt oder zumindest in einer stationären Phase gehalten werden. Bei vielen Patienten im fortgeschrittenen Stadium bilden sich sehr häufig Knochenmetastasen insbesondere, wenn es sich um ein Prostata- oder Mammakarzinom als Primärtumor handelt. Ossäre Metastasen können zu typischen skelettbezogenen Komplikationen (SRE) führen, die in der Regel mit starken Schmerzen und langen Klinikaufenthalten einhergehen. „Krebspatienten verdienen nicht nur die beste Chemotherapie, sondern auch die beste supportive Behandlung zur Prävention skelettaler Ereignisse und Aufrechthaltung einer hohen Lebensqualität“, so Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar, München. >>> |

| +++ Ibandronat +++ Wirksamkeit erneut im klinischen Alltag bestätigt 27. Januar 2012 – Die Wirksamkeit von Ibandronat in der Therapie des ossär metastasierten Mammakarzinoms wurde erneut unter Alltags-bedingungen nachgewiesen: Ibandronat reduziert – ungeachtet der Vorbehandlung der Patienten – schnell und dauerhaft Schmerzen und zeigt wiederholt ein günstiges renales Verträglichkeitsprofil. Dies belegen die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung, die als Publikation zur Verfügung steht. In der bislang größten Datenerhebung zu Ibandronat (Bondronat®) an 3.515 Patienten stand die Untersuchung von Schmerz-reduktion, Analgetikaverbrauch und renaler Verträglichkeit unter Alltagsbedingungen im Fokus. Die Patienten erhielten über einen Zeitraum von 24 Wochen Ibandronat in der Standard-Dosierung i.v. (6 mg alle 3-4 Wochen oder oral 50 mg/Tag). Die Auswertung der nicht-interventionellen Studie (NIS) zeigt, dass Ibandronat die Schmerzen schnell und anhaltend senkt. >>> |

| +++ Qualitätssiegel +++ Neue Untersuchungen dokumentieren die hohe Versorgungsqualität an zertifizierten Brustkrebszentren 5. Dezember 2011 – Bei jährlich 55.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs in Deutschland und über 20.000 Frauen, die daran sterben, ist in der Brustkrebsbehandlung das Zusammenwirken aller Fachrichtungen gefordert. Im Jahr 2000 wurde mit der Entwicklung eines Zertifizierungsverfahrens für Brustkrebszentren begonnen. Die Zielsetzung war eine Verbesserung und Standardisierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) Kliniken, die einen genau definierten Standard bei der Therapie von Betroffenen vorhalten müssen, mit einem Qualitätssiegel. Die Versorgungsqualität an deutschen Brustkrebszentren mit diesem Qualitätssiegel ist hoch. Zu diesem Ergebnis kommen die beiden Fachgesellschaften in einem gemeinsamen Benchmarking-Bericht auf der Basis der Daten von rund 50.000 Brustkrebs-patientinnen an 246 Standorten in ganz Deutschland. >>> |
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+++ 3. Münchner Brustkrebs-Symposium +++ Optimale Therapieführung bei Tyrosinkinaseinhibitoren München – Das Mammakarzinom ist weltweit der häufigste bösartige Tumor der Brustdrüse des Menschen. Hauptsächlich kommt es bei Frauen vor – nur etwa jede hundertste dieser Krebserkrankungen tritt bei Männern auf. In den westlichen Staaten ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Am Mammakarzinom sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krebs-erkrankung. In Deutschland erkranken jährlich über 55.100 Frauen an Brustkrebs, davon etwa 23.200 im Alter unter 60 Jahren. Die meisten Erkrankungen treten sporadisch auf, es gibt aber sowohl erbliche als auch erworbene Risikofaktoren. Neben der Heilung sind aber der Erhalt der betreffenden Brust und vor allem der Lebensqualität das erklärte Ziel der medizinischen Behandlung. Das medizinische Vorgehen basiert in hohem Maß auf Erfahrungen aus Studien und ist in weltweit akzeptierten Leitlinien standardisiert. Zahlreiche nationale und internationale Programme zur Früherkennung und zur strukturierten Behandlung sollen die Mortalität künftig senken. >>> | 
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+++ Patienten-Informationsfilm +++ Neue DVD „Brustkrebs“ der Deutschen Krebshilfe hilft Betroffenen Bonn, 27. Oktober 2011 – Brustkrebs ist eine Diagnose, die bei den erkrankten Frauen und ihren Angehörigen große Ängste verursacht. Für die Betroffenen stellen sich viele Fragen, etwa über die Heilungschancen und Therapien, über Nebenwirkungen, Nachsorgemaßnahmen und über Möglichkeiten eines Brust-Wiederaufbaus. In ihrem neuen Patienten-Informationsfilm „Brustkrebs“ beantwortet die Deutsche Krebshilfe diese Fragen. Der Film auf DVD kann kostenfrei angefordert werden. „Dieser Film soll Betroffenen und ihren Angehörigen zeigen, wie sie ihren eigenen Weg im Umgang mit der Krankheit finden“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Die offenen und sehr persönlichen Schilderungen der betroffenen Frauen und Männer sind dabei eine große Hilfe.“ >>> | 
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| +++ Molekulare Tumordiagnostik +++ Neue internationale Richtlinien zur Diagnose und Behandlung von Brustkrebs Genf, Schweiz – Das Expertengremium der Internationalen Brustkrebskonferenz von St. Gallen hat Oncotype DX® als Prädiktor zur Abschätzung des Nutzens einer Chemotherapie in seine Konsensus-Empfehlungen aufgenommen. Neue internationale Richtlinien betonen die Bedeutung von Behandlungsempfehlungen, die auf Grundlage der individuellen Tumorbiologie der Patientinnen getroffen werden. Die aktuelle Veröffentlichung des alle zwei Jahre vom St. Gallener Expertengremium verabschiedeten Konsensuspapiers, das im August in den Annals of Oncology erschien, betont die Bedeutung der Kenntnis intrinsischer biologischer Subtypen innerhalb des Brustkrebsspektrums. „Wir erleben derzeit einen Wandel des Therapieansatzes bei Brustkrebs. Sowohl die Identifizierung der wesentlichen Tumorsubtypen als auch das bessere Verständnis ihrer biologischen Eigenschaften spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Therapieentscheidung des Arztes “, so Prof. Manfred Kaufmann, Mitglied des Expertengremiums von St. Gallen und Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Goethe-Universität Frankfurt. >>> |
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| +++ Rote-Hand-Brief +++ Lieferabriss von Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) Berlin, 7. September 2011 – Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) ist in bestimmten Situationen zugelassen für die Behandlung von Patientinnen bzw. Patienten mit metastasierendem Mammakarzinom, mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, mit progressivem multiplen Myelom oder mit AIDS-assoziiertem Kaposi-Sarkom. In einer Drug Safety Mail vom 08.08.2011 hatten wir über einen möglichen Lieferengpass von Caelyx® informiert. In einem aktuellen Rote-Hand-Brief weist der Hersteller nun darauf hin, dass es wahrscheinlich zu einem Lieferabriss von Caelyx® in der zweiten Septemberhälfte kommen wird. Ab Mitte November wird wieder eine eingeschränkte Lieferfähigkeit erwartet. Es wird empfohlen, zunächst keine Patienten neu auf eine Behandlung mit Caelyx® einzustellen, damit bereits auf das Präparat eingestellte Patienten möglichst lange versorgt werden können. Darüber hinaus werden Hinweise zu Behandlungsalternativen gegeben. >>> |

| +++ Brustkrebs +++ Patientenleitlinie „Brustkrebs II“ in Magdeburg vorgestellt Magdeburg, 25. August 2001 – Betroffene, die an Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium erkrankt sind, haben viele Fragen. Häufig ist es für sie jedoch schwer, die Fachsprache der Mediziner zu verstehen. Ausführliche Informationen in allgemein-verständlicher Form enthält daher die neue Patientenleitlinie „Brustkrebs II – Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung.“ Sie wurde von zahlreichen Experten und Betroffenen gemeinsam entwickelt und auf die Informations-bedürfnisse von Patientinnen abgestimmt. Der Text der neuen Broschüre beruht auf der so genannten „Interdisziplinären S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“. Diese wissenschaftlich begründete Empfehlung zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Brustkrebs wurde in der Patientenleitlinie in eine allgemeinverständliche Sprache für Betroffene „übersetzt“. Dies ist eine der Zielsetzungen des „Leitlinienprogramms Onkologie“, das von den zuvor genannten Organisationen gemeinsam initiiert wurde. Die neue Broschüre wurde im Rahmen der Bundestagung der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Magdeburg erstmals an Betroffene verteilt. Sie ist bei der Deutschen Krebshilfe kostenlos unter der Telefonnummer 02 28/7 29 90-0 oder im Internet auf www.krebshilfe.de erhältlich. >>> |
+++ Ratgeber +++
Neue Patienteninformationen zum Thema Brustkrebs
Berlin – Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat zwei neue Kurzinformationen für Patientinnen mit Brustkrebs entwickelt. Die erste richtet sich unter dem Titel "Brustkrebs – was ist das?" an Frauen mit Brustkrebs im frühen Stadium, die zweite unter dem Titel "Leben mit Brustkrebs" an Betroffene mit fortgeschrittener Erkrankung. Die Informationsblätter stehen allen niedergelassenen Ärzten zum Ausdrucken zur Verfügung, damit sie bei Bedarf betroffenen Frauen persönlich ausgehändigt werden können. Beide Blätter bieten wichtige Informationen in kompakter Form und geben außerdem hilfreiche Tipps. Grundlage für die Empfehlungen bilden die Leitlinien „Brustkrebs: Die Ersterkrankung und DCIS – Eine Leitlinie für Patientinnen“ und „Brustkrebs II – Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung“. >>>
+++ Überzeugende Studiendaten +++
Capecitabin beim Mammakarzinom und bei gastrointestinalen Tumoren
Frankfurt am Main – Die orale Chemotherapie mit Capecitabin ist eine hochwirksame und zugleich gut verträgliche Therapieoption in der Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms sowie gastrointestinaler Tumoren. Seit wenigen Wochen ist Capecitabin (Xeloda®) auch in Kombination mit dem Angiogenesehemmer Bevacizumab (Avastin®) für die First-Line-Therapie des HER2-negativen metastasierten Mammakarzinoms zugelassen. Der Antikörper Bevacizumab hat immer dann seine Indikation, wenn eine Kombinations-chemotherapie notwendig ist, beispielsweise wenn ein rasches und zuverlässiges Ansprechen erreicht werden muss. Dies ist bei Vorliegen multipler Organmetastasen oder bei schnell voranschreitender Metastasierung der Fall. Durch die zusätzliche Gabe von Bevacizumab zur Therapie mit Capecitabin konnte die Ansprechrate deutlich verbessert werden. >>>
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 Prof. Jürgen Dunst | +++ Brustkrebs +++ Lymphknoten nicht komplett entfernen, sondern bestrahlen Berlin, 20. Juli 2011 – Viele Krebserkrankungen bilden zuerst an den Lymphknoten Metastasen. Deshalb entfernen die Chirurgen diese bei vielen Tumor-operationen vorsorglich mit – auch wenn sie nicht erkennbar vom Krebs befallen sind. Eine schonendere Alternative ist eine Strahlentherapie. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer aktuellen Studie an Patientinnen mit Brustkrebs hin. Diese zeigt, dass eine Bestrahlung der Lymphknoten nach der Brustoperation die Gefahr eines Tumorrückfalls senken kann. „Dass das komplette Entfernen der Lymphknoten die Heilungschancen verbessert, wird heute zunehmend in Frage gestellt“, sagt Professor Dr. med. Jürgen Dunst, DEGRO-Präsident und Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck. >>> |

| +++ Neue Risikoinformation +++ Rote-Hand-Brief zu Anwendungsbeschränkungen für Cardioxane® (Dexrazoxan) Berlin, 19. Juli 2011 – Cardioxane® (Dexrazoxan) ist ein Analogon der Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) mit einer Topoisomerase-II-hemmenden Aktivität. Es wird bei Krebspatienten zur Vorbeugung der Anthrazyklin-induzierten Kardiotoxizität eingesetzt. Der genaue Mechanismus der Kardio-protektion durch Dexrazoxan ist nicht abschließend geklärt. Im Juli 2010 wurde ein Rote-Hand-Brief zu Hinweisen auf ein erhöhtes Risiko für sekundäre Neoplasien bei mit Cardioxane® vorbehandelten Kindern versendet. Aktuell informiert der Hersteller über folgende, ab sofort gültige Anwendungsbeschränkungen: Dexrazoxan ist kontraindiziert bei Kindern und Jugendlichen aufgrund eines erhöhten Risikos für weitere primäre Neoplasien (insbesondere akute myeloische Leukämie und myelodysplastisches Syndrom), schwerwiegender Knochenmarkdepression und schwerwiegender Infektion sowie aufgrund des unzureichenden Nachweises der klinischen Wirksamkeit. Bei erwachsenen Patienten ist die Anwendung von Dexrazoxan auf fortgeschrittenen und/oder metastasierten Brustkrebs beschränkt. Die Anwendung in Kombination mit einer adjuvanten Brustkrebstherapie oder Chemotherapie mit kurativer Zielsetzung wird nicht empfohlen. >>> |
+++ ASCO 2011 +++
Phase-III-Studie beim NSCLC belegt hohe Wirksamkeit von nab-Paclitaxel plus Carboplatin bei bestimmten Subgruppen - Weitere Studien zeigen hohes Potenzial von nab-Paclitaxel-Kombinationen in der First-Line-Therapie des metastasierten Mammakarzinoms bzw. Melanoms.
Chicago – Auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Oncology (ASCO) wurden neue Studienergebnisse zu nab-Paclitaxel (Abraxane®) vorgestellt. Hierbei belegten die Daten der Studie CA031, dass die Kombination des Wirkstoffs mit Carboplatin in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC bei Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom die Ansprechrate gegenüber konventionellem Paclitaxel plus Carboplatin signifikant verbessert. Darüber hinaus bewirkte die Gabe von nab-Paclitaxel eine Verlängerung des Gesamtüberlebens der Patienten über 70 Jahre um 9,5 Monate. Ebenfalls vorgestellt wurden zwei Phase-II-Studien zum Einsatz nab-Paclitaxel-haltiger Regime in der Erstlinienbehandlung des metastasierten Mammakarzinoms bzw. des metastasierten malignen Melanoms, deren sehr gute Ergebnisse eine weitere Untersuchung in Phase-III-Studien rechtfertigen. >>>
+++ Neue Therapieoption bei fortgeschrittenem Brustkrebs +++
Halaven® (Eribulin) - eine neue Substanzklasse in der Chemotherapie
Frankfurt – In der Brustkrebstherapie sind in den letzten Jahren große Erfolge zu verzeichnen: Eine verbesserte Früherkennung durch flächendeckendes Mammographie-Screening in Deutschland, erfolgversprechende Innovationen im Bereich der Antihormontherapie und so genannte „targeted agents“ im Einsatz gegen besonders bösartige Tumoren haben zu einer kontinuierlichen Reduzierung der Mortalitätsrate geführt. Auch die Lebensqualität der Patientinnen konnte entscheidend verbessert werden. Dennoch gibt es im metastasierten Stadium des Brustkrebs nach wie vor erheblichen Innovationsbedarf. Speziell im Bereich der Chemotherapie hat sich die Weiter-entwicklung von Wirkstoffen bisher als sehr problematisch erwiesen. Mit Eribulin ist ein neues Chemotherapeutikum zugelassen, das auf einen entscheidenden Fortschritt in der Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms hoffen lässt, so Professor Dr. Gunter von Minckwitz aus Frankfurt. >>>
+++ ASCO Highlights 2011 +++
Brustkrebs und Gynäkologische Malignome
Berlin, Charité – “Patients, Pathways, Progress“ – war das Motto des „ASCO 2011“. Dies bedeutet, dass sich die Forschung immer stärker auf den Nutzen konzentriert, die den Patienten eine bestimmte Therapie erbringt. Basis hierfür ist das Verständnis der „Pathways“ des Tumorgeschehens, was letztendlich den Fortschritt in der Tumor-therapie bringt. Hierauf ist die Entwicklung moderner zielgerichteter Medikamente ausgerichtet. In den Referaten wurden wichtige Beispiele für die Erfolge dieser Forschungsaktivitäten aufgeführt, stellvertretend seien hier einige Ergebnisse genannt. So sind Bevacizumab und Enzastaurin (Angiogenesehemmer) zu nennen, die beim Ovarialkarzinom eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens von fast vier Monaten erbrachten. Ein weiteres Beispiel ist das Nierenzellkarzinom, hier wurde in den vergangenen Jahren die Therapie durch zielgerichtete Substanzen vollkommen neu gestaltet. >>>
+++ Knochenmetastasen +++
Prävention von metastasenbedingten Knochenkomplikationen bei Erwachsenen
München – Eine Integrierte Analyse aus drei Phase-III-Zulassungs-Studien mit insgesamt über 5.700 Patienten belegt die Überlegenheit des neuen Wirkansatzes bei mehr als 50 soliden Tumoren. Dies wurde im Rahmen der zweiten Akademie von Amgen „Knochen und Krebs“, die vom 27. bis 28. Mai 2011 in München stattfand vorgestellt1. Diese Metaanalyse zeigt die Überlegenheit von Denosumab (120 mg) gegenüber Zoledronsäure hinsichtlich der Verzögerung des ersten skelettalen Ereignisses (SRE) bei Patienten mit Knochenmetastasen um 17 Prozent bzw. 8,2 Monate. In dieser Analyse erwies sich Denosumab auch im Hinblick auf die Verzögerung des ersten und nachfolgender SRE um 18 Prozent überlegen. Diese Überlegenheit konnte konsistent bei allen soliden Tumor-Typen beobachtet werden. >>>
+++ Der zielgerichtete Weg zum Tumor +++
nab-Technologie ermöglicht Fortschritte in der Krebstherapie
Frankfurt/Main – Während Operation, Strahlen- und Chemotherapie neben dem Tumor auch gesunde Zellen und Organe im Körper angreifen können, ist es der Wunsch von Ärzten wie auch von Patienten, zielgerichtete Therapien zu entwickeln, die nur gegen die Krebszellen wirken. Die Taxane Paclitaxel und Docetaxel spielen schon seit Jahren eine wesentliche Rolle in der Tumortherapie. Aufgrund ihrer extrem hydrophoben Natur, benötigt man jedoch Lösungsmittel wie Cremophor EL oder Tween 80, um sie infundierbar zu machen. Wie Prof. Dr. Andreas Schneeweiss, Heidelberg, auf einer von Celgene durchgeführten Pressekonferenz ausführte, bringt dies diverse Nachteile mit sich, die das eigentliche Potenzial der Zytostatika limitieren. So bewirken Solventien etwa eine nicht-lineare Pharmakokinetik der Taxane, wodurch eine Steigerung der Standarddosis nur eine höhere Toxizität, nicht aber eine größerer Effektivität zur Folge hat. >>>

+++ Mammakarzinom +++
Bisphosphonate und Denosumab in der adjuvanten Therapie
St. Gallen, 12. Internationaler Brustkrebskongress – Für Zoledronsäure wurde in mehreren Studien ein positiver Effekt auf das krankheitsfreie Überleben und teilweise sogar auf das Gesamtüberleben bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom in der adjuvanten Therapie gezeigt. Beim Konsensus-Meeting 2011 wurde daher diskutiert, ob es für Bisphosphonate neben der Indikation „Knochengesundheit“ auch die Indikation „onkologisch adjuvante Therapie“ geben sollte. >>>
+++ ALCL-Lymphom +++
DGHO veröffentlicht Informationen zu Lymphomen bei Frauen mit Brustimplantaten
Berlin, 28. April 2011 – Die Food and Drug Administration (FDA) der USA und das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) haben kürzlich auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und einer Form von Lymphknotenkrebs hingewiesen. Aus Deutschland wurde bisher ein Fall veröffentlicht. Weltweit wurden bislang 34 Fälle publiziert, bei denen es an einem Brustimplantat zu einem anaplastischen großzelligen Lymphom (ALCL) kam. Die Patientinnen waren durchschnittlich 51 Jahre alt und die Implantierung lag im Median acht Jahre zurück. Bei weltweit fünf bis zehn Millionen Frauen mit Brustimplantaten ist laut Bundesober-behörde möglicherweise von einem sehr gering erhöhten Risiko für ein ALCL-Lymphom auszugehen. >>>
+++ Adjuvante Brustkrebstherapie im Wandel +++
Aktuelle Daten bestätigen Exemestan als Aromatasehemmer der ersten Wahl für die adjuvante Switch-Therapie beim postmenopausalen Mammakarzinom
Berlin – Aromatasehemmer haben in der adjuvanten Therapie postmenopausaler Patientinnen mit Östrogenrezeptor-positivem Mammakarzinom einen festen Stellenwert. Die Switch-Therapie mit dem steroidalen Aromatasehemmer Exemestan (Aromasin®) ist mit hohen Überlebensraten und einem beherrschbaren Nebenwirkungsprofil assoziiert. Im Rahmen eines Presse-Roundtables präsentierten renommierte Experten neue Studiendaten, die bestätigen, dass die hohe Effektivität von Exemestan nicht durch das Gewicht der Patientinnen beeinflusst wird. Ein weiterer Schwerpunkt waren strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Compliance. Dabei wurde deutlich, dass Exemestan sich im Vergleich zu dem nichtsteroidalen Aromatasehemmer Anastrozol durch eine günstigere Knochenverträglichkeit9 und ein signifikant geringeres Osteo-poroserisiko auszeichnet. >>>
+++ Mammakarzinom +++
Gestagenkomponente bestimmt bei kombinierter HRT das Brustkrebsrisiko
Düsseldorf – Die kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) geht nach den Ergebnissen der WHI-Studie mit einem leicht erhöhten Brustkrebsrisiko einher. Dieses Risiko wird der aktuellen Datenlage zufolge wesentlich von der Gestagenkomponente bestimmt. Kohortenstudien sowie Fall-Kontroll-Analysen weisen darauf hin, dass Kombinationen mit Dydrogesteron (z. B. in Femoston®) die Wahrscheinlichkeit für ein Mammakarzinom nicht signifikant über das Grundrisiko hinaus erhöhen. Günstige Daten gibt es laut Professor A. O. Mueck, Tübingen, für das neutrale Gestagen auch im Hinblick auf das HRT-assoziierte Insult- und Thromboserisiko. Diese Studiendaten, die per definitionem Teil der Evidenz-basierten Medizin sind, sollten, neben der S3-Leitlinie zur HRT, bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden, betonte er bei einem Symposium auf dem Fortbildungskongress der Frauenärztlichen Bundesakademie in Düsseldorf. >>>
+++ Brustkrebs im Frühstadium +++
Neun Studien belegen: Die Anwendung von Oncotype DX® ist kosteneffizient und reduziert die Anzahl adjuvanter Chemotherapien beim Mammakarzinom
Zürich, 16. März 2011 – Im Rahmen der 12. Internationalen Brustkrebs-Konferenz in St. Gallen, Schweiz, präsentierte Genomic Health, Inc. die Ergebnisse von neun Studien, in denen der Einsatz des Oncotype DX® Breast Cancer Assay bei Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium untersucht wurde. Die Studien zeigen, dass sich die Therapieempfehlungen der behandelnden Ärzte in Großbritannien, Deutschland und Spanien in rund 33 Prozent der Fälle nach Kenntnis der Ergebnisse von Oncotype DX® (Recurrence Score®) änderten. Dieser Anteil ist vergleichbar mit Ergebnissen aus US-Studien. Ergebnisse gesundheitsökonomischer Studien aus verschiedenen Ländern belegten außerdem, dass der Einsatz von Oncotype DX® kosteneffizient ist. >>>
+++ 15 Jahre Bondronat +++
Bewährte Therapie bei ossär metastasiertem Mammakarzinom
Frankfurt - Der Einsatz des Bisphosphonat Ibandronat (Bondronat®) hat sich nun schon seit fünfzehn Jahren in der Supportivtherapie des metastasierten Mammakarzinoms bewährt. Bei etwa 75 Prozent der Patientinnen mit Mammakarzinom erfolgt eine ossärer Metastasierung. Dies stellt eine hohe Gefährdung für skelettale Ereignisse und oft starke Knochenschmerzen dar. Der Einsatz von Bisphosphonaten ist mittlerweile ein integraler Bestandteil der multimodalen, mechanismus-orientierten Schmerztherapie. „Seit 15 Jahren wird das stickstoffhaltige Bisphosphonat Ibandronat in der Therapie von Krebspatienten eingesetzt und hat seine Wirksamkeit und Verträglichkeit in den vergangenen Jahren umfassend unter Beweis gestellt“, sagte Professor Ingo J. Diel, Mannheim. >>>
+++ Sicher und früh diagnostiziert – fast immer geheilt +++
Höhere Heilungschancen durch verbesserte Brustkrebs-Diagnostik
Lübeck – Brustkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen. Die Erkrankung ist zumeist heilbar, wenn sie sicher und früh erkannt und optimal behandelt wird. Ein 2001 in Schleswig-Holstein initiiertes Projekt zur „Qualitätssicherung in der Diagnostik von Brustkrebs“ (QuaMaDi) hat sich zum Ziel gesetzt, die Diagnosestellung bei Verdacht auf einen bösartigen Tumor in der Brust zu verbessern. In einer von der Deutschen Krebshilfe mit 161.000 Euro geförderten Studie fanden die Wissenschaftler um Professor Dr. Alexander Katalinic vom Institut für Krebsepidemiologie der Universität zu Lübeck nun heraus, dass durch diese Versorgungsform die Heilungschancen nach der Diagnose Brustkrebs erhöht werden. Als einen Grund hierfür sehen die Forscher die durch das Qualitätssicherungsprogramm gewährleistete sichere und frühe Diagnose der Erkrankung. Etwa 300 Gynäkologen und 100 Radiologen beteiligen sich am Projekt zur Qualitätssicherung in der Röntgen-Diagnostik von Brustkrebs. >>>
+++ Brustkrebs früh erkennen +++
Wie helfen neue Ultraschallverfahren?
Mainz, 21. Oktober 2010 – Vor einigen Jahren wurde in Deutschland das Mammografie-Screening zur Früherkennung des Mammakarzinoms bei 50- bis 69-jährigen Frauen eingeführt. Das Ziel der Früherkennung besteht in der Verbesserung der Heilungsraten. Die Mammografie zeigt gute Erfolge bei älteren Frauen mit geringerer Dichte des Brustgewebes. Bei jungen Frauen ist das Drüsengewebe meist dicht. Da hier die Absorption von Röntgenstrahlen hoch ist, werden Karzinome oft übersehen. Ergebnisse großer Ultraschallstudien zeigen, dass die moderne Ultraschalltechnik die Einsatzmöglichkeiten der Mammasonografie wesentlich erweitert hat. Die Methode sollte daher nicht nur als Ergänzung zur Mammografie zum Einsatz kommen, sondern auch zur eigenständigen Diagnostik. >>>
+++ 10 Jahre Herceptin® +++
HER2-positiver Rezeptorstatus als signifikanter Überlebensvorteil
Frankfurt am Main, September 2010 – Die Entwicklung von Trastuzumab (Herceptin) hat die Brustkrebstherapie revolutioniert. Wurde die Diagnose eines HER2-positiven Mammakarzinoms zuvor mit einer ungünstigen Prognose assoziiert, steht den betroffenen Patientinnen seit 10 Jahren eine moderne und zielgerichtete Therapieoption zur Verfügung, die den HER2-positiven Rezeptorstatus in einen signifikanten Überlebensvorteil gewandelt hat. Zahlreiche internationale Studien belegen die Überlegenheit der Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms mit Trastuzumab gegenüber Trastuzumab-freien Behandlungsschemata. Beispielhaft dafür steht HERA, ein Studien-programm mit weltweit über 5.000 Patientinnen mit HER2-positiven Brustkrebs im Frühstadium, das die Trastuzumab-Therapie über ein oder zwei Jahre plus Chemotherapie mit alleiniger Chemotherapie vergleicht. >>>
+++ Radiotherapie bei Mammakarzinom +++
TARGIT Verfahren mit INTRABEAM® verkürzt Brustkrebstherapie
München 27. September 2010 – Eine der derzeit innovativsten Behandlungsmethoden im Kampf gegen Brustkrebs wird im Rahmen des 58. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) vom 5. bis 8. Oktober in München vorgestellt. Das sogenannte TARGIT Verfahren, die gezielte, hochdosierte Bestrahlung mit INTRABEAM® noch während der operativen Tumorentfernung, verkürzt die mehrwöchige Nachbestrahlung für Patientinnen mit kleinem Mammakarzinom oder erspart sie ihnen sogar ganz. Patientinnen auf der ganzen Welt steht nun eine kürzere und insgesamt schonendere Behandlungsmethode im Kampf gegen Brustkrebs zur Verfügung. Die Wirksamkeit des Verfahrens belegt die TARGIT-A-Studie (TARGeted Intraoperative radioTherapy), eine der größten klinischen Studien im Bereich der intraoperativen Strahlentherapie. >>>
+++ Hirnmetastasen bei Brustkrebs +++
Mit Strahlentherapie die Lebensqualität verbessern
Berlin – Im fortgeschrittenen Stadium einer Brustkrebserkrankung bilden sich häufig Metastasen im Gehirn. Ziel der Behandlung ist es dann, die Beschwerden der Betroffenen zu lindern und ihre Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern. Die Strahlentherapie leistet hier einen wichtigen Beitrag. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in einer aktuellen Handlungsleitlinie hin. Zunächst verursachen Hirnmetastasen keine Beschwerden. Später leiden die Patientinnen jedoch unter heftigen Kopfschmerzen und neurologischen Ausfällen. „Oft sind diese ein Zeichen für einen erhöhten Hirndruck, der durch den wachsenden Tumor und die Flüssigkeit verursacht wird”, berichtet Professor Dr. med. Rita Engenhart-Cabillic. >>>
+++ Optimale Versorgung von Brustkrebspatientinnen +++
Wie gut sind Prävention, Behandlung und Nachsorge wirklich?
Brigitte Overbeck-Schulte Bundesvorsitzende Frauenselbsthilfe nach Krebs, Bonn
Hamburg, Senologie-Kongress 2010 – In der Krebsforschung werden ständig neue Entdeckungen gemacht, Screening-Programme zur Früherkennung von Krebs werden von den Krankenkassen aufgelegt, es bilden sich hoch spezifizierte Krebszentren, der psychoonkologischen Betreuung wird eine immer stärkere Bedeutung im Versorgungskontext beigemessen. Es hat in den vergangenen Jahren zudem eine sehr erfreuliche Entwicklung hin zu mehr Patientenorientierung gegeben. Ein Meilenstein war die Einführung der Pflichtförderung von Selbsthilfeorganisationen durch die Sozialversicherungsträger (§ 20 SGB V) im Jahr 2000 und die Einführung der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss (§ 140 f SGB V GMG) im Jahr 2004. Durch diese Maßnahmen des Staates hat die Selbsthilfe und somit die Patientenorientierung eine wesentliche Aufwertung erfahren. Selbsthilfeorganisationen sind heute ein integrativer Bestandteil und wesentlicher Akteur im Versorgungssystem. Es tut sich also viel im Bereich der Versorgung von Krebserkrankten. Aber wie gut sind Prävention, Behandlung und Nachsorge bei näherer Betrachtung wirklich? >>>
+++ S3-Leitlinie Brustkrebs +++
Welchen Nutzen haben Aufklärung und Information für das Arzt-Patienten-Verhältnis?
Professor Dr. med. Rolf Kreienberg Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm
Hamburg, Senologie-Kongress 2010 – Evidenz- und konsensusbasierte Leitlinien nehmen gerade im onkologischen Bereich einen zunehmenden Stellenwert ein. Hierbei werden nach systematischen Literaturrecherchen methodisch hochwertige wissenschaftliche Publikationen identifiziert und analysiert. An erster Stelle stehen Quellen aggregierter Evidenz (bereits existierende evidenzbasierte Leitlinien, Systematic Reviews, HTA-Berichte) sowie prospektiv randomisiert-kontrollierte Studien. Nach Bewertung von entsprechenden Endpunkten und Effekten der Studien werden durch Konsensusverfahren klinische Handlungsalgorithmen für den Arzt festgelegt. Die Entwicklung solcher evidenzbasierter Empfehlungen und Statements ist jedoch nicht nur für den Kliniker hilfreich, sondern letztlich auch für den Patienten und Betroffenen selbst. Onkologische Patienten beziehen heute ihre Informationen in stärkerem Maße als früher aus elektronischen Medien wie dem Internet. >>>
+++ Onkologische Qualitätssicherung in Deutschland +++
Welchen Beitrag leisten zertifzierte Brustzentren? – Eine Bilanz
Professor Dr. med. Diethelm Wallwiener, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Senologie, Geschäftsführender Direktor der Universitäts-Frauenklinik Tübingen
Hamburg, Senologie-Kongress 2010 – Die Fakten zur Häufigkeit von Brustkrebs zeigen nach wie vor, wie hoch der Handlungsbedarf bei diesem Thema ist: Das Mammakarzinom ist die häufigste maligne Tumorerkrankung der Frau. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts erkranken in der Bundesrepublik jährlich etwa 47.500 Frauen neu an Brustkrebs, andere Quellen gehen von etwa 55.000 Neuerkrankungen aus. Das mittlere Lebenszeitrisiko beträgt in Deutschland 9,2 Prozent; es erkrankt somit durchschnittlich jede 11. Frau im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Wir haben das Ziel, für die betroffenen Frauen optimale Therapien anzubieten und gleichzeitig die Verpflichtung zur Qualitätssicherung. Dies ist nur möglich, wenn Therapiekonzepte auf der Basis evidenz-basierte Medizin- und Versorgungsforschung überprüft werden. Dafür haben wir gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte multidisziplinäre Brustzentren initiiert. >>>
+++ EMBRACE-Phase-III-Studie +++
ASCO 2010: Eribulin und das Gesamtüberleben bei lokal rezidivierendem oder metastatischem Brustkrebs
Chicago, 6. Juni 2010 - Die Ergebnisse einer Phase-III-Studie, die anlässlich der Jahresversammlung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentiert wurden, belegen, dass Eisais Eribulin-Mesylat die durchschnittliche Gesamtüberlebensdauer bei Patientinnen mit stark vorbehandeltem metastatischem Brustkrebs wesentlich verbessert hat. Diese Ergebnisse wurden im Rahmen einer von der ASCO gesponserten Pressekonferenz präsentiert; weitere Details zur Studie werden in einer mündlichen Präsentation am 8. Juni 2010 bekannt gegeben. Außerdem sollen diese Ergebnisse anlässlich des Programms „2010 Best of ASCO Meeting“ präsentiert werden, das in den USA sowohl in San Francisco als auch in Boston sowie auch in verschiedenen anderen Ländern der Welt in den Monaten nach der ASCO-Jahresversammlung gehalten werden wird. >>>
+++ Brustkrebs mit Lymphknotenbefall +++
Strahlentherapie verbessert die Überlebenschancen
Berlin - Erhalten Brustkrebspatientinnen mit befallenen Lymphknoten nach einer Operation eine Strahlentherapie, so verbessern sich ihre Überlebenschancen. Dies gilt unabhängig von der Anzahl der betroffenen Lymphknoten sowie davon, ob die Ärzte nur Teile oder die gesamte Brust entfernt haben. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich neuerer Untersuchungen hin. Eine postoperative Strahlentherapie wird in den Leitlinien nur für den Befall von vier oder mehr Lymphknoten empfohlen. „Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass diese Einschränkung überdacht werden muss”, so DEGRO-Präsidentin Professor Dr. Rita Engenhart-Cabillic. Sie verweist auf eine große dänische Studie mit über 1.150 Patientinnen, die eine postoperative Strahlentherapie erhielten. Diese konnte bei allen Patientinnen die Rückfallquote deutlich senken. „Auch die Überlebensrate stieg signifikant an – ein Effekt, der noch 15 Jahre später nachweisbar war”, so die Radioonkologin. >>>
+++ Monotherapie des metastasierten Mammakarzinoms +++
AGO erweitert 2010 Empfehlung für Capecitabin-Monotherapie
Zusätzlich zu den bisherigen Empfehlungen wird die Monotherapie mit Capecitabin (Xeloda®) in den aktuellen Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) erstmals als wirksame First-Line-Therapie positiv bewertet (+). Die AGO empfiehlt Capecitabin als Monotherapie auf Grund der guten Datenlage nun auch als palliative Chemotherapie für die Erstlinienbehandlung. Auch für Patientinnen, bei denen eine sehr intensive Kombinationstherapie nicht in Frage kommt oder solche, die keinen Haarverlust akzeptieren möchten, bietet Capecitabin mono eine ideale Therapieoption. Die gute Verträglichkeit von Capecitabin bei einer hohen Wirksamkeit konnte Stockler in einer randomisierten Phase-III-Studie mit 323 Patientinnen nachweisen. >>>
+++ Leptomeningeale Metastasen +++
Frühzeitige und gezielte Diagnose - effektive und sichere Therapie mit liposomalem Cytarabin
Berlin – Leptomeningeale Metastasen (Meningeosis neoplastica, MN) treten bei 5 – 15 Prozent aller Krebserkrankungen auf, am häufigsten bei Lungen- oder Mammakarzinomen, Melanomen und B-Zell-Lymphomen. Unbehandelt führt die MN innerhalb weniger Wochen zum Tod. In Anbetracht dieser Tatsache wird deutlich, von welch hohem Stellenwert eine frühzeitige und sorgfältige Diagnosestellung und eine darauf basierende effektive Therapie ist. Zwei aktuelle Untersuchungen, die im Rahmen des diesjährigen Krebskongresses (DKK) in Berlin vorgestellt wurden, liefern wichtige Erkenntnisse hinsichtlich Diagnostik und Therapie. So belegt die retrospektive Studie von PD Dr. med. Herwig Strik, Marburg, bei 112 Patienten1, dass bei hämatologischen Neoplasien die Liquordiagnostik der Magnetresonanztomographie (MRT) in der Sensitivität deutlich überlegen ist, während das MRT bei soliden Tumoren mit der Liquorzytologie vergleichbar ist. >>>
+++ HER2-positives Mammakarzinom +++
Neue 1st-line Perspektive: Kombination Vinorelbin + Trastuzumab - effektive und verträgliche Alternative zur Standardtherapie
Freiburg - Eine First-line-Therapie mit Vinorelbin i.v. in Kombination mit Trastuzumab ist beim fortgeschrittenen HER2-positiven Mammakarzinom ebenso effektiv, jedoch verträglicher, als die bisherige Standardtherapie Docetaxel + Trastuzumab. Dies hat eine Phase-III-Studie gezeigt, deren Ergebnisse im März 2010 auf der European Breast Cancer Conference (EBCC) in Barcelona präsentiert wurden. Diese Daten sind konsistent mit den Ergebnissen der Studien zu Vinorelbin ORAL + Trastuzumab und bestätigen damit diese orale Therapieoption als effektive, gut verträgliche und für Patientinnen optimale Behandlung. >>>
+++ Endokrine Therapie des Mammakarzinoms +++
Compliance erhalten - Überlebensvorteil sichern
Berlin – Aromatasehemmer (AH) sind ein wichtiger Bestandteil der adjuvanten endokrinen Therapie beim postmenopausalen östrogenrezeptorpositiven Mammakarzinom. Die klinische Realität zeigt jedoch, dass rund 40 Prozent der Patientinnen ihre Medikamente nach bereits zwölf Monaten nicht mehr konsequent einnehmen. Diese Problematik diskutierten Gynäkologen und Onkologen anlässlich des Deutschen Krebskongresses. Dabei wurden Aspekte des individuellen Therapiemanagements besprochen, die sich unterstützend für die Patientinnen auswirken. Eine Option bei Unverträglichkeiten unter einem nichtsteroidalen AH kann beispielsweise der Wechsel auf den steroidalen AH Exemestan sein. >>>
+++ Zukunft der Brustkrebstherapie +++
Überleben und Verträglichkeit für Brustkrebspatinnen in der endokrinen Therapie
Frankfurt am Main 20. April 2010 – Das Alter ist der Hauptrisikofaktor für onkologische Erkrankungen. Bereits heute gibt es jährlich etwa 57.000 Brustkrebs-Neuerkrankungen in Deutschland. Die klinische Entwicklung und Zukunft der Brustkrebstherapie wird von tumorspezifischen und individuellen Faktoren bestimmt. Die endokrine Therapie als frühe Form der gezielten Therapie ist integraler Bestandteil der Brustkrebsbehandlung für hormonrezeptor positive Tumore. Exemestan hemmt mit seiner Sexualhormon-verwandten Struktur irreversibel die Aromatase und somit die Synthese von Östrogenen. Durch die steroidale Struktur scheint sich Exemestan im Toxizitätsprofil von anderen Aromatasehemmer (AH) zu differenzieren. „Ein wichtiger Bestandteil der adjuvanten endokrinen Therapie beim postmenopausalen Östrogenrezeptor-positiven Mammakarzinom sind AH. Valide Daten zum Einsatz der AH in der Sequenz-Therapie liefert die IES-Studie. >>>
+++ Osteo-Onkologie +++
Knochen vor Metastasen und krankheitsbedingter Osteopathie schützten!
Paris, 12. März 2010 – Zu den häufigsten Symptomen von Knochenmetastasen gehören Schmerzen. Die Krebszellen verändern die Struktur des Knochens und beeinträchtigen seine Stabilität, so dass die Gefahr von Brüchen deutlich steigt. Breiten sich die Metastasen im Bereich der Wirbelsäule aus, können sie auch das Rückenmark beschädigen und zu Lähmungen führen. Je früher Knochenmetastasen entdeckt werden, desto besser ist es für die Patienten. Denn es gibt heute eine Reihe wirksamer Behandlungsmethoden, die nicht nur die Symptome lindern, sondern das Wachstum der Metastasen hemmen. Ein neuer Therapieansatz kann helfen, dass auch Knochen zielgerichtet vor Metastasen und krankheitsbedingter Osteopathie geschützt werden. >>>
+++ Drei Jahre Erfahrungen mit Sorafenib +++
Targeted Therapy: Behandlungsalltag heute und morgen
Berlin – Die Targeted Therapy von soliden Tumoren mit Biologicals haben sich unbestreitbar bewährt. Die dabei eingesetzten innovativen Wirkstoffe sind so unterschiedlich wie die Indikationen, bei denen sie eingesetzt werden: Leberkarzinom (HCC), Nierenzellkarzinom (RCC), Schilddrüsenkarzinom, Mamma-karzinom und die akute Myeloische Leukämie (AML). Sorafenib ist ein innovatives, hochwirksames Biological, das zur Gruppe der Tyrosin-Kinase-Inhibitoren (TKI) gehört. Sorafenib wird dieser Wirkstoffgruppe zugeordnet, weil es spezifische, als Protein-Kinasen bezeichnete Enzyme blockiert. In der Behandlung des Nieren- und Leberzellkarzinoms besitzt Sorafenib bereits einen fixen Stellenwert. Studien evaluieren jedoch noch zusätzliche Einsatzbereiche, etwa im adjuvanten Setting. >>>
+++ Radiotherapie nach Brustkrebs +++
Mehr Lokalrezidive nach verzögerter Radiotherapie?
Boston, 3. März 2010 – An eine brusterhaltende Operation sollte möglichst rasch eine Radiotherapie anschließen. Jede Verzögerung erhöht nach einer Analyse des US-Krebsregisters das Risiko eines späteren Lokalrezidivs (BMJ 2010; 340: c845). 18.050 Patientinnen im Alter von über 65 Jahren, die das Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER)-Programm zwischen 1991 und 2002 erfasste, mussten durchschnittlich 34 Tage auf den Beginn der Strahlentherapie warten. Bei 30 Prozent der Frauen vergingen sogar mehr als 6 Wochen. Diese Verzögerung hatte, so Rinaa Punglia vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston, einen Anstieg um 19 Prozent (Hazard Ratio 1,19; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,01-1,39) in der Rate der Lokalrezidive zur Folge. Ob dies auch zu einer Verschlechterung im Gesamtüberleben führt, konnte die Forscherin nicht feststellen, da die mittlere Nachbeobachtungszeit nur 5,4 Jahre betrug und ein Einfluss erst nach einer Zeit von 10 bis 15 Jahren zu erwarten sei. Das wäre bei den Seniorinnen aus Altersgründen möglicherweise nicht nachweisbar. >>>
+++ Rank-Ligand-Inhibition in der Osteo-Onkologie +++
Knochen zielgerichtet vor Metastasen und krankheitsbedingter Osteopathie schützen
Berlin, DKK – Das Knochenskelett ist die häufigste Lokalisation von Metastasen bei Brust- und Prostatakarzinom. Zudem siedeln das multiple Myelom, Lungenkrebs und das kolorektale Karzinom häufig im Knochenmark und Knochengewebe ab. Tumorzellen stimulieren mit ihren Wachstumsfaktoren den Knochenumbau. Sie sind in der Lage, Faktoren zu produzieren, die direkt oder indirekt die Osteoklastenaktivität beeinflussen und so zu einer tumor-bedingten Osteopathie führen. Krebszellen und Knochenzellen bilden somit einen Circulus vitiosus. Die modernen Therapien haben deutlich dazu beigetragen, auch bei Metastasen und weiteren Tumorfolgeschäden die Lebensqualität von Krebspatienten zu verbessern. Ein neuer Therapieansatz kann helfen, dass auch Knochen zielgerichtet vor Metastasen und krankheitsbedingter Osteopathie geschützt werden. >>>
+++ HER2-Status an der Mammastanzbiopsie +++
Wie zuverlässig ist die Immunhistochemie?
Berlin, DKK - Heutzutage wird der HER2-Status eines Mammakarzinoms häufig bereits am Stanzbiopsiematerial im Rahmen der Primärdiagnostik bestimmt. Bei Einsatz der Immunhistochemie (IHC) an den Stanzbiopsien wurden kürzlich Falsch-Positiv-Raten von bis zu 20% berichtet. Um zu klären, ob die generelle Bestätigung positiver immunhistochemischer Resultate (3+-Score) mittels Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) notwendig ist, wurde die Zuverlässigkeit der IHC-Positivität an Stanzbiopsien im Vergleich zu Operations-Präparaten in einer Multizenter-Studie analysiert. >>>
+++ Ratgeber für betroffene Frauen +++
Erste Patientenleitlinie zum Brustkrebs vorgestellt
Auf dem Deutschen Krebskongress vom 24. bis 27. Februar 2010 in Berlin wird die erste nationale Patientenleitlinie zum Thema Brustkrebs vorgestellt - ein Meilenstein für die Information betroffener Frauen. Die Patientenleitlinie behandelt die Ersterkrankung an Brustkrebs und DCIS (duktales Karzinom in situ, englisch: ductal carcinoma in situ), einer Sonderform des Brustkrebses. Der Ratgeber entstand auf Basis der interdisziplinären Stufe-3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms und übersetzt die medizinisch-wissenschaftlichen Behandlungs-empfehlungen in eine für Laien verständliche Sprache. Die Leitlinie soll allen stationären und ambulanten Einrichtungen, die Brustkrebs behandeln, zur Verfügung gestellt werden. Sie wird auch über die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. verteilt. Ab dem 24. Februar ist die Leitlinie auf die Homepage der DGGG abrufbar unter www.dggg.de. >>>
+++ Neue Studie zur Misteltherapie +++
Verbesserung der Lebensqualität für Brustkrebspatientinnen während einer Chemotherapie
Eine prospektive randomisierte offene Pilotstudie ergab eine Verbesserung der Lebensqualität bei zusätzlich zur Chemotherapie mit Iscador® M 5 mg spezial (anthroposophisches Mistelpräparat) behandelten Brustkrebspatientinnen. Die durch Chemotherapie induzierte Neutropenie trat in der Iscador®-Gruppe tendenziell weniger häufig auf als in der Kontroll-Gruppe. In der Pilotstudie wurde bei 61 Patientinnen mit Mammakarzinom eine Chemotherapie alleine mit der additiven Misteltherapie verglichen. >>>
+++ Adjuvante endokrine Therapie +++
Antwort auf einige drängende Fragen
Vom 9. – 13.12.2009 fand in San Antonio, Texas, das 32. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) statt. Internationale Experten stellten die neuesten Entwicklungen in der Therapie des Mammakarzinoms vor, Updates laufender Studien und aktuelle Daten zu neuen Therapieoptionen in adjuvanter oder metastasierter Krankheitssituation. So wurden auch Studienergebnisse präsentiert, die einige der drängenden Fragen beantworten, die sich in der Praxis der adjuvanten endokrinen Therapie stellen. >>>
+++ 20 Jahre Bisphosphonat-Forschung +++
Brustkrebspatienten mit Knochenmetastasen profitieren von Ibandronat
Vor 150 Jahren als Waschmittelzusatz in der chemischen Industrie entwickelt, sind sie heute längst integraler Bestandteil in der Therapie maligner und benigner Knochenerkrankungen: Bisphosphonate. Bereits seit über 20 Jahren forscht die Roche Pharma AG an dieser Wirkstoffgruppe. Nach Etidronat (Diphos®) und Clodronat (Ostac®) ist mit Ibandronat (Bondronat®) mittlerweile seit Oktober 1996 ein stickstoffhaltiges Bisphosphonat der dritten Generation im Markt und seit 2003 zur Behandlung von Knochenmetastasen bei Patienten mit Mammakarzinom zugelassen. Es reduziert effektiv skelettale Ereignisse und Schmerzen, verfügt über ein günstiges Verträglichkeitsprofil und verbessert die Lebensqualität der Betroffenen. >>>
+++ Mammographie kann Brustkrebs-Risiko erhöhen +++
Meta-Analyse: Experten befürchten, dass die weibliche Brust in jungen Jahren besonders „röntgensensibel“ ist.
CHICAGO - Frauen mit einem genetisch oder familiär erhöhten Brustkrebsrisiko wird häufig schon in jungen Jahren zur jährlichen Mammografie geraten. Das Screening könnte einer Meta-Analyse zufolge, die auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America in Chicago vorgestellt wurde, jedoch das Brustkrebsrisiko weiter erhöhen, sagt Marijke C. Jansen-van der Weide, Ph.D., Epidemiologe der Abteilung für Epidemiologie und Radiologie am University Medical Center Groningen in den Niederlanden. Die Epidemiologin errechnet eine gepoolte Odds Ratio von 1,63 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,92-2,90) für die Gesamtgruppe. Die Mammografie würde demnach das Brustkrebsrisiko tendenziell um 63 Prozent erhöhen. >>>

| +++ Vorsorgliche Brustentfernung nicht immer nötig +++ Größte Studie zum Zweiterkrankungsrisiko bei familiärem Brustkrebs Köln (ng) – Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland: Jede zehnte Frau ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen. In fünf bis zehn Prozent der Fälle wird die Erkrankung vererbt. Meist sind dafür Veränderungen in den Brustkrebsgenen BRCA1 oder BRCA2 die Ursache. Bei Trägerinnen solcher Genveränderungen besteht neben einem deutlich erhöhten Erkrankungsrisiko außerdem die Gefahr, dass sich im Laufe der Zeit auch in der anderen Brust ein bösartiger Tumor entwickelt. Dies führt dazu, dass sich viele betroffene Frauen bereits nach der Erstdiagnose beide Brüste entfernen lassen. Mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe hat das Deutsche Konsortium für Familiären Brust- und Eierstockkrebs nun die weltweit größte Studie zum Zweiterkrankungsrisiko vorgelegt. Die Ergebnisse ermöglichen erstmals eine individuelle Risiko-Abschätzung bei den Betroffenen. Die Deutsche Krebshilfe hat diese Studie mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert. >>> |
+++ Wann wirkt Chemotherapie bei Brustkrebs? +++
Charité-Studie zu Interaktion zwischen Immunsystem und Tumorzellen
Berlin, 18.11.2009 - Der Erfolg einer Chemotherapie bei Brustkrebs hängt stark vom Immunsystem der Patientin ab. Das beschreiben jetzt Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin im aktuellen Journal of Clinical Oncology*. Die Arbeitsgruppe um Professor Carsten Denkert vom Institut für Pathologie am Campus Charité Mitte hat in Zusammenarbeit mit der German Breast Group und Siemens Healthcare Diagnostics herausgefunden, dass eine Chemotherapie bei Brustkrebspatientinnen besonders gut wirkt, wenn bereits vor Beginn der Behandlung Abwehrzellen im Tumorgewebe festzustellen sind. Dann ist das Immunsystem im Bereich des Tumors aktiviert und kann die Wirkung der Chemotherapie verstärken. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor unter der Therapie vollkommen verschwindet, ist in diesem Fall deutlich höher. >>>
+++ Brustkrebs mit Lymphknotenbefall +++
Strahlentherapie verbessert die Überlebenschancen
Berlin – Erhalten Brustkrebspatientinnen mit befallenen Lymphknoten nach einer Operation eine Strahlentherapie, so verbessern sich ihre Überlebenschancen. Dies gilt unabhängig von der Anzahl der betroffenen Lymphknoten sowie davon, ob die Ärzte nur Teile oder die gesamte Brust entfernt haben. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich neuerer Untersuchungen hin. Eine postoperative Strahlentherapie wird in den Leitlinien nur für den Befall von vier oder mehr Lymphknoten empfohlen. „Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass diese Einschränkung überdacht werden muss”, so DEGRO-Präsidentin Professor Dr. med. Rita Engenhart-Cabillic. Sie verweist auf eine große dänische Studie mit über 1.150 Patientinnen, die eine postoperative Strahlentherapie erhielten. Diese konnte bei allen Patientinnen die Rückfallquote deutlich senken. „Auch die Überlebensrate stieg signifikant an – ein Effekt, der noch 15 Jahre später nachweisbar war”, so die Radioonkologin. >>>
 © Kooperationsgemeinschaft Mammographie | +++ Informationsfilm zum Mammographie-Screening-Programm +++ Köln - Einen Informationsfilm über das Mammographie-Screening-Programm bietet die Kooperationsgemeinschaft Mammographie ab sofort auf ihren Internetseiten an. In dem sechs Minuten langen Film wird der Ablauf der Untersuchung gezeigt und durch wichtige Informationen und Fakten zum Thema Brustkrebs ergänzt. Experten erläutern das Mammographie-Screening und gewähren einen Blick hinter die Kulissen. Experten erklären, wie das Mammografie-Screening funktioniert und gewähren einen Blick hinter die Kulissen."Wir möchten, dass sich Frauen durch den Film ein konkretes Bild machen können, was sie bei der Untersuchung erwartet und dass sie über das Screening-Programm gut informiert sind", sagt Thorsten Kolterjahn, Vorsitzender des Beirates der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Auf der Webseite www.mammo-programm.de gibt es ausführliche und ergänzende Informationen. Hier können interessierte Frauen Faltblätter und Broschüren zum Thema herunterladen. >>> |
+++ Frauen mit frühem Hormonrezeptorpositivem Brustkrebs +++
Langzeit-Follow-up der IES-Studie nach 91 Monaten: Langfristiger, über die Therapie hinaus reichender Überlebensvorteil durch Switch auf Exemestan bestätigt
Berlin – Ein Langzeit-Follow-up der Intergroup-Exemestan-Studie (IES) zeigt für den Switch auf Exemestan bei Frauen mit frühem Hormonrezeptorpositivem Brustkrebs eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens gegenüber der alleinigen Tamoxifengabe. Prof. Charles Coombes, London, der Studienleiter der doppelblind und randomisiert geführten, internationalen IES-Studie, stellte auf dem größten europäischen Krebskongress, ECCO 15/ESMO 34 in Berlin, Daten zu einer aktuellen Nachbeobachtung von im Median 91 Monaten vor. Dabei konnten frühere Studienergebnisse bestätigt und ein weiterer Beitrag zu der überzeugenden Datenlage von Exemestan in der Switch-Therapie geleistet werden. Bei einem Pressegespräch erläuterte der Leiter des deutschen IES-Steuerungsausschusses, Professor Olaf Ortmann, Universitätsfrauenklinik Regensburg, dass bei Unverträglichkeiten unter nichtsteroidalen Aromatasehemmern ein Wechsel auf Exemestan wegen seiner steroidalen Molekülstruktur eine sinnvolle Strategie sein kann. >>>
+++ Transarterielle Chemoembolisation +++
Lebenserwartung bei Lebermetastasen deutlich erhöht
Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Klinikums der J. W. Goethe-Universität unter der Leitung von Direktor Prof. Dr. Thomas Vogl hat die Wirksamkeit von Medikamentenkombinationen im Rahmen der Transarteriellen Chemoembolisation (TACE) untersucht. Im Zuge dieser Studie wurden über 200 Patientinnen behandelt, die unter durch Brustkrebs verursachten Lebermetastasen leiden. Ergebnis der Untersuchung: Die innovative Behandlungsmethode kann die Lebenserwartung von Patienten deutlich erhöhen und hilft ebenso als Überbrückungstherapie für Erkrankte, die vor weiteren Therapien stehen. Außerdem bestätigte die Studie, dass durch die neue Behandlungsmethode Lebertumore in vielen Fällen verkleinert und die Metastasenanzahl deutlich verringert werden kann. >>>
+++ Einsatz von Exemestan in der adjuvanten endokrinen Therapie +++
Aktuelle Aspekte der Switch-Therapie: Interview mit dem Brustkrebsexperten Professor Dr. med. Michael Untch, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiter des Brustzentrums am Helios Klinikum Berlin-Buch.
Wie die St. Gallener Expertenkonferenz in diesem Frühjahr betonte, sollten Aromatasehemmer (AH) ein Teil der Standardtherapie in der adjuvanten Behandlung von postmenopausalen Patientinnen mit frühem Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom sein. Im folgenden Interview beleuchtet der Brustkrebsexperte Professor Dr. med. Untch, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiter des Brustzentrums am Helios Klinikum Berlin-Buch, wichtige Gesichtspunkte einer Switch-Therapie mit Exemestan. >>>
+++ First-Line-Therapie des metastasierten Mammakarzinoms +++
AVADO-Studie bestätigt Wirksamkeit und Sicherheit des Angiogenese-Hemmers Bevacizumab in Kombination mit Taxanen in der First-Line-Therapie des metastasierten Mammakarzinoms
Erhalten Patientinnen mit metastasiertem HER2-negativem Mammakarzinom im Rahmen der First-Line-Behandlung zusätzlich zur Taxantherapie Bevacizumab, lässt sich das Rezidivrisiko um 40-50% reduzieren. Dies zeigte die randomisierte Phase-III-Studie AVADO (Avastin-Docetaxel). Neue Daten zur Studie wurden auf dem ASCO 2009 präsentiert und bestätigen den Therapieerfolg des Angiogenese-Hemmers unabhängig vom Alter der Patientin, dem Hormonrezeptorstatus des Tumors, der Anzahl der Metastasenlokalisationen oder einer gegebenenfalls vorausgegangenen adjuvanten Chemotherapie. Bereits die Zulassungsstudie E2100 für die First-Line-Therapie mit Bevacizumab von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom zeigte bei Hinzunahme von Bevacizumab zur Paclitaxel-Monotherapie eine Reduzierung des Rezidivrisikos um 50 % (HR 0,48;p<0,0001). >>>
+++ Meningeosis neoplastica bei Mammakarzinom – ein Notfall! +++
Nach gesicherter Diagnose muss sofort gehandelt werden
Die Meningeosis neoplastica bei Mammakarzinom ist zumeist Ausdruck einer fortgeschrittenen Erkrankung und die Symptome schränken die Lebensqualität der betroffenen Patientinnen erheblich ein. Unbehandelt führt die MN innerhalb weniger Wochen zum Tod. Da es sich also um einen onkologischen Notfall handelt, sind die frühzeitige und sorgfältige Diagnosestellung und eine rasch eingeleitete, wirksame Therapie äußerst wichtig. Leptomeningeale Metastasen (Meningeosis neoplastica, MN) treten meist nicht alleine auf, sondern zusammen mit anderen Formen der ZNS-Metastasierung oder weiteren systemischen Manifestationen. Insgesamt haben etwa 5-8 % der Patientinnen mit Mammakarzinom eine MN. >>>
+++ Ziele der Pharmakotherapie bei frühem und metastasiertem Brustkrebs +++
In den Fokus stellen, was für die Patientin zählt Bei der Therapie des Mammakarzinoms steht neben der Verbesserung des Gesamtüberlebens in der adjuvanten Therapie und der Verlängerung der Überlebenszeit im metastasierten Stadium der Erhalt der Lebensqualität an vorderster Stelle. Unter dem Aspekt „Therapie des Mammakarzinoms – was zählt für die Patientin“ beleuchtete der renommierte Gynäkologe Professor Wolfgang Janni von der Universitätsfrauenklinik Düsseldorf bei einem Meet-the-Expert im Rahmen des Senologiekongress aktuelle Daten zur adjuvanten endokrinen Therapie und die Behandlungssituation bei metastasiertem Brustkrebs. >>>
+++ Positive Ergebnisse mit Sorafenib in Kombinationstherapie gegen Brustkrebs +++
Statistisch signifikante Verbesserung der progressionsfreien Überlebenszeit erreicht
Berlin, 22. Juli 2009 – Das von Bayer HealthCare und Onyx Pharmaceuticals entwickelte Krebsmedikament Nexavar® (Wirkstoff: Sorafenib) zeigt in der Indikation Brustkrebs in Kombination mit oraler Chemotherapie vielversprechende Studienergebnisse. In einer ersten von einer unabhängigen Institution durchgeführten Phase-II-Studie bei fortgeschrittenem Brustkrebs wurde der primäre Endpunkt – eine Verbesserung der Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung – erreicht. Die Studie, an der Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem HER-2 negativen (ohne Überexpression des HER-2-Proteins) Brustkrebs teilnahmen, untersuchte Nexavar in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Capecitabin. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Studie zeigen, dass bei den mit Nexavar behandelten Patientinnen die mittlere Überlebenszeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung verlängert wurde gegenüber den Patientinnen, die nur die Chemotherapie erhielten. Diese Ergebnisse waren statistisch signifikant (p-Wert = 0,0006). Sicherheit und Verträglichkeit im Kombinationsarm entsprachen den Erwartungen; neue oder unerwartete Toxizitäten traten nicht auf. Die detaillierten Ergebnisse der Studie sollen auf einem der nächsten wissenschaftlichen Kongresse vorgestellt werden. >>>
+++ DEGUM empfiehlt Sonografie +++ Brustkrebs: Ultraschall verbessert Früherkennung
Hamburg – Die Ultraschalluntersuchung der weiblichen Brust verbessert bei Frauen mit dichtem Gewebe die Früherkennung von Brustkrebs. Bei einer solchen Mammasonografie liegt die Erkennungsrate, das zeigen Studien, bei bis zu 88 Prozent. Die Karzinom-Nachweisquote bei der röntgenologischen Mammografie hingegen liegt bei 56 Prozent. Die Ultraschalluntersuchung der weiblichen Brust durch den Frauenarzt muss deshalb Bestandteil der Brustkrebsfrüherkennung bleiben, fordern Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). >>>
+++ Diät und Bewegung können Brustkrebs verhindern helfen +++ Frauen, die schlank und körperlich aktiv sind, erkranken seltener an Brustkrebs.
Und bereits erkrankte Frauen, die auf ihr Gewicht achten und sich regelmäßig bewegen, haben größere Chancen, wieder gesund zu werden. Das sind zwei der wesentlichen Botschaften, die von der 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Düsseldorf ausgehen. Bei dem Kongress diskutierten rund 3.000 Experten verschiedener Fachrichtungen die neuesten Erkenntnisse rund ums Thema Brustkrebs. „Regelmäßige Bewegung ist Prophylaxe und Therapie gleichermaßen“, sagte Kongresspräsident Prof. Dr. Ulrich Kleeberg aus Hamburg. „Wir wissen seit Menschengedenken, dass körperliche Aktivität unser Befinden verbessert. >>>
+++ Richtiges Management des Hand-Fuß-Syndroms +++ Optimiertes Management des Hand-Fuß-Syndroms für eine erfolgreiche Capecitabin-Therapie bei metastasiertem Mammakarzinom
Das orale Fluoropyrimidin Capecitabin (Xeloda®) wird nach Anthrazyklin- und Taxan-Vorbehandlung zur Therapie des metastasierten Mammakarzinoms eingesetzt. Die hochwirksame Therapie bietet eine gut verträgliche Behandlungsalternative, die den Patientinnen eine höhere Lebensqualität ermöglicht. Häufig tritt bei der Therapie mit Capecitabin lediglich ein Hand-Fuß-Syndrom (HFS) auf. Die geeigneten therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung des HFSs und die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Satellitensymposiums anlässlich der 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie vom 11.-13. Juni 2009 von Professor Andreas Schneeweiss, Heidelberg präsentiert und diskutiert. >>>
+++ „Meine Schokotasche“ – Basteln statt Sprachlosigkeit +++ Förderung der Kommunikation zwischen Brustkrebspatientinnen und ihren Kindern Wenn eine Mutter an Brustkrebs erkrankt, leiden auch ihre Kinder. Nicht selten entstehen aufgrund der psychischen Belastung durch die Erkrankung Spannungen in der Familie. Das Projekt „Meine Schokotasche“ möchte Brustkrebspatientinnen und ihren Kindern die Möglichkeit bieten, in einem gemeinsamen Bastel-Erlebnis ihre Gedanken und Gefühle auszutauschen und so mehr Nähe in dieser schwierigen Situation zu finden. Eingesandte Fotos der kleinen Künstler mit ihren gebastelten und dekorierten Werken werden im Frühjahr 2010 im Schokoladenmuseum in Köln ausgestellt. Einige Schoko-Taschen werden dort zusätzlich als Exponate dieses bewegenden Projektes zur Verfügung stehen. >>> |
+++ Durch die Brust ins Herz – Herausforderung Brustkrebs +++
Eine Informationskampagne mit vielen hilfreichen Elementen
Jede neunte Frau erkrankt in ihrem Leben einmal an Brustkrebs. Nach der alles verändernden Diagnose beschäftigen zahllose Fragen die Betroffenen. Auf der Suche nach Antworten bei Ärzten, in Büchern oder im Internet stürzen oft eine Vielzahl an Informationen auf die Betroffenen ein, die nicht selten weitere Fragen aufwerfen und verunsichern. Daher möchte die Kampagne „Durch die Brust ins Herz – Herausforderung Brustkrebs“ Basiswissen zum Thema Brustkrebs vermitteln, aber auch gezielt über Therapiemöglichkeiten und Bewältigungs-Strategien informieren. Das breite Spektrum aufeinander abgestimmter und aufbauender Informationsmaterialien wie Broschüren und Filme sowie die Veranstaltungsreihe „Deutsche Städte gegen Brustkrebs“ geben eine umfassende und strukturierte Hilfestellung bei der Bewältigung der Krankheit. Projekte wie der Dokumentationsband „Gedanken zu Brustkrebs“, der Bildband „Lebensbilder“ oder die Aktion „Wie sage ich es meinen Liebsten?“ geben zusätzlich eine emotionale Stütze. >>>
+++ Hormonersatztherapie einsetzen – aber wohl überlegt +++
Das Gestagen entscheidet über das Brustkrebsrisiko
Düsseldorf/Hannover, den 2. April 2009 – Die Hormonersatztherapie (HRT) ist unumstritten die wirksamste Behandlung gegen klimakterische Beschwerden. Ihre Wirksamkeit für die Prävention der Osteoporose und osteoporosebedingter Frakturen ist gut belegt. In Verruf geraten ist sie durch Daten aus der WHI-Studie (Women’s Health Initiative), die zum Einen am kardiovaskulären Benefit einer HRT zweifeln ließ und zum Anderen ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko unter einer Kombination aus Estrogen und Gestagen feststellte. Doch diese Ergebnisse lassen sich nicht auf alle HRT-Kombinationen übertragen. >>> +++ Neue Broschüre der Initiative „Brustkrebs bewegt“ +++
Schminktipps für Krebspatientinnen
Köln, 31. März 2009. Viele Krebspatientinnen leiden unter den körperlichen Veränderungen, die die Erkrankung mit sich bringt. Gerade die häufigen Folgen der Chemotherapie wie Haarverlust und Hautprobleme belasten die Frauen in dieser schweren Zeit noch zusätzlich. Die Initiative „Brustkrebs bewegt“ möchte den Betroffenen dabei helfen, sich trotz der Erkrankung wieder wohler in der eigenen Haut zu fühlen. Die neue Broschüre „Mit Veränderungen umgehen – Schmink- und Farbberatung für Krebspatientinnen“ gibt deshalb hilfreiche Tipps, wie das richtige Make-Up und die Farbauswahl der Kleidung kleine Makel kaschieren und den eigenen Typ optimal unterstreichen können. >>> +++ Gewinn an Lebensqualität durch Chroniker-Programme +++
3. Qualitätsbericht zu Diabetes mellitus Typ 2, Brustkrebs und Koronare Herzkrankheit
Hannover, 27. März 2009. Chronisch kranke Patientinnen und Patienten können das Risiko schwerer Krankheitsfolgen oder Komplikationen senken, indem sie an einem strukturierten ärztlichen Behandlungsprogramm teilnehmen. Dies belegt jetzt auch der 3. Qualitätsbericht für die sogenannten Disease-Management-Programme (DMP) in Niedersachsen. Allein in die drei Programme für Diabetes mellitus Typ 2, Brustkrebs und koronare Herzkrankheit sind in Niedersachsen rund 300.000 Menschen eingeschrieben, davon fast zwei Drittel in das für Diabetes mellitus Typ 2. Der ausführliche Qualitätsbericht steht im Internet unter www.kvn.de. >>> +++ Vergessene Patientinnen? +++
Frauen mit metastasiertem Brustkrebs wünschen sich mehr öffentliches Interesse
Frauen mit Brustkrebs, bei denen Metastasen* diagnostiziert wurden, fühlen sich isoliert, unsicher und alleine gelassen. Zwei Drittel der Betroffenen wünschen sich mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die Erkrankung und die Hälfte bemängelt ein unzureichendes Informationsangebot. Dies ergab eine internationale Befragung von 950 Frauen mit metastasiertem Brustkrebs in neun Ländern, die jetzt bei einer internationalen Brustkrebskonferenz in St. Gallen vorgestellt wurde. Die von dem forschenden Arzneimittelhersteller Pfizer unterstützte Umfrage hatte zum Ziel, die individuellen Bedürfnisse und Erfahrungen der betroffenen Patientinnen zu untersuchen. >>>
+++ Adjuvante Therapie des Mammakarzinoms +++
St. Gallen 2009 - Experten geben klares Votum für den Upfront Einsatz von Aromatasehemmern in der adjuvanten Therapie des Mamma- karzinoms
Im Rahmen des 11. internationalen Brustkrebs-Symposiums von St. Gallen stimmte das aus 41 Experten bestehende Panel mehrheitlich mit 69 Prozent für den initialen Einsatz von Aromatasehemmern. In einer weiteren Abstimmung votierten 68 Prozent des Expertenpanels, dass der Aromatasehemmer ein Bestandteil der Standardtherapie in der Postmenopause sei. Damit sprechen sich die Experten eindeutig für den hohen Stellenwert der Aromatasehemmer in der adjuvanten Therapie des hormon-rezeptorpositiven Mammakarzinoms aus. Nur so, darin sind sich die Experten einig, könne das wichtigste Ziel in der adjuvanten Brustkrebstherapie - die möglichst effektive Verhinderung von Rezidiven und Fernmetastasen - erreicht werden. >>>
+++ Erweiterte adjuvante Therapie (EAT) des Mammakarzinoms +++
AGO empfiehlt Aromatasehemmer auch nach Therapiepause: Letrozol mit Gesamtüberlebensvorteil
Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) empfiehlt in ihren aktuellen Leitlinien den Einsatz von Aromatasehemmern wie Letrozol (Femara®) in der erweiterten adjuvanten Therapie (EAT) nach fünf Jahren Tamoxifen. Besonders der Therapiebeginn im Anschluss an ein langes Tamoxifen-freies Intervall wurde aufgewertet. Diese Berücksichtigung ist auch auf die aktuellen Daten der MA.17-Studie zurückzuführen: Diese zeigen, dass Letrozol selbst nach einer Therapiepause von bis zu sieben Jahren signifikant das Rezidivrisiko bei Brustkrebspatientinnen senkt und als einzige Substanz das Gesamtüberleben deutlich verlängert. Zudem ist Letrozol als einziger Aromatasehemmer für die EAT im Anschluss an fünf Jahre Tamoxifen sowie nach einer Therapiepause von bis zu sieben Jahren zugelassen. >>>
+++ Globales Phase-III-Programm gestartet +++
Phase-II-Studie zeigt: Neratinib wirkt tumorhemmend bei fortgeschrittenem HER2-positiven Brustkrebs
Neue Ergebnisse aus einer klinischen Phase-II-Studie zeigen, dass Neratinib bei Patientinnen mit fortgeschrittenem HER2-positiven Brustkrebs, die auf die Standardtherapie mit Trastuzumab nicht ansprechen, tumorhemmend wirkt. Neratinib ist ein oral zu verabreichender irreversibler Hemmer der HER2- und EGFR-Kinase. Aufgrund der positiven Ergebnisse der Phase-II-Studie hat das Arzneimittelunternehmen Wyeth im Dezember 2008 die erste Studie eines weltweit angelegten Phase-III-Programms zur weiteren klinischen Erforschung von Neratinib begonnen. >>>
+++ Erweiterte Online-Fortbildung zum Mammakarzinom +++ Neues gynäkologisch-onkologisches Modul auf Fortbildungsportal
Das von Wyeth Pharma und dem Thieme Verlag initiierte Fortbildungs- und Informations-Portal www.Wyeth-CMExtra.de ist aktuell um ein weiteres Modul ergänzt worden: Mit dem Kurs „Erweiterte adjuvante Therapie (EAT) des primären hormonabhängigen Mammakarzinoms der postmenopausalen Patientin“ bietet das internetbasierte Portal nun das erste Modul aus dem gynäkologisch-onkologischen Bereich. Im Fokus des von Dr. Florian Schütz verfassten Moduls stehen das Wirkungs- und Nebenwirkungsmanagement. Der Autor gibt einen Überblick über Therapieoptionen und die Studienlage der adjuvanten endokrinen Therapie und stellt dabei die Daten der Studien MA.17 und BIG I-98 heraus. >>>
+++ Updates in der Brustkrebstherapie +++
Ärzteveranstaltung der Universitäts-Frauenklinik Essen und des German-International Medical Center Düsseldorf „Post-St. Gallen – Updates in der Brustkrebstherapie“ Ort: 45128 Essen, Huyssenallee 53, RWE Pavillion in der Philharmonie Essen Termin: 21. März 2009, 9:00-16:00 Uhr Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und wird durch die Ärztekammer (voraussichtlich 8 Pkt.) zertifiziert. Registrieren können sich die Teilnehmer wie folgt: www.g-imc.de/stgallen
Das Programm zur Veranstaltung können Sie kostenfrei und in Druckqualität herunterladen von: www.mediaconcept.de/g-imc.htm
+++ Neues Faltblatt der Initiative „Brustkrebs bewegt“ +++
Mehr Kraft für die Zeit nach Brustkrebs
Mit Krafttraining verbinden viele Menschen immer noch das Klischee vom muskelgestählten Bodybuilder. Doch ein sinnvoll eingesetztes Krafttraining fördert die körperliche Fitness und das Wohlbefinden – gerade bei Brustkrebspatientinnen während und nach der Therapie. Das zeigen auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie. Worauf die betroffenen Frauen beim Training mit Gewichten achten müssen und welche Übungen sich eignen, zeigt das neue Faltblatt der Initiative „Brustkrebs bewegt“. Das Faltblatt „Krafttraining bei Brustkrebs“ kann ab sofort kostenlos per Post bei der Initiative „Brustkrebs bewegt“, Postfach 130 120, 50495 Köln angefordert werden. Im Internet finden Interessierte unter www.brustkrebs-bewegt.de außerdem zusätzliche Informationen zum Thema sowie alle Materialien (Broschüren, Faltblätter etc.) zum Bestellen oder Herunterladen. >>>