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+++ Herzerkrankungen und Depressionen +++ Studie zeigt: Cholesterinsenker können vor Depressionen schützen Berlin, 22. Februar 2012 – Forscherinnen und Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Universität San Francisco haben den Zusammenhang zwischen der Einnahme von Medikamenten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen untersucht. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Einnahme einer bestimmen Klasse von Medikamenten, den s.g. Statinen, das Risiko, eine Depression zu entwickeln, mindern kann.
Statine gehören weltweit zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten und haben eine cholesterinsenkende Wirkung. Sie werden insbesondere zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen eingesetzt. Über die Auswirkungen von Statinen auf depressive Symptome bei Patienten ist bislang wenig bekannt. Die Forschungsergebnisse sind von hoher Relevanz, weil Depressionen bei Patienten mit Herz- Kreislauf-Erkrankungen die Genesungschancen deutlich verschlechtern. >>>
+++ Ovarialkarzinom +++ Fortschritt durch Angiogenesehemmung: Zulassung für Bevacizumab beim Ovarialkarzinom 22. Februar 2012 - Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 10.000 Frauen mit der schweren Diagnose konfrontiert. In der medikamentösen Behandlung der betroffenen Frauen wurde jedoch seit fast 15 Jahren kein klinisch relevanter Fortschritt erzielt. Umso höher ist die aktuelle Zulassung von Bevacizumab einzuschätzen:
Der Angiogenesehemmer ist seit Dezember 2011 für die Primär-Therapie des fortgeschrittenen epithelialen Ovarialkarzinoms mit primärem Befall des Bauchfells oder der Eileiter in den FIGO-Stadien IIIB bis IV zugelassen. Bevacizumab wird in der Dosierung 15 mg/kg Körpergewicht alle drei Wochen initial zur Standardchemotherapie (6 Zyklen Paclitaxel 175 mg/m² plus Carboplatin AUC 6) und anschließend kontinuierlich als Mono- therapie über insgesamt 15 Monate oder bis zum Progress verabreicht. >>>
+++ Mundhöhlenkrebs +++ Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen müssen engmaschig sein 22. Februar 2012 – Krebs der Mundhöhle und des Mundrachens macht hierzulande etwa drei von 100 Krebsfällen insgesamt aus. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome, die von der Mundschleimhaut ausgehen. Vor allem in den ersten beiden Jahren nach der Therapie besteht die Gefahr, dass der Krebs zurückkehrt. Häufige und regelmäßige Nachsorgeunter-suchungen werden deshalb empfohlen.
Rund 11.000-mal wird in Deutschland jedes Jahr die Diagnose Krebs der Mundhöhle oder des Mundrachens (Oropharynx) gestellt, davon in zwei Drittel der Fälle bei Männern. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, bestehen gute Heilungsaussichten. Hat sich der Tumor dagegen bereits in die Lymphknoten ausgebreitet, ist das Risiko für einen Krankheitsrückfall nach der Therapie hoch. Vor allem in den ersten beiden Jahren sind deshalb engmaschige Nachkontrollen notwendig. >>>
+++ Seltene Gerinnungsstörungen +++ Die medizinischen Herausforderungen bei der Therapie seltener Blutungsstörungen. 21. Februar 2012 – Seltene Gerinnungsstörungen werden üblicherweise autosomal-rezessiv vererbt. Ihre weltweite Verbreitung ist variabel. Die Prävalenz reicht von etwa 1:2 Millionen für FII- bzw. FXIII-Mangel bis 1:500.000 bei FVII-Mangel. Die Häufigkeit homozygoter oder doppelt heterozygoter Patienten in der Bevölkerung ursprünglich europäischer Abstammung ist zwar generell gering, allerdings hat jedoch die verstärkte Zuwanderung aus Ländern Afrikas und des Vorderen Orients, in denen Verwandten-Ehen verbreiteter sind, zu einem deutlichen Anstieg der Prävalenz seltener Gerinnungsstörungen in Europa geführt. Deshalb erfordern diese Erkrankungen auch hierzulande mehr Beachtung. Trotz der vielen Fortschritte sind Diagnostik und die Behandlung seltener Gerinnungsstörungen eine große Herausforderung in der klinischen Praxis. Epidemiologische Daten, geeignete Tests für Diagnostik und Monitoring sowie adäquate Behandlungsoptionen sind zwingend notwendig, um den betroffenen Patienten gerecht zu werden. Auf einem Symposium der 56. GTH erläuterten Experten aktuelle Erkenntnisse, Fortschritte und sehr viele noch ungeklärte Fragen im Zusammenhang mit seltenen Gerinnungsfaktor-Defekten. >>>
+++ CHAINGE PAIN +++ Mit allen Sinnen gegen den Schmerz: Deutschlandweite Tour bringt Thema auf die Straße
21. Februar 2012 – Zusammen mit den Kooperationspartnern DAK Gesundheit, Deutsche Schmerzliga e.V., der Deutschen Seniorenliga e.V. und dem Deutschen Verband für Physiotherapie-Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) e.V. startet am 17. März 2012 in Hamburg die von Grünenthal initiierte Kampagne „Change Pain: Mit allen Sinnen gegen den Schmerz“ zum Thema „Chronischer Schmerz“.
Die Initiative soll helfen, die Entstehungsmechanismen des Schmerzes zu erkennen und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessern. Ein weiteres Ziel ist es, eine auf jeden Patienten individuell zugeschnittene Schmerztherapie sowie das Verhindern von Isolation der Betroffenen. Aufklärung über Behandlung und Therapie ist ein weiterer Punkt der Initiative, denn nur „Information und Wissen schafft Verständnis“. >>>
+++ H5N1-Virus +++ Kontroverse H5N1-Studien weiter unter Verschluss: Angst vor Missbrauch durch Terroristen verhindert Veröffentlichung. 21. Februar 2012 – Genf, Experten haben die Entscheidung darüber verschoben, ob kontrovers diskutierte Studien zum H5N1-Virus publiziert werden sollten. Ziel der Gespräche mit der Weltgesundheitsorganisation war es herauszufinden, ob die Studienergebnisse veröffentlicht werden können und gleichzeitig ein Schutz gegen den Missbrauch durch Bio-Terroristen gegeben ist. Es seien jedoch weitere Gespräche notwendig, um zu entscheiden, ob eine vollständige Veröffentlichung möglich wäre. Eines der beiden Fachmagazine, Nature hat bereits zugesagt, auf die Beendigung der Gespräche zu warten. Bei der Diskussion geht es um zwei Forschungsarbeiten. Eine hätte Ende vergangenen Jahres in Science, die andere in Nature veröffentlicht werden sollen. Die Studien zeigen, dass H5N1 relativ leicht in Formen mutieren kann, die sich rasch in der Bevölkerung verbreiten. Diese Studien veranlassten das US National Security Advisory Board for Biotechnology (NSABB) dazu, beide Journale zu ersuchen, heikle Teile der Ergebnisse zu redigieren. Das NSABB geht davon aus, dass diese Forschungsergebnisse von Terroristen missbraucht werden könnte. >>>
+++ Marcumar: Eine Erfolgsgeschichte +++ Antikoagulation aus dem Süßklee: Seit 1953 bewährt, leitliniengerecht, individuell 20. Februar 2012 – Das Schlüsselereignis für die Entwicklung von gerinnungshemmenden Medikamenten war die Entdeckung der „Süßklee-Krankheit“ in den 30iger Jahren in den USA. Farmer im mittleren Westen hatten bei ihrem Vieh festgestellt, dass beim Fressen von feuchtem Heu ein süßlich riechender, bitter schmeckender Stoff entsteht, der blutverdünnend wirkt und bei Rindern zum Verbluten führte. Seit 1936 ist bekannt, welcher Stoff die Rinder auf der Weide verbluten lässt. 1949 wurde Warfarin in den USA als Rattengift patentiert. 1951 wurde vom ersten Selbstmordversuch eines Armeekadetten mit dem gerinnungshemmenden Stoff Warfarin berichtet. Im Jahr 1955 erhielt der damalige amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower nach einem schweren Herzinfarkt als einer der ersten überhaupt das neue Medikament Warfarin als Blutverdünner. Heute werden in Deutschland ca. 500.000 Patienten unter Dauertherapie mit dem oralen Gerinnungshemmer Marcumar® behandelt. >>>
+++ Wege zur personalisierten Brustkrebs-Therapie +++ Charité startet neues EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY - In diesem Projekt werden die Untersuchungen sehr eng mit klinischen Studien der German Breast Group (GBG) verknüpft. 20. Februar 2012 – Die Therapie von Brustkrebs genauer auf die jeweilige Patientin abzustimmen und so erfolglose Behandlungen zu vermeiden: Dieses Ziel haben sich die Charité - Universitätsmedizin Berlin und elf Partnerinstitutionen aus insgesamt sechs Ländern gesetzt. Sie gaben jetzt den Startschuss für das EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY.
Schlüssel zum Erfolg soll die Entwicklung neuer Biomarker-Tests sein, wie Prof. Carsten Denkert, Leiter des Projekts am Institut für Pathologie der Charité, erläutert. Biomarker-Tests geben Hinweise darauf, ob und wie eine Behandlung sich bei der jeweiligen Patientin auswirkt. Die Tests sollen bereits vor der operativen Tumor-Entfernung die Vorhersage erleichtern, welche Therapie bei einer Patientin erfolgversprechend ist. >>>
+++ Colitis Ulcerosa +++ Neue Leitlinien zur Therapie der Colitis ulcerosa belegen den hohen Stellenwert des retardierten Mesalazins 19. Februar 2012 – Mit einer Inzidenz von 3,0-3,9 pro 100 000 Einwohner ist die Colitis ulcerosa (CU) neben dem Morbus Crohn die wichtigste chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED). Eine deutsche Autorengruppe um Prof. A. Dignass hat daher kürzlich als Ergebnis einer evidenzbasierten Konsensuskonferenz eine Aktualisierung der Leitlinie zur Therapie der CU publiziert (Dignass A et al: Aktualisierte Leitlinie (AWMF-Registriernummer: 021/009. Z Gastroenterol 2011; 49: 1276-1341).
Die neuen Leitlinien zur Therapie der Colitis ulcerosa belegen: Retardiertes Mesalazin (5-Aminosalizylsäure, 5-ASA) hat einen hohen Stellenwert. Bedingt durch die spezielle Aufbereitung z.B. durch die MMX-Technologie, kann mit einer einmal täglichen Einnahme eine Wirkung im gesamten Kolon erreicht werden. Im Vergleich mit der Klysma-Therapie erhöht die orale Therapie mit MMX-Mesalazin nachweislich die Compliance und ist in der Remission-Induktion bei Linksseitenkolitis dieser rektalen Therapieform nicht unterlegen. >>>
+++ Mobilität bei MS +++ Jeder Schritt zählt: Neues Medikament verbessert die Gehfähigkeit von Patienten 18. Februar 2012 – Multiple Sklerose (MS) muss nicht zwangsläufig schwer verlaufen, meistens bilden sich die auftretenden Ausfälle wieder zurück. Je nach Krankheitsverlauf können aber auch zunehmende Beeinträchtigungen auftreten, die dann zu erheblichen Einschränkungen in der Mobilität führen. Etwa siebzig Prozent aller MS-Patienten leiden beim Fortschreiten der Erkrankung unter eingeschränktem Gehvermögen, was dazu führt, dass die Bertoffenen in ihrer Lebensqualität oft sehr eingeschränkt sind.
Seit Juli 2011 steht mit Fampridin ein Medikament zur Verfügung. Es trägt zur gezielten Verbesserung der Gehfähigkeit von MS Patienten mit Gehbehinderung bei. Jedoch ist die klinische Wirksamkeit unabhängig von der Verlaufsform der MS. >>>
+++ Kiefertransplantat +++ Erstmals Operation bei 83 Jahre alter Patientin erfolgreich durchgeführt Hasselt-Belgien, 18. Februar 2012 – Ein 3D-Drucker hat ermöglicht, dass erstmals einem Menschen ein Unterkiefer transplantiert werden konnte. Der Eingriff wurde bereits im Juni an einer 83 Jahre alten Frau durchgeführt. Wissenschaftler der Universität Hasselt haben die OP jedoch erst jetzt veröffentlicht. Das Transplantat wurde von LayerWise aus Titan- Puder hergestellt, erhitzt und mittels Laser Schicht für Schicht zusammengebaut.
Die Patientin litt an einer chronischen Knocheninfektion. Ihre Ärzte gingen davon aus, dass ein Eingriff mittels wieder-herstellender Chirurgie aufgrund ihres Alters zu riskant sein würde und entschieden sich daher für das neue Verfahren. Das komplexe Implantat besteht aus Gelenken, Aussparungen, die das Muskelwachstum fördern sollen und Rillen, die das erneute Wachstum von Nerven und Venen steuern. >>>
+++ Mammakarzinom +++ Verbesserung der Lebensqualität durch die Misteltherapie mit Iscador 17. Februar 2012 – In Deutschland hat das Mammakarzinom mit 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr die höchste Inzidenz (25,9 Prozent) und Mortalität (17,1 Prozent) aller Krebsarten bei Frauen. Die Behandlung erfordert in der Regel eine multimodale Therapie mit primärer Operation, gefolgt von adjuvanter Strahlen-, Chemo- und/oder Hormontherapie. Wegen der häufigen Nebenwirkungen adjuvanter Therapien, insbesondere der Chemotherapie und des Risikos einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität, gewinnt die komplementäre Therapie mit Mistelextrakten immer mehr an Bedeutung. So berichten Ärzte einstimmig über eine bessere Lebensqualität der Patientinnen, die ergänzend zur Chemotherapie eine Misteltherapie erhielten. Mistelpräparate haben zudem immunmodulierende Eigenschaften, so dass auch ein schützender Effekt gegen die Chemotherapie-bedingte Neutropenie vermutet wird. >>>
+++ CINCA-Syndrom +++ NIH Studie zeigt: Kineret-Therapie stoppt Organschäden bei Menschen mit NOMID 16. Februar 2012 – Eine neue Studie zeigt, dass Kineret (Anakinra), einem Medikament zur Behandlung von rheumatoider Arthritis zugelassen, eine effektive Verhinderung des Fortschreitens der Organschäden bei Menschen mit Neugeborenen-onset-entzündliche Multisystem-Krankheit (NOMID) verhindert. Diese seltene und schwächende genetische Erkrankung verursacht eine anhaltende Entzündung und Gewebeschädigung. Die Untersuchung wurde von Wissenschaftlern des National Institute of Arthritis und Muskel-Skelett- und Hauterkrankungen (NIAMS) durch-geführt. NOMID beeinflusst zahlreiche Organe und Körpersysteme, einschließlich der Haut, Gelenke, Augen und des zentralen Nerven-systems. Das erste Anzeichen der Erkrankung ist häufig ein Hautausschlag, der sich in den ersten Wochen des Lebens entwickelt. Andere Probleme, wie Fieber, Meningitis, Gelenkschäden, Vision und Hörschäden und geistiger Retardierung folgen können. Kineret blockiert die Aktivität von Interleukin-1 (IL-1) und stoppt Organschäden bei entzündlich genetischer Störung. >>>
+++ Alzheimer jetzt besser und früher diagnostizieren +++ Weltweit erstes klinisches Referenzzentrum für automatisierte Hippokampusvolumetrie nimmt am Uniklinikum Frankfurt den Routinebetrieb auf - Hirnschrumpfungen können nun frühzeitig und präzise erkannt werden. 15. Februar 2012 – Franfurt/Main – Die Alzheimererkrankung zu diagnostizieren, ist äußerst schwierig, da die typischen Symptome, wie Gedächtnisverlust, Orientierungsschwierigkeiten oder Konzentrationsstörungen auch andere Krankheitsursachen haben können, etwa Gefäßerkrankungen, einen Hirntumor, Vitaminmangel oder eine Depression. Daher wird die Alzheimererkrankung oft erst in einem späten Stadium festgestellt, wenn die Symptome schon weit fortgeschritten und die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt sind.
Betroffene, die sich für diese neue Untersuchungsmethode interessieren, können sich an die Gedächtnis-Sprechstunde der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum Frankfurt unter Telefon 069-6301-7634 wenden.>>>
+++ Schlaganfall +++ Neue Therapie bei Bewegungsstörungen und Lähmung: Schwacher Strom verbessert motorisches Lernen nach Schlaganfall 14. Februar 2012 – Köln, zwei Drittel der Schlaganfall-Patienten leiden auch nach einem Jahr noch an Folgen wie Bewegungsstörungen oder gar Lähmungen. Motorische Fähigkeiten müssen sie erst wieder neu erlernen. Neurophysiologen haben jetzt eine Therapie entwickelt, die den Lernprozess unterstützt und mit der Betroffene alltägliche Fähigkeiten wieder schneller lernen. Mit der sogenannten transkraniellen Gleichstrom-applikation senken sie dabei die Aktivität eines Botenstoffs im Gehirn, der den Lernprozess beeinflusst. Wie neurophysiologische Methoden und mentales Training Bewegungsstörungen verbessern, diskutieren Experten auf der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) in der Koelnmesse. >>>
+++TTR-FAP +++ Neue Therapieoption für diese seltene neurodegenerative Erkrankung 13. Februar 2012 – Berlin, Bei der Transthyretin-assoziierten familiären Amyloid-Polyneuropathie (TTR-FAP) handelt es sich um eine seltene, tödlich verlaufende neurodegenerative Erbkrankheit. Ihre Hauptursache ist eine Mutation in dem Gen, das für das Protein Transthyretin (TTR) kodiert. Von dieser Form der hereditären Amyloidose sind weltweit etwa 8.000 Patienten betroffen. TTR-FAP tritt meist erstmals im jungen Erwachsenenalter zwischen 30 und 40 Jahren auf. Anschließend schreitet die Krankheit fort und erreicht das Endstadium nach durchschnittlich 10 Jahren. Während dieser Zeit kommt es bei den Patienten zu einer beständigen Abnahme der neurologischen Funktion und der Lebensqualität. Die Hauptmerkmale sind periphere und autonome Neuropathie. Die TTR-FAP unterscheidet sich klinisch kaum von anderen peripheren Neuro-pathien und daher schwierig zu diagnostizieren. Die Therapiemöglichkeiten bei TTR-FAP waren bisher auf die symptomatische Therapie sowie auf eine orthotope Lebertransplantation beschränkt. Mit der Zulassung von Vyndaqel® (Tafamidis) im Dezember 2012 steht den Ärzten nun eine neue Therapieoption zur Verfügung und schließe damit eine bislang bestehende Therapielücke. >>>
+++ ZNS Dialoge 2012 +++ Morbus Parkinson: Rotigotin verbessert motorische und nicht-motorische Symptome 13. Februar 2012 – München, die Behandlung der Parkinson-Erkrankung kann noch deutlich verbessert werden. Motorische Komplikationen und nicht-motorische Begleiterscheinungen wie zum Beispiel Schlafstörungen, Schmerzen und Stimmung beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten und erschweren deren Therapie. Rotigotin transdermales System führt bei einmal täglicher Applikation zu über 24 Stunden anhaltenden, stabilen Plasma-spiegeln und verbessert die motorischen und nichtmotorischen Symptome des Morbus Parkinson einschließlich des Schlafes, schmerzhafter Beschwerden und der Anhedonie. Die positiven Ergebnisse, die mit dem Rotigotin-Pflaster in der RECOVER Studie gezeigt werden konnten, sowie nützliche Strategien zur Optimierung der Parkinson-Therapie standen im Fokus der zweitägigen Fortbildungsveranstaltung. >>>
Blutdrucksenker Aliskiren im Verdacht, Risiko für Herz-Kreislauf- und Nierenkomplikationen zu steigern! 12. Februar 2012 – Menschen mit Diabetes Typ 2 haben häufig einen zu hohen Blutdruck. Hypertonie erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen. Die Beobachtung und gegebenenfalls Senkung der Blutdruck-Werte sind deshalb Teil der Diabetes-Therapie. Der Wirkstoff Aliskiren ist ein noch neues Medikament gegen Bluthochdruck. Die Zwischenauswertung einer Studie hat jedoch kürzlich ergeben, dass Aliskiren-haltige Arzneimittel möglicherweise das Risiko für Herz-Kreislauf- und Nierenkomplikationen steigern. Die Herstellerfirma Novartis hat daher einen Warnhinweis zu ihren Aliskiren-haltigen Arzneimitteln veröffentlicht. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe rät Betroffenen, ihren behandelnden Arzt auf eine Überprüfung ihrer Medikation anzusprechen. Eigenverantwortlich absetzen sollten sie den Blutdrucksenker jedoch nicht. >>>
+++ Entstehung von Epilepsie +++ Forscher der Charité identifizieren erstmals ursächlichen Defekt 10. Februar 2012 – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten erstmals entschlüsseln, welche speziellen Störungen der Nervenzellen an der Entstehung von fokalen, therapieresistenten Epilepsien beteiligt sind. Ursächlich ist unter anderem die Verminderung bestimmter zellulärer Transportproteine, welche die korrekte Signalverarbeitung zwischen den Nervenzellen verhindert.
Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Physiology veröffentlicht. Privatdozent Dr. Rudolf Deisz vom Institut für Zell- und Neurobiologie am Campus Charité Mitte und sein Forschungsteam konnten erstmals einen der ursächlichen molekularen Mechanismen im menschlichen Gewebe aufklären. Sie zeigten, dass in der Ursprungszone des Anfalls die Funktion bestimmter zellulärer Ionentransporter beeinträchtigt ist. >>>
+++ PHILOS +++ Der Bayer-Preis für Wegbegleiter in der Hämophilie-Therapie 10. Februar 2012 – PHILOS wurde anlässlich der 56. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) von Bayer HealthCare Deutschland präsentiert. Dieser Förderpreis soll Aktionen, Projekte und Initiativen sichtbar machen, die dabei helfen, die alltäglichen Herausforderungen im Leben mit der Bluterkrankheit zu meistern. Im Alltagsleben Hämophilie-Betroffener entstehen oft Probleme und Barrieren, weil das Umfeld zu wenig über die Erkrankung weiß. Mit PHILOS sollen daher mehr Aufmerksamkeit und Wissen über die Hämophilie geschaffen werden.
Ganz bewusst sollen keine Forschungsarbeiten, sondern vorbildliche Betreuungskonzepte und besonderes soziales Engagement für Menschen mit Hämophilie gewürdigt werden. Das können Schulungs- und Freizeitprojekte für Kinder, Betreuungsangebote speziell für ältere Patienten, Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch oder zur Entlastung der betroffenen Familien sein. >>>
+++ Pro & Kontra +++ Inkretin-basierte Therapie versus Insulintherapie 10. Februar 2012 – Gibt es bei der Behandlung von Typ-2-Diabetikern immer klare Entscheidungskriterien für oder gegen einzelne Therapie-optionen? Sind moderne orale Antidiabetika wie z. B. DPP-4-Hemmer zu bevorzugen oder ist generell ein früher Einsatz von Insulin sinnvoll? Bei welchen Patienten setzen Sie DPP-4-Hemmer ein, für welche Patiententypen ist eine frühzeitige Insulintherapie sinnvoll, und wie sieht es mit einer Kombination beider Therapieoptionen aus?“ Diese Fragen waren Thema einer „Pro & Kontra“-Expertendiskussion im Rahmen der 5. Herbsttagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) in Berlin veranstaltet wurde. Im Hinblick auf den chronischen Verlauf der Diabetes- erkrankung stelle sich grundsätzlich die Frage, welche Therapie der Patient an welcher Stelle im Krankheitsverlauf benötige. So stehe bei den oralen Antidiabetika Metformin bei fehlenden Kontraindikationen als medikamentöse Therapieoption an erster Stelle. >>>
+++ AMD, DMÖ und RVV +++ Ein Arzneimittel zur Therapie von drei Netzhauterkrankungen: Ranibizumab 9. Februar 2012 – Morgens selbst die Zeitung zu lesen, Münzgeld passend zurückzugeben, wieder arbeiten zu können, weil das räumliche Sehen zurückgekommen ist, oder weiterhin Zuhause leben zu können, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein: Alltäg-liches, das für Patienten, deren Sehkraft von einer Erkrankung der Netzhaut bedroht ist, nicht selbstverständlich ist. Denn noch vor fünf Jahren gab es für Patienten, die beispielsweise an einer feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) erkrankt waren, keine Therapieoption, die den schrittweisen Verlust des Sehvermögens verbessern konnte.
Dies hat sich mit der Zulassung von Lucentis® (Ranibizumab) im Januar 2007 geändert: Denn „heute“, berichtet PD Dr. Mathias Maier, Klinikum rechts der Isar an der TU München, „können wir mit der antiangiogenetischen Therapie mit VEGF-Inhibitoren Betroffenen helfen, die wir früher unbehandelt nach Hause schicken mussten.“ >>>
+++ Familiäre Hypercholesterinämie +++ Eine Familienangelegenheit: Wenn Lipide aus dem Ruder laufen 8. Februar 2012 – Bei einer familiären Hypercholesterinämie (FH) steigt der Cholesterinspiegel genetisch bedingt stark an. Das Risiko dieser Personengruppe eine Arteriosklerose zu entwickeln ist erhöht und Folgeerkrankungen der Verkalkung, wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall treten früher auf. Auch Fetteinlagerungen an der Haut, sogenannte Xanthome, zeigen sich bisweilen schon frühzeitig. Die Familiäre Hypercholesterinämie erfordert eine hochwirksame lipidsenkende Therapie, um die sehr hohen LDL-Cholesterinwerte in den „grünen Bereich“ zu senken und so das kardiovaskuläre Risiko zu reduzieren. Die übliche Pharmakotherapie stößt hier jedoch an ihre Grenzen. Als Ultima ratio bleibt die LDL-Apherese. Innovative medikamentöse Ansätze sind für diese Patienten daher hochwillkommen. >>>
+++ Altersgerechtes Schmerzmanagement +++ Die richtige Analgesie steigert seelisches und soziales Wohlbefinden 8. Februar 2012 – Selbstständigkeit im Alter ist eine große Voraussetzung für eine gute Lebensqualität. Schmerzpatienten sind in ihrer Mobilität oft sehr eingeschränkt, viele betagte und hochbetagte Patienten nicht ausreichend analgetisch versorgt. Soziale Isolation, Schlafstörungen, Ängste, Depressionen und auch kognitive Einschränkungen können die Folgen sein. Das Erkennen von Schmerzen ist hierdurch oft erschwert und die Wahl einer adäquaten Therapie stellt für Ärzte eine große Herausforderung dar.
Die Multimorbidität ist ein zentrales Problem beim älteren Schmerzpatienten. Sie erschwert als ständig vorhandener Einfluss auf die Körper-funktionen des geriatrischen Patienten einerseits die Diagnostik und andererseits die therapeutischen Möglichkeiten. Sie mindert die Belast-barkeit und Stabilität des Patienten nachhaltig. >>>
+++ Erhöhter Blutzucker in Kliniken oft unerkannt +++ Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert besseres Diabetes-Management im Krankenhaus 7. Februar 2012 – Berlin, Krankenhausaufenthalte sind für Menschen mit Diabetes mellitus mit erhöhten Risiken verbunden. Doch in vielen Fällen weiß weder der Patient von seiner Erkrankung, noch erkennt der Arzt sie. Entgleist der Blutzucker, kann dies schnell lebensbedrohlich werden.
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft setzt sich deshalb für systematische Blutzucker-Tests bei stationärer Aufnahme ein. Mit einem solchen Screening und einem gezielten Diabetes-Management könnten die Behandlung von Menschen mit Diabetes verbessert und zugleich Kosten eingespart werden. Mit etwa sieben Millionen bekannten Erkrankungen in Deutschland und einer Dunkelziffer von weiteren zwei bis drei Millionen gehört Diabetes mellitus zu den größten Volkskrankheiten. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu, zwischen 20 und 30 Prozent sind betroffen. Da zudem überwiegend ältere Menschen im Krankenhaus liegen, ist der Anteil der Diabetiker im Krankenhaus entsprechend hoch. >>>
+++ Assessment Test ™ (CAT) +++ Schweregrad von COPD-Exazerbationen jetzt zuverlässig einschätzbar 6. Februar 2012 – COPD-Exazerbationen beeinträchtigen die Lebensqualität. Der Schweregrad von Exazerbationen einer COPD kann mit Hilfe des COPD Assessment Tests (ein 8-Punkte-Fragebogen) schnell und zuverlässig eingeschätzt werden, so die Meinung der Wissenschaftler um Alex Mackay vom University College London. Insgesamt untersuchten die Wissenschaftler in ihrer Studie 161 COPD-Patienten, die den CAT- Fragebogen mindestens einmal unter Aufsicht absolviert hatten. Die Studienteilnehmer beantworteten den Fragebogen vor Beginn der Studie, während einer Exazerbation und direkt nach der Phase der Exazerbation. Es traten während des Studienzeitraums 152 Exazerbationen auf. CAT bietet eine zuverlässige Bewertung von schweren Exazerbation. Ihre Ergebnisse in der Zeitschrift American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (doi: 10.1164/rccm.201110-1843OC)publiziert. >>>
+++ Brustkrebs und skelettbezogene Komplikationen +++ Mehr Lebensqualität trotz Knochenmetastasen: Denosumab verzögert SRE bei soliden Tumoren gegenüber Standardtherapie 5. Februar 2012 – Etwa 480.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Die Zahl der Neuerkrankungen, so schätzen Experten, werden bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Aufgrund des medizinischen Fortschritts können mittlerweile immer mehr Betroffene geheilt oder zumindest in einer stationären Phase gehalten werden. Bei vielen Patienten im fortgeschrittenen Stadium bilden sich sehr häufig Knochenmetastasen insbesondere, wenn es sich um ein Prostata- oder Mammakarzinom als Primärtumor handelt. Ossäre Metastasen können zu typischen skelettbezogenen Komplikationen (SRE) führen, die in der Regel mit starken Schmerzen und langen Klinikaufenthalten einhergehen. „Krebspatienten verdienen nicht nur die beste Chemotherapie, sondern auch die beste supportive Behandlung zur Prävention skelettaler Ereignisse und Aufrechthaltung einer hohen Lebensqualität“, so Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar, München. >>>
+++ Preis für Präventivmedizin 2012 +++ Daylong actinica in der Prophylaxe des hellen Hautkrebs ausgezeichnet 30. Januar 2012 – Die Inzidenz bei Hautkrebs ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. Der Grund dafür ist zum einen die höhere Lebenserwartung, zum andern das veränderte Freizeitverhalten (Sonnenbaden, Sport und zahlreiche andere Tätigkeiten im Freien).
Die Internationale Gesellschaft für Präventivmedizin e. V. (IGP) fördert seit mehr als 40 Jahren internationale Forschungsvorhaben zur öffentlichen Gesundheitspflege und Gesundheitsvorsorge. 2011 hatte die Gesellschaft zum zweiten Mal einen Preis für Präventivmedizin ausgeschrieben und damit auf einstimmigen Jurybeschluss das Klasse I-Medizinprodukt Daylong actinica® auf einer Festveranstaltung in Berlin ausgezeichnet. Das dermatologische Präparat hat ein hohes Potenzial in der Prophylaxe des hellen Hautkrebs und kann ferner bereits manifeste Präkanzerosen wie aktinische Keratosen wirkungsvoll reduzieren und erfüllt damit die Ausschreibungskriterien. >>>
+++ Joint ASCO Meeting auf dem DKK 2012 +++ Wissenschaftler aus dem In-und Ausland diskutieren die Qualitätssicherung in der Onkologie 30. Januar 2012 – beim kommenden Deutschen Krebskongress (DKK 2012) wird es erstmalig ein gemeinsames Symposium mit der American Society of Clinical Oncology (ASCO) geben. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung befasst sich mit dem Thema der Versorgungsqualität in der Onkologie. „Deutschland und die USA kämpfen in der Qualitätssicherung mit ähnlichen Problemen. Wir suchen die Diskussion, um Parallelen aufzuzeigen und voneinander zu lernen“, erläutert Professor Peter Albers, Präsident des DKK 2012. Während Deutschland auf onkologische Zentren setzt, besteht hierzulande wenig Erfahrung bei der Qualitätssicherung in der ambulanten onkologischen Versorgung. Das von der ASCO initiierte amerikanische QOPI-System könnte hier Orientierung bieten. >>>
+++ Morbus Basedow +++ OP versetzt Augen bis zu 9 mm zurück: Bessere Ergebnisse dank Ultraschallsägen und Drei-Wand-Versetzung 30. Januar 2012 – Bad Hofgastein, Zu den heikelsten Gebieten der Chirurgie gehören Operationen, die hinter dem Auge durchgeführt werden. Etwa bei der endokrinen Krankheit Morbus Basedow, die ähnlich wie bestimmte Tumorarten den Augapfel nach vorne treten lässt, ist öfters eine Versetzung der Wände der Augenhöhle nötig. Welche Neuerungen es auf diesem medizinischen Fachgebiet gibt, berichtet Gert Santler, Präsident des vom 31. Januar – 3. Februar 2012 stattfindenden Jahreskongresses der österreichischen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen in Bad Hofgastein. Morbus Basedow ist eine häufige Nebenwirkung einer Schilddrüsen-Fehlfunktion - rund zwei bis drei Prozent der Frauen sind betroffen, bei Männern zehnmal weniger. Entzündungen der Augenhöhle lassen die Augenmuskeln verdicken und vermehren die Fettpolster, was den Augapfel aus der Augenhöhle quellen lässt. "In starken Fällen schließen sich die Lider nicht mehr ganz und das Auge vertrocknet, oder der Sehnerv wird eingeklemmt, was beides zur Erblindung führen kann. >>>
+++ Demenz +++ Frühstadium bei Männern häufiger - Ursache für Unterschied zwischen Geschlechtern noch unbekannt 30. Januar 2012 – Scottsdale, obwohl mehr Frauen als Männer an einer Demenz erkranken, scheint es laut einer Studie der Mayo Clinic so zu sein, dass Männer einem höheren Risiko erster Symptome ausgesetzt sind. Es ist derzeit nicht bekannt, warum weniger Männer vollständig erkranken. Das Wissen um die dafür zugrunde liegenden Mechanismen könnte laut den Archives of Neurology ein Schlüssel im Kampf gegen diese Krankheit sein. Experten wie Marie Janson von Alzheimer's Research UK hoffen, dass es mit diesen Forschungsergebnissen möglich sein könnte, das Fortschreiten einer Demenz zu stoppen. Die Wissenschaftler beobachteten drei Jahre lang den Gesundheitszustand von fast 1.500 älteren Männern und Frauen. In diesem Zeitraum zeigten viel mehr Männer Anzeichen leichter kognitiver Störungen. 72 von je 1.000 Männern waren betroffen und 57 von 1.000 Frauen. Es wurden mehrere Faktoren berücksichtigt. Dazu gehörten Alter, Ausbildung und Familienstand. Der Unterschied zwischen Männern und Frauen blieb jedoch bestehen. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Rote-Hand-Brief zur strengeren kardiovaskulären Überwachung bei Beginn einer Therapie mit Gilenya® (Fingolimod) Berlin, 26. Januar 2012 – Fingolimod ist ein selektives Immunsuppressivum; seit März 2011 ist es als Monotherapie zugelassen zur Behandlung von Patienten mit hochaktiver, schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose, die eine hohe Krankheitsaktivität trotz Behandlung mit einem Beta-Interferon zeigen oder die einen rasch fortschreitenden, schweren Verlauf haben. In der aktuellen Fachinformation wird bereits darüber informiert, dass Fingolimod nach der ersten Dosis eine vorübergehende Bradykardie verursachen und möglicherweise einen AV-Block auslösen kann. Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass innerhalb der ersten 6 Stunden nach Behandlungsbeginn mit Fingolimod eine intensivere Überwachung der kardiovaskulären Funktionen erforderlich ist und ggf. noch länger weitergeführt werden sollte. >>>
+++ Malignes Melanom +++ Bundesweite Seminarreihe für Patienten unter der Schirmherrschaft von Vicky Leandros 26. Januar 2012 – Die Diagnose „malignes Melanom“ (schwarzer Hautkrebs) kommt nicht selten völlig unerwartet und wirft viele Fragen und Ängste auf. Mit der Seminarreihen für Melanom-Patienten mit dem Titel „Wissen zählt - bei Diagnose Melanom handeln“, sollen Betroffene und Angehörige darüber informiert werden, wie sie mit der Diagnose schwarzer Hautkrebs umgehen können, wo sie Hilfe erhalten und was sie im Hinblick auf die Diagnose und Therapie erwartet.
Experten - Dermatologen, Onkologen und Psychoonkologen sowie Vertreter von Selbsthilfegruppen aus der jeweiligen Region - erläutern in einer Podiumsdiskussion die relevantesten Fragestellungen zum malignen Melanom. Patienten und Angehörige können sich aktiv an dieser Diskussion beteiligen. Die Teilnehmer erhalten darüber hinaus weiterführendes Informationsmaterial. >>>
+++ Epilepsie +++ Lacosamid zeigte bei früher Kombinationstherapie Erfolge in der klinischen Praxis 26. Januar 2012 – Epilepsie ist mit rund sechs Millionen Erkrankten in Europa die häufigste schwere neurologische Störung. Die Entwicklung neuer Antiepileptika hat in den letzten 15 Jahren dazu geführt, dass knapp zwei Drittel der Patienten anfallsfrei werden. Das verbleibende Drittel leidet jedoch entweder wegen mangelnden Therapieansprechens oder nicht tolerierbarer Nebenwirkungen der Medikation weiter an epileptischen Anfällen. Bei fokalen Epilepsien, mit und ohne sekundäre Generalisierung gilt Lacosamid aufgrund eines neuen Wirkmechanismus und fehlender klinisch relevanter Interaktionen für die Zusatz-Therapie als ein sehr gut geeigneter Kombinationspartner.
Die Post-hoc-Analysen der Zulassungsstudien zeigt, dass die Zusatzbehandlung mit Lacosamid unabhängig vom Kombinationspartner gut wirkt und in Kombination mit Nicht-Natriumkanalblockern besonders hohe Responderraten zeigt. >>>
+++ Stammzellforschung +++ Stammzellen in der Muttermilch - Theorie wird zur Realität 25. Januar 2012 – Die erstmals 2007 von Wissenschaftlern der University of Western Australia (UWA) aufgestellte Theorie, dass Muttermilch Stammzellen enthält, hat mir der jüngsten Entdeckung einer Mitarbeiterin des UWA Forscherteams eine neue Ebene erreicht. Die Doktorandin Foteini Hassiotou konnte beweisen, dass Muttermilch-Stammzellen in andere körpereigene Zelltypen verwandelt werden können - wie z. B. in Knochen-, Fett-, Leber- und Gehirnzellen. Könnte dies die lang ersehnte ethisch vertretbare und einfache nicht-invasive Methode für die Gewinnung von pluripotenten Stammzellen sein? Und welche Bedeutung hat diese Entdeckung in Hinblick auf die einzigartigen Eigenschaften der Muttermilch für das Wachstum und die Entwicklung von Säuglingen? Foteini Hassiotou, die bereits im Oktober 2011 mit dem AusBiotech GSK Studentenpreis ausgezeichnet wurde, wird ihre neuesten Erkenntnisse beim 7. Internationalen Still- und Laktations-Symposium vom 20. bis 21. April in Wien präsentieren. >>>
+++ ALL-Rezidiv +++ Weltgrößte Studie zu häufigster Krebserkrankung bei Kindern: Charité und Projektpartner erforschen optimale Therapie bei Leukämie-Rückfällen 24. Januar 2012 – Die Charité - Universitätsmedizin Berlin koordiniert mit einem jetzt gestarteten EU-Projekt die weltweit größte Studie zum Kampf gegen die häufigste Krebserkrankung bei Kindern, die akute lymphoblastische Leukämie (ALL).
Im Rahmen des Projekts IntReALL (Study for Children with Relapsed ALL) werden Rezidive bei bereits behandelter ALL erforscht, damit mehr junge Patienten dauerhaft geheilt werden können. Das ALL-Rezidiv ist die häufigste Todesursache bei krebskranken Kindern. Während die Überlebenschancen bei einer Ersterkrankung an dieser Leukämieform in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich gestiegen sind, haben die jungen Patienten bei einem Rückfall wesentlich schlechtere Aussichten. >>>
+++ Gewinner des Jahres 2011 +++ Fine Star würdigt Engagement für Kinder und Jugendliche mit Diabetes 22. Januar 2012 – Zum vierten Mal zeichnet Bayer mit dem Fine Star drei Initiativen aus, die sich auf besonders vorbildliche, kreative oder engagierte Weise für Kinder mit Diabetes einsetzen.
Die Jury, zu der unter anderem auch der international renommierte Kinderdiabetologe Prof. Dr. Thomas Danne, die an Diabetes erkrankte 14-jährige Theresa sowie der Gründer von Deutschlands größtem Selbsthilfeportal diabetes-kids.de, Michael Bertsch, gehören, wählte folgende Siegerprojekte: Platz 1: Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche Jena e.V. Platz 2: Kinder- und Jugendhaus „An der Glockengießerei“ Apolda Platz 3: Selbsthilfegruppe „Diabetiker Sachsen e.V.“ Den Ehrenpreis erhält Diabetesberaterin Andrea Witt für langjähriges Engagement. >>>
+++ Virale Mischinfektionen +++ Frühzeitige Behandlung der Erkrankung mit Oxymetazolin 18. Januar 2012 – Langwierige Erkältungskrankheiten können durch einzelne Viren, aber auch durch mehrere, gleichzeitig auftretende virale Erreger bedingt sein. Moderne virologische Untersuchungen erlauben deren schnellen Nachweis. Bei Kindern, die wegen Erkrankungen des unteren Respirationstrakts im Krankenhaus behandelt werden müssen, treten bestimmte Erreger gehäuft auf. An der Spitze liegen respiratory syncitial virus (RSV), Rhinoviren und das erst kürzlich identifizierte humane Bocavirus (hBoV). Dabei beeinflussen die Art des Erregers wie auch die Viruslast die Schwere der Erkrankung, wobei die gleichzeitige Infektion mit mehreren Erregern sich eher negativ auszuwirken scheint. Hat die Erkältung erst auf den unteren Respirationstrakt übergegriffen, sind die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt.
Die frühzeitige Therapie der Erkrankung mit Oxymetazolin solange noch die oberen Atemwege betroffen sind, kombiniert antivirale mit antientzündlicher und abschwellender Wirkung, und kann dem Etagenwechsel vorbeugen. >>>
+++ Implantate unter Generalverdacht? Deutsche Gesellschaft für Chirurgie fordert europaweite Transparenz und patientenorientierte Aufklärung Berlin 18. Januar 2012 – Die Chirurgie ist auf sichere Medizinprodukte angewiesen, ohne deren Einsatz auch medizinischer Fortschritt nicht möglich ist. Patientensicherheit hat dabei absoluten Vorrang. Bezugnehmend auf den jüngsten Skandal um minderwertige Brustimplantate spricht sich die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) wiederholt dafür aus, den Weg eines Medizinprodukts vom Hersteller bis zum Patienten transparenter zu gestalten. Als Vorbild dafür könnten etwa Register dienen, wie sie chirurgische Fachgesellschaften in Deutschland für Gelenkprothesen oder Kunststoffnetze bei Bruchoperationen erfolgreich einführen. Qualitativ mangelhafte Implantate sind sicherlich die Ausnahme. Die DGCH warnt daher davor, alle Implantate unter Generalverdacht zu stellen und Patienten unnötig zu verunsichern. >>>
+++ Zwangsbehandlungen +++ Bundesverfassungsgericht zwingt Ärzte zu unterlassener Hilfeleistung: Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). 17. Januar 2012 – Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) warnt vor den Konsequenzen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 23.03.2011 zur Zwangsbehandlung im Maßregelvollzug. Die Rigorosität des Gesetzes zwingt Ärzte zu unterlassener Hilfeleistung und verhindert unterstützende Hilfsangebote für Menschen mit Eigen- oder Fremdgefährdung. Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat im Beschluss vom 23.03.2011 (2 BvR 882/09) die Zwangsbehandlung mit Antipsychotika bei behandlungs-unwilligen, krankheitsuneinsichtigen Patienten im psychiatrischen Maßregelvollzug als schwerwiegenden Eingriff in das Grundrecht aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG bewertet und im Einzelfall an strengste Anforderungen geknüpft. Die Stellungnahme lesen Sie hier >>>
+++ Invasive Candidosen +++ Echinocandine 1. Wahl bei kritisch kranken Patienten mit Candidainfektion 17. Januar 2012 – Intensivmedizinisch versorgte Patienten sind besonders anfällig für Pilzinfektionen und haben ein hohes Letalitätsrisiko. In Deutschland sind jedes Jahr etwa 40.000 Menschen von dieser invasiven Candida-Infektion betroffen. Bei den Krankenhausinfektionen steht der Hefepilz inzwischen auf Platz 4 der Liste der gefährlichsten Erreger. Ein großes Problem ist die Zunahme resistenter Erreger.
Durch Behandlungsmaßnahmen wie z.B. große chirurgische Eingriffe, zentralvenöse Katheter und Hämodialyse wird die Entstehung von invasiven Candida-Infektionen aber noch weiter begünstigt. Um die Therapie so individuell wie möglich gestalten zu können, ist der Einsatz neuer Medikamenten-Klassen unverzichtbar. Echinocandine wie Micafungin (Mycamine®) erhalten in den aktuellen europäischen Leitlinien für die Behandlung kritisch Kranker den höchsten Empfehlungsgrad A-I. >>>
+++ Hilfe für Kinder und Jugendliche +++ Deutsches Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik, der Universität Witten/Herdecke gegründet Datteln 16. Januar 2012 – Mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Die Folgen dieser stillen Epidemie für die Betroffenen sind fatal – individuelles Leid und massive Schulausfälle drohen betroffenen Kindern. Am 16. Januar 2012 wurde an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/ Herdecke das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet. Hier finden Kinder, Jugendliche und ihre Familien Hilfe auf dem Weg zurück in ein schmerzfreies Leben. Unter www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de finden Patienten, Eltern, Ärzte und Therapeuten umfassende Informationen rund um das Thema Kinderschmerztherapie. >>>
+++ Rote-Hand-Brief +++ Korrekte Verabreichung von Velcade® (Bortezomib) erfolgt nur intravenös! Berlin, 16. Januar 2012 – Bortezomib ist ein Zytostatikum und wird in Kombination mit Melphalan und Prednison oder als Monotherapie bei der Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom eingesetzt. Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief daraufhin, dass Bortezomib ausschließlich intravenös verabreicht werden darf. Die Information enthält darüber hinaus Empfehlungen, um das Risiko einer unsachgemäßen Applikation zu reduzieren. Hintergrund des Rote-Hand-Briefs sind drei Fälle einer versehentlichen intrathekalen Applikation mit tödlichem Ausgang, die seit der Erstzulassung berichtet wurden. >>>
+++ Isoliert Systolische Hypertonie +++ Kausaler Therapieansatz beeinflusst Gefäßalter und Pulswellenreflexion positiv 15. Januar 2012 – In den vergangenen Jahren ist die isoliert systolische Hypertonie (ISH) als eigenständige Krankheit ins Blickfeld gerückt, da sie mit einem hohen kardiovaskulären Risiko assoziiert ist. Ein ungelöstes Problem in der Behandlung der isolierten systolischen Hypertonie stellt die oft unvermeidliche gleichzeitige Reduktion des ohnehin schon erniedrigten diastolischen Blutdrucks dar, womit die gefährlich hohe Blutdruckamplitude unter Umständen negativ beeinflusst wird.
Auf einem Symposium während des Kongresses der Deutschen Hochdruckliga e.V. diskutierten Experten, Kliniker und Therapeuten aktuelle Aspekte der Diagnose und Therapie. Umfangreiche Forschungen der vergangenen Jahre haben bestätigt, dass die häufigste Hypertonieform älterer Menschen, die isoliert systolische Hypertonie (ISH), unmittelbare Folge einer erhöhten arteriellen Gefäßsteifigkeit ist. >>>
+++ Lebensbedrohung durch Rotaviren +++ Vorteil durch pentavalente Schluckimpfung: Nicht nur die Jüngsten profitieren 13. Januar 2012 – Die Infektion mit Rotaviren ist die weltweit häufigste Ursache für schwere Gastroenteritiden bei Säuglingen und Kleinkindern. Auch in Deutschland besteht eine erhebliche Krankheitslast mit jährlich etwa 146.000 Arztbesuchen sowie 22.000 stationären Behandlungen bei Kindern unter fünf Jahren. Die Krankheit kann binnen weniger Stunden lebensbedrohliche Verläufe nehmen, so Prof. Dr. med. Markus Rose, Universitätsklinik Frankfurt am Main.
Aktuelle US-Daten zeigen für Rotavirus-Impfprogramme ein deutliches Potenzial, die Krankheitslast zu senken und Kosten zu sparen, auch jenseits des Säuglingsalters. Die weltweit gut wirksame Rotavirus-Schluckimpfung hat sich auch in Deutschland bewährt. Mit Verbesserung der Durchimpfungsraten profitieren jedoch auch ungeimpfte ältere Kinder, chronisch Kranke und ältere Erwachsene. >>>
+++ Wachkoma +++ Patienten kontaktfähiger als vermutet 11. Januar 2012 – Ärzte schätzen die Reaktionsfähigkeit von Wachkoma-Patienten häufig falsch ein, so die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN). "Unsere Experten vermuten, dass die Kommunikation zwischen Patienten und Ärzten besser sein kann", sagt DGKN-Sprecherin Christina Weddig gegenüber pressetext. Die Forscher haben mit hochauflösender Elektroenzephalografie (EEG) und funktioneller Kernspintomografie (fMRT) gezeigt, dass Wachkoma-Patienten reagieren. Das Ergebnis der Untersuchungen: Jeder Fünfte weist etwa in speziellen EEG-Verfahren Hinweise für bewusste Reaktionen auf, die Standardverfahren nicht erkennen. Die DGKN fordert daher, funktionelle Bildgebungsverfahren sowie spezielle elektrophysiologische Verfahren bei der Beurteilung von Wachkoma-Patienten häufiger einzusetzen. >>>
+++ Meta-Analyse +++ Neue Fakten zu gastrointestinalen Ereignissen: Gute Verträglichkeit von Aspirin bestätigt 10. Januar 2012 – Sechs internationale Experten bestätigen: Aspirin® ist in der Selbstmedikation von leichten bis mäßigen Schmerzen oder Fieber in den zugelassenen Dosierungen mit der entsprechenden kurzzeitigen Anwendung sicher und wirksam. Die bisher größte Meta-Analyse zur Verträglichkeit von Aspirin® belegt, dass der Schmerzmittelklassiker bei der Kurzzeitbehandlung von Schmerzen und Fieber gut verträglich ist.
Im Vergleich zu anderen Analgetika wie Ibuprofen und Paracetamol ergeben sich bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Gesamtinzidenz unerwünschter Ereignisse im Magen-Darm-Trakt. Ausprägung und Häufigkeit unerwünschter Ereignisse lagen unter Aspirin® zudem auf oder nur geringfügig über dem Niveau von Placebo. Damit liefert die aktuelle Studie neue Fakten zur Versachlichung und Fokussierung der Verträglichkeitsdiskussion. >>>
+++ Perioperative Patientenerwärmung +++ Vermeidung von Hypothermien – Vorteile für Patient und Klinik 9. Januar 2012 – In Deutschland werden jährlich mehr als 14 Millionen Operationen durchgeführt. Hierbei wird oft unterschätzt, dass jede Anästhesie mit einer Gefahr für eine Hypothermie verbunden ist, da anästhesierte Patienten nicht in der Lage sind ihre Körpertemperatur zu regulieren. Die physiologischen Folgen einer Narkose setzen praktisch jeden Patienten dem Risiko einer unbeabsichtigten Hypothermie aus, unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlichem Zustand. Hypothermien können Auslöser für zahlreiche klinische Komplikationen wie Wundinfektionen, Blutungen und kardiologischen Komplikationen sein, die nicht nur für den Patienten mit einem höheren Mortalitätsrisiko verbunden sind, sondern auch für die Klinik einen erhöhten Kostenaufwand bedeuten. Systeme basierend auf konvektiver Lufterwärmung sollten daher inzwischen zur Standardausrüstung jeder Klinik gehören. >>>
+++ Generalisierte Angststörung +++ Gibt es eine reine GAD? – Welche Therapie ist die Beste? 9. Januar 2011 – Eine generalisierte Angststörung (GAD) zeichnet sich durch mehrere Monate anhaltende und übermäßige Sorgen und Befürchtungen aus, die sich um alle Lebensbereiche drehen können. Etwa fünf Prozent der Gesamtbevölkerung leidet mindestens einmal in ihrem Leben unter einer generalisierte Angststörung. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Die ständige Beschäftigung mit den vermeintlichen oder tatsächlichen Gefahren bleibt nicht ohne Auswirkung auf das seelische und vor allem das körperliche Befinden. Dieses wird durch die Sorgen sehr in Mitleidenschaft gezogen. Häufig verspürte Gefühle sind Angst, verrückt zu werden oder durchzudrehen. Da bisher noch keine vollständige Ursachenforschung vorliegt, gibt es bis heute kein eindeutiges Erklärungsmodell für die Erkrankung. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Potenzielle Risiken unerwünschter kardiovaskulärer oder renaler Ereignisse bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Nierenfunktionsstörungen und/oder kardiovaskulären Erkrankungen unter Aliskiren-haltigen Arzneimitteln Berlin, 6. Januar 2012 – Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass bei Patienten unter Behandlung mit Aliskiren-haltigen Arznei-mitteln eine Überprüfung notwendig ist: Diabetiker sollten nicht mit einer Kombination von Aliskiren und Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE)-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptorblockern (ARB, Sartane) behandelt werden. Liegt bei Diabetikern eine solche Kombination vor, sollte Aliskiren abgesetzt und eine alternative blutdrucksenkende Medikation in Betracht gezogen werden. Betroffene Patienten sollten die Einnahme jedoch nicht beenden, bevor sie dies mit ihrem Arzt besprochen haben. >>>
+++ Affektive Störungen +++ Therapie manischer und depressiver Episoden bei bipolaren Erkrankungen 6. Januar 2011 – Die Bipolare Störung ist in der Regel eine chronische, episodische Erkrankung. Die Betroffenen sind erheblich gesundheitlich beeinträchtigt und haben ein erhöhtes Risiko für Komorbiditäten. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen an Bipolaren Störungen erkrankt. Etwa zwanzig Prozent der Betroffenen unternehmen einen Suizidversuch und 15 Prozent versterben daran.
Bipolare Störungen sind ein großes und unterschätztes Gesundheitsproblem in Europa. Die Krankheit frühzeitige zu erkennen um eine gezielte Therapie einzuleiten ist für die Patienten von großer Bedeutung. Die genauen Ursachen für Bipolare Störungen sind unbekannt. Die Entstehung ist wahrscheinlich multifaktorieller Genese. >>>
Methylierungsstatus des Gens TFAP2E entscheidet offenbar über die Wirksamkeit der Chemotherapie 5. Januar 2012 – Einen möglicherweise bedeutenden Schritt hin zur individualisierten Behandlung von Darmkrebs haben Wissenschaftler der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) getan. In einer Studie mit mehr als 200 Patienten konnten sie in dem Gen TFAP2E einen neuen Biomarker identifizieren, der eine Vorhersage über das Ansprechen von Darmkrebspatienten auf die Chemotherapie erlauben sollte; und zwar einerseits auf eine Chemotherapie mittels 5-Fluorouracil (5-FU) und anderen Chemotherapeutika und andererseits von 5-FU in Verbindung mit einer Strahlentherapie.
+++ Medizinische Hautpflege +++ Ab Februar 2012 NEU in der Apotheke: Relaunch Imlan® Lotion Plus 4.1. 2012 – Die Imlan® Lotion Plus verwöhnt die strapazierte und zu Juckreiz neigende Haut jetzt in neuer Formulierung und Verpackung. Bereits das Packungsdesign setzt am POS auffallend farbliche Akzente. Die neue Rezeptur aus einer Mischung von Aprikosenkernöl und Jojobaöl sowie drei Prozent Urea und Vitamin E sorgt schon beim Auftragen für ein besonders geschmeidiges Hautgefühl. Das enthaltene Vitamin E schützt als Radikalfänger vor oxidativer Schädigung der Haut und glättet zugleich die Hautoberfäche. Mit einem Lipidanteil von mehr als 40 Prozent ist die neue Imlan® Lotion Plus insbesondere zur Pflege bei trockener Haut geeignet. Durch das natürliche Betulin wirkt die Imlan® Lotion Plus regenerierend und juckreizlindernd.
Dermatologen empfehlen Imlan® bei trockener, allergischer Haut und durch die entzündungshemmenden, juckreizlindernden Eigenschaften auch zur unterstützenden Pflege bei Neurodermitis, Schuppenflechte und Diabetes. >>>
+++ Hirntumoren bei Kindern +++ Direkt in die Mechanismen der Tumorentstehung eingreifen und Medulloblastome gezielt zerstören München, 3. Januar 2012 – Was für verschiedene Krebsarten – wie etwa Brustkrebs, Lungenkrebs oder Prostatakrebs – gilt, haben die Forscher um PD Dr. Ulrich Schüller vom Zentrum für Neuropathologie der Ludwig-Maximilians-Universität nun auch für kindliche Hirntumoren nachgewiesen: Medulloblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren im Kindesalter. Um ungehindert wachsen zu können, benötigen die Tumorzellen ein spezielles Eiweiß, wie Münchner Wissenschaftler nun herausgefunden haben.
Ihre neue Erkenntnis soll als Basis für die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten gegen das Medulloblastom dienen. Denn den Forschern gelang es, das krebsfördernde Eiweiß medikamentös zu unterdrücken und so das Tumorwachstum zu hemmen. Die Deutsche Krebshilfe hat das Projekt mit 435.000 Euro unterstützt. >>>
+++ Essenzielle Hypertonie +++ Effektive Blutdrucksenkung mit dem neuen Azisartan 3. Januar 2012 – Seit Jahrzehnten stehen für die Hypertonie-Behandlung zahlreiche, unterschiedliche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Trotzdem stellt eine über 24-Stunden lang anhaltende Blutdruckkontrolle zur langfristigen Reduzierung der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität immer noch eine Herausforderung dar.
Noch in diesem Monat wird in Deutschland mit dem Wirkstoff Azilsartan ein neuer AT1-Rezeptorantagonist zur Verfügung stehen.Bereits am 9. Dezember 2011 hat Azilsartan (Edarbi®) von der Europäischen Kommission die Zulassung erhalten. Sie gilt für die Therapie von Patienten mit essenzieller Hypertonie. Edarbi® ist ein neuer, einmal täglich zu dosierender AT1-Rezeptorblocker (Angiotensin-II-Antagonist) zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen. >>>
+++ Besserer UV-Schutz in Solarien +++ Bei Gesetzesverstößen drohen seit dem 1. Januar empfindliche Strafen Bonn/Hamburg, 02. Januar 2012 – Viele Solariennutzer wissen: Künstliche UV-Strahlen erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Wer dennoch nicht auf das Solarium verzichten möchte, wird in Zukunft besser geschützt sein. Seit dem 1. Januar 2012 ist die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter Strahlung (UVSV) in Kraft. „Da wir grundsätzlich davon abraten, UV-Strahlen aus Solarien zu nutzen, begrüßen wir diese Fortschritte“, sagt Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Das Gesetz und dessen Verordnung sorgen für mehr Sicherheit in Solarien.“
Bis August 2012 müssen alle Geräte ausgetauscht werden, die nicht mehr der europäischen Norm entsprechen – also die Haut mit mehr als maximal 0,3 Watt pro Quadratmeter bestrahlen. Diese Stärke entspricht einer Bestrahlung um 12 Uhr mittags am Äquator. >>>
+++ Transplantation +++ MHH-Studie zu lebenslänglich haltbaren Herzklappen: 5,2 Millionen Euro von der Europäischen Union für ESPOIR-Studie Hannover, 2. Januar 2011 – Eine Herzklappe zu transplantieren, die nicht abgestoßen wird, ein Leben lang hält und bei Kindern sogar mitwächst - diesem Ziel widmet sich die Studie "European clinical study for the application of regenerative heart valves" (ESPOIR), die am 1. Januar 2012 unter der Leitung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) startete. Die Europäische Union (EU) unterstützt das Vorhaben mit 5,2 Millionen Euro für vier Jahre. An der Studie nehmen außer der MHH sieben große europäische Kinderherzzentren teil. Insgesamt werden 200 Patienten behandelt. Die menschlichen Spenderklappen erhalten sie aus Gewebespenden im Rahmen dieser klinischen Studie von zwei gemeinnützigen Einrichtungen: der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation und der European Homograft Bank. Corlife, eine MHH-Ausgründung, prozessiert die Spenderklappen. Die Leibniz Universität Hannover kümmert sich um Administration und Organisation der Studie. >>>
+++ Skandal um fehlerhafte Brustimplantate +++ Billig-Brustimplantate-Hersteller will unter anderem Namen weiter produzieren 30. Dezember 2011 – Der Firmenchef von PIP (Poly Implant Prothèse), französischer Hersteller möglicherweise krebserregender Brustimplantate, will weiterhin medizinische Produkte herstellen. Weltweit sollen etwa 400.000 bis 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen des Herstellers PIP tragen. Die genaue Zahl der in Deutschland Betroffenen ist bislang unbekannt. Nach Informationen der französischen Tageszeitung „Nice Matin“ meldete Jean-Claude Mas bereits auf den Namen seiner beiden Söhne eine neue Firma zur Produktion von Implantaten an. Beim Handelsgericht in Toulon sei im Juni das Unternehmen France Implant Technologie (FIT) eingetragen worden. Vater Jean-Claude sei als kaufmännisch-technischer Berater vorgesehen gewesen. Laut dem Handelsregister von Toulon handelt es sich um ein Unternehmen, das chirurgisches und zahntechnisches Material herstellt. Dem Geschäftsplan zufolge, den „Nice-Matin“ veröffentlichte, will FIT aber Brustimplantate produzieren und greift dabei „dank seiner Mitarbeiter“ auf eine 30-jährige Erfahrung zurück. Neben Mas sollen zwei weitere PIP-Führungskräfte in dem neuen Unternehmen arbeiten. >>>
+++ Asthma bronchiale und COPD +++ Lungenkranke sollten Silvester-Feuerwerk besser von der Ferne aus betrachten 27. Dez. 2011 – Feuerwerke an Silvester sind beliebt, allerdings können der dabei entstehende Rauch und Feinstaub für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale oder COPD ein Gesundheitsrisiko werden. Darauf machen die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung e.V. (DLS) aufmerksam. „Um mit Silvesterraketen verschiedene Farbeffekte zu erzielen, werden dem Schwarz-pulver unterschiedliche Metallverbindungen zugesetzt - zum Beispiel Blei oder Arsen für die Farbe Blau und Strontiumsalze für die Farbe Rot“, erläutert Prof. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der DLS. „Nach größeren Feuerwerken kann die Luft deshalb Feinstaubpartikel mit bis zu dreißig giftigen Metallverbindungen enthalten, die aufgrund ihres geringen Durchmessers von wenigen Mikrometern tief in die Lunge vordringen und dort Entzündungsreaktionen hervorrufen können.“ >>>
+++ Krebs-Prävention +++ 2012 sportlich angehen und Krebs aktiv vorbeugen: Deutsche Krebshilfe gibt Tipps für gute Vorsätze zum Jahreswechsel Bonn, 27. Dez. 2011 – „2012 bewege ich mich mehr!“ Einen besseren Vorsatz für das neue Jahr gibt es kaum, denn körperliche Aktivität stärkt das Immunsystem und kann Krebs vorbeugen. „Gönnen Sie sich und Ihrer Gesundheit ein bewegungsreiches neues Jahr“, empfiehlt Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Wir unterstützen Sie gern. Bei uns erhalten Sie kostenlose Informationsmaterialien und praxistaugliche Tipps für den Alltag“. Wer sich regelmäßig bewegt, tut sich selbst einen großen Gefallen: Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit steigen und das Krankheitsrisiko sinkt. Menschen, die täglich eine halbe Stunde körperlich aktiv sind, bekommen nachweislich seltener Darm-, Brust-, Prostata- und Gebärmutterkrebs. >>>
+++ Volkskrankheit Rückenschmerz +++ Neue Patienteninformationen zum Thema Kreuzschmerz veröffentlicht 22. Dezember 2011 – Die ausführliche Patienten-Leitlinie„Kreuzschmerz“ und die beiden Kurzinformationen „Akuter Kreuzschmerz“ und „Chronischer Kreuzschmerz“ vermitteln in verständlicher Form, was Kreuzschmerzen sind, wie sie entstehen können und wie sie behandelt werden. Diese Beschwerden gehören in Deutschland zu den am häufigsten angegebenen Schmerzen überhaupt. Etwa drei von vier Deutschen sagen, dass sie mindestens einmal in ihrem Leben Kreuzschmerzen gehabt haben.
Bei der Behandlung von Kreuzschmerzen hat sich in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen. Statt passiver Therapieformen, wie Schonen oder Bettruhe, wird heute eher das Gegenteil empfohlen, zum Beispiel Bewegung. Für Ärzte ist es oft nicht leicht, dies den Patienten zu vermitteln. Die neu erschienene Patienten-Leitlinie „Kreuzschmerz“ will deshalb sowohl Betroffene informieren, als auch Ärzte bei der Aufklärung ihrer Patienten unterstützen. >>>
+++ MPGN +++ Aussicht auf Heilung bei schweren Nierenerkrankungen 21.12. 2011 – Wissenschaftlern um den Infektionsbiologen Peter Zipfel ist es erstmals gelungen, eine erfolgreiche Therapie für eine bislang unheilbare Nierenerkrankung zu entwickeln und anzuwenden. Zusammen mit Kollegen in Berlin, Heidelberg, Münster und Shanghai setzte das Team um den stellvertretenden Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – eine Immuntherapie gefolgt von einer Nierentransplantation zur Bekämpfung der membranoproliferativen Glomerulonephritis ein.
Dieser Forschungserfolg fand international große Beachtung und wurde jetzt im New England Journal of Medicine, einer der weltweit renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, veröffentlicht (www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejmc1107484) . >>>
+++ Antivirale Therapie +++ Grippe-Saison 2011/2012: An Risikogruppen denken 21.12. 2011 – Auch in der kommenden Grippe-Saison sind lokale Grippeausbrüche oder ausgedehnte Epidemien zu erwarten. Influenza-Viren breiten sich schnell aus und infizieren einen großen Teil der Bevölkerung. Dabei sind Kinder, Schwangere, Ältere und chronisch Kranke besonders gefährdet, einen schweren Verlauf und Komplikationen zu entwickeln. Für diese Risikogruppe ist die Grippeschutzimpfung besonders wichtig. Sollte es trotzdem zu einer Grippeerkrankung kommen oder weisen diese Patienten trotz Impfung Symptome auf, steht mit Oseltamivir (Tamiflu®) eine sichere und effektive Therapie zur Verfügung. Die antivirale Therapie von Risikopatienten sollte sehr rasch, mit dem ersten Auftreten der Symptome erfolgen. Grippesymptome können starke Kopfschmerzen und hohes Fieber mit Frösteln oder Schweiß-ausbrüchen sein. Auch respiratorische Symptome wie trockener, schmerzhafter Husten gehören zu den häufigsten Symptomen. Außerdem klagen die Betroffenen oft über Pharyngitis, Tracheitis mit retrosternalen Schmerzen und Rhinitis. >>>
+++ Schmerzmittelmissbrauch +++ Medizinische Fachgesellschaften begrüßen die Empfehlung zur BTM-Rezeptpflicht für kurz wirksames Opioid Bochum, 20. Dezember 2011 – Eines der am häufigsten missbrauchten Schmerzmittel, die Kombination aus dem Opioid Tilidin und Naloxon in schnell im Organismus freigesetzten Tabletten und Tropfen, wird künftig schwieriger zugänglich sein: Anfang Dezember hat der Sachverständigenausschuss im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, Bonn) empfohlen, entsprechende Medikamente unter die betäubungsmittelrechtlichen Regelungen zu stellen. Die medizinischen Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS), Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS), Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Arbeitskreis „Gesundheitsschutz für Anästhesisten“ der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI) begrüßen diese Entscheidung angesichts des hohen Missbrauchspotentials. Die Versorgung Schmerzkranker wird sich nach Ansicht der Experten dadurch nicht verschlechtern: Lang wirksame Darreichungsformen (Retard-Tabletten) mit denselben Wirkstoffen wurden ausdrücklich von der Regelung ausgenommen. >>>
+++ Rheumatoide Arthritis +++ Neue ACR-Daten bestätigen erneut die besondere Stellung von Rituximab 19. Dezember 2011 – Bei der Rheumatoiden Arthritis (RA) handelt es sich um die häufigste entzündliche Erkrankungen der Gelenke. Von dieser chronischen, progressiv-systemischen Autoimmunerkrankung sind in Deutschland ca. 800.000 Menschen betroffen. Dies allein ist Grund genug, die Anstrengungen für weitere Verbesserungen der modernen Therapie auf hohem Niveau zu halten. Hier hat Rituximab (MabThera®) eine herausragende Bedeutung. Auf dem diesjährigen ACR-Kongress untermauerten gleich drei Studien die besondere Stellung von Rituximab bei der Behandlung der RA. So bestätigte erstmals die prospektive Studie SWITCH-RA die überlegene Wirksamkeit der B-Zell-Therapie im Vergleich zu einem weiteren alternativen TNF-alpha-Hemmer nach Versagen des 1. TNF-alpha-Hemmers. >>>
+++ Versorgungsmangel +++ 24.000 Diabetes-Todesfälle vermeidbar - Schockierende Unterschiede in medizinischer Versorgung nachgewiesen 19. Dezember 2011 – Leeds: Bis zu 24.000 Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Diabeteserkrankung eintreten, könnten jedes Jahr in England verhindert werden. Voraussetzung dafür wäre, dass Patienten und Ärzte mit dieser Krankheit anders umgehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des NHS Information Centre. Sie hat erstmals die Umstände untersucht, die bei Diabetespatienten zum Tod geführt haben. Grundlegende Gesundheitskontrollen, eine gute Ernährung und eine regelmäßige Medikation hätten viele der Todesfälle verhindern können. Die Studie verglich die vorliegenden Informationen über Menschen mit Diabetes mit den Daten der Todesmeldungen. Jährlich sterben 70.000 bis 75.000 Patienten an den Folgen dieser Krankheit. Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes war das Sterberisiko 2,6 Mal höher als bei der Allgemeinbevölkerung. Bei Typ-2-Diabetes war das Risiko um das 1,6-Fache erhöht. Bei jüngeren Menschen war das Risiko deutlich höher als in anderen Altersgruppen. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Berlin, 13. Dezember 2011 – Strattera® (Atomoxetin): neue Sicherheitsinformationen zum Risiko eines Blutdruck- und Herzfrequenz-anstiegs In einem Rote-Hand-Brief wird auf neue Sicherheitsinformationen bezüglich des bereits bekannten Risikos für einen Blutdruck- und Herzfrequenzanstieg aufmerksam gemacht. Eine aktuelle Analyse der Daten aus klinischen Studien mit Atomoxetin durch den Hersteller hat gezeigt, dass bei ca. 6–12 % der behandelten Kinder und Erwachsenen eine klinisch bedeutsame Zunahme der Herzfrequenz (20 Schläge pro Minute oder mehr) und des Blutdrucks (15–20 mmHg oder mehr) auftritt. Bei etwa 15–32 % der Patienten mit klinisch relevanten Blutdruck- oder Pulsänderungen während der Atomoxetinbehandlung war der Anstieg persistierend oder zunehmend.
Der Rote-Hand-Brief informiert über die verschärften Empfehlungen zur Anwendung von Atomoxetin, die Kontraindikationen, Warnhinweise und erforderliche Untersuchungen vor und während der Behandlung betreffen. >>>
+++ Hypertonie & Vorhofflimmern +++ Vor allem Risikopatienten profitieren von einer frühen Kombinationstherapie 12. Dezember 2011 – Nach wie vor besteht in der deutschen Bevölkerung eine hohe Hypertonieprävalenz. Dabei sollte heute flächendeckend bekannt sein, dass hoher Blutdruck einer der Hauptrisikofaktoren für Schlaganfall und kardiovaskuläre Folgeerkrankungen bis hin zum Myokardinfarkt ist.
Wie wichtig vor allem für Risikopatienten das Erreichen therapeutisch angestrebter Blutdruck-Zielwerte ist, wurde in einem Symposium anlässlich des Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga in Köln diskutiert. >>>
+++ Schizophrenie-Therapie heute +++ Zusammenwirken von medikamentösen und psychosozialen Behandlungsansätzen 10. Dezember 2011 – Die Schizophrenie ist eine schwerwiegende psychische Erkrankung, die durch eine vorübergehende oder andauernde Störung des Denkens, der Wahrnehmung und des Erlebens charakterisiert ist. Erste schizophrene Episoden treten in der Regel zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr auf. Therapiert wird die Schizophrenie mit einer Kombination aus pharmakotherapeutischen Verfahren sowie psycho- und sozialtherapeutischen Methoden. Auf Grund mangelnder Therapietreue bei Patienten mit Schizophrenie gibt es häufig Rückfälle, dies stellt ein großes Hindernis für eine optimale Behandlung dar. Im Rahmen eines ganzheitlichen Therapieansatzes bieten moderne Depot-Antipsychotika wie Paliperidonpalmitat bedeutende Vorteile, die zu einer Verbesserung der Adhärenz beitragen. Insbesondere in Erkrankungsphasen, in denen die Stabilität von Patienten durch das Einwirken verschiedener Stressoren gefährdet ist, kann damit die Therapiekontinuität erhalten werden. >>>
+++ OAB +++ Wirksame Therapie der überaktiven Blase mit Trospiumchlorid 10. Dezember 2011 – Über fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Harninkontinenz. Die Betroffenen sind in ihrer Lebensqualität oft stark eingeschränkt. Sie ziehen sich aus dem sozialen Umfeld zurück, weil häufig auftretender, starker, meist nicht zu beherrschender Harndrang (auch nachts), der oft auch mit ungewolltem Harnverlust einhergeht, ihre Bewegungsfreiheit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben limitiert. Leider meiden viele der Betroffenen aus falschem Schamgefühl heraus das Gespräch mit dem Arzt, obwohl es heute gute und vor allem auch wirksame Therapien gibt. Mit zunehmendem Alter vermehrt auftretende Harnblasenfunktionsstörungen (überaktive Blase) sind für die behandelnden Ärzte eine Herausforderung. Heute stehen jedoch wirksame Therapien zur Verfügung, wobei insbesondere die einmal tägliche Gabe der retardierten Form von Trospiumchlorid gerade bei älteren Patienten unübersehbare Vorteile hat. >>>
+++ Risikofaktor Hypertonie +++ Moderne Kombinationstherapie zur effektiven Senkung von Blutdruck und kardiovaskulärem Risiko 9. Dezember 2011 – Einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die Hypertonie. Schlaganfall, koronare Herzerkrankung oder Nierenschädigungen sind Komplikationen, die von atherosklerotisch bedingten Gefäßwandschädigungen ausgehen und den Hypertoniker gefährden. Die rasche, effektive Blutdrucksenkung auf Zielwerte von <140/90 mmHg mit modernen Antihypertensiva ist Voraussetzung dafür, letztendlich das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen zu senken und somit die Lebenserwartung des Hypertonikers zu verbessern. Bereits eine Senkung des systolischen Wertes um 2 mmHg ist mit einer 10 Prozent niedrigeren Rate von Folgeerkrankungen wie z.B. Schlaganfall assoziiert. Vor diesem Hintergrund erweist sich eine antihypertensive Therapie mit einem AT1-Antagonisten wie Olmesartan zielführend, zumal Olmesartan neben der effektiven 24-Stunden-Blutdrucksenkung zudem antiatherosklerotische Effekte zu bieten scheint. >>>
+++ Dem Fachkräftemangel in der Pflege begegnen +++ Erstes Trainee-Programm für Intensivpflege-Personal in Deutschland Berlin, 9. Dezember 2011 – Die Charité - Universitätsmedizin Berlin hat ein neues Qualifizierungsprogramm für Fachkräfte in der Intensivpflege entwickelt. Fünfzehn bis zwanzig Pflegekräfte treten ab Januar 2012 ein 15-monatiges Traineeship an, das in Praxis und Theorie für die internistische und chirurgische Intensivpflege qualifizieren soll.
Dieses Modell ist in Deutschland bisher einmalig. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchlaufen bis zu fünf intensivpflegerische Bereiche und erhalten zusätzlich 200 Stunden theoretischen Unterricht. Das Programm richtet sich an Pflegende unmittelbar nach der Ausbildung oder ohne intensivpflegerische Vorerfahrung genauso wie an Personal aus der ambulanten Intensivpflege oder an berufliche Wiedereinsteiger. "Wir sind wie alle Kliniken in Deutschland speziell in der Intensivpflege und im Anästhesie- und OP-Funktionsdienst mit einem Mangel an Fachkräften und einer hohen Fluktuation konfrontiert", erklärt Helmut Schiffer, stellvertretender Pflegedirektor der Charité. >>>
+++ Neuromuskuläre Erkrankungen +++ Diagnose und Therapie von schlafbezogenen Atmungsstörungen - Hinweis auf Morbus Pompe? 9. Dezember 2011 – Schnarchen, morgendliche Kopfschmerzen und Gereiztheit oder auch plötzliche Tagesmüdigkeit können auf schlaf-bezogene Atmungsstörungen hinweisen, deren Ursache einer differentialdiagnostischen Abklärung bedarf. Nicht selten liegt der nächtlichen Atmungsstörung eine dringend behandlungsbedürftige neuromuskuläre Erkrankung zugrunde, möglicherweise auch die auf einem Gendefekt beruhende Atemmuskelstörung Morbus Pompe. Die Krankheit tritt bei etwa einem von 40.000 Neugeborenen auf.
In Deutschland gibt es rund 200 Morbus-Pompe-Patienten. Bei der schwersten Verlaufsform des M. Pompe („infantiler M. Pompe“) setzen die Symptome bereits in den ersten Lebensmonaten ein. Im Vordergrund steht eine massive Herzvergrößerung, aufgrund des deutlich reduzierten Muskeltonus wirken die Kinder schlaff (im englischen Sprachraum als “floppy baby” bezeichnet). Unbehandelt versterben viele bereits im ersten Lebensjahr. Seit dem Frühjahr 2006 kann diese Erkrankung mit Alglucosidase alfa (Myozyme®) wirksam kausal behandelt werden. >>>
+++ Neue Gold-Leitlinie +++ Einsatz von Roflumilast bei COPD ab Stadium III mit zwei oder mehr Exazerbationen 8. Dezember 2011 – COPD ist weiterhin ein Feld mit grossem medizinischen Handlungsbedarf. Es handelt sich hierbei um eine fort- schreitende und irreversible Lungenerkrankung, die mit Atemnot einhergeht. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch anfallartig auftretende Verschlechterungen des Gesundheitszustands. Der WHO zufolge, leiden weltweit 80 Millionen Menschen unter mittlerer bis schwerer COPD. Mehr als 3 Millionen Menschen starben 2005 an COPD. Umgerechnet war diese Erkrankung somit für 5 Prozent der weltweiten Todesfälle verantwortlich. Prognosen der WHO zufolge könnte innerhalb der nächsten 10 Jahre die Anzahl der durch COPD verursachten Todesfälle um mehr als 30 Prozent ansteigen, falls keine Umsetzung der dringenden Maßnahmen zur Verringerung der Krankheits-ursachen, dabei insbesondere des Rauchens, erfolgt. Mit den neuen Leitlinien der GOLD („Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease“) zur chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD entwickelt sich das Management dieser Erkrankung immer stärker von einer unidimensionalen Stratifizierung durch „Schweregrade“ zu einer „multivariaten Phänotypsierung“. >>>
Demenzforscher empfehlen: Frühe Intervention bereits bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen 7. Dezember 2011 – Verhaltensstörungen sind ein schwerwiegendes Problem bei Demenzerkrankungen. Sie stellen nicht nur für die Betroffenen, sondern vor allem auch für die pflegenden Angehörigen eine sehr große Belastung dar. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde zum Leitthema „Demenzen“ festgestellt: Eine Heilung ist derzeit noch nicht in Sicht. Das Versagen mehrerer unterschiedlicher experimenteller Therapiekonzepte wird u. a. darin gesehen, dass diese Interventionen allesamt viel zu spät ansetzen. Jahre bis Jahrzehnte des chronischen Krankheitsprozesses müssen vergehen und große Hirnareale bereits irreversibel geschädigt sein, wenn schließlich neuronale Kompensationsmechanismen versagen und sich das klassische Demenzsyndrom als Spätstadium der Erkrankung erstmals manifestiert. Daher rücken weltweit die Vor- und Frühstadien der Erkrankung in den Fokus des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens. >>>
+++ Nephrologie +++ Nierenpatienten haben in Deutschland mehr Chancen – Überlebensraten sind besser als in den USA 5. Dezember 2011 – Bei komplexen Fällen von Nierenversagen funktioniert die medizinische Versorgung in Deutschland offenbar besser als in den USA. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten zeigen, dass deutsche Patienten, die durch eine vorangegangene Immunisierung ein erhöhtes Risiko für Abstoßungsreaktionen aufweisen, bessere Überlebensraten aufweisen als ähnlich schwer erkrankte Menschen in den USA. Dies gilt sowohl während der Dialyse als auch für die Zeit nach Erhalt einer neuen Niere. Die Gründe hierfür sehen die Forscher nicht nur in der besseren Qualität der Dialyse in Deutschland, sondern vor allem in dem sehr gut funktionierenden europäischen Organvergabesystem, mit dessen Hilfe die Daten von Organspendern und Empfängern erfasst, analysiert und so optimal an die passenden Patienten zugeteilt werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in einem »Letter to the Editor« im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. >>>
+++ Qualitätssiegel +++ Neue Untersuchungen dokumentieren die hohe Versorgungsqualität an zertifizierten Brustkrebszentren 5. Dezember 2011 – Bei jährlich 55.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs in Deutschland und über 20.000 Frauen, die daran sterben, ist in der Brustkrebsbehandlung das Zusammenwirken aller Fachrichtungen gefordert. Im Jahr 2000 wurde mit der Entwicklung eines Zertifizierungsverfahrens für Brustkrebszentren begonnen. Die Zielsetzung war eine Verbesserung und Standardisierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) Kliniken, die einen genau definierten Standard bei der Therapie von Betroffenen vorhalten müssen, mit einem Qualitätssiegel.
Die Versorgungsqualität an deutschen Brustkrebszentren mit diesem Qualitätssiegel ist hoch. Zu diesem Ergebnis kommen die beiden Fachgesellschaften in einem gemeinsamen Benchmarking-Bericht auf der Basis der Daten von rund 50.000 Brustkrebs-patientinnen an 246 Standorten in ganz Deutschland. >>>
+++ Erfolgreiches MS-Therapiemanagement +++ Patienten profitieren von frühzeitigem Therapiebeginn und über 21 Jahren Langzeit-Erfahrung mit Interferon beta-1b 5. Dezember 2011 – Patienten mit Multipler Sklerose profitieren von einer frühzeitigen Therapie mit Interferon beta-1b (Betaferon®). Aber nicht nur erste frühe Therapieerfolge, sondern auch die langfristigen Behandlungsergebnisse über viele Jahre hinweg sind bei einer chronischen Erkrankung wie der MS entscheidend. Aktuelle Daten zeigen, dass die Progression zu schweren Behinderungen über einen längeren Zeitraum verzögert und die Lebenserwartung bei früher und initialer Therapie mit Interferon beta-1b gesteigert werden können.
Die Auswertung der 21-Jahresdaten der RRMS-Zulassungsstudie besticht zudem durch eine hohe Patientenrekrutierung (98,4 % der ursprünglichen Patienten). Im Rahmen der Nachbeobachtungsstudie konnte gezeigt werden, dass Patienten, die während der fünfjährigen RRMS-Zulassungsstudie mit Betaferon® 250 µg behandelt worden waren, gegenüber der ursprünglichen Placebogruppe eine knapp 47-prozentige Risikoreduktion bezüglich der Sterblichkeit unabhängig von der Todesursache aufwiesen. >>>
+++ Neurofeedback wirkt auch langfristig +++ Göttinger Studiengruppe für beste ADHS-Studie des Jahres ausgezeichnet Berlin, 29. November 2011 – Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) profitieren auch sechs Monate nach Abschluss eines Neurofeedback-Trainings noch von den positiven Effekten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeits-gruppe um den Göttinger Psychologen Holger Gevensleben in einer multizentrischen, randomisierten Studie, die jetzt von der Zeitschrift European Child & Adolescent Psychiatry (ECAP) als beste ADHS-Forschungsarbeit des Jahres 2010 ausgezeichnet wurde.
Die mit dem erstmals vergebenen ECAP ADHD Paper of the Year Award prämierte Untersuchung ist die bislang größte und am strengsten kontrollierte Studie zur Wirkung des Neurofeedback-Trainings bei Kindern mit ADHS. Die Arbeit überzeugte die Jury sowohl hinsichtlich ihrer methodischen Qualität als auch im Hinblick auf ihre klinische Relevanz. >>>
+++ Wenn die Seele gegen die chronische Erkrankung aufbegehrt +++ Diabetes Typ 1 als lebenslange Erkrankung akzeptieren lernen Berlin, 28. November 2011 – Diabetes Typ 1 ist eine bislang unheilbare chronische Erkrankung, die häufig bereits im Kindesalter beginnt. Sie erfordert eine lebenslange Therapie, bei welcher die Betroffenen eine hohe Mitverantwortung tragen. Sie müssen mehrmals täglich ihren Blutzucker messen, Insulin spritzen, Ernährung und Bewegung anpassen. Die Prognose des Diabetes hängt sehr stark von einer konse-quenten und erfolgreichen Durchführung der Therapiemaßnahmen ab. Laut einer Studie leidet jedoch etwa jeder zehnte Patient, der in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis behandelt wird, unter seelischen Belastungen durch seine Diabetes-Erkrankung. Dies gefährdet häufig den Therapieerfolg. „Verschiedene Studien zeigen, dass ein bedeutsamer Anteil von Menschen mit Diabetes Probleme hat, die Erkrankung und die tägliche Therapie zu akzeptieren“, sagt Diplom-Psychologe Berthold Maier vom FIDAM – Forschungsinstitut Diabetes-Akademie Bad Mergentheim. Krisenhafte Lebensumstände und Belastungen aufgrund einer Diabetes-Erkrankung können dazu führen, dass Patienten sich überfordert fühlen, ihren Diabetes angemessen kontinuierlich zu behandeln. >>>
+++ Blutzuckermessen mit Tränen statt Blut? +++ Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) warnt vor überzogenen Erwartungen Berlin, 28. November 2011 – Forscher der Universität Michigan meldeten kürzlich, dass sich mit Hilfe eines Glukose-Sensors der Zucker-gehalt in Tränenflüssigkeit bestimmen lässt. Menschen mit Diabetes mellitus könnten dadurch auf tägliche Bluttests verzichten. Die DDG sieht in diesem Verfahren jedoch keine Alternative zur herkömmlichen Blutzuckermessung. Diese ließe sich schonend, schmerzarm und verlässlich durchführen, wenn Patienten einige Hinweise berücksichtigen. „Am Thema Glukosebestimmung in der Tränenflüssigkeit wird schon seit vielen Jahrzehnten geforscht“, so Prof. Andreas Fritsche, Pressesprecher der DDG aus Tübingen. Er gibt zu bedenken, dass es beim Messen des Blutzuckers besonders darauf ankommt, niedrige Werte zu erfassen. Denn diese weisen auf drohende Unterzucker hin. „Man weiß noch nicht, ob Tränenflüssigkeit überhaupt dafür geeignet ist, Hypoglykämien frühzeitig zu erfassen.“ Zudem sei bei vielen Patienten auch die nächtliche Blutzuckermessung wichtig. Auch hierfür gäbe es keine praktische Erfahrung mit Tränenflüssigkeit. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Berlin, 23. November 2011 – Rote-Hand-Brief zu Vectibix® (Panitumumab) Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass die Kombination von Vectibix® (Panitimumab) mit Oxaliplatin-haltiger Chemotherapie bei Patienten mit KRAS-mutiertem metastasiertem kolorektalem Karzinom oder bei unbekanntem KRAS-Status kontraindiziert ist und der Nachweis des Wildtyp-KRAS-Status vor Beginn der Behandlung mit Vectibix® (Panitimumab) erforderlich ist. Vectibix® (Panitimumab) ist ein rekombinanter, vollständig humaner monoklonaler Antikörper gegen den humanen EGF-Rezeptor (epidermal growth factor) und indiziert zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom mit Wildtyp-KRAS in der Erstlinientherapie in Kombination mit FOLFOX, in der Zweitlinientherapie in Kombination mit FOLFIRI bei Patienten, die in der Erstlinientherapie eine Fluoropyrimidin-haltige Chemotherapie erhalten haben (ausgenommen Irinotecan) und als Monotherapie nach Versagen von Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-haltigen Chemotherapieregimen. >>>
+++ Versorgungsatlas Schmerz +++ Gemeinsam an den richtigen Stellen der Schmerzversorgung ansetzen Berlin – In Deutschland gibt es etwa 13 Millionen Patienten mit chronischen Schmerzen. Aber nur rund 20 Prozent der Betroffenen erhalten eine adäquate Therapie. Bis zum Projekt „Versorgungsatlas Schmerz“ war die Datenlage zur Versorgungssituation im Bereich Schmerz ungenügend. Das bisher einmalige Projekt wurde im Jahr 2008 von dem Unternehmen Grünenthal mit dem Hintergrund die Versorgungssituation von Schmerz-patienten in Deutschland abzubilden, initiiert.
Anhand von Krankenkassen-Routinedaten wurden die Schmerzpatienten in Deutschland gruppiert und die gegenwärtige Versorgungssituation analysiert. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern, AOK Niedersachsen und der DAK wurde ein entsprechendes Studiendesign aufgesetzt. Insgesamt flossen Datensätze von über sieben Millionen Versicherten beider Krankenkassen in die Untersuchung ein. Der Versorgungsatlas Schmerz beschreibt als erste Publikation die verschiedenen Schmerzarten anhand eines neuen Algorithmus sowie die damit verbundenen Versorgungsstrukturen. >>>
+++ Aktiv für ältere Patienten +++ Drei Diabetes-Projekte mit dem SilverStar ausgezeichnet Berlin, DDG Herbsttagung 2011 – Erstmals wurde der mit insgesamt 25.000 EUR dotierte SilverStar Förderpreis der BERLIN-CHEMIE AG vergeben. Den ersten Preis und damit 15.000 EUR erhielt das Theaterstück „Die Süße des Lebens“, ein gemeinsames Projekt der CURA Unternehmensgruppe und des Galli Businesstheaters.
Den zweiten Preis teilten sich zwei Projekte: das Diabetikersportprogramm „Difima – Diabetiker fit machen“ von Detlev Kraft in Kooperation mit dem Sportstudionetzwerk INLINE und „DiaKoPf – Diabetologische Kompetenz in Pflegeein-richtungen“ der Sana Klinik Oldenburg. Sie erhielten je 5.000 EUR Preisgeld. Insgesamt 43 Initiativen, Selbsthilfegruppen, Kliniken und Praxen reichten ihre Projekte für den Silver Star Förderpreis ein. Der Preis soll von nun an jährlich an Projekte und Initiativen vergeben werden, die älter werdenden Patienten mit Diabetes eine bessere Lebensqualität ermöglichen. >>>
+++ ACS und PCI +++ Status quo der antithrombozytären Akut- und Langzeittherapie Bonn – Bei der Behandlung des akuten Koronarsyndroms (ACS) und perkutaner Koronarintervention (PCI) ist das Thienopyridin Prasugrel inzwischen Bestandteil der dualen Thrombozyten-Aggregationshemmung etabliert. Umfassende klinische Studiendaten zu Patienten mit ACS und perkutaner Koronarintervention belegen, dass das spezielle Wirkstoffprofil von Prasugrel zu einer Erhöhung des klinischen Nutzens im Vergleich zum älteren Clopidogrel führt und Rezidivereignisse vermindern kann. Gerade diese Langzeitwirkung stellt einen wichtigen Aspekt für die niedergelassenen Haus- und Fachärzte in der Nachbehandlung von ACS-Patienten dar. Im Rahmen des POST ESC Presseworkshops gab Prof. Albrecht Elsässer, Oldenburg einen Überblick über die pharmakologischen Besonderheiten von Prasugrel sowie deren klinische Relevanz anhand der wichtigsten Studienergebnisse. Prof. Thomas Klingenheben, Bonn, vertiefte die praktischen Aspekte der leitliniengerechten ACS- PCI-Nachbehandlung mit Prasugrel (Efient®). >>>
+++ LARES Geschwisterkinder +++ Fragebogen soll Hilfebedarf bei Geschwistern von chronisch kranken oder behinderten Kindern frühzeitig erkennen Frankfurt/Main – In Deutschland leben rund 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche gemeinsam mit einem schwer chronisch kranken oder behinderten Geschwisterkind. Nicht alle gehen gestärkt aus dieser Situation hervor. Denn die gesunden Geschwister haben ein erhöhtes Risiko für psychische Belastungen wie Anpassungsprobleme, Isolation, Ängste oder Depressionen sowie vermehrte Probleme in Familie, Schule und Freizeit. Mit dem Ziel, diejenigen Geschwister frühzeitig zu erkennen, die stark belastet sind und besonders darunter leiden, hat FamilienBande, eine Initiative der Novartis-Gruppe Deutschland, zusammen mit wissenschaftlichen Partnern LARES Geschwisterkinder entwickelt und in einer Studie bundesweit validiert. Erstmals bekommen nun Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen ein geprüftes Analyse-Instrument an die Hand, mit dem die speziellen Belastungen und der damit verbundene Leidensgrad dieser Geschwister erkannt wird und das Kind spezifischen Hilfen zugeführt werden kann. >>>
+++ Wundbehandlung +++ Innovativer Therapieansatz zur „Dechronifizierung“ eröffnet neue Heilungschancen bei der Behandlung therapierefraktärer, chronischer Wunden München – Die Behandlung therapieresistenter chronischer Wunden, insbesondere Wunden mit freiliegenden Knochen oder Sehnen, ist eine große Herausforderung für Arzt und Patient. Mit PolyHeal™ hat das israelische Unternehmen TEVA nun ein Medizinprodukt vorgestellt, die Granula-tionsphase insbesondere bei schwierigen und nicht-heilenden Wunden anzustoßen. Mit diesem Produkt steht nun eine Behandlungsoption zur Verfügung, therapieresistente chronische Wunden gleich welcher Ätiologie in eine aktive Wunde zu überführen, sodass der physiologische Heilungsprozess reaktiviert wird und die Wunde heilen kann. Bei einer Launch-Pressekonferenz des Unternehmens berichteten Experten aus Deutschland und aus Israel von ihren Erfahrungen mit PolyHeal™. >>>
+++ Rheumatoide Arthritis +++ Langzeittherapie der RA: Erfahrungen aus dem Klinikalltag mit Abatacept Berlin – Bei der rheumatoiden Arthritis spielen autoreaktive T-Lymphozyten eine zentrale Rolle bei der Initiierung und Aufrechterhaltung der RA-spezifischen Entzündungskaskade. Die biologische Therapieoption Abatacept ermöglichte erstmals eine zellgerichtete Therapie, die eine frühzeitige Modulation der Immunantwort im Rahmen der Immunkaskade erlaubt. Abatacept hemmt selektiv einen wichtigen Signalweg, indem es spezifisch an CD80- und CD86-Moleküle bindet. Die Folge: Es kommt zu einem Rückgang von immunogenen Effektormechanismen wie der Produktion von inflammatorischen Zytokinen, Autoantikörpern oder gelenkdestruierenden Enzymen. Im Rahmen eines Pressegesprächs stellte Dr. Rieke Alten, Chefärztin der Schlosspark-Klinik, Lehrkrankenhaus der Charite, Universitätsmedizin in Berlin, aktuelle Daten zu den Erfahrungen aus dem Klinikalltag mit Abatacept (ORENCIA®) vor. In klinischen Studien hat der T-Zell-Costimulationsmodulator seine rasche, innerhalb von 12 Wochen eintretende, über sieben Jahre anhaltende Wirksamkeit bereits nachweisen können. Die nun vorgestellten Ergebnisse der ACTION-Studie bestätigen die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit auch unter Alltagsbedingungen. >>>
+++ Typ 2 Diabetes +++ Aktuelle Studiendaten zu Exenatide 1x wöchentlich Berlin, DDG Herbsttagung 2011 – Menschen mit Typ 2 Diabetes sind Risikopatienten. Neben schlechten Blutzuckerwerten weisen sie meist weitere Risikofaktoren wie Übergewicht oder hohe Blutdruck- und Lipidwerte auf. Exenatide (Bydureon®) ist für Menschen mit Typ 2 Diabetes zugelassen, die mit Metformin nicht mehr ausreichend eingestellt sind. Von der Behandlung mit dem langwirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten können unter anderem Patienten profitieren, für die eine überzeugende Blutzuckerkontrolle und eine anhaltende Gewichtsreduktion wichtig sind und die eine Therapie benötigen, die sich einfach in ihr Leben einfügen lässt. Das moderne Antidiabetikum kann Leben mit Diabetes leichter machen und durch all seine Eigenschaften einen nachhaltigen Behandlungserfolg ermöglichen. Bereits publizierte Daten des umfangreichen DURATION-Studienprogramms belegen für Exenatide eine überzeugende Wirkung auf HbA1c und Gewicht sowie zusätzlich wünschenswerte Effekte auf kardiovaskuläre Risikofaktoren. >>>
+++ Schmerztherapie +++ Starke Opioide sind wichtiger Bestandteil einer multimodalen Schmerztherapie Mannheim, DGSS 2011 – In Deutschland leiden statistischen Erhebungen zufolge rund 7,5 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Opioide haben einen hohen Stellenwert innerhalb der multimodalen Schmerztherapie. Jeder sechste chronische Schmerzpatient benötigt aufgrund seiner starken Schmerzen Opioide. Etwa 600.000 Patienten müssen laut Statistik mit stark wirksamen Opioiden behandelt werden. Wichtig ist, die Behandlung individuell auf den jeweiligen Patienten anzupassen. Bei der Zusammenstellung der Behandlungsmaßnahmen sind nicht nur der Therapie-erfolg, sondern auch die Kosten ein entscheidendes Kriterium. Ergebnisse einer Studie zeigen, dass eine Behandlung mit der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) im Vergleich zu anderen starken Opioiden wirksamer, verträglicher und zugleich kosten-günstiger ist. >>>
+++ 3. Münchner Brustkrebs-Symposium +++ Optimale Therapieführung bei Tyrosinkinaseinhibitoren München – Das Mammakarzinom ist weltweit der häufigste bösartige Tumor der Brustdrüse des Menschen. Hauptsächlich kommt es bei Frauen vor – nur etwa jede hundertste dieser Krebserkrankungen tritt bei Männern auf. In den westlichen Staaten ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Am Mammakarzinom sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krebs-erkrankung. In Deutschland erkranken jährlich über 55.100 Frauen an Brustkrebs, davon etwa 23.200 im Alter unter 60 Jahren. Die meisten Erkrankungen treten sporadisch auf, es gibt aber sowohl erbliche als auch erworbene Risikofaktoren. Neben der Heilung sind aber der Erhalt der betreffenden Brust und vor allem der Lebensqualität das erklärte Ziel der medizinischen Behandlung. Das medizinische Vorgehen basiert in hohem Maß auf Erfahrungen aus Studien und ist in weltweit akzeptierten Leitlinien standardisiert. Zahlreiche nationale und internationale Programme zur Früherkennung und zur strukturierten Behandlung sollen die Mortalität künftig senken. >>>
+++ Erworbene Hämophilie +++ Experte fordert mehr Aufmerksamkeit für die seltene Erkrankung - Die richtige Diagnose und rasches Handeln können Leben retten Hannover – Die erworbene Hämophilie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Patienten Hemmkörper in Form von IgG-Antikörpern gegen einen plasmatischen Gerinnungsfaktor bilden. Am häufigsten treten Antikörper gegen den Faktor VIII (FVIII) auf, in sehr seltenen Fällen jedoch auch gegen andere Gerinnungsfaktoren, wie etwa den Faktor IX (FIX), den von-Willebrand-Faktor (VWF) oder Kombinationen (polyvalenter Hemmkörper). Diese seltene hämorrhagische Diathese weist eine jährliche Inzidenz von etwa zwei Patienten pro einer Million Einwohner auf. Die altersbezogene Inzidenz für die Alters-gruppen 0-15, 16-64, 65-89 und > 89 Jahre liegt bei 0,04, 0,28, 7,0 bzw. 10,3 pro Million und Jahr. Männer und Frauen haben das gleiche Erkrankungsrisiko und die Erkrankung tritt familiär nicht gehäuft auf. Unbehandelt liegt die Mortalität dieser Erkrankung bei mehr als 22 Prozent. Deshalb sind rasche und genaue Diagnosestellung sowie eine adäquate Behandlung für die Prognose von größter Bedeutung. >>>
Dr. Andreas Tiede
+++ Risikokinder frühzeitig identifizieren +++ Innovative Pfade bei Früherkennung und Therapie von Diabetes Typ 1 Berlin, DDG Herbsttagung 2011 – Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. In Deutschland leben bis zu 24.000 Jungen und Mädchen im Alter von null bis 19 Jahren mit der Diagnose. Die Neuerkrankungsrate nimmt stetig zu, und immer häufiger erkranken Jungen und Mädchen bereits im Kleinkindalter an der Stoffwechselkrankheit. Wie Kinder mit einem hohen Erkrankungsrisiko frühzeitig identifiziert werden können und welche Möglichkeiten es gibt, der Krankheitsentstehung präventiv entgegenzuwirken, berichten Wissenschaftler auf der 5. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Berlin.Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung: körpereigene Abwehrzellen zerstören Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das lebenswichtige Hormon Insulin produzieren. Noch haben Forscher nicht vollständig klären können, welche Faktoren diese fatale Abwehrreaktion auslösen. Doch offenbar haben manche Jungen und Mädchen ein besonders hohes Risiko an Typ-1-Diabetes zu erkranken. >>>
+++ DVD „Strahlentherapie“ +++ Neuer Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe informiert und nimmt Ängste Bonn, 22. August 2011 – Man kann sie nicht sehen, nicht riechen, nicht spüren, doch viele krebskranke Menschen verdanken den Strahlen ihr Leben. Denn die Strahlentherapie ist Standard in der modernen Krebsbehandlung. Fast jeder zweite Krebs-Patient benötigt im Rahmen seiner Therapie eine Bestrahlung.
Die Deutsche Krebshilfe hat in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun einen Patienten-Informationsfilm „Strahlentherapie“ veröffentlicht. Betroffene und Angehörige berichten darin von ihren Erfahrungen mit dieser Form der Therapie. Ärzte und Wissenschaftler erklären anschaulich, wie Strahlen bösartige Krebszellen zerstören und welche Nebenwirkungen dabei auftreten können. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe angefordert werden. >>>