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+++ MEDIZIN-TELEGRAMM +++

Nephrologie

 

 

Verkalkung ist ein multikausaler Prozess. Neben dem Gleichgewicht von Kalzifikationsinhibitoren und -induktoren spielt auch die chronische Inflammation, der Calcitriolspiegel, die hohen Serumphosphatwerte und die Calciumzufuhr eine große Rolle. So soll der Risikofaktor Phosphat durch die Behandlung mit calciumhaltigen Phosphatbindern ausgeschaltet werden, jedoch verstärkt man hier einen anderen Risikofaktor: die Calciumlast.

+++ Nephrologie +++
Update KDIGO-Leitlinien: Phosphat ist ein gewichtiger Risikofaktor.
26. April 2012 – Die KDIGO-Leitlinien zum Management von Störungen des Mineral- und Knochenhaushalts bei chronischer Nierenerkrankung (CKD-MBD) verfolgen das Ziel, den Arzt in der Behandlung dieser Störungen bei Erwachsenen und Kindern in den Stadien CKD 3–5 einer chronischen Nierenerkrankung, unter chronischer Dialysetherapie oder aber nach Nierentransplantation zu unterstützen.

Die Leitlinie enthält Empfehlungen zur Bewertung und Behandlung der Abnormitäten bei CKD-MBD. Das Krankheitskonzept zu CKD-MBD basiert auf einer KDIGO-Konsensuskonferenz. Die berücksichtigten diagnostischen Tests sind solche, die in Verbindung mit der Erkennung und Überwachung der Labor-, Knochen- und Herzkreislaufveränderungen stehen. Die berücksichtigten Therapien betreffen die Behandlung von Hyperphosphatämie, Hyperparathyreoidismus und Knochenerkrankungen bei Patienten in den CKD Stadien 3-5D und 1-5T.  >>>   

 

New ongoing research published in the journal Science Translational Medicine suggests organ transplant recipients may not require anti-rejection medication in the future thanks to the power of stem cells, which may prove to be able to be manipulated in mismatched kidney donor and recipient pairs to allow for successful transplantation without immunosuppressive drugs.

+++ Neue Transplantations-Methode +++
Stammzelltransplantation statt Immunsuppression bei Nierentransplantation.
12. März 2012 – US-Forscher haben eine Methode entwickelt, die eine dauerhafte Immuntoleranz auf ein Nierentransplantat induziert. Fünf von acht Patienten konnten laut ihrem Bericht ein Jahr nach der Nierentransplantation die Immunsuppression komplett absetzen. Die Behandlung beginnt etwa einen Monat vor der Nierentransplantation mit der Gewinnung von Stammzellen aus dem peripheren Blut des Organspenders. Acht Empfänger im Alter von 29 bis 56 Jahren unterzogen sich einer Konditionierung mit Fludarabin, 200 cGy Ganzkörperbestrahlung und Cyclophos-phamid gefolgt von Nierentransplantation, Immunsuppression mit Tacrolimus und Mycophenolatmofetil. Bei fünf Patienten ist es gelungen eine offenbar langfristige Immuntoleranz zu erzeugen. "Die vorläufigen Ergebnisse aus dieser laufenden Studie sind spannend und können einen großen Einfluss auf die Organtransplantation in der Zukunft haben", sagt Joseph Leventhal, MD, PhD, Transplantations-Chirurg am Northwestern Memorial Hospital und außerordentlicher Professor der Chirurgie und Direktor der Nieren-und Pankreas-Transplantation an der Northwestern University Feinberg School of Medicine.  >>>   

 

Prof. Dr. Kurt Miller

+++ Therapie mit Sunitinib +++
Ansprechrate ist ein entscheidendes Auswahlkriterium beim mRCC
30. Januar 2012 – Sunitinib ist Erstlinienstandard beim mRCC, als Therapiestandard bei GIST nach Imatinib-Versagen etabliert und wird in der Behandlung von pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET) eingesetzt. Mit Sunitinib wurde eine objektive Ansprechrate von 47 Prozent in einer Phase-III-Zulassungsstudie zur Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzell-karzinoms (mRCC) erreicht. Bei anderen Substanzen beträgt diese etwa 30 Prozent. Dass dies auch klinisch höchst relevant ist, unterstrich Professor Dr. Kurt Miller, Berlin, auf einer Pressekonferenz von Pfizer Oncology: „Für viele Patienten ist es sehr motivierend, eine Verkleinerung des Tumors zu sehen – also zu sehen, dass ein Medikament das tut, was es tun soll. Zudem können durch Metastasen hervorgerufene Beschwerden gelindert werden.“ Darüber hinaus weisen die aktuellen Daten darauf hin, dass beim mRCC zwischen dem Ansprechen eines zielgerichteten Medikaments und dem Gesamtüberleben ein Zusammenhang bestehen könnte. „Und eine Verlängerung des Überlebens ist letztlich das wichtigste Ziel in der heutigen mRCC-Therapie“, sagte der Urologe.  >>>  

 

+++ MPGN +++
Aussicht auf Heilung bei schweren Nierenerkrankungen
21.12. 2011 – Wissenschaftlern um den Infektionsbiologen Peter Zipfel ist es erstmals gelungen, eine erfolgreiche Therapie für eine bislang unheilbare Nierenerkrankung zu entwickeln und anzuwenden.
Zusammen mit Kollegen in Berlin, Heidelberg, Münster und Shanghai setzte das Team um den stellvertretenden Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – eine Immuntherapie gefolgt von einer Nierentransplantation zur Bekämpfung der membranoproliferativen Glomerulonephritis ein.

Dieser Forschungserfolg fand international große Beachtung und wurde jetzt im New England Journal of Medicine, einer der weltweit renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, veröffentlicht (www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejmc1107484) >>> 

Membranoproliferative Glomerulonephritis (MPGN) ist eine schwere Erkrankung der Niere, die häufig zu Nierenversagen führt und eine langwierige Dialyse erfordert.

 

+++ Nephrologie +++
Nierenpatienten haben in Deutschland mehr Chancen – Überlebensraten sind besser als in den USA
5. Dezember 2011 – Bei komplexen Fällen von Nierenversagen funktioniert die medizinische Versorgung in Deutschland offenbar besser als in den USA. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten zeigen, dass deutsche Patienten, die durch eine vorangegangene Immunisierung ein erhöhtes Risiko für Abstoßungsreaktionen aufweisen, bessere Überlebensraten aufweisen als ähnlich schwer erkrankte Menschen in den USA. Dies gilt sowohl während der Dialyse als auch für die Zeit nach Erhalt einer neuen Niere. Die Gründe hierfür sehen die Forscher nicht nur in der besseren Qualität der Dialyse in Deutschland, sondern vor allem in dem sehr gut funktionierenden europäischen Organvergabesystem, mit dessen Hilfe die Daten von Organspendern und Empfängern erfasst, analysiert und so optimal an die passenden Patienten zugeteilt werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in einem »Letter to the Editor« im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.  >>>  

Ein Blick zu den Dialysepatienten auf der Warteliste zeigt eine bessere Versorgung in Deutschland als in den USA. In dieser Gruppe verstarben fast neun Prozent der US-Patienten  im ersten Jahr, nach fünf Jahren waren 34 Prozent gestorben. Im Vergleich dazu lebten in Berlin und Brandenburg nach fünf Jahren noch etwa 90 Prozent der Dialyse-Patienten auf der Warteliste der Charité.

 

+++ Nephrologie +++
Risikominimierung bei nephrologischen Patienten
Berlin, 3. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie – Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen sind als Hochrisikopatienten für die Entwicklung kardio-vaskulärer Komplikationen anzusehen und haben eine daraus resultierende deutlich verkürzte Lebenserwartung. Im Durchschnitt ist das Risiko, an einer  kardiovaskulären Komplikation zu versterben, um das 10-bis 20-fache erhöht, wobei das Risiko vor allem in jungen Jahren im Vergleich zu gleichaltrigen nierengesunden Personen noch wesentlich höher ist. Im Gegensatz zu den für die Allgemeinbevölkerung geltenden Risikofaktoren scheinen ein größerer BMI, erhöhte Cholesterin- oder Homozystein-konzentrationen oder sogar ein erhöhter Blutdruck bei diesen Patienten eine protektive Wirkung und einen positiven Effekt auf die Morbidität und Mortalität zu haben. Bei näherer Betrachtung gibt es allerdings für fast alle dieser als „reverse Epidemiologie“ bezeichneten Beobachtungen eine relativ plausible Erklärung, so dass man sich nicht verleiten lassen darf, beispielsweise einen erhöhten Blutdruck keiner oder einer nur unzureichenden Therapie zuzuführen. Einer der Mechanismen, die die Urämie mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbinden, könnte die sekundäre Hyperlipoproteinämie sein. Hinzu kommt womöglich noch die Carbamylierung von LDL als Folge einer Azotämie, die die Atherogenität des LDL steigern könnte. Es lag daher nahe zu versuchen, die Prognose von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen durch Senkung des LDL-Cholesterins zu verbessern.  >>>  

 

+++ Metastasiertes Nierenzellkarzinom (mRCC) +++
Therapiemanagement beim mRCC: Potenziale von Sunitinib und Temsirolimus voll ausschöpfen
Hannover – Auf Basis überzeugender Phase-III-Zulassungsdaten sind die zielgerichteten Medikamente Sunitinib (Sutent®) und Temsirolimus (Torisel®) mittlerweile als Referenzstandards in der Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms etabliert. Dabei hat sich im klinischen Alltag gezeigt, dass ein patientenorientiertes Therapiemanagement wichtig ist, um das therapeutische Potenzial der beiden Medikamente voll ausschöpfen zu können. Denn wenn eine Substanz beim mRCC Wirksamkeit zeigt, ist es therapeutisch angezeigt, die Patienten so lange wie möglich unter dieser Behandlung zu halten. Und mit Hilfe eines ganzheitlichen und proaktiven Therapiemanagements kann die Behandlungsdauer unter zielgerichteten Therapien in vielen Fällen entscheidend verlängert werden.  >>>  

 

+++ Sekundärer Hyperparathyreoidismus +++
Nebenschilddrüsen bei chronisch Nierenkranken entfernen: Ultraschall ermittelt optimalen Operationstermin
Hamburg, 28.3.2011 – Erkrankungen wie Diabetes mellitus können zu chronischem Nierenversagen führen. In Deutschland sind Diabetiker die größte Gruppe von Patienten, die aufgrund eines chronischen Nierenversagens an die Dialyse müssen oder sogar eine neue Niere benötigen. Gegenwärtig sind etwa 20.000 Diabetiker davon betroffen. Folge ist häufig eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen am Hals. Um die Patienten vor einer Hormonentgleisung zu schützen, entfernen Ärzte die Nebenschilddrüsen ab einer bestimmten Größe. Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen ermöglichen es, den optimalen Zeitpunkt für die Operation zu ermitteln, teilt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) mit. Laut einer aktuellen Studie gelingt dies mit Ultraschall treffsicherer als mit einer radioaktiven Szintigrafie.   >>>  

 

+++ DGU, DGHO, ESMO und AIO-Jahrestagung 2010 +++
RCC-Register bestätigt Stellenwert von Sunitinib und Temsirolimus in der Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC)
Berlin – In der Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) erweist sich Sunitinib (Sutent®) auch im klinischen Alltag als ein favorisierter Standard. Fast zwei Drittel aller mRCC-Patienten in Deutschland erhalten den Multikinase-Inhibitor in der Erstlinientherapie. Temsirolimus (Torisel®) kommt am zweithäufigsten, vor allem bei Patienten mit hohem Progressionsrisiko, zum Einsatz. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung des Tumorregisters Nierenzellkarzinom hervor, das auf dem 62. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU 2010) präsentiert wurde. „Im RCC-Register beträgt die mediane Therapiedauer von mRCC-Patienten unter Sunitinib 10 Monate. Dies entspricht in etwa dem progressionsfreien Überleben von 11 Monaten in der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie“, sagte Dr. Norbert Marschner, Praxis für interdisziplinäre Onkologie und Hämatologie, Freiburg, auf einer Presseveranstaltung von Pfizer Oncology am 19. November in Berlin. Vor dem Hintergrund, dass das Register ein sehr breites Kollektiv mit vielen komorbiden Patienten erfasst, bestätige dies eindrucksvoll den klinischen Nutzen von Sunitinib unter Praxisbedingungen.  >>>  

 

Bei Patienten, die betroffene PD-Lösungen angewendet haben, könnte trübes Dialysat auftreten. Dies kann auf eine Peritonitis hinweisen, die entweder symptomfrei verlaufen oder z. B. durch Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber gekennzeichnet sein kann. Eine erhöhte Leukozytenzahl (vorwiegend Monozyten) in der Peritonealflüssigkeit und eine negative mikrobiologische Kultur würden mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine sterile aseptische Peritonitis hinweisen.

+++ Neue Risikoinformation +++
Rote-Hand-Brief zu möglichem Gehalt an Endotoxin in den Peritonealdialyse-Lösungen Dianeal®, Extraneal®, Nutrineal®

20.12.2010 Der Hersteller informiert über erhöhte Endotoxin-Konzentrationen in Chargen der Peritonealdialyse-Lösungen Dianeal®, Extraneal® und Nutrineal® und dem damit verbundenen Risiko für das Auftreten einer aseptischen Peritonitis. Obwohl wahrscheinlich nur wenige Beutel betroffen sind, sei es nicht möglich zu ermitteln, um welche es sich handelt. Um den Bedarf weiter zu decken, werden alle betroffenen Chargen sukzessive zurückgenommen, sobald Ersatzchargen verfügbar sind (der Austausch wird voraussichtlich im März 2011 vollständig abgeschlossen sein). Hinsichtlich des Endotoxin-Expositionsrisikos enthält der Rote-Hand-Brief Hinweise zur Nutzen-Risiko-Abwägung bei weiterer Anwendung der betroffenen PD-Lösungen, zum Einsatz alternativer PD-Therapien, Lösungen oder Dialysemethoden sowie zum empfohlenen Vorgehen bei der Vergabe der neuen, nicht betroffenen PD-Lösungen. Darüber hinaus werden Informationen zu klinischen Maßnahmen bei Verdacht auf eine aseptische Peritonitis gegeben.  >>>   

  

+++ Therapie bei Hyperphosphatämie +++
Phosphatbindertherapie mit Sevelamercarbonat bei chronischer Niereninsuffizienz
München – Eine der häufigsten Ursachen der Hyperphosphatämie ist die chronische Niereninsuffizienz. Zunächst kann durch die verstärkte Ausschüttung von Parathormon (sekundärer Hyperparathyreoidismus) der Phosphatgehalt des Blutes konstant gehalten werden. Jedoch kommt es bei fortschreitendem Funktionsverlust der Nieren zur Hyperphosphatämie, wenn die glomeruläre Filtrationsrate um mehr als 2/3 eingeschränkt ist. Weitere Ursachen können eine Schilddrüsenüberfunktion, Mangel an Parathormon (Hypoparathyreoidismus) sowie phosphathaltige Abführmittel sein. Als Symptome der Hyper-phosphatämie werden Juckreiz, Übererregbarkeit (Tetanie) und auch Weichteilverkalkungen beobachtet. Die Therapie besteht in einer phosphatarmen Diät und/oder dem Einsatz von Phosphatbindern wie z. B. Sevelamer.  >>> 

 

+++ Launch der Homepage für Patienten und Angehörige +++
Informationen und Erfahrungen aus erster Hand: aus der Perspektive transplantierter Patienten
Nürnberg – Eine Transplantation stellt einen grundlegenden Einschnitt in das Leben eines Menschen und seiner Angehörigen dar. Die damit verbundenen Hoffnungen, Unsicherheiten und Ängste der Patienten erfordern einen verantwortungsvollen und sensiblen Umgang mit dem Thema. Ziel der jetzt implementierten Homepage www.transplantation-verstehen.de ist es daher, den Betroffenen eine neutrale, verlässliche Wissensplattform im Internet zu schaffen und Orientierungshilfe zu bieten – und zwar unabhängig von dem zu transplantierenden Organ. Möglich ist dies unter anderem durch den Aufbau: In 53 kurzen Lerneinheiten durchläuft der Patient die verschiedenen Phasen einer Transplantation: angefangen bei der Wartezeit über die Operation und die ersten Monate nach der Operation bis hin zum „normalen“ Leben mit dem neuen Organ. Fotos, Grafiken, Animationen und Filme erleichtern dabei das Verständnis.  >>> 

 

+++ Natürliche Toleranz von Spenderorganen möglich +++
Biomarker zur Vorhersage von Transplantationserfolgen entdeckt
Berlin – Eine kleine Gruppe von Menschen kann fremde Organe erhalten, ohne lebensgefährliche Abstoßungsreaktionen fürchten zu müssen. Forscher der Charité – Universitäts-Medizin Berlin haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern anderer europäischer Institutionen herausgefunden, welche immunologischen  Merkmale diese Patienten gemeinsam haben. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift  »Journal of Clinical Investigation«* beschreiben sie die Eigenschaften dieser Biomarker. Insgesamt sieben europäische Forschungsinstitutionen, darunter das King´s College London, die Universität Oxford und das französische Institut de Transplantation et de Recherche en Transplantation (ITERT), schlossen sich zusammen, um den äußerst seltenen Fall einer natürlichen Toleranz gegen Nierenspenderorgane zu untersuchen. Die Charité war als einzige wissenschaftliche Einrichtung aus dem deutschsprachigen Raum an dem Vorhaben beteiligt.  >>> 

 

+++ Nierentransplantation bei Kindern +++
MHH und Techniker Krankenkasse (TK) schließen Versorgungsvertrag zur optimierten Behandlung ab
Hannover Die jüngste Patientin war gerade einmal sechs Monate alt, als sie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eine neue Niere erhielt. Meistens sind es unheilbare Erbkrankheiten, die dazu führen, dass schon Kinder und Jugendliche - häufig nach jahrelanger Dialyse - eine neue Niere bekommen. In der MHH erhalten pro Jahr rund 20 Kinder eine neue Niere. Insgesamt seit 1970 in mehr als 650 Fällen. Damit ist die MHH das führende Zentrum für Kindernierentransplantationen in Deutschland. Die Zeit vor und nach einer Transplantation ist für die betroffenen kleinen Patienten und ihre Eltern eine Phase großer physischer und psychischer Belastung, die viele Fragen aufwirft. Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen eine differenzierte, individuelle und stringente Vor- und Nachsorge nach so einem großen Eingriff.  >>> 

 

+++ Herausforderung im Praxisalltag +++
Erfolgreiche Therapiesequenz beim Nierenzellkarzinom
Berlin, 29.4.2010
In der Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms gehört die Sequenztherapie mit zielgerichtet wirkenden Substanzen zum Therapiestandard. Meist schreitet die Erkrankung unter den Tyrosinkinase-Inhibitoren in der Erstlinientherapie fort, da der Tumor Resistenzen gegenüber einer anti-angiogenen Therapie entwickelt. Der mTOR-Inhibator Everolimus bewies in der zulassungsrelevanten RECORD-1-Studie eine signifikante Wirksamkeit bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom. Bei  Nierenzellkarzinomen werden 50 Prozent als Zufallsbefunde diagnostiziert. Ein Drittel davon ist primär metastasiert und hat eine Überlebensprognose von 0-13 Prozent.  >>> 

 

+++ Forschungspreis für Fortschritte in der humanen Transplantationsimmunologie +++
Einreichung noch bis Ende Juni möglich
Neu-Isenburg, 27. April 2010 – Mit dem Genzyme Forschungspreis „Humane Transplantationsimmunologie“ werden besondere Leistungen in den Bereichen Immunsuppression, Immunmonitoring und Immuntoleranz ausgezeichnet. Der Preis, der jährlich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) vergeben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung wird in diesem Jahr im Rahmen der DTG-Jahrestagung im Oktober in Hamburg stattfinden. Noch bis 30. Juni 2010 können Forschungsarbeiten eingereicht werden.

Weitere Informationen und die Teilnahmeunterlagen können unter transplantation-info-de@genzyme.com angefordertwerden  >>> 

 

+++ Aktuelles aus der Nephrologie +++
Kalzifizierung Das unterschätzte Risiko von CKD-Patienten
Wiesbaden, DGIM 2010 – Die Hyperphosphatämie ist eine typische Komplikation chronischer Nierenerkrankungen. Sie ist ganz wesentlich für die Pathogenese des sekundären Hyperparathyreoidismus und der urämischen Knochenerkrankung. In letzter Zeit wurde auch eine klare Assoziation zwischen Störungen der Phosphathomöostase und kardiovaskulärer Mortalität bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung beschrieben. Da eine Einschränkung der oralen Phosphatzufuhr vor allem bei fortgeschrittener Nierenerkrankung alleine nicht in der Lage ist, eine ausgeglichene Bilanz sicherzustellen, werden vor allem gastrointestinale Phosphatbinder eingesetzt. In den letzten Jahren wurden erst aluminiumhaltige Präparate von kalziumhaltigen abgelöst. Da diese zu einer kontinuierlich positiven Kalziumbilanz bei Dialysepatienten führen, werden nun zunehmend auch nicht kalzium- und nicht aluminiumhaltige Präparate verwendet. Die Elimination von Phosphat durch die Dialyse wird vor allem durch eine erhöhte Behandlungsfrequenz verbessert. Seit 2009 steht in Deutschland ein weiterer Phosphatbinder einer neuen Generation zur Verfügung.  >>> 

 

„Mehr als nur Überleben – Dialysetherapie in Deutschland“

+++ Nierengesundheit nicht vergessen! +++
Patientenbroschüre zur Dialyse von Bündnis Niere
Am 7. April 2010 findet der Weltgesundheitstag 2010 der WHO statt. Im Rahmen dieses Tages werden auch die Folgen des demografischen Wandels thematisiert. Dabei rückt zunehmend die Nierengesundheit in den Blickpunkt: In Deutschland leben rund 64.000 Menschen mit Nierenversagen. Besonders aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung steigt ihre Zahl stetig an. Wissenswerte Informationen rund um die Dialyse sowie hilfreiche Tipps hat die Initiative Bündnis Niere in einer kostenfreien Patienten-Broschüre zusammengefasst. Der Titel: „Mehr als nur Überleben – Dialysetherapie in Deutschland“.  >>> 

 

+++ Adäquate antimykotische Therapie +++
Bei Verdacht auf eine Pilzinfektion sofort die beste verfügbare Therapie einleiten
Die Inzidenz invasiver Mykosen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, v. a. Patienten auf der Intensivstation sind besonders gefährdet. In rund 10 Prozent aller Sepsisfälle sind Pilze der Gattung Candida als Verursacher verantwortlich, wobei die Candidämie mit einer hohen Sterblichkeit von bis zu 50 Prozent einhergeht. Für die Prognose ist der rasche Beginn einer adäquaten antimykotischen Therapie entscheidend, da die Sterberate bei einer Verzögerung des Therapiestarts schon um wenige Stunden deutlich ansteigt.  >>> 

 

+++ Dialyse- und Tumorpatienten +++
Neues zu Epoetin
ratiopharm bringt ein zweites biotechnologisches Produkt auf den Markt. Im Dezember wird Eporatio® Injektionslösung (acht Wirkstärken in Fertigspritzen) eingeführt - ein neues, eigenständiges Epoetin mit dem Wirkstoff Epoetin theta, zugelassen zur Behandlung der renalen Anämie und zur Therapie der symptomatischen Anämie bei Erwachsenen mit nicht myeloischen malignen Erkrankungen, die eine Chemotherapie erhalten. Mit Epoetin theta wurde zur Behandlung von Tumorpatienten ein innovatives Therapieschema ermöglicht, das bei niedrigerer Dosierung als bei Epoetin beta vergleichbare Therapieergebnisse liefert.  >>> 

 

+++ Wenn Medikamente versagen +++
Katheterbehandlung senkt zu hohen Blutdruck
Lübeck, 19. November 2009 – Patienten, deren Bluthochdruck sich auch mit Medikamenten nicht senken lässt, kann künftig möglicherweise geholfen werden: Ein neues Verfahren, nämlich eine Katheterbehandlung an der Niere, kann einen zu hohen Blutdruck senken. Das ist wichtig, da eine Hypertonie das Risiko für Gefäßerkrankungen, Nieren- oder Herzschwäche erhöht. Erste klinische Versuche an Patienten mit schwerem Bluthochdruck wurden bereits erfolgreich durchgeführt. Darauf weisen die Experten anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Hochdruckliga in Lübeck hin. >>> 

 

+++ Warfarin bei Dialysepatienten +++
Schlaganfall durch Gerinnungshemmer?
Das blutverdünnende Medikament Warfarin soll Menschen mit Herzrhythmusstörungen vor einem Schlaganfall schützen. Bei Dialysepatienten hat dieses Medikament
möglicherweise einen gegenteiligen Effekt, berichten US-amerikanische Forscher in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Journal of the American Society of Nephrology (JASN)" (doi: 10.1681/ ASN.2009030319). Sie raten zu größter Vorsicht bei der Verordnung von Warfarin an Nierenkranke.  >>> 

 

+++ Immunstimulans behebt das Versagen von Immunzellen +++

GM-CSF könnte schwerkranken Patienten mit Blutvergiftung helfen

Berlin, 04.08.2009 - Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten in einer Studie jetzt erstmals zeigen, dass das Immunstimulans GM-CSF ein Versagen von bestimmten Immunzellen bei Patienten mit einer schweren Blutvergiftung beseitigen kann. GM-CSF ist eine Substanz, welche das Immunsystem aktiviert und stärkt. Das Team um Prof. Hans-Dieter Volk und Dr. Christian Meisel vom Institut für Medizinische Immunologie, und Dr. Jörg Christian Schefold von der Medizinischen Klinik für Nephrologie und internistische Intensivmedizin, berichtet in der aktuellen Ausgabe des American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine*, wie ihnen dieser Wirkungsnachweis gelungen ist.  >>>  

 

+++ Hoffnung für Patienten, die an CAPS leiden +++

Phase III-Studie zeigt langfristige Remission unter Ilaris-Gabe

Nürnberg, 7. Juli 2009 – CAPS (Cryopyrin-assoziiertes periodisches Syndrom) – vier Buchstaben, die für eine seltene, aber potentiell lebensbedrohliche autoinflammatorische Krankheit stehen. Die Patienten, die schon im Säuglingsalter erkranken können, leiden unter chronischer Müdigkeit, Fieber und Arthralgien. Von den Entzündungen sind besonders Haut, Augen und Knochen bzw. Gelenke betroffen. Bisher konnten vor allem die mit CAPS verbundenen Krankheiten symptomatisch behandelt werden. Anders bei der Behandlung mit Ilaris (Wirkstoff Canakinumab). Eine aktuelle Studie, die jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, repräsentiert für die Leiterin der klinischen Prüfung, Privatdozentin Dr. Jasmin B. Kümmerle-Deschner, Universität Tübingen, „einen bedeutenden Schritt nach vorn in der Therapie seltener Krankheiten. Denn Canakinumab behandelt die wirklichen Ursachen von CAPS – und nicht nur die Symptome.  >>> 

 

+++ Autoimmunkrankheit Sklerodermie +++

Sklerodermie Selbsthilfe e.V. feiert  ihr 25 jähriges Bestehen
Noch vor  25 Jahren war die Krankheit Sklerodermie in der Öffentlichkeit unbekannt und unerforscht. Mit knapp 1.400 Mitgliedern und 40 Regionalgruppen unterstützt die Sklerodermie Selbsthilfe e.V. die Betroffenen geeignete Therapiemöglichkeiten und soziale Unterstützung zu bekommen, um die Lebensqualität zu verbessern. „Alles was die Selbsthilfe initiierte trug mit vielen kleinen Schritten dazu bei, dass die Betroffenen heute früher ihre Diagnose und Therapie bekommen, betonte Emma Margarete Reil, seit 13 Jahren Vorsitzende der Sklerodermie Selbsthilfe e.V.  >>> 

 

+++ ASCO: 2009: Update zur Therapie des mRCC +++

Patientenregister STAR-TOR bestätigt gute Studiendaten zur Sicherheit von Temsirolimus

Münster/Frankfurt am Main (17. Juni 2009). Eine erste Auswertung des Patientenregisters STAR-TOR hat die guten klinischen Studienergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit von Temsirolimus (Torisel®) verifiziert. Der mTOR-Inhibitor konnte als erste Substanz sowohl das Gesamtüberleben als auch das progressionsfreie Überleben von Hochrisiko-Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom signifikant verlängern – bei gleichzeitig guter Verträglichkeit. Das Register, das Wyeth Pharma im Februar 2008 eröffnete, prüft die Studiendaten unter Praxisbedingungen. Ergebnisse einer ersten Zwischenauswertung wurden auf dem diesjährigen Kongress der ASCO (American Society of Clinical Oncology) präsentiert und anschließend im Rahmen eines Post ASCO Expertendialogs von Wyeth Pharma in Frankfurt am Main vorgestellt.  >>> 

 

+++ Nierenzellkarzinom: Phase-III-Studie COMPARZ +++

In Deutschland werden noch Studienteilnehmer gesucht

GlaxoSmithKline (GSK) hat eine internationale Placebo-kontrollierte, randomisierte klinische Studie der Phase III gestartet, in der die beiden Multikinase-Inhibitoren Pazopanib und Sunitinib zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom untersucht werden (COMPARZ/VEG108844). Für Deutschland werden noch Studienteilnehmer gesucht.  >>>


+++ Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom: Neue Wyeth-Broschüre +++

Ärzte können Patienten gezielt über Therapie mit Torisel® informieren
Für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und hohem Risiko, die entweder bereits mit Torisel® (Temsirolimus) behandelt werden oder demnächst eine Therapie mit dem mTOR-Inhibitor beginnen werden, hat das forschende Arzneimittelunternehmen Wyeth Pharma eine neue Informations-Broschüre entwickelt. Diese klärt konkret über die zielgerichtete Therapie mit dem Wirkstoff Temsirolimus auf. Ärzte haben die Möglichkeit, die Broschüre an ihre Patienten abzugeben. Es wird erläutert, was sie für ein Medikament bekommen, wie die Anwendung verläuft und wie mit möglichen Nebenwirkungen umgegangen werden kann. Zudem sind weiterführende Adressen von Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen enthalten. Für Ärzte ist die Broschüre kostenlos per Download auf der Webseite www.torisel.de oder per Post erhältlich.  >>>


+++ Antihypertonika +++
Kombinationstherapie verringert Proteinurie besser, schädigt Nieren jedoch häufiger

Eine Blockade des Renin-Angiotensin-Systems senkt nicht nur den Blutdruck. ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARB) werden auch nephroprotektive Eigenschaften zuge-schrieben. In einer randomisierten Vergleichsstudie im Lancet (2008; 372: 547-553) hat die Kombination von ACE-Hemmern und ARB jedoch überraschenderweise zu vermehrten Nierenschäden geführt, obwohl das Fortschreiten der Proteinurie gegenüber der Monotherapie abgeschwächt wurde, folgern die Autoren eines aktuellen Artikels der Kardiologie-Spezial-Ausgabe.  >>>

 

+++ EQUART-Studie bestätigt Therapieäquivalenz +++
Seit April dieses Jahres ist CiclosporinPro nun auch in Deutschland erhältlich.

Dessen optimierte Galenik führt zu einem besser kontrollierbaren Wirkstoffspiegel, der für eine verlässliche Wirksamkeit bei Critical Dose Drugs wie Ciclosporin unablässig ist. Neben den positiven Erfahrungen anderer Länder, in denen die neue Generika-Generation bereits seit längerem erfolgreich angewendet wird, haben vor allem die Ergebnisse der EQUART-Studie noch einmal die Therapieäquivalenz des neuen Präparats bei Umstellung von Sandimmun® Optoral auf CiclosporinPro bestätigt.  >>>

 

+++ Kompetenzzentrum Nephrologie +++
Ab sofort bietet die TEVAkademie im „Kompetenzzentrum Nephrologie“ einen neuen Service für Ärzte, Apotheker und PTA:

Sie können jederzeit sechs Nephrologen per E-Mail anschreiben und werden individuell beraten. Die Mitglieder des Gremiums decken dabei alle Fachbereiche der Nephrologie ab. „Mit diesem Angebot möchten wir zur Verbesserung der medizinischen Versorgung nierenkranker Menschen beitragen“, so Dr. Dieter Schubert, Manager der Akademie.  >>>


+++1500. Niere an der Urologischen  Universitätsklinik Halle verpflanzt +++
Das 1500. Organ erhielt ein 65-jähriger Mann aus Sachsen-Anhalt, der gerade erst seinen Geburtstag feiern konnte. Der Patient stand bereits seit fast fünf Jahren auf der Warteliste. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses besondere Jubiläum feiern können“, sagt Professor Dr. Paolo Fornara, Direktor der Klinik. >>>


+++ Neu für die stabile und sichere Anämiekorrektur: Nur 1 x monatlich MIRCERA für alle Patienten in der Erhaltungsphase +++
MIRCERA hat die europäische Zulassung erhalten und wird zum 17. September zur Behandlung der renalen Anämie bei chronischer Nierenerkrankung eingeführt.  Die monatliche Gabe schafft mehr Lebensqualität für den Patienten und mehr Freiräume für das Dialysepersonal durch das vereinfachte Anämiemanagement. >>>

 

 

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