
| +++ Leben! – trotz Krebs +++ Lebensperspektiven dank Angiogenesehemmung. 22. März 2012. „Kein Stein liegt mehr auf dem anderen. Es ist, als hätte ein Seelenbeben von uns Besitz genommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Ursula Goldmann-Posch, Gründerin und Vorstandsmitglied von mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V., ihre Empfindungen nach der Diagnose Krebs. Jahr für Jahr erleben allein in Deutschland fast eine halbe Million Menschen Ähnliches. Dank einer zielgerichteten Therapie hat Ursula Goldmann-Posch ihre schwere Erkrankung wie viele andere Betroffene überlebt. Maßgeblich ermöglicht werden diese Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten durch die Entwicklung neuer, zielgerichteter Medikamente, wie zum Beispiel Bevacizumab (Avastin®). Der Angiogenesehemmer, der sich gezielt gegen das Wachstum des Tumors richtet, hat die onkologische Therapie-landschaft in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderes Medikament verändert. Doch wie genau definiert sich der Nutzen der anti- angiogenen Therapie für den Patienten? Und welche Erwartungen kann und muss eine moderne Krebstherapie heute erfüllen? >>> |
 Prof. Dr. Kurt Miller | +++ Therapie mit Sunitinib +++ Ansprechrate ist ein entscheidendes Auswahlkriterium beim mRCC 30. Januar 2012 – Sunitinib ist Erstlinienstandard beim mRCC, als Therapiestandard bei GIST nach Imatinib-Versagen etabliert und wird in der Behandlung von pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET) eingesetzt. Mit Sunitinib wurde eine objektive Ansprechrate von 47 Prozent in einer Phase-III-Zulassungsstudie zur Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzell-karzinoms (mRCC) erreicht. Bei anderen Substanzen beträgt diese etwa 30 Prozent. Dass dies auch klinisch höchst relevant ist, unterstrich Professor Dr. Kurt Miller, Berlin, auf einer Pressekonferenz von Pfizer Oncology: „Für viele Patienten ist es sehr motivierend, eine Verkleinerung des Tumors zu sehen – also zu sehen, dass ein Medikament das tut, was es tun soll. Zudem können durch Metastasen hervorgerufene Beschwerden gelindert werden.“ Darüber hinaus weisen die aktuellen Daten darauf hin, dass beim mRCC zwischen dem Ansprechen eines zielgerichteten Medikaments und dem Gesamtüberleben ein Zusammenhang bestehen könnte. „Und eine Verlängerung des Überlebens ist letztlich das wichtigste Ziel in der heutigen mRCC-Therapie“, sagte der Urologe. >>>
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 Prof. Christian Doehn | +++ Kidney Kolleg Kompakt +++ Aktuelle Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC) Hamburg, DGU-Kongress 2011 – Bei mehr als 90 Prozent der Nierentumore handelt es sich um bösartige Erkrankungen. Der bei weitem häufigste bösartige Tumor der Niere ist dabei das Nierenzellkarzinom. In Deutschland ist das Nierenzellkarzinom die dritthäufigste bösartige Erkrankung des Urogenitaltrakts – mit einer steigenden Anzahl der Neuerkrankungen. Männer erkranken dabei etwa 2- bis 3-mal häufiger als Frauen. Der Tumor tritt meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Zu den wichtigsten allgemeinen Risikofaktoren für das Auftreten eines Nierenzellkarzinoms zählen Übergewicht und Rauchen, sowie die familiäre Vorbelastung. Ein sehr hohes Risiko besteht für Patienten mit „von-Hippel-Lindau-Syndrom“, sowie für Patienten mit einer dialysepflichtigen chronisch eingeschränkten Nierenfunktion.
Bevacizumab plus Interferon alpha-2a (IFN) hat sich als hochwirksame und verträgliche First-Line-Therapie für Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen RCC bei niedrigem bis mittlerem Risiko bewährt. >>> |
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Prof. Manuela Schmidinger |  Prof. Jürgen Gschwend | +++ Therapiesequenz beim mRCC +++ Sunitinib und Temsirolimus weiterhin Standards in der Erstlinie München – „Beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) stehen uns aktuell sechs zielgerichtete Medikamente zur Verfügung, die von nationalen und internationalen Fachgesellschaften in zwei Behandlungslinien empfohlen werden“, sagte Prof. Dr. Jürgen Gschwend, München auf einer Presseveranstaltung von Pfizer Oncology Deutschland. Durch das breite Therapiespektrum hat sich die Prognose der Patienten erheblich verbessert. Zugleich steht damit im Praxisalltag die Frage nach der richtigen Therapiesequenz im Vordergrund. Ein zentrales Entscheidungskriterium, vor allem bei Behandlungsbeginn, sei die Wirksamkeit eines Präparats, ergänzte Prof. Dr. Manuela Schmidinger, Wien. „Mit einer objektiven Ansprechrate von 47 %, einem medianen Gesamtüberleben von 26,4 Monaten und inzwischen fünf Jahren Anwendungserfahrung ist Sunitinib (Sutent®) deshalb ein Referenzstandard in der mRCC-Erstlinientherapie“, betonte die Onkologin. >>> |
+++ Therapiefortschritte in der Onkologie +++
Optimierung der Therapie beim Kolorektalkarzinom - Nierenzellkarzinom - Meningeosis neoplastica
München – Von den Therapiefortschritten in den letzten Jahren profitierten Patienten in der metastasierten Situation bei zwei soliden Tumoren, dem kolorektalen Karzinom und dem Nierenzellkarzinom, sowie bei einer ZNS-Komplikation, die heute immer häufiger gesehen wird, der Meningeosis neoplastica. Eine wesentliche Verbesserung in der Therapie des kolorektalen Karzinoms (CRC) ist die Entdeckung, dass das K-RAS-Gen ein prädiktiver Marker für das Therapieansprechen ist. Damit kann vorhergesagt werden, dass Patienten mit einem K-RAS-Wildtyp von einer Therapie mit einem EGFR-Inhibitor profitieren werden. Studien belegen dass der vollhumane monoklonale Antikörper Panitumumab (Vectibix®) sowohl in der Mono- als auch in der Kombinationstherapie bei den Betroffenen mit K-RAS-Wildtyp eine deutliche Verlängerung des progressionsfreien Überlebens bewirkt. Mindestens ebenso rasant verlief die Entwicklung beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC). >>>
+++ Metastasiertes Nierenzellkarzinom (mRCC) +++
Therapiemanagement beim mRCC: Potenziale von Sunitinib und Temsirolimus voll ausschöpfen
Hannover – Auf Basis überzeugender Phase-III-Zulassungsdaten sind die zielgerichteten Medikamente Sunitinib (Sutent®) und Temsirolimus (Torisel®) mittlerweile als Referenzstandards in der Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms etabliert. Dabei hat sich im klinischen Alltag gezeigt, dass ein patientenorientiertes Therapiemanagement wichtig ist, um das therapeutische Potenzial der beiden Medikamente voll ausschöpfen zu können. Denn wenn eine Substanz beim mRCC Wirksamkeit zeigt, ist es therapeutisch angezeigt, die Patienten so lange wie möglich unter dieser Behandlung zu halten. Und mit Hilfe eines ganzheitlichen und proaktiven Therapiemanagements kann die Behandlungsdauer unter zielgerichteten Therapien in vielen Fällen entscheidend verlängert werden. >>>
+++ DGU, DGHO, ESMO und AIO-Jahrestagung 2010 +++
RCC-Register bestätigt Stellenwert von Sunitinib und Temsirolimus in der Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC)
Berlin – In der Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) erweist sich Sunitinib (Sutent®) auch im klinischen Alltag als ein favorisierter Standard. Fast zwei Drittel aller mRCC-Patienten in Deutschland erhalten den Multikinase-Inhibitor in der Erstlinientherapie. Temsirolimus (Torisel®) kommt am zweithäufigsten, vor allem bei Patienten mit hohem Progressionsrisiko, zum Einsatz. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung des Tumorregisters Nierenzellkarzinom hervor, das auf dem 62. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU 2010) präsentiert wurde. „Im RCC-Register beträgt die mediane Therapiedauer von mRCC-Patienten unter Sunitinib 10 Monate. Dies entspricht in etwa dem progressionsfreien Überleben von 11 Monaten in der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie“, sagte Dr. Norbert Marschner, Praxis für interdisziplinäre Onkologie und Hämatologie, Freiburg, auf einer Presseveranstaltung von Pfizer Oncology am 19. November in Berlin. Vor dem Hintergrund, dass das Register ein sehr breites Kollektiv mit vielen komorbiden Patienten erfasst, bestätige dies eindrucksvoll den klinischen Nutzen von Sunitinib unter Praxisbedingungen. >>>
+++ Behandlungsrealität mRCC +++
Sunitinib und Temsirolimus Referenzstandards in der 1st-Line-Therapie
Berlin – Die Zulassung einiger zielgerichteter Substanzen („targeted therapies“) zur Therapie des Nierenzellkarzinoms, wie z. B. des Multikinase-Inhibitors Sunitinib und des mTOR-Inhibitors Temsirolimus, hat zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens und auch der Tumorregression gegenüber der Immuntherapie geführt. Der Status von Sunitinib und Temsirolimus als Standardtherapien in der Erstlinienbehandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms spiegelt sich auch im klinischen Alltag in Deutschland wider. Dies belegen aktuelle Daten aus dem deutschen RCC-Register. Danach ist Sunitinib mit einem Anteil von 62,7 Prozent die am häufigsten eingesetzte mRCC-Therapie, gefolgt von Temsirolimus mit 11,8 Prozent. Eine eindeutige Datenlage und die nachgewiesene Effektivität sind klare Kriterien für die Therapieentscheidung mit diesen Substanzen. >>>
+++ Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom +++
First-Line-Therapie mit Bevacizumab plus Interferon alfa-2a erhält Lebensqualität und Therapieoptionen
Anlässlich der 62. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Düsseldorf diskutierten Experten die Einflussfaktoren für die Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (mRCC). Patienten mit klarzelligem mRCC und niedrigem bis mittlerem Motzer-Risikoscore können leitliniengerecht first-line mit Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit Interferon alfa-2a (IFN) behandelt werden. Damit kann die maximale Anzahl an Therapieoptionen im weiteren Behandlungsverlauf erhalten werden. Dafür spricht das gut kontrollierbare Nebenwirkungsprofil der Kombinationstherapie. Nebenwirkungen, die die Lebensqualität beeinträchtigen können, treten unter Bevacizumab/ IFN besonders selten auf. Vor allem Patienten mit Mangelernährung, kardiologischen Vorerkrankungen und Immobilität sollten daher nach Meinung der Experten präferiert mit Bevacizumab/IFN behandelt werden. >>>
+++ Metastasiertes Nierenzellkarzinom (mRCC) +++
Sunitinib und Temsirolimus weiter Referenzstandards in der 1st-Line-Therapie
Berlin – Das Nierenzellkarzinom ist mit 4,4 % aller Krebserkrankungen bei Männern und mit 3,3 % bei Frauen der häufigste bösartige Tumor der Niere. Männer sind etwa doppelt so häufig wie Frauen betroffen. Beim metastasierten Nierenzellkarzinom gibt es in der Regel keine Aussicht auf Heilung. Dieser Tumortyp hat sich als weitestgehend resistent gegenüber allen heute verfügbaren Chemotherapien gezeigt. Auch die Strahlen- und Hormontherapie erwiesen sich als wirkungslos. Historisch gesehen hat die Immuntherapie mit Zytokinen zu einer geringfügigen Verbesserung des Überlebens geführt. Die Zulassung einiger zielgerichteter Substanzen („targeted therapies“) zur Therapie dieser Tumorerkrankung, wie zum Beispiel des Multikinase-Inhibitors Sunitinib und des mTOR-Inhibitors Temsirolimus, hat zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens und der Tumorregression gegenüber der Immuntherapie geführt. >>>
+++ Herausforderung im Praxisalltag +++
Erfolgreiche Therapiesequenz beim Nierenzellkarzinom
Berlin, 29.4.2010 – In der Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms gehört die Sequenztherapie mit zielgerichtet wirkenden Substanzen zum Therapiestandard. Meist schreitet die Erkrankung unter den Tyrosinkinase-Inhibitoren in der Erstlinientherapie fort, da der Tumor Resistenzen gegenüber einer anti-angiogenen Therapie entwickelt. Der mTOR-Inhibator Everolimus bewies in der zulassungsrelevanten RECORD-1-Studie eine signifikante Wirksamkeit bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom. Bei Nierenzellkarzinomen werden 50 Prozent als Zufallsbefunde diagnostiziert. Ein Drittel davon ist primär metastasiert und hat eine Überlebensprognose von 0-13 Prozent. >>>
+++ Erstlinien-Therapie des mRCC +++
Experten diskutierten auf dem DKK 2010 die aktuelle Therapiesituation beim mRCC
Berlin, DKK – Mit der Einführung zielgerichteter Medikamente hat sich die Therapiesituation beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) grundlegend geändert. Mittlerweile stehen den behandelnden Ärzten mehrere Therapieoptionen zur Verfügung, wie zum Beispiel der orale Multi-Kinase-Inhibitor Sutent® (Sunitinib) und der intravenöse mTor-Inhibitor Torisel® (Temsirolimus). Dies wirft die Frage auf, „welche Therapie bei welchem Patienten die richtige ist“, sagte Prof. Manuela Schmidinger, Medizinische Universität Wien, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin I der Abteilung für Onkologie, im Rahmen einer Veranstaltung auf dem 29. Deutschen Krebs-Kongress (DKK) in Berlin. „Entscheidend ist dabei, in der Erstlinien-Therapie das wirksamste Medikament einzusetzen, um die Weichen für einen möglichst positiven weiteren Behandlungs-verlauf zu stellen“, so die Onkologin weiter. Bei vielen Experten gelten Sunitinib und Temsirolimus als ein Standard of Care. Dieser Status beruht auf der aktuellen Evidenzlage und spiegelt sich in Empfehlungen und Leitlinien nationaler und internationaler Fachgesellschaften wider. >>>
+++ Drei Jahre Erfahrungen mit Sorafenib +++
Targeted Therapy: Behandlungsalltag heute und morgen
Berlin – Die Targeted Therapy von soliden Tumoren mit Biologicals haben sich unbestreitbar bewährt. Die dabei eingesetzten innovativen Wirkstoffe sind so unterschiedlich wie die Indikationen, bei denen sie eingesetzt werden: Leberkarzinom (HCC), Nierenzellkarzinom (RCC), Schilddrüsenkarzinom, Mamma-karzinom und die akute Myeloische Leukämie (AML). Sorafenib ist ein innovatives, hochwirksames Biological, das zur Gruppe der Tyrosin-Kinase-Inhibitoren (TKI) gehört. Sorafenib wird dieser Wirkstoffgruppe zugeordnet, weil es spezifische, als Protein-Kinasen bezeichnete Enzyme blockiert. In der Behandlung des Nieren- und Leberzellkarzinoms besitzt Sorafenib bereits einen fixen Stellenwert. Studien evaluieren jedoch noch zusätzliche Einsatzbereiche, etwa im adjuvanten Setting. >>>
+++ Preisverleihungen der DGU und DGHO für Arbeiten zur mTOR-Inhibition +++
Nachwuchswissenschaftler für Erkenntnisse zu Signaltransduktion in Krebszellen ausgezeichnet
Die Träger der diesjährigen Forschungs- und Innovationspreise aus den Bereichen Uro-Onkologie und Hämato-Onkologie sind Dr. Hossein Tezval, Hannover, und Dr. Sebastian Bauer, Duisburg-Essen. Mit ihren Arbeiten zum Verständnis von Mechanismen der Signaltransduktion in Krebszellen liefern beide Wissenschaftler potenziell wichtige Erkenntnisse für zukünftige Therapiestrategien. Überreicht wurden die von Wyeth Pharma, einem Unternehmen der Pfizergruppe, gestifteten Preise anlässlich der 61. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Dresden und der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie (DGHO, ÖGHO, SGMO, SGH) in Mannheim. Die beiden Fachgesellschaften verleihen die mit 7.500 Euro dotierten Auszeichnungen an Nachwuchswissenschaftler aus den Fachgebieten Urologie und Onkologie für herausragende Arbeiten in klinischer und präklinischer Forschung. >>>
+++ Bevacizumab plus Interferon first line gefolgt von TKI +++
3 Jahre Überleben beim Nierenzellkarzinom
Die abschließende Analyse der Phase-III-Studie AVOREN zum Einsatz des Angiogenese-Hemmers Avastin® (Bevacizumab) beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (mRCC) zeigt: Wird in der First-line Bevacizumab plus Interferon-alpha2a (IFN) gegeben, gefolgt von einem Tyrosinkinaseinhibitor (TKI), lässt sich erstmals beim mRCC ein medianes Gesamtüberleben von mehr als 3 Jahren erzielen. >>>
+++ Nierenzellkarzinom 2009 – Was ist gesichert? +++
Aktuelle Datenlage zur RCC-Therapie
Das Nierenzellkarzinom stellt europaweit zwei bis drei Prozent aller bösartigen Tumoren dar und ist gleichzeitig – nach dem Prostatakarzinom und dem Urothelkarzinom der Harnblase – der dritthäufigste urologische Tumor. Mit 85 Prozent ist es der häufigste bösartige Tumor der Niere, während gutartige Tumoren der Niere im Vergleich hierzu selten auftreten. Von allen urologischen Tumoren zeigt das Nierenzellkarzinom mit über 40 Prozent die höchste tumorbedingte Sterblichkeit. Dieser Tumortyp hat sich als weitestgehend resistent gegenüber allen heute verfügbaren Chemotherapien gezeigt. Auch Strahlen- und Hormon-Therapie erwiesen sich als wirkungslos. Historisch gesehen hat die Immuntherapie mit Zytokinen zu einer geringfügigen Verbesserung des Überlebens geführt. Die Zulassung einiger zielgerichteter Substanzen („targeted therapies“) zur Therapie dieser Tumorerkrankung führte zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens und der Tumorregression gegenüber der Immuntherapie. >>>
+++ Nierenzellkarzinom bei Hochrisikopatienten +++
Gesamtüberleben bei Nierenzellkarzinom mit hohem Risiko
Dresden, 17. September 2009 - Für Nierenzellkarzinom-Patienten mit hohem Risiko hat Temsirolimus einen signifikanten Überlebensvorteil von 49 Prozent gegenüber der bisherigen Standardtherapie mit Interferon-alfa gezeigt. Die Patientengruppe, die von dem mTOR-Inhibitor profitiert, ist dabei wesentlich größer als bisher angenommen. Nach einer aktuellen Auswertung unter Berücksichtigung der Hudes-Kriterien aus der Zulassungs-Studie ARCC liegt der Anteil aller Nierenzellkarzinom-Patienten mit hohem Risiko derzeit bei etwa 39 Prozent. Über den konkreten Einsatz von Temsirolimus bei Hochrisiko-Patienten sprachen Experten beim gemeinsamen Satelliten-Symposium von Roche und Wyeth auf dem 61. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Dresden. >>>
+++ ASCO 2009 - Neue Datenlage zur Therapie der RCC +++
Sunitinib: Eine Referenztherapie beim mRCC
Das Nierenzellkarzinom ist nach dem Prostata- und dem Harnblasenkarzinom der dritthäufigste urologische Tumor, wobei weltweit eine steigende Inzidenz berichtet wird. Von dieser Tumorerkrankung sind in erster Linie Männer betroffen, sie erkranken nahezu doppelt so häufig wie Frauen: So ist in Deutschland von mehr als 10.000 Neuerkrankungen pro Jahr bei Männern und rund 6.300 neuen Fallberichten bei Frauen auszugehen. Das Nierenzellkarzinom hat unter den urologischen Tumoren die höchste Letalität und ist für mehr als 7.600 Todesfälle bei Männern (> 5.300 Todesfälle bei Frauen) verantwortlich. Der Altersgipfel der Erkrankung liegt zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr. Der Tumor bleibt in der Regel lange asymptomatisch und wird bei 40-50 % der Patienten zufällig im Rahmen einer Ultraschall- oder CT-Untersuchung entdeckt. >>>
+++ ASCO: 2009: Update zur Therapie des mRCC +++
Patientenregister STAR-TOR bestätigt gute Studiendaten zur Sicherheit von Temsirolimus
Münster/Frankfurt am Main (17. Juni 2009). Eine erste Auswertung des Patientenregisters STAR-TOR hat die guten klinischen Studienergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit von Temsirolimus (Torisel®) verifiziert. Der mTOR-Inhibitor konnte als erste Substanz sowohl das Gesamtüberleben als auch das progressionsfreie Überleben von Hochrisiko-Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom signifikant verlängern – bei gleichzeitig guter Verträglichkeit. Das Register, das Wyeth Pharma im Februar 2008 eröffnete, prüft die Studiendaten unter Praxisbedingungen. Ergebnisse einer ersten Zwischenauswertung wurden auf dem diesjährigen Kongress der ASCO (American Society of Clinical Oncology) präsentiert und anschließend im Rahmen eines Post ASCO Expertendialogs von Wyeth Pharma in Frankfurt am Main vorgestellt. >>>
+++ Nierenzellkarzinom: Phase-III-Studie COMPARZ +++
In Deutschland werden noch Studienteilnehmer gesucht
GlaxoSmithKline (GSK) hat eine internationale Placebo-kontrollierte, randomisierte klinische Studie der Phase III gestartet, in der die beiden Multikinase-Inhibitoren Pazopanib und Sunitinib zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom untersucht werden (COMPARZ/VEG108844). Für Deutschland werden noch Studienteilnehmer gesucht. >>>
+++ Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom: Neue Wyeth-Broschüre +++
Ärzte können Patienten gezielt über Therapie mit Torisel® informieren
Für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und hohem Risiko, die entweder bereits mit Torisel® (Temsirolimus) behandelt werden oder demnächst eine Therapie mit dem mTOR-Inhibitor beginnen werden, hat das forschende Arzneimittelunternehmen Wyeth Pharma eine neue Informations-Broschüre entwickelt. Diese klärt konkret über die zielgerichtete Therapie mit dem Wirkstoff Temsirolimus auf. Ärzte haben die Möglichkeit, die Broschüre an ihre Patienten abzugeben. Es wird erläutert, was sie für ein Medikament bekommen, wie die Anwendung verläuft und wie mit möglichen Nebenwirkungen umgegangen werden kann. Zudem sind weiterführende Adressen von Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen enthalten. Für Ärzte ist die Broschüre kostenlos per Download auf der Webseite www.torisel.de oder per Post erhältlich. >>>
+++ Therapie beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom +++ Internationale Leitlinien empfehlen First-line-Therapie mit Bevacizumab/IFN
Mit dem VEGF (vascular endothelial growth factor)-Hemmer Bevacizumab in Kombination mit Interferon alpha-2a steht seit Ende 2007 eine hochwirksame Therapieoption beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom zur Verfügung. Ein Jahr nach Zulassung als Erst-linientherapie hat die Kombination bereits Eingang in die wichtigsten europäischen und amerikanischen Leitlinien gefunden und steht gleichberechtigt neben der Sunitinib-Gabe. Auf dem Jahreskongress der European Association of Urology (EAU), vom 17. – 21. März 2009 in Stockholm, wurden die neuen europäischen Leitlinien für das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom (mRCC ) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. >>>
+++ First-line-Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms +++
Guidelines empfehlen Einsatz von Temsirolimus zur First-line-Therapie
Münster / München (10. März 2009). Temsirolimus (Torisel®) wird aufgrund der guten Wirksamkeit und Verträglichkeit in Leitlinien von Fachgesellschaften wie der „European Association of Urology“ (EAU) und dem „National Comprehensive Cancer Network“ (NCCN) zur First-line-Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und hohem Risiko empfohlen. Damit diese Patienten möglichst lange von der guten Lebensqualität des mTOR-Inhibitors Temsirolimus profitieren, ist der frühzeitige Einsatz sinnvoll, so das Fazit eines Wyeth-Klinikworkshops in München. >>>+++ Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten NZK +++
SWITCH-Studie prüft verschiedene Tyrosinkinase-Inhibitoren in der Erstlinientherapie
Sorafenib und Sunitinib verlängern die Überlebenszeiten bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (NZK). Jedoch ist bislang unklar, ob die Erstlinientherapie mit dem Wirkstoff Sorafenib oder Sunitinib günstiger ist. Diese Lücke soll die SWITCH-Studie, eine als Sequenz-Studie angelegte randomisierte Phase III-Studie, schließen. >>>
+++ Zielgerichtete Therapien beim Nierenzellkarzinom +++
Broschüre von Wyeth für Patienten erläutert zielgerichtete Therapien beim Nierenzellkarzinom
Aufgrund der bedeutenden Fortschritte der vergangenen Jahre in der Therapie des Nierenzellkarzinoms hat Wyeth Pharma eine neue Patientenbroschüre veröffentlicht, die aktuelle Informationen zur Erkrankung und zu den neuen zielgerichteten Therapieoptionen enthält. Dazu gehört unter anderem die mTOR-Inhibition mit Torisel® (Temsirolimus). Das Arzt-Patienten-Gespräch wird durch die Broschüre entlastet und es bleibt mehr Zeit für patientenindividuelle Themen und Fragestellungen. Daneben werden die Funktion der Niere, die Erkrankung sowie Diagnosemöglichkeiten beschrieben. Patienten und Angehörigen steht zudem ein Lexikon zur Verfügung, in dem wichtige Begriffe nachgeschlagen werden können. Ärzte haben ab sofort die Möglichkeit, die Broschüre per Post anzufordern oder im Internet auf www.torisel.de herunterzuladen. >>>
+++ Neueste Daten zu ASCO 2008 +++
Verbesserung der Überlebenschancen für junge Brustkrebspatientinnen und Hoffnung für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom
Auf dem weltweit wichtigsten Krebskongress in Chicago konnte die ABCSG-Studie 12 nachweisen, dass die Therapie mit einem Bisphosphonat die Chancen bei prämenopausalen Frauen entscheidend verbessert, nach einer Operation dauerhaft gesund zu bleiben. Die RECORD-1 Studie konnte zeigen, dass RADOO1 eine neue Therapieoption für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom darstellt, wenn vorherige Standardtherapien versagt haben. >>>
+++ Therapie des Nierenzellkarzinom und Mantelzell-Lymphom +++
ASCO 2008: Neue Ergebnisse zu Torisel® (Temsirolimus)
Viel versprechende Daten zum Einsatz von Torisel® bei Patienten mit Mantelzell-Lymphom haben Wissenschaftler auf der diesjährigen ASCO-Jahrestagung präsentiert. Ebenfalls wurden retrospektive Subgruppenanalysen der zulassungsrelevanten Studie ARCC (A Global Trial for Advanced Renal Cell Carcinoma) vorgestellt. Diese haben gezeigt, dass Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom unabhängig von ihrem Nephrektomie-status von der Behandlung mit dem mTOR-Inhibitor profitieren. Ferner hatten weder Nebenwirkungen wie Hyperglykämie, Hypercholesterinämie oder Hyperlipidämie noch deren Therapie einen negativen Einfluss auf das Gesamt- oder progressionsfreie Überleben. >>>
+++ Erste mRCC-Therapie mit Gesamtüberleben von mehr als zwei Jahren +++
Daten vom ASCO 2008 bestätigen Status von Sunitinib als eine Referenztherapie bei mRCC und zeigen Potenzial des Medikaments in weiteren Tumorentitäten auf
Sunitinib (Sutent®) ist die erste Therapie bei metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC), mit der ein medianes Gesamtüberleben von mehr als zwei Jahren erreicht wurde. Dies belegen aktuelle Ergebnisse der Zulassungsstudie zur Erstlinien-Therapie von Sunitinib bei mRCC, die auf der 44. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentiert wurden. >>>