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Letzte Aktualisierung: Kalender

  

+++ Joint ASCO Meeting auf dem DKK 2012 +++   Wissenschaftler aus dem In-und Ausland diskutieren die Qualitätssicherung in der Onkologie +++ Beim kommenden Deutschen Krebskongress (DKK 2012) wird es erstmalig ein gemeinsames Symposium mit der American Society of Clinical Oncology (ASCO) geben. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung befasst sich mit dem Thema der Versorgungsqualität in der Onkologie. >>>     

  

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Palliativ-Medizin  Supportiv-Therapie

 

 

+++ NEWS +++

 

Neben der Wirksamkeit belegen die Studien erneut die gute Verträglichkeit und Sicherheit des Angiogenesehemmers: Das Sicherheitprofil entsprach insgesamt dem vorausgegangener zulassungs-relevanter Studien mit Bevacizumab in anderen Indikationen. „Die Therapie von Patientinnen mit Eierstockkrebs mit Bevacizumab ist sicher und gut verträglich“, bestätigte Prof. Pfisterer. „Auch unter der Langzeittherapie beobachten wir keine negative Beeinträchtigung der Lebensqualität.“

+++ Ovarialkarzinom +++
Fortschritt durch Angiogenesehemmung: Zulassung für Bevacizumab beim Ovarialkarzinom
22. Februar 2012 - Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 10.000 Frauen mit der schweren Diagnose konfrontiert. In der medikamentösen Behandlung der betroffenen Frauen wurde jedoch seit fast 15 Jahren kein klinisch relevanter Fortschritt erzielt. Umso höher ist die aktuelle Zulassung von Bevacizumab einzuschätzen:

Der Angiogenesehemmer ist seit Dezember 2011 für die Primär-Therapie des fortgeschrittenen epithelialen Ovarialkarzinoms mit primärem Befall des Bauchfells oder der Eileiter in den FIGO-Stadien IIIB bis IV zugelassen. Bevacizumab wird in der Dosierung 15 mg/kg Körpergewicht alle drei Wochen initial zur Standardchemotherapie (6 Zyklen Paclitaxel 175 mg/m² plus Carboplatin AUC 6) und anschließend kontinuierlich als Mono- therapie über insgesamt 15 Monate oder bis zum Progress verabreicht.  >>>   

 

Das größte Risiko für einen Krankheitsrückfall besteht innerhalb der ersten beiden Jahre nach der Therapie. Die Nachsorgeuntersuchungen werden daher für diesen Zeitraum besonders engmaschig empfohlen: Im ersten Jahr monatlich, im zweiten Jahr alle zwei Monate. Dies gibt dem Patienten die Sicherheit, dass ein eventueller Rückfall rechtzeitig bemerkt und behandelt werden kann.

+++ Mundhöhlenkrebs +++
Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen müssen engmaschig sein
22. Februar 2012
Krebs der Mundhöhle und des Mundrachens macht hierzulande etwa drei von 100 Krebsfällen insgesamt aus. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome, die von der Mundschleimhaut ausgehen. Vor allem in den ersten beiden Jahren nach der Therapie besteht die Gefahr, dass der Krebs zurückkehrt. Häufige und regelmäßige Nachsorgeunter-suchungen werden deshalb empfohlen.

Rund 11.000-mal wird in Deutschland jedes Jahr die Diagnose Krebs der Mundhöhle oder des Mundrachens (Oropharynx) gestellt, davon in zwei Drittel der Fälle bei Männern. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, bestehen gute Heilungsaussichten. Hat sich der Tumor dagegen bereits in die Lymphknoten ausgebreitet, ist das Risiko für einen Krankheitsrückfall nach der Therapie hoch. Vor allem in den ersten beiden Jahren sind deshalb engmaschige Nachkontrollen notwendig.  >>>   

 

Am häufigsten erkranken Männer in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen (RB Münster) an Krebs. In diesen beiden Regionen liegen die Neuerkrankungsraten um rund 10 Prozent über der Deutschlandschätzung (511 Erkrankungen/100.000 Einwohner beziehungsweise 496/100.000, jeweils altersstandardisierte Rate, Europa-Standardbevölkerung).  Bei den Frauen werden die häufigsten Krebsneuerkrankungen in den nördlichen Bundesländern Hamburg (410/100000) und Schleswig-Holstein (388/100.000) festgestellt.

+++ Krebsregister +++
Neue Zahlen zu Krebserkrankungen in den Bundesländern.
21. Februar 2012 – Der interaktive Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister e.V. (GEKID) präsentiert ab sofort unter www.gekid.de die aktuellen Zahlen zum Krebsgeschehen aus den epidemiologischen Krebsregistern der Bundesländer. „Wir stellen für die Jahre 2008 und 2009 im Vergleich zum Jahr 2007 einen deutlichen um etwa 10 Prozent bzw. 20 Prozent Anstieg bei Brustkrebs und bei Hautkrebs fest“, so der Vorsitzende der GEKID, Prof. Dr. Alexander Katalinic, Universität zu Lübeck.

„Dieser Anstieg dürfte mit der bundesweiten Umsetzung des Mammographie-Screenings und des Hautkrebs-Screenings zusammenhängen.“ Für das Jahr 2009 geht die GEKID von etwa 481.000 neuen Krebserkrankungen in Deutschland aus.  >>>   

 

Durch den Beginn der Behandlung bereits vor der Operation,  die sogenannte neoadjuvante Therapie, soll der Tumor schon präoperativ deutlich verkleinert werden. Erst dann entfernen die Ärzte das restliche Tumorgewebe. Bisher ist der Ablauf bei Brustkrebs in den meisten Fällen noch umgekehrt: Erst nach der Entfernung und Untersuchung des Tumors wählen die Mediziner die Therapie aus. Die neoadjuvante Therapie hat den Vorteil, dass das Ansprechen des Tumors auf die Therapie direkt sichtbar wird.

+++ Wege zur personalisierten Brustkrebs-Therapie +++
Charité startet neues EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY - In diesem Projekt werden die Untersuchungen sehr eng mit klinischen Studien der German Breast Group (GBG) verknüpft.

20. Februar 2012 – Die Therapie von Brustkrebs genauer auf die jeweilige Patientin abzustimmen und so erfolglose Behandlungen zu vermeiden: Dieses  Ziel haben sich die Charité - Universitätsmedizin Berlin und elf Partnerinstitutionen aus insgesamt sechs Ländern gesetzt. Sie gaben jetzt den Startschuss für das EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY.

Schlüssel zum Erfolg soll die Entwicklung neuer Biomarker-Tests sein, wie Prof. Carsten Denkert, Leiter des Projekts am Institut für Pathologie der Charité, erläutert.  Biomarker-Tests geben Hinweise darauf, ob und wie eine Behandlung sich bei der jeweiligen Patientin auswirkt. Die Tests sollen bereits vor der operativen Tumor-Entfernung die Vorhersage erleichtern, welche Therapie bei einer Patientin erfolgversprechend ist.  >>>  

 

Alle in Deutschland erhältlichen Mistelpräparate sind rezeptfrei. Da rezeptfreie Medikamente nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, müssen Patienten die Kosten für eine Misteltherapie selbst tragen. Es gibt aber Ausnahmen: In der palliativen Therapie nicht mehr zu heilender Krebserkrankungen kann die Mistel-therapie zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden und wird dann auch von den Krankenkassen finanziert.

+++ Mammakarzinom +++
Verbesserung der Lebensqualität durch die Misteltherapie mit Iscador
17. Februar 2012 – In Deutschland hat das Mammakarzinom mit 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr die höchste Inzidenz (25,9 Prozent) und Mortalität (17,1 Prozent) aller Krebsarten bei Frauen. Die Behandlung erfordert in der Regel eine multimodale Therapie mit primärer Operation, gefolgt von adjuvanter Strahlen-, Chemo- und/oder Hormontherapie. Wegen der häufigen Nebenwirkungen adjuvanter Therapien, insbesondere der Chemotherapie und des Risikos einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität, gewinnt die komplementäre Therapie mit Mistelextrakten immer mehr an Bedeutung. So berichten Ärzte einstimmig über eine bessere Lebensqualität der Patientinnen, die ergänzend zur Chemotherapie eine Misteltherapie erhielten. Mistelpräparate haben zudem immunmodulierende Eigenschaften, so dass auch ein schützender Effekt gegen die Chemotherapie-bedingte Neutropenie vermutet wird.  >>>  

 

Knochenmetastasen lösen oft akute skelettbezogene Komplikationen aus. Sie sind definiert als pathologische Frakturen, Rückenmarkskompressionen, Bestrahlungen und Operationen. SRE verursachen häufig heftige Schmerzen, und verringern die Mobilität der Patienten. Zudem beeinträchtigen sie die Lebensqualität, verlängern die stationäre Aufenthaltsdauer und belasten insgesamt das Gesundheitswesen stark.

+++ Brustkrebs und skelettbezogene Komplikationen +++
Mehr Lebensqualität trotz Knochenmetastasen: Denosumab verzögert SRE bei soliden Tumoren gegenüber Standardtherapie
5. Februar 2012 – Etwa 480.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Die Zahl der Neuerkrankungen, so schätzen Experten, werden bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Aufgrund des medizinischen Fortschritts können mittlerweile immer mehr Betroffene geheilt oder zumindest in einer stationären Phase gehalten werden. Bei vielen Patienten im fortgeschrittenen Stadium bilden sich sehr häufig Knochenmetastasen insbesondere, wenn es sich um ein Prostata- oder Mammakarzinom als Primärtumor handelt. Ossäre Metastasen können zu typischen skelettbezogenen Komplikationen (SRE) führen, die in der Regel mit starken Schmerzen und langen Klinikaufenthalten einhergehen. „Krebspatienten verdienen nicht nur die beste Chemotherapie, sondern auch die beste supportive Behandlung zur Prävention skelettaler Ereignisse und Aufrechthaltung einer hohen Lebensqualität“, so Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar, München.  >>>   

  

Prof. Dr. Kurt Miller

+++ Therapie mit Sunitinib +++
Ansprechrate ist ein entscheidendes Auswahlkriterium beim mRCC
30. Januar 2012 – Sunitinib ist Erstlinienstandard beim mRCC, als Therapiestandard bei GIST nach Imatinib-Versagen etabliert und wird in der Behandlung von pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET) eingesetzt. Mit Sunitinib wurde eine objektive Ansprechrate von 47 Prozent in einer Phase-III-Zulassungsstudie zur Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzell-karzinoms (mRCC) erreicht. Bei anderen Substanzen beträgt diese etwa 30 Prozent. Dass dies auch klinisch höchst relevant ist, unterstrich Professor Dr. Kurt Miller, Berlin, auf einer Pressekonferenz von Pfizer Oncology: „Für viele Patienten ist es sehr motivierend, eine Verkleinerung des Tumors zu sehen – also zu sehen, dass ein Medikament das tut, was es tun soll. Zudem können durch Metastasen hervorgerufene Beschwerden gelindert werden.“ Darüber hinaus weisen die aktuellen Daten darauf hin, dass beim mRCC zwischen dem Ansprechen eines zielgerichteten Medikaments und dem Gesamtüberleben ein Zusammenhang bestehen könnte. „Und eine Verlängerung des Überlebens ist letztlich das wichtigste Ziel in der heutigen mRCC-Therapie“, sagte der Urologe.  >>>  

 

Wissenschaftler aus dem In-und Ausland diskutieren Qualitätssicherung in der Onkologie. - Beim kommenden Deutschen Krebskongress wird es erstmals ein gemeinsames Symposium mit der American Society of Clinical Oncology (ASCO) geben. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung befasst sich mit dem Thema der Versorgungsqualität in der Onkologie. - Hier finden Sie alle wichtigen Eckdaten, Adressen und Kontaktdaten rund um den 30. Deutschen Krebskongress.

+++ Joint ASCO Meeting auf dem DKK 2012 +++
Wissenschaftler aus dem In-und Ausland diskutieren die Qualitätssicherung in der Onkologie
30. Januar 2012 – beim kommenden Deutschen Krebskongress (DKK 2012) wird es erstmalig ein gemeinsames Symposium mit der American Society of Clinical Oncology (ASCO) geben. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung befasst sich mit dem Thema der Versorgungsqualität in der Onkologie. „Deutschland und die USA kämpfen in der Qualitätssicherung mit ähnlichen Problemen. Wir suchen die Diskussion, um Parallelen aufzuzeigen und voneinander zu lernen“, erläutert Professor Peter Albers, Präsident des DKK 2012. Während Deutschland auf onkologische Zentren setzt, besteht hierzulande wenig Erfahrung bei der Qualitätssicherung in der ambulanten onkologischen Versorgung. Das von der ASCO initiierte amerikanische QOPI-System könnte hier Orientierung bieten.  >>>   

 

+++ Preis für Präventivmedizin 2012 +++
Daylong actinica in der Prophylaxe des hellen Hautkrebs ausgezeichnet
30. Januar 2012 – Die Inzidenz bei Hautkrebs ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. Der Grund dafür ist zum einen die höhere Lebenserwartung, zum andern das veränderte Freizeitverhalten (Sonnenbaden, Sport und zahlreiche andere Tätigkeiten im Freien).

Die Internationale Gesellschaft für Präventivmedizin e. V. (IGP) fördert seit mehr als 40 Jahren internationale Forschungsvorhaben zur öffentlichen Gesundheitspflege und Gesundheitsvorsorge. 2011 hatte die Gesellschaft zum zweiten Mal einen Preis für Präventivmedizin ausgeschrieben und damit auf einstimmigen Jurybeschluss das Klasse I-Medizinprodukt Daylong actinica® auf einer Festveranstaltung in Berlin ausgezeichnet. Das dermatologische Präparat hat ein hohes Potenzial in der Prophylaxe des hellen Hautkrebs und kann ferner bereits manifeste Präkanzerosen wie aktinische Keratosen wirkungsvoll reduzieren und erfüllt damit die Ausschreibungskriterien.  >>> 

v. l. Prof. J. Schulz  Dr. U. Hornung und Prof. J. Welzel

 

Eine Erhaltungstherapie stellt beim NSCLC einen Paradigmenwechsel dar: Bisher forderten die Daten und damit die verschiedenen Guidelines eine platinhaltige First-Line-Therapie über maximal 4 Zyklen, dann eine Therapiepause und schließlich beim Auftreten einer Progression eine Second-Line-Therapie. Nun ließ sich aber darstellen, dass es durch eine verlängerte Therapie gelingt, die progressionsfreie Zeit signifikant zu verlängern.

+++ Neues Therapiekonzept beim NSCLC +++
Erhaltungstherapie mit Pemetrexed verzögert den Progress signifikant
30. Januar 2012 – Grundsätzlich kommen etwa 50–60 Prozent der Lungenkarzinom-Patienten für eine Erhaltungstherapie infrage, das sind jene  in gutem Allgemeinzustand, welche auf 4–6 Zyklen einer platinhaltigen First-Line-Therapie mit zumindest SD angesprochen haben und keine protrahierten Toxizitäten aufweisen. Ein Vorteil scheint sich für symptomatische Patienten zu ergeben, bei denen durch die Maintenance eine bessere Symptomkontrolle erzielt werden kann, aber auch für jene Patienten mit hoher Tumorlast oder einem rasch wachsenden, aggressiven Tumor. Im Oktober 2011 wurde die bestehende Zulassung für Pemetrexed (Alimta®) erweitert. Diese eröffnet den Weg in ein neues Therapie-konzept beim fortgeschrittenen oder metastasierten NSCLC. Ab sofort können Patienten, die in der Induktionstherapie Pemetrexed/Cisplatin erhalten haben und deren Krankheitsverlauf stabil war bzw. bei denen der Tumor ein Ansprechen gezeigt hat, mit Pemetrexed weiter therapiert werden.  >>>   

 

Bei knapp zwei Drittel (64 Prozent) aller Patienten wurde unter der Gabe von Ibandronat eine Reduktion der Schmerzintensität erzielt. Durchschnittlich sank die mittlere Schmerzintensität gemäß der visuellen Analogskala im Laufe der Beobachtungszeit von 3,1 ± 2,4 auf 2,3 ± 2 (p < 0,0001). Zugleich war der zusätzliche Analgetika-Gebrauch unter Ibandronat signifikant verringert

+++ Ibandronat +++
Wirksamkeit erneut im klinischen Alltag bestätigt
27. Januar 2012 – Die Wirksamkeit von Ibandronat in der Therapie des ossär metastasierten Mammakarzinoms wurde erneut unter Alltags-bedingungen nachgewiesen: Ibandronat reduziert   – ungeachtet der Vorbehandlung der Patienten – schnell und dauerhaft Schmerzen und zeigt wiederholt ein günstiges renales Verträglichkeitsprofil. Dies belegen die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung, die als Publikation zur Verfügung steht. In der bislang größten Datenerhebung zu Ibandronat (Bondronat®) an 3.515 Patienten stand die Untersuchung von Schmerz-reduktion, Analgetikaverbrauch und renaler Verträglichkeit unter Alltagsbedingungen im Fokus. Die Patienten erhielten über einen Zeitraum von 24 Wochen Ibandronat in der Standard-Dosierung i.v. (6 mg alle 3-4 Wochen oder oral 50 mg/Tag). Die Auswertung der nicht-interventionellen Studie (NIS) zeigt, dass Ibandronat die Schmerzen schnell und anhaltend senkt.  >>>   

 

2012 sind insgesamt acht Patienten-Seminare im gesamten Bundesgebiet geplant. Die Teilnahme ist kostenlos.

+++ Malignes Melanom +++
Bundesweite Seminarreihe für Patienten unter der Schirmherrschaft von Vicky Leandros
26. Januar 2012 – Die Diagnose „malignes Melanom“ (schwarzer Hautkrebs) kommt nicht selten völlig unerwartet und wirft viele Fragen und Ängste auf. Mit der Seminarreihen für Melanom-Patienten mit dem Titel „Wissen zählt - bei Diagnose Melanom handeln“, sollen Betroffene und Angehörige darüber informiert werden, wie sie mit der Diagnose schwarzer Hautkrebs umgehen können, wo sie Hilfe erhalten und was sie im Hinblick auf die Diagnose und Therapie erwartet.

Experten - Dermatologen, Onkologen und Psychoonkologen sowie Vertreter von Selbsthilfegruppen aus der jeweiligen Region - erläutern in einer Podiumsdiskussion die relevantesten Fragestellungen zum malignen Melanom. Patienten und Angehörige können sich aktiv an dieser Diskussion beteiligen. Die Teilnehmer erhalten darüber hinaus weiterführendes Informationsmaterial.  >>>   

 

Als 100%ige Takeda-Tochter entwickelt Millennium: The Takeda Oncology Company mit Sitz in Cambridge, Massachusetts (USA), weltweit federführend alle onkologischen Substanzen aus der Takeda- und Millennium-Forschung sowie aus Entwicklungs- kooperationen mit anderen Unternehmen. Die Onkologie-Pipeline von Millennium: The Takeda Oncology Company ist mittlerweile mit mehr als 15 Produktkandidaten gefüllt.

+++ Zukunft Onkologie +++
Beeindruckende Daten für neue, innovative Substanzen
26. Januar 2012 – Langfristig wird sich die Behandlung von Krebs zu einer individualisierten Therapie entwickeln. Takeda Pharma arbeitet mit Hochdruck daran, sein Onkologie-Portfolio auszubauen und ein weltweit führender Anbieter in der Onkologie zu werden. Die Takeda-Tochter Millennium: The Takeda Oncology Company hat mittlerweile mehr als 15 Produktkandidaten mit innovativen Wirkprinzipien im Portfolio. Für das Antikörper-Drug-Konjugat (ADC) Brentuximab Vedotin zur Therapie des Hodgkin-Lymphoms (HL) und des anaplastisch-großzelligen Lymphoms (ALCL) wird mit der EU-Zulassung im Sommer 2012 gerechnet. Takeda Pharma vertreibt schon seit über zwanzig Jahren das LHRH-Analogon Leuprorelinacetat unter den Markennamen Enantone® / -Gyn, Trenantone® / -Gyn und Sixantone®. Damit ist das Unternehmen u.a. in den Indikationsbereichen des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms und des prä- und perimenopausalen Mammakarzinoms erfolgreich.  >>>  

 

In einer Phase-II-Studie der Deutschen Studiengruppe für hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (DSHNHL), führte die Pharmakokinetik-basierte Gabe von Rituximab (MabThera®) bei älteren Patienten mit DLBCL und schlechter Prognose zu längerem Überleben. Standardtherapie in der Erstlinien-behandlung des DLBCL bei älteren Patienten ist die Kombination aus acht Dosen Rituximab und sechs Zyklen einer CHOP-Chemotherapie (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison).

+++ Maligne Lymphome +++
Neue, vielversprechende Ergebnisse in der NHL- und CLL-Therapie
25. Januar 2012 – Bei älteren Patienten mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) und schlechter Prognose kann ein pharmakokinetisches Therapieschema des Anti-CD20 Antikörpers Rituximab das Überleben verlängern1. Diese und weitere aktuelle Daten zur Behandlung maligner Lymphome wurden auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH), präsentiert, die Ende 2011 in San Diego stattfand. Vorgestellt wurden dort auch erste Daten zu einer Rituximab-Erhaltungstherapie bei der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) sowie zur Behandlung mit dem neuen Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab (GA101). Von diesem erhofft man sich bei Non Hodgkin-Lymphomen und der CLL weitere klinische Vorteile für die Patienten.  >>>   

 

+++ ALL-Rezidiv +++
Weltgrößte Studie zu häufigster Krebserkrankung bei Kindern: Charité und Projektpartner erforschen optimale Therapie bei Leukämie-Rückfällen
24. Januar 2012 – Die Charité - Universitätsmedizin Berlin koordiniert mit einem jetzt gestarteten EU-Projekt die weltweit größte Studie zum Kampf gegen die häufigste Krebserkrankung bei Kindern, die akute lymphoblastische Leukämie (ALL).

Im Rahmen des Projekts IntReALL (Study for Children with Relapsed ALL) werden Rezidive bei bereits behandelter ALL erforscht, damit mehr junge Patienten dauerhaft geheilt werden können. Das ALL-Rezidiv ist die häufigste Todesursache bei krebskranken Kindern. Während die Überlebenschancen bei einer Ersterkrankung an dieser Leukämieform in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich gestiegen sind, haben die jungen Patienten bei einem Rückfall wesentlich schlechtere Aussichten.  >>>   

Die akute lymphoblastische Leukämie trifft in Deutschland jährlich rund 500 Kinder und Jugendliche, von denen im Schnitt rund 70 einen Rückfall erleiden. Dass ALL so selten ist, erschwert umfassende Studien. Hier setzt das internationale Großprojekt IntReALL an.

 

Längst betreffen opportunistische Pilzinfektionen durch Candida species nicht nur Patienten mit Leukämie und Knochenmarkstransplantation, sondern auch Patienten mit langem Intensivstationsaufenthalt, nach großen Operationen und anderen das Immunsystem beeinträchtigenden Systemerkrankungen.

+++ Invasive Candidosen +++
Echinocandine 1. Wahl bei kritisch kranken Patienten mit Candidainfektion
17. Januar 2012 – Intensivmedizinisch versorgte Patienten sind besonders anfällig für Pilzinfektionen und haben ein hohes Letalitätsrisiko. In Deutschland sind jedes Jahr etwa 40.000 Menschen von dieser invasiven Candida-Infektion betroffen. Bei den Krankenhausinfektionen steht der Hefepilz inzwischen auf Platz 4 der Liste der gefährlichsten Erreger. Ein großes Problem ist die Zunahme resistenter Erreger.

Durch Behandlungsmaßnahmen wie z.B. große chirurgische Eingriffe, zentralvenöse Katheter und Hämodialyse wird die Entstehung von invasiven Candida-Infektionen aber noch weiter begünstigt. Um die Therapie so individuell wie möglich gestalten zu können, ist der Einsatz neuer Medikamenten-Klassen unverzichtbar. Echinocandine wie Micafungin (Mycamine®) erhalten in den aktuellen europäischen Leitlinien für die Behandlung kritisch Kranker den höchsten Empfehlungsgrad A-I.  >>> 

 

Die Behandlung von chronischen Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen erfordert ein interdisziplinäres therapeutisches Konzept, das im regulären Praxis- oder Stationsalltag oft nur schwer zu realisieren ist.   Wir bieten im Deutschen Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik/ Universität Witten/Herdecke multimodale Schmerztherapie für Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen im ambulanten und stationären Rahmen an.

+++ Hilfe für Kinder und Jugendliche +++
Deutsches Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik, der Universität Witten/Herdecke gegründet
Datteln 16. Januar 2012 – Mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Die Folgen dieser stillen Epidemie für die Betroffenen sind fatal – individuelles Leid und massive Schulausfälle drohen betroffenen Kindern. Am 16. Januar 2012 wurde an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/ Herdecke das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet. Hier finden Kinder, Jugendliche und ihre Familien Hilfe auf dem Weg zurück in ein schmerzfreies Leben. Unter www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de  finden Patienten, Eltern, Ärzte und Therapeuten umfassende Informationen rund um das Thema Kinderschmerztherapie.  >>> 

  

Seit der Erstzulassung von VELCADE® in den USA am 13. Mai 2003 wurden weltweit drei Fälle einer versehentlichen intrathekalen Applikation mit tödlichem Ausgang berichtet. Jeder einzelne dieser Fälle kann als akzidentell angesehen werden und ereignete sich, als zeitgleich mit einer onkologischen intrathekalen Chemotherapie eine intravenöse VELCADE® Verabreichung vorgesehen war.

+++ Rote-Hand-Brief +++
Korrekte Verabreichung von Velcade® (Bortezomib) erfolgt nur intravenös!
Berlin, 16. Januar 2012 – Bortezomib ist ein Zytostatikum und wird in Kombination mit Melphalan und Prednison oder als Monotherapie bei der Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom eingesetzt.
Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief daraufhin, dass Bortezomib ausschließlich intravenös verabreicht werden darf. Die Information enthält darüber hinaus Empfehlungen, um das Risiko einer unsachgemäßen Applikation zu reduzieren. Hintergrund des Rote-Hand-Briefs sind drei Fälle einer versehentlichen intrathekalen Applikation mit tödlichem Ausgang, die seit der Erstzulassung berichtet wurden.  >>>   

 

+++ First-Line-Therapie des fortgeschrittenen NSCLC +++
Bevacizumab plus Cisplatin/Gemcitabin auch in der INNOVATIONS-Studie hoch wirksam
13. Januar 2012 – Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, die für eine platinhaltige Chemotherapie in Frage kommen, profitieren vom zusätzlichen Einsatz des VEGF-Antikörpers Bevacizumab (Avastin®). Dies bestätigen die Ergebnisse der INNOVATIONS-Studie: Mit der Kombination Bevacizumab + Cisplatin/Gemcitabin erreichten Patienten ohne nachgewiesene EGFR-Mutation ein medianes Gesamtüberleben von 18 Monaten. Damit belegt nun – nach der AVAiL- und der SAiL-Studie – die dritte klinische Studie die gute Wirksamkeit von Bevacizumab plus Cisplatin-Dublette. Die in deutschen Zentren durch die ABC-Studiengruppe durchgeführte randomisierte Phase-II-Studie INNOVATIONS untersuchte den innovativen Ansatz einer chemotherapiefreien Kombination aus Bevacizumab plus dem EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor Erlotinib in einem unselektionierten Patientenkollektiv mit neu diagnostiziertem, nicht-squamösen NSCLC im Stadium IIIB/IV.   >>>  

Die Ergebnisse der INNOVATIONS-Studie zeigen, dass Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC ohne EGFR-Mutation von der in Europa häufig eingesetzten Cisplatin/Gemcitabin-haltigen Chemotherapie in Kombination mit dem VEGF-Antikörper Bevacizumab deutlich profitieren und ein ausgesprochen gutes medianes Gesamtüberleben von 18 Monaten erreichen können.

  

Die Live-Aufzeichnung aller Expertenrunden finden Sie unter www.krebsgesellschaft.de/ash_2011 und www.krebsgesellschaft.de/sabcs_2011.

Die Live-Aufzeichnung aller Expertenrunden finden Sie unter www.krebsgesellschaft.de/ash_2011 und www.krebsgesellschaft.de/sabcs_2011.

+++ DGK-Internetportal +++
Expertenrunden liefern aktuelle Kongressauswertungen von ASH und SABCS
9. Januar 2012 – Mit neuen Daten von der 53. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego und dem Antonio Breast Cancer Symposiums (SABCS) beschließt das Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) seinen onkologischen Kongresskalender 2011. Deutschsprachigen Medizinern und Onkologen bietet das DKG-Portal eine einzigartige Informationsmöglichkeiten via Internet: die aktuelle Bewertung von Kongressereignisse durch Video-Expertenrunden vor Ort.

Expertenrunden live vom ASH - Neue Entwicklungen und Therapiestandards - Die wichtigsten Daten zur Diagnostik und Therapie des myelodysplastischen Syndroms, der akuten und der chronischen myeloischen Leukämie.

Expertenrunde Multiples Myelom und Lymphome - Neue Entwicklungen und aktuelle Therapiestandards

Prof. Martin Dreyling - Bendamustin als Kombinationspartner für zielgerichtete Therapien.  >>>   

 

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass eine Hypermethylierung des Gens mit einer Resistenz gegen den bei dieser Erkrankung häufig eingesetzten Wirkstoff 5-FU einhergeht. In vier unabhängig voneinander untersuchten Patientenkollektiven mit kolorektalem Karzinom ließ sich dieser Zusammenhang nachweisen. Auch dem Mechanismus dieser Resistenz sind die Wissenschaftler auf der Spur: Sie fanden heraus, dass die Methylierung von TFAP2E dazu führt, dass das Gen DKK4 verstärkt abgelesen wird.

+++ Individualisierte Krebstherapie +++
Kann epigenetischer Biomarker Chemoresistenz beim Darmkrebs vorhersagen?

Methylierungsstatus des Gens TFAP2E entscheidet offenbar über die Wirksamkeit der Chemotherapie
5. Januar 2012 – Einen möglicherweise bedeutenden Schritt hin zur individualisierten Behandlung von Darmkrebs haben Wissenschaftler der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) getan. In einer Studie mit mehr als 200 Patienten konnten sie in dem Gen TFAP2E einen neuen Biomarker identifizieren, der eine Vorhersage über das Ansprechen von Darmkrebspatienten auf die Chemotherapie erlauben sollte; und zwar einerseits auf eine Chemotherapie mittels 5-Fluorouracil (5-FU) und anderen Chemotherapeutika und andererseits von 5-FU in Verbindung mit einer Strahlentherapie.

Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im New England Journal of Medicine publiziert (www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMoa1009473).  >>>   

 

+++ Hirntumoren bei Kindern +++
Direkt in die Mechanismen der Tumorentstehung eingreifen und Medulloblastome gezielt zerstören
München, 3. Januar 2012 – Was für verschiedene Krebsarten – wie etwa Brustkrebs, Lungenkrebs oder Prostatakrebs – gilt, haben die Forscher um PD Dr. Ulrich Schüller vom Zentrum für Neuropathologie der Ludwig-Maximilians-Universität nun auch für kindliche Hirntumoren nachgewiesen: Medulloblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren im Kindesalter. Um ungehindert wachsen zu können, benötigen die Tumorzellen ein spezielles Eiweiß, wie Münchner Wissenschaftler nun herausgefunden haben.

Ihre neue Erkenntnis soll als Basis für die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten gegen das Medulloblastom dienen. Denn den Forschern gelang es, das krebsfördernde Eiweiß medikamentös zu unterdrücken und so das Tumorwachstum zu hemmen. Die Deutsche Krebshilfe hat das Projekt mit 435.000 Euro unterstützt.  >>>   

Download Publikation: Expression of FoxM1 Is Required for the Proliferation of Medulloblastoma Cells and Indicates Worse Survival of Patients

 

Grund für die gesetzlichen Regelwerke sind die großen Gesundheitsgefahren, die von künstlichen UV-Strahlen ausgehen: „Wer vor dem 35. Lebensjahr regelmäßig Solarien nutzt, steigert sein Risiko, am gefährlichsten Hautkrebs, dem malignen Melanom, zu erkranken, um bis zu 75 Prozent“, so Prof. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der ADP. Rund 195.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu an Hautkrebs, 24.000 davon an einem malignen Melanom.

+++ Besserer UV-Schutz in Solarien +++
Bei Gesetzesverstößen drohen seit dem 1. Januar empfindliche Strafen
Bonn/Hamburg, 02.
Januar 2012 – Viele Solariennutzer wissen: Künstliche UV-Strahlen erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Wer dennoch nicht auf das Solarium verzichten möchte, wird in Zukunft besser geschützt sein. Seit dem 1. Januar 2012 ist die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter Strahlung (UVSV) in Kraft. „Da wir grundsätzlich davon abraten, UV-Strahlen aus Solarien zu nutzen, begrüßen wir diese Fortschritte“, sagt Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Das Gesetz und dessen Verordnung sorgen für mehr Sicherheit in Solarien.“

Bis August 2012 müssen alle Geräte ausgetauscht werden, die nicht mehr der europäischen Norm entsprechen – also die Haut mit mehr als maximal 0,3 Watt pro Quadratmeter bestrahlen. Diese Stärke entspricht einer Bestrahlung um 12 Uhr mittags am Äquator.  >>>   

 

+++ Skandal um fehlerhafte Brustimplantate +++
Billig-Brustimplantate-Hersteller will unter anderem Namen weiter produzieren
30. Dezember 2011 – Der Firmenchef von PIP (Poly Implant Prothèse), französischer Hersteller möglicherweise krebserregender Brustimplantate, will weiterhin medizinische Produkte herstellen. Weltweit sollen etwa 400.000 bis 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen des Herstellers PIP tragen. Die genaue Zahl der in Deutschland Betroffenen ist bislang unbekannt. Nach Informationen der französischen Tageszeitung „Nice Matin“ meldete Jean-Claude Mas bereits auf den Namen seiner beiden Söhne eine neue Firma zur Produktion von Implantaten an. Beim Handelsgericht in Toulon sei im Juni das Unternehmen France Implant Technologie (FIT) eingetragen worden. Vater Jean-Claude sei als kaufmännisch-technischer Berater vorgesehen gewesen. Laut dem Handelsregister von Toulon handelt es sich um ein Unternehmen, das chirurgisches und zahntechnisches Material herstellt. Dem Geschäftsplan zufolge, den „Nice-Matin“ veröffentlichte, will FIT aber Brustimplantate produzieren und greift dabei „dank seiner Mitarbeiter“ auf eine 30-jährige Erfahrung zurück. Neben Mas sollen zwei weitere PIP-Führungskräfte in dem neuen Unternehmen arbeiten.  >>>   

Quelle: Gabriel J Kaufman, Rita A Sakr, Cyrille Inguenault, Isabelle Sarfati, Claude Nos and Krishna B Clough: Silicone migration to the contralateral axillary lymph nodes and breast after highly cohesive silicone gel implant failure: a case report. In: Cases J 2, 2009, 420 doi:10.1186/1757-1626-2-6420

 

+++ Krebs-Prävention +++
2012 sportlich angehen und Krebs aktiv vorbeugen: Deutsche Krebshilfe gibt Tipps für gute Vorsätze zum Jahreswechsel
Bonn, 27. Dez. 2011 – „2012 bewege ich mich mehr!“ Einen besseren Vorsatz für das neue Jahr gibt es kaum, denn körperliche Aktivität stärkt das Immunsystem und kann Krebs vorbeugen. „Gönnen Sie sich und Ihrer Gesundheit ein bewegungsreiches neues Jahr“, empfiehlt Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Wir unterstützen Sie gern. Bei uns erhalten Sie kostenlose Informationsmaterialien und praxistaugliche Tipps für den Alltag“. Wer sich regelmäßig bewegt, tut sich selbst einen großen Gefallen: Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit steigen und das Krankheitsrisiko sinkt. Menschen, die täglich eine halbe Stunde körperlich aktiv sind, bekommen nachweislich seltener Darm-, Brust-, Prostata- und Gebärmutterkrebs.  >>>   

Präventionsratgeber - Umdenken! Dem Krebs aktiv vorbeugen. Die Präventionsratgeber zeigen Wege auf, wie sich Krebs durch eine gesunde Lebensweise vermeiden lässt und erläutern die Möglichkeiten der Krebs-Früherkennung. Sie können die Ratgeber kostenlos bestellen: Geben Sie hierzu die gewünschte Anzahl in das graue Feld ein und klicken Sie auf "kostenlos bestellen".

 

Zum Status der Versorgung von MDS-Patienten in Deutschland wurde bereits 2009 eine erste Analyse durchgeführt. Auf dem ASH wurden nun die Ergebnisse der neuen Analyse1 aus dem Jahr 2010 präsentiert und mit denen der vorhergehenden verglichen. In die Untersuchung gingen die Daten von 365 Patienten ein, die im dritten Quartal 2010 an 46 Zentren (12 Universitätskliniken, 15 kommunale Krankenhäuser, 19 niedergelassene Hämatologen) behandelt wurden.

+++ MDS und WHO-AML +++
Weiterhin Verbesserungsbedarf bei der aktiven Therapie älterer MDS-Patienten in Deutschland
22.12. 2011 – Wie eine auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Hematology (ASH) in San Diego vorgestellte Analyse zeigt, erhalten über 75-jährige Patienten mit myeloplastischen Syndromen (MDS) in Deutschland nach wie vor deutlich seltener eine aktive Therapie als jüngere Betroffene. Hierzu trägt bei, dass trotz des gestiegenen Anteils zytogenetischer Untersuchungen bei älteren Patienten die Verwendung darauf beruhender Prognoseabschätzungen nach dem International Prognostic Scoring System (IPSS) stagniert. Da diese Risikoklassifizierung eine wesentliche Voraussetzung für den Einsatz aktiver Therapien ist, werden diese älteren Patienten folglich seltener angeboten. Schwerwiegend ist dies besonders bei Betroffenen mit MDS höheren Risikos, deren schlechte Prognose durch den Einsatz von Azacitidin (Vidaza®) deutlich verbessert werden kann. Dass auch ältere Patienten mit einer nach den WHO-Kriterien definierten akuten myeloischen Leukämie (AML) von Azacitidin profitieren, belegen zwei weitere auf dem ASH vorgestellte Studien. Sie zeigen, dass nicht für eine intensive Chemotherapie geeignete Patienten unter einer Behandlung mit Azacitidin ein vergleichbar gutes Ergebnis erreichen, wie Patienten ohne Kontraindikationen für eine intensive Chemotherapie.  >>> 

 

+++ Malignes Melanom +++
Positives CHMP-Votum für Vemurafenib als Monotherapie bei Patienten mit einer BRAF-V600-Mutation
22.12. 2011 – Am 15. Dezember hat sich der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittel-Agentur EMA  für die Zulassung des BRAF-Inhibitors Vemurafenib (Zelboraf®) als Therapie beim malignen Melanom ausgesprochen. Die Empfehlung gilt für erwachsene Patienten mit einem nicht reserzierbaren oder metastasierten Melanom und einer BRAF-V600-Mutation. Sowohl die Zulassung der FDA als auch die aktuelle Empfehlung der EMA basieren auf den Ergebnissen der internationalen, randomisierten Zulassungsstudie BRIM (BRAF Inhibitor in Melanoma). Sie zeigte, dass eine Monotherapie mit Vemurafenib signifikant das Mortalitätsrisiko der Melanom-Patienten verringerte; und zwar um 63 % gegenüber der Standard-Chemotherapie mit Dacarbazin (HR = 0,37, 95 %-Konfidenzintervall(KI) 0,26-0,55, p < 0,001). Das Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung verringerte sich unter Vemurafenib ebenfalls signifikant um 74 % (HR = 0,26, p < 0,001 vs. Chemotherapie). Das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) sowie das progressionsfreie Überleben (PFS) waren die co-primären Endpunkte der Studie.  >>>  

Zu den sekundären Endpunkten zählten die Ansprechrate, die Ansprechdauer und das Sicherheitsprofil. Hohes Therapieansprechen unter Vemurafenib Die Ansprechrate (Response Rate, RR) lag bei Patienten im Vemurafenib-Arm bei 48 % und damit ca. neunmal höher als im Chemotherapie-Arm (5 %, p < 0,001). Wegen der sehr guten Wirksamkeit des BRAF-Inhibitors wurde auf Empfehlung der Behörden, insbesondere der FDA, die Studie vorzeitig beendet und der Crossover in die Vemurafenib-Gruppe ermöglicht.

 

Für eine erfolgreiche Zertifizierung durch die DKG und die DGS müssen Brustkrebszentren zahlreiche Vorgaben erfüllen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Patientinnen eine optimale Therapie erhalten, und zwar auf der Grundlage der aktuellen evidenzbasierten Leitlinien.

+++ Qualitätssiegel +++
Neue Untersuchungen dokumentieren die hohe Versorgungsqualität an zertifizierten Brustkrebszentren
5. Dezember 2011 – Bei jährlich 55.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs in Deutschland und über 20.000 Frauen, die daran sterben, ist in der Brustkrebsbehandlung das Zusammenwirken aller Fachrichtungen gefordert. Im Jahr 2000 wurde mit der Entwicklung eines Zertifizierungsverfahrens für Brustkrebszentren begonnen. Die Zielsetzung war eine Verbesserung und Standardisierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) Kliniken, die einen genau definierten Standard bei der Therapie von Betroffenen vorhalten müssen, mit einem Qualitätssiegel.

Die Versorgungsqualität an deutschen Brustkrebszentren mit diesem Qualitätssiegel ist hoch. Zu diesem Ergebnis kommen die beiden Fachgesellschaften in einem gemeinsamen Benchmarking-Bericht auf der Basis der Daten von rund 50.000 Brustkrebs-patientinnen an 246 Standorten in ganz Deutschland.   >>>   

  

Die Kombination von Vectibix® mit Oxaliplatin-haltiger Chemotherapie ist bei Patienten mit KRAS-mutiertem mCRC oder bei unbekanntem KRASmCRC- Status kontraindiziert. Vectibix® hat keinen Nutzen bei Patienten mit KRAS-mutierten Tumoren gezeigt. Zusätzlich zeigte eine klinische Studie der Phase III eine nachteilige Wirkung (Verkürzung) auf das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben bei Patienten mit mutiertem KRAS-Status, die Vectibix® in Kombination mit FOLFOX erhalten haben.

+++ Neue Risikoinformation +++
Berlin, 23. November 2011 – Rote-Hand-Brief zu Vectibix® (Panitumumab)
Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass die Kombination von Vectibix® (Panitimumab) mit Oxaliplatin-haltiger Chemotherapie bei Patienten mit KRAS-mutiertem metastasiertem kolorektalem Karzinom oder bei unbekanntem KRAS-Status kontraindiziert ist und der Nachweis des Wildtyp-KRAS-Status vor Beginn der Behandlung mit Vectibix® (Panitimumab) erforderlich ist. Vectibix® (Panitimumab) ist ein rekombinanter, vollständig humaner monoklonaler Antikörper gegen den humanen EGF-Rezeptor (epidermal growth factor) und indiziert zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom mit Wildtyp-KRAS in der Erstlinientherapie in Kombination mit FOLFOX, in der Zweitlinientherapie in Kombination mit FOLFIRI bei Patienten, die in der Erstlinientherapie eine Fluoropyrimidin-haltige Chemotherapie erhalten haben (ausgenommen Irinotecan) und als Monotherapie nach Versagen von Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-haltigen Chemotherapieregimen.  >>>  

 

+++ 3. Münchner Brustkrebs-Symposium +++
Optimale Therapieführung bei Tyrosinkinaseinhibitoren
München – Das Mammakarzinom ist weltweit der häufigste bösartige Tumor der Brustdrüse des Menschen. Hauptsächlich kommt es bei Frauen vor – nur etwa jede hundertste dieser Krebserkrankungen tritt bei Männern auf. In den westlichen Staaten ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Am Mammakarzinom sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krebs-erkrankung. In Deutschland erkranken jährlich über 55.100 Frauen an Brustkrebs, davon etwa 23.200 im Alter unter 60 Jahren. Die meisten Erkrankungen treten sporadisch auf, es gibt aber sowohl erbliche als auch erworbene Risikofaktoren. Neben der Heilung sind aber der Erhalt der betreffenden Brust und vor allem der Lebensqualität das erklärte Ziel der medizinischen Behandlung. Das medizinische Vorgehen basiert in hohem Maß auf Erfahrungen aus Studien und ist in weltweit akzeptierten Leitlinien standardisiert. Zahlreiche nationale und internationale Programme zur Früherkennung und zur strukturierten Behandlung sollen die Mortalität künftig senken.  >>>  

Am Mammakarzinom sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krebserkrankung. In Deutschland erkranken jährlich über 55.100 Frauen an Brustkrebs, davon etwa 23.200 im Alter unter 60 Jahren.

 

The Lancet, Early Online Publication, 3 November 2011doi:10.1016/S0140-6736(11)61095-7

+++ Strahlentherapie bei Prostatakarzinom? +++
Kombinierte Androgendeprivationstherapie und Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs: Eine randomisierte Phase-3-Studie
London, 3. November 2011 – Warde und Kollegen berichten über die Ergebnisse einer randomisierten Phase-III-Studie zum Vergleich Androgen-deprivationstherapie allein mit Androgendeprivationstherapie plus Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs.

In einer geplanten Zwischenanalyse von mehr als 1200 Männern, verbesserte die Kombination der Behandlung das Überleben sowohl statistisch als auch klinisch signifikant. Die Autoren der Studie schlussfolgern, dass die Vorteile der kombinierten Therapie bei allen Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom diskutiert werden sollte.  >>>   

 

+++ Prostatakarzinom (PCa) +++
Neueste Studienergebnisse sprechen deutlich für den Einsatz des GnRH-Blockers Degarelix als First-Line-Therapie
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – Das Prostatakarzinom ist der zweithäufigste Tumor des Mannes nach dem 50. Lebensjahr. In Deutschland erkranken jährlich etwa 58.000 Männer an einem PCa, dies entspricht 25,4 Prozent der Tumorerkrankungen bei Männern und nimmt somit in der Uro-Onkologie einen hohen Stellenwert ein. Ein nicht unerheblicher Anteil der PCa´s ist ohne Krankheitszeichen und bleibt zu Lebzeiten unerkannt.

In neuesten Studienergebnissen zeigt Degarelix hinsichtlich klinischer Parameter und Lebensqualität deutliche Vorteile für Patienten. Laut einer IQUO- Register-Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit des GnRH-Blockers auch außerhalb von klinischen Studien in der täglichen Praxis belegt, resümierten führende Experten auf dem 63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie.  >>>  

Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden (Klinikdirektor: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth)

Prof. Manfred Wirth

 

Dr. Roman  Rolke

+++ Neuropathischer Tumorschmerz +++
Seine Entstehung, seine Komorbiditäten und seine Therapie
Mannheim, DGSS 2011 – Dauerhafte und ständig wiederkehrende Schmerzen gehören zu den umfassendsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit. Für die Betroffenen bedeuten Schmerzen körperliches und seelisches Leid, meist auch eine Verschlechterung ihrer sozialen Situation. Die Schmerztherapie soll das damit verbundene Leid lindern und zu einer erträglichen Lebensqualität verhelfen. Ziel und Zweck des „Schmerzmanagement“ ist es, allen Patienten eine ihren persönlichen Bedürfnissen angemessene, zeitnahe und nach den neusten medizinischen Erkenntnissen ausgerichtete Schmerz-therapie zukommen zu lassen.

Auf einem Symposium anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses diskutierten Experten im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen aktuelle Aspekte zu Schmerzentstehung, Komorbiditäten und Management. Dabei standen Probleme der Einordnung und Therapie neuropathischer Schmerzen im besonderen Interesse.  >>>   

 

+++ Patienten-Informationsfilm +++
Neue DVD „Brustkrebs“ der Deutschen Krebshilfe hilft Betroffenen
Bonn, 27. Oktober 2011 – Brustkrebs ist eine Diagnose, die bei den erkrankten Frauen und ihren Angehörigen große Ängste verursacht. Für die Betroffenen stellen sich viele Fragen, etwa über die Heilungschancen und Therapien, über Nebenwirkungen, Nachsorgemaßnahmen und über Möglichkeiten eines Brust-Wiederaufbaus. In ihrem neuen Patienten-Informationsfilm „Brustkrebs“ beantwortet die Deutsche Krebshilfe diese Fragen. Der Film auf DVD kann kostenfrei angefordert werden.

„Dieser Film soll Betroffenen und ihren Angehörigen zeigen, wie sie ihren eigenen Weg im Umgang mit der Krankheit finden“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Die offenen und sehr persönlichen Schilderungen der betroffenen Frauen und Männer sind dabei eine große Hilfe.“  >>> 

Darüber hinaus hält die Deutsche Krebshilfe weitere DVDs zu den Themen „Strahlentherapie“, „Prostatakrebs“ und „Krebs bei Kindern“ vor. Alle Filme können kostenfrei angefordert werden unter der Telefonnummer 02 28/72 99 0-0, im Internet unter www.krebshilfe.de.

 

+++ Akute myeloische Leukämie +++
Clofarabin als neuer Kombinationspartner - Hochrisikopatienten profitieren von Clofarabin-Regime
Neu-Isenburg, 24. Oktober 2011 – Bei älteren Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) ebenso wie bei AML-Patienten mit ungünstiger Zytogenetik und in der Rezidivsituation sind die Therapieoptionen bislang limitiert. Die Suche nach weiteren effektiven Substanzen ist daher vordringlich. Für Clofarabin liegen in der CLASSIC I Studie jetzt erste Erfahrungen in der Kombinationstherapie mit Cytarabin (Ara-C) bei Hochrisikopatienten vor. Außerdem werden verschiedene Therapieregime mit Clofarabin als Kombinationspartner derzeit als Brücke zur Stammzelltransplantation geprüft. Die neuen Clofarabin enthaltenen Regime können nun nach den ersten Ergebnissen als eine hoffnungsvolle neue Option in der Therapie akuter myeloischer Leukämie angesehen werden.  >>>  

 

+++ Neue Risikoinformation +++
Risiko für das Auftreten sekundärer Primärmalignome bei Patienten, die mit Lenalidomid (Revlimid®) behandelt werden.
Berlin, 21. Oktober 2011 – Revlimid® ist in der Europäischen Union in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben, zugelassen. Aufgrund der Beobachtung einer 4-fach höheren Inzidenz
sekundärer Primärmalignome bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom unter Lenalidomid im Vergleich zu den Kontrollgruppen, wurde das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Revlimid® in der zugelassenen Indikation vom CHMP überprüft. Um auf das Risiko für das Auftreten von SPM aufmerksam zu machen, wurde in die Fachinformation ein neuer Warnhinweis aufgenommen. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Lenalidomid wurden nur in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben, nachgewiesen.  >>> 

 

Prof. Wolfgang Knauf, Frankfurt, ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler medizinischer Fachgesellschaften, u.a.: Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, Deutsche Krebsgesellschaft und deren Arbeitsgemeinschaft für internistische Onkologie, European Haematology Association, American Society of Hematology.

Prof. Wolfgang Knauf

+++ Maligne Lymphome +++
Bendamustin: Eckpfeiler der Lymphom-Therapie in Klinik und Praxis

Basel, DGHO 2011 – Die therapeutischen Optionen zur Behandlung niedrig maligner Lymphome sind in den letzten Jahren deutlich erweitert worden. Hierzu hat Bendamustin entscheidend beigetragen. Die Substanz überzeugt durch die gute Kombination aus Wirksamkeit und Verträglichkeit. Dies belegen neue Studienergebnisse bei indolenten Lymphomen (iNHL), chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und Multiplem Myelom (MM).

Bei einem Symposium anlässlich der Jahrestagung der deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hämatologie und Onkologie (DGHO) wurde deutlich, dass Bendamustin daher nicht nur in den Leitlinien verankert ist, sondern in der hämato-onkologischen Therapie niedrig maligner Lymphome in Deutschland fest etabliert ist. Denn aktuelle Daten des Tumorregisters Lymphatische Neoplasien zeigen, dass Bendamustin sowohl in der First-line Therapie als auch im Rezidiv von allen zur Verfügung stehenden Substanzen die am häufigsten eingesetzte Substanz bei indolentem NHL und der CLL ist.  >>> 

 

Die Deutsche Krebshilfe hält umfangreiches, kostenloses Informationsmaterial zum Thema Brustkrebs bereit: Ratgeber, Präventionsfaltblätter, Plakate sowie Patienten-Informationsfilme auf DVD können bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, oder hier bestellt oder heruntergeladen werden.

+++ Sport schützt vor Brustkrebs +++
Deutsche Krebshilfe gibt Tipps im Brustkrebsmonat Oktober

Bonn, 12. Oktober 2011 – Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Tumorerkrankung der Frau. Jede zehnte Frau ist im Laufe ihres Lebens von dieser Krankheit betroffen. „Sport kann als ein 'Medikament' gegen Brustkrebs bezeichnet werden“, betont Professor Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München, anlässlich des Brustkrebsmonats.

„Sich regelmäßig körperlich bewegen wirkt vorbeugend gegen Krebs und verbessert auch nachweislich die Heilungschancen, wenn der Tumor bereits aufgetreten ist.“ Die Deutsche Krebshilfe bietet Interessierten kostenlos das Präventionsfaltblatt „Bewegung: Schritt für Schritt“ sowie den blauen Ratgeber „Bewegung und Sport bei Krebs“ an.  >>>    

  

Die erste Bewährungsprobe eines heterologen Immunserums gegen menschliche Lymphozyten, des ‚Münchner ALG’, das unter Leitung von Prof. Walter Brendel durch Immunisierung von Pferden gewonnen worden war. Prof. Barnard hatte das Serum nach Kapstadt einfliegen lassen, um damit Dr. Philip Blaiberg zu behandeln, den zweiten Patienten, den er einer Herztransplantation unterzogen hatte. Dieser hatte eine steroid-resistente, spät-akute Abstoßung entwickelt. ALG rettete ihm das Leben.

+++ Zelltransplantation +++
Kurativer Therapieansatz bei einer Vielzahl von hämatologischen Erkrankungen 
Basel, gemeinsame Jahrestagung der DGHO, ÖGHO, SGMO und SGH+SSH 2011 – Seit der ersten erfolgreichen Knochenmarktransplantation vor 36 Jahren in den USA hat sich die Stammzelltransplantation zu einem festen Bestandteil in der Behandlung bösartiger Bluterkrankungen entwickelt. Insbesondere im pädiatrischen Bereich gibt es aber auch eine Reihe von zwar nicht bösartigen, aber dennoch lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie z. B. angeborene Anämien oder Immundefekte, die mit einer Stammzelltransplantation geheilt werden können.

Die Transplantation allogener hämatopoetischer Stammzellen ist heute ein etabliertes Therapieelement bei hämatologischen Neoplasien mit hohem Rückfallrisiko sowie bei Patienten mit angeborenem oder erworbenem Knochenmarksversagen und Immundefekt. Diese Therapieform ist jedoch mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden. Hauptursachen hierfür sind - neben opportunistischen Infektionen und der Venoocclusiven Erkrankung (VOD) – die Graft-versus-Host Erkrankung (GvHD) und ein Rezidivieren der zugrundeliegenden Grunderkrankung.  >>>   

 

Foto (v.l.n.r.): Dr. med. Dirk Einecke, Dr. Christian Schetter, Prof. Dr. med. Hermann Sebastian Füeßl

+++ MMW-Arzneimittelpreis 2011 +++
ATG-Fresenius S® steht für erfolgreiche Organtransplantationen
Basel, gemeinsame Jahrestagung der DGHO, ÖGHO, SGMO und SGH+SSH 2011 – 30 Jahre Immunsuppression mit ATG-Fresenius S®, unter diesem Motto wurde ein Medikament geehrt, das mit der Geschichte der Transplantation untrennbar verbunden ist.

Der polyklonale Antikörper ist seit Jahren Standard zur Therapie und Prophylaxe akuter Abstoßung in der Transplantation solider Organe. Auf die PTLD (post-transplant lymphoproliferative disorder) wirkt ATG-Fresenius günstig, indem es verhindert, dass menschliche B-Zellen mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert werden. Darüber existieren weitere Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Hämatologie, z. B. in der Therapie der aplastischen Anämie.

Der jüngste Meilenstein ist die Zulassung von ATG-Fresenius S® als Standardprophylaxe der Graft versus Host Disease bei Fremdspender-Stammzelltransplantationen bei Erwachsenen. Mit der Verleihung des MMW-Arzneimittelpreises wird dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte die verdiente Anerkennung zuteil.  >>>  

 

Dr. med. Friedrich Overkamp, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sowie Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Internistische Onkologie in Recklinghausen.

Dr. med.

Friedrich Overkamp

+++ Knochenmetastasen und SRE +++
Denosumab: Neue Hoffnung für Patienten mit Skelettbezogenen Komplikationen
München – Mehr als 1,5 Millionen Krebspatienten weltweit weisen Knochenmetastasen auf. So sind bis zu 75 Prozent der Patienten mit Mamma- oder Prostatakarzinom von Knochenmetastasen betroffen. Skelettkomplikationen wie Frakturen, erforderliche knochenchirurgische Eingriffe oder auch Radio-therapie zur Schmerzlinderung und Frakturprävention sowie Rückenmarkskompression sind die schmerzhaften und gravierenden Folgen von Knochen-metastasen. 52 Prozent der Mammakarzinom-Patientinnen und 25 Prozent der Prostatakarzinompatienten erleiden schwerwiegende Frakturen, mit allen nachfolgenden Konsequenzen, wie Operation, Rehabilitation oder Pflegebedürftigkeit bis hin zum Verlust der Mobilität. Bis zu 92 Prozent der Patienten mit Knochenmetastasen leiden unter Knochenschmerzen, die ihren Alltag massiv beeinträchtigen.

Der einmal monatlich subkutan zu applizierende vollhumane Antikörper Denosumab stellt mit seinem innovativen Wirkansatz einen klaren Fortschritt in der Behandlung der Folgen von Knochenmetastasen dar. Mit der Markteinführung von Denosumab ist jetzt eine neue Behandlung mit einem innovativen Wirkmechanismus zur Prävention metastasenbedingter und skelettbezogener Komplikationen verfügbar. Ein medizinischer Fortschritt, der zur essentiellen Verbesserung der Lebensqualität schwerkranker Patienten beitragen kann.  >>>   

  

Die Schmerztherapie erhält in Deutschland zu Recht einen immer höheren Stellenwert. Denn es muss unser gemeinsames Ziel sein, dass Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten in Deutschland in jeder Krankheitssituation auf einen kompetenten Arzt oder Ärztin oder auf ein kompetentes Team treffen, die sie individuell behandeln.  Das Ziel einer erfolgreichen Behandlung ist es, weitgehende Schmerzfreiheit zu erreichen.

+++ Bessere Versorgung von Schmerzpatienten +++
Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster: Erste Evaluationsdaten vorgestellt
Berlin, HAI 2011 – Patienten befürchten häufig, aufgrund ihrer Erkrankung an Schmerzen zu leiden. Leider ist diese Angst oft begründet, denn die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland ist verbesserungswürdig. Es kommt vor, dass  Betroffene über Jahre von einem Arzt zum nächsten gehen, weil ihre Schmerzen nicht adäquat behandelt werden.

Im Rahmen des diesjährigen HAI wurden die ersten Evaluationsdaten der Versorgungsforschungsstudie des Aktionsbündnisses „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ vorgestellt. Für eine effektive Therapie der Schmerzpatienten ist nicht nur die medikamentöse Therapie unerlässlich, auch die nicht-medikamentösen Maßnahmen sind von Bedeutung.  >>>   

 

Obwohl es mehrere Tests gibt, die prognostische Informationen liefern, wird nur Oncotype DX® als Multi-Gentest bezüglich seiner prädiktiven Aussagekraft in die neuen Empfehlungen aufgenommen. Nach Ansicht der großen Mehrheit der Experten (Abstimmungsergebnis: 84,4 % zu 15,6 %) kann die 21-Gen-Signatur angewendet werden, um bei Hormonrezeptor-positiven Patientinnen das Ansprechen auf eine Chemo-therapie vorherzusagen.

+++ Molekulare Tumordiagnostik +++
Neue internationale Richtlinien zur Diagnose und Behandlung von Brustkrebs
Genf, Schweiz – Das Expertengremium der Internationalen Brustkrebskonferenz von St. Gallen hat Oncotype DX® als Prädiktor zur Abschätzung des Nutzens einer Chemotherapie in seine Konsensus-Empfehlungen aufgenommen. Neue internationale Richtlinien betonen die Bedeutung von Behandlungsempfehlungen, die auf Grundlage der individuellen Tumorbiologie der Patientinnen getroffen werden. Die aktuelle Veröffentlichung des alle zwei Jahre vom St. Gallener Expertengremium verabschiedeten Konsensuspapiers, das im August in den Annals of Oncology erschien, betont die Bedeutung der Kenntnis intrinsischer biologischer Subtypen innerhalb des Brustkrebsspektrums. „Wir erleben derzeit einen Wandel des Therapieansatzes bei Brustkrebs. Sowohl die Identifizierung der wesentlichen Tumorsubtypen als auch das bessere Verständnis ihrer biologischen Eigenschaften spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Therapieentscheidung des Arztes “, so Prof. Manfred Kaufmann, Mitglied des Expertengremiums von St. Gallen und Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Goethe-Universität Frankfurt.
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Prof. Dr. med. Christian Doehn

Prof. Christian Doehn

+++ Kidney Kolleg Kompakt +++
Aktuelle Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC)
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – Bei mehr als 90 Prozent der Nierentumore handelt es sich um bösartige Erkrankungen. Der bei weitem häufigste bösartige Tumor der Niere ist dabei das Nierenzellkarzinom. In Deutschland ist das Nierenzellkarzinom die dritthäufigste bösartige Erkrankung des Urogenitaltrakts – mit einer steigenden Anzahl der Neuerkrankungen. Männer erkranken dabei etwa 2- bis 3-mal häufiger als Frauen. Der Tumor tritt meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Zu den wichtigsten allgemeinen Risikofaktoren für das Auftreten eines Nierenzellkarzinoms zählen  Übergewicht und Rauchen, sowie die familiäre Vorbelastung. Ein sehr hohes Risiko besteht für Patienten mit „von-Hippel-Lindau-Syndrom“, sowie für Patienten mit einer dialysepflichtigen chronisch eingeschränkten Nierenfunktion.

Bevacizumab plus Interferon alpha-2a (IFN) hat sich als hochwirksame und verträgliche First-Line-Therapie für Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen RCC bei niedrigem bis mittlerem Risiko bewährt.  >>>   

  

Dr. med. Friedrich Overkamp, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sowie Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Internistische Onkologie in Recklinghausen

Dr. med.

Friedrich Overkamp

+++ Gesetzgeber ist nun gefragt +++
Wenig Mut beim Versorgungsstrukturgesetz: Onkologen nehmen Stellung zur Diskussion im Bundestag
Berlin, 28. September 2011 – Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. äußert sich zu dem Entwurf der Bundes-regierung für ein Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VStG) in der Fassung vom 5. September 2011. Der Bereich der Hämatologie und Onkologie ist in diesem Entwurf vorrangig durch die geplanten Regelungen zur ambulanten spezialärztlichen Versorgung betroffen. "Leider ist der Gesetzesentwurf nicht der erhoffte große Wurf für die Onkologie", sagt Dr. Friedrich Overkamp, Vorsitzender der DGHO. "Die vorgesehene ambulante spezialärztliche Versorgung ist vielleicht ein erster Schritt.

Der Mut, die Grenzen zwischen den Sektoren der ambulanten und stationären Versorgung wirklich zu überwinden, fehlte der Bundesregierung leider, so Overkamp weiter. Die Entwicklungen in der immer komplexer werdenden Hämatologie und Onkologie, der immer größere Bedarf an Interdiszipli-narität, der wachsende Druck, für ärztlichen Nachwuchs zu sorgen und nicht zuletzt ökonomische Aspekte, all dies wären gute Argumente dafür, die bisherigen Strukturen aufzulösen und einen wirklich neuen Sektor für die Versorgung schwerstkranker Patientinnen und Patienten, zum Beispiel in der Hämatologie und Onkologie, zu schaffen.  >>>   

 

„Für Patienten, die die Standardtherapieformen wie beispielsweise Chemotherapie erschöpft haben, bietet Abirateronacetat eine neue, gut verträgliche Möglichkeit zur Behandlung dieser zerstörerischen Krankheit“, erklärte Gschwend. „In Europa ist Prostatakrebs die dritthäufigste Todesursache; daher müssen unbedingt neue Behandlungsmöglichkeiten wie Abirateronacetat entwickelt werden.“

Prof. Kurt Miller

+++ Therapie des CRPC +++
Abirateron-Acetat: Phase-III-Daten und klinische Konsequenzen
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – In Deutschland ist das Prostatakarzinom mit etwa 58.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Bekanntermassen sprechen Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom initial in den meisten Fällen sehr gut auf eine hormonablative Therapie an. Nach durchschnittlich 18 Monaten kommt es jedoch zu einer erneuten Progredienz der Erkrankung. Die bisherigen antihormonellen Zweitlinientherapien mit Zugabe von Antiandrogenen oder niedrig dosierten Steroiden zeigen jedoch nur mässige Resultate (ca. 30–40 % PSA-Ansprechen) für eine mittlere Dauer von sechs Monaten.

Die Zulassung von Abirateronacetat durch die Europäische Kommission gibt Männern, die an einem Prostatakarzinom in diesem späten Stadium leiden und für die es nur noch sehr wenige Therapie-möglichkeiten gibt, neue Hoffnung. Die Wirksamkeit, Sicherheit und Patientenfreundlichkeit von Abirateronacetat, einem Arzneimittel, das zu Hause eingenommen werden kann, deckt eine bis heute nicht erfüllte Anforderung etlicher Patienten ab: länger und besser leben mit weniger Schmerzen.  >>>   

  

Prof. Christoph Maier

+++ Schmerztherapie +++
Neue Medikamente gegen Schmerz … und alte Bekannte im Zwielicht
Bochum, 26. September 2011 – Für Schmerzpatienten gibt es eine Reihe neuer Medikamente, deren Vor- und Nachteile. Spezialisten beim Deutschen Schmerzkongress 2011 (5.-8.10. 2011, Congress Center Rosengarten, Mannheim) diskutieren. So lassen Nasensprays auf eine verträgliche Anwendung von Cannabis ohne Suchtgefahr hoffen. Pflaster mit dem Wirkstoff der Chilischote können Nervenschmerzen bis zu drei Monate lang lindern.

Ultrakurz wirksame Opiode als Spray oder Tablette helfen gegen Durchbruchsschmerzen bei Tumorpatienten. Ins Zwielicht geraten ist hingegen die Langzeitanwendung von Opioden bei chronischen Schmerzen, die nicht durch Krebs ausgelöst werden. Hier scheinen Nebenwirkungen und Gefahren den Nutzen zu überwiegen.

„Da sind alte Dogmen ins Wanken geraten – Ärzte müssen Verschreibungen kritischer prüfen“, so Prof. Dr. Christoph Maier vom Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum.  >>>   

 

+++ CRPC +++
Therapie mit Abirateronacetat bringt Überlebensvorteil für Männer mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC)
Neuss, 7. September 2011 – Die Europäische Kommission hat in einem beschleunigten Revisionsverfahren die Zulassung von Zytiga® (Abirateronacetat) von Janssen-Cilag, dem ersten und einzigen steroidalen Androgen-Biosynthese-Inhibitor, erteilt. Zytiga® ist indiziert in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung des metas-tasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms bei erwachsenen Männern, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient verläuft. Die Zulassung basiert auf den Daten der randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten klinischen Pivot-Studie COU-AA-301, deren wichtigste Ergebnisse im Mai 2011 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.  >>>  

 

Bei der Überlegung zu Therapie-Alternativen empfehlen wir darüber hinaus, die entsprechenden Leitlinien (z.B. AGO, DGHO und DAIG) zu beachten und den kollegialen Austausch zu suchen. Die Firma Janssen-Cilag bemüht sich zur Zeit, um weitere unterstützende Maßnahmen für Sie.

+++ Rote-Hand-Brief +++
Lieferabriss von Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin)
Berlin, 7. September 2011 – Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) ist in bestimmten Situationen zugelassen für die Behandlung von Patientinnen bzw. Patienten mit metastasierendem Mammakarzinom, mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, mit progressivem multiplen Myelom oder mit AIDS-assoziiertem Kaposi-Sarkom. In einer Drug Safety Mail vom 08.08.2011 hatten wir über einen möglichen Lieferengpass von Caelyx® informiert.
In einem aktuellen Rote-Hand-Brief weist der Hersteller nun darauf hin, dass es wahrscheinlich zu einem Lieferabriss von Caelyx® in der zweiten Septemberhälfte kommen wird. Ab Mitte November wird wieder eine eingeschränkte Lieferfähigkeit erwartet.

Es wird empfohlen, zunächst keine Patienten neu auf eine Behandlung mit Caelyx® einzustellen, damit bereits auf das Präparat eingestellte Patienten möglichst lange versorgt werden können. Darüber hinaus werden Hinweise zu Behandlungsalternativen gegeben.  >>>

 

Professor Dr. med. Axel Hauschild, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

 Prof. Dr. Axel Hauschild

+++ Therapie des malignen Melanoms +++
Ipilimumab: Eine neue Zeit für Patienten mit metastasiertem Melanom
Berlin – Das maligne Melanom der Haut ist die bösartigste Form von Hautkrebs. Es tritt bei Männern am häufigsten am Rücken, bei Frauen bevorzugt an den Unterschenkeln auf. Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 14.000 Menschen an einem malignen Melanom, darunter ca. 8.000 Frauen und etwa 6.000 Männer. Das Risiko, im Laufe des Lebens ein Melanom zu entwickeln, beträgt in Deutschland etwa 1:200, in Australien bereits 1:50. Besonders oft betroffen sind Menschen im mittleren Lebensalter zwischen 45 und 60 Jahren. Melanome können trotz fehlender Beschwerden und einer relativ geringen Größe bereits frühzeitig Metastasen in Lymphknoten sowie anderen Organen bilden.

Entscheidend für die Prognose ist u. a. eine frühzeitige Entfernung des Tumors. Mit Ipilimumab gibt es nun eine neue Therapieoption die nach über 30 Jahren Stillstand einen signifikantem Vorteil beim Gesamtüberleben zeigt.  >>>  

 

PD Dr. Martin Reck, Großhansdorf

Dr. Martin Reck

+++ Fortgeschrittenes NSCLC +++
First time Erlotinib first-line: Erlotinib jetzt zugelassen bei Patienten mit EGFR-Mutation
Hamburg – Erlotinib (Tarceva®) hat am 1. September 2011 die europaweite Zulassung zur Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) erhalten. Die Zulassungserweiterung ist relevant für Patienten mit aktivierenden Mutationen im epidermalen Wachstumsfaktor-rezeptor (EGFR). Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten EURTAC-Studie (European Tarceva Versus Chemotherapy Phase III Study) zeigten, dass diese Patienten first-line signifikant stärker von einer Monotherapie mit Erlotinib als von einer platin-basierten Chemotherapie profitieren1. Nach Platin hingegen wirkt Erlotinib unabhängig vom EGFR-Mutationsstatus sowohl in der Erhaltungs- als auch in der Zweit- und Drittlinientherapie. „Patienten mit aktivierenden EGFR-Mutationen zeigen unter Erlotinib ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben (PFS) als unter einer platin-basierten Chemotherapie“, berichtete Dr. Martin Reck, Großhansdorf.  >>>  

 

+++ Prostatakrebsmonat September 2011 +++
Aktiv gegen Prostatakrebs: Was Mann tun kann! Deutsche Krebshilfe bietet kostenloses Informationsmaterial
Bonn, 31.08.11 – Jährlich erkranken 64.000 Männer in Deutschland an Prostatakrebs, 12.000 sterben an der Erkrankung. Anlässlich des diesjährigen Prostatakrebsmonats September intensiviert die Deutsche Krebshilfe daher ihre Aufklärungsarbeit über die Möglichkeiten zur Prävention. „Jeder Mann kann selbst gegen Krebs aktiv werden“, betont Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe: „Sich regelmäßig bewegen, sich gesund ernähren, Übergewicht vermeiden und nicht rauchen, das senkt das Risiko, an einem Tumor der Prostata zu erkranken.“ Zusätzlich können Früherkennungsuntersuchungen dazu beitragen, Prostatakrebs in einem möglichst frühen Stadium zu entdecken und somit die Heilungschancen zu erhöhen.

Das neue Präventionsfaltblatt „Aktiv gegen Prostatakrebs“ sowie das Früherkennungsfaltblatt „Prostatakrebs erkennen“ bieten Interessierten allgemeinverständliche Informationen. Sie sind kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe erhältlich und stehen unter www.krebshilfe.de auch als Download zur Verfügung.  >>>  

Aktiv gegen Prostatakrebs: Was Mann tun kann! Deutsche Krebshilfe bietet kostenloses Informationsmaterial (Download hier).

 

Rituximab verbessert Ansprechraten bei älteren CLL-Patienten. Die chronisch-lymphatische Leukämie (CLL) ist eines der häufigsten Non-Hodgkin-Lymphome bei Erwachsenen und tritt überwiegend in höherem Lebensalter auf (50 % der Erkrankten sind bei Diagnosestellung 70 Jahre und älter).

Prof. Peter Hillmen

+++ Angepasste Therapiekonzepte bei B-Zell-Lymphomen +++
Zugabe von Rituximab verbessert Ansprechraten bei älteren Patienten
Grenzach-Wyhlen – Aktuelle Studien zur Behandlung älterer Patienten bildeten einen Schwerpunkt auf der internationalen Lymphom-Konferenz ICML (International Conference on malignant Lymphoma) in Lugano. Ein Großteil der Lymphom-Patienten ist über 70 Jahre alt. Da die Bevölkerung immer älter wird, steigt auch die Anzahl an älteren Krebspatienten weiter an. Bisher fehlt es hier jedoch an Studiendaten, insbesondere für die breite Gruppe der Patienten mit altersbedingten Organfunktionsstörungen und Begleiterkrankungen. Dass diese Patienten von dem Anti-CD20-Antikörper Rituximab (MabThera®) bei angepasster Chemotherapie profitieren können, zeigten internationale Experten in Lugano. Prof. Peter Hillmen, Leeds, stellte die Ergebnisse einer Phase-II-Studie vor, in der weniger fitte Patienten mit medianem Alter von 70 Jahren eine Kombination von Rituximab und Chlorambucil erhielten: Die Gesamtansprechrate liegt bei 80 %, das progressionsfreie Überleben (PFS) bei median 23,9 Monaten.  >>>  

 

Prof. Dr. Manuela Schmidinger, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin I der Abteilung für Onkologie an der Medizinischen Universität Wien

Prof. Manuela Schmidinger

Prof. Dr. Jürgen E. Gschwend, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München

Prof. Jürgen Gschwend

+++ Therapiesequenz beim mRCC +++
Sunitinib und Temsirolimus weiterhin Standards in der Erstlinie
München – „Beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) stehen uns aktuell sechs zielgerichtete Medikamente zur Verfügung, die von nationalen und internationalen Fachgesellschaften in zwei Behandlungslinien empfohlen werden“, sagte Prof. Dr. Jürgen Gschwend, München auf einer Presseveranstaltung von Pfizer Oncology Deutschland. Durch das breite Therapie-spektrum hat sich die Prognose der Patienten erheblich verbessert. Zugleich steht damit im Praxisalltag die Frage nach der richtigen Therapiesequenz im Vordergrund. Ein zentrales Entscheidungskriterium, vor allem bei Behandlungsbeginn, sei die Wirksamkeit eines Präparats, ergänzte Prof. Dr. Manuela Schmidinger, Wien. „Mit einer objektiven Ansprechrate von 47 %, einem medianen Gesamtüberleben von 26,4 Monaten und inzwischen fünf Jahren Anwendungserfahrung ist Sunitinib (Sutent®) deshalb ein Referenzstandard in der mRCC-Erstlinientherapie“, betonte die Onkologin.   >>>  
 

 

Wenn Brustkrebs erst im metastasierten Stadium erkannt wird, löst das bei den Betroffenen und ihren Angehörigen große Ängste und Unsicherheit aus. Auch wenn eine Brustkrebserkrankung nach zunächst erfolgreicher Behandlung erneut auftritt, haben die Patientinnen viele Fragen. Sie wissen nicht, wie sie einen Umgang mit dieser Situation finden können und wo sie kompetente und vertrauenswürdige Unterstützung bekommen.

+++ Brustkrebs +++
Patientenleitlinie „Brustkrebs II“ in Magdeburg vorgestellt
Magdeburg, 25. August 2001 – Betroffene, die an Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium erkrankt sind, haben viele Fragen. Häufig ist es für sie jedoch schwer, die Fachsprache der Mediziner zu verstehen. Ausführliche Informationen in allgemein-verständlicher Form enthält daher die neue Patientenleitlinie „Brustkrebs II – Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung.“ Sie wurde von zahlreichen Experten und Betroffenen gemeinsam entwickelt und auf die Informations-bedürfnisse von Patientinnen abgestimmt. Der Text der neuen Broschüre beruht auf der so genannten „Interdisziplinären S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“. Diese wissenschaftlich begründete Empfehlung zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Brustkrebs wurde in der Patientenleitlinie in eine allgemeinverständliche Sprache für Betroffene „übersetzt“. Dies ist eine der Zielsetzungen des „Leitlinienprogramms Onkologie“, das von den zuvor genannten Organisationen gemeinsam initiiert wurde.

Die neue Broschüre wurde im Rahmen der Bundestagung der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Magdeburg erstmals an Betroffene verteilt. Sie ist bei der Deutschen Krebshilfe kostenlos unter der Telefonnummer 02 28/7 29 90-0 oder im Internet auf www.krebshilfe.de erhältlich.  >>>   

 

+++ Neue Leitlinie der DGHO +++
Thema "Venöse Thrombembolien bei Tumorpatienten“
Berlin – Venöse Thrombembolien (VTE) gehören zu den häufigen Komplikationen bei Tumorpatienten. Der Begriff VTE umfasst akute Venenthrombosen einschließlich der durch Katheter verursachten Thrombosen und Lungenembolien. Die Häufigkeit klinisch diagnostizierter Ereignisse liegt bei Tumorpatienten insgesamt vier- bis siebenfach höher als bei Nicht-Tumorpatienten. Das individuelle Risiko ist abhängig von Art und Stadium der Grundkrankheit, Art und Intensität der kausalen Therapie, der supportiven Therapie, von Faktoren der individuellen genetischen Veranlagung und der weiteren gleichzeitig vorliegenden Erkrankungen. Venöse Thrombembolien sind bei Tumor-patienten ein prognostisch ungünstiges Zeichen. Die DGHO stellt auf der Online-Plattform Onkopedia eine "Neue Leitlinie" zu Venösen Thrombembolien bei Tumor-patienten zur Verfügung.  >>>  

 

+++ Multiples Myelom (MM) +++
Optimierung der Therapie von älteren Patienten mit MM – was kann Bendamustin dazu beitragen?
Lugano – Obwohl die Inzidenz bei jüngeren Patienten ansteigt, ist das multiple Myelom (MM) vorwiegend eine Erkrankung des höheren Lebensalters. In der onkologischen Praxis herrscht die große Gruppe der über 65 Jahre alten Patienten vor, die auf Grund ihres Allgemeinzustandes oder wegen Komorbiditäten meist nicht für eine Stammzell-transplantation geeignet sind. So profitiert diese große Patientengruppe nicht von den therapeutischen Fortschritten der letzten Jahre, die ein längeres Überleben bewirken können. Für die älteren Patienten gilt es, so war auf einem Symposium bei der International Conference on Malignant Lymphoma (ICML) in Lugano zu erfahren, die konventionelle Therapie zu optimieren und Strategien für die Vielzahl schwieriger Therapiesituationen bei älteren Patienten zu entwickeln.  >>>  

 

Professor Dr. Peter Herschbach, Psychoonkologe am Universitätsklinikum rechts der Isar in München, versteht die Sorgen der Patienten: „Viele Betroffene stehen der Bestrahlung zunächst misstrauisch oder sogar ablehnend gegenüber. Sie wissen zwar, dass die Strahlen einen Tumoren verkleinern und vernichten. Sie wissen aber auch, dass diese Strahlen Nebenwirkungen verursachen. Dies verunsichert und belastet viele Patienten.“

+++ DVD „Strahlentherapie“ +++
Neuer Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe informiert und nimmt Ängste
Bonn, 22. August 2011 – Man kann sie nicht sehen, nicht riechen, nicht spüren, doch viele krebskranke Menschen verdanken den Strahlen ihr Leben. Denn die Strahlentherapie ist Standard in der modernen Krebsbehandlung. Fast jeder zweite Krebs-Patient benötigt im Rahmen seiner Therapie eine Bestrahlung.

Die Deutsche Krebshilfe hat in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun einen Patienten-Informationsfilm „Strahlentherapie“ veröffentlicht. Betroffene und Angehörige berichten darin von ihren Erfahrungen mit dieser Form der Therapie. Ärzte und Wissenschaftler erklären anschaulich, wie Strahlen bösartige Krebszellen zerstören und welche Nebenwirkungen dabei auftreten können. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe angefordert werden.  >>>  

 

Prof. Petra Feyer

+++ Prophylaxe vor Therapie +++
Adäquate Supportivtherapie macht eine gute Tumortherapie erst möglich

München – „Prophylaxe geht vor Therapie“ – unter dieser Maxime sollte heute die supportivtherapeutische Begleitung onkologischer Therapien erfolgen, sagt Professor Dr. med. Petra Feyer, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie, Radioonkologie und Nuklearmedizin am Vivantes-Klinikum Neukölln/ Berlin und Moderatorin des 17. Münchner Fachpresse-Workshops Supportivtherapie in der Onkologie.

Ohne adäquate supportive Strategien, die sowohl die Prophylaxe und Therapie von Nebenwirkungen der Therapie als auch die Rehabilitation und zudem palliative Maßnahmen in inkurablen Situationen umfassen, sind die modernen onkologischen Therapiekonzepte nicht durchführbar.  >>>  

 

 

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