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+++ NEWS +++

  

Der Vorteil von Tapentadol liegt im Vergleich zu klassischen Opioiden (wie z. B. Oxycodon) vor allem in der starken Wirksamkeit bei einer gleichzeitig besseren Verträglichkeit im Bezug auf opioidtypische Nebenwirkungen.

+++ Chronische Schmerzen +++
Bei internistischen Patienten auf effiziente Schmerztherapie achten.
21. Mai 2012 – In der internistischen Praxis sind die unterschiedlichsten Patientengruppen zu finden. Bei der Behandlung der verschiedenen Grunderkrankungen sollte das Thema Schmerzlinderung nicht außer Acht gelassen werden. Gehen doch viele Krankheitsbilder mit starken Schmerzen einher. Diese beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten erheblich. Hier ist eine gründliche Schmerzdiagnostik gefragt, um zugrunde liegende Schmerzmechanismen zu erkennen.

Ein Wirkstoff, der sowohl bei nozizeptiven als auch bei neuropathischen und gemischten Schmerzen wie z. B. Tumorschmerzen effizient eingesetzt werden kann, ist Tapentadol (Palexia® retard). Nicht jeder Schmerz, unter dem Tumorpatienten leiden, ist auch ein Tumorschmerz. Die meisten Tumorpatienten haben gleichzeitig mehrere Schmerzursachen, von denen der Schmerztherapeut eine möglichst zutreffende Vorstellung haben sollte. Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten so weit wie möglich aufrecht zu erhalten, eine effektive Analgesie trägt dazu bei.  >>>  

 

Die S3-Leitlinie empfiehlt den EGFR-Inhibitor Erlotinib zur Behandlung des metastasierten Pankreaskarzinoms in der Erstlinientherapie. Von dieser Therapie profitieren vor allem Patienten, bei denen sich eine Hautreaktion („Rash“) entwickelt. Für ein gutes Therapie- ergebnis ist deshalb auch ein optimales „Rash-Management“ wichtig.

+++ Pankreaskarzinom +++
Erlotinib + Gemcitabin: Die bewährte Kombinationstherapie seit fünf Jahren.
17. Mai 2012 – Die Prognose von Patienten mit exokrinem Pankreaskarzinom ist schlecht. Bei weniger als 20 Prozent der Patienten ist eine chirurgische Resektion möglich. Auch nach R0-Resektion liegt die Überlebensrate nach fünf Jahren unter 10 Prozent. Die mittlere Überlebenszeit bei palliativer Therapie beträgt im Durchschnitt 6 Monate. Durch die Chemotherapie in Kombination mit Erlotinib (Tarceva®) kann die Überlebensrate jedoch gesteigert werden.

Seit 2007 ist Erlotinib der erste und bisher einzige zugelassene Kombinationspartner für Gemcitabin in der First-Line-Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms. Die Zulassungsstudie hat gezeigt, dass diese Kombination die Überlebenszeit der Patienten signifikant verbessern kann. Im Rahmen der Pressekonferenz „Erfolgreiche Behandlung gastroenterologischer Tumore dank zielgerichteter Therapien“ der Roche Pharma AG präsentierten Prof. Dr. Michael Geißler, Essligen, und Prof. Dr. Volker Heinemann, München, die Erkenntnisse aus fünf Jahren Kombinationstherapie sowie einen Ausblick zum zukünftigen Stellenwert von Tarceva.  >>>  

 

Eine kritische Analyse der aktuellen Gesetzeslage in der Arzneimittelzulassung und deren praktischer Umsetzung durch G-BA und IQWiG leitete über zur Diskussion. Diese rankte sich vor allem um die Frage, inwieweit das häufig verwendete Kriterium Patientennutzen um Aspekte der Lebensqualität erweitert werden könne.

+++ Brennpunkt Onkologie +++
Der Mensch im Mittelpunkt – Lebensqualität in der Onkologie.
17. Mai 2012 – Aktuelle Expertendiskussion der Deutschen Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit. Wie ist Lebensqualität im Angesicht einer unheilbaren Erkrankung definiert? Lässt sie sich überhaupt messen? Wie können die Bedürfnisse von Patienten bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden? Diesen und weiteren Fragen gingen Wissenschaftler und Ärzte auf dem aktuellen Brennpunkt-Podium am 9. Mai 2012 in der Berliner Kalkscheune nach. Denkanstöße lieferte Sozialpsychiater Prof. Klaus Dörner mit seiner philosophisch begründeten Ansicht, Qualität sei individuell und daher per se nicht mess- oder vergleichbar. Eine Quantifizierung von medizinischen Dienstleitungen rein materieller Art sei zwar möglich, decke jedoch nur einen Teil der Grundbedürfnisse am Lebensende ab. Anzustreben sei, so Dörner, eine Mischung aus professioneller Hilfe und liebevoller Zuwendung. Prof. Thomas Küchler griff die Anregungen auf und skizzierte die Problemfelder bei der wissenschaftlichen Erfassung von Lebensqualität. Grundsätzlich definiere ein Gesunder Lebensqualität anders als ein Kranker, weshalb es für Ärzte schwer sei, die Lebensqualität ihrer Patienten richtig einzuschätzen.   >>>

 

Durch die Zulassung von Trastuzumab (Herceptin®) ist nun auch beim metastasierten Magenkarzinom erstmals eine „zielgerichtete Therapie“ möglich. Der humanisierte Antikörper Trastuzumab verlängert das mediane Gesamtüberleben der Patienten mit metastasiertem HER2-positiven GEJ-/Magenkarzinom verglichen mit der alleinigen Chemotherapie signifikant um 13,8 versus 11,1 Monate (HR: 0,74; p = 0,0046).

+++ Magenkarzinom +++
Therapie mit Trastuzumab: signifikanter Überlebensvorteil bei guter Lebensqualität.
16. Mai 2012 – Die Prognose von Patienten mit metastasiertem Magenkarzinom ist im Allgemeinen ungünstig, da bislang bis auf wenige Ausnahmen nur palliative Therapieansätze zur Verfügung standen. Etwa bei 70 Prozent der Betroffenen mit Magenkarzinom liegt zum Zeitpunkt der Erstdiagnose häufig ein metastasiertes Stadium vor. Das Durchschnittsalter liegt meist um 70 Jahre. Mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) steht erstmalig die einzige zielgerichtete Substanz für die Therapie des metastasierten HER2-positiven Magenkarzinoms zur Verfügung. Trastuzumab eröffnet die Möglichkeit, sowohl das Gesamtüberleben als auch die Lebensqualität von Patienten mit metastasiertem HER2-positiven Magenkarzinom signifikant zu verbessern. Dies belegen die Ergebnisse der internationalen randomisierten Phase-III-Studie ToGA (Trastuzumab for GAstric Cancer) unter Teilnahme von nahezu 600 Patienten. Obligat und entscheidend für die Prognose der Patienten ist eine frühzeitige und professionelle Bestimmung des HER2-Rezeptor-Status.  >>>  

 

Die Folge einer ACTH-Überproduktion ist die Ausbildung eines zentralen Cushing-Syndroms. Außerdem dem können zahlreiche schwere Komorbiditäten mit der Erkrankung einhergehen. Dazu gehören Osteoporose, Diabetes mellitus, Hypertonie, Infektionen, Fettstoffwechselstörungen, Nierensteine, Depressionen und Psychosen.

+++ Morbus Cushing +++
Erste zugelassene medikamentöse Therapie.
14. Mai 2012 – Morbus Cushing ist eine seltene, sehr schwere Hypophysenerkrankung. Etwa 3000 Patienten leben in Deutschland. Die Anzahl der Neuerkrankungen wird auf zwei Patienten pro einer Million Einwohner und Jahr geschätzt. Am häufigsten tritt Morbus Cushing zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf, mehr als 70 Prozent der Erkrankten sind Frauen. Ursache von Morbus Cushing ist ein ACTH (Adrenocorticotropes Hormon)-produzierender gutartiger Tumor der Hypophyse, der eine Überproduktion von Cortisol durch die Nebennieren bewirkt. In diesem Zusammenhang wird auch der Ausdruck Hypercortisolismus verwendet.

Trotz hohen medizinischen Bedarfs gab es bislang keine zugelassene medikamentöse Therapie mit nachgewiesener Evidenz. Mit der aktuellen EU-Zulassung von Pasireotid (Signifor®) zur Behandlung von Morbus Cushing-Patienten wird diese Therapielücke geschlossen. Basis hierfür sind die positiven Ergebnisse einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie.  >>>  

 

Für 2013 sind erneut junge Forscher aufgerufen, bereits publizierte Arbeiten auf dem Gebiet der klinischen und experimentellen Sarkom- sowie Knochentumorforschung einzureichen. Der Bewerber sollte approbierter Arzt sein mit Tätigkeitsschwerpunkt in Deutschland, Österreich oder der Schweiz und das 40. Lebensjahr möglichst nicht überschritten haben.

+++ Weichteilsarkome +++
PharmaMar verleiht Wissenschaftspreis 2012 an Professor Dr. Lars Steinsträßer.
24. April 2012 – Der PharmaMar Wissenschaftspreis Weichteilsarkome wurde im Rahmen der Sarkomkonferenz verliehen, die vom 22. bis 24. März 2012 in Berlin stattfand. Prof. Dr. Lars Steinsträßer von der Universitätsklinik Bergmannsheil/Ruhr Universität Bochum wurde für seine heraus-ragende Arbeit auf dem Gebiet der translationalen Forschung der Weichteilsarkome ausgezeichnet.

Ein Fachgremium bestehend aus Prof. Dr. Thomas Brodowicz aus Wien, Prof. Dr. Thomas Cerny aus St. Gallen, Prof. Dr. Peter Hohenberger aus Mannheim und PD Dr. Peter Reichardt aus Bad Saarow bewerteten Prof. Dr. Lars Steinsträßers Einreichung mit dem Titel „Suppression of Soft Tissue Sarcoma Growth by a Host Defense-Like Lytic Peptide“ als besonders herausragend. Der Gewinner nahm den Preis am 23. März 2012 in Berlin im Rahmen einer feierlichen Verleihung entgegen.  >>> 

  

Nutzen die beiden Links im Textfeld

+++ Neue Risikoinformation +++
Rote-Hand-Briefe zu Carbomedac® 10 mg/ml und Carboplatin onkovis® 10 mg/ml, Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Berlin, 19. April 2012 – Carboplatin wird allein oder in Kombination mit anderen antineoplastisch wirksamen Arzneimitteln unter anderem eingesetzt bei der Behandlung von epithelialen Ovarialkarzinomen, kleinzelligen Bronchialkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs sowie zur palliativen Therapie von Zervixkarzinomen. Die Hersteller der oben angegebenen Carboplatin-haltigen Infusions-lösungen weisen jeweils in Rote-Hand-Briefen darauf hin, dass es bei den Präparaten innerhalb der Laufzeit zur Bildung von unlöslichen, kristallinen Partikeln kommen kann. Die durchgeführten Untersuchungen haben ergeben, dass es sich bei den Partikeln um eine substanzspezifische Auskristallisation des Wirkstoffs handelt. Trotz dieser Ausfällungen liegt der Wirkstoffgehalt weiterhin innerhalb der Produktspezifikationen. Ab sofort müssen folgende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden: Vor der Verdünnung muss bei guter Beleuchtung geprüft werden, ob die Lösung frei von sichtbaren Partikeln ist und keine Trübung aufweist. Chargen, die sichtbare Partikel enthalten oder Trübungen aufweisen, dürfen nicht angewendet werden.

Rote-Hand-Brief zu Carbomedac® (Carboplatin) vom 19.04.2012

Rote-Hand-Brief zu Carboplatin onkovis® (Carboplatin) vom 19.04.2012   

  

Gegen die Verantwortlichen des Pharmaunternehmens und der Beratungsfirma bestehe der Verdacht der gewerbsmäßigen Bestechung im geschäftlichen Verkehr. Den Ärzten werde gewerbsmäßige Bestechlichkeit und den Apothekern Beihilfe vorgeworfen.

+++ Mutmaßlicher Betrug mit Zytostatika +++
Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt wegen Bestechung und Bestechlichkeit gegen Lapharm sowie Onkologen und Zytoapotheker.
19. April 2012 – Um 11 Uhr kamen die Ermittler. An 200 Standorten in 13 Bundesländern wurden gestern zeitgleich Privat- und Geschäftsräume von Onkologen, Zytoapothekern sowie von Verantwortlichen der Pharmafirma Lapharm durchsucht.

Über das Beratungsunternehmen „rgb Onkologisches Management“ mit Sitz in Sarstedt bei Hildesheim soll der bayerische Zytospezialist unerlaubte Provisionen und Rückvergütungen für die Verschreibung seiner Krebsmittel an Ärzte gezahlt haben. Insgesamt sollen 1,5 Millionen Euro geflossen sein.

Laut Staatsanwaltschaft Hannover werden 48 Onkologen und 18 Zytoapotheker verdächtigt, an dem Geschäftsmodell beteiligt gewesen zu sein.   >>>  

 

In der offenen Studie in Lancet Oncology wurde die Therapie erfolgreich zur Behandlung des Prostatakarzinoms eingesetzt (2012; doi: 10.1016/S1470-2045(12)70121-3).

+++ Gezielte Therapie bei Prostatakrebs +++
Neue Therapie: Hochfokussierter Ultraschall (HIFU) reduziert Begleiterscheinungen wie Impotenz oder Inkontinenz.
London, 17. April 2012 – Ein neues Verfahren zur Behandlung von Prostatakrebs im Frühstadium dürfte deutlich weniger Nebenwirkungen haben als bisher eingesetzte Therapien. Eine in Lancet Oncology veröffentlichte Studie legt nahe, dass die gezielte Behandlung mit Ultraschall das Risiko von Impotenz und Inkontinenz verringern kann. An der Studie haben insgesamt 41 Patienten teilgenommen. Wissenschaftler des University College Hospital in London gehen davon aus, dass dieser Ansatz die Behandlung von Prostatakrebs verändern wird - vorausgesetzt, dass diese Forschungsergebnisse auch von größeren Studien bestätigt werden.
Bleibt die HIFU anders als die Lumpektomie beim Mammakarzinom, die eine Heilung anstrebt und dies in Kombination mit adjuvanter Chemotherapie und Bestrahlung in der Regel auch erreicht, für Patienten ein „palliativer“ Ansatz, denen aufgrund des hohen Alters und der geringen Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors nicht mehr zu einem kurativen Versuch geraten werden kann?  >>>  

 

Eltern berichten ausführlich über ihre Erfahrungen mit dem krebskranken Kind. Experten erläutern allgemeinverständlich die medizinischen Hintergründe und beschäftigen sich auch mit den psychosozialen Bedürfnissen der Betroffenen. Ergänzend zum Hauptfilm enthält die DVD elf kurze Filme über die Diagnostik und Therapie der häufigsten Krebserkrankungen im Kindesalter .

+++ Krebs bei Kindern +++
Neuer Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe!
Bonn, 17. April 2012 – Wenn Kinder an Krebs erkranken, verändert sich schlagartig das Leben des Kindes, das seiner Eltern und Geschwister. Rund 1.800 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre und ihre Familien sind hierzulande davon jedes Jahr betroffen. Um ihnen Mut zu machen und Hoffnung zu geben, hat die Deutsche Krebshilfe in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun den Patienten-Informationsfilm „Krebs bei Kindern“ veröffentlicht. „Acht von zehn Kindern können heute dank der Fortschritte in der Kinder-Krebsmedizin gesund werden“, erklärt Professor Dr. Heribert Jürgens, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Münster. Die Experten führen diese Erfolge darauf zurück, dass heute fast alle Kinder im Rahmen von so genannten Therapie-Optimierungsstudien behandelt werden.

Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe unter der Telefonnummer 02 28/ 7 29 90-0 und unter www.krebshilfe.de angefordert werden.  >>>  

 

Auch die Ergebnisse der INNOVATIONS-Studie sind ein weiterer Beleg für die hohe Wirksamkeit, die Avastin in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) zeigt. Mit einem medianen Gesamtüberleben von 18 Monaten zeigt diese Studie erstmals die hohe Wirksamkeit von Bevacizumab bei Patienten ohne nachgewiesene EGFR-Mutationen.

+++ Fortgeschrittenes NSCLC +++
Hohe Wirksamkeit von Bevacizumab in der First-Line-Therapie bestätigt.
13. April 2012 – Die Wirksamkeit von Bevacizumab (Avastin®) in der First-Line-Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) wird mittlerweile durch zahlreiche Studienergebnisse bestätigt. In der aktuell vorgestellten INNOVATIONS-Studie zeigte sich, dass mit einem medianen Gesamtüberleben (OS) von 18 Monaten insbesondere die Subgruppe der Patienten ohne EGFR-Mutation von einer Bevacizumab-basierten Therapie profitieren.
Lange Überlebenszeiten wurden zuvor bereits in der SAiL-Studie beobachtet, in der Patienten median 18,8 Monate lebten, wenn sie Bevacizumab als Monotherapie bis zum Krankheitsprogress erhielten. Gegenüber alleiniger ‚Best Supportive Care’ verlängert eine zusätzliche platinbasierte Chemotherapie das Leben von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC signifikant. Wird diese Chemotherapie mit dem Angiogenese-Hemmer Bevacizumab kombiniert, verbessert sich die Prognose der Patienten zusätzlich.  >>>  

 

Das mediane Alter bei Diagnosestellung der CLL beträgt 72 Jahre. Auf Grund dieses Lebensalters liegen bei fast allen Patienten mit CLL Komorbiditäten vor. In einer Untersuchung der Mayo Clinic hatten 89 Prozent der CLL-Patienten mehrere Begleiterkrankungen, bei 46 Prozent lag mindestens eine schwere Komorbidität vor.

+++ Therapieoptionen der CLL +++
Bendamustin ist ein fest etabliertes Basistherapeutikum für Patienten  mit chronischer lymphatischer Leukämie.
12. April 2012 – Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist mit einem Drittel aller Leukämien die häufigste Leukämie im Erwachsenen- alter in der westlichen Welt. Jährlich kommt es zu 1,5 bis 3 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Meist tritt die CLL im höheren Lebensalter auf, im Mittel mit 70 Jahren. Die CLL ist eine heterogene Erkrankung und die Therapieziele sind unterschiedlich. Sie reduziert signifikant die Lebensdauer und die Lebensqualität der betroffenen Patienten.

Der einzige kurative Ansatz besteht in einer Knochenmarktransplantation, die jedoch nur für wenige Patienten indiziert ist. Bei der Mehrzahl der Patienten ist das angestrebte Therapieziel die Symptomlinderung und -kontrolle durch eine Chemotherapie. Bendamustin ist das in Deutschland am häufigsten eingesetzte Zytostatikum bei der CLL und gilt als Basistherapeutikum.  >>>  

 

Eine neue Software erleichtert den Chirurgen jetzt die Planungsarbeit erheblich. Sie können nicht nur auf dem Monitor sehen, welche Bereiche des Gesichtsschädels sie entfernen müssen. Markierungspunkte, etwa auf einer zahngetragenen Schiene, erleichtern auch während der Operation die Orientierung. „Die Software hilft uns, den Tumor mit dem nötigen Sicherheitsabstand, einer Schicht gesunden Gewebes, zu entfernen, ohne zu viel gesundes Gewebe opfern zu müssen.

+++ Digitale Chirurgie +++
Computer unterstützt Chirurgen bei Krebsoperationen im Gesichtsbereich.
12. April 2012 – Die Wiederherstellung des Gesichtsschädels nach Krebsoperationen stellt sehr hohe Anforderungen an den Chirurgen. Er muss den Tumor restlos entfernen, dabei jedoch ein ästhetisch befriedigendes Ergebnis anstreben. Die Einbeziehung von Computern und Bildsoftware bei der Planung und Durchführung der Operation hat die Ergebnisse deutlich verbessert, so ein Experte im Vorfeld des 129. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen müssen bei Krebsoperationen manchmal den Unterkiefer oder weite Teile des Oberkiefers und bisweilen des Gesichtes entfernen.

Die Knochendefekte können heute zwar durch Transplantate aus Wadenbein, Schlüsselbein oder Darmkamm vollständig ersetzt werden. Die Patienten können später sogar mit Zahnimplantaten versorgt werden. Um ein kosmetisch gutes Ergebnis zu erzielen, ist jedoch eine millimetergenaue Planung erforderlich.  >>>  

  

Krebserkrankungen der Gebärmutter gehören zu den vierthäufigsten Krebserkrankungen bei Frauen und treten eher nach der Menopause auf. Von den 70er-Jahren bis 1996 blieb die Anzahl der Erkrankungen mit 13,7 Fällen auf 100.000 Frauen in Großbritannien ungefähr gleich. Derzeit liegt dieser Wert bei 19,6 pro 100.000. Das ist ein Anstieg um 43 Prozent.

+++ Uteruskarzinom +++
Gesamtzahl der aktuellen Todesfälle hat sich weiter erhöht!
08. April 2012 – Die Anzahl von Frauen, die an Gebärmutterkrebs stirbt, ist laut Cancer Research UK im vergangenen Jahrzehnt um fast 18 Prozent angestiegen. Aktuelle Daten zeigen, dass heute mehr Erkrankungen diagnostiziert werden. Die Frauen leben nach der Diagnose länger. Die Gesamtzahl der Todesfälle hat sich jedoch ebenfalls erhöht. Experten wie Rachael Gormley argumentieren, dass die Zunahme an Fettsucht für den Anstieg verantwortlich ist.

Cancer Research UK hält die aktuellen Sterbezahlen für äußerst Besorgnis erregend. In der vergangenen Dekade ist die Sterblichkeit von 3,1 auf 3,7 pro 100.000 Frauen angestiegen. 2010 starben 1.937 Frauen in England an dieser Krebsform. Cancer-Research-UK-Experte Jonathan Ledermann betont, dass es äußerst Besorgnis erregend ist, dass mehr Frauen an Gebärmutterkrebs sterben. „Trotzdem ist es aber so, dass die Überlebenschancen heute besser sind als je zuvor", so der Experte.  >>>  

 

Wie eine aktuelle Studie aus Amsterdam zeigt, können Ärzte dank einer Alternativmethode auf die Operation verzichten, ohne für die Patienten per se eine schlechtere Prognose in Kauf zu nehmen: Aus den Daten der Studie leitet sich für die Patienten eine Wahrscheinlichkeit von 89 Prozent ab, innerhalb von drei Jahren nach der sogenannten „stereotaktischen Radiotherapie“ ohne Tumorrückfall am Ort der Bestrahlung zu überleben. „Die Ergebnisse sind mit denen nach einer Lungenoperation vergleichbar.

+++ Strahlentherapie bei Lungenkrebs und COPD +++
Bessere Ergebnisse durch stereotaktische Bestrahlung als durch Operation.
Berlin, 5. April 2012 – Lungenkrebs ist in Deutschland bei Männern die häufigste und bei Frauen die dritthäufigste krebsbedingte Todes-ursache. Etwa 50 000 Menschen erkranken jährlich. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter und steht zudem in direktem Zusammenhang mit dem Konsum von Tabak.
Leiden Menschen mit Lungenkrebs zusätzlich an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) kann dies eine lebensrettende Operation unmöglich machen. In dieser Situation bietet eine moderne stereotaktische Bestrahlung die Chance, die Überlebenszeit zu verlängern und in vielen Fällen das Krebsleiden zu heilen, stellt die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer aktuellen Studie fest. Wie eine aktuelle Studie aus Amsterdam zeigt, können Ärzte dank einer Alternativmethode auf die Operation verzichten, ohne für die Patienten per se eine schlechtere Prognose in Kauf zu nehmen: Aus den Daten der Studie leitet sich...  >>>  

 

Bislang konnten Ärzte ihren Patientinnen nach der Operation lediglich eine unspezifisch wirkende Chemotherapie anbieten, um die im Körper verbliebenen Krebszellen abzutöten. Nun wurde erstmals eine moderne Antikörpertherapie zugelassen, die den Tumor zielgerichtet bekämpft.

+++ Moderne Antikörpertherapie +++
Neue Perspektiven für Frauen mit Eierstockkrebs.
05. April 2012 – Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 10.000 Frauen mit der schweren Diagnose konfrontiert. In der medikamentösen Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs wurde erstmals nach fast 15 Jahren ein Fortschritt erzielt: Das neue Medikament, ein sogenannter Angiogenesehemmer, greift den Tumor gezielt an und verzögert damit das Fortschreiten der Krebserkrankung.

Für die betroffenen Frauen ist dies ein großer Vorteil: Die Therapie ermöglicht ihnen mehr Zeit, die sie – trotz der schweren Erkrankung – weitestgehend beschwerdefrei verbringen können.  >>>  

 

Hatten die Frauen zuvor gelegentlich gynäkologische Screeninguntersuchungen durchführen lassen, bestanden bessere Heilungschancen als bei Frauen, die auf die Früherkennungsuntersuchungen gänzlich verzichtet hatten. In Deutschland wird Frauen die gynäkologische Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs einmal pro Jahr empfohlen. Die Untersuchung ist kostenlos.

+++ Zervixkarzinom +++
Kohortenstudie aus Schweden zeigt: Früherkennungsscreening senkt die Mortalität.

03. April 2012 – Wird die Diagnose Zervixkarzinom bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung gestellt, bestehen bessere Heilungs-chancen, als wenn es bereits zu Symptomen gekommen ist. Gebärmutterhalskrebs kann mithilfe einer gynäkologischen Untersuchung und dem Pap-Test bereits im Frühstadium erkannt werden. Wird das Früherkennungsscreening fachgerecht durchgeführt, haben die Betroffenen im Falle einer Erkrankung gute Heilungschancen. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus den Ergebnissen einer schwedischen Studie in der Fachzeitschrift British Medical Journal ziehen.

Die Forscher hatten den Krankheitsverlauf über durchschnittlich achteinhalb Jahre bei mehr als 1.000 Frauen verfolgt, die zwischen 1999 und 2001 die Diagnose Gebärmutterhalskrebs bekommen hatten. Neun von zehn Frauen, bei denen die Diagnose während der normalen Früherkennungsuntersuchung gestellt worden war, konnten geheilt werden. Dies gelang bei den Frauen, die wegen Symptomen... >>>  

 

Während der Behandlung mit Tolvaptan wird eine engmaschige Überwachung des Serumnatriumspiegels empfohlen, insbesondere bei Patienten mit sehr niedrigen Serumnatrium-Ausgangskonzentrationen (<120 mmol/l) oder Patienten mit einem hohen Risiko für das Auftreten von Demyelinisierungssyndromen, wie beispielsweise Patienten mit Hypoxie, Alkoholismus oder Mangelernährung.

+++ Neue Risikoinformation +++
Risiko von zu schnellen Serumnatriumanstiegen unter Samsca® (Tolvaptan)!
Berlin, 28. März 2012 – Der Vasopressin-Antagonist Tolvaptan ist zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit Hyponatriämie als sekundäre Folge des Syndroms der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH). Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass ein zu schneller Anstieg des Serumnatriums eine osmotische Demyelinisierung auslösen kann, die zu Dysarthrie, Mutismus, Dysphagie, Lethargie, affektiven Veränderungen, spastischer Quadriparese, Krampfanfällen, Koma oder Tod führen kann.

Während der Behandlung mit Tolvaptan wird daher eine engmaschige Überwachung des Serumnatriumspiegels empfohlen, vor allem bei Patienten mit sehr niedrigen Serumnatrium-Ausgangskonzentrationen (< 120 mmol/l) oder bei Patienten mit einem hohen Risiko für das Auftreten von Demyelinisierungssyndromen, wie beispielsweise Patienten mit Hypoxie, Alkoholismus oder Mangelernährung. Bei einem zu raschen Anstieg des Serumnatriums sollte die Behandlung mit Tolvaptan unterbrochen oder abgesetzt und anschließend hypotone Flüssigkeit verabreicht werden.  >>>  

 

Vienna, Austria: Results from one of the longest-running national breast cancer screening programmes have shown that it has contributed to a drop in deaths from the disease, that any harm caused by the screening, such as false positives and over-diagnosis, has been limited, and that the costs have been reasonable.

+++ Mammographie +++
Zwanzig-Jahres-Ergebnisse aus einem Brustkrebs-Screening-Programm in den Niederlanden zeigen einen signifikanten Rückgang der Todesfälle.
27. März 2012 – Rotterdam, Das Mammographie-Screening hat in den letzten zwanzig Jahren zu einem signifikanten Rückgang der Brust-krebssterblichkeit geführt, erklärten Forscher aus den Niederlanden auf einer Fachkonferenz in Wien. In den Niederlanden werden seit 1989/90 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre zu einer Mammographie einbestellt. 1998 wurde die Altersgrenze auf 75 Jahre erweitert.
Das niederländische Brustkrebsscreening verfügt damit im internationalen Vergleich mit über die längsten Erfahrungen. Mit einer Teilnahmerate von 81,5 Prozent wird das Angebot von den Frauen im hohen Maße genutzt. "Wir sind überzeugt, dass die Vorteile des Screening-Programms alle negativen Effekte überwiegen, so Dr. Jacques Fracheboud, ein leitender Forscher an der Erasmus University Medical Center (Rotterdam, Niederlande)".  >>>  

  

An der offenen Phase-III-Studie HannaH nahmen 596 Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium teil. Ziel der Studie war es, die Konzentration von Trastuzumab im Blut (Pharmakokinetik), die Wirksamkeit und die Sicherheit von subkutan verabreichtem Herceptin mit der von intravenös appliziertem Herceptin zu vergleichen.

+++ Brustkrebs +++
Herceptin als subkutane Injektion ebenso wirksam wie Herceptin iv: HannaH-Studie bestätigt Wirksamkeit der patientenfreundlichen Verabreichungsform.
27. März 2012 - Subkutan appliziertes Herceptin (Trastuzumab) ist ebenso wirksam und sicher wie Herceptin®, das intravenös verabreicht wird. Dies bestätigen die im Rahmen der 8. European Breast Cancer Conference (EBCC-8) in Wien erstmals präsentierten Ergebnisse der Studie HannaH. Damit wird die subkutane Applikationsform zukünftig sicherlich zu einer wichtigen und vor allem sehr patientenfreundlichen Alternative zu intravenös verabreichtem Herceptin.

In Zukunft wird es für die Patientinnen mit einem HER2-positiven Brustkrebs möglich sein, die über viele Monate dauernde Herceptin-Therapie ohne Infusion, ohne Port und ohne lange Aufenthalte in Klinik oder Praxis zu erhalten.  >>>  

 

„Für mich ist die Therapie insofern wichtig, als sie meine Lebensqualität erhält und nicht nur das Leben hinauszieht“, betont Jutta S., Brustkrebspatientin im fortgeschrittenen Stadium. „Ich kann mein Leben derzeit so gestalten, wie es mir gefällt. Das bedeutet für mich maximale Lebensqualität.“ Dieses Zitat verdeutlicht, wie entscheidend es für Patienten ist, die verbleibende Zeit genießen zu können.

+++ Leben! – trotz Krebs +++
Lebensperspektiven dank Angiogenesehemmung.
22. März 2012. „Kein Stein liegt mehr auf dem anderen. Es ist, als hätte ein Seelenbeben von uns Besitz genommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Ursula Goldmann-Posch, Gründerin und Vorstandsmitglied von mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V., ihre Empfindungen nach der Diagnose Krebs. Jahr für Jahr erleben allein in Deutschland fast eine halbe Million Menschen Ähnliches. Dank einer zielgerichteten Therapie hat Ursula Goldmann-Posch ihre schwere Erkrankung wie viele andere Betroffene überlebt. Maßgeblich ermöglicht werden diese Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten durch die Entwicklung neuer, zielgerichteter Medikamente, wie zum Beispiel Bevacizumab (Avastin®). Der Angiogenesehemmer, der sich gezielt gegen das Wachstum des Tumors richtet, hat die onkologische Therapie-landschaft in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderes Medikament verändert. Doch wie genau definiert sich der Nutzen der anti- angiogenen Therapie für den Patienten? Und welche Erwartungen kann und muss eine moderne Krebstherapie heute erfüllen? 
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Müller-Schwefe erläuterte, dass medizinische Leitlinien aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Er forderte alle in der Patientenversorgung aktiv Beteiligten auf, „sich über bestehende Leitlinien zu informieren und sich konstruktiv und kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen“, denn sie liegen in sehr unterschiedlicher Qualität vor und werden somit oft den Zielen und Qualitätsanforderungen nicht gerecht und entsprechen nicht dem aktuellen fachlichen Entwicklungsstand.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ Leitlinien-Dschungel +++
Neue DGS PraxisLeitlinien sollen die Versorgung von Schmerzpatienten verbessern.
21. März 2012 – Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen sind die Stiefkinder des Medizinsystems in Deutschland. Dies belegen Umfragen und Untersuchungen, die auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag präsentiert wurden. Die >Schmerzoffensive Deutschland<, ein Programm der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, soll dies nun endlich ändern“, erklärt Tagungspräsident Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe.

Dieses Programm hat ein einziges Ziel: Das Gesundheitssystem in Deutschland soll sich endlich an der Versorgungsnotwendigkeit von Millionen Menschen mit chronischer Schmerzkrankheit orientieren. Das erfordert ein Bündel von Maßnahmen, unter anderem auch die Verankerung der Schmerzmedizin als eigenständiges Fachgebiet in der Medizin. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie und die Deutsche Schmerzliga haben das Projekt „PraxisLeitlinien“ als Bestandteil einer Aktion als „Schmerzoffensive Deutschland“ gestartet. Ziel ist die deutliche Verbesserung der Behandlung von Schmerzpatienten.  >>>  

 

In Deutschland leben mehr als 11 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. Ursachen dafür sind Bewegungsschmerzen, allen voran Rückenschmerzen, neuropathische und Tumorschmerzen. Da es keinen Laborwert, keinen Ultraschall, keine Biopsie gibt, mit denen sich ein Schmerzzustand objektiv nachweisen lässt, unterschätzen Ärzte oft die Schmerzen.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ 10 Jahre Initiative Schmerz messen +++
Eine Erfolgsgeschichte für mehr Lebensqualität von Schmerzpatienten.
19. März 2012 – Seit 10 Jahren leistet die Initiative Schmerz messen erfolgreiche Aufklärungsarbeit zum Thema Schmerz messen, chronische Schmerzen und deren Behandlung. Dass sich seit 2002 einiges geändert hat, belegt eine aktuelle repräsentative Umfrage: Knapp 70 Prozent der Ärzte nutzen die Schmerzskala regelmäßig zur Therapiekontrolle. Die Initiative hat laut Dr. Marianne Koch, Schirmherrin der Initiative und Ehren-präsidentin der DSL, maßgeblich dazu beigetragen, die Versorgungssituation von Schmerzpatienten wesentlich zu verbessern. Jedoch bis zu einer optimalen Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist es noch ein langer Weg. Daher muss und wird das Engagement der Initiative weitergehen. „Es hat sich glücklicherweise bereits einiges getan. Vor 10 Jahre wurde die Schmerzstärke fast gar nicht gemessen“, so Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der DGS und Mitbegründer der Initiative Schmerz messen. Befragt man heute Ärzte, welche Maßnahmen und Methoden sie zur Erstanamnese von Schmerzpatienten einsetzen, nennen sie bereits an dritter Stelle – nach Anamnese und Untersuchung – die Schmerzskala. Anlässlich des Jubiläums wurde die größte Schmerzskala der Welt in Frankfurt enthüllt.  >>>  

  

Die kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland ziehen mehr und mehr die Schlinge um den Hals der Schmerztherapie zu: Es werden Morphinquoten vorgegeben, dazu werden auch Generikaquoten eingesetzt mit der Behauptung, dass mit diesen Substanzen eine differenzierte Schmerztherapie möglich sei. Die Schmerztherapie lebt vor der Individualität jeder Schmerzerkrankung, von einer Behandlungsmethode - der „Personalisierten Medizin. Chronische Schmerzpatienten sind kaum über den gemeinsamen Kamm von Durchschnittsquoten zu ziehen.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ Durchbruchschmerzen +++
Schmerzlinderung bei Tumorpatienten schon nach fünf Minuten.
18. März 2012 – Schmerzepisoden bei Durchbruchschmerz erreichen in nur wenigen Minuten ihre maximale Ausprägung (mediane Zeit bis zur Spitzenintensität drei Minuten), sind aber von hoher Intensität und oft nur von kurzer Dauer. Einer Untersuchung zufolge dauern etwa ein Drittel aller Durchbruchschmerz-Episoden weniger als 15 Minuten und knapp zwei Drittel 30 Minuten oder weniger.

Das erklärt auch, warum die Analgetika, zum Beispiel unretardiertes orales Morphin, zur Therapie von Durchbruchschmerzen weniger geeignet sind. Bis dessen Wirkung eintritt, ist die Episode meist schon vorüber, seine Wirkung hält jedoch vier Stunden an, was für die Patienten eine unnötige Wirkstoffbelastung darstellt. Durchbruchschmerzen können zwar durch eine Erhöhung der Opioid-Basismedikation in ihrer Häufigkeit reduziert werden, jedoch kann die erhöhte Dosierung Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Sedierung hervorrufen. Die neuen Praxisleitlinien der DGS haben speziell diese Probleme aufgenommen.  >>>

 

Diese neue Kombinationstherapie, für die bereits gute klinische Erfahrungen vorliegen, soll im Rahmen einer klinischen Studie überprüft werden. Die Behandlungen werden zehnmal -ein bis zweimal Mal in der Woche- durchgeführt und nehmen jeweils etwa vier Stunden in Anspruch. Die Studie startet im April 2012, die Teilnahme ist kostenlos.

+++ Fatigue +++
Chronisches Müdigkeitssyndrom bei Brustkrebs: MHH sucht noch Patientinnen für Studie!
15. März 2012 – Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, leiden häufig unter einem schweren Müdigkeits-Syndrom, das in der Fachsprache als Fatigue bezeichnet wird. Diese Art von Erschöpfung und Leistungsabfall grenzt sich deutlich von dem normalen Maß gewohnter Müdigkeit ab. Viele Patientinnen, die unter Fatigue leiden, sind kaum noch in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Die Ursachen finden sich in der Erkrankung selbst, können aber auch als Folge der Chemotherapie und Bestrahlung auftreten. Die MHH-Klinik für Rehabilitationsmedizin will betroffenen Frauen mit einem neuen Therapiekonzept helfen, das aus unterschiedlichen Bausteinen besteht. Zu diesem Konzept gehören Maltherapie, anthroposophische Eurythmietherapie, die Regulierung des Schlaf- Wachrhythmus und eine besondere Form der physiotherapeutischen Trainingstherapie.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Interessierte Patientinnen erhalten alle weiteren Informationen unter: (0511)-532-4164, bei Fadime Candir oder bei Andreas Nikolaou unter (0179) 100 77 59.  >>>  

 

Untersucht wurden die Behandlungsergebnisse nach Radikaloperation (16.697 Patienten, davon 1.381 mit robotergestützter OP), interstitieller Brachytherapie (insgesamt 22.479 Patienten, zum Teil mit zusätzlicher externer Bestrahlung und Antihormontherapie), alleiniger externer Bestrahlung (12.082 Patienten) oder anderen Verfahren (532 Patienten mit hochfokussiertem Ultraschall, 227 Patienten mit Kryotherapie).

+++ Lokale Therapie des Prostatakarzinoms +++
Metastudie zeigt: Strahlenbehandlung ist in allen Stadien hoch effektiv.
Berlin, 13. März 2012 – Die besten Behandlungsergebnisse beim lokalisierten Prostatakarzinom werden mit einer Strahlentherapie erreicht. Entweder als Brachytherapie oder als Kombination von Brachytherapie und externer Strahlentherapie. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer kürzlich im British Journal of Urology International (BJUI) publizierten, systematischen Analyse von mehr als 52.000 Erkrankungsfällen hin. Professor Dr. med. Jürgen Dunst, Präsident der DEGRO und Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität zu Lübeck, betont: „Operation und Strahlentherapie gelten als gleichwertig. Bisher gibt es jedoch keine randomisierten Studien mit einem direkten Vergleich der Verfahren.“ Daher begrüßt der Strahlentherapeut aus Lübeck die jüngst veröffentlichten Ergebnisse einer internationalen Gruppe um den Prostataexperten Peter Grimm, Seattle. Alle in der Fachliteratur veröffentlichten Behandlungsergebnisse der letzten Jahre (2000 bis 2010) wurden in dieser „Metastudie“ systematisch analysiert.  >>>   

 

Die Organisatoren der Veranstaltung betonen ihre führende Rolle Deutschlands in der biotechnologischen Krebsforschung: Ein Viertel aller europäischen Studien in diesem Sektor finde an deutschen Forschungsstandorten statt. Die Mehrheit der Unternehmen planen außerdem, Partnerschaften einzugehen, um Entwicklungsprogramme, die sich derzeit im Proof-of-Concept befinden, gemeinsam mit einem Kooperationspartner bis zur potenziellen erfolgreichen globalen Markteinführung eines Medikaments vorantreiben zu können.

+++ German Science Day +++
Fight Cancer: Starke Stellung der deutschen Biotechnologie in der europäischen Krebsforschung.
13. März 2012 – Trotz einem großen Angebot an Medikamenten und hochmoderner Medizintechnik stirbt in Deutschland jeder Vierte an Krebs.
Noch in den 1980er Jahren lösten gentechnisch hergestellte Medikamente öffentliche Diskussionen aus. Heute ist die Gentechnik in der Medizin kaum mehr umstritten. Und für die Zukunft rechnen Forscher und Bevölkerung dank Gentechnologie mit Fortschritten bei der Bekämpfung von schweren Krankheiten. Die Hoffnungen sind gross, dass bald Krankheiten effektiv behandelt werden können, bei denen die Medizin noch immer hilflos ist. Zwölf biotechnologische Unternehmen stellten auf dem ersten German Science Day (GSD) Fight Cancer, ihre Unternehmensstrategie und Zukunftsperspektiven vor. Der GSD fand anlässlich des Weltkrebstages statt und war in folgende Themenbereiche aufgeteilt: Diagnostik und personalisierte Medizin, niedermolekulare Wirkstofftherapie, Antikörpertherapie sowie Immuntherapien und Oligonukleotide in der Krebstherapie.  >>>   

 

Metastasiert ein Prostatakarzinom, verliert die konventionelle antihormonelle Therapie häufig im Laufe der Zeit ihre Wirksamkeit. Da die Tumorzellen auch in diesem - vermeintlich hormonrefaktären - Stadium hormonabhangig bleiben können, es wird heute metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom.

+++ mCRPC +++
Signifikante Lebensverlängerung und Palliation des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms unter Abirateron

12. März 2012 – Das Prostatakarzinom ist in Deutschland mit etwa 58.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Bekanntermassen sprechen Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom initial in den meisten Fällen sehr gut auf eine hormon-ablative Therapie an. Nach durchschnittlich 18 Monaten kommt es jedoch zu einer erneuten Progredienz der Erkrankung.

Aktuelle Daten, die beim diesjährigen Deutschen Krebskongress (DKK) vorgestellt wurden, zeigen nicht nur eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens unter Abirateronacetat, (Zytiga®) sondern auch positive Effekte auf den Schmerz, das Frakturrisiko, die Fatigue und die Lebensqualität. Darüber hinaus wirkte sich Abirateronacetat günstig auf die Anzahl der zirkulierenden Tumorzellen aus, die möglicherweise ein neuer Marker für das Ansprechen der Therapie beim mCRPC werden könnten.  >>>   

 

Das Robert-Koch-Institut merkt an, die Untersuchung vergleiche lediglich Ergebnisse aus sechs Ländern. Außerdem seien die Daten aus Deutschland älter als die aus den anderen Ländern. Der Rückgang der Brustkrebssterblichkeit habe sich aber – auch in Deutschland – deutlich positiver entwickelt, wie neuere Zahlen belegen. Somit liege die Sterberate bei Brustkrebs in Deutschland nur leicht über dem europäischen Durchschnitt und damit im Mittelfeld.

+++ Mammakarzinom +++
RKI zu Brustkrebssterblichkeit im EU-Vergleich: Deutschland hat nicht die höchste Sterberate.
12. März 2012 – Entgegen verschiedener Medienberichte liegt die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland im europaweiten Vergleich nicht am höchsten. Die zitierte Analyse vergleicht lediglich die Ergebnisse aus sechs Ländern und stützt sich auf teilweise veraltete Daten. In 2009 lag die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland nur minimal über dem EU-Durchschnittswert. Grundlage für diese Berichte war ein Artikel einer Forschergruppe um Matteo Malvezzi in der Fachzeitschrift "Annals of Oncology". Darin prognostizieren die Wissenschaftler die Krebssterblichkeitsraten in Europa für das Jahr 2012. Als Basis für ihre Schätzung dienen dabei Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zu Todesursachen in der Bevölkerung innerhalb der letzten Jahre. Seit 1999 nimmt die Zahl der Menschen ab, die an Krebs sterben, berücksichtigt man bei der Berechnung den Einfluss der steigenden Lebenserwartung. Die reißerische Schlagzeile: „Deutschland hat höchste Brustkrebs-Todesrate Europas“ ist daher nicht gerechtfertigt.  >>>   

 

 Eine umfassende Schmerzkontrolle sollte am besten durch die Ärzte erfolgen, die die Patienten von Anfang an begleiten und deren Handeln nicht nur am Befund sondern auch am Befinden des Patienten orientiert ist. Ärzte, die Schmerz nicht nur als physisches Phänomen verstehen sondern auch ein offenes Ohr haben, psychische, soziale und spirituelle Dimensionen mit zu erfassen. „Ärzte, die über adäquate pharmakologische Kenntnisse und Therapieerfahrung verfügen.

+++ Lust am Leben? Schmerz vs. Ethik! +++
Krebspatienten im Rahmen ihrer Therapie mit dem Thema „Schmerz“ nicht alleine lassen.
5. März 2012 – Etwa die Hälfte der Patienten mit einer Krebserkrankung leidet im Verlauf ihrer Erkrankung an Schmerzen. Eine systematische Analyse von Daten aus 1966-2005 ergab, dass die Prävalenz bei fortgeschrittener bis terminaler Erkrankung mit   64 % am höchsten war, dass aber auch nach kurativer Therapie jeder dritte Patient unter Schmerzen litt. Mehr als ein Drittel der Patienten mit Schmerzen beschrieben sie als mäßig stark bis stark (VAS >4). Schmerz ist also ein häufiges und von den Patienten in Umfragen immer als hoch relevant beschriebenes Symptom. Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass Schmerz in der Betreuung von Krebspatienten durch Onkologen eine eher untergeordnete Rolle spielt. Onkologen sind die Partner der Patienten bei der Bewältigung ihrer Krebserkrankung. Eine umfassende Schmerzkontrolle sollte am besten durch die Ärzte erfolgen, die die Patienten von Anfang an begleiten und deren Handeln nicht nur am Befund sondern auch am Befinden des Patienten orientiert ist.  >>>   

 

First Study on Long-Term Cognitive Effects of Breast Cancer Chemotherapy Finds Subtle Impairment Among Women Who Received CMF Regimen

+++ Mammakarzinom +++
Kohorten-Studie zeigt: Kognitive Langzeitdefizite noch 20 Jahre nach Chemotherapie
1. März 2012 – Die Zusammenfassung einer Studie im Journal of Clinical Oncology zeigt, dass Frauen, die zwischen 1976 und 1995 die Kombination aus Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-Fluorouracil (CMF) in der adjuvanten Chemotherapie des Mammakarzinoms erhielten, die Überlebenschancen bei dieser Krebserkrankung deutlich verbesserten. CMF war der Standard der Versorgung von Brustkrebs weltweit. Frühere Studien zeigten jedoch, dass diese Behandlung die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen kann. Zahlreiche Patientinnen klagten über eine vermehrte Vergesslichkeit und Defizite der Denkfähigkeit, die in früheren Studien allerdings noch 5 bis 10 Jahren nach der Therapie nachweisbar waren. Unseres Wissens ist dies die erste Studie, die zeigt, dass subtile kognitive Defizite langfristiger Auswirkungen der Chemotherapie, vor allem von früheren Regimen sind", sagte einer der älteren Autoren Sanne B. Schagen, PhD, Gruppenleiter an der Abteilung für Psychosoziale Forschung und Epidemiologie an der niederländischen Krebsinstitut / Antoni van Leeuwenhoek Hospital in Amsterdam.  >>>    

 

Die stationäre Behandlung von Krebs wird in Deutschland seit 2003 immer mehr von Krebszentren übernommen, die sich zum Teil auf Erkrankungen bestimmter Organe spezialisiert haben, zum Teil aber auch das gesamte Spektrum von Tumorleiden abdecken. Für eine Zertifizierung müssen die Zentren den strengen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft genügen und z. B. eine leitlinienkonforme Behandlung und eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen in Tumorkonferenzen nachweisen.

+++ Der Regelkreis der Krebstherapie +++
Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket kämpfen Onkologen, Fachgesellschaften  und der Gesetzgeber mit der wachsenden Anzahl von Krebserkrankungen in Deutschland.
28. Februar 2012 – Kernstück ist die intelligente Verzahnung der Registrierung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen mit den Versorgungsstrukturen - der “Regelkreis“ der Krebstherapie, wie der Pathologe Professor Ferdinand Hofstädter von der DKG es ausdrückt.

Leitlinien sorgen für einen gesicherten Behandlungsstandard, durch Zertifizierungen verpflichten sich die hoch spezialisierten Krebszentren, die in den Leitlinien festgehaltenen Standards einzuhalten und können dadurch bereits beachtliche Erfolge nachweisen. Durch die Erfassung möglichst aller Tumoren in Krebsregistern soll darüber hinaus auch eine langfristige Erfolgskontrolle möglich sein. Das onkologische Leitlinienprogramm der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der AWMF ist eines der wichtigsten Maßnahmen zur Qualitätssicherung.  >>>   

 

+++ Der Patient im Mittelpunkt +++
Forderung nach moderner Therapie und Umsetzung verbesserter Früherkennungsmaßnahmen.
Berlin, 25. Februar 2012 – Neben der Erforschung neuer Medikamente, den Diskussionen um die Finanzierbarkeit moderner Behandlungen und der Umsetzung verbesserter Früherkennungsmaßnahmen wurde der Patient mit seinen Belangen bislang sehr oft übersehen. Mit dem vierten Behandlungsfeld des Nationalen Krebsplans steht „Der Patient im Mittelpunkt“ der Krebsforschung.

Dass zur bestmöglichen Behandlung eines Krebspatienten nicht nur die neuesten Therapien nötig sind, sondern auch eine ausführliche Beratung und Hilfestellungen nach der Behandlung wieder in den Lebensalltag zurück zu finden, steht außer Frage. Dies aber auch in der Praxis umzusetzen, ist für die Leistungserbringer jedoch nicht immer einfach. Ziel des Nationalen Krebsplanes ist es daher, Ärzte im Umgang mit Patienten und deren Angehörigen zu schulen und zu unterstützen. Dies ist wichtig, denn „falsche Kommunikation" kann zu Unsicherheiten und sogar Fehlentscheidungen führen.  >>>  

 

Renommierte Experten gaben einen Überblick zum State-of-the Art bei den wichtigsten Tumorentitäten. Referenten aus dem Ausland sorgten dabei für internationales Flair.

+++ Deutscher Krebspreis 2012 +++
Der Deutsche Krebspreis der Deutschen Krebsgesellschaft geht in diesem Jahr an Wissenschaftler der Universitäten Tübingen, Freiburg sowie der TU München.
26. Februar 2012 – Im Rahmen des 30. Deutschen Krebskongresses 2012 verleiht die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. bereits zum 27. Mal den Deutschen Krebspreis. Die Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistungen und aktuelle sowie zukunftsweisende Arbeiten im Bereich Onkologie erhalten in diesem Jahr: 
für den klinischen Teil Prof. Dr. Michael Bamberg (Tübingen),
für den experimentellen Teil Prof. Dr. Florian Greten (München),
für den translationalen Teil Prof. Dr. Charlotte Niemeyer (Freiburg).
Jede Preiskategorie ist mit einem Preisgeld i. H. v. 7.500 Euro dotiert und wird von den Firmen Amgen GmbH, Pfizer Pharma GmbH und Sanofi-Aventis Deutschland GmbH gestiftet.  >>>   

 

Von dem neuen Medikament können die Patienten profitieren, bei denen eine BRAF-V600 Mutation im Tumor nachgewiesen wird, die nach bisherigen Erkenntnissen etwa die Hälfte der Patienten mit malignem Melanom betrifft. Sie können zuvor über den cobas® 4800 BRAF V600 Mutation Test ermittelt werden. Damit ist nicht nur ein Meilenstein in der Therapie von Hautkrebs, sondern auch in der Personalisierten Medizin gesetzt.

+++ BRAF-Inhibitor Vemurafenib +++
Durchbruch in der zielgerichteten Therapie des Malignen Melanoms
24. Februar 2012 – In Deutschland erkranken jährlich über 15.000 Menschen am malignen Melanom. Die Neuerkrankungsrate hat sich seit 1980 jedoch mehr als verdreifacht. Im Gegensatz zu den Neuerkrankungsraten sind die Sterberaten bei beiden Geschlechtern seit 1980 nahezu konstant geblieben. Insgesamt starben im Jahr 2008 Menschen 2.500 Menschen an diesem Tumor. Bei 15 bis 20 Prozent der Betroffenen, wird der schwarze Hautkrebs erst in einem sehr späten Stadium erkannt. In diesem Fall leben die Patienten im Durchschnitt nur noch sechs bis neun Monate.

Nachdem jahrzehntelang trotz zahlreicher Studien keine Fortschritte in der Therapie des malignen Melanoms erzielt wurden, ist nun endlich der Durchbruch geschafft: Seit Februar 2012 ist mit Vemurafenib (Zelboraf™) in Deutschland ein neues Medikament zur Therapie des malignen Melanoms zugelassen, das eine völlig neue Behandlung ermöglicht. Alle Patienten, bei denen eine BRAF-V600-Mutation im Tumor nachgewiesen wird, können im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit von dem neuen Medikament profitieren.  >>>  

 

Nur kurze Zeit nach Beginn des Leitlinienprogrammes haben die drei beteiligten Organisationen die Notwendigkeit erkannt, auf der Basis der ärztlichen Leitlinien auch allgemeinverständliche Patientenleitlinien zu entwickeln. Ratgeber, wie die auf dem Deutschen Krebskongress vorgestellte, neue Patientenleitlinie zur Prostatakrebs-Früherkennung, geben die wissenschaftlichen und medizinischen Inhalte der Leitlinien in allgemein verständlicher Sprache an die Patienten weiter. Das erleichtert den Umgang mit der Krankheit und den Ärzten.

+++ Krebs-Patienten bestmöglich versorgen +++
Deutsche Krebshilfe: Leitlinien sichern ärztliche Qualität in der Krebstherapie
24. Februar 2011 – Wenn Menschen an Krebs erkranken, verändert sich schlagartig das Leben der Betroffenen. In dieser von Unsicherheit und Angst geprägten Situation müssen die Patienten die Gewissheit haben, dass sie nach dem besten derzeit verfügbaren medizinischen Wissen therapiert werden.

„Qualitätssicherung muss bei ärztlichen Entscheidungen oberste Priorität haben“, sagt Professor Dr. Walter Jonat, Mitglied der Deutschen Krebshilfe. „Denn im Mittelpunkt des ärztlichen Handelns steht der kranke Mensch. Und dieser hat – unabhängig davon, ob er im Süden oder Norden, Westen oder Osten Deutschlands wohnt, ob in einer Großstadt oder in einer ländlichen Region – Anspruch darauf, nach den modernsten medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt zu werden.“ Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Krebsgesellschaft und die AWMF das „Leitlinienprogramm Onkologie“ im Januar 2008 ins Leben gerufen.   >>>   

 

Nur eine ehrliche Kommunikation des Arztes, der für sich eine Haltung zum Sterben gefunden hat, kann Patienten eine tragfähige Begleitung anbieten.“ Wissenschaftliche Daten belegen unterdessen, den Nutzen einer frühen Einbeziehung palliativmedizinischer Fachkräfte und Maßnahmen bei Diagnose einer nicht heilbaren Krebserkrankung. So zeigte eine Studie aus den USA eine Verbesserung der Lebensqualität bei Patienten mit neu diagnostiziertem Lungenkrebs, wenn in die Behandlung zeitnah ein Palliativteam hinzu-gezogen wurde.

+++ Palliativmedizin +++
Frühe Einbeziehung und Interdisziplinarität bei Krebserkrankungen sind gefragt.

23. Februar 2012 – Im Rahmen des Deutschen Krebskongresses diskutierten Experten ein schwieriges Thema – die Palliativmedizin. Bedingt durch steigende Betroffenenzahlen bei Krebserkrankungen ist die Palliativmedizin in der Onkologie von wachsender Bedeutung – denn häufig ist Krebs in vielen Fällen leider nach wie vor nicht heilbar. Bei betroffenen Menschen kann gegen ihre Leiden am Lebensende jedoch viel getan werden.

Ziel der Palliativmedizin ist es, die Lebensqualität und Selbstbestimmung des Patienten durch lindernde Maßnahmen weitgehend zu erhalten. Dazu gehören neben gezielten Schmerztherapien und Behandlungen anderer belastender Symptome wie Appetitlosigkeit oder Müdigkeit auch eine umfassende psychologische Betreuung. Um den komplexen Anforderungen der Behandlung und Begleitung von Palliativpatienten gerecht zu werden, erfolgt die Versorgung durch ein multiprofessionelles Team, das sich bedarfsorientiert aus Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten, Sozialarbeitern, Seelsorgern und Psychologen zusammensetzt.  >>>   

 

Neben der Wirksamkeit belegen die Studien erneut die gute Verträglichkeit und Sicherheit des Angiogenesehemmers: Das Sicherheitprofil entsprach insgesamt dem vorausgegangener zulassungs-relevanter Studien mit Bevacizumab in anderen Indikationen. „Die Therapie von Patientinnen mit Eierstockkrebs mit Bevacizumab ist sicher und gut verträglich“, bestätigte Prof. Pfisterer. „Auch unter der Langzeittherapie beobachten wir keine negative Beeinträchtigung der Lebensqualität.“

+++ Ovarialkarzinom +++
Fortschritt durch Angiogenesehemmung: Zulassung für Bevacizumab beim Ovarialkarzinom
22. Februar 2012 - Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 10.000 Frauen mit der schweren Diagnose konfrontiert. In der medikamentösen Behandlung der betroffenen Frauen wurde jedoch seit fast 15 Jahren kein klinisch relevanter Fortschritt erzielt. Umso höher ist die aktuelle Zulassung von Bevacizumab einzuschätzen:

Der Angiogenesehemmer ist seit Dezember 2011 für die Primär-Therapie des fortgeschrittenen epithelialen Ovarialkarzinoms mit primärem Befall des Bauchfells oder der Eileiter in den FIGO-Stadien IIIB bis IV zugelassen. Bevacizumab wird in der Dosierung 15 mg/kg Körpergewicht alle drei Wochen initial zur Standardchemotherapie (6 Zyklen Paclitaxel 175 mg/m² plus Carboplatin AUC 6) und anschließend kontinuierlich als Mono- therapie über insgesamt 15 Monate oder bis zum Progress verabreicht.  >>>   

 

Das größte Risiko für einen Krankheitsrückfall besteht innerhalb der ersten beiden Jahre nach der Therapie. Die Nachsorgeuntersuchungen werden daher für diesen Zeitraum besonders engmaschig empfohlen: Im ersten Jahr monatlich, im zweiten Jahr alle zwei Monate. Dies gibt dem Patienten die Sicherheit, dass ein eventueller Rückfall rechtzeitig bemerkt und behandelt werden kann.

+++ Mundhöhlenkrebs +++
Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen müssen engmaschig sein
22. Februar 2012
Krebs der Mundhöhle und des Mundrachens macht hierzulande etwa drei von 100 Krebsfällen insgesamt aus. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome, die von der Mundschleimhaut ausgehen. Vor allem in den ersten beiden Jahren nach der Therapie besteht die Gefahr, dass der Krebs zurückkehrt. Häufige und regelmäßige Nachsorgeunter-suchungen werden deshalb empfohlen.

Rund 11.000-mal wird in Deutschland jedes Jahr die Diagnose Krebs der Mundhöhle oder des Mundrachens (Oropharynx) gestellt, davon in zwei Drittel der Fälle bei Männern. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, bestehen gute Heilungsaussichten. Hat sich der Tumor dagegen bereits in die Lymphknoten ausgebreitet, ist das Risiko für einen Krankheitsrückfall nach der Therapie hoch. Vor allem in den ersten beiden Jahren sind deshalb engmaschige Nachkontrollen notwendig.  >>>   

 

Am häufigsten erkranken Männer in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen (RB Münster) an Krebs. In diesen beiden Regionen liegen die Neuerkrankungsraten um rund 10 Prozent über der Deutschlandschätzung (511 Erkrankungen/100.000 Einwohner beziehungsweise 496/100.000, jeweils altersstandardisierte Rate, Europa-Standardbevölkerung).  Bei den Frauen werden die häufigsten Krebsneuerkrankungen in den nördlichen Bundesländern Hamburg (410/100000) und Schleswig-Holstein (388/100.000) festgestellt.

+++ Krebsregister +++
Neue Zahlen zu Krebserkrankungen in den Bundesländern.
21. Februar 2012 – Der interaktive Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister e.V. (GEKID) präsentiert ab sofort unter www.gekid.de die aktuellen Zahlen zum Krebsgeschehen aus den epidemiologischen Krebsregistern der Bundesländer. „Wir stellen für die Jahre 2008 und 2009 im Vergleich zum Jahr 2007 einen deutlichen um etwa 10 Prozent bzw. 20 Prozent Anstieg bei Brustkrebs und bei Hautkrebs fest“, so der Vorsitzende der GEKID, Prof. Dr. Alexander Katalinic, Universität zu Lübeck.

„Dieser Anstieg dürfte mit der bundesweiten Umsetzung des Mammographie-Screenings und des Hautkrebs-Screenings zusammenhängen.“ Für das Jahr 2009 geht die GEKID von etwa 481.000 neuen Krebserkrankungen in Deutschland aus.  >>>   

 

Durch den Beginn der Behandlung bereits vor der Operation,  die sogenannte neoadjuvante Therapie, soll der Tumor schon präoperativ deutlich verkleinert werden. Erst dann entfernen die Ärzte das restliche Tumorgewebe. Bisher ist der Ablauf bei Brustkrebs in den meisten Fällen noch umgekehrt: Erst nach der Entfernung und Untersuchung des Tumors wählen die Mediziner die Therapie aus. Die neoadjuvante Therapie hat den Vorteil, dass das Ansprechen des Tumors auf die Therapie direkt sichtbar wird.

+++ Wege zur personalisierten Brustkrebs-Therapie +++
Charité startet neues EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY - In diesem Projekt werden die Untersuchungen sehr eng mit klinischen Studien der German Breast Group (GBG) verknüpft.

20. Februar 2012 – Die Therapie von Brustkrebs genauer auf die jeweilige Patientin abzustimmen und so erfolglose Behandlungen zu vermeiden: Dieses  Ziel haben sich die Charité - Universitätsmedizin Berlin und elf Partnerinstitutionen aus insgesamt sechs Ländern gesetzt. Sie gaben jetzt den Startschuss für das EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY.

Schlüssel zum Erfolg soll die Entwicklung neuer Biomarker-Tests sein, wie Prof. Carsten Denkert, Leiter des Projekts am Institut für Pathologie der Charité, erläutert.  Biomarker-Tests geben Hinweise darauf, ob und wie eine Behandlung sich bei der jeweiligen Patientin auswirkt. Die Tests sollen bereits vor der operativen Tumor-Entfernung die Vorhersage erleichtern, welche Therapie bei einer Patientin erfolgversprechend ist.  >>>  

 

Alle in Deutschland erhältlichen Mistelpräparate sind rezeptfrei. Da rezeptfreie Medikamente nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, müssen Patienten die Kosten für eine Misteltherapie selbst tragen. Es gibt aber Ausnahmen: In der palliativen Therapie nicht mehr zu heilender Krebserkrankungen kann die Mistel-therapie zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden und wird dann auch von den Krankenkassen finanziert.

+++ Mammakarzinom +++
Verbesserung der Lebensqualität durch die Misteltherapie mit Iscador
17. Februar 2012 – In Deutschland hat das Mammakarzinom mit 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr die höchste Inzidenz (25,9 Prozent) und Mortalität (17,1 Prozent) aller Krebsarten bei Frauen. Die Behandlung erfordert in der Regel eine multimodale Therapie mit primärer Operation, gefolgt von adjuvanter Strahlen-, Chemo- und/oder Hormontherapie. Wegen der häufigen Nebenwirkungen adjuvanter Therapien, insbesondere der Chemotherapie und des Risikos einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität, gewinnt die komplementäre Therapie mit Mistelextrakten immer mehr an Bedeutung. So berichten Ärzte einstimmig über eine bessere Lebensqualität der Patientinnen, die ergänzend zur Chemotherapie eine Misteltherapie erhielten. Mistelpräparate haben zudem immunmodulierende Eigenschaften, so dass auch ein schützender Effekt gegen die Chemotherapie-bedingte Neutropenie vermutet wird.  >>>  

 

Knochenmetastasen lösen oft akute skelettbezogene Komplikationen aus. Sie sind definiert als pathologische Frakturen, Rückenmarkskompressionen, Bestrahlungen und Operationen. SRE verursachen häufig heftige Schmerzen, und verringern die Mobilität der Patienten. Zudem beeinträchtigen sie die Lebensqualität, verlängern die stationäre Aufenthaltsdauer und belasten insgesamt das Gesundheitswesen stark.

+++ Brustkrebs und skelettbezogene Komplikationen +++
Mehr Lebensqualität trotz Knochenmetastasen: Denosumab verzögert SRE bei soliden Tumoren gegenüber Standardtherapie
5. Februar 2012 – Etwa 480.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Die Zahl der Neuerkrankungen, so schätzen Experten, werden bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Aufgrund des medizinischen Fortschritts können mittlerweile immer mehr Betroffene geheilt oder zumindest in einer stationären Phase gehalten werden. Bei vielen Patienten im fortgeschrittenen Stadium bilden sich sehr häufig Knochenmetastasen insbesondere, wenn es sich um ein Prostata- oder Mammakarzinom als Primärtumor handelt. Ossäre Metastasen können zu typischen skelettbezogenen Komplikationen (SRE) führen, die in der Regel mit starken Schmerzen und langen Klinikaufenthalten einhergehen. „Krebspatienten verdienen nicht nur die beste Chemotherapie, sondern auch die beste supportive Behandlung zur Prävention skelettaler Ereignisse und Aufrechthaltung einer hohen Lebensqualität“, so Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar, München.  >>>   

  

Prof. Dr. Kurt Miller

+++ Therapie mit Sunitinib +++
Ansprechrate ist ein entscheidendes Auswahlkriterium beim mRCC
30. Januar 2012 – Sunitinib ist Erstlinienstandard beim mRCC, als Therapiestandard bei GIST nach Imatinib-Versagen etabliert und wird in der Behandlung von pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET) eingesetzt. Mit Sunitinib wurde eine objektive Ansprechrate von 47 Prozent in einer Phase-III-Zulassungsstudie zur Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzell-karzinoms (mRCC) erreicht. Bei anderen Substanzen beträgt diese etwa 30 Prozent. Dass dies auch klinisch höchst relevant ist, unterstrich Professor Dr. Kurt Miller, Berlin, auf einer Pressekonferenz von Pfizer Oncology: „Für viele Patienten ist es sehr motivierend, eine Verkleinerung des Tumors zu sehen – also zu sehen, dass ein Medikament das tut, was es tun soll. Zudem können durch Metastasen hervorgerufene Beschwerden gelindert werden.“ Darüber hinaus weisen die aktuellen Daten darauf hin, dass beim mRCC zwischen dem Ansprechen eines zielgerichteten Medikaments und dem Gesamtüberleben ein Zusammenhang bestehen könnte. „Und eine Verlängerung des Überlebens ist letztlich das wichtigste Ziel in der heutigen mRCC-Therapie“, sagte der Urologe.  >>>  

 

Wissenschaftler aus dem In-und Ausland diskutieren Qualitätssicherung in der Onkologie. - Beim kommenden Deutschen Krebskongress wird es erstmals ein gemeinsames Symposium mit der American Society of Clinical Oncology (ASCO) geben. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung befasst sich mit dem Thema der Versorgungsqualität in der Onkologie. - Hier finden Sie alle wichtigen Eckdaten, Adressen und Kontaktdaten rund um den 30. Deutschen Krebskongress.

+++ Joint ASCO Meeting auf dem DKK 2012 +++
Wissenschaftler aus dem In-und Ausland diskutieren die Qualitätssicherung in der Onkologie
30. Januar 2012 – beim kommenden Deutschen Krebskongress (DKK 2012) wird es erstmalig ein gemeinsames Symposium mit der American Society of Clinical Oncology (ASCO) geben. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung befasst sich mit dem Thema der Versorgungsqualität in der Onkologie. „Deutschland und die USA kämpfen in der Qualitätssicherung mit ähnlichen Problemen. Wir suchen die Diskussion, um Parallelen aufzuzeigen und voneinander zu lernen“, erläutert Professor Peter Albers, Präsident des DKK 2012. Während Deutschland auf onkologische Zentren setzt, besteht hierzulande wenig Erfahrung bei der Qualitätssicherung in der ambulanten onkologischen Versorgung. Das von der ASCO initiierte amerikanische QOPI-System könnte hier Orientierung bieten.  >>>   

 

+++ Preis für Präventivmedizin 2012 +++
Daylong actinica in der Prophylaxe des hellen Hautkrebs ausgezeichnet
30. Januar 2012 – Die Inzidenz bei Hautkrebs ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. Der Grund dafür ist zum einen die höhere Lebenserwartung, zum andern das veränderte Freizeitverhalten (Sonnenbaden, Sport und zahlreiche andere Tätigkeiten im Freien).

Die Internationale Gesellschaft für Präventivmedizin e. V. (IGP) fördert seit mehr als 40 Jahren internationale Forschungsvorhaben zur öffentlichen Gesundheitspflege und Gesundheitsvorsorge. 2011 hatte die Gesellschaft zum zweiten Mal einen Preis für Präventivmedizin ausgeschrieben und damit auf einstimmigen Jurybeschluss das Klasse I-Medizinprodukt Daylong actinica® auf einer Festveranstaltung in Berlin ausgezeichnet. Das dermatologische Präparat hat ein hohes Potenzial in der Prophylaxe des hellen Hautkrebs und kann ferner bereits manifeste Präkanzerosen wie aktinische Keratosen wirkungsvoll reduzieren und erfüllt damit die Ausschreibungskriterien.  >>> 

v. l. Prof. J. Schulz  Dr. U. Hornung und Prof. J. Welzel

 

Eine Erhaltungstherapie stellt beim NSCLC einen Paradigmenwechsel dar: Bisher forderten die Daten und damit die verschiedenen Guidelines eine platinhaltige First-Line-Therapie über maximal 4 Zyklen, dann eine Therapiepause und schließlich beim Auftreten einer Progression eine Second-Line-Therapie. Nun ließ sich aber darstellen, dass es durch eine verlängerte Therapie gelingt, die progressionsfreie Zeit signifikant zu verlängern.

+++ Neues Therapiekonzept beim NSCLC +++
Erhaltungstherapie mit Pemetrexed verzögert den Progress signifikant
30. Januar 2012 – Grundsätzlich kommen etwa 50–60 Prozent der Lungenkarzinom-Patienten für eine Erhaltungstherapie infrage, das sind jene  in gutem Allgemeinzustand, welche auf 4–6 Zyklen einer platinhaltigen First-Line-Therapie mit zumindest SD angesprochen haben und keine protrahierten Toxizitäten aufweisen. Ein Vorteil scheint sich für symptomatische Patienten zu ergeben, bei denen durch die Maintenance eine bessere Symptomkontrolle erzielt werden kann, aber auch für jene Patienten mit hoher Tumorlast oder einem rasch wachsenden, aggressiven Tumor. Im Oktober 2011 wurde die bestehende Zulassung für Pemetrexed (Alimta®) erweitert. Diese eröffnet den Weg in ein neues Therapie-konzept beim fortgeschrittenen oder metastasierten NSCLC. Ab sofort können Patienten, die in der Induktionstherapie Pemetrexed/Cisplatin erhalten haben und deren Krankheitsverlauf stabil war bzw. bei denen der Tumor ein Ansprechen gezeigt hat, mit Pemetrexed weiter therapiert werden.  >>>   

 

Bei knapp zwei Drittel (64 Prozent) aller Patienten wurde unter der Gabe von Ibandronat eine Reduktion der Schmerzintensität erzielt. Durchschnittlich sank die mittlere Schmerzintensität gemäß der visuellen Analogskala im Laufe der Beobachtungszeit von 3,1 ± 2,4 auf 2,3 ± 2 (p < 0,0001). Zugleich war der zusätzliche Analgetika-Gebrauch unter Ibandronat signifikant verringert

+++ Ibandronat +++
Wirksamkeit erneut im klinischen Alltag bestätigt
27. Januar 2012 – Die Wirksamkeit von Ibandronat in der Therapie des ossär metastasierten Mammakarzinoms wurde erneut unter Alltags-bedingungen nachgewiesen: Ibandronat reduziert   – ungeachtet der Vorbehandlung der Patienten – schnell und dauerhaft Schmerzen und zeigt wiederholt ein günstiges renales Verträglichkeitsprofil. Dies belegen die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung, die als Publikation zur Verfügung steht. In der bislang größten Datenerhebung zu Ibandronat (Bondronat®) an 3.515 Patienten stand die Untersuchung von Schmerz-reduktion, Analgetikaverbrauch und renaler Verträglichkeit unter Alltagsbedingungen im Fokus. Die Patienten erhielten über einen Zeitraum von 24 Wochen Ibandronat in der Standard-Dosierung i.v. (6 mg alle 3-4 Wochen oder oral 50 mg/Tag). Die Auswertung der nicht-interventionellen Studie (NIS) zeigt, dass Ibandronat die Schmerzen schnell und anhaltend senkt.  >>>   

 

2012 sind insgesamt acht Patienten-Seminare im gesamten Bundesgebiet geplant. Die Teilnahme ist kostenlos.

+++ Malignes Melanom +++
Bundesweite Seminarreihe für Patienten unter der Schirmherrschaft von Vicky Leandros
26. Januar 2012 – Die Diagnose „malignes Melanom“ (schwarzer Hautkrebs) kommt nicht selten völlig unerwartet und wirft viele Fragen und Ängste auf. Mit der Seminarreihen für Melanom-Patienten mit dem Titel „Wissen zählt - bei Diagnose Melanom handeln“, sollen Betroffene und Angehörige darüber informiert werden, wie sie mit der Diagnose schwarzer Hautkrebs umgehen können, wo sie Hilfe erhalten und was sie im Hinblick auf die Diagnose und Therapie erwartet.

Experten - Dermatologen, Onkologen und Psychoonkologen sowie Vertreter von Selbsthilfegruppen aus der jeweiligen Region - erläutern in einer Podiumsdiskussion die relevantesten Fragestellungen zum malignen Melanom. Patienten und Angehörige können sich aktiv an dieser Diskussion beteiligen. Die Teilnehmer erhalten darüber hinaus weiterführendes Informationsmaterial.  >>>   

 

Als 100%ige Takeda-Tochter entwickelt Millennium: The Takeda Oncology Company mit Sitz in Cambridge, Massachusetts (USA), weltweit federführend alle onkologischen Substanzen aus der Takeda- und Millennium-Forschung sowie aus Entwicklungs- kooperationen mit anderen Unternehmen. Die Onkologie-Pipeline von Millennium: The Takeda Oncology Company ist mittlerweile mit mehr als 15 Produktkandidaten gefüllt.

+++ Zukunft Onkologie +++
Beeindruckende Daten für neue, innovative Substanzen
26. Januar 2012 – Langfristig wird sich die Behandlung von Krebs zu einer individualisierten Therapie entwickeln. Takeda Pharma arbeitet mit Hochdruck daran, sein Onkologie-Portfolio auszubauen und ein weltweit führender Anbieter in der Onkologie zu werden. Die Takeda-Tochter Millennium: The Takeda Oncology Company hat mittlerweile mehr als 15 Produktkandidaten mit innovativen Wirkprinzipien im Portfolio. Für das Antikörper-Drug-Konjugat (ADC) Brentuximab Vedotin zur Therapie des Hodgkin-Lymphoms (HL) und des anaplastisch-großzelligen Lymphoms (ALCL) wird mit der EU-Zulassung im Sommer 2012 gerechnet. Takeda Pharma vertreibt schon seit über zwanzig Jahren das LHRH-Analogon Leuprorelinacetat unter den Markennamen Enantone® / -Gyn, Trenantone® / -Gyn und Sixantone®. Damit ist das Unternehmen u.a. in den Indikationsbereichen des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms und des prä- und perimenopausalen Mammakarzinoms erfolgreich.  >>>  

 

In einer Phase-II-Studie der Deutschen Studiengruppe für hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (DSHNHL), führte die Pharmakokinetik-basierte Gabe von Rituximab (MabThera®) bei älteren Patienten mit DLBCL und schlechter Prognose zu längerem Überleben. Standardtherapie in der Erstlinien-behandlung des DLBCL bei älteren Patienten ist die Kombination aus acht Dosen Rituximab und sechs Zyklen einer CHOP-Chemotherapie (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison).

+++ Maligne Lymphome +++
Neue, vielversprechende Ergebnisse in der NHL- und CLL-Therapie
25. Januar 2012 – Bei älteren Patienten mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) und schlechter Prognose kann ein pharmakokinetisches Therapieschema des Anti-CD20 Antikörpers Rituximab das Überleben verlängern1. Diese und weitere aktuelle Daten zur Behandlung maligner Lymphome wurden auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH), präsentiert, die Ende 2011 in San Diego stattfand. Vorgestellt wurden dort auch erste Daten zu einer Rituximab-Erhaltungstherapie bei der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) sowie zur Behandlung mit dem neuen Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab (GA101). Von diesem erhofft man sich bei Non Hodgkin-Lymphomen und der CLL weitere klinische Vorteile für die Patienten.  >>>   

 

+++ ALL-Rezidiv +++
Weltgrößte Studie zu häufigster Krebserkrankung bei Kindern: Charité und Projektpartner erforschen optimale Therapie bei Leukämie-Rückfällen
24. Januar 2012 – Die Charité - Universitätsmedizin Berlin koordiniert mit einem jetzt gestarteten EU-Projekt die weltweit größte Studie zum Kampf gegen die häufigste Krebserkrankung bei Kindern, die akute lymphoblastische Leukämie (ALL).

Im Rahmen des Projekts IntReALL (Study for Children with Relapsed ALL) werden Rezidive bei bereits behandelter ALL erforscht, damit mehr junge Patienten dauerhaft geheilt werden können. Das ALL-Rezidiv ist die häufigste Todesursache bei krebskranken Kindern. Während die Überlebenschancen bei einer Ersterkrankung an dieser Leukämieform in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich gestiegen sind, haben die jungen Patienten bei einem Rückfall wesentlich schlechtere Aussichten.  >>>   

Die akute lymphoblastische Leukämie trifft in Deutschland jährlich rund 500 Kinder und Jugendliche, von denen im Schnitt rund 70 einen Rückfall erleiden. Dass ALL so selten ist, erschwert umfassende Studien. Hier setzt das internationale Großprojekt IntReALL an.

 

Längst betreffen opportunistische Pilzinfektionen durch Candida species nicht nur Patienten mit Leukämie und Knochenmarkstransplantation, sondern auch Patienten mit langem Intensivstationsaufenthalt, nach großen Operationen und anderen das Immunsystem beeinträchtigenden Systemerkrankungen.

+++ Invasive Candidosen +++
Echinocandine 1. Wahl bei kritisch kranken Patienten mit Candidainfektion
17. Januar 2012 – Intensivmedizinisch versorgte Patienten sind besonders anfällig für Pilzinfektionen und haben ein hohes Letalitätsrisiko. In Deutschland sind jedes Jahr etwa 40.000 Menschen von dieser invasiven Candida-Infektion betroffen. Bei den Krankenhausinfektionen steht der Hefepilz inzwischen auf Platz 4 der Liste der gefährlichsten Erreger. Ein großes Problem ist die Zunahme resistenter Erreger.

Durch Behandlungsmaßnahmen wie z.B. große chirurgische Eingriffe, zentralvenöse Katheter und Hämodialyse wird die Entstehung von invasiven Candida-Infektionen aber noch weiter begünstigt. Um die Therapie so individuell wie möglich gestalten zu können, ist der Einsatz neuer Medikamenten-Klassen unverzichtbar. Echinocandine wie Micafungin (Mycamine®) erhalten in den aktuellen europäischen Leitlinien für die Behandlung kritisch Kranker den höchsten Empfehlungsgrad A-I.  >>> 

 

Die Behandlung von chronischen Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen erfordert ein interdisziplinäres therapeutisches Konzept, das im regulären Praxis- oder Stationsalltag oft nur schwer zu realisieren ist.   Wir bieten im Deutschen Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik/ Universität Witten/Herdecke multimodale Schmerztherapie für Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen im ambulanten und stationären Rahmen an.

+++ Hilfe für Kinder und Jugendliche +++
Deutsches Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik, der Universität Witten/Herdecke gegründet
Datteln 16. Januar 2012 – Mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Die Folgen dieser stillen Epidemie für die Betroffenen sind fatal – individuelles Leid und massive Schulausfälle drohen betroffenen Kindern. Am 16. Januar 2012 wurde an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/ Herdecke das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet. Hier finden Kinder, Jugendliche und ihre Familien Hilfe auf dem Weg zurück in ein schmerzfreies Leben. Unter www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de  finden Patienten, Eltern, Ärzte und Therapeuten umfassende Informationen rund um das Thema Kinderschmerztherapie.  >>> 

  

Seit der Erstzulassung von VELCADE® in den USA am 13. Mai 2003 wurden weltweit drei Fälle einer versehentlichen intrathekalen Applikation mit tödlichem Ausgang berichtet. Jeder einzelne dieser Fälle kann als akzidentell angesehen werden und ereignete sich, als zeitgleich mit einer onkologischen intrathekalen Chemotherapie eine intravenöse VELCADE® Verabreichung vorgesehen war.

+++ Rote-Hand-Brief +++
Korrekte Verabreichung von Velcade® (Bortezomib) erfolgt nur intravenös!
Berlin, 16. Januar 2012 – Bortezomib ist ein Zytostatikum und wird in Kombination mit Melphalan und Prednison oder als Monotherapie bei der Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom eingesetzt.
Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief daraufhin, dass Bortezomib ausschließlich intravenös verabreicht werden darf. Die Information enthält darüber hinaus Empfehlungen, um das Risiko einer unsachgemäßen Applikation zu reduzieren. Hintergrund des Rote-Hand-Briefs sind drei Fälle einer versehentlichen intrathekalen Applikation mit tödlichem Ausgang, die seit der Erstzulassung berichtet wurden.  >>>   

 

+++ First-Line-Therapie des fortgeschrittenen NSCLC +++
Bevacizumab plus Cisplatin/Gemcitabin auch in der INNOVATIONS-Studie hoch wirksam
13. Januar 2012 – Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, die für eine platinhaltige Chemotherapie in Frage kommen, profitieren vom zusätzlichen Einsatz des VEGF-Antikörpers Bevacizumab (Avastin®). Dies bestätigen die Ergebnisse der INNOVATIONS-Studie: Mit der Kombination Bevacizumab + Cisplatin/Gemcitabin erreichten Patienten ohne nachgewiesene EGFR-Mutation ein medianes Gesamtüberleben von 18 Monaten. Damit belegt nun – nach der AVAiL- und der SAiL-Studie – die dritte klinische Studie die gute Wirksamkeit von Bevacizumab plus Cisplatin-Dublette. Die in deutschen Zentren durch die ABC-Studiengruppe durchgeführte randomisierte Phase-II-Studie INNOVATIONS untersuchte den innovativen Ansatz einer chemotherapiefreien Kombination aus Bevacizumab plus dem EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor Erlotinib in einem unselektionierten Patientenkollektiv mit neu diagnostiziertem, nicht-squamösen NSCLC im Stadium IIIB/IV.   >>>  

Die Ergebnisse der INNOVATIONS-Studie zeigen, dass Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC ohne EGFR-Mutation von der in Europa häufig eingesetzten Cisplatin/Gemcitabin-haltigen Chemotherapie in Kombination mit dem VEGF-Antikörper Bevacizumab deutlich profitieren und ein ausgesprochen gutes medianes Gesamtüberleben von 18 Monaten erreichen können.

  

Die Live-Aufzeichnung aller Expertenrunden finden Sie unter www.krebsgesellschaft.de/ash_2011 und www.krebsgesellschaft.de/sabcs_2011.

Die Live-Aufzeichnung aller Expertenrunden finden Sie unter www.krebsgesellschaft.de/ash_2011 und www.krebsgesellschaft.de/sabcs_2011.

+++ DGK-Internetportal +++
Expertenrunden liefern aktuelle Kongressauswertungen von ASH und SABCS
9. Januar 2012 – Mit neuen Daten von der 53. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego und dem Antonio Breast Cancer Symposiums (SABCS) beschließt das Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) seinen onkologischen Kongresskalender 2011. Deutschsprachigen Medizinern und Onkologen bietet das DKG-Portal eine einzigartige Informationsmöglichkeiten via Internet: die aktuelle Bewertung von Kongressereignisse durch Video-Expertenrunden vor Ort.

Expertenrunden live vom ASH - Neue Entwicklungen und Therapiestandards - Die wichtigsten Daten zur Diagnostik und Therapie des myelodysplastischen Syndroms, der akuten und der chronischen myeloischen Leukämie.

Expertenrunde Multiples Myelom und Lymphome - Neue Entwicklungen und aktuelle Therapiestandards

Prof. Martin Dreyling - Bendamustin als Kombinationspartner für zielgerichtete Therapien.  >>>   

 

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass eine Hypermethylierung des Gens mit einer Resistenz gegen den bei dieser Erkrankung häufig eingesetzten Wirkstoff 5-FU einhergeht. In vier unabhängig voneinander untersuchten Patientenkollektiven mit kolorektalem Karzinom ließ sich dieser Zusammenhang nachweisen. Auch dem Mechanismus dieser Resistenz sind die Wissenschaftler auf der Spur: Sie fanden heraus, dass die Methylierung von TFAP2E dazu führt, dass das Gen DKK4 verstärkt abgelesen wird.

+++ Individualisierte Krebstherapie +++
Kann epigenetischer Biomarker Chemoresistenz beim Darmkrebs vorhersagen?

Methylierungsstatus des Gens TFAP2E entscheidet offenbar über die Wirksamkeit der Chemotherapie
5. Januar 2012 – Einen möglicherweise bedeutenden Schritt hin zur individualisierten Behandlung von Darmkrebs haben Wissenschaftler der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) getan. In einer Studie mit mehr als 200 Patienten konnten sie in dem Gen TFAP2E einen neuen Biomarker identifizieren, der eine Vorhersage über das Ansprechen von Darmkrebspatienten auf die Chemotherapie erlauben sollte; und zwar einerseits auf eine Chemotherapie mittels 5-Fluorouracil (5-FU) und anderen Chemotherapeutika und andererseits von 5-FU in Verbindung mit einer Strahlentherapie.

Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im New England Journal of Medicine publiziert (www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMoa1009473).  >>>   

 

+++ Hirntumoren bei Kindern +++
Direkt in die Mechanismen der Tumorentstehung eingreifen und Medulloblastome gezielt zerstören
München, 3. Januar 2012 – Was für verschiedene Krebsarten – wie etwa Brustkrebs, Lungenkrebs oder Prostatakrebs – gilt, haben die Forscher um PD Dr. Ulrich Schüller vom Zentrum für Neuropathologie der Ludwig-Maximilians-Universität nun auch für kindliche Hirntumoren nachgewiesen: Medulloblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren im Kindesalter. Um ungehindert wachsen zu können, benötigen die Tumorzellen ein spezielles Eiweiß, wie Münchner Wissenschaftler nun herausgefunden haben.

Ihre neue Erkenntnis soll als Basis für die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten gegen das Medulloblastom dienen. Denn den Forschern gelang es, das krebsfördernde Eiweiß medikamentös zu unterdrücken und so das Tumorwachstum zu hemmen. Die Deutsche Krebshilfe hat das Projekt mit 435.000 Euro unterstützt.  >>>   

Download Publikation: Expression of FoxM1 Is Required for the Proliferation of Medulloblastoma Cells and Indicates Worse Survival of Patients

 

Grund für die gesetzlichen Regelwerke sind die großen Gesundheitsgefahren, die von künstlichen UV-Strahlen ausgehen: „Wer vor dem 35. Lebensjahr regelmäßig Solarien nutzt, steigert sein Risiko, am gefährlichsten Hautkrebs, dem malignen Melanom, zu erkranken, um bis zu 75 Prozent“, so Prof. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der ADP. Rund 195.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu an Hautkrebs, 24.000 davon an einem malignen Melanom.

+++ Besserer UV-Schutz in Solarien +++
Bei Gesetzesverstößen drohen seit dem 1. Januar empfindliche Strafen
Bonn/Hamburg, 02.
Januar 2012 – Viele Solariennutzer wissen: Künstliche UV-Strahlen erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Wer dennoch nicht auf das Solarium verzichten möchte, wird in Zukunft besser geschützt sein. Seit dem 1. Januar 2012 ist die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter Strahlung (UVSV) in Kraft. „Da wir grundsätzlich davon abraten, UV-Strahlen aus Solarien zu nutzen, begrüßen wir diese Fortschritte“, sagt Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Das Gesetz und dessen Verordnung sorgen für mehr Sicherheit in Solarien.“

Bis August 2012 müssen alle Geräte ausgetauscht werden, die nicht mehr der europäischen Norm entsprechen – also die Haut mit mehr als maximal 0,3 Watt pro Quadratmeter bestrahlen. Diese Stärke entspricht einer Bestrahlung um 12 Uhr mittags am Äquator.  >>>   

 

+++ Skandal um fehlerhafte Brustimplantate +++
Billig-Brustimplantate-Hersteller will unter anderem Namen weiter produzieren
30. Dezember 2011 – Der Firmenchef von PIP (Poly Implant Prothèse), französischer Hersteller möglicherweise krebserregender Brustimplantate, will weiterhin medizinische Produkte herstellen. Weltweit sollen etwa 400.000 bis 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen des Herstellers PIP tragen. Die genaue Zahl der in Deutschland Betroffenen ist bislang unbekannt. Nach Informationen der französischen Tageszeitung „Nice Matin“ meldete Jean-Claude Mas bereits auf den Namen seiner beiden Söhne eine neue Firma zur Produktion von Implantaten an. Beim Handelsgericht in Toulon sei im Juni das Unternehmen France Implant Technologie (FIT) eingetragen worden. Vater Jean-Claude sei als kaufmännisch-technischer Berater vorgesehen gewesen. Laut dem Handelsregister von Toulon handelt es sich um ein Unternehmen, das chirurgisches und zahntechnisches Material herstellt. Dem Geschäftsplan zufolge, den „Nice-Matin“ veröffentlichte, will FIT aber Brustimplantate produzieren und greift dabei „dank seiner Mitarbeiter“ auf eine 30-jährige Erfahrung zurück. Neben Mas sollen zwei weitere PIP-Führungskräfte in dem neuen Unternehmen arbeiten.  >>>   

Quelle: Gabriel J Kaufman, Rita A Sakr, Cyrille Inguenault, Isabelle Sarfati, Claude Nos and Krishna B Clough: Silicone migration to the contralateral axillary lymph nodes and breast after highly cohesive silicone gel implant failure: a case report. In: Cases J 2, 2009, 420 doi:10.1186/1757-1626-2-6420

 

+++ Krebs-Prävention +++
2012 sportlich angehen und Krebs aktiv vorbeugen: Deutsche Krebshilfe gibt Tipps für gute Vorsätze zum Jahreswechsel
Bonn, 27. Dez. 2011 – „2012 bewege ich mich mehr!“ Einen besseren Vorsatz für das neue Jahr gibt es kaum, denn körperliche Aktivität stärkt das Immunsystem und kann Krebs vorbeugen. „Gönnen Sie sich und Ihrer Gesundheit ein bewegungsreiches neues Jahr“, empfiehlt Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Wir unterstützen Sie gern. Bei uns erhalten Sie kostenlose Informationsmaterialien und praxistaugliche Tipps für den Alltag“. Wer sich regelmäßig bewegt, tut sich selbst einen großen Gefallen: Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit steigen und das Krankheitsrisiko sinkt. Menschen, die täglich eine halbe Stunde körperlich aktiv sind, bekommen nachweislich seltener Darm-, Brust-, Prostata- und Gebärmutterkrebs.  >>>   

Präventionsratgeber - Umdenken! Dem Krebs aktiv vorbeugen. Die Präventionsratgeber zeigen Wege auf, wie sich Krebs durch eine gesunde Lebensweise vermeiden lässt und erläutern die Möglichkeiten der Krebs-Früherkennung. Sie können die Ratgeber kostenlos bestellen: Geben Sie hierzu die gewünschte Anzahl in das graue Feld ein und klicken Sie auf "kostenlos bestellen".

 

Zum Status der Versorgung von MDS-Patienten in Deutschland wurde bereits 2009 eine erste Analyse durchgeführt. Auf dem ASH wurden nun die Ergebnisse der neuen Analyse1 aus dem Jahr 2010 präsentiert und mit denen der vorhergehenden verglichen. In die Untersuchung gingen die Daten von 365 Patienten ein, die im dritten Quartal 2010 an 46 Zentren (12 Universitätskliniken, 15 kommunale Krankenhäuser, 19 niedergelassene Hämatologen) behandelt wurden.

+++ MDS und WHO-AML +++
Weiterhin Verbesserungsbedarf bei der aktiven Therapie älterer MDS-Patienten in Deutschland
22.12. 2011 – Wie eine auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Hematology (ASH) in San Diego vorgestellte Analyse zeigt, erhalten über 75-jährige Patienten mit myeloplastischen Syndromen (MDS) in Deutschland nach wie vor deutlich seltener eine aktive Therapie als jüngere Betroffene. Hierzu trägt bei, dass trotz des gestiegenen Anteils zytogenetischer Untersuchungen bei älteren Patienten die Verwendung darauf beruhender Prognoseabschätzungen nach dem International Prognostic Scoring System (IPSS) stagniert. Da diese Risikoklassifizierung eine wesentliche Voraussetzung für den Einsatz aktiver Therapien ist, werden diese älteren Patienten folglich seltener angeboten. Schwerwiegend ist dies besonders bei Betroffenen mit MDS höheren Risikos, deren schlechte Prognose durch den Einsatz von Azacitidin (Vidaza®) deutlich verbessert werden kann. Dass auch ältere Patienten mit einer nach den WHO-Kriterien definierten akuten myeloischen Leukämie (AML) von Azacitidin profitieren, belegen zwei weitere auf dem ASH vorgestellte Studien. Sie zeigen, dass nicht für eine intensive Chemotherapie geeignete Patienten unter einer Behandlung mit Azacitidin ein vergleichbar gutes Ergebnis erreichen, wie Patienten ohne Kontraindikationen für eine intensive Chemotherapie.  >>> 

 

+++ Malignes Melanom +++
Positives CHMP-Votum für Vemurafenib als Monotherapie bei Patienten mit einer BRAF-V600-Mutation
22.12. 2011 – Am 15. Dezember hat sich der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittel-Agentur EMA  für die Zulassung des BRAF-Inhibitors Vemurafenib (Zelboraf®) als Therapie beim malignen Melanom ausgesprochen. Die Empfehlung gilt für erwachsene Patienten mit einem nicht reserzierbaren oder metastasierten Melanom und einer BRAF-V600-Mutation. Sowohl die Zulassung der FDA als auch die aktuelle Empfehlung der EMA basieren auf den Ergebnissen der internationalen, randomisierten Zulassungsstudie BRIM (BRAF Inhibitor in Melanoma). Sie zeigte, dass eine Monotherapie mit Vemurafenib signifikant das Mortalitätsrisiko der Melanom-Patienten verringerte; und zwar um 63 % gegenüber der Standard-Chemotherapie mit Dacarbazin (HR = 0,37, 95 %-Konfidenzintervall(KI) 0,26-0,55, p < 0,001). Das Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung verringerte sich unter Vemurafenib ebenfalls signifikant um 74 % (HR = 0,26, p < 0,001 vs. Chemotherapie). Das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) sowie das progressionsfreie Überleben (PFS) waren die co-primären Endpunkte der Studie.  >>>  

Zu den sekundären Endpunkten zählten die Ansprechrate, die Ansprechdauer und das Sicherheitsprofil. Hohes Therapieansprechen unter Vemurafenib Die Ansprechrate (Response Rate, RR) lag bei Patienten im Vemurafenib-Arm bei 48 % und damit ca. neunmal höher als im Chemotherapie-Arm (5 %, p < 0,001). Wegen der sehr guten Wirksamkeit des BRAF-Inhibitors wurde auf Empfehlung der Behörden, insbesondere der FDA, die Studie vorzeitig beendet und der Crossover in die Vemurafenib-Gruppe ermöglicht.

 

Für eine erfolgreiche Zertifizierung durch die DKG und die DGS müssen Brustkrebszentren zahlreiche Vorgaben erfüllen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Patientinnen eine optimale Therapie erhalten, und zwar auf der Grundlage der aktuellen evidenzbasierten Leitlinien.

+++ Qualitätssiegel +++
Neue Untersuchungen dokumentieren die hohe Versorgungsqualität an zertifizierten Brustkrebszentren
5. Dezember 2011 – Bei jährlich 55.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs in Deutschland und über 20.000 Frauen, die daran sterben, ist in der Brustkrebsbehandlung das Zusammenwirken aller Fachrichtungen gefordert. Im Jahr 2000 wurde mit der Entwicklung eines Zertifizierungsverfahrens für Brustkrebszentren begonnen. Die Zielsetzung war eine Verbesserung und Standardisierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) Kliniken, die einen genau definierten Standard bei der Therapie von Betroffenen vorhalten müssen, mit einem Qualitätssiegel.

Die Versorgungsqualität an deutschen Brustkrebszentren mit diesem Qualitätssiegel ist hoch. Zu diesem Ergebnis kommen die beiden Fachgesellschaften in einem gemeinsamen Benchmarking-Bericht auf der Basis der Daten von rund 50.000 Brustkrebs-patientinnen an 246 Standorten in ganz Deutschland.   >>>   

  

Die Kombination von Vectibix® mit Oxaliplatin-haltiger Chemotherapie ist bei Patienten mit KRAS-mutiertem mCRC oder bei unbekanntem KRASmCRC- Status kontraindiziert. Vectibix® hat keinen Nutzen bei Patienten mit KRAS-mutierten Tumoren gezeigt. Zusätzlich zeigte eine klinische Studie der Phase III eine nachteilige Wirkung (Verkürzung) auf das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben bei Patienten mit mutiertem KRAS-Status, die Vectibix® in Kombination mit FOLFOX erhalten haben.

+++ Neue Risikoinformation +++
Berlin, 23. November 2011 – Rote-Hand-Brief zu Vectibix® (Panitumumab)
Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass die Kombination von Vectibix® (Panitimumab) mit Oxaliplatin-haltiger Chemotherapie bei Patienten mit KRAS-mutiertem metastasiertem kolorektalem Karzinom oder bei unbekanntem KRAS-Status kontraindiziert ist und der Nachweis des Wildtyp-KRAS-Status vor Beginn der Behandlung mit Vectibix® (Panitimumab) erforderlich ist. Vectibix® (Panitimumab) ist ein rekombinanter, vollständig humaner monoklonaler Antikörper gegen den humanen EGF-Rezeptor (epidermal growth factor) und indiziert zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom mit Wildtyp-KRAS in der Erstlinientherapie in Kombination mit FOLFOX, in der Zweitlinientherapie in Kombination mit FOLFIRI bei Patienten, die in der Erstlinientherapie eine Fluoropyrimidin-haltige Chemotherapie erhalten haben (ausgenommen Irinotecan) und als Monotherapie nach Versagen von Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-haltigen Chemotherapieregimen.  >>>  

 

+++ 3. Münchner Brustkrebs-Symposium +++
Optimale Therapieführung bei Tyrosinkinaseinhibitoren
München – Das Mammakarzinom ist weltweit der häufigste bösartige Tumor der Brustdrüse des Menschen. Hauptsächlich kommt es bei Frauen vor – nur etwa jede hundertste dieser Krebserkrankungen tritt bei Männern auf. In den westlichen Staaten ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Am Mammakarzinom sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krebs-erkrankung. In Deutschland erkranken jährlich über 55.100 Frauen an Brustkrebs, davon etwa 23.200 im Alter unter 60 Jahren. Die meisten Erkrankungen treten sporadisch auf, es gibt aber sowohl erbliche als auch erworbene Risikofaktoren. Neben der Heilung sind aber der Erhalt der betreffenden Brust und vor allem der Lebensqualität das erklärte Ziel der medizinischen Behandlung. Das medizinische Vorgehen basiert in hohem Maß auf Erfahrungen aus Studien und ist in weltweit akzeptierten Leitlinien standardisiert. Zahlreiche nationale und internationale Programme zur Früherkennung und zur strukturierten Behandlung sollen die Mortalität künftig senken.  >>>  

Am Mammakarzinom sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krebserkrankung. In Deutschland erkranken jährlich über 55.100 Frauen an Brustkrebs, davon etwa 23.200 im Alter unter 60 Jahren.

 

The Lancet, Early Online Publication, 3 November 2011doi:10.1016/S0140-6736(11)61095-7

+++ Strahlentherapie bei Prostatakarzinom? +++
Kombinierte Androgendeprivationstherapie und Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs: Eine randomisierte Phase-3-Studie
London, 3. November 2011 – Warde und Kollegen berichten über die Ergebnisse einer randomisierten Phase-III-Studie zum Vergleich Androgen-deprivationstherapie allein mit Androgendeprivationstherapie plus Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs.

In einer geplanten Zwischenanalyse von mehr als 1200 Männern, verbesserte die Kombination der Behandlung das Überleben sowohl statistisch als auch klinisch signifikant. Die Autoren der Studie schlussfolgern, dass die Vorteile der kombinierten Therapie bei allen Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom diskutiert werden sollte.  >>>   

 

+++ Prostatakarzinom (PCa) +++
Neueste Studienergebnisse sprechen deutlich für den Einsatz des GnRH-Blockers Degarelix als First-Line-Therapie
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – Das Prostatakarzinom ist der zweithäufigste Tumor des Mannes nach dem 50. Lebensjahr. In Deutschland erkranken jährlich etwa 58.000 Männer an einem PCa, dies entspricht 25,4 Prozent der Tumorerkrankungen bei Männern und nimmt somit in der Uro-Onkologie einen hohen Stellenwert ein. Ein nicht unerheblicher Anteil der PCa´s ist ohne Krankheitszeichen und bleibt zu Lebzeiten unerkannt.

In neuesten Studienergebnissen zeigt Degarelix hinsichtlich klinischer Parameter und Lebensqualität deutliche Vorteile für Patienten. Laut einer IQUO- Register-Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit des GnRH-Blockers auch außerhalb von klinischen Studien in der täglichen Praxis belegt, resümierten führende Experten auf dem 63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie.  >>>  

Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden (Klinikdirektor: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth)

Prof. Manfred Wirth

 

Dr. Roman  Rolke

+++ Neuropathischer Tumorschmerz +++
Seine Entstehung, seine Komorbiditäten und seine Therapie
Mannheim, DGSS 2011 – Dauerhafte und ständig wiederkehrende Schmerzen gehören zu den umfassendsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit. Für die Betroffenen bedeuten Schmerzen körperliches und seelisches Leid, meist auch eine Verschlechterung ihrer sozialen Situation. Die Schmerztherapie soll das damit verbundene Leid lindern und zu einer erträglichen Lebensqualität verhelfen. Ziel und Zweck des „Schmerzmanagement“ ist es, allen Patienten eine ihren persönlichen Bedürfnissen angemessene, zeitnahe und nach den neusten medizinischen Erkenntnissen ausgerichtete Schmerz-therapie zukommen zu lassen.

Auf einem Symposium anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses diskutierten Experten im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen aktuelle Aspekte zu Schmerzentstehung, Komorbiditäten und Management. Dabei standen Probleme der Einordnung und Therapie neuropathischer Schmerzen im besonderen Interesse.  >>>   

 

+++ Patienten-Informationsfilm +++
Neue DVD „Brustkrebs“ der Deutschen Krebshilfe hilft Betroffenen
Bonn, 27. Oktober 2011 – Brustkrebs ist eine Diagnose, die bei den erkrankten Frauen und ihren Angehörigen große Ängste verursacht. Für die Betroffenen stellen sich viele Fragen, etwa über die Heilungschancen und Therapien, über Nebenwirkungen, Nachsorgemaßnahmen und über Möglichkeiten eines Brust-Wiederaufbaus. In ihrem neuen Patienten-Informationsfilm „Brustkrebs“ beantwortet die Deutsche Krebshilfe diese Fragen. Der Film auf DVD kann kostenfrei angefordert werden.

„Dieser Film soll Betroffenen und ihren Angehörigen zeigen, wie sie ihren eigenen Weg im Umgang mit der Krankheit finden“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Die offenen und sehr persönlichen Schilderungen der betroffenen Frauen und Männer sind dabei eine große Hilfe.“  >>> 

Darüber hinaus hält die Deutsche Krebshilfe weitere DVDs zu den Themen „Strahlentherapie“, „Prostatakrebs“ und „Krebs bei Kindern“ vor. Alle Filme können kostenfrei angefordert werden unter der Telefonnummer 02 28/72 99 0-0, im Internet unter www.krebshilfe.de.

 

+++ Akute myeloische Leukämie +++
Clofarabin als neuer Kombinationspartner - Hochrisikopatienten profitieren von Clofarabin-Regime
Neu-Isenburg, 24. Oktober 2011 – Bei älteren Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) ebenso wie bei AML-Patienten mit ungünstiger Zytogenetik und in der Rezidivsituation sind die Therapieoptionen bislang limitiert. Die Suche nach weiteren effektiven Substanzen ist daher vordringlich. Für Clofarabin liegen in der CLASSIC I Studie jetzt erste Erfahrungen in der Kombinationstherapie mit Cytarabin (Ara-C) bei Hochrisikopatienten vor. Außerdem werden verschiedene Therapieregime mit Clofarabin als Kombinationspartner derzeit als Brücke zur Stammzelltransplantation geprüft. Die neuen Clofarabin enthaltenen Regime können nun nach den ersten Ergebnissen als eine hoffnungsvolle neue Option in der Therapie akuter myeloischer Leukämie angesehen werden.  >>>  

 

+++ Neue Risikoinformation +++
Risiko für das Auftreten sekundärer Primärmalignome bei Patienten, die mit Lenalidomid (Revlimid®) behandelt werden.
Berlin, 21. Oktober 2011 – Revlimid® ist in der Europäischen Union in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben, zugelassen. Aufgrund der Beobachtung einer 4-fach höheren Inzidenz
sekundärer Primärmalignome bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom unter Lenalidomid im Vergleich zu den Kontrollgruppen, wurde das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Revlimid® in der zugelassenen Indikation vom CHMP überprüft. Um auf das Risiko für das Auftreten von SPM aufmerksam zu machen, wurde in die Fachinformation ein neuer Warnhinweis aufgenommen. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Lenalidomid wurden nur in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben, nachgewiesen.  >>> 

 

Prof. Wolfgang Knauf, Frankfurt, ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler medizinischer Fachgesellschaften, u.a.: Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, Deutsche Krebsgesellschaft und deren Arbeitsgemeinschaft für internistische Onkologie, European Haematology Association, American Society of Hematology.

Prof. Wolfgang Knauf

+++ Maligne Lymphome +++
Bendamustin: Eckpfeiler der Lymphom-Therapie in Klinik und Praxis

Basel, DGHO 2011 – Die therapeutischen Optionen zur Behandlung niedrig maligner Lymphome sind in den letzten Jahren deutlich erweitert worden. Hierzu hat Bendamustin entscheidend beigetragen. Die Substanz überzeugt durch die gute Kombination aus Wirksamkeit und Verträglichkeit. Dies belegen neue Studienergebnisse bei indolenten Lymphomen (iNHL), chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und Multiplem Myelom (MM).

Bei einem Symposium anlässlich der Jahrestagung der deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hämatologie und Onkologie (DGHO) wurde deutlich, dass Bendamustin daher nicht nur in den Leitlinien verankert ist, sondern in der hämato-onkologischen Therapie niedrig maligner Lymphome in Deutschland fest etabliert ist. Denn aktuelle Daten des Tumorregisters Lymphatische Neoplasien zeigen, dass Bendamustin sowohl in der First-line Therapie als auch im Rezidiv von allen zur Verfügung stehenden Substanzen die am häufigsten eingesetzte Substanz bei indolentem NHL und der CLL ist.  >>> 

 

Die Deutsche Krebshilfe hält umfangreiches, kostenloses Informationsmaterial zum Thema Brustkrebs bereit: Ratgeber, Präventionsfaltblätter, Plakate sowie Patienten-Informationsfilme auf DVD können bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, oder hier bestellt oder heruntergeladen werden.

+++ Sport schützt vor Brustkrebs +++
Deutsche Krebshilfe gibt Tipps im Brustkrebsmonat Oktober

Bonn, 12. Oktober 2011 – Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Tumorerkrankung der Frau. Jede zehnte Frau ist im Laufe ihres Lebens von dieser Krankheit betroffen. „Sport kann als ein 'Medikament' gegen Brustkrebs bezeichnet werden“, betont Professor Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München, anlässlich des Brustkrebsmonats.

„Sich regelmäßig körperlich bewegen wirkt vorbeugend gegen Krebs und verbessert auch nachweislich die Heilungschancen, wenn der Tumor bereits aufgetreten ist.“ Die Deutsche Krebshilfe bietet Interessierten kostenlos das Präventionsfaltblatt „Bewegung: Schritt für Schritt“ sowie den blauen Ratgeber „Bewegung und Sport bei Krebs“ an.  >>>    

  

Die erste Bewährungsprobe eines heterologen Immunserums gegen menschliche Lymphozyten, des ‚Münchner ALG’, das unter Leitung von Prof. Walter Brendel durch Immunisierung von Pferden gewonnen worden war. Prof. Barnard hatte das Serum nach Kapstadt einfliegen lassen, um damit Dr. Philip Blaiberg zu behandeln, den zweiten Patienten, den er einer Herztransplantation unterzogen hatte. Dieser hatte eine steroid-resistente, spät-akute Abstoßung entwickelt. ALG rettete ihm das Leben.

+++ Zelltransplantation +++
Kurativer Therapieansatz bei einer Vielzahl von hämatologischen Erkrankungen 
Basel, gemeinsame Jahrestagung der DGHO, ÖGHO, SGMO und SGH+SSH 2011 – Seit der ersten erfolgreichen Knochenmarktransplantation vor 36 Jahren in den USA hat sich die Stammzelltransplantation zu einem festen Bestandteil in der Behandlung bösartiger Bluterkrankungen entwickelt. Insbesondere im pädiatrischen Bereich gibt es aber auch eine Reihe von zwar nicht bösartigen, aber dennoch lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie z. B. angeborene Anämien oder Immundefekte, die mit einer Stammzelltransplantation geheilt werden können.

Die Transplantation allogener hämatopoetischer Stammzellen ist heute ein etabliertes Therapieelement bei hämatologischen Neoplasien mit hohem Rückfallrisiko sowie bei Patienten mit angeborenem oder erworbenem Knochenmarksversagen und Immundefekt. Diese Therapieform ist jedoch mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden. Hauptursachen hierfür sind - neben opportunistischen Infektionen und der Venoocclusiven Erkrankung (VOD) – die Graft-versus-Host Erkrankung (GvHD) und ein Rezidivieren der zugrundeliegenden Grunderkrankung.  >>>   

 

Foto (v.l.n.r.): Dr. med. Dirk Einecke, Dr. Christian Schetter, Prof. Dr. med. Hermann Sebastian Füeßl

+++ MMW-Arzneimittelpreis 2011 +++
ATG-Fresenius S® steht für erfolgreiche Organtransplantationen
Basel, gemeinsame Jahrestagung der DGHO, ÖGHO, SGMO und SGH+SSH 2011 – 30 Jahre Immunsuppression mit ATG-Fresenius S®, unter diesem Motto wurde ein Medikament geehrt, das mit der Geschichte der Transplantation untrennbar verbunden ist.

Der polyklonale Antikörper ist seit Jahren Standard zur Therapie und Prophylaxe akuter Abstoßung in der Transplantation solider Organe. Auf die PTLD (post-transplant lymphoproliferative disorder) wirkt ATG-Fresenius günstig, indem es verhindert, dass menschliche B-Zellen mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert werden. Darüber existieren weitere Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Hämatologie, z. B. in der Therapie der aplastischen Anämie.

Der jüngste Meilenstein ist die Zulassung von ATG-Fresenius S® als Standardprophylaxe der Graft versus Host Disease bei Fremdspender-Stammzelltransplantationen bei Erwachsenen. Mit der Verleihung des MMW-Arzneimittelpreises wird dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte die verdiente Anerkennung zuteil.  >>>  

 

Dr. med. Friedrich Overkamp, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sowie Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Internistische Onkologie in Recklinghausen.

Dr. med.

Friedrich Overkamp

+++ Knochenmetastasen und SRE +++
Denosumab: Neue Hoffnung für Patienten mit Skelettbezogenen Komplikationen
München – Mehr als 1,5 Millionen Krebspatienten weltweit weisen Knochenmetastasen auf. So sind bis zu 75 Prozent der Patienten mit Mamma- oder Prostatakarzinom von Knochenmetastasen betroffen. Skelettkomplikationen wie Frakturen, erforderliche knochenchirurgische Eingriffe oder auch Radio-therapie zur Schmerzlinderung und Frakturprävention sowie Rückenmarkskompression sind die schmerzhaften und gravierenden Folgen von Knochen-metastasen. 52 Prozent der Mammakarzinom-Patientinnen und 25 Prozent der Prostatakarzinompatienten erleiden schwerwiegende Frakturen, mit allen nachfolgenden Konsequenzen, wie Operation, Rehabilitation oder Pflegebedürftigkeit bis hin zum Verlust der Mobilität. Bis zu 92 Prozent der Patienten mit Knochenmetastasen leiden unter Knochenschmerzen, die ihren Alltag massiv beeinträchtigen.

Der einmal monatlich subkutan zu applizierende vollhumane Antikörper Denosumab stellt mit seinem innovativen Wirkansatz einen klaren Fortschritt in der Behandlung der Folgen von Knochenmetastasen dar. Mit der Markteinführung von Denosumab ist jetzt eine neue Behandlung mit einem innovativen Wirkmechanismus zur Prävention metastasenbedingter und skelettbezogener Komplikationen verfügbar. Ein medizinischer Fortschritt, der zur essentiellen Verbesserung der Lebensqualität schwerkranker Patienten beitragen kann.  >>>   

  

Die Schmerztherapie erhält in Deutschland zu Recht einen immer höheren Stellenwert. Denn es muss unser gemeinsames Ziel sein, dass Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten in Deutschland in jeder Krankheitssituation auf einen kompetenten Arzt oder Ärztin oder auf ein kompetentes Team treffen, die sie individuell behandeln.  Das Ziel einer erfolgreichen Behandlung ist es, weitgehende Schmerzfreiheit zu erreichen.

+++ Bessere Versorgung von Schmerzpatienten +++
Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster: Erste Evaluationsdaten vorgestellt
Berlin, HAI 2011 – Patienten befürchten häufig, aufgrund ihrer Erkrankung an Schmerzen zu leiden. Leider ist diese Angst oft begründet, denn die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland ist verbesserungswürdig. Es kommt vor, dass  Betroffene über Jahre von einem Arzt zum nächsten gehen, weil ihre Schmerzen nicht adäquat behandelt werden.

Im Rahmen des diesjährigen HAI wurden die ersten Evaluationsdaten der Versorgungsforschungsstudie des Aktionsbündnisses „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ vorgestellt. Für eine effektive Therapie der Schmerzpatienten ist nicht nur die medikamentöse Therapie unerlässlich, auch die nicht-medikamentösen Maßnahmen sind von Bedeutung.  >>>   

 

Obwohl es mehrere Tests gibt, die prognostische Informationen liefern, wird nur Oncotype DX® als Multi-Gentest bezüglich seiner prädiktiven Aussagekraft in die neuen Empfehlungen aufgenommen. Nach Ansicht der großen Mehrheit der Experten (Abstimmungsergebnis: 84,4 % zu 15,6 %) kann die 21-Gen-Signatur angewendet werden, um bei Hormonrezeptor-positiven Patientinnen das Ansprechen auf eine Chemo-therapie vorherzusagen.

+++ Molekulare Tumordiagnostik +++
Neue internationale Richtlinien zur Diagnose und Behandlung von Brustkrebs
Genf, Schweiz – Das Expertengremium der Internationalen Brustkrebskonferenz von St. Gallen hat Oncotype DX® als Prädiktor zur Abschätzung des Nutzens einer Chemotherapie in seine Konsensus-Empfehlungen aufgenommen. Neue internationale Richtlinien betonen die Bedeutung von Behandlungsempfehlungen, die auf Grundlage der individuellen Tumorbiologie der Patientinnen getroffen werden. Die aktuelle Veröffentlichung des alle zwei Jahre vom St. Gallener Expertengremium verabschiedeten Konsensuspapiers, das im August in den Annals of Oncology erschien, betont die Bedeutung der Kenntnis intrinsischer biologischer Subtypen innerhalb des Brustkrebsspektrums. „Wir erleben derzeit einen Wandel des Therapieansatzes bei Brustkrebs. Sowohl die Identifizierung der wesentlichen Tumorsubtypen als auch das bessere Verständnis ihrer biologischen Eigenschaften spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Therapieentscheidung des Arztes “, so Prof. Manfred Kaufmann, Mitglied des Expertengremiums von St. Gallen und Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Goethe-Universität Frankfurt.
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Prof. Dr. med. Christian Doehn

Prof. Christian Doehn

+++ Kidney Kolleg Kompakt +++
Aktuelle Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC)
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – Bei mehr als 90 Prozent der Nierentumore handelt es sich um bösartige Erkrankungen. Der bei weitem häufigste bösartige Tumor der Niere ist dabei das Nierenzellkarzinom. In Deutschland ist das Nierenzellkarzinom die dritthäufigste bösartige Erkrankung des Urogenitaltrakts – mit einer steigenden Anzahl der Neuerkrankungen. Männer erkranken dabei etwa 2- bis 3-mal häufiger als Frauen. Der Tumor tritt meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Zu den wichtigsten allgemeinen Risikofaktoren für das Auftreten eines Nierenzellkarzinoms zählen  Übergewicht und Rauchen, sowie die familiäre Vorbelastung. Ein sehr hohes Risiko besteht für Patienten mit „von-Hippel-Lindau-Syndrom“, sowie für Patienten mit einer dialysepflichtigen chronisch eingeschränkten Nierenfunktion.

Bevacizumab plus Interferon alpha-2a (IFN) hat sich als hochwirksame und verträgliche First-Line-Therapie für Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen RCC bei niedrigem bis mittlerem Risiko bewährt.  >>>   

  

Dr. med. Friedrich Overkamp, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sowie Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Internistische Onkologie in Recklinghausen

Dr. med.

Friedrich Overkamp

+++ Gesetzgeber ist nun gefragt +++
Wenig Mut beim Versorgungsstrukturgesetz: Onkologen nehmen Stellung zur Diskussion im Bundestag
Berlin, 28. September 2011 – Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. äußert sich zu dem Entwurf der Bundes-regierung für ein Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VStG) in der Fassung vom 5. September 2011. Der Bereich der Hämatologie und Onkologie ist in diesem Entwurf vorrangig durch die geplanten Regelungen zur ambulanten spezialärztlichen Versorgung betroffen. "Leider ist der Gesetzesentwurf nicht der erhoffte große Wurf für die Onkologie", sagt Dr. Friedrich Overkamp, Vorsitzender der DGHO. "Die vorgesehene ambulante spezialärztliche Versorgung ist vielleicht ein erster Schritt.

Der Mut, die Grenzen zwischen den Sektoren der ambulanten und stationären Versorgung wirklich zu überwinden, fehlte der Bundesregierung leider, so Overkamp weiter. Die Entwicklungen in der immer komplexer werdenden Hämatologie und Onkologie, der immer größere Bedarf an Interdiszipli-narität, der wachsende Druck, für ärztlichen Nachwuchs zu sorgen und nicht zuletzt ökonomische Aspekte, all dies wären gute Argumente dafür, die bisherigen Strukturen aufzulösen und einen wirklich neuen Sektor für die Versorgung schwerstkranker Patientinnen und Patienten, zum Beispiel in der Hämatologie und Onkologie, zu schaffen.  >>>   

 

„Für Patienten, die die Standardtherapieformen wie beispielsweise Chemotherapie erschöpft haben, bietet Abirateronacetat eine neue, gut verträgliche Möglichkeit zur Behandlung dieser zerstörerischen Krankheit“, erklärte Gschwend. „In Europa ist Prostatakrebs die dritthäufigste Todesursache; daher müssen unbedingt neue Behandlungsmöglichkeiten wie Abirateronacetat entwickelt werden.“

Prof. Kurt Miller

+++ Therapie des CRPC +++
Abirateron-Acetat: Phase-III-Daten und klinische Konsequenzen
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – In Deutschland ist das Prostatakarzinom mit etwa 58.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Bekanntermassen sprechen Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom initial in den meisten Fällen sehr gut auf eine hormonablative Therapie an. Nach durchschnittlich 18 Monaten kommt es jedoch zu einer erneuten Progredienz der Erkrankung. Die bisherigen antihormonellen Zweitlinientherapien mit Zugabe von Antiandrogenen oder niedrig dosierten Steroiden zeigen jedoch nur mässige Resultate (ca. 30–40 % PSA-Ansprechen) für eine mittlere Dauer von sechs Monaten.

Die Zulassung von Abirateronacetat durch die Europäische Kommission gibt Männern, die an einem Prostatakarzinom in diesem späten Stadium leiden und für die es nur noch sehr wenige Therapie-möglichkeiten gibt, neue Hoffnung. Die Wirksamkeit, Sicherheit und Patientenfreundlichkeit von Abirateronacetat, einem Arzneimittel, das zu Hause eingenommen werden kann, deckt eine bis heute nicht erfüllte Anforderung etlicher Patienten ab: länger und besser leben mit weniger Schmerzen.  >>>   

  

Prof. Christoph Maier

+++ Schmerztherapie +++
Neue Medikamente gegen Schmerz … und alte Bekannte im Zwielicht
Bochum, 26. September 2011 – Für Schmerzpatienten gibt es eine Reihe neuer Medikamente, deren Vor- und Nachteile. Spezialisten beim Deutschen Schmerzkongress 2011 (5.-8.10. 2011, Congress Center Rosengarten, Mannheim) diskutieren. So lassen Nasensprays auf eine verträgliche Anwendung von Cannabis ohne Suchtgefahr hoffen. Pflaster mit dem Wirkstoff der Chilischote können Nervenschmerzen bis zu drei Monate lang lindern.

Ultrakurz wirksame Opiode als Spray oder Tablette helfen gegen Durchbruchsschmerzen bei Tumorpatienten. Ins Zwielicht geraten ist hingegen die Langzeitanwendung von Opioden bei chronischen Schmerzen, die nicht durch Krebs ausgelöst werden. Hier scheinen Nebenwirkungen und Gefahren den Nutzen zu überwiegen.

„Da sind alte Dogmen ins Wanken geraten – Ärzte müssen Verschreibungen kritischer prüfen“, so Prof. Dr. Christoph Maier vom Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum.  >>>   

 

+++ CRPC +++
Therapie mit Abirateronacetat bringt Überlebensvorteil für Männer mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC)
Neuss, 7. September 2011 – Die Europäische Kommission hat in einem beschleunigten Revisionsverfahren die Zulassung von Zytiga® (Abirateronacetat) von Janssen-Cilag, dem ersten und einzigen steroidalen Androgen-Biosynthese-Inhibitor, erteilt. Zytiga® ist indiziert in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung des metas-tasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms bei erwachsenen Männern, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient verläuft. Die Zulassung basiert auf den Daten der randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten klinischen Pivot-Studie COU-AA-301, deren wichtigste Ergebnisse im Mai 2011 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.  >>>  

 

Bei der Überlegung zu Therapie-Alternativen empfehlen wir darüber hinaus, die entsprechenden Leitlinien (z.B. AGO, DGHO und DAIG) zu beachten und den kollegialen Austausch zu suchen. Die Firma Janssen-Cilag bemüht sich zur Zeit, um weitere unterstützende Maßnahmen für Sie.

+++ Rote-Hand-Brief +++
Lieferabriss von Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin)
Berlin, 7. September 2011 – Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) ist in bestimmten Situationen zugelassen für die Behandlung von Patientinnen bzw. Patienten mit metastasierendem Mammakarzinom, mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, mit progressivem multiplen Myelom oder mit AIDS-assoziiertem Kaposi-Sarkom. In einer Drug Safety Mail vom 08.08.2011 hatten wir über einen möglichen Lieferengpass von Caelyx® informiert.
In einem aktuellen Rote-Hand-Brief weist der Hersteller nun darauf hin, dass es wahrscheinlich zu einem Lieferabriss von Caelyx® in der zweiten Septemberhälfte kommen wird. Ab Mitte November wird wieder eine eingeschränkte Lieferfähigkeit erwartet.

Es wird empfohlen, zunächst keine Patienten neu auf eine Behandlung mit Caelyx® einzustellen, damit bereits auf das Präparat eingestellte Patienten möglichst lange versorgt werden können. Darüber hinaus werden Hinweise zu Behandlungsalternativen gegeben.  >>>

 

Professor Dr. med. Axel Hauschild, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

 Prof. Dr. Axel Hauschild

+++ Therapie des malignen Melanoms +++
Ipilimumab: Eine neue Zeit für Patienten mit metastasiertem Melanom
Berlin – Das maligne Melanom der Haut ist die bösartigste Form von Hautkrebs. Es tritt bei Männern am häufigsten am Rücken, bei Frauen bevorzugt an den Unterschenkeln auf. Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 14.000 Menschen an einem malignen Melanom, darunter ca. 8.000 Frauen und etwa 6.000 Männer. Das Risiko, im Laufe des Lebens ein Melanom zu entwickeln, beträgt in Deutschland etwa 1:200, in Australien bereits 1:50. Besonders oft betroffen sind Menschen im mittleren Lebensalter zwischen 45 und 60 Jahren. Melanome können trotz fehlender Beschwerden und einer relativ geringen Größe bereits frühzeitig Metastasen in Lymphknoten sowie anderen Organen bilden.

Entscheidend für die Prognose ist u. a. eine frühzeitige Entfernung des Tumors. Mit Ipilimumab gibt es nun eine neue Therapieoption die nach über 30 Jahren Stillstand einen signifikantem Vorteil beim Gesamtüberleben zeigt.  >>>  

 

PD Dr. Martin Reck, Großhansdorf

Dr. Martin Reck

+++ Fortgeschrittenes NSCLC +++
First time Erlotinib first-line: Erlotinib jetzt zugelassen bei Patienten mit EGFR-Mutation
Hamburg – Erlotinib (Tarceva®) hat am 1. September 2011 die europaweite Zulassung zur Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) erhalten. Die Zulassungserweiterung ist relevant für Patienten mit aktivierenden Mutationen im epidermalen Wachstumsfaktor-rezeptor (EGFR). Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten EURTAC-Studie (European Tarceva Versus Chemotherapy Phase III Study) zeigten, dass diese Patienten first-line signifikant stärker von einer Monotherapie mit Erlotinib als von einer platin-basierten Chemotherapie profitieren1. Nach Platin hingegen wirkt Erlotinib unabhängig vom EGFR-Mutationsstatus sowohl in der Erhaltungs- als auch in der Zweit- und Drittlinientherapie. „Patienten mit aktivierenden EGFR-Mutationen zeigen unter Erlotinib ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben (PFS) als unter einer platin-basierten Chemotherapie“, berichtete Dr. Martin Reck, Großhansdorf.  >>>  

 

+++ Prostatakrebsmonat September 2011 +++
Aktiv gegen Prostatakrebs: Was Mann tun kann! Deutsche Krebshilfe bietet kostenloses Informationsmaterial
Bonn, 31.08.11 – Jährlich erkranken 64.000 Männer in Deutschland an Prostatakrebs, 12.000 sterben an der Erkrankung. Anlässlich des diesjährigen Prostatakrebsmonats September intensiviert die Deutsche Krebshilfe daher ihre Aufklärungsarbeit über die Möglichkeiten zur Prävention. „Jeder Mann kann selbst gegen Krebs aktiv werden“, betont Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe: „Sich regelmäßig bewegen, sich gesund ernähren, Übergewicht vermeiden und nicht rauchen, das senkt das Risiko, an einem Tumor der Prostata zu erkranken.“ Zusätzlich können Früherkennungsuntersuchungen dazu beitragen, Prostatakrebs in einem möglichst frühen Stadium zu entdecken und somit die Heilungschancen zu erhöhen.

Das neue Präventionsfaltblatt „Aktiv gegen Prostatakrebs“ sowie das Früherkennungsfaltblatt „Prostatakrebs erkennen“ bieten Interessierten allgemeinverständliche Informationen. Sie sind kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe erhältlich und stehen unter www.krebshilfe.de auch als Download zur Verfügung.  >>>  

Aktiv gegen Prostatakrebs: Was Mann tun kann! Deutsche Krebshilfe bietet kostenloses Informationsmaterial (Download hier).

 

Rituximab verbessert Ansprechraten bei älteren CLL-Patienten. Die chronisch-lymphatische Leukämie (CLL) ist eines der häufigsten Non-Hodgkin-Lymphome bei Erwachsenen und tritt überwiegend in höherem Lebensalter auf (50 % der Erkrankten sind bei Diagnosestellung 70 Jahre und älter).

Prof. Peter Hillmen

+++ Angepasste Therapiekonzepte bei B-Zell-Lymphomen +++
Zugabe von Rituximab verbessert Ansprechraten bei älteren Patienten
Grenzach-Wyhlen – Aktuelle Studien zur Behandlung älterer Patienten bildeten einen Schwerpunkt auf der internationalen Lymphom-Konferenz ICML (International Conference on malignant Lymphoma) in Lugano. Ein Großteil der Lymphom-Patienten ist über 70 Jahre alt. Da die Bevölkerung immer älter wird, steigt auch die Anzahl an älteren Krebspatienten weiter an. Bisher fehlt es hier jedoch an Studiendaten, insbesondere für die breite Gruppe der Patienten mit altersbedingten Organfunktionsstörungen und Begleiterkrankungen. Dass diese Patienten von dem Anti-CD20-Antikörper Rituximab (MabThera®) bei angepasster Chemotherapie profitieren können, zeigten internationale Experten in Lugano. Prof. Peter Hillmen, Leeds, stellte die Ergebnisse einer Phase-II-Studie vor, in der weniger fitte Patienten mit medianem Alter von 70 Jahren eine Kombination von Rituximab und Chlorambucil erhielten: Die Gesamtansprechrate liegt bei 80 %, das progressionsfreie Überleben (PFS) bei median 23,9 Monaten.  >>>  

 

Prof. Dr. Manuela Schmidinger, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin I der Abteilung für Onkologie an der Medizinischen Universität Wien

Prof. Manuela Schmidinger

Prof. Dr. Jürgen E. Gschwend, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München

Prof. Jürgen Gschwend

+++ Therapiesequenz beim mRCC +++
Sunitinib und Temsirolimus weiterhin Standards in der Erstlinie
München – „Beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) stehen uns aktuell sechs zielgerichtete Medikamente zur Verfügung, die von nationalen und internationalen Fachgesellschaften in zwei Behandlungslinien empfohlen werden“, sagte Prof. Dr. Jürgen Gschwend, München auf einer Presseveranstaltung von Pfizer Oncology Deutschland. Durch das breite Therapie-spektrum hat sich die Prognose der Patienten erheblich verbessert. Zugleich steht damit im Praxisalltag die Frage nach der richtigen Therapiesequenz im Vordergrund. Ein zentrales Entscheidungskriterium, vor allem bei Behandlungsbeginn, sei die Wirksamkeit eines Präparats, ergänzte Prof. Dr. Manuela Schmidinger, Wien. „Mit einer objektiven Ansprechrate von 47 %, einem medianen Gesamtüberleben von 26,4 Monaten und inzwischen fünf Jahren Anwendungserfahrung ist Sunitinib (Sutent®) deshalb ein Referenzstandard in der mRCC-Erstlinientherapie“, betonte die Onkologin.   >>>  
 

 

Wenn Brustkrebs erst im metastasierten Stadium erkannt wird, löst das bei den Betroffenen und ihren Angehörigen große Ängste und Unsicherheit aus. Auch wenn eine Brustkrebserkrankung nach zunächst erfolgreicher Behandlung erneut auftritt, haben die Patientinnen viele Fragen. Sie wissen nicht, wie sie einen Umgang mit dieser Situation finden können und wo sie kompetente und vertrauenswürdige Unterstützung bekommen.

+++ Brustkrebs +++
Patientenleitlinie „Brustkrebs II“ in Magdeburg vorgestellt
Magdeburg, 25. August 2001 – Betroffene, die an Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium erkrankt sind, haben viele Fragen. Häufig ist es für sie jedoch schwer, die Fachsprache der Mediziner zu verstehen. Ausführliche Informationen in allgemein-verständlicher Form enthält daher die neue Patientenleitlinie „Brustkrebs II – Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung.“ Sie wurde von zahlreichen Experten und Betroffenen gemeinsam entwickelt und auf die Informations-bedürfnisse von Patientinnen abgestimmt. Der Text der neuen Broschüre beruht auf der so genannten „Interdisziplinären S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“. Diese wissenschaftlich begründete Empfehlung zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Brustkrebs wurde in der Patientenleitlinie in eine allgemeinverständliche Sprache für Betroffene „übersetzt“. Dies ist eine der Zielsetzungen des „Leitlinienprogramms Onkologie“, das von den zuvor genannten Organisationen gemeinsam initiiert wurde.

Die neue Broschüre wurde im Rahmen der Bundestagung der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Magdeburg erstmals an Betroffene verteilt. Sie ist bei der Deutschen Krebshilfe kostenlos unter der Telefonnummer 02 28/7 29 90-0 oder im Internet auf www.krebshilfe.de erhältlich.  >>>   

 

Professor Dr. Peter Herschbach, Psychoonkologe am Universitätsklinikum rechts der Isar in München, versteht die Sorgen der Patienten: „Viele Betroffene stehen der Bestrahlung zunächst misstrauisch oder sogar ablehnend gegenüber. Sie wissen zwar, dass die Strahlen einen Tumoren verkleinern und vernichten. Sie wissen aber auch, dass diese Strahlen Nebenwirkungen verursachen. Dies verunsichert und belastet viele Patienten.“

+++ DVD „Strahlentherapie“ +++
Neuer Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe informiert und nimmt Ängste
Bonn – Man kann sie nicht sehen, nicht riechen, nicht spüren, doch viele krebskranke Menschen verdanken den Strahlen ihr Leben. Denn die Strahlentherapie ist Standard in der modernen Krebsbehandlung. Fast jeder zweite Krebs-Patient benötigt im Rahmen seiner Therapie eine Bestrahlung.

Die Deutsche Krebshilfe hat in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun einen Patienten-Informationsfilm „Strahlentherapie“ veröffentlicht. Betroffene und Angehörige berichten darin von ihren Erfahrungen mit dieser Form der Therapie. Ärzte und Wissenschaftler erklären anschaulich, wie Strahlen bösartige Krebszellen zerstören und welche Nebenwirkungen dabei auftreten können. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe angefordert werden.  >>>  

 

 

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