
| +++ Sehstörungen beachten +++ Behandlung von Infektionen kann Augen schädigen! 22. Mai 2012 – Medikamente gegen Infektionen können Sehstörungen auslösen. Um dauerhafte Schäden an den Augen zu vermeiden, sollten Patienten Sehstörungen beachten und sich rechtzeitig vom Augenarzt untersuchen lassen. Darauf verweist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) anlässlich eines Artikels in der Fachzeitschrift DMW „Deutsche Medizinische Wochenschrift“. Medikamente gegen Infektionen erreichen über den Kreislauf auch die Augen. Dort haben oft kleinste Veränderungen schwere Funktionsstörungen zur Folge. Nebenwirkungen von Arzneimitteln am Auge entwickeln sich jedoch oft langsam. Die Patienten sprechen deshalb den Arzt erst spät darauf an. Viele von ihnen können keine genaueren Angaben machen, da sie auf der Intensivstation behandelt werden oder ihnen die notwendigen Informationen über derartige Medikamente fehlen. Um Schäden zu vermeiden, muss das medizinische Personal auf Sehstörungen achten und gezielt danach fragen. Die DOG rät Ärzten, Pflegern und Patienten, auf Hinweise für Sehstörungen zu achten und frühzeitig einen Augenarzt hinzuzuziehen. >>> |

| +++ AMD, DMÖ und RVV +++ Ein Arzneimittel zur Therapie von drei Netzhauterkrankungen: Ranibizumab 9. Februar 2012 – Morgens selbst die Zeitung zu lesen, Münzgeld passend zurückzugeben, wieder arbeiten zu können, weil das räumliche Sehen zurückgekommen ist, oder weiterhin Zuhause leben zu können, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein: Alltäg-liches, das für Patienten, deren Sehkraft von einer Erkrankung der Netzhaut bedroht ist, nicht selbstverständlich ist. Denn noch vor fünf Jahren gab es für Patienten, die beispielsweise an einer feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) erkrankt waren, keine Therapieoption, die den schrittweisen Verlust des Sehvermögens verbessern konnte. Dies hat sich mit der Zulassung von Lucentis® (Ranibizumab) im Januar 2007 geändert: Denn „heute“, berichtet PD Dr. Mathias Maier, Klinikum rechts der Isar an der TU München, „können wir mit der antiangiogenetischen Therapie mit VEGF-Inhibitoren Betroffenen helfen, die wir früher unbehandelt nach Hause schicken mussten.“ >>> |

| +++ Morbus Basedow +++ OP versetzt Augen bis zu 9 mm zurück: Bessere Ergebnisse dank Ultraschallsägen und Drei-Wand-Versetzung 30. Januar 2012 – Bad Hofgastein, Zu den heikelsten Gebieten der Chirurgie gehören Operationen, die hinter dem Auge durchgeführt werden. Etwa bei der endokrinen Krankheit Morbus Basedow, die ähnlich wie bestimmte Tumorarten den Augapfel nach vorne treten lässt, ist öfters eine Versetzung der Wände der Augenhöhle nötig. Welche Neuerungen es auf diesem medizinischen Fachgebiet gibt, berichtet Gert Santler, Präsident des vom 31. Januar – 3. Februar 2012 stattfindenden Jahreskongresses der österreichischen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen in Bad Hofgastein. Morbus Basedow ist eine häufige Nebenwirkung einer Schilddrüsen-Fehlfunktion - rund zwei bis drei Prozent der Frauen sind betroffen, bei Männern zehnmal weniger. Entzündungen der Augenhöhle lassen die Augenmuskeln verdicken und vermehren die Fettpolster, was den Augapfel aus der Augenhöhle quellen lässt. "In starken Fällen schließen sich die Lider nicht mehr ganz und das Auge vertrocknet, oder der Sehnerv wird eingeklemmt, was beides zur Erblindung führen kann. >>> |
+++ Retinaler Venenverschluss +++
Neue Therapie für den Schlaganfall im Auge
Frankfurt/Main. Der retinale Venenverschluss (RVV) – die Verengung oder Blockade einer retinalen Vene – ist nach der diabetischen Retinopathie die zweithäufigste Netzhauterkrankung mit der Folge unterschiedlich ausgeprägter Visusbeeinträchtigung. Häufig kommt es dabei zur Zerstörung der Blut-Retina-Schranke, die zu einem Makulaödem mit entscheidendem Einfluss auf die Veränderungen der Sehschärfe führt. Bisherige Behandlungen hatten – wenn überhaupt – nur mäßigen Erfolg. Einen völlig neuen pharmakologischen Therapieansatz bietet hier jetzt der VEGF-Hemmer Ranibizumab (Lucentis®), der vor wenigen Wochen die Zulassung für diese Indikation erhalten hat. >>>
+++ Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft +++
Moderne Rheumamedikamente lindern Augenleiden
München, 11. Mai 2011 – Etwa 400 000 Menschen in Deutschland leiden an einer Entzündung des Augeninneren, die Aderhaut und Netzhaut des Auges betreffen kann. Diese „Uveitis“ führt in schweren Fällen zur Erblindung. Doch die Therapie verbessert sich jetzt auf ungeahnte Weise: „Biologika“, also Wirkstoffe, die vor allem in der Rheumatologie eingesetzt werden, erreichen bei Uveitis vielversprechende Ergebnisse, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Eine gezielte Behandlung mit diesen Substanzen könnte künftig Betroffenen helfen. >>>
+++ Erkrankungen des Augenhintergrunds +++
Positive Empfehlung der CHMP für die Erweiterung der Marktzulassung von Dexamethason zur Behandlung von nichtinfektiöser Uveitis des hinteren Augen-abschnitts
Marlow, UK, April 2011 – Allergan Ltd. gab bekannt, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel CHMP eine positive Empfehlung für die Erweiterung der Marktzulassung von OZURDEX® (Dexamethason 0,7 mg, intravitreales Implantat in einem Applikator) für die Behandlung von Erwachsenen mit einer Entzündung des hinteren Augenabschnitts, die sich als nichtinfektiöse Uveitis darstellt, gegeben hat. Die Uveitis umfasst eine Reihe entzündlicher Erkrankungen, die die Uvea und das Netzhautgewebe betreffen. Dexamethason ist ein biologisch abbaubares Implantat, das mittels einer intravitrealen Implantation mit Allergan`s innovativem NOVADUR®-Polymer-System, über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten langsam das entzündungshemmende Kortikosteroid Dexamethason freisetzt. >>>
+++ Fünfter Junius-Kuhnt-Award geht nach Regensburg +++
Prof. Bernhard Weber auf den Spuren der genetischen und molekularen Ursachen der altersabhängigen Makuladegeneration
Berlin/Nürnberg, 16. April 2011 – 85 Jahre ist es her, dass Paul Junius und Hermann Kuhnt an der Universitäts-Augenklinik Bonn mit „Die Scheibenförmige Entartung der Netzhautmitte“ die exsudative altersabhängige Makuladegeneration (kurz AMD) erstmals beschrieben. Ausgehend von dieser Arbeit hat sich in den letzten 85 Jahren vieles verändert: Die Erkrankung ist heute umfassend erforscht; viele Patienten können – dank moderner Diagnose- und Therapieverfahren – schnell und effizient behandelt werden. Allerdings gibt es auch noch offene Fragen. Hier setzt Prof. Bernhard Weber, Vorstand des Instituts für Humangenetik der Universität Regensburg an: „Ihm“, so Prof. Dr. Frank G. Holz (Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn) in seiner Laudatio über den diesjährigen Junius-Kuhnt-Preisträger, „sind wesentliche Erkenntnisse zu den genetischen und molekularen Ursachen der AMD zu verdanken.“ >>>
+++ DOG fordert mehr Forschung +++
Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland immer häufiger
München, 07.04.2011 – Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rechnet bis zum Jahr 2030 mit 25 Prozent mehr Blinden und Sehbehinderten in Deutschland. Denn die Deutschen werden immer älter – Blindheit und Sehbehinderung sind hierzulande vor allem ein Problem des Alters. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Diese Trends sind Ergebnis der Auswertung von Daten des Blindengeldarchivs des Landschaftsverbands Rheinland durch ein Forscherteam der Universitäts-Augenklinik Bonn. >>>
+++ Diabetisches Makulaödem +++
Hohe Blutzuckerwerte gehen ins Auge!
Frankfurt – Bei der Pathogenese des diabetischen Makulaödems (DMÖ) spielt die erhöhte Ausschüttung des Vascular Endothelial Growth Factors (VEGF) eine wesentliche Rolle. Im Ergebnis verschiedener Studien hat sich der bereits bei der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration bewährte VEGF-Inhibitor Ranibizumab, der jetzt auch zur Behandlung DMÖ zugelassen ist, auch bei der Therapie der Visusbeeinträchtigungen als äußerst wirksam erwiesen. Zum ersten Mal steht damit für diese Erkrankung eine visusverbessernde, evidenzbasierte, medikamentöse Therapie zur Verfügung. Die Zulassung von Lucentis® bedeutet für viele Diabetiker mit Visusbeeinträchtigungen infolge eines DMÖ die Aussicht auf eine erhebliche Sehverbesserung. Bei vier von zehn Patienten konnte die Lesefähigkeit um mindestens zwei Zeilen verbessert werden. >>>
+++ Hinweis zu LUMIGAN® 0,3 mg/ml Augentropfen+++
Ergänzung des Artikelnamens LUMIGAN® 0,3 mg/ml Augentropfen Ettlingen, 28. Januar 2011 – Bei LUMIGAN® 0,3 mg/ml Augentropfen, Pharm-Allergan GmbH, 76275 Ettlingen, wird zur besseren Unterscheidbarkeit von der neuen Wirkstärke 0,1 mg/ml der bisherige Eintrag von LUMIGAN® 0,3 mg/ml Augentropfen in der IFA-Datenbank präzisiert. Anstelle von LUMIGAN® Augentropfen lautet der Artikelname ab 15.02.2011 LUMIGAN® 0,3 mg/ml Augentropfen. |
+++ Neue Diagnose für Nervenschäden durch Diabetes +++
Augenhornhaut als Spiegel für Krankheitsverlauf
München – Mehr als die Hälfte aller Diabetiker entwickelt eine Nervenschädigung – die diabetische Neuropathie. Sie beeinträchtigt die Sinneswahrnehmung und die Funktion von Organen. Künftig könnte eine mikroskopische Analyse der Augenhornhaut die Früherkennung von krankhaften Veränderungen ermöglichen und Betroffene vor schweren Nervenschäden bewahren, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). DOG-Experten an der Universitätsaugenklinik Rostock entwickeln derzeit eine Methode, die mithilfe digitaler Bildverarbeitung der konfokalmikroskopischen Bilder erste Anzeichen einer Neuropathie erkennt. Damit ließe sich zukünftig die aktuelle Situation des Patienten zuverlässig und ohne operativen Eingriff ermitteln. >>>
+++ Behandlung bei retinalem Venenverschluss +++
Erste und einzige Arzneimitteltherapie zur Behandlung des Makulaödems nach retinalem Venenverschluss
Frankfurt/Main, 10. September 2010 – Die Auswahl der Behandlungsmöglichkeiten bei einem retinalen Venenverschluss (RVV) war bislang begrenzt und konzentrierte sich lediglich auf die durch den RVV hervorgerufenen Komplikationen, z. B. auf ein kontrolliertes Zuwarten, chirurgische Eingriffe oder Laserbehandlungen. Die Behandlungsmöglichkeiten wurden von den Ärzten entweder off-label angewendet und waren damit nicht zugelassen bzw. bei nicht allen Formen des RVV wirksam. Mit Ozurdex® steht nun die erste und einzige in Europa zugelassene pharmakologische Therapie in dieser Indikation zur Verfügung. >>>
+++ Glaukomtherapie auf dem Prüfstand +++
Nur die effiziente Behandlung sichert den Therapieerfolg
Berlin - Die rechtzeitige Diagnose eines Glaukoms erweist sich in der Praxis nach wie vor als komplex und ungewiss. Meist zeigen sich die Beschwerden erst in einem fortgeschrittenen Stadium, sodass bei einem Großteil der Bevölkerung ein Glaukom oft unentdeckt und unbehandelt bleibt. In einer offenen Gesprächsstunde anlässlich des diesjährigen WOC-Kongresses in Berlin diskutierte daher Prof. Dr. Lutz E. Pillunat mit den Teilnehmern praxis-relevante Fragen rund um das Thema Glaukomdiagnostik und -therapie. Hinsichtlich eines Therapieerfolges standen dabei vor allem der Stellenwert einer frühzeitigen Diagnose sowie die häufig diskutierten flächendeckenden Screeningverfahren im Vordergrund. Da die aktuellen Screeningmethoden sich in der Praxis als äußerst schwierig einsetzbar erweisen, forderte der Experte vielmehr eine wirksame und effiziente Behandlung bereits erkannter und diagnostizierter Glaukome. >>>
+++ Augenärzte warnen vor Schäden an Bindehaut +++
DOG: Augen im Sommer besonders gut schützen
München – Vor allem jetzt in den Sommermonaten reizen Sonne, Wind und Sand die Bindehaut des Auges. Bei einigen Menschen verursacht dies eine lachsfarbene Wucherung auf dem Weiß des Auges am Übergang zur Hornhaut. Dieses so genannte Pterygium ist zwar gutartig. Es kann aber das Sehen erheblich behindern, wenn es auf die Hornhaut übergreift. Häufig hilft dann nur noch eine Operation. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät deshalb dazu, die Augen im Freien durch eine geeignete Sonnenbrille zu schützen. >>>
+++ Kann Ranibizumab die Lasertherapie ersparen? +++
Phase III-Studie RESTORE zeigt: Ranibizumab bei diabetischem Makulaödem effektiver als die derzeitige Standardtherapie
Berlin – Rund 7.000 Diabetiker in Deutschland erkranken pro Jahr neu an einem diabetischen Makulaödem, kurz DME. Bisher wurden sie per Laserphotokoagulation behandelt. Betrachtet man die Ergebnisse der Phase III-Studie RESTORE, könnte sich dies künftig ändern: Denn die Studie belegt, dass die Behandlung von Patienten, deren Sicht in Folge des Makulaödems beeinträchtigt ist, mit Ranibizumab wirksamer ist als die derzeitige Standardtherapie. So bewirkte Ranibizumab – im Vergleich zur Laserkoagulation – bei mehr als doppelt so vielen Patienten relevante Verbesserungen des Sehvermögens. Die Daten wurden erstmals auf einer Veranstaltung in Berlin präsentiert. >>>
+++ diabetesDE rät zur regelmäßigen Augenkontrolle +++
Sehbehindertentag am 6. Juni 2010: Diabetesbedingter Blindheit vorbeugen
Berlin – In Deutschland erblinden jährlich rund 1700 Menschen an einer „diabetischen Retinopathie“. Die Netzhauterkrankung ist hierzulande die Hauptursache für Erblindung im Erwachsenenalter. Sie gilt als Folge eines schlecht eingestellten Diabetes. Da die Augenerkrankung lange Zeit keine Symptome verursacht, wird sie trotz flächendeckendem Diagnostik- und Therapieangebot oft zu spät diagnostiziert und in ihrer Bedeutung unterschätzt. Darauf machte diabetesDE zum Tag der Sehbehinderten am 6. Juni 2010 aufmerksam. >>>
+++ Sehschwäche bei Kindern frühzeitig erkennen +++
Reihenuntersuchung bis zum dritten Lebensjahr gefordert
Berlin – Zwischen fünf und zehn Prozent aller Kinder leiden an einer Sehschwäche. Meist handelt es sich dabei um eine Amblyopie, die auch als Schwachsichtigkeit bezeichnet wird. Ein oder beide Augen und vor allem die Sehzentren im Gehirn haben das scharfe Sehen in den ersten Lebensjahren nicht gelernt. Bei manchen Kindern wird die Sehschwäche erst in der Schule entdeckt. Dann ist es für eine wirksame Behandlung jedoch oft zu spät. Wie ein augenärztliches Screening die Früherkennung verbessern kann, diskutieren Experten auf dem World Ophthalmology Congress (WOC 2010) im Juni in Berlin. >>>
+++ Ein US-Dollar rettet Augenlicht +++
Initiative VISION 2020 bekämpft vermeidbare Blindheit
Berlin – Weltweit sind mehr als 30 Millionen Menschen blind, etwa eine Million davon sind Kinder. 80 Prozent aller Erblindungen sind vermeidbar, oft ohne großen finanziellen Aufwand. Die Initiative Vision 2020 setzt sich unter Federführung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit zehn Jahren dafür ein, vermeidbare Blindheit bis zum Jahr 2020 zu überwinden. Eine erste Zwischenbilanz ziehen Augenärzte auf dem World Ophthalmology Congress (WOC 2010) im Juni in Berlin. VISION 2020 ist eine gemeinsame Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der International Agency for the Prevention of Blindness (IAPB). Sie wird von Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt unterstützt. „Die Initiative hat drei wesentliche Schwerpunkte: Es geht zum einen darum, Augenerkrankungen weltweit unter Kontrolle zu bekommen. Eng damit verbunden sind der Aufbau einer effektiven Infrastruktur zur augenärztlichen Versorgung und die Aus- und Weiterbildung von Ärzten und Fachpersonal“, erläutert Professor Dr. med. Günther Rudolph, Oberarzt an der Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. >>>
+++ Erforschung der diabetischen Netzhauterkrankung +++
Forschungsvorhaben der Medizinischen Fakultät Mannheim erhielt Hans-Christian-Hagedorn-Projektförderung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft
Stuttgart - Deutsche Diabetes-Gesellschaft unterstützt die Forschung einer Arbeitsgruppe der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) zur diabetischen Retinopathie, einer Erkrankung der Netzhaut als Folge des Diabetes, mit der Hans-Christian-Hagedorn-Projektförderung 2010. Der mit 25.000 Euro dotierte Förderpreis wird dem Leiter der Arbeitsgruppe, Professor Dr. Hans-Peter Hammes, Inhaber einer C3-Professur für Innere Medizin und Endokrinologie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Stuttgart verliehen. >>>
+++ Von Kopf bis Fuß auf Heilung eingestellt +++
Moderne Augenchirurgie, Behandlung von Krampfadern, Therapie von Menstruationsstörungen
Hamburg - Patienten wünschen sich nichts sehnlicher als Heilung. Leider ist dies bei vielen Erkrankungen noch nicht möglich. Umso bemerkenswerter ist es, wenn einzelne Therapieformen die Betroffenen tatsächlich dauerhaft von ihrem Leiden befreien können. Gute Beispiele hierfür finden sich bei der Behandlung von Augenleiden sowie der Therapie von Krampfadern und Menstruationsstörungen. Unter dem Titel „Von Kopf bis Fuß auf Heilung eingestellt" fand in Hamburg das 6. Medien-Seminar der Aktion Meditech statt. Neben der modernen Augenchirurgie bei Fehlsichtigkeiten und aktuellen Entwicklungen in der Behandlung von Krampfadern, wurde auch ein sehr persönliches Thema besprochen: Gravierende Folgen von extremen Regelblutungen auf den Alltag und die Gesundheit betroffener Frauen. Die persönlichen Beweggründe für eine Behandlung mit den vorgestellten Verfahren veranschaulichten drei Patientinnen auf eindrückliche Art und Weise, indem sie ihre Geschichten erzählten. Vorträge von namhaften Experten sorgten zudem für einen wissenschaftlichen Hintergrund. >>>
+++ Frühe Glaukom-Diagnose rettet Augenlicht +++
Lebensqualität in Kosten-Nutzen-Rechnung berücksichtigen
München – In Deutschland leiden schätzungsweise eine Million Menschen an einem Glaukom. Die Erkrankung des Sehnervs kann bis zur Erblindung führen. Eine Heilung ist zwar nicht möglich, der Augenarzt kann ihr Fortschreiten jedoch aufhalten – und damit Sehvermögen erhalten und Lebensqualität bewahren. Dass es sich lohnt, gefährdete Bevölkerungsgruppen auf Anzeichen eines Glaukoms hin zu untersuchen, darauf weist jetzt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hin. Dabei sei es entscheidend, früh zu handeln, so die DOG. Sie bezieht sich dabei auf eine aktuelle Veröffentlichung zur Value-based Medicine (VBM) in der Behandlung des Glaukoms, die den Nutzen dieses Vorgehens darlegt. >>>
+++ Makuladegeneration (AMD) +++
Netzhauterkrankung AMD wirksam und sicher behandeln
München – Die altersabhängige Makuladegeneration ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in den Industrienationen. Medikamentös lässt sich die feuchte Verlaufsform dieser Netzhauterkrankung wirksam behandeln. Arzneimittelrechtlich zugelassen hierfür ist das Medikament Lucentis, während das für die Behandlung der AMD nicht zugelassene Avastin ‚off-label’ eingesetzt wird. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und die Retinologische Gesellschaft (RG) fordern unter Betonung der Arzneimittelsicherheit und der evidenzbasierten Medizin den freien Zugang zu wissenschaftlich geprüften Medikamenten. Darüber befürworten die Experten ein transparentes, bundeseinheitliches Vorgehen der Kassen, das im Interesse der Patienten eine rechtzeitige Therapieeinleitung ohne bürokratische Hürden gestattet. >>>
+++ Glaukomerkrankungen +++
Früherkennung sorgt für verbesserte Prognose und Lebensqualität der Betroffenen
Ettlingen, 17. Dezember 2009 – Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG) in Leipzig fand unter der Leitung von Professor Lutz E. Pillunat, Dresden, eine offene Gesprächsrunde statt zu praxisrelevanten Fragen rund um das Thema Glaukomdiagnostik und -therapie. Zwar stehen in der Praxis zahlreiche Methoden zur Verfügung, diese sind jedoch häufig nicht sehr kosteneffektiv und für jeden Patienten gleichermaßen geeignet. Einig waren sich die Experten darin, dass vor allem die frühzeitige Diagnose von Glaukomen einen hohen Stellenwert hinsichtlich des Therapieerfolges und der Lebensqualität der Betroffenen hat. Die nachfolgende Therapieentscheidung zwischen Mono- und Kombinationstherapie wiederum, wurde in den letzten Jahren durch die guten Ergebnisse von Fixkombinationen wie z.B. Ganfort® um eine Option mit guten Compliance-Raten bereichert. >>>
+++ Neue Therapien gegen diabetische Retinopathie
107. Kongress der DOG 24. bis 27. September 2009, Congress Center Leipzig
Leipzig – Diabetes mellitus kann auch die Netzhaut des Auges schädigen. Augenärzte sprechen dann von einer diabetischen Retinopathie, einer durch den Diabetes bedingten Netzhauterkrankung. Eine multifaktorielle Therapie kann das Auftreten von Netzhautkomplikationen zeitlich verzögern. Bestandteile sind eine isokalorische, fettreduzierte Ernährung, mindestens dreimal wöchentlich aktive körperliche Betätigung und Nikotinverzicht. Zudem sollte eine schrittweise Anpassung der Blutzuckerwerte, die Behandlung von Fettstoffwechselstörungen und das Einstellen des Bluthochdruckes an Normwerte erfolgen. Neue Ansätze in Vorbeugung und Behandlung der diabetischen Retinopathie waren ein Thema auf dem 107. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Leipzig, der am 27. September zu Ende ging. >>>
+++ Strahlen gegen Altersblindheit +++
Neuer Therapieansatz bei Makuladegeneration
Leipzig – Für die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) steht in Kürze eine neue Therapie zur Verfügung. Sie kombiniert die zweimalige Injektion des Wirkstoffs Ranibizumab mit einer Bestrahlung der Netzhaut im Auge. Damit könnte die besonders gefährliche „feuchte“ Form der AMD künftig noch wirksamer, kostengünstiger und mit weniger Aufwand für den Patienten behandelt werden. Der neue Therapieansatz ist Thema eines Pressegesprächs im Vorfeld des 107. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) vom 24. bis 27. September 2009 in Leipzig. >>>
+++ Besser sehen durch Computerspiele +++
Sakkadentraining hilft Menschen mit Gesichtsfeldausfall
München – Nach einem Hirnschaden leiden bis zu 40 Prozent der Betroffenen unter einer Sehstörung. Bei vielen Patienten fallen dabei Teile des Gesichtsfeldes aus, sie erblinden halbseitig. Ein computerbasiertes Sehtraining kann ihnen helfen, sich besser in ihrer Umwelt zu orientieren. Das zeigt eine aktuelle Studie von Tübinger Augenärzten. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) befürwortet den Einsatz der Methode zur Rehabilitation von neurologischen Patienten. >>>
+++ Auch ohne Brille gut sehen +++
Ultrakurzlaser gegen Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung
München – Kurzsichtige Menschen sind immer weniger auf Brille oder Kontaktlinsen angewiesen. Denn der Augenarzt kann durch einen kleinen operativen Eingriff an der Hornhaut die Brechkraft der Augen verringern und damit auf lange Sicht korrigieren. Nach Einschätzung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) wird diese moderne, dauerhafte Lösung nun sinnvoll ergänzt durch ein neues Therapieverfahren mit einem Kurzzeitlaser – genannt FLEx. Dieses beseitigt in einem einzigen Schritt Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Erste Ergebnisse liegen der DOG jetzt vor. >>>
+++ Freiburger Augenärzte starten weltweit einzigartige Studie +++Abstoßung transplantierter Hornhäute vermeiden
Jährlich verpflanzen Augenärzte in Deutschland etwa 6.000 Hornhäute. Sie geben damit Menschen ihr Sehvermögen zurück. In knapp einem Fünftel der Fälle stößt jedoch der Körper des Patienten das Transplantat ab. Bluttests könnten zukünftig vorhersagen, wie das Auge auf eine Spenderhornhaut reagiert. Den Nutzen solcher Tests für die Hornhauttransplantation untersuchen Forscher der Universitäts-Augenklinik Freiburg jetzt in einer deutschlandweiten Studie. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) befürwortet dies insbesondere mit dem Ziel, Patienten dauerhaft ihr Augenlicht zu bewahren und ihnen weitere Operationen zu ersparen. >>>
+++ Auszeichnung für neue Erkenntnisse auf dem Gebiet „Trockenes Auge“ +++
Gleich zwei Preise für seine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet „Trockenes Auge“ erhält Dr. Lars Bräuer.
Der Wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der halleschen Medizinischen Fakultät wird mit dem Sicca-Förderpreis 2008 des Bundesverbandes der Augenärzte Deutschlands (dotiert mit 4000 Euro) sowie mit dem Forschungspreis der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft ausgezeichnet. Eine weitere gute Nachricht erhielt er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Diese unterstützt seine Forschungen mit einer Summe von etwa 107.000 Euro. Das so genannte „trockene Auge“ ist eine der häufigsten Augenerkrankungen, deren Häufigkeit mit dem Alter zunimmt und durch die Verminderung der Tränenmenge beziehungsweise durch Veränderungen deren Zusammensetzung hervorgerufen wird. >>>
+++ Diabetische Retinopathie: Erblindung und Sehbehinderung verhindern +++
Neue Daten für Candesartan bei diabetischer Retinopathie
Die diabetische Retinopathie ist die häufigste Gefäßkomplikation des Diabetes mellitus und darüber hinaus die häufigste Ursache für Erblindung der Altersgruppe zwischen 20 und 65 Jahren in den Industrienationen. In Deutschland sind etwa sechs bis acht Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt, erläuterte PD Dr. Klaus-Dieter Lemmen, Chefarzt der Abteilung Augenheilkunde im St. Martinus-Krankenhaus Düsseldorf. Jedes Jahr wird bei rund 126.000 von ihnen eine Sehbehinderung als Folge ihrer Grunderkrankung diagnostiziert. Im gleichen Zeitraum kommt es bei 1.700 Diabetikern zu einer Erblindung. >>>
+++ Sehstörungen erhöhen Suizidrisiko +++
Augenuntersuchungen laut DOG auch im Alter wichtig
Schwerwiegende Augenkrankheiten sind nicht nur eine körperliche Behinderung. Der Verlust der Sehkraft geht für die meisten Menschen auch mit psychischen Belastungen einher. Wenn im Alter weitere körperliche Gebrechen hinzukommen, sind viele Patienten mit Sehstörungen selbstmordgefährdet, warnt Professor Dr. med. Frank G. Holz, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), anlässlich einer aktuellen Untersuchung. Die augenärztliche Diagnostik und Therapie sei gerade auch im Alter unerlässlich. >>>
+++ Überaktive Immunabwehr macht im Alter blind +++
Neue Erkenntnisse zur Entstehung von Altersblindheit
Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Erblindungsursache in den westlichen Industrienationen. Erblich bedingte Veränderungen in der Regulation des Immunsystems beeinflussen das Risiko, an einer AMD zu erkranken. Dass die Immunabwehr bei der Altersblindheit im ganzen Körper überaktiv ist, haben Augenärzte des Universitätsklinikums Bonn gemeinsam mit Forschern aus Göttingen, Regensburg und Großbritannien jetzt erstmals nachgewiesen. Die Ergebnisse des Forscherteams wurden in der aktuellen Ausgabe des Online-Journals Public Library of Science (PloS) ONE veröffentlicht: http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0002593. >>>
+++ Der dunkle Fleck im Bildzentrum +++
Altersblindheit - Früherkennung und Prognose
Rund 3,1 Millionen Menschen leiden in Deutschland an der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Damit ist die Netzhauterkrankung die häufigste Ursache für Erblindung im Alter. Durch die Kombination zweier Diagnose-methoden lässt sich die AMD nun noch früher erkennen und präziser einschätzen: Die Diagnostik mithilfe der Fundusautofluoreszenz stellt giftige Ablagerungen in der Netzhaut dar. Die optische Kohärenztomographie ist eine hochauflösende Schicht-untersuchung der Netzhaut. Beide Methoden können erstmals in einem Gerät vereint und gleichzeitig durchgeführt werden. >>>