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+++ ONKOLOGIE-TELEGRAMM +++

 OVARIALKARZINOM 

+++ Bevacizumab beim Ovarialkarzinom +++  Dritte Phase-III-Studie bestätigt Wirksamkeit des Angiogenesehemmers. Chicago - Die zusätzliche Gabe von Bevacizumab (Avastin®) zu einer Chemotherapie mit anschließender Bevacizumab-Monotherapie verlängert das progressionsfreie Überleben (PFS) von Frauen mit vorbehandeltem, Platin-sensiblen Ovarialkarzinom signifikant um 4,0 Monate. Das belegen die aktuellen Ergebnisse der Studie OCEANS, die auf der diesjährigen 47. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurde. Damit bestätigt auch die dritte Phase-III-Studie das Prinzip der Angiogenesehemmung beim Ovarialkarzinom.  [>>>]     

  

Bislang konnten Ärzte ihren Patientinnen nach der Operation lediglich eine unspezifisch wirkende Chemotherapie anbieten, um die im Körper verbliebenen Krebszellen abzutöten. Nun wurde erstmals eine moderne Antikörpertherapie zugelassen, die den Tumor zielgerichtet bekämpft.

+++ Moderne Antikörpertherapie +++
Neue Perspektiven für Frauen mit Eierstockkrebs.
05. April 2012 – Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 10.000 Frauen mit der schweren Diagnose konfrontiert. In der medikamentösen Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs wurde erstmals nach fast 15 Jahren ein Fortschritt erzielt: Das neue Medikament, ein sogenannter Angiogenesehemmer, greift den Tumor gezielt an und verzögert damit das Fortschreiten der Krebserkrankung.

Für die betroffenen Frauen ist dies ein großer Vorteil: Die Therapie ermöglicht ihnen mehr Zeit, die sie – trotz der schweren Erkrankung – weitestgehend beschwerdefrei verbringen können.  >>>  

 

„Für mich ist die Therapie insofern wichtig, als sie meine Lebensqualität erhält und nicht nur das Leben hinauszieht“, betont Jutta S., Brustkrebspatientin im fortgeschrittenen Stadium. „Ich kann mein Leben derzeit so gestalten, wie es mir gefällt. Das bedeutet für mich maximale Lebensqualität.“ Dieses Zitat verdeutlicht, wie entscheidend es für Patienten ist, die verbleibende Zeit genießen zu können.

+++ Leben! – trotz Krebs +++
Lebensperspektiven dank Angiogenesehemmung.
22. März 2012. „Kein Stein liegt mehr auf dem anderen. Es ist, als hätte ein Seelenbeben von uns Besitz genommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Ursula Goldmann-Posch, Gründerin und Vorstandsmitglied von mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V., ihre Empfindungen nach der Diagnose Krebs. Jahr für Jahr erleben allein in Deutschland fast eine halbe Million Menschen Ähnliches. Dank einer zielgerichteten Therapie hat Ursula Goldmann-Posch ihre schwere Erkrankung wie viele andere Betroffene überlebt. Maßgeblich ermöglicht werden diese Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten durch die Entwicklung neuer, zielgerichteter Medikamente, wie zum Beispiel Bevacizumab (Avastin®). Der Angiogenesehemmer, der sich gezielt gegen das Wachstum des Tumors richtet, hat die onkologische Therapie-landschaft in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderes Medikament verändert. Doch wie genau definiert sich der Nutzen der anti- angiogenen Therapie für den Patienten? Und welche Erwartungen kann und muss eine moderne Krebstherapie heute erfüllen? 
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Neben der Wirksamkeit belegen die Studien erneut die gute Verträglichkeit und Sicherheit des Angiogenesehemmers: Das Sicherheitprofil entsprach insgesamt dem vorausgegangener zulassungs-relevanter Studien mit Bevacizumab in anderen Indikationen. „Die Therapie von Patientinnen mit Eierstockkrebs mit Bevacizumab ist sicher und gut verträglich“, bestätigte Prof. Pfisterer. „Auch unter der Langzeittherapie beobachten wir keine negative Beeinträchtigung der Lebensqualität.“

+++ Ovarialkarzinom +++
Fortschritt durch Angiogenesehemmung: Zulassung für Bevacizumab beim Ovarialkarzinom
22. Februar 2012 - Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 10.000 Frauen mit der schweren Diagnose konfrontiert. In der medikamentösen Behandlung der betroffenen Frauen wurde jedoch seit fast 15 Jahren kein klinisch relevanter Fortschritt erzielt. Umso höher ist die aktuelle Zulassung von Bevacizumab einzuschätzen:

Der Angiogenesehemmer ist seit Dezember 2011 für die Primär-Therapie des fortgeschrittenen epithelialen Ovarialkarzinoms mit primärem Befall des Bauchfells oder der Eileiter in den FIGO-Stadien IIIB bis IV zugelassen. Bevacizumab wird in der Dosierung 15 mg/kg Körpergewicht alle drei Wochen initial zur Standardchemotherapie (6 Zyklen Paclitaxel 175 mg/m² plus Carboplatin AUC 6) und anschließend kontinuierlich als Mono- therapie über insgesamt 15 Monate oder bis zum Progress verabreicht.  >>>   

 

Bei der Überlegung zu Therapie-Alternativen empfehlen wir darüber hinaus, die entsprechenden Leitlinien (z.B. AGO, DGHO und DAIG) zu beachten und den kollegialen Austausch zu suchen. Die Firma Janssen-Cilag bemüht sich zur Zeit, um weitere unterstützende Maßnahmen für Sie.

+++ Rote-Hand-Brief +++
Lieferabriss von Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin)
Berlin, 7. September 2011 – Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) ist in bestimmten Situationen zugelassen für die Behandlung von Patientinnen bzw. Patienten mit metastasierendem Mammakarzinom, mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, mit progressivem multiplen Myelom oder mit AIDS-assoziiertem Kaposi-Sarkom. In einer Drug Safety Mail vom 08.08.2011 hatten wir über einen möglichen Lieferengpass von Caelyx® informiert.
In einem aktuellen Rote-Hand-Brief weist der Hersteller nun darauf hin, dass es wahrscheinlich zu einem Lieferabriss von Caelyx® in der zweiten Septemberhälfte kommen wird. Ab Mitte November wird wieder eine eingeschränkte Lieferfähigkeit erwartet.

Es wird empfohlen, zunächst keine Patienten neu auf eine Behandlung mit Caelyx® einzustellen, damit bereits auf das Präparat eingestellte Patienten möglichst lange versorgt werden können. Darüber hinaus werden Hinweise zu Behandlungsalternativen gegeben.  >>>

 

Professor Jalid Sehouli, Direktor der Frauenklinik an der Charité Berlin.

Professor Jalid Sehouli

+++ ASCO Highlights 2011 +++
Neue therapierelevante Daten zur Behandlung des Ovarialkarzinoms
Berlin, 7. Juli 2011 – Rund jede zweite Frau mit Ovarialkarzinom erhält bislang nicht die optimale Behandlung. Das beginnt laut Professor Jalid Sehouli, Direktor der Frauenklinik an der Charité Berlin, schon mit der Operation. Diese ist aufwändig, da beim Ovarialkarzinom meist zahlreiche kleine Tumore auf dem Peritoneum sitzen und der Eingriff vom Operateur große Erfahrung verlangt. Doch auch bei der Chemotherapie gibt es nach wie vor Defizite und die Therapie erfolgt häufig nicht so, wie es die Leitlinien vorgeben.

„Doch wir wissen, dass Frauen, die leitliniengerecht behandelt werden, eine deutlich bessere Prognose haben und eindeutig länger leben“, betonte der Mediziner. Mit der Kombination aus Trabectedin plus pegyliertem Doxorubicin (PLD) steht erstmals eine Platin- und Taxan-freie Rezidivtherapie für Patientinnen mit Platin-sensiblem Ovarialkarzinom zur Verfügung, welche die Überlebenszeit der Patientinnen signifikant verlängert. Dies zeigen die Endergebnisse der randomisierten Phase III-Studie OVA-301, deren Ergebnisse auf der diesjährigen ASCO-Jahrestagung in Chicago vorgestellt wurden. Einen besonders deutlichen Überlebensvorteil hatten die Patientinnen mit einem Platin-freien Intervall (PFI) von 6-12 Monaten.  >>>   

 

+++ Therapie des rezidivierenden Ovarialkarzinoms +++
Caelyx® im Licht aktueller Empfehlungen der AGO-Kommission Ovar
Berlin – Das Ovarialkarzinom ist die fünfthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Pro Jahr werden etwa 10.000 Neuerkrankungen in Deutschland diagnostiziert. Mit einer Inzidenz
rate von 16,5/100.000 entfallen 4,8 % aller bösartigen Tumorneubildungen bei Frauen auf das Ovarialkarzinom. Etwa 10 % der Ovarialkarzinome sind genetisch bedingt. Ein generelles Screening wird für das Ovarialkarzinom nicht empfohlen. Den höchsten Stellenwert unter den bildgebenden Verfahren hat die Transvaginal-sonographie. Caelyx® ist u. a. für die Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom nach Versagen einer platinhaltigen First-Line-Chemotherapie zugelassen und wird von der AGO neben anderen Therapieoptionen zur Rezidivtherapie beim Ovarialkarzinom empfohlen.  >>>  

 

+++ ASCO Highlights 2011 +++
Brustkrebs und Gynäkologische Malignome
Berlin, Charité – “Patients, Pathways, Progress“ – war das Motto des „ASCO 2011“. Dies bedeutet, dass sich die Forschung immer stärker auf den Nutzen konzentriert, die den Patienten eine bestimmte Therapie erbringt. Basis hierfür ist das Verständnis der „Pathways“ des Tumorgeschehens, was letztendlich den Fortschritt in der Tumor-therapie bringt. Hierauf ist die Entwicklung moderner zielgerichteter Medikamente ausgerichtet. In den Referaten wurden wichtige Beispiele für die Erfolge dieser Forschungsaktivitäten aufgeführt, stellvertretend seien hier einige Ergebnisse genannt. So sind Bevacizumab und Enzastaurin (Angiogenesehemmer) zu nennen, die beim Ovarialkarzinom eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens von fast vier Monaten erbrachten. Ein weiteres Beispiel ist das Nierenzellkarzinom, hier wurde in den vergangenen Jahren die Therapie durch zielgerichtete Substanzen vollkommen neu gestaltet.  >>>  

 

+++ Behandlung des Ovarialkarzinoms +++
Verlängerung des platinfreien Intervalls und Gesamtüberlebens mit Trabectedin
Berlin – Etwa eine bis zwei von hundert Frauen im 50. bis 70. Lebensjahr erkrankt im Laufe ihres Lebens an einem Ovarialkarzinom. Damit ist es eine der häufigsten Krebserkrankungen der Frau. Die Gesamtmortalitätsrate von 7 - 11 Todesfällen pro 100.000 pro Jahr ist in den letzten 30 Jahren nur geringfügig zurückgegangen. Durch eine Behandlung mit dem ursprünglich in  marinen Seescheiden entdeckten Wirkstoff Trabectedin kann bei Frauen mit rezidiviertem Ovarialkarzinom das platinfreie Therapie-intervall signifikant verlängert werden. Die Trabectedin-Gabe wirkt sich den vorliegenden Daten zufolge auch günstig auf das Ansprechen auf einen späteren platinhaltigen Therapiezyklus aus und verlängert zudem insgesamt statistisch eindeutig das Gesamtüberleben der betroffenen Frauen.  >>>  

 

+++ Ovarialkarzinom +++
Im Fokus der Therapie: Anti-Angiogenese
Frankfurt – Nach jahrelangem Stillstand zeichnet sich in der Primärtherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms jetzt erstmals ein Fortschritt ab: Als erste und bisher einzige zielgerichtete Substanz zeigte der VEGF-Antikörper Bevacizumab (Avastin®) einen signifikanten Vorteil gegenüber der Standard-Chemotherapie (Paclitaxel und Carboplatin). Experten gehen davon aus, dass sich mit dem Einsatz von Bevacizumab künftig ein neuer Standard in der Primärtherapie des fortgeschrittenen Ovarial-karzinoms etabliert. >>>  

 

+++ Weichteilsarkome und Ovarialkarzinom +++
Mit Trabectedin zur zielgerichteten personalisierten Krebstherapie
Berlin – Durch den Wirkstoff Trabectedin (Yondelis®) vollzieht sich derzeit bei den Weichteilsarkomen sowie dem Ovarialkarzinom der Weg hin zu einem modernen Konzept der zielgerichteten, personalisierten Krebstherapie. Trabectedin steht für Fortschritte bei der Behandlung von Weichteilsarkomen und öffnet den Weg in eine noch patienten-orientiertere, wirksame Therapie. Bei Frauen mit rezidivierendem, platinsensiblem Ovarialkarzinom kann Trabectedin in Kombination mit pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD) die progressionsfreie Überlebenszeit erheblich verlängern und die Ansprechrate signifikant steigern. „Dieser Wirkstoff verbessert die Therapiemöglichkeiten beim Weichgewebssarkom und Ovarialkarzinom“, so das Fazit der Referenten bei dem von PharmaMar initiierten Symposium „From Sea to Bedside – anlässlich der Jahrestagung der DGHO in Berlin.  >>>  

 

+++ Therapie des metastasierten Ovarialkarzinoms +++
Bevacizumab verlängert signifikant das progressionsfreie Überleben bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom
Chicago, Juni 2010 –  Auf der diesjährigen 46. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology
(ASCO) wurden erstmals die Daten der internationalen Phase-III-Studie GOG 0218 der Gynecologic Oncology Group (GOG) vorgestellt. Bevacizumab (Avastin®) mit anschließender Bevacizumab-Erhaltungstherapie verlängerte das progressionsfreie Überleben bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom signifikant um 3,8 Monate im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie.

In der multizentrischen, doppelblinden Studie, die 1.873 Frauen im mittleren Alter von 60 Jahren mit nicht vorbehandeltem fortgeschrittenen epithelialen Ovarial-, Tuben- oder primärem Peritonealkarzinom einschloss, wurden die Patientinnen, bei denen bereits ein möglichst großer Teil des Tumors operativ entfernt worden war, in drei Arme randomisiert. Der erste Arm erhielt die Standard-Chemotherapie (Carboplatin und Paclitaxel) plus Placebo, gefolgt von Placebo. Im zweiten Arm wurden die Patientinnen mit einer Standard-Chemotherapie plus Bevacizumab, gefolgt von Placebo, behandelt. Der dritte Studienarm bekam die Standard-Chemotherapie und Bevacizumab, gefolgt von Bevacizumab. Die Therapiedauer lag in allen Armen bei bis zu 15 Monaten (22 Zyklen).  >>> 

 

  

+++ Trifunktionaler Antikörper Removab® +++
Fresenius Biotech präsentiert neue Ergebnisse auf dem 46. ASCO in Chicago
Chikago - Fresenius Biotech hat auf dem 46. ASCO (4.-7. Juni) neue Daten aus einer Post-hoc-Analyse der Zulassungsstudie des trifunktionalen Antikörpers Removab® (Catumaxomab) vorgestellt. Die Ergebnisse belegen eine Verdoppelung und signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit einer frühen Immunantwort nach Behandlung mit Removab®. Eine solche frühe Immunantwort konnte bei 76 % der mit Removab® behandelten Patienten nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse zeigt eine Analyse der Korrelation des primären Endpunkts punktionsfreies Überleben sowie der sekundären klinischen Endpunkte (Gesamtüberleben, punktionsfreies Intervall) mit dem Auftreten von Antikörpern gegen Removab® acht Tage nach dem Abschluss der vier Dosen umfassenden intraperitonealen Therapie. Patienten, in deren Serum HAMA (humane Anti-Maus-Antikörper) nachweisbar waren, sprachen in allen drei Endpunkten signifikant besser auf die Removab®-Therapie an als die zu diesem Zeitpunkt HAMA-negativen Patienten.  >>> 

 

+++ Große Phase-III-Studie an 1.873 Frauen +++
Avastin zeigt positive Resultate bei Frauen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom
Grenzach-Whylen, 16. März 2010 – Die Studie hat gezeigt, dass Bevacizumab (Avastin®) plus Chemotherapie mit anschließender Bevacizumab-Erhaltungstherapie die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie verlängerte. In der Studie wurden Frauen mit nicht vorbehandeltem fortgeschrittenem Eierstockkrebs eingeschlossen. Diese erste positive Phase-III-Studie mit einem antiangiogenen Medikament bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs untermauert die Bedeutung von Bevacizumab und dessen Wirkung Gefäßneubildung zu hemmen (Antiangiogenese) als Grundpfeiler der modernen Krebsbehandlung. Die Daten der Studie werden voraussichtlich auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vom 4. bis 8. Juni 2010 vorgestellt, gab Roche bekannt.  >>>  

 

+++ Herausforderungen neu begegnen +++
Trabectedin in der Therapie von Ovarialkarzinom und Weichteilsarkom
Berlin, DKK – Bei der Behandlung des rezidivierten Ovarialkarzinoms gibt es Fortschritte: Mit Trabectedin, das in Kombination mit pegyliertem liposomalen Doxorubicin (PLD) eingesetzt wird und sich bei der Therapie des Weichteilsarkoms bereits etabliert hat, ist eine erste effektive, nicht platin- und nicht taxanhaltige Kombinationstherapie für Frauen mit rezidiviertem platinsensiblem Tumor verfügbar geworden. Die Behandlung verlängert das progressionsfreie Leben der Patientinnen und ist dabei gut verträglich, berichtete Professor Dr. Jalid Sehouli, Berlin, bei der Pressekonferenz „DKK aktuell: Herausforderungen neu begegnen – Trabectedin in der Therapie von Ovarialkarzinom und Weichteilsarkom“, die am 25. Februar 2010 im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK) stattfand.  >>> 

 

Trabectedin, kombiniert mit PLD, erzielte in einer randomisierten Phase-3-Studie ein deutlich besseres progressionsfreies Überleben (PFS) als die PLD-Monotherapie, so Prof. Dr. Jalid Sehouli, Berlin.

Ecteinascidia turbinata

+++ Therapie von Weichteilsarkom und Ovarialkarzinom +++
Trabectedin jetzt auch zur Behandlung des Ovarialkarzinoms zugelassen
 

Berlin – Bei Frauen mit rezidivierendem, platinsensiblem Ovarialkarzinom kann Trabectedin (Yondelis®) in Kombination mit pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD) die progressionsfreie Überlebenszeit erheblich verlängern und die Ansprechrate signifikant steigern. Das Präparat des Unternehmens PharmaMar wurde am 2. November 2009 von der Europäischen Kommission in Kombination mit PLD für diese Indikation neu zugelassen. Damit wurde Trabectedin nach der Behandlung des fortgeschrittenen Weichteilsarkoms bereits für die zweite schwer zu behandelnde Indikation zugelassen. Trabectedin, kombiniert mit PLD, erzielte in einer randomisierten Phase-3-Studie ein deutlich besseres progressionsfreies Überleben (PFS) als die PLD-Monotherapie, so Prof. Dr. Jalid Sehouli, Berlin.   >>> 

 

+++ Neue Therapieoption bei rezidiviertem platin-sensitiven Ovarialkarzinom +++
Trabectedin jetzt auch zur Behandlung des Ovarialkarzinoms zugelassen
Madrid – Die Europäische Kommission hat dem pharmazeutischen Unternehmen PharmaMar die Zulassung von Trabectedin (Yondelis®) in Kombination mit pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD) in der Rezidivtherapie des platin-sensitiven Ovarialkarzinoms in 27 EU-Ländern sowie Norwegen, Island und Liechtenstein erteilt. Einen Monat zuvor hatte Trabectedin eine positive Empfehlung der EMEA erhalten. Mit seinen hohen Rezidivraten zählt die Behandlung des Ovarialkarzinoms auch heute noch zu den größten Herausforderungen in der gynäkologischen Onkologie. Die Wirksamkeit von Trabectedin in Kombination mit PLD wurde im Rahmen einer prospektiven, multizentrischen randomisierten Phase III-Studie untersucht. 
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+++ Hysterektomie: Erhalt der Ovarien verlängert das Leben +++

Santa Monica – Die Auswertung der Daten von 29.380 Teilnehmerinnen der Nurses’ Health Study zeigt,
 
dass Frauen, die zusätzlich zum Uterus die Ovarien entfernen ließen, später zu 25 % seltener an einem Mammakarzinom erkrankten. Die weit verbreitete Praxis, bei einer Hysterektomie zusätzlich die Ovarien zu entfernen, wird durch eine prospektive Beobachtungsstudie im Obstetrics & Gynecology (2009; 113: 1027-1037) infrage gestellt. Die präventive Wirkung gegen Ovarial- und Mammakarzinome wurde bereits durch eine erhöhte Lungenkrebsrate aufgehoben. Hinzu kommt eine negative Auswirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Zahlreiche Frauenärzte raten ihren Patientinnen anlässlich einer Hysterektomie auch zu einer bilateralen Ovariektomie. In den USA werden die Eierstöcke bei jeder zweiten Operation mit entfernt, bei Frauen nach der Menopause steigt die Rate auf fast 80 %.  >>>

 

+++ Positive Ergebnisse für Pazopanib bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom +++
Pazopanib wird derzeit in klinischen Studien zur Behandlung von Nierenzellkrebs, Brustkrebs und weiteren Tumorerkrankungen geprüft.
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Anämie ITP Leukämien Mykosen Psycho-Onkologie Forschung
Emesis Kolorektalkarzinom Lymphome Nierenzellkarzinom Schmerztherapie Kasuistiken
Harnblase Kopf-Hals-Tumor Lungenkarzinom Ovarialkarzinom Weichteilsarkom Studien
Hautkrebs Krebs bei Kindern Magenkarzinom Pankreaskarzinom Zervixkarzinom  
Hochrisiko-MDS Leberkarzinom Mammakarzinom Prostatakarzinom Alternative Therapie  


Verbreitung: Jährlich treten bei ca. 9.950 Frauen in Deutschland Krebserkrankungen der Eierstöcke (Ovarialkrebs) auf. Damit entfallen auf diese Erkrankung 4,8 % aller bösartigen Neubildungen bei Frauen. Die Erkrankungshäufi gkeit liegt damit zwischen der des Gebärmutterkörpers und des -halses. Dennoch ist die Sterblichkeit daran, auf Grund einer schlechteren Prognose, höher als an den beiden anderen Lokalisationen zusammen. Der Verlauf der altersspezifi schen Inzidenz ähnelt der des Gebärmutterkörperkrebses. Allerdings treten rund 10%  aller Ovarialkrebserkrankungen, zumeist vom Typ des Keimzelltumors, bereits unter 45 Jahren auf. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 68 Jahren.


EU-Vergleich: Die in Deutschland ermittelten Erkrankungsraten liegen, verglichen mit denjenigen anderer EU-Länder, in der oberen Hälfte. Innerhalb Europas besteht ein Nord-Süd-Gefälle für die Inzidenz. Hohe Inzidenzraten findet man u.a. in Litauen, Tschechien, Estland, Dänemark und Lettland. Die niedrigsten in Südeuropa (Italien, Portugal und Griechenland).

 



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