Fine Star – der Bayer Preis für kreative Kinderdiabetes Projekte
+++ Impfkontrolle +++ Viele Erwachsene haben keinen ausreichenden Impfschutz gegen Pertussis und Polio. 10. Mai 2012 – Für einen ausreichenden Impfschutz bei den von ihm betreuten Menschen zu sorgen, ist eine der wichtigen Aufgabe des Arztes. Dies bedeutet, die Grundimmunisierung bei Säuglingen und Kleinkindern frühzeitig zu beginnen, ohne Verzögerungen durchzuführen und zeitgerecht abzuschließen. Nach der Grundimmunisierung ist lebenslang durch eine regelmäßige Auffrischimpfungen sicherzustellen, dass der notwendige Impfschutz erhalten bleibt und – wenn indiziert – ein Impfschutz gegen weitere Infektionskrankheiten aufgebaut wird.
Arztbesuche von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sollten dazu genutzt werden, die Impfdokumentation zu überprüfen und den Impfschutz gegebenenfalls zu vervollständigen. >>>
+++ ADHS in der Schule +++ Experten fordern Chancengleichheit: Kinder gezielt unterstützen. 5. Mai 2012 – Kinder mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) können in der Schule erfolgreich sein, wenn sie frühzeitig behandelt und unterstützt werden. Die Chancengleichheit ist jedoch nicht sichergestellt. Zu oft fehlt es Lehrern an Zeit und Unterstützung, um auf die Kinder individuell einzugehen. Verschiedene praktische Hilfen und Methoden haben sich im Unterricht bewährt. Doch auch das Schul-system muss sich ändern - sonst ist die Zukunft von rund 500.000 Schulkindern in Deutschland weiterhin in Gefahr.
Sobald typische ADHS-Symptome wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität für die Betroffenen in der Schule zu einem Problem werden, sollte ein Kinder- und Jugendpsychiater oder ein auf ADHS spezialisierter Kinderarzt das Kind fachgerecht untersuchen und eine Diagnose stellen. „Von Lehrern erfordert es viel Fingerspitzengefühl, Eltern auf Verhaltensprobleme ihrer Kinder hinzuweisen und zu einem Arztbesuch zu raten. >>>
+++ ADHS +++ Ziele der Betroffenen einbeziehen - Experten fordern: ADHS individuell behandeln. 4. Mai 2012 – ADHS ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Das Erfolgsrezept heißt multimodale Therapie. Das bedeutet, Maßnahmen, die nachweislich wirken, wie etwa Verhaltenstherapie und Medikamente, nach individuellem Bedarf zu kombinieren. Mit einer individuellen, aus verschiedenen Bausteinen bestehenden Therapie kann die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erfolgreich behandelt werden. Sowohl Medikamente als auch die Verhaltenstherapie haben sich in Studien als wirksam erwiesen.
Für weitere Maßnahmen wie Elterntraining, kognitives Training und Neurofeedback gibt es Hinweise auf eine Wirksamkeit. Entscheidend für den Therapieerfolg ist die individuelle Kombination der Maßnahmen. Dabei sollten immer auch die persönlichen Ziele der Betroffenen berücksichtigt werden. Hier sehen Experten in Deutschland noch Verbesserungsbedarf. >>>
+++ Rheuma in der Pubertät +++ „Transition-Camp“ bietet Austausch und Unterstützung für Teenager und junge Erwachsene. 23. April 2012 – Rund 20.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an Rheuma. Damit tritt die Erkrankung in dieser Altersgruppe ebenso häufig auf wie Diabetes oder Krebs. Besondere Aufmerksamkeit benötigen jugendliche Rheumapatienten. Denn in der Pubertät beschäftigen sich viele nur ungern mit ihrer chronischen Erkrankung und fallen dann leicht durch das Versorgungsnetz – oftmals mit schwerwiegenden, gesundheitlichen Folgen.
Um dies zu verhindern, fördert die Kinder-Rheumahilfe München e.V. ein „Transition-Camp“: Während dieses dreitägigen Treffens können sich betroffene Teenager über ihre Erfahrung mit der Krankheit austauschen und erhalten Beratung zu wichtigen Themen ihres Alltags. Das „Transition-Camp“ für rheumakranke Jugendliche und junge Erwachsene findet vom 27. bis 29. April 2012 in Eriskirch am Bodensee statt. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Rückruf für alle aktuell im Markt befindlichen Chargen von Atorvastatin Basics 10 mg / 20 mg / 40 mg / 80 mg Filmtabletten. Berlin, 19. April 2012 – Atorvastatin ist zusätzlich zu einer Diät angezeigt zur Senkung erhöhter Spiegel von Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, Apo-Lipoprotein-B und Triglyzeriden bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 10 Jahren mit primärer Hypercholesterinämie, einschließlich familiärer Hypercholesterinämie (heterozygot) oder kombinierter Hyperlipidämie, wenn Diät und andere nichtpharmakologische Maßnahmen nicht ausreichen. Es ist auch zugelassen bei homozygoter familiärer Hypercholesterinämie – zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B. LDL-Apherese) oder falls solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind. Bei Erwachsenen, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, ist es zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse zugelassen. >>>
+++ Krebs bei Kindern +++ Neuer Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe! Bonn, 17. April 2012 – Wenn Kinder an Krebs erkranken, verändert sich schlagartig das Leben des Kindes, das seiner Eltern und Geschwister. Rund 1.800 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre und ihre Familien sind hierzulande davon jedes Jahr betroffen. Um ihnen Mut zu machen und Hoffnung zu geben, hat die Deutsche Krebshilfe in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun den Patienten-Informationsfilm „Krebs bei Kindern“ veröffentlicht. „Acht von zehn Kindern können heute dank der Fortschritte in der Kinder-Krebsmedizin gesund werden“, erklärt Professor Dr. Heribert Jürgens, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Münster. Die Experten führen diese Erfolge darauf zurück, dass heute fast alle Kinder im Rahmen von so genannten Therapie-Optimierungsstudien behandelt werden.
Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe unter der Telefonnummer 02 28/ 7 29 90-0 und unter www.krebshilfe.deangefordert werden.>>>
+++ Die größten Herausforderungen bei PAH heute +++ Frühzeitig und zielgerichtet behandeln, die Lebensqualität verbessern. 17. April 2012 – Die progressive Rechtsherzerkrankung pulmonal arterielle Hypertonie (PAH) war noch vor einer Dekade oral nicht behandelbar. Die alternativlose Ultima Ratio bestand letztlich in einer Herz-Lungentransplantation - doch das hat sich heute grundlegend geändert: Die PAH ist kein weißer Fleck mehr auf der therapeutischen Landkarte. Auch wenn die Diagnose immer noch sehr belastend für die Betroffenen ist, stellt sie für diese jedoch keine desolate Situation mehr dar wie noch vor einem Jahrzehnt. Denn für PAH-Patienten steht heute eine ganze Reihe von Medikamenten zur individuellen und zielorientierten PAH-Therapie zur Verfügung. Und je früher diese im Erkrankungsverlauf eingesetzt werden, desto besser.
Den Anstoß zu dieser positiven Entwicklung gab vor 10 Jahren die Zulassung des ersten oralen PAH-Medikaments, des dualen Endothelin-Rezeptor-Antagonisten Bosentan (Tracleer®). Dieser wird in den aktuellen Leitlinien mit dem höchsten Empfehlungsgrad (1-A) zur Behandlung der PAH in den NYHA-Klassen II und III bewertet. Die Rationale dafür sind die langjährigen Erfahrungen mit dem Medikament, mit dem weltweit bislang etwa 100.000 Patienten behandelt wurden, sowie die Ergebnisse der umfangreichen Studien. >>>
+++ Therapieziel Asthmakontrolle +++ Mit neuen Ansätzen zur Adhärenz Versorgung und Lebensqualität optimieren. 15. April 2012 – Die Ziele der Asthmatherapie sind hoch gesteckt, da sich nur durch die Asthmakontrolle die Lebensqualität der Patienten bessert und das Risiko schwerwiegender Folgen mindern lässt. Studien zeigen zweierlei: Zum einen werden diese Ziele in vielen europäischen Ländern nicht erreicht. Zum anderen sind sie jedoch mit Hilfe einer optimalen Therapie durchaus einzuhalten. Trotz wirksamer Optionen zur Behandlung des Asthma bronchiale erreichen viele Patienten das Therapieziel Asthmakontrolle nicht. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Für Asthma gibt es keine Heilung, doch dank moderner Medikamente und Therapiekonzepte kann fast jeder Patient die Ziele erreichen, die heute - in Abhängigkeit vom Alter und den Begleiterkrankungen - mit einer Asthmabehandlung angestrebt werden, wie Experten bei einem Symposium anlässlich des 53. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. feststellten. Unter dem Vorsitz von Dr. Thomas Voshaar wurden aktuelle KV- und Kassendaten sowie neue Forschungsansätze zur Adhärenz diskutiert. >>>
+++ Pulmonal arterielle Hypertonie +++ 10 Jahre duale Endothelin-Blockade mit Bosentan bei PAH: Frühzeitig und zielgerichtet behandeln, Lebensqualität verbessern. 9. April 2012 – „Natürlich ist die Diagnose „pulmonal arterielle Hypertonie (PAH)“ auch heute noch erschreckend für den Betroffenen – doch bei weitem nicht mehr mit dem Gefühl der Ausweglosigkeit verbunden wie noch eine Dekade zuvor“, fasst Prof. Dr. med. Marius M. Hoeper, Hannover, die Entwicklung zusammen.
„In den letzten zehn Jahren hat sich für die Patienten viel getan – angefangen mit der Zulassung des ersten oralen PAH-Medikaments, dem dualen Endothelin-Rezeptor-Antagonisten Bosentan vor zehn Jahren.
Weitere Medikamente aus verschiedenen Substanzklassen folgten, so dass wir in den darauffolgenden Jahren nicht nur unseren Patienten eine bessere Therapie anbieten konnten, sondern auch das Wissen um die PAH auf eine fundiertere Basis gestellt haben“, ergänzt Hoeper. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Risiko einer versehentlichen Überdosierung von Perfalgan® Infusionslösung (Paracetamol i.v.)! Berlin, 28. März 2012 – Paracetamol ist als intravenöse Infusionslösung (10 mg/ml) indiziert für die Kurzzeitbehandlung von mäßig starken Schmerzen, besonders nach Operationen, und für die Kurzzeitbehandlung von Fieber, wenn die intravenöse Anwendung aufgrund einer dringend erforderlichen Schmerz- oder Fieberbehandlung klinisch gerechtfertigt ist oder wenn andere Arten der Anwendung nicht möglich sind.
Da erneut Fälle versehentlicher Überdosierungen von Paracetamol-Infusionslösung bei Neugeborenen und Säuglingen aufgetreten sind, macht der Hersteller in einem Rote-Hand-Brief auf neue Empfehlungen zur Risikominimierung aufmerksam. Es werden Hinweise gegeben für eine gewichtsbasierte Dosierung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Eine beigefügte Dosierungstabelle enthält Angaben zur empfohlenen Paracetamol-Dosis und zum Volumen der Lösung pro Anwendung in Abhängigkeit vom Körpergewicht. >>>
+++ Davoser Erklärung +++ Allergien als globales Problem: Ergebnisse des ersten globalen Allergieforums. 27. März 2012 – Vor kurzem wurde die „Davos Declaration: Allergy as a Global Problem“ in der führenden europäischen Allergie-Zeitschrift „Allergy“veröffentlicht. Es handelt sich dabei um die Ergebnisse eines Symposiums, das im Juli 2011 unter der Schirmherrschaft des Christine Kühne Center for Allergy Research and Education (CK-CARE) stattfand, und bei dem 40 führende Wissenschaftler und Kliniker aus vier Kontinenten (darunter zwei Nobelpreisträger) sich intensiv mit den Problemen auseinander setzten, die einer dauerhaften Heilung von Allergien entgegenstehen. Das „Global Allergy Forum“ attestiert einen enormen Kenntnismangel im Hinblick auf verschiedene Aspekte wie z.B. die Ursache für die Zunahme allergischer Erkrankungen, der Einfluss von Umweltfaktoren, wie Klimaveränderungen oder Verstädterung sowie die Interaktion zwischen Mikroben, Schadstoffen und dem Immunsystem. >>>
+++ Rotaviren +++ Indikationserweiterung für RotaTeq: Mehr Flexibilität bei dritter Dosis der Rotavirus-Schluckimpfung. 23. März 2012 – RotaTeq, der pentavalente Schluckimpfstoff gegen die hoch ansteckenden Rotaviren, hat aktuell eine Indikationserweiterung erhalten: Die letzte Dosis kann jetzt spätestens bis zur Vollendung der 32. Lebenswoche verabreicht werden. Die Ausweitung des Impfzeitraumes zur Immunisierung der Säuglinge ermöglicht es Eltern und Pädiatern, die Impftermine nun ganz flexibel nach Bedarf mit dem bestehenden Säuglingsimpfkalender und den Früherkennungs-Untersuchungen zu kombinieren.
Die vollständige Immunisierung mit RotaTeq® besteht aus drei Dosen. Die erste Dosis kann ab Vollendung der 6. Lebenswoche, sollte jedoch nicht später als vor Vollendung der 12. Lebenswoche verabreicht werden. Ein Abstand von mindestens 4 Wochen zwischen den einzelnen Dosen sollte eingehalten werden. Bisher sollte die letzte Impfdosis bis spätestens zur Vollendung der 26. Lebenswoche verabreicht werden. >>>
+++ Neue Leitlinie zum Typ-1-Diabetes +++ Zielwerte für Langzeitblutzucker mit dem Patienten vereinbaren! 22. März 2012 – Für etwa 300.000 Menschen in Deutschland ist das Spritzen von Insulin überlebensnotwendig: Sie leiden an einem Typ-1-Diabetes mellitus. Langfristig kann eine gute Kontrolle des Blutzuckers die Folgeschäden der Erkrankung etwa an Auge, Nerven oder Nieren vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) eine neue, komplett überarbeitete und den höchsten Standards der Leitlinienerstellung entsprechende Leitlinie zur „Therapie des Typ-1-Diabetes“ veröffentlicht.
„Wir sind sicher, dass die DDG-Leitlinien von Ärzten vielfach beachtet werden und auf diese Weise den Patienten zugute kommen“, sagt Professor Dr. med. Monika Kellerer vom Marienhospital Stuttgart. Die Leitlinienkoordinatorin der DDG betont, dass die Deutsche Diabetes Gesellschaft mit der aktuellen Leitlinie und der evidenzbasierten Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Typ-1- Diabetes im Kindes- und Jugendalter aus dem Jahr 2009 zwei aktuelle und hochwertige Leitlinien zur Behandlung des Typ-1-Diabetes vorgelegt habe. >>>
+++ Kopfschmerz +++ Verkanntes Problem bei Minderjährigen wird völlig übersehen! 11. März 2012 - Wien, Migräne und chronischer Kopfschmerz sind bei Kindern und Jugendlichen auf dem Vormarsch: Hatten in den 70er- Jahren nur 14 Prozent von ihnen Kopfschmerz-Erfahrung, sind es heute 60 bis 80 Prozent. Die Politik ignoriert das Thema völlig und es gibt kaum Behandlungszentren, warnen Experten. "Kopfschmerz sieht man nur als Symptom, das durch Behandlung der grundlegenden Ursache ohnehin verschwindet.
Das trifft auf akuten, nicht aber auf chronischen Kopfschmerz zu", betont Çiçek Wöber-Bingöl, Leiterin des pädiatrischen Komitees der internationalen Kopfschmerz-Gesellschaft, am 16. Internationalen Wiener Schmerzsymposium. Meist tritt Kopfschmerz bei Kindern gemeinsam mit Infekten auf, zunehmend jedoch auch als Migräne. Zu den Auslösern zählen zu wenig oder zu viel Schlaf, fehlendes Trinken, das Auslassen von Mahlzeiten, Schulstress, Ängste und Familienprobleme. >>>
+++ Präzise Blutzuckermessung +++ Das neue CONTOUR® XT Blutzuckermessgerät und die neuen CONTOUR® NEXT Sensoren. 6. März 2012 – Die genaue Bestimmung des Blutzuckers ist eine wichtige Basis für die Anpassung der Medikation (z. B. Insulindosierung) und damit eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung des Diabetes im Alltag der Patienten. Blutzuckermessgeräte sollten daher eine akzeptable Mindestgenauigkeit aufweisen, um falsche und unter Umständen gefährliche Therapieentscheidungen zu vermeiden.
Eine Messmethode ist nur dann präzise, wenn bei wiederholten Messungen der gleichen Blutprobe immer wieder vergleichbare Werte herauskommen. Die hohe Messgenauigkeit macht CONTOUR® XT und CONTOUR® NEXT Sensoren zu einem System, auf das sich Patienten und Fachkreise gleichermaßen verlassen können. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie: Diese belegt die hervorragende Messgenauigkeit, selbst in den Händen ungeschulter Patienten, und weist das CONTOUR® NEXT-System als ein Blutzuckermessgerät der nächsten Generation von Bayer aus. >>>
+++ Seltene Gerinnungsstörungen +++ Die medizinischen Herausforderungen bei der Therapie seltener Blutungsstörungen. 21. Februar 2012 – Seltene Gerinnungsstörungen werden üblicherweise autosomal-rezessiv vererbt. Ihre weltweite Verbreitung ist variabel. Die Prävalenz reicht von etwa 1:2 Millionen für FII- bzw. FXIII-Mangel bis 1:500.000 bei FVII-Mangel. Die Häufigkeit homozygoter oder doppelt heterozygoter Patienten in der Bevölkerung ursprünglich europäischer Abstammung ist zwar generell gering, allerdings hat jedoch die verstärkte Zuwanderung aus Ländern Afrikas und des Vorderen Orients, in denen Verwandten-Ehen verbreiteter sind, zu einem deutlichen Anstieg der Prävalenz seltener Gerinnungsstörungen in Europa geführt. Deshalb erfordern diese Erkrankungen auch hierzulande mehr Beachtung. Trotz der vielen Fortschritte sind Diagnostik und die Behandlung seltener Gerinnungsstörungen eine große Herausforderung in der klinischen Praxis. Epidemiologische Daten, geeignete Tests für Diagnostik und Monitoring sowie adäquate Behandlungsoptionen sind zwingend notwendig, um den betroffenen Patienten gerecht zu werden. Auf einem Symposium der 56. GTH erläuterten Experten aktuelle Erkenntnisse, Fortschritte und sehr viele noch ungeklärte Fragen im Zusammenhang mit seltenen Gerinnungsfaktor-Defekten. >>>
+++ Colitis Ulcerosa +++ Neue Leitlinien zur Therapie der Colitis ulcerosa belegen den hohen Stellenwert des retardierten Mesalazins 19. Februar 2012 – Mit einer Inzidenz von 3,0-3,9 pro 100 000 Einwohner ist die Colitis ulcerosa (CU) neben dem Morbus Crohn die wichtigste chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED). Eine deutsche Autorengruppe um Prof. A. Dignass hat daher kürzlich als Ergebnis einer evidenzbasierten Konsensuskonferenz eine Aktualisierung der Leitlinie zur Therapie der CU publiziert (Dignass A et al: Aktualisierte Leitlinie (AWMF-Registriernummer: 021/009. Z Gastroenterol 2011; 49: 1276-1341).
Die neuen Leitlinien zur Therapie der Colitis ulcerosa belegen: Retardiertes Mesalazin (5-Aminosalizylsäure, 5-ASA) hat einen hohen Stellenwert. Bedingt durch die spezielle Aufbereitung z.B. durch die MMX-Technologie, kann mit einer einmal täglichen Einnahme eine Wirkung im gesamten Kolon erreicht werden. Im Vergleich mit der Klysma-Therapie erhöht die orale Therapie mit MMX-Mesalazin nachweislich die Compliance und ist in der Remission-Induktion bei Linksseitenkolitis dieser rektalen Therapieform nicht unterlegen. >>>
+++ CINCA-Syndrom +++ NIH Studie zeigt: Kineret-Therapie stoppt Organschäden bei Menschen mit NOMID 16. Februar 2012 – Eine neue Studie zeigt, dass Kineret (Anakinra), einem Medikament zur Behandlung von rheumatoider Arthritis zugelassen, eine effektive Verhinderung des Fortschreitens der Organschäden bei Menschen mit Neugeborenen-onset-entzündliche Multisystem-Krankheit (NOMID) verhindert. Diese seltene und schwächende genetische Erkrankung verursacht eine anhaltende Entzündung und Gewebeschädigung. Die Untersuchung wurde von Wissenschaftlern des National Institute of Arthritis und Muskel-Skelett- und Hauterkrankungen (NIAMS) durch-geführt. NOMID beeinflusst zahlreiche Organe und Körpersysteme, einschließlich der Haut, Gelenke, Augen und des zentralen Nerven-systems. Das erste Anzeichen der Erkrankung ist häufig ein Hautausschlag, der sich in den ersten Wochen des Lebens entwickelt. Andere Probleme, wie Fieber, Meningitis, Gelenkschäden, Vision und Hörschäden und geistiger Retardierung folgen können. Kineret blockiert die Aktivität von Interleukin-1 (IL-1) und stoppt Organschäden bei entzündlich genetischer Störung. >>>
+++ PHILOS +++ Der Bayer-Preis für Wegbegleiter in der Hämophilie-Therapie 10. Februar 2012 – PHILOS wurde anlässlich der 56. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) von Bayer HealthCare Deutschland präsentiert. Dieser Förderpreis soll Aktionen, Projekte und Initiativen sichtbar machen, die dabei helfen, die alltäglichen Herausforderungen im Leben mit der Bluterkrankheit zu meistern. Im Alltagsleben Hämophilie-Betroffener entstehen oft Probleme und Barrieren, weil das Umfeld zu wenig über die Erkrankung weiß. Mit PHILOS sollen daher mehr Aufmerksamkeit und Wissen über die Hämophilie geschaffen werden.
Ganz bewusst sollen keine Forschungsarbeiten, sondern vorbildliche Betreuungskonzepte und besonderes soziales Engagement für Menschen mit Hämophilie gewürdigt werden. Das können Schulungs- und Freizeitprojekte für Kinder, Betreuungsangebote speziell für ältere Patienten, Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch oder zur Entlastung der betroffenen Familien sein. >>>
+++ Epilepsie +++ Lacosamid zeigte bei früher Kombinationstherapie Erfolge in der klinischen Praxis 26. Januar 2012 – Epilepsie ist mit rund sechs Millionen Erkrankten in Europa die häufigste schwere neurologische Störung. Die Entwicklung neuer Antiepileptika hat in den letzten 15 Jahren dazu geführt, dass knapp zwei Drittel der Patienten anfallsfrei werden. Das verbleibende Drittel leidet jedoch entweder wegen mangelnden Therapieansprechens oder nicht tolerierbarer Nebenwirkungen der Medikation weiter an epileptischen Anfällen. Bei fokalen Epilepsien, mit und ohne sekundäre Generalisierung gilt Lacosamid aufgrund eines neuen Wirkmechanismus und fehlender klinisch relevanter Interaktionen für die Zusatz-Therapie als ein sehr gut geeigneter Kombinationspartner.
Die Post-hoc-Analysen der Zulassungsstudien zeigt, dass die Zusatzbehandlung mit Lacosamid unabhängig vom Kombinationspartner gut wirkt und in Kombination mit Nicht-Natriumkanalblockern besonders hohe Responderraten zeigt. >>>
+++ Gewinner des Jahres 2011 +++ Fine Star würdigt Engagement für Kinder und Jugendliche mit Diabetes 22. Januar 2012 – Zum vierten Mal zeichnet Bayer mit dem Fine Star drei Initiativen aus, die sich auf besonders vorbildliche, kreative oder engagierte Weise für Kinder mit Diabetes einsetzen.
Die Jury, zu der unter anderem auch der international renommierte Kinderdiabetologe Prof. Dr. Thomas Danne, die an Diabetes erkrankte 14-jährige Theresa sowie der Gründer von Deutschlands größtem Selbsthilfeportal diabetes-kids.de, Michael Bertsch, gehören, wählte folgende Siegerprojekte: Platz 1: Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche Jena e.V. Platz 2: Kinder- und Jugendhaus „An der Glockengießerei“ Apolda Platz 3: Selbsthilfegruppe „Diabetiker Sachsen e.V.“ Den Ehrenpreis erhält Diabetesberaterin Andrea Witt für langjähriges Engagement. >>>
+++ Virale Mischinfektionen +++ Frühzeitige Behandlung der Erkrankung mit Oxymetazolin 18. Januar 2012 – Langwierige Erkältungskrankheiten können durch einzelne Viren, aber auch durch mehrere, gleichzeitig auftretende virale Erreger bedingt sein. Moderne virologische Untersuchungen erlauben deren schnellen Nachweis. Bei Kindern, die wegen Erkrankungen des unteren Respirationstrakts im Krankenhaus behandelt werden müssen, treten bestimmte Erreger gehäuft auf. An der Spitze liegen respiratory syncitial virus (RSV), Rhinoviren und das erst kürzlich identifizierte humane Bocavirus (hBoV). Dabei beeinflussen die Art des Erregers wie auch die Viruslast die Schwere der Erkrankung, wobei die gleichzeitige Infektion mit mehreren Erregern sich eher negativ auszuwirken scheint. Hat die Erkältung erst auf den unteren Respirationstrakt übergegriffen, sind die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt.
Die frühzeitige Therapie der Erkrankung mit Oxymetazolin solange noch die oberen Atemwege betroffen sind, kombiniert antivirale mit antientzündlicher und abschwellender Wirkung, und kann dem Etagenwechsel vorbeugen. >>>
+++ Hilfe für Kinder und Jugendliche +++ Deutsches Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik, der Universität Witten/Herdecke gegründet Datteln 16. Januar 2012 – Mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Die Folgen dieser stillen Epidemie für die Betroffenen sind fatal – individuelles Leid und massive Schulausfälle drohen betroffenen Kindern. Am 16. Januar 2012 wurde an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/ Herdecke das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet. Hier finden Kinder, Jugendliche und ihre Familien Hilfe auf dem Weg zurück in ein schmerzfreies Leben. Unter www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de finden Patienten, Eltern, Ärzte und Therapeuten umfassende Informationen rund um das Thema Kinderschmerztherapie. >>>
+++ Lebensbedrohung durch Rotaviren +++ Vorteil durch pentavalente Schluckimpfung: Nicht nur die Jüngsten profitieren 13. Januar 2012 – Die Infektion mit Rotaviren ist die weltweit häufigste Ursache für schwere Gastroenteritiden bei Säuglingen und Kleinkindern. Auch in Deutschland besteht eine erhebliche Krankheitslast mit jährlich etwa 146.000 Arztbesuchen sowie 22.000 stationären Behandlungen bei Kindern unter fünf Jahren. Die Krankheit kann binnen weniger Stunden lebensbedrohliche Verläufe nehmen, so Prof. Dr. med. Markus Rose, Universitätsklinik Frankfurt am Main.
Aktuelle US-Daten zeigen für Rotavirus-Impfprogramme ein deutliches Potenzial, die Krankheitslast zu senken und Kosten zu sparen, auch jenseits des Säuglingsalters. Die weltweit gut wirksame Rotavirus-Schluckimpfung hat sich auch in Deutschland bewährt. Mit Verbesserung der Durchimpfungsraten profitieren jedoch auch ungeimpfte ältere Kinder, chronisch Kranke und ältere Erwachsene. >>>
+++ Hirntumoren bei Kindern +++ Direkt in die Mechanismen der Tumorentstehung eingreifen und Medulloblastome gezielt zerstören München, 3. Januar 2012 – Was für verschiedene Krebsarten – wie etwa Brustkrebs, Lungenkrebs oder Prostatakrebs – gilt, haben die Forscher um PD Dr. Ulrich Schüller vom Zentrum für Neuropathologie der Ludwig-Maximilians-Universität nun auch für kindliche Hirntumoren nachgewiesen: Medulloblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren im Kindesalter. Um ungehindert wachsen zu können, benötigen die Tumorzellen ein spezielles Eiweiß, wie Münchner Wissenschaftler nun herausgefunden haben.
Ihre neue Erkenntnis soll als Basis für die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten gegen das Medulloblastom dienen. Denn den Forschern gelang es, das krebsfördernde Eiweiß medikamentös zu unterdrücken und so das Tumorwachstum zu hemmen. Die Deutsche Krebshilfe hat das Projekt mit 435.000 Euro unterstützt. >>>
+++ Transplantation +++ MHH-Studie zu lebenslänglich haltbaren Herzklappen: 5,2 Millionen Euro von der Europäischen Union für ESPOIR-Studie Hannover, 2. Januar 2011 – Eine Herzklappe zu transplantieren, die nicht abgestoßen wird, ein Leben lang hält und bei Kindern sogar mitwächst - diesem Ziel widmet sich die Studie "European clinical study for the application of regenerative heart valves" (ESPOIR), die am 1. Januar 2012 unter der Leitung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) startete. Die Europäische Union (EU) unterstützt das Vorhaben mit 5,2 Millionen Euro für vier Jahre. An der Studie nehmen außer der MHH sieben große europäische Kinderherzzentren teil. Insgesamt werden 200 Patienten behandelt. Die menschlichen Spenderklappen erhalten sie aus Gewebespenden im Rahmen dieser klinischen Studie von zwei gemeinnützigen Einrichtungen: der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation und der European Homograft Bank. Corlife, eine MHH-Ausgründung, prozessiert die Spenderklappen. Die Leibniz Universität Hannover kümmert sich um Administration und Organisation der Studie. >>>
+++ MPGN +++ Aussicht auf Heilung bei schweren Nierenerkrankungen 21.12. 2011 – Wissenschaftlern um den Infektionsbiologen Peter Zipfel ist es erstmals gelungen, eine erfolgreiche Therapie für eine bislang unheilbare Nierenerkrankung zu entwickeln und anzuwenden. Zusammen mit Kollegen in Berlin, Heidelberg, Münster und Shanghai setzte das Team um den stellvertretenden Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – eine Immuntherapie gefolgt von einer Nierentransplantation zur Bekämpfung der membranoproliferativen Glomerulonephritis ein.
Dieser Forschungserfolg fand international große Beachtung und wurde jetzt im New England Journal of Medicine, einer der weltweit renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, veröffentlicht (www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejmc1107484) . >>>
+++ Antivirale Therapie +++ Grippe-Saison 2011/2012: An Risikogruppen denken 21.12. 2011 – Auch in der kommenden Grippe-Saison sind lokale Grippeausbrüche oder ausgedehnte Epidemien zu erwarten. Influenza-Viren breiten sich schnell aus und infizieren einen großen Teil der Bevölkerung. Dabei sind Kinder, Schwangere, Ältere und chronisch Kranke besonders gefährdet, einen schweren Verlauf und Komplikationen zu entwickeln. Für diese Risikogruppe ist die Grippeschutzimpfung besonders wichtig. Sollte es trotzdem zu einer Grippeerkrankung kommen oder weisen diese Patienten trotz Impfung Symptome auf, steht mit Oseltamivir (Tamiflu®) eine sichere und effektive Therapie zur Verfügung. Die antivirale Therapie von Risikopatienten sollte sehr rasch, mit dem ersten Auftreten der Symptome erfolgen. Grippesymptome können starke Kopfschmerzen und hohes Fieber mit Frösteln oder Schweiß-ausbrüchen sein. Auch respiratorische Symptome wie trockener, schmerzhafter Husten gehören zu den häufigsten Symptomen. Außerdem klagen die Betroffenen oft über Pharyngitis, Tracheitis mit retrosternalen Schmerzen und Rhinitis. >>>
+++ Versorgungsmangel +++ 24.000 Diabetes-Todesfälle vermeidbar - Schockierende Unterschiede in medizinischer Versorgung nachgewiesen 19. Dezember 2011 – Leeds: Bis zu 24.000 Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Diabeteserkrankung eintreten, könnten jedes Jahr in England verhindert werden. Voraussetzung dafür wäre, dass Patienten und Ärzte mit dieser Krankheit anders umgehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des NHS Information Centre. Sie hat erstmals die Umstände untersucht, die bei Diabetespatienten zum Tod geführt haben. Grundlegende Gesundheitskontrollen, eine gute Ernährung und eine regelmäßige Medikation hätten viele der Todesfälle verhindern können. Die Studie verglich die vorliegenden Informationen über Menschen mit Diabetes mit den Daten der Todesmeldungen. Jährlich sterben 70.000 bis 75.000 Patienten an den Folgen dieser Krankheit. Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes war das Sterberisiko 2,6 Mal höher als bei der Allgemeinbevölkerung. Bei Typ-2-Diabetes war das Risiko um das 1,6-Fache erhöht. Bei jüngeren Menschen war das Risiko deutlich höher als in anderen Altersgruppen. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Berlin, 13. Dezember 2011 – Strattera® (Atomoxetin): neue Sicherheitsinformationen zum Risiko eines Blutdruck- und Herzfrequenz-anstiegs In einem Rote-Hand-Brief wird auf neue Sicherheitsinformationen bezüglich des bereits bekannten Risikos für einen Blutdruck- und Herzfrequenzanstieg aufmerksam gemacht. Eine aktuelle Analyse der Daten aus klinischen Studien mit Atomoxetin durch den Hersteller hat gezeigt, dass bei ca. 6–12 % der behandelten Kinder und Erwachsenen eine klinisch bedeutsame Zunahme der Herzfrequenz (20 Schläge pro Minute oder mehr) und des Blutdrucks (15–20 mmHg oder mehr) auftritt. Bei etwa 15–32 % der Patienten mit klinisch relevanten Blutdruck- oder Pulsänderungen während der Atomoxetinbehandlung war der Anstieg persistierend oder zunehmend.
Der Rote-Hand-Brief informiert über die verschärften Empfehlungen zur Anwendung von Atomoxetin, die Kontraindikationen, Warnhinweise und erforderliche Untersuchungen vor und während der Behandlung betreffen. >>>
+++ Neuromuskuläre Erkrankungen +++ Diagnose und Therapie von schlafbezogenen Atmungsstörungen - Hinweis auf Morbus Pompe? 9. Dezember 2011– Schnarchen, morgendliche Kopfschmerzen und Gereiztheit oder auch plötzliche Tagesmüdigkeit können auf schlaf-bezogene Atmungsstörungen hinweisen, deren Ursache einer differentialdiagnostischen Abklärung bedarf. Nicht selten liegt der nächtlichen Atmungsstörung eine dringend behandlungsbedürftige neuromuskuläre Erkrankung zugrunde, möglicherweise auch die auf einem Gendefekt beruhende Atemmuskelstörung Morbus Pompe. Die Krankheit tritt bei etwa einem von 40.000 Neugeborenen auf.
In Deutschland gibt es rund 200 Morbus-Pompe-Patienten. Bei der schwersten Verlaufsform des M. Pompe („infantiler M. Pompe“) setzen die Symptome bereits in den ersten Lebensmonaten ein. Im Vordergrund steht eine massive Herzvergrößerung, aufgrund des deutlich reduzierten Muskeltonus wirken die Kinder schlaff (im englischen Sprachraum als “floppy baby” bezeichnet). Unbehandelt versterben viele bereits im ersten Lebensjahr. Seit dem Frühjahr 2006 kann diese Erkrankung mit Alglucosidase alfa (Myozyme®) wirksam kausal behandelt werden. >>>
+++ Erfolgreiches MS-Therapiemanagement +++ Patienten profitieren von frühzeitigem Therapiebeginn und über 21 Jahren Langzeit-Erfahrung mit Interferon beta-1b 5. Dezember 2011 – Patienten mit Multipler Sklerose profitieren von einer frühzeitigen Therapie mit Interferon beta-1b (Betaferon®). Aber nicht nur erste frühe Therapieerfolge, sondern auch die langfristigen Behandlungsergebnisse über viele Jahre hinweg sind bei einer chronischen Erkrankung wie der MS entscheidend. Aktuelle Daten zeigen, dass die Progression zu schweren Behinderungen über einen längeren Zeitraum verzögert und die Lebenserwartung bei früher und initialer Therapie mit Interferon beta-1b gesteigert werden können.
Die Auswertung der 21-Jahresdaten der RRMS-Zulassungsstudie besticht zudem durch eine hohe Patientenrekrutierung (98,4 % der ursprünglichen Patienten). Im Rahmen der Nachbeobachtungsstudie konnte gezeigt werden, dass Patienten, die während der fünfjährigen RRMS-Zulassungsstudie mit Betaferon® 250 µg behandelt worden waren, gegenüber der ursprünglichen Placebogruppe eine knapp 47-prozentige Risikoreduktion bezüglich der Sterblichkeit unabhängig von der Todesursache aufwiesen. >>>
+++ Neurofeedback wirkt auch langfristig +++ Göttinger Studiengruppe für beste ADHS-Studie des Jahres ausgezeichnet Berlin, 29. November 2011 – Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) profitieren auch sechs Monate nach Abschluss eines Neurofeedback-Trainings noch von den positiven Effekten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeits-gruppe um den Göttinger Psychologen Holger Gevensleben in einer multizentrischen, randomisierten Studie, die jetzt von der Zeitschrift European Child & Adolescent Psychiatry (ECAP) als beste ADHS-Forschungsarbeit des Jahres 2010 ausgezeichnet wurde.
Die mit dem erstmals vergebenen ECAP ADHD Paper of the Year Award prämierte Untersuchung ist die bislang größte und am strengsten kontrollierte Studie zur Wirkung des Neurofeedback-Trainings bei Kindern mit ADHS. Die Arbeit überzeugte die Jury sowohl hinsichtlich ihrer methodischen Qualität als auch im Hinblick auf ihre klinische Relevanz. >>>
+++ Wenn die Seele gegen die chronische Erkrankung aufbegehrt +++ Diabetes Typ 1 als lebenslange Erkrankung akzeptieren lernen Berlin, 28. November 2011 – Diabetes Typ 1 ist eine bislang unheilbare chronische Erkrankung, die häufig bereits im Kindesalter beginnt. Sie erfordert eine lebenslange Therapie, bei welcher die Betroffenen eine hohe Mitverantwortung tragen. Sie müssen mehrmals täglich ihren Blutzucker messen, Insulin spritzen, Ernährung und Bewegung anpassen. Die Prognose des Diabetes hängt sehr stark von einer konse-quenten und erfolgreichen Durchführung der Therapiemaßnahmen ab. Laut einer Studie leidet jedoch etwa jeder zehnte Patient, der in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis behandelt wird, unter seelischen Belastungen durch seine Diabetes-Erkrankung. Dies gefährdet häufig den Therapieerfolg. „Verschiedene Studien zeigen, dass ein bedeutsamer Anteil von Menschen mit Diabetes Probleme hat, die Erkrankung und die tägliche Therapie zu akzeptieren“, sagt Diplom-Psychologe Berthold Maier vom FIDAM – Forschungsinstitut Diabetes-Akademie Bad Mergentheim. Krisenhafte Lebensumstände und Belastungen aufgrund einer Diabetes-Erkrankung können dazu führen, dass Patienten sich überfordert fühlen, ihren Diabetes angemessen kontinuierlich zu behandeln. >>>
+++ LARES Geschwisterkinder +++ Fragebogen soll Hilfebedarf bei Geschwistern von chronisch kranken oder behinderten Kindern frühzeitig erkennen Frankfurt/Main – In Deutschland leben rund 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche gemeinsam mit einem schwer chronisch kranken oder behinderten Geschwisterkind. Nicht alle gehen gestärkt aus dieser Situation hervor. Denn die gesunden Geschwister haben ein erhöhtes Risiko für psychische Belastungen wie Anpassungsprobleme, Isolation, Ängste oder Depressionen sowie vermehrte Probleme in Familie, Schule und Freizeit. Mit dem Ziel, diejenigen Geschwister frühzeitig zu erkennen, die stark belastet sind und besonders darunter leiden, hat FamilienBande, eine Initiative der Novartis-Gruppe Deutschland, zusammen mit wissenschaftlichen Partnern LARES Geschwisterkinder entwickelt und in einer Studie bundesweit validiert. Erstmals bekommen nun Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen ein geprüftes Analyse-Instrument an die Hand, mit dem die speziellen Belastungen und der damit verbundene Leidensgrad dieser Geschwister erkannt wird und das Kind spezifischen Hilfen zugeführt werden kann. >>>
+++ Risikokinder frühzeitig identifizieren +++ Innovative Pfade bei Früherkennung und Therapie von Diabetes Typ 1 Berlin, DDG Herbsttagung 2011 – Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. In Deutschland leben bis zu 24.000 Jungen und Mädchen im Alter von null bis 19 Jahren mit der Diagnose. Die Neuerkrankungsrate nimmt stetig zu, und immer häufiger erkranken Jungen und Mädchen bereits im Kleinkindalter an der Stoffwechselkrankheit. Wie Kinder mit einem hohen Erkrankungsrisiko frühzeitig identifiziert werden können und welche Möglichkeiten es gibt, der Krankheitsentstehung präventiv entgegenzuwirken, berichten Wissenschaftler auf der 5. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Berlin.Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung: körpereigene Abwehrzellen zerstören Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das lebenswichtige Hormon Insulin produzieren. Noch haben Forscher nicht vollständig klären können, welche Faktoren diese fatale Abwehrreaktion auslösen. Doch offenbar haben manche Jungen und Mädchen ein besonders hohes Risiko an Typ-1-Diabetes zu erkranken. >>>
+++ Wachstumshormonmangel +++ Gezielte Behandlung von Wachstumsstörungen mit Somatropin Stuttgart – Das Wachstumshormon ist eines der wichtigsten Hormone des Körpers, welches in einer Vielzahl von Körper-funktion eine regulierende Aufgabe hat. Für ein normales Längenwachstum ist es im Kindes- und Jugendalter essentiell. Bei verminderter Produktion oder bei vermindertem Ansprechen der Zellen auf Somatotropin kommt es zu Wachstumsstörungen (Minderwuchs). Kinder mit einem Wachstumshormonmangel sind für ihr Alter zu klein, sie leiden unter einem sogenannten proportionierten Minderwuchs. Sie haben kleine Hände und Füße und ein Puppengesicht. Im Bereich des Bauchs bilden sie vermehrt Fettpolster. In den ersten beiden Lebensjahrzehnten (bis zum Abschluss der Pubertät) wird es normalerweise in hohen Mengen gebildet, danach nimmt die körpereigene Produktion relativ stark ab. Bei Kindern und Jugendlichen wird Somatropin zur gezielten Behandlung von Wachstumsstörungen angewendet. Bei Erwachsenen wird das Medikament bei ausgeprägtem Wachstumshormonmangel als Substitutionstherapie genutzt. >>>
+++ Allergische Rhinitis +++ SIT mit der 5-Gräser-Tablette: Schnell und anhaltend wirksam Frankfurt – Pollenallergie belastet das Gesundheitssystem jährlich mit ca. 240 Mio. Euro. Jede 10. Krankschreibung in Deutschland basiert auf einer Allergie. Etwa 30.000 Jugendliche müssen pro Jahr ihre Ausbildung wegen Allergien abbrechen. Allergische Rhinitis ist ein häufiges Krankheitsbild, daher ist eine qualitativ hochwertige Therapie notwendig. Die Krankheitslast bei der allergischen Rhinitis umfasst weit mehr als nur die spezifischen Symptome wie Schnupfen oder Nasenobstruktionen. Betroffene leiden unter verminderten Lebensqualität und einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit. Gegenüber Nicht-Betroffenen haben sie dadurch oft massive Nachteile in Schule, Studium und Beruf sowie bei alltäglichen Aktivitäten. Mit einer spezifischen Immuntherapie könnte vielen Allergikern zu einer besseren Lebensqualität verholfen werden. Die Behandlung mit der 5-Gräser-Tablette Oralair® beweist sich nicht nur in der Therapie, sondern macht auch wirtschaftlich Sinn. >>>
+++ PAH und Komplikation +++ Eisenmenger-Syndrom bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Weimar, 43. Jahrestagung der DGPK – Die pulmonal arterielle Hypertonie (PAH) ist eine seltene Erkrankung, die durch schwere Verlaufsformen die Patienten in ihrer Lebensqualität und Lebenserwartung erheblich beeinträchtigt. Im Kindesalter ist die Diagnosestellung der idiopathischen PAH (iPAH) sehr schwierig, was dazu führt, dass es oft zu Fehldiagnosen kommt. Bei dem Eisenmenger-Syndrom handelt es sich um die schwerste Form der pulmonal arteriellen Hypertension, welche bei angeborenen Herzfehlern mit großem systemisch pulmonalem Shunt entstehen kann. Aufgrund der komplexen Problematik mit Multiorganbeteiligung sollten Eisenmenger-Patienten nur an spezialisierten Zentren betreut werden, die über ausreichende Erfahrungen verfügen und eine interdisziplinäre Kooperation mit verschiedenen Fachdisziplinen gewährleisten können. Die Morbidität von Patienten mit angeborenen Herzfehlern und PAH im Stadium der Eisenmenger-Reaktion erfordert einen multidisziplinären Versorgungsansatz. >>>
+++ Pneumonien im Praxisalltag +++ Gelegenheit zur Information der Patienten nutzen und Impfung aktiv anbieten Potsdam – Durch Pneumokokken ausgelöste Erkrankungen kommen weltweit vor. Nach Schätzungen der WHO sterben pro Jahr zwei Millionen Menschen weltweit infolge einer Pneumokokken-Infektion. Jedes Jahr gibt es in Deutschland schätzungsweise bis zu 12.000 Todesfälle durch schwere Pneumokokken-Erkrankungen und bis zu 135.000 Krankenhausaufenthalte. In Deutschland sind hauptsächlich ältere Menschen über 60 Jahre, Personen mit chronischen Grunderkrankungen, Säuglinge und Kleinkinder betroffen. Erkrankungen im Kindesalter kommen am häufigsten in den ersten fünf Lebensjahren vor. So erkranken jährlich etwa 970 Kinder unter fünf Jahren an einer Pneumokokken-Infektion. Zwei Drittel dieser Erkrankungen treten bereits in den ersten beiden Lebens-jahren auf. In zwei bis zehn Prozent der Fälle verläuft die Erkrankung tödlich, bei etwa 15 Prozent der erkrankten Kinder entstehen bleibende Folgeschäden. Die adäquate Beratung des Arztes ist hier entscheidend. >>>
+++ Typ-1-Diabetes +++ Roche Diagnostics unterstützt Erlebniswoche für Kinder mit Diabetes Mannheim – Mit einer Spende in Höhe von 11.500 Euro engagiert sich Roche Diagnostics Deutschland bei der Erlebniswoche von diabetesDE und unterstützt so, dass 25 Kinder mit Typ-1-Diabetes gemeinsam verreisen können. Derzeit machen 25 Jungen und Mädchen von 7 bis 13 Jahren mehrere Tage lang Ferien im Ponyschloss Gadow (Brandenburg) und erweitern in kindgerechten Schulungen ihr Wissen über Krankheit und Therapie. „Die Erlebniswoche trägt dazu bei, dass die betroffenen Kinder lernen, selbständig mit ihrem Diabetes umzugehen. Hier sind sie eines unter vielen, das stärkt ihr Selbstvertrauen ungemein“, erklärt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE. Das Projekt ist größtenteils aus Spendengeldern finanziert. Die größte Einzelspende stammt in diesem Jahr von Roche Diagnostics. >>>
+++ Seltene Erkrankungen +++ Gezielte Therapie bietet Hoffnung für Duchenne-Muskeldystrophie-Patienten London – Muskeldystrophien, auch progressive Muskeldystrophie (Dystrophia musculorum progressiva), sind eine Gruppe von Muskelerkrankungen. Es handelt sich um Erbkrankheiten, die durch Mutationen im Erbgut verursacht werden, welche meist zu Defekten oder zu einem Mangel von in der Muskulatur vorkommenden Proteinen führen. Dies führt in der Konsequenz zu Muskel-schwäche und Muskelschwund. Alle Muskeldystrophien sind durch fortschreitende (progressive) Degeneration der Muskulatur, einhergehend mit Umbauprozessen, gekennzeichnet. Eine veröffentlichte Studie zeigt, dass es mit Hilfe der so genannten gezielten Antisense-Therapie AVI-4658 möglich ist, die Expression eines wichtigen Proteins wieder anzustoßen. Es fehlt Patienten, die schwer an der lähmenden Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) erkrankt sind. Der Artikel stammt von Professor Francesco Muntoni und Kollegen des Dubowitz Neuromuscular Centre am UCL Institute of Child Health in London. >>>
Erhöhtes Mortalitätsrisiko von pädiatrischen Patienten mit Pulmonaler Arterieller Hypertonie (PAH) bei der Verwendung von höheren als den empfohlenen Dosen von Revatio® (Sildenafilcitrat) Berlin, 8. Oktober 2011 – Revatio® enthält als wirksamen Bestandteil Sildenafil, einen Hemmstoff der Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5). Es ist unter anderem zugelassen zur Behandlung von pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 17 Jahren mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH). In der Fachinformation wird für Patienten = 20 kg eine Dosierung von 10 mg dreimal täglich und für Patienten > 20 kg von 20 mg dreimal täglich empfohlen. Der Hersteller erinnert die verordnenden Ärzte in einem Rote-Hand-Brief daran, dass höhere Dosierungen als in der Fachinformation empfohlen, nicht verwendet werden sollten. Pädiatrische Patienten, die derzeit höhere Dosierungen verordnet bekommen, sollten innerhalb eines angemessenen Zeitraums auf die in der Fachinformation empfohlenen Dosierungen herunter titriert werden. Hintergrund ist eine klinische Studie mit Sildenafil zur Behandlung von pädiatrischen Patienten mit PAH mit Dosierungen von 10 bis 80 mg dreimal täglich, bei der unter den höheren Dosierungen ein erhöhtes Mortalitätsrisiko gegenüber den niedrigeren Dosierungen beobachtet wurde. >>>
Prof. Georg Friedrich Hoffmann
+++ Neonatale Harnstoffzyklusdefekte +++ „Wait and see“ ist kontraindiziert: Schnelles und gezieltes Handeln lebenswichtig Bielefeld, 107. Jahrestagung der DGKJ – Harnstoffzyklusdefekte sind seltene, angeborene, gravierende und potenziell lebensbedrohende Fehlfunktionen des Leberstoffwechsels, die bereits kurz nach der Geburt auftreten können und insbesondere in frühkindlicher Situation einen äußerst schwerwiegenden Verlauf nehmen können. Sie stellen immer einen absoluten Stoffwechselnotfall dar.
Die Hälfte der Kinder verstirbt im Laufe der ersten drei Jahre. Experten setzen jetzt v. a. bei den neonatalen Harnstoffzyklusdefekten große Hoffnung auf eine Leberzelltransplantation als Überbrückung bis zu einer späteren, erst nach dem Erreichen einer ausreichenden Körpergröße mögliche Leber-transplantation. Erbrechen, Lethargie, Gerinnungsstörungen, Apnoe und Koma – treten diese Symptome einige Stunden bis Tage nach der Geburt auf, denken fünfzig Prozent der Ärzte an Sepsis und neun Prozent an eine Stoffwechselerkrankung. „Und an was denken die restlichen 41 Prozent?“, fragt Prof. Georg Friedrich Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Universitätskinderklinik Heidelberg, anlässlich eines Expertengesprächs der Cytonet GmbH >>>
PD Dr. med. Ralf Knöfler
+++ von-Willebrand-Syndrom +++ Keine alltägliche Diagnose: Gerinnungsstörung in der Pädiatrie Bielefeld, 107. Jahrestagung der DGKJ – Das von-Willebrand-Syndrom ist die häufigste angeborene Blutgerinnungsstörung. Die Prävalenz in der Bevölkerung liegt bei etwa ein Prozent. Die Erkrankung betrifft sowohl Jungen als auch Mädchen. Ursache ist entweder ein Mangel oder ein Defekt des von-Willebrand-Faktors, ein Protein, das eine entscheidende Rolle bei der Blutgerinnung spielt.
Kinder mit dieser Erkrankung fallen durch häufiges Nasenbluten und eine Neigung zu blauen Flecken auf, die auch an ungewöhnlichen Stellen am Körperstamm vorkommen und häufig sehr großflächig sind. Ebenfalls charakteristisch sind Hämatome nach dem Impfen, die von den Eltern beobachtet werden und dann zur Vorstellung der Kinder beim Pädiater führen. Mädchen fallen des Öfteren erst durch eine starke und verlängerte Regelblutung auf. >>>
Prof. Volker Schuster
+++ Rotavirus-Impfung in Deutschland +++ Starke regionale Unterschiede bei den Impfraten Leimen – Erstmals wurde in einer deutschlandweiten Analyse untersucht, wie sich die Impfraten in den einzelnen Bundesländern nach Einführung der Rotavirus-Schluckimpfung (z. B. RotaTeq®) entwickelt haben. Darüber hinaus wurde der Frage nachgegangen, ob die Impfung sich bereits positiv auf die Krankheitslast ausgewirkt hat. Während im Jahr 2007 rund drei Prozent der 0–1-jährigen Kinder geimpft waren, waren es im Jahr 2010 bereits 26 Prozent. Interessant ist, dass die Impfrate in den einzelnen Bundesländern sehr stark variiert: im Jahr 2010 zwischen 17 Prozent und 64 Prozent; wobei die neuen Bundesländer – mit durchschnittlich 58 Prozent – eine sehr viel höhere Impfrate erreicht haben. In den alten Bundesländern sind im Schnitt nur zwanzig Prozent der Kinder geimpft. >>>
+++ Virale Infekte +++ Virale Mischinfektionen häufiger als vermutet: Frühzeitig therapieren mit Oxymetazolin Darmstadt – Langwierige Erkältungskrankheiten können durch einzelne Viren, aber auch durch mehrere, gleichzeitig auftretende virale Erreger bedingt sein. Moderne virologische Untersuchungen erlauben deren schnellen Nachweis. Bei Kindern, die wegen Erkrankungen des unteren Respirationstrakts im Krankenhaus behandelt werden müssen, treten bestimmte Erreger gehäuft auf. An der Spitze liegen respiratory syncitial virus (RSV), Rhinoviren und das erst kürzlich identifizierte humane Bocavirus (hBoV). Dabei beeinflussen die Art des Erregers wie auch die Viruslast die Schwere der Erkrankung, wobei die gleichzeitige Infektion mit mehreren Erregern sich eher negativ auszuwirken scheint. Hat die Erkältung jedoch erst auf den unteren Respirationstrakt übergegriffen, sind die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt. >>>
+++ Impfhämatome +++ Ist mein Kind vom „von-Willebrand-Syndrom“ betroffen? Hattenheim – Von der Tetanusimpfung bis hin zur Impfung gegen Masern, Windpocken & Co. haben Kinder bis zur Vollendung ihres 6. Lebensjahres ihre Grundimmunisierung abgeschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt erhalten die Kinder bis zu dreizehn Impfungen, was nicht nur unangenehm für die Kleinen, sondern auch für ihre Eltern ist. Oftmals folgen lebenswichtigen Impfungen unerwartete Reaktionen, wie z. B. Fieber oder auch blaue Flecken an den Einstichstellen.
Diese sogenannten Impfhämatome können eine Folge von beim Spritzen ungünstig getroffener Venen sein, oder aber auch erste Anzeichen auf eine mögliche Störung der Blutgerinnung sein. Pädiater sind gerade hier in ihrer Aufmerksamkeit gefordert, anhand von Impfhämatomen blutungsgefährdete Kinder frühzeitig zu erkennen. Informationen für Betroffene, Eltern und Erzieher von der Zentrensuche bis zum Selbsttest finden Sie ebenfalls auf der Internetseite www.netzwerk-von-willebrand.de. >>>
+++ Fit in die Schule +++ Mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung entspannt in das neue Schuljahr München – In vielen Bundesländern startet in diesen Tagen die Schule wieder. Besonders für unsere ABC-Schützen beginnt somit ein spannender und aufregender Lebensabschnitt mit vielen neuen Herausforderungen. Die richtige Ernährung kombiniert mit viel Bewegung und ausreichend Entspannungsphasen sind wichtige Bausteine, damit sich die Kinder im Unterricht gut konzentrieren können und auch leistungsfähig sind. Prof. Dr. Berthold Koletzko, 1. Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Abt. Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin, Dr. von Haunersches Kinderspital, München weiß: „Das gemeinsame Frühstück zu Hause bildet die Grundlage für einen gesunden Start in den Schultag. Mit dem Frühstück nehmen Kinder Energie und Flüssigkeit auf, die sie im Laufe der Nacht verbraucht haben.“ >>>
+++ Sonnenvitamin D +++ Warum Kinder mehr davon brauchen: Stiftung Kindergesundheit erläutert die Gründe für die neuen Empfehlungen zur Vitaminversorgung München 16. August 2011 – Ausgerechnet im Sommer machen sich die deutschen Kinder- und Jugendärzte Sorgen um die Versorgung ihrer kleinen und größeren Patienten mit dem lebenswichtigen Vitamin D, auch „Sonnen vita - min“ genannt. Die Ernährungskommission ihrer Fachgesellschaft DGKJ weitete jetzt ihre bisherigen Empfehlungen deutlich aus und fordert: In Zukunft sollten nicht nur Babys, wie bisher, sondern alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland zusätzliches Vitamin D3 erhalten. Was sind die Gründe für den Sinneswandel der pädiatrischen Ernährungsexperten? Die Stiftung Kindergesundheit informiert über die Hintergründe in einer aktuellen Stellung-nahme. >>>
Prof. Gerd Horneff
+++ Systemische Juvenile idiopathische Arthritis +++ Tocilizumab: Neuer Standard in der Therapie der sJIA Bonn, St. Augustin – Die systemische juvenile idiopathische Arthritis (sJIA) oder Morbus Still ist eine chronische Erkrankung mit systemischen Entzündungszeichen und Organbeteiligungen, für die es bisher keine kausale Therapie gab. Sie stellt mit rund sechs Prozent die seltenste, aber auch schwerste Form der Arthritis im Kindesalter dar.
Bei bis zu 50 Prozent aller Fälle persistiert die Erkrankung bis in das Erwachsenenalter und führt zu Funktionsverlusten, Gelenkdestruktionen, Osteo-porose und häufig zu einer kürzeren Lebenserwartung. Bislang werden nur wenige, aus der Behandlung der RA kommende Substanzen eingesetzt, wobei zumeist weder Methotrexat (MTX) noch TNF-Blocker bei der sJIA ein ausreichendes Ansprechen zeigen. Speziell zugelassene Biologika gab es für die sJIA bislang nicht.
Die EU-Kommission hat die Zulassung für Tocilizumab (RoACTEMRA®) zur Behandlung der sJIA bei Kindern ab zwei Jahren erteilt. Tocilizumab zeigt eine schnelle Wirksamkeit sowohl auf die Arthritis als auch die systemischen Manifestationen der sJIA, erklärte Prof. Dr. med. Gerd Horneff, Asklepios Klinik St. Augustin, die Vorteile der neuen Therapie. >>>
+++ Colitis Ulcerosa +++ Neue Studienergebnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Infliximab München – Wenn Patienten wegen einer schweren Colitis ulcerosa stationär behandelt werden und Steroide nicht helfen, bietet eine Therapie mit Infliximab oder Cyclosporin eine Alternative. Ein randomisierter Direktvergleich bei 111 Patienten zeigte, dass dieses Kollektiv in nahezu identischem Ausmaß auf die beiden Optionen ansprach. Im Rahmen der diesjährigen Digestive Disease Week (DDW) wurden zahlreiche neue Daten zum Einsatz von Infliximab präsentiert. Sie zeigten, wie sich die Therapie für Patienten individuell optimieren lässt und dokumentierten die Verträglichkeit des TNFa-Antikörpers in der Langzeitanwendung. >>>
+++ Pädiatrische Pneumologie +++ Lungenschäden von Frühgeborenen noch im Schulalter nachweisbar Leipzig, 1. August 2011 – Mitunter leiden frühgeborene Kinder noch im Schulalter unter verengten Atemwegen und Schäden an der Lunge, insbesondere wenn sie nach der Geburt länger mit Sauerstoff beatmet werden mussten. Dies zeigt eine Untersuchung der Arbeitsgruppe Pädiatrische Pneumologie an der Leipziger Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche. Ursachen der anhaltenden Lungenfunktionsstörungen seien neben den unreifen Lungen der Frühchen auch über längere Zeit benötigte Sauerstoffbehandlungen im Brutkasten. Die Wissenschaftler rufen daher dazu auf, die Grenzwerte für eine optimale Sauerstoffversorgung bei Frühgeborenen genauer zu erforschen. >>>
+++ Camp D 2011 +++ “Gemeinsam Diabetes verändern” Bad Segeberg – Das Motto des diesjährigen Zeltlagers Camp D lautete „Gemeinsam Diabetes verändern“. Jeder Teilnehmer konnte dazu fünf aus zehn Workshops besuchen. Engagiert diskutierten erfahrene Referenten mit den jungen Menschen über Beruf, Schwangerschaft, Verantwortung, Motivation, Krisen, Alkohol, Insulinpumpentherapie, Blutzucker-messen und vieles mehr. Die lockere Stimmung bei Camp D machte es leicht, ins Gespräch zu kommen. Diabetologen, Psychologen und Diabetesberaterinnen trugen wieder die roten T-Shirts mit der Aufforderung “Quatsch mich an!“ Und dieser kamen die Teilnehmer gerne nach. Jugendliche und junge Erwachsene akzeptieren ihre Erkrankung und versuchen, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Hilfestellung bietet das Camp dabei in vielfältiger Weise: „In erster Linie wird jedem Teilnehmer bewusst: Ich stehe mit meiner Erkrankung nicht allein da. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Hepatitis im Zusammenhang mit Umckaloabo® Berlin, 29. Juli 2011 – Umckaloabo® ist ein nicht rezeptpflichtiges pflanzliches Arzneimittel, das zur Behandlung der akuten Bronchitis bei Erwachsenen und bei Kindern ab einem Jahr zugelassen ist. Die Behandlung von Kindern unter sechs Jahren sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen. Der AkdÄ wurde der Fall eines 40-jährigen Mannes ohne bekannte Vorerkrankungen und ohne Dauermedikation berichtet (AkdÄ Fall-Nr. 153572), der wegen eines grippalen Infekts mit Husten für einen kurzen Zeitraum Umckaloabo® einnahm. Etwa zwei Wochen später kam es zu dumpfen Oberbauch-schmerzen und Ikterus, die stationär abgeklärt wurden.
Laborchemisch waren die Leberenzyme und das Bilirubin deutlich erhöht (ALT max. 1694, AST 787, GGT 430, AP 144 U/l, Bilirubin 110 µmol/l entspr. 6,4 mg/dl). Serologische Hinweise auf eine virale Hepatitis (Hep. A, B, C sowie EBV, CMV) oder eine Autoimmunhepatitis ergaben sich nicht. Der sonographische Befund zeigte eine Hepatosplenomegalie, endosonographisch konnte eine posthepatische Ursache ausgeschlossen werden. Die Leberhistologie wurde als medikamentös-toxische Hepatitis mit kanalikulärer Cholestase ohne Nekrosen bewertet. Im deutschen Spontanmeldesystem sind insgesamt 145 Verdachtsberichte unerwünschter Arzneimittelwirkungen von Umckaloabo® erfasst (Stand: Anfang Juni 2011). >>>
+++ Systemische juvenile idiopathische Arthritis +++ Positives CHMP-Votum für Tocilizumab bei Kinderrheuma Grenzach-Wyhlen/Frankfurt am Main – Das Comittee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde EMA hat am 20. Mai die erweiterte Zulassung von Tocilizumab (RoACTEMRA®) bei systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (sJIA) empfohlen. Basis für das positive Votum sind die Ergebnisse der TENDER-Studie. Sie konnte eindrücklich die hohe Wirksamkeit der IL-6-Rezeptorblockade auf die Gelenkentzündung und die systemischen Manifestationen der Erkrankung belegen. Der humanisierte Antikörper Tocilizumab, der spezifisch den Interleukin-6-Rezeptor blockiert, hat seine hohe Wirksamkeit bereits bei der Behandlung von erwachsenen Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) unter Beweis gestellt. Mit dem positiven Votum für Tocilizumab kann jetzt auch bei der systemischen JIA (auch: Morbus Still; Still-Syndrom) ein weiterer therapeutischer Fortschritt und eine Verbesserung der Behandlungssituation erzielt werden. >>>
Prof. Armin Wessel
+++ Professor Dr. Armin Wessel ist tot +++ Die MHH trauert um den Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin Hannover, 25.7. 2011 – Professor Dr. Armin Wessel ist tot. Der Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erlag am 16. Juli 2011 im Alter von 65 Jahren einem plötzlichen Herztod.
Er stand kurz vor seiner Emeritierung im September. "Professor Wessel hat die Klinik seit 2003 geleitet und zu hohem Ansehen geführt", sagte MHH- Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann. "Unser aller Mitgefühl gilt der Familie." Professor Wessel war ein exzellenter Kinderkardiologe - sowohl in der Klinik als auch in der Forschung. Er galt bundesweit als der herausragende Experte für das Williams-Beuren-Syndrom.
Fast jedes Kind in Deutschland, das an dieser genetisch bedingten Veränderung litt, wurde von ihm behandelt. Zudem war er einer der wenigen Kinderkardiologen, der gleich zwei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekte an seiner Klinik durchführen konnte. >>>
+++ Neue Risikoinformation +++ Rote-Hand-Brief zu Anwendungsbeschränkungen für Cardioxane® (Dexrazoxan) Berlin, 19. Juli 2011 – Cardioxane® (Dexrazoxan) ist ein Analogon der Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) mit einer Topoisomerase-II-hemmenden Aktivität. Es wird bei Krebspatienten zur Vorbeugung der Anthrazyklin-induzierten Kardiotoxizität eingesetzt. Der genaue Mechanismus der Kardio-protektion durch Dexrazoxan ist nicht abschließend geklärt. Im Juli 2010 wurde ein Rote-Hand-Brief zu Hinweisen auf ein erhöhtes Risiko für sekundäre Neoplasien bei mit Cardioxane® vorbehandelten Kindern versendet.
Aktuell informiert der Hersteller über folgende, ab sofort gültige Anwendungsbeschränkungen: Dexrazoxan ist kontraindiziert bei Kindern und Jugendlichen aufgrund eines erhöhten Risikos für weitere primäre Neoplasien (insbesondere akute myeloische Leukämie und myelodysplastisches Syndrom), schwer-wiegender Knochenmarkdepression und schwerwiegender Infektion sowie aufgrund des unzureichenden Nachweises der klinischen Wirksamkeit. Bei erwachsenen Patienten ist die Anwendung von Dexrazoxan auf fortgeschrittenen und/oder metastasierten Brustkrebs beschränkt. Die Anwendung in Kombination mit einer adjuvanten Brustkrebstherapie oder Chemotherapie mit kurativer Zielsetzung wird nicht empfohlen.>>>
+++ Mukoviszidose +++ Multidisziplinäres Rehabilitationsprogramm im Hochgebirge Davos, 5.7.2011 – Die Hochgebirgsklinik Davos bietet seit 2010 ein mit Patientenorganisationen und den Fachgesellschaften aus der Schweiz, Deutschland und Österreich abgesprochenes und von diesen akzeptiertes, multidisziplinäres Rehabilitationsprogramm für Patienten mit Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF). Die angeborene Krankheit erfordert eine umfassende und lebenslange Therapie. In Davos werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen behandelt. Dabei wird streng darauf geachtet, dass sich die Patienten in der Klinik nicht mit unerwünschten Keimen infizieren. Strikte räumliche und zeitliche Trennung von Patientengruppen mit unter-schiedlicher bakterieller Besiedlung ist dabei oberstes Gebot. Die Betroffenen und ihre Familien profitieren während ihres Aufenthaltes in Davos sowohl von der hohen fachlichen Kompetenz des multidisziplinären CF- spezialisierten Teams der Hochgebirgsklinik als auch von den klimatischen Besonderheiten des 1600 m hoch gelegenen geschützten Hochtales. >>>
+++ Pädiater-Forum Gastroenterologie 2011 +++ Kinderärzte für Darm-, Leber- und Gallenwegserkrankungen sensibilisieren München – Chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Leber- und Gallenwegserkrankungen gehören nicht zu den Top Ten im pädiatrischen Praxisalltag. Werden sie aber übersehen, sind die gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen oft schwerwiegend. Auf dem Pädiater-Forum Gastroenterologie 2011, das die Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung mit Unterstützung der Falk Foundation e.V. in München auf die Beine gestellt hat, konnten Kinder- und Jugendärzte ihr Wissen über gastroenterologische Themen auffrischen und sich auf den neuesten Stand bringen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind bei Kindern durchaus keine Rarität, „sondern ein relevantes Problem“, betonte Dr. Martin Claßen, Bremen, „und zwar mit steigenden Inzidenz- und Prävalenzzahlen“. Um ein normales Wachstum und eine regelrechte Pubertätsentwicklung zu gewährleisten, ist eine frühe Diagnose erforderlich, gefolgt von einer adäquaten Therapie. >>>
+++ Hilfsangebote bei Essstörungen +++ BZgA veröffentlicht Online-Datenbank mit qualitätsgesicherten Angeboten Berlin, 5. Juli 2011 - Aktuelle Studien zeigen, dass schon bei einem Fünftel der 11- bis 17-Jährigen in Deutschland Hinweise auf eine Essstörung vorliegen. Welche Angebote es zur Prävention, Beratung und Behandlung von Essstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gibt, war bislang jedoch wenig transparent. Um eine wohnort- nahe und flächendeckende Versorgung von Betroffenen, aber auch von Angehörigen zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf eine qualitätsorientierte Bestandsaufnahme aller Angebote im Bereich Essstörung durchgeführt. Auf dieser Grundlage hat die BZgA unter www.hilfe-essstoerungen.de eine Online-Datenbank eingerichtet, die 739 Einrichtungen mit Angeboten zur Prävention, Beratung und Behandlung von Ess- störungen im gesamten Bundesgebiet enthält. Betroffene und Angehörige können darüber eine Einrichtung in ihrer Nähe und ihrem Bedarf entsprechend suchen. >>>
+++ Bleiben meine Kinder gesund? +++ Neues zu familiärem Risiko bei Typ 1 Diabetes München, 21. Juni 2011 – Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr: Typ 1 Diabetes gehört in Deutschland zu der häufigsten Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugend-lichen. Dem Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2011 zu folge leben derzeit etwa 15.000 (bis 14 Jahre) von ihnen in Deutschland. Jährlich kommen zwischen 2.100 und 2.300 Neuerkrankungen hinzu. Auch sind die betroffenen Kinder zum Zeitpunkt des Ausbruchs immer jünger. Man erwartet, dass sich die Zahl der Neuerkrankungen bis zum Jahre 2020 bei den unter 5-jährigen sogar noch verdoppelt. >>>
+++ Typ-1-Diabetes +++ Das dritte Camp D: Austausch und neue Erfahrungen für Jugendliche mit Diabetes Bad Segeberg – Mit fortschreitendem Alter entziehen sich Jugendliche dem Einfluss und der Kontrolle der Eltern und Diabetesteams, bei Jugendlichen mit Diabetes kann dies gravierende Folgen für ihre gesundheitliche und persönliche Entwicklung haben. Um junge Menschen in dieser wichtigen Lebensphase, in der die Weichen für die persönliche und berufliche Zukunft gestellt werden, zu unterstützen, veranstalten Novo Nordisk und Bayer HealthCare vom 7. bis 10. Juli 2011 gemeinsam das dritte „Camp D“ für rund 700 Jugendliche und junge Erwachsene mit Diabetes in Bad Segeberg. Junge Menschen mit Diabetes zwischen 16 und 25 Jahren können sich weiterhin auf www.campd.info/anmeldung/ für die Teilnahme an Camp D registrieren.>>>
+++ Typ-1-Diabetes +++ Prävention von Langzeitschäden beginnt im Kindes- und Jugendalter Leipzig, DDG-Kongress 2011 – Bereits heute ist eines von 600 Kindern in Deutschland an Typ-1-Diabetes erkrankt, insgesamt leiden hierzulande 25.000 junge Menschen bis 20 Jahren an der häufigsten Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Und es werden immer mehr: Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Häufigkeit in der Gruppe der unter 15-Jährigen bis 2020 um 70 Prozent steigen wird. Dabei sind sich nationale und internationale Kinderdiabetesleitlinien einig: Psychosoziale Faktoren stellen auch künftig die wichtigsten Determinanten für das Therapieverhalten und die Stoffwechseleinstellung von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes dar. Deshalb steht im Fokus der Fachgesellschaften nicht nur eine bessere medizinische Versorgung (noch immer werden nur 60 Prozent der Kinder in speziellen Kinderdiabetologien behandelt), sondern auch die Forderung nach psychosozialen Unterstützungsangeboten für die betroffenen Familien. >>>
+++ Immundefekte +++ Relativ selten, lebensbedrohend, aber effektiv behandelbar Frankfurt – Therapie der Wahl bei Patienten mit primären oder sekundären Immundefekten ist die Substitutionsbehandlung mit Immunglobulinen, die entweder intravenös oder subkutan verabreicht werden. Im Vergleich zur monatlichen intravenösen Immunglobulin (IVIG)-Therapie führt die wöchentliche subkutane Immunglobulin (SCIG)-Behandlung zu gleichmäßigen IgG-Spiegeln und kann von den Patienten zu Hause selbst durchgeführt werden. Mit Hizentra® steht jetzt ein neues subkutanes Immunglobulin zur Verfügung, das durch seine innovativen Eigenschaften die Anwenderfreundlichkeit der SCIG-Therapie weiter erhöht. >>>
+++ Harnstoffzyklusdefekt +++ Neue Therapieoption für eine desaströse Krankheit Mannheim, 27. Mai 2011 – Harnstoffzyklusdefekte sind seltene, angeborene, gravierende und potenziell lebensbedrohende Fehlfunktionen des Leberstoffwechsels, die bereits kurz nach der Geburt auftreten können und insbesondere in frühkindlicher Situation einen äußerst schwerwiegenden Verlauf nehmen können. Sie stellen immer einen absoluten Stoffwechselnotfall dar. Experten setzen jetzt v. a. bei neonatalen Harnstoffzyklusdefekten große Hoffnung auf eine Leberzelltransplantation als Überbrückung bis zu einer späteren, erst nach dem Erreichen einer ausreichenden Körpergröße möglichen Lebertransplantation. >>>
+++ Ein „Zuhause auf Zeit“ für unheilbar kranke Kinder +++ Deutsche Krebshilfe ruft zu Spenden für Palliativzentrum in München auf München – Über 10.000 Kinder in Deutschland leiden an unheilbaren Krankheiten. Viele Betroffene müssen medizinisch intensiv betreut werden, was in ihrer heimischen Umgebung nicht immer möglich ist. Mit dem Ziel, für die Kinder und ihre Familien einen Ort der Geborgenheit zu schaffen, soll in München ein Zentrum für schwerstkranke Kinder und Jugendliche entstehen. Die Deutsche Krebshilfe möchte mithelfen, die noch bestehende Finanzierungslücke von vier Millionen Euro zu schließen und ruft die Bevölkerung zu Spenden auf. >>>
+++ Depression bei Kindern und Jugendlichen +++ Depressionen werden bei Jungen oft nicht erkannt: Kinder sprechen von traurigen Gefühlen und klagen über Kopf- oder Bauchschmerzen Heidelberg, 21.04.2011 – Zunehmend mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Depressionen. Die Diagnose ist jedoch nicht so einfach. Erwachsene können bewusst erkennen, wenn sie unter einer Depression leiden. "Bei Kindern und Jugendlichen versteckt sich Depression oft hinter einem aggressiven Verhalten", sagt Helena Dimou-Diringer, Leiterin der Ambulanz für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie der SRH Hochschule Heidelberg. >>>
+++ Hirntumor im Kindesalter +++ Operation als Schlüssel zum Therapieerfolg - Eingriffe sollten in spezialisierten Zentren durchgeführt werden Hamburg, 20.4. 2011 – Hirntumoren sind nach der Leukämie die zweithäufigste Krebserkrankung im Kindesalter. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 300 bis 350 Kinder an einem Hirntumor. Sie haben die besten Heilungschancen, wenn es gelingt, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Die Operation sollte deshalb in Zentren mit einer hohen Expertise in der Chirurgie von Hirntumoren durchgeführt werden. Dies betont die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) im Vorfeld ihrer Jahres-tagung. Der Kongress findet vom 7. bis zum 11. Mai 2011 in Hamburg statt. Die pädiatrische Neurochirurgie ist ein Themenschwerpunkt des Kongresses. >>>
+++ 6. ADHS-Gipfel +++ ADHS in der Risikogruppe Jugendliche: Therapie-Adhärenz als Schlüssel zum Erfolg Hamburg – Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sind in der für ihre Selbstfindung so wichtigen Entwicklungsphase besonderen Risiken ausgesetzt, dies wurde auf dem 6. ADHS-Gipfel deutlich. Dabei diskutierten rund 160 Kinder- und Jugendpsychiater sowie Kinder- und Jugendärzte, wie die Therapie-Adhärenz bei ADHS in der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen gesteigert werden könne. Als Anreiz hierfür wurden unter anderem der Führerschein ab 17 und die traditionelle Selbsthilfe betont. Mit Blick auf die Akzeptanz von Interventionen bei Jugendlichen sollten bei der medikamentösen Behandlung langwirksame Methylphenidat-Formulierungen, wie OROS-Methylphenidat (Concerta®), die möglichst den ganzen aktiven Tag abdecken, bevorzugt werden. >>>
+++ Juvenile Neuronale Ceroid-Lipofuszinose +++ Hoffnung für Kinder mit seltenem Gendefekt Frankfurt/Main, 15.4.2011 – Es ist eine seltene Krankheit mit verheerenden Folgen: Etwa zur Zeit der Einschulung tritt eine Sehschwäche auf, die innerhalb von zwei bis drei Jahren zur vollständigen Erblindung führt. Dies ist das erste Symptom einer fortschreitenden Zerstörung der Gehirnzellen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Halluzinationen, epileptischen Anfällen, Demenz und schließlich zum Versagen sämtlicher motorischer Fähigkeiten. In diesem letzten Stadium müssen die bewegungsunfähigen Patienten künstlich beatmet werden. Bisher gibt es keine Therapie für die Juvenile Neuronale Ceroid-Lipofuszinose (JNCL), so dass die Betroffenen im zweiten bis dritten Lebens-jahrzehnt sterben. Die Arbeitsgruppe um Dr. Mika Ruonala erforscht seit vier Jahren im Center for Membrane Proteomics der Goethe-Universität, welche Folgen der zugrunde liegende Gendefekt auf der zellulären Ebene hat. >>>
+++ Typ 1 Diabetes bei Kindern +++ Steigende Neuerkrankungsraten von Typ 1 Diabetes bei Kindern: Beschleunigte Entwicklung von Typ 1 Diabetes vom Beginn der Inselautoimmunität bis hin zur Erkrankung beobachtet München, 29.3.2011 – Typ 1 Diabetes ist mittlerweile die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Die Entstehung von Typ 1 Diabetes ist gekenn-zeichnet durch das Auftreten von Antikörpern, die gegen Bestandteile der Insulin produzierenden Zellen gerichtet sind, die Autoantikörper. Dieser Prozess der Inselautoim-munität bewirkt die Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen und geht der Erkrankung Typ 1 Diabetes voraus. Bei kleinen Kindern nimmt die Zahl der Neuerkrankungen besonders stark zu – die Frage ist, wie es dazu kommt. Eine mögliche Erklärung wäre das gehäufte Auftreten von Inselautoimmunität, eine andere eine verkürzte Phase der Inselautoimmunität vor der Erkrankung an einem Typ 1 Diabetes. Es Familien gesucht, die an der TEENDIAB-Studie teilnehmen möchten und dadurch helfen, die Ursachen von Typ 1 Diabetes zu untersuchen. Interessierte Familien können sich melden beiTEENDIAB@lrz.tu-muenchen.de.>>>
+++ Leben mit Diabetes im 21. Jahrhundert +++ Auf steigende Erkrankungszahlen bei jungen Erwachsenen und Kindern reagieren Hannover – Die von sanofi-aventis initiierte erfolgreiche Diabetes-Aufklärungsaktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ startete vom 24. – 25. März 2011 in der Ernst-August-Galerie in Hannover in ihr siebtes Jahr. Mit über 85 Jahren Diabetes-Erfahrung im Bereich Forschung, Insulinproduktion, Penherstellung und in Kürze auch als Anbieter innovativer Blutzuckermessgeräte kommt sanofi-aventis dem Ziel, Komplettanbieter für die Diabetesversorgung zu sein, näher. Hierzu gehört auch, über die Volkskrankheit Nr. 1 zu informieren und Menschen mit Diabetes dauerhaft und aktiv zusätzliche Unterstützung anzubieten: Herzstück der Diabetes-Aktion ist der Diabetes-Risikocheck. Alle Besucher haben die Möglichkeit, am Aktionsstand ihr persönliches Diabetesrisiko testen zu lassen. >>>
+++ Harnstoffzyklusdefekt +++ Aussichtsreiche neue Behandlungsoption: Die Leberzelltherapie Heidelberg – Menschen, die von einem Harnstoffzyklusdefekt (UCD = Urea Cycle Defect) betroffen sind, leiden an einer angeborenen, schwerwiegenden und potenziell lebens-bedrohlichen Stoffwechselerkrankung der Leber, die aufgrund einer Störung des Ammoniak-Stoffwechsels die Stickstoff-Ausscheidung negativ beeinflusst. Da besonders bei Neugeborenen eine erforderliche Lebertransplantation aufgrund verschiedenster Komplikationen limitiert ist, setzen Experten künftig ihre Hoffnung auf eine derzeit in Entwicklung befindliche neue Behandlungsoption, die Leberzelltherapie. Harnstoffzyklusdefekt - eine seltene Erkrankung, bei der sich das stickstoffhaltige Stoff- wechselgift Ammoniak (NH3) im Blut und Gewebe der Betroffenen anreichert und vor allem Hirn- und Nervenschädigungen bewirkt, die schlimmstenfalls zum Tod führen können. >>>
Universitätsklinikum Magdeburg
+++ Congenitaler Hyperinsulinismus +++ Expertennetzwerk gegen schwere Unterzuckerungen im Neugeborenenalter gegründet Magdeburg, 22. März 2011 – Am 18. März 2011 trafen sich Mediziner und Angehörige von Kindern mit einer angeborenen Insulinregulationsstörung - dem Congenitalen Hyperinsulinismus - zu einem internationalen Workshop in Magdeburg, der von dem Endokrinologen Prof. Dr. Klaus Mohnike vom Universitätsklinikum Magdeburg sowie vom Greifswalder Universitätskinderchirurgen Prof. Dr. Winfried Barthlen organisiert wurde. Auf der Tagung gaben die Ärzte aus Deutschland, Großbritannien und Israel die Gründung des internationalen Netzwerks „Congenitaler Hyperinsulinismus“ bekannt. Der Congenitale Hyperinsulinismus ist eine Erkrankung, die unbehandelt auf Grund der immer wieder kehrenden Unterzuckerungen zu bleibenden Entwicklungsstörungen führt. Es handelt es sich um eine sehr seltene Erkrankung. Auf 40.000 Neugeborene kommt nur ein Kind mit dieser Erkrankung. Deshalb verwundert es nicht, dass die meisten Geburtsmediziner und Kinderärzte in Deutschland kaum Erfahrungen mit dem Congenitalen Hyperinsulinismus haben. >>>
+++ Drei starke Kids mit Diabetes gesucht! +++ Mitmachen beim Fine Star-Modelcasting 2011 und Fotostar werden Leverkusen, 21. März 2011 – Das Leben mit dem „Zucker“ ist manchmal ganz schön kompliziert. Trotzdem lassen sich viele Kinder mit Diabetes von ihrer Erkrankung nicht unterkriegen! Sie treiben Sport, pflegen ihre Hobbies, nehmen an Schulausflügen oder sogar an Wettkämpfen teil. Jetzt können starke Kids mit Diabetes beim „Fine Star“-Modelcasting mitmachen und zu echten Fotostars werden. Mitmachen ist ganz einfach Gesucht werden drei Kinder zwischen vier und 17 Jahren, die dem Diabetes auf eigene und „starke“ Weise die Stirn bieten. Wer teilnehmen möchte, kann bis zum 30. Mai 2011 seine „stärksten“ Fotos oder einen „starken“ Handy-Film einschicken. Dazu ein paar Sätze „Was mich im Umgang mit dem Diabetes stark macht und warum ich mich davon nicht unterkriegen lasse“ – und fertig ist die Bewerbung! Die Kids können sich auf dem Postweg bei der Bayer HealthCare AG, z.H. Dr. Gisela Lenz, 51368 Leverkusen oder per E-Mail an FineStar@bayerdiabetes.de bewerben. Weitere Informationen unter der kostenfreien Fine Star Hotline 0800 100 3929. >>>
+++ Drei Jahre Epiduo® +++ Antibiotikafreie Fixkombination zur topischen Aknetherapie hat sich etabliert Düsseldorf, 16. März 2011 – Die Fixkombination aus dem Retinoid Adapalen und Benzoylperoxid (BPO) wurde vor drei Jahren zur topischen Aknetherapie eingeführt und hat sich wegen ihrer Effektivität, Verträglichkeit und dem Verzicht auf Antibiotika bereits nach diesem kurzen Zeitraum einen hohen Stellenwert in der klinischen Dermatologie erworben. Epiduo® wirkt antientzündlich, komedolytisch, antikomedogen und antibakteriell und beeinflusst damit die wesentlichen pathogenetischen Faktoren der Akne1. Dies spiegelt sich in klinischen Therapieerfolgen wider: In zwei klinischen Studien war die Fixkombination signifikant besser wirksam als die Einzelwirkstoffe oder das Vehikel: In 12 Wochen bildeten sich entzündliche Läsionen um 62 % zurück. Epiduo® ist auch für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen.>>>
+++ Die Lösung für Nase und Ohr +++ Hyaluronsäurehaltige Meerwasserspülung: Nasenspülungen auf natürliche Weise München, 10. März 2011 – Die positiven Erfahrungen mit Hyaluronsäure in der Wundheilung von Haut und Schleimhäuten führten zur Entwicklung eines neuen Produktes, welches die Wundheilung fördern und bei der Anwendung im Bereich von Nase und Ohr zusätzlich eine präventive Funktion erhalten sollte. Seit Anfang dieses Jahres steht in Deutschland mit Aliamare® eine neue Spülung zur Verfügung. Diese reinigt im Bereich der Nase sanft und effizient von überschüssigem Nasensekret, Pollen und Feinstaub und befeuchtet die Nasenschleimhaut. In den Ohren dient sie der Reinigung der äußeren Gehörgänge und der Vorbeugung von Ohrenschmalzpfropfen, speziell auch bei Hörgeräteträgern. >>>
+++ Neu: Achtung! Kinderseele +++ Stiftung für die psychische Gesundheit von Kindern Berlin, 4. März 2011 – Seelische Erkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten von Kindern und Jugendlichen. Sie haben erhebliche negative Konsequenzen für die Einzelnen und die Gesellschaft. Die neue Stiftung „Achtung! Kinderseele“, eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP), will erreichen, dass dies endlich allgemein bekannt wird und dass mehr Kinder seelisch gesund erwachsen werden. „Es gibt in Deutschland zwar viele Stiftungen und Organisationen, die Kindern helfen, aber keine, die sich ausschließlich, störungs-übergreifend und bundesweit für die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen einsetzt.
Auf der Informationsplattform www.achtung-kinderseele.org finden Interessierte umfangreiche, allgemein-verständliche Informationen zur seelischen Kindergesundheit und Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Hilfen. >>>
+++ TEENDIAB-Studie +++ Ursachenforschung zum Typ-1-Diabetes bei Jugendlichen – Zwischenbilanz nach zwei Jahren TEENDIAB-Studie München, 22. Februar 2011 – Seit circa zwei Jahren läuft deutschlandweit die TEENDIAB-Studie. Ziel der Beobachtungsstudie ist es herauszufinden, warum Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und achtzehn Jahren an Typ-1-Diabetes erkranken. Die Beantwortung dieser Frage soll dabei helfen, in möglichst naher Zukunft Techniken zur Verhinderung von Typ-1-Diabetes zu entwickeln. Durchgeführt wird die TEENDIAB-Studie von Univ.-Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, der Leiterin der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München. 242 Kinder beteiligen sich bisher an der Studie; ihre Teilnahme an den regelmäßigen Check-ups bildet die Grundlage der Forschung auf diesem Gebiet. Durch ihr Mitwirken helfen die Kinder und ihre Familien dabei, die Frage nach dem „Warum“ einer Diabeteserkrankung zu beantworten. Was spielt eine Rolle – Ernährung, Sport, Pubertät? Derzeit kann diese Frage noch nicht beantwortet werden. >>>
+++ Nabelschnurblut als Zellquelle +++ Funktionelle Regeneration nach Hirnschäden Düsseldorf, 18. Februar 2011 – Die frühkindliche Hirnschädigung führt zu lebenslänglichen Behinderungen. Weltweit sind jährlich tausende Kinder davon betroffen. Spastische Paresen, Choreoathetosen, Ataxien oder sensomotorische Koordinationsstörungen sind die Folgen. In den USA werden die jährlichen Kosten für die Behandlung und Pflege dieser Kinder auf 11,5 Milliarden US Dollar geschätzt. Eine vielversprechende Therapieoption ist das Nabelschnurblut. Es enthält kostbare Stammzellen, deren Qualität einzigartig ist, sie sind jung, körpereigen und unbelastet. HUCBC (human umbilical cord blood cells) -Transplantation ist auf dem Weg in die klinische Anwendung. Innerhalb einzelner Studien wurden Stammzellen schon mit Erfolg bei Lähmungen nach Wirbelsäulenverletzungen, bei Querschnittslähmungen und bei Parkinson eingesetzt. >>>
+++ Aufruf zur 2. Erlebniswoche für Kinder mit Typ1 Diabetes +++ diabetesDE setzt sein Spendenprojekt im Herbst 2011 fort Berlin, 11. Februar 2011 – Auch 2011 wird diabetesDE wieder eine Erlebniswoche für Kinder mit Typ 1-Diabetes anbieten. In den Herbstferien Berlin und Brandenburg geht es vom 9. bis zum 14. Oktober 2011 auf das Ponyschloss Gadow, das in den Elbtalauen nordwestlich von Berlin gelegen ist. In diesem Jahr fahren 25 Kinder im Alter zwischen sieben und 13 Jahren mit, die von sechs Betreuern begleitet werden. Auf dem Programm steht wie 2010 wieder eine bunte Mischung aus sportlichen Aktivitäten, gemeinsamen Erlebnissen und altersgerechten Schulungen. Eltern können ihre Kinder per sofort mit folgendem Anmeldeformular anmelden: http://www.diabetesde.org/fileadmin/users/Patientenseite/Spenden/Flyer_Erlebniswoche_2011.pdf. >>>
+++ NEU bei Neurodermitis & Kontaktekzemen +++ DERMALEX® – Innovatives 3-dimensionales Wirkprinzip Waltrop – Ab sofort sind neue Medizinprodukte für die Behandlung von Neurodermitis und Kontaktekzemen exklusiv in der Apotheke erhältlich. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Produkten für die Behandlung dieser Hauterkrankungen, setzt Dermalex® auf ein innovatives 3-dimensionales Wirkprinzip aus Schutz, Pflege und Reparatur – ohne Kortison. Das 3-dimensionale Wirkprinzip Bei gesunder Haut liegen die Hautzellen dicht aneinander und bilden eine natürliche Barriere gegen Bakterien und Allergene, sowie einen Schutz vor Wasserverlust. Dieser Schutzmechanismus ist sowohl bei Neurodermitis als auch bei Kontaktekzemen gestört. Oberste Priorität bei der Behandlung dieser Hauterkrankungen muss daher die Wiederherstellung der Barrierefunktion, sowie die aktive Reparatur geschädigter Haut haben. >>>
+++ 50 Jahre Nasivin +++ Das einzigartige a-Sympathomimetikum und sein Siegeszug um die Welt Speyer – Zu Beginn der Sechziger Jahre bringt Merck die ersten abschwellenden Nasentropfen mit dem Wirkstoff Oxymetazolin unter dem Namen "Nasivin®" auf den Markt. Das Präparat wird in den folgenden Jahrzehnten zum Inbegriff des Schnupfenmittels. 1961 – Die erste Nasivin®-Flasche kommt in die Apotheken – John F. Kennedy wird der jüngste Präsident der USA. Die legendäre West Side Story wird gedreht, Barbie bekommt männliche Begleitung in Form von Ken, der sowjetische Astronaut Juri Gagarin erobert als erster Mensch den Weltraum. J. Heinrich Matthaei und Marshall Warren Nirenberg entschlüsseln den genetischen Code – Dr. Wolfgang Fruhstorfer synthetisiert zusammen mit Dr. Helmut Müller-Calgan bei der Merck AG in Deutschland Oxymetazolin (OMZ) und erfindet damit das moderne a-Sympathomimetikum. >>>
+++ Angebliche Impfung soll Typ-1-Diabetes heilen +++ Experten warnen eindringlich vor unseriösem Therapie-Angebot im Internet Berlin, 3.02.2011 – Eine aktuelle Stellungnahme der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und diabetesDE warnt Typ-1-Diabetiker vor einem unseriösen Angebot im Internet: Dort bietet Prof. Ulrich von Arnim ein „Neuartiges Behandlungsschema für Typ-1-Diabetes“ an. Dieses solle Betroffene in 80 Prozent der Fälle heilen. Belegt werden die Erfolge mit Studien, Namen von Diabetes-Experten in Deutschland und Aussagen von Patienten, die geheilt worden seien. Es existieren jedoch weder die Studien noch eine Zusammenarbeit mit den genannten Diabetes-Experten. „Es gibt bisher keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Diabetiker von der angebotenen Therapie profitieren“, betont Professor Dr. med. Thomas Danne, Präsident der DDG und Vorstandsvorsitzender von diabetesDE. >>>
Platz 1 – Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke: „Geschwisterwochenende“
Platz 2 – Dr. Karsten Milek vom Diabetesschulungszentrum Hohenmölsen: „KiDS-Kurs“
Platz 3 – Dr. Carsten Petersen & der Holmer Segelverein Schleswig e.V.: „Schlei-Piraten“
Berlin – Zum dritten Mal schrieb Bayer Diabetes Care im Mai 2010 den FINE STAR aus. Mit dem Preis werden Projekte gewürdigt und gefördert, die sich in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche mit Diabetes einsetzen.
Wieder haben sich zahlreiche kinderdiabetologische Einrichtungen und Selbsthilfegruppen beworben – keine leichte Aufgabe für die fünfköpfige Jury, die aus der Vielzahl der kreativen Bewerbungen schließlich die drei Sieger wählte.
Am 21. Januar 2011 wurden die drei Preisträger im Rahmen des Kirchheim Forums ausgezeichnet. „Auch 2010 haben wir wieder drei Initiativen ausfindig gemacht, die viel bewegen. Sie ermutigen die erkrankten Kinder und ihre Familien darin, den Diabetes anzunehmen und helfen ihnen dabei, die chronische Erkrankung im täglichen Leben zu managen“, betonte Jurymitglied Professor Dr. Thomas Danne, Chefarzt im Kinderkrankenhaus auf der Bult. >>>
+++ Das von-Willebrand-Syndrom (vWS) +++ 3-jähriges Jubiläum des Netzwerk vWS – wir fangen Sie auf Hamburg – Etwa 800.000 Menschen leiden hierzulande am so genannten von- Willebrand-Syndrom – und viele davon wissen gar nicht, dass sie mit einer tickenden Zeitbombe im Körper leben. Das von-Willebrand-Syndrom ist die häufigste und in vielen Fällen nicht erkannte Blutgerinnungsstörung in Deutschland. Typische Symptome: Man hat sich leicht angestoßen und schon entsteht ein großer blauer Fleck, häufig blutet die Nase und/oder das Zahnfleisch, die Menstruations-Blutung ist besonders stark oder lang anhaltend. Kommen mehrere dieser Anzeichen zusammen, dann sollte der nächste Gang unbedingt zum Arzt führen, denn das sind die typischen Symptome für ein von-Willebrand-Syndrom (vWS). Im Gegensatz zur Hämophilie, von der in der Regel ausschließlich Männer betroffen sind, tritt das vWS gleichermaßen bei Männern und Frauen auf. Bislang ist die Erkrankung der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, viele Betroffene sind nicht diagnostiziert. Dieses Nicht-Wissen kann allerdings lebens-gefährlich sein, denn in den meisten Fällen, d. h. bei etwa 70 Prozent, ist das Syndrom zwar nur leicht ausgeprägt, aber es kann in Extremsituationen wie Operationen, Entbindungen oder nach Unfällen lebensbedrohliche Komplikationen auslösen. >>>
+++ Nach dem Selbstmord einer Neunjährigen +++ Alle Diabetes-Kids brauchen moderne Diabetes-Therapie Berlin – Mit großem Bedauern hat diabetesDE Medienberichte über den Selbstmord einer Neunjährigen in Frankreich zur Kenntnis genommen: Im französischen Lyon hat sich ein an Diabetes Typ 1 erkranktes neunjähriges Mädchen das Leben genommen, weil es die Einschränkung in ihrem Süßigkeitenkonsum durch ihr Kindermädchen nicht mehr ertragen hat. „Wir bedauern diesen tragischen Fall zutiefst und möchten ihn zum Anlass nehmen, alle Eltern von Kindern mit Diabetes zu bitten, sich den professionellen Rat über Ernährung in einer Spezialeinrichtung für Kinderdiabetes einzuholen. Auch die behandelnden Ärzte sollten ihre kleinen Patienten mit ihren Eltern zu einer professionellen Diabetesberatung schicken, damit Fälle wie in Frankreich kein Drohgespenst aufbauen. >>>
+++ Contour USB erleichtert Diabetesmanagement im Alltag +++ Das belegen die Ergebnisse einer nicht interventionellen Studie – Ärzte bestätigen: Gerät fördert Compliance und Stoffwechselkontrolle Leverkusen – Die Kombination aus Blutzuckermessgerät und integrierter Diabetes Management Software im Contour® USB bietet sowohl für Anwender als auch für die betreuenden Diabetesteams Vorteile. Das ist das Ergebnis einer sechswöchigen Beobachtungsstudie unter der Leitung des Hamburger Diabetologen Prof. Dr. med. Ulrich Schwedes, an der sich deutschlandweit 129 diabetologische Schwerpunktpraxen und 1.127 insulintherapierte Typ-1 und Typ-2 Diabetiker beteiligten. Dabei evaluierten Patienten und Ärzte ihre Zufriedenheit mit dem Gerät sowie dessen Handhabung und Alltagstauglichkeit anhand strukturierter Fragebögen. „Den Ergebnissen zu Folge motiviert es den Patienten, seine Messergebnisse einfach und für ihn verständlich auswerten zu können“, so Prof. Schwedes. >>>
+++ Jugendlicher Schlaganfall +++ Bei jugendlichem Schlaganfall an Morbus Fabry denken Leipzig, 13. Januar 2011 – Morbus Fabry ist eine Multisystemerkrankung, die aufgrund der Enzymdefizienz zu einer Akkumulation des Sphingolipids Globotriaosylceramid (Gb3) in verschiedenen Organsystemen führt. Herz, Niere, Gefäße und Gehirn sind gleichermaßen betroffen. Nach den Daten des europäischen Fabry Outcome Survey (FOS) entwickeln 13 Prozent der Fabry-Patienten zerebrovaskuläre Ereignisse. Die Ätiologie dieser Ereignisse umfasst mikroangiopathische Veränderungen durch direkte Gefäßablagerungen und eine schwere arterielle Hypertonie sowie stenosierende aber auch dilatative Makroangiopathien. Prof. Dr. Arndt Rolfs, Rostock, hat auf einem Shire-Symposium der ANIM gefordert, dass jeder Schlaganfallpatient im Alter zwischen 18 und 55 Jahren eine spezifische Fabry-Diagnostik erhalten sollte, insbesondere wenn er eine Ektasie hat. >>>
+++ Differenzialdiagnose der organischen Psychose +++ Unklare neuropsychiatrische Symptome erkennen und adäquat behandeln Berlin – Jedes psychiatrische Symptom kann auf der Basis einer organischen Erkrankung entstanden sein. Die genetisch bedingte, fortschreitend neurodegenerative Erkrankung Morbus Niemann-Pick Typ C wird überwiegend bei Kindern diagnostiziert, wobei eine früh- und eine spätinfantile Verlaufsform unterschieden wird. NP-C kann sich aber auch erst im Erwachsenenalter manifestieren, verläuft jedoch immer letal. Diese neuroviszerale Erkrankung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Blickdiagnose. Die willkürlichen (supranukleäre) vertikalen Augenbewegungen sind bei vier von fünf Patienten eingeschränkt. Wichtig ist, dass die Folgebewegungen der Augen bei NP-C erhalten bleiben. Fünfzig bis achtzig Prozent der Erwachsenen mit NP-C zeigen dieses pathognomonische Symptom der vertikalen supranukleären Blickparese. >>>
+++ Rotavirus-Gastroenteritis +++ Impfung ist die einzige Maßnahme zur gezielten Prävention Dresden – Rotaviren sind weltweit die häufigste Ursache für schwere Gastroenteritiden bei Kindern. Die Inzidenz der Rotavirus-Gastroenteritis ist in den Industrieländern trotz hoher Hygienestandards ähnlich hoch wie in Entwicklungsländern. Weltweit versterben jedes Jahr mehr als 500.000 Kinder an dieser Infektionskrankheit. In Industrieländern wie Deutschland kommt es aufgrund der guten medizinischen Versorgung sehr selten zu Todesfällen. Rotavirus-Erkrankungen müssen in Deutschland seit 2001 gemäß Infektionsschutzgesetz gemeldet werden. Im Jahr 2008 wurden dem Robert Koch-Institut mehr als 77.000 Erkrankungsfälle gemeldet, in 2009 waren es 62.000 gemeldete Fälle. Jedoch spiegeln diese Daten die tatsächliche Krankheitslast nur unzureichend wieder, da von einer starken Untermeldung ausgegangen werden muss. Nach aktuellen Schätzungen erkranken in Deutschland mehr als 400.000 Kinder bis zum Alter von vier Jahren an einer Rotavirus-Gastroenteritis. Mehr als 20.000 Kinder müssen aufgrund einer Rotavirus-Gastroenteritis stationär behandelt werden. Die Rotavirus-Schluckimpfung (z. B. RotaTeq®) kann die Anzahl der durch Rotaviren bedingten Gastroenteritiden erheblich reduzieren und auch die Anzahl der damit verbunden Komplikationen verringern. >>>
+++ Spannungsfeld Kinderkrebs +++ Politisches Handeln in Österreich ist gefordert. „Was gilt der Prophet im eigenen Land“, fragen St. Anna Ärzte und Forscher. Wien – Mit der Botschaft „Forschen heilt Krebs“ leitete die St. Anna Kinderkrebsforschung das dreijährige EU-Projekt „DIRECT“. „Mit vielen Maßnahmen wie Webportal und dem TV-Film „Kleine Helden, große Chancen“ konnten wir nachhaltig über die Bedürfnisse krebskranker Kinder und aktuelle Probleme aufklären“, so Doz. Dworzak, stellvertretender ärztlicher Leiter am St. Anna Kinderspital, beim heutigen Pressegespräch. Dank der Forschung und europäischen Vernetzung konnte in den letzten vierzig Jahren viel für Kinder und Jugendliche mit Krebs erreicht werden. In Europa ist Krebs bei drei von vier Kindern heilbar. „Mithilfe unserer heutigen Erkenntnisse müssen wir neue Erfolgversprechende Therapien, insbesondere für Patienten mit bisher schlechter Prognose, entwickeln“, erklärte Professor Gadner, Institutsleiter der St. Anna Kinderkrebsforschung. >>>
+++ Multitalent Stammzelle +++ Autologe Nabelschnurblut-Stammzellen im therapeutischen Einsatz München – Stammzellen aus Nabelschnurblut sind klinisch bewährt, ihre Wirkung ist erwiesen und sie sind in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Sie sind sehr vital, proliferationsfähig und differenzierungsfreudig. Ihre Gewinnung ist ethisch unbedenklich. Nabelschnurblut enthält neben Blut bildenden Stammzellen auch Vorläuferzellen, die sich etwa in Haut-, Knochen- oder Nervenzellen entwickeln können. Sie sind weitgehend unbelastet von Umwelteinflüssen. Der Einsatz von Stammzellen aus Nabel-schnurblut bei Kindern mit Typ-1-Diabetes, Frühkindliche Hirnschäden und die Herstellung von kardiovaskulärem Gewebe wird derzeit untersucht. >>>
+++ Sesamöl gegen trockene Nasenschleimhaut +++ Schützende Feuchtigkeit für ein besseres (Nasen)Feeling München – Überwiegendes Aufhalten in geschlossenen Räumen mit zu geringer Luftfeuchtigkeit sowie Alterungsprozesse und Erkrankungen trocknen die Nasen-schleimhäute aus. Die Rhinitis sicca (trockene Nase) ist für den Patienten nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu Entzündungsprozessen in den Nasenschleimhäuten führen. Wird eine anhaltend trockene Nasenschleimhaut nicht behandelt, kann die Nase ihre Funktionen verlieren. So steigt die Infektanfälligkeit, weil sich auf der geschädigten Schleimhaut Viren und andere Krankheitserreger leichter vermehren. Nozoil® ist ein Nasenspray mit reinem Sesamöl sowie einem hohen Gehalt an Vitamin E, es spendet Feuchtigkeit und kann auch vorbeugend für neue Infektionen sein. >>>
+++ Teenager: Fettsucht erhöht Herzrisiko +++ Studie zeigt – Mehr als ein Fünftel britischer Kinder bei Schulbeginn übergewichtig Vancouver (BC), 25. Oktober 2010 – Die Blutgefäße fettsüchtiger Teenager ähneln denen von Menschen mittleren Alters. Schon bei Dreizehnjährigen wurden Anzeichen einer Versteifung der Aorta nachgewiesen. Diese Veränderung der größten Arterie des menschlichen Körpers ist laut den Wissenschaftlern des British Columbia Children's Hospital in Vancouver ein erster Hinweis auf eine Herzerkrankung. Die British Heart Foundation bezeichnet Fettsucht bei Kindern laut BBC als tickende Zeitbombe. Die Verhärtung der Arterien, die das Herz mit Blut versorgen, gilt als eine der entscheidenden Veränderungen bei Herzerkrankungen. An der Studie nahmen insgesamt 63 Kinder mit einem Durchschnittsalter von 13 Jahren teil. >>>
+++ Ultraschalluntersuchung des Gehirns von Säuglingen +++ Mit der Doppler-Sonografie Risikopatienten entdecken Mainz, 21. Oktober 2010 – Die offenen Fontanellen ermöglichen die sonografische Untersuchung des Gehirns von Frühgeborenen und Säuglingen. Mit dem Ultraschall können alle Erkrankungen des Gehirns dargestellt werden: Hirnblutungen (vorallem bei unreifen Frühgeborenen), Ventrikel-erweiterungen, die verschiedenen Hirnfehlbildungen, hypoxische Hirnschädigungen, traumatische Schädigungen des Gehirns (zum Beispiel Kindsmisshandlung) sowie entzündliche Erkrankungen des Gehirns. Mit der Doppler-Sonografie kann die Blutströmung in den Hirngefäßen nicht-invasiv gemessen werden. Beispielhaft sei der Stellenwert der Doppler-Sonografie bei der Ursachenerforschung des plötzlichen Säuglingstod (SID) dargestellt. >>>
+++ Risiko für plötzlichen Kindstod verringern +++ Ultraschalluntersuchung erkennt gefährdete Babys Mainz, 21. Oktober 2010 – Mangelnder Blutfluss zum Gehirn kann bei Babys zum gefürchteten plötzlichen Kindstod führen. Dies ergaben Untersuchungen von Bamberger Ultraschallexperten an mehr als 18.000 Neugeborenen. Auslöser der Minderdurchblutung ist häufig ein stark zur Seite gedrehter Kopf, wenn das Baby auf dem Bauch liegt. Über Studienergebnisse hierzu und den vielfältigen Einsatz von Ultraschall in der Kinderheilkunde diskutieren Experten während „Ultraschall 2010“, dem 34. Dreiländertreffen der Deutschen (DEGUM), Österreichischen (ÖGUM) und Schweizerischen (SGUM) Gesellschaften für Ultraschall in der Medizin vom 20. bis 23. Oktober 2010 im Congress Centrum Mainz. >>>
+++ 10.000 Kinder kommen dem Zucker auf die Schliche +++ Bayer Diabetes Care und Medtronic unterstützen VDBD bei Aufklärungskampagne zu Ernährung, Bewegung und Diabetespräventation in rund 400 Kindergärten und Schulen Leverkusen, 20.10.2010 – Der 14. November ist der Weltdiabetestag 2010. Ein Anlass für Bayer Diabetes Care und den Insulinpumpenhersteller Medtronic, gemeinsam die deutschlandweite Aufklärungskampagne des Verbands der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) zu unterstützen. Vom 01. November bis zum 31. Januar besuchen ehrenamtliche Ernährungsberater und Diabetesexperten Kindergärten und Schulen. Ihr Ziel ist es, ca. 10.000 Kinder in rund 400 Kindergarten-gruppen und Grundschulklassen zu erreichen. In 90-minütigen Unterrichtseinheiten erarbeiten die Kinder gemeinsam mit den Fachleuten altersgerecht die Themen Ernährung und Bewegung. >>>
+++ Strahlentherapie bei Kindern +++ Risiken geringer als befürchtet Berlin, 18.10.2010 – Die Strahlentherapie ist auch bei Kindern und Jugendlichen eine wirksame Methode gegen Krebs. Doch die langfristigen Folgen für die Gesundheit der jungen Patienten waren bisher wenig erforscht. Erste Auswertungen der Daten eines 2004 eingerichteten Patientenregisters zeigen nun, dass die Risiken einer Strahlen-therapie im Kindes- und Jugendalter geringer sind als befürchtet. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer aktuellen Studie hin. „Kinder und Jugendliche haben nach einer erfolgreichen Krebstherapie den größten Teil ihres Lebens noch vor sich. Es ist deshalb besonders wichtig, Spätfolgen der Behandlung zu vermeiden”, sagt DEGRO-Präsidentin Professor Dr. med. Rita Engenhart-Cabillic. Spätfolgen sind Nebenwirkungen, die erst Monate oder Jahre nach Ende der Strahlentherapie auftreten. >>>
+++ Pulmonal arterielle Hypertonie bei angeborenen Herzfehlern (PAH-CHD) +++ Eisenmenger-Syndrom: Spezifische Therapie bei Kindern und Erwachsenen ist entscheidend Weimar – Die pulmonal arterielle Hypertonie (PAH) bei Kindern und Jugendlichen ist eine komplexe, lebensbedrohliche Erkrankung, die durch Vasokonstriktion und progressives Remodelling der Pulmonalarterienwand verursacht wird und zu Rechtsherzversagen und Tod führen kann. Die pathologischen Veränderungen einer PAH bei Kindern und Jugendlichen ähneln denen bei der PAH Erwachsener. Zum jetzigen Zeitpunkt leben in Deutschland schätzungsweise bis zu 300.000 Patienten mit angeborenen Herzfehlern, davon etwa 9.000 Erwachsene mit PAH. Die PAH bleibt bei Patienten mit AHF ein unabhängiger Risikofaktor mit direktem Einfluss auf Morbidität und Mortalität. Man geht davon aus, dass etwa 10–20 % aller Patienten mit AHF auch im Verlauf ihres Lebens eine pulmonale Hypertonie (PH) entwickeln. Angeborene Herzfehler werden heute früher erkannt und korrigiert, so dass immer mehr Betroffene das Erwachsenenalter erreichen – ein Fortschritt, der seinen Preis hat. >>>
+++ To bleed or not to bleed +++ von Willebrand Syndrom – zwischen Blutung und Thrombose Potsdam – Etwa 800.000 Menschen leiden hierzulande am so genannten von Willebrand Syndrom – und viele davon wissen gar nicht, dass sie mit einer tickenden Zeitbombe im Körper leben. Das von-Willebrand-Syndrom ist die häufigste und in vielen Fällen nicht erkannte Blutgerinnungsstörung in Deutschland. Typische Symptome: Man hat sich leicht angestoßen und schon entsteht ein großer blauer Fleck, häufig blutet die Nase- und/oder das Zahnfleisch, die Menstruations-Blutung ist besonders stark oder lang anhaltend. Kommen mehrere dieser Anzeichen zusammen, dann sollte der nächste Gang unbedingt zum Arzt führen, denn das sind typische Symptome für ein von-Willebrand-Syndrom – kurz vWS. Im Gegensatz zur Bluterkrankheit (Hämophilie), von der in der Regel ausschließlich Männer betroffen sind, tritt das vWS gleichermaßen bei Männern und Frauen auf. Bislang ist die Erkrankung der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, viele Betroffene sind nicht diagnostiziert. Dieses Nicht-Wissen kann allerdings lebensgefährlich sein, denn in den meisten Fällen, d. h. bei etwa 70 Prozent, ist das Syndrom zwar nur leicht ausgeprägt, aber es kann in Extremsituationen wie Operationen, Entbindungen oder nach Unfällen lebensbedrohliche Komplikationen auslösen. >>>
+++ Schmerzen von Kindern künftig besser behandeln +++ Quantitative Sensorische Testung bringt neue Erkenntnisse Mannheim, 7. September 2010 – Die Hälfte aller Kinder, die länger als zwei Jahre an Typ-1-Diabetes leiden, haben verborgene Nervenschäden. Dieses Ergebnis erbrachte eine Studie der Vestischen Kinderklinik Datteln. Erkennen lassen sich diese Schädigungen durch die neue Messmethode der Quantitativen Sensorischen Testung (QST). Das Verfahren, das jetzt erstmals bei Kindern angewandt wurde, lieferte weitere interessante Resultate. Danach entstehen Schmerzen bei Patienten mit einer Spastik aufgrund frühkindlicher Hirnschädigungen nicht, wie bisher angenommen, durch Muskelverspannungen, sondern durch die Nerven selbst. Daraus ergeben sich wichtige Unterschiede für die Therapie. >>>
+++ Früher Schmerz hinterlässt langfristige Spuren +++ Förderpreis für Schmerzforschung an Mannheimer Forscherin Mannheim, 7. September 2010 – Schmerzhafte medizinische Prozeduren bei Frühgeborenen können die Schmerzempfindlichkeit bis ins Jugendalter beeinflussen. Das hat eine Studie von Dr. Johanna Hohmeister aus der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Christiane Hermann am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim und der Universität Gießen gezeigt. Die Frühgeborenen zeigten noch im Alter von 11 bis 16 Jahren eine stärkere Gehirnreaktion auf schmerzhafte Reize; die normalerweise zu beobachtende Gewöhnung bei wiederholter Reizung fehlte. Die Forscherin unterstreicht daher die Wichtigkeit einer sorgfältigen Behandlung von Schmerzen auf der Neugeborenen-Intensiv-Station. >>>
+++ Neue Targets in der Kinderrheumatologie +++ TNF und IL-1 lassen sich therapeutisch blockieren Hamburg – Etwa 20.000 Kinder in Deutschland leiden unter entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, von denen die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) der rheumatoiden Arthritis (RA) des Erwachsenen bezüglich der Gelenkentzündung ähnelt. Auslöser unkontrollierter Entzündungen kann unter anderem eine Überproduktion der Botenstoffe Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-a) oder Interleukin-1 (IL-1) in verschiedenen Zellen sein. In einem gesunden Immunsystem sorgen diese Botenstoffe dafür, dass die körpereigene Abwehr feindliche Zellen wie etwa Bakterien bekämpft. Wird die körpereigene Abwehr mobilisiert, ohne dass fremde Erreger vorhanden sind, entwickelt sich diese Entzündung selbst zur Krankheit. >>>
+++ Gräser- und Roggenpollen-Allergie +++ Zeitgemäße Therapieoptionen für den allergologisch tätigen Facharzt Hannover – Wer unter einer Allergie leidet, hat nur drei Optionen: Er kann den Auslöser meiden – was bei einer Pollenallergie nur schwer möglich ist –, er kann die Symptome z. B. mit Antihistaminika behandeln oder aber sich einer spezifischen Immuntherapie (SIT) unterziehen. Dabei wird der Organismus durch ständige kleine Dosen des Allergieauslösers tolerant gemacht. Bisher bedeute dies eine jahrelange Spritzenkur oder aber genau abgezählte Tropfen in den Mund. Besonders für kleine Patienten eine Tortur. Die neuen Ergebnisse der GT-08-Studie stellen einen möglichen Durchbruch bei der zukünftigen Behandlung der durch Gräserpollen ausgelösten allergischen Rhinokonjunktivitis dar. >>>
+++ Risikoschwangerschaften +++ Inwieweit beeinflussen die Hormonwerte der Mutter das berechnete Risiko für Fehlbildungen und welche Rolle spielt dabei ihr Gewicht? Berlin, September 2010 – Das Ersttrimester-Screening dient neben der strukturellen Beurteilung des Fetus als Verfahren zur Risikoabschätzung für das Vorliegen bestimmter Chromosomenstörungen, insbesondere der Trisomie 21 (Down-Syndrom) und der Trisomien 13/18. Ziel ist es, Risikoschwangerschaften möglichst frühzeitig zu identifizieren, um der Schwangeren eine auf den Einzelfall bezogene, umfassende Betreuung sowie weiterführende Maßnahmen zur pränatalmedizinischen Diagnostik anbieten zu können. Mittels Ultraschalluntersuchung der sogenannten Nackentransparenz wird die Erkennungsrate für die Trisomie 21 gegenüber der Altersindikation von circa 30 Prozent auf circa 70 Prozent erhöht. Dies bedeutet, dass etwa ein Drittel der Fälle eine unauffällige Nackentransparenz zeigen und mit einem Ultraschall-Screening nicht erkannt werden können. >>>
+++ Gendiagnostikgesetz führt zu Engpass in Elternberatung +++ Zügige Ärztequalifizierung zur Patientenversorgung erforderlich Berlin – Seit Februar 2010 regelt das Gendiagnostikgesetz (GenDG) den Umgang mit genetischen Analysen und Daten von ungeborenen Kindern: Ab Februar 2012 sollen Ärzte allen von derartigen Untersuchungen betroffenen Patienten eine wiederholte qualifizierte Beratung anbieten. Dadurch wird der Bedarf enorm steigen. Die Gendiagnostik-Kommission (GEKO) lässt bislang offen, wie diese Aufklärung genau aussehen soll. Die Fetal Medicine Foundation Deutschland warnt deshalb vor Engpässen in der Patientenversorgung. Sie setzt sich intensiv für eine angemessene und schonende Früherkennung erblicher Erkrankungen ein. Was die doppelte Beratung für die Praxis bedeutet, veranschaulichen einige Zahlen: Allein zur pränatalen Diagnostik nehmen Gynäkologen und Kliniken derzeit jährlich etwa 70.000 Untersuchungen vor. >>>
+++ Behandlung von Morbus Gaucher Typ 1 +++ Shire gibt die europaweite Zulassung von VPRIV® (Velaglucerase alfa) bekannt Berlin – Shire plc, weltweit tätiger Anbieter von Spezial- und Biotech-Pharmaka, hat die Zulassung von VPRIV® (Velaglucerase alfa) durch die Europäische Kommission bekannt gegeben. Velaglucerase alfa ist eine aus humanen Zelllinien gewonnene Enzymersatztherapie zur Langzeitbehandlung von Morbus Gaucher Typ 1 bei Kindern und Erwachsenen. VPRIV® wurde durch das zentralisierte Zulassungsverfahren als Arzneimittel für seltene Erkrankungen (Orphan Drug) zugelassen und darf somit europaweit in 30 Ländern vertrieben werden. Grundlage der Zulassung waren Daten aus Shires klinischem Studienprogramm zu VPRIV®, dem größten und umfassendsten Studien-programm, das bislang im Rahmen eines Zulassungsantrags für eine Enzymersatztherapie bei Morbus Gaucher Typ 1 eingereicht wurde. >>>
+++ Deutscher Allergiekongress +++ Breites Fortbildungsangebot auch für klinisch tätige Ärzte Am 8. September 2010 beginnt im Convention Center der Messe Hannover der 5. Deutsche Allergiekongress. Neben den klassischen wissenschaftlichen Elementen wird auch ein breites praxisnahes Fortbildungsangebot bereitgehalten. Dabei wurde das Fortbildungsverhalten in Praxen und Krankenhäusern klinisch tätiger Ärzte berücksichtigt: Die praxisrelevanten Fortbildungselemente finden insbesondere an den Kongresstagen Freitag und Samstag statt. Das ausführliche Programm des Kongresses ist unter www.allergiekongress.de einsehbar. >>>
+++ Zum Schulanfang +++ diabetesDE fordert bessere Integration von Kindern mit Diabetes – Neue Broschüre vermittelt Lehrern Wissen über Kinder mit Diabetes Berlin, 18. August 2010 – In Deutschland leben etwa 25.000 Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 19 Jahren mit Diabetes Typ 1. Diese sind genauso leistungsfähig wie Kinder ohne Diabetes, wenn gewisse Regeln beachtet werden. Betroffene Eltern wünschen sich, dass Lehrer mehr Wissen über die Stoffwechselkrankheit ihrer Kinder haben. Zum neuen Schuljahr hat die Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie e.V. (AGPD) zusammen mit diabetesDE eine überarbeitete Neuauflage ihrer Broschüre für Lehrerinnen und Lehrer herausgegeben. Mit der Broschüre bieten die AGPD und diabetesDE Schulpädagogen eine Hilfestellung für den Umgang mit diabeteskranken Kindern. >>>
+++ Therapie der atopischen Dermatitis +++ Wiederaufbau der pathologisch gestörten Hautschutzbarriere München – Atopische Dermatitis ist mit der Prävalenz zwischen 10 und 20 Prozent die häufigste chronisch entzündliche Hauterkrankung im Kindesalter. Bis zu 20 Prozent aller Kinder leiden inzwischen darunter. Es ist aber keine reine Kinderkrankheit wie viele vermuten, sondern kann in jedem Lebensalter auftreten. Das hervorstechendste und quälendste Symptom ist der Juckreiz, der zu intensivem Kratzen und damit zur erneuten Hautverschlechterung und weiteren Infektion führt. Es entsteht ein Teufelskreis aus wiederkehrendem Juckreiz und Kratzen. Helfen kann den Betroffenen nur eine konsequente, das heißt, tägliche Pflege der Haut mit einem Hautpflegemittel, das den Ansprüchen der Betroffenen in jeder Hinsicht gerecht wird. >>>
+++ Atopische Dermatitis +++ CONTROL-Studien belegen Effektivität der proaktiven Therapie München – Das atopische Ekzem ist in Industriestaaten eine weit verbreitete Krankheit. 5-20 % der Kinder und 1-3 % der Erwachsenen sind von der Krankheit betroffen. In Deutschland erkranken bis zur Einschulung 8-16 % aller Kinder am atopischen Ekzem. Bei etwa 60 % der Betroffenen tritt die Erkrankung im ersten Lebensjahr auf, bei 90 % bis zum fünften Lebensjahr. Oft vermindern sich die Symptome mit dem Älterwerden und verschwinden mit Beginn der Pubertät. Von den ursprünglich Betroffenen sind im Erwachsenenalter bis zu 70 % beschwerdefrei. Das atopische Ekzem wird immer häufiger beobachtet. Im Vergleich zur Mitte des 20. Jahrhunderts geht man heute von einem vier- bis sechsmal häufigeren Auftreten aus. Es gilt als nicht heilbar, ist aber behandelbar. Für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis stellt die proaktive Therapie mit dem Calcineurininhibitor Protopic® mittlerweile eine wichtige Therapieoption dar. >>>
+++ Kongress der Kinderkardiologen 2010 +++ 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie, 2.-5. Oktober 2010 in Weimar Düsseldorf, 16. August 2010 – Jährlich werden in Deutschland mehr als 7.000 Kinder mit einem Herzfehler geboren. Das Spektrum der Erkrankung reicht von leichtgradigen Fehlern, die sich entweder spontan normalisieren oder keiner Therapie bedürfen, über mittelschwere Erkrankungen, die mit einem ein- oder mehrmaligen Eingriff geheilt werden können, bis zu schweren und schwersten Herzfehlern, die mehrfach operiert werden müssen oder aufgrund der komplexen Fehlbildungssituation nie komplett korrigiert werden können. Wenn Sie interessiert sind, können Sie sich bereits jetzt unter www.kinderkardiologie.org über das Kongressprogramm informieren. >>>
+++ Neue STIKO-Empfehlung +++ MMR-Impfung auch bei Erwachsenen nachholen Leimen – Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Impfung gegen Masern jetzt auch als Standardimpfung für junge Erwachsene. Geimpft werden sollten alle ab 1970 geborenen die 18 Jahre oder älter sind und bisher nicht geimpft wurden, deren Impfstatus unklar ist oder die nur eine Impfung in der Kindheit erhalten haben. Die Impfung sollte mit einem MMR-Kombinationsimpfstoff wie z. B. M-M-RvaxPro® erfolgen. In der Regel sollten die Impfungen gegen Masern bis zum 2. Lebensjahr erfolgt sein, um einen frühestmöglichen Schutz zu erreichen. Die erste Impfung sollte dabei im Alter von 11 bis 14 Monaten und die zweite bis zum 24. Lebensmonat erfolgen. >>>
+++ Pneumokokkenschutz für Säuglinge und Kinder +++ Impfung mit Prevenar13® spart Kosten im Gesundheitssystem Berlin, 10.8.2010 – Die Pneumokokken-Schutzimpfung von Säuglingen und Kindern mit Prevenar13® ist kostensparend, wie eine gesundheitsökonomische Evaluation der Impfung ergab. Darin konnte gezeigt werden, dass jeder in die Pneumokokkenimpfung investierte Euro einen Nutzen von 1,31 Euro für den Kostenträger erzielt. Somit ist trotz der Ausgaben für den Impfstoff und Impfhonorare eine Senkung der Gesamtbehandlungskosten für Pneumokokkeninfektionen zu erwarten. Insgesamt umfasst Prevenar13® zusätzlich zu den sieben in seinem Vorgänger Prevenar® enthaltenen Serotypen 4, 6B, 9V, 14, 18C, 19F, 23F die sechs Serotypen 1, 3, 5, 6A, 7F und 19A. Mit insgesamt 13 Serotypen, die einen direkten Schutz verleihen, bietet Prevenar13® die breiteste Abdeckung unter den Pneumokokken-Konjugatimpfstoffen bei invasiven Pneumokokkenerkrankungen, Pneumonie und Pneumokokken-bedingter akuter Otitis media in Deutschland. >>>
+++ Charité erweitert Kooperation im Kinderschutz +++ Steglitz-Zehlendorf unterschreibt Vereinbarung als vierter Bezirk Berlin – Als ein weiterer Bezirk ist nun auch Steglitz-Zehlendorf der von der Charité - Universitätsmedizin Berlin initiierten Kooperationsvereinbarung zum Kinderschutz beigetreten. Damit erstreckt sich diese Vereinbarung nun bereits auf die Hälfte der Einwohner Berlins. Ziel ist es, bei Anzeichen einer Gefährdung des Kindeswohls den betroffenen Familien möglichst schnell Hilfe zukommen zu lassen. Prof. Karl Max Einhäupl, der Vorstandsvorsitzende der Charité, wertet die seit drei Jahren bestehende Vereinbarung als Erfolg: »Im Sinne des Kinderschutzes ist besonders hervorzuheben, dass auch andere Kliniken in Berlin sich jetzt auf der Grundlage unseres Modells engagieren«, erklärte er bei der heutigen Unterzeichnung der Übereinkunft. >>>
+++ Häusliche Versorgung sterbenskranker Kinder +++ Einigung mit niedersächsischen Krankenkassen / Regionale Teams sorgen für flächendeckende Betreuung der Betroffenen Wenn Kinder und Jugendliche unheilbar erkrankt sind und ihre Lebenszeit begrenzt ist, steht für die Betroffenen und ihre Familien meist ein Wunsch im Vordergrund: die letzte Zeit vor dem Tod zu Hause verbringen zu dürfen. Um die Betreuung in gewohnter Umgebung zu gewährleisten, haben die mit der Medizinischen Hochschule Hannover verbundene Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) und die niedersächsischen Landesverbände der gesetzlichen Krankenkassen einen Vertrag über die spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung geschlossen. >>>
+++ Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen +++ Die Zahl stieg von 9.500 im Jahr 2000 auf knapp 26.000 im Jahr 2008 München – „Die Anzahl der mit Alkoholvergiftung in deutsche Krankenhäuser eingewiesenen Kinder und Jugendlichen hat in wenigen Jahren dramatisch zugenommen“ sagte Professor Dr. med. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit, bei der Wissenschaftlichen Fachtagung: „Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen“ am 16. Juli 2010 im Dr. von Haunerschen Kinderspital im Klinikum der Universität München. Die Zahl stieg von 9.500 im Jahr 2000 auf knapp 26.000 im Jahr 2008. 38 % dieser Kinder mit schwerer Alkoholintoxikation waren Mädchen und eine erschreckend hohe Zahl von mehr als 4.500 Kindern war im Alter von nur 10 bis 15 Jahren. >>>
+++ Stillen und Beikost +++ Endlich einheitliche, klare Regeln Kaum ist das Baby endlich auf der Welt, können sich junge Eltern vor gut gemeinten Ratschlägen kaum retten: Verwandte und Freunde scheinen alles besser zu wissen, Elternzeitschriften und Ratgebersendungen überbieten sich mit Tipps zu jedem Pups und auch an Stellungnahmen von wissenschaftlichen Fachgesellschaften ist kein Mangel. Besonders für die richtige Ernährung des Babys gibt es viele, nicht selten widersprüchliche Empfehlungen, die junge Eltern häufig verunsichern. Zumindest damit soll es jetzt vorbei sein, vermeldet erfreut die Stiftung Kindergesundheit. Die wichtigsten Organisationen von Kinder- und Frauenärzten, Hebammen, Ernährungsexperten und Gesundheitspolitik haben sich auf wichtige gemeinsame Handlungsempfehlungen und unmissverständliche Zeitangaben zum Stillen, Babynahrung und Beikost geeinigt. >>>
+++ Multiple Sklerose +++ Neuroprotektion durch frühzeitige Therapie jugendlicher MS-Patienten Berlin – Multiple Sklerose (MS) tritt nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Datenanalysen haben gezeigt, dass es bei Kindern und Jugendlichen im Mittel rund zehn Jahre länger dauert als bei Erwachsenen bis sich bleibende Behinderungen entwickeln. Allerdings sind die Betroffenen durch die frühe Krankheitsmanifestation bei deren Auftreten durchschnittlich zehn Jahre jünger als Patienten, bei denen MS erst im Erwachsenenalter diagnostiziert wird. Kinder und Jugendliche mit MS müssen daher damit rechnen, deutlich länger mit einer schweren und progressiv verlaufenden Multiplen Sklerose zu leben als Patienten mit späterem Krankheitsbeginn. Sie sind zudem in ihrer beruflichen Entwicklung und auch in ihrem Sozialleben durch körperliche Behinderungen und auch kognitive Beeinträchtigungen in besonderem Maße eingeschränkt. >>>
+++ Schweres Asthma +++ Kongress in Davos zeigt neue Ansätze – Exakte Diagnostik besonders wichtig Davos – Ein hochkarätiges Symposium mit Workshops fand Anfang April an der Hochgebirgsklinik in Davos statt. Das dort angesiedelte Europäische Allergie und Asthma Zentrum Davos (EACD) veranstaltete mit der Deutschen Gesellschaft für Allergie und klinische Immunologie (DGAKI) als Co-Sponsor einen Kongress zum Thema „Schweres Asthma – Neue Ansätze für ein altes Problem“. Internationale Experten tauschten ihr Wissen mit den Davoser Asthma- und Allergie-Spezialisten aus. Das EACD bündelt die Kompetenzen und die langjährige Erfahrung der Deutschen Hochgebirgsklinik in Davos mit denen des Niederländischen Asthmazentrums Davos zu einem Therapiezentrum mit einzigartiger Expertise in Sachen Asthma. >>>
+++ Hirnödem +++ Ursache kann auch die Erkrankung HAE sein Frankfurt am Main - Schwellungen im Gehirn können durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Die Folgen sind meist die gleichen: Es kommt zu diversen Zeichen von überhöhtem Hirndruck, wie Schwindel oder Bewusstseinsstörungen. Beim Auftreten von Gehirnödemen wird jedoch kaum in Betracht gezogen, dass auch eine sehr seltene Erbkrankheit die Ursache sein kann: HAE, das Hereditäre Angioödem, verursacht nicht nur Schwellungen im Bereich der Extremitäten, des Gesichts oder des Abdomen, sondern kann auch für Hirnödeme verantwortlich sein. Dr. Inmaculada Martinez-Saguer, Ärztin der HAE-Ambulanz der Universitätsklinik Frankfurt am Main, erklärt in diesem Interview, was HAE ist, inwiefern HAE für Gehirnödeme verantwortlich sein kann, warum Gehirnödeme gefährlich sein können und welche Therapieoptionen es gibt. >>>
+++ Nierentransplantation bei Kindern +++ MHH und Techniker Krankenkasse (TK) schließen Versorgungsvertrag zur optimierten Behandlung ab Hannover – Die jüngste Patientin war gerade einmal sechs Monate alt, als sie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eine neue Niere erhielt. Meistens sind es unheilbare Erbkrankheiten, die dazu führen, dass schon Kinder und Jugendliche - häufig nach jahrelanger Dialyse - eine neue Niere bekommen. In der MHH erhalten pro Jahr rund 20 Kinder eine neue Niere. Insgesamt seit 1970 in mehr als 650 Fällen. Damit ist die MHH das führende Zentrum für Kindernierentransplantationen in Deutschland. Die Zeit vor und nach einer Transplantation ist für die betroffenen kleinen Patienten und ihre Eltern eine Phase großer physischer und psychischer Belastung, die viele Fragen aufwirft. Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen eine differenzierte, individuelle und stringente Vor- und Nachsorge nach so einem großen Eingriff. >>>
+++ Sehschwäche bei Kindern frühzeitig erkennen +++ Reihenuntersuchung bis zum dritten Lebensjahr gefordert Berlin – Zwischen fünf und zehn Prozent aller Kinder leiden an einer Sehschwäche. Meist handelt es sich dabei um eine Amblyopie, die auch als Schwachsichtigkeit bezeichnet wird. Ein oder beide Augen und vor allem die Sehzentren im Gehirn haben das scharfe Sehen in den ersten Lebensjahren nicht gelernt. Bei manchen Kindern wird die Sehschwäche erst in der Schule entdeckt. Dann ist es für eine wirksame Behandlung jedoch oft zu spät. Wie ein augenärztliches Screening die Früherkennung verbessern kann, diskutieren Experten auf dem World Ophthalmology Congress (WOC 2010) im Juni in Berlin. >>>
+++ Therapie stumpfer Traumata +++ Breites Wirkprofil der pflanzlichen Schmerzsalbe Traumaplant® klinisch gut belegt München - Beinwell hat eine lange Tradition in der Behandlung stumpfer Traumata wie Verstauchungen, Prellungen oder Zerrungen der Muskeln und Bänder. Mit dem Beinwell-Präparat Traumaplant® steht eine klinisch-pharmakologisch breit dokumentierte pflanzliche Schmerzsalbe zur Verfügung, die sich durch eine sehr gute Verträglichkeit auszeichnet. Aktuelle Untersuchungen belegen der Salbe ausgeprägte antiödematöse, analgetische, entzündungshemmende und zugleich wundheilungsfördernde Eigenschaften. Der Münchener Orthopäde und Sportmediziner Professor Dr. med. Wolfgang Pförringer gab auf einer Pressekonferenz einen Überblick über die exzellente Studienlage zu Traumaplant. >>>
+++ diabetesDE rief zum Protest auf +++ Petition mit 5.000 Unterschriften an das Bundesgesundheitsministerium übergeben Berlin, 19. Mai 2010 – Die gemeinnützige Gesamtorganisation diabetesDE und diverse Patientenverbände forderten heute mit einer Protestdemonstration vor dem Bundesgesundheitsministerium, dass Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1 auch weiterhin kurz wirksame Insulinanaloga von den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erstattet bekommen sollen. Dafür setzten sich mit einem Protestmarsch ihre Familien, Ärzte, Diabetesberaterinnen und Selbsthilfegruppen ein. Im Bundesgesundheitsministerium (BMG) wurde eine Petition mit 5.000 Unterschriften übergeben. Anlass für die Aktion ist ein Stellungnahmeverfahren des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), dem obersten Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. In diesem stellt der Gemeinsame Bundesausschuss fest, dass es keinen Grund gibt, kurz wirksame Insulinanaloga auch weiterhin über die GKV zu erstatten. >>>
+++ Vom Datensammler zum Datenmanager +++ Moderne Blutzuckermesstechnologie verändert Selbstmanagement der Patienten Stuttgart, 12.5. 2010 – Die Blutzuckermessung ist für die optimale Einstellung des Stoffwechsels von großer Bedeutung. Sie soll die Betroffenen mit Diabetes zu mehr Autonomie im Umgang mit ihrer Erkrankung verhelfen und ihre Selbstmanagementfähigkeiten verbessern. Während der Nutzen für insulintherapierte Diabetiker unstrittig belegt ist, wird die Sinnhaftigkeit der Blutzuckerselbstmessung für oral therapierte Diabetiker vor dem Hintergrund der Finanzierbarkeit hierzulande höchst kontrovers diskutiert. Doch internationale Expertengremien, so zum Beispiel die IDF oder EASD, stimmen in ihren Leitlinien darin überein, die Selbstmessung als integralen Bestandteil eines anspruchsvollen Schulungskonzepts für alle Formen der Diabetestherapie zu empfehlen. Zum eigenverantwortlichen Management ihrer Erkrankung soll eine regelmäßige Blutzuckerselbstkontrolle Menschen mit Diabetes ermutigen und befähigen, betonte Dr. med. Andreas Liebl, Chefarzt am Diabetes- und Stoffwechselzentrum Bad Heilbrunn in seinem Vortrag am Rande der diesjährigen DDG Jahrestagung. >>>
+++ Süßes Blut – Eine Bittere Pille für Kinder und Jugendliche +++ Zukünftige Entwicklung von Typ 1 Diabetes im Kindes- und Jugendalter Stuttgart, 12. Mai 2010 – Die Diabetes-Epidemie ist weiterhin auf einem beängstigenden Vormarsch. Für Deutschland liegen bisher nur wenige aktuelle Daten der Häufigkeit des Typ 1 Diabetes im Kindes- und Jugendalter vor. Schätzungen zufolge ist jedoch heute bereits eines von 600 Kindern in Deutschland an Typ-1-Diabetes erkrankt. Insgesamt leiden in Deutschland etwa 25.000 junge Menschen im Alter von 1 bis 19 Jahre an der häufigsten Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Und es werden immer mehr: Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich insbesondere die Anzahl der jungen Patienten unter fünf Jahren bis 2020 verdoppeln und die Häufigkeit in der Gruppe der unter 15-Jährigen um 70 Prozent steigen wird. >>>
+++ Babys im Bett besser schützen +++ Stiftung Kindergesundheit: Sechs Ratschläge helfen, noch mehr Säuglinge vor dem Plötzlichen Kindstod zu bewahren München – Der Plötzliche Kindstod ist endlich auf dem Rückzug: Seit die meisten Babys auf dem Rücken schlafen, erleben bei uns nur noch halb so viele Eltern diesen entsetzlichen Schicksalsschlag. Und es gibt gute Chancen, dass in Zukunft noch weniger Babys dem nach wie vor unfassbaren plötzlichen Tod SIDS zum Opfer fallen. Voraussetzung dazu ist eine intensive Aufklärung über die vermeidbaren Risikofaktoren, die nach den bisherigen Erkenntnissen am unbegreiflichen Tod eines Babys beteiligt sein können, betont die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme. Das Unglück hat viele Namen: Plötzlicher Säuglingstod, Krippentod, Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) - nichts kann den Schmerz, die Verzweiflung und Fassungslosigkeit der Eltern beschreiben, die von diesem tief greifenden Unglück erfasst werden. >>>
+++ Neuer Impfstoff gegen Meningokokken verfügbar +++ Verbesserte Prävention gegen Meningokokken-Erkrankungen Frankfurt – Ab sofort steht ein neuer, Konjugat-Impfstoff gegen vier der fünf für den Menschen gefährlichen Meningokokken-Serogruppen zur Verfügung. Studien belegen, dass der quadrivalente Konjugat-Impfstoff den herkömmlichen Polysaccharid-Impfstoffen überlegen ist und somit eine interessante Alternative darstellt. Die Letalität von Meningokokken-Erkrankungen liege – aller intensivmedizinischen Möglichkeiten zum Trotz – bei etwa zehn Prozent. „Die Serogruppen A, B, C, W-135 und Y sind weltweit für einen Großteil der Meningokokken-Erkrankungen verantwortlich. Überlebende einer Meningokokken-Erkrankung sind nicht selten von Komplikationen wie Schwerhörigkeit, Anfallsleiden, Hirnwasserzirkulationsstörungen und Verstümmelungen der Extremitäten gezeichnet. Ein Kontakt mit Meningokokken sei jederzeit und überall möglich“, sagte Prof. Dr. med. Markus Knuf, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche an der Dr.-Horst-Schmidt-Klinik, Wiesbaden. >>>
+++ Cystische Fibrose (CF) +++ Neue Therapieoption zur Verbesserung der Atemwegsymptome Hannover – Die Cystische Fibrose (CF) oder Mukoviszidose ist eine vererbte, chronische und lebensbedrohliche Erkrankung, die sowohl das Atemsystem als auch das Verdauungssystem betrifft. Sie wurde erstmals 1938 von Anderson beschrieben. In Europa sind etwa 35.000, in Deutschland circa 8.000 Patienten betroffen. Chronische Infektionen der Atemwege mit Pseudomonas aeruginosa sind die zahlenmäßig bedeutendste einzelne Ursache für die Morbidität und Mortalität der Mukoviszidose. Mit Cayston® kommt erstmals seit vielen Jahren ein neues, für die Therapie von Mukoviszidose zugelassenes Präparat auf den Markt. >>>
+++ Mukopolysaccharidose Typ VI (MPS VI) +++ Experte fordert: Kinder frühzeitig diagnostizieren und gezielt therapieren Eschborn, April 2010 – Mukopolysaccharidose Typ VI (MPS VI) ist eine schwerwiegende und progrediente Stoffwechselerkrankung. Sie beruht auf einem seltenen genetischen Enzymdefekt, ist daher kaum bekannt und somit potenziell unterdiagnostiziert. Voraussetzung einer optimalen MPS VI-Therapie ist eine frühe und exakte Diagnose, die oftmals diffizil ist: Die MPS VI-Symptomatik ist breit und gleicht initial häufig anderen pädiatrischen Beschwerden (Swiedler 2005). „Kinderärzte sollten daher an MPS VI denken, wenn ein Patient zugleich mehrere der folgenden Symptome aufweist, beispielsweise: Hüftdysplasie, Gibbus, wiederholte Leisten oder Nabelhernien, Kleinwuchs mit Disproportionierungen, Gelenkschmerzen und rezidivierende Atemwegs-infekte“, erläutert Professor Michael Beck, Universitäts-Kinderklinik Mainz. Für Ärzte steht jetzt unter www.my-cme.de eine CME-Fortbildung (bis zu 3 CME-Punkte) zum Thema Mukopolysaccharidose Typ VI bereit. >>>
+++ Ärzte engagieren sich für Spendenaktion Grünenthal hilft schwerstkranken Kindern Aachen, 15. April 2010. Als Experte für die Behandlung mittlerer und schwerer Schmerzen stellt das Aachener Pharmaunternehmen Grünenthal nicht nur sein wissenschaftliches Know-how zur Verfügung, damit Patienten besser leben können. Es hilft auch darüber hinaus. Auf dem diesjährigen, 21. „Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongress“ nutzte der Schmerzspezialist eine Umfrage unter den versammelten Medizinern in zweifacher Hinsicht – zum einen, um mehr über den Stand der konkreten schmerzmedizinischen Behandlung in Deutschland zu erfahren, zum anderen, um schwerstkranken Kindern zu helfen: Für jeden Teilnehmer der Umfrage „Change Pain“ spendete das Unternehmen fünf Euro an die Bärenherz Stiftung. Diese gemeinnützige Organisation gibt Familien mit Kindern, die unheilbar krank sind und nur noch eine geringe Lebenserwartung haben, unter anderem mit dem Kinderhospiz Wiesbaden ein Zuhause. >>>
+++ Stiftung Kindergesundheit informiert +++ Luftschadstoffe und Allergierisiko - Dicke Luft macht Kinder krank Die Einrichtung und Ausweitung von Umweltzonen in Deutschlands Städten wird von vielen Autofahrern mit Unverständnis aufgenommen und als Schikane kritisiert. Ein Autofahrerclub bezeichnete die zum Jahresbeginn 2010 verschärften Regeln sogar als „unverhältnismäßige Eingriffe in die Mobilität der Bevölkerung“. Dabei bedeuten die neuen Maßnahmen einen wichtigen Schritt zum besseren Schutz der Gesundheit unserer Kinder, stellt die Stiftung Kindergesundheit fest. Es werde nämlich immer deutlicher, dass Autoabgase und die verkehrsbedingte Feinstaubbelastung am immensen Anstieg von Allergien und Atemwegserkrankungen bei Kindern Mitschuld tragen. >>>
+++ Bradykinin und nicht-allergische Angioödeme +++ Wo Kortison und Antihistamika versagen Berlin – Bradykinin ist ein zentraler Mediator bei Entzündungen, der vaskulären Permeabilität und Vasodilatation. Damit ist es auch ein wichtiges pharmakologisches Target und inzwischen Gegenstand intensiver Forschung, deren Ergebnisse auf der diesjährigen Konferenz des Global Allergy and Asthma European Network (GA²LEN) in Berlin diskutiert wurden. Eine Reihe von Erkrankungen führt zu einer Fehlregulation von Bradykinin, deren offensichtlichste Ausprägung Angioödeme sind. Patienten mit solchen nicht-allergischen Angioödemen haben gerade in der Notaufnahme oft schlechte Karten. Wenn Standardmedikamente wie Kortikosteroide und Antihistaminika versagen, können Intubation und Tracheotomie drohen. Dabei geht es auch anderes: Werden nicht-allergische Angioödeme als solche erkannt, bringen Therapien, die sich gegen Bradykinin richten, die Symptome oft innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle. >>>
+++ Neue Hoffnung für Patienten mit Morbus Gaucher +++ FDA-Zulassung für Velaglucerase alfa nach beschleunigtem Zulassungsverfahren Berlin – Das internationale Pharmaunternehmen Shire plc hat einen erneuten Erfolg bei der Entwicklung von Arzneimitteln zur Behandlung seltener genetisch bedingter Erkrankungen zu verzeichnen. Velaglucerase alfa, ein Enzymersatz-Präparat zur Behandlung des M. Gaucher, hat die Zulassung durch die „Food and Drug Adminstration“ (FDA) in den USA erhalten. Velaglucerase alfa (international geplanter Produktname VPRIV®) zeigte im größten Studienprogramm, das jemals in dieser Indikation durchgeführt wurde, überzeugende Daten zu Wirksamkeit und Verträglichkeit. >>>
+++ Brennpunkt Heller Hautkrebs +++ UV-Strahlung und ihre Wirkung auf die Haut Berlin – Hauttumoren sind häufig, vor allem haben Fälle von hellem Hautkrebs in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Eine wesentliche Rolle für das Auftreten von hellem Hautkrebs und seinen Vorstufen spielt die UV-Strahlung: Dauerhafte Sonneneinstrahlung und häufige Sonnenbrände erhöhen das Risiko für die Krebsentstehung. Helle Hauttumoren sind in den meisten Fällen auf Hautstellen zu finden, die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Vor allem Menschen mit heller, lichtempfindlicher Haut, die zur Ausbildung von Sonnenbrand neigen, sind gefährdet. Weitere Risikofaktoren für hellen Hautkrebs sind genetische Veranlagung, radioaktive Bestrahlung, der Kontakt mit krebsauslösenden Substanzen oder eine Schwächung des Immunsystems, z. B. nach Organtransplantationen oder auch bei der AIDS-Erkrankung. >>>
+++ Möglichkeiten der ADHS-Therapie +++ Pubertät: Wenn aus Kindern Behandlungspartner werden Pubertät und Adoleszenz, die Zeitspanne zwischen dem 11. und 21. Lebensjahr, sind von Bio-Psycho-sozialen Umwälzungen gekennzeichnet. Für Jugendliche und junge Erwachsene, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, ist dies ein Entwicklungsabschnitt von ungeheuerer Brisanz: Klassische Autonomie- und Identitätsfindungsprozesse in Kombination mit krankheitsbedingten Risikofaktoren können in dissozialem Verhalten, Delinquenz und Sucht münden. Das diskutierten die Experten Prof. Dr. Jörg Fegert, Ulm, Prof. Dr. Götz-Erik Trott, Aschaffenburg und Dr. Klaus-Ulrich Oehler, Würzburg beim 5. ADHS Gipfel in Hamburg. >>>
+++ Diäten können zu ernsthaften Essstörungen führen +++ Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Betroffenen und Angehörigen Rat und Unterstützung Mit dem Frühling wollen viele Menschen wieder ihre überflüssigen Winterpfunde abbauen und greifen zur Diät. Besonders viel versprechend klingen Frühlings- Bikini- oder Wunderdiäten, die Abnehmerfolge in kurzer Zeit versprechen. Doch in der Regel kommen die verlorenen Kilos schnell wieder zurück. Dann steht häufig die nächste Diät an. Die Gefahr für einen Kreislauf aus Hungern, Kontrollverlust, Heißhungerattacken, Essanfällen, neuer Diät und wieder Hungern steigt. Somit können Diäten bei der Entstehung von Essstörungen eine entscheidende Rolle spielen. Auf der Internetseite www.bzga-essstoerungen.de bietet die BZgA Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften wichtige Informationen zum Thema. >>>
+++ Therapie der Mukoviszidose +++ FDA erteilt "Orphan Drug Status" für Ciprofloxacin-Trockenpulver-Inhalator zur Behandlung der Mukoviszidose Berlin, 11. März 2010 - Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat den Ciprofloxacin-Trockenpulver-Inhalator von Bayer Schering Pharma zur Behandlung chronischer Lungeninfektionen mit Pseudomonas aeruginosa bei Patienten mit Mukoviszidose als "Orphan Drug" eingestuft. Eine vergleichbare Einstufung als Mittel gegen seltene Erkrankungen wurde bereits von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) vorgenommen. Bei dem Produkt handelt es sich um eine innovative Kombination aus Arzneimittel und Anwendungshilfe, bei dem Ciprofloxacin-Trockenpulver mit Hilfe der PulmoSphere® -Technologie von Novartis und einem leicht anzuwendenden Inhalator verabreicht wird. Der Ciprofloxacin-Trockenpulver-Inhalator wird derzeit in Phase II der klinischen Entwicklung getestet. Ziel ist die Sicherheit des Produkts und die Verbesserung der Lungenfunktion, gemessen an der "Einsekundenkapazität" (forcierte Ausatmung in einer Sekunde), bei Mukoviszidose-Patienten zu zeigen. >>>
+++ Therapie von Hirnblutungen durch Ventrikel-Lavage +++ Wegweisende Behandlung reduziert Behinderung bei Frühgeborenen mit schwerer Hirnblutung Bristol, 8. März 2010 - Möglicherweise können durch eine Lavage der Hirnventrikel intrazerebrale Blutungen, die bei extremen Frühgeburten häufig auftreten, effektiv behandelt werden. Eine randomisierte Studie zeigte, dass die „Drainage, Irrigation and Fibrinolytic Therapy“ oder DRIFT die Sterblichkeit und die Rate von schweren kognitiven Defekten im Alter von 2 Jahren senkte (Pediatrics 2010; doi: 10.1542/peds.2009-1960). Die Gruppe um Ian Pople, Universität Bristol, führte bei 39 Frühgeborenen eine kontinuierliche Lavage durch. Der ständige Austausch der Hirnflüssigkeit, dem das Fibrinolytikum tPA zugefügt wurde, bewirkte, dass "nur" 21 Kinder (54 Prozent) starben oder mit schweren Behinderungen überlebten. Das waren signifikant weniger Frühgeborene als in einer randomisierten Vergleichsgruppe, hier erreichten 27 von 38 Kindern (71 Prozent) unter der Standardtherapie diesen Endpunkt. >>>
+++ Cryopyrin assoziierte periodische Syndrome (CAPS) +++ Die wirklichen Ursachen behandeln – und nicht nur die Symptome Berlin – Die erbliche Erkrankung ist selten. In Deutschland leiden etwa 80 Menschen, also einer von einer Million Bundesbürgern, an CAPS. Anzeichen und Symptome sind rezidivierender Hautausschlag, Fieber / Schüttelfrost, Gelenkschmerzen, Müdigkeit und Augenschmerzen / Rötung. Für zahlreiche Patienten, die oft schon im Säuglingsalter erkranken, bedeutete die Diagnose einen lebenslangen Kampf gegen chronische Müdigkeit, Fieber und Arthralgien. Betroffen sind besonders Haut, Augen, Knochen und Gelenke. Andere schwerwiegende Komplikationen sind fortschreitender Hörverlust, visuelle und intellektuelle Beeinträchtigungen und Amyloidose – eine Anreicherung von Proteinen, die zum Versagen lebenswichtiger Organe z. B. der Niere führen kann. >>>
+++ Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) +++ Vorbeugende Immunisierung wichtiger denn je Für die häufigste in Deutschland durch Zecken (Ixodes Ricinus / „Holzbock“) übertragene Erkrankung, die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) – im Volksmund Zecken-Hirnhautentzündung – gibt es keine kausale, allenfalls eine mehr oder weniger wirksame symptomatische Therapie. Umso wichtiger ist deshalb eine vorbeugende Impfung zum Schutz vor dieser sich weiter ausbreitenden Infektionskrankheit, die v.a. dann schwere Verlaufsformen generieren kann, wenn sie von den peripheren Organen auf das zentrale Nervensystem übergreift. Mögliche Folgen sind bleibende Schäden bis hin zum Tod. – Mit Encepur® steht sowohl für Erwachse als auch für Kinder ein maßgeschneiderter, hocheffektiver Impfstoff zur Verfügung. >>>
+++ Schutz vor Meningokokken-C-Infektionen +++ Münster – Ab sofort ist der Meningokokken-C-Konjugat-Impfstoff Meningitec® in der neuen 20er Fertigspritzen-Packung erhältlich. Die Fertigspritze mit Luer-Lock-System – die nach wie vor auch in der 1er und der 10erPackung verfügbar ist – erleichtert den Einsatz in der Kinderarztpraxis. Meningitec® ist der erste zugelassene Meningokokken-C-Konjugatimpfstoff und wurde bereits über vierzig Millionen Mal verimpft. >>>
+++ Röteln – das unterschätzte Risiko +++ Stiftung Kindergesundheit warnt: Ungeimpfte Kinder können Schwangere und ihre ungeborenen Babys in große Gefahr bringen Die Röteln sind eine Kinderkrankheit, die das Prädikat „harmlos“ wirklich verdient. Wird ein Kind mit ihnen angesteckt, verläuft die Infektion in jedem dritten Fall sogar völlig ohne Symptome und die Ansteckung bleibt unerkannt. Bei den übrigen tritt höchstens ein bisschen Fieber auf, aber meist nicht über 38 Grad. Auch der Ausschlag ist meist schon nach drei Tagen vorbei und vergessen. Dennoch empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut Berlin, möglichst alle Kinder gegen die leichte Kinderkrankheit zu impfen. Muss das wirklich sein? >>>
+++ Bayernweite Diabetes-Studie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene +++ Zeitraum für Aufnahme von Patienten in DiMelli auf sechs Monate erweitert München, 09. Februar 2010: Vor einem Jahr hat DiMelli die ersten Teilnehmer aufgenommen. Bisher konnten sich neuerkrankte Diabetes-Patienten an diesem bayernweiten Forschungsprojekt beteiligen, wenn bei Studienaufnahme die Diagnosestellung nicht länger als vier Wochen zurücklag. Dieser Einschlusszeitraum ist ab sofort auf sechs Monate erweitert. Dadurch wird die Teilnahme an DiMelli noch mehr Patienten ermöglicht. Grundsätzlich kann jeder bayerische Arzt, egal ob Klinikarzt oder Niedergelassener, Diabetiker unter 20 Jahren in das Projekt aufnehmen. Der Diabetestyp spielt dabei keine Rolle. >>>
+++ Rotavirusinfektionen +++ Impfung rettet jährlich Tausende Kinder Boston – Impfungen gegen das Rotavirus haben im vergangenen Jahr zahlreichen Kindern in Mexiko, Südafrika und Malawi das Leben gerettet. Dies haben US-amerikanische und südafrikanische Forscher in zwei groß angelegten Studien belegt. Erstmals haben Wissenschaftler damit außerhalb von klinischen Untersuchungen gezeigt, welch bedeutende Auswirkung die Durchfall-Impfung auf die Kindersterblichkeit in armen Ländern hat. Sie fordern, dass global Gelder zur Verfügung gestellt werden, damit die Impfungen so schnell wie möglich in die Hochrisikogebiete weltweit gelangen. Von ihren Ergebnissen berichten die Wissenschaftler um Manish Patel vom National Center for Immunization and Respiratory Diseases in Atlanta und Shabir Madhi von der University of Witwatersrand in Johannesburg im Fachmagazin «New England Journal of Medicine» (Bd. 362, Nr. 4). >>>
+++ Hereditäres Angioödem (HAE) +++ Schnelle Hilfe bei schwerer, seltener Erkrankung – Ambulanz in Frankfurt am Main blickt auf Erfahrung mit über 500 HAE-Patienten zurück Frankfurt – In Deutschland wird die Zahl der HAE-Patienten derzeit auf circa 1.200 geschätzt. Experten rechnen aber mit einer weitaus höheren Dunkelziffer von bis zu 5.000 Betroffenen. Dies zeigt, wie wichtig die fundierte und weitreichende Aufklärung über Krankheitsbild und Symptome gerade auch bei seltenen Erkrankungen ist. Die HAE-Ambulanz am Universitäts-Klinikum in Frankfurt am Main ist das weltweit größte Kompetenzzentrum für die Behandlung der seltenen Erkrankung Hereditäres Angioödem (HAE). Dort betreuen PD Dr. med. Wolfhart Kreuz und sein Expertenteam mittlerweile über 500 HAE-Patienten. Ein großer Erfolg für ihn, aber vor allem auch für seine Patienten. Diese werden nach dem von Kreuz entwickelten Frankfurter Therapie-Konzept behandelt und können dadurch ein nahezu normales Leben führen. >>>
+++ Verbesserung chronischer Atemwegserkrankungen +++ Sind Patienten mit Atemwegserkrankungen in Deutschland optimal versorgt? Erkrankungen der Atemwege und der Lunge werden von der Öffentlichkeit häufig unterschätzt, sagte Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Fürth, Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga e. V.. Dabei können chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD die Lebensqualität stark beeinträchtigen, falls sie nicht frühzeitig diagnostiziert und adäquat behandelt werden. Die Deutsche Atemwegsliga setzt sich seit nun über 30 Jahren für die Verbesserung der Situation für Patienten mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten ein. Mitglieder der Atemwegsliga sind sowohl Ärzte als auch Patienten. Diese Zusammensetzung spiegelt die Überzeugung der Atemwegsliga wieder, dass chronische Erkrankungen wie Asthma und COPD nur dann erfolgreich bewältigt werden können, wenn Ärzte und Patienten gemeinsam bei der Bewältigung der Krankheit mitwirken. >>>
+++ Dritte Stammzelltransplantation zum Typ-1-Diabetes +++ Pilotstudie erforscht den Einsatz autologer Stammzellen aus Nabelschnurblut Leipzig, 19. Januar 2010: Im Dezember 2009 wurden bereits zum dritten Mal in Deutschland im Rahmen einer Pilotstudie zum Typ-1-Diabetes eigene (autologe) Stammzellen aus Nabelschnurblut transplantiert. Die Studie wird von der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München unter der Leitung von Professor Dr. Anette-Gabriele Ziegler in Kooperation mit der Leipziger Nabelschnurblutbank Vita 34 durchgeführt. Den teilnehmenden Kindern werden ihre eigenen Stammzellen verabreicht. Anschließend werden die Kinder zwei Jahre lang regelmäßig bezüglich Ihrer Blutzuckerwerte und ihres Insulinbedarfs untersucht. Die Ergebnisse werden mit denen einer Kontrollgruppe konventionell behandelter Kinder verglichen. >>>
+++ Pädiatrische Endokrinologen treffen sich zu ihrer Jahrestagung +++ Etwa 100 Hormon-Experten aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen treffen sich am 22. und 23. Januar 2010 zu ihrer 19. Jahrestagung in Halle. Dabei tritt die Mitteldeutsche Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Endokrinologie unter dem Motto „MAPE 2010“ zu einem Austausch über aktuelle Erkenntnisse auf dem Gebiet der Endokrinologie zusammen. Dieses Fachgebiet der Kinder- und Jugendmedizin beziehungsweise der Inneren Medizin beschäftigt sich mit hormonell bedingten Erkrankungen, beispielsweise Wachstumsstörungen, aber auch Stoffwechselerkrankungen. Die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie das Facharztzentrum für Pädiatrie und Humangenetik am Universitätsklinikum Halle (Saale) organisieren diese Veranstaltung, die im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Universitätsplatz 11) stattfindet (Freitag 9 bis 18.15 Uhr und Samstag 9 bis 13 Uhr). >>>
+++ Wenn es anders kommt +++ BZgA unterstützt Familien mit behindertem oder chronisch krankem Kind Bei vielen Eltern löst die Mitteilung, dass ihr Kind behindert oder chronisch krank ist Unsicherheit und Sorge aus. Aber auch den behandelnden Ärztinnen und Ärzten fällt es oft schwer, Eltern mit dieser Diagnose konfrontieren zu müssen. Um sowohl Familien als auch die Ärzteschaft in dieser Situation zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit Verbänden der Elternselbsthilfe Informationen über das Leben mit einem behinderten oder chronisch kranken Kind zusammengestellt. Diese sind ab sofort im Internetportal www.kindergesundheit-info.de abrufbar. Darüber hinaus stehen zwei neue Kurzbroschüren zur Verfügung. >>>
+++ BZgA informiert Schwangere über das Leben mit einem behinderten Kind +++ Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes zum 1. Januar 2010 Köln - Am 1. Januar 2010 tritt eine neue Fassung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes (SchKG) in Kraft. Demnach müssen Ärztinnen und Ärzte Schwangere mit auffälligem Befund nach Pränataldiagnostik über das Leben mit einem geistig oder körperlich behinderten Kind und das Leben von Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung informieren. Hierzu hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Handreichung für Schwangere erstellt, die sie bei ihrem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin erhalten. Die Handreichung will den Eltern helfen, mit der Diagnose umzugehen und informiert unter anderem darüber, wo sie in dieser schweren Situation konkrete Hilfe erhalten können. So weist die BZgA etwa darauf hin, dass jede Frau und jeder Mann das Recht auf eine psychosoziale Beratung hat. Darüber hinaus können die Eltern den Informationsmaterialien Kontaktadressen von Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen sowie Behindertenverbänden und Verbänden von Eltern behinderter Kinder entnehmen. >>>
+++ Molekulargenetische Ursachen von Hirntumoren bei Kindern +++ Internationales Krebsgenomprojekt geht auch in Deutschland an den Start Deutsche Wissenschaftler beteiligen sich am größten und ehrgeizigsten biomedizinischen Forschungsvorhaben seit dem Humanen Genomprojekt: Koordiniert vom Deutschen Krebsforschungszentrum gehen Anfang Januar die deutschen Teilnehmer am Internationalen Krebsgenom-Konsortium (ICGC) an den Start, um die molekulargenetischen Ursachen von Hirntumoren bei Kindern systematisch zu analysieren. Die Forscher erwarten von den Ergebnissen neue Ansatzpunkte für zielgerichtete, nebenwirkungsarme Therapien. Das ICGC erfasst weltweit die charakteristischen Erbgutveränderungen bei den wichtigsten Krebserkrankungen. Bisher sind 22 Staaten an dem Vorhaben beteiligt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche Krebshilfe e. V. fördern die deutsche ICGC-Beteiligung über fünf Jahre mit 15 Millionen Euro. Hirntumoren sind Hauptursache der Krebssterblichkeit im Kindesalter. Selbst wenn eine Heilung erreicht werden kann, leiden die Kinder oft sehr unter der belastenden Behandlung, die das heranwachsende Gehirn in seiner Entwicklung beeinträchtigen kann. Zielgerichtete, schonende Therapieverfahren sind daher dringend erforderlich. >>>
+++ Kurz wirksame Insulinanaloga müssen in der Erstattung bleiben +++ diabetesDE fordert Entscheidung zugunsten von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 Berlin, 11.12.2009 - Ob kurz wirksame Insulinanaloga Diabetikern bis zum 18. Lebensjahr weiterhin von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden, entscheidet in Kürze der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Diese Insuline bilden einen wichtige Behandlungsbaustein für Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1. Experten von diabetesDE und der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Diabetelogie (AGPD) der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) fordern daher, dass die Entscheidung erneut zugunsten der jungen Patienten ausfällt. Bereits im Mai 2008 entschied das BMG unter Ministerin Ulla Schmidt, dass ein Verordnungsausschluss dieser Insuline für Kinder und Jugendlich eine unzumutbare und unverhältnismäßige Beeinträchtigung darstellen würde. Denn diese können viele Vorteile für die kleinen Patienten haben. >>>
+++ Typ-1-Diabetes im Kindes- und Jugendalter +++ Helfen Sie der Forschergruppe Diabetes, die Ursachen des Typ-1-Diabetes während der Pubertät herauszufinden! München, 8. Dezember 2009, Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Neuesten Untersuchungen zufolge wird sich die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen im Jahr 2020 nahezu verdoppelt haben. Der erste Schritt zur Entwicklung von Therapien, damit Typ-1-Diabetes in Zukunft verhindert beziehungsweise geheilt werden kann, ist die Erforschung der Ursachen. Wenn bekannt ist, was die Entwicklung von Typ-1-Diabetes beeinflusst, kann daran gearbeitet werden, diese Entwicklung zu stoppen! >>>
+++ Ein "Lichtblick" für unheilbar kranke Kinder +++ „Magazin der Deutschen Krebshilfe“ berichtet über Kinderpalliativstation Bonn (jti) – Um unheilbar kranke Kinder in ihrer letzten Lebensphase optimal zu versorgen, ihre Schmerzen zu lindern, aber auch um ihren Angehörigen zu helfen, entsteht an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/Herdecke zurzeit das weltweit erste Zentrum für Kinderpalliativmedizin. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt die Initiative maßgeblich – mit 1,5 Millionen Euro. In der aktuellen Ausgabe ihres Magazins stellt die gemeinnützige Organisation dieses einmalige Projekt vor.
Bereits als Lydia zur Welt kam, litt sie an einer erblichen Form der Leukämie. Trotz intensiver Therapie kam der Krebs immer wieder zurück. Als sie einige Monate alt war, stand fest: Lydia würde nicht überleben. Mehr als 1.500 Kinder und Jugendliche sterben jährlich an einer schweren Krankheit – darunter mehr als 500 kleine Krebs-Patienten. Doch auch wenn deren Grunderkrankung nicht mehr heilbar ist, so lassen sich die Symptome doch zumeist gut kontrollieren. Genau hier setzt die Palliativmedizin an: Sie will das Leid der Betroffenen in der Lebensendphase lindern. Bislang gibt es in Deutschland jedoch noch keine flächendeckende palliativmedizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche. Ein Schritt auf dem Weg dahin ist die Errichtung der weltweit ersten Palliativstation für Kinder und Jugendliche an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln. >>>
Die Handelskette Kaufland sowie die Drogeriemärkte Schlecker und dm reagierten damit auf eine Untersuchung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wie die Organisation mitteilte. Die Studie hatte Anfang Oktober in einer Reihe von Baby-Schnullern die hormonell wirksame Chemikalie nachgewiesen. Bisphenol A steht in Verdacht, unfruchtbar zu machen, die Gehirnentwicklung zu schädigen oder Brustkrebs auszulösen. >>>
Washington - Die US-Arzneimittelbehörde FDA prüft, ob das Asthma-Medikament Xolair der Schweizer Pharmahersteller Roche und Novartis zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko führt.
Die Zwischenergebnisse einer Studie zu Xolair hätten mögliche Hinweise auf eine solche Gefahr gegeben, teilte die FDA am Donnerstag mit. In den USA wird Xolair von Novartis und der Roche-Tochter Genentech gemeinsam vermarktet. Die Resultate deuteten zwar auf ein gestiegenes Risiko für Herzinfarkte, Herzversagen, unregelmäßigen Herzrhythmus oder Herzschlag bei Xolair-Patienten hin. Die Daten müssten aber noch genauer geprüft werden, erklärte die FDA. Genentech-Sprecherin Tara Cooper sagte, dass der bislang beschränkte Datensatz eine "definitive Verbindung zur Verwendung von Xolair ausschließe". Derzeit verfügten die Unternehmen nicht über genügend Informationen, um ihre Bewertung für das Nutzen-Risiko-Profil von Xolair zu verändern. Die FDA rät nach eigenen Angaben gegenwärtig nicht zu einer Änderung bei der Verschreibung oder Anwendung des Asthma-Mittels. >>>
Den eigenen Weg finden, mit UTS ein erfülltes Leben zu führen
Was es wirklich bedeutet, mit der Diagnose Ullrich-Turner-Syndrom (UTS) zu leben, wissen am besten Mädchen und Frauen, die selbst betroffen sind. In einer neuen Patientenbroschüre von Ipsen Pharma für jugendliche Mädchen mit UTS klären daher nicht nur Experten wie die Initiatoren Professor Paul-Martin Holterhus und Professor Heiner Mönig über alles Wissenswerte zum Syndrom auf, auch „Turner-Frau“ Angelika Bock, Diplom-Psychologin und Mitarbeiterin der Turner-Syndrom-Vereinigung Deutschland e.V., kommt ausführlich zu Wort: „Ich möchte Euch Mädchen vor allem eins vermitteln: Ihr seid nicht allein!“>>>
Rheuma-Kongress bringt erstmals alle Experten in der Rheumatologie zusammen
Köln, 6. Juli 2009 – Neueste Erkenntnisse über Diagnostik und Therapie der verschiedenen rheumatischen Erkrankungen diskutieren Ärzte und Wissenschaftler auf dem 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) vom 23. bis 26. September 2009 in Köln. Erstmals gestalten alle wissenschaftlichen rheumatologischen Fachgesellschaften gemeinsam das Programm des Rheumatologenkongresses: die DGRh, die Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO) und die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR). Zu den thematischen Schwerpunkten gehören die Versorgung von rheumakranken Kindern und seltene rheumatische Erkrankungen wie Morbus Behçet – ein Leiden, das vor allem Menschen aus dem östlichen Mittelmeerraum betrifft. Über diese Krankheit werden deshalb Mediziner aus dem diesjährigen Partnerland des Kongresses, der Türkei, berichten. Außerdem tauschen die Experten ihre Erfahrungen über den Einsatz von Biologika in der Therapie aus. >>>
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+++ Plötzliche Todesfälle bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS +++ FDA untersucht plötzliche Todesfälle unter Ritalin® Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA klärt zur Zeit Hinweise, ob Psychostimulanzien, die zur Behandlung der AHDS eingesetzt werden, das Risiko eines plötzlichen Herztodes erhöhen. Anlass sind die Ergebnisse einer Fallkontrollstudie im American Journal of Psychiatry (2009; doi: 10.1176/appi.ajp. 2009.09040472), die nach Einschätzung der Behörde jedoch zahlreiche Einschränkungen aufweist. Im Auftrag der FDA und des US-National Institute of Mental Health hat Madelyn Gould von der Columbia Universität in New York City die Krankenakten von 564 Kindern im Alter von 7 bis 19 Jahren ausgewertet, die in den Jahren 1985 bis 1996 an einem plötzlichen Herztod gestorben waren. >>>
Autoantikörpertests - ein wichtiges Werkzeug in der Diagnostik von Typ 1 Diabetes
Nicht selten hört die Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München von Familien, die an der TEDDY oder TEENDIAB Studie teilnehmen, dass sie wegen der regelmäßigen Autoantikörpertests mitmachen. Was macht diese Tests so wertvoll? Was können diese Bluttests den Studienteilnehmern und Forschern mitteilen? Darauf gibt die Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München Antwort. Ärzte aus ganz Deutschland nutzen die Möglichkeit der Autoantikörperuntersuchung im Labor in München.
Die TEDDY Studie bietet eine kostenlose Typ 1 Diabetes-Risikountersuchung an. Mitmachen können alle Neugeborenen bis zum Alter von drei Monaten. Ziel der TEDDY Studie ist es, die umweltbedingten Ursachen von Typ 1 Diabetes zu erforschen.
Die TEENDIAB Studie ist die erste Verlaufsbeobachtungsstudie zur Entstehung von Inselauto-immunität und Typ 1 Diabetes in der Pubertät. Mitmachen können alle Kinder und Jugendliche ab dem Alter von acht Jahren bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres in deren Familie mindestens ein Elternteil oder Geschwisterkind Typ 1 Diabetiker ist.>>>