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+++ MEDIZIN-TELEGRAMM +++ PSYCHIATRIE 
| +++ ADHS in der Schule +++ Experten fordern Chancengleichheit: Kinder gezielt unterstützen. 5. Mai 2012 – Kinder mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) können in der Schule erfolgreich sein, wenn sie frühzeitig behandelt und unterstützt werden. Die Chancengleichheit ist jedoch nicht sichergestellt. Zu oft fehlt es Lehrern an Zeit und Unterstützung, um auf die Kinder individuell einzugehen. Verschiedene praktische Hilfen und Methoden haben sich im Unterricht bewährt. Doch auch das Schul-system muss sich ändern - sonst ist die Zukunft von rund 500.000 Schulkindern in Deutschland weiterhin in Gefahr. Sobald typische ADHS-Symptome wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität für die Betroffenen in der Schule zu einem Problem werden, sollte ein Kinder- und Jugendpsychiater oder ein auf ADHS spezialisierter Kinderarzt das Kind fachgerecht untersuchen und eine Diagnose stellen. „Von Lehrern erfordert es viel Fingerspitzengefühl, Eltern auf Verhaltensprobleme ihrer Kinder hinzuweisen und zu einem Arztbesuch zu raten. >>> |

| +++ ADHS +++ Ziele der Betroffenen einbeziehen - Experten fordern: ADHS individuell behandeln. 4. Mai 2012 – ADHS ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Das Erfolgsrezept heißt multimodale Therapie. Das bedeutet, Maßnahmen, die nachweislich wirken, wie etwa Verhaltenstherapie und Medikamente, nach individuellem Bedarf zu kombinieren. Mit einer individuellen, aus verschiedenen Bausteinen bestehenden Therapie kann die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erfolgreich behandelt werden. Sowohl Medikamente als auch die Verhaltenstherapie haben sich in Studien als wirksam erwiesen. Für weitere Maßnahmen wie Elterntraining, kognitives Training und Neurofeedback gibt es Hinweise auf eine Wirksamkeit. Entscheidend für den Therapieerfolg ist die individuelle Kombination der Maßnahmen. Dabei sollten immer auch die persönlichen Ziele der Betroffenen berücksichtigt werden. Hier sehen Experten in Deutschland noch Verbesserungsbedarf. >>> |

| +++ Bipolare Therapie +++ Kann Asenapin die Erwartungen von Arzt und Patienten erfüllen? 2. Mai 2012 – Bipolare Störungen sind ein großes und unterschätztes Gesundheitsproblem. In Europa gibt es über vier Millionen betroffene Menschen, in Deutschland sind mindestens zwei Millionen Menschen erkrankt. Bipolare Störungen treten bei 1-2 Prozent der Bevölkerung auf und sind bei Männern und Frauen gleich häufig. Die genauen Ursachen für diese Erkrankung sind unbekannt. Die Entstehung ist wahrscheinlich multifaktorieller Genese. Die Erstmanifestation liegt häufig zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr; im Mittel findet sie im 18. Lebensjahr statt. Bipolare Störungen werden häufig fehldiagnostiziert oder bleiben jahrelang unerkannt. Die durchschnittliche Dauer zwischen dem Auftreten der ersten Symptome bis zur korrekten Diagnose und Therapie liegt bei 10 Jahren. Diese lange Latenz kann viele Ursachen haben, z. B. weil viele Betroffene ihrem Arzt in der Anamnese nicht alle Symptome berichten oder ein mangelndes Krankheitsbewusstsein haben. In einer Online-Befragung wurden nun die Erwartung der Therapie von Arzt und Patient erfragt. >>> |

| +++ Bipolare Störungen +++ Aktuelle Publikationen bestätigen: Asenapin wirksam bei manischen Episoden einer Bipolar-I-Erkrankung 8. März 2012 – Bipolar affektive Störungen erfahren heute weit mehr Beachtung als in den Jahrzehnten zuvor. Eine wesentliche Ursache der veränderten Epidemiologie bipolarer Störungen sind breiter gewordene diagnostische Konzepte. Gleich zwei Publikationen zu dem neuen Antipsychotikum Asenapin (Sycrest®) wurden in den vergangenen Wochen veröffentlicht. So belegt ein Review von McIntyre et al. die Wirksamkeit von Asenapin bei manischen Episoden einer Bipolar-I-Erkrankung. Und eine Studie von Szegedi et al. bestätigt die Effektivität von Asenapin als antimanische Add-on-Therapie zu Stimmungsstabilisierern. McIntyre berücksichtigte in seinem Review unter anderem zwei dreiwöchige, randomisierte, Placebokontrollierte Studien mit insgesamt 977 Patienten, die an einer manischen oder gemischten Episoden im Rahmen einer Bipolar-I-Störung erkrankten. >>> |

| +++ Herzerkrankungen und Depressionen +++ Studie zeigt: Cholesterinsenker können vor Depressionen schützen Berlin, 22. Februar 2012 – Forscherinnen und Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Universität San Francisco haben den Zusammenhang zwischen der Einnahme von Medikamenten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen untersucht. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Einnahme einer bestimmen Klasse von Medikamenten, den s.g. Statinen, das Risiko, eine Depression zu entwickeln, mindern kann. Statine gehören weltweit zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten und haben eine cholesterinsenkende Wirkung. Sie werden insbesondere zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen eingesetzt. Über die Auswirkungen von Statinen auf depressive Symptome bei Patienten ist bislang wenig bekannt. Die Forschungsergebnisse sind von hoher Relevanz, weil Depressionen bei Patienten mit Herz- Kreislauf-Erkrankungen die Genesungschancen deutlich verschlechtern. >>> |

| +++ Alzheimer jetzt besser und früher diagnostizieren +++ Weltweit erstes klinisches Referenzzentrum für automatisierte Hippokampusvolumetrie nimmt am Uniklinikum Frankfurt den Routinebetrieb auf - Hirnschrumpfungen können nun frühzeitig und präzise erkannt werden. 15. Februar 2012 – Franfurt/Main – Die Alzheimererkrankung zu diagnostizieren, ist äußerst schwierig, da die typischen Symptome, wie Gedächtnisverlust, Orientierungsschwierigkeiten oder Konzentrationsstörungen auch andere Krankheitsursachen haben können, etwa Gefäßerkrankungen, einen Hirntumor, Vitaminmangel oder eine Depression. Daher wird die Alzheimererkrankung oft erst in einem späten Stadium festgestellt, wenn die Symptome schon weit fortgeschritten und die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt sind. Betroffene, die sich für diese neue Untersuchungsmethode interessieren, können sich an die Gedächtnis-Sprechstunde der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum Frankfurt unter Telefon 069-6301-7634 wenden. >>> |

| +++ Demenz +++ Frühstadium bei Männern häufiger - Ursache für Unterschied zwischen Geschlechtern noch unbekannt 30. Januar 2012 – Scottsdale, obwohl mehr Frauen als Männer an einer Demenz erkranken, scheint es laut einer Studie der Mayo Clinic so zu sein, dass Männer einem höheren Risiko erster Symptome ausgesetzt sind. Es ist derzeit nicht bekannt, warum weniger Männer vollständig erkranken. Das Wissen um die dafür zugrunde liegenden Mechanismen könnte laut den Archives of Neurology ein Schlüssel im Kampf gegen diese Krankheit sein. Experten wie Marie Janson von Alzheimer's Research UK hoffen, dass es mit diesen Forschungsergebnissen möglich sein könnte, das Fortschreiten einer Demenz zu stoppen. Die Wissenschaftler beobachteten drei Jahre lang den Gesundheitszustand von fast 1.500 älteren Männern und Frauen. In diesem Zeitraum zeigten viel mehr Männer Anzeichen leichter kognitiver Störungen. 72 von je 1.000 Männern waren betroffen und 57 von 1.000 Frauen. Es wurden mehrere Faktoren berücksichtigt. Dazu gehörten Alter, Ausbildung und Familienstand. Der Unterschied zwischen Männern und Frauen blieb jedoch bestehen. >>> |
+++ Zwangsbehandlungen +++ Bundesverfassungsgericht zwingt Ärzte zu unterlassener Hilfeleistung: Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). 17. Januar 2012 – Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) warnt vor den Konsequenzen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 23.03.2011 zur Zwangsbehandlung im Maßregelvollzug. Die Rigorosität des Gesetzes zwingt Ärzte zu unterlassener Hilfeleistung und verhindert unterstützende Hilfsangebote für Menschen mit Eigen- oder Fremdgefährdung. Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat im Beschluss vom 23.03.2011 (2 BvR 882/09) die Zwangsbehandlung mit Antipsychotika bei behandlungs-unwilligen, krankheitsuneinsichtigen Patienten im psychiatrischen Maßregelvollzug als schwerwiegenden Eingriff in das Grundrecht aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG bewertet und im Einzelfall an strengste Anforderungen geknüpft. Die Stellungnahme lesen Sie hier >>> | 
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+++ Generalisierte Angststörung +++ Gibt es eine reine GAD? – Welche Therapie ist die Beste? 9. Januar 2011 – Eine generalisierte Angststörung (GAD) zeichnet sich durch mehrere Monate anhaltende und übermäßige Sorgen und Befürchtungen aus, die sich um alle Lebensbereiche drehen können. Etwa fünf Prozent der Gesamtbevölkerung leidet mindestens einmal in ihrem Leben unter einer generalisierte Angststörung. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die ständige Beschäftigung mit den vermeintlichen oder tatsächlichen Gefahren bleibt nicht ohne Auswirkung auf das seelische und vor allem das körperliche Befinden. Dieses wird durch die Sorgen sehr in Mitleidenschaft gezogen. Häufig verspürte Gefühle sind Angst, verrückt zu werden oder durchzudrehen. Da bisher noch keine vollständige Ursachenforschung vorliegt, gibt es bis heute kein eindeutiges Erklärungsmodell für die Erkrankung. >>> | 
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| +++ Affektive Störungen +++ Therapie manischer und depressiver Episoden bei bipolaren Erkrankungen 6. Januar 2011 – Die Bipolare Störung ist in der Regel eine chronische, episodische Erkrankung. Die Betroffenen sind erheblich gesundheitlich beeinträchtigt und haben ein erhöhtes Risiko für Komorbiditäten. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen an Bipolaren Störungen erkrankt. Etwa zwanzig Prozent der Betroffenen unternehmen einen Suizidversuch und 15 Prozent versterben daran. Bipolare Störungen sind ein großes und unterschätztes Gesundheitsproblem in Europa. Die Krankheit frühzeitige zu erkennen um eine gezielte Therapie einzuleiten ist für die Patienten von großer Bedeutung. Die genauen Ursachen für Bipolare Störungen sind unbekannt. Die Entstehung ist wahrscheinlich multifaktorieller Genese. >>> |
+++ Schizophrenie-Therapie heute +++ Zusammenwirken von medikamentösen und psychosozialen Behandlungsansätzen 10. Dezember 2011 – Die Schizophrenie ist eine schwerwiegende psychische Erkrankung, die durch eine vorübergehende oder andauernde Störung des Denkens, der Wahrnehmung und des Erlebens charakterisiert ist. Erste schizophrene Episoden treten in der Regel zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr auf. Therapiert wird die Schizophrenie mit einer Kombination aus pharmakotherapeutischen Verfahren sowie psycho- und sozialtherapeutischen Methoden. Auf Grund mangelnder Therapietreue bei Patienten mit Schizophrenie gibt es häufig Rückfälle, dies stellt ein großes Hindernis für eine optimale Behandlung dar. Im Rahmen eines ganzheitlichen Therapieansatzes bieten moderne Depot-Antipsychotika wie Paliperidonpalmitat bedeutende Vorteile, die zu einer Verbesserung der Adhärenz beitragen. Insbesondere in Erkrankungsphasen, in denen die Stabilität von Patienten durch das Einwirken verschiedener Stressoren gefährdet ist, kann damit die Therapiekontinuität erhalten werden. >>> | 
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| +++ Alzheimer +++ Demenzforscher empfehlen: Frühe Intervention bereits bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen 7. Dezember 2011 – Verhaltensstörungen sind ein schwerwiegendes Problem bei Demenzerkrankungen. Sie stellen nicht nur für die Betroffenen, sondern vor allem auch für die pflegenden Angehörigen eine sehr große Belastung dar. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde zum Leitthema „Demenzen“ festgestellt: Eine Heilung ist derzeit noch nicht in Sicht. Das Versagen mehrerer unterschiedlicher experimenteller Therapiekonzepte wird u. a. darin gesehen, dass diese Interventionen allesamt viel zu spät ansetzen. Jahre bis Jahrzehnte des chronischen Krankheitsprozesses müssen vergehen und große Hirnareale bereits irreversibel geschädigt sein, wenn schließlich neuronale Kompensationsmechanismen versagen und sich das klassische Demenzsyndrom als Spätstadium der Erkrankung erstmals manifestiert. Daher rücken weltweit die Vor- und Frühstadien der Erkrankung in den Fokus des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens. >>> |

| +++ Neurofeedback wirkt auch langfristig +++ Göttinger Studiengruppe für beste ADHS-Studie des Jahres ausgezeichnet Berlin, 29. November 2011 – Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) profitieren auch sechs Monate nach Abschluss eines Neurofeedback-Trainings noch von den positiven Effekten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeits-gruppe um den Göttinger Psychologen Holger Gevensleben in einer multizentrischen, randomisierten Studie, die jetzt von der Zeitschrift European Child & Adolescent Psychiatry (ECAP) als beste ADHS-Forschungsarbeit des Jahres 2010 ausgezeichnet wurde. Die mit dem erstmals vergebenen ECAP ADHD Paper of the Year Award prämierte Untersuchung ist die bislang größte und am strengsten kontrollierte Studie zur Wirkung des Neurofeedback-Trainings bei Kindern mit ADHS. Die Arbeit überzeugte die Jury sowohl hinsichtlich ihrer methodischen Qualität als auch im Hinblick auf ihre klinische Relevanz. >>> |
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| +++ Neue Risikoinformation +++ Zusammenhang von Cipramil® (Citalopramhydrobromid / Citalopramhydrochlorid) mit dosisabhängiger QT-Intervall-Verlängerung. Berlin, 31. Oktober 2011 – Citalopram ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und indiziert zur Behandlung von depressiven Erkrankungen sowie Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie. In einem Rote-Hand-Brief berichtet der Hersteller, dass Citalopram mit einer dosis-abhängigen QT-Intervall-Verlängerung in Zusammenhang gebracht wird. Die Maximaldosis von Citalopram wurde daher auf 40 mg täglich reduziert. Bei älteren Patienten und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion beträgt sie 20 mg täglich. Citalopram ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter QT-Intervall-Verlängerung oder angeborenem Long-QT-Syndrom sowie bei gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern. Bei Anwendung von Citalopram bei Patienten mit erhöhtem Risiko für eine Torsade-de-Pointes-Tachykardie (z. B. bei Herzinsuffizienz, kürzlich aufgetretenem Myokardinfarkt, Bradyarrhythmien oder Neigung zu Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie) ist Vorsicht geboten. >>> |
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| +++ Schizophrenie und bipolare Störungen: Studienplätze frei +++ Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Klinikum der J.W. Goethe-Universität sucht Teilnehmer für Forschungs-studien zu Schizophrenie und bipolaren Störungen. Schizophrenie und bipolare Störungen sind schwere psychische Erkrankungen. In Deutschland werden pro Jahr etwa 13.000 Menschen erstmals mit dieser Diagnose konfrontiert. Die Betroffenen sind zeitweise nicht in der Lage, zwischen Wirklichkeit und Fantasie zu unterscheiden. Menschen mit bipolaren Störungen leiden unter extremen, in Phasen verlaufenden Stimmungsschwankungen. Nach Einschätzung der WHO gehören bipolare Störungen zu den zehn Erkrankungen, die weltweit am häufigsten zu andauernder Behinderung führen. In zwei Forschungs-studien beleuchtet nun die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie die Hintergründe dieser Erkrankungen. >>>
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+++ Neue Daten auf dem APA-Kongress 2011 vorgestellt +++ Sycrest® als wichtige neue Option zur Therapie von manischen Episoden bei Bipolar-I-Störungen Honolulu – Die Erwartungen an eine effektive Pharmakotherapie von Bipolar-I-Störungen werden laut Prof. Terence Ketter, Palo Alto/Kalifornien, angesichts der im neuen DSM V Manual vorgesehenen Erweiterung des Diagnosespektrums in Zukunft steigen. Er begrüßte auf der Jahresversammlung der American Psychiatric Association (APA) die Zulassung neuer Wirkstoffe zur Erleichterung einer individualspezifischen Behandlung. Mit Asenapin (Sycrest®) ist jetzt auch in Europa ein neues Antipsychotikum zur Therapie mittlerer bis schwerer manischer Episoden einer Bipolar-I-Störung bei Erwachsenen verfügbar. Die auf dem APA-Kongress vorgestellten Daten weisen für Asenapin ein günstiges Nutzen-Verträglichkeits-Profil – ähnliche Wirksamkeit, aber bessere Verträglichkeit als Olanzapin – aus, bestätigte Prof. Roger McIntyre, Toronto. >>>
+++ GKV-Spitzenverband setzt Preislimit für SSRI fest +++ Lundbeck prognostiziert Mehrausgaben in Millionenhöhe für die GKV Hamburg – Mit der Entscheidung vom 15. April 2011 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das von führenden internationalen staatlichen Bewertungsinstitutionen anerkannt therapeutisch überlegene Cipralex® zusammen mit Citalopram in eine gemeinsame Festbetragsgruppe eingeordnet. „Experten der medizinisch-wissenschaftlichen sowie juristischen Fachkreise und wir halten diese Entscheidung des G-BA für falsch und werden alles tun, um im Sinne der betroffenen Patienten diese Entscheidung rückgängig zu machen. Daher haben wir einen Antrag auf rechtliche Prüfung beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg gestellt“, so Dr. Eberhard Lüdtke, Executive Director Health Value & Access Management der Firma Lundbeck. >>> +++ Schizophrenie +++ Paliperidonpalmitat – die neue Zukunftsperspektive in der Schizophrenietherapie Frankfurt – Rückfall- und Wiederaufnahmeraten von an Schizophrenie erkrankten Menschen sind dreimal höher als sie nach dem derzeitigen Wissensstand sein müssten. Hauptursache ist die hohe Non-Adhärenz schizophrener Patienten. Mehr als die Hälfte aller Patienten bricht die rezidivprophylaktische Langzeitbehandlung vorzeitig ab. Jeder Rückfall bedeutet dabei einen oft irreversiblen Verlust für das Leben der Patienten. Das Funkionsniveau singt weiter ab und die Tendenz zur Residualsymptomatik steigt. Jede Krankenhauseinweisung erhöht zudem das Risiko für eine erneute Einweisung. Die Folgekosten der mangelnden Therapietreue dürften sich alleine in Deutschland auf mehrere Milliarden Euro jährlich belaufen. >>> +++ Demenz und Depression +++ Die Rolle des Hausarztes in der Therapie Wiesbaden, DGIM 2011 – Die Depression ist weltweit die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung. Schätzungsweise vier Millionen Deutsche sind von einer Depression betroffen und rund zehn Millionen Menschen werden bis zum 65. Lebensjahr eine Depression erlitten haben. Doch die Zahlen variieren, da viele Depressionen nicht als solche erkannt werden, und somit eine frühzeitige Behandlung nicht erfolgen kann. Depression im Alter sollte jedoch keinesfalls unbehandelt bleiben, da hier eine ebenso gute Prognose besteht wie bei der Behandlung der Depression im jüngeren Lebensalter. Im Jahr 2030 wird die Depression eine der drei häufigsten Todesursachen weltweit sein. >>> 
+++ Ausschreibung +++ DGPPN-Psychotherapiepreis 2011 Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) schreibt den mit 5.000 Euro dotierten DGPPN-Psychotherapiepreis aus. Der Preis würdigt Leistungen in klinischer und experimenteller Psychotherapieforschung. Einreichungsfrist ist der 30. September 2011. Mit dem Preis sollen hervorragende Leistungen in klinischer oder experimenteller Psychotherapieforschung anerkannt und gefördert werden. >>> | +++ Depression bei Kindern und Jugendlichen +++ Depressionen werden bei Jungen oft nicht erkannt: Kinder sprechen von traurigen Gefühlen und klagen über Kopf- oder Bauchschmerzen Heidelberg, 21.04.2011 – Zunehmend mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Depressionen. Die Diagnose ist jedoch nicht so einfach. Erwachsene können bewusst erkennen, wenn sie unter einer Depression leiden. "Bei Kindern und Jugendlichen versteckt sich Depression oft hinter einem aggressiven Verhalten", sagt Helena Dimou-Diringer, Leiterin der Ambulanz für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie der SRH Hochschule Heidelberg. >>> +++ Bipolare Störungen +++ Asenapin: Die neue Perspektive für Patienten mit manischen Episoden Hamburg – Trotz ihrer Häufigkeit werden bipolare Störungen nur selten fachgerecht behandelt. Es wird geschätzt, dass nur etwa 10–15 Prozent aller Betroffenen aufgrund des Leidens sich in fachärztlicher Behandlung befinden. Meist wird die Erkrankung gar nicht erkannt und ihre Symptome als Probleme des täglichen Lebens bagatellisiert. Oft wird jedoch auch der Weg zum Arzt gescheut, um nicht etwa als Schwächling oder gar verrückt zu gelten. Umgekehrt erkennen auch viele Ärzte, teils sogar Fachärzte, die Erkrankung nicht auf Anhieb, und eine Behandlung erfolgt daher oft nur unspezifisch wegen körperlicher Beschwerden oder Schlafstörungen. In Deutschland sind mindestens zwei Millionen Menschen betroffen. Jeder 4. Betroffene unternimmt einen Suizidversuch, ca. 15 Prozent der bipolaren Patienten versterben durch Suizid. Mit Sycrest® (Asenapin) der Firma Lundbeck steht ab Mai eine neue Therapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit mäßigen bis schweren manischen Episoden einer Bipolar-I-Störung zur Verfügung. >>> | +++ 6. ADHS-Gipfel +++ ADHS in der Risikogruppe Jugendliche: Therapie-Adhärenz als Schlüssel zum Erfolg Hamburg – Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sind in der für ihre Selbstfindung so wichtigen Entwicklungsphase besonderen Risiken ausgesetzt, dies wurde auf dem 6. ADHS-Gipfel deutlich. Dabei diskutierten rund 160 Kinder- und Jugendpsychiater sowie Kinder- und Jugendärzte, wie die Therapie-Adhärenz bei ADHS in der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen gesteigert werden könne. Als Anreiz hierfür wurden unter anderem der Führerschein ab 17 und die traditionelle Selbsthilfe betont. Mit Blick auf die Akzeptanz von Interventionen bei Jugendlichen sollten bei der medikamentösen Behandlung langwirksame Methylphenidat-Formulierungen, wie OROS-Methylphenidat (Concerta®), die möglichst den ganzen aktiven Tag abdecken, bevorzugt werden. >>> 
| +++ Informationskampagne ADHS +++ Trotz ADHS Zukunftsträume von Kindern und Jugendlichen verwirklichen Berlin, 5. April 2011 – Über ADHS wird viel diskutiert – oft jedoch polarisierend und nicht nur zum Vorteil der Betroffenen, betonte Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a. D. und Schirmherrin der Informationskampagne „ADHS und Zukunftsträume“ auf einer Pressekonferenz in Berlin. Die Informationskampagne will helfen, die Diskussion zu versachlichen und ein besseres Bewusstsein für die Stärken und das Potenzial von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen mit ADHS zu schaffen. Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird oft diskutiert. Meist jedoch nicht zum Vorteil der Betroffenen. Die Schirmherrin und der wissenschaftliche Beirat der Informationskampagne „ADHS und Zukunftsträume“ rufen Kinder und Jugendliche mit ADHS im Alter von sechs bis 18 Jahren auf, ihren Zukunftstraum zu malen, zu zeichnen oder zu fotografieren und die Bilder einzusenden. Bis Ende Juli 2011 werden sie in einer Online-Galerie auf der Website www.adhs-zukunftstraeume.de gesammelt und anschließend zu einem Riesentraumbild zusammengefügt. Weitere Informationen zur Kampagne unter: www.adhs-zukunftstraeume.de. >>> | +++ Kombinationstherapie statt Monotherapie +++ Lacosamid: Kombinationspartner für die Add-on-Therapie der Epilepsie mit klassischen Na+-Kanalblockern und Nicht-Na+-Kanalblockern München – Knapp die Hälfte der Patienten, die unter Epilepsie leidet, lässt sich mit einer antikonvulsiven Monotherapie zufriedenstellend behandeln. „Unter bestimmten Voraussetzungen kann die zusätzliche Gabe einer weiteren Substanz sinnvoller sein als eine Monotherapie mit einer neuen Substanz“, betonte Dr. Nicolas Lang, Kiel, auf einer Pressekonferenz der UCB Pharma GmbH. Für die Add-on-Therapie bei fokalen Epilepsien mit und ohne sekundäre Generalisierung gilt Lacosamid (Vimpat®) aufgrund eines neuen Wirkmechanismus und fehlender klinisch relevanter Interaktionen als geeignet. Sowohl in Kombination mit klassischen Natriumkanalblockern als auch mit Nicht-Natriumkanalblockern reduziert Lacosamid die Anfallsfrequenz und verbessert die Responderraten, wie die Ergebnisse einer aktuell publizierten Post-hoc-Analyse hinweisen. >>> 
| +++ Neu: Achtung! Kinderseele +++ Stiftung für die psychische Gesundheit von Kindern Berlin, 4. März 2011 – Seelische Erkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten von Kindern und Jugendlichen. Sie haben erhebliche negative Konsequenzen für die Einzelnen und die Gesellschaft. Die neue Stiftung „Achtung! Kinderseele“, eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP), will erreichen, dass dies endlich allgemein bekannt wird und dass mehr Kinder seelisch gesund erwachsen werden. „Es gibt in Deutschland zwar viele Stiftungen und Organisationen, die Kindern helfen, aber keine, die sich ausschließlich, störungs-übergreifend und bundesweit für die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Auf der Informationsplattform www.achtung-kinderseele.org finden Interessierte umfangreiche, allgemein-verständliche Informationen zur seelischen Kindergesundheit und Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Hilfen. >>> | +++ Morbus Parkinson +++ Einmalgabe von Anfang an – Ein Prädiktor für mehr Therapieerfolg Ingelheim – Psychologische Faktoren spielen bei Parkinson-Patienten eine große Rolle und dies nicht erst, wenn motorische Symptome auftreten. Bereits bei der Diagnose-stellung sollte den psychologischen Aspekten der Erkrankung im Hinblick auf die initiale Therapieentscheidung verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden, so das Fazit der Experten im Rahmen eines Presse-Round-Tables von Boehringer Ingelheim in Ingelheim. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Experten anhand von Studiendaten und Fallbeispielen den Stellenwert einer Einmalgabe im Therapieregime von de novo Parkinson-Patienten. Das durchschnittliche Erkrankungsalter bei Parkinson liegt bei 55 bis 65 Jahren. Die Diagnose Parkinson bedeutet entsprechend für den Patienten, dass von heute auf morgen viele Lebensziele in Frage gestellt werden müssen. >>> 
| +++ Neue Risikoinformation +++ Aus der UAW-Datenbank: Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin (Lyrica®) Berlin, 28.01.2011 – Pregabalin ist zugelassen zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen (beispielsweise bei Diabetes mellitus, Gürtelrose [Herpes zoster] oder Rückenmarksverletzungen), als Zusatztherapie bei Epilepsiepatienten mit partiellen Anfällen und bei generalisierten Angststörungen. Die AkdÄ wurde über den Fall eines 39-jährigen Patienten informiert, der wegen einer generalisierten Angststörung mit Pregabalin behandelt wurde. Mehrfache Versuche des Patienten, sich Rezepte zu erschleichen, und das Eingeständnis, bis zu 3000 mg des Medikaments täglich einzunehmen (empfohlene Tageshöchstdosis 600 mg), lassen auf eine Abhängigkeit schließen. Der meldende Arzt berichtet, dass ihm durch Kollegen weitere Fälle von Abhängigkeit von Pregabalin bekannt seien. Die Hinweise auf ein Missbrauchspotenzial von Pregabalin wurden in diesem Jahr unter die Warnhinweise in die Fachinformation aufgenommen >>> | +++ Gesichter der Depression +++ Warum Frauen, Männer und ältere Menschen unterschiedlich leiden Berlin – Die Auswirkungen einer Depression sind bei Männer und Frauen unterschiedlich. Studien zufolge haben Frauen im Vergleich zu Männern ein 2-3fach höheres Risiko für die Entwicklung einer Depression, Männer begehen öfter einen Suizid. Eine effektive Pharmakotherapie muss daher bei den unterschiedlichsten Patientenbildern wirksam sein. Mit Escitalopram, dem aktiven Enantiomer des Racemates Citalopram, steht ein innovatives und stark wirksames Antidepressivum zur Verfügung. >>> +++ Differenzialdiagnose der organischen Psychose +++ Unklare neuropsychiatrische Symptome erkennen und adäquat behandeln Berlin – Jedes psychiatrische Symptom kann auf der Basis einer organischen Erkrankung entstanden sein. Die genetisch bedingte, fortschreitend neurodegenerative Erkrankung Morbus Niemann-Pick Typ C wird überwiegend bei Kindern diagnostiziert, wobei eine früh- und eine spätinfantile Verlaufsform unterschieden wird. NP-C kann sich aber auch erst im Erwachsenenalter manifestieren, verläuft jedoch immer letal. Diese neuroviszerale Erkrankung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Blickdiagnose. Die willkürlichen (supranukleäre) vertikalen Augenbewegungen sind bei vier von fünf Patienten eingeschränkt. Wichtig ist, dass die Folgebewegungen der Augen bei NP-C erhalten bleiben. Fünfzig bis achtzig Prozent der Erwachsenen mit NP-C zeigen dieses pathognomonische Symptom der vertikalen supranukleären Blickparese. >>> +++ Zusatztherapie mit Quetiapin +++ Die neue Behandlungsoption bei depressiven Erkrankungen Berlin – Seit Oktober 2010 ist Seroquel Prolong® (Quetiapin) durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für die Behandlung depressiver Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) als Zusatztherapie bei Patienten zugelassen, die unzureichend auf die Monotherapie mit einem Antidepressivum angesprochen haben. Hierzu wurden im Rahmen des diesjährigen DGPPN-Kongresses aktuelle Daten vorgestellt. So konnte die Zusatztherapie mit Quetiapin die depressive Symptomatik von Patienten, die bislang keine aus-reichende Response gezeigt hatten, deutlich verbessern. Eine weitere Studie konnte nachweisen, dass die Zusatztherapie mit Quetiapin bei depressiven Patienten mindestens genauso wirksam ist wie die Augmentation mit Lithium. >>> +++ Behandlung von Depressionen +++ Neue Ergebnisse unterstreichen die effektive klinische Wirksamkeit von Valdoxan® Amsterdam, 31. August 2010 – Entsprechend neuer Daten, die heute auf dem 23. Kongress des European College of Neuropsychopharmacology (ECNP) vorgestellt wurden, zeigt Valdoxan®/Thymanax® (Agomelatin) eine hohe Effektivität im Vergleich mit konventionellen Antidepressiva wie SSRI und SNRI. Diese neuen Ergebnisse bestätigen bisherige Daten zu der klinischen Wirksamkeit von Valdoxan®, die eine deutliche und anhaltende Verbesserung des Zustands der Patienten bereits innerhalb der ersten Behandlungstage nachgewiesen hatten, im Hinblick auf eine Remission einer Depression und einem wirksamen Schutz vor Rückfällen. >>> +++ Genvariante für psychische Störung untersucht +++ Veränderte Hirnfunktion begünstigt depressive Symptome Berlin, 05.08.2010 – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin sowie der Universitäten in Bonn und Heidelberg konnten nachweisen, dass eine Genvariante, die auf ein erhöhtes Risiko für manisch-depressive Erkrankungen hinweist, sich auch im Gehirn gesunder Menschen bemerkbar macht. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Archives of General Psychiatry* berichten sie über ihre Forschungsergebnisse. Die Arbeitsgruppe um Prof. Henrik Walter und Privatdozentin Dr. Susanne Erk von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte hat bei 110 gesunden Versuchspersonen mit einer Genvariante für die so genannte bipolare Störung die Gehirnfunktion untersucht. >>> +++ Neuer Ansatz für Alzheimer-Therapie +++ DZNE und LMU-Forscher identifizieren wichtiges Zielmolekül München/Bonn – Das Protein ADAM10 kann die Bildung des für die Alzheimer-Erkrankung typischen Beta-Amyloids verhindern. Das zeigen Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) München. ADAM10 ist eine Art molekulare Schere und schneidet das Protein, aus dem das Beta-Amyloid entsteht, so dass das Beta-Amyloid gar nicht erst gebildet werden kann. Dies macht ADAM10 zu einem wichtigen Zielmolekül für die Alzheimer Therapie. Ihre Ergebnisse beschreiben die Wissenschaftler jetzt in der Online-Ausgabe des EMBO Journal. >>> +++ Moderne antidepressive Therapie +++ Depression im Alter: Ein anspruchsvolles Krankheitsbild Kopenhagen – Depression ist weltweit die vierthäufigste Erkrankung. Im Alter kommen sie häufiger vor als jede andere psychische Krankheit in dieser Lebensphase. Statistisch gesehen sind rund 11 Prozent der Klientel einer Allgemeinarztpraxis depressiv erkrankt. Andererseits wird geschätzt, dass nur 25 Prozent der Depressionen adäquat behandelt werden. Umso bedeutender ist und bleibt die korrekte Diagnose und Therapie der Erkrankung. Die antidepressive Pharmakotherapie hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte erzielt: Moderne Antidepressiva wie Escitalopram zeigen eine hohe Wirksamkeit und sind im Vergleich zu den älteren Medikamenten, wie Trizyklika oder MAO-Inhibitoren, besser verträglich. Aber auch innerhalb und zwischen den einzelnen Wirkstoffgruppen zeigen sich Unterschiede. >>> +++ 9. Lundbeck Dialog ZNS +++ Neuroökonomie – der Blick ins Innere des Gehirns? Bergisch Gladbach, 21. April 2010 – Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern wie das Gehirn sie auf Basis von Erfahrungen erwartet. Was nicht dazu passt, wird einfach gefiltert. Derzeit werden in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung mit zunehmender Intensität neurowissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden hinzugezogen, um die Zustände und Prozesse der ,,Black Box“ des menschlichen Gehirns vor, während und nach ökonomischen Entscheidungen präziser erklären zu können. Neuroökonomie existiert als eigenständige Disziplin seit dem Jahr 1990 und ist damit eine noch relativ junge Wissenschaft. >>> +++ Diagnose Depression +++ Effektive Behandlung in der Hausarztpraxis Wiesbaden – Weltweit ist Depression die vierthäufigste Erkrankung. Statistisch gesehen sind jedoch etwa elf Prozent der Patienten einer Allgemeinarztpraxis depressiv erkrankt. Andererseits wird geschätzt, dass nur 25 Prozent der Depressionen adäquat behandelt werden. Umso bedeutender ist und bleibt die korrekte Diagnose und Therapie der Erkrankung. Die antidepressive Pharmakotherapie hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte erzielt: Moderne Antidepressiva wie Escitalopram zeigen eine hohe Wirksamkeit und sind im Vergleich zu den älteren Medikamenten, wie Trizyklika oder MAO-Inhibitoren, besser verträglich. >>> +++ Initiative "Psyche hilft Körper" +++ Depressionen bei Krebskranken sind behandelbar Baden-Baden, im April 2010. Trotz aller Weiterentwicklung in der Medizin – an Krebs zu erkranken bedeutet immer einen Einschnitt in alle Lebensbereiche und bringt in kürzester Zeit einen Wechsel widersprüchlicher Gefühle. Angst, Hoffnungslosigkeit, Schmerz und Erschöpfungszustände sind häufige Begleiterscheinungen einer Krebsdiagnose und -Behandlung. Onkologische Patienten leiden häufig unter Depression. Das ist nicht nur eine natürliche Reaktion auf die Grunderkrankung, sondern kann unter anderem auch ein Hinweis auf eine unzureichende Schmerztherapie sein. Die zentrale Botschaft lautet jedoch: Depressionen beim Krebskranken sind behandelbar. >>> +++ Behandlung von Depressionen +++ Praxiserfahrungen bestätigen positive Studienlage – die Evidenz spricht für Cipralex® München – Der steigende Anteil von Immigranten mit depressiven Erkrankungen erfordert eine hohe Sensibilität für unterschiedliche ethnisch-kulturelle Hintergründe. Dies gilt von der Diagnosefindung bis hin zur Akzeptanz einer Pharmakotherapie, so Professor Norman Sartorius, Genf, auf dem 18. European Congress of Psychiatry. Wichtige Hinweise für eine Pharmakotherapie mit der bestmöglichen Balance zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit gibt laut Professor Lars Tanum, Oslo, eine unabhängige Metaanalyse, in der zwölf moderne Antidepressiva untersucht wurden. Die Studienergebnisse bestätigen die positiven Praxiserfahrungen: In Skandinavien ist Cipralex® das am häufigsten eingesetzte Antidepressivum. >>> +++ Möglichkeiten der ADHS-Therapie +++ Pubertät: Wenn aus Kindern Behandlungspartner werden Pubertät und Adoleszenz, die Zeitspanne zwischen dem 11. und 21. Lebensjahr, sind von Bio-Psycho-sozialen Umwälzungen gekennzeichnet. Für Jugendliche und junge Erwachsene, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, ist dies ein Entwicklungsabschnitt von ungeheuerer Brisanz: Klassische Autonomie- und Identitätsfindungsprozesse in Kombination mit krankheitsbedingten Risikofaktoren können in dissozialem Verhalten, Delinquenz und Sucht münden. Das diskutierten die Experten Prof. Dr. Jörg Fegert, Ulm, Prof. Dr. Götz-Erik Trott, Aschaffenburg und Dr. Klaus-Ulrich Oehler, Würzburg beim 5. ADHS Gipfel in Hamburg. >>> +++ Diäten können zu ernsthaften Essstörungen führen +++ Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Betroffenen und Angehörigen Rat und Unterstützung Mit dem Frühling wollen viele Menschen wieder ihre überflüssigen Winterpfunde abbauen und greifen zur Diät. Besonders viel versprechend klingen Frühlings- Bikini- oder Wunderdiäten, die Abnehmerfolge in kurzer Zeit versprechen. Doch in der Regel kommen die verlorenen Kilos schnell wieder zurück. Dann steht häufig die nächste Diät an. Die Gefahr für einen Kreislauf aus Hungern, Kontrollverlust, Heißhungerattacken, Essanfällen, neuer Diät und wieder Hungern steigt. Somit können Diäten bei der Entstehung von Essstörungen eine entscheidende Rolle spielen. Auf der Internetseite www.bzga-essstoerungen.de bietet die BZgA Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften wichtige Informationen zum Thema. >>> +++ Neue Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft +++ “Wenn die Großmutter demenzkrank ist. Hilfen für Eltern und Kinder“ Berlin – Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen, wenn ein Familienmitglied demenzkrank ist. Für sie ist es oftmals besonders schwierig zu verstehen, warum die Großmutter oder der Großvater plötzlich so viel vergisst und sich ungewöhnlich verhält. Die neue Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft wendet sich an Eltern, aber auch an Mitarbeiter von Beratungs-Stellen und anderen Einrichtungen, die junge Menschen dabei unterstützen möchten, Verständnis für Demenzkranke zu entwickeln, das Zusammensein mit einem demenzkranken Familienmitglied positiv zu gestalten und mit schwierigen Situationen, Angst und Scham fertig zu werden. Belastende Situationen treten immer wieder auf. So erzählt zum Beispiel die 16-jährige Ines: „Ich kam gar nicht damit klar, dass meine Oma mich immer angemeckert hat von wegen ‚Lass mich in Ruhe, du alte Hexe!’ Irgendwann war ich richtig krank deswegen.“ >>> +++ Fördermittel für Forschung der Demenz +++ Forschungsförderung 2010 der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ausgeschrieben Berlin - Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) schreibt 2010 eine Summe von maximal 150.000 € für die Unterstützung eines oder mehrerer Forschungsvorhaben aus. Dabei sollen in diesem Jahr Projekte gefördert werden, die zu verbesserten Erkenntnissen im Bereich der nicht-medikamentösen Therapien bei Demenz beitragen. Bewerbungen müssen bis zum 31. Mai 2010 eingereicht werden. Die Anträge werden durch den Fachlichen Beirat der Deutschen Alzheimer Gesellschaft begutachtet. Die Förderbedingungen sind im Internet einzusehen unter: www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=50 >>> | +++ Behandlung von Depressionen +++ Metaanalyse zeigt: Antidepressiva wirken nur bei schweren Depressionen Philadelphia – Jay C. Fournier, MA, von der University of Pennsylvania und Kollegen fassten die Daten von sechs Placebo-kontrollierten, randomisierten Studien zusammen. Dort war die Wirkung von Paroxetin oder Imipramin mit Placebo verglichen worden. Ziel der Untersuchung war, den Einfluss des Ausgangs-HDRS auf die Wirkung zu untersuchen. Wie erwartet stieg die Wirkung bei beiden Wirkstoffen mit dem Schweregrad der Erkrankung (JAMA 2010; 303: 47-53). >>> +++ Morbus Niemann-Pick Typ C (NP-C) +++ Miglustat als erste Therapieoption bei NP-C zugelassen Zur Behandlung der lebensbedrohlichen Stoffwechselerkrankung Morbus Niemann-Pick Typ C steht seit Januar 2009 erstmalig eine zugelassene Therapieoption in der EU zur Verfügung. Zavesca® (Miglustat) ist zur Therapie der progressiven neurologischen Symptome bei Kindern und Erwachsenen mit NP-C indiziert. Die genetisch bedingte, fortschreitend neurodegenerative Erkrankung wird überwiegend bei Kindern diagnostiziert, wobei eine früh- und eine spätinfantile Verlaufsform unterschieden wird. NP-C kann sich auch erst im Erwachsenenalter manifestieren, verläuft jedoch immer letal. Diese neuroviszerale Erkrankung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Blickdiagnose. Die willkürlichen (supranukleäre) vertikalen Augenbewegungen sind bei vier von fünf Patienten eingeschränkt. Wichtig ist, dass die Folgebewegungen der Augen bei NP-C erhalten bleiben. Fünfzig bis achtzig Prozent der Erwachsenen mit NP-C zeigen dieses pathognomonische Symptom der vertikalen supranukleären Blickparese. „Die Symptomatik ist breit gefächert und ist, wie viele andere seltene Erkrankungen, potenziell unterdiagnostiziert. >>> +++ Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zu Pflege und Betreuung am Lebensende +++ Eine gute Pflege von Menschen mit Demenz am Lebensende erfordert Fachwissen und Engagement Berlin - Bei der Pflege und Betreuung Demenzkranker am Lebensende gibt es große Unsicherheiten. Eine Arbeitsgruppe der Dachorganisation Alzheimer Europe hat sich deshalb ausführlich mit diesem Thema beschäftigt und ihre Ergebnisse in einer Broschüre veröffentlicht, die jetzt auch in deutscher Sprache vorliegt. Die gemeinsame Publikation von Alzheimer Europe, Deutscher Alzheimer Gesellschaft und Schweizerischer Alzheimervereinigung wendet sich an alle, die beruflich, als Familienangehörige oder Ehrenamtliche mit der Pflege und Betreuung Demenzkranker am Lebensende zu tun haben. Sabine Jansen, Geschäftsführerin der DAlzG, die an der Arbeitsgruppe beteiligt war, sagte: „Menschen mit einer Demenz brauchen am Lebensende Pflege und Betreuung, die auf ihre Bedürfnisse und ihre Erkrankung abgestimmt sind. Dies ist besonders wichtig, weil sie selbst ihre Wünsche nicht mehr verbal äußern können. Hier gilt es noch viel zu tun, besonders Fachwissen, z.B. zu nonverbaler Kommunikation, zu verbreiten und eine angemessene Pflege am Lebensende sowohl in der häuslichen Pflege als auch in Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen“. >>> +++ Frontotemporale Demenz – Tragödie in der Lebensmitte +++ Broschüre und Fachtagung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Aufgrund zahlreicher Nachfragen von Angehörigen gibt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft eine neue Broschüre zum Thema „Frontotemporale Demenz“ heraus. Unter den etwa 1,2 Millionen Demenzkranken in Deutschland sind etwa 33.000 von dieser Form der Demenz betroffen. Dennoch gibt es bisher keine gezielten Informationen für Betroffene zu diesem Thema. Die Frontotemporale Demenz (FTD) wird durch den Untergang von Nervenzellen im Stirnhirn verursacht. Persönlichkeitsveränderungen und Verhaltensstörungen stehen im Vordergrund. Anders als bei der Alzheimer-Krankheit kommt es erst später im Krankheitsverlauf zu Gedächtnisstörungen. Die Erkrankung tritt häufig schon vor dem 60. Lebensjahr auf, also in der mittleren Lebensphase, wenn viele Betroffene noch berufstätig sind, schulpflichtige Kinder haben, finanzielle Verpflichtungen eingegangen sind. Deshalb löst diese Erkrankung oft eine Tragödie für die Erkrankten und ihre Familien aus. >>> +++ Die künftige ambulante Versorgung von Demenzpatienten +++ Ergebnisse aus dem IDA-Projekt Nürnberg - Die Pflege von noch zuhause lebenden Demenzpatienten müssen heute überwiegend Angehörige bewältigen. Neben der Sicherung der medizinischen Grundversorgung sind Hausärzte auch hierbei wichtige Helfer, weil sie die Beratungs- und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige erfolgreich vermitteln können. Beide Personenkreise sind Eckpfeiler für eine bessere Versorgung von Demenzpatienten. Dies zeigt die Studie der Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA) nach einem zweijährigen Beobachtungszeitraum. Die Hauptergebnisse der Studie zur besseren Versorgung von Demenzpatienten und deren pflegenden Angehörigen wurden jetzt in Nürnberg vorgestellt. >>> +++ Depression und Schizophrenie +++ Für eine bessere Lebensperspektive der Patienten FLORENZ - In der medizinischen Betrachtung der Ursachen und Folgen psychischer Erkrankungen hat sich in den vergangenen Jahren ein Paradigmenwechsel hin zu einer umfassenderen Sichtweise vollzogen. Auf dem Kongress der World Psychiatric Association in Florenz wurde dies am Beispiel der Behandlung der Depression und der Schizophrenie besonders deutlich. Kennzeichnend für dieses neue Krankheitskonzept ist die Integration der Akuttherapie in eine langfristig angelegte multimodale Behandlung. Das Ziel ist eine Remission sowie die Vermeidung von Rezidiven, um auch den Funktionsstatus der Betroffenen zu verbessern. Die in Florenz für Duloxetin (Cymbalta®) und die neue Depotformulierung von Olanzapin (ZypAdhera®) vorgestellten Daten zeigen, dass beide Medikamente zu einer erfolgreichen Symptomkontrolle und zur Verbes-serung der subjektiven Lebensperspektive der Patienten beitragen können. >>> +++ Tag-Nacht-Rhythmus bei Brustkrebspatientinnen +++ Führt eine Chemotherapie zu einer Störung der zirkadianen Periodik? San Diego – Zahlreiche Brustkrebspatientinnen berichten während der adjuvanten Chemotherapie über Abgeschlagenheit und Schlafstörungen. Nach einer Studie in Sleep (2009; 32: 1155-1160) könnte die Ursache in einer Störung des Tag-Nacht-Rhythmus liegen. Störungen der zirkadianen Periodik können relativ einfach mit sogenannten Aktigrafen erkannt werden. Die gespeicherten Daten zu den Handbewegungen werden später am Computer ausgewertet. Aus dem Ruhe-Aktivitäts-Profil können die Schlafforscher dann ermitteln, ob der Schlaf-Wach-Rhythmus aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dies war bei den 93 Brustkrebspatientinnen in der ersten Woche des ersten Zyklus einer adjuvanten anthrazyklin-basierten Chemotherapie der Fall. Bis auf das Aktivitätsmaximum waren alle Parameter verschoben, berichtet die Schlafforscherin Sonia Ancoli-Israel von der Universität in San Diego. >>> +++ Erfolgreiche Behandlung depressiver Patienten +++ Schnelle, lang anhaltende und zuverlässige Wirksamkeit mit Cipralex® Entscheidend für eine erfolgreiche Therapie der Depression ist die Wahl eines geeigneten Antidepressivums, denn nur ein schnell wirkendes und gut verträgliches Medikament wird vom Patienten akzeptiert. Neben der Persönlichkeit des Patienten und den Merkmalen seiner depressiven Erkrankung beeinflussen vor allem die Eigenschaften des verordneten Arzneimittels die Therapietreue. Positive Erfahrungen mit einem Wirkstoff bilden die Basis für das Vertrauen des Patienten in die Behandlung und steigern die Bereitschaft zu einer langfristigen Therapie. Ein zögerlicher Therapieauftakt kann hingegen das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient empfindlich stören. In diesem Zusammenhang hat eine umfangreiche Meta-Analyse der Daten von mehr als 260.000 antidepressiv behandelten Patienten gezeigt, dass moderne Wirkstoffe wie Escitalopram (Cipralex®) im Vergleich zu älteren Präparaten, wie den Trizyklika oder MAO-Inhibitoren, in der Regel konsequenter eingenommen werden und damit weniger Therapieumstellungen nötig sind. Eine ausreichende Compliance erhöht die Chance auf eine Remission und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung einer Chronifizierung. >>> +++ 3. Sternlauf gegen Depression am 24. September in Nürnberg +++ Bereits zum dritten Mal: Ärztelauf für eine verbesserte Versorgung depressiver Patienten Nürnberg, 11. August 2009 – In diesem Jahr geht der „Ärzte-Sternlauf gegen Depression“ in seine dritte Runde. Veranstaltet von den Bündnissen gegen Depression aus Nürnberg, Erlangen und Fürth findet der Ärztelauf diesmal im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Nürnberg statt. Am Donnerstag, den 24. September 2009, um 18.00 Uhr sind daher nicht nur Ärztinnen und Ärzte aus Nürnberg und Umgebung, sondern auch Kongressbesucher dazu aufgerufen, durch ihr Mitlaufen zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation depressiver Menschen beizutragen. Unterstützung erhalten die Bündnisse gegen Depression von der Lundbeck GmbH, die den Lauf mit einer Spendenaktion fördert. >>> +++ Metaanalyse:Diagnose von Depression +++ Keine zuverlässige Diagnose von Depressionen durch Allgemeinärzte Diese Metaanalyse von mehr als 50.000 Patienten zeigt, dass Allgemeinärzte immer noch Probleme damit haben, Depressionen richtig zu erkennen - bei einer erheblichen Anzahl wird die Krankheit übersehen oder fälschlich diagnostiziert. Demnach liegt nach einer Erstkonsultation die Quote von falsch positiv diagnostizierten Patienten höher als die Zahl der korrekt identifizierten Erkrankten. Die Genauigkeit ließ sich verbessern, wenn bei Krankheitsverdacht die Betroffenen noch einmal untersucht wurden. Zu diesen Schlussfolgerungen kommt ein Online-Artikel in The Lancet von Dr. Alex Mitchell, Dr. Amol Vaze und Dr. Sanajay Rao vom Leicester Partnership Trust und der University of Leicester in Großbritannien. >>> +++ Escitalopram bei der Behandlung von Depressionen im Alter +++ Effektiv in der Rückfallprävention Paris / Hamburg, 4. August 2009 – Escitalopram (Cipralex®) zeigt sich aufgrund seines einzigartigen Wirkmechanismus bei der Behandlung von Depression anderen SSRIs überlegen. Vor allem ältere Patienten profitieren zudem von dem guten Verträglichkeitsprofil und dem geringen Interaktionspotenzial des hochselektiven SSRI. So hat sich Escitalopram auch in der Langzeitbehandlung älterer Patienten mit schwerer Depression bewährt, wie führende Experten im Rahmen des 9 th World Congress of Biological Psychiatry in Paris bestätigten. >>> +++ Sexuelle Funktionsstörungen +++ Glück zurück – bei sexuellen Funktionsstörungen kann geholfen werden Anfang Juni 2009 führte das Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V. mit Hilfe des EMNID-Institutes eine repräsentative Umfrage unter 1.002 Bundesbürgern (486 Männer, 516 Frauen) mit einem mittleren Alter von ca. 47 Jahren über die Bedeutung verschiedener Faktoren für die Partnerschaft durch. 71 % davon lebten zum Befragungszeitpunkt in einer Partnerschaft. 82 % gaben an, mit ihrem Sexualleben zufrieden zu sein. An vorderster Stelle standen für die Befragten Vertrauen (99 %) und gute Kommunikation (97 %) als Garanten gemeinsamen Glücks. Eine befriedigende Sexualität rangierte dabei mit 79 % Zustimmung in der Skala, die eine glückliche Partnerschaft ausmachten, sehr hoch. >>> +++ Neue Ausbildungswege für Psychotherapeuten +++ Spezialisierung auf Verhaltenstherapien für Kinder und Jugendliche Frankfurt/Main - Für Psychologen, Pädagogen und Sozialpädagogen, die sich auf dem Feld der Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen spezialisieren wollen, bietet die Verhaltenstherapie-Ambulanz des Instituts für Psychologie an der Goethe-Universität ab April 2010 zwei neue Möglichkeiten an. "Damit schließen wir eine Lücke im Bereich der Ausbildung von verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Kinder- und Jugendpsychotherapeuten im Rhein-Main-Gebiet und bauen gleichzeitig unsere Angebot in der Ausbildung von Psychotherapeuten, das seit 1993 besteht, weiter aus", erläutert die wissenschaftliche Geschäftsführerin der Verhaltenstherapie-Ambulanz, Dr. Regina Steil. >>> +++ Behandlung von Patienten mit Schizophrenie optimieren +++ INVEGA® – Patientenrelevanter Nutzen durch einzigartiges pharmakologisches Profil Mit der Entwicklung von Paliperidon ER (INVEGA®) wurden innovative Wege beschritten, um die medikamentöse Behandlung von Patienten mit Schizophrenie zu optimieren. Laut einer aktuell veröffentlichten Expert Opinion ist bei Paliperidon ER dessen günstiges Interaktionsprofil hervorzuheben. Der Wirkstoff wird überwiegend renal ausgeschieden, so dass relevante Interaktionen über das Cytochrom-P-450-Enzymsystem nicht zu erwarten sind. Ferner wird darauf hingewiesen, dass durch die Verwendung der OROS-Technologie gleichmäßigere Wirkstoffspiegel erreicht werden. Die Relevanz dieser Aspekte für die Praxis wurde anhand von aktuellen Daten zur Patientenzufriedenheit und zur antipsychotischen Wirksamkeit und Verträglichkeit in einem Presse- gespräch zu INVEGA® vorgestellt. >>> +++ Warum Magersüchtige an ihrem gestörten Essverhalten festhalten +++ Geringe Verhaltensflexibilität durch Veränderungen im Gehirn Magersüchtige Patienten schränken ihre Nahrungszufuhr extrem ein und sind oft nicht in der Lage, ihr Verhalten zu ändern. Das kann zur lebensgefährlichen Abmagerung führen. Wissenschaftler am Universitätsklinikum Heidelberg haben mit Hilfe der Magnetresonanztomographie erstmals Vorgänge in den Gehirnzellen entdeckt, die das gestörte Essverhalten erklären. Die Arbeit der Heidelberger Universitätsklinik für Psychosomatik und Allgemeine Klinische Medizin (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Wolfgang Herzog) entstand in Kooperation mit der der Klinik für Allgemeinen Psychiatrie sowie der Abteilung Neuroradiologie. Die Ergebnisse der Studie sind in der renommierten Zeitschrift "American Journal of Psychiatry" im Juni 2009 veröffentlicht worden. >>> +++ Plötzliche Todesfälle bei Jugendlichen mit ADHS +++ FDA untersucht plötzliche Todesfälle unter Ritalin® Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA klärt zur Zeit Hinweise, ob Psychostimulanzien, die zur Behandlung der AHDS eingesetzt werden, das Risiko eines plötzlichen Herztodes erhöhen. Anlass sind die Ergebnisse einer Fallkontrollstudie im American Journal of Psychiatry (2009; doi: 10.1176/appi.ajp.2009.09040472), die nach Einschätzung der Behörde jedoch zahlreiche Einschränkungen aufweist. Im Auftrag der FDA und des US-National Institute of Mental Health hat Madelyn Gould von der Columbia Universität in New York City die Krankenakten von 564 Kindern im Alter von 7 bis 19 Jahren ausgewertet, die in den Jahren 1985 bis 1996 an einem plötzlichen Herztod gestorben waren. >>> +++ Depressiv und unterversorgt +++ Optimierung der Versorgung ist erforderlich - Erste nationale Versorgungsleitlinie zur unipolaren Depression In Deutschland leidet einer von 20 Menschen an Depressionen. Doch Experten schätzen, dass die Erkrankung in rund der Hälfte der Fälle nicht erkannt und somit nicht adäquat behandelt wird. Die neue evidenzbasierte Leitlinie soll Abhilfe schaffen. Nach Angaben der WHO gehören Depressionen zu den häufigsten psychischen Leiden überhaupt. Experten schätzen, dass sie im Jahre 2030 auf Platz 1 der Krankheiten stehen, an denen Menschen in den industrialisierten Ländern leiden. >>> +++ Ergebnisse der aktuellen „PD-Depressionsstudie zeigen: +++ Pramipexol lindert depressive Symptome bei Parkinson-Patienten Die Ergebnisse einer erstmals auf der Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) in Seattle, USA, vorgestellten internationalen placebokontrollierten Studie zeigen, dass Pramipexol (Sifrol®) auch mit der Parkinson-Krankheit assoziierte depressive Symptome lindern kann. Diese häufigen, nicht-motorischen Symptome beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten stark. Die Wirksamkeit von Pramipexol auf die motorischen Parkinson-Symptome wurde in der Vergangenheit schon umfassend belegt. >>> +++ Erstes Adressverzeichnis Psycho-Onkologie +++ Erstmalig Psycho-Onkologen bundesweit auf einen Blick - Adressverzeichnis für Patienten mit über 220 Adressen GlaxoSmithKline (GSK) hat die Initiative „Psyche hilft Körper“ ins Leben gerufen, um über die Bedeutung der psycho-onkologischen Therapie von Krebserkrankungen zu informieren. Als eine der ersten Aktionen ist nun erstmalig das bundesweite Adressverzeichnis von Psycho-Onkologen „Sprechstunde für die Seele“ erhältlich. „Dieses erste Adressverzeichnis mit rund 200 Psycho-Onkologen in ganz Deutschland kann Patienten und ihren Angehörigen helfen, kompetente, psycho-soziale Betreuung in ihrer Nähe zu finden“, sagt Professor Torsten Strohmeyer, Leiter Forschung und Medizin bei GSK Deutschland. „Denn der Psychoonkologie ist ein hoher Stellenwert einzuräumen. Ihre Bedeutung bei der Krankheitsbewältigung ist unumstritten. >>> +++ Therapieziel: Erholsamer Schlaf +++ Ein guter Nachtschlaf ist eine physiologische Notwendigkeit. Circadin® ist als Monotherapie für die kurzzeitige Behandlung der primären, durch schlechte Schlafqualität gekennzeichneten Insomnie bei Patienten ab 55 Jahren zugelassen. Die Wirksamkeit und Sicherheit dieses Präparates bei der Behandlung von primärer Insomnie bei Patienten über 55 Jahren wurde in mehreren klinischen Studien nachgewiesen, erläuterte Prof. Dr. med. Göran Hajak, Leitender Arzt und Stellvertretender Direktor an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Regensburg. Circadin® ist der erste Vertreter der neuen Arzneimittelklasse Melatoninrezeptoragonisten. >>> +++ Die Behandlung depressiver Episoden bei bipolaren Störungen +++ FDA befürchtet Massengebrauch des atypisches Neuroleptikums Seroquel Die Zeichen für die Zulassung des atypisches Neuroleptikums Seroquel (Quetiapin) bei depressiven Patienten in den USA stehen schlecht. Die Mehrheit des zuständigen Berater-Gremiums der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA sprach sich in einer Abstimmung gegen die Zulassungserweiterung aus. Die möglichen Nebenwirkungen seien zu besorgnis-erregend, um es zur Erstbehandlung einer Depression zuzulassen. >>> +++ Volkskrankheiten im Fokus der Psychosomatik +++ Herzerkrankung, Krebs, Unterbauchschmerzen und entgleitendes Spielverhalten Vom 18. bis 21. März 2009 fand in Mainz der Jahreskongress der zwei größten deutschen Psychosomatik-Fachgesellschaften, Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie (DGPM) und Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) statt. Diese Tagung mit etwa 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist dem Thema Psychotherapeutische Forschung und Psychosomatische Praxis gewidmet. Veranstalter und Gastgeber des Kongresses ist die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Mainz. >>> +++ Effektive Therapie der Depression +++ Vertrauen durch Zuverlässigkeit – Erfolgreiche Langzeittherapie depressiv Erkrankter Laut Informationen der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) leiden ca. 10 % der Gesamtbevölkerung an depressiven Störungen. 2 bis 7 % der depressiven Erkrankungen gelten als unbedingt behandlungsbedürftig. Das Risiko eines Menschen, im Laufe seines Lebens an einer Depression zu erkranken liegt bei 7 bis 18 %. Für schwer depressive Patienten stellt sie eine lebensbedrohliche Erkrankung dar, die Mortalitätsrate bedingt durch Suizid liegt bei ca. 15 %. Laut WHO ist die Depression eine der führenden Ursachen für Invalidität weltweit, betonte Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Dipl.-Biol. Michael Bauer, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, der TU Dresden. Allein in Deutschland leiden derzeit etwa vier Millionen Menschen an einer Depression. >>> +++ Neuer Internetservice der Deutschen Alzheimer Gesellschaft +++ Hilfe, Pflege und Betreuung für Demenzkranke – Wegweiser zu Angeboten im Internet Wie finde ich ein Heim für meinen demenzkranken Vater? Wo kann ich meine alzheimerkranke Frau für ein paar Stunden in der Woche betreuen lassen? Wer kann mich ab und zu in der Pflege ablösen, damit ich selbst mal zum Arzt gehen kann? Mit solchen und ähnlichen Fragen wenden sich Angehörige von Demenzkranken häufig an das Alzheimer-Telefon – auch weil ihre Suche im Internet erfolglos geblieben ist. Die neue Linksuche der Deutschen Alzheimer Gesellschaft unter http://www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=278 erleichtert die Suche nach Unterstützungs- und Entlastungs-Angeboten für Angehörige von Demenzkranken >>> +++ Therapie von Depression und Generalisierter Angststörung +++ Körperlich-schmerzhafte Symptome bei Depression und Generalisierter Angststörung Neben der Verbesserung von psychischen Symptomen kann die Behandlung körperlich-schmerzhafter Beschwerden im Rahmen der Depression und der Generalisierten Angststörung (GAD) für den Gesamttherapieerfolg entscheidend sein. Mit dem dualen Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Duloxetin (Cymbalta®) besteht die Möglichkeit, die psychischen Krankheitssymptome effektiv zu reduzieren und parallel dazu die körperlichen Beschwerden – von vegetativen bis zu schmerzhaften Symptomen – zu verbessern. Die Wahrscheinlichkeit für eine Remission kann dadurch erhöht werden. Über die klinische Relevanz körperlich-schmerzhafter Beschwerden im Rahmen von Depression und Generalisierter Angststörung und das therapeutische Potenzial von Duloxetin referierte Professor Dr. Hans-Peter Volz, Werneck, auf einer Pressekonferenz anlässlich des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. >>> Seroquel Prolong® zur Behandlung manischer und depressiver Phasen Seroquel Prolong® (Quetiapinhemifumarat) ist in Deutschland seit dem 19. Januar 2009 zur Therapie von schweren depressiven Phasen und mittelschweren bis schweren manischen Phasen einer bipolaren Störung zugelassen. Die Zulassung beinhaltet sowohl die Akut- als auch die Erhaltungstherapie. Damit steht erstmals ein Medikament uneingeschränkt für die Behandlung schwerer akuter Phasen einer bipolaren Störung zur Verfügung. Die gute Wirksamkeit in beiden Phasen der Erkrankung bietet Ärzten und Patienten die Chance auf eine größere Stabilität in der Therapie und kann maßgeblich zur Verbesserung der Compliance beitragen. >>> +++ Moderne Antidepressiva auf dem Prüfstand +++ Cipralex® – erste Wahl bei Depressionen Hamburg, 3. Februar 2009. Eine unabhängige Metaanalyse von 117 Studien mit insgesamt knapp 26.000 Patienten mit Depression, die aktuell im Lancet publiziert wurde, hat gezeigt: Escitalopram (Cipralex®) ist erste Wahl bei der Behandlung von Depressionen. Von insgesamt zwölf untersuchten Antidepressiva schnitten Escitalopram und Sertalin in der Auswertung am besten ab. Die beiden Wirkstoffe wiesen darin die beste Wirksamkeit und zugleich die geringsten Therapieabbruchraten auf. Die Ergebnisse der Metaanalyse konnten damit frühere Studien und klinische Erfahrungen, die eine schnell einsetzende und starke antidepressive Wirkung von Escitalopram sowie eine gute Verträglichkeit nachgewiesen haben, bestätigen. >>> +++ Folgen der Substitution in der Depressionstherapie +++ Retardformulierung von Trevilor®: bis 2017 patentgeschützt Der Einsatz von Generika oder galenisch veränderten Präparaten ist speziell bei psychisch erkrankten Patienten mit besonderer Vorsicht zu betrachten. Denn Galenik und Bioverfügbarkeit wirkstoffgleicher Präparate können stark vom Original abweichen, woraus potentielle, klinisch relevante Risiken resultieren. Dies äußert sich häufig in einer schlechteren Compliance sowie einem verstärktem Rückfallrisiko mit erhöhten Folgekosten. >>> +++ Verstehen, erklären, behandeln: Von der Pathophysiologie zur Therapie +++ Neue Stimulationsverfahren in der Psychiatrie: Wege aus der Depression jenseits der Elektrokrampftherapie Statement von Prof. Dr. med. Thomas Schläpfer, Bonn Jede fünfte deutsche Frau und jeder zehnte deutsche Mann wird im Laufe des Lebens an einer depressiven Episode erkranken. Depressionen sind Krankheiten, die mit einer maximalen Reduktion der Lebensqualität einhergehen; im Zentrum vieler Patienten steht eine vernichtende Traurigkeit, die die Patienten daran hindert, normal zu essen, zu schlafen oder soziale Kontakte zu anderen Menschen aufrecht zu erhalten oder aufzubauen. Obwohl diese Patienten nicht normal schlafen können, fehlt ihnen die Energie, überhaupt das Bett zu verlassen. Selbst banalste alltägliche Entscheidungen, wie z. B. welche Kleidung heute getragen werden soll, überfordern die Patienten. Alle die Tätigkeiten und Dinge, die vor der Krankheit Freude gemacht haben, sind belanglos oder belastend. Das Leben erscheint als unüberwindbare Belastung und etwa 16 Prozent aller Patienten, die an wiederholten depressiven Episoden leiden, entscheiden sich dazu, ihr Leben zu beenden. >>> +++ Verstehen, erklären, behandeln: Von der Pathophysiologie zur Therapie +++ Die Schizophrenie und das Glutamat: Neue Medikamente jenseits vom Dopamin? Statement von Prof. Dr. med. Walter Müller, Frankfurt/Main Mit Einführung von Chlorpromazin Mitte der 50er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts in die Behandlung schizophrener Psychosen war es zum ersten Mal möglich, eine Linderung der Symptomatik und eine Reduktion der Rezidive der Erkrankung zu erreichen. Die Suche nach dem Wirkungsmechanismus von Chlorpromazin hat dann die Verbindung zu dem Neurotransmitter Dopamin in unserem Gehirn geschaffen. Diese ersten Hinweise konnten in den folgenden Jahren bestätigt werden, so dass wir heute davon ausgehen, dass eine dopa-minerge Überaktivität an der Pathogenese schizophrener Psychosen kausal beteiligt ist. >>> +++ Verstehen, erklären, behandeln: Von der Pathophysiologie zur Therapie +++ Die Sucht und ihr Gedächtnis: Wege zu einer neuen Psychotherapie? Statement von Prof. Dr. med. Andreas Heinz, Berlin In den letzten zehn Jahren hat das Verständnis über die Entstehung und Aufrechterhaltung abhängiger Verhaltensweisen deutlich an Tiefenschärfe zugenommen. So zeigte eine Vielzahl von bildgebenden Untersuchungen, dass abhängige Verhaltensweisen auf der Grundlage einer besonderen Empfindlichkeit erlernt werden. Mit dem Alkohol- oder Drogenkonsum in Verbindung stehende Reize, wie etwa der Geruch des Weines, das Gläserklingen oder die Erinnerung an angstlösende Wirkungen der Suchtsubstanzen, können als gelernte (konditionierte) Reize das Verlangen nach der Suchtsubstanz auslösen. >>> +++ Verstehen, erklären, behandeln: Von der Pathophysiologie zur Therapie +++ Die stürmische Entwicklung neuer Antidementiva: Gibt es eine Impfung gegen die Vergesslichkeit? Statement von Prof. Dr. med. Wolfgang Maier, Bonn Die Fortschritte bei der Behandlung der Alzheimer-Erkrankung können folgendermaßen charakterisiert werden: 1. Die Krankheit kann immer frühzeitiger erkannt werden. 2. Bei verfügbaren, am Patienten einsetzbaren, therapeutischen und präventiven Möglichkeiten gab es noch keine Fortschritte. 3. Enorme Fortschritte der Grundlagenforschung haben zu aktuell zahlreichen hypothetischen Wirkstoffen geführt, die in vielfältiger Form in die Krankheitsentstehung eingreifen und damit enormes Zukunftspotential haben. >>> +++ Bildgebung hilft Depression und Demenz besser zu verstehen +++ Forschungsförderpreis "Imaging in Psychiatrie und Psychotherapie" im Rahmen des DGPPN-Kongresses verliehen Den fünften Forschungsförderpreis "Imaging in Psychiatrie und Psychotherapie" teilen sich in diesem Jahr zu gleichen Teilen Dr. med. Robert Perneczky von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Technischen Universität München und Dr. med. Dipl.-Psych. Udo Dannlowski von der Klinik für Psychiatrie des Universitätsklinikums Münster. Dr. Dannlowski befasst sich in seiner Forschungsarbeit mit dem Einfluss genetischer Faktoren auf die Gehirnaktivität bei affektiven Störungen. Dr. Perneczky beschäftigt sich mit der Nutzbarmachung von Bildgebungsverfahren im geriatrischen Assessment. >>> +++ Stress geht unter die Haut +++ Psychische Belastung fördert Überreaktion des Immunsystems Stress aktiviert Immunzellen in der Haut, haben Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin jetzt herausgefunden. Diese aktivierten Immunzellen können anschließend Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Neurodermitis auslösen oder verstärken. Wissenschaftlern der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik am Campus Virchow-Klinikum ist es nun gelungen, diese Reaktion des Immunsystems genauer zu verstehen. Mit ihren Ergebnissen wollen die Forscher um Prof. Petra Arck dazu beitragen, die Leiden Betroffener gezielter zu behandeln. Details ihrer Arbeit präsentieren sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift »The American Journal of Pathology.« >>> +++ Angststörungen bei Kindern +++ Studie zeigt: Verhaltenstherapie plus SSRI lindert Angststörungen bei Kindern am besten Acht von zehn Kindern kann die Kombination aus Psycho- und Pharmakotherapie von Angststörungen weitgehend befreien. Dies zeigt eine randomisierte kontrollierte Studie im New England Journal of Medicine (2008; doi: 10.1056/NEJMoa 0804633). Zwischen zehn und zwanzig Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden – nach den Ergebnissen der US-Studien – unter chronischen Angststörungen, worunter auch Trennungsängste und soziale Phobien fallen. >>> +++ Neuer Angst-Produzent im Gehirn gefunden +++ Charité-Forscher klären Rolle des Dopamins In Stress-Situationen reagieren Menschen oft völlig unterschiedlich. Manche geraten in Panik, andere werden ganz ruhig. Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt herausgefunden, weshalb das so ist. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature Neuroscience erklärt das Team um Prof. Dr. Andreas Heinz und Dr. Thorsten Kienast, Leiter der Arbeitsgruppe biologische Suchtforschung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte, dass die Fähigkeit, den Botenstoff Dopamin im Gehirn zu speichern, nicht bei allen Menschen gleich ausgeprägt ist. >>> +++ Depression bei Patienten nach einem kardialen Ereignis +++ Psychische Probleme von Herzpatienten oft vernachlässigt Wissenschaftler des kanadischen Centre for Addiction and Mental Health (CAMH) fordern eine effektivere Versorgung von Depressionen bei Herzpatienten. Dies könne ihrer Studie zufolge helfen, eine unnötige Beanspruchung von Gesundheitsleistungen zu verhindern. Das CAMH veröffentlicht die Studie auf seiner Webseite. „Es war bereits bekannt, dass Menschen mit Depressionen häufiger Leistungen von Gesundheitsdiensten in Anspruch nehmen. Außerdem sind Symptome einer Depression bei Patienten nach einem kardialen Ereignis nicht ungewöhnlich“, so Paul Kurdyak, Leiter der Untersuchung und des CAMH's Centralized Assessment, Triage and Support research program. >>> +++ Passionsblumenextrakt auch bei besonders angstbesetzten Situationen +++ Ein Angstkalender stellt sich vor Auf einer Pressekonferenz präsentierte die Europäische Liga für ein sicheres Patienten-Therapie-Selbstmanagement e.V. (SELF) in Zusammenarbeit mit dem bekannten Hamburger Ohnsorg-Theater einen Angstkalender mit zehn verschiedenen in Deutschland sehr häufig auftretenden Angsterkrankungen. Nach den wissenschaftlichen Vorträgen der Professoren B. Weisser und W.-D. Gerber, beide Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, visualisierte das Ohnsorg-Ensemble auf emotionale Weise prominente Ängste unserer Gesellschaft. >>> +++ Depressionen fördern Frühgeburt +++ Einer Studie in Human Reproduction (2008; doi: 10.1093/humrep/den342) zufolge erhöhen Depressionen während der Schwangerschaft das Risiko von Frühgeburten. Die Autoren vermuten eine neuroendokrine Schädigung der Plazenta als Auslöser. Die Studie geht auf eine Umfrage unter 791 Mitgliedern der Krankenkasse Kaiser Permanente zurück. Die Frauen waren während der zehnten Schwangerschaftswoche interviewt worden. Ihre Antworten setzte Studienleiter De-Kun Li von der Forschungsabteilung von Kaiser Permanente mit dem Ausgang der Schwangerschaft in Beziehung. >>> +++ Schwere Depression: Optimierte Therapie verbessert Compliance +++ Escitalopram zeigt überlegene Wirksamkeit bei schwerer Depression Unter den zahlreichen zur Verfügung stehenden Antidepressiva zeichnet sich der Serotonin- Wiederaufnahmehemmer Escitalopram (Cipralex®) unter anderem dadurch aus, dass seine antidepressive Wirksamkeit mit der Schwere der Erkrankung zunimmt. Aufgrund der sehr guten Verträglichkeit kann Escitalopram zudem die für den Therapieerfolg entscheidende Compliance verbessern, wie Experten auf einem Satellitensymposium der Lundbeck GmbH beim diesjährigen ECNP in Barcelona diskutierten. Bislang gibt es für die schwere Depression keine standardisierte Definition, erläuterte Prof. Charles B. Nemeroff, Atlanta (USA). Allgemein gilt jedoch, dass Patienten mit schwerer Depression auf eine Behandlung weniger gut ansprechen und den Arzt somit vor eine besondere Herausforderung stellen. Etwa ein Drittel der depressiven ambulanten und fast alle hospitalisierten Patienten leiden an einer schweren Depression mit längeren Episoden, hohem Rückfallrisiko und oft auftretenden Komorbiditäten. >>> +++ Moderne Insomnie-Therapie - Ziel erholsamer Schlaf +++ Paradigmenwechsel in der Therapie der Insomnie? Etwa acht Millionen Patienten in Deutschland leiden unter dem Symptom „nicht erholsamer Schlaf". Dies stellt ein erhebliches gesamtgesellschaftliches und gesundheitliches Problem dar. Schlafstörungen sollten wegen ihrer weitreichenden Konsequenzen rechtzeitig und konsequent behandelt werden, forderten die Experten auf einem Symposium der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) am vergangenen Freitag in Kassel. Nicht nur die Schlafdauer, sondern auch die Schlafqualität entscheidet, ob Schlaf subjektiv als erholsam empfunden wird. Ein wichtiges Kriterium für erholsamen Schlaf ist eine gesunde Schlafarchitektur. Unabhängig von der Ursache führt nicht erholsamer Schlaf mittel- und langfristig zu körperlichen und psychischen Problemen: kardiovaskuläre und metabolische Störungen, Gewichtszunahme, Verdauungsstörungen, Magenbeschwerden, Konzentrationsstörungen, vorzeitige Ermüdbarkeit und Depressionsanfälligkeit. Doch die bisherige Medikation lässt Wünsche offen. >>> +++ Interview mit Prof. Eckart Rüther, Göttingen zum Thema „Schlaf-Wach-Rhythmus“ +++ Der Zeitpunkt des Schlafes und seine Dauer werden durch einen homöostatischen und einen zirkadianen Prozess reguliert. Der homöostatische Prozess, der „Schlafdruck“, baut sich tagsüber auf, um ab einer bestimmten „Druckstärke“ durch Schlaf abgebaut zu werden. Sein organisches Korrelat ist noch nicht geklärt, vermutet wird aber ein Zusammenhang mit der Aminosäure Adenosin, die sich während der Wachperioden im Gehirn anreichert. Der zirkadiane Prozess oszilliert in einem Rhythmus von ca. 24 Stunden, getaktet durch den Nucleus suprachiasmaticus (SCN), unsere sogenannte „innere Uhr“, im Hypothalamus. Zu den Wachzeiten „funkt“ der SCN „Wachsignale“ und drosselt während der Schlafphasen seine Aktivität stark. >>> +++ Patientenorientierte Schizophrenietherapie +++ Paliperidon ER - Die Antwort auf Anforderungen einer zeitgemäßen Schizophrenietherapie“ Die Optionen für die Schizophrenietherapie haben sich mit INVEGA® (Paliperidon ER) deutlich verbessert. Das moderne Atypikum hebt sich im Hinblick auf die Wirksamkeit und Verträglichkeit von anderen atypischen Antipsychotika ab. Paliperidon ER verbessert die Kernsymptome der Schizophrenie, gibt den Patienten ihre Alltagsfähigkeit zurück und ist gut verträglich. In Köln wurden aktuelle Studiendaten präsentiert, die den therapeutischen Nutzen und Stellenwert von INVEGA® innerhalb der Gruppe atypischer Antipsychotika noch weiter untermauern. >>> +++ Rezidivprophylaxe bei Schizophrenie +++ Langzeitstudien zeigen: Überlegene Rezidivprophylaxe unter Risperidon in Depotform Häufige Rezidive kennzeichnen den Krankheitsverlauf der Schizophrenie, und mit jedem Rückfall verschlechtert sich die Prognose. Zwei wissenschaftliche Langzeitstudien konnten jetzt zeigen, dass Risperidon in Depotform (Risperdal® CONSTA®) im Vergleich zu oralen Atypika hinsichtlich der Rezidivprophylaxe signifikant überlegen war. Sowohl bei Kurzerkrankten, als auch bei Patienten in einer späteren Erkrankungsphase kam es unter der Therapie mit dem derzeit einzigen verfügbaren Depot-Atypikum zu deutlich weniger Rezidiven und die Zeit bis zum Eintreten eines Rückfalls war länger. >>> +++ Therapie mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) +++ SSRI verbessern Prognose und Lebensqualität nach akutem Koronarsyndrom Patienten, die an Depressionen leiden und sich von einem akuten Koronarsyndrom erholen, profitieren von einer Therapie mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI). Die Lebenserwartung wird verbessert und es zeigen sich keine unerwünschten kardiovaskulären Effekte. Das zeigt eine Meta-Analyse, in der Forscher um Dr. Marianna Mazza, Katholische Universität vom Heiligen Herz in Rom (Italien) acht Studien mit insgesamt 3.454 Patienten ausgewertet hatten. Die Ergebnisse stellten die Wissenschaftler auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) in München vor. >>> +++ Neue Broschüre zur Alzheimer-Demenz +++ Informationen für Betroffene und Interessierte "Kampf gegen das Vergessen" Rund 700.000 Betroffene leiden in Deutschland unter Alzheimer-Demenz. Die neue Broschüre "Kampf gegen das Vergessen. Alzheimer-Forschung bei Wyeth" klärt Betroffene und Interessierte anhand von Beispielen und umfassenden Informationen über das Krankheitsbild, bestehende Therapieoptionen, die Versorgungssituation in der Alzheimer-Demenz sowie Forschungsansätze des Arzneimittelunternehmens Wyeth auf. >>> +++ Sehstörungen erhöhen Suizidrisiko +++ Augenuntersuchungen laut DOG auch im Alter wichtig Schwerwiegende Augenkrankheiten sind nicht nur eine körperliche Behinderung. Der Verlust der Sehkraft geht für die meisten Menschen auch mit psychischen Belastungen einher. Wenn im Alter weitere körperliche Gebrechen hinzukommen, sind viele Patienten mit Sehstörungen selbstmordgefährdet, warnt Professor Dr. med. Frank G. Holz, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), anlässlich einer aktuellen Untersuchung. Die augenärztliche Diagnostik und Therapie sei gerade auch im Alter unerlässlich. >>> +++ Marathon der Parkinson-Therapie +++ Wie bleibt der Patient langfristig in Bewegung? Der Boxer Muhamed Ali, Papst Johannes Paul II und Mao Tse-tung, drei Männer mit sehr unterschiedlichen Lebensläufen, aber derselben Krankheit: die Parkinson-Krankheit. Sie führt zu einer langsam fortschreitenden Verminderung der Beweglichkeit. Heute weiß man, dass die Parkinson-Krankheit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im höheren Lebensalter ist. Die ersten Parkinson-Symptome treten meist um das 60. Lebensjahr auf, bis zu 10 Prozent der Patienten erkranken allerdings bereits vor dem 40. Lebensjahr. Gleichgültig in welchem Alter die Erkrankung sich manifestiert, stellt der schleichende Verlust der Selbstständigkeit eine große Bedrohung für jeden Patienten dar. Unter dem Vorsitz von Privatdozent Dr. Ebersbach, Parkinson-Fachklinik Beelitz-Heilstätten, wurden in einem Workshop Therapieansätze vorgestellt und diskutiert, die Parkinson-Patienten langfristig beweglich erhalten können. >>> +++ Alzheimer Demenz - Erste Ergebnisse aus einer Phase-ll-Studie +++ Lilly bringt 2009 weitere Substanz in Phase-lll-Studie auf den Weg Das weltweit tätige Pharmaunternehmen Eli Lilly and Company hat beim diesjährigen Kongress der Alzheimer's Association in Chicago Zwischenauswertungen zu der im Forschungsstadium befindlichen Substanz LY2062430 vorgestellt. Die ersten Ergebnisse aus einer Phase-ll-Studie zur Wirkung des Antikörpers auf das mit der Entstehung der Alzheimer Demenz assoziierte Protein Amyloid Beta (Aß) geben dem Forscherteam grünes Licht für die Fortführung der Untersuchungen in einer Phase-lll-Studie. >>> +++ Galenik und Bioverfügbarkeit wirkstoffgleicher Präparate+++ Original oder Generikum in der Depressionstherapie: Therapiestabilität erhalten Generika spielen als kostengünstige Variante eines Originalpräparates zwar eine wichtige Rolle im deutschen Gesundheitssystem, Galenik und Bioverfügbarkeit wirkstoffgleicher Präparate können jedoch stark vom Originalpräparat abweichen: Laut der Note for Guidance on the Investigation of Bioavailability and Bioequivalence darf ein Generikum zwischen 80 bis 125 Prozent der Bioverfügbarkeit des Originals aufweisen. Welche Auswirkungen diese Schwankungen für die Therapie von Depressionen im Praxisalltag haben können, diskutierte Prof. Dr. Hans-Peter Volz am Beispiel des selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmers (sSNRI) Trevilor® retard beim 66. Grünwalder Gespräch. Erkenntnisse aus einer Bioäquivalenzstudie mit einem kanadischen Venlafaxin-Generikum in retardierter Form zeigen, dass sich Plasmaverhalten sowie klinische Eigenschaften des Generikums deutlich vom Original unterscheiden. In dieser Studie wurden unter dem retardierten Generikum signifikant höhere Nebenwirkungen (v. a. Übelkeit) beobachtet. >>> +++ 7. Lundbeck Dialog ZNS +++ Neurobiologie des Träumens Träume sind ein ubiquitärer Bestandteil des menschlichen Daseins, wobei im historischen Kontext der Träumende zunächst stets als Objekt gesehen wurde. Bauchschmerzen statt Morgentief - Leiden depressive Migranten anders? Die Psychotherapie mit Migranten ist eine große Herausforderung in verschiedenen europäischen psychotherapeutischen Methoden. Prominent und abgedreht - Ein muss? Persönlichkeitsstörungen im Licht der Öffentlichkeit Die Zeitungen sind voll mit Skandalgeschichten über Rockstars, Hollywoodgrößen und Fotomodels. Viele berühmte Musiker und Schauspieler sind ihrem exzessiven Leben zugrunde gegangen. >>> +++ Geschlechtsunterschiede beim Placeboeffekt +++ Männer sind suggestibel und Frauen sind konditionierbar! Aktuelle Forschungen zur Placebo-Forschung von Wissenschaftlern am Tübinger Uniklinikum ergeben: Frauen reagieren auf ihre Umwelt eher aus dem bisherigen Erfahrungsschatz heraus, Männer lassen sich eher durch Suggestion beeinflussen. Prof. Paul Enck von der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen: "Wir konnten in zwei Experimenten zeigen, dass eine in einem Drehstuhl induzierte Übelkeit (Bewegungs-Krankheit = motion sickness) durch Suggestionen verstärkt werden kann, aber auch durch Konditionierung erlernt werden kann. Auffallend war, dass die Suggestionen vor allem auf die Männer wirkte, während die Frauen stärker im Konditionierungsexperiment reagierten." Die Ergebnisse sind aktuell veröffentlicht in einem Review der renommierten medizinischen Fachzeitschrift NEURON 2008 (P. Enck, F. Benedetti, P. Schedlowski: New Insights into the Placebo and Nocebo Response). >>> +++ Revolution der Insomnietherapie +++ Mit Circadin® erholsamer Schlafen für mehr Tagesfunktionalität Ein guter Nachtschlaf ist eine physiologische Notwendigkeit. Er dient der physischen und psychischen Erholung und soll den Organismus fit für den nächsten Tag machen. Schlafstörungen sind ein häufiger und gravierender Grund für eine erhöhte Morbidität. Sie verschlechtern die Lebensqualität und verursachen darüber hinaus immense direkte und indirekte Folgekosten. Mit Circadin® wurde im Mai der erste Melatonin-Rezeptor-Agonist für die Monotherapie der primären, durch schlechte Schlafqualität gekennzeichneten Insomnie bei Patienten ab 55 Jahren eingeführt. Die Substanz ist kein „klassisches“ Schlafmittel, sondern normalisiert den gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus. Über drei Wochen verabreicht, gibt es dem Körper die Chance, sein eigenes Schlafmuster wieder aufzubauen. Dabei imitiert die retardierte Formulierung das physiologische Sekretionsmuster von Melatonin. >>> +++ Therapie psychiatrischer und neurologischer Erkrankungen +++ Zeitgemäßes Konzept für individualisierte Schizophrenie-Behandlung Die meisten neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen benötigen eine lang andauernde Behandlung, in manchen Fällen sogar eine lebenslange Therapie. Vorrangige Behandlungsziele sind die Remission und die so genannte „recovery“. Mit der Behandlung der Schizophrenie sollte möglicht frühzeitig begonnen werden, um die Langzeitprognose der Patienten zu verbessern. Im Vordergrund stehen die schnelle Reduktion der Beschwerden, der Erhalt der Lebensqualität und die Wiederherstellung des psychosozialen Funktionsniveaus. Das atypische Antipsychotikum Paliperidon reduziert die positive und negativen Symptomatik schnell und lang anhaltend und ermöglicht eine langfristige Stabilisierung der Patienten. >>> +++ Schmerzen, vernachlässigte Symptome einer Depression +++ Neueste Erkenntnisse aus der PADRE-Beobachtungsstudie In Deutschland sind heute rund 10% der Bevölkerung von einer Depression betroffen, und rund zwei Drittel der Patienten mit Depressionen weisen schmerzhafte körperliche Beschwerden aus. Dies bestätigte jetzt auch die PADRE-Untersuchung (Painful Physical Symptoms in Depressed Patients: Relation to Treatment Outcomes in Clinical Practice). 89% der über 4.000 Patienten, die in die Anwendungsbeobachtung (AWB) eingeschlossen waren, litten an einer relevanten Schmerzsymptomatik. Leider werden jedoch körperliche Beschwerden im Rahmen der Depression häufig unterschätzt und bei der Behandlung vernachlässigt. Dabei beeinträchtigen körperlich-schmerzhafte Symptome das Alltagsleben depressiver Patienten relevant und korrelieren mit der Zeitdauer bis zum Eintritt der Remission. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv und sind ein Prädiktor für einen schlechten Behandlungserfolg. Eine sorgfältige Diagnostik und adäquate Behandlung können dagegen möglicherweise den Therapieerfolg verbessern. >>> +++ Allergiemittel bessert Alzheimer-Demenz +++ Internationale Phase-III-Studie in den USA geplant Ein früher in Russland zur Behandlung des Heuschnupfens zugelassenes Medikament hat in einer randomisierten placebokontrollierten Studie im Lancet (2008; 372: 207-215) bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz die kognitiven Leistungen verbessert. Ob das Mittel eine (vermutlich kostengünstigere) Alternative zu den zugelassenen Antidementiva ist, soll jetzt eine Phase-III-Studie klären. Dimebon ist ein oral verfügbares unspezifisches Antihistaminikum, das in Russland lange verkauft wurde, bis der Hersteller es, wie es heißt aus kommerziellen Gründen, vom Markt nahm. Als Mittel gegen allergische Erkrankungen war es neueren selektiven Antihistaminika unterlegen. Es könnte jedoch demnächst wieder eingeführt werden, wenn die Ergebnisse der jetzt publizierten Studie sich bestätigen sollten. >>> +++ Neue Demenz-Variante beschrieben +++ Zehn Tote in den USA Eine bislang unbekannte und tödliche Form von Demenz sorgt für Rätselraten unter US-Medizinern. Wie das britische Wissenschaftsmagazin “New Scientist“ (Nr. 2664, S. 13) berichtet, führen Ärzte den Tod von mindestens zehn Amerikanern auf die neurodegenerative Erkrankung zurück, die der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) ähnelt. 11 dieser Fälle beschreibt Gambettis Gruppe im Fachblatt “Annals of Neurology“ (Bd. 63, S. 697). >>> +++ Magenblutungen durch Antidepressiva +++ SSRI vermindern die Serotoninkonzentration in den Thrombozyten Antidepressiva aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) erhöhen das Risiko von oberen gastrointestinalen Blutungen, vor allem, wenn sie mit anderen Risikomedikamenten eingenommen werden. Ergebnissen einer Fall-Kontrollstudie in den Archives of General Psychiatry (2008; 65: 795-803) zufolge ist auch der Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) Venlafaxin betroffen. >>> +++ Behandlung der Unipolaren Depression +++ AstraZeneca beantragt europäische Zulassung für Seroquel Prolong® zur Behandlung der Unipolaren Depression Wedel, 01. Juli 2008 - AstraZeneca hat für Seroquel Prolong® (Quetiapinhemifumarat) die europäische Zulassungserweiterung zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Unipolarer Depression (Major Depressive Disorder) beantragt. Der Antrag für die Zulassungserweiterung wurde nach dem Verfahren der gegenseitigen Anerkennung gestellt und schließt die Rückfallprophylaxe ein. Seroquel Prolong®, als Retardtablette zur täglichen Einmalgabe, ist das erste atypische Neuroleptikum, für das eine europäische Zulassung zur Behandlung der Unipolaren Depression beantragt wird. Bereits im Februar 2008 war ein entsprechender Antrag bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) gestellt worden. Der Antrag für die neue Indikation stützt sich auf acht randomisierte und placebokontrollierte Studien bei Patienten mit Unipolarer Depression. >>> +++ Integrierte Versorgung von psychisch Kranken +++ Evaluation macht den Erfolg erst transparent Integrierte Versorgung (IV) wird von Psychiatern als eine wichtige Perspektive für die zukünftige Versorgung angesehen. Allerdings ist die Psychiatrie mit nur 78 von über 5.000 Verträgen in der Integrierten Versorgung deutlich unterrepräsentiert. Gleichzeitig endet dieses Jahr die Förderung von IV-Modellen, wie sie mit dem GKV-Modernisierungsgesetz von 2003 eingeführt wurde. Vor diesem Hintergrund läuft die Psychiatrie Gefahr, die Chancen der Integrierten Versorgung zu vergeben. Auf einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema Integrierte Versorgung in Berlin hatten interessierte Psychiater Gelegenheit sich über Möglichkeiten und Rahmenbedingungen Integrierter Versorgung auszutauschen. Im Mittelpunkt stand dabei die Evaluation von IV-Projekten. Erläutert wurde u. a. ein Evaluationsmodell, das zur Bewertung von Projekten zur Integrierten Versorgung herangezogen werden kann. Diese Kriterien sind ab sofort in einer Broschüre von AstraZeneca erhältlich. >>> |  |  |  | Diese Broschüre ist ab sofort bei AstraZeneca erhältlich. |  | | 
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