
| +++ Rheuma in der Pubertät +++ „Transition-Camp“ bietet Austausch und Unterstützung für Teenager und junge Erwachsene. 23. April 2012 – Rund 20.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an Rheuma. Damit tritt die Erkrankung in dieser Altersgruppe ebenso häufig auf wie Diabetes oder Krebs. Besondere Aufmerksamkeit benötigen jugendliche Rheumapatienten. Denn in der Pubertät beschäftigen sich viele nur ungern mit ihrer chronischen Erkrankung und fallen dann leicht durch das Versorgungsnetz – oftmals mit schwerwiegenden, gesundheitlichen Folgen. Um dies zu verhindern, fördert die Kinder-Rheumahilfe München e.V. ein „Transition-Camp“: Während dieses dreitägigen Treffens können sich betroffene Teenager über ihre Erfahrung mit der Krankheit austauschen und erhalten Beratung zu wichtigen Themen ihres Alltags. Das „Transition-Camp“ für rheumakranke Jugendliche und junge Erwachsene findet vom 27. bis 29. April 2012 in Eriskirch am Bodensee statt. >>> |
 Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012 | +++ Entzündungsbedingte Schmerzen +++ Die Entzündung stoppen heißt den Schmerz stoppen. 18. April 2012 – Eine besondere Herausforderung in der Schmerztherapie ist die adäquate Behandlung der ausgeprägten Schmerz-symptomatik von Entzündungsschmerzen bei Arthrose und rheumatoider Arthritis. Seit der Entwicklung Azetylsalizylsäurehaltiger Fertigarzneimittel Ende des 19. Jahrhunderts gehört die medikamentöse Therapie entzündungsbedingter Schmerzen mit antipyretisch/ antiphlogistischen Analgetika zum Standardrepertoire anlagetischer Pharmakotherapien. Durch die Einführung der Cox-2-selektiven nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) Ende des 20. Jahrhunderts haben diese Schmerztherapien eine entscheidende Weiterentwicklung erfahren. Zugleich hat sich damit auch das Wissen um traditionelle und neue Einsatzgebiete, um Wirkweisen, Verträglichkeiten und um die Sicherheit der Anwendungen selektiver wie unselektiver NSAR enorm erweitert. In zahlreichen kontrollierten Studien wurden tradierte empirische Annahmen in Frage gestellt und haben sich entweder bestätigt oder wurden widerlegt. Was blieb ist die Erkenntnis, dass auch (und gerade) bei den scheinbar so einfachen Therapien ... >>> |

| +++ Ära der Biologika +++ Chronik einer Erfolgsgeschichte: Biologika ermöglichen erstmals Remission bei rheumatoide Arthritis (RA). 13. April 2012 – Die rheumatoide Arthritis führt bei den Betroffenen – vor allem ohne adäquate Therapie – zu einem drastischen Verlust an Lebensqualität. Durch die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten kann die Krankheitsprogression verhindert oder zumindest verlangsamt werden. In der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis waren die Erfolgsaussichten lange Zeit relativ gering und die therapeutischen Interventionen konzentrierten sich vor allem auf eine Linderung der Schmerzen und der Symptomatik. Mit Einführung der Biologika stand erstmals eine Medikamentenklasse zur Verfügung, die gezielt in den Entzündungsprozess eingreift. In der Kombinationstherapie mit Basistherapeutika wurde Remission erstmals zu einem realistischen Therapieziel: Die Krankheitsprogression konnte bei vielen Patienten effektiv verlangsamt oder gar gestoppt werden. Seither haben die Biologika Erfolgsgeschichte geschrieben >>> |

| +++ Neuer Service für Patienten +++ „Rheuma-Tagebuch“ – iPhone-App als mobiler Begleiter zur Verlaufskontrolle der Rheumatoiden Arthritis. 14. März 2012 – Die neue iPhone-App von Bristol-Myers Squibb ist Tagebuch, Medikationskalender mit Erinnerungsfunktion und Verlaufskontrolle in einem. Sie soll Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) dabei helfen, einen besseren Überblick über ihren Krankheitsverlauf zu behalten und das Erreichen langfristiger Therapieziele aktiv zu überprüfen und zu unterstützen. Das „Rheuma-Tagebuch“ ist dabei auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt und auch bei funktioneller Beeinträchtigung leicht bedienbar. Es ermöglicht ein einfaches, tägliches Monitoring der chronischen Gelenk-erkrankung. Neben Tagebucheinträgen hat der Patient die Möglichkeit, die wichtigsten Kernkriterien wie Wohlbefinden, Schmerz, Morgensteifigkeit oder Gelenkschwellung zu erfassen sowie den Funktionsfragebogen Hannover (FFbH) für eine wöchentliche Übersicht zu nutzen. Die Ergebnisse können als graphische Auswertung für verschiedene Zeit-Intervalle anzeigt werden. >>> |

| +++ Rheumatoide Arthritis +++ Erste Ergebnisse der Head-to-Head-Studie ADACTA: Monotherapie mit Tocilizumab zeigt stärkere Verbesserung der Symptome als mit Adalimumab. 8. März 2012 – Vorläufige Resultate der ADACTA-Studie (ADalimumab ACTemrA) zeigen: Der primäre Endpunkt wurde erreicht – Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) erreichten unter der Monotherapie mit Tocilizumab eine signifikant größere Reduktion der Krankheitsaktivität als unter einer Monotherapie mit Adalimumab (mittlere Veränderung des DAS28-Scores nach 24 Wochen). Auch die sekundären Endpunkte DAS28-Remission, niedrige Krankheitsaktivität sowie ACR20, 50 und 70 waren statistisch signifikant. Vorläufige Sicherheitsanalysen zeigten in beiden Gruppen vergleichbare Profile. ADACTA ist die erste Studie, die speziell mit dem Ziel konzipiert wurde, die unterschiedliche Wirksamkeit von zwei zur Monotherapie zugelassenen Biologika bei der Rheumatoiden Arthritis (RA) zu vergleichen. >>> |

| +++ Neue Risikoinformation +++ Überempfindlichkeits- und Infusionsreaktionen im Zusammenhang mit Benlysta® (Belimumab). Berlin, 5. März 2012 – Die Gabe von Belimumab kann zu schweren oder lebensbedrohlichen Überempfindlichkeits und Infusionsreaktionen führen. Belimumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper mit Spezifität für das lösliche humane B-Lymphozyten-Stimulator-Protein (BLyS). Es blockiert die Bindung von löslichem BLyS an seinen Rezeptor auf B-Zellen. Belimumab hemmt dadurch das Überleben dieser Zellen einschließlich der autoreaktiven B-Zellen und reduziert die Ausdifferenzierung zu Immunglobulin bildenden Plasmazellen. Belimumab ist zugelassen als Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten mit aktivem, Autoantikörper positivem systemischen Lupus erythematodes (SLE), die trotz Standardtherapie eine hohe Krankheitsaktivität aufweisen (z. B. positiver Test auf Anti-dsDNA-Antikörper und niedriges Komplement).
Aufgrund des Risikos verzögert auftretender Überempfindlichkeitsreaktionen sollen die Patienten zumindest nach den ersten beiden Infusionen für einen längeren Zeitraum (einige Stunden) unter klinischer Aufsicht bleiben. >>> |

| +++ TNFα-Forum 2012 +++ Entzündlich-Rheumatische Erkrankungen: Therapieziel Remission für immer mehr Patienten erreichbar. 28. Februar 2012 – Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen handelt es sich um meist chronisch verlaufende Krankheiten des Immun-systems. Sie gehen mit Entzündungen unterschiedlicher Körpergewebe einher und zeigen sich v.a. an den Bewegungsorganen. Schmerzen an den Gelenken und umgebenden Geweben, Bewegungseinschränkungen sowie Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, Fieber oder aber Gewichtsverlust sind die wichtigsten Anzeichen, aber auch innere Organe (wie z. B. Herz, Niere) können in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Einsatz von Tumornekrosefaktor (TNF)α-Blockern hat der Rheumatologie neue Chancen eröffnet. Das Erreichen einer Remission ein- schließlich der Wiederherstellung der körperlichen Funktionalität ist heute für zahlreiche Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ein realistisches Therapieziel. >>> |
| +++ Rheumatoide Arthritis +++ Neue ACR-Daten bestätigen erneut die besondere Stellung von Rituximab 19. Dezember 2011 – Bei der Rheumatoiden Arthritis (RA) handelt es sich um die häufigste entzündliche Erkrankungen der Gelenke. Von dieser chronischen, progressiv-systemischen Autoimmunerkrankung sind in Deutschland ca. 800.000 Menschen betroffen. Dies allein ist Grund genug, die Anstrengungen für weitere Verbesserungen der modernen Therapie auf hohem Niveau zu halten. Hier hat Rituximab (MabThera®) eine herausragende Bedeutung. Auf dem diesjährigen ACR-Kongress untermauerten gleich drei Studien die besondere Stellung von Rituximab bei der Behandlung der RA. So bestätigte erstmals die prospektive Studie SWITCH-RA die überlegene Wirksamkeit der B-Zell-Therapie im Vergleich zu einem weiteren alternativen TNF-alpha-Hemmer nach Versagen des 1. TNF-alpha-Hemmers. >>> |
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| +++ Rheumatoide Arthritis +++ Langzeittherapie der RA: Erfahrungen aus dem Klinikalltag mit Abatacept Berlin – Bei der rheumatoiden Arthritis spielen autoreaktive T-Lymphozyten eine zentrale Rolle bei der Initiierung und Aufrechterhaltung der RA-spezifischen Entzündungskaskade. Die biologische Therapieoption Abatacept ermöglichte erstmals eine zellgerichtete Therapie, die eine frühzeitige Modulation der Immunantwort im Rahmen der Immunkaskade erlaubt. Abatacept hemmt selektiv einen wichtigen Signalweg, indem es spezifisch an CD80- und CD86-Moleküle bindet. Die Folge: Es kommt zu einem Rückgang von immunogenen Effektormechanismen wie der Produktion von inflammatorischen Zytokinen, Autoantikörpern oder gelenkdestruierenden Enzymen. Im Rahmen eines Pressegesprächs stellte Dr. Rieke Alten, Chefärztin der Schlosspark-Klinik, Lehrkrankenhaus der Charite, Universitätsmedizin in Berlin, aktuelle Daten zu den Erfahrungen aus dem Klinikalltag mit Abatacept (ORENCIA®) vor. In klinischen Studien hat der T-Zell-Costimulationsmodulator seine rasche, innerhalb von 12 Wochen eintretende, über sieben Jahre anhaltende Wirksamkeit bereits nachweisen können. Die nun vorgestellten Ergebnisse der ACTION-Studie bestätigen die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit auch unter Alltagsbedingungen. >>> |
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| +++ Rheumatoide Arthritis +++ Tocilizumab-Monotherapie und kardiovaskuläres Risiko bei RA München, 39. Kongress der DGRh 2011 – Auch dieses Jahr wartete der DGRh mit vielen Praxisrelevanten Erkenntnissen zu Rheumatoider Arthritis (RA) auf. Im Hinblick auf die Interleukin(IL)-6-Rezeptorblockade mit Tocilizumab (RoACTEMRA®) rückte dabei vor allem ein Aspekt in den Fokus: der Einsatz des IL-6-Rezeptorblockers als Monotherapie bei DMARD-Unverträglichkeiten oder unzureichender Wirksamkeit von DMARDs. Tocilizumab zeigte als einziges Biologikum in der Monotherapie eine vergleichbare Wirksamkeit wie in Kombination mit Methotrexat (MTX). Gegenstand der Diskussionen war auch das erhöhte kardiovaskuläre Risiko bei RA-Patienten und der mögliche positive Einfluss von Biologika auf Risikofaktoren. >>> |
+++ Klinische Rheumatologie interdisziplinär +++
Gastrointestinale und kardiovaskuläre Risiken bei der medikamentösen Therapie
München, 39. Kongress der DGRh 2011 – Vor dem Hintergrund der Sicherheitsaspekte der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) in Bezug sowohl auf gastrointestinale als auch kardiovaskuläre Ereignisse und der Konsistenz von Leitlinien wird die Therapieentscheidung in der täglichen Praxis zunehmend schwieriger. Für Patienten mit erhöhtem gastrointestinalen Risiko und niedrigem kardiovaskulären Risiko wird heute bevorzugt die alleinige Gabe selektiver COX-2-Inhibitoren, vorzugsweise Celexoxib, oder traditioneller NSAR in Kombination mit PPI empfohlen. Nach neueren Daten der CONDOR-Studie, die sämtliche gastrointestinale Ereignisse dokumentierte, zeigt der COX-2-Hemmer Celecoxib signifikante Vorteile gegenüber der Kombination aus Diclofenac plus PPI. Im Rahmen des Symposiums „Klinische Rheumatologie interdisziplinär: der Darm, das Herz und die Medikation“ auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. wurden gastrointestinale und kardiovaskuläre Aspekte rheumatischer Erkrankungen und deren Behandlung betrachtet. Weiter wurden relevante Medikamenteninteraktionen an Fallbeispielen vorgestellt. >>>
+++ Effektive Therapie bei RA und AS +++
Langfristig den Krankheitsverlauf einschließlich der Progression radiologisch nachweisbarer Schäden günstig beeinflussen
München, 39. Kongress der DGRh 2011 – Zunehmend verfügbare Langzeitergebnisse aus klinischen Studien zu rheumatoider Arthritis (RA) und ankylosierender Spondylitis (AS) zeigen immer deutlicher, dass eine frühe und effektive Therapie mit Antagonisten des Tumor-Nekrose-Faktors (TNF)a den langfristigen Krankheitsverlauf einschließlich der Progression radiologisch nachweisbarer Schäden günstig beeinflussen kann. Dies bestätigen aktuelle Daten zur Therapie mit dem Anti-TNFa-Antikörper Infliximab (REMICADE®), die im Rahmen des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in München vorgestellt wurden. Sie belegen, dass bei AS und RA eine Biologika- bzw. eine Arzneimittel-freie Remission möglich ist. Dies spiegelt sich auch in den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften wider. >>>

Prof. Dr. Ch. Fiehn |  Prof. Martin Fleck | +++ Methotrexat +++ Neue Chancen für die Therapie: Feinjustierung der Dosis rückt in den Fokus München, 1. September 2011 – Methotrexat (MTX) bleibt auch in Zeiten der Biologika der Goldstandard in der Therapie der Rheumatoiden Arthritis (RA). Mehr als die Hälfte aller RA-Patienten erhält MTX, davon gut jeder Fünfte in Kombination mit einem anderen DMARD (Disease Modifying Anti-Rheumatic Drug). Auch in der Kombinationstherapie mit Biologika ist MTX der wichtigste Partner, so Prof. Dr. Christoph Fiehn, Baden-Baden, bei einem von der Firma medac unterstützten Symposium. Derzeit richtet sich das Interesse auf eine individuell abgestufte Dosierung, mit dem Ziel, die Wirksamkeit zu optimieren und Nebenwirkungen zu minimieren.
Die Feineinstellung der individuellen MTX-Dosis spielt in der Praxis in vier Situationen eine wichtige Rolle. >>> |
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Prof. Gerd Horneff | +++ Systemische Juvenile idiopathische Arthritis +++ Tocilizumab: Neuer Standard in der Therapie der sJIA Bonn, St. Augustin – Die systemische juvenile idiopathische Arthritis (sJIA) oder Morbus Still ist eine chronische Erkrankung mit systemischen Entzündungszeichen und Organbeteiligungen, für die es bisher keine kausale Therapie gab. Sie stellt mit rund sechs Prozent die seltenste, aber auch schwerste Form der Arthritis im Kindesalter dar.
Bei bis zu 50 Prozent aller Fälle persistiert die Erkrankung bis in das Erwachsenenalter und führt zu Funktionsverlusten, Gelenkdestruktionen, Osteo-porose und häufig zu einer kürzeren Lebenserwartung. Bislang werden nur wenige, aus der Behandlung der RA kommende Substanzen eingesetzt, wobei zumeist weder Methotrexat (MTX) noch TNF-Blocker bei der sJIA ein ausreichendes Ansprechen zeigen. Speziell zugelassene Biologika gab es für die sJIA bislang nicht.
Die EU-Kommission hat die Zulassung für Tocilizumab (RoACTEMRA®) zur Behandlung der sJIA bei Kindern ab zwei Jahren erteilt. Tocilizumab zeigt eine schnelle Wirksamkeit sowohl auf die Arthritis als auch die systemischen Manifestationen der sJIA, erklärte Prof. Dr. med. Gerd Horneff, Asklepios Klinik St. Augustin, die Vorteile der neuen Therapie. >>>
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+++ Systemische juvenile idiopathische Arthritis +++
Positives CHMP-Votum für Tocilizumab bei Kinderrheuma
Grenzach-Wyhlen/Frankfurt am Main – Das Comittee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde EMA hat am 20. Mai die erweiterte Zulassung von Tocilizumab (RoACTEMRA®) bei systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (sJIA) empfohlen. Basis für das positive Votum sind die Ergebnisse der TENDER-Studie. Sie konnte eindrücklich die hohe Wirksamkeit der IL-6-Rezeptorblockade auf die Gelenkentzündung und die systemischen Manifestationen der Erkrankung belegen. Der humanisierte Antikörper Tocilizumab, der spezifisch den Interleukin-6-Rezeptor blockiert, hat seine hohe Wirksamkeit bereits bei der Behandlung von erwachsenen Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) unter Beweis gestellt. Mit dem positiven Votum für Tocilizumab kann jetzt auch bei der systemischen JIA (auch: Morbus Still; Still-Syndrom) ein weiterer therapeutischer Fortschritt und eine Verbesserung der Behandlungssituation erzielt werden. >>>
+++ Rheumatoide Arthritis +++
TNF-α-Rezeptor Etanercept: Aktuelle Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit
München, 8. Juli 2011 – Biologika sind in der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) sehr gut etabliert und über einen langen Zeitraum dokumentiert. In der Klasse der Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-α)-Inhibitoren ist Etanercept das einzige humane lösliche TNF-Rezeptor-Fusionsprotein. Über das spezifische Wirkprinzip von Etanercept (Enbrel®), die Unterschiede in der Gruppe der TNF-α-Inhibitoren und die möglichen daraus resultierenden therapeutischen Implikationen diskutierten Experten im Rahmen eines Pressegesprächs auf Basis aktueller Daten aus Klinik und Praxis. Unter anderem wurden neue Ergebnisse vom diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) vorgestellt. Die Ergebnisse klinischer Studien und die Registerdaten unter Real-Life-Bedingungen zeigen neben einer guten Wirksamkeit insgesamt eine hohe Therapietreue und Langzeitsicherheit von Etanercept. In der Therapie der Rheumatoiden Arthritis komme Etanercept in der Praxis ein hoher Stellenwert zu. >>>
+++ Rheumatoide Arthritis +++
Rituximab setzt neue Standards in der „Personalisierten Therapie“
Frankfurt/Main – Der sich in den letzten Jahren immer deutlicher abzeichnende Anspruch einer auf den einzelnen Patienten individuell ausgerichteten „personalisierten Medizin“ war auf dem diesjährigen EULAR-Kongress (London, 25.-28. Mai) erneut Teil der Expertendiskussion. Dabei wurden u.a. auch neue Aspekte zu Rituximab (MabThera® / RTX) im Zusammenhang mit dem Einsatz des monoklonalen B-Zell-gerichteten CD20 Antikörpers bei der Therapie von Patienten mit rheumatoider Arthritis präsentiert. Wiederholt wurde in der täglichen Praxis beobachtet, dass ein Teil der Patienten mit rheumatoider Arthritis trotz des wirksamen Therapieprinzips nicht oder nicht mehr auf TNF-alpha-Blocker ansprechen. Um dennoch das Ziel einer kompletten Remission verfolgen zu können, sind dann alternative Behandlungsregime erforderlich. >>>
+++ Rheumatoide Arthritis +++
Schnelle Wirksamkeit von Tocilizumab bei hochentzündlichen RA-Patienten
Frankfurt/Main – Auf dem diesjährigen EULAR-Kongress (London, 25.-28. Mai) wurden neue, wichtige Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Forschung präsentiert, die v.a. für die Behandlung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA), bei denen eine medikamentöse Monotherapie erforderlich ist, von Bedeutung sind: Aktuelle Daten der Phase-IIIb-Studie ACT-RAY belegen, dass Tocilizumab (RoACTEMRA®) das bislang einzige Biologikum ist, das in Monotherapie eine vergleichbar hohe Wirksamkeit wie in Kombination mit einem DMARD erzielt. >>>
+++ Therapie entzündlicher Schmerzen +++
Nebenwirkungen und Sicherheit unbedingt im Auge behalten
Wiesbaden, DGIM-Kongress 2011 – Eine komplexe und adäquate Schmerzbehandlung ist für den Hausarzt oft eine Herausforderung. Hier hat sich der Einsatz von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) in der Behandlung bewährt. Die Wirksamkeit der Substanzen ist ähnlich hoch, die Nebenwirkungsraten dieser Medikamentengruppe sind jedoch unterschiedlich, was leider oft nicht ausreichend bekannt ist. Wobei die gastrointestinalen und die kardiovaskulären Risiken der antiphlogistischen Schmerztherapie mit NSAR im Fokus stehen. Hierbei hat die Diagnostik von unerwünschten Ereignissen im mittleren und unteren Gastrointestinaltrakt zunehmende Bedeutung. >>>
+++ 5 Jahre Rituximab +++
Stationen einer erfolgreichen Therapie der Rheumatoiden Arthritis
Frankfurt/Main, 3. Mai 2011 – Mit der Markteinführung von Rituximab (MabThera®) vor nunmehr fünf Jahren wurde die bislang erste und einzige biomarkerbasierte Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) möglich. Zahlreiche klinische Studien haben die Wirksamkeit und Sicherheit von Rituximab (RTX) erwiesen und in diesem Jahr zu einem Update des aus dem Jahr 2006 stammenden internationalen Consensus Statements zum Umgang mit diesem modernen Wirkstoff geführt. Längst hat sich die B-Zell-gerichtete Behandlung mit RTX als fester Bestandteil innerhalb der rheumatologischen Therapieschemata etabliert. >>>
+++ Schmerz +++
Leitliniengerechte Therapie mit Antiphlogistika
Frankfurt/Main, Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2011 – Gravierende Unterschiede zwischen den nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) bestehen vor allem in der gastrointestinalen Toxizität und Verträglichkeit. Wie auf einem Symposium deutlich wurde, lässt sich das Risiko für Schleimhautschäden zwar im oberen Magen-Darm-Trakt durch Protonenpumpenhemmer (PPI) vermindern, nicht aber im unteren. Hier treten unbemerkt Sickerblutungen auf, die bis zu einer Anämie führen können. Mit Celecoxib steht eine Substanz zur Verfügung, die mehr Sicherheit im oberen und unteren GI-Trakt bringt. >>>
+++ Schmerztherapie im Alter +++
22. Deutscher interdisziplinärer Schmerz und Palliativkongress: Buprenorphinhaltiges 7-Tage-Pflaster – mit vielen Vorteilen für ältere Schmerzpatienten
Frankfurt, 24. März 2011 – Chronische Schmerzen führen nicht selten zu vielschichtigen physischen und psychosozialen Veränderungen des Patienten. Unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln, Einschränkungen im alltäglichen Leben, Immobilität, Schlafstörungen, Ängste, Wut oder Depressionen können integraler Bestandteil des chronischen Schmerzzustandes werden und einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität nehmen. Umso wichtiger ist eine effiziente Schmerztherapie. Doch diese gestaltet sich oft gerade in der Gruppe der betagten und auch der hochbetagten Patienten besonders schwierig. ‚Underreporting of Pain‘, Störungen der Kommunikation oder aber veränderte Schmerzwahrnehmung können die Diagnostik erheblich erschweren. Die Folge: Gerade diese Patienten-Gruppe wird oft unzureichend behandelt. >>>
+++ Rheumatoide Arthritis (RA) +++
Therapie mit Golimumab jetzt auch bei MTX-naiven RA-Patienten möglich
München – Die europäische Zulassungsbehörde EMA hat kürzlich u.a. für zwei bedeutsame Erweiterungen der Fachinformation von Golimumab (Simponi®) grünes Licht gegeben: Ab sofort können nun auch Patienten mit schwerer, aktiver und progredienter Rheumatoider Arthritis (RA) mit Simponi® in Kombination mit Methotrexat behandelt werden, die nicht mit Methotrexat vorbehandelt wurden. Eine weitere wichtige Ergänzung bestätigt, dass RA-Patienten von einer Verzögerung der radiologisch nachweisbaren Progression profitieren. Golimumab ist ein biotechnologisch hergestellter monoklonaler humaner IgG1-Antikörper, der das proinflammatorische Zytokin TNFα gezielt neutrali-siert. Es wird einmal monatlich subkutan verabreicht. >>>
+++ 100 Tage Palexia® retard +++
Erste Praxiserfahrungen mit dem neuen Analgetikum sind sehr viel versprechend
Aachen, 8.2. 2011 – Seit Oktober 2010 ist mit Palexia® retard der erste Vertreter der vorgeschlagenen neuen Substanzklasse der MOR-NRI in Deutschland auf dem Markt. Die ersten Praxis-Erfahrungen mit dem Analgetikum spiegeln die Ergebnisse der zahlreichen Studien wieder. Tapentadol wurde bei unterschiedlichen Indikationen, unter anderem bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen sowie bei Schmerzen aufgrund von Arthrose und diabetischer Polyneuropathie untersucht. Im Vergleich zum starken klassischen Opioid Oxycodon wurden unter Tapentadol bei vergleichbarer analgetischer Wirksamkeit deutlich weniger opioid-typische Nebenwirkungen beobachtet. Durch diese verbesserte Verträglichkeit – gerade bei gastrointestinalen und ZNS-Nebenwirkungen – gab es im Vergleich deutlich weniger Therapieabbrüche. >>>
+++ Mastzellen – von der Forschung zu neuen Therapien
Acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Mastzell-vermittelten Erkrankungen
Berlin - Mindestens 50 Erkrankungen können heute besser behandelt werden, weil man viele Funktionen und Fehlfunktionen der Mastzellen inzwischen versteht, so die Einschätzung der Referenten eines Presse-Roundtables anlässlich des mit über 300 Teilnehmern bislang größten Treffens des „European Mast Cell and Basophil Research Network" (EMBRN) am 9./10. Dezember 2010 an der Charite - Universitätsmedizin Berlin. Fehlfunktionen von Mastzellen spielen sowohl bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittelallergien, Urtikaria und Mastozytose eine Rolle, als auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Schuppenflechte, Rheuma, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. „Mehr als 50 Prozent der europäischen Bevölkerung leidet an Erkrankungen, bei denen Mastzellen oder Basophile eine entscheidende Rolle spielen", so Professor Marcus Maurer von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. >>>
+++ Rheumatoide Arthritis (RA) +++
Neues vom ACR-Kongress 2010: Aktuelle Real-Life-Daten bestätigen hohe und zunehmende Wirksamkeit von Tocilizumab
Frankfurt, 23.11.2010 – Der IL-6-Rezeptorblocker Tocilizumab (RoACTEMRAÒ) führt auch in der Praxis bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) zu einer schnellen und zunehmenden Wirksamkeit und verbessert die körperliche Funktionsfähigkeit. Zu diesen Ergebnissen kommt die multinationale Phase-IIIb-Studie ACT-SURE, die anlässlich des diesjährigen ACR-Kongresses in Atlanta präsentiert wurde. Die Daten untermauern die positiven Ergebnisse der deutschen TAMARA-Studie, die eindrucksvoll gezeigt hat, dass schon nach einem halben Jahr Behandlung mit Tocilizumab fast jeder zweite RA-Patient in Remission gelangen kann. >>>
+++ Rheumatoide Arthritis (RA) +++
Überlegene Wirksamkeit von Rituximab nach TNF-Versagen
Frankfurt – Bei der Rheumatoiden Arthritis handelt es sich um die häufigste entzündliche Erkrankungen der Gelenke. Von dieser chronischen, progressiv-systemischen Autoimmunerkrankung sind in Deutschland ca. 800.000 Menschen (1 Prozent der Bevölkerung) betroffen. Bei einer späten Diagnose und inadäquater Behandlung kommt es im Verlauf zur Versteifung und fortschreitenden Deformierung der befallenen Gelenke mit zunehmendem Verlust der Funktionsfähigkeit, was schließlich zur Invalidität führen kann. Bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis werden sehr unterschiedliche Krankheitsverläufe beobachtet. Daraus ergibt sich – nicht zuletzt auch auf dem Hintergrund der Kosteneffektivität – die Möglichkeit (und Notwendigkeit) zu einer individualisierten Therapie mit dem Ziel einer besseren Kontrolle der klinischen Symptome. >>>
+++ Schnelles Ansprechen bei der RA-Therapie +++
Frühe und effektive Behandlung erhält Rheumatikern die Arbeitsfähigkeit
Hamburg – Bislang sind mehr als 400 verschiedene rheumatische Krankheitsbilder bekannt. Eines davon ist die Rheumatoide Arthritis (RA), eine Diagnose, die das Leben der Betroffenen stark beeinflusst. Welche Faktoren die Erkrankung verursachen, ist noch nicht vollständig bekannt. RA ist die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. Es wird geschätzt, dass weltweit fünf Millionen Menschen unter RA leiden1, in Deutschland sind etwa 800.000 Menschen betroffen. Solange die Ursachen der Erkrankung nicht vollständig geklärt sind, wird die Rheumatoide Arthritis nicht heilbar sein. Die Therapie konzentriert sich daher insbesondere auf das „Management“ der Erkrankung, mit dem Ziel, den Krankheitsverlauf so weit wie möglich zu verzögern und die Symptome so gering wie möglich zu halten. So können im besten Fall die Lebensqualität des Patienten erhöht, Schmerzen gelindert, die Bewältigung des Alltags sowie die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit erleichtert werden. >>>

| +++ Neue Risikoinformation +++ Rote-Hand-Brief zu Laboruntersuchungen bei Behandlung mit Leflunomid Leflunomid ist ein antirheumatisches Basistherapeutikum ("disease modifying antirheumatic drug", DMARD) mit immunmodulatorischen, antiproliferativen und antiphlogistischen Eigenschaften. Es ist indiziert zur Behandlung von Erwachsenen mit aktiver rheumatoider Arthritis. Zu den unerwünschten Arzneimittelwirkungen im Zusammenhang mit Leflunomid zählen unter anderem Leberschäden unterschiedlichen Schweregrads und hämatologische Reaktionen. Der Hersteller weist jetzt in einem Rote-Hand-Brief daraufhin, dass wie in der Fachinformation aufgeführt vor Beginn einer Behandlung mit Leflunomid sowie alle zwei Wochen in den ersten sechs Monaten der Behandlung die ALT (SGPT) und ein vollständiges Blutbild (einschließlich Differenzialblutbild und Blut- plättchen) kontrolliert werden müssen. Anschließend sollen diese Werte alle acht Wochen kontrolliert werden. >>> |
+++ Der Klassiker weiter in der ersten Liga +++
Methotrexat: Effektivere Therapie aufgrund neuer Erkenntnisse
DGRh 2010 – Hamburg. Auch nach mehr als 40 Jahren überrascht die Wissenschaft mit Neuigkeiten zum Rheuma-Klassiker Methotrexat (MTX). So konnte unlängst gezeigt werden, warum die parenterale Gabe (metex® Fertigspritze) effektiver ist als die orale, dass es Kollateralschäden an Herz und Gefäßen vermeiden hilft und darüber hinaus als Kombinationspartner sowohl von synthetischen DMARDs als auch Biologika Gelenkentzündung und -destruktion effektiv Einhalt zu gebieten vermag. Methotrexat nimmt auch weiterhin einen zentralen Stellenwert in der Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen, speziell der rheumatoiden Arthritis, ein. Laut Prof. Dr. Christoph Fiehn, Baden-Baden, könnten die neuen Erkenntnisse zum Wirkmechanismus den Erfolg der MTX-Therapie weiter verbessern. Denn sie erklären seine bisher wenig verstandene antientzündliche Wirkung. Als entscheidender Faktor für die Aufnahme von MTX in die Zellen wurde inzwischen der Folat-Rezeptor beta ausgemacht. >>>
+++ Behandlung starker chronischer Schmerzen +++ Neues zentral wirksames Analgetikum Palexia® retard ab sofort verfügbar Hamburg – Ab Oktober 2010 wird mit PALEXIA® retard (Wirkstoff Tapentadol) erstmals seit über 20 Jahren wieder ein neues zentral wirksames Analgetikum zur Verfügung stehen. Der Wirkstoff wird als erster Vertreter der neuen Substanzklasse der MOR-NRI angesehen. Die Substanz kombiniert µ-Opioid-Rezeptor-Agonismus (MOR) und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmung (NRI) in einem Molekül. Tapentadol hat sich in den Studien bei der Therapie nozizeptiver und neuropathischer Schmerzen bewährt. Im Vergleich zu starken klassischen Opioiden wie Oxycodon wurden unter Tapentadol bei vergleichbarer analgetischer Wirksamkeit deutlich weniger opioid-typische Nebenwirkungen beobachtet. Unter Tapentadol brachen im Vergleich zu Oxycodon deutlich weniger Patienten ihre Schmerztherapie ab, die Lebensqualität nahm zu. >>> |
+++ DGRh 2010 – Klassiker weiter in der ersten Liga +++
Methotrexat: Effektivere Therapie aufgrund neuer Erkenntnisse
Hamburg – Trotz der schon sehr langen Geschichte von Methotrexat (MTX) in der Rheumatologie gibt es immer wieder Interessantes und klinisch Relevantes zu diesem Standard-Basistherapeutikum zu berichten. So konnte unlängst erklärt werden, warum die parenterale Gabe (metex® Fertigspritze) effektiver ist als die orale: Methotrexat ist ein Prodrug, das erst durch Anheftung möglichst vieler Glutaminreste seine volle Wirkkraft entfaltet. Dies geschieht vermehrt, wenn MTX gespritzt wird. Es konnte zudem gezeigt werden, dass es Kollateralschäden an Herz und Gefäßen vermeiden hilft und so die kardiovaskuläre Mortalität senkt. Last not least vermag es nicht nur in der Kombination mit Biologika, sondern auch mit klassischen DMARDs, Gelenkentzündung und – destruktion effektiv einzudämmen. Auch wenn inzwischen viele Biologika zur Verfügung stehen, hat Methotrexat nicht an Bedeutung verloren. >>>
+++ Forum systemische Sklerose-Therapie +++
Digitale Ulzerationen und darüber hinaus: sichtbare und unsichtbare Manifestationen der systemischen Sklerose (SSc)
Hamburg – Zum zweiten Mal fand am 10. und 11. September das von Actelion Deutschland ausgerichtete Deutsche SSc-Forum unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. G. Riemekasten, Berlin; Prof. Dr. med. U. Müller-Ladner, Giessen und Prof. Dr. med. C. Sunderkötter, Münster in Hamburg statt. Thematisch drehte sich alles um die unterschiedlichen Aspekte und Manifestationen der systemischen Sklerose. In einer lebhaften Mischung aus Vorträgen und interaktiven Workshops diskutierten Teilnehmer verschiedener Fachrichtungen über den aktuellen Kenntnisstand und zukünftige Entwicklungen bei dieser seltenen Kollagenoseform. Inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung waren die digitalen Ulzerationen, eine schwerwiegende Komplikation bei systemischer Sklerose. Bislang wird in der Fachwelt noch zu selten thematisiert, in welchem Ausmaß diese schmerzhaften Geschwüre an Fingern oder Zehen die Lebensqualität der Patienten erheblich beeinträchtigen. Zumal den Patienten mittlerweile mit Endothelin-Rezeptor-Antagonisten wie Bosentan eine zusätzliche Therapieoption zur Verfügung steht. >>>
+++ Digitale Ulzerationen und PAH +++
Was kann der Rheumatologe in Kooperation tun?
Hamburg – Systemische Sklerose (SSc) ist eine chronische Bindegewebserkrankung, die durch exzessive Fibrose, Inflammation und vaskuläre Dysfunktion gekennzeichnet ist. Unter den Krankheiten des rheumatischen Formenkreises weist sie die höchste fallspezifische Mortalität aus. Diese schlechte Prognose – zusammen mit einer im klinischen Alltag sehr heterogenen Natur der SSc und dem hohen Risiko von assoziierten Komplikationen – stellt den behandelnden Arzt vor große Herausforderungen. Eine für die betroffenen Patienten besonders belastende vaskuläre Komplikation der systemischen Sklerose sind digitale Ulzerationen, die bei über 50 Prozent der Patienten im Verlauf der Erkrankung auftreten. Pulmonal arterielle Hypertonie ist eine der schwerwiegendsten und vor allem die Lebenserwartung deutlich limitierende vaskuläre Komplikation bei 8–16 Prozent der Patienten mit systemischer Sklerose. Die Therapie vaskulärer Komplikationen stellt eine große Herausforderung an die betreuenden Ärzte von Sklerodermie-Patienten dar und ist nur in Kooperation zwischen Dermatologen, Rheumatologen, Angiologen, Kardiologen, Pulmologen, Röntgenologen und ggf. Chirurgen möglich. >>>
+++ Entmachtung der Entzündung +++
Wirksamkeit von Adalimumab bei Rheumatoider Arthritis über acht Jahre belegt
Hamburg – Die rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste entzündliche autoimmun-vermittelte Systemerkrankung. Ca. 800.000 Menschen, also ein Prozent der Bevölkerung, sind in Deutschland von dieser Erkrankung betroffen, die sich durch Schmerzen und Schwellungen an Gelenken und Begleitstrukturen, aber auch durch unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit und fehlende Belastbarkeit bemerkbar macht. Noch in den 50er Jahren war der Erkrankungsverlauf für viele Betroffene so schwer, dass Behinderung, Erwerbsunfähigkeit und auch der Rollstuhl den schicksalhaften Verlauf und die Endstrecke dieser Erkrankung darstellten. Die Einführung von Biologika hat zu wesentlichen Verbesserungen bei der Behandlung schwerer Erkrankungsverläufe von Rheumatoider Arthritis geführt. Neben einer langfristigen, wirksamen Linderung der RA-Symptome kann auch die fortschreitende Zerstörung der Gelenke dauerhaft gehemmt werden. So zeigt etwa die Studie DE019, dass der TNF-a-Inhibitor Adalimumab (Humira®) in Kombination mit Methotrexat (MTX) die radiologische Progression über mindestens acht Jahre hinweg aufhalten kann. >>>
+++ Rheuma operativ behandeln +++
Ersetzt die Tablette das Skalpell?
Hamburg – Immer mehr Patienten werden heute mit modernen entzündungshemmenden Medikamenten (zum Beispiel Biologika) behandelt, deren Auswirkungen auf die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises eine massive Verbesserung der objektiven und subjektiven Parameter für die Betroffenen erbracht hat. Stand vor dem Jahr 2000 das Verhindern der schnellen Progredienz von Gelenkzerstörungen im Mittelpunkt der Therapieansätze der internistischen und orthopädischen Rheumatologie, wird heute die vollständige Remission gefordert, es ist gar die Rede von einer „Heilung“. Es stellt sich somit die Frage nach der Erübrigung der operativen Interventionen bei dieser Patientengruppe. >>>
+++ Neues aus der Forschung +++
Was bremst die Entwicklung neuer Medikamente gegen die Arthrose?
Hamburg – Die Osteoarthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt. Sie betrifft mehr als die Hälfte aller Menschen über 65 Jahren und ist durch die fortschreitende Zerstörung des Gelenkknorpels sowie den knöchernen Umbau betroffener Gelenke gekennzeichnet. Sie führt zu starken Schmerzen und zur Beeinträchtigungen der Beweglichkeit und damit zu einer nachhaltigen Verminderung der Lebensqualität. Als bedeutende Volkskrankheit verursacht die Arthrose nicht nur sehr viel persönliches Leid, sondern ist für einen großen Teil der über 26 Milliarden Euro an Krankheitskosten verantwortlich, die Erkrankungen des Bewegungsapparats in Deutschland jährlich verursachen. Die hohe Belastung für den Einzelnen und die große sozioökonomische Bedeutung der Osteoarthrose stehen dabei im Widerspruch zu den bisher eher unbefriedigenden therapeutischen Optionen. >>>
+++ Bedürfnisse einer immunologischen Hemmung +++
Wie verändert neues Wissen über das Immunsystem die Therapie der rheumatoiden Arthritis?
Hamburg – Die Pathophysiologie der rheumatoiden Arthritis ist untrennbar mit den verschiedenen Komponenten des Immunsystems über die gesamte Zeitdauer der Erkrankung verbunden. Bereits das angeborene Immunsystem kann entscheidend zur Aktivität der RA beitragen, zum Beispiel wenn über ubiquitär im Körper und den Gelenken vorkommende Rezeptoren des angeborenen Immunsystems, den s.g. Toll-like receptors, Zellen des Synovialgewebes zur Produktion von Entzündungsmolekülen und Matrix-abbauenden Enzymen angeregt werden können. Auch das erworbene Immunsystem ist bereits sehr früh in die Krankheitsentwicklung der RA involviert. Das wichtigste Zeichen ist hier, dass bis zu zehn Jahre vor dem Beginn der Erkrankung die weitgehend RA-spezifischen Antikörper gegen zitrullinierte Peptide bei den RA-Patienten nachweisbar sein können und bei Erstdiagnose einen aktiveren Verlauf der Erkrankung voraussagen. >>>
+++ Wohlstandskrankheit Gicht +++
Ein altes Leiden in neuem Licht?
Hamburg – Die Gicht ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der es zur Anhäufung von Harnsäure im Körper und schließlich zur Ablagerung von nadelförmigen Harnsäurekristallen in Gelenken und Weichteilgeweben kommt. Durch die Harnsäurekristalle wird bei typischem Krankheitsverlauf zunächst eine wiederkehrende akute Gelenkentzündung ausgelöst, die später in eine chronische Arthritis mit Zerstörung mehrerer Gelenke übergeht. Zudem kann sich die Harnsäure in kleinen Weichteilknoten (Gichttophi) ablagern und zu Nierensteinbildung führen. Die Gicht ist die häufigste Arthritis-Ursache bei Männern. Derartige Prozesse spielen bei der relativ häufigen JIA eine große Rolle. Unser Verständnis über diese Immunstörungen ist auch dadurch verbessert worden, dass sehr seltene s. g. „autoinflammatorische Syndrome“ immer besser verstanden werden: Der Körper unterhält bei autoinflammatorischen Syndromen ständig ungerichtete Abwehrreaktionen. >>>
+++ Neue Targets in der Kinderrheumatologie +++
TNF und IL-1 lassen sich therapeutisch blockieren
Hamburg – Etwa 20.000 Kinder in Deutschland leiden unter entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, von denen die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) der rheumatoiden Arthritis (RA) des Erwachsenen bezüglich der Gelenkentzündung ähnelt. Auslöser unkontrollierter Entzündungen kann unter anderem eine Überproduktion der Botenstoffe Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-a) oder Interleukin-1 (IL-1) in verschiedenen Zellen sein. In einem gesunden Immunsystem sorgen diese Botenstoffe dafür, dass die körpereigene Abwehr feindliche Zellen wie etwa Bakterien bekämpft. Wird die körpereigene Abwehr mobilisiert, ohne dass fremde Erreger vorhanden sind, entwickelt sich diese Entzündung selbst zur Krankheit. >>>
+++ Gelenke reparieren statt künstlich ersetzen +++
Arthrose ist mehr als ein Gelenkverschleiß im Alter
Hamburg – Mehr als die Hälfte aller 65-Jährigen leidet an einer Arthrose. Bei den Betroffenen baut sich nach und nach der Gelenkknorpel ab. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass es sich dabei nicht nur um altersbedingte Abnutzungserscheinungen handelt. Der Krankheit liegen vielmehr Stoffwechselvorgänge zugrunde, die auch bei der Knochenbildung des Embryos vorkommen. Die Erforschung dieser Vorgänge war ein Thema auf dem 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) vom 15. bis zum 18. September 2010 in Hamburg. Die DGRh tagte dort gemeinsam mit der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO) und der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR). >>>
+++ Neue Medikamente gegen Gicht +++
Stoffwechselstörung aktiviert Immunsystem und führt zu schmerzhafter Gelenkentzündung
Hamburg – Rund zwei Prozent der Bundesbürger leiden an Gicht. Bei dieser Stoffwechselstörung häuft der Körper so viel Harnsäure an, dass sich deren Kristalle in den Gelenken ablagern und dort Entzündungen verursachen. Mediziner haben inzwischen entschlüsselt, dass die körpereigene Abwehr bei der Erkrankung eine maßgebliche Rolle spielt. Vor allem zwei Wirkstoffe können die immun vermittelten Entzündungen gezielt stoppen und sind jetzt kurz vor der Zulassung. Über das Potenzial dieser Substanzen diskutierten Experten auf dem 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) vom 15. bis 18. September 2010 in Hamburg. >>>
+++ Berufsbild erweitern – Zusammenarbeit fördern +++
Der Fachverband Rheumatologische Fachassistenz e.V. stellt sich vor
Frankfurt am Main – „Fortbildung Rheumatologische Fachassistenz DGRh“ – und wie geht es weiter? Aus dieser Fragestellung heraus entstand der erste „Fachverband Rheumatologische Fachassistenz e.V.“ Seit der Gründung gehören zu den Zielsetzungen des Verbandes, Informations- und Fortbildungsangebote für die Mitglieder zu schaffen und den Austausch mit anderen Organisationen in der Rheumatologie und angrenzenden Disziplinen zu fördern. Pünktlich zum DGRh-Kongress wird die Internet-plattform www.forum-rheumanum.de online gehen. Die Anforderungen an die medizinische Fachangestellte in der Rheumatologie gehen seit langem über die der klassischen Arzthelferin hinaus. >>>
+++ Mixed Treatment Comparison in der Rheumatologie +++
RoActemra ist anderen Biologika im ACR70-Ansprechen überlegen
Frankfurt am Main – Der Interleukin-6-Rezeptorblocker Tocilizumab (RoActemra®) zeigt in einer aktuellen, indirekten Vergleichsanalyse (Mixed Treatment Comparison, MTC) bei der Behandlung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) eine höhere ACR70-Ansprechrate als andere, in den Vergleich einbezogene Biologika. Damit ist Tocilizumab das erste RA-Biologikum, für das in einem indirekten Wirksamkeitsvergleich ein signifikant besseres klinisches Ansprechen belegt wurde. In der aktuellen Mixed Treatment Comparison von Bergman et al. wurden die ACR-Ansprechraten von Tocilizumab, Abatacept, Rituximab, Etanercept, Infliximab und Adalimumab analysiert. Eingeschlossen wurden 16 publizierte, randomisierte, plazebokontrollierte doppelblinde Studien mit insgesamt 6.781 Patienten, die zuvor unzureichend auf eine Therapie mit konventionellen Disease-Modifying Antirheumatic Drugs (DMARDs) angesprochen hatten. >>>
+++ Ein Jahr IL-6-Rezeptorblockade mit Tocilizumab +++
Erfahrungen aus der Praxis
Frankfurt/Main – Der IL-6-Rezeptorblocker Tocilizumab (RoActemra®) feierte einjähriges Jubiläum der europaweiten Zulassung zur Therapie der Rheumatoiden Arthritis (RA). In vier regionalen Foren in München, Bonn, Dresden und Frankfurt/Main tauschten Rheumatologen ihre Erfahrungen aus dem Praxisalltag mit dem First-Line-Biologikum aus und diskutierten die Erwartungen an Tocilizumab nach dem ersten Jahr der Therapie. Tocilizumab stellt als IL-6-Rezeptorblocker einen völlig neuen Therapieansatz zur Behandlung der RA dar. Seine überlegene Wirksamkeit hat der monoklonale Antikörper bereits in den fünf Zulassungsstudien mit über 4.200 Patienten unter Beweis gestellt >>>
+++ Ergebnisse der CONDOR-Studie +++
Neue Perspektiven für die antiphlogistische Schmerztherapie
Frankfurt, 24. Juni 2010 – Weltweit leiden einige Millionen Menschen an Arthrose und rheumatoider Arthritis (RA) – mit einem zu erwartendem exponentiellen Zuwachs aufgrund der zunehmend älter werdenden Bevölkerung. Die Betroffenen werden zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen meist mit nicht-spezifischen nicht-steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (NSAIDs) und einem zusätzlichen Protonenpumpenhemmer (PPI) behandelt. Diese Patienten haben jedoch ein mehr als vierfach höheres Risiko, unerwünschte klinische Folgen am oberen und unteren Magen-Darm-Trakt zu erleiden als jene, die Cyclooxygenase-2 (COX-2)–selektive NSAIDs erhalten. >>>
+++ Frühe rheumatoide Arthritis +++
Wie entscheidend sind rechtzeitige Diagnose und Therapie für den Behandlungserfolg?
Berlin – Obwohl in verschiedenen klinischen Studien gezeigt werden konnte, dass ein rascher Therapiebeginn den Verlauf einer rheumatoiden Arthritis (RA) positiv beeinflussen und die Chancen auf Remission für den Patienten verbessern kann, wird in der Regel zu spät behandelt und das „window of opportunity“ somit ungenutzt gelassen. Dieses Fazit zogen Experten auf einer Pressekonferenz im Deutschen Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) in Berlin. Gerade zu Beginn der Erkrankung ist eine Diagnose anhand gängiger Klassifizierungskriterien zumeist noch nicht möglich, da sich das klinische Bild der RA erst mit der Zeit entwickelt. Therapeutische Interventionen müssen daher weitgehend auf den zu erwartenden Verlauf abgestimmt werden. Im Rahmen der aktuell vom DRFZ begonnenen Beobachtungsstudie CAPEA soll daher die prognostische Bedeutung früher Krankheitszeichen für den langfristigen Verlauf untersucht werden, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Arthritis-Patienten künftig in einem frühen Krankheitsstadium optimal behandelt werden sollten. >>>
+++ Konditionstraining statt Schonen +++
Paradigmenwechsel in der Bewegungstherapie für Rheumatiker
Halle – Durch ein Konditionstraining können Rheumakranke ihre Leistungsfähigkeit stärker verbessern als bei einer Standardrehabilitation. Das zeigen erste Ergebnisse einer kontrollierten Studie mit 402 Patienten. In dem Projekt arbeitet das Institut für Rehabilitationsmedizin an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit zwei Rehabilitationskliniken zusammen. Das Team entwickelte ein Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining "KAKo", kombiniert mit einem Motivationstraining. Für diesen umfassenden Ansatz und seine überzeugende Darstellung erhielten die Forscher gerade auf dem Rehawissenschaftlichen Kolloquium der Deutschen Rentenversicherung, dem größten deutschen Rehabilitationskongress, einen Preis. >>>
+++ Neue Daten zur Therapie der Rheumatoiden Arthritis +++
Individualisierung der Behandlung für optimales Resultat
Madrid, 4. März 2010 – Im Fokus des internationalen Kongresses „Progress and Promise“ für Dermatologen und Rheumatologen zum Thema „Personalising therapy, optimising outcome“ standen Reviews aktueller Guidelines und ihre Umsetzung in die Praxis sowie die Wirksamkeit und Langzeitsicherheit von Biologics wie dem TNF-a-Rezeptor Etanercept (Enbrel®). Besondere Aufmerksamkeit widmete der von Wyeth – ein Unternehmen der Pfizer-Gruppe – veranstaltete Kongress unter der Leitung des Rheumatologen Professor Dr. Paul Emery, University of Leeds, United Kingdom, und des Dermatologen Professor Dr. Jörg Prinz, Ludwig-Maximilians-Universität München, darüber hinaus dem individualisierten Herangehen an das Management entzündlicher Erkrankungen, um die Langzeitergebnisse in der Therapie zu verbessern. >>>
+++ Gesundmeldung statt Krankmeldung +++
Arbeiten mit chronischer Erkrankung – ungenutzte Potenziale erschließen – Arbeitsfähigkeit erhalten
Berlin, 03. März 2010 – Rund 30 Prozent aller Krankheitstage gehen auf Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats zurück – dazu gehören chronische Krankheiten wie entzündliches Rheuma, aber auch Rückenschmerzen oder ein Mausarm. Außerdem zählen sie zu den häufigsten Ursachen für eine krankheitsbedingte Frühberentung, wie der heute in Berlin vorgestellte deutsche „Fit for Work“-Report der unabhängigen britischen Work Foundation zeigt. Diese Erkrankungen haben somit nicht nur für die Erkrankten selbst, sondern auch für die Wirtschaft eine große Bedeutung, durch sie entstehen der Gesellschaft jährlich Kosten von insgesamt 26 Milliarden Euro. Verbesserungen beim Umgang mit diesen Erkrankungen sind aufgrund der damit verbundenen direkten und indirekten Kosten gesellschaftspolitisch von großer Relevanz. Hier sind alle Beteiligten zum Handeln aufgerufen. >>>
+++ Aktueller Bericht „Fit for Work” +++
Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats und der deutsche Arbeitsmarkt
Berlin – Der veröffentlichte Bericht „Fit for Work“ zeigt, dass Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats, zu denen mehr als 200 Erkrankungen wie Arthritis, Rückenschmerzen sowie Gelenk-, Muskel- und Sehnenschäden zählen, die Hauptursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten in Deutschland sind. Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats verursachen 30 Prozent aller Abwesenheitstage in Deutschland. Der neue Bericht stellt fest: Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats kosten Deutschland 26.6 Milliarden EURO an direkten Kosten und Produktivitätsausfall. Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sind die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle, aber aufgrund von mangelnden Spezialisten und Ressourcen scheitern die Bemühungen, den Erkrankten die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen. >>>
+++ Gesundheitsökonomische Aspekte in der Rheumatologie +++
Aktuelle Studie belegt Kosteneffektivität von Etanercept
Die Kombinationstherapie aus Methotrexat (MTX) und dem TNF-a-Rezeptor Etanercept (Enbrel®) ist bei Patienten mit einer Rheumatoiden Arthritis (RA) im Vergleich zur MTX-Monotherapie wirtschaftlich. Das belegen die Ergebnisse der ersten Kosten-Effektivitäts-Analyse zum Einsatz von Biologics in der Therapie der Rheumatoiden Arthritis. Die auf Basis der TEMPO-Studie ermittelte inkrementelle Kosten-Nutzen-Relation (IKNR) für Enbrel® beträgt 38.700 Euro je qualitätsbereinigtes Lebensjahr (QALY). Damit liegt der TNF-a-Rezeptor unter dem für Europa akzeptierten Wert für die Kosteneffektivität einer Therapieoption von 50.000 Euro pro QALY. Experten betonten auf einer Pressekonferenz, die am 2. Februar 2010 in Hamburg stattfand, dass neben der guten Wirksamkeit auch ökonomische Gesichtspunkte für die Kombinationstherapie aus MTX und Etanercept bei RA-Patienten sprechen. >>>
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+++ RheumaPreis geht in die zweite Runde +++ Bewerbungen für den RheumaPreis 2010 können ab sofort eingereicht werden Wiesbaden, 19. Januar 2010 – Zahlreiche kreative Ideen zur Einbindung von Menschen mit Rheuma in das Arbeitsleben, vier glückliche Preisträger und viel öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Rheuma und Beruf – so ist die Initiative „RheumaPreis – Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz“ im Jahr 2009 gestartet. Auch in 2010 wird der RheumaPreis wieder ausgeschrieben. Bewerbungen können ab sofort unter www.RheumaPreis.de eingereicht werden. >>> |
+++ Immunzellen besitzen eine innere Uhr +++
Einnahmezeitpunkt entscheidet über Wirkung von Medikamenten
Berlin - Ein Forscherteam der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat jetzt herausgefunden, dass in den Fresszellen des Immunsystems, den so genannten Makrophagen, eine innere Uhr tickt, die unter anderem für die zeitliche Steuerung von Entzündungsreaktionen zuständig ist. Die Arbeitsgruppe um Prof. Achim Kramer vom Institut für Medizinische Immunologie am Campus Charité Mitte fand heraus, wie dieser Mechanismus des Immunsystems viele tagesabhängige Beschwerden von Entzündungskrankheiten wie Rheuma oder Asthma steuern kann. Erste Ergebnisse der Grundlagenforschung veröffentlicht das Team jetzt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Proceedings of the Academy of Science (PNAS). >>>
+++ Arbeitsplatzverlust und Invalidisierung bei Menschen mit Rheuma +++
Erhalt der Arbeitsfähigkeit von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen
Der inflammatorische Krankheitsprozess und die fortschreitende Gelenkzerstörung sind die Hauptfaktoren, die zu körperlichen Funktionseinschränkungen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) führen. Während in den ersten Jahren der Erkrankung primär entzündungsbedingte Schmerzen und Schwellungen klinisch im Vordergrund stehen, wird im weiteren Verlauf der irreversible Verlust des Knorpel- und Knochengewebes maßgeblicher. Die auftretenden Symptome und Behinderungen führen zunächst zu einem Verlust der Arbeitsproduktivität durch krankheitsbedingte Fehlzeiten und Leistungs- verlust, im Krankheitsverlauf resultieren sie häufig in Arbeitsunfähigkeit. Studien zu Folge müssen 20 Prozent der RA-Patienten bereits im ersten Jahr der Erkrankung ihren Beruf aufgeben. Nach zehn Jahren gilt dies für 50 Prozent der Betroffenen und nach 30 Jahren für fast 90 Prozent. >>>
+++ Schmerzen und Schlafstörungen aus rheumatologischer Sicht +++
Begleitsymptome bei peripherem neuropathischem Schmerz
Köln - Rheumapatienten sollten neben einer effektiven Schmerztherapie auch die Behandlung von Schlafstörungen erhalten. Schlafstörungen erhöhen die Schmerzempfindlichkeit und das gesteigerte Schmerzempfinden kann die Schlafstörung verstärken. Aktuelle Studienergebnisse konnten nachweisen, dass die durch chronischen Schlafentzug bedingte gesteigerte Schmerzempfindlichkeit zu einem Anstieg an Entzündungsparametern führt. Menschen, die an Schmerzen leiden haben zu 79 Prozent Probleme beim Einschlafen und wachen zu 62 Prozent morgens früher auf. >>>
+++ Behandlung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis +++
Methotrexat – ein Goldstandard mit Potenzial und idealer Kombinationspartner
Köln - Selbst ein „Goldstandard“ kann noch verbessert werden, wie aktuelle Daten zu Methotrexat (MTX), dem wichtigsten Basistherapeutikum in der Rheumatologie, zeigen: Nach den Ergebnissen einer Multizenterstudie bevorzugen die meisten Patienten wie auch Ärzte eindeutig eine neu entwickelte Fertigspritze mit erhöhter Methotrexat-Konzentration. Und: Trotz großer Fortschritte in der Rheumatologie bleibe MTX der obligatorische und zudem sichere Partner in der Kombinations-therapie, hieß es auf dem 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Köln. >>>
+++ Therapie bei Psoriasis-Arthritis und Ankylosierender Spondylitis +++
Steigerung von Funktionalität und Lebensqualität
Patienten mit einer Psoriasis-Arthritis (PsA) hilft die Therapie mit Etanercept genauso wie Patienten mit Ankylosierenden Spondylitis (AS). Die ASCEND-Studie beweist, dass der TNF-alfa Rezeptor dem bisherigen Therapiestandard Sulfasalazin in der Therapie der Ankylosierenden Spondylitis überlegen ist. Bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis kommt Etanercept hoch dosiert zum Einsatz. Bisher wusste man jedoch nicht, ob sich dieser Therapieansatz auch in Bezug auf die Symptome der Gelenke von Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA) positiv auswirkt. >>>
Münster / Berlin, 23. September 2009 - Responder identifizieren, diese früher therapieren und dadurch unnötige Behandlungen vermeiden – dies sind die Ziele der aktuell startenden PREDICT-Studie. Um den Therapieerfolg einer Etanercept-Therapie noch besser vorhersagen zu können, führt Wyeth BioPharma gemeinsam mit Professor Dr. Gerd-Rüdiger Burmester und seinen Mitarbeitern der Klinik Rheumatologie und klinische Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik diese neuartige Studie durch. Sie dient der Identifikation von Antikörpern gegen neue Autoantigene die mit Etanercept-Non-Respondern assoziiert sind. >>>
+++ Thesenpapier zur Therapie von „Wirbelsäulen-Syndromen“ +++
Kausal therapieren mit Uridinmonophosphat
Patienten mit chronischen Rückenschmerzen beurteilen ihre Lebensqualität häufig als stark eingeschränkt und sind oft durch assoziierte psychosoziale Beeinträchtigungen belastet. Die Europäische Liga für ein sicheres Patienten-Therapie-Selbstmanagement e.V. (SELF e.V.) fordert daher frühzeitige präventive und therapeutische Maßnahmen, um den „Teufelskreis Rückenschmerzen“ zu durchbrechen. Dazu gehört auch die kausale Therapie mit Uridinmonophosphat. Im Rahmen einer Expertenkonferenz im Mai 2009 in Frankfurt verabschiedete SELF e.V. ein Thesenpapier, das aktuell im Praxis Magazin, Ausgabe 7/8 2009 veröffentlicht wurde. >>>
+++ Erweiterte Krebswarnung bei TNF-Blockern +++
FDA verfügte jetzt entsprechende umrahmte Warnhinweise (boxed warning)
Washington – Der Einsatz von Medikamenten, die die Wirkung des Tumornekrosefaktors alpha (TNF) blockieren, geht bei Kindern und Jugendlichen mit einem erhöhten Risiko von Lymphomen und anderen Krebserkrankungen einher. Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA verfügte jetzt entsprechende umrahmte Warnhinweise (boxed warning) in den Fachinformationen. Sie betreffen auch ein erhöhtes Leukämierisiko bei Erwachsenen und Kindern und die mögliche Induktion einer Psoriasis. Dass die im Juni 2008 angekündigte Sicherheitsprüfung der FDA länger als ein Jahr dauerte, könnte damit zusammenhängen, dass eine Kausalität nur schwer nachzuweisen ist. Einerseits erhalten die meisten Patienten mit schweren rheumatischen Erkrankungen weitere Immunsuppressiva wie Azathioprin oder Methotrexat, die ebenfalls mit einer erhöhten Krebsrate in Verbindung gebracht werden. Andererseits haben Patienten mit einigen Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn krankheitsbedingt ein erhöhtes Krebsrisiko. Auch bei der rheumatoiden Arthritis (RA) weisen epidemiologische Studien auf ein erhöhtes Leukämierisiko hin. >>>
+++ Europäische Zulassung des Etanercept (Enbrel®)-Fertigpens +++
Vereinfachte Applikation und optimierte Patientensicherheit mit dem MYCLIC-Fertigpen
Die Selbstinjektion mit dem Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-α)-Rezeptor-Fusionsprotein Etanercept (Enbrel®) wird für erwachsene Patienten ab sofort noch einfacher und sicherer: Zum 16. Juli 2009 wurde der neue Fertigpen MYCLIC von der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA (European Medicines Agency) für die Therapie der Rheumatoiden Arthritis, des Morbus Bechterew, der Plaque-Psoriasis und der Psoriasis-Arthritis von Erwachsenen zugelassen. Die neue Applikationsform ist ab sofort in Deutschland erhältlich. >>>
+++ EULAR 2009: Aktuelle 2-Jahresergebnisse der COMET-Studie +++
Neue Perspektiven für Patienten mit Rheumatoiden Arthritis
Patienten mit aktiver Rheumatoider Arthritis (RA) profitieren von der frühen Therapie mit Etanercept (Enbrel®) bei gleichzeitiger Gabe von Methotrexat: Die Kombinationstherapie führt signifikant häufiger zu klinischer Remission und zur Verringerung der radiologischen Progression als eine Monotherapie mit Methotrexat (MTX). Aktuelle 2-Jahres-Daten der COMET-Studie zeigen darüber hinaus, dass die frühzeitige kontinuierliche Behandlung der mittelschweren bis schweren RA mit der Enbrel®-Kombination das Fortschreiten der Erkrankung wesentlich besser hemmt als eine Monotherapie mit MTX. Das zahlt sich für die Patienten aus: Weniger Funktionseinschränkungen, Schmerzen und Fatigue sowie eine verbesserte Lebensqualität sind die Vorteile einer frühen Therapie. >>>
+++ B-Zell-Therapie mit Rituximab bei Rheumatoider Arthritis +++
Langzeitdaten bestätigen Sicherheit und Verträglichkeit von RTX in der Langzeittherapie
Aktuelle Studien vom diesjährigen Europäischen Kongress für Rheumatologie (EULAR) in Kopenhagen bestätigen, dass Patienten mit Rheumatoider Arthritis von der B-Zell- Therapie mit Rituximab profitieren. MabThera® zeigte ein stabiles Sicherheitsprofil und eine gute klinische Effizienz. Mit der Entwicklung der Biologika wurde die Therapie der Rheumatoiden Arthritis (RA) revolutioniert, berichtete Prof. Dr. Hans-Peter Tony, Leiter Schwerpunkt Rheumatologie vom Universitätsklinikum Würzburg. Rituximab (RTX) ist seit 2006 zugelassen und die derzeit einzige gegen B-Zellen gerichtete Therapie der RA bei Patienten, die auf konventionelle DMARDs und TNF-Blocker nicht ausreichend ansprechen. >>>
+++ RheumaPreis – Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz +++
zum ersten Mal vergeben
Mit der in diesem Jahr erstmals vergebenen Auszeichnung „RheumaPreis – Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz“ werden vorbildliche Ideen und Beispiele zur dauerhaften Einbindung von Menschen mit Rheuma in den Arbeitsalltag gewürdigt. Für ihre Mut machenden und beeindruckenden Bewerbungen erhielten die drei Preisträger Steffen Grandetzka, Janine Wallasch und Karin Schmitt ein Preisgeld in Höhe von jeweils 3.000 Euro. Ihre Arbeitgeber H&M, Michael Spielvogel GmbH & Co. KG und die Stadt Nürnberg wurden mit einer Auszeichnung für bemerkenswertes Engagement für Arbeitnehmer mit Rheuma geehrt. >>>
+++ Autoimmunkrankheit Sklerodermie +++
Sklerodermie Selbsthilfe e.V. feiert ihr 25 jähriges Bestehen
Noch vor 25 Jahren war die Krankheit Sklerodermie in der Öffentlichkeit unbekannt und unerforscht. Mit knapp 1.400 Mitgliedern und 40 Regionalgruppen unterstützt die Sklerodermie Selbsthilfe e.V. die Betroffenen geeignete Therapiemöglichkeiten und soziale Unterstützung zu bekommen, um die Lebensqualität zu verbessern. „Alles was die Selbsthilfe initiierte trug mit vielen kleinen Schritten dazu bei, dass die Betroffenen heute früher ihre Diagnose und Therapie bekommen, betonte Emma Margarete Reil, seit 13 Jahren Vorsitzende der Sklerodermie Selbsthilfe e.V. >>>
+++ Rheumakranke Kinder und Erwachsene wirkungsvoll behandeln +++
Rheuma-Kongress bringt erstmals alle Experten in der Rheumatologie zusammen
Köln, 6. Juli 2009 – Neueste Erkenntnisse über Diagnostik und Therapie der verschiedenen rheumatischen Erkrankungen diskutieren Ärzte und Wissenschaftler auf dem 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) vom 23. bis 26. September 2009 in Köln. Erstmals gestalten alle wissenschaftlichen rheumatologischen Fachgesellschaften gemeinsam das Programm des Rheumatologenkongresses: die DGRh, die Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO) und die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR). Zu den thematischen Schwerpunkten gehören die Versorgung von rheumakranken Kindern und seltene rheumatische Erkrankungen wie Morbus Behçet – ein Leiden, das vor allem Menschen aus dem östlichen Mittelmeerraum betrifft. Über diese Krankheit werden deshalb Mediziner aus dem diesjährigen Partnerland des Kongresses, der Türkei, berichten. Außerdem tauschen die Experten ihre Erfahrungen über den Einsatz von Biologika in der Therapie aus. >>>
+++ Neuer Biomarker für Rheuma entdeckt +++
Preis für Forscher des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin
Berlin – Forscher des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) haben mit dem Gen „Twist1“ das erste Kennzeichen für bestimmte Rheuma verursachende Zellen gefunden. Anhand dieses Biomarkers lassen sich krankmachende von schützenden Zellen des Abwehrsystems unterscheiden. Dies wiederum bildet neue Grundlagen für Therapien, die an den Ursachen von Rheuma ansetzen. Die Stiftung Wolfgang Schulze zeichnet die DRFZ-Forscher Dipl. biol. Inka Albrecht und Dr. rer. nat. Uwe Niesner jetzt für ihre Studien aus: Den Förderpreis verlieh die Deutsche Rheuma Liga e.V. am 27. Juni 2009 in Berlin. >>>
+++ Versorgung von Rheuma Kranken in Deutschland könnte besser sein +++
Patienten mit Rheumatoider Arthritis sind überwiegend unterversorgt
Stuttgart (ags) - Anlässlich des 1. Rheuma-Forum Baden-Württemberg in Stuttgart stellten Rheumatologen und Gesundheits- wissenschaftler fest: Die Behandlung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis hat sich in den vergangenen Jahren zwar verbessert, hinkt aber erheblich internationalen Standards hinterher. Besonders die Qualität der Behandlung leidet unter den fehlenden Fachärzten und unter unzureichenden Therapien. >>>
+++ Aktuelle Auswertung des Enbrel®-Registers zur JIA +++
Bessere Ansprechraten dank früherem Therapieeinsatz von Etanercept auch bei kleinen Patienten
Münster (28. Mai 2009). Eine aktuelle Auswertung des Enbrel®-Registers zur polyartikulären Juvenilen Idiopathischen Arthritis (JIA) zeigt, dass der TNFα-Rezeptor Etanercept (Enbrel®) bei Kindern und Jugendlichen zunehmend häufiger und früher eingesetzt wird. Dies wirkt sich positiv auf den Behandlungserfolg aus: Je früher mit der Therapie begonnen wird, umso schneller und häufiger erreichen JIA-Patienten eine bis zu 70-prozentige Verbesserung der Symptome und Krankheitsaktivität. >>>
+++ Interdisziplinäre Diagnose und Therapie der Psoriasis-Arthritis +++
Die Zusammenarbeit von Dermatologen und Rheumatologen ist unabdingbar
Aktuelle Daten der PRESTA-Studie* bestätigen: Starke und lang anhaltende Wirksamkeit von Enbrel® (Etanercept) bei Patienten mit Plaque-Psoriasis und Psoriasis-Arthritis (PsA). Nach 24 Wochen zeigten 70 Prozent der Patienten bei zweimal wöchentlicher Gabe von Etanercept eine 75-prozentige Verbesserung des Psoriasis Area and Severity Index (PASI). 1 Bei 72 bis 77 Prozent der Patienten kam es bereits nach zwölf Wochen zu einer deutlichen Verbesserung der Gelenksymptome. Diese wurde anhand der Psoriatic Arthritis Response Criteria (PsARC) gemessen und hielt auch bei Abschluss der Studie in Woche 24 noch an. PRESTA ist die erste und größte Studie dieser Art, bei der sowohl Dermatologen als auch Rheumatologen die positiven Auswirkungen von Etanercept beurteilten. Als weiteres Fazit zeigen die Studiendaten, wie bedeutend eine Zusammen-arbeit beider Facharztgruppen speziell bei der Diagnose PsA sein kann. >>>
+++ Strategiewechsel bei Rheumatoider Arthritis (RA) +++
B-Zell-Therapie mit MabThera
Die B-Zell-Therapie mit Rituximab (MabThera) hat sich bei Rheumatoider Arthritis (RA) als überlegene Behandlungsoption nach Versagen des ersten TNF-Hemmers etabliert. Aktuelle Studiendaten belegen für die Infusionstherapie mit Rituximab eine steigende Wirksamkeit und konsistente Sicherheit in der Langzeitbehandlung. Die frühe und konsequente Umstellung der Therapie auf Rituximab erhöht die Chance auf Remission und ermöglicht einen nachhaltigen Stopp der Gelenkzerstörung bei RA-Patienten. >>>
+++ Therapie der schweren, aktiven Spondylitis ankylosans +++
ASCEND-Studie belegt überlegene Wirksamkeit von Etanercept gegenüber DMARDs
Schmerzen, Funktionseinschränkungen und Wirbelsäulenbeweglichkeit von Patienten mit Spondylitis ankylosans (AS, Morbus Bechterew) bessern sich signifikant stärker, wenn sie nach konventioneller Behandlung statt des DMARDs (Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs) Sulfasalazin das Biologic Etanercept erhalten. Beginnend mit der zweiten Woche profitierten die Patienten signifikant von der einmal wöchentlichen Injektion mit dem TNFα-Rezeptor. Dies konnte die ASCEND-Studie als erster Direktvergleich zwischen einem DMARD und einem Biologic nachweisen, die anlässlich des „Progress and Promise“ in Amsterdam vorgestellt wurde. Die Bilanz der Experten: Etanercept sei damit Biologic der ersten Wahl für die Therapie der schweren Spondylitis ankylosans bei Erwachsenen, die unzureichend auf eine konventionelle Behandlung angesprochen haben. >>>
+++ Versorgung von Rheuma-Patienten langfristig verbessern +++ Monatliches Stipendium an interessierte Ärzte für Fortschritte in der Rheumatologie
Rund zehn Millionen Rheuma-Patienten in Deutschland sind unterversorgt. Obwohl sich die Situation in jüngerer Vergangenheit gebessert hat, besteht für die Betroffenen noch immer Handlungsbedarf, denn sie leiden nicht nur der Krankheit, sondern auch an der unzureichenden medizinischen Versorgung. Mit dramatischen Folgen: Durch falsche Diagnosen und verspätete Therapien entstehen für das Gesundheitssystem Mehrkosten in Millionenhöhe. Hauptursache für den Missstand ist der Ärztemangel in der Rheumatologie. Um dies zu ändern, hat Wyeth BioPharma unter dem Namen „Zukunft Rheumatologie“ eine Initiative ins Leben gerufen, in deren Rahmen mehr als 1,5 Millionen Euro in ärztliche Weiterbildung und Forschungsförderung investiert werden. Kooperationspartner sind die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh), der Bundesverband Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. (BDRh) sowie das Rheumazentrum Hannover. >>>
+++ Innovative Therapie der Rheumatoiden Arthritis +++
RoACTEMRA® als First-Line-Biologikum europaweit zugelassen
Mit einer Prävalenz von ca. 2 % zählen die entzündlich rheumatischen Erkrankungen zu den häufigsten inflammatorischen Störungen, die auf Grund ihrer Chronizität und des – unzureichend therapiert – potenziell invalidisierenden Verlaufs auch volkswirtschaftlich zu den bedeutendsten Krankheiten zählen. Die wichtigste Krankheit in diesem Bereich ist die Rheumatoide Arthritis (RA; Synonym: chronische Polyarthritis) – nicht nur eine Gelenk-, sondern auch eine Systemerkrankung, die viele extraartikuläre Manifestationen zeigen kann. Charakteristischerweise beginnt sie jenseits des 40. Lebensjahrs und betrifft überwiegend Frauen (m/w 1:3), kann aber auch nicht selten schon im Kindesalter auftreten. Der Beginn ist in der Regel langsam und schleichend mit allgemeinem Krankheitsgefühl, häufig polyartikulär, bilateral und symmetrisch mit Bevorzugung der kleinen Gelenke der Hände und Füße, kann aber auch akut schmerzhaft eintreten. >>>
+++ Behandlung der Rheumatoiden Arthritis +++
RoACTEMRA in Europa für Patienten mit Rheumatoider Arthritis zugelassen
Roche und Chugai gaben bekannt, dass die Europäische Kommission die Zulassung für RoACTEMRA® (Tocilizumab) zur Behandlung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) erteilt hat. Tocilizumab ist, in Kombination mit Methotrexat (MTX), für die Behandlung erwachsener Patienten mit mäßiger bis schwerer aktiver Rheumatoider Arthritis angezeigt, die unzureichend auf eine vorangegangene Behandlung mit einem oder mehreren krankheits- modifizierenden Antirheumatika (DMARDs) oder Tumornekrosefaktor-(TNF)-Inhibitoren angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Tocilizumab kann bei diesen Patienten als Monotherapie verabreicht werden, falls eine Methotrexat-Unverträglichkeit vorliegt oder eine Fortsetzung der Therapie mit Methotrexat unangemessen erscheint. >>>
+++ Rheuma Früherkennung: Neuer Schnelltest liefert erste Hinweise +++
Einfacher Schnelltest für den Nachweis von anti-MCV-Antikörpern
Der rheumachec® kann ohne aufwändige Vorbereitungen vom Arzt durchgeführt werden und benötigt keine Labor-Analyse. Bereits nach 15 Minuten liegt das Testergebnis vor und zeigt an, ob sich Rheumafaktoren und MCV-Antikörper im Blut befinden. >>>
+++ Die Therapie der Fibromyalgie +++
Die genauen Ursachen der Fibromyalgie sind nicht bekannt
Die Fibromyalgie ist eine der meist verbreiteten chronischen Schmerzerkrankung. Zwischen 16 und 40 Millionen Menschen sind weltweit erkrankt. Fibromyalgie tritt gewöhnlich mit Schlafstörungen, Steifigkeit, Erschöpfung zusammen mit anderen Begleiterkrankungen auf. Überwiegend sind Frauen betroffen, insgesamt etwa 87 %. Die genauen Ursachen der Fibromyalgie sind nicht bekannt. Einige Wissenschaftler vermuten, dass es eine Abnormität gibt, wie der Körper auf Schmerz, insbesondere bei Anreizen mit einer verstärkten Sensibilität reagiert. Eine zunehmende Anzahl von Fakten weisen darauf hin, dass Änderungen im zentralen Nervensystem zur erhöhten Schmerzempfindlichkeit bei Fibromyalgieerkrankten führen. >>>
+++ Ziele erreichen bei Rheumatoider Arthritis +++
Die B-Zell-Therapie mit MabThera® ist die Therapie der Wahl nach Versagen des ersten TNF-Hemmers.
Neue Studiendaten vom ACR-Kongress 2008 belegen die hohe Wirksamkeit und Sicherheit der Infusionstherapie in der Langzeitbehandlung und im Praxisalltag. Rituximab reduziert die Krankheitsaktivität nach Versagen eines TNF-Hemmers stärker als die Behandlungsfortführung mit einem zweiten TNF-Hemmer und hält die Gelenkzerstörung in allen Subgruppen effektiv auf. Das Therapieziel „Remission“ rückt in greifbare Nähe. Diskutiert wird deshalb ein früherer Einsatz des Antikörpers. >>>
+++ Rheumatoide Arthritis in der Schwangerschaft +++
Rätselhafte Krankheitspause aufgeklärt
Berlin, 13.11.2008 - Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Inselspitals, Universitätsspital Bern liefern jetzt neue Erkenntnisse zum Verständnis der Rheumatoiden Arthritis, der häufigsten entzündlichen Erkrankung der Gelenke. Dabei untersuchten sie auf molekularer Ebene das Phänomen, dass die Entzündungssymptome während einer Schwangerschaft nachlassen und nach der Geburt wieder auftreten. Die Ergebnisse der Studie, die im Fachblatt Arthritis & Rheumatism* veröffentlicht ist, wecken Hoffnung auf neue Therapien. >>>