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+++ MEDIZIN-TELEGRAMM +++ 

 SCHMERZ-THERAPIE 

 

 

+++ Rechtzeitig die passenden Schmerzmedikamente +++  Schmerzen, insbesondere chronische Schmerzzustände, sind neben der nicht selten schweren Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen ein nicht zu unterschätzendes gesellschaftliches und ökonomisches Problem. Dies begründet die dringende Notwendigkeit für eine flächendeckende und dauerhaft wirksame Versorgung der Schmerzpatienten.  [>>>]     

  

Studiendaten weisen darauf hin, dass die Patienten nicht ohne weiteres von Pregabalin auf Gabapentin umgestellt werden können, denn bei mindestens jedem Zehnten wird eine solche Umstellung mit einem Wirkverlust erkauft!

+++ Neuropathische Schmerzen +++
Mechanismen-orientierte Schmerztherapie: Eine Domäne von Pregabalin.
22. Mai 2012 – Chronische neuropathische Schmerzen sind häufig in der klinischen Praxis anzutreffen. Sie beeinträchtigen erheblich die Lebensqualität der Patienten und stellen ein großes gesundheitsökonomisches Problem dar. Erhebungen schätzen die Punktprävalenz der neuropathischen Schmerzsyndrome auf etwa fünf Prozent in der Allgemeinbevölkerung. Eine effektive Schmerztherapie muss so früh und so intensiv wie möglich eingeleitet werden.

Der Schlüssel zum Erfolg in der medikamentösen Therapie von chronischen Schmerzen ist die klare Differenzierung der schmerzauslösenden Mechanismen. Selbst bei ätiologisch unterschiedlichen Grunderkrankungen können mithilfe einfacher Screening-Instrumente wie dem painDETECT®-Fragebogen die neuropathischen Schmerzkomponenten erkannt und einer adäquaten Therapie zugeführt werden. Im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages erläuterten Schmerzexperten auf einem Symposium differential-diagnostische Herausforderungen und zeigten auf, wie der neuropathischen Schmerzkomponente mit Pregabalinbegegnet werden kann. >>>   

  

Vimovo™ bietet Schmerzreduktion mit integriertem PPI-Magenschutz.1-4 Auf diesen Seiten wird alles Wissenswerte über Vimovo™ für Sie übersichtlich dargestellt: Die klinische Wirksamkeit von Vimovo™, der integrierte Magenschutz, der Wirkmechanismus und viele relevante Infos für die tägliche Praxis.

  

Der Vorteil von Tapentadol liegt im Vergleich zu klassischen Opioiden (wie z. B. Oxycodon) vor allem in der starken Wirksamkeit bei einer gleichzeitig besseren Verträglichkeit im Bezug auf opioidtypische Nebenwirkungen.

+++ Chronische Schmerzen +++
Bei internistischen Patienten auf effiziente Schmerztherapie achten.
21. Mai 2012 – In der internistischen Praxis sind die unterschiedlichsten Patientengruppen zu finden. Bei der Behandlung der verschiedenen Grunderkrankungen sollte das Thema Schmerzlinderung nicht außer Acht gelassen werden. Gehen doch viele Krankheitsbilder mit starken Schmerzen einher. Diese beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten erheblich. Hier ist eine gründliche Schmerzdiagnostik gefragt, um zugrunde liegende Schmerzmechanismen zu erkennen.

Ein Wirkstoff, der sowohl bei nozizeptiven als auch bei neuropathischen und gemischten Schmerzen wie z. B. Tumorschmerzen effizient eingesetzt werden kann, ist Tapentadol (Palexia® retard). Nicht jeder Schmerz, unter dem Tumorpatienten leiden, ist auch ein Tumorschmerz. Die meisten Tumorpatienten haben gleichzeitig mehrere Schmerzursachen, von denen der Schmerztherapeut eine möglichst zutreffende Vorstellung haben sollte. Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten so weit wie möglich aufrecht zu erhalten, eine effektive Analgesie trägt dazu bei.  >>>  

  

Zur Schmerztherapie nach einer Knie-TEP-Implantation haben sich starke und gut verträgliche Opioide wie die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) bewährt. Das zeigt eine nicht-interventionelle Beobachtungsstudie mit über 80 Patienten, die am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach durchgeführt wurde.

+++ Kniegelenkersatz +++
Effektive Analgesie verbessert Therapieerfolg und Rehabilitationsergebnis.
15. Mai 2012 – Mit jährlich etwa 175.000 Erstimplantationen und cirka 23.000 Revisionsoperationen am Kniegelenk sind Knieimplantate (Knie-Totalendoprothesen/TEPs) in Deutschland nach Hüftimplantaten die zweithäufigsten Endoprothesen. Da diese Operationen am offenen Knie erhebliche Schmerzen hervorrufen, ist eine effektive, kontinuierliche und individuell ausgerichtete Schmerztherapie ausschlaggebend für den gesamten Behandlungserfolg. Ziel muss es sein, in jeder Behandlungsphase die für den Patienten in der jeweiligen Situation notwendige effektive Schmerzlinderung zu garantieren und damit postoperativ wieder eine maximal erreichbare Lebensqualität zu ermöglichen. Eine effektive Schmerztherapie vor, während und nach einer Kniegelenkimplantation verbessert den Therapie- und den Rehabilitationserfolg. So lautete das Fazit der internationalen Expertenempfehlung „Schmerztherapie bei Kniegelenkersatz“, die auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 60. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V. in Baden-Baden vorgestellt wurde.  >>>  

  

Da NSAR in den Prostaglandinstoffwechsel eingreifen, kommt es nicht nur zur Schmerz- und Entzündungshemmung, es erhöht sich – wenn jedoch auch nur in geringem Maße – das Risiko für kardiovaskuläre Nebenwirkungen. Die Erhöhung des Herzinfarktrisikos gilt dabei jedoch für alle NSAR, also auch für die traditionellen NSAR wie Diclofenac und Ibuprofen.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ Entzündungsbedingte Schmerzen +++
Die Entzündung stoppen heißt den Schmerz stoppen.
18. April 2012 – Eine besondere Herausforderung in der Schmerztherapie ist die adäquate Behandlung der ausgeprägten Schmerz-symptomatik von Entzündungsschmerzen bei Arthrose und rheumatoider Arthritis. Seit der Entwicklung Azetylsalizylsäurehaltiger Fertigarzneimittel Ende des 19. Jahrhunderts gehört die medikamentöse Therapie entzündungsbedingter Schmerzen mit antipyretisch/ antiphlogistischen Analgetika zum Standardrepertoire anlagetischer Pharmakotherapien. Durch die Einführung der Cox-2-selektiven nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) Ende des 20. Jahrhunderts haben diese Schmerztherapien eine entscheidende Weiterentwicklung erfahren. Zugleich hat sich damit auch das Wissen um traditionelle und neue Einsatzgebiete, um Wirkweisen, Verträglichkeiten und um die Sicherheit der Anwendungen selektiver wie unselektiver NSAR enorm erweitert. In zahlreichen kontrollierten Studien wurden tradierte empirische Annahmen in Frage gestellt und haben sich entweder bestätigt oder wurden widerlegt. Was blieb ist die Erkenntnis, dass auch (und gerade) bei den scheinbar so einfachen Therapien ...  >>>  

  

+++ Leitlinien vs. Verordnungsdruck +++
In der Opioidtherapie sollte Patientenwohl im Vordergrund stehen.
11. April 2012 – Bei der Therapie starker, chronischer Schmerzen sollte immer das Patientenwohl im Vordergrund stehen. Besonders bei der Verordnung starker Opioide sei dies zu beachten,. Zahlreiche gut eingestellte Schmerzpatienten reagieren auf einen nicht-medizinisch indizierten Opioidwechsel mit vermehrten Schmerzen oder Nebenwirkungen. So lautet das Fazit der drei Referenten des Symposiums „Leit-liniengerechte Schmerztherapie vs. Verordnungsdruck“ im Rahmen des 23. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativ-Kongresses. Professor Dr. Gerd Mikus vom Universitätsklinikum Heidelberg
kritisiert , dass nach wie vor Morphin oftmals als Mittel der ersten Wahl bezeichnet würde. „Es gibt gute Alternativen zu Morphin unter den stark wirksamen Opioiden, die je nach Symptomlage und individuellem Wirkungs- und Nebenwirkungsprofil wesentlich vorteilhafter als Morphin sind“, stellt der klinische Pharmakologe fest. Der Wirkstoff habe einige ungünstige pharmakologische Eigenschaften, welche die Gesundheit des Patienten gefährden könnten. Besser geeignet seien zum Beispiel Substanzen wie...  >>>  

Im Hinblick auf das Patientenwohl ist unter anderem die Auswahl des Opioids von Bedeutung. In vielen Ländern, wie Deutschland oder den USA, haben moderne Substanzen Morphin als meistverordnetes starkes Opioid abgelöst. Diese Entwicklung zeigt, dass Morphin nicht mehr das Mittel der ersten Wahl ist.

  

Bei richtiger Anwendung sind Fentanylpflaster wirksame und sichere  Schmerzmittel. Die britische und die US-amerikanische Arzneimittelbehörde warnen jedoch vor schweren Intoxikationen aufgrund von Anwendungsproblemen: durch falsche Dosierung, unzweckmäßigen Einsatz oder auch Unglücksfälle wie das Verschlucken von Pflastern durch Kinder. Die FDA weist darauf hin, dass Fentanylpflaster entsprechend der US-Zulassung nur bei opioidtoleranten Patienten eingesetzt werden sollen.

+++ UAW-News International +++
Unkritische Anwendung von Fentanylpflastern erhöht das Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen!
Berlin, 10. April 2012 – Bei richtiger Anwendung sind Fentanylpflaster wirksame und sichere Schmerzmittel. Auch in Deutschland sind Fentanylpflaster zum stark wirksamen Opioid der ersten Wahl geworden. Bei Verordnung und Umgang werden jedoch Empfehlungen für eine sichere Anwendung nicht immer beachtet: So werden Fentanylpflaster häufig bei opioidnaiven Patienten eingesetzt und durch die Verordnung von zu hohen Dosierungen bei Therapiebeginn können vor allem ältere und multimorbide Patienten gefährdet werden.

Trotz Kontraindikation werden Fentanylpflaster auch bei akuten Schmerzen verordnet, und nur bei einem Viertel der Patienten liegen Erkrankungen vor, die z. B. wegen Schluckstörungen eine transdermale Schmerzmittelgabe erforderlich machen. Dies zeigt eine Untersuchung von Krankenversicherungsdaten aus den Jahren 2004 bis 2006. Auch die FDA weist darauf hin, dass Fentanylpflaster entsprechend der US-Zulassung nur bei opioidtoleranten Patienten eingesetzt werden sollen.  >>>  

 

Schmerzen gehören nicht zwangsläufig zum Alter, aber im Alter treten Schmerzen häufiger auf. Daraus erklärt sich vielleicht auch, dass vor allem chronische Schmerzen oft bei Patienten jenseits des 70. Lebensjahres festzustellen sind. Viele dieser Patienten erleben den chronischen Schmerz in einem Ausmaß, dass Alltagskompetenz und Wohlbefinden deutlich beeinträchtigt sind und so mitunter sogar der Verlust der Selbständigkeit droht.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ Schmerz im Alter +++
Schmerzfrei und autonom leben: Schonende Behandlungsoption für ältere Patienten.
28. März 2012 – Eine suffiziente Schmerztherapie gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der modernen Medizin. Insbesondere alte oder bereits hochbetagte, oft multimorbide Menschen leiden unter chronischen Schmerzen unterschiedlicher Genese. Aufgrund der dann zumeist notwendigen Multimedikation bietet sich bei diesen Patienten zur Schmerzbehandlung eine transdermale Therapie geradezu an, um schmerzbedingte Beeinträch-tigungen zu reduzieren und die Fähigkeit zur Selbstversorgung und sozialen Kontaktpflege so gut wie möglich zu erhalten.

Das transdermale buprenorphinhaltige 7-Tage-Pflaster Norspan® lindert chronische Schmerzen effektiv und ermöglicht somit den Betroffenen eine Rückkehr in ein aktiveres Leben. Ebenso hilft es die Selbstständigkeit alter Schmerzpatienten möglichst lange zu erhalten.  >>>  

  

Bei Einstellung auf Palexia® retard sollte die Vormedikation immer berücksichtigt werden. Bei opioid-naiven Patienten ist zu Anfang in der Regel eine niedrige Dosierung (2 x 50 mg/d) zu empfehlen, die dann innerhalb von 3 Tagen gesteigert wird - angepasst an den Bedarf des Patienten. In Studien war die Minimaldosis der Patienten auf 2 x 100 mg festgelegt.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ Chronische Schmerzen +++
Tapentadol: zwei Wege - ein Ziel für eine effiziente Schmerztherapie.
21. März 2012 – Schmerzentstehung und Schmerztherapie sind trotz modernster Methoden und Techniken immer noch ein kompliziertes medizinisches Gebiet. Chronische Schmerzsyndrome stehen im Mittelpunkt des Praxisalltags der Schmerztherapeuten. Ihre Aufgabe ist es daher, für die Patienten individuelle Lösungen für eine größtmögliche Schmerzlinderung zu finden und so gleichzeitig die Lebensqualität zu verbessern. Die Behandlung chronischer Schmerzen kann immer nur dann erfolgreich sein, wenn insbesondere bei der Therapieauswahl die zugrundeliegenden Schmerzmechanismen berücksichtigt werden.

Hier setzt der Wirkstoff Tapentadol (Palexia® retard) an, der zwei starke Wirkmechanismen in einem Molekül vereint, die beide synergistisch zur Analgesie beitragen: µ-Opioid-Rezeptor-Agonismus (MOR) und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmung (NRI). Bisherige Erfahrungen aus der Praxis bestätigen die guten Studienergebnisse. Vorteil der Substanz: Starke Wirkung und breite Einsetzbarkeit bei einem im Vergleich mit klassischen Opioiden sehr günstigen Verträglichkeitssprofil.  >>>  

  

Müller-Schwefe erläuterte, dass medizinische Leitlinien aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Er forderte alle in der Patientenversorgung aktiv Beteiligten auf, „sich über bestehende Leitlinien zu informieren und sich konstruktiv und kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen“, denn sie liegen in sehr unterschiedlicher Qualität vor und werden somit oft den Zielen und Qualitätsanforderungen nicht gerecht und entsprechen nicht dem aktuellen fachlichen Entwicklungsstand.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ Leitlinien-Dschungel +++
Neue DGS PraxisLeitlinien sollen die Versorgung von Schmerzpatienten verbessern.
21. März 2012 – Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen sind die Stiefkinder des Medizinsystems in Deutschland. Dies belegen Umfragen und Untersuchungen, die auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag präsentiert wurden. Die >Schmerzoffensive Deutschland<, ein Programm der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, soll dies nun endlich ändern“, erklärt Tagungspräsident Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe.

Dieses Programm hat ein einziges Ziel: Das Gesundheitssystem in Deutschland soll sich endlich an der Versorgungsnotwendigkeit von Millionen Menschen mit chronischer Schmerzkrankheit orientieren. Das erfordert ein Bündel von Maßnahmen, unter anderem auch die Verankerung der Schmerzmedizin als eigenständiges Fachgebiet in der Medizin. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie und die Deutsche Schmerzliga haben das Projekt „PraxisLeitlinien“ als Bestandteil einer Aktion als „Schmerzoffensive Deutschland“ gestartet. Ziel ist die deutliche Verbesserung der Behandlung von Schmerzpatienten.  >>>  

 

In Deutschland leben mehr als 11 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. Ursachen dafür sind Bewegungsschmerzen, allen voran Rückenschmerzen, neuropathische und Tumorschmerzen. Da es keinen Laborwert, keinen Ultraschall, keine Biopsie gibt, mit denen sich ein Schmerzzustand objektiv nachweisen lässt, unterschätzen Ärzte oft die Schmerzen.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ 10 Jahre Initiative Schmerz messen +++
Eine Erfolgsgeschichte für mehr Lebensqualität von Schmerzpatienten.
19. März 2012 – Seit 10 Jahren leistet die Initiative Schmerz messen erfolgreiche Aufklärungsarbeit zum Thema Schmerz messen, chronische Schmerzen und deren Behandlung. Dass sich seit 2002 einiges geändert hat, belegt eine aktuelle repräsentative Umfrage: Knapp 70 Prozent der Ärzte nutzen die Schmerzskala regelmäßig zur Therapiekontrolle. Die Initiative hat laut Dr. Marianne Koch, Schirmherrin der Initiative und Ehren-präsidentin der DSL, maßgeblich dazu beigetragen, die Versorgungssituation von Schmerzpatienten wesentlich zu verbessern. Jedoch bis zu einer optimalen Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist es noch ein langer Weg. Daher muss und wird das Engagement der Initiative weitergehen. „Es hat sich glücklicherweise bereits einiges getan. Vor 10 Jahre wurde die Schmerzstärke fast gar nicht gemessen“, so Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der DGS und Mitbegründer der Initiative Schmerz messen. Befragt man heute Ärzte, welche Maßnahmen und Methoden sie zur Erstanamnese von Schmerzpatienten einsetzen, nennen sie bereits an dritter Stelle – nach Anamnese und Untersuchung – die Schmerzskala. Anlässlich des Jubiläums wurde die größte Schmerzskala der Welt in Frankfurt enthüllt.  >>>  

 

Die kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland ziehen mehr und mehr die Schlinge um den Hals der Schmerztherapie zu: Es werden Morphinquoten vorgegeben, dazu werden auch Generikaquoten eingesetzt mit der Behauptung, dass mit diesen Substanzen eine differenzierte Schmerztherapie möglich sei. Die Schmerztherapie lebt vor der Individualität jeder Schmerzerkrankung, von einer Behandlungsmethode - der „Personalisierten Medizin. Chronische Schmerzpatienten sind kaum über den gemeinsamen Kamm von Durchschnittsquoten zu ziehen.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ Durchbruchschmerzen +++
Schmerzlinderung bei Tumorpatienten schon nach fünf Minuten.
18. März 2012 – Schmerzepisoden bei Durchbruchschmerz erreichen in nur wenigen Minuten ihre maximale Ausprägung (mediane Zeit bis zur Spitzenintensität drei Minuten), sind aber von hoher Intensität und oft nur von kurzer Dauer. Einer Untersuchung zufolge dauern etwa ein Drittel aller Durchbruchschmerz-Episoden weniger als 15 Minuten und knapp zwei Drittel 30 Minuten oder weniger.

Das erklärt auch, warum die Analgetika, zum Beispiel unretardiertes orales Morphin, zur Therapie von Durchbruchschmerzen weniger geeignet sind. Bis dessen Wirkung eintritt, ist die Episode meist schon vorüber, seine Wirkung hält jedoch vier Stunden an, was für die Patienten eine unnötige Wirkstoffbelastung darstellt. Durchbruchschmerzen können zwar durch eine Erhöhung der Opioid-Basismedikation in ihrer Häufigkeit reduziert werden, jedoch kann die erhöhte Dosierung Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Sedierung hervorrufen. Die neuen Praxisleitlinien der DGS haben speziell diese Probleme aufgenommen.  >>>

 

Bei der Entstehung und Wahrnehmung von Schmerz wirken viele Einflüsse zusammen - von früheren Schmerzerfahrungen bis zur sozialen Situation oder der Einstellung dem Schmerz gegenüber. Doch es zeigen sich große individuelle Unterschiede in der Schmerzwahrnehmung oder der Wirksamkeit von Analgetika, die die Wissenschaft zurzeit näher untersucht. Neueste Erkenntnisse der Genforschung bieten hier Ansätze für ein neues Verständnis.

+++ Genotyp und Schmerz +++
Maßgeschneiderte Prävention und Therapie möglich
12. März 2012 – Wien, Menschen empfinden in ähnlichen gesundheitlichen Situationen Schmerzen auf unterschiedlich intensive Art und Weise, und das gleiche Schmerzmittel wirkt bei manchen Menschen sehr gut und bei anderen kaum. Wissenschaftler/-innen suchen jetzt im menschlichen Erbgut nach Gründen für diese individuellen Unterschiede in der Wahrnehmung von Schmerzen und der Reaktion auf Therapien. "Einer der Gründe liegt in der Komplexität des Schmerzes und der Variationsbreite des menschlichen Genoms. Dass wir diese Mechanismen immer besser verstehen, eröffnet erstmals die Perspektive, in Zukunft für die unterschiedlichen Genotypen maßgeschneiderte Therapien und Präventionsprogramme zur Verfügung zu haben“, sagt Prof. Dr. Jörn Lötsch, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main.

Es gibt Menschen, die aufgrund erblicher Prägung besonders schmerzunempfindlich oder schmerzempfindlicher sind als andere. Zum Beispiel ist bekannt, dass die genetische Variante, die für rotes Haar verantwortlich ist, bei Frauen mit einer stärkeren Wirkung bestimmter Opioide verbunden ist.  >>>   

 

Einige der gängigen Annahmen über Kopfschmerz-Verursacher sind schlichtweg falsch. Bei manchen Kindern tritt Spannungskopfschmerz immer dann auf, wenn sie zuvor Süßigkeiten oder Obstsalat verzehrt haben. Der Auslöser des Kopfwehs ist hier wohl die Unverträglichkeit bestimmter Inhaltsstoffe, nicht etwa der Heißhunger. Auch der oft überbordende Konsum von Eistee spielt eine Rolle. Die Eltern übersehen, dass die Kinder darin viel Teein konsumieren, das wie Koffein wirkt.

+++ Kopfschmerz +++
Verkanntes Problem bei Minderjährigen wird völlig übersehen!
11. März 2012 - Wien, Migräne und chronischer Kopfschmerz sind bei Kindern und Jugendlichen auf dem Vormarsch: Hatten in den 70er- Jahren nur 14 Prozent von ihnen Kopfschmerz-Erfahrung, sind es heute 60 bis 80 Prozent. Die Politik ignoriert das Thema völlig und es gibt kaum Behandlungszentren, warnen Experten. "Kopfschmerz sieht man nur als Symptom, das durch Behandlung der grundlegenden Ursache ohnehin verschwindet.

Das trifft auf akuten, nicht aber auf chronischen Kopfschmerz zu", betont Çiçek Wöber-Bingöl, Leiterin des pädiatrischen Komitees der internationalen Kopfschmerz-Gesellschaft, am 16. Internationalen Wiener Schmerzsymposium. Meist tritt Kopfschmerz bei Kindern gemeinsam mit Infekten auf, zunehmend jedoch auch als Migräne. Zu den Auslösern zählen zu wenig oder zu viel Schlaf, fehlendes Trinken, das Auslassen von Mahlzeiten, Schulstress, Ängste und Familienprobleme.  >>>    

 

 Eine umfassende Schmerzkontrolle sollte am besten durch die Ärzte erfolgen, die die Patienten von Anfang an begleiten und deren Handeln nicht nur am Befund sondern auch am Befinden des Patienten orientiert ist. Ärzte, die Schmerz nicht nur als physisches Phänomen verstehen sondern auch ein offenes Ohr haben, psychische, soziale und spirituelle Dimensionen mit zu erfassen. „Ärzte, die über adäquate pharmakologische Kenntnisse und Therapieerfahrung verfügen.

+++ Lust am Leben? Schmerz vs. Ethik! +++
Krebspatienten im Rahmen ihrer Therapie mit dem Thema „Schmerz“ nicht alleine lassen.
5. März 2012 – Etwa die Hälfte der Patienten mit einer Krebserkrankung leidet im Verlauf ihrer Erkrankung an Schmerzen. Eine systematische Analyse von Daten aus 1966-2005 ergab, dass die Prävalenz bei fortgeschrittener bis terminaler Erkrankung mit   64 % am höchsten war, dass aber auch nach kurativer Therapie jeder dritte Patient unter Schmerzen litt. Mehr als ein Drittel der Patienten mit Schmerzen beschrieben sie als mäßig stark bis stark (VAS >4). Schmerz ist also ein häufiges und von den Patienten in Umfragen immer als hoch relevant beschriebenes Symptom. Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass Schmerz in der Betreuung von Krebspatienten durch Onkologen eine eher untergeordnete Rolle spielt. Onkologen sind die Partner der Patienten bei der Bewältigung ihrer Krebserkrankung. Eine umfassende Schmerzkontrolle sollte am besten durch die Ärzte erfolgen, die die Patienten von Anfang an begleiten und deren Handeln nicht nur am Befund sondern auch am Befinden des Patienten orientiert ist.  >>>   

 

Termine: Hamburg: 17.03.2012 - Alstertal-Einkaufszentrum, Heegbarg 31, 22391 Hamburg • München: 14.04.2012 - PEP München-Neuperlach, Ollenhauerstr. 6, 81737 München • Frankfurt:  21.04.2012 - Main-Taunus Zentrum, Am Main-Taunus-Zentrum, 65843 Sulzbach • Leipzig: 28.04.2012 - Nova Eventis Leipzig, 06237 Leuna / OT Günthersdorf • Essen: 05.05.2012 -Limbecker-Platz Essen, Limbecker Platz 1a, 45127 Essen

+++ CHAINGE PAIN +++
Mit allen Sinnen gegen den Schmerz: Deutschlandweite Tour bringt Thema auf die Straße

21. Februar 2012 – Zusammen mit den Kooperationspartnern DAK Gesundheit, Deutsche Schmerzliga e.V., der Deutschen Seniorenliga e.V. und dem Deutschen Verband für Physiotherapie-Zentralverband der  Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) e.V. startet am 17. März 2012 in Hamburg die von Grünenthal initiierte Kampagne „Change Pain: Mit allen Sinnen gegen den Schmerz“ zum Thema „Chronischer Schmerz“.

Die Initiative soll helfen, die Entstehungsmechanismen des Schmerzes zu erkennen und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessern. Ein weiteres Ziel ist es, eine auf jeden Patienten individuell zugeschnittene Schmerztherapie sowie das Verhindern von Isolation der Betroffenen. Aufklärung über Behandlung und Therapie ist ein weiterer Punkt der Initiative, denn nur „Information und Wissen schafft Verständnis“>>>  

 

 

Schmerzen im Alter richtig zu behandeln ist kein Problem des Alters. Es gilt vielmehr, die alters-spezifischen Veränderungen sowohl in die Diagnostik einfließen zu lassen, als sie auch in der Therapie zu berücksichtigen. Die eigentliche Herausforderung besteht folglich darin, alte und hochbetagte Menschen überhaupt als Schmerzpatienten zu erkennen und sie entsprechend dieser Erkenntnis ausreichend zu behandeln.

+++ Altersgerechtes Schmerzmanagement +++
Die richtige Analgesie steigert seelisches und soziales Wohlbefinden
8. Februar 2012 – Selbstständigkeit im Alter ist eine große Voraussetzung für eine gute Lebensqualität. Schmerzpatienten sind in ihrer Mobilität oft sehr eingeschränkt, viele betagte und hochbetagte Patienten nicht ausreichend analgetisch versorgt. Soziale Isolation, Schlafstörungen, Ängste, Depressionen und auch kognitive Einschränkungen können die Folgen sein. Das Erkennen von Schmerzen ist hierdurch oft erschwert  und die Wahl einer adäquaten Therapie stellt für Ärzte eine große Herausforderung dar.

Die Multimorbidität ist ein zentrales Problem beim älteren Schmerzpatienten. Sie erschwert als ständig vorhandener Einfluss auf die Körper-funktionen des geriatrischen Patienten einerseits die Diagnostik und andererseits die therapeutischen Möglichkeiten. Sie mindert die Belast-barkeit und Stabilität des Patienten nachhaltig.  >>>   

 

Die Behandlung von chronischen Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen erfordert ein interdisziplinäres therapeutisches Konzept, das im regulären Praxis- oder Stationsalltag oft nur schwer zu realisieren ist.   Wir bieten im Deutschen Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik/ Universität Witten/Herdecke multimodale Schmerztherapie für Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen im ambulanten und stationären Rahmen an.

+++ Hilfe für Kinder und Jugendliche +++
Deutsches Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik, der Universität Witten/Herdecke gegründet
Datteln 16. Januar 2012 – Mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Die Folgen dieser stillen Epidemie für die Betroffenen sind fatal – individuelles Leid und massive Schulausfälle drohen betroffenen Kindern. Am 16. Januar 2012 wurde an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/ Herdecke das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet. Hier finden Kinder, Jugendliche und ihre Familien Hilfe auf dem Weg zurück in ein schmerzfreies Leben. Unter www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de  finden Patienten, Eltern, Ärzte und Therapeuten umfassende Informationen rund um das Thema Kinderschmerztherapie.  >>> 

  

+++ Meta-Analyse +++
Neue Fakten zu gastrointestinalen Ereignissen: Gute Verträglichkeit von Aspirin bestätigt
10. Januar 2012 –  Sechs internationale Experten bestätigen: Aspirin® ist in der Selbstmedikation von leichten bis mäßigen Schmerzen oder Fieber in den zugelassenen Dosierungen mit der entsprechenden kurzzeitigen Anwendung sicher und wirksam. Die bisher größte Meta-Analyse zur Verträglichkeit von Aspirin® belegt, dass der Schmerzmittelklassiker bei der Kurzzeitbehandlung von Schmerzen und Fieber gut verträglich ist.

Im Vergleich zu anderen Analgetika wie Ibuprofen und Paracetamol ergeben sich bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Gesamtinzidenz unerwünschter Ereignisse im Magen-Darm-Trakt. Ausprägung und Häufigkeit unerwünschter Ereignisse lagen unter Aspirin® zudem auf oder nur geringfügig über dem Niveau von Placebo. Damit liefert die aktuelle Studie neue Fakten zur Versachlichung und Fokussierung der Verträglichkeitsdiskussion.  >>>   

"Bei der kurzzeitigen Anwendung in der Schmerz- und Fiebertherapie zeigt Aspirin in OTC-Dosierungen von 500 bis 1.000 Milligramm eine niedrige Inzidenz unerwünschter Ereignisse“, erläutert Studienleiter Prof. Angel Lanas, Leiter der Gastroenterologie, Universitätsklinik Saragossa, Spanien. • Die gute Verträglichkeit von Aspirin in der Selbstmedikation von akuten Schmerzen und Fieber ist sowohl in klinischen als auch in nicht-interventionellen Studien unter Alltagsbedingungen belegt.

 

Ärzte sollen ihren Patienten verständliche, knappe Informationen zu Erkrankungen anbieten können. Deshalb entwickelt das ÄZQ auf Initiative der KBV zu wichtigen Krankheitsbildern so genannte Kurzinformationen für Patienten (KiP). Sie vermitteln leicht verständlich wichtige Empfehlungen zu einzelnen Erkrankungen, und können zum Beispiel als Information im Wartezimmer ausliegen.

+++ Volkskrankheit Rückenschmerz +++
Neue Patienteninformationen zum Thema Kreuzschmerz veröffentlicht
22. Dezember 2011 – Die ausführliche Patienten-Leitlinie Kreuzschmerz und die beiden Kurzinformationen „Akuter Kreuzschmerz“ und Chronischer Kreuzschmerz vermitteln in verständlicher Form, was Kreuzschmerzen sind, wie sie entstehen können und wie sie behandelt werden. Diese Beschwerden gehören in Deutschland zu den am häufigsten angegebenen Schmerzen überhaupt. Etwa drei von vier Deutschen sagen, dass sie mindestens einmal in ihrem Leben Kreuzschmerzen gehabt haben.

Bei der Behandlung von Kreuzschmerzen hat sich in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen. Statt passiver Therapieformen, wie Schonen oder Bettruhe, wird heute eher das Gegenteil empfohlen, zum Beispiel Bewegung. Für Ärzte ist es oft nicht leicht, dies den Patienten zu vermitteln. Die neu erschienene Patienten-Leitlinie „Kreuzschmerz“ will deshalb sowohl Betroffene informieren, als auch Ärzte bei der Aufklärung ihrer Patienten unterstützen.  >>>   

 

+++ Schmerzmittelmissbrauch +++
Medizinische Fachgesellschaften begrüßen die Empfehlung zur BTM-Rezeptpflicht für kurz wirksames Opioid
Bochum, 20. Dezember 2011 – Eines der am häufigsten missbrauchten Schmerzmittel, die Kombination aus dem Opioid Tilidin und Naloxon in schnell im Organismus freigesetzten Tabletten und Tropfen, wird künftig schwieriger zugänglich sein: Anfang Dezember hat der Sachverständigenausschuss im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, Bonn) empfohlen, entsprechende Medikamente unter die betäubungsmittelrechtlichen Regelungen zu stellen. Die medizinischen Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS), Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS), Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Arbeitskreis „Gesundheitsschutz für Anästhesisten“ der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI) begrüßen diese Entscheidung angesichts des hohen Missbrauchspotentials. Die Versorgung Schmerzkranker wird sich nach Ansicht der Experten dadurch nicht verschlechtern: Lang wirksame Darreichungsformen (Retard-Tabletten) mit denselben Wirkstoffen wurden ausdrücklich von der Regelung ausgenommen.  >>>   

Die kurz wirksamen Tropfen werden von zahlreichen Nutzern missbräuchlich zur Entspannung eingenommen und leider auch von manchen Ärzten fahrlässig verschrieben. Rezepte für Tilidin/Naloxon Tropfen gehören in Deutschland zu den am häufigsten gefälschten. „Sobald ein solches Medikament nur noch auf BTM-Rezept zu verordnen ist, ist das medizinische Personal sensibilisiert; solche Rezepte werden nicht leichtfertig ausgestellt.

 

„Die Schmerzmitteltherapie in Deutschland ist noch immer von Über-, Unter- und Fehlversorgung gleichzeitig gekennzeichnet, so Prof. Gerd Glaeske, wissenschaftlicher Begleiter des Projekts vom Zentrum für Sozialpolitik in Bremen. Etwa 1/5 der Erwachsenen, sind von akuten oder chronischen Schmerzen betroffen. Eine multimodale Schmerztherapie erhalten je nach Schmerztyp nur maximal drei Prozent der Versicherten.

+++ Versorgungsatlas Schmerz +++
Gemeinsam an den richtigen Stellen der Schmerzversorgung ansetzen
Berlin – In Deutschland gibt es etwa 13 Millionen Patienten mit chronischen Schmerzen. Aber nur rund 20 Prozent der Betroffenen erhalten eine adäquate Therapie. Bis zum Projekt „Versorgungsatlas Schmerz“ war die Datenlage zur Versorgungssituation im Bereich Schmerz ungenügend. Das bisher einmalige Projekt wurde im Jahr 2008 von dem Unternehmen Grünenthal mit dem Hintergrund die Versorgungssituation von Schmerzpatienten in Deutschland abzubilden, initiiert.

Anhand von Krankenkassen-Routinedaten wurden die Schmerzpatienten in Deutschland gruppiert und die gegenwärtige Versorgungssituation analysiert. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern, AOK Niedersachsen und der DAK wurde ein entsprechendes Studiendesign aufgesetzt. Insgesamt flossen Datensätze von über sieben Millionen Versicherten beider Krankenkassen in die Untersuchung ein. Der Versorgungsatlas Schmerz beschreibt als erste Publikation die verschiedenen Schmerzarten anhand eines neuen Algorithmus sowie die damit verbundenen Versorgungsstrukturen.  >>>  

 

Die Anwendung der PET Technik erlaubt Blicke in das Gehirn bei wachen Menschen, die an akuten oder chronischen Schmerzen leiden, und zeigt, wie unmittelbar und entscheidend wichtig die Modulation durch endogene und exogene Liganden für die Schmerzwahrnehmung ist und wie fundamental die Aktivierungsunterschiede sind, wenn die Gabe von Opiaten die Schmerzverarbeitung moduliert.

+++ Schmerztherapie +++
Starke Opioide sind wichtiger Bestandteil einer multimodalen Schmerztherapie
Mannheim, DGSS 2011 – In Deutschland leiden statistischen Erhebungen zufolge rund 7,5 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Opioide haben einen hohen Stellenwert innerhalb der multimodalen Schmerztherapie. Jeder sechste chronische Schmerzpatient benötigt aufgrund seiner starken Schmerzen Opioide. Etwa 600.000 Patienten müssen laut Statistik mit stark wirksamen Opioiden behandelt werden. Wichtig ist, die Behandlung individuell auf den jeweiligen Patienten anzupassen. Bei der Zusammenstellung der Behandlungsmaßnahmen sind nicht nur der Therapie-erfolg, sondern auch die Kosten ein entscheidendes Kriterium. Ergebnisse einer Studie zeigen, dass eine Behandlung mit der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) im Vergleich zu anderen starken Opioiden wirksamer, verträglicher und zugleich kosten-günstiger ist.  >>>  

 

Die Demenzielle Erkrankung ist neben dem Schlaganfall die Alterserkrankung die eine selbstständige Lebensführung älterer Menschen am stärksten bedrohen. Derzeit leben in Deutschland etwa 1,2 Millionen Demenzkranke, bis zum Jahr 2030 rechnet man mit einer Verdoppelung. Besondere Bedeutung hat das Thema für die 800.000 Pflegeheimbewohner in Deutschland (Vergleich zu ca. 170.000 Krankenhausbetten incl. Rehabilitationseinrichtungen).

+++ Der ältere Schmerzpatient +++
Mehr Lebensqualität im Alter - multimodal gegen den Schmerz
Mannheim, Deutscher Schmerzkongress 2011 – Chronische Schmerzen können tiefgreifende Beeinträchtigungen des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens insbesondere bei älteren Menschen zur Folge haben. Verringerte körperliche Aktivitäten mit Gefährdung einer eigenständigen Lebensführung, sozialer Rückzug, gestörter Nachtschlaf, Depression, zunehmende Ängste und Hoffnungslosigkeit können die Folge sein.

Zur Behandlung chronischer Schmerzen bei älteren Menschen ist eine Integration medikamentöser und nichtmedikamentöser Therapie-verfahren erforderlich. Multimodale Therapiekonzepte auf der Grundlage eines biopsychosozialen Schmerzmodells haben sich bei vielen chronischen Schmerzen als wirksame Behandlungsmethode erwiesen.  >>>  

 

+++ Problemfelder in der Schmerztherapie +++
Nur die richtige Behandlung bringt den gewünschten Erfolg
Mannheim, DGSS 2011 – Die multimodale Schmerztherapie hat in den letzten Jahren zu einer deutlichen Veränderung der Versorgungssituation geführt. Eine Stärke des multimodalen Ansatzes liegt darin, dass er weit über einen interdisziplinären Ansatz hinausgeht. In seinem Fokus stehen aufeinander abgestimmte, konzeptorientierte Inhalte und klar definierte struktur-qualitative Voraussetzungen.

Auf einem Symposium anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses diskutierten Experten im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen u. a. aktuelle Aspekte zu Schmerzentstehung, Komorbiditäten und Management. Dabei standen Probleme der Einordnung und Therapie neuropathischer Schmerzen im besonderen Interesse.  >>>   

Dr. Roman  Rolke

 

Palexia retard ist indiziert für die Behandlung starker, chronischer Schmerzen bei Erwachsenen, die nur mit Opioidanalgetika angemessen behandelt werden können. Nach Therapiebeginn sollte die Dosis individuell so eingestellt werden, dass eine adäquate Analgesie erreicht wird und die Nebenwirkungen unter engmaschiger Überwachung des verschreibenden Arztes minimiert werden.

+++ MOR und NRI +++
Erfolgreiche Schmerzhemmung durch synergistischen Wirkmechanismus
DGSS Mannheim, 2011 – Die Schmerztherapie stellt Mediziner immer wieder vor verschiedene Probleme. Die auslösende Ursache muss ermittelt und daraufhin das passende Medikament gefunden und die richtige Dosierung bestimmt werden. Primäres Ziel jeder analgetischen Behandlung ist der rechtzeitige Einsatz der passenden Schmerztherapie, um eine Chronifizierung und die Ausbildung eines so genannten Schmerzgedächtnisses zu verhindern. Es ist wichtig, bei der Therapieauswahl den Blick auf die zugrundeliegenden Schmerzmechanismen zu legen. Dabei hat sich gezeigt, dass das körpereigene endogene System bezüglich der Schmerzhemmung sehr wirksam ist. Tapentadol (Palexia® retard) vereint zwei Wirkmechanismen in einem Molekül: p-Opioid-Rezeptor-Agonismus (MOR) und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmung (NRI). Beide tragen synergistisch zur Analgesie bei. Dies ist eine wichtige Entwicklung für die Praxis, denn viele chronische Schmerzsyndrome sind durch eine Kombination von nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen gekennzeichnet.  >>>   

 

Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Göppingen, Leiter des Schmerz- und Palliativzentrums Göppingen und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.

Dr. Gerhard Müller-Schwefe

+++ Supreme-Studie +++
Neueste Evidenz in der Rückenschmerztherapie – Schmerzursachen, rationale Therapie und Leitlinien
Mannheim, Deutscher Schmerzkongress 2011 – Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für den Weg zum Arzt. Etwa 80 % der Deutschen leiden zeitweise darunter, für rund jeden sechsten sind sie sogar chronisch. Bei jungen Patienten werden die Beschwerden zumeist durch eine Funktionsstörung der Wirbelgelenke aufgrund von Fehl- und Überlastung ausgelöst. In späteren Jahren stehen häufig Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule (z. B. Arthrose) im Vordergrund. Fehlhaltungen und oft einseitige Belastung der Wirbelsäule können auch zu Bandscheibenvorfällen führen. In allen Fällen kommt es zu entzündlichen Prozessen und dadurch zu anhaltenden Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen.

Rund sechs Prozent aller Krankheitskosten und fünfzehn Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland gehen auf Rückenerkrankungen zurück. Das Ziel einer adäquaten Schmerztherapie ist es, den Schmerz so weit zu reduzieren, dass Chronifizierungsvorgänge unterbunden werden und eine Mobilisierung erreicht wird. Leitlinien sollen daher als Entscheidungshilfe in der Patientenversorgung dienen, doch sorgen diese zunehmend für Desorientierung bei Ärzten und Patienten. Leitlinien, wie die Nationale Versorgungsleitlinie entsprechen weder den praktischen Erfahrungen engagierter Schmerztherapeuten, noch berücksichtigen sie die Erwartungen betroffener Patienten.  >>>   

 

Die Schmerztherapie erhält in Deutschland zu Recht einen immer höheren Stellenwert. Denn es muss unser gemeinsames Ziel sein, dass Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten in Deutschland in jeder Krankheitssituation auf einen kompetenten Arzt oder Ärztin oder auf ein kompetentes Team treffen, die sie individuell behandeln.  Das Ziel einer erfolgreichen Behandlung ist es, weitgehende Schmerzfreiheit zu erreichen.

+++ Bessere Versorgung von Schmerzpatienten +++
Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster: Erste Evaluationsdaten vorgestellt
Berlin, HAI 2011 – Patienten befürchten häufig, aufgrund ihrer Erkrankung an Schmerzen zu leiden. Leider ist diese Angst oft begründet, denn die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland ist verbesserungswürdig. Es kommt vor, dass  Betroffene über Jahre von einem Arzt zum nächsten gehen, weil ihre Schmerzen nicht adäquat behandelt werden.

Im Rahmen des diesjährigen HAI wurden die ersten Evaluationsdaten der Versorgungsforschungsstudie des Aktionsbündnisses „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ vorgestellt. Für eine effektive Therapie der Schmerzpatienten ist nicht nur die medikamentöse Therapie unerlässlich, auch die nicht-medikamentösen Maßnahmen sind von Bedeutung.  >>>   

 

+++ Der Teufelskreis +++
Schmerz und Schlafstörungen – eine fatale Liaison
Bochum, 28. September 2011 – „Nur eine einzige Nacht erholsam schlafen“, dieser Wunsch ist gerade bei Rückenschmerzpatienten häufig. Wie sehr sich Schlaf und Schmerz gegenseitig beeinflussen, haben aktuelle Studien gezeigt, die beim Deutschen Schmerzkongress in Mannheim (5.-8.10.2011, Congress Center Rosengarten) vorgestellt werden. So leiden fast 60 Prozent der Patienten mit chronischem Rückenschmerz an Schlafstörungen. Nach einer schlecht geschlafenen Nacht sind selbst gesunde Menschen um rund 30
Prozent schmerzempfindlicher. Besonders schwierig wird es bei Patienten, die zusätzlich zur Schmerzkrankheit auch Depressionen haben – eine häufige Kombination. Hier bessert Schlafentzug akut die depressiven Symptome, verschlechtert aber den Schmerz.  >>>  

 

Prof. Christoph Maier

+++ Schmerztherapie +++
Neue Medikamente gegen Schmerz … und alte Bekannte im Zwielicht
Bochum, 26. September 2011 – Für Schmerzpatienten gibt es eine Reihe neuer Medikamente, deren Vor- und Nachteile. Spezialisten beim Deutschen Schmerzkongress 2011 (5.-8.10. 2011, Congress Center Rosengarten, Mannheim) diskutieren. So lassen Nasensprays auf eine verträgliche Anwendung von Cannabis ohne Suchtgefahr hoffen. Pflaster mit dem Wirkstoff der Chilischote können Nervenschmerzen bis zu drei Monate lang lindern.

Ultrakurz wirksame Opiode als Spray oder Tablette helfen gegen Durchbruchsschmerzen bei Tumorpatienten. Ins Zwielicht geraten ist hingegen die Langzeitanwendung von Opioden bei chronischen Schmerzen, die nicht durch Krebs ausgelöst werden. Hier scheinen Nebenwirkungen und Gefahren den Nutzen zu überwiegen.

„Da sind alte Dogmen ins Wanken geraten – Ärzte müssen Verschreibungen kritischer prüfen“, so Prof. Dr. Christoph Maier vom Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum.  >>>   

  

+++ Zu viele Patienten leiden unnötig ++++
Studien zeigen: Akute Schmerzen sind ein vermeidbares Übel
Bochum, 12. September 2011 – Akute Schmerzen sind oft ein vermeidbares Übel: So werden bei Kindern nach Operationen Schmerzmittel häufig unnötig unterdosiert, aus Angst vor Nebenwirkungen. Auch Erwachsene müssen nach Operationen, aber auch bei internistischen und orthopädischen Erkrankungen noch zu oft leiden, und das unnötig, wie Studien zeigen. Neue Techniken und Leitlinien sollen helfen, die Realität in den Krankenhäusern zu verbessern. Im „Global Year against Acute Pain“ stellt die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) das Thema Akutschmerz in den Mittelpunkt. Sie lädt am Vortag der Jahrestagung der Europäischen Schmerzgesellschaft EFIC in Hamburg (21.-24.9.2011) zum Satellitensymposium ein. Auch beim Deutschen Schmerzkongress 2011 in Mannheim (5.-8.10.2011) werden neue Trends gegen akuten Schmerz vorgestellt.  >>>

  

PD Dr. M. A. Überall

+++ Schmerztherapie im Alter +++
Vom steigenden Handlungsbedarf zu alterstherapeutischen Therapiekonzeptionen
München – Chronische Schmerzen nehmen im höheren Lebensalter zu. Sie werden jedoch seltener als bei Jüngeren angemessen behandelt. Ein besonderes Problem stellt die Tatsache dar, dass ältere Personen sehr häufig nicht nur unter dem Schmerz, sondern unter einer Vielzahl anderer Symptome und Erkrankungen leiden. Die Folge ist, dass der Schmerz wegen anderer mitunter lebensbedrohlicher Erkrankungen nicht allein im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen stehen kann und dass die Schmerzmedikamente sorgfältig mit anderen Medikamenten abgestimmt werden müssen. Hinzu kommt ein veränderter Stoffwechsel der älteren Personen, so dass andere Therapiestrategien als bei Jüngeren eingesetzt werden müssen. >>>  

  

+++ Neue Daten zum Thema Schmerz +++
Grünenthal veröffentlicht „Versorgungsatlas Schmerz“
Aachen– In Deutschland gibt es etwa 15 Millionen Patienten mit chronischen Schmerzen. Sie stellen für die Betroffenen und ihr Umfeld eine enorme Belastung dar. In der Schmerztherapie gibt es an vielen Stellen Verbesserungsbedarf. Ein Status Quo der Schmerzversorgung in Deutschland und dessen Optimierungspotential wurde anhand von Routinedaten der Krankenkassen in einer von Grünenthal initiierten, groß angelegten Versorgungsforschungsstudie genauer analysiert. Die Ergebnisse kann man jetzt in dem Buch „Versorgungsatlas Schmerz“ nachlesen. Der Atlas beschreibt als erste Publikation die verschiedenen Schmerzarten anhand eines neuen Algorithmus sowie die damit verbundenen Versorgungsstrukturen. Er kann kostenlos bei Grünenthal unter „gesundheitsmanagement@grunenthal.com“ bestellt werden.  >>>  

 

+++ Schmerzmanagement im Alter +++
Schmerzgeschehen und Schmerzmedikation bei Pflegeheimbewohnern
Berlin, Charité-Universitätsmedizin – Das Projekt „PAIN Intervention“ startet mit einer Studie zur Verbesserung des Schmerzmanagements bei älteren Menschen, die in Pflegeheimen leben Wie können ältere Menschen trotz mehrfacher Erkrankung schmerzfrei und autonom leben? Mit dieser Frage befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Soziologie sowie des Instituts für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Zusammenarbeit mit der Vivantes – Forum für Senioren GmbH. Damit leisten sie einen Beitrag zum verbesserten Schmerzmanagement hinsichtlich medikamentöser und nicht-medikamentöser Maßnahmen bei älteren Menschen in Pflegeheimen. „PAIN Intervention“ ist eines von sechs Projekten des Berliner Forschungsverbundes „Autonomie trotz Multimorbidität im Alter“ (AMA).  >>>  

 

Der Pain Tracer – mehr als nur ein Schmerztagebuch   Die gängigen Schmerztagebücher oder -kalender – bisher nur in gedruckter Form erhältlich – zeichnen die Symptome der Schmerzerkrankung nur auf.   Die neue Schmerz-App geht einen Schritt weiter: Die eingegebenen Daten werden direkt online ausgewertet und in übersichtlichen Diagrammen dargestellt.

+++ Pain Tracer +++
Die Schmerztagebuch-App für das iPhone
Aachen – Chronischer Schmerz hat viele Gesichter und die Ursachen sind vielfältig. Um die Krankheit besser zu verstehen, ist es wichtig, den Verlauf genau zu dokumentieren. Kugelschreiber, Notizheft und selbst angefertigte Tabellen gehören nun aber der Vergangenheit an. Um es Betroffenen und Ärzten in der Zukunft einfacher zu machen, haben die Schmerzspezialisten von Grünenthal die interaktive Schmerz-Applikation Pain Tracer für das iPhone entwickelt. Mit dem Pain Tracer kann die chronische Schmerzerkrankung fortlaufend protokolliert und über einen längeren Zeitraum ausgewertet werden. Der Betroffene kann Angaben über Schmerzstärke und Schmerzdauer sowie über eingenommene Medikamente machen. Auch Nebenwirkungen, wie z. B. Übelkeit, Müdigkeit oder Schwindel werden im interaktiven Schmerztagebuch festgehalten.  >>>  

 

+++ Schmerztherapie bei Tumorpatienten +++
Opioidbedingte Obstipation konsequent behandeln
Wiesbaden, Chicago – Viele Tumorpatienten entwickeln Schmerzen, die zum Teil stark oder aber sehr stark ausgeprägt sind und nicht selten eine Behandlung mit Opioiden erfordern. Bereits im Frühstadium der Erkrankung leiden nach Angaben des Arbeitskreises Tumorschmerz der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) 20 bis 50 Prozent der Krebspatienten unter Schmerzen. Im fortgeschrittenen Stadium sind es sogar 55 bis 95 Prozent. Davon geben 40 bis 50 Prozent der Betroffenen mäßige bis starke und 25 bis 30 Prozent sogar sehr starke Schmerzen an.   >>>  

 

+++ Therapie entzündlicher Schmerzen +++
Nebenwirkungen und Sicherheit unbedingt im Auge behalten
Wiesbaden, DGIM-Kongress 2011 – Eine komplexe und adäquate Schmerzbehandlung ist für den Hausarzt oft eine Herausforderung. Hier hat sich der Einsatz von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) in der Behandlung bewährt. Die Wirksamkeit der Substanzen ist ähnlich hoch, die Nebenwirkungsraten dieser Medikamentengruppe sind jedoch unterschiedlich, was leider oft nicht ausreichend bekannt ist. Wobei die gastrointestinalen und die kardiovaskulären Risiken der antiphlogistischen Schmerztherapie mit NSAR im Fokus stehen. Hierbei hat die Diagnostik von unerwünschten Ereignissen im mittleren und unteren Gastrointestinaltrakt zunehmende Bedeutung.  >>>

 

+++ Therapie von chronischen, starken Schmerzen +++
Worauf kommt es an?
Wiesbaden, DGIM 2011 – 40 Prozent der chronischen Schmerzpatienten berichten von einem unzureichenden Schmerzmanagement. Dies hat eine Befragung der Deutschen Schmerzliga ergeben.1 Nebenwirkungen verursachen hohe Abbruchraten und führen oft zum so genannten „Ärztehopping". Um aber im Einzelfall das Medikament mit dem richtigen Wirkmechanismus zu finden, müssen zugrunde liegende Schmerzmechanismen berücksichtigt werden. An diesem Punkt setzt das neue Analgetikum Tapentadol (Palexia® retard) an. Mit seinem synergistischen Wirkmechanismus ist es ein idealer Kandidat für die Behandlung chronischer Schmerzen - egal ob nozizeptiver oder neuropathischer Natur. In den Studien überzeugte der neue Wirkstoff vor allem durch die erheblich reduzierte Nebenwirkungsrate und die guten Ergebnisse in puncto Lebensqualität. Hierin sieht Dr. Kai-Uwe Kern vom Schmerzzentrum Wiesbaden den Vorteil der Substanz. „In der Praxis benötigen wir Medikamente, die leicht zu handhaben sind und die sich aufgrund ihres Pharmakoprofils auch bei älteren, multimorbiden Patienten einsetzen lassen."  >>>   

 

+++ Societal Impact of Pain (SIP) +++
Symposium zu den gesellschaftlichen Auswirkungen von Schmerz fordert eine ‘Road Map for Action’: EU Institutionen und Mitgliedsstaaten müssen das Thema ‘Schmerz’ in Europa anpacken.
Brüssel – Am 3. und 4. Mai trafen sich über 300 Akteure aus den Gesundheitswesen aus über 30 Ländern Europas, um im Europäischen Parlament die gesellschaftlichen Auswirkungen von Schmerz („Societal Impact of Pain“, SIP 2011) zu diskutieren. Das Symposium wurde dabei von 85 nationalen und internationalen Organisationen und Institutionen unterstützt, die sich für die Verbesserung der Schmerz-Therapie in Europa einsetzen. Unterstützt von allen drei EU-Institutionen, dem EU-Parlament, der EU-Kommission und der EU-Ratspräsidentschaft, machte das Symposium erfolgreich auf den Optimierungsbedarf in der Schmerzbehandlung aufmerksam und präsentierte ein Konsensus-Dokument „Road Map for Action“ mit konkreten Forderungen an die EU Regierungen. „Jeder von uns hat in seinem Leben schon einmal Schmerzen erlebt. Dieses Symposium verdeutlicht, welche tatsächlichen Auswirkungen Schmerz auf uns als Individuen, auf unser Arbeitsumfeld und unsere Gesellschaft insgesamt hat. Wir müssen uns auch klarmachen, dass mit dem demgraphischen Wandel und der damit immer älter werdenden Gesellschaft ‘Schmerz’ immer bedeutsamer werden wird. Deshalb müssen wir lernen‚ ‘Schmerz’ besser zu verstehen und korrekt zu managen,“ so John Dalli, EU Kommissar, Gesundheits- und Verbraucher-Politik.  >>> 

 

+++ Ambulante Palliativversorgung +++
Umfrage bei Hausärzten belegt großes Interesse, aber auch Skepsis
Bochum – Was wünschen sich Hausärzte von der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV)? Dieser Frage gingen Forscher aus Hannover und Heidelberg um Prof. Dr. Nils Schneider nach. In einer großen Umfrage unter knapp 2000 Ärzten gaben gut zwei Drittel an, den gesetzlichen Anspruch von Palliativpatienten auf die SAPV-Versorgung zu kennen. 86 Prozent gaben an, sich von SAPV-Teams beraten lassen und mit ihnen gemeinsam ältere Patienten versorgen zu wollen. Allerdings äußern sich viele skeptisch, ob die SAPV die Versorgung älterer Patienten – als große Zielgruppe im hausärztlichen Versorgungsalltag – tatsächlich verbessern wird. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe von „Der Schmerz“, dem offiziellen Organ der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS).  >>>   

 

+++ Chronischer Schmerz nach Nervenschäden +++
Intervention, Pharmakologie und Psyche
Frankfurt/Main, Deutscher Schmerz- und Palliativtag  2011 – Die Behandlung von Schmerzen, insbesondere die Therapie chronischer Schmerzzustände, ist äußerst komplex und bedarf nicht selten einer langwierigen und aufwändigen Prozedur, um den Patienten individuell auf das für ihn wirksamste und verträglichste Analgetikum in optimaler Dosierung einzustellen. Wichtig ist bei der Wahl des jeweiligen Analgetikums v.a. die Therapiesicherheit, die durch Komedikationen erheblich beeinflusst werden kann. Während die medikamentöse Therapie akuter Schmerzen darauf zielt, kausale Behandlungsmaßnahmen zu unterstützen, um mit einem monomodalen, unidisziplinären und symptomorientierten Therapiekonzept möglichst rasch eine vollständige Ausheilung der Krankheit zu erreichen und damit auch eine Chronifizierung zu vermeiden, verlangt die medikamentöse Behandlung chronifizierender...  >>>  

 

+++ Optimale Schmerztherapie +++
Targin®: Verbesserung der Lebensqualität durch stärkere Schmerzreduktion
Frankfurt am Main, Deutscher Schmerz- und Palliativtag  2011 – Jeder dritte deutsche Erwachsene leidet an chronischen Schmerzen und viele sind in ihrer Lebensqualität und Alltagsfähigkeit massiv beeinträchtigt. Verständlich, dass diese Schmerzpatienten bei ihrem Arzt wirksame Hilfe suchen und die bestmögliche Therapie wünschen. Doch Schmerztherapie – vor allem die Behandlung chronischer Schmerzen – ist äußerst vielschichtig, ungemein komplex und verlangt immer nach einem sensiblen, auf die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten des jeweiligen Patienten ausgerichteten Konzept. Auf einer vom Pharmaunternehmen Mundipharma einberufenen Presse-konferenz wurden jüngste Schritte zur Optimierung der Behandlung chronischer Schmerzphänomene vorgestellt und diskutiert.  >>>  

 

+++ Schmerzforschung fördern +++
Noch bis Ende Mai bewerben um den Förderpreis für Schmerzforschung
Bochum 26.04.2011 – Noch bis zum 31. Mai 2011 können sich junge Schmerzforscher um den Förderpreis für Schmerzforschung bewerben. Der mit insgesamt 21.000 Euro dotierte Preis wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) und der Grünenthal GmbH (Aachen) vergeben. Er ist der höchst-dotierte deutsche Wissenschaftspreis auf diesem Gebiet. Prämiert werden Arbeiten aus der klinischen und aus der Grundlagenforschung rund um das Thema Schmerz. Ausschreibungstext im Internet: www.dgss.org/index.php?id=717>>>  

  

+++ Zwischen Leid und Leitlinien +++
Herausforderungen in der Therapie der diabetischen Polyneuropathie
Frankfurt am Main, Deutscher Schmerz- und Palliativtag  2011 – Patienten mit Diabetes mellitus haben bei unzureichender Einstellung ihrer Blutglukosewerte ein hohes Risiko für die Entwicklung einer diabetischen Polyneuropathie (DPNP). Die Schädigung der Nerven kann mit Missempfindungen und Schmerzen einhergehen, welche die betroffenen Patienten in ihrer Alltagsaktivität und Lebensqualität teilweise erheblich einschränken. Der selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) Duloxetin (Cymbalta®) kann zu einer effektiven und nachhaltigen Linderung der Schmerzen führen und die Alltagsaktivität der Patienten verbessern.  >>>  

 

+++ Schmerz +++
Leitliniengerechte Therapie mit Antiphlogistika
Frankfurt/Main, Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2011 – Gravierende Unterschiede zwischen den nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) bestehen vor allem in der gastrointestinalen Toxizität und Verträglichkeit. Wie auf einem Symposium deutlich wurde, lässt sich das Risiko für Schleimhautschäden zwar im oberen Magen-Darm-Trakt durch Protonenpumpenhemmer (PPI) vermindern, nicht aber im unteren. Hier
treten unbemerkt Sickerblutungen auf, die bis zu einer Anämie führen können. Mit Celecoxib steht eine Substanz zur Verfügung, die mehr Sicherheit im oberen und unteren GI-Trakt bringt.  >>>  

 

+++ Schmerztherapie im Alter +++
22. Deutscher interdisziplinärer Schmerz und Palliativkongress: Buprenorphinhaltiges 7-Tage-Pflaster – mit vielen Vorteilen für ältere Schmerzpatienten
Frankfurt, 24. März 2011 – Chronische Schmerzen führen nicht selten zu vielschichtigen physischen und psychosozialen Veränderungen des Patienten. Unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln, Einschränkungen im alltäglichen Leben, Immobilität, Schlafstörungen, Ängste, Wut oder Depressionen können integraler Bestandteil des chronischen Schmerzzustandes werden und einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität nehmen. Umso wichtiger ist eine effiziente Schmerztherapie. Doch diese gestaltet sich oft gerade in der Gruppe der betagten und auch der hochbetagten Patienten besonders schwierig. ‚Underreporting of Pain‘, Störungen der Kommunikation oder aber veränderte Schmerzwahrnehmung können die Diagnostik erheblich erschweren. Die Folge: Gerade diese Patienten-Gruppe wird oft unzureichend behandelt.  >>>  

 

+++ Facetten neuropathischer Schmerzen +++
Chronische post-operative bzw. posttraumatische Schmerzen
Frankfurt/Main, 26. März 2011 – Nicht jeder akute Schmerz führt zu einer Chronifizierung. Neben dem peripheren spielt das zentrale Nerven-system eine entscheidende Rolle in der Schmerzverarbeitung und Wahrnehmung. Insbesondere körpereigene Regulationsmechanismen wie die absteigende Schmerzhemmung sind in der Lage Schmerzreize zu filtern. Eine Schwächung dieser Systeme durch psychische Belastung und psychische Begleiterkrankungen kann postuliert werden. Der Krankenhauspatient befindet sich in der Regel in einer psychischen Belastungssituation die mit Angst verbunden sein kann. Das operative und/oder unfallbedingte Trauma mit Gewebsverletzungen führt immer auch zu Schädigung des peripheren Nervensystems. Zusätzlich können lagerungs-bedingt, durch Regionalanästhesieverfahren oder die Operation selbst weitere Nervenschäden verursacht werden. Das Gewebstrauma führt ebenfalls zu nozizeptiv bedingten Schmerzen. Wird nicht über die Anästhesie hinaus eine Schmerzdokumention und Therapie durchgeführt besteht eine Chronifizierungsgefahr.  >>>  

 

+++ Neuropathischer Schmerz – häufig unterschätzt +++
Praktische Anwendungen – Möglichkeiten und Herausforderungen
Frankfurt/Main, 24. März 2011 – 6,7 Prozent der europäischen Bevölkerung und etwa ein Viertel aller Schmerzpatienten leiden unter neuropathischen Schmerzen. Diese Nervenschmerzen sind eine Herausforderung in der täglichen schmerztherapeutischen Versorgung. Schädigungen des peripheren und/oder des zentralen Nervensystems können zu einer fehlerhaften Schmerzweiterleitung und –verarbeitung führen. Diese neuropathischen Schmerzen können chronifizieren. Aus diesem Grunde ist auch bei dieser Schmerzform eine frühzeitige effektive Behandlung angezeigt. Nur eine rechtzeitige Therapie kann einen chronisch- neuropathischen Schmerz verhindern. Neuropathische Schmerzen können einen Anteil einer kombinierten Schmerzsymptomatik darstellen.  >>>  

 

+++ Akutschmerz-/Postoperative Schmerztherapie +++
Postoperative Schmerztherapie durch Pharmakotherapie oder mit regionalen Verfahren?
Frankfurt/Main, 24. März 2011 – 45 Millionen Eingriffe oder medizinische Maßnahmen wurden 2009 an deutschen Kliniken durchgeführt. Das ist ein Anstieg um 7,7
Prozent im Vergleich zu 2008. Der Anteil der Operationen daran beträgt 33 Prozent. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Krankenhausverweildauer von 13,0 Tagen im Jahre 1991 auf 9,7 im Jahre 2008 gesunken. Medizinische Eingriffe können Schmerzen verursachen. Diese sollten frühstmöglich suffizient behandelt werden um eine Chronifizierung zu vermeiden und eine frühe Entlassung aus der Klinik verantworten zu können.  >>>  

 

+++ Der besondere Patient +++
Therapiezufriedenheit bei Tumorschmerzen
Frankfurt/Main, 24. März 2011 – Die Schmerztherapie bei Tumorpatienten stellt neben der reinen Symptomkontrolle des Schmerzes besondere Anforderungen an eine patientenbezogene, individuelle Therapie. Als erstes Ziel einer Tumorschmerztherapie sollte bei Patienten die Wiederherstellung der Nachtruhe erreicht werden, später sollte neben der Wiederherstellung einer größtmöglichen Funktionalität auch die Möglichkeit zur Aufrechterhaltung sozialer Kontakte unter Bewahrung der Patientenautonomie erreicht werden. Diese Zielsetzung kann oft nur durch eine besondere Auswahl des Analgetikums und seiner Wirkung im Patienten erreicht werden.  >>> 

 

+++ Versorgungssituation aus Sicht der Schmerzpatienten +++
Der Arzt ist für den Patienten immer noch die wichtigste Informationsquelle

Aachen – Was wissen wir über chronische Schmerzpatienten? Wie zufrieden sind sie mit ihrer Therapie? Welche Auswirkungen hat die Erkrankung auf ihren Alltag? Eine aktuelle Patientenbefragung der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL) gibt Aufschluss über die Situation von Schmerzpatienten in Deutschland. Mehr als 80 Prozent haben Schwierigkeiten bei der Ausführung normaler Alltagstätigkeiten. Viele sind aufgrund ihrer chronischen Schmerzerkrankung dauerhaft in ihrer Bewegung eingeschränkt. Umso wichtiger ist die individuelle Betreuung der Betroffenen durch den behandelnden Arzt. Die Umfrage hat gezeigt, dass er – auch in Zeiten des Internets – immer noch die wichtigste Informationsquelle ist. „Bei der Behandlung chronischer Schmerzpatienten kommt dem Arzt eine entscheidende Rolle zu. Dieser Rolle muss er sich bewusst sein und sie bestmöglich im Sinne des Patienten nutzen“, so Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Vorsitzender der Initiative CHANGE PAINE>>>  

 

+++ 16. März: Tag gegen den Tumorschmerz +++
Experten informieren am Aktionstag
Bochum, 7.3. 2011 – Krebsschmerz muss man nicht aushalten! Unter diesem Motto steht der dritte Aktionstag gegen den Tumorschmerz, den Spezialisten der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) am 16. März 2011 ausrufen. „Bei über 90 Prozent der Patienten können wir den Tumorschmerz mit modernen Medikamenten beherrschen“, sagt Dr. Stefan Wirz vom Arbeitskreis Tumorschmerz der DGSS. Die Experten wollen am Aktionstag Ärzte und Patienten informieren und Vorurteile abbauen. Am Aktionstag planen die Mediziner zum Beispiel Fortbildungsveranstaltungen und Informationsangebote. Aktionen finden statt in Jena, Potsdam, Geesthacht, Verden, Bad Honnef, Königswinter und Frankfurt. Nähere Informationen auf der Webseite des Arbeitskreises: http://www.dgss.org/index.php?id=804  >>>  

 

+++ 100 Tage Palexia® retard +++
Erste Praxiserfahrungen mit dem neuen Analgetikum sind sehr viel versprechend
Aachen, 8.2. 2011 – Seit Oktober 2010 ist mit Palexia® retard der erste Vertreter der vorgeschlagenen neuen Substanzklasse der MOR-NRI in Deutschland auf dem Markt. Die ersten Praxis-Erfahrungen mit dem Analgetikum spiegeln die Ergebnisse der zahlreichen Studien wieder. Tapentadol wurde bei unterschiedlichen Indikationen, unter anderem bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen sowie bei Schmerzen aufgrund von Arthrose und diabetischer Polyneuropathie untersucht. Im Vergleich zum starken klassischen Opioid Oxycodon wurden unter Tapentadol bei vergleichbarer analgetischer Wirksamkeit deutlich weniger opioid-typische Nebenwirkungen beobachtet. Durch diese verbesserte Verträglichkeit – gerade bei gastrointestinalen und ZNS-Nebenwirkungen – gab es im Vergleich deutlich weniger Therapieabbrüche.  >>>  

 

+++ Therapie chronischer Schmerzen +++
7-Tage-Schmerzpflaster überzeugt auch in Langzeittherapie
München – Opioide gewinnen bei der Behandlung nicht tumorbedingter chronischer Schmerzen immer mehr an Bedeutung – insbesondere transdermale Applikationssysteme spielen wegen ihrer einfachen Anwendung eine wichtige Rolle. Das buprenorphinhaltige 7-Tage-Schmerzpflaster Norspan® nimmt bei der Therapie nicht tumorbedingter Schmerzzustände eine zentrale Stellung ein: Gerade im Alter, wenn Komorbiditäten, metabolische Veränderungen oder Non-Compliance die Therapieansätze komplizieren, profitieren Patienten, Ärzte und Pflegende von der Reduktion der Tablettenlast und der einfachen Anwendung. Der transdermale Applikationsweg führt zu einem gleichmäßigen Wirkstoffspiegel über sieben Tage und ermöglicht so eine dauerhafte Schmerzkontrolle über eine gesamte Woche – zum Beispiel bei Patienten, die zuvor mit NSAR oder Tramadol unzureichend behandelt waren. Aktuelle Daten einer nicht-interventionellen Studie liefern neue umfangreiche Erkenntnisse mit dieser Applikationsform zur Schmerztherapie aus Patientensicht. Dabei erweist sich Norspan® als adäquate Therapie insbesondere bei Neuropathien und Arthropathien, gefolgt von Rückenschmerzen, Weichteilerkrankungen und Chondropathien.  >>>  

 

+++ Zwei starke Schweizer Marken +++
Modernes Schmerzmanagement mit Flector®-Schmerzpflaster und neue Therapieoption mit Sinovial® in der Arthrosetherapie
Berlin – In Deutschland ereignen sich jährlich über eine Million Sportverletzungen. Die Therapiekosten dieser Verletzungen betragen rund 1,5 Milliarden pro Jahr. Das macht etwa ein Prozent der gesamten Gesundheitskosten in Deutschland aus. Glücklicherweise handelt es sich häufig um einfachere Verletzungen, die in den allermeisten Fällen konservativ, d. h. ohne Operation behandelt werden können. Die Arthrose stellt in der westlichen Welt eine Volkskrankheit dar: Rund 50 Prozent der über 65-Jährigen haben deutliche radiologische Zeichen einer Arthrose; ein Teil davon mit schweren Symptomen. Laut WHO ist die Arthrose der vierthäufigste Grund einer Arbeitsunfähigkeit bei Frauen und der achthäufigste bei Männern. Am häufigsten tritt Arthrose im Bereich der tragenden Gelenke auf, wie Knie und Hüfte.  >>>  

 

+++ Moderne mechanismen-orientierte Schmerztherapie +++
Tapentadol für einen besseren Therapieerfolg
Mannheim – In Deutschland leiden etwa sechs Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Schmerz ist komplex und erfordert gerade bei starken chronischen Schmerzen eine mechanismen-orientierte Therapie. Eine zukunftsorientierte Therapieoption bietet der neue Wirkstoff Tapentadol  der als erster Vertreter der neuen Substanzklasse MOR-NRI angesehen wird. Im Vergleich zu Oxycodon als Vertreter der starken klassischen Opioide konnte Tapentadol in Studien ein besseres Verträglichkeitsprofil bei vergleichbarer analgetischer Wirksamkeit nachweisen. Deutlich weniger Patienten brachen ihre Schmerztherapie ab und es zeigte sich eine verbesserte Lebensqualität.  >>> 
 

 

+++ Viele leiden unnötig unter Akutschmerz +++
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie unterstützt Global Year against Acute Pain
Berlin – Mehr als 80 Prozent der Patienten in deutschen Krankenhäusern erleiden unnötig starke Schmerzen. Das hat eine Befragung bei über 4.000 Patienten durch das Team des Projekts „Schmerzfreies Krankenhaus“ von 2004 bis 2006 ergeben. Sowohl auf konservativen als auch auf chirurgischen Stationen gaben mehr als die Hälfte der Patienten an, unerträgliche Schmerzen zu haben. Das „Zähnezusammenbeißen“ hat Folgen: Wer Schmerzen hat, atmet flach – Lungenentzündungen können die Folge sein. Wenn jede Bewegung schmerzt, liegen Patienten länger „flach“, erholen sich langsamer, werden schlapp. Nicht zuletzt liegen chronischen Schmerzen oft mangelhaft behandelte akute Schmerzen zugrunde. Ist der Schmerz erst einmal chronisch geworden, durchleiden Patienten oft jahrelange Leidensgeschichten und verursachen hohe Kosten für die Sozialkassen.  >>>

 

+++ Akuter Schmerz: (Zu) viele leiden unnötig +++
Kampagne: Global Year against Acute Pain beginnt
Bochum – Schmerzen sind in der Natur überlebenswichtig – akute Schmerzen im Krankenhaus in den meisten Fällen dagegen nicht: Hier verlangsamen sie zum Beispiel den Heilungsprozess nach einer Operation, verursachen Komplikationen und werden nicht selten chronisch, wenn sie unzureichend behandelt werden. Internationale Studien haben gezeigt, dass die Therapie von akuten Schmerzen noch weit hinter dem zurückliegt, was wünschenswert wäre. Obwohl ein ausreichendes Schmerzmanagement im Krankenhaus machbar ist, wird es in den meisten Fällen noch nicht umgesetzt. Die Internationale Schmerzgesellschaft IASP (deutsche Sektion ist die DGSS) widmet daher das nächste „Global Year against Pain“, das am 18. Oktober begann, dem Kampf gegen akute Schmerzen.  >>>  

 

+++ Neue Ratgeber-Karte informiert +++
Sicher am Steuer auch mit Schmerzmedikamenten
Oberursel, 20. Oktober 2010 – Die Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen oder in den Urlaub: Das Auto ist ein häufig genutztes Verkehrsmittel. Auf diese Mobilität möchten auch viele Schmerzpatienten nicht verzichten. Doch oft nehmen sie regelmäßig starke Schmerzmittel wie Opioide ein und fragen sich, ob sie trotzdem Auto fahren können und dürfen. Hinweise dazu bietet die neue Ratgeber-Karte „Sicher am Steuer: Opioide und Fahrtüchtigkeit“. Sie ist die fünfte einer insgesamt sechsteiligen Serie der Initiative Schmerz messen. Ziel ist es, Patienten mit starken chronischen Bewegungsschmerzen Tipps für den Alltag zu geben.  >>>  

 

+++ Rückenschmerzen +++
Neue Daten – Moderne Konzepte – Zielgerichtete Therapie
Mannheim – Rückenschmerzen gehören zu den großen Volkskrankheiten, das sieht man an den Statistiken: Zwischen 27 – 40 Prozent der Deutschen leiden unter den Symptomen. 70 Prozent haben sogar mindestens einmal pro Jahr Schmerzen und etwa 80 Prozent geben an mindestens einmal im Leben an Rückenschmerzen zu leiden. Diese Schmerzen sind die zweithäufigste Ursache für einen Arztbesuch (Infektionen des Atemtrakts ist die häufigste Ursache). Die Altersgruppe der 50- bis 70-Jährigen leidet am meisten darunter. Aber auch Kinder bleiben davon nicht geschont. Vor allem jene, die Haltungsschäden aufgrund von Bewegungsarmut haben. Die muskulären Ursachen können durch eingehende körperliche Untersuchung des Patienten diagnostiziert werden und erfordern eine ursachenorientierte effektive Therapie. Im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses 2010 in Mannheim wurden neue Daten, spezifische Ursache sowie zielgerichtete Therapiemöglichkeiten von Rückenschmerzen vorgestellt und diskutiert.  >>> 

 

+++ Schmerzen von Kindern künftig besser behandeln +++
Quantitative Sensorische Testung bringt neue Erkenntnisse
Mannheim, 7. Oktober 2010 – Die Hälfte aller Kinder, die länger als zwei Jahre an Typ-1-Diabetes leiden, haben verborgene Nervenschäden. Dieses Ergebnis erbrachte eine Studie der Vestischen Kinderklinik Datteln. Erkennen lassen sich diese Schädigungen durch die neue Messmethode der Quantitativen Sensorischen Testung (QST). Das Verfahren, das jetzt erstmals bei Kindern angewandt wurde, lieferte weitere interessante Resultate. Danach entstehen Schmerzen bei Patienten mit einer Spastik aufgrund frühkindlicher Hirnschädigungen nicht, wie bisher angenommen, durch Muskelverspannungen, sondern durch die Nerven selbst. Daraus ergeben sich wichtige Unterschiede für die Therapie.  >>> 

 

+++ Wörter können weh tun +++
Förderpreis für Schmerzforschung an Jenaer Forscherinnen
Mannheim, 7.
Oktober 2010 – Schmerzbezogene Wörter aktivieren im Gehirn dieselben Bereiche, die auch bei der Verarbeitung von Schmerz aktiv sind. Das ergab eine Untersuchung von Jenaer Forschern um Maria Richter und Judith Eck. Außerdem erregen Schmerzwörter die Aufmerksamkeit mehr als andere. Die weitere Erforschung dieser Mechanismen könnte zu einem besseren Verständnis der Wahrnehmung und Chronifizierung von Schmerz führen. Für ihre Arbeit wurden die Forscherinnen beim Deutschen Schmerzkongress in Mannheim mit dem mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis der Kategorie Grundlagenforschung des Förderpreises für Schmerzforschung 2010 ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich vergeben von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. Stifterin ist die Grünenthal GmbH (Aachen).  >>> 

 

+++ Früher Schmerz hinterlässt langfristige Spuren +++
Förderpreis für Schmerzforschung an Mannheimer Forscherin
Mannheim, 7.
Oktober 2010 – Schmerzhafte medizinische Prozeduren bei Frühgeborenen können die Schmerzempfindlichkeit bis ins Jugendalter beeinflussen. Das hat eine Studie von Dr. Johanna Hohmeister aus der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Christiane Hermann am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim und der Universität Gießen gezeigt. Die Frühgeborenen zeigten noch im Alter von 11 bis 16 Jahren eine stärkere Gehirnreaktion auf schmerzhafte Reize; die normalerweise zu beobachtende Gewöhnung bei wiederholter Reizung fehlte. Die Forscherin unterstreicht daher die Wichtigkeit einer sorgfältigen Behandlung von Schmerzen auf der Neugeborenen-Intensiv-Station.  >>> 

 

+++ Behandlung starker chronischer Schmerzen +++
Neues zentral wirksames Analgetikum Palexia® retard ab sofort verfügbar
Hamburg – Ab Oktober 2010 wird mit PALEXIA® retard (Wirkstoff Tapentadol) erstmals seit über 20 Jahren wieder ein neues zentral wirksames Analgetikum zur Verfügung stehen. Der Wirkstoff wird als erster Vertreter der neuen Substanzklasse der MOR-NRI angesehen. Die Substanz kombiniert µ-Opioid-Rezeptor-Agonismus (MOR) und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmung (NRI) in einem Molekül. Tapentadol hat sich in den Studien bei der Therapie nozizeptiver und neuropathischer Schmerzen bewährt. Im Vergleich zu starken klassischen Opioiden wie Oxycodon wurden unter Tapentadol bei vergleichbarer analgetischer Wirksamkeit deutlich weniger opioid-typische Nebenwirkungen beobachtet. Unter Tapentadol brachen im Vergleich zu Oxycodon deutlich weniger Patienten ihre Schmerztherapie ab, die Lebensqualität nahm zu.  >>> 

  

+++ Neue Ratgeber-Karte erschienen +++
Austausch von Schmerzmedikamenten: Das Gleiche ist nicht Dasselbe

Oberursel, 15. September 2010 – Patienten erhalten in der Apotheke oft nicht das verschriebene und vertraute Medikament, sondern ein preiswerteres Austauschpräparat. Für viele Schmerzpatienten ist das problematisch, denn die Austauschpflicht gilt auch für starke Schmerzmedikamente wie Opioide. Bei dieser Arzneimittelgruppe kann ein Austausch stärkere Schmerzen und mehr Nebenwirkungen bedeuten. Was können Schmerzpatienten tun, damit sie ihr gewohntes Medikament erhalten und wie sollten sie mit einem Austauschpräparat umgehen? Informationen dazu finden Patienten auf der neuen Ratgeber-Karte „Austausch von Opioiden – Das Gleiche ist nicht Dasselbe“. Sie ist die vierte einer insgesamt sechsteiligen Serie der Initiative Schmerz messen. Ziel ist es, Patienten mit starken chronischen Bewegungsschmerzen Tipps für den Alltag zu geben.   >>> 

 

+++ Neue Serviceseite von Grünenthal +++

PAIN education geht online
Aachen, 15. September 2010. Grünenthal hat sein etabliertes Fortbildungstool PAIN Education erweitert. Neben den klassischen Fortbildungsveranstaltungen bietet das Unternehmen nun den Ärzten unter www.pain-education.de einen erweiterten Service. Neben Veranstaltungshinweisen zu Kongressen und Schulungen werden den Nutzern CME-zertifizierte Online-Schulungen angeboten. Interviews mit Experten, Kongressberichte und Lehrfilme stehen den Ärzten zukünftig als ergänzende Fortbildungstools zur Verfügung. „Mit der Erweiterung unseres Fortbildungsservices PAIN Education bieten wir nun ein Komplettprogramm im Bereich der Schmerzschulung. Die Schulungen beinhalten zukunftsweisende Themen und aktuelle Studienergebnisse. Ziel ist die breite Implementierung eines modernen Schmerzmanagements, um so die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen“, erklärt Professor Dr. med. Susanne Schwalen, Medical Affairs Director bei Grünenthal Deutschland.  >>>  

 

+++ 13th World Congress on Pain +++
Neuropathische Schmerzen mit Targin® stark wirksam und überlegen verträglich lindern
Montreal - Die Grundlagenforschung der letzten 25 Jahre hat das Wissen um die Mechanismen der Schmerzentstehung und -chronifizierung revolutioniert. So geht das 1986 erstmals von der WHO vorgestellte Stufenschema zur medikamentösen Therapie von Tumorschmerzen ausschließlich von einer Therapie nach der Schmerzstärke aus. „Die moderne Schmerztherapie hingegen behandelt Schmerzen entsprechend der Entstehungsmechanismen und des Chronifizierungsstadiums. Dabei ist es häufig sinnvoll, starke Opioide direkt und frühzeitig einzusetzen. Der am besten geeignete Wirkstoff sollte stets individuell ausgewählt werden“, sagt Dr. Uwe Junker, Sana-Klinikum Remscheid, auf einem von Mundipharma International veranstalteten Symposium im Rahmen des World Congress on Pain in Montreal, Kanada.  Junker zeigt anhand von Kasuistiken, wie Patienten mit neuropathischem Schmerz von einer mechanismenorientierten, individuellen Analgesie profitieren. Besonders, wenn sie mit einem starken Opioid erfolgt, das der Patient sehr gut verträgt. >>> 
 

 

+++ Eine retrospektive Analyse +++
Flector® Schmerzpflaster: Signifikante Schmerzreduktion bereits nach knapp einer Stunde
Pambio-Noranco, Schweiz – Klassische orale NSAR bieten bei akuten Schmerzen, wie nach einer Sprunggelenksdistorsion, eine effektive Schmerzlinderung. Aufgrund ihrer schweren systemischen Nebenwirkungen werden heute bei leichten Sportverletzungen zunehmend topische NSAR eingesetzt, weil sie neben der Sicherheit auch eine gute Wirksamkeit bieten. Flector® Schmerzpflaster, ein Diclofenac-Epolamin haltiges Pflaster, wird in der Schweiz seit mehr als 15 Jahren für die lokale Behandlung von Sportverletzungen mit großem Erfolg verwendet. Mehrere klinische Placebo-kontrollierte Studien haben gezeigt, dass das Flector® Schmerzpflaster eine rasche Schmerzreduktion sowohl bei akuten wie auch chronischen Schmerzen ermöglicht. In der letztlich von Yanchick et al. publizierten Studie haben die Autoren in einer post-hoc Analyse der Schmerzdaten herausgefunden, dass die Schmerzreduktion in der Flector Gruppe bereits nach weniger als 80 Minuten signifikant ist (p < 0.01). Die hier präsentierten Resultate stimmen mit den sonst in der Praxis gemachten Beobachtungen einer raschen Schmerzreduktion nach Applikation des Schmerzpflasters überein.  >>> 

 

+++ Schmerzfrei einkaufen +++
Neue Ratgeber-Karte für schmerzfreies Einkaufen erschienen
Oberursel, 13. August 2010 – Einkaufen gehört zu den häufigsten Tätigkeiten im Alltag. Der Eine hat Spaß dabei, der Andere empfindet es als lästige Pflicht. Für Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, kann Einkaufen zur Qual werden. Die neue Ratgeber-Karte „Schmerzfrei einkaufen: Den Einkauf nicht mit Schmerzen bezahlen“ bietet Schmerzpatienten Tipps, wie sie die Besorgungen im Supermarkt leichter bewältigen, welche Möglichkeiten es gibt, schwere Lasten zu vermeiden und wie sie den Einkauf sogar ganz umgehen können. Die neue Ratgeber-Karte ist die dritte einer insgesamt sechsteiligen Serie der Initiative Schmerz messen. Ziel ist es, Patienten mit starken chronischen Bewegungsschmerzen Tipps für den Alltag zu geben. Hier können Sie sich die 3. Ratgeber-Karte "Schmerzfreie Einkaufen" als PDF herunterladen>>> 

 

+++ Kontinuierliche schmerztherapeutische Versorgung +++
Schmerzpatienten profitieren von Kooperation zwischen Klinik- und niedergelassenem Arzt – Beibehaltung der Schmerztherapie sichert langfristigen Therapieerfolg

Limburg – Ziel eines effektiven Entlassungsmanagements ist es, den in der Klinik erzielten Therapieerfolg langfristig zu sichern. „Dies ist vor allem für Patienten mit chronischen Bewegungsschmerzen, neuropathischen- und Tumorschmerzen wichtig, denn eine geregelte Nachsorge verhindert schmerztherapeutische Versorgungslücken“, sagt Dr. Till Wagner, Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie und Palliativmedizin am Medizinischen Zentrum StädteRegion Aachen GmbH in Würselen. Die Patienten sind nach der stationären Behandlung optimal versorgt. Weitere Arztbesuche oder sogar Wiedereinweisungen durch analgetische Unterversorgung, der so genannte Drehtüreneffekt, entfallen. Zusätzliche Therapiekosten werden eingespart.  >>> 

  

+++ Ergebnisse der CONDOR-Studie +++
Neue Perspektiven für die antiphlogistische Schmerztherapie
Frankfurt – Weltweit leiden einige Millionen Menschen an Arthrose und rheumatoider Arthritis (RA) – mit einem zu erwartendem exponentiellen Zuwachs aufgrund der  zunehmend älter werdenden Bevölkerung. Die Betroffenen werden zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen meist mit nichtspezifischen nichtsteroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (NSAIDs) und einem zusätzlichen Protonenpumpenhemmer (PPI) behandelt. Diese Patienten haben jedoch ein mehr als vierfach höheres Risiko, unerwünschte klinische Folgen am oberen und unteren Magen-Darm-Trakt zu erleiden als jene, die COX-2–selektive NSAIDs erhalten.  >>> 

 

+++ Nervenschmerzen: Schmerzprofil lässt auf passgenaue Therapie hoffen +++
Neue Diagnostik: Nervenschmerzen messen Bochumer Forscher berichten in PAIN und in RUBIN
Bochum – Ständiges Brennen oder Kribbeln, Taubheit und einschießende Schmerzattacken sind häufige Symptome für Schmerzen, die durch Defekte an Nervenfasern entstehen. Ursache solcher
so genannter neuropathischen Schmerzen sind zum Beispiel Verletzungen, Diabetes, Gürtelrose oder Schlaganfälle. Rund 500.000 Menschen in Deutschland sind betroffen; nur jedem Dritten kann bislang ausreichend geholfen werden. Damit die Behandlung kein Glücksspiel bleibt, haben Forscher im deutschlandweiten Verbund eine neue Art der Diagnostik entwickelt. Sie hilft, den Mechanismen des Schmerzes auf die Schliche zu kommen und lässt so auf passgenaue Therapien hoffen. Mediziner der Ruhr-Universität Bochum pflegen eine bundesweite Datenbank, die die Klassifizierung des Schmerzes erlaubt. Sie berichten im Journal PAIN und in RUBIN, dem Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität.  >>> 

 

+++ Intrathekale Ziconotid-Therapie +++
Effektive Schmerztherapie mit dem Gift einer Kegelschnecke
Köln/Nürnberg –  Die Schmerztherapie hat in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht und dennoch kann bei einer beträchtlichen Zahl der Patienten eine befriedigende Schmerzreduktion nicht erwirkt werden. Eine noch relative neue Therapiealternative stellt in solchen Fällen die rückenmarksnahe intrathekale Schmerztherapie mit Ziconotid dar, einer Substanz, die ursprünglich im Gift von Kegelschnecken entdeckt wurde. Die Chancen und Risiken einer Behandlung mit Ziconotid (Prialt®) waren Thema eines Expertenworkshops in Köln wie auch einer „Pro und Kontra“-Sitzung beim Deutschen Anästhesiekongress in Nürnberg. Die Behandlung mit Opioiden wird heutzutage von vielen Schmerzpatienten abgelehnt: „Wir sehen zunehmend Patienten, die fragen, ob es keine andere Behandlungsmöglichkeit gibt“, berichtete Dr. Wolfgang Hofacker, Ottobeuren. 
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+++ Therapie stabiler chronischer Schmerzen +++
Transdermales System für konstante Buprenorphin-Spiegel über eine Woche
München – Bis zu 15 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen. Eine effiziente Analgesie, durch die die Schmerzen langfristig gut kontrolliert werden, ist für die Betroffenen der Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Für viele Patienten mit opioidpflichtigen chronischen Schmerzen ist das heute einzige 7-Tage-Schmerzpflaster mit dem Wirkstoff Buprenorphin ein therapeutischer Gewinn. Das spezielle transdermale System von Norspan® ist breit einsetzbar und führt zu gleichmäßigen Wirkstoffspiegeln über eine Woche – bei besserer Verträglichkeit als Tramadol. Die einmal wöchentliche Applikation ist bequem in der Anwendung, die Dosis kann – bis in den Morphinbereich – individuell gut angepasst werden. Der Wirkstoff Buprenorphin bietet im Vergleich zu anderen Stufe-III-Opioiden einige Vorteile, berichtet Dr. Klaus Böhme, Anästhesist und Schmerztherapeut aus Kassel.  >>> 

 

+++ Neue Wege in der Schmerztherapie +++
Tapentadol und sein zukunftsweisender Wirkansatz
Berlin
Eine moderne Schmerztherapie sollte immer individuell auf den Patienten zugeschnitten sein. Bisher orientierte man sich bei der Behandlung am WHO-Stufenschema. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse weisen den Weg hin zu einer mechanismen-orientierten Schmerztherapie. Im Bereich der medikamentösen Behandlung wird mit Tapentadol noch in diesem Jahr eine neue Therapiemöglichkeit zur Verfügung stehen. Der Wirkstoff ist der erste Vertreter der neuen Substanzklasse der MOR-NRI und wurde in klinischen Studien erfolgreich bei chronischen nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen eingesetzt. Tapentadol zeichnete sich aufgrund seines synergistischen Wirkmechanismus durch eine breite Wirksamkeit aus und verfügte im Vergleich zu den starken klassischen Opioiden (z. B. Oxycodon) über ein deutlich verbessertes Verträglichkeitsprofil hinsichtlich gastrointestinaler Nebenwirkungen.  >>> 

 

+++ Schmerztherapie nachhaltig verbessern +++
Europaweite Initiative CHANGE PAIN fördert moderne Schmerztherapie
Berlin
Schmerz ist nicht gleich Schmerz – und dies sollte sich auch in der Behandlung widerspiegeln. Chronische Schmerzpatienten benötigen eine individuell abgestimmte Therapie, die sich idealerweise an den Schmerzmechanismen orientieren sollte. Die von Grünenthal ins Leben gerufene europaweite Initiative CHANGE PAIN unterstützt Ärzte und Patienten auf dem Weg hin zu einer modernen Schmerztherapie. Ziel ist es, das Wissen der Schmerzexperten zu vertiefen und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu optimieren. Nur mit einem effizienten Schmerzmanagement kann ein nachhaltiger Therapieerfolg erzielt werden. Schmerzexperten fordern schon seit längerem: Weg vom WHO-Stufenschema – hin zu einer mechanismen-orientierten Schmerztherapie. Neben der Schmerzstärke und der Unterscheidung zwischen akuten und chronischen Schmerzen sollte die Schmerzart (nozizeptiv, neuropathisch oder gemischt) bei der Therapie-Auswahl eine große Rolle spielen.  >>>   

 

+++ Anforderungen an eine ideale Opioidtherapie +++
Kontinuierliche 7-Tage-Analgesie erleichtert Patienten den Alltag
Im Rahmen der diesjährigen Erlanger Schmerz- und Palliativtage unter dem Motto „Schmerztherapie und Palliativmedizin – Forschung und Klinik“ erläuterten Experten neben pharmakologischen und klinischen Besonderheiten der Schmerztherapie, mit welchem Erfolg bei chronischen Schmerzpatienten die Leiden durch eine multimodale Schmerztherapie gelindert werden können. Bei der Behandlung chronischer Schmerzen hat sich in letzter Zeit ein Paradigmenwechsel vollzogen. Heute gehören neben der Pharmakotherapie auch psychotherapeutische Anwendungen zur Basistherapie. Hauptziel der psychologischen Schmerztherapie ist das Verhindern von Chronifizierungs-prozessen. Sind die Schmerzen bereits chronifiziert, sollen der Schmerz reduziert und die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten verbessert werden. Chronische Schmerzpatienten weisen oftmals eine gestörte Schmerzverarbeitung auf; dieses bedeutet Hilflosigkeit, ausgeprägte passive Versorgungswünsche und allgemeine Passivität. Nur eine sinnvolle Kombination unterschiedlicher aufeinander abgestimmter Verfahren scheint mittel- und langfristig zum Erfolg zu führen.  >>> 

 

+++ Schmerztherapie +++
Patienten-gerecht vorgehen, Substanzvorteile nutzen - Ersetzen neue Konzepte das WHO-Stufenschema?
Essen - Wird das WHO-Stufenschema bald von neuen Schmerztherapie-Konzepten abgelöst? Laut Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, steht ein Paradigmenwechsel in der Schmerztherapie an. Das Stufenschema habe die Versorgungsrealität in Deutschland geprägt. Es entspreche allerdings nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine differenzierte Schmerztherapie, so Dr. Müller-Schwefe anlässlich des diesjährigen Schmerz- und Palliativkongresses NRW, in Essen. Die Einführung des WHO-Stufenschemas 1986 stellte einen wichtigen Fortschritt in der Schmerztherapie dar. Es empfiehlt, entsprechend der Schmerzstärke, nicht bei den schwachen entzündungshemmenden Schmerzmitteln zu verweilen, sondern die Therapie Stufe für Stufe zu den stark wirksamen Opioiden zu eskalieren. Zunehmend zeigt sich jedoch, dass diese starren Regeln heute nicht mehr zeitgemäß sind.  >>> 

 

+++ Therapie stumpfer Traumata +++
Breites Wirkprofil der pflanzlichen Schmerzsalbe Traumaplant® klinisch gut belegt
München - Beinwell hat eine lange Tradition in der Behandlung stumpfer Traumata wie Verstauchungen, Prellungen oder Zerrungen der Muskeln und Bänder. Mit dem Beinwell-Präparat Traumaplant® steht eine klinisch-pharmakologisch breit dokumentierte pflanzliche Schmerzsalbe zur Verfügung, die sich durch eine sehr gute Verträglichkeit auszeichnet. Aktuelle Untersuchungen belegen der Salbe ausgeprägte antiödematöse, analgetische, entzündungshemmende und zugleich wundheilungsfördernde Eigenschaften. Der Münchener Orthopäde und Sportmediziner Professor Dr. med. Wolfgang Pförringer gab auf einer Pressekonferenz einen Überblick über die exzellente Studienlage zu Traumaplant.  >>> 

 

+++ Diabetische Polyneuropathie +++
Vieles gilt es in der Therapie zu bedenken
Stuttgart - Auf einem Fachsymposium während der 45. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) wurden unter der Leitung von Professor Dr. Dan Ziegler, Düsseldorf, interdisziplinäre Aspekte bei schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie diskutiert. Einbezogen waren dabei indikationsrelevante Fragestellungen aus den Bereichen Neurologie, Psychiatrie und Schmerztherapie. Ein beträchtlicher Teil der Patienten mit Diabetes mellitus leiden aufgrund von klinisch manifesten oder subklinischen Schädigungen des peripheren Nervensystems an neuropathischen Schmerzen (Diabetische Polyneuropathie). Diese treten bei etwa jedem dritten Typ-1- oder Typ-2-Diabetiker als symmetrisch sensible oder sensomotorische periphere Neuropathie auf.  >>> 

 

 

+++ Ärzte engagieren sich für Spendenaktion
Grünenthal hilft schwerstkranken Kindern
Aachen, 15. April 2010. Als Experte für die Behandlung mittlerer und schwerer Schmerzen stellt das Aachener Pharmaunternehmen Grünenthal nicht nur sein wissenschaftliches Know-how zur Verfügung, damit Patienten besser leben können. Es hilft auch darüber hinaus. Auf dem diesjährigen, 21. „Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongress“ nutzte der Schmerzspezialist eine Umfrage unter den versammelten Medizinern in zweifacher Hinsicht – zum einen, um mehr über den Stand der konkreten schmerzmedizinischen Behandlung in Deutschland zu erfahren, zum anderen, um schwerstkranken Kindern zu helfen: Für jeden Teilnehmer der Umfrage „Change Pain“ spendete das Unternehmen fünf Euro an die Bärenherz Stiftung. Diese gemeinnützige Organisation gibt Familien mit Kindern, die unheilbar krank sind und nur noch eine geringe Lebenserwartung haben, unter anderem mit dem Kinderhospiz Wiesbaden ein Zuhause.  >>> 

 

+++ Schmerztherapie +++
Gefährliche Nebenwirkung: gastrointestinale Blutung
Frankfurt – Die sich aus der stetig steigenden Anzahl von Wirkstoffen ergebende Problematik im Bereich der Polypharmakotherapie spielt in der modernen Medizin eine immer größere Rolle. Unbestritten ist, dass mit der Vielzahl von Medikamenten auch das Risiko von schädigenden Wechselwirkungen für die Patienten steigt. Neben der eigentlich beabsichtigten Wirkung treten bei fast allen potenten Medikamenten mehr oder weniger ausgeprägte unerwünschte Arzneimittel-Nebenwirkungen – so genannte UAW – auf. Diese können gravierende Folgen für den Patienten haben oder sogar zum Tod führen.  >>> 

 

+++ Wenn jede Minute zählt +++
Fentanyl Nasenspray bei Durchbruchschmerz
Trotz aller Fortschritte sind immer noch über 50 Prozent der Patienten mit Tumorschmerzen schmerztherapeutisch und palliativmedizinisch unterversorgt. 80 Prozent der Betroffenen quälen neben den Dauerschmerzen zusätzlich noch Durchbruchschmerzen. Die Schmerzattacke entsteht völlig unverhofft und dauert im Mittel ca. 30 Minuten.  Tumorpatienten mit starken Schmerzen sind auf Opioide der Stufe III nach dem WHO-Stufenschema eingestellt. Eine wirksame Durchbruchmedikation besteht in der Regel aus einem Opioid der Stufe III in retardierter Form und wird durch ein wirkstoffgleiches oder ähnliches Opioid in kurz wirkender Galenik ergänzt.  >>> 

 

+++ Neue Therapieoption bei Rückenschmerzen +++
Schmerzsyndrom in seiner Gesamtheit sehen

Rund 80 Prozent der Bevölkerung leiden einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen. Wird die Erkrankung chronisch, ist das gesamte Leben dadurch beeinflusst. Schlafstörungen, psychische Belastungen und Arbeitsunfähigkeit schränken die Lebensqualität erheblich ein. Aber auch die volkswirtschaftlichen Kosten sind sehr hoch, betonte Professor Dr. med. J.- Matthias Graf von der Schulenburg vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Kiel. Die durch Rückenschmerzen verursachten Kosten werden jährlich auf etwa 17 bis 22 Milliarden Euro geschätzt. Die direkten Kosten, wie Krankenhausaufenthalte, Arztbesuche und Medikamente machen dabei nur einen geringen Teil aus im Vergleich zu den indirekten Kosten wie Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung, so Graf von der Schulenburg.  >>>  

 

+++ Zukünftige Versorgung von Schmerzpatienten +++
Forschungsprojekt „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“

Münster – Wer schon einmal echte, körperliche Schmerzen erfahren musste weiß, wie sehr die Lebensqualität und die eigene Stimmung negativ beeinflusst werden. Deshalb begrüße ich ausdrücklich den Start des dreijährigen Forschungsprojektes „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster, so Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster. Professor Dr. Jürgen Osterbrink, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, erläuterte, dass eine adäquate Schmerztherapie im Deutschland des 21. Jahrhunderts kein Problem darstellen sollte. Das „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ ist ein auf drei Jahre angelegtes Forschungs-projekt, das weltweit erstmals die komplexen Zusammenhänge in der Versorgung von Schmerzpatienten innerhalb eines städtischen Gesundheitssystems analysiert. In die Studie eingeschlossen sind alle sechs Münsteraner Krankenhäuser, alle Hospize, Palliativstationen und zwei Schmerzpraxen sowie zehn nach einem willkürlichen (randomisierten) System zugeordnete Altenheime und zehn ambulante Pflegedienste. So soll zukünftig über Institutions- und Sektoren-grenzen hinweg eine umfassende und vernetzte Schmerzbetreuung für Patienten ermöglicht bzw. erleichtert werden.  >>> 

 

+++ Opioide bei chronischen Schmerzen +++
Abschied von zu großen Hoffnungen - Wirksamkeit ist schwächer als erwartet: Neue Leitlinie erschienen
Opioide werden als vermeintlich besonders starke Schmerzmittel zunehmend auch bei chronischen Schmerzen, die nicht durch Tumore bedingt sind, wie Gelenk- oder Rückenschmerzen, verordnet. Sie wirken aber dagegen nur wenig besser als andere Schmerzmedikamente. Das hat die erste wissenschaftliche Auswertung kontrollierter Studien im Auftrag der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) ergeben. In einer darauf basierenden Leitlinie empfehlen die Spezialisten, die Schmerzmedikation für jeden Patienten individuell festzusetzen und immer auch begleitende Maßnahmen wie Problemlösestrategien, Verhaltens- oder Physiotherapie einzusetzen. „Von zu großen Hoffnungen auf die Wirkung von Opioden bei chronischem Schmerz müssen wir uns verabschieden und uns mehr auf schädliche Nebenwirkungen wie z. B. Suchtpotential, Aufmerksamkeits- und Antriebsstörungen konzentrieren“, sagt Professor. Dr. Christoph Stein, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Charité und Freien Universität Berlin und Mitglied des Expertengremiums. (Download Leitlinie>>> 

 

+++ Schmerztherapie Millimeterarbeit für Arzt und Patient +++
Schmerzpatienten haben große Erwartungen an moderne therapeutische Strategien zur Beseitigung oder zumindest Linderung ihres Leidens,
denn Schmerzen beeinflussen stark und nachhaltig das Leben der Betroffenen. Heute stehen wirksame Analgetika zur Verfügung, wobei v. a. Opioide aufgrund ihres Wirkmechnismus und ihrer Interaktion mit körpereigenen schmerzlindernden Systemen eine zentrale Rolle bei der Behandlung akuter wie chronischer Schmerzen haben. Kein Patient muss unter Schmerzen leiden! So oder ähnlich lauteten in den vergangenen Jahren immer mal wieder einige Schlagworte in verschiedenen Medien unseres Landes. Die Realität aber zeigt ein völlig anderes Bild. Nicht selten durchlaufen Schmerzpatienten über lange Zeit eine wahre Odyssee und finden kaum wirksame und vor allem nachhaltige Hilfe.  >>> 

 

+++ Schmerzversorgung in Deutschland ungenügend +++
Patienten mit Rückenschmerzen nicht ausreichend versorgt
Berlin, 16.02.2010 - In Deutschland werden die meisten Patienten, die an Rückenschmerzen leiden, unzureichend versorgt. Jedoch könnten gezielte Therapien hohe Folgekosten verhindern. Dies belegt der neue "Versorgungsatlas Schmerz". Etwa 85 Prozent aller Deutschen haben im Laufe ihres Lebens mindestens einmal Rückenprobleme, jeder Dritte davon einmal im Jahr. "Bisher wusste man zu wenig über die tatsächliche Versorgungssituation der Betroffenen", sagte Professor Dr. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik aus Bremen, auf einer Pressekonferenz in Berlin.  >>> 

 

+++ Schmerzbehandlung +++
Topische nicht-steroidale Entzündungshemmer in Sportmedizin und Orthopädie
In der Sportmedizin und Orthopädie gehören kleinere Sport-Verletzungen zum Alltag. Oft werden Ärzte mit Schmerzen durch kleinere Traumen und entzündliche Prozesse an gelenknahen Weichteilen konfrontiert. Neben der Therapie ist die Ursachenforschung in der in Praxis ein wichtiger Aspekt, denn so lassen sich Kenntnisse für die Prävention gewinnen. „Banale" Verletzungen sind meist nicht so banal, sie führen vielmehr zu Fehl- und Überlastungen und können hartnäckig werden. Bei der Behandlung sollte in jedem Fall zwischen akuten und chronischen Verletzungen unterschieden werden. Hierbei wird oft auf topische NSAR zurückgegriffen, die sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen wirksam sind. Bei der Kniearthrose zum Beispiel werden topische NSAR ausdrücklich in den EULAR-Richtlinien empfohlen.  >>> 

 

+++ Studie zur Versorgungssituation von Schmerzpatienten +++
Versorgungsstudie identifiziert Schmerzpatienten und deren Chronifizierungsrisiko
Aachen, 10. Dezember 2009. Sind Schmerzpatienten in Deutschland optimal versorgt? Und welche Kosten verursachen sie? Bisher gab es auf diese Fragen keine wirklich überprüfbaren Antworten. In Zukunft wird es für die Krankenkassen aber immer wichtiger, chronische Schmerzpatienten oder Patienten mit einem starken Chronifizierungsrisiko zu identifizieren, um geeignete Präventions- und Therapiekonzepte für diese Gruppen zu entwickeln und Hospitalisierungen zu vermeiden. Seit mehr als einem Jahr läuft eine breit angelegte Studie zur Versorgungssituation von Schmerzpatienten. Partner in dieser ersten Phase des Projektes sind neben dem Pharmaunternehmen Grünenthal die Deutsche Angestelltenkrankenkasse (DAK). Die wissenschaftliche Begleitung liegt bei Prof. Glaeske (Bremen) und dem IGES-Institut in Berlin. Das Konzept sowie erste Teilergebnisse zum Thema „Identifikation und Gruppierung von Schmerzpatienten“ in GKV-Routinedaten wurden nun auf dem Deutschen Kongress für Versorgungsforschung in Heidelberg vorgestellt.  >>> 

 

+++ Integrative Schmerztherapie bei Krebs +++
Die meisten Krebspatienten könnten zu Hause sterben
Der interdisziplinäre Arbeitskreis Brandenburger Schmerztherapeuten (IABS) entwickelt zurzeit ein Präventionsprogramm gegen Palliativsymptome. "Eine präventive Symptomkontrolle ermöglicht Krebspatienten kurz nach und auch während der kausalen Krebstherapie ein hohes Maß an Lebensqualität und vermeidet einen künftigen chronischen Krebsschmerz", erklärt IABS-Präsident Dr. Knud Gastmeier, Sprecher des Regionalen Arbeitskreises Brandenburg der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS). Die so therapierten Patienten benötigen am Lebensende oft erst sehr spät eine Spezielle Ambulante Palliativversorgung und können in ca. 70 bis 80 % der Fälle zu Hause oder nach einem deutlich kürzeren stationären Aufenthalt sterben als ohne die präventive Behandlung.  >>> 

 

+++ Schmerzpatienten zwischen Wunsch und Wirklichkeit +++

PainSTORY: Eine Studie dokumentiert die europaweite Unterversorgung
Alarmierend: Etwa jeder fünfte Mensch in Europa leidet an nicht ausreichend kontrollierten starken Schmerzen. PainStory dokumentiert auf einzigartige Weise, welchen Einfluss starke chronische Schmerzen auf die Lebensqualität von Schmerzpatienten haben. Diese Studie zeigt, was Schmerzkranke erleben und empfinden bzw. wie es tatsächlich ist, den ganzen Tag, jeden Tag, 365 Tage im Jahr, mit quälenden Schmerzen zu leben. Die Intensität ihres Schmerzes variiert, aber das ganz alltägliche Leben und damit die Lebensqualität sind kontinuierlich beeinträchtigt und stark belastet. Und das, obwohl die Betroffenen Schmerzmedikamente einnehmen. Dieses Ergebnis ist nach Meinung der Schmerzexperten ein sehr ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem. Schmerz- patienten brauchen eine engmaschige, interdisziplinäre Betreuung durch qualifizierte Ärzte und Pflegekräfte.  >>> 

 

+++ Differenzierte Opioidtherapie bei chronischen Schmerzen +++
Die kontinuierliche transdermale 7-Tage Analgesie gewinnt zunehmend an Bedeutung
Berlin - In Deutschland leiden statistischen Erhebungen zufolge rund 7,5 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Jeder sechste chronische Schmerzpatient benötigt aufgrund seiner starken Schmerzen Opioide. Etwa 600.000 Patienten müssen laut Statistik mit stark wirksamen Opioiden behandelt werden. Chronische Schmerzpatienten profitieren insbesondere von einer breiten Dosiermöglichkeit und einer einfachen, Compliance-fördernden Anwendung. Im Rahmen des diesjährigen Deutschen Schmerzkongresses (DGSS) in Berlin wurde gezeigt, dass das bisher einzige 7-Tage Schmerzpflaster Norspan® (Burprenorphin) eine gute Therapieoption für die Behandlung von chronischen Schmerzen darstellt. Der Wirkstoff Buprenorphin hat eine nachgewiesene Wirksamkeit bei allen Schmerzformen, sowohl bei nozizeptiven Schmerzen (z. B. bei Arthrose und Osteoporose) als auch neuropathischen Schmerzen (z. B. diabetische Polyneuropathie) sowie bei Mixed Pain (z. B. Rückenschmerz). Von besonderer klinischer Relevanz ist dabei, dass das Norspan 7-Tage Schmerzpflaster seinen Wirkstoff kontinuierlich über einen Zeitraum von sieben Tagen abgibt.  >>> 

 

+++ Rationale Therapie von Rückenschmerzen und Osteoporose +++
Die Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände
Berlin – In Deutschland werden Millionen Menschen zu chronischen Schmerzpatienten, obwohl das bei einem großen Teil der Betroffenen durch gezielte Prävention und frühe rationale Behandlung verhindert werden könnte. Rückenschmerzen sind mit Abstand die häufigste Form von chronischen Schmerzen überhaupt. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung leidet episodisch oder chronisch an Rückenschmerzen. Damit ist diese Volkskrankheit Nr. 1 nicht nur Ursache zahlreicher Leidensgeschichten und Frühberentungen, sondern auch ein wesentlicher Kostenfaktor im Gesundheitssystem. Rücken- schmerzen haben zudem mehr als andere Schmerzformen eine hohe Tendenz zu chronifizieren. Die Weichen werden bereits in der ersten Woche gestellt: Wenn es hier nicht gelingt, effizient zu behandeln und die Patienten zu mobilisieren, droht aus den meist funktionellen Problemen ein Dauerbrenner zu werden - mit einer sehr langen Patientenkarriere und weiterer Immobilisierung.  >>> 

 

+++ Innovation in der Schmerztherapie +++
Der Durchbruchschmerz und die Opioidbasistherapie
Berlin - Die Grundlagenforschung der letzten 20 Jahre hat das Wissen um die Mechanismen der Schmerzentstehung und Schmerzchronifizierung revolutioniert: Ging das WHO-Stufenschema von 1986 noch ausschließlich von einer Therapie nach Schmerzstärke aus, orientieren sich moderne Schmerz- therapieansätze an Entstehungs- und Chronifizierungsmechanismen von Schmerzen. Ein Stufenschema, das die Auswahl der Substanzen überwiegend an der Schmerzstärke und nicht an Schmerzmechanismen orientiert, muss deshalb als überholt gelten. Folgerichtig kommen heute entzündungshemmende Substanzen nur dann zum Einsatz, wenn Entzündungsmechanismen Schmerzen verursachen oder aufrechterhalten.  >>> 

 

+++ Lebensqualität bei starken Tumor-, Nerven- und Bewegungsschmerzen +++
Praxis-Alltag bestätigt: Patienten profitierten von der Einstellung auf die Fixkombination
Berlin, 8. Oktober 2009 – Tumorschmerzen sind in mindestens 60 % der Fälle tumorbedingt: Der Tumor beziehungsweise seine Metastasen wachsen und reizen umliegende Schmerzrezeptoren oder Nerven. Daneben gibt es tumorassoziierte Schmerzen, die durch Tumor-Begleiterkrankungen oder Komplikationen wie etwa Thrombosen, Embolien, Pilzinfektionen oder Hautgeschwüre entstehen. Zudem kann es in Folge einer Chemotherapie zu therapiebedingten Schmerzen in Form von Polyneuropathien, Entzündungen oder Knochenschäden kommen. „Sowohl Tumor- als auch Tumortherapie-Assoziierte Schmerzen haben meistens eine ausgeprägte neuropathische Komponente. Patienten mit diesen Schmerzen brauchen daher eine stark wirksame Analgesie, die auch neuropathische Schmerzen adäquat lindern und die zugleich sehr gut verträglich ist“, sagt Dr. med. Uwe Junker, Sana-Klinikum Remscheid, im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Deutschen Schmerzkongress in Berlin. Nur so ist laut dem Schmerzexperten eine höchstmögliche Lebensqualität zu erreichen.  >>> 

 

+++ Was gibt es Neues in der Schmerztherapie? +++
„Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“
Berlin - In zahlreichen epidemiologischen Studien hat sich gezeigt, dass Schmerzen eines der Hauptgesundheitsprobleme der Bevölkerung darstellt. Insbesondere chronische Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen und Nervenschmerzen gehören zu den aktuellen Gesundheitssorgen. Sogar die Versorgung der Tumorschmerzpatienten ist heutzutage nach wie vor problematisch. Trotz fortgeschrittener Therapiemöglichkeiten erhält ein großer Teil dieser Patienten keine adäquate und effektive Schmerztherapie.  >>> 

 

+++ Der Wunsch nach vorzeitigem Lebensende +++
Was steht dahinter?
Berlin - Ziel der palliativmedizinischen Versorgung ist die Behandlung des Menschen in seiner Gesamtheit zum Erhalt seiner Lebensqualität. Was aber bleibt zu tun, wenn trotz palliativmedizinischer Behandlung der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe entsteht oder aufrecht erhalten bleibt? Dieses Phänomen wird auf Palliativstationen selten erlebt, lässt Behandlerteams jedoch an ihre Grenzen stoßen. Daher ist mehr Wissen über die Bedeutung von und dem Umgang mit dem Sterbewunsch von Palliativpatienten nötig.  >>> 

 

+++ Effektivität und Probleme einer Tumorschmerztherapie mit Opioiden +++
„Führt Symptomkontrolle zu Symptomen?“
Berlin - Die Effektivität einer ansonsten effizienten Tumorschmerztherapie wird regelmässig durch das Auftreten von Symptomen eingeschränkt. Diese lassen sich ätiologisch in tumorbedingte bzw. tumorassoziierte oder therapiebedingte Symptome unterteilen. Nach ihrer Bedeutung können lebensbedrohliche Komplikationen von nicht-lebensbedrohliche Komplikationen, – nach „Lokalisation“ als zentrale, gastrointestinale oder sonstige NW –, unterschieden werden. Eine hohe Rate opioiddbedingter Nebenwirkungen wird deutlich in einer Metaanalyse von 15 randomisierten, plazebokontrollierten Studien, nach der 80% der Patienten betroffen sind. So treten am häufigsten eine Obstipation mit 41%, Übelkeit mit 32% und Sedationseffekte mit 29% auf. Dadurch ergeben sich hohe Abbruchraten: 
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+++ Migräne: Bakteriengift hilft chronisch Kranken +++

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie

Nürnberg - Das Bakteriengift Botulinumtoxin A – besser bekannt als „Botox“ - kann Patienten helfen, die unter einer chronischen Migräne leiden. Wie Experten auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Nürnberg berichteten, haben zwei große Studien gezeigt, dass die Injektion von kleinen Mengen Botulinumtoxin in Kopf-, Gesichts-, und Nackenmuskeln zu einer deutlichen Besserung des Leidens führt. 
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+++ Neue Patientenbroschüre der Initiative Schmerz messen +++
„Lebensqualität für Schmerzpatienten“
Oberursel – September 2009 – Mit dem neuen Ratgeber „Lebensqualität für Schmerzpatienten“ der Initiative Schmerz messen können Ärzte ihre Patienten umfassend und laiengerecht über das Thema Schmerztherapie informieren. Die Broschüre, die sich an Patienten mit starken chronischen Bewegungsschmerzen sowie Tumorschmerzen richtet, ergänzt und unterstützt damit das Arzt-Patienten-Gespräch. Sie erklärt die Funktion des akuten Schmerzes und beschreibt, wie es zur Chronifizierung kommt.

Welche Analgetika zur Behandlung starker chronischer Schmerzen von Schmerzexperten empfohlen werden, wird ebenso erläutert wie das Messen und die Dokumentation der Schmerzintensität. Letzteres ist ein zentrales Anliegen der Initiative: Der Patient stellt auf einer Schmerzskala mehrmals täglich ein, wie stark er seinen Schmerz empfindet und notiert die Werte in einem Schmerztagebuch.

So unterstützt er seinen Arzt, ihm eine adäquate Schmerztherapie zu verordnen. Denn nur wenn der Arzt die Schmerzstärke seines Patienten kennt, kann er dessen Schmerzen optimal behandeln und ihm damit wieder mehr Lebensqualität ermöglichen. Darüber hinaus hilft die Broschüre dem Arzt dabei, den Patienten die Angst vor starken Schmerzmedikamenten zu nehmen, indem sie über medikamentöse Therapieoptionen wie zum Beispiel mit modernen retardierten Opioiden aufgeklärt. Der Ratger zeigt zudem, was Schmerzkranke zusätzlich tun können, damit es ihnen besser geht.  >>> 

 

+++ Supportive Maßnahmen auch in Zukunft eine Herausforderung +++
Supportivtherapie in der Onkologie feiert 20. Geburtstag
Supportive Maßnahmen in der Onkologie sind viel mehr als nur unterstützende Begleittherapien, betonte Prof. Dr. med. Hans-Joachim Schmoll, Direktor der Klinik für Innere Medizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Moderator des Jubiläums-Workshops. Sie umfasst die Prävention und das Management unerwünschter Wirkungen einer Tumorerkrankung und der onkologischen Therapie über den gesamten Zeitraum der Erkrankung hinweg und bedeutet u.a. auch die Verbesserung der Rehabilitation und des Überlebens. Der Hallenser Onkologe führte aus: „Selbst nach 20 Jahren Supportivtherapie lässt sich feststellen: Wir müssen weiterhin daran arbeiten, dass die Supportivtherapie essentieller Bestandteil eines jeglichen modernen Tumortherapiekonzeptes ist und die supportiven Maßnahmen weiterhin optimiert werden“. Unter diesem Aspekt wurden im Fachpresse-Workshop vier wichtige Themenkomplexe behandelt: Die orale Mukositis stellt nicht nur eine subjektiv stark belastende Nebenwirkung dar, sondern kann auch zum dosislimitierenden Faktor werden. Daher sollte eine entsprechende leitliniengerechte Behandlung und die adäquate Mundhygiene obligat sein. Ebenso ist eine konsequente antiemetische Prophylaxe ein wesentlicher Bestandteil onkologischer Konzepte. Die Schmerztherapie ist ebenfalls ein wichtiger Pfeiler der onkologischen Supportivtherapie. Der Knochen ist bei vielen Tumorentitäten einer der häufigsten Metastasierungsorte. Bisphosphonate stellen die Behandlungsmethode der Wahl bei Knochenmetastasen dar. Intravenös oder oral verabreicht senken sie die Zahl skelettaler Komplikationen.  >>> 

 

+++ Neue Therapie bei Durchbruchschmerz +++
Schmerzlinderung mit Instanyl® nach nur fünf Minuten

Etwa 80% aller Tumorpatienten leiden unter Durchbruchschmerz, einem Schmerzsyndrom, dem bisher in Deutschland nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ab dem 21. September 2009 steht mit Instanyl® ein Fentanyl-Nasenspray zur Verfügung, das für die Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Erwachsenen zugelassen ist, die bereits eine Opioid-Basistherapie gegen ihre chronischen Tumorschmerzen erhalten. Instanyl® erfüllt wichtige Anforderungen an ein Therapeutikum gegen Durchbruchschmerz: Es ist einfach anzuwenden, und die Wirkung tritt innerhalb weniger Minuten ein.  >>> 

 

+++ Schmerz- und Palliativversorgung in der Praxis +++
Medikamentöse Strategie zur individuellen Dauerschmerztherapie

Eine effektive Schmerztherapie und die Palliativversorgung schafft Vertrauen und gibt den Schmerz- und Tumorpatienten bestmögliche Lebensqualität in ihrem Alltag. Im Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden werden eine umfassende Schmerztherapie und das integrierte Konzept der ambulanten Palliativversorgung nach den Richtlinien der SAPV erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Eine wichtige Voraussetzung dazu sind eine wirkungsvolle medikamentöse Strategie zur individuellen Dauerschmerztherapie wie zum Beispiel das innovative, transdermale Fentanyl-Pflaster Matrifen®, erklärte Dr. med. Thomas Noite vom Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden bei einem Praxisworkshop „Schmerz" in Wiesbaden.  >>> 

  

+++ Rationale Therapie von Wirbelsäulensyndromen +++
Keltican® forte kausal gegen den Schmerz
Bequemlichkeit, Bewegungsmangel und einseitige berufliche Belastungen führen dazu, dass bei über 85% der Menschen der Rücken mindestens einmal im Leben richtig „nervt“. Chronische Rückenschmerzen sind in Deutschland die Ursache für jede fünfte Frühberentung und verursachen hohe volkswirtschaftliche Kosten. Für die Patienten stehen jedoch andere Aspekte im Vordergrund: Ihre stark eingeschränkte Lebensqualität und oftmals auch damit assoziierte psychosoziale Beeinträchtigungen. Aus diesem Grund fordert unter anderem die Europäische Liga für ein sicheres Patienten-Therapie-Selbstmanagement e.V. (SELF e.V.) frühzeitige präventive und therapeutische Maßnahmen, um den „Teufelskreis Rückenschmerzen“ zu durchbrechen.  
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+++ Thesenpapier zur Therapie von „Wirbelsäulen-Syndromen“ +++

Kausal therapieren mit Uridinmonophosphat

Patienten mit chronischen Rückenschmerzen beurteilen ihre Lebensqualität häufig als stark eingeschränkt und sind oft durch assoziierte psychosoziale Beeinträchtigungen belastet. Die Europäische Liga für ein sicheres Patienten-Therapie-Selbstmanagement e.V. (SELF e.V.) fordert daher frühzeitige präventive und therapeutische Maßnahmen, um den „Teufelskreis Rückenschmerzen“ zu durchbrechen. Dazu gehört auch die kausale Therapie mit Uridinmonophosphat. Im Rahmen einer Expertenkonferenz im Mai 2009 in Frankfurt verabschiedete SELF e.V. ein Thesenpapier, das aktuell im Praxis Magazin, Ausgabe 7/8 2009 veröffentlicht wurde.  >>> 


+++ Computersystem verbessert Schmerzbehandlung bei Tumorpatienten +++

Kompetente Beratung zur Anwendung internationaler Therapie-Richtlinien erfolgreich getestet / Heidelberger Klinische Pharmakologen veröffentlichen in „Pain“

Heidelberg, 03.08. 2009 Die Schmerztherapie bei Tumorpatienten – in der Klinik oder ambulant – ist häufig mangelhaft.  Am Universitätsklinikum Heidelberg ist jetzt der Einsatz eines neuartigen elektronischen Systems – kombiniert mit der Beratung durch einen erfahrenen Klinischen Pharmazeuten – erfolgreich erprobt worden. Die Behandlung der Patienten wies weniger Abweichungen von internationalen Leitlinien zur Schmerztherapie auf. Außerdem gaben die Patienten an, weniger Schmerzen zu haben. Die Ergebnisse der Studie sind in der Zeitschrift „Pain“ veröffentlicht.  >>>  

 

+++ Behandlung der schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie (DPNP) +++

 

Am Tag und in der Nacht ein Ziel: Endlich Ruhe vor den Schmerzen!

„Als ob mir jemand mit einem brennenden Streichholz über die Haut fährt“, erinnert sich die Patientin Frau H. an ihre schmerzhafte diabetische Polyneuropathie: „Die Schmerzen haben mir den Schlaf geraubt, ich bin selbst nachts nicht mehr zur Ruhe gekommen.“ Inzwischen wird die Patientin erfolgreich mit Duloxetin (Ariclaim®) behandelt, wie sie selber und auch ihr Arzt, der in Wiesbaden niedergelassene Schmerztherapeut Dr. Uwe Kern, im Rahmen eines Presse-Workshops berichten. Patienten mit schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie sind meist im höheren Lebensalter und haben oftmals komorbide Erkrankungen. Für diese Patienten ist der selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) Duloxetin mit seiner hohen analgetischen Wirksamkeit und der allgemein günstigen Verträglichkeit eine gute Option. „Ich bin sehr dankbar für den Erfolg. Ich bin jetzt den ganzen Tag weitgehend schmerzfrei und kann fast jede Nacht wieder durchschlafen“, so die Patientin.  >>>  


+++ Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Krebs +++

Zulassung von Instanyl® bringt wichtige Wende bei der Behandlung von Durchbruchschmerz bei Tumorpatienten

Zürich, 23. Juli 2009 – Wie heute bekannt gab, hat die Euro­päische Kommission die Zulassung für Instanyl® erteilt. Das intranasale Fentanyl-Spray – das erste Arzneimittel seiner Klasse – ist in seiner Wirkweise eng an die typischen Episoden von Durchbruchschmerz bei Tumorpatienten angepasst. „Bei der Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Tumorpatienten bestand bislang ein hoher Bedarf, der nicht gedeckt werden konnte. Mit Instanyl® haben wir jetzt eine Behandlungs­option, die darauf ausgelegt ist, die Bedürfnisse von Tumorpatienten, die an Durchbruch­schmerzen leiden, besser zu erfüllen. Instanyl® weist einen schnellen Wirkeintritt und eine kurze Wirkdauer auf, wird gut vertragen und ist einfach anzuwenden. Dadurch ermöglicht es den Patienten eine wirksame Kontrolle der Schmerzepisoden mit geringen Neben­wirkungen”, sagte Professor Stein Kaasa von der Universitätsklinik Trondheim in Norwegen, der Vorsitzende des Forschungsnetzwerks der Europäischen Gesellschaft für Palliativ­medizin (Research Network of the European Association for Palliative Care, EAPC-RN).  >>> 

 

+++ Schmerzmittelverbot senkt Anzahl der Selbstmorde +++

Co-Proxamol bei Überdosierung extrem gefährlich

Oxford / 19.06.2009 - In Großbritannien ist durch die kontrovers diskutierte Absetzung eines verbreiteten Schmerzmittels die Anzahl der Selbstmorde drastisch gesunken. Das schrittweise Auslaufen des Medikaments Co-Proxamol hat laut Wissenschaftlern des Centre for Suicide Research an der University of Oxford entscheidend dazu beigetragen, 350 Selbstmorde und Unfalltode zu verhindern. Die zuständigen Behörden entzogen dem Medikament im Jahr 2007 die Zulassung. Hauptgrund dafür war laut BBC das zu hohe Risiko bei einer Überdosis. Das Verbot wurde allerdings von manchen Patienten und Medizinern abgelehnt. Organisationen wie Arthritis Care berichten, dass Patienten jetzt ernste Schwierigkeiten dabei haben, ihre Schmerzen unter Kontrolle zu halten. Die Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency hatte die Absetzung des Medikaments bereits 2005 angekündigt. Die Details der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.  >>> 


+++ Opioid-induzierte Obstipation +++

Relistor®: Schnelle Wirksamkeit bei Patienten mit chronischen, nicht krebsbedingten Schmerzen

Der peripher wirkende μ-Opioid-Rezeptor-Antagonist Relistor® Methylnaltrexoniumbromid) zeigt auch in der Behandlung der Opioid-induzierten Obstipation (OIC) bei Patienten mit chronischen, nicht krebsbedingten Schmerzen überzeugende Wirksamkeit. Das belegen die Ergebnisse  einer Phase-III-Studie, die erstmals während der 28. Jahrestagung der American Pain Society in San Diego vorgestellt wurden. Mehr als ein Drittel der Patienten erreichte innerhalb von vier Stunden nach der ersten subkutanen Injektion von Relistor  eine Defäkation.>>>

 

+++ Symptomatische Therapie der Gonarthrose +++
Bei Kniegelenksarthrose hilft Hyaluronsäure schnell und wirksam gegen Schmerzen

Zahlreiche Patienten mit Kniegelenksarthrose verspüren nach einer Injektionsbehandlung mit Hyaluronsäure deutlich weniger Schmerzen. Die überlegene Wirksamkeit des Wirkstoffes konnte in Studien wissenschaftlich nachgewiesen werden. Arthrose zählt zu den volkswirtschaftlichen bedeutenden chronischen Erkrankungen. Sie erfordert  aufwendige Rehabilitationsmaßnahmen und führt nicht selten zu Frühberentungen. Im Rahmen einer Patientenmarktforschung beschrieben über 50 Prozent der Betroffenen ihre Arthrose-Schmerzen als mittelschwer bis schwer. Ihre täglichen Aktivitäten könnten sie deshalb nur eingeschränkt ausüben.  >>> 

 

+++ Schmerzhafte diabetische Polyneuropathie +++

Weniger Schmerzen und bessere Alltagsfunktionalität unter einer Therapie mit Ariclaim®

Die schmerzhafte diabetische Polyneuropathie (DPNP) ist eine häufige Folgeerkrankung des Diabetes mellitus. Sie kann mit brennenden, kribbelnden und stechenden Schmerzen einhergehen und die Lebensqualität und Alltagsfunktionalität der Patienten erheblich beeinträchtigen. Viele Patienten leiden bedingt durch die Schmerzen unter einem fragmentierten Nachtschlaf und psychischen Verstimmungen. Trotz der vielfältigen Auswirkungen wird die DPNP immer noch zu selten diagnostiziert und nicht oder erst verspätet therapiert. Mit dem selektiven Serotonin- und Noradrenalin- Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) Duloxetin (Ariclaim®) steht für viele Patienten eine effektive und anhaltend wirksame Therapie für die Behandlung der schmerzhaften DPNP zur Verfügung.  >>>

+++ Neue Erkenntnisse zur modernen Schmerztherapie +++

Schmerztherapie auf die jeweilige Situation des Patienten anpassen Es herrscht kein Konsens darüber, welches Opioid der Stufe III bei starken bis sehr starken Schmerzen die Therapie der ersten Wahl ist. Jedoch konnte das Opioid Targin®, eine Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon den großen therapeutischen Nutzen anhand von Studien zeigen. Lange Zeit galt Morphin als Goldstandard. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Opioide und möglicher Kombinationen richten sich nach den Parametern Wirksamkeit, Verträglichkeit, Nebenwirkungen und Nutzen für den Patienten.  >>>

+++ Bakterien als Schmerzkiller +++

Keime können Entzündungsbeschwerden lindern

Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass bestimmte Bestandteile von Bakterien im entzündeten Gewebe schmerzlindernd wirken. Bislang war man davon ausgegangen, dass bakterielle Entzündungen generell Schmerz verstärken. Die Forscher um Prof. Christoph Stein und Privatdozent Dr. Alexander Brack von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Campus Benjamin Franklin berichten darüber in der aktuellen Ausgabe des Online-Journals PLoS Pathogens.  >>>

+++ Therapie chronischer Rückenschmerzen +++
„Ärzte zwischen Leidens- und Kostendruck“

Berlin, 20. März 2009. Über das Thema Rückenschmerz als Volkskrankheit wird bereits seit Jahren gesprochen. Obwohl der Strom der betroffenen Patienten nicht abreißt, sinkt die Aufmerksamkeit für das Problem angesichts der aktuellen gesundheitspolitischen Probleme, mit denen sich praktizierende Ärzte auseinandersetzen müssen. Vor allem bei den schwer therapierbaren chronischen Patienten mit neuropathischen Schmerzanteilen kann ein multimodales Therapiekonzept  z. B. mit dem Antikonvulsivum Pregabalin (Lyrica®) sowie die Aufklärung der Patienten über das Schmerzgeschehen die Effizienz der Maßnahmen deutlich erhöhen. 
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+++ Aktueller Review zum Diclofenac-Salz Epolamin +++
Topische Aktivität: schnelle und lokale Schmerzbekämpfung
Pambio-Noranco, Schweiz, 16. März 2009. Seit dem Herbst 2008 gibt es in Deutschland mit dem Flector® Schmerzpflaster eine neue Therapieoption für die Behandlung von Schmerzen aufgrund einer Epicondylitis oder einer Sprunggelenksdistorsion. Ein aktueller Review fasst mehrere zum Teil unveröffentlichte klinische und pharmakokinetische Daten zusammen, die sich mit dem zeitlichen Wirkungsverlauf und der Wirkstoffkonzentration des Schmerzpflasters beschäftigen. Dabei stehen vor allem der schnelle Wirkeintritt und die gute Verträglichkeit im Vordergrund. Die Ergebnisse zeigen, dass mit dem Schmerzpflaster eine frühe, progrediente Schmerzlinderung erreicht wird. 
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+++ Behandlung von Schmerzen +++
Hat der US-Schmerzforscher Scott Reuben 21 Studien gefälscht?

Der namhafte US-Experte zur Behandlung von postoperativen Schmerzen soll in großem Stil wissenschaftliche Studien gefälscht haben. Das berichtet das US-Medium  
New York Times unter Berufung auf Ermittlungen seines ehemaligen Arbeitsgebers. Das Baystate Medical Center hat Scott Reuben inzwischen von seiner Homepage gelöscht. Der Anästhesiologe soll keine der Studien, die er in 21 wissenschaftlichen Arbeiten, hauptsächlich in Anesthesia & Analgesia, publiziert hat, durchgeführt haben.  >>>

+++ Bei Kopfschmerzen und Migräne zum Neurologen +++
Warnung vor unzureichender oder gefährlicher Behandlung - Tipps für Patienten

(9. März 2009) Da bei der Migräne die Schmerzen nicht nur am Kopf, sondern beispielsweise auch im Gesicht, am Nacken, in den Augen oder an den Zähnen auftreten können, erhalten Patienten oft jahrelang die falsche Behandlung. Manche Patienten erhoffen sich sogar Linderung durch die sogenannte Corrugator-Methode, die im Internet für mehrere tausend Euro angeboten wird. Dabei durchtrennen Chirurgen einen über der Nasenwurzel sitzenden Muskel. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie warnt Patienten vor diesem unseriösen Verfahren. „Dabei handelt es sich um ein tragisches Beispiel der vorsätzlichen Körperverletzung“, sagt Professor Dr. Hans-Christoph Diener, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Duisburg-Essen. 
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+++ Add-on-Therapie bei familiärer Hypercholesterinämie +++
Vorläufige Ergebnisse der Phase-4 Studie TRIPLE zeigen: Primärer Endpunkt wurde erreicht
Die Genzyme Corporation gab bekannt, dass die erste Analyse der laufenden klinischen Phase-4 Studie „TRIPLE“ zu Cholestagel® vorliegt. Diese zeigt, dass der primäre Endpunkt der Studie erreicht wurde: Der im Jahr 2008 von der EMEA zugelassene Gallensäurebinder Cholestagel® (Colesevelam) von Genzyme führt bei den Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie (FH), die trotz Behandlung mit einer maximal verträglichen Dosis Statin und Ezetimib ihre Zielwerte nicht erreichen, zu einer signifikanten Senkung des LDL-Cholesterins (LDL-C) im Vergleich zu Plazebo. Dieses Ergebnis unterstreicht den potenziellen Nutzen einer Add-on-Therapie mit Colesevelam zusätzlich zur Therapie mit Statinen und Ezetimib, um die LDL-C Spiegel von FH-Patienten weiter zu senken. 
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+++ Zulassung für Synvisc-One™ im Rahmen der Gonarthrosetherapie +++
Synvisc-One TM ist die einzige von der FDA zugelassene „Single-Injection“ Hyaluronsäure

Die Genzyme Corp. hat bekannt gegeben, dass die amerikanische Zulassungsbehörde FDA die Zulassung für Synvisc-One™ (Hylan G-F 20), eine Hyaluronsäure zur Behandlung von Gonarthroseschmerzen, erteilt hat. Mit nur einer Injektion kann das innovative Hyaluronsäure-Behandlungsregime zu einer sechsmonatigen Schmerzlinderung führen. Synvisc-One TM ist die einzige von der FDA zugelassene Hyaluronsäure, deren Behandlung aus nur einer einzigen Injektion besteht. 
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+++ Schmerzhafte diabetische Polyneuropathie (DPNP) +++
Duloxetin kann Schmerzen rasch und anhaltend lindern
Berlin
. Die diabetische Polyneuropathie sowie die Mikro- und Makroangiopathie sind Hauptkomplikationen des Diabetes mellitus. Eine bewährte Behandlungsoption für Schmerzen im Rahmen der diabetischen Polyneuropathie stellt der selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) Duloxetin (Ariciaim®) dar. Duloxetin unterstützt die Aktivität der absteigenden inhibitorischen Schmerzbahnen und verstärkt somit die körpereigene Schmerzabwehr. Die schmerzlin­dernde Wirkung von Duloxetin setzt häufig schon ab dem dritten Be­handlungstag ein und bleibt dann zumeist auch langfristig bestehen. Neben den Schmerzen verbessert der SSNRI auch die funktionellen Beeinträchtigungen und die Lebensqualität der betroffenen Patienten. 
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+++ Therapie von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Krebspatienten +++

Effentora™ trifft das Schmerzprofil bei Tumordurchbruchschmerzen
Bei Effentora TM handelt es sich um eine Fentanyl-Buccaltablette zur Behandlung von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Krebspatienten, die bereits eine Opioid-Basismedikation für ihre chronischen Schmerzen erhalten. Effentora TM bietet eine neue Möglichkeit, den belastenden Durchbruchschmerzen zu begegnen, einem großen Problem, das nicht nur die Lebensqualität der Patienten, sondern auch den Verlauf der Krebserkrankung negativ beeinflusst.
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+++ Neue Erkenntnisse in der Schmerztherapie +++
Körpereigene Opioide helfen bei Nervenschmerzen
Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass körpereigene Schmerzmittel, so genannte Opioide, die von Leukozyten produziert werden können, auch bei neuropathischen Schmerzen helfen. Das Team um Prof. Halina Machelska von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Campus Benjamin Franklin berichtet in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Clinical Investigation*, dass die eigentlich für die Immunabwehr zuständigen weißen Blutkörperchen bei Mäusen durch Stimulation Opioide freisetzen und so Schmerzen in hochempfindlichen Nervenverletzungen lindern können.  
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+++ Tumorzellen und Nervenschmerz +++
Formen der Schmerzentstehung bei Tumorerkrankungen
Viele Krebserkrankungen sind mit Schmerzen verbunden: Es wird geschätzt, dass etwa 60 Prozent aller Tumorkranken zu irgendeinem Zeitpunkt Schmerzen verspüren. Die Angst vor diesen Schmerzen ist groß, zumal viele Patienten damit häufig die Vorstellung verbinden, dass sie unbeeinflussbar und naturgegebener Bestandteil von Tumorerkrankungen sind. Das ist falsch! Für jeden Schmerzzustand gibt es heute individuell angepasste Therapien und medikamentöse Hilfen. Die Spirale Schmerz – Angst – Depression – Verzweiflung kann durch Analgetika (Schmerzmittel) durchbrochen werden.  
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+++ Schmerz und Angst +++
Das Schmerzempfinden eines Menschen ist sehr individuell
Wenn Schmerzpatienten ständig Angst vor der nächsten Schmerzattacke haben, kommt ein Teufelskreis in Gang. Viele Patienten mit Nervenschmerzen haben zum Beispiel nicht nur mit einem quälenden Dauerschmerz zu kämpfen, sondern werden auch von Ängsten, Depressionen oder Schlafstörungen geplagt. Angst verändert die Schmerzverarbeitung im Gehirn und kann verhindern, dass das Schmerzgedächtnis durch neue, positive Inhalte überschrieben wird. Durchbrechen lässt sich dieser Teufelskreis aus Schmerz und Angst durch eine medikamentös gestützte kognitive Verhaltenstherapie. 
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+++ Der neuropathische Schmerz (NeP) +++
Versorgungsrealität in Deutschland

Exakte Angaben zur Prävalenz neuropathischer Schmerzen (NeP) in Deutschland fehlen. Für UK wird sie mit 8 % (Torrance et al. 2006), für Österreich mit 3,3 % angegeben, wobei die Krankheitshäufigkeit eindeutig altersabhängig ist und in höherem Alter (> 50 Jahre) mehr als 25 % betragen kann (Gustorff et al. 2008). Für Deutschland ist von vergleichbaren Zahlen auszugehen und Schätzungen der Prävalenz spezifischer Krankheitsentitäten, wie Rückenschmerzen mit neuro-pathischer Komponente, schmerzhafte diabetische Polyneuropathie oder Tumorschmerzen, untermauern diese Daten (Freynhagen et al. 2006; Wenig et al. 2008). 
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+++ Die Therapie der Fibromyalgie +++

Die genauen Ursachen der Fibromyalgie sind nicht bekannt
Die Fibromyalgie ist eine der meist verbreiteten chronischen Schmerzerkrankung. Zwischen 16 und 40 Millionen Menschen sind weltweit erkrankt. Fibromyalgie tritt gewöhnlich mit Schlafstörungen, Steifigkeit, Erschöpfung zusammen mit anderen Begleiterkrankungen auf. Überwiegend sind Frauen betroffen, insgesamt etwa 87 %. Die genauen Ursachen der Fibromyalgie sind nicht bekannt. Einige Wissenschaftler vermuten, dass es eine Abnormität gibt, wie der Körper auf Schmerz, insbesondere bei Anreizen mit einer verstärkten Sensibilität reagiert. Eine zunehmende Anzahl von Fakten weisen darauf hin, dass Änderungen im zentralen Nervensystem zur erhöhten Schmerzempfindlichkeit bei Fibromyalgieerkrankten führen.  
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+++ Die Vulvodynie aus interdisziplinärer Sicht +++
PD Dr. Rainer Freynhagen, Düsseldorf, PD Dr. Monika Hampl, Düsseldorf

Die Vulvodynie ist ein häufiges Krankheitsbild, das sich als ein Kontinuum zwischen rein organisch bedingtem Schmerz bis zu rein somatoformen Schmerzzuständen ohne Organbefund präsentiert und damit die behandelnden Fachdisziplinen gleichermaßen vor diagnostische und therapeutische Probleme stellt. Die „International Society for the Study of Vulvar Disease" definiert Vulvodynie als „Schmerzen der Vulva die ohne nachweisbare grobe anatomische oder neurologische Befunde oder lokale Auslöser auftreten" (Moyal-Barracco and Lynch 2004). Charakterisiert sind die chronischen Schmerzen meist durch Brennen, Stechen, Reizung, Rauhigkeit, eine erhöhte Sensibilität oder Wundsein im Geni­talbereich. Genaue Zahlen zur Prävalenz fehlen, jedoch ist von einer Punkt-prävalenz von 4% in der Allgemeinbevölkerung und 16% im Patientenklientel gynäkologischer Praxen auszugehen (Harlow and Stewart 2003).  >>>


+++ Therapiemanagement chronischer Schmerzen +++
Differenzierte, Leitlinien-gerechte Therapie ist machbar

Das Therapiemanagement chronischer Schmerzen steckt nach wie vor im Dilemma zwischen Qualitätsanspruch und Kostendruck. Bestandsaufnahme und Zukunftsperspektiven der Versorgung chronisch Schmerzkranker aus sozialgesetzlicher, berufsrechtlicher und ethischer Perspektive waren Thema einer Diskussionsveranstaltung, zu der die Firma Janssen-Cilag in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Schmerz-Therapeuten NRW Vertreter aller an der Patientenversorgung beteiligten Gruppen bzw. Institutionen geladen hatte. Fazit: Ein individuelles, differenziertes und Leitliniengerechtes, multimodales Schmerzmanagement ist möglich und bezahlbar.  
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+++ Archimedes Pharma übernimmt Vertrieb von Oramorph® +++
Die Archimedes Pharma Ltd. hat zum 1. August 2008 den Vertrieb von Oramorph® in Deutschland von der Firma Norgine GmbH übernommen.
Oramorph® ist zur Behandlung von starken und sehr starken Schmerzen zugelassen. Es ist das einzige orale, flüssige schnell wirksame Morphinpräparat, das in anwenderfreundlichen Einzeldosisbehältern in Deutschland erhältlich ist und über eine pädiatrische Zulassung verfügt. 
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+++ Schmerzen, vernachlässigte Symptome einer Depression +++
Neueste Erkenntnisse aus der PADRE-Beobachtungsstudie
In Deutschland sind heute rund 10% der Bevölkerung von einer Depression betroffen, und rund zwei Drittel der Patienten mit Depressionen weisen schmerzhafte körperliche Beschwerden aus. Dies bestätigte jetzt auch die PADRE-Untersuchung (Painful Physical Symptoms in Depressed Patients: Relation to Treatment Outcomes in Clinical Practice). 89% der über 4.000 Patienten, die in die Anwendungsbeobachtung (AWB) eingeschlossen waren, litten an einer relevanten Schmerzsymptomatik. Leider werden jedoch körperliche Beschwerden im Rahmen der Depression häufig unterschätzt und bei der Behandlung vernachlässigt. Dabei beeinträchtigen körperlich-schmerzhafte Symptome das Alltagsleben depressiver Patienten relevant und korrelieren mit der Zeitdauer bis zum Eintritt der Remission. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv und sind ein Prädiktor für einen schlechten Behandlungserfolg. Eine sorgfältige Diagnostik und adäquate Behandlung können dagegen möglicherweise den Therapieerfolg verbessern. 
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+++ Compliance – ein wichtiger Faktor in der Schmerztherapie +++
Fokus auf die Schmerzindikation: Duloxetin jetzt auch als Ariclaim® erhältlich
Duloxetin steht ab sofort für die Behandlung der schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie (DPNP) zusätzlich unter dem Handelsnamen Ariclaim®  zur Verfügung. Die Markteinführung hat zum Ziel, die Akzeptanz für die Medikation bei Schmerzpatienten zu verbessern. Unter dem Handelsnamen Cymbalta® soll Duloxetin künftig hauptsächlich als Medikament für die Therapie der Depression eingesetzt werden, ist aber auch weiterhin zur Therapie der schmerzhaften DPNP bei Erwachsenen zugelassen. 
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+++ Erste kausale Therapie der Opioid-induzierten Obstipation +++
Erster selektiver m-Opioid-Rezeptor-Antagonist Methylnaltrexon erhält Zulassung für Europa

Im Juli wurde der peripher wirkende m-Opioid-Rezeptor-Antagonist Methylnaltrexon (MNTX, Relistor®) zur Therapie der Opioid-induzierten Obstipation (opioid-induced constipation, OIC) von der EMEA zugelassen. Der erste Vertreter eines neuen, kausalen Wirkprinzips ist bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung, die palliative Pflege erhalten und die unzureichend auf die üblichen Laxanzien ansprechen, indiziert. Grundlage für die Zulassung sind zwei Phase-III-Studien, in denen Relistor® eine schnelle und planbare Aufhebung der Opioid-induzierten Obstipation bewirkt. Experten sprachen in Berlin über die OIC als häufige und besonders schwerwiegende Nebenwirkung der Opioidtherapie, da sie in vielen Fällen den Erfolg der Schmerzbehandlung gefährdet. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen auf die Pflege der Patienten, sowie der neue kausale Therapieansatz der OIC mit Relistor® aufgezeigt. 
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+++ Curriculum Tumorschmerz für Ärzte und Pflegende ist online +++
DGSS-Arbeitskreis: Wissen über Tumorschmerzbehandlung verbessern
Welche Fragen muss ich einem Tumorschmerzpatienten stellen? Welche Schmerzmittel verordne ich am besten? Wie lässt sich die Behandlung finanzieren? Diese und viele andere Fragen beantwortet der Foliensatz „
Curriculum Tumorschmerz“, den der Arbeitskreis Tumorschmerz der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) im Internet veröffentlicht hat. Sie richtet sich an Ärzte und Pflegende in Klinik und Praxis, die ihr Wissen rund um die Behandlung von Tumorschmerzpatienten verbessern wollen.  >>>

+++ Lebensgefährliches „Serotonin-Syndrom“ durch Migränemedikamente +++
Die Monotherapie der Migräne mit Triptanen kann zu einer lebensgefährlichen Überflutung des Körpers mit dem Neurotransmitter Serotonin führen, die als „Serotonin-Syndrom“ bezeichnet wird. Davor warnen US-Forscher in einem Leserbrief im
New England Journal of Medicine (2008; 358: 2185-2186). Triptane wirken als Agonisten am Rezeptor für den Neurotransmitter Serotonin. Dessen Konzentration wird gesteigert durch die Einnahme von Antidepressiva aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder der selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI). Bislang wurde dieses lebensgefährliche „Serotonin-Syndrom“, vor dem die FDA bereits im Juli 2006 warnte, nur bei Patienten beobachtet, die sowohl mit Triptanen als auch mit Antidepressiva behandelt wurden. >>>

+++ Können wir uns Schmerzen noch leisten? +++
Patientenorientierte Schmerztherapie im Spannungsfeld zwischen gesetzlichen Vorgaben und einer qualitätsorientierten Versorgung

Schmerztherapeuten befinden sich immer mehr im Spannungsfeld zwischen gesetzlichen Vorgaben und einer qualitäts- und leitliniengerechten Versorgung ihrer Patienten. Wie schwierig dieser Spagat ist, wurde auf einer Pressekonferenz des BVSD (Berufsverband der Schmerztherapeuten in Deutschland) und INSTIB (Interessensgemeinschaft der nieder-gelassenen Schmerztherapeuten in Bayern e.V.) in München deutlich. Experten forderten ein individuelles, differenziertes Regime. Die generelle Behandlung von Schmerzpatienten mit Morphin aus ökonomischen Gründen gelte als inakzeptabel. Vielmehr sollte das breite Spektrum moderner Opioid-Analgetika genutzt werden. Wie problematisch Umstellungen in der Schmerztherapie sind, belegt eine aktuelle prospektive Studie bei 424 Patienten. 
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+++ Die Therapie der Post-Zoster-Neuralgie (PZN) +++
Topisches Lidocain lindert neuropathische Schmerzen
In Deutschland besteht erst seit Februar dieses Jahres die Möglichkeit, Patienten mit Post-Zoster-Neuralgie (PZN) mit dem Lidocain-haltigen Hydrogelpflaster Versatis® zu behandeln. Aufgrund der guten Erfahrungen in den USA und der Schweiz – dort ist es seit fast zehn Jahren zugelassen – schlagen es internationale Fachgesellschaften aber bereits als Mittel der ersten Wahl vor. Der Grund: Bei hoher Wirksamkeit auf brennende, stechende und einschießende Schmerzen sowie die oft quälende Allodynie ist die lokale Therapie frei von systemischen Nebenwirkungen. 
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+++ Schmerztherapie mit niedrig dosiertem Retard-Hydromorphon +++
Gleichmäßige Analgesie durch Hydromorphon im  osmotisch aktiven System
In der Therapie chronischer Schmerzen hat sich das WHO-Stufenschema etabliert. Es sei aber nicht als Dogma zu verstehen, so viele Schmerzexperten, eher als Anhaltspunkt. Denn viele Patienten mit starken chronischen Schmerzen  profitieren vom früheren Einsatz eines niedrig dosierten Opioids der Stufe III. Wie auf dem Symposium „Zukunftsforum Schmerz“ im Rahmen des 19. Deutschen Schmerztages in Frankfurt deutlich wurde, eignen sich allerdings nicht alle hoch wirksamen Opioide gleichermaßen. Neue Maßstäbe setzt Hydromorphon in der OROS® Push-Pull-Technologie, dem sogenannten Oralen Osmotischen System (Jurnista®), das bei einmal täglicher Gabe durch eine kontinuierliche Wirkstofffreisetzung gleichmäßige Plasmaspiegel und so eine gleichmäßige Analgesie ermöglicht. In der niedrigen Wirkstärke 4mg eignet sich Jurnista® besonders gut für Patienten mit chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates. 
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+++ Symptomatische Therapie von Bewegungsschmerzen – aktuelle Optionen +++
Bei der symptomatischen Behandlung von Bewegungsschmerzen stehen die Linderung der Schmerzen und die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund, wobei die Behandlung aufgrund ihres Langzeitcharakters möglichst nebenwirkungsarm sein und die ggf. mögliche krankheitsmodifizierende Therapie (z.B. DMARDs) unterstützen sollte. Bei geringen bis mässigen Schmerzen wird an erster Stelle die Behandlung mit dem Analgetikum Paracetamol empfohlen, auch niedrige Dosen von Corticosteroiden (< 5mg/die) kann hilfreich sein. Der Therapieerfolg kann ebenso gut sein wie mit nichtsteroidalen Antirheumatika, allerdings meist nur bei Patienten mit nicht oder gering entzündlich verlaufender Arthrose. Diese Optionen versagen meist bei aktivierter Arthrose und akut bzw. chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen. 
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+++ Zukunftsarbeit Schmerz - Stufenschema noch zeitgerecht? +++
Moderne Schmerztherapie muss sich an Entstehungs- und Chronifizierungsmechaismen von Schmerzen orientieren und darf sich nicht an einem historisch begründeten, aber heute überkommenen Stufenschema festklammern. Der frühzeitige Einsatz von stark wirksamen Opioiden richtet sich hierbei ausschließlich nach dem Schmerzmechanismus und nicht mehr nach der Schmerzstärke. 
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+++ Schmerztherapie bei multimorbiden und betagten Patienten +++
Eine interdisziplinäre Herausforderung
Je älter unsere Patienten sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Schmerzen leiden. Genau untersucht, klagen fast alle über 90Jährigen schmerzhafte Probleme. Nach Kreuz-, Glieder- und Nackenschmerzen werden außerdem als „Altersbeschwerden“ genannt: Erschöpfbarkeit, Müdigkeit in den Beinen, Mattigkeit , Schwächegefühl. Werden Schmerzen nicht behandelt, so führt dies zu verminderter Mobilität mit konsekutiv erhöhtem Sturzrisiko, Verlust der Selbstständigkeit, Schlaflosigkeit und Unruhe sowie Angst und Depression. 
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+++ Neuronale Mechanismen der Chronifizierung von Rückenschmerzen +++
Rückenschmerzen zeichnen sich oftmals durch ein eklatantes Missverhältnis aus, das zwischen dem Ort und der Stärke der Beschwerden und den objektivierbaren Befunden besteht. Als einer der Ursachen hierfür nimmt heute an, dass es im Zentralen Nervensystem von Patienten mit Rückenschmerzen zu Störungen bei der Verarbeitung von nozizeptiven und nicht nozizeptiven Informationen aus den schmerzhaften Arealen kommt. Die spinalen Mechanismen kann man in zwei große Komplexe gliedern: 
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+++ Multimodale Therapiekonzepte beim chronischen Rückenschmerz +++
Störungen des Bewegungssystems gehören zu den häufigsten Ursachen akuter sowie chronischer Schmerzen. Allein die Lebenszeitprävalenz für Rückenschmerzen beträgt 80%t, die Punktprävalenz 30%. Die allein durch Rückenschmerzen verursachten Kosten sind aufgrund von Krankheitstagen und Berentungen enorm. Psychosoziale Faktoren können somatische Einflüsse so verstärken, dass neuronale Mechanismen zu einer Chronifizierung führen. Die körpereigene Schmerzabwehr ist unzureichend wirksam. Eine Rückbildung gebildeter  Engramme und Löschung des Schmerzgedächtnisses ist aber möglich. 
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+++ Hydromorphon als neuer Goldstandard? +++
Als Goldstandard bezeichnet man eine Therapie oder ein Medikament, welches bei einer entsprechenden Indikationsgruppe mit höchst möglicher Sicherheit den höchstmöglichen Erfolg bringt. Im Sinne der „evidence based medicine“ müßte dieses durch entsprechende Studien belegbar sein. Die Studienlage zu den Opioiden der Stufe III ist jedoch recht dürftig. Zwar ist die Wirksamkeit für alle nachgewiesen und wir kennen auch annähernd die Äquvalenzdosen. Aber Vergleiche von Wirkstoffen oder gar gegen Placebo sind kaum durchgeführt worden. 
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+++ Paradigmenwechsel in der Schmerztherapie +++

Das WHO Stufenschema – didaktisches Instrument oder klinische Realität?

Das WHO-Stufenschema nach 22 Jahren: Richtlinie oder Hemmschuh in der Therapie chronischer non-maligner Schmerzen? Vor 22 Jahren (1986) hat die WHO erstmalig das Stufenschema zur Therapie von Tumorschmerzen vorgestellt. Dieses Schema sollte die Welt der Schmerztherapie revolutionieren. Weltweit mussten Tumorpatienten ihre oft durch die Grunderkrankung limitierte Lebensspanne unter quälenden Schmerzen zu Ende bringen, da den sie behandelnden Ärzten rationale Schmerztherapie im Studium nie vermittelt worden war und eine allgemeine Opioidphobie den Einsatz der „äußersten Schmerzmittel“ oft verhinderte.  >>>


+++ Schmerz und Aufmerksamkeit +++

Als wichtigstes körpereigenes Alarmsystem konzentriert der Schmerz unser Bewusstsein auf das auslösende Ereignis, um die Ursache zu erkennen und möglichst zu entfernen. Gelingt das nicht, wird das Signal lauter und bindet damit zunehmend Aufmerksamkeit, ein Mechanismus, der das Schmerz- gedächtnis bahnt und zur Schmerzchronifizierung führen kann. 
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+++ Schnelle Hilfe für Patienten mit schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie +++
Duloxetin  hat sich in den zwei Jahren seit seiner Zulassung zur Behandlung von Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie in Deutschland in der Praxis als gut verträgliche Substanz mit starker analgetischer Wirksamkeit bewährt. Der selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer zeichnet sich durch einen schnellen Wirkeintritt aus. Wie namhafte Experten aus der Erfahrung in der eigenen Praxis heraus bestätigen, setzt die Wirkung von Duloxetin (Cymbalta® ) bereits innerhalb weniger Behandlungstage ein. 
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+++ Unspezifische Schmerzen im Rahmen einer Depression +++
Das Antidepressivum Duloxetin kann bei einmal täglicher Gabe von 60mg neben psychischen Symptomen auch im Rahmen einer Depression auftretende unspezifische Schmerzen signifikant verbessern.

Dies bestätigen die Ergebnisse  einer aktuellen achtwöchigen, placebokontrollierten Studie, an der 327 erwachsene Patienten mit zumindest mittelstarken Schmerzen und typischer Depression (Major Depression) teilnahmen. Die Studienergebnisse wurden am 19. März auf dem 15. European Congress of Psychiatry (AEP) im spanischen Madrid vorgestellt. In Deutschland leben etwa vier Millionen Menschen mit Depression. Auch in gesundheitsökonomischer Hinsicht ist diese affektive Erkrankung damit ein äußerst relevanter Faktor. Die durch Depressionen verursachten Gesamtkosten betragen in Europa mehr als 100 Milliarden Euro. Bereits heute sind Depressionen eine der Hauptursachen für durch Krankheit beeinträchtigte Lebensjahre. In diesem Zusammenhang rückt auch die Bedeutung einer differenzierten Diagnose und Therapie der Depression, insbesondere im Hinblick auf damit einhergehende körperliche Beschwerden, zunehmend in den Vordergrund.  >>>

 


 
 
 
 
 
 

 

 



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