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+++ ONKOLOGIE-TELEGRAMM +++

 

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"Multimodale Schmerztherapie" aus einer Hand.

 

Der Vorteil von Tapentadol liegt im Vergleich zu klassischen Opioiden (wie z. B. Oxycodon) vor allem in der starken Wirksamkeit bei einer gleichzeitig besseren Verträglichkeit im Bezug auf opioidtypische Nebenwirkungen.

+++ Chronische Schmerzen +++
Bei internistischen Patienten auf effiziente Schmerztherapie achten.
21. Mai 2012 – In der internistischen Praxis sind die unterschiedlichsten Patientengruppen zu finden. Bei der Behandlung der verschiedenen Grunderkrankungen sollte das Thema Schmerzlinderung nicht außer Acht gelassen werden. Gehen doch viele Krankheitsbilder mit starken Schmerzen einher. Diese beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten erheblich. Hier ist eine gründliche Schmerzdiagnostik gefragt, um zugrunde liegende Schmerzmechanismen zu erkennen.

Ein Wirkstoff, der sowohl bei nozizeptiven als auch bei neuropathischen und gemischten Schmerzen wie z. B. Tumorschmerzen effizient eingesetzt werden kann, ist Tapentadol (Palexia® retard). Nicht jeder Schmerz, unter dem Tumorpatienten leiden, ist auch ein Tumorschmerz. Die meisten Tumorpatienten haben gleichzeitig mehrere Schmerzursachen, von denen der Schmerztherapeut eine möglichst zutreffende Vorstellung haben sollte. Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten so weit wie möglich aufrecht zu erhalten, eine effektive Analgesie trägt dazu bei.  >>>  

  

Müller-Schwefe erläuterte, dass medizinische Leitlinien aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Er forderte alle in der Patientenversorgung aktiv Beteiligten auf, „sich über bestehende Leitlinien zu informieren und sich konstruktiv und kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen“, denn sie liegen in sehr unterschiedlicher Qualität vor und werden somit oft den Zielen und Qualitätsanforderungen nicht gerecht und entsprechen nicht dem aktuellen fachlichen Entwicklungsstand.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ Leitlinien-Dschungel +++
Neue DGS PraxisLeitlinien sollen die Versorgung von Schmerzpatienten verbessern.
21. März 2012 – Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen sind die Stiefkinder des Medizinsystems in Deutschland. Dies belegen Umfragen und Untersuchungen, die auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag präsentiert wurden. Die >Schmerzoffensive Deutschland<, ein Programm der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, soll dies nun endlich ändern“, erklärt Tagungspräsident Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe.

Dieses Programm hat ein einziges Ziel: Das Gesundheitssystem in Deutschland soll sich endlich an der Versorgungsnotwendigkeit von Millionen Menschen mit chronischer Schmerzkrankheit orientieren. Das erfordert ein Bündel von Maßnahmen, unter anderem auch die Verankerung der Schmerzmedizin als eigenständiges Fachgebiet in der Medizin. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie und die Deutsche Schmerzliga haben das Projekt „PraxisLeitlinien“ als Bestandteil einer Aktion als „Schmerzoffensive Deutschland“ gestartet. Ziel ist die deutliche Verbesserung der Behandlung von Schmerzpatienten.  >>>  

 

 

In Deutschland leben mehr als 11 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. Ursachen dafür sind Bewegungsschmerzen, allen voran Rückenschmerzen, neuropathische und Tumorschmerzen. Da es keinen Laborwert, keinen Ultraschall, keine Biopsie gibt, mit denen sich ein Schmerzzustand objektiv nachweisen lässt, unterschätzen Ärzte oft die Schmerzen.

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ 10 Jahre Initiative Schmerz messen +++
Eine Erfolgsgeschichte für mehr Lebensqualität von Schmerzpatienten.
19. März 2012 – Seit 10 Jahren leistet die Initiative Schmerz messen erfolgreiche Aufklärungsarbeit zum Thema Schmerz messen, chronische Schmerzen und deren Behandlung. Dass sich seit 2002 einiges geändert hat, belegt eine aktuelle repräsentative Umfrage: Knapp 70 Prozent der Ärzte nutzen die Schmerzskala regelmäßig zur Therapiekontrolle. Die Initiative hat laut Dr. Marianne Koch, Schirmherrin der Initiative und Ehren-präsidentin der DSL, maßgeblich dazu beigetragen, die Versorgungssituation von Schmerzpatienten wesentlich zu verbessern. Jedoch bis zu einer optimalen Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist es noch ein langer Weg. Daher muss und wird das Engagement der Initiative weitergehen. „Es hat sich glücklicherweise bereits einiges getan. Vor 10 Jahre wurde die Schmerzstärke fast gar nicht gemessen“, so Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der DGS und Mitbegründer der Initiative Schmerz messen. Befragt man heute Ärzte, welche Maßnahmen und Methoden sie zur Erstanamnese von Schmerzpatienten einsetzen, nennen sie bereits an dritter Stelle – nach Anamnese und Untersuchung – die Schmerzskala. Anlässlich des Jubiläums wurde die größte Schmerzskala der Welt in Frankfurt enthüllt.  >>>  

  

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012

+++ Durchbruchschmerzen +++
Schmerzlinderung bei Tumorpatienten schon nach fünf Minuten.
18. März 2012 – Schmerzepisoden bei Durchbruchschmerz erreichen in nur wenigen Minuten ihre maximale Ausprägung (mediane Zeit bis zur Spitzenintensität drei Minuten), sind aber von hoher Intensität und oft nur von kurzer Dauer. Einer Untersuchung zufolge dauern etwa ein Drittel aller Durchbruchschmerz-Episoden weniger als 15 Minuten und knapp zwei Drittel 30 Minuten oder weniger.

Das erklärt auch, warum die Analgetika, zum Beispiel unretardiertes orales Morphin, zur Therapie von Durchbruchschmerzen weniger geeignet sind. Bis dessen Wirkung eintritt, ist die Episode meist schon vorüber, seine Wirkung hält jedoch vier Stunden an, was für die Patienten eine unnötige Wirkstoffbelastung darstellt. Durchbruchschmerzen können zwar durch eine Erhöhung der Opioid-Basismedikation in ihrer Häufigkeit reduziert werden, jedoch kann die erhöhte Dosierung Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Sedierung hervorrufen. Die neuen Praxisleitlinien der DGS haben speziell diese Probleme aufgenommen.  >>>

 

 Eine umfassende Schmerzkontrolle sollte am besten durch die Ärzte erfolgen, die die Patienten von Anfang an begleiten und deren Handeln nicht nur am Befund sondern auch am Befinden des Patienten orientiert ist. Ärzte, die Schmerz nicht nur als physisches Phänomen verstehen sondern auch ein offenes Ohr haben, psychische, soziale und spirituelle Dimensionen mit zu erfassen. „Ärzte, die über adäquate pharmakologische Kenntnisse und Therapieerfahrung verfügen.

+++ Lust am Leben? Schmerz vs. Ethik! +++
Krebspatienten im Rahmen ihrer Therapie mit dem Thema „Schmerz“ nicht alleine lassen.
5. März 2012 – Etwa die Hälfte der Patienten mit einer Krebserkrankung leidet im Verlauf ihrer Erkrankung an Schmerzen. Eine systematische Analyse von Daten aus 1966-2005 ergab, dass die Prävalenz bei fortgeschrittener bis terminaler Erkrankung mit   64 % am höchsten war, dass aber auch nach kurativer Therapie jeder dritte Patient unter Schmerzen litt. Mehr als ein Drittel der Patienten mit Schmerzen beschrieben sie als mäßig stark bis stark (VAS >4). Schmerz ist also ein häufiges und von den Patienten in Umfragen immer als hoch relevant beschriebenes Symptom. Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass Schmerz in der Betreuung von Krebspatienten durch Onkologen eine eher untergeordnete Rolle spielt. Onkologen sind die Partner der Patienten bei der Bewältigung ihrer Krebserkrankung. Eine umfassende Schmerzkontrolle sollte am besten durch die Ärzte erfolgen, die die Patienten von Anfang an begleiten und deren Handeln nicht nur am Befund sondern auch am Befinden des Patienten orientiert ist.  >>>   

 

Bei knapp zwei Drittel (64 Prozent) aller Patienten wurde unter der Gabe von Ibandronat eine Reduktion der Schmerzintensität erzielt. Durchschnittlich sank die mittlere Schmerzintensität gemäß der visuellen Analogskala im Laufe der Beobachtungszeit von 3,1 ± 2,4 auf 2,3 ± 2 (p < 0,0001). Zugleich war der zusätzliche Analgetika-Gebrauch unter Ibandronat signifikant verringert

+++ Ibandronat +++
Wirksamkeit erneut im klinischen Alltag bestätigt
27. Januar 2012 – Die Wirksamkeit von Ibandronat in der Therapie des ossär metastasierten Mammakarzinoms wurde erneut unter Alltags-bedingungen nachgewiesen: Ibandronat reduziert   – ungeachtet der Vorbehandlung der Patienten – schnell und dauerhaft Schmerzen und zeigt wiederholt ein günstiges renales Verträglichkeitsprofil. Dies belegen die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung, die als Publikation zur Verfügung steht. In der bislang größten Datenerhebung zu Ibandronat (Bondronat®) an 3.515 Patienten stand die Untersuchung von Schmerz-reduktion, Analgetikaverbrauch und renaler Verträglichkeit unter Alltagsbedingungen im Fokus. Die Patienten erhielten über einen Zeitraum von 24 Wochen Ibandronat in der Standard-Dosierung i.v. (6 mg alle 3-4 Wochen oder oral 50 mg/Tag). Die Auswertung der nicht-interventionellen Studie (NIS) zeigt, dass Ibandronat die Schmerzen schnell und anhaltend senkt.  >>>   

 

Die Behandlung von chronischen Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen erfordert ein interdisziplinäres therapeutisches Konzept, das im regulären Praxis- oder Stationsalltag oft nur schwer zu realisieren ist.   Wir bieten im Deutschen Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik/ Universität Witten/Herdecke multimodale Schmerztherapie für Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen im ambulanten und stationären Rahmen an.

+++ Hilfe für Kinder und Jugendliche +++
Deutsches Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik, der Universität Witten/Herdecke gegründet
Datteln 16. Januar 2012 – Mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Die Folgen dieser stillen Epidemie für die Betroffenen sind fatal – individuelles Leid und massive Schulausfälle drohen betroffenen Kindern. Am 16. Januar 2012 wurde an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/ Herdecke das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet. Hier finden Kinder, Jugendliche und ihre Familien Hilfe auf dem Weg zurück in ein schmerzfreies Leben. Unter www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de  finden Patienten, Eltern, Ärzte und Therapeuten umfassende Informationen rund um das Thema Kinderschmerztherapie.  >>> 

  

Dr. Roman  Rolke

+++ Neuropathischer Tumorschmerz +++
Seine Entstehung, seine Komorbiditäten und seine Therapie
Mannheim, DGSS 2011 – Dauerhafte und ständig wiederkehrende Schmerzen gehören zu den umfassendsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit. Für die Betroffenen bedeuten Schmerzen körperliches und seelisches Leid, meist auch eine Verschlechterung ihrer sozialen Situation. Die Schmerztherapie soll das damit verbundene Leid lindern und zu einer erträglichen Lebensqualität verhelfen. Ziel und Zweck des „Schmerzmanagement“ ist es, allen Patienten eine ihren persönlichen Bedürfnissen angemessene, zeitnahe und nach den neusten medizinischen Erkenntnissen ausgerichtete Schmerz-therapie zukommen zu lassen.

Auf einem Symposium anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses diskutierten Experten im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen aktuelle Aspekte zu Schmerzentstehung, Komorbiditäten und Management. Dabei standen Probleme der Einordnung und Therapie neuropathischer Schmerzen im besonderen Interesse.  >>>   

 

Die Schmerztherapie erhält in Deutschland zu Recht einen immer höheren Stellenwert. Denn es muss unser gemeinsames Ziel sein, dass Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten in Deutschland in jeder Krankheitssituation auf einen kompetenten Arzt oder Ärztin oder auf ein kompetentes Team treffen, die sie individuell behandeln.  Das Ziel einer erfolgreichen Behandlung ist es, weitgehende Schmerzfreiheit zu erreichen.

+++ Bessere Versorgung von Schmerzpatienten +++
Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster: Erste Evaluationsdaten vorgestellt
Berlin, HAI 2011 – Patienten befürchten häufig, aufgrund ihrer Erkrankung an Schmerzen zu leiden. Leider ist diese Angst oft begründet, denn die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland ist verbesserungswürdig. Es kommt vor, dass  Betroffene über Jahre von einem Arzt zum nächsten gehen, weil ihre Schmerzen nicht adäquat behandelt werden.

Im Rahmen des diesjährigen HAI wurden die ersten Evaluationsdaten der Versorgungsforschungsstudie des Aktionsbündnisses „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ vorgestellt. Für eine effektive Therapie der Schmerzpatienten ist nicht nur die medikamentöse Therapie unerlässlich, auch die nicht-medikamentösen Maßnahmen sind von Bedeutung.  >>>   

 

Prof. Christoph Maier

+++ Schmerztherapie +++
Neue Medikamente gegen Schmerz … und alte Bekannte im Zwielicht
Bochum, 26. September 2011 – Für Schmerzpatienten gibt es eine Reihe neuer Medikamente, deren Vor- und Nachteile. Spezialisten beim Deutschen Schmerzkongress 2011 (5.-8.10. 2011, Congress Center Rosengarten, Mannheim) diskutieren. So lassen Nasensprays auf eine verträgliche Anwendung von Cannabis ohne Suchtgefahr hoffen. Pflaster mit dem Wirkstoff der Chilischote können Nervenschmerzen bis zu drei Monate lang lindern.

Ultrakurz wirksame Opiode als Spray oder Tablette helfen gegen Durchbruchsschmerzen bei Tumorpatienten. Ins Zwielicht geraten ist hingegen die Langzeitanwendung von Opioden bei chronischen Schmerzen, die nicht durch Krebs ausgelöst werden. Hier scheinen Nebenwirkungen und Gefahren den Nutzen zu überwiegen.

„Da sind alte Dogmen ins Wanken geraten – Ärzte müssen Verschreibungen kritischer prüfen“, so Prof. Dr. Christoph Maier vom Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum.  >>>   

 

Prof. Petra Feyer

+++ Prophylaxe vor Therapie +++
Adäquate Supportivtherapie macht eine gute Tumortherapie erst möglich

München – „Prophylaxe geht vor Therapie“ – unter dieser Maxime sollte heute die supportivtherapeutische Begleitung onkologischer Therapien erfolgen, sagt Professor Dr. med. Petra Feyer, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie, Radioonkologie und Nuklearmedizin am Vivantes-Klinikum Neukölln/ Berlin und Moderatorin des 17. Münchner Fachpresse-Workshops Supportivtherapie in der Onkologie.

Ohne adäquate supportive Strategien, die sowohl die Prophylaxe und Therapie von Nebenwirkungen der Therapie als auch die Rehabilitation und zudem palliative Maßnahmen in inkurablen Situationen umfassen, sind die modernen onkologischen Therapiekonzepte nicht durchführbar.  >>>  

 

Der Pain Tracer – mehr als nur ein Schmerztagebuch   Die gängigen Schmerztagebücher oder -kalender – bisher nur in gedruckter Form erhältlich – zeichnen die Symptome der Schmerzerkrankung nur auf.   Die neue Schmerz-App geht einen Schritt weiter: Die eingegebenen Daten werden direkt online ausgewertet und in übersichtlichen Diagrammen dargestellt.

+++ Pain Tracer +++
Die Schmerztagebuch-App für das iPhone
Aachen – Chronischer Schmerz hat viele Gesichter und die Ursachen sind vielfältig. Um die Krankheit besser zu verstehen, ist es wichtig, den Verlauf genau zu dokumentieren. Kugelschreiber, Notizheft und selbst angefertigte Tabellen gehören nun aber der Vergangenheit an. Um es Betroffenen und Ärzten in der Zukunft einfacher zu machen, haben die Schmerzspezialisten von Grünenthal die interaktive Schmerz-Applikation Pain Tracer für das iPhone entwickelt. Mit dem Pain Tracer kann die chronische Schmerzerkrankung fortlaufend protokolliert und über einen längeren Zeitraum ausgewertet werden. Der Betroffene kann Angaben über Schmerzstärke und Schmerzdauer sowie über eingenommene Medikamente machen. Auch Nebenwirkungen, wie z. B. Übelkeit, Müdigkeit oder Schwindel werden im interaktiven Schmerztagebuch festgehalten.  >>>  

 

+++ Schmerztherapie bei Tumorpatienten +++
Opioidbedingte Obstipation konsequent behandeln
Wiesbaden, Chicago – Viele Tumorpatienten entwickeln Schmerzen, die zum Teil stark oder aber sehr stark ausgeprägt sind und nicht selten eine Behandlung mit Opioiden erfordern. Bereits im Frühstadium der Erkrankung leiden nach Angaben des Arbeitskreises Tumorschmerz der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) 20 bis 50 Prozent der Krebspatienten unter Schmerzen. Im fortgeschrittenen Stadium sind es sogar 55 bis 95 Prozent. Davon geben 40 bis 50 Prozent der Betroffenen mäßige bis starke und 25 bis 30 Prozent sogar sehr starke Schmerzen an.   >>>  

 

+++ Societal Impact of Pain (SIP) +++
Symposium zu den gesellschaftlichen Auswirkungen von Schmerz fordert eine ‘Road Map for Action’: EU Institutionen und Mitgliedsstaaten müssen das Thema ‘Schmerz’ in Europa anpacken.
Brüssel – Am 3. und 4. Mai trafen sich über 300 Akteure aus den Gesundheitswesen aus über 30 Ländern Europas, um im Europäischen Parlament die gesellschaftlichen Auswirkungen von Schmerz („Societal Impact of Pain“, SIP 2011) zu diskutieren. Das Symposium wurde dabei von 85 nationalen und internationalen Organisationen und Institutionen unterstützt, die sich für die Verbesserung der Schmerz-Therapie in Europa einsetzen. Unterstützt von allen drei EU-Institutionen, dem EU-Parlament, der EU-Kommission und der EU-Ratspräsidentschaft, machte das Symposium erfolgreich auf den Optimierungsbedarf in der Schmerzbehandlung aufmerksam und präsentierte ein Konsensus-Dokument „Road Map for Action“ mit konkreten Forderungen an die EU Regierungen. „Jeder von uns hat in seinem Leben schon einmal Schmerzen erlebt. Dieses Symposium verdeutlicht, welche tatsächlichen Auswirkungen Schmerz auf uns als Individuen, auf unser Arbeitsumfeld und unsere Gesellschaft insgesamt hat. Wir müssen uns auch klarmachen, dass mit dem demgraphischen Wandel und der damit immer älter werdenden Gesellschaft ‘Schmerz’ immer bedeutsamer werden wird. Deshalb müssen wir lernen‚ ‘Schmerz’ besser zu verstehen und korrekt zu managen,“ so John Dalli, EU Kommissar, Gesundheits- und Verbraucher-Politik.  >>> 

 

+++ Ambulante Palliativversorgung +++
Umfrage bei Hausärzten belegt großes Interesse, aber auch Skepsis
Bochum – Was wünschen sich Hausärzte von der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV)? Dieser Frage gingen Forscher aus Hannover und Heidelberg um Prof. Dr. Nils Schneider nach. In einer großen Umfrage unter knapp 2000 Ärzten gaben gut zwei Drittel an, den gesetzlichen Anspruch von Palliativpatienten auf die SAPV-Versorgung zu kennen. 86 Prozent gaben an, sich von SAPV-Teams beraten lassen und mit ihnen gemeinsam ältere Patienten versorgen zu wollen. Allerdings äußern sich viele skeptisch, ob die SAPV die Versorgung älterer Patienten – als große Zielgruppe im hausärztlichen Versorgungsalltag – tatsächlich verbessern wird. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe von „Der Schmerz“, dem offiziellen Organ der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS).  >>>  

 

+++ Der besondere Patient +++
Therapiezufriedenheit bei Tumorschmerzen
Frankfurt/Main, 24. März 2011 – Die Schmerztherapie bei Tumorpatienten stellt neben der reinen Symptomkontrolle des Schmerzes besondere Anforderungen an eine patientenbezogene, individuelle Therapie. Als erstes Ziel einer Tumorschmerztherapie sollte bei Patienten die Wiederherstellung der Nachtruhe erreicht werden, später sollte neben der Wiederherstellung einer größtmöglichen Funktionalität auch die Möglichkeit zur Aufrechterhaltung sozialer Kontakte unter Bewahrung der Patientenautonomie erreicht werden. Diese Zielsetzung kann oft nur durch eine besondere Auswahl des Analgetikums und seiner Wirkung im Patienten erreicht werden.  >>> 

 

+++ Versorgungssituation aus Sicht der Schmerzpatienten +++
Der Arzt ist für den Patienten immer noch die wichtigste Informationsquelle
Aachen – Was wissen wir über chronische Schmerzpatienten? Wie zufrieden sind sie mit ihrer Therapie? Welche Auswirkungen hat die Erkrankung auf ihren Alltag? Eine aktuelle Patientenbefragung der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL) gibt Aufschluss über die Situation von Schmerzpatienten in Deutschland. Mehr als 80 Prozent haben Schwierigkeiten bei der Ausführung normaler Alltagstätigkeiten. Viele sind aufgrund ihrer chronischen Schmerzerkrankung dauerhaft in ihrer Bewegung eingeschränkt. Umso wichtiger ist die individuelle Betreuung der Betroffenen durch den behandelnden Arzt. Die Umfrage hat gezeigt, dass er – auch in Zeiten des Internets – immer noch die wichtigste Informationsquelle ist. „Bei der Behandlung chronischer Schmerzpatienten kommt dem Arzt eine entscheidende Rolle zu. Dieser Rolle muss er sich bewusst sein und sie bestmöglich im Sinne des Patienten nutzen“, so Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Vorsitzender der Initiative CHANGE PAIN>>>  

 

+++ 16. März: Tag gegen den Tumorschmerz +++
Experten informieren am Aktionstag
Bochum, 7.3. 2011 – Krebsschmerz muss man nicht aushalten! Unter diesem Motto steht der dritte Aktionstag gegen den Tumorschmerz, den Spezialisten der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) am 16. März 2011 ausrufen. „Bei über 90 Prozent der Patienten können wir den Tumorschmerz mit modernen Medikamenten beherrschen“, sagt Dr. Stefan Wirz vom Arbeitskreis Tumorschmerz der DGSS. Die Experten wollen am Aktionstag Ärzte und Patienten informieren und Vorurteile abbauen. Am Aktionstag planen die Mediziner zum Beispiel Fortbildungsveranstaltungen und Informationsangebote. Aktionen finden statt in Jena, Potsdam, Geesthacht, Verden, Bad Honnef, Königswinter und Frankfurt. Nähere Informationen auf der Webseite des Arbeitskreises: http://www.dgss.org/index.php?id=804  >>>  

 

+++ Weltkrebstag 2011 +++
Es gibt noch viel zu tun in der Schmerztherapie
Limburg, 6. Februar 2011 – Rund 340.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich neu an Krebs. Knapp ein Drittel aller Betroffenen hat bereits bei der Erstdiagnose Schmerzen. Im fortgeschrittenen Tumorstadium leiden – je nach Tumorart – bis zu 90 Prozent aller Patienten an Schmerzen. „Diese Tumorschmerzen zu lindern, ist ein wesentlicher Beitrag, den wir Ärzte zur Lebensqualität der Patienten leisten können“, resümiert Dr. Stefan Wirz anlässlich des diesjährigen Weltkrebstages. „Dazu müssen wir starke Tumorschmerzen wirksam und verträglich lindern und eine langfristige Symptomkontrolle erreichen“, betonte der Schmerzexperte vom CURA-Krankenhaus Bad Honnef und Sprecher des Arbeitskreises Tumorschmerz der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS). Zudem unterstütze eine solche Analgesie die kurative Behandlung: Einem Patienten, der nicht durch Schmerzen beeinträchtigt ist, fiele es leichter, die Strapazen einer onkologischen Therapie zu ertragen.  >>> 
 

  

+++ Neue Ratgeber-Karte informiert +++
Sicher am Steuer auch mit Schmerzmedikamenten
Oberursel, 20. Oktober 2010 – Die Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen oder in den Urlaub: Das Auto ist ein häufig genutztes Verkehrsmittel. Auf diese Mobilität möchten auch viele Schmerzpatienten nicht verzichten. Doch oft nehmen sie regelmäßig starke Schmerzmittel wie Opioide ein und fragen sich, ob sie trotzdem Auto fahren können und dürfen. Hinweise dazu bietet die neue
Ratgeber-Karte „Sicher am Steuer: Opioide und Fahrtüchtigkeit“. Sie ist die fünfte einer insgesamt sechsteiligen Serie der Initiative Schmerz messen. Ziel ist es, Patienten mit starken chronischen Bewegungsschmerzen Tipps für den Alltag zu geben.  >>>  

  

+++ Therapie bei Tumorschmerzen +++
End-of-Dose-Failures um 58 Prozent gesenkt
Berlin – „Hydromorphon in der 24-Stunden-Galenik (Jurnista®) ist das ideale Präparat für die Therapie tumorbedingter Schmerzen“, urteilte Dr. Thorsten Kamp, Facharzt für Internistische Onkologie und Palliativmedizin aus Wendlingen, auf dem Symposium von Janssen-Cilag. Denn durch die stark schmerzstillenden Eigenschaften des Wirkstoffs in Kombination mit der verlässlichen Retardierung von bis zu 24 Stunden sei es möglich, eine konstante Schmerzlinderung zu erreichen. Dabei dürfe die Galenik als entscheidender Faktor nicht unterschätzt werden, ergänzte Dr. Kuno Güttler, Institut für Pharmakologie der Uniklinik Köln, die Ausführungen seines Vorredners und zeigte anhand einer aktuellen Studie die Bedeutung der Retardierung auf: Mit einer Umstellung auf OROS®-Hydromorphon konnten End-of-Dose-Failures um 58 Prozent gesenkt werden.  >>>  

 

+++ Innovative Therapieansätze +++
Kooperation zwischen Onkologie und Palliativmedizin
Dresden – In der Behandlung von Tumorpatienten ist es heute mehr denn je wichtig nicht nur den kurativ onkologischen Aspekt aufzugreifen, sondern den Patienten in der Gesamtheit mit all seinen Bedürfnissen wahrzunehmen. Vor allem neue Optionen in der Tumorbehandlung und der Schmerztherapie geben die Möglichkeit den Patienten bedarfsorientiert zu versorgen, was jedoch eine enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen voraussetzt. Im Fokus sollte hier das Zusammenspiel von Onkologie und Schmerzmedizin stehen. Neben einer entsprechend suffizienten Dauer-/Basisbehandlung tumorbedingter Schmerzen muss ein wesentliches Augenmerk auf die Behandlung der nicht selten auftretenden Durchbruchschmerzattacken gelegt werden. Der Einsatz von oralen und transdermalen Opioiden als Basismedikation für den Dauerschmerz ist heute selbstverständlich. Für den zuweilen sehr schnell einschießenden, mit einer hohen psychischen Belastung einhergehenden Durchbruchschmerz stehen mittlerweile neue und innovative Optionen zur Verfügung, die eine schnelle Beschwerdelinderung ermöglichen.  >>>  

 

+++ Erfahrungen austauschen +++
Bestandsaufnahme zur Symptomkontrolle bei Tumorschmerzpatienten
Dresden – Krebspatienten mit unheilbaren, fortschreitenden Erkrankungen im letzten Lebensabschnitt angemessen zu versorgen, ist eine wichtige, jedoch erheblich vernachlässigte Aufgabe im deutschen Gesundheitssystem, wie auch in vielen anderen Ländern. Die Defizite sind in den letzten Jahren zunehmend in das Blickfeld von Öffentlichkeit, Politik und Fachkreisen gerückt. Als eine Reaktion darauf hat sich die Palliativversorgung mittlerweile enorm entwickelt, wenn man beispielsweise die Anzahl an spezialisierten Strukturen (Palliativstationen, Hospize, ambulante Hospiz- und Palliativdienste) als Maßstab nimmt, auch wenn der Bedarf nach Expertenschätzungen längst nicht gedeckt ist. In der palliativmedizinischen Versorgung von Krebspatienten gehören vor allem Schmerzen aber auch zahlreiche weitere Symptome zu den therapeutischen Herausforderungen. Im Fachsymposium „Erfahrungen austauschen – eine interaktive Bestandsaufnahme zur Symptomkontrolle bei Tumorschmerzpatienten“, das im Rahmen des 8. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin in Dresden stattfand, diskutierten zahlreiche Experten verschiedene Therapieoptionen zur Symptomkontrolle in der palliativmedizinischen Behandlung von Krebspatienten.  >>> 

 

+++ Neue Ratgeber-Karte erschienen +++
Austausch von Schmerzmedikamenten: Das Gleiche ist nicht Dasselbe

Oberursel, 15. September 2010 – Patienten erhalten in der Apotheke oft nicht das verschriebene und vertraute Medikament, sondern ein preiswerteres Austauschpräparat. Für viele Schmerzpatienten ist das problematisch, denn die Austauschpflicht gilt auch für starke Schmerzmedikamente wie Opioide. Bei dieser Arzneimittelgruppe kann ein Austausch stärkere Schmerzen und mehr Nebenwirkungen bedeuten. Was können Schmerzpatienten tun, damit sie ihr gewohntes Medikament erhalten und wie sollten sie mit einem Austauschpräparat umgehen? Informationen dazu finden Patienten auf der neuen Ratgeber-Karte „Austausch von Opioiden – Das Gleiche ist nicht Dasselbe“. Sie ist die vierte einer insgesamt sechsteiligen Serie der Initiative Schmerz messen. Ziel ist es, Patienten mit starken chronischen Bewegungsschmerzen Tipps für den Alltag zu geben.   >>> 

 

+++ Neue Serviceseite von Grünenthal +++
PAIN education geht online
Aachen, 15.9. 2010. Grünenthal hat sein etabliertes Fortbildungstool PAIN Education erweitert. Neben den klassischen Fortbildungsveranstaltungen bietet das Unternehmen nun den Ärzten unter www.pain-education.de einen erweiterten Service. Neben Veranstaltungshinweisen zu Kongressen und Schulungen werden den Nutzern CME-zertifizierte Online-Schulungen angeboten. Interviews mit Experten, Kongressberichte und Lehrfilme stehen den Ärzten zukünftig als ergänzende Fortbildungstools zur Verfügung. „Mit der Erweiterung unseres Fortbildungsservices PAIN Education bieten wir nun ein Komplettprogramm im Bereich der Schmerzschulung. Die Schulungen beinhalten zukunftsweisende Themen und aktuelle Studienergebnisse. Ziel ist die breite Implementierung eines modernen Schmerzmanagements, um so die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen“, erklärt Professor Dr. med. Susanne Schwalen, Medical Affairs Director bei Grünenthal Deutschland.  >>>   

 

+++ 13th World Congress on Pain +++
Neuropathische Schmerzen mit Targin® stark wirksam und überlegen verträglich lindern
Montreal - Die Grundlagenforschung der letzten 25 Jahre hat das Wissen um die Mechanismen der Schmerzentstehung und -chronifizierung revolutioniert. So geht das 1986 erstmals von der WHO vorgestellte Stufenschema zur medikamentösen Therapie von Tumorschmerzen ausschließlich von einer Therapie nach der Schmerzstärke aus. „Die moderne Schmerztherapie hingegen behandelt Schmerzen entsprechend der Entstehungsmechanismen und des Chronifizierungsstadiums. Dabei ist es häufig sinnvoll, starke Opioide direkt und frühzeitig einzusetzen. Der am besten geeignete Wirkstoff sollte stets individuell ausgewählt werden“, sagt Dr. Uwe Junker, Sana-Klinikum Remscheid, auf einem von Mundipharma International veranstalteten Symposium im Rahmen des World Congress on Pain in Montreal, Kanada.  Junker zeigt anhand von Kasuistiken, wie Patienten mit neuropathischem Schmerz von einer mechanismenorientierten, individuellen Analgesie profitieren. Besonders, wenn sie mit einem starken Opioid erfolgt, das der Patient sehr gut verträgt. >>> 
 

 

+++ Therapie von Knochenschmerzen +++
Ibandronat im Praxisalltag – Schmerzreduktion und renale Verträglichkeit bestätigt
Hamburg – Ibandronat bestätigt eine dauerhafte Schmerzreduktion und ein günstiges renales Verträglichkeitsprofil auch in der klinischen Praxis. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Endauswertung einer großen nicht-interventionellen Studie (NIS) mit 3.515 Patienten von Diel et al., sie stellt die bis dato größte Datenerhebung zum Einsatz von Ibandronat dar. In großen klinischen Studien hat Ibandronat seine Wirksamkeit und Verträglichkeit unter Beweis gestellt. Die aktuelle NIS untersuchte die Reduktion von Knochenschmerzen und die renale Verträglichkeit von Ibandronat i.v. und oral unter Alltagsbedingungen. Alle Teilnehmer erhielten über einen Zeitraum von 24 Wochen Ibandronat i.v. in der Standard-Dosierung von 6 mg alle drei bis vier Wochen bzw. Ibandronat oral 50 mg täglich.  >>> 

 

+++ Kontinuierliche schmerztherapeutische Versorgung +++
Schmerzpatienten profitieren von Kooperation zwischen Klinik- und niedergelassenem Arzt – Beibehaltung der Schmerztherapie sichert langfristigen Therapieerfolg

Limburg – Ziel eines effektiven Entlassungsmanagements ist es, den in der Klinik erzielten Therapieerfolg langfristig zu sichern. „Dies ist vor allem für Patienten mit chronischen Bewegungsschmerzen, neuropathischen- und Tumorschmerzen wichtig, denn eine geregelte Nachsorge verhindert schmerztherapeutische Versorgungslücken“, sagt Dr. Till Wagner, Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie und Palliativmedizin am Medizinischen Zentrum StädteRegion Aachen GmbH in Würselen. Die Patienten sind nach der stationären Behandlung optimal versorgt. Weitere Arztbesuche oder sogar Wiedereinweisungen durch analgetische Unterversorgung, der so genannte Dreht-üreneffekt, entfallen. Zusätzliche Therapiekosten werden eingespart.  >>> 

  

+++ Schmerztherapie nachhaltig verbessern +++
Europaweite Initiative CHANGE PAIN fördert moderne Schmerztherapie
Berlin
Schmerz ist nicht gleich Schmerz – und dies sollte sich auch in der Behandlung widerspiegeln. Chronische Schmerzpatienten benötigen eine individuell abgestimmte Therapie, die sich idealerweise an den Schmerzmechanismen orientieren sollte. Die von Grünenthal ins Leben gerufene europaweite Initiative CHANGE PAIN unterstützt Ärzte und Patienten auf dem Weg hin zu einer modernen Schmerztherapie. Ziel ist es, das Wissen der Schmerzexperten zu vertiefen und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu optimieren. Nur mit einem effizienten Schmerzmanagement kann ein nachhaltiger Therapieerfolg erzielt werden. Schmerzexperten fordern schon seit längerem: Weg vom WHO-Stufenschema – hin zu einer mechanismen-orientierten Schmerztherapie. Neben der Schmerzstärke und der Unterscheidung zwischen akuten und chronischen Schmerzen sollte die Schmerzart (nozizeptiv, neuropathisch oder gemischt) bei der Therapie-Auswahl eine große Rolle spielen.  >>> 

 

+++ Anforderungen an eine ideale Opioidtherapie +++
Kontinuierliche 7-Tage-Analgesie erleichtert Patienten den Alltag
Im Rahmen der diesjährigen Erlanger Schmerz- und Palliativtage unter dem Motto „Schmerztherapie und Palliativmedizin – Forschung und Klinik“ erläuterten Experten neben pharmakologischen und klinischen Besonderheiten der Schmerztherapie, mit welchem Erfolg bei chronischen Schmerzpatienten die Leiden durch eine multimodale Schmerztherapie gelindert werden können. Bei der Behandlung chronischer Schmerzen hat sich in letzter Zeit ein Paradigmenwechsel vollzogen. Heute gehören neben der Pharmakotherapie auch psychotherapeutische Anwendungen zur Basistherapie. Hauptziel der psychologischen Schmerztherapie ist das Verhindern von Chronifizierungsprozessen. Sind die Schmerzen bereits chronifiziert, sollen der Schmerz reduziert und die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten verbessert werden. Chronische Schmerzpatienten weisen oftmals eine gestörte Schmerz-verarbeitung auf; dieses bedeutet Hilflosigkeit, ausgeprägte passive Versorgungswünsche und allgemeine Passivität. Nur eine sinnvolle Kombination unterschiedlicher aufeinander abgestimmter Verfahren scheint mittel- und langfristig zum Erfolg zu führen.  >>> 

 

+++ Ärzte engagieren sich für Spendenaktion
Grünenthal hilft schwerstkranken Kindern
Aachen, 15. April 2010. Als Experte für die Behandlung mittlerer und schwerer Schmerzen stellt das Aachener Pharmaunternehmen Grünenthal nicht nur sein wissenschaftliches Know-how zur Verfügung, damit Patienten besser leben können. Es hilft auch darüber hinaus. Auf dem diesjährigen, 21. „Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativ-Kongress“ nutzte der Schmerzspezialist eine Umfrage unter den versammelten Medizinern in zweifacher Hinsicht – zum einen, um mehr über den Stand der konkreten schmerzmedizinischen Behandlung in Deutschland zu erfahren, zum anderen, um schwerstkranken Kindern zu helfen: Für jeden Teilnehmer der Umfrage „Change Pain“ spendete das Unternehmen fünf Euro an die Bärenherz Stiftung. Diese gemeinnützige Organisation gibt Familien mit Kindern, die unheilbar krank sind und nur noch eine geringe Lebenserwartung haben, unter anderem mit dem Kinderhospiz Wiesbaden ein Zuhause.  >>> 

 

+++ Wenn jede Minute zählt +++
Fentanyl Nasenspray bei Durchbruchschmerz
Trotz aller Fortschritte sind immer noch über 50 Prozent der Patienten mit Tumorschmerzen schmerztherapeutisch und palliativmedizinisch unterversorgt. 80 Prozent der Betroffenen quälen neben den Dauerschmerzen zusätzlich noch Durchbruchschmerzen. Die Schmerzattacke entsteht völlig unverhofft und dauert im Mittel ca. 30 Minuten.  Tumorpatienten mit starken Schmerzen sind auf Opioide der Stufe III nach dem WHO-Stufenschema eingestellt. Eine wirksame Durchbruchmedikation besteht in der Regel aus einem Opioid der Stufe III in retardierter Form und wird durch ein wirkstoffgleiches oder ähnliches Opioid in kurz wirkender Galenik ergänzt.  >>> 

 

Foto© Thomas Terrahe

+++ Zukünftige Versorgung von Schmerzpatienten +++
Forschungsprojekt „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“

Münster – Wer schon einmal echte, körperliche Schmerzen erfahren musste weiß, wie sehr die Lebensqualität und die eigene Stimmung negativ beeinflusst werden. Deshalb begrüße ich ausdrücklich den Start des dreijährigen Forschungsprojektes „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster, so Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster. Prof. Dr. Jürgen Osterbrink, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, erläuterte, dass eine adäquate Schmerztherapie im Deutschland des 21. Jahrhunderts kein Problem darstellen sollte. Das „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ ist ein auf drei Jahre angelegtes Forschungs-projekt, das weltweit erstmals die komplexen Zusammenhänge in der Versorgung von Schmerzpatienten innerhalb eines städtischen Gesundheitssystems analysiert. In die Studie eingeschlossen sind alle 6 Münsteraner Krankenhäuser, alle Hospize, Palliativstationen und zwei Schmerzpraxen sowie zehn nach einem willkürlichen (randomisierten) System zugeordnete Altenheime und zehn ambulante Pflegedienste. So soll zukünftig über Institutions- und Sektorengrenzen hinweg eine umfassende und vernetzte Schmerzbetreuung für Patienten ermöglicht bzw. erleichtert werden.  >>> 

 

+++ Schmerztherapie Millimeterarbeit für Arzt und Patient +++
Schmerzpatienten haben große Erwartungen an moderne therapeutische Strategien zur Beseitigung oder zumindest Linderung ihres Leidens,
denn Schmerzen beeinflussen stark und nachhaltig das Leben der Betroffenen. Heute stehen wirksame Analgetika zur Verfügung, wobei v. a. Opioide aufgrund ihres Wirkmechnismus und ihrer Interaktion mit körpereigenen schmerzlindernden Systemen eine zentrale Rolle bei der Behandlung akuter wie chronischer Schmerzen haben. Kein Patient muss unter Schmerzen leiden! So oder ähnlich lauteten in den vergangenen Jahren immer mal wieder einige Schlagworte in verschiedenen Medien unseres Landes. Die Realität aber zeigt ein völlig anderes Bild. Nicht selten durchlaufen Schmerzpatienten über lange Zeit eine wahre Odyssee und finden kaum wirksame und vor allem nachhaltige Hilfe.  >>> 

 

+++ Studie zur Versorgungssituation von Schmerzpatienten +++
Versorgungsstudie identifiziert Schmerzpatienten und deren Chronifizierungsrisiko
Aachen, 10. Dezember 2009. Sind Schmerzpatienten in Deutschland optimal versorgt? Und welche Kosten verursachen sie? Bisher gab es auf diese Fragen keine wirklich überprüfbaren Antworten. In Zukunft wird es für die Krankenkassen aber immer wichtiger, chronische Schmerzpatienten oder Patienten mit einem starken Chronifizierungsrisiko zu identifizieren, um geeignete Präventions- und Therapiekonzepte für diese Gruppen zu entwickeln und Hospitalisierungen zu vermeiden. Seit mehr als einem Jahr läuft eine breit angelegte Studie zur Versorgungssituation von Schmerzpatienten. Partner in dieser ersten Phase des Projektes sind neben dem Pharmaunternehmen Grünenthal die Deutsche Angestelltenkrankenkasse (DAK). Die wissenschaftliche Begleitung liegt bei Prof. Glaeske (Bremen) und dem IGES-Institut in Berlin. Das Konzept sowie erste Teilergebnisse zum Thema „Identifikation und Gruppierung von Schmerzpatienten“ in GKV-Routinedaten wurden nun auf dem Deutschen Kongress für Versorgungsforschung in Heidelberg vorgestellt.  >>> 

 

+++ Integrative Schmerztherapie bei Krebs +++
Die meisten Krebspatienten könnten zu Hause sterben
Der interdisziplinäre Arbeitskreis Brandenburger Schmerztherapeuten (IABS) entwickelt zurzeit ein Präventionsprogramm gegen Palliativsymptome. "Eine präventive Symptomkontrolle ermöglicht Krebspatienten kurz nach und auch während der kausalen Krebstherapie ein hohes Maß an Lebensqualität und vermeidet einen künftigen chronischen Krebsschmerz", erklärt IABS-Präsident Dr. Knud Gastmeier, Sprecher des Regionalen Arbeitskreises Brandenburg der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS). Die so therapierten Patienten benötigen am Lebensende oft erst sehr spät eine Spezielle Ambulante Palliativversorgung und können in ca. 70 bis 80 % der Fälle zu Hause oder nach einem deutlich kürzeren stationären Aufenthalt sterben als ohne die präventive Behandlung.  >>> 

 

+++ Innovation in der Schmerztherapie +++
Der Durchbruchschmerz und die Opioidbasistherapie
Berlin - Die Grundlagenforschung der letzten 20 Jahre hat das Wissen um die Mechanismen der Schmerzentstehung und Schmerzchronifizierung revolutioniert: Ging das WHO-Stufenschema von 1986 noch ausschließlich von einer Therapie nach Schmerzstärke aus, orientieren sich moderne Schmerztherapieansätze an Entstehungs- und Chronifizierungsmechanismen von Schmerzen. Ein Stufenschema, das die Auswahl der Substanzen überwiegend an der Schmerzstärke und nicht an Schmerzmechanismen orientiert, muss deshalb als überholt gelten. Folgerichtig kommen heute entzündungshemmende Substanzen nur dann zum Einsatz, wenn Entzündungsmechanismen Schmerzen verursachen oder aufrechterhalten.  >>> 

 

+++ Lebensqualität bei starken Tumor-, Nerven- und Bewegungsschmerzen +++
Praxis-Alltag bestätigt: Patienten profitierten von der Einstellung auf die Fixkombination
Berlin, 8. Oktober 2009 – Tumorschmerzen sind in mindestens 60 Prozent der Fälle tumorbedingt: Der Tumor beziehungsweise seine Metastasen wachsen und reizen umliegende Schmerzrezeptoren oder Nerven. Daneben gibt es tumorassoziierte Schmerzen, die durch Tumor-Begleiterkrankungen oder Komplikationen wie etwa Thrombosen, Embolien, Pilzinfektionen oder Hautgeschwüre entstehen. Zudem kann es in Folge einer Chemotherapie zu therapiebedingten Schmerzen in Form von Polyneuropathien, Entzündungen oder Knochenschäden kommen. „Sowohl Tumor- als auch Tumortherapie-Assoziierte Schmerzen haben meistens eine ausgeprägte neuropathische Komponente. Patienten mit diesen Schmerzen brauchen daher eine stark wirksame Analgesie, die auch neuropathische Schmerzen adäquat lindern und die zugleich sehr gut verträglich ist“, sagt Dr. med. Uwe Junker, Sana-Klinikum Remscheid, im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Deutschen Schmerzkongress in Berlin. Nur so ist laut dem Schmerzexperten eine höchstmögliche Lebensqualität zu erreichen.  >>> 

 

+++ Der Wunsch nach vorzeitigem Lebensende +++
Was steht dahinter?
Berlin - Ziel der palliativmedizinischen Versorgung ist die Behandlung des Menschen in seiner Gesamtheit zum Erhalt seiner Lebensqualität. Was aber bleibt zu tun, wenn trotz palliativmedizinischer Behandlung der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe entsteht oder aufrecht erhalten bleibt? Dieses Phänomen wird auf Palliativstationen selten erlebt, lässt Behandlerteams jedoch an ihre Grenzen stoßen. Daher ist mehr Wissen über die Bedeutung von und dem Umgang mit dem Sterbewunsch von Palliativpatienten nötig.  >>> 

 

+++ Effektivität und Probleme einer Tumorschmerztherapie mit Opioiden +++
„Führt Symptomkontrolle zu Symptomen?“
Berlin - Die Effektivität einer ansonsten effizienten Tumorschmerztherapie wird regelmässig durch das Auftreten von Symptomen eingeschränkt. Diese lassen sich ätiologisch in tumorbedingte bzw. tumorassoziierte oder therapiebedingte Symptome unterteilen. Nach ihrer Bedeutung können lebens- bedrohliche Komplikationen von nicht-lebensbedrohliche Komplikationen, – nach „Lokalisation“ als zentrale, gastrointestinale oder sonstige NW –, unterschieden werden. Eine hohe Rate opioiddbedingter Nebenwirkungen wird deutlich in einer Metaanalyse von 15 randomisierten, plazebokontrollierten Studien, nach der 80% der Patienten betroffen sind. So treten am häufigsten eine Obstipation mit 41%, Übelkeit mit 32% und Sedationseffekte mit 29% auf. Dadurch ergeben sich hohe Abbruchraten: 
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Neue Patientenbroschüre der Initiative Schmerz messen

+++ Neue Patientenbroschüre der Initiative Schmerz messen +++
„Lebensqualität für Schmerzpatienten“
Oberursel – September 2009 – Mit dem neuen Ratgeber „Lebensqualität für Schmerzpatienten“ der Initiative Schmerz messen können Ärzte ihre Patienten umfassend und laiengerecht über das Thema Schmerztherapie informieren. Die Broschüre, die sich an Patienten mit starken chronischen Bewegungsschmerzen sowie Tumorschmerzen richtet, ergänzt und unterstützt damit das Arzt-Patienten-Gespräch. Sie erklärt die Funktion des akuten Schmerzes und beschreibt, wie es zur Chronifizierung kommt.

Welche Analgetika zur Behandlung starker chronischer Schmerzen von Schmerzexperten empfohlen werden, wird ebenso erläutert wie das Messen und die Dokumentation der Schmerzintensität. Letzteres ist ein zentrales Anliegen der Initiative: Der Patient stellt auf einer Schmerzskala mehrmals täglich ein, wie stark er seinen Schmerz empfindet und notiert die Werte in einem Schmerztagebuch.

So unterstützt er seinen Arzt, ihm eine adäquate Schmerztherapie zu verordnen. Denn nur wenn der Arzt die Schmerzstärke seines Patienten kennt, kann er dessen Schmerzen optimal behandeln und ihm damit wieder mehr Lebensqualität ermöglichen. Darüber hinaus hilft die Broschüre dem Arzt dabei, den Patienten die Angst vor starken Schmerzmedikamenten zu nehmen, indem sie über medikamentöse Therapieoptionen wie zum Beispiel mit modernen retardierten Opioiden aufgeklärt. Der Ratger zeigt zudem, was Schmerzkranke zusätzlich tun können, damit es ihnen besser geht.  >>> 


+++ Neue Therapie bei Durchbruchschmerz +++
Schmerzlinderung mit Instanyl® nach nur fünf Minuten
Etwa 80% aller Tumorpatienten leiden unter Durchbruchschmerz, einem Schmerzsyndrom, dem bisher in Deutschland nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ab dem 21. September 2009 steht mit Instanyl® ein Fentanyl-Nasenspray zur Verfügung, das für die Behandlung von Durchbruch- schmerzen bei Erwachsenen zugelassen ist, die bereits eine Opioid-Basistherapie gegen ihre chronischen Tumorschmerzen erhalten. Instanyl® erfüllt wichtige Anforderungen an ein Therapeutikum gegen Durchbruchschmerz: Es ist einfach anzuwenden, und die Wirkung tritt innerhalb weniger Minuten ein.  >>> 

+++ Supportive Maßnahmen auch in Zukunft eine Herausforderung +++
Supportivtherapie in der Onkologie feiert 20. Geburtstag
Supportive Maßnahmen in der Onkologie sind viel mehr als nur unterstützende Begleittherapien, betonte Prof. Dr. med. Hans-Joachim Schmoll, Direktor der Klinik für Innere Medizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Moderator des Jubiläums-Workshops. Sie umfasst die Prävention und das Management unerwünschter Wirkungen einer Tumorerkrankung und der onkologischen Therapie über den gesamten Zeitraum der Erkrankung hinweg und bedeutet u.a. auch die Verbesserung der Rehabilitation und des Überlebens. Der Hallenser Onkologe führte aus: „Selbst nach 20 Jahren Supportivtherapie lässt sich feststellen: Wir müssen weiterhin daran arbeiten, dass die Supportivtherapie essentieller Bestandteil eines jeglichen modernen Tumortherapiekonzeptes ist und die supportiven Maßnahmen weiterhin optimiert werden“. Unter diesem Aspekt wurden im Fachpresse-Workshop vier wichtige Themenkomplexe behandelt: Die orale Mukositis stellt nicht nur eine subjektiv stark belastende Nebenwirkung dar, sondern kann auch zum dosislimitierenden Faktor werden. Daher sollte eine entsprechende leitliniengerechte Behandlung und die adäquate Mundhygiene obligat sein. Ebenso ist eine konsequente antiemetische Prophylaxe ein wesentlicher Bestandteil onkologischer Konzepte. Die Schmerztherapie ist ebenfalls ein wichtiger Pfeiler der onkologischen Supportivtherapie. Der Knochen ist bei vielen Tumorentitäten einer der häufigsten Metastasierungsorte. Bisphosphonate stellen die Behandlungsmethode der Wahl bei Knochenmetastasen dar. Intravenös oder oral verabreicht senken sie die Zahl skelettaler Komplikationen.  >>> 


+++ Schmerz- und Palliativversorgung in der Praxis +++
Medikamentöse Strategie zur individuellen Dauerschmerztherapie
Eine effektive Schmerztherapie und die Palliativversorgung schafft Vertrauen und gibt den Schmerz- und Tumorpatienten bestmögliche Lebensqualität in ihrem Alltag. Im Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden werden eine umfassende Schmerztherapie und das integrierte Konzept der ambulanten Palliativversorgung nach den Richtlinien der SAPV erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Eine wichtige Voraussetzung dazu sind eine wirkungsvolle medikamentöse Strategie zur individuellen Dauerschmerztherapie wie zum Beispiel das innovative, transdermale Fentanyl-Pflaster Matrifen®, erklärte Dr. med. Thomas Noite vom Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden bei einem Praxisworkshop „Schmerz" in Wiesbaden.  >>> 


+++ Computersystem verbessert Schmerzbehandlung bei Tumorpatienten +++

Kompetente Beratung zur Anwendung internationaler Therapie-Richtlinien erfolgreich getestet / Heidelberger Klinische Pharmakologen veröffentlichen in „Pain“

Heidelberg, 03.08. 2009 Die Schmerztherapie bei Tumorpatienten – in der Klinik oder ambulant – ist häufig mangelhaft.  Am Universitätsklinikum Heidelberg ist jetzt der Einsatz eines neuartigen elektronischen Systems – kombiniert mit der Beratung durch einen erfahrenen Klinischen Pharmazeuten – erfolgreich erprobt worden. Die Behandlung der Patienten wies weniger Abweichungen von internationalen Leitlinien zur Schmerztherapie auf. Außerdem gaben die Patienten an, weniger Schmerzen zu haben. Die Ergebnisse der Studie sind in der Zeitschrift „Pain“ veröffentlicht.  >>> 

+++ Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Krebs +++

Zulassung von Instanyl® bringt wichtige Wende bei der Behandlung von Durchbruchschmerz bei Tumorpatienten

Zürich, 23. Juli 2009 – Wie Nycomed heute bekannt gab, hat die Euro­päische Kommission die Zulassung für Instanyl® erteilt. Das intranasale Fentanyl-Spray – das erste Arzneimittel seiner Klasse – ist in seiner Wirkweise eng an die typischen Episoden von Durchbruchschmerz bei Tumorpatienten angepasst. „Bei der Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Tumorpatienten bestand bislang ein hoher Bedarf, der nicht gedeckt werden konnte. Mit Instanyl® haben wir jetzt eine Behandlungs­option, die darauf ausgelegt ist, die Bedürfnisse von Tumorpatienten, die an Durchbruch­schmerzen leiden, besser zu erfüllen. Instanyl® weist einen schnellen Wirkeintritt und eine kurze Wirkdauer auf, wird gut vertragen und ist einfach anzuwenden. Dadurch ermöglicht es den Patienten eine wirksame Kontrolle der Schmerzepisoden mit geringen Neben­wirkungen”, sagte Professor Stein Kaasa von der Universitätsklinik Trondheim in Norwegen, der Vorsitzende des Forschungsnetzwerks der Europäischen Gesellschaft für Palliativ­medizin (Research Network of the European Association for Palliative Care, EAPC-RN).  >>> 

 

+++ Schmerzmittelverbot senkt Anzahl der Selbstmorde +++

Co-Proxamol bei Überdosierung extrem gefährlich

Oxford / 19.06.2009 - In Großbritannien ist durch die kontrovers diskutierte Absetzung eines verbreiteten Schmerzmittels die Anzahl der Selbstmorde drastisch gesunken. Das schrittweise Auslaufen des Medikaments Co-Proxamol hat laut Wissenschaftlern des Centre for Suicide Research an der University of Oxford entscheidend dazu beigetragen, 350 Selbstmorde und Unfalltode zu verhindern. Die zuständigen Behörden entzogen dem Medikament im Jahr 2007 die Zulassung. Hauptgrund dafür war laut BBC das zu hohe Risiko bei einer Überdosis. Das Verbot wurde allerdings von manchen Patienten und Medizinern abgelehnt. Organisationen wie Arthritis Care berichten, dass Patienten jetzt ernste Schwierigkeiten dabei haben, ihre Schmerzen unter Kontrolle zu halten. Die Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency hatte die Absetzung des Medikaments bereits 2005 angekündigt. Die Details der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.  >>> 

+++ Neue Erkenntnisse zur modernen Schmerztherapie +++

Schmerztherapie auf die jeweilige Situation des Patienten anpassen

Es herrscht kein Konsens darüber, welches Opioid der Stufe III bei starken bis sehr starken Schmerzen die Therapie der ersten Wahl ist. Jedoch konnte das Opioid Targin®, eine Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon den großen therapeutischen Nutzen anhand von Studien zeigen. Lange Zeit galt Morphin als Goldstandard. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Opioide und möglicher Kombinationen richten sich nach den Parametern Wirksamkeit, Verträglichkeit, Nebenwirkungen und Nutzen für den Patienten.  >>>

+++ Therapie von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Krebspatienten +++
 
Effentora™ trifft das Schmerzprofil bei Tumordurchbruchschmerzen
Bei Effentora TM handelt es sich um eine Fentanyl-Buccaltablette zur Behandlung von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Krebspatienten, die bereits eine Opioid-Basismedikation für ihre chronischen Schmerzen erhalten. Effentora TM bietet eine neue Möglichkeit, den belastenden Durchbruchschmerzen zu begegnen, einem großen Problem, das nicht nur die Lebensqualität der Patienten, sondern auch den Verlauf der Krebserkrankung negativ beeinflusst.   >>>

+++ Tumorzellen und Nervenschmerz +++
Formen der Schmerzentstehung bei Tumorerkrankungen
Viele Krebserkrankungen sind mit Schmerzen verbunden: Es wird geschätzt, dass etwa 60 Prozent aller Tumorkranken zu irgendeinem Zeitpunkt Schmerzen verspüren. Die Angst vor diesen Schmerzen ist groß, zumal viele Patienten damit häufig die Vorstellung verbinden, dass sie unbeeinflussbar und naturgegebener Bestandteil von Tumorerkrankungen sind. Das ist falsch! Für jeden Schmerzzustand gibt es heute individuell angepasste Therapien und medikamentöse Hilfen. Die Spirale Schmerz – Angst – Depression – Verzweiflung kann durch Analgetika (Schmerzmittel) durchbrochen werden.   >>>

+++ Therapiemanagement chronischer Schmerzen +++
Differenzierte, Leitlinien-gerechte Therapie ist machbar

Das Therapiemanagement chronischer Schmerzen steckt nach wie vor im Dilemma zwischen Qualitätsanspruch und Kostendruck. Bestandsaufnahme und Zukunftsperspektiven der Versorgung chronisch Schmerzkranker aus sozialgesetzlicher, berufsrechtlicher und ethischer Perspektive waren Thema einer Diskussionsveranstaltung, zu der die Firma Janssen-Cilag in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Schmerz-Therapeuten NRW Vertreter aller an der Patientenversorgung beteiligten Gruppen bzw. Institutionen geladen hatte. Fazit: Ein individuelles, differenziertes und Leitliniengerechtes, multimodales Schmerzmanagement ist möglich und bezahlbar.   >>>

+++ Erste kausale Therapie der Opioid-induzierten Obstipation +++
Erster selektiver m-Opioid-Rezeptor-Antagonist Methylnaltrexon erhält Zulassung für Europa

Im Juli wurde der peripher wirkende m-Opioid-Rezeptor-Antagonist Methylnaltrexon (MNTX, Relistor®) zur Therapie der Opioid-induzierten Obstipation (opioid-induced constipation, OIC) von der EMEA zugelassen. Der erste Vertreter eines neuen, kausalen Wirkprinzips ist bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung, die palliative Pflege erhalten und die unzureichend auf die üblichen Laxanzien ansprechen, indiziert. Grundlage für die Zulassung sind zwei Phase-III-Studien, in denen Relistor® eine schnelle und planbare Aufhebung der Opioid-induzierten Obstipation bewirkt. Experten sprachen in Berlin über die OIC als häufige und besonders schwerwiegende Nebenwirkung der Opioidtherapie, da sie in vielen Fällen den Erfolg der Schmerzbehandlung gefährdet. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen auf die Pflege der Patienten, sowie der neue kausale Therapieansatz der OIC mit Relistor® aufgezeigt. 
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+++ Curriculum Tumorschmerz für Ärzte und Pflegende ist online +++
DGSS-Arbeitskreis: Wissen über Tumorschmerzbehandlung verbessern
Welche Fragen muss ich einem Tumorschmerzpatienten stellen? Welche Schmerzmittel verordne ich am besten? Wie lässt sich die Behandlung finanzieren? Diese und viele andere Fragen beantwortet der Foliensatz „Curriculum Tumorschmerz“, den der Arbeitskreis Tumorschmerz der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) im Internet veröffentlicht hat. Sie richtet sich an Ärzte und Pflegende in Klinik und Praxis, die ihr Wissen rund um die Behandlung von Tumorschmerzpatienten verbessern wollen.  >>>

+++ Palliativmedizin bei Tumorschmerz: Synergien durch mehrdimensionales Zusammenspiel+++
Bei 40 bis 80% aller Tumorpatienten treten Durchbruchschmerzen mit einer sehr hohen Intensität auf.
Ihre maximale Schmerz­stärke erreichen sie nach ca. drei Minuten und dauern etwa 30 Minuten an. Zur Kupierung von Schmerzspitzen sollte jedem Patienten ein schnell wirksames Opioid zur Verfügung gestellt werden. Eine effiziente Therapie dieser für den Patienten höchst unangenehmen Schmerzattacken kann nur dann gelingen, wenn Schmerz sorgfältig gemessen und dokumentiert wird.  >>>

+++ Zukunftsarbeit Schmerz - Stufenschema noch zeitgerecht? +++
Moderne Schmerztherapie muss sich an Entstehungs- und Chronifizierungsmechaismen von Schmerzen orientieren und darf sich nicht an einem historisch begründeten,
aber heute überkommenen Stufenschema festklammern. Der frühzeitige Einsatz von stark wirksamen Opioiden richtet sich hierbei ausschließlich nach dem Schmerzmechanismus und nicht mehr nach der Schmerzstärke.  >>>


+++ Medizinische Aspekte der Onkologischen Schmerztherapie +++
Schmerz als multifaktorielles Phänomen verlangt eine multidimensionale Therapie

Ziel der palliativen Therapie in der Onkologie ist die Kontrolle von Symptomen und damit die Erhaltung und Besserung von Lebensqualität. In diesem Zusammenhang spielt die Beeinflussung von Schmerzen eine dominierende Rolle. Die primäre Analgetikatherapie wird in der medizinischen Onkologie ergänzt durch begleitende konservativ-medikamentöse Therapieansätze mit tumorspezifischer und tumorunspezifischer Ausrichtung, die vorhandene tumorbedingte Schmerzen effizient beeinflussen können.  >>>


+++ Paradigmenwechsel in der Schmerztherapie +++
Das WHO Stufenschema –
didaktisches Instrument oder klinische Realität?
Das WHO-Stufenschema nach 22 Jahren: Richtlinie oder Hemmschuh in der Therapie chronischer non-maligner Schmerzen? Vor 22 Jahren (1986) hat die WHO erstmalig das Stufenschema zur Therapie von Tumorschmerzen vorgestellt. Dieses Schema sollte die Welt der Schmerztherapie revolutionieren. Weltweit mussten Tumorpatienten ihre oft durch die Grunderkrankung limitierte Lebensspanne unter quälenden Schmerzen zu Ende bringen, da den sie behandelnden Ärzten rationale Schmerztherapie im Studium nie vermittelt worden war und eine allgemeine Opioidphobie den Einsatz der „äußersten Schmerzmittel“ oft verhinderte.  >>>


+++ Hydromorphon als neuer Goldstandard? +++
Als Goldstandard bezeichnet man eine Therapie oder ein Medikament, welches bei einer entsprechenden Indikationsgruppe mit höchst möglicher Sicherheit den höchstmöglichen Erfolg bringt. Im Sinne der „evidence based medicine“ müßte dieses durch entsprechende Studien belegbar sein. Die Studienlage zu den Opioiden der Stufe III ist jedoch recht dürftig. Zwar ist die Wirksamkeit für alle nachgewiesen und wir kennen auch annähernd die Äquvalenzdosen. Aber Vergleiche von Wirkstoffen oder gar gegen Placebo sind kaum durchgeführt worden.  >>>

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