+++ Schmerzmittelmissbrauch +++ Medizinische Fachgesellschaften begrüßen die Empfehlung zur BTM-Rezeptpflicht für kurz wirksames Opioid Bochum, 20. Dezember 2011 – Eines der am häufigsten missbrauchten Schmerzmittel, die Kombination aus dem Opioid Tilidin und Naloxon in schnell im Organismus freigesetzten Tabletten und Tropfen, wird künftig schwieriger zugänglich sein: Anfang Dezember hat der Sachverständigenausschuss im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, Bonn) empfohlen, entsprechende Medikamente unter die betäubungsmittelrechtlichen Regelungen zu stellen. Die medizinischen Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS), Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS), Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Arbeitskreis „Gesundheitsschutz für Anästhesisten“ der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI) begrüßen diese Entscheidung angesichts des hohen Missbrauchspotentials. Die Versorgung Schmerzkranker wird sich nach Ansicht der Experten dadurch nicht verschlechtern: Lang wirksame Darreichungsformen (Retard-Tabletten) mit denselben Wirkstoffen wurden ausdrücklich von der Regelung ausgenommen. >>> | 
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+++ Wie Rauschtrinken das Gehirn verändert +++ Neue Ausgabe des BZgA-Newsletters zur Alkoholprävention widmet sich den schädlichen Folgen riskanten Alkoholkonsums Köln, 13. Oktober 2011 – Rauschtrinken ist ein verbreitetes Phänomen bei Jugendlichen in Deutschland. Eine aktuelle Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt, dass sich knapp jeder fünfte 16- bis 17-jährige junge Mann mindestens einmal wöchentlich einen Rausch antrinkt. Dieses riskante Trinkverhalten kann massive Auswirkungen auf die Gesundheit junger Menschen haben. Vor allem die Entwicklung des Gehirns wird durch hohen Alkoholkonsum beeinträchtigt. Welche Schäden Rauschtrinken im jugendlichen Gehirn anrichten kann, ist Thema der heute erschienenen neuen Ausgabe des "Alkoholspiegel", dem Newsletter der BZgA zur Alkoholprävention. Darüber hinaus zieht die BZgA nach mehr als zwei Jahren Laufzeit eine Zwischenbilanz ihrer bundesweiten Jugendkampagne zur Alkoholprävention "Alkohol? Kenn dein Limit." >>> | 
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| +++ Neue Risikoinformation +++ Aus der UAW-Datenbank: Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin (Lyrica®) Berlin, 28.01.2011 – Pregabalin ist zugelassen zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen (beispielsweise bei Diabetes mellitus, Gürtelrose [Herpes zoster] oder Rückenmarksverletzungen), als Zusatztherapie bei Epilepsiepatienten mit partiellen Anfällen und bei generalisierten Angststörungen. Die AkdÄ wurde über den Fall eines 39-jährigen Patienten informiert, der wegen einer generalisierten Angststörung mit Pregabalin behandelt wurde. Mehrfache Versuche des Patienten, sich Rezepte zu erschleichen, und das Eingeständnis, bis zu 3000 mg des Medikaments täglich einzunehmen (empfohlene Tageshöchstdosis 600 mg), lassen auf eine Abhängigkeit schließen. Der meldende Arzt berichtet, dass ihm durch Kollegen weitere Fälle von Abhängigkeit von Pregabalin bekannt seien. Die Hinweise auf ein Missbrauchspotenzial von Pregabalin wurden in diesem Jahr unter die Warnhinweise in die Fachinformation aufgenommen >>> |
+++ Deutscher Zahnärztetag 2010 +++
Experten plädieren für Rauchentwöhnung in der Zahnarztpraxis
Frankfurt/Main – Rauchen gefährdet nicht nur die Allgemeingesundheit sondern auch die Mundgesundheit und reduziert so die Erfolgsaussichten einer zahnärztlichen Behandlung. Mit dem einfachen Therapieschema steht dem Zahnarzt heute ein effektives und sicheres Rauchentwöhnungskonzept für seine Praxis zur Verfügung. Bereits 15,8 Millionen Raucher weltweit haben den Ausstieg mit Hilfe des speziell zur Rauchentwöhnung entwickelten Medikaments unternommen. „Das Konsumieren von Tabakrauch verursacht Krebs in Mundhöhle und Rachen, Parodontalerkrankungen und Leukoplakie“, sagte Prof. Dr. Dr. Matthias Folwaczny, LMU München. Auch frühzeitiger Implantatverlust sind die Folgen. Daher plädieren Experten auf den Deutschen Zahnärztetag 2010 für eine Rauchentwöhnung in der Zahnarztpraxis. >>>
+++ MHH eröffnet Tagesklinik für Abhängige +++
Neues Angebot schließt Lücke zwischen Klinik und Ambulanz / Betreuung von Spielsüchtigen einzigartig in Niedersachsen
Hannover, 20.10.2010 – An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat jetzt eine Tagesklinik für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen (TaBS) ihre Arbeit aufgenommen. In der Einrichtung werden sowohl Patienten mit Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit als auch mit Glücksspielsucht behandelt. Es ist die einzige psychiatrische Tagesklinik in Niedersachsen, die therapeutische Angebote speziell für Spielsüchtige bereithält. "Mit der Einrichtung konnten wir eine Lücke zwischen unserer Klinik und unserer Abhängigenambulanz schließen", erklärt Professor Dr. Stefan Bleich, Direktor der MHH-Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie. >>>
+++ Süchtige überführen sich häufig selbst +++
Rechtsmediziner stellen bei Berliner Kongress neue Verfahren vor
Berlin, 22.09.2010 – Drogen- und Alkoholmissbrauch spielen bei Sorgerechtsverfahren oft eine große Rolle. In Berlin sind die Chancen von betroffenen Elternteilen, derartiges zu verheimlichen, jüngst beträchtlich gesunken. „Mit unseren Methoden lassen sich diese Rauschmittel anhand kleinster Haarspuren noch Monate später nachweisen“, erklärt Prof. Fritz Pragst, ehemaliger Leiter der Abteilung Forensische Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin der Charite – Universitätsmedizin. Er stellt seine Verfahren bei der zurzeit in Berlin stattfindenden Tagung der deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin einer breiten Fachöffentlichkeit vor. Mehr als 300 Rechtsmedizinerinnen und -mediziner aus aller Welt sind anlässlich des 300jährigen Jubiläums der Charité erstmals an der Universitätsklinik zusammengekommen. >>>
+++ Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen +++
Die Zahl stieg von 9.500 im Jahr 2000 auf knapp 26.000 im Jahr 2008
München – „Die Anzahl der mit Alkoholvergiftung in deutsche Krankenhäuser eingewiesenen Kinder und Jugendlichen hat in wenigen Jahren dramatisch zugenommen“ sagte Professor Dr. med. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit, bei der Wissenschaftlichen Fachtagung: „Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen“ am 16. Juli 2010 im Dr. von Haunerschen Kinderspital im Klinikum der Universität München. Die Zahl stieg von 9.500 im Jahr 2000 auf knapp 26.000 im Jahr 2008. 38 % dieser Kinder mit schwerer Alkoholintoxikation waren Mädchen und eine erschreckend hohe Zahl von mehr als 4.500 Kindern war im Alter von nur 10 bis 15 Jahren. >>>
+++ Alkoholrückfälle gezielt reduzieren +++
Unterstützung der Abstinenz nach Alkoholentziehung
München – Alkoholmissbrauch zählt zu den größten gesellschaftlichen Problemen in Deutschland. Im Jahr 2008 konsumierte jeder Deutsche knapp zehn Liter reinen Alkohols pro Jahr. Am häufigsten trinken die Deutschen Bier, gefolgt von Wein, Schaumwein und Spirituosen. Auch unter Kindern und Jugendlichen zeichnet sich ein neuer Trend ab: Komasaufen. Rund 20.000 Kinder und Jugendliche werden pro Jahr wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandeln. Dem Epidemiologischen Suchtsurvey zufolge konsumieren in Deutschland rund 9,5 Millionen Menschen Alkohol in gesundheitlich riskanter Weise. Bei Frauen sind das mehr als 12 Gramm Reinalkohol täglich, bei Männern 24 Gramm. Etwa zwei Millionen davon sind missbräuchlich Konsumierende und etwa 1,3 Millionen sind vom Alkohol abhängig. Die Einführung von Adepend® (Naltrexon) ist für den 1. August 2010 geplant. Der Opioidantagonist ist für die mehrere Wochen bis Monate dauernde Alkoholentwöhnung nach dem Entzug von Alkoholabhängigen indiziert und minimiert das Risiko eines Rückfalls. >>>
+++ Übermäßiger Alkoholkonsum verdoppelt das Krebsrisiko nahezu +++
Chronischer Alkoholmissbrauch erhöht nicht nur das Risiko für Malignome des Mund-Rachen-Raumes, sondern auch der Lunge, der Leber und der Nieren.
Insgesamt steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung dabei um etwa 90 Prozent an. Das belegen die Ergebnisse einer schwedischen Langzeitstudie. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen über den Einfluss von Alkohol auf das Krebsrisiko basieren auf Angaben aus der Allgemeinbevölkerung. Dabei werde in der Regel nur ein moderater Alkoholkonsum mit der Erkrankungshäufigkeit korreliert, berichtet Lau Caspar Thygesen von der University of Southern Denmark in Kopenhagen. Der Forscher und seine Kollegen wollten nun herausfinden, welche Auswirkungen ein langfristiger, exzessiver Alkoholmissbrauch auf das Krebsrisiko hat. >>>
+++ „Gehirn-Doping“ unter Chirurgen? +++
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie fordert kritischen Umgang mit „Wachmacher-Pillen“
Berlin, 3.12. 2009 – Etwa zwei Millionen Deutsche haben schon einmal am Arbeitsplatz Psychopharmaka eingenommen. Auch Chirurgen sind bei wachsendem Leistungsdruck versucht, Medikamente zu schlucken, die sie möglichst lange konzentriert arbeiten lassen. Weder die Wirkung dieses Gehirn-Dopings noch die davon ausgehende Gefahr sind bislang ausreichend belegt. Welche Rolle die Wachmacherpillen für Operateure tatsächlich spielen, ist bisher unklar. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) untersucht derzeit die Lebensqualität von Chirurginnen und Chirurgen in Deutschland. Darin befragt sie die Teilnehmer auch, ob diese ihre berufliche Leistung medikamentös steigern. Die DGCH rät trotz eines aktuellen Memorandums, das für einen offeneren und liberaleren Umgang mit Neuroenhancement plädiert, unbedingt zur Vorsicht. Eine Pilotstudie mit ersten Ergebnissen stellt die DGCH am 9. Dezember 2009 auf einer Pressekonferenz in Berlin vor. >>>
+++ Raucherberatung in der Rettungsstelle +++
Charité präsentiert Studienergebnisse zur Tabakentwöhnung
Ein Forscherteam der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat jetzt in einer von der Deutschen Krebshilfe e.V., Bonn, geförderten Studie die Wirksamkeit einer Tabakentwöhnung im Umfeld einer Rettungsstelle am Campus Charité Mitte überprüft. Kann man Raucher durch eine Kurzberatung oder ein motivierendes Interview vor Ort in Kombination mit zusätzlichen Beratungen per Telefon dazu bewegen, mit dem Rauchen aufzuhören? Das war die Ausgangsfrage einer klinischen Studie, die von Prof. Claudia Spies, Direktorin des CharitéCentrums für Anästhesiologie, OP-Management und Intensivmedizin, betreut wurde. Erste Ergebnisse präsentiert ihr Team in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Tobacco Control. >>>
+++ Der Traum vom schnellen Geld - Risiko Glücksspielsucht +++Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet neue Informationsangebote für Jugendliche und Angehörige von Glücksspielsüchtigen an
Der Traum vom schnellen Geld ist für viele Menschen in Deutschland attraktiv, wie die Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Glücksspielverhalten zeigt. 55 Prozent der bundesweiten Bevölkerung geben an, ihr "Glück im Spiel" zu versuchen und innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens an einem Glücksspiel um Geld teilgenommen zu haben. Diese Situation trifft nicht nur auf Erwachsene zu, sondern gilt auch für viele Jugendliche. Jeder vierte Jugendliche unter 18 Jahren hat im letzten Jahr an Glücksspielen teilgenommen, obwohl es gesetzlich verboten ist. >>>
+++ Inkonsequenter Nichtraucherschutz in Bayern +++
Deutsche Krebshilfe fordert bundesweit einheitliche Regelungen
Bonn (ek) – Derzeit gelten in den deutschen Bundesländern unterschiedlich strenge Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen in öffentlichen Gebäuden. Bayern war bislang Vorreiter und hatte ein absolutes Rauchverbot auch in der Gastronomie verabschiedet. Dieses wird nun jedoch bedauerlicherweise wieder gelockert. >>>
+++ Marihuana beeinflusst Apolipoprotein +++
Erhöhtes Risiko für Herzattacken und Schlaganfälle
Der missbräuchliche Konsum von Marihuana birgt Langzeitrisiken wie Schlaganfall oder Herzattacken. Wissenschaftler des amerikanischen National Institute on Drug Abuse (NIDA) haben diese Zusammenhänge näher untersucht. Die Studie wurde im Nature-Journal „Molecular Psychiatry“ online (doi: 10.1038/mp.2008.50) publiziert. >>>
+++ Die entsetzlichen Konsequenzen verbotener Substanzen +++
Junger Mann durch Medikamentenmissbrauch auf Lebenszeit vernarbt
Der Fall eines 21-jährigen Mannes mit seinen furchtbaren bleibenden Vernarbungen auf Grund seines Medikamentenmissbrauchs wird in einem aktuellen, von Dr. Peter Arne Gerber von der Dermatologischen Klinik der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität und dessen Kollegen verfassten "Clinical Picture" beleuchtet. >>>