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+++ Onkologie-Telegramm +++

Supportivtherapie

 

Prof. Petra Feyer

+++ Prophylaxe vor Therapie +++
Adäquate Supportivtherapie macht eine gute Tumortherapie erst möglich

München – „Prophylaxe geht vor Therapie“ – unter dieser Maxime sollte heute die supportivtherapeutische Begleitung onkologischer Therapien erfolgen, sagt Professor Dr. med. Petra Feyer, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie, Radioonkologie und Nuklearmedizin am Vivantes-Klinikum Neukölln/ Berlin und Moderatorin des 17. Münchner Fachpresse-Workshops Supportivtherapie in der Onkologie.

Ohne adäquate supportive Strategien, die sowohl die Prophylaxe und Therapie von Nebenwirkungen der Therapie als auch die Rehabilitation und zudem palliative Maßnahmen in inkurablen Situationen umfassen, sind die modernen onkologischen Therapiekonzepte nicht durchführbar.  >>>  

 

+++ Anämie-Therapie in der Onkologie +++
NCCN-Guidelines und Therapiehinweis des G-BA

Berlin, DGHO 2010 – Vor der Behandlung einer tumorbedingten oder Chemotherapie-induzierten Anämie mit Erythropoese-stimulierenden Agenzien (ESAs), soll nach den aktuellen National Comprehensive Cancer Network (NCCN)-Guidelines und des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) der Eisenstatus des Patienten überprüft werden. Meistens liegt der Anämie ein funktioneller Eisenmangel (FEM) zugrunde. Im Rahmen einer in Deutschland durchgeführten nicht-interventionellen Studie (NIS) konnte im Praxisalltag die Effektivität einer Anämietherapie belegt werden. Durch eine intravenöse Eisengabe kann die Response auf eine antianämische Therapie mit ESAs signifikant gesteigert werden. Im Rahmen einer in Deutschland durchgeführten nicht-interventionellen Studie (NIS) konnte im Praxisalltag die Effektivität einer Anämiebehandlung bei 422 Tumorpatienten mit ferinject® belegt werden  >>>  

 

+++ Supportivtherapie in der Onkologie +++
Prävention und Behandlung von Erkrankungssymptomen und therapiebedingten Nebenwirkungen
München – Die Behandlung maligner Erkrankungen kann nur dann effizient und sinnvoll sein, wenn supportive Maßnahmen adäquat, das heißt prophylaktisch und therapeutisch eingesetzt werden. Supportive Maßnahmen gehören daher unverzichtbar zum onkologischen Behandlungskonzept. Bei onkologischen Patienten hat der Einsatz medikamentöser und strahlentherapeutischer Therapieverfahren in den vergangenen Jahren eine deutliche Erweiterung und Differenzierung erfahren. Einerseits wurden die Indikationen zu einer adjuvanten und neoadjuvanten Therapie bei verschiedenen soliden Tumoren ausgeweitet, andererseits werden zunehmend auch ältere Patienten mittels systemischer Behandlung und/oder Radiotherapie behandelt. Gleichzeitig haben sich die Therapiemöglichkeiten durch die Einführung neuer onkologischer Substanzklassen und biologisch basierter Medikamente, wie spezifische Inhibitoren zellulärer Tyrosinkinasen oder monoklonale Antikörper, deutlich vermehrt. Eine Vielzahl von Neuerungen in der heutigen Tumortherapie sowie Erkenntnisse, dass eine symptomlindernde Behandlung auch eine optimale Begleittherapie bedingt, haben die Bedeutung supportiver Maßnahmen für onkologische Patienten in gleichem Maße steigen lassen. Ihre Ziele sind die Verringerung akuter und chronischer therapie- und krankheitsbedingter Nebenwirkungen, um gerade im palliativen Sinne die Lebensqualität zu verbessern und diese nicht durch die Durchführung einer Therapie zu verschlechtern.  >>> 

 

 

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