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+++ MEDIZIN-TELEGRAMM +++ 

 THROMBOSE-MANAGEMENT 

 
www.thrombose-initiative.de

 

 

+++ Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern +++
Wegweisende Doppelblindstudie ROCKET AF zum Vergleich von Rivaroxaban und Warfarin
Hamburg, 20. European Stroke Conference 2011 – Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende kardiale Rhythmusstörung. Die Zahl der Betroffenen in Deutschland wird auf ca. 800.000 bis eine Million Menschen geschätzt. Etwa ein Viertel aller ischämischen Schlaganfälle werden durch Vorhofflimmern verursacht. Somit ist Vorhofflimmern der wichtigste Risikofaktor für das Auftreten von ischämischen Insulten, auch sind durch Vorhofflimmern verursachte Schlaganfälle häufiger mit Tod oder bleibenden Organschäden assoziiert, als Schlaganfälle anderer Ätiologien. Berechnungen zufolge erleidet vermutlich jeder Vierte der heute 40-Jährigen mindestens einmal in seinem Leben eine Episode von Vorhofflimmern. Veränderungen der Altersstruktur in Deutschland lassen darüber hinaus vermuten, dass sich die Prävalenz der Erkrankung in den nächsten 30 Jahren verdoppeln oder aufgrund der Zunahme der Vorhofflimmern begünstigenden Grunderkrankungen sogar verdreifachen wird.  >>>  

 

+++ Akutes Koronarsyndrom (ACS) +++
Neuer oraler Blättchenaggregationshemmer Ticagrelor
Frankfurt – Das akute Koronarsyndrom (ACS) steht als Sammelbegriff für verschiedene Phasen von akuten Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße. In der Therapie kommt bislang Clopidogrel zum Einsatz. Die beim ACS relativ hohe Mortalitätsrate verlangt aber dringend nach neuen Therapieoptionen, um die Überlebensprognosen dieser Patienten langfristig zu verbessern. Mit der Zulassung des oralen Thrombozytenaggregationshemmers Ticagrelor (Brilique™) – dem ersten Wirkstoff der neuen chemischen Substanzklasse der Cyclo-Pentyl-Triazolo-Pyrimidine (CPTP) – steht in Deutschland ab Januar 2011 ein neues Medikament für Patienten mit akutem Koronarsyndrom zur Verfügung.  >>>  

 

+++ Orale Thromboseprophylaxe +++
Ein neues und sicheres Konzept in der klinischen Umsetzung
Hamburg, 30. Juni 2010. Knie- und Hüftgelenksersatz-Operationen zählen in der Zwischenzeit zum Alltag in orthopädischen Kliniken. „Trotz aller Routine handelt es sich dabei um Eingriffe mit einem hohen Risiko für thromboembolische Komplikationen“, mahnte Professor Dr. med. Wolfgang Rüther, Bad Bramstedt. In Gefahr sind vor allem frisch Operierte nach schweren Hüftgelenkersatzoperationen oder Knieoperationen. Thrombosen können sich häufig von dem Ort lösen, an dem sie sich gebildet haben, werden vom Blutstrom durch den Körper transportiert und können so die Blutversorgung lebenswichtiger Organe blockieren. Die aktuellen Leitlinien sehen daher eine medikamentöse Thromboseprophylaxe von 11 bis 14 Tagen (nach Kniegelenksersatz-Operationen) beziehungsweise von 28 bis 35 Tagen (nach Hüftgelenksersatz-Operationen) vor.  >>> 

 

EMA empfiehlt Rückruf für Clopidogrel-Generika

+++ Thrombozytenaggregationshemmer +++
EMA empfiehlt Rückruf für Clopidogrel-Generika
London - Die europäische Arzneimittelagentur EMA hat den Rückruf verschiedener Clopidogrel-Generika empfohlen. Betroffen seien Präparate, deren Wirkstoff Clopidogrelbesilat vom indischen Unternehmen "Glochem" hergestellt würden, bestätigte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn. Betroffen sind in Deutschland unter anderem Präparate der Generikaunternehmen Clopidogrel Acino, Clopidogrel Acino Pharma, Clopidogrel Acino Pharma GmbH, Clopidogrel Hexal, Clopidogrel Ratiopharm, Clopidogrel Ratiopharm GmbH und Clopidogrel Sandoz. Zulassungsinhaber für die Medikamente sind in allen Fällen das Baseler Unternehmen Acino Pharma.  >>> 

 

+++ Akutkomplikation tiefer Venenthrombosen +++
Rivaroxaban in der Thromboseprophylaxe und Therapie
Rivaroxaban beugt bei Patienten nach einer elektiven totalen Knie- und Hüftgelenkersatzoperation venösen Thromboembolien besser vor als Enoxaparin. Der neue Therapieansatz mit Rivaroxaban fand Anerkennung. Forscher der Bayer Schering Pharma AG wurden im Dezember 2009 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet. Damit steht mit Xarelto® ein modernes Medikament zur Verfügung, das einmal täglich als Tablette eingenommen wird und die Thromboseprophylaxe  deutlich verbessert.  >>> 

 

+++ Risiko von Blutungen bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt +++
Thrombosehemmende Medikamente steigern Risiko von Blutungen bei Herzinfarktpatienten
Bei Herzinfarktpatienten steigt das Risiko einer durch Blutungen erforderlichen Krankenhauseinweisung mit der Anzahl der verwendeten thrombosehemmenden Medikamente (Blutgerinnsel lösend). Patienten mit nicht tödlichen Blutungen könnten ebenfalls deutlich häufiger einen erneuten Herzinfarkt erleiden oder sterben gegenüber jenen ohne derartige Blutungen. Diese Analyse von mehr als 40.000 dänischen Patienten wird in einem aktuellen Artikel
in The Lancet vorgestellt. Autoren sind Dr. Rikke Sørensen vom Department of Cardiology am Copenhagen University Hospital Gentofte in Hellerup sowie Kollegen. Die Kombinationen von Aspirin, Clopidogrel und Vitamin K Antagonisten (wie Warfarin) kommen häufig bei Patienten nach einer Herzattacke zum Einsatz.  >>> 


+++ Schlaganfalltherapie: Infusionsbehandlung allein hilft nur wenigen +++
Neuroradiologen fordern effektiveres Vorgehen mit Einsatz von Kathetern und Stents
Köln – Die Thrombolyse, kurz Lyse, sorgt nach einem Schlaganfall dafür, dass sich Blutgerinnsel im Gehirn auflösen. Doch die Mehrzahl der Schlaganfall- patienten profitiert gar nicht von dieser Therapie. Warum dies so ist und welche neuen Konzepte die Versorgung von Schlaganfallpatienten verbessern können, diskutierten Experten der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) im Rahmen von neuroRAD, ihrer 44. Jahrestagung.  >>> 


+++ Diagnostik und Therapie der hämatopoetischen Insuffizienz +++

Soliris® (Eculizu­mab): Therapieoption für die Behandlung der Paroxysmalen Nächtlichen Hämoglobinurie (PNH)

Mit dem rekombinanten monoklonalen Antikörper Soliris® greift erstmals eine Therapie kausal in den Pathomechanismus der PNH ein. Im Jahr 2008 erhielt Eculizu­mab den Prix Galien in den USA als bes­tes Biotechnologie-Produkt. Für die seltene Blutkrankheit mit einer geschätzten Prävalenz von etwa 8 bis 16: 1.000.000 standen bisher nur symptom-orientierte Therapien zur Verfügung. Die erworbene, klonale, chronisch verlaufende und lebensbedrohliche Erkrankung führt zu einem erhöhten Risiko für lebensbedrohliche thromboembolische Komplikationen. Hauptursache für die Morbidität und Mortali­tät ist die chronische Hämolyse.  >>> 

 

+++ Erfassung und Prävention von Lungenembolietodesfällen +++

Problembewusstsein für Thrombose und Lungenembolie schärfen

Mainz, 25. Mai 2009. Im Rahmen des Deutschen Ärztetags in Mainz veranstaltete die Thrombose-Initiative e.V. zum zweiten Mal das Expertenmeeting „Dialog Thrombose“. Das Diskussionsforum am 19. Mai, für das der Oberbürgermeister von Mainz Jens Beutel die Schirmherrschaft übernahm und das im Mainzer Rathaus stattfand, sollte erneut das Problembewusstsein für Thrombose und Lungenembolie schärfen. In einer hochkarätigen Diskussionsrunde wurde nach Möglichkeiten der besseren Erfassung und Prävention von Lungenembolietodesfällen gesucht.   >>>


+++ Leitliniengerechte Thromboseprophylaxe +++

20 Jahre Thromboseschutz mit Enoxaparin – damals wie heute aktuell

Enoxaparin (Clexane®) hat das breiteste Indikationsspektrum aller niedermolekularen Heparine, ist in Leitlinien entsprechend verankert und zeichnet sich seit der Zulassung am 18. Januar 1989 in Deutschland bis heute durch innovative und richtungsweisende Studien aus, das bestätigten Experten auf der Pressekonferenz zum 20-jährigen Jubiläum von Clexane während des 126. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) in München. Venöse Thromboembolien tragen immer noch maßgeblich zur Morbidität und Mortalität bei stationären Patienten mit akuten internistischen Erkrankungen und chirurgischen Eingriffen bei.  >>>


+++ Deutsche wissen wenig über die Anzeichen einer Thrombose +++

Einblick in die Patientenbefragung der Thrombose-Initiative e.V.

Mainz, 23. April 2009. Die Thrombose-Initiative e.V. hat im Herbst 2008 die erste deutsche Patientenbefragung zur Thrombose-Erkrankung und Lungenembolie gestartet. Ziel ist es, ein umfangreiches Register mit Thrombose- und Lungenemboliepatienten aufzubauen, um Problemfelder aufzuzeigen und eine bessere Versorgung zu ermöglichen. Mittlerweile haben bereits mehr als 100 Betroffene teilgenommen. >>>


+++ Für eine bessere Versorgung von Arteriosklerose-Patienten +++
Deutsche Gesellschaft für Angiologie veröffentlicht neue S3-Leitlinie zu PAVK

13. März, Berlin. Unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) haben mehr als 20 Fachgesellschaften gemeinsam eine interdisziplinäre S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) erarbeitet. Seit heute ist sie auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlicht. Damit löst sie die S2-Leitlinie ab, die die DGA im Jahr 2001 herausgegeben hatte.  >>>

+++ Thromboseprophylaxe - Randomisierte klinische Studie zeigt: +++
Keine Verringerung der Thrombosen bei Krebspatienten durch orale Antikoagulation

Thrombosen sind eine gefürchtete Komplikation der Chemotherapie. Eine orale Antikoagulation kann das Risiko von katheterassoziierten oder anderen Thrombosen bei Patienten, die ihre Chemotherapie über einen zentralvenösen Katheter erhalten, offenbar nicht senken. Dies zeigt eine randomisierte klinische Studie im Lancet (2009; 373: 567-74). Ausgenommen ist eine angepasste Dosierung, die allerdings mit erhöhten Blutungsrisiken verbunden ist.  >>>

+++ Thrombose-Initiative e.V. veranstaltet 1. Internationales Symposium +++
Im Fokus der Diskussion steht die Verbesserung der wissenschaftlichen Datenlage 
Wien, 05. Februar 2009. In Frankreich, Spanien und Amerika wurde es bereits umgesetzt – in Deutschland muss es noch erreicht werden: öffentliche Initiativen, die das Bewusstsein für die Thrombose und Embolie sowie ihre Prophylaxe stärken. „Eine Thrombose wird in der Bevölkerung im Allgemeinen nur mit Flugreisen in Zusammenhang gebracht“, berichtete Priv.-Doz. Dr. med. Knut Kröger, Stellvetretender Vorsitzender der Thrombose-Initiative e.V. und Direktor der Klinik für Angiologie des Helios Klinikums Krefeld.  >>>

+++ Vorbeugung von atherothrombotischen Ereignissen +++
Prasugrel erhält Positive Opinion vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP)
München / Bad Homburg, 19. Dezember 2008 – Wie die Daiichi Sankyo Deutschland GmbH und die Lilly Deutschland GmbH bekannt gegeben haben, hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use – CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA eine positive Empfehlung zur Zulassung von Prasugrel ausgesprochen. Prasugrel soll zur Vorbeugung von atherothrombotischen Ereignissen bei Patienten mit akutem Koronar Syndrom (ACS), die sich einer perkutanen Koronarintervention (PCI) unterziehen müssen, eingesetzt werden. Nach Marktzulassung wird dieser neue orale Plättchenaggregationshemmer europaweit voraussichtlich unter dem Markennamen EFIENT™ vertrieben.  >>>

+++ Neue Ära in der oralen Thromboseprophylaxe +++
Bei erwachsenen Patienten nach einer elektiven totalen Knie- und Hüftgelenkersatz-operation beugt Rivaroxaban venösen Thromboembolien besser vor als Enoxaparin.
Das Sicherheitsprofil des ersten direktiven, oralen Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban ist dabei mit Enoxaparin vergleichbar. Damit steht mit Xarelto® ein neues Medikament zur Verfügung, dass die Thromboseprophylaxe  deutlich verbessern könnte. Die venöse Thromboembolie zählt zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Zum Vergleich ist die Zahl der Todesfälle durch venöse Thromboembolien höher als zum Beispiel durch Prostatakrebs, Brustkrebs, HIV/AIDS und Verkehrunfälle insgesamt. Bei 40 bis 60 Prozent der Patienten, die sich einem orthopädischen Eingriff unterziehen und keine präventiven Maßnahmen erhalten, bildet sich ein Blutgerinnsel. Allein in Europa kommt es bei 1,5 Millionen Patienten zu einem  Blutgerinnsel, 544.000 sterben daran.  >>>

+++ Innovation in der oralen Antikoagulation +++
Pradaxa® überzeugt durch transparentes Sicherheitsprofil und praktische Vorteile
„Für mich ist die Sicherheit eines neuen Antikoagulans besonders wichtig“, betonte Prof. Carsten Perka von der Charité Berlin im Rahmen des DKOU in Berlin. Bei der Vorstellung des oralen direkten Thrombininhibitors Pradaxa® (Dabigatranetexilat) ging er insbesondere auf die transparente Datenlage sowie das Studiendesign ein, das den Aspekt Sicherheit in den Vordergrund stellt. Dr. Hans-Martin Fritsche von der endogap–Klinik in Garmisch-Partenkirchen, der an den zwei abgeschlossenen europäischen Phase III-Studien zu Dabigatranetexilat bei Knie- und Hüftgelenkersatz teilgenommen hatte, bescheinigte dem oralen Antikoagulans ein mit dem aktuellen Therapiestandard Enoxaparin vergleichbar gutes Wirksamkeits- und Verträglichkeitsprofil mit dem deutlichen Vorteil einer einfachen oralen Gabe ohne Notwendigkeit eines Thrombozytenmonitorings. Dass man mit der Umstellung von Heparininjektionen auf orale Antikoagulation auch Prozesskosten einsparen kann, zeigte schließlich Professor Thomas Wilke, Hochschule Wismar.  >>>

+++ VTE-Prophylaxe: Pradaxa® in der Praxis +++
Ein halbes Jahr Erfahrung mit dem innovativen oralen Antikoagulans

An venösen Thromboembolien (VTE) sterben in den EU-Staaten jährlich mehr Europäer als an Brustkrebs, Prostatakrebs, AIDS und Verkehrsunfällen zusammen. Schätzungen gehen von etwa 480.000 Thromboembolie-bedingten Todesfällen aus. Lediglich bei 7% dieser Patienten wurde überhaupt vor dem Tod eine VTE diagnostiziert bzw. präventiv therapiert. Viele der Todesfälle könnten durch adäquate Vorbeugungsmaßnahmen verhindert werden.  >>>

+++ Tirofiban verbessert Überlebenschancen nach Herzinfarkt +++
Erhalten Herzinfarkt-Patienten noch während des Transports in die Klinik hoch dosiertes Tirofiban, so verbessert dies die klinischen Resultate.
Dies hat eine multizentrische, randomisierte Studie von Dr. Arnoud van't Hof und Kollegen in 24 Zentren in den Niederlanden, Deutschland, und Belgien ergeben (Lancet 372 2008 537-546). 984 für eine PCI vorgesehene Patienten mit ST-Hebungs-Infarkt (STEMI) erhielten zwischen Juni 2006 und November 2007 zusätzlich zur Standardmedikation - Acetylsalicylsäure (500mg), Heparin (5.000 IU) und Clopidogrel (600mg) entweder einen hochdosierten Tirofiban-Bolus (491 Patienten) oder Placebo (493 Patienten).  >>>

+++ Triple-Therapie: Blutungen unter Marcumar plus Antithrombotika +++
Immer häufiger erhalten Patienten Antithrombotika plus Marcumar® (beispielsweise Marcumar® für Vorhofflimmern, plus ASS für KHK, plus Clopidogrel für Stenting).
Zwei aktuelle Studien untersuchten das Blutungsrisiko bei diesen Patienten.
In einer Studie aus Italien wurden 127 Patienten für 6 Monate beobachtet. Sie waren bereits mit Warfarin (in Deutschland Marcumar®) zur Antikoagulation (für Vorhofflimmern oder Herzklappenersatz) eingestellt, und hatten nach einer perkutanen koronaren Intervention (PCI) mit Stent-Implantation zusätzlich ASS und Clodipogrel erhalten. Also eine Triple-Therapie. In der Beobachtungszeit erfuhren 6 Patienten schwere Blutungen, die infolge von Hirnblutungen zu drei Todesfällen führten.  >>>

+++ Verunreinigungen auch in niedermolekularem Heparin Enoxapain +++
In mehreren Ländern sind erstmals Verunreinigungen in einem niedermolekularen Heparin nachgewiesen worden.

Betroffen ist das von sanofi-aventis vertriebene Enoxaparin. Die Aufsichtsbehörden mehrerer Länder haben, wie berichtet, in den letzten Wochen die Prüfung von Heparin-Chargen auf Kontaminationen mit übersulfatiertem Chondoitoninsulfat (OSCS) angeordnet. Diese Verunreinigung steht in dem Verdacht für zahlreiche schwere allergische Reaktionen verantwortlich zu sein, die bei Patienten in den USA und in Deutschland aufgetreten sind. Daraufhin wurde eine Reihe von Heparin-Chargen unter-schiedlicher Hersteller vom Markt genommen oder ihre Auslieferung gesperrt. Die australische Aufsichtsbehörde Therapeutic Goods Administration ließ am 22. April fünf Chargen von Clexane® zurückrufen. Kontaminiertes Enoxaparin wird jetzt auch aus Schweden, England (und nach unbestätigten Presseberichten aus Spanien) gemeldet.  >>>  

 

+++ Venenleiden sind keine Bagatellen +++
Besonders gefährlich: Venenthrombosen
Venenleiden gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Und sie können zu ernsthaften Erkrankungen wie zum Beispiel Beinvenenthrombosen führen. Trotzdem werden sie in der Bevölkerung nicht genügend beachtet oder sogar verharmlost.  >>>


+++ Thrombose-Initiative ins Leben gerufen +++
Neue Initiative will aufklären, vernetzen und vorbeugen

Das Thema Thrombose ist zwar nicht neu, stößt aber bislang nur auf wenig öffentliches und gesundheitspolitisches Interesse. Schätzungen zufolge sterben in Deutschland jährlich Tausende Menschen an einer Lungenembolie, die meist Folge einer tiefen Beinvenenthrombose ist. „Diese hohe Zahl an Todesfällen wäre vermeidbar, wenn medizinische Maßnahmen zur Vorbeugung von Thrombosen gezielt eingesetzt würden. Wichtige Ziele der neu gegründeten Thrombose-Initiative sind öffentliche Aufklärung, eine verbesserte Vorbeugung sowie die Förderung von Versorgungsforschungsprojekten und interdisziplinärer Zusammenarbeit.   >>>


+++ Neuartiges orales Antikoagulans Pradaxa® in Europa zugelassen +++
Boehringer Ingelheim gab bekannt, dass die Europäische Kommission die Marktzulassung des neuartigen oralen direkten Thrombininhibitors Dabigatranetexilat in allen 27 Mitglied-Staaten der Europäischen Union erteilt hat. Die Markteinführung von Dabigatranetexilat in Deutschland wird in den nächsten Wochen erwartet.

Dabigatranetexilat ist für die Prävention venöser thromboembolischer Ereignisse bei Erwachsenen nach einer elektiven Hüft- oder Kniegelenkersatz-Operation zugelassen.  >>>


+++ Warnhinweis: Heparin FDA bestätigt Kontamination mit Chondroitinsulfat +++
Washington –  Die amerikanische Arzneibehörde FDA hat bestätigt, dass übersulfatiertes Chondroitinsulfat in den verunreinigten Heparin-Chargen gefunden wurde, die in den USA und Deutschland mehr als 800 schwere allergische Reaktionen (in den USA mit neunzehn Todesfällen) ausgelöst hat. Eine bewusste Fälschung ist damit mehr als wahrscheinlich.  >>>


+++ Thrombosemanagement mit niedermolekularen Heparinen +++
Tinzaparin zeigt Vorteile bei Risikopatienten mit Nierenfunktionsstörungen und Tumoren
Niedermolekulare Heparine (NMH) stellen eine bedeutende Säule der antithrombotischen Therapie dar. Darüber hinaus können insbesondere Risikopatienten mit Nierenfunktions-störungen sowie Tumorerkrankungen von den besonderen Eigenschaften des NMH Tinzaparin (innohep®) profitieren. Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um einen Klasseneffekt niedermolekularer Heparine, sondern auch um spezifische Wirkungen einzelner Präparate, wie im Rahmen des Symposiums „Thrombosemanagement von Risiko-Patienten mit niedermolekularen Heparinen“ auf der 52. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) in Wiesbaden betont wurde.  >>>


+++ Innovation in der Antikoagulation kurz vor der Zulassung +++
Dabigatranetexilat (Pradaxa®) könnte das VTE-Management vereinfachen

In der EU sterben jährlich mehr Menschen an venösen Thromboembolien (VTE) als an Brustkrebs, Prostatakrebs, AIDS und Verkehrsunfällen zusammen. Schätzungen gehen von ca. 480.000 Thromboembolie-bedingten Todesfällen aus. Lediglich bei 7 % dieser Patienten wurde überhaupt vor dem Tod eine VTE diagnostiziert bzw. präventiv therapiert. Sehr viele dieser Todesfälle könnten durch adäquate Vorbeugungs- maßnahmen verhindert werden. Bereits 2003 haben achtzehn medizinische Fachgesellschaft innerhalb der Arbeits-Gemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) eine interdisziplinäre „Leitlinie zur stationären und ambulanten Thromboembolie-Prophylaxe in der Chirurgie und der perioperativen Medizin“ veröffentlicht. Die zum Teil noch nicht optimale Umsetzung dieser Empfehlungen ist sicherlich auch auf uneinheitliche Behandlungsregimes und den Aufwand in der Praxis, zum Beispiel durch Gerinnungsmonitoring oder tägliche Injektionen, zurück zu führen. Hier setzt das neue orale Antikoagulans Dabigatranetexilat an, das sich in ersten Phase III-Studien als so wirksam und sicher wie der Therapiestandard erwiesen hat und dabei die Handhabung der VTE-Prophylaxe deutlich vereinfacht.  >>>


+++ Rückruf von Injektionslösungen mit unfraktioniertem Heparin: Aktuelle Informationen +++
Das BfArM aktualisiert hiermit seine frühere Mitteilung zum Rückruf von Injektionslösungen mit unfraktioniertem Heparin.
Am 07.03.2008 hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ( BfArM ) über den Rückruf von einigen Chargen des Arzneimittels Heparin-Rotexmedica berichtet.  >>>

 

 



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