

| +++ Herzerkrankungen und Depressionen +++ Studie zeigt: Cholesterinsenker können vor Depressionen schützen Berlin, 22. Februar 2012 – Forscherinnen und Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Universität San Francisco haben den Zusammenhang zwischen der Einnahme von Medikamenten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen untersucht. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Einnahme einer bestimmen Klasse von Medikamenten, den s.g. Statinen, das Risiko, eine Depression zu entwickeln, mindern kann. Statine gehören weltweit zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten und haben eine cholesterinsenkende Wirkung. Sie werden insbesondere zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen eingesetzt. Über die Auswirkungen von Statinen auf depressive Symptome bei Patienten ist bislang wenig bekannt. Die Forschungsergebnisse sind von hoher Relevanz, weil Depressionen bei Patienten mit Herz- Kreislauf-Erkrankungen die Genesungschancen deutlich verschlechtern. >>> |

| +++ Krebsregister +++ Neue Zahlen zu Krebserkrankungen in den Bundesländern. 21. Februar 2012 – Der interaktive Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister e.V. (GEKID) präsentiert ab sofort unter www.gekid.de die aktuellen Zahlen zum Krebsgeschehen aus den epidemiologischen Krebsregistern der Bundesländer. „Wir stellen für die Jahre 2008 und 2009 im Vergleich zum Jahr 2007 einen deutlichen um etwa 10 Prozent bzw. 20 Prozent Anstieg bei Brustkrebs und bei Hautkrebs fest“, so der Vorsitzende der GEKID, Prof. Dr. Alexander Katalinic, Universität zu Lübeck. „Dieser Anstieg dürfte mit der bundesweiten Umsetzung des Mammographie-Screenings und des Hautkrebs-Screenings zusammenhängen.“ Für das Jahr 2009 geht die GEKID von etwa 481.000 neuen Krebserkrankungen in Deutschland aus. >>> |

| +++ Wege zur personalisierten Brustkrebs-Therapie +++ Charité startet neues EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY - In diesem Projekt werden die Untersuchungen sehr eng mit klinischen Studien der German Breast Group (GBG) verknüpft. 20. Februar 2012 – Die Therapie von Brustkrebs genauer auf die jeweilige Patientin abzustimmen und so erfolglose Behandlungen zu vermeiden: Dieses Ziel haben sich die Charité - Universitätsmedizin Berlin und elf Partnerinstitutionen aus insgesamt sechs Ländern gesetzt. Sie gaben jetzt den Startschuss für das EU-Forschungsprojekt RESPONSIFY. Schlüssel zum Erfolg soll die Entwicklung neuer Biomarker-Tests sein, wie Prof. Carsten Denkert, Leiter des Projekts am Institut für Pathologie der Charité, erläutert. Biomarker-Tests geben Hinweise darauf, ob und wie eine Behandlung sich bei der jeweiligen Patientin auswirkt. Die Tests sollen bereits vor der operativen Tumor-Entfernung die Vorhersage erleichtern, welche Therapie bei einer Patientin erfolgversprechend ist. >>> |
+++ Kiefertransplantat +++ Erstmals Operation bei 83 Jahre alter Patientin erfolgreich durchgeführt Hasselt-Belgien, 18. Februar 2012 – Ein 3D-Drucker hat ermöglicht, dass erstmals einem Menschen ein Unterkiefer transplantiert werden konnte. Der Eingriff wurde bereits im Juni an einer 83 Jahre alten Frau durchgeführt. Wissenschaftler der Universität Hasselt haben die OP jedoch erst jetzt veröffentlicht. Das Transplantat wurde von LayerWise aus Titan- Puder hergestellt, erhitzt und mittels Laser Schicht für Schicht zusammengebaut. Die Patientin litt an einer chronischen Knocheninfektion. Ihre Ärzte gingen davon aus, dass ein Eingriff mittels wieder-herstellender Chirurgie aufgrund ihres Alters zu riskant sein würde und entschieden sich daher für das neue Verfahren. Das komplexe Implantat besteht aus Gelenken, Aussparungen, die das Muskelwachstum fördern sollen und Rillen, die das erneute Wachstum von Nerven und Venen steuern. >>> | 
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| +++ CINCA-Syndrom +++ NIH Studie zeigt: Kineret-Therapie stoppt Organschäden bei Menschen mit NOMID 16. Februar 2012 – Eine neue Studie zeigt, dass Kineret (Anakinra), einem Medikament zur Behandlung von rheumatoider Arthritis zugelassen, eine effektive Verhinderung des Fortschreitens der Organschäden bei Menschen mit Neugeborenen-onset-entzündliche Multisystem-Krankheit (NOMID) verhindert. Diese seltene und schwächende genetische Erkrankung verursacht eine anhaltende Entzündung und Gewebeschädigung. Die Untersuchung wurde von Wissenschaftlern des National Institute of Arthritis und Muskel-Skelett- und Hauterkrankungen (NIAMS) durch-geführt. NOMID beeinflusst zahlreiche Organe und Körpersysteme, einschließlich der Haut, Gelenke, Augen und des zentralen Nerven-systems. Das erste Anzeichen der Erkrankung ist häufig ein Hautausschlag, der sich in den ersten Wochen des Lebens entwickelt. Andere Probleme, wie Fieber, Meningitis, Gelenkschäden, Vision und Hörschäden und geistiger Retardierung folgen können. Kineret blockiert die Aktivität von Interleukin-1 (IL-1) und stoppt Organschäden bei entzündlich genetischer Störung. >>> |

| +++ Alzheimer jetzt besser und früher diagnostizieren +++ Weltweit erstes klinisches Referenzzentrum für automatisierte Hippokampusvolumetrie nimmt am Uniklinikum Frankfurt den Routinebetrieb auf - Hirnschrumpfungen können nun frühzeitig und präzise erkannt werden. 15. Februar 2012 – Franfurt/Main – Die Alzheimererkrankung zu diagnostizieren, ist äußerst schwierig, da die typischen Symptome, wie Gedächtnisverlust, Orientierungsschwierigkeiten oder Konzentrationsstörungen auch andere Krankheitsursachen haben können, etwa Gefäßerkrankungen, einen Hirntumor, Vitaminmangel oder eine Depression. Daher wird die Alzheimererkrankung oft erst in einem späten Stadium festgestellt, wenn die Symptome schon weit fortgeschritten und die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt sind. Betroffene, die sich für diese neue Untersuchungsmethode interessieren, können sich an die Gedächtnis-Sprechstunde der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum Frankfurt unter Telefon 069-6301-7634 wenden. >>> |

| +++ Entstehung von Epilepsie +++ Forscher der Charité identifizieren erstmals ursächlichen Defekt 10. Februar 2012 – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten erstmals entschlüsseln, welche speziellen Störungen der Nervenzellen an der Entstehung von fokalen, therapieresistenten Epilepsien beteiligt sind. Ursächlich ist unter anderem die Verminderung bestimmter zellulärer Transportproteine, welche die korrekte Signalverarbeitung zwischen den Nervenzellen verhindert. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Physiology veröffentlicht. Privatdozent Dr. Rudolf Deisz vom Institut für Zell- und Neurobiologie am Campus Charité Mitte und sein Forschungsteam konnten erstmals einen der ursächlichen molekularen Mechanismen im menschlichen Gewebe aufklären. Sie zeigten, dass in der Ursprungszone des Anfalls die Funktion bestimmter zellulärer Ionentransporter beeinträchtigt ist. >>> |

| +++ Neue Risikoinformation +++ Rote-Hand-Brief zur strengeren kardiovaskulären Überwachung bei Beginn einer Therapie mit Gilenya® (Fingolimod) Berlin, 26. Januar 2012 – Fingolimod ist ein selektives Immunsuppressivum; seit März 2011 ist es als Monotherapie zugelassen zur Behandlung von Patienten mit hochaktiver, schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose, die eine hohe Krankheitsaktivität trotz Behandlung mit einem Beta-Interferon zeigen oder die einen rasch fortschreitenden, schweren Verlauf haben. In der aktuellen Fachinformation wird bereits darüber informiert, dass Fingolimod nach der ersten Dosis eine vorübergehende Bradykardie verursachen und möglicherweise einen AV-Block auslösen kann. Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass innerhalb der ersten 6 Stunden nach Behandlungsbeginn mit Fingolimod eine intensivere Überwachung der kardiovaskulären Funktionen erforderlich ist und ggf. noch länger weitergeführt werden sollte. >>> |
+++ ALL-Rezidiv +++ Weltgrößte Studie zu häufigster Krebserkrankung bei Kindern: Charité und Projektpartner erforschen optimale Therapie bei Leukämie-Rückfällen 24. Januar 2012 – Die Charité - Universitätsmedizin Berlin koordiniert mit einem jetzt gestarteten EU-Projekt die weltweit größte Studie zum Kampf gegen die häufigste Krebserkrankung bei Kindern, die akute lymphoblastische Leukämie (ALL). Im Rahmen des Projekts IntReALL (Study for Children with Relapsed ALL) werden Rezidive bei bereits behandelter ALL erforscht, damit mehr junge Patienten dauerhaft geheilt werden können. Das ALL-Rezidiv ist die häufigste Todesursache bei krebskranken Kindern. Während die Überlebenschancen bei einer Ersterkrankung an dieser Leukämieform in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich gestiegen sind, haben die jungen Patienten bei einem Rückfall wesentlich schlechtere Aussichten. >>> | 
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+++ Hilfe für Kinder und Jugendliche +++ Deutsches Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik, der Universität Witten/Herdecke gegründet Datteln 16. Januar 2012 – Mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Die Folgen dieser stillen Epidemie für die Betroffenen sind fatal – individuelles Leid und massive Schulausfälle drohen betroffenen Kindern. Am 16. Januar 2012 wurde an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/ Herdecke das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet. Hier finden Kinder, Jugendliche und ihre Familien Hilfe auf dem Weg zurück in ein schmerz-freies Leben. Unter www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de finden Patienten, Eltern, Ärzte und Therapeuten umfassende Informationen rund um das Thema Kinderschmerztherapie. >>> |

| +++ Rote-Hand-Brief +++ Korrekte Verabreichung von Velcade® (Bortezomib) erfolgt nur intravenös! Berlin, 16. Januar 2012 – Bortezomib ist ein Zytostatikum und wird in Kombination mit Melphalan und Prednison oder als Monotherapie bei der Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom eingesetzt. Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief daraufhin, dass Bortezomib ausschließlich intravenös verabreicht werden darf. Die Information enthält darüber hinaus Empfehlungen, um das Risiko einer unsachgemäßen Applikation zu reduzieren. Hintergrund des Rote-Hand-Briefs sind drei Fälle einer versehentlichen intrathekalen Applikation mit tödlichem Ausgang, die seit der Erstzulassung berichtet wurden. >>> |

| +++ Neue Risikoinformation +++ Potenzielle Risiken unerwünschter kardiovaskulärer oder renaler Ereignisse bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Nierenfunktionsstörungen und/oder kardiovaskulären Erkrankungen unter Aliskiren-haltigen Arzneimitteln Berlin, 6. Januar 2012 – Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass bei Patienten unter Behandlung mit Aliskiren-haltigen Arznei-mitteln eine Überprüfung notwendig ist: Diabetiker sollten nicht mit einer Kombination von Aliskiren und Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE)-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptorblockern (ARB, Sartane) behandelt werden. Liegt bei Diabetikern eine solche Kombination vor, sollte Aliskiren abgesetzt und eine alternative blutdrucksenkende Medikation in Betracht gezogen werden. Betroffene Patienten sollten die Einnahme jedoch nicht beenden, bevor sie dies mit ihrem Arzt besprochen haben. >>> |

| +++ Individualisierte Krebstherapie +++ Kann epigenetischer Biomarker Chemoresistenz beim Darmkrebs vorhersagen? Methylierungsstatus des Gens TFAP2E entscheidet offenbar über die Wirksamkeit der Chemotherapie 5. Januar 2012 – Einen möglicherweise bedeutenden Schritt hin zur individualisierten Behandlung von Darmkrebs haben Wissenschaftler der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) getan. In einer Studie mit mehr als 200 Patienten konnten sie in dem Gen TFAP2E einen neuen Biomarker identifizieren, der eine Vorhersage über das Ansprechen von Darmkrebspatienten auf die Chemotherapie erlauben sollte; und zwar einerseits auf eine Chemotherapie mittels 5-Fluorouracil (5-FU) und anderen Chemotherapeutika und andererseits von 5-FU in Verbindung mit einer Strahlentherapie. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im New England Journal of Medicine publiziert (www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMoa1009473). >>> |

| +++ Transplantation +++ MHH-Studie zu lebenslänglich haltbaren Herzklappen: 5,2 Millionen Euro von der Europäischen Union für ESPOIR-Studie Hannover, 2. Januar 2011 – Eine Herzklappe zu transplantieren, die nicht abgestoßen wird, ein Leben lang hält und bei Kindern sogar mitwächst - diesem Ziel widmet sich die Studie "European clinical study for the application of regenerative heart valves" (ESPOIR), die am 1. Januar 2012 unter der Leitung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) startete. Die Europäische Union (EU) unterstützt das Vorhaben mit 5,2 Millionen Euro für vier Jahre. An der Studie nehmen außer der MHH sieben große europäische Kinderherzzentren teil. Insgesamt werden 200 Patienten behandelt. Die menschlichen Spenderklappen erhalten sie aus Gewebespenden im Rahmen dieser klinischen Studie von zwei gemeinnützigen Einrichtungen: der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation und der European Homograft Bank. Corlife, eine MHH-Ausgründung, prozessiert die Spenderklappen. Die Leibniz Universität Hannover kümmert sich um Administration und Organisation der Studie. >>> |

| +++ Dem Fachkräftemangel in der Pflege begegnen +++ Erstes Trainee-Programm für Intensivpflege-Personal in Deutschland Berlin, 9. Dezember 2011 – Die Charité - Universitätsmedizin Berlin hat ein neues Qualifizierungsprogramm für Fachkräfte in der Intensivpflege entwickelt. Fünfzehn bis zwanzig Pflegekräfte treten ab Januar 2012 ein 15-monatiges Traineeship an, das in Praxis und Theorie für die internistische und chirurgische Intensivpflege qualifizieren soll. Dieses Modell ist in Deutschland bisher einmalig. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchlaufen bis zu fünf intensivpflegerische Bereiche und erhalten zusätzlich 200 Stunden theoretischen Unterricht. Das Programm richtet sich an Pflegende unmittelbar nach der Ausbildung oder ohne intensivpflegerische Vorerfahrung genauso wie an Personal aus der ambulanten Intensivpflege oder an berufliche Wiedereinsteiger. "Wir sind wie alle Kliniken in Deutschland speziell in der Intensivpflege und im Anästhesie- und OP-Funktionsdienst mit einem Mangel an Fachkräften und einer hohen Fluktuation konfrontiert", erklärt Helmut Schiffer, stellvertretender Pflegedirektor der Charité. >>> |
+++ Nephrologie +++ Nierenpatienten haben in Deutschland mehr Chancen – Überlebensraten sind besser als in den USA 5. Dezember 2011 – Bei komplexen Fällen von Nierenversagen funktioniert die medizinische Versorgung in Deutschland offenbar besser als in den USA. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten zeigen, dass deutsche Patienten, die durch eine vorangegangene Immunisierung ein erhöhtes Risiko für Abstoßungsreaktionen aufweisen, bessere Überlebensraten aufweisen als ähnlich schwer erkrankte Menschen in den USA. Dies gilt sowohl während der Dialyse als auch für die Zeit nach Erhalt einer neuen Niere. Die Gründe hierfür sehen die Forscher nicht nur in der besseren Qualität der Dialyse in Deutschland, sondern vor allem in dem sehr gut funktionierenden europäischen Organvergabesystem, mit dessen Hilfe die Daten von Organspendern und Empfängern erfasst, analysiert und so optimal an die passenden Patienten zugeteilt werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in einem »Letter to the Editor« im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. >>> | 
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| +++ Strahlentherapie bei Prostatakarzinom? +++ Kombinierte Androgendeprivationstherapie und Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs: Eine randomisierte Phase-3-Studie London, 3. November 2011 – Warde und Kollegen berichten über die Ergebnisse einer randomisierten Phase-III-Studie zum Vergleich Androgen-deprivationstherapie allein mit Androgendeprivationstherapie plus Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs. In einer geplanten Zwischenanalyse von mehr als 1200 Männern, verbesserte die Kombination der Behandlung das Überleben sowohl statistisch als auch klinisch signifikant. Die Autoren der Studie schlussfolgern, dass die Vorteile der kombinierten Therapie bei allen Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom diskutiert werden sollte. >>> |
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| +++ Neue Risikoinformation +++ Zusammenhang von Cipramil® (Citalopramhydrobromid / Citalopramhydrochlorid) mit dosisabhängiger QT-Intervall-Verlängerung. Berlin, 31. Oktober 2011 – Citalopram ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und indiziert zur Behandlung von depressiven Erkrankungen sowie Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie. In einem Rote-Hand-Brief berichtet der Hersteller, dass Citalopram mit einer dosis-abhängigen QT-Intervall-Verlängerung in Zusammenhang gebracht wird. Die Maximaldosis von Citalopram wurde daher auf 40 mg täglich reduziert. Bei älteren Patienten und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion beträgt sie 20 mg täglich. Citalopram ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter QT-Intervall-Verlängerung oder angeborenem Long-QT-Syndrom sowie bei gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern. Bei Anwendung von Citalopram bei Patienten mit erhöhtem Risiko für eine Torsade-de-Pointes-Tachykardie (z. B. bei Herzinsuffizienz, kürzlich aufgetretenem Myokardinfarkt, Bradyarrhythmien oder Neigung zu Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie) ist Vorsicht geboten. >>> |
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| +++ Schizophrenie und bipolare Störungen: Studienplätze frei +++ Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Klinikum der J.W. Goethe-Universität sucht Teilnehmer für Forschungs-studien zu Schizophrenie und bipolaren Störungen. Schizophrenie und bipolare Störungen sind schwere psychische Erkrankungen. In Deutschland werden pro Jahr etwa 13.000 Menschen erstmals mit dieser Diagnose konfrontiert. Die Betroffenen sind zeitweise nicht in der Lage, zwischen Wirklichkeit und Fantasie zu unterscheiden. Menschen mit bipolaren Störungen leiden unter extremen, in Phasen verlaufenden Stimmungsschwankungen. Nach Einschätzung der WHO gehören bipolare Störungen zu den zehn Erkrankungen, die weltweit am häufigsten zu andauernder Behinderung führen. In zwei Forschungs-studien beleuchtet nun die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie die Hintergründe dieser Erkrankungen. >>>
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+++ Patienten-Informationsfilm +++ Neue DVD „Brustkrebs“ der Deutschen Krebshilfe hilft Betroffenen Bonn, 27. Oktober 2011 – Brustkrebs ist eine Diagnose, die bei den erkrankten Frauen und ihren Angehörigen große Ängste verursacht. Für die Betroffenen stellen sich viele Fragen, etwa über die Heilungschancen und Therapien, über Nebenwirkungen, Nachsorgemaßnahmen und über Möglichkeiten eines Brust-Wiederaufbaus. In ihrem neuen Patienten-Informationsfilm „Brustkrebs“ beantwortet die Deutsche Krebshilfe diese Fragen. Der Film auf DVD kann kostenfrei angefordert werden. „Dieser Film soll Betroffenen und ihren Angehörigen zeigen, wie sie ihren eigenen Weg im Umgang mit der Krankheit finden“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Die offenen und sehr persönlichen Schilderungen der betroffenen Frauen und Männer sind dabei eine große Hilfe.“ >>> | 
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| +++ Neue Risikoinformation +++ Risiko für das Auftreten sekundärer Primärmalignome bei Patienten, die mit Lenalidomid (Revlimid®) behandelt werden. Berlin, 21. Oktober 2011 – Revlimid® ist in der Europäischen Union in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben, zugelassen. Aufgrund der Beobachtung einer 4-fach höheren Inzidenz sekundärer Primärmalignome bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom unter Lenalidomid im Vergleich zu den Kontrollgruppen, wurde das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Revlimid® in der zugelassenen Indikation vom CHMP überprüft. Um auf das Risiko für das Auftreten von SPM aufmerksam zu machen, wurde in die Fachinformation ein neuer Warnhinweis aufgenommen. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Lenalidomid wurden nur in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben, nachgewiesen. >>> |
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| +++ Neue Risikoinformation +++ Potentielle Risiko für veränderte Blutspiegel bei bestimmten Chargen von Advagraf® 0,5 mg Hartkapseln, retardiert. Berlin, 20. Oktober 2011 – Verordner sollten bei der Kontrolle der Tacrolimus-Blutspiegel und der klinischen Verträglichkeitsbeurteilung von Patienten, bei denen möglicherweise das Medikament aus einer der betroffenen Chargen verwendet wurde, dieser Problematik Rechnung tragen. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf Patienten liegen, bei denen die Tagesgesamtdosis bei der 0,5 mg Kapsel liegt. Bei einer Erhöhung von Cmax könnten folgende typischen unerwünschten Ereignisse auftreten: Verminderung der Nierenfunktion, Störungen des Glukosestoffwechsels oder Tremor. Die Erhöhung der Exposition ist jedoch gering, so dass größere Erhöhungen von Cmax sehr unwahrscheinlich sind. Es wird umgehend eine Rückrufaktion der betroffenen Chargen bei Apotheken und Arzneimittelgroßhändlern eingeleitet. Ersatzchargen stehen zur Verfügung. >>> |
+++ Präeklampsie +++
Schwangerschaftsvergiftung erkennen und frühzeitig handeln: Test kann weiteren Krankheitsverlauf prognostizieren
Berlin, 20. Oktober 2011 – Ein Bluttest kann bei Schwangeren mit Präeklampsie erkennen, ob ein hohes Risiko für eine baldige Entbindung besteht. Das berichtet ein Forscherteam der Charité - Universitätsmedizin Berlin im American Journal of Obstetrics & Gynecology. Der Test wurde in einer Studie gemeinsam mit der Universitäts-frauenklinik Leipzig und fünf weiteren europäischen Studienzentren klinisch erprobt. Präeklampsie zählt zu den gefährlichsten Erkrankungen in der Schwangerschaft. Sie äußert sich durch Bluthochdruck, Eiweiß im Urin sowie Wassereinlagerungen im Körper. Im Extremfall gipfeln die Symptome in einem Krampfanfall, der für Mutter und Kind tödlich enden kann. >>>
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| +++ Rote-Hand-Brief +++ Lieferabriss von Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) Berlin, 7. September 2011 – Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) ist in bestimmten Situationen zugelassen für die Behandlung von Patientinnen bzw. Patienten mit metastasierendem Mammakarzinom, mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, mit progressivem multiplen Myelom oder mit AIDS-assoziiertem Kaposi-Sarkom. In einer Drug Safety Mail vom 08.08.2011 hatten wir über einen möglichen Lieferengpass von Caelyx® informiert. In einem aktuellen Rote-Hand-Brief weist der Hersteller nun darauf hin, dass es wahrscheinlich zu einem Lieferabriss von Caelyx® in der zweiten Septemberhälfte kommen wird. Ab Mitte November wird wieder eine eingeschränkte Lieferfähigkeit erwartet. Es wird empfohlen, zunächst keine Patienten neu auf eine Behandlung mit Caelyx® einzustellen, damit bereits auf das Präparat eingestellte Patienten möglichst lange versorgt werden können. Darüber hinaus werden Hinweise zu Behandlungsalternativen gegeben. >>> |
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| +++ Brustkrebs +++ Patientenleitlinie „Brustkrebs II“ in Magdeburg vorgestellt Magdeburg, 25. August 2001 – Betroffene, die an Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium erkrankt sind, haben viele Fragen. Häufig ist es für sie jedoch schwer, die Fachsprache der Mediziner zu verstehen. Ausführliche Informationen in allgemein-verständlicher Form enthält daher die neue Patientenleitlinie „Brustkrebs II – Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung.“ Sie wurde von zahlreichen Experten und Betroffenen gemeinsam entwickelt und auf die Informations-bedürfnisse von Patientinnen abgestimmt. Der Text der neuen Broschüre beruht auf der so genannten „Interdisziplinären S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“. Diese wissenschaftlich begründete Empfehlung zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Brustkrebs wurde in der Patientenleitlinie in eine allgemein-verständliche Sprache für Betroffene „übersetzt“. Dies ist eine der Zielsetzungen des „Leitlinienprogramms Onkologie“, das von den zuvor genannten Organisationen gemeinsam initiiert wurde. Die neue Broschüre wurde im Rahmen der Bundestagung der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Magdeburg erstmals an Betroffene verteilt. Sie ist bei der Deutschen Krebshilfe kostenlos unter der Telefonnummer 02 28/7 29 90-0 oder im Internet auf www.krebshilfe.de erhältlich. >>> |
+++ Muskelschwäche +++
Myasthenie-Zentrum an der Charité zertifiziert
Berlin, 23.8. 2011 – Die Klinik für Neurologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin wurde gestern von der Deutschen Myasthenie Gesellschaft (DMG) als Integriertes Myasthenie-Zentrum (IMZ) zertifiziert. Myasthenie Patienten leiden häufig an einer belastungsabhängigen Muskelschwäche. Oft beginnt die Erkrankung mit Doppelbildern, breitet sich teilweise auf den gesamten Körper aus und kann mit Schluckstörungen und Atemnot verbunden sein, so dass auch eine intensivmedizinische Behandlung notwendig werden kann. Ursache ist eine Fehlregulation des Immunsystems, die zu einer gestörten Signalübertragung von Nerv zu Muskel führt. Die Klinik verfügt bereits über lange Erfahrung in der Erforschung und Behandlung dieser Immunkrankheit. >>>

| +++ DVD „Strahlentherapie“ +++ Neuer Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe informiert und nimmt Ängste Bonn, 22. August 2011 – Man kann sie nicht sehen, nicht riechen, nicht spüren, doch viele krebskranke Menschen verdanken den Strahlen ihr Leben. Denn die Strahlentherapie ist Standard in der modernen Krebsbehandlung. Fast jeder zweite Krebs-Patient benötigt im Rahmen seiner Therapie eine Bestrahlung. Die Deutsche Krebshilfe hat in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun einen Patienten-Informationsfilm „Strahlentherapie“ veröffentlicht. Betroffene und Angehörige berichten darin von ihren Erfahrungen mit dieser Form der Therapie. Ärzte und Wissenschaftler erklären anschaulich, wie Strahlen bösartige Krebszellen zerstören und welche Nebenwirkungen dabei auftreten können. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe angefordert werden. >>> |
+++ Krankenhausapotheke der Charité erhält Zertifikat +++
Ein weiterer großer Schritt zur Qualitätssicherung von individuellen Arzneimitteln
Berlin, 18. August 2011 – Die Krankenhausapotheke der Charité erhält jetzt das Zertifikat nach DIN EN-ISO 9001 von TÜV NORD. Die gesamte Apotheke und all ihre Dienstleistungen insbesondere die drei Kernprozesse pharmazeutische Beratung, pharmazeutische Logistik und Arzneimittelherstellung wurden geprüft. Besonderes Augenmerk erhielt dabei der 2010 ausgebaute GMP-Bereich. GMP steht für »Good Manufacturing Practices«, also »gute Herstellungspraxis«. In der größten universitären Krankenhausapotheke Europas werden pro Jahr etwa 80.000 Krebsmedikamente, 20.000 Ernährungslösungen für Frühgeborene, 11.000 Schmerzlösungen und 35.000 Notfallspritzen unter aseptischen, also keimfreien, Bedingungen. Oberstes Ziel ist die Qualität permanent aufrecht zu erhalten. >>>
+++ Neuer Therapieansatz für Alzheimer +++
Forscher wollen spezialisierte Zellen des Immunsystems nutzen
Berlin, 16. August 2011 – Einer Forschergruppe der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Universitätsklinik Freiburg gelang es erstmals zu dokumentieren, wie das Immunsystem selbst dem Fortschreiten der Alzheimer-Erkrankung entgegenwirken kann. Im Rahmen ihrer neurowissenschaftlichen Arbeit zeigten sie, dass bestimmten Fresszellen des Immunsystems, den sogenannten Makrophagen, dabei eine Schlüsselrolle zukommt. Darüber hinaus war es ihnen möglich zu demonstrieren, wie spezielle Signalstoffe, die sogenannten Chemokine, den Abwehrprozess vermitteln. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Journal of Neuroscience veröffentlicht. >>>

| +++ Rote-Hand-Brief +++ Möglicher Lieferengpass von Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) Der wirksame Bestandteil von Caelyx® ist Doxorubicin, ein zytotoxisches Anthrazyklin-Antibiotikum. Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin) ist in bestimmten Situationen zugelassen für die Behandlung von Patientinnen bzw. Patienten mit metastasierendem Mammakarzinom, mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, mit progressivem multiplen Myelom und mit AIDS-assoziiertem Kaposi-Sarkom. Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über einen Lieferengpass, so dass es in Deutschland vermutlich über einen Zeitraum von mehreren Monaten zu Engpässen in der Patientenversorgung kommen könnte. Es wird empfohlen, bereits mit Caelyx® therapierte Patienten prioritär gegenüber Neueinstellungen zu behandeln. Behandlungsalternativen sollten in Betracht gezogen werden. >>> |
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| +++ Neue Risikoinformation +++ Tödliche infusionsbedingte Reaktionen im Zusammenhang mit der Anwendung von MabThera® (Rituximab) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis Berlin, 5. August 2011 – Rituximab ist ein chimärer, monoklonaler Antikörper, der sich gegen das auf B-Lymphozyten exprimierte CD20-Antigen richtet. Rituximab ist in bestimmten Situationen zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit bestimmten Formen von Non-Hodgkin-Lymphomen und mit chronischer lymphatischer Leukämie sowie zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. Zu den wesentlichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen gehören infusionsbedingte Reaktionen. In einem Rote-Hand-Brief weist der Hersteller nun darauf hin, dass die infusionsbedingten Reaktionen im Zusammenhang mit der Anwendung von Rituximab (MabThera®) auch bei Patienten mit rheumatoider Arthritis in seltenen Fällen tödlich sein können. Die Fachinformation von MabThera® wird derzeit entsprechend aktualisiert. >>> |

| +++ Risiko von Blutgerinnseln senken +++ Dabigatran: Neue Substanz zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern heute zugelassen Berlin, 4. August 2011 – Daten aus einer der größten Studien zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen können. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass ältere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer höheren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federführenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). „Jeder hundertste Mensch leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den über 80-Jährigen ist es sogar jeder Zehnte. “, erläutert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. „Angesichts dieser Zahlen ist es ein großer Fortschritt, dass für diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganfällen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur ständigen Überwachung der Blutgerinnung zu belasten“, so Grond. >>> |

| +++ Neue Risikoinformation +++ Informationen über das potentielle Risiko einer präkapillären, pulmonalen arteriellen Hypertonie bei Behandlung mit Dasatinib (Sprycel®) Berlin, 4. August 2011 – Dasatinib (Sprycel®) ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der im November 2006 von der European Medicines Agency (EMA) für die Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver (Ph+) chronischer myeloischer Leukämie (CML) in der chronischen Phase sowie mit CML in der chronischen bzw. akzelerierten Phase oder in der Blastenkrise mit Resistenz oder Intoleranz gegenüber einer vorherigen Behandlung einschließlich Imatinib zugelassen wurde. Angezeigt ist Dasatinib auch für die Behandlung von Erwachsenen mit Ph+ akuter lymphatischer Leukämie (ALL) oder lymphatischer Blastenkrise der CML mit Resistenz oder Intoleranz gegenüber einer vorherigen Therapie. Die Patienten sollten vor Beginn einer Behandlung mit Dasatinib auf Anzeichen und Symptome einer zugrundeliegenden kardiopulmonalen Erkrankung untersucht werden. Bei jedem Patienten, der Symptome einer Herzerkrankung aufweist, sollte zu Behandlungsbeginn eine Echokardiographie durch-geführt werden und bei Patienten mit Risikofaktoren für eine kardiale oder pulmonale Erkrankung ist eine Echokardiographie in Erwägung zu ziehen. Patienten, die nach Behandlungsbeginn Dyspnoe und Müdigkeit entwickeln, sollten hinsichtlich häufiger Ursachen, einschließlich Pleuraerguss, pulmonales Ödem, Anämie oder Lungeninfiltration untersucht werden. >>> |

Eva Luise Köhler | +++ Forschung hilft heilen +++ Der Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2012 wird zum fünften Male ausgeschrieben
Berlin, 1. August 2011 – Die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen vergibt in enger Kooperation mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE e.V.) zum fünften Mal einen Preis für Forschungsprojekte, die sich Seltenen Erkrankungen widmen. Der mit 50.000 Euro dotierte Forschungspreis ist nach der Schirmherrin der ACHSE, Eva Luise Köhler, benannt. Bewerbungsschluss für den Forschungspreis ist der 3. Oktober 2011. Am 28. Februar 2012 erfolgt in Berlin die feierliche Vergabe an den oder die Preisträger. Interessierte Wissenschaftler erhalten detaillierte Informationen zur Bewerbung und die Bewerbungsunterlagen unter www.achse-online.de >>> |
+++ Pädiatrische Pneumologie +++
Lungenschäden von Frühgeborenen noch im Schulalter nachweisbar
Leipzig, 1. August 2011 – Mitunter leiden frühgeborene Kinder noch im Schulalter unter verengten Atemwegen und Schäden an der Lunge, insbesondere wenn sie nach der Geburt länger mit Sauerstoff beatmet werden mussten. Dies zeigt eine Untersuchung der Arbeitsgruppe Pädiatrische Pneumologie an der Leipziger Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche. Ursachen der anhaltenden Lungenfunktionsstörungen seien neben den unreifen Lungen der Frühchen auch über längere Zeit benötigte Sauerstoffbehandlungen im Brutkasten. Die Wissenschaftler rufen daher dazu auf, die Grenzwerte für eine optimale Sauerstoffversorgung bei Frühgeborenen genauer zu erforschen. >>>

Prof. Armin Wessel | +++ Professor Dr. Armin Wessel ist tot +++ Die MHH trauert um den Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin Hannover, 25.7. 2011 – Professor Dr. Armin Wessel ist tot. Der Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erlag am 16. Juli 2011 im Alter von 65 Jahren einem plötzlichen Herztod. Er stand kurz vor seiner Emeritierung im September. "Professor Wessel hat die Klinik seit 2003 geleitet und zu hohem Ansehen geführt", sagte MHH- Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann. "Unser aller Mitgefühl gilt der Familie." Professor Wessel war ein exzellenter Kinderkardiologe - sowohl in der Klinik als auch in der Forschung. Er galt bundesweit als der herausragende Experte für das Williams-Beuren-Syndrom. Fast jedes Kind in Deutschland, das an dieser genetisch bedingten Veränderung litt, wurde von ihm behandelt. Zudem war er einer der wenigen Kinderkardiologen, der gleich zwei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekte an seiner Klinik durchführen konnte. >>> |

| +++ Neue Risikoinformation +++ Vorhofflimmern (VHF): EMA informiert erneut über die Nutzen-Risiko-Bewertung von Dronedaron (Multaq®) London, 21. Juli 2011 - Derzeit wird von der Europäischen Arzneimittelagentur eine Überprüfung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Antiarrhythmikums Dronedaron durchgeführt. In einer randomisierten kontrollierten Studie (PALLAS) zeigte sich ein signifikant größeres Risiko für kardiovaskuläre Neben-wirkungen, wie kardiovaskulären Tod, Schlaganfall, oder Krankenhauseinweisungen bei Patienten mit permanentem Vorhofflimmern, die Dronedaron einnahmen im Vergleich zu Patienten, die Placebo erhielten. Diese Daten führten aktuell zum Abbruch der PALLAS-Studie. In der Studie sollte der Einfluss von Dronedaron als Zusatz zu einer Standardtherapie bei Patienten mit permanentem Vorhofflimmern und kardiovaskulären Risikofaktoren untersucht werden. Bereits im Januar 2011 wurde vom CHMP ein Verfahren zur Überprüfung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses aufgrund von Berichten über schwere Leberschädigungen einschließlich Leberversagen durch Dronedaron eingeleitet. Die Daten der abgebrochenen PALLAS Studie werden derzeit in die Bewertung einbezogen, Empfehlungen werden im September erwartet. >>> |
+++ Schmerzmanagement im Alter +++
Schmerzgeschehen und Schmerzmedikation bei Pflegeheimbewohnern
Berlin, Charité-Universitätsmedizin – Das Projekt „PAIN Intervention“ startet mit einer Studie zur Verbesserung des Schmerzmanagements bei älteren Menschen, die in Pflegeheimen leben Wie können ältere Menschen trotz mehrfacher Erkrankung schmerzfrei und autonom leben? Mit dieser Frage befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Soziologie sowie des Instituts für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Zusammenarbeit mit der Vivantes – Forum für Senioren GmbH. Damit leisten sie einen Beitrag zum verbesserten Schmerzmanagement hinsichtlich medikamentöser und nicht-medikamentöser Maßnahmen bei älteren Menschen in Pflegeheimen. „PAIN Intervention“ ist eines von sechs Projekten des Berliner Forschungsverbundes „Autonomie trotz Multimorbidität im Alter“ (AMA). >>>

| +++ Neue Risikoinformation +++ Rote-Hand-Brief zu Anwendungsbeschränkungen für Cardioxane® (Dexrazoxan) Berlin, 19. Juli 2011 – Cardioxane® (Dexrazoxan) ist ein Analogon der Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) mit einer Topoisomerase-II-hemmenden Aktivität. Es wird bei Krebspatienten zur Vorbeugung der Anthrazyklin-induzierten Kardiotoxizität eingesetzt. Der genaue Mechanismus der Kardio-protektion durch Dexrazoxan ist nicht abschließend geklärt. Im Juli 2010 wurde ein Rote-Hand-Brief zu Hinweisen auf ein erhöhtes Risiko für sekundäre Neoplasien bei mit Cardioxane® vorbehandelten Kindern versendet. Aktuell informiert der Hersteller über folgende, ab sofort gültige Anwendungsbeschränkungen: Dexrazoxan ist kontraindiziert bei Kindern und Jugendlichen aufgrund eines erhöhten Risikos für weitere primäre Neoplasien (insbesondere akute myeloische Leukämie und myelodysplastisches Syndrom), schwerwiegender Knochenmarkdepression und schwerwiegender Infektion sowie aufgrund des unzureichenden Nachweises der klinischen Wirksamkeit. Bei erwachsenen Patienten ist die Anwendung von Dexrazoxan auf fortgeschrittenen und/oder metastasierten Brustkrebs beschränkt. Die Anwendung in Kombination mit einer adjuvanten Brustkrebstherapie oder Chemotherapie mit kurativer Zielsetzung wird nicht empfohlen. >>> |
+++ DGHO-Leitlinie +++
DGHO veröffentlicht Leitlinie für die besondere Betreuung junger Krebspatienten
Berlin, 18. Juli 2011 – Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. stellt die Leitlinie "Heranwachsende und junge Erwachsene" auf der Online-Plattform Onkopedia zur Verfügung. Sie gibt Empfehlungen für die besondere Behandlung dieser Patientengruppe, die an Krebs oder einer bösartigen Erkrankung des blutbildenden Systems leiden. Die Betreuung von Heranwachsenden und jungen Erwachsenen (Adolescents and Young Adults, AYA) mit Krebs stellt eine besondere Herausforderung dar. Die medizinischen und psychosozialen Bedürfnisse in dieser Altersgruppe unterscheiden sich wesentlich von Kindern einerseits und älteren Menschen andererseits. Die Prognose der krebserkrankten Heranwachsenden und jungen Erwachsenen ist über-durchschnittlich gut, mehr als 80 Prozent werden langfristig geheilt. Zur weiteren Erhöhung der Zahl langfristig geheilter Patienten ist neben neuen Therapiestrategien auch eine Optimierung der Versorgung erforderlich. >>>
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Professor Jalid Sehouli
| +++ ASCO Highlights 2011 +++ Neue therapierelevante Daten zur Behandlung des Ovarialkarzinoms Berlin, 7. Juli 2011 – Rund jede zweite Frau mit Ovarialkarzinom erhält bislang nicht die optimale Behandlung. Das beginnt laut Professor Jalid Sehouli, Direktor der Frauenklinik an der Charité Berlin, schon mit der Operation. Diese ist aufwändig, da beim Ovarialkarzinom meist zahlreiche kleine Tumore auf dem Peritoneum sitzen und der Eingriff vom Operateur große Erfahrung verlangt. Doch auch bei der Chemotherapie gibt es nach wie vor Defizite und die Therapie erfolgt häufig nicht so, wie es die Leitlinien vorgeben. „Doch wir wissen, dass Frauen, die leitliniengerecht behandelt werden, eine deutlich bessere Prognose haben und eindeutig länger leben“, betonte der Mediziner. Mit der Kombination aus Trabectedin plus pegyliertem Doxorubicin (PLD) steht erstmals eine Platin- und Taxan-freie Rezidivtherapie für Patientinnen mit Platin-sensiblem Ovarialkarzinom zur Verfügung, welche die Überlebenszeit der Patientinnen signifikant verlängert. Dies zeigen die Endergebnisse der randomisierten Phase III-Studie OVA-301, deren Ergebnisse auf der diesjährigen ASCO-Jahrestagung in Chicago vorgestellt wurden. Einen besonders deutlichen Überlebensvorteil hatten die Patientinnen mit einem Platin-freien Intervall (PFI) von 6-12 Monaten. >>> |
+++ Studie zu Diabetes +++
Männer und Frauen ticken anders
Hannover, 12.7.2011 – Ist Diabetes gleich Diabetes? Welche Rolle spielen Genderaspekte in der medizinischen Rehabilitation? Diese Fragen untersuchte Dr. Gundula Ernst, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Medizinischen Psychologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in einer Studie mit 411 zuckerkranken Patienten. Gemeinsam mit dem Diabetologen Dr. Peter Hübner, Oberarzt an der Klinik Niederrhein, verglich sie die körperliche, psychische und soziale Situation der Betroffenen, zu 75 Prozent Männer, zu 25 Prozent Frauen. Alle waren in der Rehaklinik in Bad Neuenahr-Ahrweiler behandelt worden, einem Haus der Deutschen Rentenversicherung, die das Projekt fördert. Untersucht wurden die Patienten bei Rehabeginn, bei Entlassung und ein Jahr später. Das Ergebnis: In allen Bereichen zeigten sich deutliche Unterschiede. Danach sollten sich auch Therapien und Trainings in der Rehabilitation richten. >>>
+++ ASCO Highlights 2011 +++
Brustkrebs und Gynäkologische Malignome
Berlin, Charité – “Patients, Pathways, Progress“ – war das Motto des „ASCO 2011“. Dies bedeutet, dass sich die Forschung immer stärker auf den Nutzen konzentriert, die den Patienten eine bestimmte Therapie erbringt. Basis hierfür ist das Verständnis der „Pathways“ des Tumorgeschehens, was letztendlich den Fortschritt in der Tumor-therapie bringt. Hierauf ist die Entwicklung moderner zielgerichteter Medikamente ausgerichtet. In den Referaten wurden wichtige Beispiele für die Erfolge dieser Forschungsaktivitäten aufgeführt, stellvertretend seien hier einige Ergebnisse genannt. So sind Bevacizumab und Enzastaurin (Angiogenesehemmer) zu nennen, die beim Ovarialkarzinom eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens von fast vier Monaten erbrachten. Ein weiteres Beispiel ist das Nierenzellkarzinom, hier wurde in den vergangenen Jahren die Therapie durch zielgerichtete Substanzen vollkommen neu gestaltet. >>>
+++ Therapie des Prostatakarzinoms +++
Was ist heute möglich – was können wir künftig erwarten?
München, TUM – In Deutschland ist dass Prostatakarzinom (PCa) mit etwa 58.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Etwa 300 Patienten mit primärem Prostatakarzinom werden jedes Jahr in der Urologischen Klinik der Technischen Universität München (TUM) operativ versorgt. Sie repräsentieren einen typischen Querschnitt der betroffenen Männer in Deutschland. Hinzu kommen etwa weitere 150 Patienten mit Rezidiven oder weit fortgeschrittenen Tumoren, die teilweise schon mehrere Vorbehandlungen hatten. Unter der Leitung von Professor Dr. Jürgen Gschwend gab das Klinik-Team einen Überblick über den State-of-the-Art und aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms. >>>
+++ Forschung +++
Wie sich der Mensch an eine Berührung erinnert
Berlin, 10. Mai 2011 – Neurowissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es erstmals gelungen, die bewusste Kontrolle von Berührungsempfindungen im menschlichen Arbeitsgedächtnis zu dokumentieren. Dabei konnte gezeigt werden, dass der Mensch mehrere Berührungsempfindungen gleichzeitig erinnern und abrufen kann, wenn er seine Konzentration auf diese Berührungen ausgerichtet hatte. »Eine neue Berührung löscht die Erinnerung an eine vorangegangene Berührung im Arbeitsgedächtnis nicht aus, sondern neue und alte Berührungserinnerungen bleiben unabhängig voneinander erhalten, wenn der Mensch die Berührungen aufmerksam registriert hatte«, so die Studienleiter, deren Arbeit nun in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift PNAS publiziert wurde. >>>
+++ Juvenile Neuronale Ceroid-Lipofuszinose +++
Hoffnung für Kinder mit seltenem Gendefekt
Frankfurt/Main, 15.4.2011 – Es ist eine seltene Krankheit mit verheerenden Folgen: Etwa zur Zeit der Einschulung tritt eine Sehschwäche auf, die innerhalb von zwei bis drei Jahren zur vollständigen Erblindung führt. Dies ist das erste Symptom einer fortschreitenden Zerstörung der Gehirnzellen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Halluzinationen, epileptischen Anfällen, Demenz und schließlich zum Versagen sämtlicher motorischer Fähigkeiten. In diesem letzten Stadium müssen die bewegungsunfähigen Patienten künstlich beatmet werden. Bisher gibt es keine Therapie für die Juvenile Neuronale Ceroid-Lipofuszinose (JNCL), so dass die Betroffenen im zweiten bis dritten Lebens-jahrzehnt sterben. Die Arbeitsgruppe um Dr. Mika Ruonala erforscht seit vier Jahren im Center for Membrane Proteomics der Goethe-Universität, welche Folgen der zugrunde liegende Gendefekt auf der zellulären Ebene hat. >>>
+++ Gemeinsam gegen Krebs +++
Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung geht an den Start
Berlin, 15. April 2011 – Heute gab Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan die Entscheidung über die Förderung der Deutschen Zentren der Gesundheits-forschung bekannt. Damit kann auch das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung seine Arbeit aufnehmen. Ein international besetztes Gutachtergremium bescheinigte dem Gesamtkonzept des Konsortiums, einer Partnerschaft zwischen dem Deutschen Krebsforschungszentrum und sieben universitären Standorten, höchste Exzellenz. Das Konsortium wird dem Umfang des Auftrags entsprechend gefördert: Sein Jahresbudget wird von fünf Millionen Euro in diesem Jahr schrittweise anwachsen. Ab 2014 beträgt die Fördersumme jährlich etwa 30 Millionen Euro. >>>
+++ Charité will Facharzt-Ausbildung reformieren +++
Das »Friedrich C. Luft« Clinical Scientist-Programm für angehende Fachärzte startet heute mit acht Kandidatinnen und Kandidaten
Berlin, 15.04.2011 – Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung beginnt heute das »Friedrich C. Luft«- Clinical Scientist-Programm an der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Acht Assistenzärztinnen und Assistenzärzte aus verschiedenen Fachbereichen wurden in einem Begutachtungsprozess ausgewählt, um mit einem speziellen Ausbildungs-abschnitt ihre Facharzt-Qualifikation abzurunden. Das von der Volkswagen-Stiftung und der Stiftung Charité mit insgesamt 1,4 Millionen Euro geförderte Projekt wird von der Medizinischen Fakultät und dem Vorstand der Charité nachdrücklich unterstützt. Es soll in der Pilotphase zeigen, wie klinische Wissenschaft und Forschung innerhalb der Facharztweiterbildung in Deutschland sinnvoll verankert werden können. >>>
+++ Pflegeforschung-Newsblog geht online +++
Preisgekröntes Charité-Projekt öffentlich zugänglich
Berlin, April 2011 – Die Pflegeforscherinnen und Pflegeforscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben das Online-Portal »Pflegeforschung-Newsblog« entwickelt. Es stellt aktuelle nationale und internationale pflegewissenschaftliche Studien in verkürzter Form dar und ist nun im Internet verfügbar. Eine Lizenz, für das im Rahmen des Max Rubner-Preises 2009 von der Stiftung Charité ausgezeichnete Projekt, kann von Einrichtungen wie Kliniken und Schulen sowie Einzelpersonen erworben werden und ist unter https://pflegeforschung.charite.de erhältlich. >>>
+++ DOG fordert mehr Forschung +++
Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland immer häufiger
München, 07.04.2011 – Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rechnet bis zum Jahr 2030 mit 25 Prozent mehr Blinden und Sehbehinderten in Deutschland. Denn die Deutschen werden immer älter – Blindheit und Sehbehinderung sind hierzulande vor allem ein Problem des Alters. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Diese Trends sind Ergebnis der Auswertung von Daten des Blindengeldarchivs des Landschaftsverbands Rheinland durch ein Forscherteam der Universitäts-Augenklinik Bonn. >>>
+++ Hilfe für das schwache Herz nach Infarkt +++
MHH-Kardiologen entdecken Mechanismus, der vor Herzschwäche schützt
Hannover, 07. April 2011 – Bisher machte man sie für chronische Herzschwäche verantwortlich, jetzt haben Forscher sie auch als Bösewichte beim akuten Herzinfarkt identifiziert: Gemeint sind Mineralocorticoid-Rezeptoren in Herzmuskelzellen. Forscher der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) konnten gemeinsam mit Würzburger und Heidelberger Kollegen erstmals zeigen, dass das Ausschalten dieser Rezeptoren vor der Herzschwäche nach einem Herz- infarkt schützt. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Circulation. >>>
+++ Übersteigerte Entzündungsreaktionen +++
Neuartiger Therapieansatz bei der Entzündungsbekämpfung aufgezeigt
Berlin, 7. April 2011 – Forscherinnen und Forschern der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, einen neuen Therapieansatz bei bestimmten Entzündungs-reaktionen des Körpers zu finden. Im Fokus dieses neuen Ansatzes, der unter Federführung von Prof. Dr. Schwab entwickelt wurde, stehen sogenannte »Lenkmoleküle«, welche die körpereigene Immunabwehr auf das benötigte Maß reduzieren und so eine übermäßige und schädliche Entzündung verhindern. Mögliche Anwendungsfelder sind Therapien bei Entzündungsreaktionen wie Blutvergiftungen, aber auch bei chronischen und immunologischen Entzündungen wie Rheuma und Organabstoßungen. >>>
+++ Nanomaterialien nehmen Krebszellen in Haft +++
Neuer Ansatz für die Therapie des Prostatakrebses mittels Nanotechnologie
Mannheim, 29. März 2011 – Ein internationales Forscherteam um Dr. Rutledge Ellis-Behnke, Leiter des „Nanomedicine Translational Think Tank“ der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, hat eine Methode entwickelt, mit der Krebsstammzellen möglicherweise daran gehindert werden können, sich zu vermehren und zu metastasieren. Der Trick: Nanomaterialien, die die Krebsstammzellen in Gewahrsam nehmen. Bei den untersuchten Zellen handelte es sich um Stammzellen aus Prostata-tumoren. Diese Zellen werden für das Fortschreiten der Krebserkrankung und die Metastasierung verantwortlich gemacht und bilden daher einen wesentlichen Angriffspunkt, um die Erkrankung zu kontrollieren und einzudämmen. >>>
 Universitätsklinikum Magdeburg +++ Congenitaler Hyperinsulinismus +++ Expertennetzwerk gegen schwere Unterzuckerungen im Neugeborenenalter gegründet Magdeburg, 22. März 2011 – Am 18. März 2011 trafen sich Mediziner und Angehörige von Kindern mit einer angeborenen Insulinregulationsstörung - dem Congenitalen Hyperinsulinismus - zu einem internationalen Workshop in Magdeburg, der von dem Endokrinologen Prof. Dr. Klaus Mohnike vom Universitätsklinikum Magdeburg sowie vom Greifswalder Universitätskinderchirurgen Prof. Dr. Winfried Barthlen organisiert wurde. Auf der Tagung gaben die Ärzte aus Deutschland, Großbritannien und Israel die Gründung des internationalen Netzwerks „Congenitaler Hyperinsulinismus“ bekannt. Der Congenitale Hyperinsulinismus ist eine Erkrankung, die unbehandelt auf Grund der immer wieder kehrenden Unterzuckerungen zu bleibenden Entwicklungsstörungen führt. Es handelt es sich um eine sehr seltene Erkrankung. Auf 40.000 Neugeborene kommt nur ein Kind mit dieser Erkrankung. Deshalb verwundert es nicht, dass die meisten Geburtsmediziner und Kinderärzte in Deutschland kaum Erfahrungen mit dem Congenitalen Hyperinsulinismus haben. >>> |
+++ Jahrestagung der DGZ in Bonn +++
Einblicke in die Entstehung von Krankheiten und innovative Therapiekonzepte durch Stammzellen
Bonn, 15.3.2011 – Krankheiten beruhen auf Fehlfunktionen von Zellen. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Funktionen und Fehlfunktionen von Zellen werden bei der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ) an der Universität Bonn diskutiert. Bei der vom 30. März bis zum 2. April 2011 stattfindenden Tagung werden circa 600 Wissenschaftler aus aller Welt erwartet. Ausführlichere Informationen sowie das wissenschaftliche Tagungsprogramm finden Sie auf der Tagungs- homepage http://www.dgz2011.de. >>>
+++ HIT-Netzwerktagung +++
Hirntumor-Experten tauschen sich aus – HIT-Netzwerktagung findet in Halle statt
Halle, 15. März 2011 – Am 18. und 19. März 2011 treffen sich fast 200 Kinderärzte, Neurochirurgen, Radiologen, Psychologen, Dokumentare und Fachschwestern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur HIT (HIrnTumor)-Netzwerktagung am Universitätsklinikum Halle (Saale), um neueste Entwicklungen zur Diagnostik und Behandlung von Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen zu diskutieren. Hirntumoren stellen mit etwa 400 Neuerkrankungen pro Jahr nach den Leukämien die häufigsten Krebs- und Tumorerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland dar. Die Diagnose Hirntumor wird leider nicht selten erst mit Verspätung gestellt, und etliche Hirntumore gelten jedoch trotz der großen Fortschritte der Operations- und Bestrahlungstechniken sowie der medikamentösen Behandlung immer noch als weitgehend unheilbar. >>>
+++ Charité eröffnet das Berliner Centrum für Seltene Erkrankungen +++
Einrichtung soll zunächst vor allem Kinder behandeln
Berlin, 28.02.2011 – Die Charité - Universitätsmedizin Berlin will ab sofort ihre Kompetenzen bei der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einer seltenen Erkrankung bündeln und hat heute, am internationalen Tag der seltenen Erkrankungen, in einer feierlichen Veranstaltung im Rahmen des »Wissenschaftsjahres Gesundheitsforschung« das Berliner Centrum für Seltene Erkrankungen am Campus Virchow-Klinikum eröffnet. „Unter einer Krankheit zu leiden, deren Ursachen man nicht kennt und gegen die es keine Therapie gibt, macht das sowieso schon stark beeinträchtigte Leben noch schwerer und den Leidensdruck noch größer“ sagte Eva Luise Köhler, Schirmherrin des Selbsthilfe-Verbunds »Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen« (ACHSE) in ihrer Begrüßung zum Auftakt der Eröffnungsfeier. >>>
+++ Hauttest kann ungesunden Lebensstil nachweisen +++
Charité entwickelt neuartiges Verfahren zur Ernährungskontrolle
Berlin, 09.02.2011 – Die Charité - Universitätsmedizin Berlin hat jetzt ein einzigartiges Messverfahren entwickelt, das binnen Minuten Aussagen darüber erlaubt, ob die Lebensweise eines Menschen gesund oder ungesund ist. Dieses Verfahren wird nun mit Unterstützung der Kompetenznetze für optische Technologien in einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Pilotstudie mit 50 Schülerinnen und Schülern erprobt. Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, ob Jugendliche ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten ändern, wenn die Folgen ungesunder Ernährung oder auch die Auswirkungen der letzten Party mit Alkohol- und Nikotinkonsum für sie direkt sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus sollen die Schüler näher mit den gegenwärtigen Möglichkeiten der optischen Technologien vertraut gemacht werden. >>>
+++ Mit Strom gegen Bluthochdruck +++
Verödung von Nierennerven: Methode erstmals in Sachsen-Anhalt angewendet
Halle (Saale), 7. Februar 2011 – Obwohl zunächst keine Symptome auftreten, ist die Hypertonie weltweit der Risikofaktor Nummer 1 für einen frühzeitigen Tod und betrifft etwa ein Drittel der Erwachsenen. Klinische Studien zeigen nun, dass eine neue katheterbasierte Behandlung von Bluthochdruck zu einer deutlichen und nachhaltigen Senkung des Blutdrucks führt. Erstmals in Sachsen-Anhalt führte Dr. Alexander Plehn, Kardiologe der Universitätsklinik für Innere Medizin III, erfolgreich eine beidseitige Nierenarterienablation („renale Sympathikusablation“) zur Behandlung von Bluthochdruck bei vier Patienten durch. >>>
+++ Signalwege von Krebszellen blockieren +++
Wissenschaftler entdecken Überlebensstrategie aggressiver Lymphome
München/Berlin, 08.02.11 – Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der Berliner Charité haben einen wichtigen Baustein für das Überleben der Zellen einer besonders aggressiven Gruppe von bösartigen Lymphomen identifiziert, den so genannten ABZ-Lymphomen. Die Ergebnisse der Studie dienen als Grundlage für neue Behandlungsmöglichkeiten gegen die Krebserkrankung, an der in Deutschland jährlich etwa 4.000 Menschen neu erkranken. Die Deutsche Krebshilfe hat das Forschungs-projekt mit 236.000 Euro gefördert. >>>
+++ Mastzellen – von der Forschung zu neuen Therapien
Acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Mastzell-vermittelten Erkrankungen
Berlin - Mindestens 50 Erkrankungen können heute besser behandelt werden, weil man viele Funktionen und Fehlfunktionen der Mastzellen inzwischen versteht, so die Einschätzung der Referenten eines Presse-Roundtables anlässlich des mit über 300 Teilnehmern bislang größten Treffens des „European Mast Cell and Basophil Research Network" (EMBRN) am 9./10. Dezember 2010 an der Charite - Universitätsmedizin Berlin. Fehlfunktionen von Mastzellen spielen sowohl bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittelallergien, Urtikaria und Mastozytose eine Rolle, als auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Schuppenflechte, Rheuma, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. „Mehr als 50 Prozent der europäischen Bevölkerung leidet an Erkrankungen, bei denen Mastzellen oder Basophile eine entscheidende Rolle spielen", so Professor Marcus Maurer von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. >>>
+++ Erneut hohe Auszeichnung für Krebsforscher Professor Michael Pfreundschuh +++
Homburger Wissenschaftler und Leiter der Deutschen Studiengruppe für hochmaligne Lymphome publiziert als erster deutscher Hämatologe einen Beitrag in der regelmäßig in Blood, der international führenden Zeitschrift für Hämatologie, erscheinenden Reihe „How I treat…“.
Homburg/Saar, 10. Januar 2010 - In der Ausgabe vom 09. Dezember 2010 von Blood* erschien in der Reihe „How-I-treat“ ein Artikel von Professor Michael Pfreundschuh “How I treat elderly patients with diffuse large B-cell lymphoma (Wie behandle ich ältere Patienten mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom)“. Prof. Pfreundschuh, Direktor der Klinik für Innere Medizin I des UKS in Homburg, ist damit der erste Hämatologe aus Deutschland, der eingeladen wurde, einen „How-I-treat“ Artikel in Blood zu schreiben. Diese Auszeichnung ergeht grundsätzlich nur an international anerkannte Meinungsführer eines Fachs, die sich nicht nur wissenschaftlich ausgezeichnet, sondern die auch einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Therapie einer hämatologischen Erkrankung geleistet haben. Prof. Pfreundschuh hat als Leiter der Deutschen Studiengruppe für hochmaligne Lymphome (DSHNHL) mit der MInT-Studie für jüngere und der RICOVER-60-Studie für ältere Patienten mit aggressivem Lymphom neue Maßstäbe gesetzt und weltweit die jeweils besten Therapieergebnisse erzielt. >>>
+++ Weltpremiere an der Charité +++
Geburt im offenen MRT: Kooperation von Radiologie und Geburtsmedizin führt zum Erfolg
Berlin – Einem interdisziplinären Team von Wissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin gelang jetzt eine Weltpremiere, sie realisierten erstmals die Geburt eines Kindes in einem offenen Magnetresonanztomographen (MRT). Durch das Zusammenwirken des Geburtsmediziners Dr. Christan Bamberg, des Radiologen Dr. Ulf Teichgräber und dem Ingenieur und Projektleiter Felix Güttler gelangen einzigartige Bilder vom Körperinneren der Mutter und der Bewegung des Kindes im Geburtskanal bis zum Austritt des Kopfes. Die Geburt verlief ohne Komplikationen. Mutter und Kind sind wohlauf. >>>
+++ Telemedizin verlängert und verbessert das Leben +++
Projekt „Partnership for the Heart“ stellt Ergebnisse vor
Berlin – Im Rahmen einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) präsentieren die Konsortialpartner des Projekts »Partnership for the Heart« zum ersten Mal die Ergebnisse einer bislang weltweit einzigartigen klinischen Studie zur Wirksamkeit von Telemedizin bei chronischer Herzinsuffizienz. Die Untersuchung wurde unter Federführung der Charité - Universitätsmedizin Berlin in den vergangenen zwei Jahren durchgeführt. Sie stellt sowohl den medizinischen als auch den ökonomischen Nutzen von Telemedizin auf eine anerkannte objektive Basis. >>>

| +++ Prof. Dr. Bauersachs leitet die MHH-Kardiologie +++ 44-Jähriger wechselt von Würzburg nach Hannover: "An der MHH wird Transparenz gelebt" Hannover – Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat einen neuen Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie: Professor Dr. Johann Bauersachs hat die Leitung am 1. Oktober übernommen. Der 44-Jährige war zuvor als Professor für Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Würzburg tätig. "Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Prof. Bauersachs einen ausgewiesenen Spezialisten für das Fachgebiet Kardiologie nach Hannover holen konnten", betont Dr. Andreas Tecklenburg, als MHH-Vizepräsident zuständig für das Ressort Kranken-versorgung. "Neben seiner großen klinischen Erfahrung ist Prof. Bauersachs ein profilierter Forscher, der sich noch vor seinem Amtsantritt erfolgreich in die Forschungen der MHH eingebracht hat." Professor Bauersachs hatte auch den Ruf einer weiteren deutschen Universität erhalten, entschied sich aber für Hannover. "Es ist mir eine ganz besondere Ehre, hier arbeiten zu dürfen", sagt Professor Bauersachs, "die MHH hat einen hervorragenden Ruf und gehört zum Besten, was die deutsche Hochschulmedizin zu bieten hat. Zudem hat Professor Drexler seine Klinik zu einem national und international renommierten Zentrum in der Diagnostik und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen entwickelt." Professor Bauersachs tritt die Nachfolge von Professor Dr. Helmut Drexler an, der im September 2009 im Alter von 58 Jahren verstorben war. Professor Dr. Bernhard Schieffer hatte in der Interimsphase die Klinik kommissarisch geleitet. >>> |
+++ Preis der ASCO für Chirurgen der UMM +++
Chemotherapie vor der chirurgischen Entfernung von Adenokarzinomen der Speiseröhre und des Magens verlängert Überleben der Patienten
Mannheim, 12. November 2010 – Dr. med. Ulrich Ronellenfitsch von der Chirurgischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) ist von der amerikanischen Krebsgesellschaft „American Society of Clinical Oncology“ (ASCO) mit dem Cancer Foundation Merit Award ausgezeichnet worden. Die amerikanische Fachgesellschaft würdigte mit dem Preis eine so genannte Cochrane-Meta-Analyse zur neoadjuvanten Chemotherapie bei Adenokarzinomen der Speiseröhre und des Magens. Der Preis, mit dem die Vorstellung der Forschungsergebnisse bei der Jahrestagung der Gesellschaft im Juni in Chicago verbunden war, ist mit 1.500 Dollar dotiert. >>>
+++ Wann ist eine Knochenmarktransplantation notwendig? +++
Promotionspreisträger Dr. Matthias Unterberg entwickelte eine Methode zur genaueren Einschätzung des Rückfallrisikos bei akuter Leukämie
Münster, 12. November 2010 – Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehrere Tausend Erwachsene und zwischen 500 und 600 Kinder und Jugendliche an einer akuten Leukämie. Trotz großer Fortschritte bei den Therapien: Die Krankheit ist weiterhin gefährlich. Leukozyten vermehren sich dabei unkontrolliert im Knochenmark und verhindern so die normale Blutbildung. Akute Leukämien werden zunächst mit einer intensiven Chemotherapie behandelt. Doch nicht immer reicht diese Behandlung aus – ein Teil der Patienten erleidet einen Rückfall. In vielen Fällen kann der durch eine Knochenmarktransplantation verhindert werden. In seiner Doktorarbeit entwickelte Matthias Unterberg ein neues Verfahren, das eine genauere Einschätzung des Rückfallrisikos erlaubt. Dafür wurde dem 30-jährigen Nachwuchswissenschaftler jetzt der Promotionspreis der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster verliehen. >>>
+++ MHH eröffnet Tagesklinik für Abhängige +++
Neues Angebot schließt Lücke zwischen Klinik und Ambulanz / Betreuung von Spielsüchtigen einzigartig in Niedersachsen
Hannover, 20.10.2010 – An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat jetzt eine Tagesklinik für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen (TaBS) ihre Arbeit aufgenommen. In der Einrichtung werden sowohl Patienten mit Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit als auch mit Glücksspielsucht behandelt. Es ist die einzige psychiatrische Tagesklinik in Niedersachsen, die therapeutische Angebote speziell für Spielsüchtige bereithält. "Mit der Einrichtung konnten wir eine Lücke zwischen unserer Klinik und unserer Abhängigenambulanz schließen", erklärt Professor Dr. Stefan Bleich, Direktor der MHH-Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie. >>>
+++ Die akademische Medizin hat eine globale Verantwortung +++
“Wir müssen Wissen und Erfahrung austauschen“
Berlin, 11.9.2010 – Partnerschaften sind das zentrale Thema am zweiten Tag des World Health Summits. “Universitäten haben hier eine Schlüsselfunktion”, so Francis S. Collins, Direktor des US-National Institutes of Health, der amerikanischen nationalen Gesundheitsbehörde (NIH). Er stellte heute neue Partnerprogramme der amerikanischen Regierung vor. Zum Beispiel das Projekt “H3 Afrika” (Human Heredity and Health in Africa), welches die Forschung auf dem afrikanischen Kontinent stärken soll. Nicht nur die US- Regierung ist sich einer wachsenden Verantwortung für die globale Gesundheit bewusst. Die Europäische Union startete im Rahmen ihrer neuen Initiative ”Innovation Union”, ein Kooperations-Programm zur Untersuchung des demografischen Wandels und seiner Folgen mit dem Namen “Gesund Altern”. >>>
+++ Süchtige überführen sich häufig selbst +++
Rechtsmediziner stellen bei Berliner Kongress neue Verfahren vor
Berlin, 22.09.2010 – Drogen- und Alkoholmissbrauch spielen bei Sorgerechtsverfahren oft eine große Rolle. In Berlin sind die Chancen von betroffenen Elternteilen, derartiges zu verheimlichen, jüngst beträchtlich gesunken. „Mit unseren Methoden lassen sich diese Rauschmittel anhand kleinster Haarspuren noch Monate später nachweisen“, erklärt Prof. Fritz Pragst, ehemaliger Leiter der Abteilung Forensische Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin der Charite – Universitätsmedizin. Er stellt seine Verfahren bei der zurzeit in Berlin stattfindenden Tagung der deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin einer breiten Fachöffentlichkeit vor. Mehr als 300 Rechtsmedizinerinnen und -mediziner aus aller Welt sind anlässlich des 300jährigen Jubiläums der Charité erstmals an der Universitätsklinik zusammengekommen. >>>
+++ Präventionsmediziner fordern Umorientierung +++
Vorsorge soll sich an individuellen Merkmalen orientieren
Berlin, 22.09.2010 – Weniger essen - mehr bewegen! Dieses Mantra hören die Deutschen von ihren Ärztinnen und Ärzten genauso wie über die Medien. Allein, sie halten sich nicht daran. Die Rate vermeidbarer Volkserkrankungen wie Herzinfarkt und Diabetes steigt nach wie vor rasant an. Ist die Prävention schon am Ende? Diesem Thema widmet sich der gemeinsame Jahres-Kongress der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) und des Europäischen Verbands der Sozialversicherungsärzte (EUMASS). Anlässlich des 300sten Geburtstages der Charité – Universitätsmedizin Berlin treffen sich die in diesen Verbänden organisierten Sozialmediziner jetzt zum ersten Mal in der Hauptstadt. Unter dem Kongressmotto »Individualisierte Prävention und Epidemiologie: Die moderne Medizin« wollen sie aktuelle Entwicklungen aufgreifen. Ziel ist, Prävention stärker als bisher an individuellen Merkmalen zu orientieren. >>>
+++ Wie Palliativmediziner am Lebensende entscheiden +++
Bochumer Medizinethiker veröffentlichen Umfrage-Ergebnisse: Nehmen Ärzte häufig Lebenszeitverkürzung in Kauf?
Bochum, 6. August 2010 – Palliativmediziner führen bei mehr als drei Vierteln ihrer Patienten in der letzten Lebensphase Maßnahmen der Symptomlinderung mit einer möglichen Lebensverkürzung durch. Das hat eine Studie von Medizinethikern der Ruhr-Universität ergeben. In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin haben die Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Jochen Vollmann erstmals ärztliche Mitglieder der Fachgesellschaft zu ihren Therapieentscheidungen befragt und konnten 780 Todesfälle auswerten. In 69 Prozent der Fälle wurden therapeutische Maßnahmen begrenzt und für einen Teil der betroffenen Patienten ein früherer Todeseintritt erwartet. In zehn Fällen gaben die Ärzte sogar an, den Tod des Patienten absichtlich herbeigeführt zu haben. Erste Ergebnisse der anonymen Befragung werden heute in der Fachzeitschrift Palliative Medicine veröffentlicht. >>>
+++ Palliativmedizin +++
Intranasale Sauerstofftherapie häufig ohne Vorteile
Durham/North Carolina, 4.9.2010 – Die intranasale Sauerstoffgabe wird sehr häufig in der Palliativmedizin eingesetzt. Bei Patienten ohne nachgewiesener Hypoxämie kann jedoch einer Studie zufolge die gleiche Wirkung erzielt werden, wenn den Patienten normale Raumluft zugeführt wird (Lancet 2010; 376: 784-93). In der letzten Lebensphase leiden die meisten Betroffenen unter quälender Atemnot. Die Prävalenz der Dyspnö liegt bei Krebspatienten bis zu 90 Prozent, bei COPD-Patienten bis zu 95 Prozent und bei der Herzinsuffizienz bis zu 88 Prozent. Nicht alle Patienten haben bei der Blutgasanalyse eine Hypoxämie. Die Palliativmedizinerin Amy Abernethy, Duke Universität in Durham/North Carolina und Mitarbeiter an acht weiteren Zentren in den USA, Australien und Großbritannien haben in einer randomisierten Studie untersucht, ob sich die nicht objektivierbare Luftnot durch eine Sauerstoffgabe lindern lässt. >>>
+++ Frösche liefern neue Antibiotika +++
Amphibienhaut produziert tausende chemische Substanzen
Washington DC/Wien, 4. September 2010 – Die Haut von Fröschen könnte in Zukunft Ideen für den Einsatz bisher ungenützter neue Antibiotika liefern. Ein Forscherteam der United Arab Emirates University www.uaeu.ac.ae hat in der Haut von insgesamt 6.000 Fröschen mehr als 100 potenzielle Bakterienkiller identifiziert. Einige der Substanzen sind hochgiftig und werden nun von den Wissenschaftlern so umgebaut, dass sie sich zur medizinischen Anwendung eignen. Die Arbeit wurde beim Jahres-treffen der American Chemical Society präsentiert. >>>
+++ Charité entwickelt Therapie gegen Erdnussallergie +++
Neue Behandlung soll lebensbedrohlichen Reaktionen vorbeugen
Berlin, 17. August.2010 – Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben eine Möglichkeit gefunden, Erdnussallergiker unter strenger medizinischer Aufsicht zu desensibilisieren. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ berichtet die Forschergruppe unter der Leitung von Privatdozentin Dr. Kirsten Beyer von der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie am Campus Virchow-Klinikum über die Ergebnisse ihrer Pilotstudie zur Oralen Immuntherapie bei Kindern mit Erdnussallergie. Die Projektgruppe um Dr. Beyer und Dr. Katharina Blümchen behandelte insgesamt dreiundzwanzig Kinder. Unter strengster medizinischer Aufsicht unterzogen sich die Drei- bis Vierzehnjährigen der Oralen Immuntherapie. >>>
+++ Charité und LKA Berlin erproben Zusammenarbeit +++
Schnelle medizinische Behandlung nach Vergewaltigung angestrebt
Berlin, 16. August 2010 – Im Rahmen eines bundesweit einmaligen Pilotprojekts wollen die Charité - Universitätsmedizin Berlin und das Landeskriminalamt Berlin bei der Betreuung von Opfern sexualisierter Gewalt kooperieren. Bis zum Jahresende werden ab sofort die betroffenen Frauen und Männer von der Polizei direkt in die Rettungs-stellen der Charité gebracht. Rechtsmedizinisch und psychologisch speziell geschulte Ärzte und Pflegekräfte nehmen sich der Opfer dort an. Sie suchen besonders nach Verletzungen, die für sexuelle Gewalteinwirkung typisch sind und nehmen Abstriche, um im Labor die DNA des Täters isolieren zu können. Dazu erfolgt eine gerichts-verwertbare Dokumentation mittels eines Ärztlichen Befundsberichts für Opfer nach sexualisierter Gewalt. >>>
+++ Die Krankenhausstatistik 2009 +++
17,8 Millionen Krankenhauspatientinnen und -patienten im vergangenen Jahr
Wiesbaden, 16. August 2010 – Im Jahr 2009 wurden 17,8 Millionen Patientinnen und Patienten stationär im Krankenhaus behandelt. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse der Krankenhausstatistik mit. Die Zahl der Behandelten stieg gegenüber dem Vorjahr um 290 000 (+ 1,6%). Der Aufenthalt im Krankenhaus dauerte für die Patientinnen und Patienten im Jahr 2009 durchschnittlich 8,0 Tage (2008: 8,1 Tage). In 2.080 Krankenhäusern Deutschlands standen insgesamt 503.000 Betten zur Verfügung; das entspricht dem Versorgungsangebot des Jahres 2008. Zwar stehen die meisten Betten in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers (48,7 %), der Anteil der Betten in privaten Häusern nimmt jedoch stetig zu (aktuell 16,6 %). >>>
+++ Katheterverfahren statt Operation am offenen Herzen +++
Neue Behandlungsmethode an der MHH: Metallclip hält Herzklappen zusammen
Hannover – An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wird jetzt eine innovative Methode der Herzklappenreparatur praktiziert: Menschen mit sehr undichten Mitralklappen müssen nicht mehr am offenen Herzen operiert, sondern können minimal-invasiv durch die Leiste mit einem Katheterverfahren behandelt werden. Bisher wurden an der MHH zehn Patienten auf diese Weise therapiert. "In einer großen internationalen Studie wurde an 279 Patienten gezeigt, dass nach zwölf Monaten der klinische Nutzen dieses sogenannten Mitral-Clips genauso groß ist wie bei einer herzchirurgischen Mitralklappenoperation bei geringerer Komplikationsrate", sagt Privatdozent Dr. Arnd Schaefer, leitender Oberarzt an der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie. >>>
+++ Mehr Schlagkraft gegen Tumore +++
Forscher entwickeln Anti-Krebs-Gen für das Immunsystem
Berlin, 9. 8.2010 – Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrum (MDC) Berlin-Buch haben einen Weg gefunden, die Trägheit des Immunsystems gegen Krebszellen zu überwinden. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Medicine* berichten sie über ihr Ziel, die Antennen bestimmter Immunzellen künftig zu verbessern und für eine gezielte Immuntherapie bei Patientinnen und Patienten einzusetzen. Die Arbeitsgruppe um Prof. Thomas Blankenstein und Dr. Liang-Ping Li vom Institut für Immunologie am Campus Benjamin Franklin und dem Max-Delbrück-Centrum ging der Frage nach, wie das Immunsystem wirksamer gegen Krebs eingesetzt werden kann. >>>
+++ Software zu genetischen Erkrankungen entwickelt +++
Auswirkungen von Genmutationen vorhersagbar
Berlin, 05. August 2010 – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, ein Computerprogramm zu entwickeln, mit dessen Hilfe Ärzte krankhafte von harmlosen Genmutationen unterscheiden können. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature Methods berichten sie über die neue Software, die auch schon im Internet zur Verfügung steht. Die Arbeitsgruppe um Prof. Markus Schülke und Dr. Dominik Seelow vom Exzellenzcluster NeuroCure am Campus Charité Mitte entwickelte das Programm »MutationTaster«. Die Software nutzt und kombiniert das enorme und stetig aktualisierte Wissen über Gene und deren Funktion, das sich in öffentlich zugänglichen Datenbanken befindet. >>>
+++ Genvariante für psychische Störung untersucht +++
Veränderte Hirnfunktion begünstigt depressive Symptome
Berlin, 05.08.2010 – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin sowie der Universitäten in Bonn und Heidelberg konnten nachweisen, dass eine Genvariante, die auf ein erhöhtes Risiko für manisch-depressive Erkrankungen hinweist, sich auch im Gehirn gesunder Menschen bemerkbar macht. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Archives of General Psychiatry* berichten sie über ihre Forschungsergebnisse. Die Arbeitsgruppe um Prof. Henrik Walter und Privatdozentin Dr. Susanne Erk von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte hat bei 110 gesunden Versuchspersonen mit einer Genvariante für die so genannte bipolare Störung die Gehirnfunktion untersucht. >>>
+++ Long-QT-Syndrom +++
Neue Therapiemöglichkeiten für seltene Herzkrankheit
München – Eine aktuelle Studie bringt neue Erkenntnisse für das Long-QT-Syndrom, eine seltene Herzerkrankung, die durch ein verlängertes QT-Intervall charakterisiert ist. Das Intervall bezeichnet den Abstand vom Beginn der Q-Zacke bis zum Ende der T-Welle bei einer EKG-Untersuchung. Forscher um Prof. Karl-Ludwig Laugwitz der I. Medizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar konnten erstmals pluripotente Stammzellen herstellen, die neue Möglichkeiten für die Behandlung der Krankheit eröffnen. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine vorgestellt. >>>
+++ Neuer Ansatz für Alzheimer-Therapie +++
DZNE und LMU-Forscher identifizieren wichtiges Zielmolekül
München/Bonn – Das Protein ADAM10 kann die Bildung des für die Alzheimer-Erkrankung typischen Beta-Amyloids verhindern. Das zeigen Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) München. ADAM10 ist eine Art molekulare Schere und schneidet das Protein, aus dem das Beta-Amyloid entsteht, so dass das Beta-Amyloid gar nicht erst gebildet werden kann. Dies macht ADAM10 zu einem wichtigen Zielmolekül für die Alzheimer Therapie. Ihre Ergebnisse beschreiben die Wissenschaftler jetzt in der Online-Ausgabe des EMBO Journal. >>>
+++ Nervenschmerzen: Schmerzprofil lässt auf passgenaue Therapie hoffen +++
Neue Diagnostik: Nervenschmerzen messen Bochumer Forscher berichten in PAIN und in RUBIN
Bochum – Ständiges Brennen oder Kribbeln, Taubheit und einschießende Schmerzattacken sind häufige Symptome für Schmerzen, die durch Defekte an Nervenfasern entstehen. Ursache solcher sog. neuropathischen Schmerzen sind zum Beispiel Verletzungen, Diabetes, Gürtelrose oder Schlaganfälle. Rund 500.000 Menschen in Deutschland sind betroffen; nur jedem Dritten kann bislang ausreichend geholfen werden. Damit die Behandlung kein Glücksspiel bleibt, haben Forscher im deutschlandweiten Verbund eine neue Art der Diagnostik entwickelt. Sie hilft, den Mechanismen des Schmerzes auf die Schliche zu kommen und lässt so auf passgenaue Therapien hoffen. Mediziner der Ruhr-Universität Bochum pflegen eine bundesweite Datenbank, die die Klassifizierung des Schmerzes erlaubt. Sie berichten im Journal PAIN und in RUBIN, dem Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität. >>>
+++ Charité erweitert Kooperation im Kinderschutz +++
Steglitz-Zehlendorf unterschreibt Vereinbarung als vierter Bezirk
Berlin – Als ein weiterer Bezirk ist nun auch Steglitz-Zehlendorf der von der Charité - Universitätsmedizin Berlin initiierten Kooperationsvereinbarung zum Kinderschutz beigetreten. Damit erstreckt sich diese Vereinbarung nun bereits auf die Hälfte der Einwohner Berlins. Ziel ist es, bei Anzeichen einer Gefährdung des Kindeswohls den betroffenen Familien möglichst schnell Hilfe zukommen zu lassen. Prof. Karl Max Einhäupl, der Vorstandsvorsitzende der Charité, wertet die seit drei Jahren bestehende Vereinbarung als Erfolg: »Im Sinne des Kinderschutzes ist besonders hervorzuheben, dass auch andere Kliniken in Berlin sich jetzt auf der Grundlage unseres Modells engagieren«, erklärte er bei der heutigen Unterzeichnung der Übereinkunft. >>>
+++ Häusliche Versorgung sterbenskranker Kinder +++
Einigung mit niedersächsischen Krankenkassen / Regionale Teams sorgen für flächendeckende Betreuung der Betroffenen
Hannover – Wenn Kinder und Jugendliche unheilbar erkrankt sind und ihre Lebenszeit begrenzt ist, steht für die Betroffenen und ihre Familien meist ein Wunsch im Vordergrund: die letzte Zeit vor dem Tod zu Hause verbringen zu dürfen. Um die Betreuung in gewohnter Umgebung zu gewährleisten, haben die mit der Medizinischen Hochschule Hannover verbundene Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) und die niedersächsischen Landesverbände der gesetzlichen Krankenkassen einen Vertrag über die spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung geschlossen. >>>
+++ Single-Site-Schlüsselloch-Chirurgie +++
Von der LESS-Chirurgie profitieren sowohl die Patienten als auch der Chirurg
Genf – Die Chirurgie entwickelt sich in rasantem Tempo. Aktuell stehen die Reduktion der perioperativen Morbidität, immer weniger traumatisierende Zugangswege und die schnellere Erholung der Patienten im Fokus. Mit dem Ziel, Patienten möglichst optimal und rasch zu behandeln, werden viele traditionelle Bestandteile der stationären Versorgung heute in den ambulanten Bereich verlagert. Die LESS (Laparo-Endoscopic Single-Site) Chirurgie ist einer der innovativsten Ansätze zur Schlüsselloch-Chirurgie. Diese Art von Verfahren ermöglicht es, dem Chirurgen eine Kamera sowie eine Reihe von Instrumenten durch einen kleinen Einschnitt zum Einsatz zu bringen. Die kosmetischen Ergebnisse sind ausgezeichnet; die narbenfreie Operation ist jetzt praktisch zu einer Realität für die Patienten geworden. Das LESS Verfahren kann effizient und sicher durchgeführt werden. Ein Großteil der Patienten war nach den Eingriffen sehr zufrieden, sowohl über die exzellenten kosmetischen Ergebnisse, als auch die rasche Erholung nach der Operation. >>>
+++ Natürliche Toleranz von Spenderorganen möglich +++
Biomarker zur Vorhersage von Transplantationserfolgen entdeckt
Berlin – Eine kleine Gruppe von Menschen kann fremde Organe erhalten, ohne lebensgefährliche Abstoßungsreaktionen fürchten zu müssen. Forscher der Charité – Universitäts-Medizin Berlin haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern anderer europäischer Institutionen herausgefunden, welche immunologischen Merkmale diese Patienten gemeinsam haben. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift »Journal of Clinical Investigation«* beschreiben sie die Eigenschaften dieser Biomarker. Insgesamt sieben europäische Forschungsinstitutionen, darunter das King´s College London, die Universität Oxford und das französische Institut de Transplantation et de Recherche en Transplantation (ITERT), schlossen sich zusammen, um den äußerst seltenen Fall einer natürlichen Toleranz gegen Nierenspenderorgane zu untersuchen. Die Charité war als einzige wissenschaftliche Einrichtung aus dem deutschsprachigen Raum an dem Vorhaben beteiligt. >>>
+++ Therapie mit Ezetimib (Ezetrol®) +++
Cholesterinsenker begünstigt möglicherweise Atherosklerose
Köln – Der zur Senkung des Cholesterins verwendete Wirkstoff Ezetimib kann ungünstige Veränderungen der Zusammensetzung der Blutfette bewirken und somit eine Atherosklerose möglicherweise begünstigen. Das ergibt eine aktuelle Studie der Uniklinik Köln, die in der Online-Ausgabe des European Heart Journal (2010; doi: 10.1093/eurheartj/ehq181) veröffentlicht wurde. Ezetimib wird meist zusammen mit Statinen angewendet, um deren cholesterinsenkende Wirkung zu verstärken. Es kann auch allein gegeben werden, wenn Statine nicht vertragen werden. In Studien mit Statinen wurde bewiesen, dass Herzinfarkte vermindert auftreten und die Sterblichkeit verringert wird. Vergleichbare Studien, die entsprechende Endpunkte untersuchen, gibt es für den Wirkstoff Ezetimib bisher nicht. >>>
+++ Innovationspreis der DEGRO für Forscherteam der UMM +++
Ausgezeichnetes Forschungsprojekt für eine zielgenaue Behandlung beweglicher Tumore
Mannheim – Ein Forscherteam um Dr. sc. hum. Hansjörg Wertz hat ein neues Verfahren zur bildgestützten Strahlentherapie entwickelt, mit dem im Körper bewegliche Tumore - beispielsweise Lungentumore während des Atmens - zielgenauer behandelt werden können. Das junge Forscherteam setzt sich aus Medizinern, Medizinphysikern, Informatikern und Experten im Bereich der Bildverarbeitung zusammen. Dr. Wertz selbst ist Medizinphysik-Experte an der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsmedizin Mannheim (UMM). Das erfolgreiche Forschungsprojekt ist mit dem Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) ausgezeichnet worden. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis wurde Dr. Wertz und seinem Team am 3. Juni 2010, bei der Jahrestagung der DEGRO in Magdeburg verliehen. >>>
+++ Nierentransplantation bei Kindern +++
MHH und Techniker Krankenkasse (TK) schließen Versorgungsvertrag zur optimierten Behandlung ab
Hannover – Die jüngste Patientin war gerade einmal sechs Monate alt, als sie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eine neue Niere erhielt. Meistens sind es unheilbare Erbkrankheiten, die dazu führen, dass schon Kinder und Jugendliche - häufig nach jahrelanger Dialyse - eine neue Niere bekommen. In der MHH erhalten pro Jahr rund 20 Kinder eine neue Niere. Insgesamt seit 1970 in mehr als 650 Fällen. Damit ist die MHH das führende Zentrum für Kindernierentransplantationen in Deutschland. Die Zeit vor und nach einer Transplantation ist für die betroffenen kleinen Patienten und ihre Eltern eine Phase großer physischer und psychischer Belastung, die viele Fragen aufwirft. Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen eine differenzierte, individuelle und stringente Vor- und Nachsorge nach so einem großen Eingriff. >>>
+++ Erforschung der diabetischen Netzhauterkrankung +++
Forschungsvorhaben der Medizinischen Fakultät Mannheim erhielt Hans-Christian-Hagedorn-Projektförderung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft
Stuttgart - Deutsche Diabetes-Gesellschaft unterstützt die Forschung einer Arbeitsgruppe der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) zur diabetischen Retinopathie, einer Erkrankung der Netzhaut als Folge des Diabetes, mit der Hans-Christian-Hagedorn-Projektförderung 2010. Der mit 25.000 Euro dotierte Förderpreis wird dem Leiter der Arbeitsgruppe, Professor Dr. Hans-Peter Hammes, Inhaber einer C3-Professur für Innere Medizin und Endokrinologie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Stuttgart verliehen. >>>
+++ Berlin gegen den Schlaganfall +++
Symptome erkennen, schnell handeln und 112 wählen
Berlin, 10.05.2010 – Der Mundwinkel sackt herunter, ein Arm oder Bein wird taub, aus dem Mund dringt Unverständliches - all dies können Anzeichen eines Schlaganfalls sein. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin startet am 10. Mai die Kampagne »Berlin gegen den Schlaganfall«. Ziel der Gesundheitsinitiative, die unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit steht, ist es, bei den Berlinerinnen und Berlinern das Wissen um die Anzeichen der gefährlichen Erkrankung breiter zu verankern. »Nur dann kann man hoffen, dass die Betroffenen rechtzeitig eine spezialisierte Notfall-Station erreichen und den Schlaganfall ohne Behinderungen überstehen«, erklärt Prof. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité und selbst Schlaganfall-Experte. >>>
+++ Studie: Schwangerschaftsbedingtes Herzversagen +++
MHH-Forscher testen neues Medikament
Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) unter der Leitung von Professorin Dr. Denise Hilfiker-Kleiner und Oberarzt Dr. Dieter Fischer starten Anfang Mai die erste multizentrische Studie, in der Bromocriptin, ein zugelassenes Medikament zum Abstillen, zur Behandlung von schwangerschafts assoziertem peripartalem Herzversagen (PPCM, von: Prolactin Mediates Postpartum Cardiomyopathy) getestet wird. Die schwangerschaftsbedingte Herzschwäche bei gesunden Frauen ist wenig bekannt. Binnen weniger Wochen kann sie durch Herzversagen zum Tod der jungen Mutter führen. Zwölf Universitätskliniken beteiligen sich bundesweit an der Studie. So soll die Häufigkeit der Erkrankung ermittelt und mögliche frühe Zeichen der Krankheit identifizieren werden. Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 615.829 Euro über vier Jahre gefördert. Die Studie wendet sich an Gynäkologen und Hausärzte, die Patientinnen mit Verdacht auf eine PPCM betreuen sowie an Frauen mit einer diagnostizierten akuten PPCM. >>>
+++ Body-Mass-Index wertlos für die gesundheitliche Risikovorhersage +++
Studie: Mediziner am Münchner LMU-Klinikum empfiehlt neue Messgröße zur Bewertung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos
München - Kaum jemand bezweifelt, das auch Deutschland mitten im Zeitalter von Übergewicht und Fettleibigkeit steckt. Laut jüngsten Studien sind 75 Prozent aller deutschen Männer und fast 60 Prozent der Frauen übergewichtig, mehr als 50 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen gar fettleibig. Was indes die Zahlen medizinisch bedeuten, ist unklar. Denn gängige Statistiken beruhen auf Erhebungen mit dem Body-Mass-Index (BMI), der den meisten wohl vertraut sein dürfte. Doch dieses von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Maß steht seit einiger Zeit in der Kritik der Experten. "Der BMI spielt keine Rolle für das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko eines Menschen", betont Dr. Harald J. Schneider von der Medizinischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Campus Innenstadt, nach einer neuen Studie, die er geleitet hat. Für derlei Risiko-Aussagen eignet sich viel besser der Wert, der sich ergibt, wenn man Taillenumfang durch Körpergröße teilt - kurz WHtR genannt (aus dem Englischen für waist-to-height-ratio). >>>
+++ Charité gewinnt im Wettbewerb zur Zukunft der Lehre +++
Dieter Scheffner Fachzentrum bringt neue Impulse für die Lehre
Berlin, 16.02.2010 Mit ihrem Konzept des Dieter Scheffner Fachzentrums für medizinische Hochschullehre und evidenzbasierte Ausbildungsforschung konnte die Charité - Universitätsmedizin Berlin eine internationale Experten-Jury überzeugen. Im Rahmen der Initiative von »Bologna - Zukunft der Lehre« erhält sie 900.000 Euro für das Konzept »Lehren und Lernen für die Medizin von morgen«. Mit dem Wettbewerb wollen die Stiftung Mercator und die VolkswagenStiftung die Lehre an deutschen Hochschulen stärken. Insgesamt stellen sie bis zu 10 Millionen Euro für die Entwicklung und Erprobung neuer Curricula sowie für die Etablierung übergreifender Kompetenzzentren bereit. >>>
+++ Ärztliche Zweitmeinung optimiert Therapieansatz +++
Charité-Studie beschreibt Vorteile für Hodenkrebs-Patienten
Berlin, 25.01.2010 Das Einholen einer Zweitmeinung kann dabei helfen, den richtigen Therapieansatz zu finden. Das belegt eine gemeinsame Studie der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der German Testicular Cancer Study Group (GTCSG), die in der Fachzeitschrift European Urology veröffentlicht wurde. Die Deutsche Krebshilfe förderte das Projekt mit insgesamt 375.000 Euro. Welche Therapie ist die richtige? Diese Frage stellt sich jeder Urologe vor Behandlungsbeginn bei Hodenkrebs. Professor Mark Schrader von der Klinik für Urologie hat dazu ein internetbasiertes Zweitmeinungssystem für Hodenkrebstherapien ins Leben gerufen. >>>
+++ Neue Website des Allergie-Centrums-Charité mit Angioödem-Selbsttest +++
Hereditäres Angioödem: Eine frühe Diagnose kann Patienten viel Leid ersparen
Berlin, 18.01.2010 – Bei vielen Patienten mit hereditärem Angioödem (HAE) dauert es Jahre oder sogar Jahrzehnte, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Bis dahin leiden die Betroffenen immer wieder an plötzlich auftretenden Schwellungen der Haut oder Schleimhäute, ohne dass sie adäquat therapiert werden. Dies führt bei Schwellungsattacken im Magen-Darm-Trakt häufig zu unnötigen Operationen, bei Schwellungen im Kehlkopfbereich mitunter zu lebensbedrohlichen Situationen, weil hier die üblicherweise verabreichten antiallergischen Medikamente nicht wirken (siehe Infobox). Diese Probleme waren Grund genug für Professor Marcus Maurer und Dr. Markus Magerl vom Allergie-Centrum-Charité, ein umfassendes Informationsportal zum HAE (www.angiooedem.net) einzurichten. „Hier finden Ärzte ausführliche Informationen zur Diagnostik und Therapie des HAE und Patienten Tipps für den Umgang mit der Erkrankung im Alltag“, so Professor Maurer. Für Patienten: Angioödem-Selbsttest, Tipps und nützliche Hilfsmittel. >>>
+++ Neue Therapieoption gegen Asthma und Allergien +++
Charité und Rheuma-Forschungszentrum entdecken umprogrammierbare Immunzellen
Berlin, 14. Januar 2010 – Bei der Abwehr von Krankheitserregern durch das Immunsystem spielen bestimmte weiße Blutkörperchen eine zentrale Rolle. Die so genannten T-Helferzellen (Th-Zellen) spezialisieren sich nach ihrer Aktivierung, je nachdem, ob sie etwa Viren, Bakterien oder Parasiten bekämpfen sollen. Manche haben gleichzeitig Allergie verstärkende Eigenschaften und können auch Asthma mit verursachen. Bisher gingen Forscher davon aus, dass die Prägung von Th-Zellen auf einen bestimmten Erregertyp unwiderruflich sei. Nun konnten Immunologen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) erstmals zeigen, dass sich diese Zellen umprogrammieren lassen. Die Entdeckung eröffnet neue Optionen zur Therapie von Asthma, Allergien und anderen immunologischen Erkrankungen. >>>
+++ Intraoperative Radiotherapie bei Brustkrebs stimmt Mediziner optimistisch +++
Zweitausendste Patientin der von Mannheim aus koordinierten TARGIT-Studie in Frankfurt behandelt
Seit März 2000 erproben weltweit Ärzte an Brustzentren im Rahmen der internationalen TARGIT Studie (TARGeted Intraoperative Radiation Therapy) ein neuartiges Verfahren zur intraoperativen Strahlenbehandlung (IORT) bei Brustkrebs. Wissenschaftler aus Deutschland, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Polen, Kanada, Australien und den USA vergleichen im Rahmen dieser Studie die Ergebnisse der konventionellen, mehrwöchigen externen Strahlentherapie mit der einmaligen, etwa 30-minütigen intraoperativen Strahlentherapie. Am Frankfurter Universitätsklinikum wurde kürzlich die zweitausendste Patientin der weltweiten Studie behandelt. Damit ist man nahe am Ziel von insgesamt mehr als 2.200 an der Studie beteiligten Patientinnen. Die bisherigen Ergebnisse der intraoperativen Bestrahlung stimmen die Mediziner sehr optimistisch. >>>
+++ Harald Stein erhält Deutsche Krebshilfe Preis 2008 +++
Krebsforscher für richtungweisende Arbeiten über Lymphome gewürdigt
Bonn, 14.12.09 (jti) – Die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, verlieh am 14. Dezember 2009, im Rahmen einer Feierstunde im Alten Rathaus in Bonn den Deutsche Krebshilfe Preis 2008, gestiftet von Dr. Wilhelm Hoffmann. Preisträger ist Professor Dr. Dr. h.c. Harald Stein, Direktor des Instituts für Pathologie der Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin. „Professor Stein wird ausgezeichnet in Anerkennung seiner grundlegenden, weltweit anerkannten Arbeiten auf dem Gebiet der Tumor-Pathologie“, sagte Schipanski bei der Preisverleihung. Besonders verdient gemacht habe sich der Preisträger um die Erforschung bösartiger Lymphsystemkrankheiten. Die Deutsche Krebshilfe vergab den Preis nun zum 13. Mal. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. „Die Deutsche Krebshilfe zeichnet einen Wissenschaftler aus, der die Lymphomforschung in Deutschland erheblich voran gebracht und die internationale Klassifikation bösartiger Lymphsystemerkrankungen begründet hat“, sagte Professor Dr. Volker Diehl, ehemaliger Direktor der Klinik für Innere Medizin der Universitätsklinik Köln in seiner Laudatio auf den Preisträger 2008. >>>
+++ Immunzellen besitzen eine innere Uhr +++
Einnahmezeitpunkt entscheidet über Wirkung von Medikamenten
Berlin - Ein Forscherteam der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat jetzt herausgefunden, dass in den Fresszellen des Immunsystems, den so genannten Makrophagen, eine innere Uhr tickt, die unter anderem für die zeitliche Steuerung von Entzündungsreaktionen zuständig ist. Die Arbeitsgruppe um Prof. Achim Kramer vom Institut für Medizinische Immunologie am Campus Charité Mitte fand heraus, wie dieser Mechanismus des Immunsystems viele tagesabhängige Beschwerden von Entzündungskrankheiten wie Rheuma oder Asthma steuern kann. Erste Ergebnisse der Grundlagenforschung veröffentlicht das Team jetzt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Proceedings of the Academy of Science (PNAS). >>>

| +++ Das Bild der Medizin von morgen +++ Charité zeichnet Lehrende aus und diskutiert über Zukunftsperspektiven Im Rahmen einer feierlichen Matinee unter Schirmherrschaft des Senators für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, hat die Charité - Universitätsmedizin Berlin erstmals Preise für gute Lehre vergeben. Die jeweils »Beste Vorlesung« und das »Beste eLearning-Angebot« wurden von den Studierenden des vorklinischen und des klinischen Studienabschnitts belohnt. Im klinischen Studienabschnitt gingen beide Auszeichnungen an die Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Campus Charité Mitte. Prof. Wolfram Sterry, Direktor der Klinik, erhielt den Preis für die beste Vorlesung, Prof. Bertold Rzany bietet nach Meinung der Studierenden das beste eLearning-Modul an. Im vorklinischen Studienabschnitt gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Doppelsieger sowohl mit der besten Vorlesung als auch dem besten eLearning-Angebot wurde Dr. Andreas Winkelmann, der im Centrum für Anatomie am Campus Charité Mitte den Bereich Lehre und Fortbildung leitet. In der Kategorie »Beste Vorlesung« war jedoch der Abstand zum Zweit-platzierten, Dr. Martin Heck vom Centrum für Biochemie und Biophysik, so hauchdünn ... >>> |
+++ Leber- und Tumorforschung +++
Leber-Forscher der MHH an neuem Sonderforschungsbereich/Transregio beteiligt
Hannover - Erfolg für die Leber-Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie um Direktor Professor Dr. Michael Manns, zusammen mit dem Institut für Pathologie, dem Institut für Zell- und Molekularpathologie und der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, gehören zum neuen Sonderforschungsbereich/Transregio 77. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB/ Transregio „Leberkrebs – von der molekularen Pathogenese zur gezielten Therapie“ für vier Jahre mit einer Fördersumme von insgesamt 11,2 Millionen Euro. >>>
+++ Wann wirkt Chemotherapie bei Brustkrebs? +++
Charité-Studie zu Interaktion zwischen Immunsystem und Tumorzellen
Berlin, 18.11.2009 - Der Erfolg einer Chemotherapie bei Brustkrebs hängt stark vom Immunsystem der Patientin ab. Das beschreiben jetzt Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin im aktuellen Journal of Clinical Oncology*. Die Arbeitsgruppe um Professor Carsten Denkert vom Institut für Pathologie am Campus Charité Mitte hat in Zusammenarbeit mit der German Breast Group und Siemens Healthcare Diagnostics herausgefunden, dass eine Chemotherapie bei Brustkrebspatientinnen besonders gut wirkt, wenn bereits vor Beginn der Behandlung Abwehrzellen im Tumorgewebe festzustellen sind. Dann ist das Immunsystem im Bereich des Tumors aktiviert und kann die Wirkung der Chemotherapie verstärken. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor unter der Therapie vollkommen verschwindet, ist in diesem Fall deutlich höher. >>>

| +++ Vielversprechendes Behandlungsverfahren für Wirbelsäulen-Metastasen +++ Weltweit erstmalig: Intraoperative Radiotherapie während der operativen Therapie des Wirbelkörpers Am Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrum der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) ist unter Mitwirkung der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie im Rahmen einer Studie weltweit erstmals ein neues, vielversprechendes Behandlungs- verfahren für Metastasen der Wirbelsäule angewendet worden. Es handelt sich um ein kombiniertes Verfahren, bei dem die Knochenmetastasen durch einen minimal invasiven Zugang zunächst intraoperativ bestrahlt werden und anschließend der Wirbelkörper über denselben Zugangsweg mittels der so genannten Kyphoplastie stabilisiert wird. Das neue Verfahren verspricht neben der sofortigen Schmerzlinderung durch die Kyphoplastie eine sichere Therapie der Metastasen, bedingt durch die hohe lokale Strahlendosis, die direkt am Zielort appliziert werden kann. >>> |
+++ Schwangerschaftsvergiftung rechtzeitig erkennen +++
Neuer Bluttest kann Leben von Mutter und Kind retten
Berlin - Die Charité - Universitätsmedizin Berlin setzt jetzt einen Bluttest zur Früherkennung von Schwangerschaftsvergiftung ein. Dieser Bluttest der Firma Roche Diagnostics ist seit Anfang 2009 in Deutschland zugelassen, nachdem er in einer Multicenterstudie an der Charité, am Universitätsklinikum Leipzig und in drei weiteren medizinischen Zentren in Europa erfolgreich klinisch getestet wurde. Darüber berichtet das Forscherteam um Dr. Stefan Verlohren, Klinik für Geburtsmedizin an der Charité, in der aktuellen Ausgabe vom American Journal of Obstetrics & Gynecology. >>>
+++ Vorreiter in der Erforschung von Nervenschmerzen +++
BMBF bewilligt Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz eine dritte Förderperiode.
Aufbau eines Qualitätsmanagementzentrums an der Universitätsmedizin Mannheim geplant.
In Deutschland leiden etwa sechs Prozent der Bevölkerung, also knapp fünf Millionen Menschen, an so genannten neuropathischen Schmerzen – meist chronischen Schmerzen, deren Ursachen im zentralen oder peripheren Nervensystem zu finden sind. Etwa 20 Prozent aller Patienten, die in Deutschland wegen Schmerzen eine schmerztherapeutische Spezialeinrichtung aufsuchen, leiden an ungenügend behandelten neuropathischen Schmerzen. Der Deutsche Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz (DFNS) konnte sich eine weitere dreijährige Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sichern. Der Verbund, in dem sich Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Mannheim maßgeblich engagieren, wird damit bereits in der dritten Förderperiode unterstützt. Mit der Anschlussförderung festigt das deutschlandweite Netzwerk seine Vorreiterrolle in der Erforschung neuropathischer Schmerzen.
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+++ Neuartiger Schirmverschluss schützt vor Schlaganfall bei Vorhofflimmern +++
MHH-Kardiologen bieten als einzige Klinik in der Region Hannover eine Alternative zur langfristigen Therapie mit Blutgerinnungsmitteln an
Patienten mit Vorhofflimmern und erhöhtem Risiko für einen Schlaganfall wurden bislang langfristig mit Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung behandelt wie zum Beispiel Marcumar®. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung im Erwachsenenalter und seine Verbreitung wird mit steigender Lebenserwartung der Bevölkerung weiter zunehmen. Allerdings haben die eingesetzten Medikamente zur Blutverdünnung erhebliche Nebenwirkungen, von Blutungskomplikationen bis zur Notwendigkeit engmaschiger Blutwertkontrollen beim Hausarzt. Die Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bietet seit fünf Monaten eine neue Behandlungsmethode an. >>>
+++ Charité beruft zwei Frauen auf wichtige Professuren +++
Nachfolgerinnen für Augenklinik und Kinderchirurgie gefunden
Berlin, 16. Oktober 2009. Der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, zwei renommierte Medizinerinnen nach Berlin zu holen. Prof. Karin Rothe wird als Direktorin in der Nachfolge des ehemaligen Dekans Prof. Harald Mau die Klinik für Kinderchirurgie übernehmen und Prof. Antonia Joussen führt künftig die Augenklinik der Charité als Nachfolgerin von Prof. Michael Förster. »Damit hat die Charité ihre bundesweite Spitzenstellung bei der Berufung weiblicher Wissenschaftler weiter ausgebaut«, erklärt Prof. Ulrich Frei, der Ärztliche Direktor der Charité. »Fast zehn Prozent der Inhaber einer C 4/W 3-Professur - der höchstdotierten Stellen - sind jetzt Frauen.« Bundesweit liegt der Schnitt in den medizinischen Fakultäten bei 6,2 Prozent. >>>
 Prof. Dr. Helmut Drexler | +++ Die MHH trauert um Professor Dr. Helmut Drexler +++ Der Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie verstarb am Wochenende 15. September 2009 - Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) trauert um Professor Dr. Helmut Drexler. Der Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie verstarb unerwartet am vergangenen Wochenende im Alter von 58 Jahren. „Wir sind bestürzt und traurig. Mit ihm verlieren wir ein Vorbild als Arzt, Forscher, Hochschullehrer – und Mensch“, sagt Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, Präsident der MHH. „Professor Drexler stellte an sich und seine Mitarbeiter höchste Ansprüche in der Spitzenmedizin und -forschung. Trotz aller großartigen Erfolge rückte er nicht sich, sondern stets seine Arbeit in den Mittelpunkt. Er hat in den 13 Jahren seiner Leitung die Klinik für Kardiologie und Angiologie und seine Mannschaft zu einer geschlossenen, leistungsstarken und kooperationsfähigen Einheit innerhalb des Zentrums für Innere Medizin geformt, die zu den Kronjuwelen der MHH gehört. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.“ >>> - |
+++ Weniger Strahlen, besserer Durchblick +++
Charité-Studie: Neue CT-Geräte können Herzkatheter ersetzen
Berlin, 09.09.2009 - Bald könnte es eine Alternative zur Herzkatheter-Untersuchung geben: Eine Studie des Instituts für Radiologie am Campus Mitte der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat gezeigt, dass moderne Computertomographie-Geräte (CT) für die Diagnose von Verengungen der Herzkranzarterien ebenso geeignet sind. Für viele Patienten ist das eine gute Nachricht, denn die herkömmliche Untersuchung, bei der ein dünner Schlauch durch eine Arterie von der Leiste bis in Herz geschoben wird, erzeugt oft beträchtliches Unbehagen. Die Studie wird in der aktuellen Ausgabe der US-Fachzeitschrift Circulation* vorgestellt. "Wir haben festgestellt, dass sich behandlungsbedürftige Verengungen im CT ähnlich exakt erkennen lassen, wie mit dem Herzkatheter", resümiert Studienkoordinator Privatdozent Dr. Marc Dewey. Diese Verengungen, auch als koronare Herzkrankheit bekannt, sind in Amerika und Mitteleuropa die Todesursache Nummer eins. >>>
+++ MHH setzt auf bürgerschaftliches Engagement +++
Die im Mai gegründete Förderstiftung MHHplus hat ihre Arbeit aufgenommen / Professor Dr. Christian Pfeiffer zum Vorsitzenden des Stiftzungsrates gewählt
Um gezielter Geld einwerben zu können, hat die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) am 4. Mai 2009 die Förderstiftung MHHplus gegründet. „Eine Stiftung ist bestens dafür geeignet, bürgerschaftliches Engagement zu bündeln“, sagt Gründungsinitiator und MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann. Forschung, Lehre und Krankenversorgung stehen im Zentrum des Förderzweckes der Förderstiftung MHHplus. In der heutigen Zeit der knappen Kassen, sieht er in der Stiftungsgründung eine Möglichkeit, zusätzliche Mittel für die Hochschule einwerben zu können. In der konstituierenden Sitzung am 27. August 2009 haben die von den Gründungsmitgliedern vorgeschlagenen Stiftungsratsmitglieder offiziell ihr Amt aufgenommen und Professor Dr. Christian Pfeiffer zum Vorsitzenden des Stiftungsrates gewählt. Sein Stellvertreter ist Professor Dr. Siegfried Piepenbrock. >>>
+++ Molekularer Schalter für Herzschwäche entdeckt +++
Charité-Wissenschaftler beschreiben die Rolle des Proteins CTGF
Berlin, 26.08.2009 Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück Centrums für molekulare Medizin (MDC) in Berlin Buch haben die Funktion des Proteins Connective Tissue Growth Factor (CTGF) im Herzen aufgeklärt. Das Team um Privatdozent Dr. Cemil Özcelik und Dr. Anna Panek vom Experimental and Clinical Research Center konnte jetzt erstmals zeigen, dass dieses Molekül eine Art Schalthebel im Herzen ist. Es schützt zunächst vor Herzschwäche, begünstigt aber langfristig die Entstehung einer Herzinsuffizienz. Die Wissenschaftler berichten in der aktuellen Ausgabe des Online-Journals PLoS ONE* über ihre Untersuchungen. >>>
+++ Neue Ausbildungswege für Psychotherapeuten +++
Spezialisierung auf Verhaltenstherapien für Kinder und Jugendliche
Frankfurt/Main - Für Psychologen, Pädagogen und Sozialpädagogen, die sich auf dem Feld der Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen spezialisieren wollen, bietet die Verhaltenstherapie-Ambulanz des Instituts für Psychologie an der Goethe-Universität ab April 2010 zwei neue Möglichkeiten an. "Damit schließen wir eine Lücke im Bereich der Ausbildung von verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Kinder- und Jugendpsychotherapeuten im Rhein-Main-Gebiet und bauen gleichzeitig unsere Angebot in der Ausbildung von Psychotherapeuten, das seit 1993 besteht, weiter aus", erläutert die wissenschaftliche Geschäftsführerin der Verhaltenstherapie-Ambulanz, Dr. Regina Steil. >>>
+++ Behandlung des Bluthochdrucks ohne Medikamente? +++
Ausschaltung überaktiver Nierennerven mittels Hochfrequenzablation
’Hochdruck: Heilung in fünf Minuten’ titeln Fachzeitschriften und berichten darüber, dass bei bestimmten Patienten unterschiedliche blutdrucksenkende Medikamente nicht helfen, aber ein neues Verfahren möglicherweise Therapie der Wahl sein könnte. Wir haben erste Patienten mit dem Verfahren der sogenannten Hochfrequenzablation behandelt und möchten unsere Ergebnisse vorstellen“, erläutert Prof. Dr. Michael Böhm. Die Klinik für Innere Medizin III, Direktor Professor Dr. Böhm, wurde vor zwei Jahren zum Europäischen Exzellenzzentrum für Bluthochdruck gewählt und ist aktuell an einer internationalen Studie beteiligt: -Simplicity HTN-2 Study-. >>>
+++ Immunstimulans behebt das Versagen von Immunzellen +++ GM-CSF könnte schwerkranken Patienten mit Blutvergiftung helfen
Berlin, 04.08.2009 - Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten in einer Studie jetzt erstmals zeigen, dass das Immunstimulans GM-CSF ein Versagen von bestimmten Immunzellen bei Patienten mit einer schweren Blutvergiftung beseitigen kann. GM-CSF ist eine Substanz, welche das Immunsystem aktiviert und stärkt. Das Team um Prof. Hans-Dieter Volk und Dr. Christian Meisel vom Institut für Medizinische Immunologie, und Dr. Jörg Christian Schefold von der Medizinischen Klinik für Nephrologie und internistische Intensivmedizin, berichtet in der aktuellen Ausgabe des American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine*, wie ihnen dieser Wirkungsnachweis gelungen ist. >>>
+++ Computersystem verbessert Schmerzbehandlung bei Tumorpatienten +++
Kompetente Beratung zur Anwendung internationaler Therapie-Richtlinien erfolgreich getestet / Heidelberger Klinische Pharmakologen veröffentlichen in „Pain“
Heidelberg, 03.08. 2009 Die Schmerztherapie bei Tumorpatienten – in der Klinik oder ambulant – ist häufig mangelhaft. Am Universitätsklinikum Heidelberg ist jetzt der Einsatz eines neuartigen elektronischen Systems – kombiniert mit der Beratung durch einen erfahrenen Klinischen Pharmazeuten – erfolgreich erprobt worden. Die Behandlung der Patienten wies weniger Abweichungen von internationalen Leitlinien zur Schmerztherapie auf. Außerdem gaben die Patienten an, weniger Schmerzen zu haben. Die Ergebnisse der Studie sind in der Zeitschrift „Pain“ veröffentlicht. >>>
+++ Leberoperationen werden sicherer +++
Charité-Forscher präsentieren erste Erfolge des LiMAx-Tests
Berlin, 29.07.2009 - Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin können jetzt mit Hilfe des selbst entwickelten LiMAx-Tests, der die Leberfunktion exakt messen kann, ein Leberversagen vorhersagen. Die Arbeitsgruppe von Dr. Martin Stockmann, Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie am Campus Virchow-Klinikum beschreibt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Annals of Surgery wie ihnen dieser Erfolg gelungen ist. >>>
+++ Campus Benjamin Franklin bleibt Teil der Charité +++ FU-Präsident verkennt Bedeutung einer Berliner Universitätsmedizin
Berlin, 25.07.2009 - Der Campus Benjamin Franklin ist ein wichtiger Standort der Charité - Universitätsmedizin Berlin und kann nicht der Freien Universität zugeordnet werden. Das stellt der Vorstand des Berliner Universitätsklinikums heute anlässlich einer Äußerung des FU-Präsidenten Prof. Dieter Lenzen in der Berliner Zeitung klar. »Fünf Jahre nach dem Erhalt des Benjamin-Franklin-Klinikums durch den Wissenschaftsrat und der Fusion mit der Charité will Lenzen nun eine Rolle rückwärts machen und außerdem einen privaten Investor ins Boot holen«, fasst der Ärztliche Direktor Prof. Ulrich Frei zusammen. »Damit hat er Steglitz einen Bärendienst erwiesen.« Er verkenne vollständig die weit vorangeschrittene Integration und Abstimmung der vier Standorte der Charité und übersehe die strukturell bedingte Existenzgefährdung einer isolierten Universitätsmedizin im Südwesten. >>>
+++ Die Spinale Muskelatrophie +++ MHH-Neuroanatomen entdecken molekularen Mechanismus für die Regulation der Zellkernstruktur - Neue Perspektiven für die Erforschung der Spinalen Muskelatrophie bei Kindern / Veröffentlichung in "Proceedings of the National Academy of Sciences USA"
Sie fliegen durch den Zellkern wie Ufos: Körperchen im Zellkern. Professor Dr. Peter Claus und sein Team vom Institut für Neuroanatomie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der für die Stabilität dieser sehr beweglichen Strukturen verantwortlich ist. Diese Kernkörperchen sind bei Patienten mit der häufig tödlich verlaufenden Erkrankung spinale Muskelatrophie verändert. Diese Untersuchungen werfen ein neues Schlaglicht auf die Ursachen der Erkrankung. Die Ergebnisse hat jetzt die renommierte Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences USA" in ihrer Online-Ausgabe veröffentlicht (http://www.pnas.org/content/early/2009/07/16/0900122106.full.pdf+html). >>>
+++ Raucherberatung in der Rettungsstelle +++ Charité präsentiert Studienergebnisse zur Tabakentwöhnung
Ein Forscherteam der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat jetzt in einer von der Deutschen Krebshilfe e.V., Bonn, geförderten Studie die Wirksamkeit einer Tabakentwöhnung im Umfeld einer Rettungsstelle am Campus Charité Mitte überprüft. Kann man Raucher durch eine Kurzberatung oder ein motivierendes Interview vor Ort in Kombination mit zusätzlichen Beratungen per Telefon dazu bewegen, mit dem Rauchen aufzuhören? Das war die Ausgangsfrage einer klinischen Studie, die von Prof. Claudia Spies, Direktorin des CharitéCentrums für Anästhesiologie, OP-Management und Intensivmedizin, betreut wurde. Erste Ergebnisse präsentiert ihr Team in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Tobacco Control. >>>
+++ Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben +++
Simulierte Vireninfektion könnte Hautkrebs gezielt bekämpfen
Der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, gehört zu den gefährlichsten Tumorarten. Er bildet rasch Metastasen aus, die sich bis in die Lunge oder Leber ausbreiten können und dann nicht mehr heilbar sind. Ein Forscherteam unter der Leitung des LMU-Pharmazeuten Privatdozent Dr. Robert Besch hat nun ein Verfahren entwickelt, das die Krebszellen in die Apoptose treibt, also in den programmierten Zelltod. Dazu wird synthetische Erbinformation von Viren in die Krebszellen eingeschleust, die sich daraufhin selbst vernichten. Gleichzeitig aktiviert diese Behandlung das Immunsystem, das dann die Krebszellen erkennt und zusätzlich bekämpft. >>>
+++ Warum Magersüchtige an ihrem gestörten Essverhalten festhalten +++
Geringe Verhaltensflexibilität durch Veränderungen im Gehirn
Magersüchtige Patienten schränken ihre Nahrungszufuhr extrem ein und sind oft nicht in der Lage, ihr Verhalten zu ändern. Das kann zur lebensgefährlichen Abmagerung führen. Wissenschaftler am Universitätsklinikum Heidelberg haben mit Hilfe der Magnetresonanztomographie erstmals Vorgänge in den Gehirnzellen entdeckt, die das gestörte Essverhalten erklären. Die Arbeit der Heidelberger Universitätsklinik für Psychosomatik und Allgemeine Klinische Medizin (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Wolfgang Herzog) entstand in Kooperation mit der der Klinik für Allgemeinen Psychiatrie sowie der Abteilung Neuroradiologie. Die Ergebnisse der Studie sind in der renommierten Zeitschrift "American Journal of Psychiatry" im Juni 2009 veröffentlicht worden. >>>
+++ Therapie des Mundhöhlentumors verbessern +++
Hohe Auszeichnung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen aus Halle
Die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) geht in diesem Jahr nach Halle. Der Martin-Waßmund-Preis wurde gerade auf dem 59. Jahreskongress der Gesellschaft in Wien an Dr. Dr. Alexander Eckert (41) vergeben, welcher als Oberarzt an der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie (Direktor Professor Dr. Dr. Johannes Schubert) tätig ist. Geehrt wurde er für seine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet eines der bösartigsten Tumore beim Menschen, dem Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde diese Ehrung erstmals an einen Wissenschaftler aus den neuen Bundesländern verliehen. >>>
+++ Kolonkarzinom: Frühzeitig erkennen, ob ein Tumor streuen wird oder nicht +++
MDC-Forscher identifizieren genetischen Fingerabdruck für Metastasenbildung
Bei Dickdarmkrebs standen bisher nur einzelne Gene im Verdacht, die Bildung von Metastasen zu begünstigen. Forscher des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt jedoch 115 Gene identifiziert, die sowohl im Ursprungstumor als auch in dessen Metastasen verändert sind. Ihre Ergebnisse könnten in Zukunft helfen, Patienten mit aggressiven Tumoren früher zu erkennen (Gastroenterology 2009, doi:10.1053/ j.gastro. 2009.03.041). >>>
+++ Wie filtert das Gehirn Informationen? +++ Charité-Forscher erklärt Verarbeitung von Sinneseindrücken
Einem Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es jetzt gemeinsam mit Kollegen der Harvard University in Cambridge gelungen, einen zentralen Filter für Sinneseindrücke im Gehirn zu identifizieren. Er hebt wichtige Eindrücke hervor und sorgt dafür, dass man weniger wichtige Informationen vergisst oder gar nicht erst bewusst registriert. Ein kleines Nervengebiet im Hirnstamm, der sogenannte Nucleus raphe dorsalis, ist für diese wichtige Aufgabe zuständig, berichten die Forscher um Dr. Gabor Petzold von der Abteilung für Experimentelle Neurologie am Campus Charité Mitte in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature Neuroscience. >>>
+++ Freiburger Augenärzte starten weltweit einzigartige Studie +++
Abstoßung transplantierter Hornhäute vermeiden
Jährlich verpflanzen Augenärzte in Deutschland etwa 6.000 Hornhäute. Sie geben damit Menschen ihr Sehvermögen zurück. In knapp einem Fünftel der Fälle stößt jedoch der Körper des Patienten das Transplantat ab. Bluttests könnten zukünftig vorhersagen, wie das Auge auf eine Spenderhornhaut reagiert. Den Nutzen solcher Tests für die Hornhauttransplantation untersuchen Forscher der Universitäts-Augenklinik Freiburg jetzt in einer deutschlandweiten Studie. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) befürwortet dies insbesondere mit dem Ziel, Patienten dauerhaft ihr Augenlicht zu bewahren und ihnen weitere Operationen zu ersparen. >>>
+++ Neue Strahlensensibilitäts-Krankheit entdeckt +++ Effektivere Strategien im Kampf gegen Tumorerkrankungen möglich / MHH-Forscher veröffentlichen im American Journal of Human Genetics
Viele tausend Mal pro Tag bricht in unseren Körperzellen ein Chromosom - die Struktur, die Erbinformationen enthält. Verursacher sind Stoffwechselprozesse und radioaktiv strahlende Substanzen. Bei gesunden Menschen erkennt und repariert der Körper den Schaden innerhalb von 36 Stunden, aber bei Patienten mit Strahlensensibilitäts-Erkrankungen geschieht dies nur unvollständig. Neurologische Erkrankungen und Wachstumsverzögerungen, Immunschwäche und eine hohe Anfälligkeit für Krebs sind die Folgen. Mehrere dieser Krankheiten sind bereits von ihrer genetischen Ursache bis zur Ausprägung der Symptome aufgeklärt. >>>
+++ Europas erste Professur für Prävention und Versorgung des Diabetes +++
sanofi-aventis unterstützt mit Stiftungsprofessur den Ausbau des Forschungs- und Arbeitsschwerpunktes der Medizinischen Fakultät
Peter Schwarz ist Europas erster Professor für Prävention und Versorgung des Diabetes. Nach seiner Berufung zum 1. April dieses Jahres wurde er am 7. April feierlich in sein Amt eingeführt. Mit der neu eingerichteten Stiftungsprofessur kann die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden ihren Forschungsschwerpunkt zu Prävention und Therapie des Diabetes mellitus und des Metabolischen Syndroms weiter ausbauen. Der 38-Jährige Arzt und Wissenschaftler ist damit auch eng an die Arbeitsschwerpunkte des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden sowie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales angebunden, die sich intensiv für die innovative Behandlungsstrategien aber auch die Vermeidung des Diabetes mellitus engagieren. Ermöglicht hat die Professur das als Stifter auftretende Pharma-Unternehmen sanofi-aventis. >>>
+++ Hoffnung für Patienten mit Arteriosklerose +++
Experimentelle Radiologie der Berliner Charité entwickelt Gefäßkatheter, der die Narbenbildung in den Gefäßwänden unterdrückt.
Berlin, 30.März 2009. Sie ist Segen und Fluch zugleich: Jede Behandlung mit einem Ballonkatheter provoziert die Narbenbildung an der Gefäßinnenwand, weil durch das Dehnen des verstopften Gefäßrohres mikrofeine Verletzungen entstehen. Unangenehme Folge sind erneute Verengungen der Arterien, weitere Gefäßweitungen werden nötig...Ein Teufelskreis, den Prof. Ulrich Speck, Mitarbeiter einer Arbeitsgruppe der Berliner Radiologie nun durchbrochen hat. Der von ihm in Zusammenarbeit mit der Kardiologie und verschiedenen Firmen entwickelte Katheter ist mit einem speziellen Wirkstoff beschichtet, der die Narbenbildung verhindert. Das Gefäß bleibt dauerhaft offen. Bereits im Dezember erhielt die Arbeitsgruppe den Innovationspreis Berlin /Brandenburg. Jetzt wird der Katheter für den Markt zugelassen und künftig auch außerhalb klinischer Prüfungen für Patienten zum Einsatz kommen. >>>
+++ Mainzer Methode zur Lungenuntersuchung mit Helium-3 +++
in neues BMBF-Kompetenznetz aufgenommen.
(Mainz, 17. März 2009, lei) Asthma und die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) sind die häufigsten Erkrankungen unseres Atmungsorgans. Während Asthma meist schon im Kindesalter auftritt, sind von COPD in der Regel Erwachsene, meist langjährige Raucher, betroffen. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Universitätsmedizin werden künftig im Rahmen eines bundesweiten Kompetenznetzes eine noch junge, in Mainz entwickelte Methode zur Diagnose und Verlaufsbeobachtung der beiden Lungenkrankheiten mit Helium erforschen. >>>
+++ Charité sucht Pollenallergiker für Akupunktur-Studie +++
Berlin - Weshalb hilft Akupunktur bei Heuschnupfen?
Das wollen Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin zu Beginn der Allergiesaison in einer Studie herausfinden. Das Team um Prof. Stefan Willich und Privatdozent Dr. Benno Brinkhaus vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie am Campus Charité Mitte hat bereits in einer vorangegangenen Studie deutliche Hinweise erhalten, dass Akupunktur bei Heuschnupfen Beschwerden lindert. >>>
+++ Krebsmedikamente zum Einatmen +++
Neuer Therapieansatz bei Lungenkrebs
Saarbrücken/Stuttgart (ng) – Wissenschaftler in Saarbrücken und Stuttgart verfolgen einen neuen Therapieansatz bei Lungenkrebs: Sie entwickeln Substanzen zur Krebsbekämpfung, die eingeatmet werden können. So wollen sie ein Enzym in den Krebszellen hemmen, das den bösartigen Zellen uneingeschränktes Wachstum ermöglicht. Lungenkrebs ist eine der häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen und fordert unter allen Krebsarten die meisten Todesopfer. „Die Heilungschancen haben sich trotz verbesserter Operationstechniken, Strahlen- und Chemotherapie nicht grundlegend erhöht“, erklärt Professor Dr. Claus-Michael Lehr, Projektleiter an der Universität des Saarlandes. >>>
+++ Spezialstent soll die Aorta stabilisieren +++
MHH-Herzchirurgen testen neues Verfahren in internationaler Stable-Studie
Wenn die innerste von drei Wandschichten der Hauptschlagader reißt, sprechen Mediziner von einer Aortendissektion. Das Blut fließt in die Zwischenräume, die Organe werden nicht mehr ausreichend versorgt und die äußere, dünne Wandschicht der Aorta kann platzen: eine lebensgefährliche Situation, in der so schnell wie möglich operiert werden muss. In der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist jetzt dem fünften Patienten ein neuartiger Aortenstent, das "Zenith Dissection Endovascular System" der Firma Cook Medical, eingesetzt worden. >>>
+++ Therapieentscheidungen der Ärzte +++
Behandeln Ärztinnen herzkranke Patientinnen besser?
Zu überraschenden Ergebnissen kam eine aktuelle Studie der Klinik für Kardiologie des Uniklinikums Saarland. Die Studie umfasste 1.857 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und 829 behandelnde Ärzte. Untersucht wurden die Begleiterkrankungen, die Symptomatik der Herzinsuffizienz und die Therapieentscheidungen der Ärzte: Einfluss des Geschlechts des Patienten sowie des behandelnden Arztes auf die leitliniengetreue Therapie der chronischen Herzinsuffizienz. Magnus Baumhäkel MD, Ulrike Müller MD, Michael Böhm MD >>>
+++ Neue Therapie gegen Lungenentzündungen +++
Charité-Forscher finden Ersatz für Antibiotika
Berlin, 04. Februar 2009 Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben gemeinsam mit den Kollegen der Rockefeller University in New York erfolgreich eine neue Therapie gegen Lungenentzündungen getestet. Das Team um Dr. Martin Witzenrath und Professor Norbert Suttorp von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie berichtet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Critical Care Medicine*, dass es bei Mäusen erstmals gelungen sei, eine durch Pneumokokken hervorgerufene Lungenentzündung mit dem Enzym Cpl-1 zu heilen. >>>
+++ MHH-Personal kann krebskranke Kinder zukünftig auch zu Hause betreuen +++
Hörer helfen der MHH mit 300.000-Euro-Spende
Bärbel Dütemeyer, Vorsitzende des Vereins für krebskranke Kinder Hannover e.V., hat heute in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) einen Scheck in Höhe von 300.000 Euro entgegen nehmen können. Das Geld stammt von Radio ffn-Hörern, die es im Rahmen der Aktion "Hörer helfen Kindern" am 24. November 2008 gespendet hatten. Die Summe hatte ffn-Morgenmän Franky bei der Spendengala im ZDF am 6. Dezember 2008 an die Bild-Aktion "Ein Herz für Kinder"überreicht - zweckgebunden für das Palliativprojekt des Vereins. >>>
+++ Weltweit erster Einsatz eines Schlaganfall-Rettungswagens +++
Mobile Stroke Unit) zur Vor Ort- Behandlung des Schlaganfalles (Prähospital-Lyse)
Auftaktveranstaltung zur Pilotstudie am 22. Januar 2009 um 11.00 Uhr im Hörsaal der Klinik für Neurologie, Gebäude 90 des Universitätsklinikums des Saarlandes in 66421 Homburg. Die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) hat seit 17. November 2008 einen Schlaganfalls-Rettungswagen (Mobile Stroke Unit) im Einsatz. Diese weltweit einzigartige Mobile Stroke Unit beherbergt einen Computertomographen und Laborgeräte, die für die Diagnostik des Schlaganfalls unentbehrlich sind. Per Telemedizin können die Bilddaten in die Klinik gesandt werden, um ggf. weitere Expertise einholen zu können.Das Besondere: Patienten verlieren keine Zeit für den Transport in die Klinik, da bereits vor Ort eine Diagnose gestellt und dann auch eine Behandlung eingeleitet werden kann. Es gilt: Je schneller die Behandlung, desto geringer der Hirnschaden („time is brain“!). >>>
+++ Neue Erkenntnisse in der Schmerztherapie +++
Körpereigene Opioide helfen bei Nervenschmerzen
Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass körpereigene Schmerzmittel, so genannte Opioide, die von Leukozyten produziert werden können, auch bei neuropathischen Schmerzen helfen. Das Team um Prof. Halina Machelska von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Campus Benjamin Franklin berichtet in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Clinical Investigation*, dass die eigentlich für die Immunabwehr zuständigen weißen Blutkörperchen bei Mäusen durch Stimulation Opioide freisetzen und so Schmerzen in hochempfindlichen Nervenverletzungen lindern können. >>>
+++ Hybrid-OP am Münchner Uniklinikum verringert Risiko bei Herz-Operationen +++
Zusammenarbeit von Herzchirurgie, Kardiologie, Anästhesie und Radiologie ermöglicht Herzklappenoperation am schlagenden Herzen
Bisher mussten sich Patienten mit verengter Aortenklappe immer einer offenen Herzoperation unter Zuhilfenahme der Herz-Lungen-Maschine unterziehen. Besonders für ältere Patienten barg diese Methode, bei der der gesamte Brustraum geöffnet werden musste, um die neue Herzklappe einzusetzen, viele Risiken. Der neu eingerichtete Hybrid-OP-Saal im Münchner Uniklinikum, Campus Großhadern, kann jetzt die möglichen Komplikationen einer solchen Operation auf ein Minimum reduzieren: Dank enger Zusammenarbeit von Herzchirurgie, Kardiologie, Anästhesie und Radiologie kann der Eingriff über einen kleinen Schnitt in die Brust am schlagenden Herzen vollzogen werden. Hierbei verspricht die Kooperation der verschiedenen Spezialisten eine fachlich breit gefächerte, und damit allumfassende Therapie. >>>
+++ Medizin zum Hören – MHH bietet jetzt Podcasts an +++
Weitere Angebote für interessierte Laien / Kostenlose Audio-Beiträge zum Abrufen über das Internet - Das Herz aus der Retorte, Infos rund ums Thema Transplantationen, Zahnimplantate der Zukunft
Die Podcasts können über die Website der MHH www.mh-hannover.de kostenlos gehört, aber auch auf mp3-Player geladen werden. Produziert werden die Audio-Beiträge von Company Voice, einem Tochterunternehmen von Hit-Radio Antenne Niedersachsen. Company Voice ist spezialisiert auf die Erstellung von Audio-Inhalten für Unternehmen. Podcasts sind Audio-Inhalte, die über Webseiten zur Verfügung gestellt werden und die die Nutzer kostenfrei abonnieren können. Die Beiträge sind über PC oder einen mobilen mp3-Player zu hören. >>>
+++ Stress geht unter die Haut +++
Psychische Belastung fördert Überreaktion des Immunsystems
Stress aktiviert Immunzellen in der Haut, haben Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin jetzt herausgefunden. Diese aktivierten Immunzellen können anschließend Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Neurodermitis auslösen oder verstärken. Wissenschaftlern der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik am Campus Virchow-Klinikum ist es nun gelungen, diese Reaktion des Immunsystems genauer zu verstehen. Mit ihren Ergebnissen wollen die Forscher um Prof. Petra Arck dazu beitragen, die Leiden Betroffener gezielter zu behandeln. Details ihrer Arbeit präsentieren sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift »The American Journal of Pathology.« >>>
+++ Auszeichnung für neue Erkenntnisse auf dem Gebiet „Trockenes Auge“ +++
Gleich zwei Preise für seine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet „Trockenes Auge“ erhält Dr. Lars Bräuer.
Der Wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der halleschen Medizinischen Fakultät wird mit dem Sicca-Förderpreis 2008 des Bundesverbandes der Augenärzte Deutschlands (dotiert mit 4000 Euro) sowie mit dem Forschungspreis der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft ausgezeichnet. Eine weitere gute Nachricht erhielt er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Diese unterstützt seine Forschungen mit einer Summe von etwa 107.000 Euro. Das so genannte „trockene Auge“ ist eine der häufigsten Augenerkrankungen, deren Häufigkeit mit dem Alter zunimmt und durch die Verminderung der Tränenmenge beziehungsweise durch Veränderungen deren Zusammensetzung hervorgerufen wird. >>>
+++ Kranke Kinder brauchen Spezialisten +++
Uni-Klinik Bonn richtet Kinderchirurgie ein
Die beiden neuen Kinderchirurgen an der Bonner Universitätsklinik für Chirurgie sind Dr. Haitham Bachour und Dr. Andreas Heydweiller. Neben dem gesamten Spektrum der Kinderchirurgie sind die Neugeborenenchirurgie, Operationen im Genital- und Harnbereich sowie minimal invasive Eingriffe und Trichterbrustoperationen einige ihrer bisherigen Schwerpunkte. Beide haben bereits im Rahmen eines Kooperationsvertrages in den vergangenen Jahren am Universitätsklinikum Bonn operiert. "Wir sind daher bestens mit unseren neuen Kollegen eingespielt und ergänzen uns hervorragend", sind sie sich einig. Bachour und Heydweiller waren bisher an der Asklepios-Kinderklinik in St. Augustin tätig. >>>
+++ Neuer Angst-Produzent im Gehirn gefunden +++
Charité-Forscher klären Rolle des Dopamins
In Stress-Situationen reagieren Menschen oft völlig unterschiedlich. Manche geraten in Panik, andere werden ganz ruhig. Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt herausgefunden, weshalb das so ist. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature Neuroscience erklärt das Team um Prof. Dr. Andreas Heinz und Dr. Thorsten Kienast, Leiter der Arbeitsgruppe biologische Suchtforschung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte, dass die Fähigkeit, den Botenstoff Dopamin im Gehirn zu speichern, nicht bei allen Menschen gleich ausgeprägt ist. >>>
+++ Erstes Kind in Deutschland hat mitwachsende Herzklappe erhalten+++
Professor Haverich wendet das für den Deutschen Zukunftspreis nominierte Verfahren bei Vierjährigem an
Professor Dr. med. Dr. h.c. Axel Haverich, Herzchirurg der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat erstmals in Deutschland einem Kind eine mitwachsende biologische Herzklappe implantiert. „Die Operation ist hervorragend verlaufen, der kleine Patient ist putzmunter“, betonte Professor Haverich am 15. Oktober bei einer Pressekonferenz in der MHH. Der Direktor der MHH-Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, hatte den vierjährigen, in der Nähe von Stuttgart wohnenden David gemeinsam mit einem Chirurgenteam seiner Klinik und dem behandelnden Arzt, Professor Dr. med. Joachim Gerd Rein, Ärztlicher Direktor der Sana Herzchirurgischen Klinik Stuttgart, vor fünf Wochen in der MHH operiert. >>>
+++ Ein Molekül im Rückwärtsgang +++
Wissenschaftler der Charité verfolgen Reparaturen in der Zelle
Berlin, 18.08.08. Forschern der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es erstmals gelungen, einen Vorgang, der sich auf winzigem Raum im Zellinneren abspielt, am Computer zu verfolgen. Die Gruppe unter Führung von Prof. Christian Spahn vom Institut für medizinische Physik und Biophysik am Campus Charité Mitte bannte die Arbeit des so genannten Elongationsfaktors LepA aufs Bild. In einem gestern vorab online veröffentlichten Artikel der Zeitschrift Nature Structural & Molecular Biology schildern die Wissenschaftler, wie ihnen mit Hilfe eines Elektronenmikroskops der Blick auf eine komplexe, zelluläre Maschine gelang. >>>
+++ Minimal-invasive Speiseröhrenoperation bei Frühgeborenem +++
Tübinger Kinderärzten gelingt minimal-invasive Speiseröhrenoperation bei Frühgeborenem
Am Universitätsklinikum Tübingen werden Neugeborene mit Erkrankungen der Speiseröhre schon seit geraumer Zeit routinemäßig minimal-invasiv operiert. Die erfolgreiche Operation bei einem Frühgeborenen ist bis dato weltweit noch nicht beschrieben worden. Der Eingriff ist kompliziert, weil Frühchen sehr klein und ihre Organe noch unreif sind. Am 23. Juni gelang dem Team um Prof. Dr. Jörg Fuchs diese Operation erstmals bei einem Frühgeborenen. Der Fall zeigt, dass auch sehr kleine Säuglinge von den Vorteilen dieses Vorgehens profitieren können. >>>
+++ Parodontitis - Gefahr für Herz und Hirn +++
Neue Forschergruppe sucht unter anderem nach dem Link zwischen Parodontitis, Herzinfarkt und Schlaganfall
Erkrankungen des Zahnhalteapparats wie die so genannte Parodontitis können auf Dauer lebensgefährliche Folgen haben: Die oft chronischen Entzündungen von Zahnfleisch und Kiefer erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall beträchtlich. Die Ursachen dafür sind noch weitgehend ungeklärt. Eine neue klinische Forschergruppe unter Federführung der Universität Bonn will diese Wissenslücke schließen. Die Wissenschaftler bearbeiten darin auch die Frage, wodurch parodontale Erkrankungen entstehen und wie sie bekämpft werden können. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Universität Bonn fördern das Projekt zunächst für drei Jahre mit rund 3 Millionen Euro. Es ist deutschlandweit die erste und einzige Klinische Forschergruppe in der Zahnmedizin. >>>
+++ Übernahme der ALPHA-Klinik durch die ATOS Praxisklinik Heidelberg +++
Die Entscheidung über die künftige Entwicklung der Münchner ALPHA-Klinik ist gefallen.
Die ATOS Praxisklinik Heidelberg übernimmt den kompletten Klinikbetrieb mitsamt der bestehenden Arbeitsverhältnisse. Schwerpunkt der in diesem Zuge neu gegründeten ATOS Privatklinik bleibt die Spezialisierung auf die Orthopädie, allerdings mit einem erweiterten Leistungsangebot. Neben Knie, Wirbelsäule und Schulter werden künftig auch Operationen im Bereich Hüfte, Sprunggelenk und Fuß durchgeführt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Behandlung von Früharthrosen und dem Einsatz minimal-invasiver Techniken. Geplant ist die Bettenzahl von derzeit 18 auf künftig 48 Betten zu erhöhen. Zusätzlich werden wie bisher ambulante Operationen vorgenommen. Die Leitung der Münchner ATOS Privatklinik übernehmen Viktor Wohlmannstetter als Kaufmännischer Geschäftsführer und Professor Peter Habermeyer als Ärztlicher Geschäftsführer. >>>
+++ Geschlechtsunterschiede beim Placeboeffekt +++
Männer sind suggestibel und Frauen sind konditionierbar!
Aktuelle Forschungen zur Placebo-Forschung von Wissenschaftlern am Tübinger Uniklinikum ergeben: Frauen reagieren auf ihre Umwelt eher aus dem bisherigen Erfahrungsschatz heraus, Männer lassen sich eher durch Suggestion beeinflussen. Prof. Paul Enck von der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen: "Wir konnten in zwei Experimenten zeigen, dass eine in einem Drehstuhl induzierte Übelkeit (Bewegungs-Krankheit = motion sickness) durch Suggestionen verstärkt werden kann, aber auch durch Konditionierung erlernt werden kann. Auffallend war, dass die Suggestionen vor allem auf die Männer wirkte, während die Frauen stärker im Konditionierungsexperiment reagierten." Die Ergebnisse sind aktuell veröffentlicht in einem Review der renommierten medizinischen Fachzeitschrift NEURON 2008 (P. Enck, F. Benedetti, P. Schedlowski: New Insights into the Placebo and Nocebo Response). >>>
+++ Weltweit erste Transplantation kompletter Arme im Klinikum rechts der Isar +++
München - Am 25./26. Juli wurde am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München nach mehrjähriger Vorarbeit die weltweit erste Transplantation kompletter Arme durchgeführt. Dem Patienten geht es den Umständen entsprechend gut. Die Federführung für den Eingriff lag bei der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie (Direktor Prof. Hans-Günther Machens). Die Operation, an der ein rund 40köpfiges Team beteiligt war, stand unter der Leitung von PD Dr. Christoph Höhnke (Leiter des Transplantationsteams, Oberarzt der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie) und Prof. Edgar Biemer (ehemaliger Vorstand der Abteilung für Plastische Chirurgie). >>>
+++ Leiden lindern: MHH eröffnet Palliativstation +++
Kunstkonzept für Station mit sieben Einzelzimmern / Platz für Angehörige
Frische Farben und viel Kunst – so zeigt sich die neue Palliativstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Seit dem 28. Juli 2008 stehen auf Station 60 sieben Einzelzimmer für unheilbar kranke Menschen zur Verfügung. „Hier wird ein multi-professionelles Team den Aufenthalt der unheilbar kranken Patienten so schmerzfrei und angenehm wie möglich gestalten“, sagt Dr. Andreas Tecklenburg, als MHH-Vizepräsident zuständig für das Ressort Krankenversorgung. Organisatorisch ist die Station dem MHH-Tumorzentrum zugeordnet. Es ist an die Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation angebunden. Professor Dr. Arnold Ganser, Direktor dieser Klinik, hatte im Jahr 2002 als Mitglied des Klinischen Ethik-Komitees die Idee vorangetrieben, eine Palliativstation an der MHH aufzubauen. „Ein Traum wird wahr. Jetzt sind wir in der Lage, den Bedürfnissen unserer Patienten in jeder Phase ihrer Erkrankung gerecht zu werden“, betont Professor Ganser. >>>
+++ Wettlauf um Herz, Leistung und Leben +++
Notfallambulanz für Patienten mit akuten Herzbeschwerden
Alarmsignal Brustschmerzen: Dieses Symptom kann auf einen Herzinfarkt hindeuten - jede Minute zählt. Rasche und kompetente Hilfe findet der Betroffene am Universitätsklinikum Bonn. Die Medizinische Klinik II hat auf dem Venusberg eine spezielle Notfallambulanz für Patienten mit akuten Herzbeschwerden eingerichtet, eine so genannte Chest Pain Unit. Denn jeder Zeitverlust kann mit der lebensbedrohlichen Zerstörung von Herzmuskelgewebe und einer verminderten Herzleistung einhergehen. Auch wenn der Patient überlebt, drohen hohe Einbußen an Lebensqualität. >>>
+++ Neues Therapieverfahren beim Brustkrebs: +++
Schonende Intrabeam-Bestrahlung schon während der Operation - Universitätsklinikum des Saarlandes beteiligt sich an internationaler Studie
Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebsart und jede 10. Frau erkrankt am Mamma-Karzinom vor dem 70. Lebensjahr. Zur Zeit erkranken ca. 50.000 Frauen pro Jahr neu am Brustkrebs. Bei der interdisziplinären Behandlung des Brustkrebses (Mammakarzinom) wurde im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg ein neues Therapieverfahren zur so genannten Teilbrustbestrahlung etabliert. Dieser Ansatz wird in Homburg im Rahmen einer großen internationalen Studie (TARGIT - TARGETED INTRA-OPERATIVE RADIATION THERAPY) verfolgt. Das UKS in Homburg kooperiert eng mit Professor Dr. Michael Baum aus London, wo sich der Sitz der europäischen Studienleitung befindet. Insgesamt sind in Deutschland 11 Zentren an der Studie beteiligt. >>>
+++ Wann Plattenepithelkarzinome metastasieren +++
Risikofaktoren identifiziert
Plattenepithelkarzinome haben ein hohes Potenzial, Metastasen zu bilden. Welche Risikofaktoren dazu beitragen, konnten Forscher nun identifizieren. Kay Brantsch und Kollegen von der Universität Tübingen werteten die Daten von 615 Patienten aus, die sich zwischen 1990 und 2001 eine Operation wegen eines Plattenepithelkarzinoms unterzogen hatten (The Lancet Oncology Early Online Publication, 9 July 2008). Das Alter der Betroffenen lag zwischen 27 und 98 Jahren. >>>
+++ Universitätsklinikum Düsseldorf +++
Neue Kinderchirurgin Prof. Dr. Karin Rothe
Prof. Dr. Karin Rothe ist seit Mai diesen Jahres neue Leiterin des Funktionsbereichs Kinderchirurgie in der Klinik für Allgemein-, Viszeral – und Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Mit der Berufung von Professor Rothe hat das Klinikum eine wichtige Spezialdisziplin der Kinder- und Jugendmedizin und der Chirurgie wieder besetzt. Rothes Vorgänger hatte seine Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen. Die Kinderchirugie ist organisatorisch eingebunden in das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Sie betreut Kinder vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen bei allen Erkrankungen, die einen operativen Eingriff notwendig machen. >>>
+++ Medizinische Fakultät ehrt namhaften Zirbeldrüsenforscher +++
und verdienstvollen Berater nach der politischen Wende mit der Ehrenpromotion.
Professor Lutz Vollrath (Mainz) wird mit Festakt am Freitag, 27. Juni 2008, geehrt
Der Mediziner gilt als international anerkannter Neuroendokrinologe. Speziell auf den Gebieten der Zirbeldrüsenforschung und Chronobiologie hat er besondere Verdienste erworben. Gleichzeitig würdigt die Fakultät die Verdienste Professor Vollraths während der Neuausrichtung des Halleschen Institutes für Anatomie und Zellbiologie nach der politischen Wende. Die Festveranstaltung findet um 12 Uhr in der Aula der Martin-Luther-Universität im Löwengebäude, Universitätsplatz 10, statt. Die Ehrung nehmen der Rektor der Universität, Professor Dr. Wulf Diepenbrock, und der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Stephan Zierz, vor. >>>
+++ Schön Kliniken und DePuy Orthopädie GmbH intensivieren langjährige Kooperation +++
Der Grundsatz der Sicherstellung bestmöglicher Qualität der medizinischen Dienstleistung am Patienten behält auch in der zukünftigen Kooperation beider Unternehmen höchste Priorität. >>>
+++ Durchbruch beim Verständnis der Immum-Therapie bei Tumoren +++
Immunsystem versetzt Tumorzellen in Schlaf anstatt sie zu vernichten
Aktuell veröffentlicht in Cancer Cell am 10. Juni 2008 - Forscher der Universitäts-Hautklinik Tübingen und des Comprehensive Cancer Centers haben ein gänzlich neues Prinzip der Tumor-Immun-Therapie entdeckt. Bisher ging man davon aus, dass die Immunantwort des Körpers Tumorzellen auf verschiedene Weise töten kann. Diese Erklärung hat jedoch zahlreiche Fragen aufgeworfen. So ist bis heute unverstanden, warum Tumorzellen oft Jahre und Jahrzehnte schlummern und dann plötzlich erwachen können. Die neuen Daten sind ein wissenschaftlicher Durchbruch zum Verständnis des großen Rätsels der „Tumor dormancy“, dem offensichtlich jahrelangen Schlummern von bösartigen Zellen im Gewebe. >>>
+++ Sonderforschungsbereich zu Herzerkrankung weiter gefördert! +++
Der von der Deutschen Forschunggemeinschaft (DFG) eingerichtete Sonderforschungsbereich (SFB) Transregio 19 "Inflammatorische Kardiomyopathie - Molekulare Pathogenese und Therapie“ wird für weitere 4 Jahre verlängert und mit insgesamt 10 Millionen Euro gefördert. Neu ist die Beteiligung der Kardiologie des Universitätsklinikums Tübingen, die bisher nicht vertreten war. Wissenschaftler aus Berlin, Greifswald und Tübingen arbeiten seit 2004 gemeinsam an der Erforschung der entzündlichen Herzmuskelerkrankung, an der mindestens 500.000 Patienten in Deutschland leiden. Prof. Meinrad Gawaz, Ärztlicher Direktor der Kardiologie am Uniklinikum Tübingen: „Infolge der großen klinischen Relevanz dieses Krankheitsbildes besteht großer Handlungsbedarf zur Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren.“ Jüngsten Studien zufolge stellt die DCM neben der koronaren Herzkrankheit die häufigste Ursache einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) dar. >>>
+++ Doppelt so viele Heilungen bei Pankreaskarzinom +++
Charité-Forscher präsentieren Studien in den USA
Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben auf dem weltgrößten Kongress für Onkologie in Chicago (ASCO) zum ersten Mal die Ergebnisse zweier Studien zum Tumor der Bauchspeicheldrüse vorgestellt. Dieser gehört zu den tödlichsten Krebsarten. Selbst nach erfolgreicher Operation sterben derzeit neun von zehn Patienten innerhalb von fünf Jahren an einem Rückfall. >>>
+++ Charité erforscht gefährliche Herzmuskelerkrankung +++
Sonderforschungsbereich bis 2012 verlängert
Die Charité - Universitätsmedizin Berlin kann ihre Forschungen zur Herzmuskelentzündung weitere vier Jahre fortsetzen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat jetzt entschieden, dass der deutschlandweit einzige Sonderforschungsbereich, der sich mit kardiologischen Fragestellungen beschäftigt, verlängert wird. Sechs Institutionen arbeiten hier zusammen; die Sprecherfunktion liegt bei der Charité. >>>
+++ Hirneigene Tumoren produzieren Glutamat +++
Glutamat verursacht Zelltod und führt zum Hirnödem bei malignen Gliomen
Das berichtet eine Arbeitsgruppe um Ilker Eyüpoglu der Neurochirurgischen Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg in der Zeitschrift Nature Medicine (doi:10.1038/ nm1772). Flüssigkeitsansammlungen in intaktem Körpergewebe, die von benachbarten, krankhaften Gewebeveränderungen verursacht sind, werden als perifokale Ödeme bezeichnet. Problematisch werden sie vor allem bei Hirntumoren. Dadurch kommt es unter anderem zu neurologischen Ausfällen. >>>
+++ Präventive Therapie schützt nach Schlaganfall +++
Antibiotika können Infektionsrisiko deutlich senken
Wissenschaftler des Centrums für Schlaganfallforschung der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben einen neuen Weg gefunden, um Schlaganfall-Patienten vor bakteriellen Lungenentzündungen und anderen Infektionen zu schützen. »Diese Lungenentzündungen sind kurz nach einem Schlaganfall die häufigste Todesursache«, erklärt Prof. Andreas Meisel, der Leiter der Studie. In der Online-Zeitschrift der Public Library of Science (PLoS ONE) beschreiben die Wissenschaftler, wie eine vorbeugende antibakterielle Therapie diese Lungenentzündungen verhindern kann. >>>
+++ Biobanken: EU-Studie soll Rechte der Spender klären +++
und europaweit einheitliche Standards vorbereiten
Achthunderttausend Euro für die Erforschung ethischer und rechtlicher Konsequenzen bei „Biobanken”. Europäische Kommission fördert europaweites Projekt unter Leitung der Abteilung Ethik und Geschichte an der UMG. >>>
+++ MHH eröffnet erweiterte Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie +++
Neue stationär-tagesklinische Behandlungseinheit kann 100 Patienten im Jahr zusätzlich versorgen
Der Umbau hat knapp sechs Monate gedauert, jetzt sind die neuen Räume im Haus F der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in Betrieb: 200 Patientinnen und Patienten im Jahr können die Mitarbeiter der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) nun betreuen – doppelt so viele wie bisher. >>>
+++ "Septomics" will Sterblichkeit, Häufigkeit und Behandlungskosten der Sepsis senken +++
Jenaer Wissenschaftler erhielten den Zuschlag für die Einrichtung eines Zentrums zur integrativen Sepsisforschung
Im Rahmen des Programms "Exzellenz schaffen - Talente sichern" fördert das Bundesforschungsministerium das neue Kompetenzzentrum mit 15 Millionen Euro. Entstehen soll eine weltweit einmalige interdisziplinäre Forschungseinrichtung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, an der die molekularbiologischen und klinischen Aspekte der Sepsis untersucht werden. Ziel ist die Entwicklung neuartiger Diagnose- und Therapieverfahren in einem integrativen Forschungsansatz. Das "Septomics" genannte Zentrum wird von Wissenschaftlern der Universität Jena, des Jenaer Universitätsklinikums und des Hans-Knöll-Instituts aufgebaut. Das Zentrum wird im nächsten Jahr seine Arbeit aufnehmen. >>>