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+++ MEDIZIN-TELEGRAMM +++

 UROLOGIE 

  

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Febuxostat können mit den folgenden Symptomen einhergehen: Hautreaktionen, die durch eine infiltrierte makulopapulöse Eruption charakterisiert sind, generalisierte oder exfoliative Ausschläge sowie Hautläsionen, Gesichtsödem, Fieber, hämatologische Anomalien wie Thrombozytopenie und Einzel- oder Multiorganbeteiligung (Leber und Nieren, einschließlich tubulo-interstitieller Nephritis).

+++ Neue Risikoinformation +++
Schwere Hypersensitivitätsreaktionen unter Adenuric® (Febuxostat)!
22. Mai 2012 – Febuxostat ist zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Hyperurikämie bei Erkrankungen, die bereits zu Urat- ablagerungen geführt haben. Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über schwere Hypersensitivitätsreaktionen unter Febuxostat, darunter auch Stevens-Johnson-Syndrom und akute anaphylaktische Reaktion bzw. Schock. Diese Reaktionen sind meist während des ersten Monats der Therapie aufgetreten.

Patienten, die mit Febuxostat behandelt werden, sollten über die Anzeichen und Symptome von schweren Hypersensitivitätsreaktionen aufgeklärt werden; bei deren Auftreten sollte die Therapie sofort beendet werden. Wenn unter Febuxostat Hypersensitivitätsreaktionen aufgetreten sind, darf eine Behandlung mit diesem Wirkstoff zu keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.  >>>   

 

In der offenen Studie in Lancet Oncology wurde die Therapie erfolgreich zur Behandlung des Prostatakarzinoms eingesetzt (2012; doi: 10.1016/S1470-2045(12)70121-3).

+++ Gezielte Therapie bei Prostatakrebs +++
Neue Therapie: Hochfokussierter Ultraschall (HIFU) reduziert Begleiterscheinungen wie Impotenz oder Inkontinenz.
London, 17. April 2012 – Ein neues Verfahren zur Behandlung von Prostatakrebs im Frühstadium dürfte deutlich weniger Nebenwirkungen haben als bisher eingesetzte Therapien. Eine in Lancet Oncology veröffentlichte Studie legt nahe, dass die gezielte Behandlung mit Ultraschall das Risiko von Impotenz und Inkontinenz verringern kann. An der Studie haben insgesamt 41 Patienten teilgenommen. Wissenschaftler des University College Hospital in London gehen davon aus, dass dieser Ansatz die Behandlung von Prostatakrebs verändern wird - vorausgesetzt, dass diese Forschungsergebnisse auch von größeren Studien bestätigt werden.
Bleibt die HIFU anders als die Lumpektomie beim Mammakarzinom, die eine Heilung anstrebt und dies in Kombination mit adjuvanter Chemotherapie und Bestrahlung in der Regel auch erreicht, für Patienten ein „palliativer“ Ansatz, denen aufgrund des hohen Alters und der geringen Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors nicht mehr zu einem kurativen Versuch geraten werden kann?  >>>  

  

„Für mich ist die Therapie insofern wichtig, als sie meine Lebensqualität erhält und nicht nur das Leben hinauszieht“, betont Jutta S., Brustkrebspatientin im fortgeschrittenen Stadium. „Ich kann mein Leben derzeit so gestalten, wie es mir gefällt. Das bedeutet für mich maximale Lebensqualität.“ Dieses Zitat verdeutlicht, wie entscheidend es für Patienten ist, die verbleibende Zeit genießen zu können.

+++ Leben! – trotz Krebs +++
Lebensperspektiven dank Angiogenesehemmung.
22. März 2012. „Kein Stein liegt mehr auf dem anderen. Es ist, als hätte ein Seelenbeben von uns Besitz genommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Ursula Goldmann-Posch, Gründerin und Vorstandsmitglied von mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V., ihre Empfindungen nach der Diagnose Krebs. Jahr für Jahr erleben allein in Deutschland fast eine halbe Million Menschen Ähnliches. Dank einer zielgerichteten Therapie hat Ursula Goldmann-Posch ihre schwere Erkrankung wie viele andere Betroffene überlebt. Maßgeblich ermöglicht werden diese Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten durch die Entwicklung neuer, zielgerichteter Medikamente, wie zum Beispiel Bevacizumab (Avastin®). Der Angiogenesehemmer, der sich gezielt gegen das Wachstum des Tumors richtet, hat die onkologische Therapie-landschaft in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderes Medikament verändert. Doch wie genau definiert sich der Nutzen der anti- angiogenen Therapie für den Patienten? Und welche Erwartungen kann und muss eine moderne Krebstherapie heute erfüllen? 
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Untersucht wurden die Behandlungsergebnisse nach Radikaloperation (16.697 Patienten, davon 1.381 mit robotergestützter OP), interstitieller Brachytherapie (insgesamt 22.479 Patienten, zum Teil mit zusätzlicher externer Bestrahlung und Antihormontherapie), alleiniger externer Bestrahlung (12.082 Patienten) oder anderen Verfahren (532 Patienten mit hochfokussiertem Ultraschall, 227 Patienten mit Kryotherapie).

+++ Lokale Therapie des Prostatakarzinoms +++
Metastudie zeigt: Strahlenbehandlung ist in allen Stadien hoch effektiv.
Berlin, 13. März 2012 – Die besten Behandlungsergebnisse beim lokalisierten Prostatakarzinom werden mit einer Strahlentherapie erreicht. Entweder als Brachytherapie oder als Kombination von Brachytherapie und externer Strahlentherapie. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer kürzlich im British Journal of Urology International (BJUI) publizierten, systematischen Analyse von mehr als 52.000 Erkrankungsfällen hin. Professor Dr. med. Jürgen Dunst, Präsident der DEGRO und Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität zu Lübeck, betont: „Operation und Strahlentherapie gelten als gleichwertig. Bisher gibt es jedoch keine randomisierten Studien mit einem direkten Vergleich der Verfahren.“ Daher begrüßt der Strahlentherapeut aus Lübeck die jüngst veröffentlichten Ergebnisse einer internationalen Gruppe um den Prostataexperten Peter Grimm, Seattle. Alle in der Fachliteratur veröffentlichten Behandlungsergebnisse der letzten Jahre (2000 bis 2010) wurden in dieser „Metastudie“ systematisch analysiert.  >>>   

 

Metastasiert ein Prostatakarzinom, verliert die konventionelle antihormonelle Therapie häufig im Laufe der Zeit ihre Wirksamkeit. Da die Tumorzellen auch in diesem - vermeintlich hormonrefaktären - Stadium hormonabhangig bleiben können, es wird heute metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom.

+++ mCRPC +++
Signifikante Lebensverlängerung und Palliation des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms unter Abirateron

12. März 2012 – Das Prostatakarzinom ist in Deutschland mit etwa 58.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Bekanntermassen sprechen Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom initial in den meisten Fällen sehr gut auf eine hormonablative Therapie an. Nach durchschnittlich 18 Monaten kommt es jedoch zu einer erneuten Progredienz der Erkrankung.

Aktuelle Daten, die beim diesjährigen Deutschen Krebskongress (DKK) vorgestellt wurden, zeigen nicht nur eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens unter Abirateronacetat, (Zytiga®) sondern auch positive Effekte auf den Schmerz, das Frakturrisiko, die Fatigue und die Lebensqualität. Darüber hinaus wirkte sich Abirateronacetat günstig auf die Anzahl der zirkulierenden Tumorzellen aus, die möglicherweise ein neuer Marker für das Ansprechen der Therapie beim mCRPC werden könnten.  >>>   

 

Knochenmetastasen lösen oft akute skelettbezogene Komplikationen aus. Sie sind definiert als pathologische Frakturen, Rückenmarkskompressionen, Bestrahlungen und Operationen. SRE verursachen häufig heftige Schmerzen, und verringern die Mobilität der Patienten. Zudem beeinträchtigen sie die Lebensqualität, verlängern die stationäre Aufenthaltsdauer und belasten insgesamt das Gesundheitswesen stark.

+++ Prostatakarzinom und skelettbezogene Komplikationen +++
Mehr Lebensqualität trotz Knochenmetastasen: Denosumab verzögert SRE bei soliden Tumoren gegenüber Standardtherapie
5. Februar 2012 – Etwa 480.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Die Zahl der Neuerkrankungen, so schätzen Experten, werden bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Aufgrund des medizinischen Fortschritts können mittlerweile immer mehr Betroffene geheilt oder zumindest in einer stationären Phase gehalten werden. Bei vielen Patienten im fortgeschrittenen Stadium bilden sich sehr häufig Knochenmetastasen insbesondere, wenn es sich um ein Prostata- oder Mammakarzinom als Primärtumor handelt. Ossäre Metastasen können zu typischen skelettbezogenen Komplikationen (SRE) führen, die in der Regel mit starken Schmerzen und langen Klinikaufenthalten einhergehen. „Krebspatienten verdienen nicht nur die beste Chemotherapie, sondern auch die beste supportive Behandlung zur Prävention skelettaler Ereignisse und Aufrechthaltung einer hohen Lebensqualität“, so Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar, München.  >>>   

 

Prof. Dr. Kurt Miller

+++ Therapie mit Sunitinib +++
Ansprechrate ist ein entscheidendes Auswahlkriterium beim mRCC
30. Januar 2012 – Sunitinib ist Erstlinienstandard beim mRCC, als Therapiestandard bei GIST nach Imatinib-Versagen etabliert und wird in der Behandlung von pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET) eingesetzt. Mit Sunitinib wurde eine objektive Ansprechrate von 47 Prozent in einer Phase-III-Zulassungsstudie zur Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzell-karzinoms (mRCC) erreicht. Bei anderen Substanzen beträgt diese etwa 30 Prozent. Dass dies auch klinisch höchst relevant ist, unterstrich Professor Dr. Kurt Miller, Berlin, auf einer Pressekonferenz von Pfizer Oncology: „Für viele Patienten ist es sehr motivierend, eine Verkleinerung des Tumors zu sehen – also zu sehen, dass ein Medikament das tut, was es tun soll. Zudem können durch Metastasen hervorgerufene Beschwerden gelindert werden.“ Darüber hinaus weisen die aktuellen Daten darauf hin, dass beim mRCC zwischen dem Ansprechen eines zielgerichteten Medikaments und dem Gesamtüberleben ein Zusammenhang bestehen könnte. „Und eine Verlängerung des Überlebens ist letztlich das wichtigste Ziel in der heutigen mRCC-Therapie“, sagte der Urologe.  >>>  

 

Anticholinergika stellen heute einen Eckpfeiler in der Therapie der überaktiven Blase (OAB) dar. Unter ihnen nimmt Trospiumchlorid (TCL) eine Sonderstellung ein: Zum einen, weil es nicht durch die Blut-Hirn-Schranke gelangt und daher keine ZNS-Nebenwirkungen zu erwarten sind, zum anderen, weil es kaum Potenzial für Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gibt.

+++ OAB +++
Wirksame Therapie der überaktiven Blase mit Trospiumchlorid
10. Dezember 2011 – Über fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Harninkontinenz. Die Betroffenen sind in ihrer Lebensqualität oft stark eingeschränkt. Sie ziehen sich aus dem sozialen Umfeld zurück, weil häufig auftretender, starker, meist nicht zu beherrschender Harndrang (auch nachts), der oft auch mit ungewolltem Harnverlust einhergeht, ihre Bewegungsfreiheit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben limitiert. Leider meiden viele der Betroffenen aus falschem Schamgefühl heraus das Gespräch mit dem Arzt, obwohl es heute gute und vor allem auch wirksame Therapien gibt. Mit zunehmendem Alter vermehrt auftretende Harnblasenfunktionsstörungen (überaktive Blase) sind für die behandelnden Ärzte eine Herausforderung. Heute stehen jedoch wirksame Therapien zur Verfügung, wobei insbesondere die einmal tägliche Gabe der retardierten Form von Trospiumchlorid gerade bei älteren Patienten unübersehbare Vorteile hat.  >>>  

 

+++ Überaktive Blase +++
Die ständige Angst, es nicht mehr rechtzeitig zu schaffen
, führt vor allem bei älteren Menschen zu eingeschränkter Mobilität und zum Verlust sozialer Kontakte.
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – In Deutschland leiden etwa sechs bis acht Millionen Menschen über 40 Jahre an einer überaktiven Blase. Die OAB manifestiert sich meistens in einem schleichenden Prozess. Viele akzeptieren die anfangs noch nicht allzu sehr ausgeprägten OAB-Symptome als normale Begleiterscheinung des Alterns. Zum Arzt gehen die Patienten oft erst, wenn der Harndrang gar nicht mehr kontrolliert werden kann. Der Drang, unbedingt und sofort auf die Toilette zu müssen, erzeugt einen immensen Leidensdruck.

Da die Erkrankung sowohl bei Ärzten als auch bei den Patienten und Angehörigen immer noch ein Tabu ist und nur selten thematisiert wird, erhält nur jeder vierte Betroffenen eine angemessenen Behandlung. Dabei stehen mittlerweile eine Reihe therapeutische Optionen zur Verfügung. Als Standart-therapie gelten Antimuskarinika wie zum Beispiel Trospiumchlorid. Sie verhindern, dass sich der Blasenmuskel unwillkürlich zusammenzieht.  >>>

Univ. Prof. Helmut Madersbacher - Leiter der der Neuro-Urologischen Ambulanz am Landeskrankenhaus- Univ.-Kliniken Innsbruck

Prof. Helmut Madersbacher

  

The Lancet, Early Online Publication, 3 November 2011doi:10.1016/S0140-6736(11)61095-7

+++ Strahlentherapie bei Prostatakarzinom? +++
Kombinierte Androgendeprivationstherapie und Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs: Eine randomisierte Phase-3-Studie
London, 3. November 2011 – Warde und Kollegen berichten über die Ergebnisse einer randomisierten Phase-III-Studie zum Vergleich Androgen-deprivationstherapie allein mit Androgendeprivationstherapie plus Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs.

In einer geplanten Zwischenanalyse von mehr als 1200 Männern, verbesserte die Kombination der Behandlung das Überleben sowohl statistisch als auch klinisch signifikant. Die Autoren der Studie schlussfolgern, dass die Vorteile der kombinierten Therapie bei allen Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom diskutiert werden sollte.  >>>   

 

+++ Prostatakarzinom (PCa) +++
Neueste Studienergebnisse sprechen deutlich für den Einsatz des GnRH-Blockers Degarelix als First-Line-Therapie
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – Das Prostatakarzinom ist der zweithäufigste Tumor des Mannes nach dem 50. Lebensjahr. In Deutschland erkranken jährlich etwa 58.000 Männer an einem PCa, dies entspricht 25,4 Prozent der Tumorerkrankungen bei Männern und nimmt somit in der Uro-Onkologie einen hohen Stellenwert ein. Ein nicht unerheblicher Anteil der PCa´s ist ohne Krankheitszeichen und bleibt zu Lebzeiten unerkannt.

In neuesten Studienergebnissen zeigt Degarelix hinsichtlich klinischer Parameter und Lebensqualität deutliche Vorteile für Patienten. Laut einer IQUO- Register-Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit des GnRH-Blockers auch außerhalb von klinischen Studien in der täglichen Praxis belegt, resümierten führende Experten auf dem 63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie.  >>>  

Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden (Klinikdirektor: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth)

Prof. Manfred Wirth

 

Prof. Dr. med. Christian Doehn

Prof. Christian Doehn

+++ Kidney Kolleg Kompakt +++
Aktuelle Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC)
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – Bei mehr als 90 Prozent der Nierentumore handelt es sich um bösartige Erkrankungen. Der bei weitem häufigste bösartige Tumor der Niere ist dabei das Nierenzellkarzinom. In Deutschland ist das Nierenzellkarzinom die dritthäufigste bösartige Erkrankung des Urogenitaltrakts – mit einer steigenden Anzahl der Neuerkrankungen. Männer erkranken dabei etwa 2- bis 3-mal häufiger als Frauen. Der Tumor tritt meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Zu den wichtigsten allgemeinen Risikofaktoren für das Auftreten eines Nierenzellkarzinoms zählen  Übergewicht und Rauchen, sowie die familiäre Vorbelastung. Ein sehr hohes Risiko besteht für Patienten mit „von-Hippel-Lindau-Syndrom“, sowie für Patienten mit einer dialysepflichtigen chronisch eingeschränkten Nierenfunktion.

Bevacizumab plus Interferon alpha-2a (IFN) hat sich als hochwirksame und verträgliche First-Line-Therapie für Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen RCC bei niedrigem bis mittlerem Risiko bewährt.  >>>   

 

„Für Patienten, die die Standardtherapieformen wie beispielsweise Chemotherapie erschöpft haben, bietet Abirateronacetat eine neue, gut verträgliche Möglichkeit zur Behandlung dieser zerstörerischen Krankheit“, erklärte Gschwend. „In Europa ist Prostatakrebs die dritthäufigste Todesursache; daher müssen unbedingt neue Behandlungsmöglichkeiten wie Abirateronacetat entwickelt werden.“

Prof. Kurt Miller

+++ Therapie des CRPC +++
Abirateron-Acetat: Phase-III-Daten und klinische Konsequenzen
Hamburg, DGU-Kongress 2011 – In Deutschland ist das Prostatakarzinom mit etwa 58.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Bekanntermassen sprechen Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom initial in den meisten Fällen sehr gut auf eine hormonablative Therapie an. Nach durchschnittlich 18 Monaten kommt es jedoch zu einer erneuten Progredienz der Erkrankung. Die bisherigen antihormonellen Zweitlinientherapien mit Zugabe von Antiandrogenen oder niedrig dosierten Steroiden zeigen jedoch nur mässige Resultate (ca. 30–40 % PSA-Ansprechen) für eine mittlere Dauer von sechs Monaten.

Die Zulassung von Abirateronacetat durch die Europäische Kommission gibt Männern, die an einem Prostatakarzinom in diesem späten Stadium leiden und für die es nur noch sehr wenige Therapie-möglichkeiten gibt, neue Hoffnung. Die Wirksamkeit, Sicherheit und Patientenfreundlichkeit von Abirateronacetat, einem Arzneimittel, das zu Hause eingenommen werden kann, deckt eine bis heute nicht erfüllte Anforderung etlicher Patienten ab: länger und besser leben mit weniger Schmerzen.  >>>   

 

+++ CRPC +++
Therapie mit Abirateronacetat bringt Überlebensvorteil für Männer mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC)
Neuss, 7. September 2011 – Die Europäische Kommission hat in einem beschleunigten Revisionsverfahren die Zulassung von Zytiga® (Abirateronacetat) von Janssen-Cilag, dem ersten und einzigen steroidalen Androgen-Biosynthese-Inhibitor, erteilt. Zytiga® ist indiziert in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung des metas-tasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms bei erwachsenen Männern, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient verläuft. Die Zulassung basiert auf den Daten der randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten klinischen Pivot-Studie COU-AA-301, deren wichtigste Ergebnisse im Mai 2011 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.  >>>  

 

Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BDU).

Dr. Axel Schroeder

+++ Fachärzte arbeiten mehr als sie sollen +++
Berufsverband der Urologen wehrt sich gegen unredliche Vorwürfe
Düsseldorf, 8. September 2011 – Deutschlands Urologen wehren sich gegen die aktuelle Kampagne, die gegen die Fachärzteschaft gefahren wird und in der Behauptung gipfelt, Fachärzte arbeiteten zu wenig. Auch der Vorwurf, insbesondere Kassenpatienten angeblich lange Wartezeiten zuzumuten, sei unredlich, da er die gesetzlich vorgegebenen Ursachen vollständig ausblende. „Staatlich verordnete Budgetierung bedeutet weniger Leistungen, weniger Versorgung, mehr Wartezeiten“, konstatiert Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BDU). Patientenaufkommen und Morbidität sorgten dafür, dass Quartalsbudgets heute meistens schon nach zwei Monaten aufgebraucht seien, so dass eigentlich keine Leistungen mehr erbracht werden könnten. „Aus Verantwortung und Pflichtbewusstsein unseren Patienten gegenüber arbeiten wir Ärzte dennoch weiter“, so Dr. Schroeder.  >>>  

 

+++ Prostatakrebsmonat September 2011 +++
Aktiv gegen Prostatakrebs: Was Mann tun kann! Deutsche Krebshilfe bietet kostenloses Informationsmaterial
Bonn, 31.08.11 – Jährlich erkranken 64.000 Männer in Deutschland an Prostatakrebs, 12.000 sterben an der Erkrankung. Anlässlich des diesjährigen Prostatakrebsmonats September intensiviert die Deutsche Krebshilfe daher ihre Aufklärungsarbeit über die Möglichkeiten zur Prävention. „Jeder Mann kann selbst gegen Krebs aktiv werden“, betont Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe: „Sich regelmäßig bewegen, sich gesund ernähren, Übergewicht vermeiden und nicht rauchen, das senkt das Risiko, an einem Tumor der Prostata zu erkranken.“ Zusätzlich können Früherkennungsuntersuchungen dazu beitragen, Prostatakrebs in einem möglichst frühen Stadium zu entdecken und somit die Heilungschancen zu erhöhen.

Das neue Präventionsfaltblatt „Aktiv gegen Prostatakrebs“ sowie das Früherkennungsfaltblatt „Prostatakrebs erkennen“ bieten Interessierten allgemeinverständliche Informationen. Sie sind kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe erhältlich und stehen unter www.krebshilfe.de auch als Download zur Verfügung.  >>>  

Aktiv gegen Prostatakrebs: Was Mann tun kann! Deutsche Krebshilfe bietet kostenloses Informationsmaterial (Download hier).

  

Prof. Dr. Manuela Schmidinger, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin I der Abteilung für Onkologie an der Medizinischen Universität Wien

Prof. Manuela Schmidinger

Prof. Dr. Jürgen E. Gschwend, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München

Prof. Jürgen Gschwend

+++ Therapiesequenz beim mRCC +++
Sunitinib und Temsirolimus weiterhin Standards in der Erstlinie
München – „Beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) stehen uns aktuell sechs zielgerichtete Medikamente zur Verfügung, die von nationalen und internationalen Fachgesellschaften in zwei Behandlungslinien empfohlen werden“, sagte Prof. Dr. Jürgen Gschwend, München auf einer Presseveranstaltung von Pfizer Oncology Deutschland. Durch das breite Therapiespektrum hat sich die Prognose der Patienten erheblich verbessert. Zugleich steht damit im Praxisalltag die Frage nach der richtigen Therapiesequenz im Vordergrund. Ein zentrales Entscheidungskriterium, vor allem bei Behandlungsbeginn, sei die Wirksamkeit eines Präparats, ergänzte Prof. Dr. Manuela Schmidinger, Wien. „Mit einer objektiven Ansprechrate von 47 %, einem medianen Gesamtüberleben von 26,4 Monaten und inzwischen fünf Jahren Anwendungserfahrung ist Sunitinib (Sutent®) deshalb ein Referenzstandard in der mRCC-Erstlinientherapie“, betonte die Onkologin.   >>>  
 

 

+++ Knochenmetastasen +++
Prävention von metastasenbedingten Knochenkomplikationen bei Erwachsenen
München – Eine Integrierte Analyse aus drei Phase-III-Zulassungs-Studien mit insgesamt über 5.700 Patienten belegt die Überlegenheit des neuen Wirkansatzes bei mehr als 50 soliden Tumoren. Dies wurde im Rahmen der zweiten Akademie von Amgen „Knochen und Krebs“, die vom 27. bis 28. Mai 2011 in München stattfand vorgestellt1. Diese Metaanalyse zeigt die Überlegenheit von Denosumab (120 mg) gegenüber Zoledronsäure hinsichtlich der Verzögerung des ersten skelettalen Ereignisses (SRE) bei Patienten mit Knochenmetastasen um 17 Prozent bzw. 8,2 Monate. In dieser Analyse erwies sich Denosumab auch im Hinblick auf die Verzögerung des ersten und nachfolgender SRE um 18 Prozent überlegen. Diese Überlegenheit konnte konsistent bei allen soliden Tumor-Typen beobachtet werden.  >>>  

 

+++ Therapie des Prostatakarzinoms +++
Was ist heute möglich – was können wir künftig erwarten?
München, TUM – In Deutschland ist dass Prostatakarzinom (PCa) mit etwa 58.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Etwa 300 Patienten mit primärem Prostatakarzinom werden jedes Jahr in der Urologischen Klinik der Technischen Universität München (TUM) operativ versorgt. Sie repräsentieren einen typischen Querschnitt der betroffenen Männer in Deutschland. Hinzu kommen etwa weitere 150 Patienten mit Rezidiven oder weit fortgeschrittenen Tumoren, die teilweise schon mehrere Vorbehandlungen hatten. Unter der Leitung von Professor Dr. Jürgen Gschwend gab das Klinik-Team einen Überblick über den State-of-the-Art und aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms.
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+++ Moderne Therapie der erektilen Dysfunktion +++
Neun von zehn Probanden beurteilen erste Schmelztablette positiv
Hamburg – Als erster PDE-5-Inhibitor steht Levitra® (Wirkstoff Vardenafil) in Form einer 10 mg Schmelztablette ab Februar 2011 auch in Deutschland zur Verfügung. Sie löst sich auf der Zunge schnell auf und kann jederzeit diskret ohne Wasser eingenommen werden. Die Tablette schmeckt angenehm nach Minze. Die bequeme Einnahmeform sowie die unauffällig gestaltete, schwarze Verpackung im Kreditkartenformat entsprechen hervorragend dem Bedürfnis von Patienten mit erektiler Dysfunktion (ED) nach einer möglichst einfachen und diskreten Therapie. Die Entwicklung der Schmelztablette beruht auf Erkenntnissen über die Präferenz von Patienten mit erektiler Dysfunktion, welche in der „Akzeptanz-Studie“ an 300 ED-Patienten gewonnen wurden. Laut Zukunftsforscher Professor Peter Wippermann wird eine funktionierende Sexualität in einer alternden Gesellschaft immer wichtiger.  >>>  

 

+++ Behandlungsrealität mRCC +++
Sunitinib und Temsirolimus Referenzstandards in der 1st-Line-Therapie
Berlin – Die Zulassung einiger zielgerichteter Substanzen („targeted therapies“) zur Therapie des Nierenzellkarzinoms, wie z. B. des Multikinase-Inhibitors Sunitinib und des mTOR-Inhibitors Temsirolimus, hat zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens und auch der Tumorregression gegenüber der Immuntherapie geführt. Der Status von Sunitinib und Temsirolimus als Standardtherapien in der Erstlinienbehandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms spiegelt sich auch im klinischen Alltag in Deutschland wider. Dies belegen aktuelle Daten aus dem deutschen RCC-Register. Danach ist Sunitinib mit einem Anteil von 62,7 Prozent die am häufigsten eingesetzte mRCC-Therapie, gefolgt von Temsirolimus mit 11,8 Prozent. Eine eindeutige Datenlage und die nachgewiesene Effektivität sind klare Kriterien für die Therapieentscheidung mit diesen Substanzen.  >>>  

 

+++ Fortgeschrittenes Prostatakarzinom +++
Deutliche Lebensverlängerung durch neuen Testosteron-Hemmer
Düsseldorf, 15.10.2010 – Zur Behandlung bei fortgeschrittenem Prostatakrebs werden gegenwärtig große Erwartungen an den neuen Arzneistoff Abiraterone geknüpft: In einer Studie verlängerte er das Überleben von Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom. „Eine Lebensverlängerung von fast vier Monaten ist bei einem derart ausgeprägten Tumorleiden deutlich und substanziell. Und dass mit einem weitestgehend nebenwirkungsfreien Präparat. Die Studie beweist die Wirksamkeit und macht Hoffnung für die weitere Entwicklung“, sagte Prof. Dr. Michael Stöckle, der 2. Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU). Der Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar leitete in Deutschland die Studie. Der Hersteller kündigte an, Abiraterone noch vor der Zulassung Patienten zur Verfügung zu stellen, die die Eingangsbedingungen der Studie erfüllten.  >>> 
 

 

+++ Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom +++
First-Line-Therapie mit Bevacizumab plus Interferon alfa-2a erhält Lebensqualität und Therapieoptionen
Anlässlich der 62. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Düsseldorf diskutierten Experten die Einflussfaktoren für die Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (mRCC). Patienten mit klarzelligem mRCC und niedrigem bis mittlerem Motzer-Risikoscore können leitliniengerecht first-line mit Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit Interferon alfa-2a (IFN) behandelt werden. Damit kann die maximale Anzahl an Therapieoptionen im weiteren Behandlungsverlauf erhalten werden. Dafür spricht das gut kontrollierbare Nebenwirkungsprofil der Kombinationstherapie. Nebenwirkungen, die die Lebensqualität beeinträchtigen können, treten unter Bevacizumab/ IFN besonders selten auf. Vor allem Patienten mit Mangelernährung, kardiologischen Vorerkrankungen und Immobilität sollten daher nach Meinung der Experten präferiert mit Bevacizumab/IFN behandelt werden.  >>> 

 

+++ Metastasiertes Nierenzellkarzinom (mRCC) +++
Sunitinib und Temsirolimus weiter Referenzstandards in der 1st-Line-Therapie
Berlin – Das Nierenzellkarzinom ist mit 4,4 % aller Krebserkrankungen bei Männern und mit 3,3 % bei Frauen der häufigste bösartige Tumor der Niere. Männer sind etwa doppelt so häufig wie Frauen betroffen. Beim metastasierten Nierenzellkarzinom gibt es in der Regel keine Aussicht auf Heilung. Dieser Tumortyp hat sich als weitestgehend resistent gegenüber allen heute verfügbaren Chemotherapien gezeigt. Auch die Strahlen- und Hormontherapie erwiesen sich als wirkungslos. Historisch gesehen hat die Immuntherapie mit Zytokinen zu einer geringfügigen Verbesserung des Überlebens geführt. Die Zulassung einiger zielgerichteter Substanzen („targeted therapies“) zur Therapie dieser Tumorerkrankung, wie zum Beispiel des Multikinase-Inhibitors Sunitinib und des mTOR-Inhibitors Temsirolimus, hat zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens und der Tumorregression gegenüber der Immuntherapie geführt.  >>> 

 

+++ Urologische Versorgung in Rheinland-Pfalz akut gefährdet +++
BDU-Landesvorsitzender Dr. Holger Uhthoff fordert sofortige Lösungen
Speyer/Hamburg – Unbemerkt von der öffentlichen Diskussion um Honorarhöhen bei Ärzten und drohenden Honorarverlusten im hausärztlichen Sektor zeichnen sich im Verborgenen gravierende Bedrohungen der Versorgung der Kassenpatienten im fachärztlichen Bereich ab. Die niedergelassenen Urologen in Rheinland-Pfalz verzeichnen über die letzten Quartale einen zunehmenden Einbruch der kassenärztlichen Vergütung, der bis zu 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal ausmacht – wohlgemerkt bei vollen Wartezimmern und zunehmender Arbeitsbelastung durch steigende Patientenzahlen. Mittlerweile reichen die von den Kassen und der KV zur Verfügung gestellten Geldmittel gerade aus, um die Kosten einer urologischen Kassenpraxis zu decken, eine Gewinnerzielung, auch im Hinblick auf Investitionen in neue diagnostische und therapeutische Technik ist nicht mehr möglich.  >>> 

 

+++ Prolia® (Denosumab) zugelassen +++
Denosumab wird halbjährlich subkutan injiziert, die empfohlene Dosis beträgt 60 mg Denosumab
Diese Zulassung ist die erste weltweit und gilt in allen 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein. Die Marktzulassung stützt sich auf die Ergebnisse von sechs Phase-III-Studien. Sie zeigen, dass Denosumab die Knochendichte im gesamten Skelett erhöht. In zwei zulassungsrelevanten Studien bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose beziehungsweise bei Männern mit Prostatakarzinom und Knochendichteverlust unter Androgendeprivationstherapie waren außerdem neue Frakturen als Endpunkte festgelegt worden. Die Ergebnisse belegen, dass eine zweimal jährliche subkutane Injektion von 60 mg Denosumab die Inzidenz von Knochenbrüchen reduziert. Alle sechs Studien zeigten, dass Denosumab die Knochendichte an allen untersuchten Skelettlokalisationen erhöht.  >>> 

 

+++ „Der große Prostata-Irrtum“ +++
Stellungnahme zum Artikel von Richard Ablin  (New York Times, Süddeutsche Zeitung, März 2010)
Markus Graefen, Jürgen Gschwend, Peter Hammerer, Peter Albers für den Vorstand der AUO
Hamburg, 20.5.2010 Vor wenigen Wochen wurde in der New York Times ein Kommentar mit dem Titel „Der große Prostata-Irrtum“ publiziert. Dieser Artikel gibt die persönliche Meinung von Prof. Richard Ablin, Professor für Immunbiologie und Pathologie an der Universität von Arizona, zur Wertigkeit des Bluttests PSA zur Entdeckung des Prostatakrebses wieder. Prof. Ablin hat vor ca. 40 Jahren diesen Bluttest entwickelt. Tenor des Kommentars ist, dass der Einsatz dieses Bluttests zur Früherkennung des Prostatakarzinoms mehr schadet als nutzt, da Prof. Ablin vermutet, dass viele der durch diesen Bluttest entdeckten Prostatakarzinome zu keiner Lebensbedrohung der betroffenen Männer führen wird. Er befürchtet, dass die zur Entdeckung des Krebses eingeleitete Diagnostik und Therapie die Lebensqualität der betroffenen Männer deutlich verschlechtert und der Test somit insgesamt mehr Nachteile als Vorteile hat.  >>> 

 

+++ Herausforderung im Praxisalltag +++
Erfolgreiche Therapiesequenz beim Nierenzellkarzinom
Berlin, 29.4.2010
In der Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms gehört die Sequenztherapie mit zielgerichtet wirkenden Substanzen zum Therapiestandard. Meist schreitet die Erkrankung unter den Tyrosinkinase-Inhibitoren in der Erstlinientherapie fort, da der Tumor Resistenzen gegenüber einer anti-angiogenen Therapie entwickelt. Der mTOR-Inhibator Everolimus bewies in der zulassungsrelevanten RECORD-1-Studie eine signifikante Wirksamkeit bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom. Bei  Nierenzellkarzinomen werden 50 Prozent als Zufallsbefunde diagnostiziert. Ein Drittel davon ist primär metastasiert und hat eine Überlebensprognose von 0-13 Prozent.  >>> 

 

+++ Vinflunin in die Leitlinien der EAU aufgenommen +++
EAU empfehlen Vinflunin in der Therapie des metastasierten Urothelkarzinoms
Freiburg, 10.5. 2010   The European Association of Urology (EAU) veröffentlichte kürzlich die aktualisierten EAU-Leitlinien zur Therapie des metastasierten Urothelkarzinoms. Die überzeugenden Studienergebnisse von Vinflunin (Javlor®) – mit einer signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens in der Population der geeigneten Patienten – führten zur Aufnahme des Medikamentes in die EAU-Leitlinie. Hier wird Vinflunin als Standard in der Zweitlinien-therapie bei Patienten mit Progression nach einer platinhaltigen Behandlung empfohlen.  >>> 

 

+++ DEGRO: Neue S3-leitlinie +++
Strahlentherapie bei Prostatakrebs gleichwertige Alternative zur OP
Berlin – Viele Krebserkrankungen an der Prostata können auch ohne eine Operation geheilt werden. So ist die Strahlentherapie im Frühstadium der Erkrankung eine gleichwertige Alternative zum chirurgischen Eingriff. Dies geht aus der neuen S3-Leitlinie hervor, die verschiedene ärztliche Fachgesellschaften unter Mitarbeit der Deutschen Gesellschaft für Radio-onkologie (DEGRO) herausgegeben haben. „Prostatakrebs ist heilbar, solange der Tumor auf die Prostataregion begrenzt ist“, sagt DEGRO-Präsidentin Prof. Dr. med. Rita Engenhart-Cabillic, Direktorin der Abteilung für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Die bevorzugte Behandlung war lange die sogenannte radikale Prostatektomie.  >>> 

 

+++ Hypogonadale Männer benötigen eine Testosteron-Substitution +++
Verbesserung körperlicher und psychischer Symptome – Senkung des kardiovaskulären Risikos
Leverkusen, 18. Februar 2010 – Das Testosteron-Mangel-Syndrom ist ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko. Daher sollte bei einem hypogonadalen Mann mit Symptomatik die Testosteron-Substitution erwogen werden, so die Experten im Rahmen des von Bayer Vital unterstützten 6. Wissenschaftlichen Symposiums Männergesundheit vom 21. bis 23. Januar 2010 in München. Die Therapie kann nicht nur die sexuelle Funktion verbessern, sondern außerdem kardiovaskuläre Risikofaktoren günstig beeinflussen, die Knochendichte erhöhen und die Stimmung verbessern. Diese Behandlung ist bei korrekter Diagnose, Anwendung und Therapieüberwachung unbedenklich: Aktuelle Studien zeigen, dass entgegen früherer Befürchtungen ein erhöhtes Risiko für ein Prostatakarzinom unter Testosteron-Substitution hypogonadaler Männer bisher nicht nachgewiesen wurde. 
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+++ FACT – Erste Head-to-head-Studie +++
Fesoterodin erweist sich bei der Therapie der überaktiven Blase als überlegen
Berlin – Acht Millionen Deutsche, jeder Vierte über 40 Jahre, leidet unter dem Symptomenkomplex der überaktiven Blase (ÜAB). Es ist eine der meistverkannten Krankheiten: Sie beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich, kann sie in die soziale Isolation treiben und oft sogar zu Depressionen führen. Diese Krankheit tritt häufiger auf als Diabetes oder Asthma und kann Frauen und Männer in jedem Alter treffen, die Häufigkeit nimmt allerdings mit zunehmendem Alter zu. Eine Studie an 1.697 Patienten zeigte: 8 von 10 Patienten hatten ihre Blase "besser" oder "wesentlich besser" unter Kontrolle als vor Therapiebeginn. Die erste Head-to-head-Studie zur Ermittlung der Überlegenheit von Fesoterodin gegenüber Tolterodin bei der Behandlung der ÜAB-Symptome hat tatsächlich bewiesen, dass Fesoterodin 8 mg sowohl bei der Reduktion der Dranginkontinenzepisoden als auch bei der Steigerung der Blasenkapazität wirksamer ist als Tolterodin 4 mg.   >>> 

 

+++ Sexualmedizin +++
Wenn der Mann zu früh kommt...
Köln – Über dieses Thema herrscht in vielen Arztpraxen totale Sprachlosigkeit: Die Ejaculatio praecox (EP) – eine der häufigsten, bislang stark unterdiagnoastizierten und therapeutisch unterversorgten sexuellen Dysfunktionen bei Männern – ist in den meisten Fällen verbunden mit erheblichen negativen Auswirkungen sowohl auf die Psyche und das Sexualleben der Betroffenen als auch auf deren Partnerschaft. Dapoxetin (Priligy®), ein neuer kurzwirksamer SSRI, ist das erste und derzeit einzige Medikament, das aktuell in Deutschland und weiteren sechs europäischen Ländern zur Behandlung der EP zugelassen und verfügbar ist.  >>> 

 

+++ Ärztliche Zweitmeinung optimiert Therapieansatz +++
Charité-Studie beschreibt Vorteile für Hodenkrebs-Patienten
Berlin, 25.01.2010 Das Einholen einer Zweitmeinung kann dabei helfen, den richtigen Therapieansatz zu finden. Das belegt eine gemeinsame Studie der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der German Testicular Cancer Study Group (GTCSG), die in der Fachzeitschrift European Urology veröffentlicht wurde. Die Deutsche Krebshilfe förderte das Projekt mit insgesamt 375.000 Euro. Welche Therapie ist die richtige? Diese Frage stellt sich jeder Urologe vor Behandlungsbeginn bei Hodenkrebs. Professor Mark Schrader von der Klinik für Urologie hat dazu ein internetbasiertes Zweitmeinungssystem für Hodenkrebstherapien ins Leben gerufen.   >>> 

 

+++ Therapie des Prostatakarzinoms +++
GnRH-Antagonist Abarelix beschleunigt Hormonentzug
Das Prostatakarzinom ist mit derzeit jährlich über 58.000 Neuerkrankungen in Deutschland die häufigste Tumorerkrankung bei Männern. Neben Operation und Strahlentherapie ist vor allem bei fortgeschrittenem Stadium eine Hormontherapie das Mittel der Wahl. Seit der Zulassung von Abarelix (Plenaxis®) steht Patienten eine weitere Form der hormonellen Therapie zur Verfügung. Abarelix ist der erste Vertreter der Wirkstoffklasse der GnRH-Antagonisten, der für die Behandlung des Prostatakarzinoms eingesetzt werden kann.  >>> 

 

Kostenloser Download: Der neue Ratgeber für Prostatakrebs-Patienten

+++ Der neue Ratgeber für Prostatakrebs-Patienten +++
Die Broschüre basiert auf der neuen S3-Prostatakarzinom-Leitlinie

Hamburg – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hat gemeinsam mit dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) sowie Vertretern mehrerer wissenschaftlicher Fachgesellschaften und Patientenorganisationen den Patientenratgeber „Prostatakrebs I - lokal begrenztes Prostatakarzinom" entwickelt. Die Broschüre basiert auf der neuen S3-Prostatakarzinom-Leitlinie und übersetzt diese in eine Laienverständliche Form. Der 80 Seiten starke Patientenratgeber entstand im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Der zweite Teil der Patientenleitlinie zum lokal fortgeschrittenen und metastasierten Prostatakarzinom soll voraussichtlich im Februar 2010 zur öffentlichen Begutachtung ins Netz gestellt und im März 2010 veröffentlicht werden.  >>> 

 

+++ Prostatakrebs - Patienten beraten Patienten +++
Angebot der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg
Die Urologische Universitätsklinik Heidelberg hat gemeinsam mit Förderern eine neue Qualität der Beratung für Patienten geschaffen, die an Prostatakrebs erkrankt sind: Patienten, die bereits Erfahrungen mit ihrer Erkrankung und einer Behandlungsform gesammelt haben, stehen als zusätzliche Berater in direktem Kontakt zur Verfügung. Um dem Bedürfnis nach einem direkten Erfahrungsaustausch gerecht zu werden, hat sich im Jahr 2008 "Urologie Heidelberg e.V." gegründet. Diese gemeinsame Initiative von Betroffenen, Ärzten und Förderern unter der Federführung von Professor Dr. Markus Hohenfellner, Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg, vermittelt den Kontakt zwischen neu Erkrankten und Patienten, die verschiedene Behandlungen bereits durchlaufen haben. Informationen aus erster Hand sollen die Entscheidung für die individuell geeignetste Therapie erleichtern und Ängste vor den Auswirkungen der Krankheit und möglichen Behandlungsfolgen verringern. Die ehemaligen Patienten sind „Experten aus Erfahrung“ und können zudem über die Abläufe in der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg berichten.  >>> 

 

Neuer Informationsfilm: "Prostatakrebs"+++ Neuer Informationsfilm: "Prostatakrebs" +++
Deutsche Krebshilfe veröffentlicht kostenlose DVD
Bonn (jti) – Prostatakrebs ist eine Diagnose, die jeden Mann zutiefst erschüttert. Der Betroffene ist verunsichert, hat Angst vor der Krankheit selbst und insbesondere vor den möglichen Folgen der Behandlung. Um betroffene Männern gezielt über die Erkrankung zu informieren, hat die Deutsche Krebshilfe jetzt den Patienten-Informationsfilm „Prostatakrebs“ auf DVD herausgegeben. Sehr persönlich berichten Krebs-Patienten darin über den Umgang und das Leben mit dieser Erkrankung. Ihre Partnerinnen ergänzen die weibliche Sichtweise auf die Krankheit und deren Folgen. Experten erläutern Früherkennung und Therapiemethoden. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe in Bonn bestellt werden. Als Gerd U. die Diagnose Prostatakrebs erhielt, wusste er nicht viel über die Erkrankung. „Ich hatte quasi von Tuten und Blasen keine Ahnung“ erzählt er. „Ich wusste gerade mal, wie man Prostatakrebs schreibt, aber da endeten auch schon meine Sachkenntnisse.“ So wie Herrn U. geht es vielen Prostatakrebs-Betroffenen: 
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+++ Bevacizumab plus Interferon first line gefolgt von TKI +++
3 Jahre Überleben beim Nierenzellkarzinom
Dresden, 18. September 2009 – Die abschließende Analyse der Phase-III-Studie AVOREN zum Einsatz des Angiogenese-Hemmers Avastin® (Bevacizumab) beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (mRCC) zeigt: Wird in der First-line Bevacizumab plus Interferon-alpha2a (IFN) gegeben, gefolgt von einem Tyrosinkinaseinhibitor (TKI), lässt sich erstmals beim mRCC ein medianes Gesamtüberleben von mehr als 3 Jahren erzielen.  >>> 

+++ Altersspezifische Therapie-Konzepte in der Urologie +++
Therapien, die Generationen verbinden
Dresden, 18. September 2009 – Das Unternehmen Ferring Arzneimittel GmbH ist auf die Entwicklung von neuen Substanzen in der Hormonforschung spezialisiert und kann auf eine lange, erfolgreiche Tradition zurückgreifen. Als 1961 erstmals die chemische Peptid-Synthese gelang, stieg Ferring als eine der ersten Arzneimittelfirmen weltweit in die industrielle Produktion ein. Mit der Einführung des weltweit ersten GnRH-Rezeptor-Blockers Firmagon® (Degarelix) läutete Ferring in Deutschland dieses Jahr eine neue Ära in der Behandlung des hormonabhängigen Prostatakarzinoms ein. Aktuell baut das Unternehmen seine urologische Kompetenz weiter aus und bietet ab 2010 Männern mit Testosteron-Mangel-Syndrom (TMS) oder Hypogonadismus eine einfache und sichere Testosteron-Therapie durch Hormonsubstitution mit dem Testosteron-Gel Testim®. Der synthetische Wirkstoff Desmopressin, seit Jahrzehnten erfolgreich bei nächtlicher Polyurie von Kindern eingesetzt, ist seit kurzem auch unter dem Handelsnamen Nocturin® für Erwachsene mit Nykturie im Zusammenhang mit nächtlicher Polyurie erhältlich.  >>> 

+++ Erektile Dysfunktion: Wieder ganz Mann sein +++
Welche Patienten profitieren von Vakuum-Erektionshilfen?
Dresden, 17. September 2009 - Aktuelle Untersuchungen belegen, dass die sexuelle Zufriedenheit ein integraler Bestandteil glücklicher Paarbeziehungen ist. Die sexuelle Zufriedenheit wiederum ist an die Anzahl erfolgreicher peniler Geschlechtsverkehre geknüpft. Expertenschätzungen zeigen aber, dass in Deutschland zwischen vier und sechs Millionen Männer an einer Erektilen Dysfunktion (ED) leiden. Damit einher geht häufig der Verlust des Selbstwertgefühls der betroffenen Männer – aber auch ihrer Partnerinnen. Nicht immer wirken die heute zur Verfügung stehenden Medikamente, etwa wegen bestehender Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Hypertonie, ausreichend, oder sie sind sogar kontraindiziert. Für dieses Patientenkollektiv, und besonders für Patienten nach radikaler Prostatektomie (RPE), eignen sich mechanische Erektionshilfen, die durch einen Unterdruckmechanismus zu zufriedenstellenden Erektionen führen können. Über aktuelle Aspekte der Therapie mit Vakuum-Erektionshilfen (z.B. ACTIVE Erection SystemNT®) informierten Experten jetzt auf einer Veranstaltung am Rande der 61. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Dresden. Systeme wie das ACTIVE Erection SystemNT® sind von den Krankenkassen anerkannte Hilfsmittel und können vom Arzt verordnet werden. >>> 


+++ Nierenzellkarzinom 2009 – Was ist gesichert? +++
Aktuelle Datenlage zur RCC-Therapie
Dresden, 17. September 2009 - Das Nierenzellkarzinom stellt europaweit zwei bis drei Prozent aller bösartigen Tumoren dar und ist gleichzeitig – nach dem Prostatakarzinom und dem Urothelkarzinom der Harnblase – der dritthäufigste urologische Tumor. Mit 85 Prozent ist es der häufigste bösartige Tumor der Niere, während gutartige Tumoren der Niere im Vergleich hierzu selten auftreten. Von allen urologischen Tumoren zeigt das Nierenzellkarzinom mit über 40 Prozent die höchste tumorbedingte Sterblichkeit. Dieser Tumortyp hat sich als weitestgehend resistent gegenüber allen heute verfügbaren Chemotherapien gezeigt. Auch Strahlen- und Hormon-Therapie erwiesen sich als wirkungslos. Historisch gesehen hat die Immuntherapie mit Zytokinen zu einer geringfügigen Verbesserung des Überlebens geführt. Die Zulassung einiger zielgerichteter Substanzen („targeted therapies“) zur Therapie dieser Tumorerkrankung führte zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens und der Tumorregression gegenüber der Immuntherapie.  >>>

+++ Nierenzellkarzinom bei Hochrisikopatienten +++
Gesamtüberleben bei Nierenzellkarzinom mit hohem Risiko
Dresden, 17. September 2009 - Für Nierenzellkarzinom-Patienten mit hohem Risiko hat Temsirolimus einen signifikanten Überlebensvorteil von 49 Prozent gegenüber der bisherigen Standardtherapie mit Interferon-alfa gezeigt. Die Patientengruppe, die von dem mTOR-Inhibitor profitiert, ist dabei wesentlich größer als bisher angenommen. Nach einer aktuellen Auswertung unter Berücksichtigung der Hudes-Kriterien aus der Zulassungs-Studie ARCC liegt der Anteil aller Nierenzellkarzinom-Patienten mit hohem Risiko derzeit bei etwa 39 Prozent. Über den konkreten Einsatz von Temsirolimus bei Hochrisiko-Patienten sprachen Experten beim gemeinsamen Satelliten-Symposium von Roche und Wyeth auf dem 61. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Dresden.  >>> 


+++ Die BPH hat ausgedient +++
EAU erarbeitet neue Leitlinien zum Umgang mit männlichen Blasenproblemen - Bei Beschwerden im Sinne eines ‚male LUTS’ gewinnen nebenwirkungsarme Anticholinergika wie Darifenacin zusehends an Bedeutung
Dresden, 17. September 2009 - Eine von der European Association of  Urology (EAU) neu erarbeitete Leitlinie zum Umgang mit Symptomen des unteren Harnwegstraktes bei Männern ("male LUTS") hat für urologisch interessierte Ärzte mehrfache Konsequenzen. Zum einen müssen sie sich mit einer neuen Nomenklatur vertraut machen. Der Begriff der benignen Prostatahyperplasie (BPH) hat dabei praktisch ausgedient. Zum anderen bedingt die neue Klassifikation auch ein therapeutisches Umdenken. Anticholinerg wirksame Medikamente - bislang vorzugsweise bei blasenschwachen Frauen zum Einsatz gekommen - haben nun auch beim "starken Geschlecht" einen wesentlich höheren Stellenwert neben alpha-Blockern und auch anderen Substanzgruppen. Dies gilt ins-besondere für solche Klassenvertreter, die wie Darifenacin (Emselex®) dank hoher Selektivität für bestimmte Rezeptor-Subtypen ihre Wirkung an der Blase und nicht auch am Gehirn entfalten. Eine von Bayer Vital veranstaltete Pressekonferenz "BPH gibt es nicht mehr! Behandlungsmöglichkeiten von ‚male LUTS’ mit Anticholinergika" bot im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Dresden die Gelegenheit, sich mit wesentlichen Implikationen der neuen Leitlinien vertraut zu machen - und dies bereits noch vor deren endgültiger Verabschiedung.  >>> 
 
+++ Sexuelle Funktionsstörungen +++

Glück zurück – bei sexuellen Funktionsstörungen kann geholfen werden

Anfang Juni 2009 führte das Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V. mit Hilfe des EMNID-Institutes eine repräsentative Umfrage unter 1.002 Bundesbürgern (486 Männer, 516 Frauen) mit einem mittleren Alter von ca. 47 Jahren über die Bedeutung verschiedener Faktoren für die Partnerschaft durch. 71 % davon lebten zum Befragungszeitpunkt in einer Partnerschaft. 82 % gaben an, mit ihrem Sexualleben zufrieden zu sein. An vorderster Stelle standen für die Befragten Vertrauen (99 %) und gute Kommunikation (97 %) als Garanten gemeinsamen Glücks. Eine befriedigende Sexualität rangierte dabei mit 79 % Zustimmung in der Skala, die eine glückliche Partnerschaft ausmachten, sehr hoch.  >>> 

+++ Prospective Kohortenstudie: Forscher entwickeln Urin-Schnelltest für Chlamydien +++

Performance-Bewertung eines neuen Urintest für Chlamydien bei Männern

London – Britische Wissenschaftler entwickelten einen Urin-Schnelltest für Chlamydien. Das Verfahren liefert bereits nach einer Stunde einen Nachweis, ob die weit verbreitete Geschlechtskrankheit vorliegt. Bisher war ein vor allem für Männer sehr unangenehmer Abstrich aus der Harnröhre nötig, um die bakterielle Infektion zu diagnostizieren. In einer Studie mit rund 1.200 Männern zeigte der Test eine Zuverlässigkeit von rund 84 Prozent beim Nachweis der Infektion. Diese ist leicht mit Antibiotika zu behandeln. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher um Elpidio-Cesar Nadala vom Diagnostikunternehmen Diagnostics for the Real World in Cambridge im British Medical Journal (2009; 339:2655 doi:10.1136/bmj.b2655)>>> 


+++ Pflanzlicher Wirkstoff gegen Prostatakarzinom +++
Forscher untersuchen Phyto-Östrogen aus Liliengewächs
Göttingen (ng) – Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Wenn der Tumor der Vorsteherdrüse früh genug erkannt wird, sind die Heilungschancen meist sehr gut. Doch sobald sich Tochtergeschwülste – so genannte Metastasen – gebildet haben, gibt es nur noch wenige Therapieoptionen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts untersuchen jetzt Privatdozent Dr. Peter Burfeind und Privatdozent Dr. Paul Thelen, beide Universitätsklinikum Göttingen, ob ein pflanzlicher Wirkstoff aus einem Liliengewächs beim metastasierten Prostatakarzinom wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsprojekt mit 300.800 Euro.
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+++ Korpulenter Nachwuchs alarmiert Urologen +++

Übergewicht ist Risikofaktor für Harnsteine - auch bei Kindern

Mit jährlich rund 1,2 Millionen Betroffenen zählen Harnsteine zu den großen Volkskrankheiten in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Alarmierend sind jüngste Studienergebnisse aus den USA: Dort soll sich das Vorkommen von Harnsteinen bei Kindern im vergangenen Jahrzehnt verfünffacht haben. Vergleichbare Erhebungen gibt es hierzulande nicht, doch Deutsche Urologen warnen, Übergewicht ist auch bei unseren Jüngsten ein Risikofaktor für schmerzhafte Harnsteine.  >>>

+++ Sexuelle Funktionsstörung des Mannes Ejaculatio praecox +++

Erste medikamentöse Therapie mit Dapoxetin (Priligy®)

Der Leidensdruck der von Ejaculatio praecox betroffenen Männer und ihrer Partnerinnen ist beträchtlich", betonte der Urologe Prof. Hartmut Porst auf der Presseveranstaltung „Rechtzeitig statt vorzeitig". Für die Behandlung der sexuellen Funktionsstörung, an der etwa 20 Prozent der Männer in Deutschland leiden, gab es bisher keine zugelassene medikamentöse Therapie. Mit Dapoxetin steht jetzt das erste zugelassene Medikament bei vorzeitigem Samenerguss zur Verfügung. Studien haben gezeigt, dass die Behandlung mit Dapoxetin wirksam und verträglich ist. „Darauf haben Betroffene und auch Ärzte lange gewartet. Ich hoffe, dass die sensible Thematik nun endlich öfter angesprochen und behandelt wird", erklärte die Urologin und Andrologien Dr. Kornelia Hackl.  >>>  

+++ Nierenzellkarzinom: Phase-III-Studie COMPARZ +++

In Deutschland werden noch Studienteilnehmer gesucht

GlaxoSmithKline (GSK) hat eine internationale Placebo-kontrollierte, randomisierte klinische Studie der Phase III gestartet, in der die beiden Multikinase-Inhibitoren Pazopanib und Sunitinib zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom untersucht werden (COMPARZ/VEG108844). Für Deutschland werden noch Studienteilnehmer gesucht.  >>>

+++ Fortschritt in der Therapie des hormonabhängigen Prostatakarzinoms +++

Moderne zukunftsorientierte Hor­montherapie mit Degarelix

Das Prostatakarzinom ist der zweithäufigste Tumor des Mannes nach dem 50. Lebensjahr. In Deutschland erkranken jährlich etwa. 60.000 Männer an einem PCa, dies entspricht 25,4 Prozent der Tumorerkrankungen bei Männern. Entscheidend für eine Heilung ist die frühzeitige Erkennung des Prostatakarzinoms. Ein nicht unerheblicher Anteil der PCa´s ist ohne Krankheitszeichen und bleibt zu Lebzeiten unerkannt. Therapeutisch steht neben der Operation und Strahlentherapie auch die Hormontherapie zur Verfügung. Die Heilungsaussichten sind im frühen Stadium der Erkrankung gut. Bei einer weiteren Überwachung des Behandlungserfolgs kommt der Bestimmung des PSA Wertes im Blut eine entscheidende Bedeutung zu. Mit der schnellen, deutlichen und lang anhaltenden Testosteron-Suppression und PSA-Reduktion ermög­licht der neue GnRH-Blocker Degarelix eine Kontrolle der Erkrankung von Anfang an.  >>>  


+++ Sicherheit von Testosteron-Gel +++
Der FDA wurden mindestens acht Berichte von Kindern vorgelegt, bei denen es durch eine sekundäre Exposition zu gesundheitlichen Schäden kam.
Bei den Kindern im Alter von neun Monaten bis fünf Jahren kam es zu einer Vergrößerung der Genitalien (Penis oder Clitoris), zu einer vorzeitigen Schamhaarentwicklung, einer Alterung der Knochen, einem Anstieg der Libido sowie zu aggressivem Verhalten. Bei den meisten Kindern hatten sich Krankheitszeichen und Symptome einer unangemessenen Virilisierung zurückgebildet, nachdem der Zusammenhang erkannt und die Exposition abgestellt wurde. In einigen Fällen hatten sich die Genitalien jedoch nicht mehr auf die dem Alter angemessene Größe zurückentwickelt. Das Knochenalter hat weiter über dem chronologischen Alter des Kindes gelegen. Um weitere Fälle zu verhindern, ordnet die FDA einen umrahmten Warnhinweis (boxed warning) an. Testosterone werden bei krankhaften Funktionsstörungen der männlichen Gonaden, beim physiologischen Hypogonadismus des Mannes im Alter , sowie bei Libidostörungen der Frau eingesetzt.  >>>

+++ Hormontherapie bei Prostatakrebs +++

Begleitende Bestrahlung verbessert Überlebenschancen

Patienten mit nicht operablem Prostatakrebs erhielten bisher häufig ausschließlich eine Hormontherapie. Diese soll das Wachstum des Tumors bremsen, indem sie die Freisetzung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron hemmt. Eine begleitende Strahlentherapie kann die Überlebenschancen der Patienten jedoch deutlich verbessern. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer Studie hin, die kürzlich im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde.  >>>


Los Angeles, 9. April 2009  – US-Wissenschaftler haben ein Antiandrogen der zweiten Generation entdeckt

Eine erste klinische Studie zeigte, dass selbst bei Männern mit einem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (CRPC) noch den PSA-Wert senken kann (Science 2009; doi: 10.1126/science.1168175).  Eine Phase-III-Studie  soll jetzt zeigen, welchen klinischen Stellenwert der Wirkstoff hat, Die Autoren berichten in Science über ihre Erfahrungen an den ersten 30 Patienten. Bei allen war es unter der Therapie mit Antiandrogenen der ersten Generation zu einer Tumorprogression gekommen, bei 12 Patienten war auch eine taxanbasierte Chemotherapie gescheitert.  >>>


+++ Therapie beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom +++

Internationale Leitlinien empfehlen First-line-Therapie mit Bevacizumab/IFN

Mit dem VEGF (vascular endothelial growth factor)-Hemmer Bevacizumab in Kombination mit Interferon alpha-2a steht seit Ende 2007 eine hochwirksame Therapieoption beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom zur Verfügung. Ein Jahr nach Zulassung als Erst-linientherapie hat die Kombination bereits Eingang in die wichtigsten europäischen und amerikanischen Leitlinien gefunden und steht gleichberechtigt neben der Sunitinib-Gabe. Auf dem Jahreskongress der European Association of Urology (EAU), vom 17. – 21. März 2009 in Stockholm, wurden die neuen europäischen Leitlinien für das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom (mRCC ) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.  >>>


+++ Prostatakrebs: Zwischen Hoffnung und Angst +++
Aktuelle Ausgabe des "Magazins der Deutschen Krebshilfe" ist erschienen

Bonn (jt) – Die Diagnose "Prostatakrebs" ist für viele Männer zunächst ein großer Schock. Doch die Heilungschancen der Betroffenen sind heute groß: Fast 90 Prozent von ihnen werden geheilt, wenn der Tumor früh genug behandelt wird. Dennoch: Die möglichen Folgen der Therapie, wie Impotenz und Inkontinenz, sind immer noch ein Tabu. In der aktuellen Ausgabe ihres Magazins berichtet die Deutsche Krebshilfe unter anderem über die unterschiedlichen Therapiemethoden bei Prostatakrebs.  >>>


+++ Neue Erkenntnisse zur optimalen Therapie bei erektiler Dysfunktion +++
Längeres Stehvermögen – Dreimal soviel Zeit beim Glück zu zweit

Hamburg, 5. März 2009 – Trotz unzähliger Spielarten: Für Frauen ist der „ganz normale“ Sex zu zweit die beglückendste Form der Sexualität, vorausgesetzt „Mann“ kann dafür ausreichend lange durchhalten. Allerdings fehlt gerade Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) häufig die Fähigkeit, eine Erektion lang genug aufrecht zu erhalten. Gleich zwei aktuelle Studien zeigen, dass durch die Therapie mit dem PDE-5-Inhibitor Levitra® dieser Zeitraum verdreifacht werden kann. Das Fazit der Experten auf einer Pressekonferenz von Bayer Vital in Hamburg: Vardenafil ist eine effiziente Therapieoption für ED-Patienten.  >>>

+++ Therapie von Atem- und Harnwegsinfekten +++
Knapp die Hälfte der Hausärzte setzt auf pflanzliche Arzneimittel

Antibiotikaresistenzen nehmen immer mehr zu. Trotz dieser besorgniserregenden Entwicklung verschreiben immer noch 44 % der Hausärzte bei leichten bis mittelschweren Harnwegsinfekten meist direkt chemische Antibiotika, so das Ergebnis einer aktuellen Befragung von TNS-Healthcare. Um Resistenzen zu vermeiden, plädiert Prof. Dr. med. Uwe Frank vom Universitätsklinikum Freiburg dafür, Antibiotika gezielter einzusetzen und bei unkompli-zierten viralen und bakteriellen Infektionen auf pflanzliche Antibiotika wie  z. B. ANGOCIN® Anti-Infekt N auszuweichen. Jüngste Studien belegen: Atemwegs- und Harnwegsinfekte können in vielen Fällen mit dem pflanzlichen Antibiotikum aus Kapuzinerkresse und Meerrettich ebenso wirksam behandelt werden – bei einem deutlich geringeren Nebenwirkungs-potential als bei  chemischen Antibiotika.  >>>

+++ Männergesundheit, ED & Testosteron +++
Klinische Studien zur ED und zum Testosteronmangel
Mit den PDE-5-Inhibitoren liegen seit einigen Jahren Wirkstoffe vor, die in der Therapie der erektilen Dysfunktion (ED) sehr gute Ergebnisse liefern. Präklinische Hinweise auf eine Reversibilität von Fibrose und Atrophie der glatten Muskulatur im C. cavernosum nach regelmäßiger Gabe von PDE-5-Inhibitoren haben in der Vergangenheit die Frage aufgeworfen, ob diese Substanzen auch positive, „heilende“ Langzeiteffekte auf die ED haben. Die Ergebnisse der aktuellen RESTORE-Studie mit Vardenafil widerlegen jedoch diese Hypothese, so Professor Dr. Theodor Klotz, Weiden.  >>>

+++ Mehr Lebensqualität für Patienten mit überaktiver Blase +++
Für Patienten mit überaktiver Blase steht eine neue medikamentöse Therapie zur Verfügung
Die Besonderheit des neuen Antimuskarinikums Fesoterodin (Toviaz®) liegt in seiner Pharmakokinetik. Klinisch relevante Studien zeigten signifikante Verbesserungen im Vergleich zu Placebo. Die überaktive Blase charakterisiert sich durch imperativen Harndrang, meist mit Pollakisurie und Nykturie, mit oder ohne Dranginkontinenz. Für  Patienten, die an einer überaktiven Blase leiden, hat es entscheidende Auswirkungen auf die Lebensqualität, erklärte Dr. med. Matthias Oelke von der Medizinischen Hochschule Hannover.  >>>

+++ Für mehr Patientenzufriedenheit bei der Therapie der überaktiven Blase +++
Pfizer lanciert neues Antimuskarinikum mit einzigartiger Pharmakokinetik und überzeugenden Ergebnissen bezüglich Wirksamkeit, Verträglichkeit und Lebensqualität
Für die European Medicines Agency (EMEA) ist die Patientenzufriedenheit eines der wichtigsten Therapieziele bei der Behandlung der überaktiven Blase. Um dieses Ziel zu erreichen, werden hohe Ansprüche an die Arzneimittel gestellt. Gute Wirksamkeit und Verträglichkeit müssen gewährleistet sein – nicht zuletzt, um langfristige Compliance und Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen zu erzielen. >>>

+++ Lokales Prostatakarzinom +++
Androgenentzug verbessert das 10-Jahres-Überleben nicht
Bei Prostatakrebs wird die Androgendeprivation zunehmend als Alternative zu Operation oder Bestrahlung eingesetzt - vor allem bei älteren Patienten. Das Überleben verbessert der Hormonentzug jedoch nicht JAMA. 2008;300(2):173-181 .
Ein Team um Dr. Grace Lu-Yao vom Cancer Institute New Jersey wertete die Daten von 19.271 Männern aus, bei denen zwischen 1996 und 2002 ein lokales Prostatakarzinom (T1-T2) diagnostiziert wurde. Das Alter der Betroffenen lag bei 66 Jahren oder älter.  >>>

+++ Vardenafil bei Männern mit erektiler Dysfunktion +++
Dauermedikation von PDE-5-Inhibitoren ist bei Therapie der ED nicht notwendig Vardenafil-Einnahme bei Bedarf oder einmal täglich?
Die Dauereinnahme von Vardenafil bei Männern mit erektiler Dysfunktion zeigt keine Unterschiede in der nachhaltigen Wirkung gegenüber einer Einnahme bei Bedarf. Das zeigt die aktuelle, doppelblinde RESTORE-Studie unter Leitung von PD Dr. Jürgen Zumbé aus Leverkusen. Auch bei anderen PDE-5-Inhibitoren scheint eine womöglich kostenintensivere Dauereinnahme keine Vorteile zu bringen.  >>>

+++ 23. Kongress der European Association of Urology: +++
Studie bestätigte Erektionshärte als Indikator für emotionale Zufriedenheit und allgemeines Wohlbefinden von Männern - Neue Daten unterstreichen die Bedeutung des „Erection Hardness Score“ (EHS) bei derTherapie von erektiler Dysfunktion
Der „Erection Hardness Score“ (EHS) ist nicht nur ein einfaches und effektives Instrument zur Ermittlung der Erektionshärte, sondern er ermöglicht auch Rückschlüsse auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden von Männern mit erektiler Dysfunktion (ED). Das belegte die Studie „Scoring Correspondence in Outcomes Related Erectile Dysfunction Treatment on a 4-Point Scale (Score 4)“, die auf dem 23. Kongress der European Association of Urology (EAU) in Mailand vorgestellt wurde.  >>>

+++ Wenn die männliche „Strandperle“ immer weiter wächst +++
Metabolisches Syndrom, Hypogonadismus, Erektile Dysfunktion

Sommer, Sonne, Strand – jetzt lassen sich im Winter geschickt kaschierte Rollen um Bauch und Hüften nicht mehr verbergen. Die „Strandperle“ ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern eine echte Gefahr für die Männergesundheit, die eine ganze Kaskade von kardiovaskulären Risikofaktoren nach sich zieht. Häufige Begleiter zu dicker Bäuche sind Hypogonadismus (Testosteronmangel) und Erektionsstörungen. Neben dem hohen Leidensdruck bei sexuellen Störungen – als Ansatzpunkt für den Arztbesuch – zeigten neue Studien weitere Behandlungsvorteile für zugrunde liegende Erkrankungen. So führe eine Testosteronsubstitution mit Testogel® bei symptomatischem Hypogonadismus nicht nur zu mehr Lebenskraft und Vitalität; auch metabolische Parameter verbesserten sich. Die Behandlung einer erektilen Dysfunktion mit Levitra® bewähre sich auch bei Patienten mit zu hohen Cholesterinspiegeln.  >>>

+++ Ein Grund zum Feiern – 10 Jahre Sildenafil +++
Wussten Sie, dass die Geschichte des bekanntesten PDE-5-Hemmers Sildenafil mit einer Beobachtung aufmerksamer Ärzte begann?
Auf der Suche nach einem neuen Wirkstoff zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen (unter anderem Angina pectoris) wurde 1992 in Großbritannien eine klinische Studie vorzeitig abgebrochen, weil die Prüfärzte ungewöhnliche Begleiterscheinungen („Erektionen“) bei der Behandlung mit der Prüfsubstanz UK-92480, dem späteren Sildenafil, beobachtet hatten. 1998 erhielt der PDE-5-Inhibitor Sildenafil dann die Zulassung zur Behandlung von Erektionsstörungen, berichtete Dr. Peter Ellis vom Pfizer Central Research in Sandwich, Großbritannien. Am 22. Juni 1998 wurde Sildenafil (Viagra®) in der Schweiz eingeführt.  >>>

+++ Metastasierendes Prostatakarzinom +++
Resistenz gegen Androgenentzug aufgeklärt - Tumor versorgt sich selber mit Testosteron
Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs mit Metastasenbildung ist die Androgenentzugstherapie eine häufig gewählte Option. Doch mit der Zeit werden viele Tumoren resistent gegenüber der Hormonblockade. Warum dies so ist, fanden Forscher um Dr. Peter Nelson vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle (US-Bundesstaat Washington) heraus.
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+++ Neue Referenztherapie in der Erstlinien-Behandlung beim mRCC +++
Wirksamkeit von Sunitinib über alle MSKCC-Risikogruppen
Auf der 23. Jahrestagung der European Association of Urology (EAU) in Mailand betonten europäische Nierenzellkarzinom-Experten den Stellenwert von Sunitinib (Sutent®) in der Erst- und Zweitlinien-Therapie des metastasierten / fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (mRCC). Patienten über alle  MSKCC-Risikogruppen  profitieren von dem oralen Multi-Kinase-Inhibitor, wie die Subgruppenanalyse einer prospektiv-kontrollierten Langzeitstudie und ein Expanded Access Programm zeigen. Gleichzeitig lässt sich in der Zulassungsstudie ein Zusammenhang zwischen Therapiedauer und Ansprechrate erkennen: Je länger die mediane Therapiedauer bei sukzessiven Auswertungen, desto höher die Ansprechrate. Neben der Wirksamkeit unterstrichen die Experten die Verträglichkeit des Targeted Wirk-Ansatzes, die sich sowohl unter Studienbedingungen als auch im klinischen Alltag zeigte.  >>>

+++ Inkontinenz bei Mann und Frau – eine interdisziplinäre Herausforderung +++
Experten bündeln ihre Kompetenzen in einem Kontinenz-Zentrum

Etwa 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Harn- oder Stuhlinkontinenz. Schätzungen gehen davon aus, dass 2050 jeder dritte Mensch in Deutschland älter als 65 Jahre sein wird. Die Harninkontinenz ist mit einer Häufigkeit zwischen 30-40 % aller Frauen ab 50 Jahren eine bedeutende Volkskrankheit. Eine Hilfe für die Betroffenen ist oft nur durch eine individuelle, spezialisierte Diagnostik und Therapie möglich, in die verschiedene medizinische Fachdisziplinen eingebunden sind. Je besser Spezialisten unterschiedlicher Fachbereiche wie u. a. Gynäkologie, Urologie, Proktologie, Neurologie und Physiotherapie zusammenarbeiten, desto effektiver und effizienter kann eine Behandlung der oft komplexen Krankheitsbilder erfolgen. Um die Möglichkeiten einer solchen Zusammenarbeit zu nutzen, bündeln Experten ihre Kompetenzen in einem Kontinenz-Zentrum und bilden so eine ideale Voraussetzung für eine optimale Betreuung der Patienten.
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+++ Den Drang im Griff +++
Mit Neurostimulation gegen Harninkontinenz - Etwa sieben bis acht Millionen Frauen und Männer sind in Deutschland von Inkontinenz betroffen:
Sie können entweder ihren Harndrang nicht mehr kontrollieren oder haben eine Schließmuskelschwäche des Afters. Harn- und Stuhlinkontinenz sind in der deutschen Öffentlichkeit immer noch große Tabuthemen. Die Hemmschwelle der Betroffenen, sich medizinischen Rat und damit auch Hilfe zu holen, ist hoch. Mittlerweile gibt es für Harn- bzw. Stuhlinkontinenz-Patienten, die bereits viele verschiedene Therapien erfolglos durchlaufen haben, neue Hoffnung: Der Blasen- bzw. Darmschrittmacher! Er stimuliert mit leichten elektrischen Impulsen gezielt die für die Kontinenz zuständigen Sakralnerven.  >>>
 

+++ Bonner Professor widmet sich Tabuthemen +++
Uni-Klinik Bonn: Neue Stiftungsprofessur für Neuro-Urologie

Professor Dr. André Reitz hilft Patienten, die aufgrund einer Erkrankung des Nervensystems an einer Blasenfunktionsstörung leiden. Im Rahmen einer Professur, die das Neurologische Rehabilitationszentrum Godeshöhe dem Universitätsklinikum Bonn stiftete, geht der 37-jährige Urologe unter anderem der überaktiven Blase bei Multipler Sklerose und Morbus Parkinson auf den Grund. Prof. Reitz, der auf der Godeshöhe und am Universitätsklinikum praktiziert, leitete zuvor den Bereich Neuro-Urologie an der Orthopädischen Universitäts-Klinik in Heidelberg.
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+++ Grad-4-Erektionen als optimales Ziel – für Zufriedenheit und Therapietreue +++

Die Härte der Erektionen spielt für Männer und Frauen weltweit eine wichtige Rolle in ihrem Sexualleben.

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass ein Zusammen-hang zwischen dem emotionalen Wohlbefinden, der Zufriedenheit mit der Partnerschaft und dem Erzielen komplett harter Erektionen besteht. Mit dem „Erection Hardness Score“ (EHS) gibt es nun eine leicht zu handhabende Möglichkeit, das Behandlungsmanagement und den Erfolg in der Therapie der Erektionsstörungen nachzuverfolgen und somit zu optimieren. >>>

 

+++ Fluoreszenzzystoskopie schon bald Standard in der Blasenkrebsdiagnostik +++

Das Harnblasenkarzinom belegt nach dem Karzinom der Prostata den zweiten Rang unter den urologischen Malignomen.

Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Das Harnblasenkarzinom ist je nach Tumorstadium und begleitenden Risikofaktoren mit einer Rezidivquote von 38 bis 70 % behaftet.

 

+++ Mannheimer Urologe erneut ausgezeichnet +++

Der renommierteste Forschungspreis, den Europas Urologen an exzellente junge Wissenschaftler ihres Fachgebietes zu vergeben haben, geht in diesem Jahr nach Mannheim.

Beim Jahreskongress der "European Association of Urology" (EAU) in Berlin ist am Donnerstag, 22. März 2007, der 37-jährige Professor Dr. Maurice S. Michel mit dem "Crystal Matula Award" ausgezeichnet worden.

 

+++ Prostatakrebs-Früherkennung: Urologen erweitern Aufklärungskampagne +++
"Promis gegen Prostatakrebs" ist eine erfolgreiche Patientenbroschüre der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V., die nun in dritter Auflage auch anderen Facharztgruppen, Apotheken undEinrichtungen im deutschen Gesundheitswesen kostenlos zum Auslegen angeboten wird.


+++ Operationstechnik der neuen Generation +++
In der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg ist erstmals in Deutschland eine radikale Entfernung von Harnblase und Prostata mit Hilfe der computerassistierten minimal invasiven Technik (so genannte " Da Vinci Laparoskopie") erfolgreich durchgeführt worden. Der Patient litt an einem Blasenkrebs. Während der Operation wurde eine Ersatzblase aus Darm gebildet und an die Harnröhre angeschlossen, so dass er auf normalem Wege Wasser lassen kann.


+++ Neue minimal-invasive OP-Methoden in der Urologie +++
Vor allem rekonstruktive Eingriffe wie Samenleiterrekonstruktion nach Sterilitätsbehandlung, urologisch rekon-struktive Eingriffe wie Nierenbeckenplastik, Harnleiterneinpflanzung und zunehmend kinderchirurgische Eingriffe bei Fehlanlagen werden heutzutage mit Hilfe von Robotern ausgeführt.


+++ Risikofaktor Alter: GBE-Heft 36 "Prostataerkrankungen" erschienen +++
Da Prostataerkrankungen vor allem im Alter auftreten und da die Zahl älterer Menschen steigt, ist mit einer steigenden Zahl von Erkrankungen zu rechnen. Die verschiedenen Prostataerkrankungen thematisiert das 36. Heft der Gesundheitsberichterstattung (GBE).

 

+++ Prostatakarzinom: Immuntherapie mit dendritischen Zellen +++
Bei bis zu 40% aller wegen Prostatakarzinom operierten Patienten kommt es zu einem Wiederanstieg des PSA-Wertes im Blut. Dieses sogenannte PSA-Rezidiv ist bei einem Drittel der Patienten Vorbote von Metastasen und damit einer unheilbaren Situation.


+++ Neuer Internetauftritt der Urologen +++
Die Informationsplattform der deutschen Urologen präsentiert sich ab sofort im Internet mit einer neu gestalteten Website unter der bekannten Adresse www.urologenportal.de. Zielgruppengerecht aufgearbeitet, ständig aktualisiert und mit optimierter Bedienerfreundlichkeit: Das gemeinsame Internetportal der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. bietet seinen Besuchern umfassendes Wissen rund um die Urologie.

 

 

 

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